Archiv der Kategorie: Johann Sebastian Bach

J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen, Videos und Kantaten-Beschreibungen für den „2. Sonntag nach Epiphanias“


J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen, Videos und Kantaten-Beschreibungen für den „2. Sonntag nach Epiphanias“

ALL OF BACH - Orgel der St. Martins-Kirche in Groningen (Holland)

                          ALL OF BACH – Orgel der St. Martins-Kirche in Groningen (Holland)

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 15.01.2017 begehen wir den 2. Sonntag nach Epiphanias

Der Sonntag, der dem 2. Sonntag nach Epiphanias vorangestellt ist, widmet sich der Taufe Jesu, d.h. seinem „Amtsantritt“ oder besser seiner „Berufung zum Amt“. Dass schon am 2. Sonntag nun seine Tätigkeit als „Freudenmeister“ im Vordergrund steht, hat weniger damit zu tun, dass die, die die Lesungen ausgewählt hatten, meinten, dass die Lebensfreude das Wichtigste sei, sondern vielmehr damit, dass im Johannesevangelium das Wunder bei der Hochzeit zu Kana ausdrücklich als das erste Wunder Jesu bezeichnet wird. Damit stellt es den Anfang seines Wirkens dar und ist somit prädestiniert als erste „Amtshandlung“ Jesu.

Dennoch darf man den weltlichen Aspekt dieses Evangeliums nicht unter den Tisch kehren. Zu sehr hat die christliche Kirche die Leibfeindlichkeit betont, so dass jetzt viele, die mit dieser Prämisse nicht zurechtkommen, sich von der Kirche abwenden. Kirche und Leibfeindlichkeit (bis hin zu der sehr einfachen Beobachtung, dass man Sonntag morgens zu „nachtschlafender Zeit“ zum Gottesdienst gerufen wird) haben sich tief in das Bewußtsein der Menschen als ein und dasselbe eingeprägt, und man ist zu faul, sich vom Gegenteil zu überzeugen. Man kann daher gar nicht genug betonen, dass Jesus bewußt das weltliche Feiern unterstützte, und er tat es wohl kaum, um sich selbst als der Sohn Gottes herauszustellen, denn das wird in der Evangelienlesung am wenigsten betont. Es ist die schlichte Tatsache, dass Jesus hier selbst Freude am Leben zeigt: ihm gefällt es nicht, dass da nicht genug Wein zur Verfügung steht, also beschafft er welchen, damit die Feier noch mehrere Tage weitergehen kann.

Auch an den folgenden Sonntagen wird meist von Wundern Jesu berichtet, die ihn aber immer wieder jeweils in einen anderen Zusammenhang stellen und ihn letztlich als den Herrn über die gesamte Schöpfung vorstellen.

Am 2. Sonntag nach Epiphanias hören wir die Geschichte von der Hochzeit zu Kana, bei der Jesus Wasser in Wein verwandelte. Wir können Gott nicht schauen, aber sein Wirken, das uns in Jesus Christus offenbart ist, erfüllt uns mit Freude und macht uns fähig, einander anzunehmen darum, dass wir durch das Kreuz Jesu erlöst sind. Es ist gut zu wissen, dass Jesus auch die Freuden dieser Welt durch dieses Wunder bejaht.

Wochenspruch: 

Das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. (Joh 1, 17)

Wochenlied: 

“Gottes Sohn ist kommen“ (EG 5)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den 2. Sonntag nach „Epiphanias“

BWV   3  –  „Ach Gott, wie manches Herzeleid
BWV 13 –   „Meine Seufzer, meine Tränen
BWV 155 – „Mein Gott, wie lang, ach lange?“ 

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link:

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link:

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link:

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik – Sonntag: 07:05 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach

BWV 3  „Ach Gott, wie manches Herzeleid

Kantate zum 2. Sonntag nach Epiphanias für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Joanne Lunn, Sopran; Richard Wyn Roberts, Altus;

Julian Podger, Tenor; Gerald Finley, Bass;

Monteverdi Choir; English Baroque Soloists,

Leitung: John Eliot Gardiner

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Auszug aus dem Programm:

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 13 Meine Seufzer, meine Tränen.

Susanne Seitter, Sopran / Jan Börner, Altus

Jakob Pilgram, Tenor / Wolf Matthias Friedrich, Bass

Chor & Orchester der J. S. Bach-Stiftung, St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm:

Etwa ab  07:10 Uhr:

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 65 „Sie werden aus Saba alle kommen“

Kantate zu Epiphanias

James Gilchrist, Tenor / Peter Kooij, Bass /

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

Kantate BWV 3 Ach Gott, wie manches Herzeleid

Kantate am 2. Sonntag nach Epiphanias,

Dorothee Mields, Sopran / Pascal Bertin, Countertenor

Gerd Türk, Tenor / Peter Kooij, Bass /

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

Bach-Kantate

Kantate BWV 3 Ach Gott, wie manches Herzeleid

Kantate am 2. Sonntag nach Epiphanias,

Arleen Augér (Sopran),Gabriele Schreckenbach (Alt)

Lutz-Michael Harder (Tenor)Philippe Huttenlocher (Bass)

Gächinger Kantorei StuttgartBach-Collegium Stuttgart

Leitung: Helmuth Rilling

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 155 „Mein Gott, wie lang, ach lange“

Kantate für den 2. Sonntag nach Epiphanias

(weitere Angaben werden nicht zur Verfügung gestellt !)

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-kultur-radio-100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszüge aus dem Programm:

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 3 „Ach Gott, wie manches Herzeleid“

Conrad Zuber, Thomaner/Sopran – Martin Deckelmann, Thomaner/Alt

Martin Petzold, Tenor / Gotthold Schwarz, Baß

Thomanerchor Leipzig  / Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Georg Christoph Biller

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag um  08:05 Uhr bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 3 „Ach Gott, wie manches Herzeleid“

Kantate für den 2. Sonntag nach Epiphanias

Sandrine Piau, Sopran; Bogna Bartosz, Alt;

Paul Agnew, Tenor; Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir & Orchestra

Leitung:  Ton Koopman

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 155 „Mein Gott, wie lang‘, ach lange“

Kantate am 2. Sonntag nach Epiphanias

Caroline Stam, Sopran / Elisabeth von Magnus, Mezzosopran

Paul Agnew, Tenor; Klaus Mertens, Bass;

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

https://www.domradio.de/radio

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Johann Adolph Hasse (1699-1783)

„Missa ultima“

Er war zu Lebzeiten berühmter als Johann Sebastian Bach und feierte grandiose Erfolge als Opernkomponist. Trotzdem ist Johann Adolph Hasse heute fast vergessen – zu Unrecht. 

Seit den 1990er Jahren und dem Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche werden sehr intensiv die Werke von Dresdner Komponisten wiederaufgeführt. Das gilt sowohl für Musiker an der Frauenkirche wie an der katholischen Hofkirche.

Ein solcher Komponist war Johann Adolf Hasse, der heute erst nach und nach wieder ins musikalische Bewusstsein rückt. Zu seinen Lebzeiten war das anders. Er galt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts einer der bekanntesten und vor allem erfolgreichsten Komponisten überhaupt. Vor allem auf dem Gebiet der Oper feierte er wahre Triumphe.

1699 bei Hamburg geboren, studierte er in den 1720er Jahren in Neapel beim berühmten Alessandro Scarlatti Harmonielehre und Tonsatz. Sehr schnell machte er sich in Italien einen Namen als Opernkomponist. Für den Dresdener Hof schrieb er 1731 die Oper Cleofide. Die Uraufführung in Dresden war ein riesiger Erfolg. Der sächsische Kurfürst war von Hasse so begeistert, dass er dem mittlerweile zum Katholizismus übergetretenen Musiker die Stelle des Sächsischen Hofkapellmeisters anbot. Pikant ist daran, dass sich sowohl Johann Sebastian Bach und als auch Jan Dismas Zelenka vergeblich um diese Stelle beworben hatten….

weiter zum Text von Dom-Radio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate – BWV 13 – „Meine Seufzer, meine Tränen“

(Keine weiteren Angaben vorhanden !)

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Videos mit Bach-Kantaten

für den 2. Sonntag nach „Epiphanias“

BWV   3  –  „Ach Gott, wie manches Herzeleid
BWV 13 –   „Meine Seufzer, meine Tränen
BWV 155 – „Mein Gott, wie lang, ach lange?“ 

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/ YouTube: BWV 3  

Ach Gott, wie manches Herzeleid“   (Interpret: SDG-Gardiner )

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/ YouTube: BWV 13  –

 Meine Seufzer, meine Tränen –  (Interpret: Rilling)

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/ YouTube: BWV 155  –

 „Mein Gott, wie lang, ach lange?“  (Interpret: SDG-Gardiner )

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Christoph Graupner (1683-1760)

war ein deutscher Barock-Komponist

Christoph Graupner (* 13. Januar 1683 in Kirchberg; † 10. Mai 1760 in Darmstadt) war ein deutscher Komponist.

Bei seinem Onkel, dem Organisten Nicolaus Küster, bekam Christoph Graupner seinen ersten Musikunterricht. Er folgte diesem nach Reichenbach im Vogtland. In Leipzig besuchte er die Thomasschule und studierte Jura und danach Musik bei dem Thomaskantor Johann Schelle und unter dessen Nachfolger Johann Kuhnau. 1705 ging er als Cembalist zum Hamburger Opernorchester, das von Reinhard Keiser geleitet wurde. In dieser Zeit komponierte er mehrere Opern, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden.

Der Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt hörte seine Werke und bot ihm 1709 einen Posten an seinem Hof an. Bereits 1711 stieg er zum Hofkapellmeister auf. In diesem Jahr heiratete er die Pfarrerstochter Elisabeth Eckardt.

1722 bewarb er sich auf Empfehlung Telemanns um die bereits durch diesen abgelehnte Stelle des Thomaskantors in Leipzig.

Auf Geheiß seines Herrn musste er die Berufung als Nachfolger von Johann Kuhnau ablehnen, allerdings unter Aufbesserung seines ohnehin bereits hohen Verdienstes. So konnte Johann Sebastian Bach die Stelle erhalten. Graupner blieb bis zu seinem Tod am Hof des Landgrafen. Im Laufe der Zeit holte er eine Reihe von Musikern nach Darmstadt, die er aus seiner Zeit als Leipziger Thomasschüler kannte: den Vizekapellmeister Gottfried Grünewald, seinen späteren Nachfolger Johann Samuel Endler sowie den Kammermusikus Michael Boehm.

Graupners umfangreiches, fast vollständig erhaltenes Werk befindet sich zum größten Teil in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt. Es ist in großen Teilen noch unveröffentlicht und harrt der Entdeckung durch Musiker und Musikwissenschaftler. Vielfach betrachteten die Landesherren die Werke ihrer Komponisten als ihr persönliches Eigentum und im schnellen Wandel der Modeströmungen wurden die Kompositionen vernichtet. Graupners Familie wehrte sich gegen dieses Vorgehen und strengte einen Prozess an, der erst fast 80 Jahre nach Graupners Tod zu Gunsten der Familie entschieden wurde. Diesem Umstand und der Auslagerung der Bestände während des Zweiten Weltkrieges ist die Erhaltung dieses umfangreichen Werkes zu verdanken.

(Quelle: Wikipedia)

Ein weiterer Link zu Graupner:

http://www.christoph-graupner-gesellschaft.de/

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Christoph Graupner (1683-1760) Passions-Kantaten

CD Christoph Graupner (1683-1760) Passions-Kantaten

CD bei Amazon zu beziehen

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Passions-Kantaten“ 

Christoph Graupner (1683-1760)

CD-Besprechung:

Christoph Graupner’s umfangreiches Vokalwerk ist diskographisch nach wie vor nur wenig erschlossen, und so macht auch diese Neuproduktion mit Hans Michael Beuerle, dem Anton-Webern-Chor Freiburg sowie dem Ensemble Concerto Grosso mit einfallsreicher barocker Vokalmusik bekannt. Für CARUS wurde aus dem riesigen Kantatenwerk Graupners (insgesamt 1414 überlieferte geistliche Kantaten im Rahmen von 46 Kantatenjahrgängen!) ein Zyklus mit vier Passionskantaten zusammengestellt. Selbstverständlich handelt es sich dabei durchweg um Ersteinspielungen, so dass Liebhaber barocker geistlicher Vokalmusik eine ganze Menge an interessanter Musik entdecken können.

Ausführende:

Gunhild Lang-Alsvik, die Sopranistin aus Norwegen singt nicht nur dies Stück, sondern mit ihrer Einfühlsamen Stimme.

Leitung: Hans Michael BeuerleAnton-Webern-Chor FreiburgEnsemble Concerto Grosso /

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Video – zu Epiphanias:

Christoph Graupner

Work: „Merk auf, mein Herz“, GWV 1111/44 am Epiphanias

Choral: Merkt auf, mein Herz, und sieh dorthin
Recitativo: bespiegle dich, du Christenschar
Aria: Ach, lass dich sehn. Du licht der Heiden
Recitativo: Die Sünder, ach, erschrecken
Aria: Jesus macht mir keinen Schrecken
Recitativo: Ach, werter Jesu, mein Verlangen
Choral 1 Da Capo: Ach Mein Herzliebes Jesulein

Soprano I & II: Amaryllis Dieltiens & Elisabeth Scholl
Tenor I & II: Lothar Blum & Reinoud van Mechelen
Baritone: Stefan Geyer

Chorus: Ex Tempore

Orchestra: Mannheim Hofkapelle

Conductor: Florian Heyerick

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

Aufführungsort: Old Royal Naval College Chapal, Greenwich am 16. & 17.01.2000

BWV 3 „Ach Gott, wie manches Herzeleid“

Kantaten für den Zweiten Sonntag nach Epiphanias.

Das war das erste Kantatenprogramm auf dieser Pilgerreise, das – für viele von uns – auf Heimatboden stattfand. Nach drei äußerst intensiven Wochen des Musizierens, zu Weihnachten in Weimar, in Berlin über Neujahr und in Leipzig und Hamburg zu Epiphanias, machten sich einige aus der Gruppe Gedanken, dass die besondere Stimmung verflogen sein könnte, und mit ihr die außergewöhnliche Art des Hörens, die ein deutsches Publikum zu einer solchen Musik beiträgt.

Das Royal Naval College in Greenwich war jedoch an zwei aufeinander folgenden Abenden so gut gefüllt, das wir uns keine Sorgen hätten zu machen brauchen. Auf den ersten Blick könnte man es ein bisschen merkwürdig finden, dass uns Bach für einen Sonntag, an dem das Altargebet lautet ‚Uns ist ein Kind geboren. Hallelujah!’, drei Kantaten unter dem Titel ‚Mein Gott, wie lang, ach lange?’ (BWV 155), ‚Ach Gott, wie manches Herzeleid’ (BWV 3) und ‚Meine Seufzer, meine Tränen’ (BWV 13) hinterlassen hat. War es nur eine Spezialität des lutherischen Klerus, die Auffassung, dem Jammer des Lebens müsse im Büßerhemd begegnet werden, zum Fetisch zu erheben? Die Kantaten durchschreiten einen Weg von der Trauer zum Trost – der durch Bachs Musik Licht erhält – und verwenden dieses Motto, während das Evangelium des Tages (das Wunder der Verwandlung von Wasser in Wein) wechselndes Gewicht erhält, als Symbol für die Verwandlung irdischer Mühsal in himmlische Glückseligkeit. Sie verweisen auch auf die ‚rechten Stunden’ (‚Meine Stunde ist noch nicht gekommen’ sagte Jesus zu seiner Mutter), in welcher ‚der Sorgen Kummernacht’ endlich enden wird.

BWV 3 „Ach Gott, wie manches Herzeleid“ 

Aus Bachs zweiten Leipziger Zyklus, im Januar 1725 komponiert. Die Choralmelodie des ersten Satzes ist diesmal der Bassstimme anvertraut, die von einer Posaune gestützt wird. Bach verwendet einen einfachen Kunstgriff, der ein häufiges Symbol für den Schmerz in den tragischen Chaconnen der Barockopern ist – sechs chromatisch absteigende Noten –. und macht ihn zum melodischen Kern der gesamten Choralfantasie: der Einleitung, aller Stimmeinsätze, der instrumentalen Zwischenspiele und der Coda. Dabei legt er die Betonung des Textes zugrunde (und nicht die Taktstriche!) und unterstreicht das Ganze mit einer Folge aus Appoggiaturen und chromatischen Harmonien, was in einem, wie es Gillies Whittaker nennt, ‚faszinierenden Labyrinth von Querverweisen’ endet, ‚wie wir sie in der Chormusik der Tudorzeit finden’.

Selbst das mühevollaufsteigende Gegenthema verstärkt das Bild des ‚schmalen Weges’, der ‚trübsalvoll’ ist. Erst wenn es heißt, dass dieser Pfad zum Himmel führe, schenkt uns Bach einen Hoffnungsschimmer durch einen strahlenden Aufstieg der Sopranstimmen zu einem hohen A, mit dem er die Grundtonart bestätigt, wenn auch auf verschlungenem Wege. Die Choralmelodie kehrt wieder (Nr. 2), diesmal ohne schmückendes Beiwerk und mit einfachen diatonischen Akkorden harmonisiert, jede Zeile durch ein Ostinatomotiv (aus der diminuierten Choralmelodie) im Continuo getrennt und durch Rezitative, für jede der vier Solostimmen im Wechsel, ‚tropiert’. Die sich anschließende Bassarie ist, für das Cello ebenso wie den Sänger, eine unerquickliche Tour, denn ihre Linien überkreuzen sich ständig, während sie sich dreht und windet und ‚Höllenangst und Pein’ zu vermitteln sucht. (Das Altargemälde mit dem Heiligen Paulus und die Schlange auf der Rückwand der Naval College Chapel schienen dieses Bild zu ergänzen). Das ist erst die erste Zeile einer sechszeiligen Strophe, doch Bach dehnt ihren Einfluss auf vierundfünfzig der insgesamt zweiundsechzig Take des ‚A’-Teils der Arie aus – und selbst die Erwähnung des ‚rechten Freudenhimmels’ kann diesen übermächtigen Eindruck nicht völlig zerstören.

Bach spart seine gefälligste Musik für das Duett in E-dur (Nr. 5) auf, das von Sopran und Alt als freier Kanon zu einer fugierten Begleitung der unisono geführten Violinen und Oboen d’amore gesungen wird. Hier geht es ihm darum, den Beweis zu erbringen, wie man durch fröhlichen Gesang den Kampf gewinnen kann, sich von den Sorgen zu befreien, die ständig im Kopfe kreisen – sein Pendant zu ‚Singin’ in the Rain’, vermute ich. 

Ich brauchte bis zum ‚B’ – Teil, um zu begreifen, dass dem melodischen Gerüst des gesamten Duetts (und des absichtsvollen fugierten Austauschs zwischen allen vier Zeilen) nicht irgendeine äußere musikalische Laune, sondern akustische Symbole des Kreuzes zugrunde liegen, auf die sich die Worte ’Mein Kreuz hilft Jesus tragen’ beziehen, die beide sowohl in der über das Liniensystem notierten melodischen Gestalt als auch in der charakteristischen Verwendung von Doppelkreuzen zutage tritt, die durch ein X symbolisiert werden. Er verweist uns auch zurück auf die sorgenvolle Schwere der einleitenden Fantasie und ihre ausdrucksvolle Chromatik.

Bachs schlichte Harmonisierung von Martin Mollers Choraltext (Nr. 6) bringt schließlich die Läuterung. Alfred Dürr schrieb einmal, Bachs Vertonung von Georg Christian Lehms’ Text Meine Seufzer, meine Tränen (BWV 13) schildere, ‚wie sich die Phantasie des Barockmusikers an denjenigen Textstellen entzündet, die von Seufzen und Schmerz handeln’. Das stimmt, aber die Wirkung von Bachs Musik ist dafür kaum typisch: Wir lesen Lehms’ Text und spüren ein maßloses Schwelgen; wir hören Bachs Musik, und sie verwandelt sich, jeder Ton weist über sich hinaus auf einen Zustand erhöhter Bewusstheit.

Zum Beispiel im ersten Satz, einem langsamen Lamento im 12/8 – Takt für Tenor, zwei Blockflöten, Oboe da caccia und Continuo. Nimmt man die Oboe da caccia weg, wird die Musik, immer noch in sich geschlossen, zu einem einzigen unermüdlichen Klagen. Die hinzugefügte Gegenmelodie mit schmückenden Arabesken auf der Oboe da caccia durchdringt die qualvolle Textur und mildert den Schmerz der Dissonanzen und allgegenwärtigen Verzagtheit. Schließlich übernimmt die Oboe da caccia den Vordergrund, ihr Einfluss dehnt sich auf die Blockflöten aus, die mit dem Einsatz der Stimme ihren klagenden Dialog aufgeben und unisono spielen. Im Choral (Nr. 3), der das flehentliche Bitten der Altstimme um Tröstung beschließt (Nr. 2), stattet Bach die zierende, von den Streichern gelieferte Einfassung der schlichten Choralmelodie mit zuversichtlichen diatonischen Harmonien aus, während drei Blasinstrumente aus der Eingangsarie die Altstimme verdoppeln. Bach gewährleistet auf diese Weise, dass auf den Text des Sängers voller Unsicherheit und Frage eine optimistische, wortlose Antwort gegeben (und vom Hörer verstanden) wird.

Der fünfte Satz ist sicher eine der düstersten Arien Bachs überhaupt. Sie ist mir seit meiner Kindheit bekannt – seit meinen zögernden Versuchen, den Gesang meiner Mutter auf der Geige zu begleiten –, aber der ‚Heiligenschein’, den die beiden, über der Violine spielende Blockflöten liefern, war mir neu. Die Kombination der obligaten Violine mit dem bleichen Grabesklang der Blockflöten, die sie in der Oktave verdoppeln, hat etwas Hypnotisierendes. Bach scheint entschlossen, den Hörer mit dem Elend und der Erbärmlichkeit des Lebens hier auf Erden, mit dem Gedanken, den er in der ersten dieser drei Kantaten umrissen hat, ständig zu konfrontieren, begibt sich jedoch hier auf eine neue Stufe tiefen Meditierens. Wenn Bach bis hierhin Lehms’ trübsinnige Worte immer wieder abgeschwächt hat, ist er nun in der Lage, das Gegenteil zu tun: Wo der Text als Wendepunkt ein ‚Freudenlicht’ fordert, denn ‚Ächzen und erbärmlich Weinen hilft der Sorgen Krankheit nicht’, ignoriert er in seiner modifizierten ABADacapo-Form schlechterdings diese allmähliche Veränderung aus trübsinniger in eine vertrauensvolle Stimmung. Er lüftet den Schleier aus Dissonanzen und schiefen Harmonien lediglich in einer vorübergehenden und nicht schlüssigen Imitation des Blicks, der ‚gen Himmel siehet’ (Takte 51/52). Das ist nur das Präludium zu einer umfassenden Reprise des ersten Teils in der Subdominante, das die Musik wieder in Dunkelheit abtauchen lässt, als wolle sie neue körperliche und seelische Qualen erkunden. Wenn sich Puls und Geist verlangsamt und die Sinne geschärft haben, gelangt das allergeringste Detail zu Bewusstsein. Die Arie stellt in ihrer erstaunlichen Länge und Intensität des Ausdrucks ungewöhnlich hohe Ansprüche an das Durchhaltevermögen der Ausführenden (wir hatten unglaubliches Glück, dass sich Gerry im letzten Augenblick bereit erklärte, einzuspringen).

Sie ist noch viel erschütternder als die andere Epiphanias-Arie für Bass, ‚Lass, o Welt, mich aus Verachtung in betrübter Einsamkeit’ (BWV 123/5), die wir zwei Wochen zuvor in Leipzig aufgeführt hatten. Nur die tröstliche Schönheit von Heinrich Isaaks Melodie zu ‚Innsbruck, ich muss dich lassen’ – die auf so ergreifende Weise in der Matthäuspassion verwendet wurde –, könnte es hier mit Bachs vollendeter Harmonisierung aufnehmen.

Was für eine wunderbare Kulisse für Bachs Musik hätte Nicholas Hawksmoors Gestaltung der großen Kapelle in Greenwich abgegeben! Das Bauvorhaben für die Chapel, 1699 in einer Anwandlung wilden Experimentierens als Kernstück des herrlichsten Gebäudekomplexes konzipiert, der Anfang des 18. Jahrhunderts in England gebaut werden würde (zu dem Hawksmoor, Wren und Vanbrugh alle ihren Teil beitrugen), lag drei Jahrzehnte lang auf Eis. Der Plan wurde schließlich in den 1780er Jahren in einem sehr viel bescheidenerem Maßstab von James Stuart, dem ‚Athener’, ausgeführt. Mit ihrem flachen Gewölbe und vorkragenden Emporen hat die Kapelle die kühle, klassizistische Eleganz einer späteren Generation –, die gemeinhin Leuten wie Hawksmoor und Bach den Rücken kehrte.

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für die Sonntage nach Epiphanias:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen:  Maya Homburger, Violine

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CDs vom Label SDG  
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SDG 115 Vol. 19CD – Cover SDG 115 Vol. 19

CD zum 2. So. nach Epiphanias

Link:  CD  – e i n s – Inhalt

BWV   3  – „Ach Gott, wie manches Herzeleid“ 

BWV 13  – „Meine Seufzer, meine Tränen“ 

                                                          BWV 155 – „Mein Gott, wie lang, ach lange?“
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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2017 vom 09.06 – 18.06.2017 

“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION 

Das Bachfest 2017 steht unter dem Motto ““EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION

Martin Luther sah in „Frau Musica“ eine göttliche Kunst, da sie den Teufeln zuwider sei. Entsprechend stellte er die Musik in eine Reihe mit der Theologie, erhob das deutschsprachige geistliche Lied zu einem festen Bestandteil des reformatorischen Programms und hielt ließ es Eingang in den Gottesdienst finden. Häufig als „schöne newe Lieder“ betitelt, verbreitete sich das neue reformatorische Liedrepertoire rasant….

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2017 beginnt seit dem 14. Oktober 2016.

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Bachfest-Programm zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video vom Thomanerchor !

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Cantata BWV 4, „Christ lag in Todesbanden“ (Mühlhausen, 1707/1708)

i. Sinfonia: strings and continuo
ii. Versus 1 (chorus): „Christ lag in Todes Banden“
iii. Versus 2 (soprano, alto): „Den Tod niemand zwingen kunnt“
iv. Versus 3 (tenor): „Jesus Christus, Gottes Sohn“
v. Versus 4 (chorus): „Es war ein wunderlicher Krieg“
vi. Versus 5 (bass): „Hier ist das rechte Osterlamm“
vii. Versus 6 (soprano, tenor): „So feiern wir das hohe Fest“
viii. Versus 7 (chorus): „Wir essen und leben wohl“

Thomaner Paul Bernewitz, soprano
Thomaner Friedrich Praetorius, soprano
Thomaner Stefan Kahle, alto
Martin Petzold, tenor
Gotthold Schwarz, bass

Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester
Georg Christoph Biller

Rondeau Production 2014


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 Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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J.S. Bach Cantata BWV 156 Ich steh mit einem Fuß im Grabe

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

BWV  156 „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“ 

Kantate BWV 156 zum 3. Sonntag nach Epiphanias für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Oboe, Steicher und Continuo.

Solisten:

Muriel Schwarz, Sopran; Terry Wey, Altus; Bernhard Berchtold, Tenor; Markus Volpert, Bass

Leitung:  Rudolf Lutz

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Die DVD – BWV 156 mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link:

http://www.bachstiftung.com/shop/i-stand-with-one-foot-in-the-grave-now-bwv-156-dvd.html

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J. S. Bach – Kantate BWV 66 „Erfreut euch, ihr Herzen“ für den zweiter Tag von Ostern für Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Trompete, Oboe I + II, Fagott, Streicher und Basso Continuo

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DVD BWV 66 – Link zum Shop:

http://www.bachstiftung.com/shop/rejoice-all-ye-spirits-bwv-66-dvd.html

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Link:  mp3 – Download –

von der J.S. Bach-Stiftung –

bei Amazon – mit Hörproben

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Link: Zur Bachstiftung

mp3 –  J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

Link:   bei   j p c

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

 ALL OF BACH 

J. S. Bach BWV 736 Orgelwerk „Valet

ALL OF BACH BWV 736

Zum Anhören in das Foto klicken

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J.S. Bach – Kantate – BWV 100 “Was Gott tut, das ist wohlgetan”

„Was Gott tut, das ist wohlgetan“ BWV 100, ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig zwischen 1732 und 1735. Die Choralkantate ist an der Hymne auf der Grundlage Samuel Rodigast (1674) entstanden.

Diese Arbeit ist eine späte Choralkantate für eine unbestimmte Gelegenheit. Bach  führte sie in Leipzig zwischen 1732 und 173 auf. Dies wird als eine der neuesten vorhandenen Kirchenkantaten Bachs angenommen.

Die Kantate ist an der Hymne auf der Grundlage “Was Gott tut, das ist wohlgetan” (1675) von Samuel Rodigast. Dieser Choral wurde traditionsgemäß in Leipzig als Lied für Hochzeiten verwendet. Anders als die meisten von Bachs früheren Choralkantaten, benutzte er den Text unverändert. Bach führte die Kantate wieder im Jahre 1737 und 1742 auf.

Die Kantate ist für vier Vokalsolisten (Sopran, Alt, Tenor und Bass), vierstimmiger Chor, zwei Hörner, Pauken, Flöte, Oboe d’amore, zwei Violinen, Viola und Basso continuo – bestimmt.

Die Kantate besteht aus sechs Sätzen.

Choral: Es bleibt gerecht sein Wille (G-Dur)
Duett (Alt, Tenor): Er wird mich nicht betrügen (D-Dur)
Aria (Sopran): Er wird mich wohl bedenken (h-moll)
Aria (Bass): Er ist mein Licht, mein Leben (G-Dur)
Arie (alto): Muß ich den Kelch gleich schmecken (e-Moll)
Choral: Darbei will ich verbleiben (G-Dur)

Nur der erste und der letzte Satz verwendet die Choralmelodie, während die Duette und Arien „sorgfältig abgestufte Klangfarben“ besitzen.

Der erste Satz bezieht sich auf BWV 99 mit zusätzlichen Horn- und Paukenteilen. Der Wechsel in der Instrumentierung macht die Stimmung „feierlich und jovial“, im Gegensatz zu der intimen Atmosphäre. Der Choral öffnet sich mit einer Präsentation von zwei instrumentalen Themen, die sich wiederholen, wenn die Sopranistin mit der Choralmelodie eintritt. Die Instrumentallinien sind im Vergleich zum Gesang komplex.

Das Alt- und Tenorduett nach Ludwig Finscher spiegelt das „italienische Kammerduett (Steffani, Händel) aufgrund der Motettengestaltung des Textes und der imitierenden Verflechtung der Gesangsteile“. Die Melodie tritt in nachahmende Schichten auf der Grundlage des aufsteigenden vierten Intervalls ein.

Die „heitere“ Bassarie wird begleitet von synkopierten Streichern. Die „prächtige, geräumige“ Melodie ist bemerkenswert für ihr abschließendes absteigendes Motiv. Wie im galanten Stil spielen die begleitenden Violinen Paralleldrittel und Sechstel. Die formale Struktur ist ungewöhnlich: anstatt der konventionellen endgültigen Reprise der A-Sektion, die in da capo-Form erwartet wird, folgt dem B-Abschnitt unmittelbar das schließende Ritornell.

Die Alto-Arie ist in 12/8 Takt und wird von Oboe d’amore und continuo begleitet. Es konzentriert sich auf Bilder der Bitterkeit. Die Arie wird von einer fließenden Oboe d’amore Solo-Melodie eingeführt.

Der letzte Satz ähnelt der Version des Chorals, die im BWV 75 vorhanden ist, aber fügt Hörner und Pauken hinzu.

ALL OF BACH BWV 100

Zum Anhören in das Foto klicken

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J. S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach:vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

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J.S. Bach, Kantate BWV 3 „Ach Gott, wie manches Herzeleid“

Kantate für den 2. Sonntag nach Epiphanias !

Auszüge aus dem BWV 3Satz 1, 4, 5 und 6 (Schlusschoral)

„Ach Gott, wie manches Herzeleid“ (BWV 3) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Choralkantate in Leipzig für den zweiten Sonntag nach Epiphanias und führte sie am 14. Januar 1725 erstmals auf.

Bach führte die Kantate am 14. Januar 1725 erstmals auf.

Die Kantate ist besetzt mit vier Vokalsolisten (Sopran, Alt, Tenor und Bass), vierstimmigem Chor, Horn (corno da caccia), Posaune, zwei Oboe d’amore, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.

Die Kantate besitzt 6 Sätze:

Coro: Ach Gott, wie manches Herzeleid
Recitativo e chorale (Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor): Wie schwerlich lässt sich Fleisch und Blut
Aria (Bass): Empfind ich Höllenangst und Pein
Recitativo (Tenor): Es mag mir Leib und Geist verschmachten
Aria Duetto (Sopran, Alt): Wenn Sorgen auf mich dringen
Choral: Erhalt mein Herz im Glauben rein

Im Eingangschor singt nicht wie in den meisten Choralkantaten der Sopran den Cantus firmus, sondern der Bass, verstärkt von der Posaune. Schon in seiner vierten Choralkantate für Leipzig, „Ach Herr, mich armen Sünder“ (BWV 135), hatte Bach das ausprobiert, nachdem er die Liedmelodie in der zweiten Choralkantate dem Alt und in der dritten dem Tenor anvertraut hatte. Die klagende Stimmung dieses Eingangschors wird ausgedrückt durch die „elegischen Töne“ der Oboen d’amore, die von den Oberstimmen übernommen werden, und durch Seufzermotive in den Streichern.

Das folgende Rezitativ verbindet die Choralmelodie, die vierstimmig gesetzt vom Chor gesungen wird, mit eingeschobenen Textabschnitten, die von den Solisten vorgetragen werden. Die Choralzeilen werden jeweils von einem freudigen Ostinato-Motiv eingeleitet, das von der Liedmelodie abgeleitet ist.

Die Bass-Arie, nur vom Continuo begleitet, kostet den Gegensatz von „Höllenangst“ und „Freudenhimmel“ aus, wenn die „unermessnen Schmerzen“ sich in „leichte Nebel“ auflösen.

Im Duett für Sopran und Alt in hellem E-Dur sind die Stimmen in eine dichte Quartett-Textur der Instrumente gebettet, wie Christoph Wolff anmerkt. Der Schlusschoral ist ein schlichter vierstimmiger Satz.

Anmerkung:  zum BWV 3 – Satz 5 – Aria Duetto (Sopran, Alt):

 J.E. Gardiner machte zu dieser Kantate eine Interessante Aussage:

Ich brauchte bis zum ‚B’ – Teil, um zu begreifen, dass dem melodischen Gerüst des gesamten Duetts (und des absichtsvollen fugierten Austauschs zwischen allen vier Zeilen) nicht irgendeine äußere musikalische Laune, sondern akustische Symbole des Kreuzes zugrunde liegen, auf die sich die Worte ’Mein Kreuz hilft Jesus tragen’ beziehen, die beide sowohl in der über das Liniensystem notierten melodischen Gestalt als auch in der charakteristischen Verwendung von Doppelkreuzen zutage tritt, die durch ein X symbolisiert werden. Er verweist uns auch zurück auf die sorgenvolle Schwere der einleitenden Fantasie und ihre ausdrucksvolle Chromatik.

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Ausführende:
Solistenensemble stimmkunst – Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Christine Busch) | Leitung: Kay Johannsen

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Video: J.S. Bach, Kantate BWV 3 „Ach Gott, wie manches Herzeleid“

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“Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag”

Herzliche Grüße

Volker

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13. Bachfestival Arnstadt vom 17.03. bis 21.03.2017 in Thüringen


13. Bachfestival Arnstadt vom 17.03. bis 21.03.2017 in Thüringen!

Erfolgreiche Veranstaltungsreihe geht „Modern – Vielseitig – Weltklasse“ in die 13. Auflage

bachfest-arnstadt-2017-vom-17-bis-21-3Der Kartenvorverkauf für das Bachfestival Arnstadt, welches im kommenden Jahr in der 13. Auflage vom 17. bis 21. März 2017 in der Bachstadt Arnstadt stattfindet, hat begonnen.

Die Eintrittskarten für die hochkarätig besetzten Konzerte, wie dem Eröffnungskonzert „Cantate Domino“ mit dem Vokalensemble I Vocalisti, der Obertonsängerin Anna Maria Hefele und dem Vokalensemble Quartonal (17. März, Johann-Sebastian-Bach-Kirche) oder dem  Saxophonquartett „Meier’s Clan“ mit dem Konzert „Von Bach bis Bernstein“ (18. März, Johann-Sebastian-Bach-Kirche) sind ab sofort erhältlich. Mit Hille Perl (Viola da Gamba) konnte in diesem Jahr wieder eine Echo-Klassik-Preisträgerin für das Bachfestival Arnstadt gewonnen werden. Das gemeinsam mit dem Ensemble La Ninfea aufgeführte Konzert mit dem Titel „Ecce quam bonum“ findet am 19. März in der Traukirche Johann Sebastian Bach in Dornheim statt. Zum Abschluss des Festivals am 21. März erobern die jungen Preisträger Liv Heym (Telemannpreisträgerin 2015, Barockvioline) und Sebastian Heindl (Bachpreisträger 2016, Orgel) die Johann-Sebastian-Bach-Kirche.

Video: G.Ph. Telemann – Trio g-moll: 1. Suave ma non adagio

Ensemble: La Ninfea

Barbara Heindlmeier – Blockflöte
Christian Heim – Viola da Gamba
Simon Linné – Theorbe
Alina Rotaru – Cembalo

http://www.ensemble-laninfea.de/

Aufnahme vom 21.10.2012
Berliner Tage für Alte Musik

Weiterhin können die Eintrittskarten für alle weiteren Veranstaltungen des sehr vielfältigen Programms rund um das Thema „Bach in Arnstadt“ erworben werden. Dazu zählen die Jazz-Nacht mit dem Saxophonquartett „Meier’s Clan“ (17. März, Münzkeller Prinzenhof), die Matinee mit Aleksandra und Alexander Grychtolik („Barocke Improvisationskunst“, 18. März, historischer Rathaussaal), die Orgeltour mit Kirchenmusikdirektor i.R. Gottfried Preller (18. März), das Kinderprogramm „Der gestiefelte Kater“ (20. März, 9.00 & 11.00 Uhr, Theater im Schlossgarten) und das Musikschulkonzert Junge Schüler, alte Meister“ (20. März, historischer Rathaussaal). Die weiteren Veranstaltungen wie der Handwerkermarkt (18. März, Glasverbinder), die geistlichen Mittagsmusiken (18. März20. März und 21. März), der Kantatengottesdienst (19. März) und die abschließende Bach-Ehrung können kostenfrei besucht werden.

Ausführliche Informationen zu allen Künstlern und Konzerten sind auf 

www.bach-festival.de verfügbar.

Kartenvorverkauf:
Tourist-Information Arnstadt
Markt 1, 99310 Arnstadt
Telefon: 0 36 28/60 20 49
Fax: 03628 / 661847
E-Mail: information@arnstadt.de

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J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunksendungen und Kantaten-Beschreibung für den „1. Sonntag nach Epiphanias“


J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunksendungen und Kantaten-Beschreibung für den „1. Sonntag nach Epiphanias“

VISUALISIERUNGEN BACH-HAUS WEIMAR – VOM ARCHITEKTURBÜRO HUMMEL

Wir danken unserem Förderer und Ehrenmitglied, Nobelpreisträger Prof. Dr. Günter Blobel, und den „Friends of Dresden“ für das Sponsoring der Visualisierungen des Architekturbüro Hummel.

UM 1700 

Diese Visualisierungen zeigen, wie Bachs Wohnhaus zu seiner Zeit ausgesehen haben könnte. Da bislang keine historischen, authentischen Abbildungen hiervon aufgefunden wurden, orientiert es sich an typischen Gebäuden/Wohnhäusern der Zeit, wie diese etwa auch in unmittelbarer Nachbarschaft, am Weimarer Marktplatz, heute noch stehen. Das Fachwerk-Eckhaus links ist nach einer historischen Abbildung visualisiert……

Link: http://www.bachhausweimar.de/de/argumente/geschichte-des-bach-wohnhauses/historische-visualisierungen.html

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder SehprobeRadio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 08.01.2017 begehen wir den 1. Sonntag nach Epiphanias

Am 1. Sonntag nach Epiphanias steht die Taufe Jesu im Mittelpunkt, die früher auch am Epiphaniastag selbst gefeiert wurde. Hiermit wird Jesus aus seinem einfachen Menschsein herausgenommen und von Gott berufen. Es ist Teil des großen Geheimnisses der Gottheit und Menschheit in Jesus Christus, dass diese Berufung und Taufe mach Jesu eigenen Worten notwendig ist. Jedoch ist eigentlich nur das Evangelium dieses Sonntages mit der Taufe Jesu „beschäftigt“. Die anderen Texte haben die Botschaft im Mittelpunkt, die durch Jesus die Welt veränderte: Tut Buße, kehrt um, wendet euch Gott zu, der durch Jesus eure Sünden getilgt hat.

Am 1. Sonntag nach Epiphanias denken wir besonders an die Taufe Jesu, bei der die Herrlichkeit Jesu deutlich wurde durch das Wort Gottes. Angesichts der Gestalt Johannes des Täufers sind wir gehalten, uns selbst in den Dienst Jesu zu stellen mit den Gaben, die Gott uns gegeben hat. Im Vertrauen auf den, der durch das Kreuz und die Auferstehung unsere Befreiung erwirkt hat, können wir getrost in dieser Welt für ihn Zeugnis ablegen.

Wochenspruch: 

Die der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Röm 8, 14)

Wochenlied: 

“O lieber Herre Jesu Christ“ (EG 68)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den 1. Sonntag nach „Epiphanias“

BWV  32  – „Liebster Jesu, mein Verlangen
BWV 124 – „Meinen Jesum lass ich nicht
BWV 154 – „Mein liebster Jesus ist verloren“ 

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link:

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link:

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link:

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik – Sonntag: 07:05 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 32 Liebster Jesu, mein Verlangen

Kantate am 1. Sonntag nach Epiphanias,

Johanna Winkel, Sopran; Thomas E. Bauer, Bass;

Chorus Musicus Köln;  Das Neue Orchester

Leitung: Christoph Spering

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NDRkultur 

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 32 „Liebster Jesu, mein Verlangen“

Claron McFadden, Sopran / Peter Harvey Bariton

Monteverdi Choir / English Baroque Soloists

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm:

Etwa ab  07:10 Uhr:

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 65 Sie werden aus Saba alle kommen

Kantate zu Epiphanias,

James Gilchrist, Tenor / Peter Kooij, Bass

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

Kantate BWV 32 Liebster Jesu, mein Verlangen

Kantate am 1. Sonntag nach Epiphanias,

Hannah Morrison, Sopran  Peter Kooij, Bass

Le Concert Lorrain

Leitung: Stephan Schultz

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08031 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate 

Johann Sebastian Bach

Kantate zu Epiphanias

BWV 154 „Mein liebster Jesus ist verloren“

Petra Noskaiová (Alt) Jan Kobow (Tenor)

Jan van der Crabben (Bariton)

La Petite Bande

Leitung: Sigiswald Kuijken

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 32 „Liebster Jesu, mein Verlangen“

Claron McFadden, Sopran / Peter Harvey Bariton

Monteverdi Choir / English Baroque Soloists

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-kultur-radio-100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszüge aus dem Programm:

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 

Georg Gebel (1709-1753)

„Begebet eure Leiber zum Opfer“

Gesine Adler, Sopran; Britta Schwarz, Alt;

Tobias Mäthger, Tenor; Matthias Vieweg, Bass

Les Amis de Philippe,

Leitung: Ludger Rémy

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den VLC Media Player, den man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag – 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 32 “Liebster Jesu, mein Verlangen“

Kantate am ersten Sonntag nach Epiphanias,

Kantate BWV 32 „Liebster Jesu, mein Verlangen“

Claron McFadden, Sopran / Peter Harvey Bariton

Monteverdi Choir / English Baroque Soloists

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 153 „Schau, lieber Gott, wie meine Feind“

Kantate am Sonntag nach Neujahr,

Robin Blaze, Countertenor  Gerd Türk, Tenor

Peter Kooij, Bass

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Johann Sebastian Bach

Musik von J. S. Bach zu Epiphanie

Kantate BWV 65Sie werden aus Saba alle kommen“ 

so heißt das Werk, das Johann Sebastian Bach seinerzeit 1724 für den Dreikönigstag am 6. Januar schrieb. Nicht nur durch die ungewöhnlichen Klangfarben im Orchester und die abweichende Satzfolge ist die Kantate ein besonders gelungenes Werk des Thomaskantors.

Das Kantatenschreiben für den Sonntagsgottesdienst in Leipzig war so etwas wie das Alltagsgeschäft des Thomaskantors, der mit dem Thomanerchor einen leistungsfähigen Chor zur Verfügung hatte.  Über 400 dieser geistlichen Werke schrieb er. In der Regel dauern sie etwa 20 Minuten. Die Besetzung umfasst meistens vier Solo-Sänger, Chor und kleines Orchester. Die heutige Kantate weicht nicht nur in dieser Hinsicht erheblich ab. Die Struktur und Satzabfolge ist verändert, es kommen nur zwei Solisten zum Einsatz. Auch die instrumentale Besetzung ist überraschend:  zwei Hörner, zwei Blockflöten, zwei Oboen da caccia werden zusammen mit Streichern eingesetzt. Vor allem der Eingangschor erhält so eine besondere Klangfarbe, die Bach sonst nur bei seinem Weihnachtsoratorium und einer anderen Weihnachtskantate einsetzt.

Inhaltlich geht es in der Kantate um die heiligen Drei Könige, die zum Jesuskind im Stall von Betlehem kommen und ihre Geschenke mitbringen – Gold, Weihrauch und Myrre. Darauf nimmt der Anfangschor Bezug mit einem Zitat aus dem Buch Jesaja im Alten Testament. Dies kündigt im christlichen Verständnis die Ankunft von Jesus Christus an Weihnachten in der Krippe an. „Sie werden aus Saba alle kommen“, so heißt es dort und so singt der Chor zu Beginn der Kantate und drückt damit aus, dass nicht nur die Heiligen Drei Könige kommen, sondern im übertragenen Sinn alle gläubigen Menschen…….

weiter zum Text von Dom-Radio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

 http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate – BWV 124 – „Meinem Jesum lass ich nicht!

(Keine weiteren Angaben vorhanden !)

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 Videos mit Bach-Kantaten

für den 1. Sonntag nach „Epiphanias“

BWV  32  – „Liebster Jesu, mein Verlangen
BWV 124 – „Meinen Jesum lass ich nicht
BWV 154 – „Mein liebster Jesus ist verloren

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/ YouTube: BWV 32 

  „Liebster Jesu, mein Verlangen“   (Interpret: ALL OF BACH )

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/ YouTube: BWV 124  –

 „Meinen Jesum lass ich nicht„ –  (Interpret: Koopman)

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/ YouTube: BWV 154  –

 „Mein liebster Jesus ist verloren“  (Interpret: Kuijken)

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Christoph Graupner (1683-1760)

war ein deutscher Barock-Komponist

Christoph Graupner (* 13. Januar 1683 in Kirchberg; † 10. Mai 1760 in Darmstadt) war ein deutscher Komponist.

Bei seinem Onkel, dem Organisten Nicolaus Küster, bekam Christoph Graupner seinen ersten Musikunterricht. Er folgte diesem nach Reichenbach im Vogtland. In Leipzig besuchte er die Thomasschule und studierte Jura und danach Musik bei dem Thomaskantor Johann Schelle und unter dessen Nachfolger Johann Kuhnau. 1705 ging er als Cembalist zum Hamburger Opernorchester, das von Reinhard Keiser geleitet wurde. In dieser Zeit komponierte er mehrere Opern, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden.

Der Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt hörte seine Werke und bot ihm 1709 einen Posten an seinem Hof an. Bereits 1711 stieg er zum Hofkapellmeister auf. In diesem Jahr heiratete er die Pfarrerstochter Elisabeth Eckardt.

1722 bewarb er sich auf Empfehlung Telemanns um die bereits durch diesen abgelehnte Stelle des Thomaskantors in Leipzig.

Auf Geheiß seines Herrn musste er die Berufung als Nachfolger von Johann Kuhnau ablehnen, allerdings unter Aufbesserung seines ohnehin bereits hohen Verdienstes. So konnte Johann Sebastian Bach die Stelle erhalten. Graupner blieb bis zu seinem Tod am Hof des Landgrafen. Im Laufe der Zeit holte er eine Reihe von Musikern nach Darmstadt, die er aus seiner Zeit als Leipziger Thomasschüler kannte: den Vizekapellmeister Gottfried Grünewald, seinen späteren Nachfolger Johann Samuel Endler sowie den Kammermusikus Michael Boehm.

Graupners umfangreiches, fast vollständig erhaltenes Werk befindet sich zum größten Teil in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt. Es ist in großen Teilen noch unveröffentlicht und harrt der Entdeckung durch Musiker und Musikwissenschaftler. Vielfach betrachteten die Landesherren die Werke ihrer Komponisten als ihr persönliches Eigentum und im schnellen Wandel der Modeströmungen wurden die Kompositionen vernichtet. Graupners Familie wehrte sich gegen dieses Vorgehen und strengte einen Prozess an, der erst fast 80 Jahre nach Graupners Tod zu Gunsten der Familie entschieden wurde. Diesem Umstand und der Auslagerung der Bestände während des Zweiten Weltkrieges ist die Erhaltung dieses umfangreichen Werkes zu verdanken.

Ein weiterer Link zu Graupner:

http://www.christoph-graupner-gesellschaft.de/

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Christoph Graupner (1683-1760) Passions-Kantaten

CD Christoph Graupner (1683-1760) Passions-Kantaten

CD bei Amazon zu beziehen

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„Passions-Kantaten“ 

Christoph Graupner (1683-1760)

CD-Besprechung:

Christoph Graupner’s umfangreiches Vokalwerk ist diskographisch nach wie vor nur wenig erschlossen, und so macht auch diese Neuproduktion mit Hans Michael Beuerle, dem Anton-Webern-Chor Freiburg sowie dem Ensemble Concerto Grosso mit einfallsreicher barocker Vokalmusik bekannt. Für CARUS wurde aus dem riesigen Kantatenwerk Graupners (insgesamt 1414 überlieferte geistliche Kantaten im Rahmen von 46 Kantatenjahrgängen!) ein Zyklus mit vier Passionskantaten zusammengestellt. Selbstverständlich handelt es sich dabei durchweg um Ersteinspielungen, so dass Liebhaber barocker geistlicher Vokalmusik eine ganze Menge an interessanter Musik entdecken können.

Ausführende:

Gunhild Lang-Alsvik, die Sopranistin aus Norwegen singt nicht nur dies Stück, sondern mit ihrer Einfühlsamen Stimme.

Leitung: Hans Michael Beuerle / Anton-Webern-Chor Freiburg / Ensemble Concerto Grosso /

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Video von YouTube – eine historische Aufnahme:

Christoph Graupner – Passionskantate „Wie bald hast du gelitten“

Wie bald hast Du gelitten Deel 1, in de Geerteskerk in Kloetinge.

„Door Te Deum Laudamus“.

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Video II

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YouTube-Video

Cantata von Christoph Graupner (1683- 1760)

Cantate „Ach Gott und Herr“

I. Kantate „Ach Gott und Herr“ GWV 1144/11: Choral „Ach Gott und Herr“
II. Kantate „Angst und Jammer“ GWV 1145/11: Arie „Angst und Jammer“
III Kantate „Furcht und Zagen“ GWV 1102/11b: Arie „Verstosse doch“

Miriam Feuersinger / Xenia Löffler, Oboe

Capricornus Consort Basel

Peter Barczi, direction

YouTube-Video:

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

Aufführungsort: St. Jacobi, Hamburg am 09.01.2000

BWV 32 „Liebster Jesu mein Verlangen“

Kantaten für den Ersten Sonntag nach Epiphanias Hauptkirche St. Jacobi, Hamburg

Nach der aufgeheizten Atmosphäre in Leipzig und der Intensität des Dreikönigskonzertes in der Nikolaikirche hatten wir wirklich eine lange Bahnfahrt nötig, um den Geist zu klären und den Körper den Übergang von unserem letzten Bestimmungsort zum nächsten Ziel bewältigen zu lassen. Auf der Reise legten wir noch einmal in Gedanken unsere Wege durch die Berliner Stadtviertel zurück (wo wir das neue Jahrtausend mit zwei Aufführungen von Bachs Neujahrskantaten begrüßt hatten) und kamen schließlich in der feineren Gegend Hamburgs an. Unser Ziel war die Jacobikirche, wo Bach 1720 sehr gut den Posten als Organist hätte bekommen können, wenn er nicht – verständlicherweise – die Bedingungen eines Vertrags abgelehnt hätte, demzufolge der Organist den Kirchenchor aus seiner eigenen Tasche subventionieren sollte.

St. Jacobi, eine der fünf Hauptkirchen der Hansestadt, wurde im 14. Jahrhundert erbaut, die gotische Innenausstattung mit ihrem nüchternen weißen Rippengewölbe und das Mauerwerk aus Backstein hatten die Bomben des Zweiten Weltkriegs zum größten Teil überstanden. Wir fanden den langen Nachhall in der leeren Kirche anfangs ein wenig bedenklich, aber als der Raum mit Publikum gefüllt war, wurde die Akustik klar. Man braucht kein Orgelfan zu sein, um Arp Schnitgers prachtvolles Instrument (1693 errichtet und genau dreihundert Jahre später restauriert) mit seinen sechzig Registern und 4.000 Pfeifen, mit dem Bach bestens vertraut war, zu würdigen. Der amtierende Organist Rudolf Kelber lieferte uns nicht nur den Beweis für die außergewöhnliche Vielfalt an Klangfarben, sondern zeigte auch Sportsgeist, indem er sich bereit erklärte, bei unserer einzigen Chorprobe das Klavier zu spielen und es einen Halbton tiefer auf ‚Barockton’ zu stimmen.

Als Heranwachsender unternahm Bach verschiedene Fußreisen von Lüneburg nach Hamburg, vor allem mit dem Ziel, wie sein erster Biograph Johann Nikolaus Forkel befand, ‚alles zu thun, zu sehen und zu hören, was ihn nach seinen damaligen Begriffen immer weiter darin bringen könnte’. Allgemein wird angenommen, damit sei gemeint, er habe Johann Adam Reinken, dem Nestor der Norddeutschen Orgelschule, zu Füßen gesessen. Doch daraus lässt sich nicht unbedingt schließen, Bach habe seine Besuche in Hamburg auf die Kirchen beschränkt, das neue Theater am Gänsemarkt jedoch bewusst gemieden, wo das stattfand, was ein konservativer Kirchenmann ‚die krumme Operen Schlange’ nannte. Auf einen aufstrebenden Musiker von Bachs Generation wirkte die Hamburger Oper wie ein Lichtsignal der Gelegenheiten und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Für Johann Mattheson war sie eine ‚musikalische Universität’, ein Laboratorium, in dem sich als ausführender Musiker wie als Komponist gut experimentieren ließ. Für Händel war sie ein Sprungbrett zum Ruhm im Ausland, die Basis für beruflichen Aufstieg – riskant, aber mit hohem Gewinn. Da Bach Leute wie Reinken und Georg Böhm gut kannte, die beide enge Verbindungen zur Hamburger Oper unterhielten, können wir mutmaßen, dass ihn seine natürliche Neugier zumindest als Zuhörer in die Nähe dieser Örtlichkeit zog, selbst wenn ihn, so er denn drin war, eine natürliche Schüchternheit davon abhielt, die für einen Erfolg nötigen Kontakte in einer Welt zu knüpfen und auszubauen, die darauf angelegt war, die Eitelkeit einzelner Interpreten zu befriedigen. Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit, die Dinge zu sehen: Bach stippt seinen Zeh in dieses Gewässer und schreckt zurück, nicht aus irgendeiner lutherischen Prüderie, sondern einfach weil ihn die Musik, die er dort hört, kalt lässt.

Aus diesem Grund zieht er es vor, sich von einer Richtung zu distanzieren, auf die der überwiegende Teil der Komponisten seiner Generation versessen war. Zu keinem Zeitpunkt war er von dem modernen ‚Opernzeug’ isoliert, er nahm es durchaus zur Kenntnis und war keineswegs abgeneigt, in seinen eigenen Werken solche Techniken später immer dann zu einzusetzen, wenn sie seinen Zwecken entsprachen. Bach hatte eine natürliche Neigung zu ‚opernhaftem’ Ausdruck, zu einer dramatischen und kontrastreichen Gestaltung des musikalischen Ablaufs, was nicht nur in den Passionen zum Ausdruck kommt, sondern auch in so vielen Stücken seiner Kantaten, wie wir im Laufe des Jahres entdeckten; Eigenschaften, an denen vielleicht viele seiner ersten Zuhörer Gefallen fanden und die wir heute schätzen, die jedoch von den Klerikern seiner Zeit missbilligt wurden.

Die Vielfalt und die Abstufungen des dramatischen Ausdrucks sind in Bachs Kantaten so groß, dass man den Eindruck gewinnt, die Dinge seien auf einzigartige Weise ausgedrückt, könnten gar nicht anders ausgedrückt werden.

Die am 13. Januar 1726 in Leipzig uraufgeführte Kantate

BWV 32 „Liebster Jesu, mein Verlangen“

zu einem 1711 gedruckten Text von Georg Christian Lehms ist als ein ‚Concerto in Dialogo’ angelegt. Obwohl sich Lehms zu den beiden Personen in diesem Dialog nicht näher äußert, wird bald klar, dass es nicht die besorgten Eltern sind, die Jesus (Bass) suchen, sondern die Seele des Christen (Sopran), mit der wir uns identifizieren sollen. Das Werk beginnt mit einer Arie in e-moll, in der die Sopranstimme gemeinsam mit der Solooboe in der Manier eines der langsamen Konzertsätze Bachs die hinreißendste Kantilene webt. Die hohen Streicher liefern eine fortwährende Begleitung mit Arpeggien aus drei Achtelnoten und der Vortragsbezeichnung piano e staccato, denen das Continuo seinen eigenen taumelnden Rhythmus hinzufügt, ‚als zögen die Christen ständig in der Welt umher, um den Erlöser zu suchen’ (Whittaker).

Hier ist nichts von der Angst vorhanden, der wir in der Tenor-Arie begegneten, mit der die vorherige Kantate begann. Immer darauf bedacht, in aufeinander folgenden Kantaten dem gleichen biblischen Ereignis oder Thema eine neue Sichtweise abzugewinnen, konzentriert sich Bach hier auf das Wort ‚Verlangen’, um auf seine Reserven improvisatorischer Erfindung zurückzugreifen: Die Musik lässt deutlich werden, dass die Seele den Erlöser tatsächlich finden und ihn ‚höchst vergnügt umfangen’ wird. Jesu Antwort (wieder spricht hier ein zwölfjähriges Kind, aber mit der gewichtigen Stimme eines erwachsenen Mannes) ist zunächst knapp – vier Takte eines Rezitativs anstelle der zweiundzwanzig in BWV 154 Nr. 5 –, fährt jedoch in einem viel sanfteren Ton in einer Dacapo-Arie in h-moll (Nr. 3) fort.

Die obligate Violine umgibt die Singstimme mit Triolen und Trillern, durchweg wohlwollend gestimmt, sich dann jedoch verdüsternd, sobald die Stimme bei den Worten ‚ein betrübter Geist’ nach Moll abschwenkt. Einer der eindrucksvollsten Augenblicke in der Kantate ist das Dialog- Rezitativ (Nr. 4): Als Antwort auf Jesu Ermahnung, ‚den Erdentand [zu] verfluchen und nur in diese Wohnung [zu] gehn’, kontert die Seele in einem beziehungsreichen Arioso, von pulsierenden Streichern begleitet, mit einem Zitat aus Psalm 84: ‚Wie lieblich ist doch deine Wohnung’. Stilistisch zeigt dieser Abschnitt Bach hier in der Mitte zwischen Schütz und Brahms, die uns beide denkwürdige Vertonungen dieses Psalms hinterlassen haben.

Bevor die Sache mit einem Choral abgerundet wird, der zwölften Strophe von Paul Gerhardts Lied ‚Weg, mein Herz, mit dein Gedenken’ (1647), Jesus und die Seele sich nun in Freuden vereinen, feiert Bach das Ereignis durch eine Verknüpfung der ihnen jeweils zugeordneten obligaten Instrumente (Oboe und Violine), die bislang nur separat zu hören waren. Es ist eines jener Duette (ein weiteres ist das wunderbare ‚Wir eilen mit schwachen, doch emsigen Schritten’ aus BWV 78), in denen er offenbar alle Vorsicht in den Wind schlägt und sich zu den lieto fine-Schlüssen der Opern seiner Zeit in Konkurrenz begibt, doch mit mehr Geschick, Substanz und sogar Verve. Das Hamburger Publikum fand daran Vergnügen, so dass es angebracht schien, dieses Duett als Zugabe in der Stadt zu wiederholen, in der die Oper immer eine so große Anziehungskraft hatte.

© John Eliot Gardiner 2010

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für Sonntag nach Epiphanias:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen:  Julian Clarkson, Bass

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CDs vom Label SDG  

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SDG 174 Vol. 18


CD – Cover SDG 174 Vol. 18 

CD zum 1. So. nach Epiphanias

Link:  CD  – z w e i – Inhalt

 BWV   32 – „Liebster Jesu, mein Verlangen“ 

BWV 124 – „Meinem Jesum lass ich nicht“ 

      BWV 154 – „Mein liebster Jesus ist verloren“

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bachfest-leipzig-20131

Bachfest Leipzig 2017 vom 09.06 – 18.06.2017 

“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION 

Das Bachfest 2017 steht unter dem Motto ““EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION

Martin Luther sah in „Frau Musica“ eine göttliche Kunst, da sie den Teufeln zuwider sei. Entsprechend stellte er die Musik in eine Reihe mit der Theologie, erhob das deutschsprachige geistliche Lied zu einem festen Bestandteil des reformatorischen Programms und hielt ließ es Eingang in den Gottesdienst finden. Häufig als „schöne newe Lieder“ betitelt, verbreitete sich das neue reformatorische Liedrepertoire rasant….

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2017 beginnt seit dem 14. Oktober 2016.

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Bachfest-Programm zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video vom Thomanerchor !

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

„Sie werden aus Saba alle kommen“ (BWV 65)

♪ 1. Chor: Sie werden aus Saba alle kommen
2. Choral: Die Kön’ge aus Saba kamen daraus
Komponist: Johann Sebastian Bach
Text: Jesaja 60,6; Hymnus „Puer natus“ 1545
Mitwirkende: Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester,

Leitung: Georg Christoph Biller

© 2012 Rondeau Production

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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 J.S. Bach Cantata BWV  63 Christen ätzet diesen Tag

Kantate für den 1. Weihnachtstag

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

BWV  63 “Christen, ätzet diesen Tag” 

Kantate BWV 63 für Weihnachten für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Trompeten I-IV, Pauken, Oboe I-III, Fagott, Streicher und continuo.

Solisten
Eva Oltiványi, Sopran, Jan Börner, Alt; Julius Pfeifer, Tenor; Markus Volpert, Bass.

Leitung: Rudolf Lutz

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link:  http://www.bachstiftung.ch/shop/christen-aetzet-diesen-tag-bwv-63-dvd.html

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Video – YouTube BWV 63 – 

Fünfter Satz: Aria (Alt und Tenor): “Ruft und fleht den Himmel an”

aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen.

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Link:  mp3 – Download 

von der J.S. Bach-Stiftung – 

bei Amazon – mit Hörproben

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Link: Zur Bachstiftung

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

Link:   bei   j p c

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

ALL OF BACH 

J.S. Bach – Kantate BWV 130 ‚Herr Gott, dich loben alle wir‘

Herr Gott, dich loben alle wir (BWV 130) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1724 in Leipzig für das Fest Michaelis und führte sie am 29. September 1724 erstmals auf.

Bach komponierte die Kantate in seinem zweiten Amtsjahr in Leipzig für das Fest des Erzengels Michael und aller Engel am 29. September. In Leipzig fand an diesem Tag eine Handelsmesse statt. Bach komponierte in diesem Jahr einen Zyklus von Choralkantaten, den er am 1. Sonntag nach Trinitatis begonnen hatte. Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren Offb 12,7–12 LUT, Michaels Kampf mit dem Drachen, und Mt 18,1–11 LUT, „den Kindern gehört das Himmelreich, ihre Engel sehen das Angesicht Gottes“.

Die Kantate basiert auf dem Lied in zwölf Strophen von Paul Eber (1554), einer Umdichtung von Philipp Melanchthons lateinischem „Dicimus grates tibi“. Jede Strophe hat vier Zeilen. Die Melodie wurde zuerst 1551 im Genfer Psalter gedruckt. Sie wird Loys Bourgeois zugeschrieben und ist in der englischsprachigen Welt sehr bekannt als Melodie der kleinen Doxologie „Praise God, from whom all blessings flow“.

Die Kantate ist festlich besetzt mit vier Solisten (Sopran, Alt, Tenor und Bass), vierstimmigem Chor, drei Trompeten, Pauken, Flauto traverso, drei Oboen, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.

Im Eingangschor lässt Bach einander in Chören zusingen, indem er verschiedenen Instrumentengruppen verschiedene Themen zuordnet, dern Streichern, den Oboen und den Trompeten, in der festlichen Besetzung, die in Leipzig an den hohen Feiertagen wie zum Beispiel Weihnachten üblich war. Mincham stellt im Vergleich zu den 15 Eingangschören der bisherigen Kantaten des Zyklus fest, dass dieser der am üppigsten instrumentierte ist und von höchst extrovertiertem festlichen Charakter („… the most lavishly scored chorus so far and certainly the most extrovertly festive in character“).[2]

In Satz 3 begleiten Trompeten und Pauken den Bass in einem Bild des Kampfes gegen den „alten Drachen“. Ein sanftes Duett von Sopran und Tenor erinnert an die Schutzengel, die Daniel in der Löwengrube und die drei Männer im Feuerofen retten. John Eliot Gardiner assoziiert die Flötenstimme in einer Gavotte für Tenor mit der Szene, in der Elias durch Engel zum Himmel fährt. Der Schlusschoral wird erneut von den Trompeten dominiert.

Ensemble: ALL OF BACH

1. Herr Gott, dich loben (Chorale)
2. Ihr heller Glanz (Recitative)
3. Der alte Drache (Aria)
4. Wohl aber uns (Recitative)
5. Lass, o Fürst (Aria)
6. Darum wir billig (Chorale)

CONDUCTOR:  Jos van Veldhoven

SOPRANO Maria Keohane
ALTO Maarten Engeltjes
TENOR Benjamin Hulett
BASS Christian Immler
CHOIR SOPRANO Monica de Jesus Monteiro, Hilde Van Ruymbeke, Klaartje van Veldhoven, Orlanda Velez Isidro
CHOIR ALTO Victoria Cassano McDonald,Gemma Jansen, Saskia Kruysse, Elena Pozhidaeva
CHOIR TENOR Yves van Handenhove, Diederik Rooker, Kevin Skelton, Ronald Threels
CHOIR BASS Donald Bentvelsen, Jelle Draijer, Michiel Meijer, Frank Hermans
VIOLIN 1 Shunske Sato, Lidewij van der Voort, Hanneke Wierenga
VIOLIN 2 Pieter Affourtit, Anneke van Haaften, Paulien Kostense
VIOLA Deirdre Dowling, Jan Willem Vis
CELLO Lucia Swarts, Barbara Kernig
DOUBLE BASS Joshua Cheatham
TRAVERSO Marten Root
OBOE Martin Stadler, Peter Frankenberg, Sarah Aßmann
BASSOON Benny Aghassi
TRUMPET Robert Vanryne, Mark Geelen, Michael Harrison
TIMPANI Luc Nagtegaal
HARPSICHORD Siebe Henstra
CHURCH ORGAN Leo van Doeselaar
ORGAN REGISTRATION Tim Knigge


J.S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach:vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

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J.S. Bach, Kantate BWV J.S. Bach: BWV 20 „O Ewigkeit, du Donnerwort“

Die Bachkantate BWV 20 zum 1. Sonntag nach Trinitatis (1724). Die gleichnamige Bachkantate zum 24. Sonntag nach Trinitatis (1723) steht unter „O Ewigkeit, du Donnerwort“, BWV 60.

Bach komponierte die Kantate in für den ersten Sonntag nach Trinitatis. Mit diesem Sonntag beginnt die zweite Hälfte des Kirchenjahrs.[1] Ein Jahr zuvor hatte Bach zu diesem Anlass sein Amt als Thomaskantor aufgenommen und den ersten Kantatenzyklus begonnen mit Die Elenden sollen essen.

Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren 1 Joh 4,16–21 LUT, „Gott ist Liebe“, und Lk 16,19–31 LUT, das Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus. Dem zweiteiligen Werk liegt das gleichnamige Kirchenlied von Johann Rist aus dem Jahre 1642 zugrunde. Die Strophen 1, 8 und 12 wurden im Wortlaut in den Sätzen 1, 7 und 11 übernommen, während ein unbekannter Dichter die anderen Strophen zu einer Folge von Rezitativen und Arien umformte. Den direkt übernommenen Strophen liegt jeweils die Melodie von Johann Schop zugrunde. Das Thema des Lieds steht in Beziehung zum Evangelium des Sonntags.

Mit dieser Kantate begann er das Projekt, für jeden Anlass des Kirchenjahres eine Choralkantate zu schreiben, die das jeweilige lutherische Hauptlied verarbeitete. Leipzig hatte eine Tradition der Betrachtung dieser Lieder. Bereits 1690 hatte der Pfarrer der Thomaskirche, Johann Benedict Carpzov, angekündigt, dass er jeweils über ein „gut, schön, alt, evangelisches und lutherisches Lied“ predigen würde, das Kantor Johann Schelle „in eine anmutige music zu bringen, und solche vor der Predigt … hören zu lassen“ angeboten habe. Bach komponierte in seinem zweiten Kantatenjahrgang vierzig Choralkantaten.

Die Kantate ist besetzt mit drei Vokalsolisten, Alt, Tenor und Bass, vierstimmigem Chor, Zugtrompete, drei Oboe, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.

Teil I

Coro: O Ewigkeit, du Donnerwort
Recitativo (Tenor): Kein Unglück ist in aller Welt zu finden
Aria (Tenor): Ewigkeit, du machst mir bange
Recitativo (Bass): Gesetzt, es daur’te der Verdammten Qual
Aria (Bass): Gott ist gerecht in seinen Werken
Aria (Alt): O Mensch, errette deine Seele
Choral: Solang ein Gott im Himmel lebt
Teil II

Aria (Bass): Wacht auf, wacht auf, verlornen Schafe
Recitativo (Alt): Verlaß, o Mensch, die Wollust dieser Welt
Aria (Alt, Tenor): O Menschenkind, hör auf geschwind
Choral: O Ewigkeit, du Donnerwort

Die für Bach typische musikalische Ausmalung der Textinhalte und musikalischen Anspielungen sind in dieser Kantate besonders stark ausgeprägt. So wird in dem aufwändig angelegten Eingangssatz der Stil der französischen Ouvertüre für den Beginn des neuen Kantatenzyklus verwendet. Ihre Abfolge langsam – schnell (Vivace) – langsam folgt der Choralmelodie, obwohl sie in Barform steht, also im Mittelteil den Anfang wiederholt (Stollen) und dann im Abgesang (Zeilen 7 und 8) neues Material bringt. Die Melodie wird als cantus firmus vom Sopran in langen Notenwerten gesungen, verstärkt von der Zugtrompete. Die thematische Entwicklung findet im Orchester statt. Das ansteigende Thema im langsamen Teil ist vom Beginn der Liedmelodie, während die Thematik im schnellen Teil vom Lied unabhängig ist. Dieser Teil ist keine strenge Fuge, es scheint Bach mehr an der Textausdeutung gelegen zu sein. „Ewigkeit“ ist beispielsweise durch lange gehaltene Noten dargestellt, „Donnerwort“ erscheint als plötzlicher Wechsel zu schnellen Noten mit einem Melisma im Bass, „große Traurigkeit“ wird durch eine absteigende chromatische Linie anschaulich, „erschrocken“ erscheint in zerrissenen Rhythmen, die von Pausen durchbrochen sind, „klebt“ wird von den Singstimmen lange gehalten.

Die Rezitative sind überwiegend secco, zum Arioso nur erweitert in Satz 9 auf die Worte „Pracht, Hoffart, Reichtum, Ehr, und Geld“, die wörtlich aus dem Choral zitiert sind. Die Arien interpretieren den Text sowohl in seinem Affekt als auch in einzelnen Phrasen. Der Text der Bassarie (Satz 8) „Wacht auf, wacht auf verlorne Schafe“ wird durch den Weckruf der Trompete zum Jüngsten Gericht versinnbildlicht. In Satz 10, einem Duett, wird das erste Motiv von den Stimmen auf die Worte „O Menschenkind“ gesungen und von den Instrumenten als Erinnerung an diese Mahnung ständig wiederholt. Beide Teile der Kantate enden mit demselben vierstimmigen Choralsatz, der mit dem Gebet endet: „Nimm du mich, wenn es dir gefällt, Herr Jesu, in dein Freudenzelt!“

Ausführende:

Fanie Antonelou, Sopran
Lena Sutor-Wernich, Alt
Daniel Schreiber, Tenor
Matthias Horn, Bass
Stuttgarter Kantorei
Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Susanne von Gutzeit)
Leitung: Kay Johannsen

Aufführung im Rahmen des Zyklus‘ Bach:vokal und als Konzert beim Deutschen Evangelischen Kirchentag am 4.6.2015 in der Stiftskirche Stuttgart. Weitere Infos: www.bach-vokal.de, www.stiftsmusik-stuttgart.de

1 Coro: „O Ewigkeit, du Donnerwort“
2 Recitativo (Tenor): „Kein Unglück ist in aller Welt zu finden“
3 Aria (Tenor): „Ewigkeit, du machst mir bange“
4 Recitativo (Bass): „Gesetzt, es dau’rte der Verdammten Qual“
5 Aria (Bass): „Gott ist gerecht in seinen Werken“
6 Aria (Alt): „O Mensch, errette deine Seele“
7 Choral: „Solang ein Gott im Himmel lebt“

8 Aria (Bass): „Wacht auf, wacht auf, verlornen Schafe“
9 Recitativo (Alt): „Verlass, o Mensch, die Wollust dieser Welt“
10 Aria (Alt & Tenor): „O Menschenskind, hör auf geschwind“
11 Choral: „O Ewigkeit, du Donnerwort“


J.S. Bach, Kantate BWV J.S. Bach: BWV 20 „O Ewigkeit, du Donnerwort“

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag! 

Herzliche Grüße

Volker

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ALL OF BACH veröffentlicht von J.S. Bach die Kantate: BWV 65 „Sie werden aus Saba alle kommen“ zu Epiphanias.


ALL OF BACH veröffentlicht von J.S. Bach die Kantate:

BWV 65 „Sie werden aus Saba alle kommen“ zu Epiphanias.


„Sie werden aus Saba alle kommen“ (BWV 65) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach.

J. S. Bach schrieb die Kantate, um am Epiphaniasfest (Erscheinung des Herrn) seine erste Weihnachtszeit in Leipzig festlich abzuschließen. Die vorgeschriebenen Lesungen waren Jes. 60,1-6 LUT und Mt 2,1-12 LUT, die Weisen aus dem Morgenland, die dem neugeborenen Jesus als Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe bringen. Der unbekannte Textdichter ist möglicherweise derselbe wie für die unmittelbar zuvor aufgeführten Weihnachtskantaten „Darzu ist erschienen der Sohn Gottes“ und „Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget.“

Er beginnt mit dem letzten Vers der Lesung, Jesajas Prophetie. Deren Erfüllung beschreibt, als zweiter Satz, die vierte Strophe des Chorals Ein Kind geborn zu Bethlehem (nach Puer natus in Bethlehem, 1543): Die Kön’ge aus Saba kamen dar. Das erste Rezitativ folgert, dass es Aufgabe jedes Christen ist, ebenfalls ein Geschenk zu bringen, nämlich sein eigenes Herz. Das wird Thema der folgenden Arie. Das zweite Rezitativ vergleicht den Glauben mit Gold, das Gebet mit Weihrauch und die Geduld mit Myrrhe, auch dies wird Thema der folgenden Arie. Der Schlusschoral ist die 10. Strophe von Paul Gerhardts Choral „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“ den Bach später in der gleichnamigen Choralkantate BWV 92 bearbeitete.

Bach überschrieb die Kantate wie folgt:

J. J. Festo Epiphan: Concerto. à 2 Core du Chasse. 2 Hautb: da Caccia. | due Fiauti 2 Violini è Viola con 4 Voci

Sie ist festlich besetzt. Die beiden männlichen Solostimmen, Tenor und Bass, und der vierstimmige Chor werden begleitet von zwei Hörnern, zwei Blockflöten, zwei Oboe da caccia, zwei Violinen, Viola und Basso continuo. Bach setzte ein Paar von Hörnern 1724 in seiner Weihnachtskantate „Gelobet seist du, Jesu Christ“, BWV 91, und in Teil IV, „Fallt mit Danken, fallt mit Loben“ seines Weihnachtsoratoriums ein.

Coro: „Sie werden aus Saba alle kommen“
Choral: „Die Kön’ge aus Saba kamen dar“
Recitativo (Bass): Was dort Jesaias vorhergesehn
Aria (Bass, Obois da caccia): Gold aus Ophir ist zu schlecht
Recitativo (Tenor): Verschmähe nicht, du, meiner Seele Licht
Aria (Tenor, alle Instrumente): Nimm mich dir zu eigen hin
Choral: „Ei nun, mein Gott, so fall ich dir“

Der Eingangschor schildert, wie „alle“, nicht nur die drei Weisen, sich sammeln und in Bewegung setzen, um anzubeten. Horn-Signale rufen und bleiben während des Satzes präsent. Kanonische und imitatorische Entwicklungen zeichnen das Anwachsen der Menge. Den Mittelteil bildet eine ausgedehnte Chorfuge, gerahmt von zwei Abschnitten, in denen die Singstimmen in eine Wiederholung der instrumentalen Einleitung eingebettet sind. John Eliot Gardiner bemerkte im Zusammenhang seiner Bach Cantata Pilgrimage, dass die Instrumentierung die Musik des Vorderen Orients nachahmt: Blockflöten in den hohen Lagen, die oft mit der Musik des Nahen Ostens verbunden wird, Oboen da caccia (in Tenorlage) für die Schalmei-artigen Rohrblattinstrumente (Salamiya und Zurna) („the high pitches often associated with oriental music and the oboes da caccia (in tenor register) to evoke the shawm-like double-reed instruments …“).

Der alte Choral, der über das Kommen der Könige aus Saba berichtet, ist vierstimmig gesetzt. Beide Rezitative sind secco, und die Arien haben kein da capo. Das erste Rezitativ endet als Arioso auf die Worte: „weil ich nichts Edlers bringen kann“. Diese Bescheidenheit kommt in der folgenden Arie durch die tiefe Lage der Oboen da caccia und die Bass-Stimme zum Ausdruck. Das Tenor-Rezitativ endet mit den Worten: „des größten Reichtums Überfluß mir dermaleinst im Himmel werden“. Um diesen Überfluss zu zeigen, wird die folgende Arie von sämtlichen Instrumenten begleitet, die sowohl konzertant als auch gemeinsam auftreten. Der Schlusschoral wird auf die Melodie von „Was mein Gott will, das g’scheh allzeit“ gesungen, die Bach später häufig einsetzte, so in seiner gleichnamigen Choralkantate und als Satz 25 seiner Matthäus-Passion.

Ausführende: Bach-Projekt „ALL OF BACH“

RECORDING DATE
23 January 2016

RELEASE DATE
6 January 2017

LOCATION
Grote Kerk, Harlingen

CONDUCTOR:
Hans-Christoph Rademann

TENOR
Daniel Johannsen

BASS
Matthew Brook

RIPIENO SOPRANO
Lauren Armishaw, Lucie Chartin, Zsuzsi Toth
RIPIENO ALTO
Elsbeth Gerritsen, Bart Uvyn, Barnabas Hegyi
RIPIENO TENOR
Immo Schröder, Kevin Skelton
RIPIENO BASS
Sebastian Myrus, Drew Santini
VIOLIN 1
Sayuri Yamagata, Anneke van Haaften, Annelies van der Vegt
VIOLIN 2
Pieter Affourtit, Hanneke Wierenga, Lidewij van der Voort
VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis
CELLO
Lucia Swarts, Richte van der Meer
DOUBLE BASS
Robert Franenberg
OBOE DA CACCIA
Martin Stadler, Peter Frankenberg
RECORDER
Benny Aghassi, Lara Morris
HORN
Erwin Wieringa, Gijs Laceulle
BASSOON
Bennie Aghassie
ORGAN
Bart Naessens
HARPSICHORD
Siebe Henstra


Video:  J.S. Bach die Kantate: BWV 65 „Sie werden aus Saba alle kommen“ zu Epiphanias.

all-of-bach-bwv-65

Zum Anhören in das Foto oder in diesen Text klicken !


Ich wünsche viel Freude mit dieser wunderbaren Kantate zu Epiphanias !

Grüße sommerk

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J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für „Epiphanias“


Rogier van der Weyden, Anbetung der heiligen drei Könige, Mitte 15. Jh.

                    Rogier van der Weyden, Anbetung der heiligen drei Könige, Mitte 15. Jh.

Ich möchte auf einen Neujahrs-Gottesdienst aus der Frauenkirche Dresden, vom 01.01.2017 hinweisen, der mit Bach-Kantaten begangen wurde. Das Video vom Gottesdienst ist nachstehend hinterlegt.

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder SehprobeRadio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 06.01.2017 begehen wir den Feiertag „Epiphanias“

Das Epiphaniasfest ist das älteste nichtjüdische Herrenfest und das erste Fest der Kirche, das kalendarisch festgelegt war (später kam das Christfest hinzu). Vermutlich entstand es um 300 im Osten und bekam die Inhalte: Geburt Jesu, Taufe Jesu, Weinwunder zu Kana und zuletzt auch die Verklärung Jesu, wobei es regional unterschiedliche Schwerpunkte in der Feier gab. In manchen Gegenden aber wurden drei Inhalte zugleich gefeiert. Im Laufe der Zeit verlagerte sich im Westen der Schwerpunkt auf die Weisen aus dem Morgenland, deren Dreizahl zwar nicht biblisch belegt ist, sich aber schon früh aufgrund der Zahl der Geschenke durchgesetzt hat. Durch diesen Schwerpunkt wurde ein engerer Bezug zum Christfest hergestellt. Im Osten hingegen lag der Schwerpunkt auf der Taufe Jesu, und in der armenischen Kirche ist der 6. Januar bis heute das Geburtsfest Christi.

Das Fest Epiphanias ist natürlich nicht das Fest der „Heiligen Drei Könige“, sondern das Fest des Kindes in der Krippe, das der Heiland der Welt ist. „Epiphanie“ bedeutet „Erscheinung“, und am 6. Januar sowie in der darauffolgenden Zeit wird besonders der Aspekt der Erscheinung Gottes im Fleisch, der Herrlichkeit Gottes, wie sie uns im Leben und Wirken Jesu offenbart wurde, betont.

Die protestantische Kirche konnte mit dem Fest wenig anfangen, nur die Lutheraner übernahmen es aus dem römischen Festkalender, wobei Luther den Schwerpunkt auf die Taufe Jesu legte, aber auch die Bezeichnung „Tag der Heiligen Drei Könige“ oder „Fest der Erscheinung“ verwendete. Im Laufe der Zeit aber wurde das Fest immer bedeutungsloser, und Versuche, es mit anderen Inhalten zu füllen (z.B. als Missionstag), scheiterten. Die früher auf einen Tag gelegten Inhalte (drei Weise, Taufe Jesu, Weinwunder zu Kana und Verklärung) sind nun auf die Epiphaniaszeit verteilt worden.

Am Epiphanias-Fest hören wir das Evangelium von den Weisen aus dem Morgenland. Sie kommen als Heiden, um den neugeborenen König der Juden, den Christus, zu sehen. Darin wird uns zeichenhaft die Bedeutung Jesu für die ganze Welt, für alle Völker, deutlich. In ihm schauen wir die Herrlichkeit Gottes und haben Grund, in dieser Welt, die noch in der Dunkelheit liegt, zu hoffen und uns zu freuen an dem Geheimnis, das uns in Jesus Christus offenbart ist.

Wochenspruch: 

Die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint jetzt. (1. Joh 2, 8)

Wochenlied: 

“Wie schön leuchtet der Morgenstern“ (EG 70)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für „Epiphanias“

*) BWV   1  – Wie schön leuchtet der Morgenstern
BWV  65  – Sie werden aus Saba alle kommen 
BWV 123 – Liebster Immanuel, Herzog der Frommen
            BWV 248 – Herr, wenn die stolzen Feinde – (Kantate VI Weihnachtsoratorium)

*) Kantate nicht zu Epiphanias

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten

Heilige Drei Könige: ist gesetzlicher Feiertag in folgenden Bundesländern:
Baden-WürttembergBayernSachsen-Anhalt

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik – Sonntag:  07:05 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate  ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV – (Kein Feiertag in NRW)

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV – (Kein Feiertag in den nordischen Bundesländern)

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm:

Etwa ab  07:05 Uhr:

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV  (Kein Feiertag in Hessen)

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:

Sonntag 07:04 – 08:00 Uhr

Bach-Kantate um 07:04 Uhr

Kantate BWV – (Kein Feiertag im Saarland)

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate 

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 65 „Sie werden aus Saba alle kommen

Martin Petzold (Tenor)  Gotthold Schwarz (Bass)

Thomanerchor Leipzig

Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Georg Christoph Biller

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RBB-Kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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RBB-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV  – (Kein Feiertag im Bundesland Berlin-Brandenburg)

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-kultur-radio-100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszüge aus dem Programm:

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV – (Kein Feiertag in Sachsen und Thüringen)

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszug aus dem Programm:

Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 248 „Ehre sei dir, Gott, gesungen“

Kantate V aus dem Weihnachtsoratorium am Sonntag nach Neujahr

Rachel Harnisch, Sopran; Anke Vondung, Mezzosopran; 

Maximilian Schmitt, Tenor; 

Chor des Bayerischen Rundfunks; / Akademie für Alte Musik Berlin

Leitung: Peter Dijkstra

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV für Epiphanias ist keine Sendung eingeplant !

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Johann Sebastian Bach

Für Epiphanias ist keine Sendung Cantica eingeplant!

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

 http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV – Für Epiphanias ist eine Kantaten-Sendung nicht eingeplant !

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Videos mit Bach-Kantaten für Epiphanias

*) BWV   1  – Wie schön leuchtet der Morgenstern
BWV  65  – Sie werden aus Saba alle kommen
BWV 123 – Liebster Immanuel, Herzog der Frommen
BWV 248 – Herr, wenn die stolzen Feinde  (Kantate VI – Weihnachtsoratorium)

*) Kantate nicht zu Epiphanias

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/YouTube: BWV 1 

  „Wie schön leuchtet der Morgenstern“   (Interpret: Ton Koopman)

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/YouTube: BWV 65 

 „Sie werden aus Saba alle kommen“ –  (Interpret: Ton Koopman)

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/YouTube: BWV 123 

 „Liebster Immanuel, Herzog der Frommen“  (Interpret: Ton Koopman)

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/YouTube: BWV 248  – (Kantate VIzu Epiphanias aus dem Weihnachtsoratorium)

 „Herr, wenn die stolzen Feinde“  (Interpret: Peter Dijkstra )

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Christoph Graupner (1683-1760)

war ein deutscher Barock-Komponist

Christoph Graupner (* 13. Januar 1683 in Kirchberg; † 10. Mai 1760 in Darmstadt) war ein deutscher Komponist.

Bei seinem Onkel, dem Organisten Nicolaus Küster, bekam Christoph Graupner seinen ersten Musikunterricht. Er folgte diesem nach Reichenbach im Vogtland. In Leipzig besuchte er die Thomasschule und studierte Jura und danach Musik bei dem Thomaskantor Johann Schelle und unter dessen Nachfolger Johann Kuhnau. 1705 ging er als Cembalist zum Hamburger Opernorchester, das von Reinhard Keiser geleitet wurde. In dieser Zeit komponierte er mehrere Opern, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden.

Der Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt hörte seine Werke und bot ihm 1709 einen Posten an seinem Hof an. Bereits 1711 stieg er zum Hofkapellmeister auf. In diesem Jahr heiratete er die Pfarrerstochter Elisabeth Eckardt.

1722 bewarb er sich auf Empfehlung Telemanns um die bereits durch diesen abgelehnte Stelle des Thomaskantors in Leipzig.

Auf Geheiß seines Herrn musste er die Berufung als Nachfolger von Johann Kuhnau ablehnen, allerdings unter Aufbesserung seines ohnehin bereits hohen Verdienstes. So konnte Johann Sebastian Bach die Stelle erhalten. Graupner blieb bis zu seinem Tod am Hof des Landgrafen. Im Laufe der Zeit holte er eine Reihe von Musikern nach Darmstadt, die er aus seiner Zeit als Leipziger Thomasschüler kannte: den Vizekapellmeister Gottfried Grünewald, seinen späteren Nachfolger Johann Samuel Endler sowie den Kammermusikus Michael Boehm.

Graupners umfangreiches, fast vollständig erhaltenes Werk befindet sich zum größten Teil in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt. Es ist in großen Teilen noch unveröffentlicht und harrt der Entdeckung durch Musiker und Musikwissenschaftler. Vielfach betrachteten die Landesherren die Werke ihrer Komponisten als ihr persönliches Eigentum und im schnellen Wandel der Modeströmungen wurden die Kompositionen vernichtet. Graupners Familie wehrte sich gegen dieses Vorgehen und strengte einen Prozess an, der erst fast 80 Jahre nach Graupners Tod zu Gunsten der Familie entschieden wurde. Diesem Umstand und der Auslagerung der Bestände während des Zweiten Weltkrieges ist die Erhaltung dieses umfangreichen Werkes zu verdanken.

Ein weiterer Link zu Graupner:

http://www.christoph-graupner-gesellschaft.de/

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Cover: Christoph Graupner Weihnachtskantaten

CD bei Amazon zu beziehen

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mit „Geistlichen Kantaten zu Weihnachten“ 

Christoph Graupner (1683-1760)

CD-Inhalt:

Frohlocke, werte Christenheit / Der Herr hat mich gehabt / Das Licht des Lebens scheinet hell / Das Licht scheinet in der Finsternis / Von Gott will ich nicht lassen.

Ausführende:

Veronika Winter (Sopran), Franz Vitzthum (Altus), Jan Kobow (Tenor), Markus Flaig (Bass)

Hermann Max (Künstler), das Kleine Konzert

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YouTube-Video

Cantata von Christoph Graupner (1683- 1760)

„Wo willst du hin betrübte Seele“ Cantata 1709

YouTube-Angaben:

Christof Graupner is remembered these days primarily because he was the second choice in getting the job for Thomaskantor in Leipzig in 1723. First choice Telemann used the offer to get better conditions and salary in Hamburg, and Graupner would have loved to fill the application if it weren’t for his old boss, who would not let him go. The job then went to one JS Bach… In his day Graupner was a very well respected composer, who’s legacy was a cause for many legal battles. therefore virtually nothing was issued of his music after his death. Odd enough, it’s also the reason why almost all of his music is preserved.

Live recording from the 2007 Utrecht festival of old music, august 31th Pieterskerk, Utrecht
Les Ideés Heureuses

Hélène Plouffe & Olivier Brault, violin.
Jacques-André Houle, viola.
Karen Kaderavek, cello.
Nicolas Lessard, double bass.
Geneviève Soly, harpsichord and direction
Laurent Richard, bass
ingrid schnithusen, soprano
Wo willst du hin betrübte Seele.

Zum Video:

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

BWV 41 „Jesu, nun sei gepreiset“

Kantaten für Neujahr 

Aufführungsort: NikolaikircheLeipzig am 06.01.2000

BWV 65 „Sie werden aus Saba alle kommen“

In keinem der Werke Bachs ist die Atmosphäre festlicher und östlicher als im Eingangschor der 1724 komponierten Kantate BWV 65 „Sie werden aus Saba alle kommen“. Er verwendet die hohen Hörner, um einen Eindruck von Majestät und Altertum zu vermitteln, die Blockflöten, um die hohen Töne wiederzugeben, die häufig mit orientalischer Musik assoziiert werden, und die Oboen da caccia (im Tenorregister), um den Klang der schalmeiartigen Doppelrohrblattinstrumente (Salmiya und Zurna) des Nahen Ostens zu imitieren. Das einleitende Ritornell bringt den polierten Glanz seines Orchesters vollendet zur Geltung und schließt mit einem Unisono- Vortrag des sich über fünf Oktaven erstreckenden Themas.

Noch bevor die Stimmen in kanonischer Folge einsetzen, lässt Bach die prachtvolle Prozession der Heiligen Drei Könige und die ‚Menge der Kamele’, die mit Geschenken beladen sind (und von denen – in einem hier ausgelassenen Vers – bei Jesaja die Rede ist), vor unseren Augen vorüberziehen. Diese imposante Choralfantasie schließt mit einer Wiederholung des Oktavthemas, diesmal von allen Stimmen und Instrumenten vorgetragen, während die Karawane vor der Krippe zum Stillstand kommt.

Nun gibt es einen plötzlichen Wechsel in Größenordnung und Stimmung, von der äußerlichen Pracht des königlichen Zuges in die Intimität des schlichten Stalles und zu den Opfergaben, die dem Kind in der Krippe dargebracht werden, während der Chor die nüchterne deutsche Version des lateinischen Chorals ‚Puer natus est’ anstimmt, der in Leipzig traditionell bei diesem Fest gesungen wird. Darauf folgt ein Secco-Rezitativ, das in seiner Wortausdeutung, seinen Melodiebögen und reichen chromatischen Harmonien beispielhaft ist und in einem ergreifenden Arioso gipfelt. Dieses führt seinerseits zu einer Arie für Bass (Nr. 4), in der sich die beiden Oboen da caccia mit dem Continuo zu einem Tripelkanon formieren, offensichtlich um die Gaben von Gold, Weihrauch und Myrrhe zu schildern.

Ein zweites Rezitativ folgt, diesmal für Tenor: Im Tausch für ‚mein Herz, das ich in Demut zu dir bringe… gib aber dich auch selber mir’. Um ‚des größten Reichtums Überfluss’ zu schildern, der den Christen ‚dermaleinst im Himmel’ zuteil werden wird, bedient sich Bach in der hinreißenden Tenor-Arie im Dreiertakt (Nr. 6) einer äußerst üppigen Besetzung. Doppelte Blockflöten, Violinen, Hörner und Oboen da caccia agieren unabhängig voneinander und gemeinsam, tauschen eintaktige Tonfolgen in kaleidoskopartiger Veränderung der Klangfarben aus. Der glühende Schlusschoral (die zehnte Strophe von Paul Gerhardts Lied ‚Ich hab in Gottes Herz und Sinn’), der auf einer weltlichen französischen Melodie aus dem 16. Jahrhundert basiert, ist englischen Hörern als der Choral ‚O God, our help in ages past’ vertraut.

© John Eliot Gardiner 2010

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Sir GardinersKantaten-Beschreibungen für Epiphanias:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF   

Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen:  Julian Clarkson, Bass

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CDs vom Label SDG  sdg-174-vol-18

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CD – Cover SDG 174 Vol. 18 (CD’s zu Epiphanias)

Link:  CD eins – Inhalt

                                                   BWV   65 – „Sie werden aus Saba alle kommen“ 

                                                     BWV 123 – „Liebster Immanuel, Herzog der Frommen“ 

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bachfest-leipzig-20131

Bachfest Leipzig 2017 vom 09.06 – 18.06.2017 

“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION 

Das Bachfest 2017 steht unter dem Motto ““EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION

Martin Luther sah in „Frau Musica“ eine göttliche Kunst, da sie den Teufeln zuwider sei. Entsprechend stellte er die Musik in eine Reihe mit der Theologie, erhob das deutschsprachige geistliche Lied zu einem festen Bestandteil des reformatorischen Programms und hielt ließ es Eingang in den Gottesdienst finden. Häufig als „schöne newe Lieder“ betitelt, verbreitete sich das neue reformatorische Liedrepertoire rasant….

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2017 beginnt seit dem 14. Oktober 2016.

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Bachfest-Programm zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video vom Thomanerchor !

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

♪ Cantata BWV 65 ,1. Chor: Sie werden aus Saba alle kommen

2. Choral: Die Kön’ge aus Saba kamen dar

Text: Jesaja 60,6; Hymnus „Puer natus“ 1545

Mitwirkende: Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester,

Leitung: Georg Christoph Biller

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 Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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J.S. Bach Cantata BWV  63 Christen ätzet diesen Tag

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

BWV  63 „Christen, ätzet diesen Tag“ 

Kantate BWV 63 für Weihnachten für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Trompeten I-IV, Pauken, Oboe I-III, Fagott, Streicher und continuo.

Solisten
Eva Oltiványi, Sopran, Jan Börner, Alt; Julius Pfeifer, Tenor; Markus Volpert, Bass.

Leitung: Rudolf Lutz

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link:http://www.bachstiftung.ch/shop/christen-aetzet-diesen-tag-bwv-63-dvd.html

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Video – YouTube BWV 63 – 

Fünfter Satz: Aria (Alt und Tenor): „Ruft und fleht den Himmel an“

aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen.

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

ALL OF BACH 

J.S. Bach – Kantate BWV 130 ‚Herr Gott, dich loben alle wir‘

Herr Gott, dich loben alle wir (BWV 130) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1724 in Leipzig für das Fest Michaelis und führte sie am 29. September 1724 erstmals auf.

Bach komponierte die Kantate in seinem zweiten Amtsjahr in Leipzig für das Fest des Erzengels Michael und aller Engel am 29. September. In Leipzig fand an diesem Tag eine Handelsmesse statt. Bach komponierte in diesem Jahr einen Zyklus von Choralkantaten, den er am 1. Sonntag nach Trinitatis begonnen hatte. Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren Offb 12,7–12 LUT, Michaels Kampf mit dem Drachen, und Mt 18,1–11 LUT, „den Kindern gehört das Himmelreich, ihre Engel sehen das Angesicht Gottes“.

Die Kantate basiert auf dem Lied in zwölf Strophen von Paul Eber (1554), einer Umdichtung von Philipp Melanchthons lateinischem „Dicimus grates tibi“. Jede Strophe hat vier Zeilen. Die Melodie wurde zuerst 1551 im Genfer Psalter gedruckt. Sie wird Loys Bourgeois zugeschrieben und ist in der englischsprachigen Welt sehr bekannt als Melodie der kleinen Doxologie „Praise God, from whom all blessings flow“.

Die Kantate ist festlich besetzt mit vier Solisten (Sopran, Alt, Tenor und Bass), vierstimmigem Chor, drei Trompeten, Pauken, Flauto traverso, drei Oboen, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.

Im Eingangschor lässt Bach einander in Chören zusingen, indem er verschiedenen Instrumentengruppen verschiedene Themen zuordnet, dern Streichern, den Oboen und den Trompeten, in der festlichen Besetzung, die in Leipzig an den hohen Feiertagen wie zum Beispiel Weihnachten üblich war. Mincham stellt im Vergleich zu den 15 Eingangschören der bisherigen Kantaten des Zyklus fest, dass dieser der am üppigsten instrumentierte ist und von höchst extrovertiertem festlichen Charakter („… the most lavishly scored chorus so far and certainly the most extrovertly festive in character“).[2]

In Satz 3 begleiten Trompeten und Pauken den Bass in einem Bild des Kampfes gegen den „alten Drachen“. Ein sanftes Duett von Sopran und Tenor erinnert an die Schutzengel, die Daniel in der Löwengrube und die drei Männer im Feuerofen retten. John Eliot Gardiner assoziiert die Flötenstimme in einer Gavotte für Tenor mit der Szene, in der Elias durch Engel zum Himmel fährt. Der Schlusschoral wird erneut von den Trompeten dominiert.

Ensemble: ALL OF BACH

1. Herr Gott, dich loben (Chorale)
2. Ihr heller Glanz (Recitative)
3. Der alte Drache (Aria)
4. Wohl aber uns (Recitative)
5. Lass, o Fürst (Aria)
6. Darum wir billig (Chorale)

CONDUCTOR:  Jos van Veldhoven

SOPRANO Maria Keohane
ALTO Maarten Engeltjes
TENOR Benjamin Hulett
BASS Christian Immler
CHOIR SOPRANO Monica de Jesus Monteiro, Hilde Van Ruymbeke, Klaartje van Veldhoven, Orlanda Velez Isidro
CHOIR ALTO Victoria Cassano McDonald,Gemma Jansen, Saskia Kruysse, Elena Pozhidaeva
CHOIR TENOR Yves van Handenhove, Diederik Rooker, Kevin Skelton, Ronald Threels
CHOIR BASS Donald Bentvelsen, Jelle Draijer, Michiel Meijer, Frank Hermans
VIOLIN 1 Shunske Sato, Lidewij van der Voort, Hanneke Wierenga
VIOLIN 2 Pieter Affourtit, Anneke van Haaften, Paulien Kostense
VIOLA Deirdre Dowling, Jan Willem Vis
CELLO Lucia Swarts, Barbara Kernig
DOUBLE BASS Joshua Cheatham
TRAVERSO Marten Root
OBOE Martin Stadler, Peter Frankenberg, Sarah Aßmann
BASSOON Benny Aghassi
TRUMPET Robert Vanryne, Mark Geelen, Michael Harrison
TIMPANI Luc Nagtegaal
HARPSICHORD Siebe Henstra
CHURCH ORGAN Leo van Doeselaar
ORGAN REGISTRATION Tim Knigge


J.S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach:vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

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J.S. Bach, Kantate BWV 123 Liebster Immanuel, Herzog der Frommen“

Liebster Immanuel, Herzog der Frommen (BWV 123) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Choralkantate, die auf dem Choral von Ahasverus Fritsch basiert, in Leipzig für das Fest Epiphanias und führte sie am 6. Januar 1725 erstmals auf.

Bach schrieb die Kantate in seinem zweiten Jahr in Leipzig für das Fest Epiphanias (Erscheinung des Herrn), das die Weihnachtszeit beschloss. Die vorgeschriebenen Lesungen für den Festtag waren Jes 60,1-6 LUT, die Heiden werden sich bekehren, und Mt 2,1-12 LUT, die Weisen aus dem Morgenland bringen dem neugeborenen Jesus als Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe. Der Kantatentext basiert auf dem Choral in sechs Strophen von Ahasverus Fritsch. Der unbekannte Textdichter behielt die erste und letzte Strophe im Wortlaut bei und dichtete die übrigen Strophen zu ebenso vielen abwechselnden Rezitativen und Arien um. Der Text nimmt keinen besonderen Bezug auf die Lesungen, doch er erwähnt den Begriff Jesusname und spielt damit auf die Namensgebung an, die am 1. Januar gefeiert wurde. Der Dichter fügte die Formulierung „Heil und Licht“ ein, vermutlich als Hinweis auf die Erscheinung des Herrn, und spielt durch „Jesus, der ins Fleisch gekommen“ auf Weihnachten an. Davon abgesehen folgt der Text dem Thema des Chorals: kein „Höllenfeind“ – hier dürfte an Herodes gedacht sein –, weder Sünde und Tod noch Verachtung durch die „Welt“ können dem Glaubenden etwas anhaben, weil Jesus an seiner Seite ist. Bach führte die Kantate erstmals am 6. Januar 1725 auf.

Die Kantate ist besetzt mit drei Solisten, Alt, Tenor und Bass, vierstimmigem Chor, zwei Flauto traverso, Oboe d’amore, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.

  1. Coro: Liebster Immanuel, Herzog der Frommen
  2. Recitativo (Alt): Die Himmelssüßigkeit, der Auserwählten Lust
  3. Aria (Tenor): Auch die harte Kreuzesreise
  4. Recitativo (Bass): Kein Höllenfeind kann mich verschlingen
  5. Aria (Bass): Laß, o Welt, mich aus Verachtung
  6. Chorale: Drum fahrt nur immer hin, ihr Eitelkeiten

Im Eingangschor benutzt Bach den Anfang der Choralmelodie als ein instrumentales Motiv, zunächst in einer langen Einleitung, dann als Gegenstimme zu den Gesangsstimmen. Sopran und Horn tragen den cantus firmus zeilenweise vor. Die Unterstimmen sind überwiegend homophon geführt, mit zwei Ausnahmen: der Text „Komme nur bald“ wird durch mehrfache Rufe anschaulich gemacht, und der Text der letzten Zeile wird vom Bass zunächst auf die Melodie der ersten Zeile gesungen, imitiert von Alt und Tenor, dann erst singt der Sopran die Melodie der letzten Zeile. Bach erreicht dadurch einen Bezug vom Ende des Satzes zum Beginn. Die dominierenden Holzblasinstrumente und der 9/8-Takt erzeugen pastoralen Charakter.

Die Tenor-Arie, die von den Oboi d’amore begleitet wird, spricht die „harte Kreuzesreise“ an, umgesetzt in einem chromatischen Ritornell in vier Takten in unaufhörlicher Modulation. Wenn das Ritornell am Ende des ersten Teils wiederkehrt, liegt die Chromatik im continuo, die Melodien sind beruhigt, vielleicht weil der Sänger zum Ausdruck bringt, dass er sich nicht fürchtet. Im Mittelteil wird „Sturmgewitter“ ausgemalt in schnellen Gesangsfiguren, die sich beruhigen, adagio, auf den Worten „Heil und Licht“, dem Bezug zu Epiphanias.

Die Bass-Arie beschrieb John Eliot Gardiner, der die Kantate auf der Bach Cantata Pilgrimage des Monteverdi Choir in der Nikolaikirche in Leipzig aufführte, als „one of the loneliest arias Bach ever wrote“ (eine der einsamsten Arien, die Bach je geschrieben hat). Der Sänger wird nur von einer Flöte und einem „staccato“ continuo begleitet.

Die Kantate wird mit einem ungewöhnlichen vierstimmigen Choral beschlossen. Der Abgesang der Barform wird wiederholt, und zwar piano. Der Grund ist wahrscheinlich, das der Text mit den Worten endet „bis man mich einsten legt ins Grab hinein“. Alfred Dürr bemerkt, dass nicht nur Bachs frühe Kantaten „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“ und „Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm“ leise enden, sondern auch in „Also hat Gott die Welt geliebt“, BWV 68.

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Zum Video:  Kantate BWV 123 Liebster Immanuel, Herzog der Frommen“ (ohne Satz 2 + 3)

 


Herzliche Grüße zu Epiphanias

Volker

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ALL OF BACH veröffentlichte am 01.01.2017 von J.S. Bach die Motette BWV 225 „Singet dem Herrn ein neues Lied“


Eine angenehme Überraschung von All of Bach zu Neujahr !

ALL OF BACH veröffentlichte am 01.01.2017 von J.S. Bach  die

Motette BWV 225 „Singet dem Herrn ein neues Lied“

„Singet dem Herrn ein neues Lied“, ist BWV 225 eine Motette von Johann Sebastian Bach. Es wurde zuerst in Leipzig um (vermutlich) 1727 uraufgeführt. Der Text der Dreiteiligen Motette ist nach Psalm 149: 1-3 für seinen ersten Satz die dritte Strophe von „Nun lob, mein Seel, den Herren“ (1530 Hymne nach Psalm 103 von Johann Gramann) für den zweiten Satz und nach Psalm 150: 2 und 6 für seinen dritten Satz.

Die Motette wird als Doppelchor bezeichnet (also acht Stimmen, aufgeteilt in zwei vierstimmige Chöre). Sie kann für Bachkurse an der Thomasschule komponiert worden sein. Der biblische Text der Motette wäre für diesen Zweck geeignet gewesen. Die letzte vierteilige Fuge trägt den Titel „Alles was Odem hat“.

Robert Marshall schreibt, dass es „sicher“ sei, dass diese Motette von Wolfgang Amadeus Mozart gehört wurde, als er 1789 die Leipziger Thomasschule besuchte. Johann Friedrich Rochlitz, der an der Thomasschule war und 1789 in Leipzig studierte, berichtete zehn Jahre später dass Johann Friedrich Doles (Student von Bach, der bis 1789 Kandidat der Thomasschule und Direktor des Thomanerchors war) „überraschte Mozart mit einer Aufführung der Doppelchor-Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“ von Sebastian Bach … er achtete sehr darauf, dass die Schule eine vollständige Sammlung seiner Motetten besaß und sie als eine Art heilige Reliquie bewahrte: „Das ist der Geist, das ist gut!“ Mozart schrie: „Lass sie uns sehen!“ Rochlitz berichtet, daß Mozart ein Exemplar verlangt und „sehr geschätzt habe …“

Der chamäleonische Charakter dieser Motette macht es schwierig, zu entscheiden, was seine Gelegenheit gewesen sein könnte. Keine der beiden oft vorgebrachten Möglichkeiten scheint eine perfekte Lösung zu sein. Es ist wahrscheinlich ein wenig zu fröhlich für eine Gedenkfeier für die Königin von Polen, aber ein wenig zu feierlich für die Geburtstagsmusik für König August, der sich gerade von einer schweren Krankheit erholt hatte.

Die Motette wurde in die erste Auflage der Bachmotetten aufgenommen, die von Breitkopf & Härtel in zwei Bänden 1802/803 gedruckt wurde. Der Herausgeber beider Bände ist vermutlich Johann Gottfried Schicht, Thomaskantor von 1810.

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RECORDING DATE  14 May 2016
RELEASE DATE  1 January 2017
LOCATION  Grote Kerk, Naarden
CONDUCTOR  Stephan MacLeod
SOPRANO Orlanda Velez Isidro, Klaartje van Veldhoven, Griet de Geyter, Aleksandra Lewandowska, Marjon Strijk, Hilde van Ruymbeke, Stephanie Pfeffer, Marta Paklar
ALTO Barabás Hegyi, Gemma Jansen, Elena Pozhidaeva, Bernadett Nagy, Marine Fribourg, Victoria Cassano McDonald
TENOR Adriaan de Koster, Wolfgang Frisch, Guy Cutting, Diederik Rooker, Immo Schröder, Ronald Threels
BASS Matthew Baker, Sebastian Myrus, Pierre-Guy Le Gall White, Martijn de Graaf Bierbrauwer, Michiel Meijer, Jelle Draijer

Video:  J.S. Bach – Motette BWV 225 „Singet dem Herrn ein neues Lied“

all-of-bach-bwv-225

Zum Anhören in das Foto oder in diesen Text klicken


Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr !

sommerk


J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für „Neujahr“


"Ich wünschen allen Besuchern ein gesundes und glückliches neues Jahr 2017"

                                       „Ich wünsche ein gesundes und glückliches neues Jahr 2017“

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 01.01.2017 begehen wir das „Neujahrsfest“

Im 6. Jahrhundert erst begann man, den Neujahrstag als Tag der Beschneidung und Namengebung Jesu zu feiern. Auch Martin Luther hat dann auf diesen Sinn des Neujahrstages großen Wert gelegt. Erst im Lauf des 17. Jahrhunderts ging der protestantischen Kirche dieser Sinn verloren, immer mehr wurde der Jahresanfang einziger Inhalt des Tages, wobei man sagen muss, dass es sich bei dem Neujahrstag wohl um den wichtigsten profanen Feiertag, eben den des Neuanfangs, handelt.

Die liturgische Farbe ist weiß, da der Neujahrstag kein eigener Festtag der Kirche ist, sondern ein Tag, der in die Zeit des Christfestes einzuordnen ist. An diesem Tag denken wir besonders an Simeon, der im Tempel auf den Trost Israels wartete in der Gewißheit, dass Gott seine Verheißung erfüllen würde. Als er das Kind Jesus von den Eltern gebracht sieht, preist er es als das Licht der Heiden und die Freude Israels. Wir stimmen froh und dankbar in diesen Lobpreis ein.

Der Neujahrstag sollte richtigerweise mit dem Proprium des Tages der Beschneidung und Namengebung Jesu begangen werden. Wenn er allerdings als Neujahrstag begangen wird, liegt der Schwerpunkt auf der Tatsache, dass wir unsere Zukunft nicht in der Hand haben, sondern allein Gott. Dies wird besonders schön deutlich in der Epistel, der die Worte „so Gott will und wir leben…“ entnommen sind, aber auch in der alttestamentlichen Lesung, in der Gottes Ordnungen der Schlüssel sind dafür, dass Gott bei allem ist, was Josua tun wird. Die anderen Perikopen unterstreichen noch einmal, dass der Mensch sich zwar vieles ausdenken kann, aber Gott wird seinen Schritt lenken. So sind wir zwar nicht Marionetten; es wird uns aber gut tun, der Tatsache bewusst zu werden, dass wir nicht allein sind in unserem Bemühen.

Am Neujahrstag denken wir besonders daran, dass all unser Tun nicht durch unser Wollen bestimmt ist, sondern durch Gottes handeln an und mit uns. Aber er ist es auch, auf den wir uns ganz und gar verlassen können, der uns befähigt, nach seinem Willen zu handeln, und der uns bewahrt, wenn wir seinen Worten Vertrauen schenken.

Wochenspruch: 

Alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn. (Kol 3, 17)

Wochenlied: 

“Der du die Zeit in Händen hast“ (EG 64)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für „Neujahr“

BWV    16 – Herr Gott, dich loben wir

BWV   41 – Jesu, nun sei gepreiset

BWV 171 – Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm

BWV 190 Singet dem Herrn ein neues Lied 

BWV 248 Fallt mit Danken, fallt mit Loben – (Kantate IV Weihnachtsoratorium)

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantatenzu Neujahr

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik – Sonntag:  07:05 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate  ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 190 „Singet dem Herrn ein neues Lied“

Kantate zu Neujahr

für Alt, Tenor, Bass, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Robin Blaze, Countertenor;  James Gilchrist, Tenor;  Peter Kooij, Bass;

Bach Collegium Japan,

Leitung: Masaaki Suzuki

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 190 „Singet dem Herrn ein neues Lied“

Stefan Kahle, Altus / Christoph Genz, Tenor

Matthias Weichert, Bass / Thomanerchor Leipzig

Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Georg Christoph Biller

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HR2 – Kultur

Sendung:06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm

Etwa ab  07:05 Uhr:

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 190 „“Singet dem Herrn ein neues Lied““

Elisabeth von Magnus, Alt / Paul Agnew, Tenor

Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:

Sonntag 07:04 – 08:00 Uhr

Bach-Kantate um 07:04 Uhr

Kantate BWV 171 „Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm“

Kantate zu Neujahr am Fest der Beschneidung Christi

Maria Valdmaa, Sopran / Margot Oitzinger, Alt

Markus Schäfer, Tenor / Peter Kooij, Bass

Evangelische Chorgemeinschaft an der SaarLe Concert Lorrain

Leitung: Georg Grün

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszug aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:11 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 41 „Jesu, nun sei gepreiset“

Sibylla Rubens (Sopran)  Annette Markert (Alt)

Christoph Prégardien (Tenor)  Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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RBB-Kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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RBB-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 171 „Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm

Kantate zu Neujahr / zum Feste der Beschneidung Christi

Rachel Nicholls, Sopran; / Robin Blaze, Countertenor;

Gerd Türk, Tenor;  / Peter Kooij, Bass;

Bach Collegium Japan,

Leitung: Masaaki Suzuki

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-kultur-radio-100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszüge aus dem Programm:

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 41 „Jesu, nun sei gepreiset“

Kantate zu Neujahr

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, denVLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszug aus dem Programm:

Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 248  „Fallt mit Danken, fallt mit Loben“

Kantate 5 am Neujahrstag – aus dem Weihnachtsoratorium

Ruth Holton, Katie Pringle, Nancy Argenta, Sopran;

Anne Sofie von Otter, Mezzosopran; Anthony Rolfe Johnson, Tenor

Hans Peter Blochwitz, Tenor;  Olaf Beer, Bass;

Monteverdi Choir;  English Baroque Soloists:

Leitung:  John Eliot Gardiner

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 16  Herr Gott, dich loben wir“

Kantate am Neujahrstag

Derek Lee Ragin, Countertenor  Julian Podger, Tenor

Gotthold Schwarz, Bass

Monteverdi Choir;  English Baroque Soloists:

Leitung:  John Eliot Gardiner

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Johann Sebastian Bach

J.S. Bach Magnifikat BWV 243 in der Vorstellung

„Grandioser Lobpreis“

Es stellt im Gesamtwerk von Bach eine Besonderheit dar. Zum einen ist das Werk mit 35 Minuten Aufführungsdauer recht knapp und prägnant komponiert, zum anderen sprudelt es nur so vor musikalischen Einfällen.
Außerdem ist es eines der wenigen Werke, die Bach auf Latein komponierte. Textliche Grundlage der Vertonung ist der Lobpreis („Magnifikat“) der Maria aus dem Lukasevangelium. Die Gottesmutter spricht die Worte über Gottes segensreiches Handeln bei ihrem Besuch bei Elisabeth. Das Loben der Gottesmutter drückt Bach buchstäblich mit Pauken und Trompeten aus, besonders der erste Satz klingt außerordentlich festlich.

In mehreren Abschnitten beschreibt das Magnifikat das Handeln Gottes an den Menschen allgemein, aber auch speziell an Maria. Auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut, so heißt es zum Beispiel und spielt darauf an, dass Maria den Sohn Gottes gebären soll. Bach fügt diese Worte in einer wunderbaren Arie für Sopran solo mit dem Satz: „Siehe von nun an preisen mich selig alle Geschlechter“ zusammen, der vom Chor kraftvoll ausgedrückt wird. Die makellose Stimmführung des Soprans steht für Maria, der Chor für die Generationen, die Maria selig preisen werden…..

weiter zum Text von Domradio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

 http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV 41 „Jesu, nun sei gepreiset“ 

Aufnahme der Bach-Rilling-Edition. Interpreten sind die Gächinger Kantorei und das Bach-Collegium Stuttgart sowie als Solisten Helen Donath, Marga Hoeffgen, Adalbert Kraus und Siegmund Nimsgern.

Im Anschluss daran sind Stücke aus dem 4. Teil des Bach’schen Weihnachtsoratoriums zu hören, die auf das Evangelium des Tages eingehen: „Immanuel, o süßes Wort“ und die Echo-Arie „Flösst, mein Heiland, flösst dein Namen“ – in einer Aufnahme aus der Leipziger Thomaskirche.

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Videos mit Bach-Kantaten für Neujahr

BWV    16 – Herr Gott, dich loben wir

BWV   41 – Jesu, nun sei gepreiset

BWV 171 – Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm

BWV 190 – Singet dem Herrn ein neues Lied 

BWV 248 – Fallt mit Danken, fallt mit Loben – (Kantate IV Weihnachtsoratorium)

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/ YouTube: BWV 16 –

  „Herr Gott, dich loben wir“   (Interpret: Rilling )

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/ YouTube: BWV 41  –

 Jesu, nun sei gepreiset –  (Interpret: Koopman)

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/ YouTube: BWV 171  –

 „Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm  (Interpret: Harnoncourt)

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/ YouTube: BWV 190  –

Singet dem Herrn ein neues Lied  –  (Interpret: Koopman)

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/ YouTube: BWV 248  – (Kantate IV zu Neujahr aus dem Weihnachtsoratorium)

 „Fallt mit Danken, fallt mit Loben  (Interpret: Philip Pickett )

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Sebastian Knüpfer

(1633-1676) Thomaskantor, Komponist, Kirchenmusiker

Sebastian Knüpfer (auch Knüpffer, getauft am 6. (od. 7.) September 1633 in Asch (böhmisches Vogtland, später Böhmen); † 10. Oktober 1676 in Leipzig) war ein deutscher Komponist und Kirchenmusiker.

Der Sohn des Ascher Kantors und Organisten Thomas Knüpfer erhielt die erste Ausbildung bei seinem Vater. Es ist überliefert, dass er bereits mit zehn Jahren in seinem Heimatort den Organistendienst versah. Von 1646 bis 1654 besuchte er das Gymnasium in Regensburg, wo zu seinen wichtigsten Lehrern der dortige Ephorus Balthasar Balduin, der Sohn Friedrich Balduins wurde. Später ging nach Leipzig, wo er unter anderem unter Johann Adam Scherzer Philosophie studierte. Hier konnte er 1657 mit Unterstützung Johann Philippis die Nachfolge Tobias Michaels im Amt des Thomaskantors der Thomasschule antreten. Um Knüpfer bildete sich ein Kreis angesehener Musiker (u. a. der Nikolaikantor Elias Nathusius, die Thomasorganisten Gerhard Preisensin und Jakob Weckmann und der Arzt Johann Kaspar Horn), der Leipzig den Ruf eines bedeutenden Musikzentrums einbrachte. I

n der Laudatio zum Tode Knüpfers hieß es: „Die Wahl Knüpfers gereichte dem Musikleben Leipzigs zum Heile und dem Thomaskantorat zum Segen.“ Neben seiner musikalischen Tätigkeit machte er sich auch als Philologe einen guten Namen. 1658 heiratete er Maria Sabina Hagen, mit welcher er drei Söhne und zwei Töchter hatte. In Asch wurde 1925 ein Platz nach ihm benannt.

Die musikalischen Qualitäten des jungen Knüpfer waren in Leipzig sehr anerkannt, nach dem Tod von Tobias Michael im Juni 1657,  wurde er im Alter von nur 24 Jahren zum Thomaskantor ernannt. Die Ernennung Knüpfer war eine weise Entscheidung: Dank seines Engagements genoss die Leipziger Kirchenmusik eine Pracht und Herrlichkeit, die früher unbekannt war. Abschriften der geistlichen Werke Knüpfer’s zirkuliert im gesamten deutschsprachigen Raum und wurden begehrte Sammlerobjekte. Durch die Verbreitung seiner Werke  wurde der Ruhm des Komponisten in Deutschland weit verbreitet. Nach 19 Jahren fruchtbarer Arbeit, starb er am 10. Oktober 1676 im Alter von nur 43 Jahren in Leipzig.

Die meisten Werke Knüpfers sind nie gedruckt worden. Er schrieb Motetten, Geistliche Konzerte, Kantaten und Messen. Er komponierte für die Kaiserkrönung Leopolds I. 1658 und für den Aachener Frieden von 1668. 1663 erschien eine Sammlung von Madrigalen und Kanzonetten im Druck.

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Geistliche Werke vom Thomaskantor Sebastian Knüpfer

CD – Geistliche Werke vom Thomaskantor Sebastian Knüpfer

CD bei Amazon zu beziehen

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mit „Geistlichen Werken“ vom

Thomaskantor „Sebastian  Knüpfer“

CD-Inhalt: Vom Himmel hoch, da komm ich her – Was mein Gott will, das gescheh allzeit – Wenn mein Stündlein vorhanden ist – Ach Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn – Quemadmodum desiderat cervus… /

Ausführende:

The King’s Consort Robert King,

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YouTube-Video

Sebastian Knüpfer (1633- 1676)

 „Herr Christ der einig Gottes Sohn“

Herr Christ der einig Gottes Sohn
Für uns ein Mensch geboren
Gott ist mein Trost mein‘ Zuversicht

Artist: Carolyn Sampson (Sopran)• Rebecca Outram (Sopran), Robin Blaze (Countertenor) • Charles Daniels (Tenor) • James Gilchrist (Tenor) • Peter Harvey (Bass) • The King’s Consort, Robert King (Dirigent)

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

zum BWV 41 „Jesu, nun sei gepreiset“

Kantaten für Neujahr 

Aufführungsort: Gethsemanekirche, Berlin am 01. und 02.01.2000

Mit BWV 41 „Jesu, nun sei gepreiset“

befinden wir uns auf sehr viel sichererem Gelände. Das Werk ist eine reife Kantate von höchster Qualität aus dem zweiten Leipziger Jahrgang – jener Typus von Kantate, der uns daran erinnert, wie sehr wir in unserer sich immer weiter verstädternden Gesellschaft den Bezug verloren haben zum Gefüge und Rhythmus des liturgischen Jahres, vielleicht auch das Empfinden für den elementaren Kreislauf von Leben und Tod. Ein Merkmal, das uns bereits aufgefallen war, bevor wir uns auf die Reise durch dieses Jahr der Kantaten begaben, ist der Leitgedanke einer zyklischen Wiederkehr, eines Weges von einem Anfang zu einem Ende, von Alpha zu Omega.

Auf diesem sehr wesentlichen Hintergrund sind neben dem Wechsel der Jahreszeiten und ihren Wendepunkten die verschiedenen Ereignisse des kommenden Jahres zu bewerten. Man braucht kein Theologe oder Zahlenmystiker zu sein, um zu erkennen, auf welche Weise uns Bach den Gedanken vermittelt, dass alles von einem Anfang zu einem Ende und wieder zu einem neuen Anfang fortschreitet. Er lässt seine Strategien auf wunderbare Weise hörbar werden, so im Eingangschor dieser Kantate: ein gewaltiger Satz, der wie eine Choralfantasie wirkt. Mit dem Problem konfrontiert, wie die vierzehn Zeilen von Johannes Hermans ungewöhnlich langer Choralstrophe (offensichtlich in Leipzig sehr beliebt, da er sie in dreien seiner Neujahrskantaten verwendet) aufzuteilen wären, dazu eine Melodie, die eine Stufe höher endet, als sie begonnen hat, beschließt Bach, die letzten beiden Zeilen zur Musik der ersten und zweiten Zeile zu wiederholen, und bewerkstelligt damit in einer majestätischen Schlusswendung die verspätete Rückkehr zu C-dur.

Darüber hinaus verkettet er den Anfangs- und Schlusssatz der Kantate miteinander, indem er zum einen die erste und letzte Strophe in ihrer ursprünglichen Form vertont, zum anderen die ersten beiden Takte seines Anfangsritornells (die selbst ein ABA-Muster im Kleinformat aufweisen) als Interludium zwischen die Choralphrasen seines Finalsatzes einfügt. Damit enden das miniaturisierte Muster und die gesamte Kantate, wie sie begonnen haben – und der Kreis schließt sich auf überzeugende Weise. Aber es ist die epische Spannweite von Bachs Vision in diesem Anfangssatz, die einem den Atem nimmt. Abgesehen von den jubelnden Blechbläserfanfaren enthalten die insgesamt zweihundertdreizehn Takte dieses Satzes einen streckenweise dichtgefügten vokalen Kontrapunkt, engelhaft wirkende tanzartige Gesten und einen Augenblick magischer Spannung, wenn die vorandrängende Kraft unvermittelt einhält bei den Worten ‚dass wir in guter Stille das alt’ Jahr hab’n erfüllet’. Daraus bricht eine motettenartige, ‚presto’ überschriebene Fuge hervor, eine enthusiastische Rückbesinnung auf geistliche Werte (‚Wir woll’n uns dir ergeben itzund und immerdar’), die fast unmerklich in eine Reprise der anfänglichen Fanfarenmusik übergeht.

In ihrem Gebet, dass das neue Jahr so enden möge, wie es begonnen hat, übernimmt die Sopranstimme die wiegende Bewegung der drei begleitenden Oboen (Nr. 2) in der unregelmäßigen Phrasierung 3+4 und wechselt dann zu 2+2+2+2 in eher konventionellem Stil – Muster, die Bach auch weiterhin variiert und erweitert, offensichtlich berauscht von ihrer Schönheit und Scheu, sich voranzubewegen. Im folgenden Rezitativ weicht die in a-moll beginnende Altstimme vom Kurs ab, um ‚A und O’ im Ohr des Hörers auf einer C-Oktave zu etablieren, das Echo auf einen Text aus der Offenbarung (1, 17–18), wo sich Jesus als ‚der Erste und Letzte’ bezeichnet, ‚lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit’ und ausgerüstet mit den ‚Schlüssel[n] der Hölle und des Todes’.

Das Kleinod in dieser Kantate ist jedoch die Tenor-Arie ‚Woferne du den edlen Frieden’ (Nr. 4). Sie gehört zu den wenigen neun Kantatensätzen, in denen Bach den betörenden, ein breites Spektrum umfassenden Klang des Violoncello piccolo einsetzt – eines Instrumentes, das bei ihm mit der Person Jesus oder seiner Präsenz verknüpft ist, vor allem in seiner Beschützerrolle als ‚guter Hirte’. Hier ist das fünfsaitige Modell vorgesehen, für einen Klangraum, der sich von der tiefsten Saite, C, im Violinschlüssel über drei Oktaven hinauf bis zum H mit aufgelöstem Vorzeichen erstreckt, so als sollte dieser weite Raum die Dualität von Himmel und Erde, Körper und Seele in sich schließen und verdeutlichen, dass Gott die Belange der Menschen, auf körperlicher wie auf geistlicher Ebene, unter seiner Obhut hat. Eine weitere Überraschung ist der im folgenden Rezitativ unvermittelt einsetzende Chor, der lauttönend den Vorsatz der ganzen Gemeinde für das neue Jahr, ‚den Satan unter unsre Füße [zu] treten’, in Worte fasst. 

© John Eliot Gardiner 2008

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für Neujahr:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen:  Gabriele Cassone, Horn – Trompete

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CDs vom Label SDG  
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SDG 137 Vol. 16CD – Cover SDG 137 Vol. 16

Link:  CD eins – Inhalt

BWV  28 „Gottlob! nun geht das Jahr zu Ende“

BWV 122 „Das neugeborene Kindelein“

BWV 152 „Tritt auf die Glaubensbahn“

                                                          BWV 190 „Singet dem Herrn ein neues Lied“ (für Neujahr)

                                                         BWV 225 „Singet dem Herrn ein neues Lied“ (Motette

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Cover SDG 150 Vol. 17CD – Cover SDG 150 Vol. 17 (CD’s zu Neujahr)

Link:  CD eins – Inhalt

BWV   41 – „Jesu, nun sei gepreiset“ 
BWV 143 – „Lobe den Herrn, meine Seele“ 
BWV 171 – „Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm“ 
BWV   16 – „Herr Gott, dich loben wir“

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2017 vom 09.06 – 18.06.2017 

“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION 

Das Bachfest 2017 steht unter dem Motto ““EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION

Martin Luther sah in „Frau Musica“ eine göttliche Kunst, da sie den Teufeln zuwider sei. Entsprechend stellte er die Musik in eine Reihe mit der Theologie, erhob das deutschsprachige geistliche Lied zu einem festen Bestandteil des reformatorischen Programms und hielt ließ es Eingang in den Gottesdienst finden. Häufig als „schöne newe Lieder“ betitelt, verbreitete sich das neue reformatorische Liedrepertoire rasant….

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2017 beginnt seit dem 14. Oktober 2016.

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Bachfest-Programm zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video vom Thomanerchor !

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Cantata BWV 190, „Singet dem Herrn ein neues Lied“ (Leipzig, 1724)

i. Chorus: Singet dem Herrn ein neues Lied
ii. Chorale and recitative (alto, tenor, bass): Herr Gott, dich loben wir
iii. Aria (alto, strings): Lobe, Zion, deinen Gott
iv. Recitative (bass): Es wünsche sich die Welt
v. Aria (tenor, bass, oboe d’amore): Jesus soll mein alles sein
vi. Recitative (tenor, strings): Nun, Jesus gebe
vii. Chorale: Lass uns das Jahr vollbringen

Thomaner Stefan Kahler, alto
Christoph Genz, tenor
Matthias Weichert, bass

Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester
Georg Christoph Biller

Rondeau Production 2011

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 Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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J.S. Bach Cantata BWV 166 Wo gehest du hin

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

Kantate: BWV 166 „Wo gehest du hin“

Kantate BWV 166 für den vierten Sonntag nach Ostern für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Oboe, Streicher und Basso continuo.

Solisten:
Terry Wey, Altus; / Gerd Türk,Tenor; / Markus Volpert, Bass

Chor
Sopran: Guro Hjemli

Leitung: Rudolf Lutz

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link:  http://www.bachstiftung.ch/shop/wo-gehest-du-hin-bwv-166-dvd.html

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Video – YouTube BWV 166 – 

Zweiter Satz: Aria (Tenor): Ich will an den Himmel denken“

aus dem BWV 166 „Wo gehest du hin“, aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen.


Video: Johann Sebastian Bach – Kantate BWV 110 „Unser Mund sei voll Lachens“

J.S. Bach komponierte die Kantate in Leipzig für den 1. Weihnachtstag. Sie wurde am 25. Dezember 1725 uraufgeführt.

Aus der reformierten Kirche Trogen, Schweiz
Chor und Orchester der J. S. Bachstiftung St. Gallen
Rudolf Lutz – Musikalische Leitung
Solisten
Gerlinde Sämann – Sopran
Alex Potter – Altus
Bernhard Berchtold – Tenor
Stephen MacLeod – Bass

Coro: Unser Mund sei voll Lachens
Arie (Tenor): Ihr Gedanken und ihr Sinnen
Rezitativ: Dir, Herr, ist niemand gleich
Arie (Alt): Ach Herr! Was ist ein Menschenkind
Duetto (Sopran, Tenor): Ehre sei Gott in der Höhe
Arie (Bass): Wacht auf, ihr Adern und ihr Glieder
Choral: Alleluja! Gelobt sei Gott

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Link:  mp3 – Download –

von der J.S. Bach-Stiftung – 

bei Amazon – mit Hörproben

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Link: Zur Bachstiftung

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

Link:   bei   j p c

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

ALL OF BACH veröffentlicht am 25.12.2015 

J.S. Bach BWV 1042 – “Violin-Konzert E-Dur”

Info:  J.S. Bach BWV 1042 – “Violin-Konzert E-Dur”

Unter Johann Sebastian Bachs Namen sind zwei Konzerte für Violine, Streicher und Continuo überliefert sowie ein Doppelkonzert für zwei Violinen(ebenfalls mit Streichern und Continuo). Sie tragen die Nummern BWV 1041 bis 1043. Möglicherweise schrieb Bach die Konzerte für Johann Georg Pisendel oder Jean-Baptiste Volumier in Dresden – vielleicht auch für sich selbst, denn sein Sohn Carl Philipp Emanuel bescheinigt ihm im Nekrolog, bis ins hohe Alter die Violine „rein und durchdringend“ gespielt zu haben.

Die Konzerte sind unabhängig voneinander überliefert; ihre genaue Entstehungszeit steht nicht fest. Bach begann etwa 1713, sich mit den Konzerten Antonio Vivaldis auseinanderzusetzen, wobei er zunächst mehrere davon für Cembalo solo oder Orgel bearbeitete. Anschließend oder schon gleichzeitig dürfte er mit der Konzeption eigener Konzerte begonnen haben. Bei Bachs Vorbildern folgen die Ecksätze noch einem etwas starren Aufbau, bei dem die Ritornelle den Satzaufbau gliedern und das Erreichen neuer Tonarten markieren und dazwischenliegende begleitete Solopassagen der Modulation in andere Tonarten dienen. Bach erreichte demgegenüber eine engere Verzahnung und Integration der Formabschnitte durch einen differenzierteren und variierenden Umgang mit den Rollen des Solisten und Orchesters.

Die in dieser Form erhaltenen Violinkonzerte wirken gegenüber den bekannteren Brandenburgischen Konzerten (vielleicht mit Ausnahme des vierten) stilistisch wesentlich weiter entwickelt, was besonders in den umfangreichen langsamen Sätzen deutlich wird. Sie dürften deutlich später als die Brandenburgischen Konzerte entstanden sein, entgegen früherer Vermutung möglicherweise erst in Leipzig.

Allgemein erhält in Bachs Orchestersatz die erste Violine oft die Möglichkeit, mit kleinen Soli in den Vordergrund zu treten (mit und auch ohne den ausdrücklichen Vermerk solo), und in Sätzen mit mehreren Soloinstrumenten vermittelt sie häufig zwischen den Solistengruppe und dem Orchester. So erhalten in Bachs Kantaten und Orchestersuiten viele Passagen und auch ganze Sätze latente oder deutliche Züge eines Violinkonzerts; umgekehrt überrascht die gleichberechtigte Eingliederung auch einer Solovioline in den Orchestersatz.

Unabhängig von der Entstehungszeit gilt als sicher, dass Bach diese Konzerte zur Verfügung hatte, als er 1730 in Leipzig die Leitung des Collegium musicum übernahm. Für Aufführungen in diesem Rahmen arbeitete er viele seiner Konzerte zu Cembalokonzerten um; wegen der Tonumfänge der Instrumente transponierte er die Violinkonzerte dabei meist um einen Ganzton nach unten.

Bis heute zählen Bachs Violinkonzerte zum beliebten Programmbestandteil vieler Violinisten, an die in den Stücken große spieltechnische Ansprüche gestellt werden. Dennoch halten viele Musikwissenschaftler die Cembaloversionen für die von Bach gewollten Endfassungen, da Bach bei der Umarbeitung viele Details verbesserte und nebenbei mit der Abschaffung des Basso continuo einen musikgeschichtlich wichtigen Schritt machte.

Sätze: BWV 1042 – “Violin-Konzert E-Dur”
  • Allegro ¢ E-Dur
  • Adagio 3/4 cis-Moll
  • Allegro assai 3/8 E-Dur

Das Werk ist nur in einer Abschrift aus dem Jahr 1760 überliefert sowie in Bachs Fassung als Cembalokonzert D-Dur, BWV 1054.

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RELEASE DATE 25 December 2015
RECORDING DATE 19 May 2015
LOCATION Felix Meritis, Amsterdam
VIOLIN AND DIRECTION Shunske Sato 
VIOLIN 1 Lucia Giraudo
VIOLIN 2 Pieter Affourtit
VIOLA Anneke van Haaften
CELLO Lucia Swarts
DOUBLE BASS James Munro
HARPSICHORD Siebe Henstra

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Video:  J.S. Bach BWV 1042 – “Violin-Konzert E-Dur”

ALL OF BACH BWV 1042 Violin Konzert E Dur

Zum Anhören in das Foto oder in diesen Text klicken

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J.S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach: vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

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J.S. Bach, Kantate BWV 32 „Liebster Jesu, mein Verlangen“: Nr. 1 Aria „Liebster Jesu, mein Verlangen“ | Franziska Bobe (Sopran), Thomas Meraner (Oboe) | Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Christine Busch)

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„Ich wünsche allen Besuchern ein glückliches,

gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2017″

Herzliche Neujahrsgrüße

Volker

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ALL OF BACH veröffentlichte am 30.12.2016 den Orgelchoral – BWV 770 „Ach was soll ich Sünder machen“


ALL OF BACH veröffentlichte am 30.12.2016 den Orgelchoral – BWV 770

„Ach was soll ich Sünder machen“.

Bovenkerk, Kampen

                                          Bovenkerk, Kampen (Holland)

TRIBUT FÜR BÖHM

„Oh, was soll ich, ein Sünder, tun? Oh, wo soll ich anfangen?“ Sind die ersten Worte des Chorals, auf denen Bach diese Serie von Partitas oder Variationen basiert. Bach zeigt kein Zeichen solcher Zweifel, jedenfalls im musikalischen Sinne. Er beginnt mit einer relativ einfachen Harmonisierung der Choralmelodie (Partita 1), und er weiß auch, wie es weitergehen soll. Es folgt eine Reihe von 9 Variationen (Partitas 2 – 10).

Dieses Werk stammt vermutlich aus Bachs Zeit in Arnstadt, wo er zwischen 1703 und 1707 arbeitete. Es ist eine starke Ähnlichkeit mit den Choralpartitas von Georg Böhm (1661-1733), der 1697 den Posten des Organisten in der Johannes-Kirche in Lüneburg aufnahm, die Stadt, in der Bach zwischen 1700 und 1703 studierte. Wahrscheinlich hat Bach in diesen Jahren Musikunterricht bei ihm gehabt.

Nicht nur Bachs Partita, die auf dem Hymnus Ach basiert, wurde im typischen Böhm-Stil geschrieben, in einigen Details scheint es auch eine direkte Antwort und Hommage an Böhm zu sein. Der Beginn der fünften Variation scheint ein direktes Zitat aus dem dritten von Böhms Variationen des Chorals „Ach wie nichtig, ach wie flüchtig“ zu sein. Bach entstand sicherlich nicht im Vakuum, und hier hört man, wie er seinen musikalischen Hut zu einem großen Zeitgenossen zieht.

Chorale partitas, BWV 766-770

Die Choralpartita ist eine besondere Form der Choralgestaltung, da der Choral (oder Hymne) als Ausgangspunkt für eine Reihe von Variationen dient. Die Kunst der Variation war auf ihrem Höhepunkt im siebzehnten Jahrhundert. Normalerweise wurde ein Volkslied als Ausgangspunkt für eine Reihe von Variationen genommen, die in Schwierigkeiten und Geschwindigkeit zunahmen. Das Genre war nicht auf Tasteninstrumente beschränkt. Der blinde niederländische Rekorder und Carillonspieler Jacob van Eyck war auch ein Meister in der Technik, zum Beispiel. Die fünf Kompositionen von Bach mit dem Namen chorale partita stammen nicht aus einer einzigen Quelle, noch sind sie datiert, aber es wird angenommen, dass sie in seinen Jugendlichen entstanden und möglicherweise später überarbeitet worden sind.

RELEASE DATE 30 December 2016
RECORDING DATE 2 October 2015
LOCATION Bovenkerk, Kampen
ORGANIST Elske te Lindert
ORGAN Hintz orgel

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Video: Orgelchoral – BWV 770 „Ach was soll ich Sünder machen“.

all-of-bach-bwv-770

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Ich wünsche allein ein gesegnetes und glückliches neues Jahr !

Herzliche Grüße

sommerk

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ALL OF BACH veröffentlichte am 24.12.2016 von J.S. Bach das BWV 710 – Orgelchoral: „Wir Christenleut“


Von All of Bach gab es zu Heiligabend eine Überraschung, dass sie von J.S. Bach den Orgelchoral – BWV 710 „Wir Christenleut“ aus der Kirnbergerschen Sammlung veröffentlicht haben.

Johann Philipp Kirnberger * 24. April 1721 in Saalfeld/Saale; † 27. Juli 1783 in Berlin – war ein deutscher Musiktheoretiker und Komponist.

Durch Kirnbergers Sammeltätigkeit ist eine ganze Reihe von Werken Johann Sebastian Bachs überliefert – am bekanntesten ist die sogenannte Kirnberger-Sammlung mit den Choralbearbeitungen BWV 690–713.


Info: BWV 710

„Weniger lustig als der Text zu erwarten hat“, so Peter Williams, Autor des unübertroffenen Buches Die Orgelmusik von J.S. Bach, beschrieb diese Anordnung eines Weihnachtsliedes. Und es ist nur zu wahr. Aber was stört ihn genau? Die alte Choralmelodie, auf die der sächsische Hofprediger Kaspar Füger seine freudigen Worte am Ende des sechzehnten Jahrhunderts schrieb, ist in einem kleinen Tonfall. Und es ist keine sehr abenteuerliche Melodie, da die etwas deprimierte Melodie nicht mehr als fünf aufeinander folgende Töne überspannt. In dieser Anordnung ist die Melodie im Pedal. Das Glück beschränkt sich auf die beiden reich geschmückten Oberteile, obgleich ihr lebhaftes Geschwätz ihnen den Vorteil für eine Weile in den intermittierenden Schweigen des Pedals leiht. Aber das ist nur für einen Augenblick jedes Mal, und die beiden Welten kommen nicht näher zueinander. Und Bach ist kein Meister der Wiederholung von Zügen. Nach zwei Minuten hat er gesagt, was er zu sagen hatte.

Kirnbergerschen Sammlung, BWV 690-713

Bach schätzte viele seiner Kompositionen, sorgte dafür, dass sie gesammelt oder recycelt wurden und – wenn überhaupt – veröffentlicht wurden. Aber es gibt auch Stücke, die das Boot verpasst haben, wie die vierundzwanzig frühen Orgelkompositionen heute bekannt als die Kirnbergerschen Sammlung. Das Überleben dieser Werke verdanken wir dem Bachschüler Johann Kirnberger, der nach dem Tod seines Meisters 24 Orgelkompositionen sammelte. Die auffälligste Sache über diese Sammlung ist ihr Mangel an Zusammenhalt. Die einzige Ähnlichkeit zwischen den Arbeiten ist, dass sie wahrscheinlich alle aus der Zeit vor 1710 stammen.

BWV 710  TITEL: „Wir Christenleut“
GENRE: Orgelwerke (Choralbearbeitungen)
SERIE: Kirnbergerschen Sammlung
JAHR: Vor 1710
STADT: Mühlhausen oder Weimar

RELEASE DATE 24 December 2016
RECORDING DATE 24 August 2015
LOCATION Stiftskirche St. Georg, Goslar-Grauhof
ORGANIST Theo Jellema
ORGAN Christoph Treutmann, 1731

Disposition:  Treutmann-Orgel in Goslar-Grauhof


Video:  Orgelchoral – BWV 710 „Wir Christenleut“

all-of-bach-bwv-710

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Grüße

sommerk

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ALL OF BACH veröffentlicht am 25.12.2016 die Kantate BWV 110 „Unser Mund sei voll Lachens“


ALL OF BACH – veröffentlicht am 25.12.2016 die Kantate BWV 110 „Unser Mund sei voll Lachens“

„Unser Mund sei voll Lachens“ (BWV 110) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach.

J.S. Bach komponierte die Kantate in Leipzig für den 1. Weihnachtstag. Sie wurde am 25. Dezember 1725 uraufgeführt. Den Sätzen 1, 3 und 5 liegen wörtliche Bibelzitate zu Grunde (Ps 126,2 LUT, Jer 10,6 LUT, Lk 2,14 LUT). Deren Auswahl sowie die sie aufnehmenden freien Dichtungen der Sätze 2, 4 und 6 stammen von Georg Christian Lehms. Dabei ergibt sich die inhaltliche Abfolge Gottes große Tat (die Menschwerdung) – ihre Heilswirkung (der Sünder wird Gottes Kind) – Lob und Dank der Erlösten. Der Schlusschoral ist die letzte Strophe des Liedes „Wir Christenleut“ von Kaspar Füger dem Älteren.

Die Kantate gliedert sich in 7 Sätze:

  1. Chorus: Unser Mund sei voll Lachens
  2. Arie (Tenor): Ihr Gedanken und ihr Sinnen
  3. Recitativo: Dir, Herr, ist niemand gleich
  4. Arie (Alt): Ach Herr! Was ist ein Menschenkind
  5. Duett (Sopran, Tenor): Ehre sei Gott in der Höhe
  6. Arie (Bass): Wacht auf, ihr Adern und ihr Glieder
  7. Choral: Alleluja! Gelobt sei Gott

Die Kantate beginnt mit dem kraftvollsten Teil, dem Eingangschorus. Die anschließende Tenor-Arie wird von zwei ineinander verwobenen Querflöten begleitet. Danach führt ein kurzes Bass-Recitativo zu einer Alt-Arie, die von einer Oboe d’amore begleitet wird. Daran schließt ein Duett mit einer Sopran- und einer Tenorstimme an. Dieses Duett wird von einer einfachen Orgel- und Continuo-Stimme begleitet. Der vorletzte Teil ist eine Bass-Arie, die von einem relativ großen Instrumentarium begleitet wird. Den Abschluss der Kantate bildet ein kurzer Choral. Die Kantate ist insgesamt sehr festlich, freudig und direkt.

Für zwei Sätze der Kantate arbeitete Bach eigene Kompositionen um. Der Eingangschorus ist eine Adaption des ersten Satzes seiner Ouvertüre in D (BWV 1069). Das Duett Ehre sei Gott in der Höhe ist eine Bearbeitung des vierten weihnachtlichen Einlagesatzes „Virga Jesse floruit“ seines Magnificat (Es-Dur-Fassung).

RELEASE DATE 25 December 2016
RECORDING DATE 17 December 2015
LOCATION Grote Kerk, Naarden
CONDUCTOR Jos van Veldhoven
SOPRANO Maria Keohane
ALTO Alex Potter
TENOR Charles Daniels
BASS Matthias Winckhler
RIPIENO SOPRANO Lucie Chartin, Marie Heeschen
RIPIENO ALTO Elsbeth Gerritsen, Michaela Riener
RIPIENO TENOR Immo Schröder, Yves van Handenhove
RIPIENO BASS Jelle Draijer, Michiel Meijer
VIOLIN 1 Shunske Sato, Annelies van der Vegt, Anneke van Haaften, Lidewij van der Voort
VIOLIN 2 Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense
VIOLA Staas Swierstra, Jan Willem Vis
CELLO Lucia Swarts, Richte van der Meer
DOUBLE BASS Robert Franenberg
TRAVERSO Frank Theuns, Doretthe Janssens
OBOE Martin Stadler, Peter Frankenberg, Yongcheon Shin
BASSOON Benny Aghassi
TRUMPET Robert Vanryne, Stephen Keavy, Mark Geelen
TIMPANI Luuk Nagtegaal
HARPSICHORD Siebe Henstra
ORGAN Pieter-Jan Belder

Video: Kantate: BWV 110 „Unser Mund sei voll Lachens“

all-of-bach-bwv-110

Zum Anhören in das Foto oder in diesen Text klicken!


Ich wünsche viel Vergnügen mit dieser herrlichen Kantate und wünsche allen weiterhin ein frohes Weihnachtsfest!

Grüße

sommerk

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J.S. Bach-Kantaten für den 1. bis 3. Weihnachtsfeiertag mit Rundfunk-Sendungen, Videos und Kantaten-Beschreibungen!


Weihnachten in St. Michael in Hamburg!

                                                   Weihnachten in „St. Michaelis“ in Hamburg!

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„Ich wünsche allen Besuchern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest !“

„I wish all visitors a Merry Christmas!“

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 25.12. und 26.12. begehen wir das Weihnachtsfest

1. Weihnachtstag:

Das Christfest I ist der eigentliche Geburtstag Jesu, ist jedoch völlig hinter dem Heiligen Abend zurückgetreten. Der Gottesdienst ist in der Regel nur schwach besucht. Er greift aber mit seinen Perikopen den Gedanken der liebenden Zuwendung Gottes, die in der Geburt von Jesus Christus handgreiflich geworden ist, am stärksten auf.

Der erste Christtag ist der Festtag der Geburt des Herrn, an dem die Christenheit Gott dafür dankt, dass er durch das Opfer seines geliebten Sohnes, der ganz Mensch wurde, uns als seine Kinder angenommen hat, damit wir durch ihn frei werden und nicht mehr Knechte der Sünde sind.
oder
Gott kam aus seinem Licht in unser Zwielicht, aus seinem Reichtum kam er in unsere Armut, aus seiner Herrlichkeit in unsere Schwachheit, aus seinem Frieden in unsere von Streit und Gier geschundene Welt.
Diese Botschaft, die wir so gerne zum Anlass besinnlicher Feiern nehmen, ist alles andere als besinnlich: sie stellt eigentlich eine Herausforderung dar, die unser ganzes Leben umkrempeln soll. Wo ist das gelungen?

2. Weihnachtstag:

Das Christfest II ist zugleich der Tag des Erzmärtyrers Stephanus. Inhaltlich ist dieser Tag, wenn er als „Tag nach der Geburt des Herrn“ gefeiert wird, nur noch ein Abglanz. Seine Existenz geht auf das Verlangen zurück, die Weihnachtsbotschaft immer und immer wieder zu hören, gewissermaßen das Geschehen der Christnacht zu einem andauernden Erlebnis werden zu lassen. Eine besondere Stellung erhält dieser Tag jedoch durch das Evangelium, das den Prolog des Johannes-Evangeliums enthält und so die Geburt Jesu in den Kontext der Schöpfung stellt. Von daher ist dieser Tag vielleicht gerade heute von besonderer Bedeutung.

Am 2. Christtag denken wir besonders darüber nach, was die Fleischwerdung Gottes bedeutet. Wir spüren, dass das große Geschenk der unmittelbaren Nähe Gottes uns unermesslich reich macht dadurch, dass er selbst arm wurde.

Wochenspruch: 

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.(Joh 1, 14a)

Wochenlied: 

“Gelobet seist du, Jesu Christ“ (EG 23)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftlebe

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Bach-Kantaten für den 1. Weihnachtstag

BWV 63Christen, ätzet diesen Tag

BWV 91Gelobet seist du, Jesu Christ

BWV 110Unser Mund sei voll Lachens

BWV 191Gloria in excelsis Deo

BWV 197aEhre sei Gott in der Höhe(Sätze 5-7)

BWV 248 Weihnachts-Oratorium, Kantate 1 „Jauchzet, frohlocket“

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Bach-Kantaten für den 2. Weihnachtstag

BWV 40Darzu ist erschienen der Sohn Gottes

BWV 57Selig ist der Mann

BWV 121Christum wir sollen loben schon

BWV 248 Weihnachts-Oratorium, Kantate 2 „Und es waren Hirten in derselben Gegend“

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Bach-Kantaten für den 3. Weihnachtstag

BWV 64 „Sehet, welch eine Liebe

BWV 133 „Ich freue mich in dir

BWV 151 „Süßer Trost, mein Jesus kömmt

BWV 248 Weihnachts-Oratorium, Kantate 3 „Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen“

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten am 1. und 2. Weihnachtstag

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik – am  25.12. um 07:04 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 08:00 Uhr

1. Weihnachtstag

Johann Sebastian Bach

BWV 63 “Christen, ätzet diesen Tagt“

Kantate zum 1. Weihnachtstag;

Eva Oltiványi, Sopran;  Jan Börner, Countertenor;

Julius Pfeifer, Tenor;  Markus Volpert, Bass;

Chor und Orchester der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: 26.12. um 07:04 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 08:00 Uhr

2. Weihnachtstag

Johann Sebastian Bach

BWV 133 „Ich freue mich in dir“

Kantate zum 3. Weihnachtsfeiertag für
Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo

Dorothee Blotzky-Mields, Sopran; / Ingeborg Danz, Alt;

Mark Padmore, Tenor; / Peter Kooij, Bass;

Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung 25.12. um 08:03 – 08:40 Uhr 

Auszüge aus dem Programm:

1. Weihnachtstag

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 191 „Gloria in excelsis Deo“

Sarah Wegener und Johanna Winkel, Sopran

Franziska Gottwald, Alt / Julian Prégardien, Tenor

Konstantin Wolff, Bass / NDR Chor

Elbipolis Barockorchester Hamburg

Leitung: Philipp Ahmann

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NDRkultur – Kantate

Auszüge aus dem Programm:

2. Weihnachtstag

Sendung: 26.12. um 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach

BWV 121Christum wir sollen loben schon“

Lisa Larsson, Sopran / Annette Markert, Alt

Christoph Prégardien, Tenor / Klaus Mertens, Bass

Amsterdamer Barockorchester und Chor

Leitung: Ton Koopman

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm

Sendung: 25.12. etwa ab  07:00 Uhr:

1. Weihnachtstag

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 110  „Unser Mund sei voll Lachens“

Paul Bernewitz, Knabensopran / Stefan Kahle, Altus

Christoph Genz, Tenor / Matthias Weichert, Bass

Thomanerchor Leipzig / Gewandhausorchester Leipzig 

Leitung: Georg Christoph Biller

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm

2. Weihnachtstag

Sendung: 26.12. etwa ab  07:05 Uhr:

Johann Sebastian Bach

BWV 64 “Sehet, welch eine Liebe“

Ann Monoyios, Sopran / Sara Mingardo, Alt

Rufus Müller, Tenor / Stephan Loges, Bass

Monteverdi Choir / English Baroque Soloists

Leitung:  John Eliot Gardiner

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszug aus dem Programm:

1. Weihnachtstag

Sendung: 25.12. um 07:04 – 08:00 Uhr

Bach-Kantate 

BWV 91 „Gelobet seist du, Jesu Christ“

Kantate am 1. Weihnachtsfesttag,

Lisa Larsson, Sopran / Annette Markert, Alt

Christoph Prégardien, Tenor / Klaus Mertens, Bass

Amsterdamer Barockorchester und Chor 

Leitung: Ton Koopman

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszug aus dem Programm

Sendung: 26.12. um 07:04 – 08:00 Uhr

2. Weihnachtstag

Bach-Kantate 

BWV 121 „Christum wir sollen loben schon“

Ann Monoyios, Sopran / Sara Mingardo, Alt

Rufus Müller, Tenor / Stephan Loges, Bass

Monteverdi Choir / English Baroque Soloists

Leitung:  John Eliot Gardiner

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik

Sendung: 25.12. um 08:03 bis 08:30 Uhr

1. Weihnachtstag

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 91 „Gelobet seist du, Jesu Christ“

Katharine Fuge (Sopran)  Robin Tyson (Countertenor)

James Gilchrist (Tenor) / Peter Harvey (Bass)

Monteverdi Choir / English Baroque Soloists

Leitung:  John Eliot Gardiner

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: 26.12. um 08:03 bis 08:30 Uhr

2. Weihnachtstag

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 121 „“Christum wir sollen loben schon“ „ 

Yukari Nonoshita (Sopran)  Robin Blaze (Countertenor)

Gerd Türk (Tenor), Peter Kooij (Bass)

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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RBB-Kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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RBB-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung 25.12. von 09:30 bis 10:00 Uhr

1. Weihnachtstag

Johann Sebastian Bach

BWV 191 „Gloria in excelsis Deo

Lateinische Kantate am 1. Weihnachtsfesttage

Christiane Oelze, Sopran; / Hans Peter Blochwitz, Tenor

Concentus Vocalis Wien,  Virtuosi Saxoniae

Leitung: Ludwig Güttler

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RBB-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: 26.12. um 09:30 bis 10:00 Uhr

2. Weihnachtstag

Johann Sebastian Bach

BWV 57 „Selig ist der Mann

Kantate am 2. Weihnachtstag

Dorothea Röschmann, Sopran; Thomas Quasthoff, Bassbariton

RIAS-Kammerchor, / Berliner Barock Solisten 

Leitung: Rainer Kussmaul

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/ipg/mdr-kultur-programm-100_date-2016-12-20_days-true_ipgctx-true_zc-d65a29b6.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur 

Kantate  am 25.12. Sendung: 06:30 Uhr 

1. Weihnachtstag

Johann Heinrich Rolle (1716-1785)

„Komm Zion, öffne deine Tore“

Ute Bachmeier, Soran / Undine Dreißig, Alt

Martin Krumbiegel, Tenor / Gotthold Schwarz, Bass

Magdeburger Kammerchor / 

Kammerorchester der Magdeburgischen Philharmonie

Leitung: Welisar Gentscheff

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MDR – Kultur 

Sendung: 26.12. um 06:30 Uhr

2. Weihnachtstag

Johann Sebastian Bach:

BWV 121  „Christum wir sollen loben schon“

Lisa Larson, Sopran;  Annette Markert, Alt;

 

Christoph Prégardien, Tenor; Klaus Mertens, Bass

 

Amsterdam Baroque Choir & Orchestra

 

Leitung: Ton Koopman 

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:(Es ist zu empfehlen, den VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: 25.12. um 08:05 Uhr bis 08:32 Uhr

1. Weihnachtstag

Johann Sebastian

Bach: BWV 248 „Jauchzet, frohlocket!“

Kantate am 1. Weihnachtsfesttag,

Johannette Zomer, Sopran; / Annette Markert, Alt

Gerd Türk, Tenor; / Peter Harvey, Bass;

Chor und Orchester der Niederländischen Bachgesellschaft

Leitung:  Jos van Veldhoven

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: 26.12. um 08:05 Uhr bis 08:34 Uhr

2. Weihnachtstag

Johann Sebastian Bach:

BWV 248 „Und es waren Hirten in derselben Gegend“,

Kantate am zweiten Weihnachtsfesttag,

Christine Schäfer, Sopran; Bernarda Fink, Alt;

Werner Güra, Tenor;  Gerald Finley, Bass;

Arnold-Schönberg-Chor; / Concentus Musicus:

Leitung:  Nikolaus Harnoncourt

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: 25.12. um 06:05 Uhr bis 07:00 Uhr

1. Weihnachtstag

Johann Sebastian Bach

BWV 191 “Gloria in excelsis Deo“

Kantate zum 1. Weihnachtstag für Soli, Chor und Orchester,

Gerlinde Sämann, Sopran / Johannes Kaleschke, Tenor

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung,

Leitung: Rudolf Lutz

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Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: 26.12.  um 06:05 Uhr bis 07:00 Uhr

2. Weihnachtstag

Johann Schelle (1648-1701)

Kantate: ‚Vom Himmel kam der Engel Schar‘.

Kantate für Soli, Chor, 2 Violinen, 2 Violen, 2 Zinken, 3 Posaunen,

2 Trompeten, Pauken und Basso continuo

King’s Consort

Leitung: Robert King

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Johann Rosenmüller (1617-1684)

‚Ich freue mich in dir‘

Geistliches Konzert à 5 für 5 Singstimmen, 9 Instrumente und Basso continuo

Cantus Cölln

Leitung: Konrad Junghänel

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 Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am 25.12. um  06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

 1. Weihnachtstag

Johann Schelle (1648-1701)

„Actus-Musicus auf Weynachten“

Oratorien und Kantaten zum Weihnachtsfest gehören zum Repertoire vieler Komponisten. Das berühmteste hat Johann Sebastian Bach vorgelegt. Bemerkenswert aber auch das Werk seines Vor-Vorgängers als Thomaskantor in Leipzig.

Geboren im Erzgebirge lernte Johann Schelle an der Dresdner Hofkapelle bei Heinrich Schütz und später auch im Leipziger Thomanerchor singen. Von 1677 an war Schelle für 24 Jahre selbst Thomaskantor, bevor es sein Schüler Johann Kuhnau und schließlich Johann Sebastian Bach wurden. In der Zeit Schelles als Thomaskantor, wohl zwischen 1680 und 1690 fällt auch die Entstehung des „Actus-Musicus auf Weynachten“. Ein Oratorium, dass sich eng am Text der Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas orientiert….

weiter zum Text von Domradio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am 26.12. um  06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

2. Weihnachtstag

Für den 2. Weihnachtsfeiertag ist für die

Sendung Cantica“ kein Beitrag veröffentlicht !

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag um 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

 http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung, 25.12. um  11:00 Uhr

1. Weihnachtstag

Bach-Kantate

Aus dem Programm:

BWV 63 „Christen, ätzet diesen Tag“

Kantate zum 1. Weihnachtstag

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung, 26.12. um  11:00 Uhr

2. Weihnachtstag

Bach-Kantate

Aus dem Programm:

für den 2. Weihnachtstag ist keine Kantate vorgesehen !

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Videos mit Bach-Kantaten für den 1. Weihnachtstag

BWV 63 „Christen, ätzet diesen Tag

BWV 91 „Gelobet seist du, Jesu Christ

BWV 110 „Unser Mund sei voll Lachens

BWV 191 „Gloria in excelsis Deo

BWV 197a „Ehre sei Gott in der Höhe“ (Sätze 5-7)

BWV 248 Weihnachts-OratoriumKantate 1 „Jauchzet, frohlocket“

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Videos mit Bach-Kantaten für den 2. Weihnachtstag

BWV 40 „Darzu ist erschienen der Sohn Gottes

BWV 57 „Selig ist der Mann

BWV 121 „Christum wir sollen loben schon

BWV 248 Weihnachts-Oratorium, Kantate 2 „Und es waren Hirten in derselben Gegend“

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Videos mit Bach-Kantaten für den 3. Weihnachtstag

BWV 64Sehet, welch eine Liebe

BWV 133Ich freue mich in dir

BWV 151 „Süßer Trost, mein Jesus kömmt

BWV 248 Weihnachts-Oratorium, Kantate 3 „Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen“

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Videos für den 1. Weihnachtstag:

/ YouTube: BWV 63 

  „Christen, ätzet diesen Tag   (Interpret: Herrweghe)

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/ YouTube: BWV 91  –

 Gelobet seist du, Jesu Christ –  (Interpret: Herrweghe)

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/ YouTube: BWV 110  –

 „Unser Mund sei voll Lachens  (Interpret: Herrweghe)

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/ YouTube: 

 BWV 179, 191 & 113   

  „Gloria in excelsis Deo   (Interpret: S D G )

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/ YouTube: BWV 197a  –

 Ehre sei Gott in der Höhe –  (Interpret: Suzuki )

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/ YouTube: BWV 248  –

 „Weihnachts-Oratorium„, Kantate 1-3 „Jauchzet, frohlocket“(Interpret: Consort Amsterdam)

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Videos für den 2. Weihnachtstag: 

/ YouTube: BWV 40  –

 „Darzu ist erschienen der Sohn Gottes  (Interpret: Rilling )

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/ YouTube: BWV 57 –

  „Selig ist der Mann   (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV 121  –

 Christum wir sollen loben schon –  (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV 248  –

 „Weihnachts-Oratorium„, Kantate 2 „Und es waren Hirten  (Interpret: Consort Amsterdam )

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Videos für den 3. Weihnachtstag:

/ YouTube: BWV 64 –

 „Sehet, welch eine Liebe  (Interpret: Leusink )

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/ YouTube: BWV 133 –

  „Ich freue mich in dir   (Interpret: Ton Koopman)

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/ YouTube: BWV 151 –

Süßer Trost, mein Jesus kömmt“  (Interpret: N.N. )

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YouTube: BWV 248  –

 „Weihnachts-Oratorium„, Kantate 3 „Herrscher des Himmels(Interpret: Consort Amsterdam

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

BWV 191 „Gloria in excelsis Deo“

Kantaten für den 1. Weihnachts-Tag

Aufführungsort: Herderkirche, Weimar am 25.12.1999

Der Gesang der Engel bei Jesu Geburt umfasst im Wesentlichen den Text aus Lukas 2, 14 der lateinischen Weihnachtsmusik, die uns als

BWV 191 „Gloria in excelsis Deo“

überliefert ist. Der wahrscheinlichste Anlass zur Uraufführung dieser Kantate war ein besonderer Dankesgottesdienst, der am Weihnachtstag 1745 in der Leipziger Universitätskirche zur Feier des Dresdener Friedens stattfand. Der Zweite Schlesische Krieg war gerade beendet worden, die einzige Zeit in seinem Leben, dass Bach die Schrecken und Leiden eines Krieges aus erster Hand erlebte, als die preußischen Truppen im Herbst 1745 Leipzig besetzten und die Umgebung verwüsteten; drei Jahre später sprach er von der ‚Zeit […], da wir leider! die Preußische Invasion hatten’.

Dieser Gottesdienst, eingeschoben zwischen der Frühmette in der Thomaskirche und dem Nachmittagsgottesdienst in St. Nikolai, war eine der seltenen Gelegenheiten, bei der Mitglieder der zwei besten Kantoreien Bachs verfügbar waren und gemeinsam auftreten konnten. Es war eine Möglichkeit, sein Leipziger Publikum drei Sätze (Gloria – Domine Deus – Cum Sancto Spiritu) aus der wunderbaren fünfstimmigen, 1733 für den Dresdener Hof komponierten Missa (BWV 232i) hören zu lassen, nun rasch neu zusammengestellt und zu einem neuen Triptychon verdichtet. Während das Gloria praktisch unverändert geblieben ist, wurden die übrigen beiden Sätze adaptiert und mit neuen Texten ausgestattet, nicht ohne eine gewisse Schwerfälligkeit.

Gleichzeitig wurde höchstwahrscheinlich sein Sanctus von Weihnachten 1724 wieder aufgeführt. War diese Gelegenheit also der einzige Auslöser, der Bachs schöpferische Energie entzündete und zu gegebener Zeit zur Vollendung des Werkes führte, das wir als h-moll- Messe kennen? Der abschließende Lobgesang, Sicut erat in principio (ursprünglich Cum sancto), kommt mit einem gewaltigen Ruck in Gang, fast so wie eine Achterbahn, die sich zunächst täuschend langsam ein paar Zentimeter voranbewegt und dann plötzlich losrast. Das ist das Startsignal für eine Feier mit Tanz wie auch Gesang, der hämmernde Puls einer einzigen Note wandert zu den hohen Streichern, zu den Trompeten und schließlich zu den Holzbläsern und erweckt damit immer mehr den Eindruck vorwärts drängenden Überschwangs. 

© John Eliot Gardiner 2010

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für Advent:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner 

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Julian Clarkson – Bass

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CDs vom Label SDG  
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 Cover CDs SDG 174 Vol.18

CD – Cover SDG 174 Vol. 18 (1. Weihnachtstag)

Link:  CD eins – Inhalt

BWV  63 „Christen, ätzet diesen Tag“

BWV 191 „Gloria in excelsis Deo“

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Cover CDs SDG 113 Vol. 14

CD – Cover SDG 113 Vol. 14 (1. Weihnachtstag)

Link:  CD eins – Inhalt

BWV  91 „Gelobet seist du, Jesus Christ“

BWV 110 „Unser Mund sei voll Lachens“

Bach-Kantaten auf der gleichen CD für den 2. Weihnachtstag..!!

BWV 40 „Darzu ist erschienen der Sohn Gottes“

BWV 121 „Christum wir sollen loben schon“

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Cover CDs SDG 127 Vol. 15

CD – Cover SDG 127 Vol. 15 (2. Weihnachtstag)

 

Link:  CD eins – Inhalt

 

BWV  57 „Selig ist der Mann“

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bachfest-leipzig-20131

Bachfest Leipzig 2017 vom 09.06 – 18.06.2017 

“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION 

Das Bachfest 2017 steht unter dem Motto ““EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION

Martin Luther sah in „Frau Musica“ eine göttliche Kunst, da sie den Teufeln zuwider sei. Entsprechend stellte er die Musik in eine Reihe mit der Theologie, erhob das deutschsprachige geistliche Lied zu einem festen Bestandteil des reformatorischen Programms und hielt ließ es Eingang in den Gottesdienst finden. Häufig als „schöne newe Lieder“ betitelt, verbreitete sich das neue reformatorische Liedrepertoire rasant….

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2017 beginnt seit dem 14. Oktober 2016.

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Bachfest-Programm zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video vom Thomanerchor !

J.S. Bach – BWV 248 Weihnachtsoratorium – Kantaten 1-3 Thomanerchor.

Ausführende:

Johannette Zomer (Sopran) Bogna Bartosz (Alt)
Werner Güra (Tenor Evangelist Martin Petzold (Tenor) Arien
Klaus Häger (Bass)

Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Georg Christoph Biller

Aufnahme aus der Thomaskirche Leipzig

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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J.S. Bach Cantata BWV 191Gloria in Excelsis Deo

Die DVD (in Deutsch, keine Untertitel) eine Filmaufnahme der kompletten Kantate, die Reflexion Vortrag von dem Sprecher und einem Film-Porträt der JS Bach-Stiftung.

„Gloria in Excelsis Deo“ (Ehre sei Gott in der Höhe)
Kantate BWV 191 für den ersten Tag von Weihnachten für Sopran, Tenor, Vokalensemble, Trompeten I-III, Pauken, Flöte I + II, Oboe I + II, Fagott, Streicher und Continuo.

Solisten:

Gerlinde Sämann, Sopran; / Johannes Kaleschke, Tenor.

Leitung: Rudolf Lutz

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Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/en/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-191/

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Video – YouTube BWV 191 – 

J.S. Bach –  Kantate BWV 191 „Gloria in excelsis Deo“, aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen.

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Die J.S. Bach-Stiftung will ein umfassendes Bacherlebnis und ein besonderes Bachverständnis vermitteln. Vor dem Konzert findet für Interessierte eine 45-minütige musikalisch-theologische Werkeinführung statt. Heute kommen Sie in den Genuss der Werkeinführung zu BWV 110 „Unser Mund sei voll Lachens“ in voller Länge. Viel Vergnügen.

Video: BWV 110 «Unser Mund sei voll Lachens»
Workshop:

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Link:  mp3 – Download –

von der J.S. Bach-Stiftung – 

bei Amazon – mit Hörproben

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Link: Zur Bachstiftung

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

Link:   bei   j p c

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

Info: J. S. Bach – Kantate – BWV 57 „Selig ist der Mann…“ 

Selig ist der Mann (BWV 57) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1725 in Leipzig für den 2. Weihnachtstag, der auch der Stephanus-Tag ist, und führte sie am 26. Dezember 1725 erstmals auf.

Bach schrieb die Kantate 1725 in seinem dritten Kantatenzyklus für den 2. Weihnachtstag, der in diesem Jahr als Fest des Märtyrers Stephanus begangen wurde. Die vorgeschriebenen Lesungen waren Apg 6,8–7,22 LUT, Apg 7,51–59 LUT, die Steinigung des Stephanus, und Mt 23,34–39 LUT, die Klage über Jerusalem. 

Der Kantatendichter Georg Christian Lehms bezog alle Lesungen ein und erweiterte sie durch weitere biblische Bezüge. Der erste Satz beruht auf Jak 1,12 LUT, die darin erwähnte Krone heißt griechisch stephanos. Lehms schrieb den Text als Dialog zwischen „Jesus“ und „Anima“ (Seele). Er sah als Schlusschoral eine Strophe aus Johann Heermanns Gott Lob, die Stund ist kommen vor, doch Bach wählte stattdessen die 6. Strophe von Ahasverus Fritschs Hast du denn, Jesus, dein Angesicht gänzlich verborgen, genannt „Seelengespäch mit Christus“, um so den Dialog fortzusetzen.

Die Kantate ist kammermusikalisch besetzt mit zwei Solisten (Sopran und Bass), zwei Oboen, zwei Violinen, Viola und Basso continuo. Ein vierstimmiger Chor wird nur im Schlusschoral benötigt. Die Oboen spielen in den Rahmensätzen mit den Streichern.

Die Kantate ist kammermusikalisch besetzt mit zwei Solisten (Sopran und Bass), zwei Oboen, zwei Violinen, Viola und Basso continuo. Ein vierstimmiger Chor wird nur im Schlusschoral benötigt. Die Oboen spielen in den Rahmensätzen mit den Streichern.

  1. Aria (Bass): Selig ist der Mann
  2. Recitativo (Sopran): Ach! dieser süße Trost
  3. Aria (Sopran): Ich wünschte mir den Tod, den Tod
  4. Recitativo (Sopran, Bass): Ich reiche dir die Hand
  5. Aria (Bass): Ja, ja, ich kann die Feinde schlagen
  6. Recitativo (Sopran, Bass): In meinem Schoß liegt Ruh und Leben
  7. Aria (Sopran): Ich ende behende mein irdisches Leben
  8. Choral: Richte dich, Liebste, nach meinem Gefallen und gläube

Die Musik des Dialogs ist dramatischer als in den meisten Kirchenkantaten Bachs. Die meisten Rezitative sind secco und treiben die Handlung voran. In der ersten Arie dominieren über mehrere Takte ausgehaltene Töne zu den Worten selig und bewähret, die ewige Dauer veranschaulichen. Die zweite Arie gestaltet musikalisch eine als irreal verneinte Empfindung: die verzweifelte Sehnsucht der Seele nach dem Tod (nicht als Vollendung, sondern als Vernichtung), die ihr allein übrig bliebe ohne die (tatsächlich geschenkte) Liebe Jesu. Die gegensätzlichen Affekte zeichnet Bach durch eine aufwärts führende Linie, die in einem jähen Sprung um eine None abwärts endet, sowie durch eine Wendung in lichtes Dur bei der Zeile „wenn du, mein Jesu, mich nicht liebtest“.

Die dritte Arie zeigt Jesus als Sieger, durch Fanfaren in gebrochenen Dreiklängen. Die Figur der Solo-Violine in der letzten Arie kann gedeutet werden als das „stürmische Sichfallenlassen in die Arme Jesu“ (Alfred Dürr). Nachdem im zweiten Teil dieser Arie eine mystische Verbindung erreicht ist, „Mein Heiland, ich sterbe mit höchster Begier“, ist kein da capo möglich; die Aria endet mit der Frage „was schenkest du mir?“, die durch den Choral beantwortet wird.

Ensemble: ALL OF BACH 

CONDUCTOR AND ORGAN Fabio Bonizzoni

BASS Matthias Winckhler (Jesus)
SOPRANO Maria Keohane (Soul)
ALTO Barnabás Hegyi
TENOR Robert Buckland
VIOLIN 1 Shunske Sato, Pieter Affourtit, Anneke van Haaften
VIOLIN 2 Sayuri Yamagata, Paulien Kostense, Annelies van der Vegt
VIOLA Staas Swierstra, Jan Willem Vis
CELLO Lucia Swarts, Richte van der Meer
DOUBLE BASS Robert Franenberg
OBOE Martin Stadler, Peter Frankenberg, Yongcheon Shin
BASSOON Benny Aghassi
CHURCH ORGAN Leo van Doeselaar

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J.S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach: vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

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Info: J.S. Bach – Kantate BWV 14 „Wär Gott nicht mit uns diese Zeit (BWV 14)“

Wär Gott nicht mit uns diese Zeit (BWV 14) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Choralkantate in Leipzig für den 4. Sonntag nach Epiphanias auf das Kirchenlied von Martin Luther und führte sie am 30. Januar 1735 erstmals auf.

Bach schrieb die Choralkantate in Leipzig für den 4. Sonntag nach Epiphanias (Erscheinung des Herrn). In seinem ersten Jahr in Leipzig hatte er zu diesem Anlass Jesus schläft, was soll ich hoffen? komponiert. Im Jahr 1725, als er einen Jahreszyklus von Choralkantaten komponierte, gab es den Sonntag nicht, weil Ostern früh lag. 1735, kurz nach der ersten Aufführung seines Weihnachtsoratorium, füllte er diese Lücke. Für Christoph Wolff ist es offensichtlich, dass Bach seinen Zyklus von Choralkantaten 1735 wieder aufführte und zwischen Was mein Gott will, das g’scheh allzeit, BWV 111 für den dritten Sonntag nach Epiphanias und Ich hab in Gottes Herz und Sinn for Septuagesima eine neue Kantate benötigte.

Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren Röm 13,8–10 LUT, „So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung“, und Mt 8,23–27 LUT, die Sturmstillung. Der Kantatentext beruht auf dem gleichnamigen Kirchenlied in drei Strophen von Martin Luther, einer Umdichtung von Psalm 124, veröffentlicht 1524 in Johann Walters Eyn geystlich Gesangk Buchleyn.

Laut John Eliot Gardiner wurde das Lied in Leipzig regelmäßig an diesem Sonntag gesungen. Der Text der ersten und der letzten Strophe wurde für die Kantate im Wortlaut beibehalten, ein unbekannter Librettist dichtete die mittlere Strophe zu einer Folge von Arie, Rezitativ und Arie um, Wolff benennt Andreas Stübel als möglichen Dichter.

Das Thema des Liedes bezieht sich allgemein auf das Evangelium: Unser Leben ist auf Gottes Hilfe angewiesen und ohne ihn verloren. Eine weitere Verbindung ist durch die Bilder von überflutendem Wasser im Psalm gegeben, den Luther umgedichtet hat. Der Kantatendichter entwickelte daraus „Es hätt uns ihre Wut wie eine wilde Flut und als beschäumte Wasser überschwemmet“.
Bach führte die Kantate am 30. Januar 1735 erstmals auf. Sie ist eine seiner spätesten erhaltenen Kirchenkantaten.

Die Kantate ist besetzt mit drei Solisten, Sopran, Tenor und Bass, vierstimmigem Chor, Corno da caccia, zwei Oboen, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.

1. Coro: Wär Gott nicht mit uns diese Zeit
2. Aria (Sopran): Unsre Stärke heißt zu schwach
3. Recitativo (Tenor): Ja, hätt es Gott nur zugegeben
4. Aria (Bass): Gott, bei deinem starken Schützen
5. Choral: Gott Lob und Dank, der nicht zugab

Der Choral wird auf die Melodie von „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“ gesungen. Diesem Lied hatte Bach ebenfalls eine Choralkantate gewidmet, „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“, BWV 178. Der Eingangschor ist eine ungewöhnliche Komposition, die nicht den Schema von Ritornellen folgt, in die der Sopran den cantus firmus in langen Noten singt. In einer Satzweise, die an Motetten erinnert, spielen die Streicher colla parte mit den Stimmen, jede Zeile des Chorals wird durch eine vierstimmige Gegenfuge vorbereitet. Die Choralmelodie wird nicht gesungen, sondern von den Bläsern in langen Noten vorgetragen. Dadurch entsteht ein fünfstimmiger Satz, der in Bachs Kantatenschaffen einzigartig ist. Das einzige andere Stück von ähnlicher Komplexität, ebenfalls mit instrumentalem cantus firmus, ist der Eingangschor von „Ein feste Burg ist unser Gott“ BWV 80, der jedoch keine Gegenfuge enthält.

In der ersten Arie wird der Sopran begleitet von den Streichern und dem Horn, das den Textkontrast „stark“ und „schwach“ zusammen mit der Singstimme unterstreicht. Gardiner bemerkt, dass das Horn in seinem höchsten Register spielt, im Autograph als „Corne. par force and tromba“ bezeichnet. Im zentralen Rezitativ werden die flutenden Wasser durch schnelle Passagen im continuo auf Worte wie „Wut“, „Flut“ und „überschwemmet“ illustriert. Ähnliche Wortmalerei malt im Mittelteil der Bass-Arie die Wellen in Oktavsprüngen und „abwärtsschießenden Läufen“, wie Alfred Dürr es beschreibt. Der Schlusschoral ist ein vierstimmiger Satz mit belebten Unterstimmen, der Ähnlichkeit mit den Chorälen des kurz zuvor aufgeführten Weihnachts-Oratoriums hat. Wolff betont die reife Kompositionstechnik in Bachs späten Kirchenkantaten, in die seine Erfahrungen der Jahre 1723 bis 1729 eingegangen ist.

Ausführende:
Fanie Antonelou (Sopran)
Nils Giebelhausen (Tenor)
Jens Hamann (Bass)
Konzertmeisterin: Isabelle Farr

Leitung: Kay Johannsen

Aufführung im Rahmen des Zyklus Bach:vokal, Stiftskirche Stuttgart, 24.1.2013. Weitere Infos: http://www.bach-vokal.de,    /    http://www.stiftsmusik-stuttgart.de

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Ich wünsche allen Besuchern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

„I wish all visitors a Merry Christmas!

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Herzliche Weihnachtsgrüße

Volker

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ALL OF BACH veröffentlichte am 23.12.2016 von J.S. Bach das BWV 700 – Orgelchoral „Vom Himmel hoch“


ALL OF BACH veröffentlichte am 23.12.2016 von J.S. Bach das BWV 700 –

Orgelchoral „Vom Himmel hoch, da komm ich her“

Info: BWV 700 „Vom Himmel hoch, da komm ich her

„Vom Himmel hoch, da komm ich her“ ist ein hymnischer Text über die Geburt Christi, geschrieben von Martin Luther im Jahre 1534. Die Hymne wird am häufigsten zu einer Melodie gesungen, die zuerst erschien 1539 und wurde wahrscheinlich auch von Luther komponiert. Diese Version wurde ein klassisches Weihnachtslied, und viele Komponisten benutzten es in ihren Kompositionen.

In einem nicht von zeitgenössischen Quellen bestätigten Konto hätte Martin Luther 1534 „Vom Himmel hoch“ für die Weihnachtsfeier im Familienkreis geschrieben. Es ist nicht sicher, aber wahrscheinlich, dass Luther an eine szenische Darstellung gedacht hat. Der Text der Hymne wurde zuerst im Jahre 1535 veröffentlicht, die Melodie am häufigsten mit ihm im Jahre 1539 verbunden.

„Vom Himmel hoch“ erschien als Hymne mit 15 Strophen aus vier Zeilen im „Wittenberger Hymnal“ von 1535 unter dem Titel „Ein Kinderlied auf der Geburt Christi“. In dieser Veröffentlichung wurde der Text an die Melodie des damals wohlbekannten weltlichen Liedes „Ich komm aus frembden Landen her“ gekoppelt. Es war Luthers einziges contrafactum, das eine Melodie einer weltlichen Komposition für einen religiösen Text wiederverwendete.

Eine weitere frühe Veröffentlichung, die die 1539-Version der Luther-Hymne enthält, ist das Magdeburger Gesangbuch von Lotther aus dem Jahre 1540. Die 1539-Melodie wurde in verschiedenen Kompositionen verwendet, in Gesangskompositionen, die oft an Luthers Hymnentext gekoppelt sind. „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ wurde zu einem der beliebtesten Weihnachtslieder in Deutschland.

In den 1560er Jahren verbreitete sich die Hymne auf die Niederlande und die Britischen Inseln. „Vom Himmel auf Erden I Come“ wurde 1855 von Catherine Winkworth herausgegeben. Die schwedischsprachige Version („Av himlens höjd oss kommet är“) wurde zu einer der am häufigsten gesungenen lutherischen Hymnen Schweden und Finnland.

Nicht alle Einstellungen von Luthers Hymnentext nach seiner Veröffentlichung der 1539-Melodie beziehen sich auf diese Melodie: zum Beispiel Sethos Calvisius ‚frühe siebzehnten Jahrhundert-Motette vom Himmel hoch, da komm ich sie für den SSATTB-Chor leiht einige Motive aus dem „Ich kumm aus frembden Landen Ihre „Melodie, enthält aber nicht die 1539 Melodie. Die schottische Übersetzung, die im sechzehnten Jahrhundert Gude und Godlie Ballatis enthielt, wurde auf der Melodie eines Wiegenliedes (Balulalow) gesungen.

Aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erschien die Melodie in Orgelkompositionen, zB von Johannes Eccard, Adam Gumpelzhaimer, Hans Leo Hassler, Michael Praetorius, Samuel Scheidt (Görlitzer Tabulaturbuch, 1650) und Heinrich Scheidemann. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gehören vierstimmige Choralvereinbarungen von Jacob Praetorius, Hassler und Calvisius. Zu den späteren Orgelkompositionen gehören die von Johann Pachelbel (Choralvorspiele, eins davon gedruckt in seinen Erster Theil etlichen Chorälen um 1693) und Georg Böhm (Choralvorspiel zum Thema „Vom Himmel hoch, da komm ich her“).

Johann Hermann Schein machte für drei Stimmen und Kontinuum eine Einstellung von „Vom Himmel hoch da komm ich her“, die unveränderte 1539 Melodie an die Tenorstimme. Sebastian Knüpfer schrieb eine Kantate für sechs Vokalsolisten, Chor und Orchester. Johann Christoph Bach setzt in seiner Motette „Vom Himmel hoch“ sechs Strophen auf, mein Herz und sieh dorthin, BWV Anh. 163. Auch Johann Mattheson schloß „Vom Himmel hoch“ in seinem Weihnachtsoratorium Die heilsame Geburt und Menschwerdung untern Herrn und Heilandes Jesu Christi (1715).

Johann Sebastian Bach stellte die erste Strophe von „Vom Himmel hoch“ als eines von vier Lobeshymnen der Weihnachts-1723-Version seines Magnificat. Er benutzte auch die Melodie dreimal in seinem Weihnachtsoratorium (1734). Der Choral „Ach, mein herzliebes Jesulein“ der die Strophe 13 der Luther-Hymne nutzt, schließt Teil I des Oratoriums.

J.S. Bach schrieb Orgel-Choralvorspiele basierend auf „Vom Himmel hoch“, vor allem BWV 606 in seinem Orgelbüchlein, BWV 700, 701, 738 und 738a. 1747 nutzte er das Choralthema für seine kanonischen Variationen über „Vom Himmel hoch da komm ‚ich her“ (BWV 769).


all-of-bach-bwv-700

Zum Anhören in das Foto oder in diesen Text klicken!


RELEASE DATE 9 December 2016
RECORDING DATE 2 October 2015
LOCATION Bovenkerk, Kampen
ORGANIST Elske te Lindert
ORGAN Hinsz organ

Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest !

Herzliche Weihnachtsgrüße

sommerk

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Das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach – BWV 248 in der Münsterkirche, Herford


Weihnachtsoratorium im Herforder Münster

Unter Leitung von Münsterkantor Stefan Kagl erklangen vier Kantaten aus Johann Sebastian Bachs populärem Werk

Unter der Leitung von Stefan Kagl führen Münsterchor, Kinderchöre am Münster, Solisten und das Orchester "La "Réjouissance" Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium auf. - Foto: © Ralf Bittner

Unter der Leitung von Stefan Kagl führen Münsterchor, Kinderchöre am Münster, Solisten und das Orchester „La „Réjouissance“ Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium auf. – Foto: © Ralf Bittner

Herford. „Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage“ jubelten Münsterchor, Kinder- und Jugendchor, begleitet von Pauken und Trompeten des Orchesters „La Réjouissance“ im Münster.

Mit dem mächtigen, jubilierenden Choral beginnt Johann Sebastian Bachs 1734/35 uraufgeführtes Weihnachtsoratorium. In der 1. Kantate wird die Geburt des Jesuskindes gefeiert, dementsprechend war sie ursprünglich zur Aufführung am 1. Weihnachtstag gedacht. Die fünf weiteren Kantaten sollten an Festtagen in der Zeit bis bis zum Epiphaniasfest, dem Dreikönigsfest am 6. Januar, aufgeführt werden. Obwohl das Oratorium die Zeit von Jesu bis zum Besuch der drei Weisen aus dem Morgenland behandelt, hat Bachs populäres Werk bis heute seinen festen Platz in der Adventszeit.

Mehr als 500 Zuhörer im Münster stimmten sich mit dem von Münsterkantor Stefan Kagl geleiteten Konzert am Sonntag auf ihr Weihnachtsfest ein. Auf dem Programm standen…..

weiter zum ganzen Artikel der NW

J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den „4. Advent“


Aufführung vom Weihnachtsoratorium, BWV 248 im Dezember 2016 in der Thomaskirche in Leipzig. Die Konzerte sind ausverkauft!

Aufführungen „Weihnachtsoratorium“ – BWV 248 im Dezember 2016 in der Thomaskirche in Leipzig. Die Konzerte sind ausverkauft!

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 18.12.2016 begehen wir den 4. Advent

Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab. Vier Sonntage im Advent gibt es für die römische Kirche, deren Praxis die Reformation übernommen hat, seit etwa 600, der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den „Geburtstag“ Jesu Christi.

In den Evangelienlesungen nach Lukas, die am 4. Sonntag im Advent vorgesehen sind, steht Maria im Vordergrund. Das Magnifikat sowie der Besuch des Engels, dessen Verkündigung sie sich unterwirft, werden allerdings von einer weiteren Erzählung über Johannes, den Täufer, aus dem Johannes-Evangelium ergänzt. Alttestamentliche und Epistellesung verkünden von der Freude, die wir schon haben, weil uns das Kommen des Herrn verkündet ist, der Frieden in diese Welt bringt.

Am 4. Advent erfüllt sich unser Herz mit Freude, denn das Fest der Geburt des Herrn ist nahe. Wir hören den Lobgesang Marias, der Mutter Jesu, und preisen mit ihr die Größe des Herrn, denn mit Jesus Christus sind alle Verheißungen, die seinem Volk Israel und uns zugesprochen sind, bestätigt. Durch ihn wissen wir, dass auch die Verheißungen, die noch nicht erfüllt sind, zur Vollendung kommen werden.

In Leipzig entfällt das „Gloria in excelsis“.

Wochenspruch: 

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe! (Phil 4, 4-5)

Wochenlied: 

“Nun jauchzet, all ihr Frommen“ (EG 9)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftlebe

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Videos mit Bach-Kantaten für den 2. – 4. Advent
 
Da zur Adventszeit nur ein begrenzte Auswahl an Bach-Kantaten vorliegt habe ich
neue YouTube-Videos von anderen Interpreten hinzugefügt und wünsche viel Vergnügen..!!
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BWV  61  –  Nun komm, der Heiden Heiland

BWV  70  –  Wachet! betet! betet! wachet

BWV  132  –  Bereitet die Wege, bereitet die Bahn

BWV 186a  –  Ärgre dich, o Seele, nicht“

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik – Sonntag:  07:05 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate   ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 132 „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“ 

Gerlinde Sämann (Sopran) Petra Noskaiová (Alt)

Christoph Genz (Tenor) Jan van der Crabben (Bass)

La Petite Bande

Leitung: Sigiswald Kuijken

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 132 Bereitet die Wege, bereitet die Bahn

Kantate zum 4. Advent für Soli, Chor und Bläser, Streicher und Basso continuo;

Eva Oltiványi, Sopran; Markus Forster, Altus;

Julius Pfeifer, Tenor; Wolf Matthias Friedrich, Bass;

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen,

Leitung: Rudolf Lutz

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm

Etwa ab  07:05 Uhr:

Johann Sebastian Bach

BWV 132 Bereitet die Wege, bereitet die Bahn

Kantate zum 4. Advent für Soli, Chor und Bläser, Streicher und Basso continuo;

Eva Oltiványi, Sopran; Markus Forster, Altus;

Julius Pfeifer, Tenor; Wolf Matthias Friedrich, Bass;

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen,

Leitung: Rudolf Lutz

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszug aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate 

BWV 132 Bereitet die Wege, bereitet die Bahn

Kantate zum 4. Advent für Soli, Chor und Bläser, Streicher und Basso continuo;

Eva Oltiványi, Sopran; Markus Forster, Altus;

Julius Pfeifer, Tenor; Wolf Matthias Friedrich, Bass;

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen,

Leitung: Rudolf Lutz

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:11 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 132 „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“ 

Gerlinde Sämann (Sopran) Petra Noskaiová (Alt)

Christoph Genz (Tenor) Jan van der Crabben (Bass)

La Petite Bande

Leitung: Sigiswald Kuijken

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RBB-Kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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RBB-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 132Bereitet die Wege, bereitet die Bahn

Kantate am 4. Advent

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-figaro–100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszüge aus dem Programm:

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 132 „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“

Yeree Suh, Sopran; / Julia Kirchner, Alt;

Albrecht Sack, Tenor; / Gun Wook Lee, Bass

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

http://www.br.de/radio/br-klassik/programmkalender/br-klassik120.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:35 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 147 „Herz und Mund und Tat und Leben

Judith Spiesser, Sopran; Annekathrin Laabs, Alt;

Robert Sellier, Tenor; Timo Janzen, Bass;

Arcis-Vocalisten; / L’arpa festante:

Leitung: Thomas Gropper

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 132 Bereitet die Wege, bereitet die Bahn

Kantate zum 4. Advent für Soli, Chor und Bläser, Streicher und Basso continuo;

Eva Oltiványi, Sopran; Markus Forster, Altus;

Julius Pfeifer, Tenor; Wolf Matthias Friedrich, Bass;

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen,

Leitung: Rudolf Lutz

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)

„Psalm 95 Lasst uns anbeten“

Der alttestamentliche Psalm 95 fordert den Menschen auf, niederzuknieen und Gott anzubeten. Damit nimmt der Text das Bild von das Jesuskind anbetenden Hirten an der Krippe von Bethlehem vorweg.

Felix Mendelssohn Bartholdy vertonte Psalm 95 im Jahr 1838. Im christlichen Verständnis kündigen die Texte des Alten Testaments das Kommen von Jesus Christus als Messias und Sohn Gottes an – daher passt der Text von Psalm 95 auch gut in die Weihnachtszeit.
Die Bibel erzählt im Lukasevangelium, wie die Hirten auf dem Feld von einem Engel die Nachricht erhalten, dass im Stall von Bethlehem der Messias geboren worden ist. Sie kommen zur Krippe und loben Gott, dass alles so eingetroffen ist, wie es der Engel ihnen gesagt hat. Psalm 95 thematisiert das segensreiche Handeln Gottes an den Menschen. Deswegen fordert der Text alle auf, dem Herrn zu frohlocken, wie es heißt. 

Wie kaum ein zweiter Komponist im 19. Jahrhundert vertonte Felix Mendelssohn Bartholdy farbenfroh, klangreich und originell die alttestamentlichen Psalmen. Mal eher schlicht für Chor ohne Begleitung, dann wieder groß angelegt für Gesangssolisten, Chor und Sinfonieorchester. 5 dieser großen Psalmenvertonungen komponierte Mendelssohn Bartholdy in der Zeit von 1830 bis 1843…….

weiter zum Text von Domradio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

 http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate

Aus dem Programm:

BWV 132 ‚Bereitet die Wege, bereitet die Bahn‘.

Kantate zum 4. Advent für Soli, Chor und Orchester,

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Videos mit Bach-Kantaten für den 2. – 4. Advent
 

BWV  61  –  Nun komm, der Heiden Heiland

BWV  70  –  Wachet! betet! betet! wachet

BWV  132  –  Bereitet die Wege, bereitet die Bahn

BWV 186a  –  Ärgre dich, o Seele, nicht“

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/ YouTube: BWV 61  –

 “Nun komm, der Heiden Heiland”  –  (Interpret: S D G – Gardiner)

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/ YouTube: BWV 70 – Wachet! betet! betet! wachet! (Interpret: Renato Negr)

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/ YouTube: BWV 132 Bereitet die Wege, bereitet die Bahn(Interpret: Koopman )

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Außerhalb des liturgischen Kalenders !

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/ YouTube: BWV 110 Unser Mund sei voll Lachens(Interpret: Herreweghe )

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/ YouTube: BWV 147  – Herz und Mund und Tat und Leben –  (Interpret: S D G )

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/ YouTube: *) BWV 243  –

 Magnificat –  (Interpret: (ALL OF BACH)

*) Außerhalb der Reihe: Adventskantaten

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/ YouTube: BWV 132

  „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“   (Interpret: Karl Richter)

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/ YouTube: BWV 167  –

*)Ihr Menschen rühmet Gottes Liebe  (Interpret: S D G )

*) Außerhalb der Reihe: Adventskantaten

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Johann Jeremias du Grain (ca. 1700 , gest. 14 Januar 1756 in Danzig )

war ein deutscher Komponist von französischer Herkunft – (Hugenotte), der in Elbing und Danzig arbeitete.

Es war wahrscheinlich ein Nachkomme von Französischen Hugenotten . Seine Arbeit stellt den Stil des späten Barock . Musik studierte er in Hamburg bei Georg Philipp Telemann. Nach Abschluss des Musikstudiums war er in Elblag tätig , wo in 1731 er mit einer Bürgerin von Danzig in eine Ehe eingegangen ist. 1737 hatte er die Gelegenheit , persönlich Georg Friedrich Händel zu treffen, der eine Kantate für den 500. Jahrestag der Stadt schrieb. Du Grain fertigte vom Meister die Kantate und sie blieb unvollendet. In 1739 ging er nach Danzig, wo er keine feste Anstellung finden konnte, entschied er sich, öffentliche Konzerte mit der Band Instrumentalisten, Chor und Solisten zu führen, die das Musikleben der Stadt bereicherte. Einer der ersten solchen Konzert wurde am 23. Februar 1740 an der ul. Dike III – gegeben, du Grain erschien hier als Komponist und präsentierte seine Kantate „Der Winter“. Diese Arbeit ist verschollen.

Concerts du Korn in Danzig waren sehr populär. Er hat als Komponist, Cembalist ausgeführt und Kapellmeister (durchgeführt, nicht nur ihre eigenen Werke, sondern auch Werke von Händel und Telemann). Im Februar 1747 wurde du Grain Organist an der calvinistischen St. Elisabeth Kirche in Danzig.

Er starb als Musiker in Anwesenheit des Publikums während eines Konzertes, das am 14. Januar 1756 im Hotel Dom Englisch in Danzig gegeben wurde.

  • Johann Jeremias du Grain war in Hamburg Schüler von Georg Ph. Telemann und wird im Juni 1730 dort bei den großen Kantatenaufführungen Telemanns anläßlich der 200-Jahrfeier der Augsburger Konfession als Gesangsolist genannt. Seit 1732 ist er in Elbing tätig. 1737-39 steht er dem Kantor der Marienkirche in Elbing zur Seite und ist als Komponist dort hochgeschätzt. Er führt Kirchenkantaten von Telemann und Werke von Händel auf.
  • 1739 wird er Organist an der Sankt Elisabeth-Kirche in Danzig. Seit 1740 begründet er dort durch eine Reihe von Aufführungen nach Telemanns Vorbild „mit einem ganz vollständigen collegio musico“ das öffentliche Musikleben in Ost- und Westpreußen und ist dort selbst durch sein „großes Spiel“ bekannt. Seine letzte Lebenszeit ist in Dunkel gehüllt. Er ist es wohl, den der junge Johann Friedrich Reichardt in Königsberg als genial „phantasierenden und fugierenden“ Musiker und selbstbewußten Sonderling erlebt. Als Komponist von innerer Größe und schlichter|Einfalt auf dem Gebiet der neuen Kirchenkantate bahnt er den Übergang der Oratorien und Passionen aus der Kirche in den Konzertsaal an und pflegt die Form des „Dramma per musica“ als einer Art opernhafter dialogischer weltlicher Kantate.
  • Werke

    (hs.) Matthäuspassion, 1737, Trauermusik, 1738, zahlr. große Kirchen- u. Festkantaten (Verz. b. O. Günther, s. L), u. a. „Herzlich lieb hab ich dich, o Herr“, „Cantata am 1. Weihnachtsfeiertage: Willkommen Erlöser“; weltliche Kantaten: Dramma per musica „Hermann v. Balcke“ (e. Eintragung im gedr. Textbuch [Stadtbibl. Elbing] zufolge komponierte D. d. Rezitative u. einige Arien, weitere Arien wurden aus Händel-Opern übernommen; Nachrr. üb. Aufführung u. Partitur fehlen); Dramma per musica „Der Winter“ (1740, Text nach H. Brockes‘ „Irdischem Vergnügen in Gott“); Concerto f. Cembalo mit Orchester.

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Video:  Johann Jeremias du Grain (ca.1700 – 14 January 1754)

Work: Christmas Cantata„Willkommen, Erlöser der Erden“

Chor Vivace
Recitative
Aria Allegro
Recitative
Chor da capo

Ausführende:

Soprano: Ingrida Gapova
Alto: Jan Medrala
Tenor: Krzysztof Kozarek
Basso: Szymon Kobylinski

Orchestra: Goldberg Baroque Ensemble

Conductor: Andrzej Mikolaj Szadejko

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

zum BWV 147 „Herz und Mund und Tat und Leben“

Kantaten für den 2. – 4. Advent 

Aufführungsort: Michaeliskirche, Lüneburg am 10.12.2000

Die bekannteste Kantate Bachs, die auf eine frühere, in Weimar entstandene Version zurückgeht, ist

BWV 147 „Herz und Mund und Tat und Leben.“

Salomo Francks Lyrik, sein Vermögen, ein Thema theologisch auf den Punkt zu bringen, und seine Neigung, einzelne Wörter herauszuarbeiten (vier allein im Eingangschor), kommen hier besonders schön zur Geltung. Der Erweiterung eines sechssätzigen Originals für den Vierten Adventssonntag (BWV 147a) zu einem zehnsätzigen Werk für das Fest Mariä Heimsuchung (2. Juli 1723) fällt in erster Linie Francks knappe, durch die strenge Abfolge ihrer vier Arien erreichte Darlegung der Adventsbotschaft zum Opfer: Reue, Glauben, Vorbereitung und Umkehr. In der neuen Version sind die Arien zwar noch vorhanden, aber in eine neue Reihenfolge gestellt, und die Bass-Arie (Nr. 9) hat einen völlig neuen Text (nicht von Franck). Andererseits gewinnt die Leipziger Fassung an Fülle und Vielfalt durch den Zusatz dreier verbindender Rezitative, das eine von Streichern begleitet (Nr. 2), das andere secco, das jedoch unvermittelt in ein dramatisches Arioso übergeht (Nr. 4) und in Stimmung und Technik an die erste Kantate, BWV 70, erinnert, und das dritte schließlich mit doppelten Oboen da caccia (Nr. 8), das bereits auf die beiden großen Passionsvertonungen verweist. Am reizvollsten jedoch sind die beiden hinzugefügten, musikalisch identischen und im Charakter pastoralen Choräle, die beide Teile der Kantate beschließen (Nr. 6 & 10). Bei einer Musik von so einschmeichelnder Schönheit und offenkundiger Natürlichkeit lässt sich leicht übersehen, dass das Melos des gefeierten achttaktigen Ritornells – genau das Flechtwerk, mit dem Bach die schlichte Choralmelodie (‚Werde munter, mein Gemüte’ von Johann Schop) umgibt – direkt aus dem Wurzelstock wächst, den es schmückt.

Durch die Aufforderung an die Christen, ‚von Christo Zeugnis [zu] geben’, wie es Johannes der Täufer zur Vorbereitung der Ankunft Jesu getan hatte, erwies Franck Bach mit dem Text zu seinem Eingangschoral keinen Gefallen – und doch, was hat Bach aus ihm gemacht! Mehr noch als im Anfangschoral von BWV 70, das ursprünglich zwei Wochen früher aufgeführt worden war (BWV 70a), findet er Mittel und Wege, das Alte mit dem Neuen zur Einheit zu verbinden: ein Mosaik zu schaffen aus (a) rein instrumentalen Ritornellen, die wiederum das Material hervorbringen für (b) höchst aktuelle Fugenexpositionen (Stimmen mit verdoppelnden Instrumenten), (c) wunderbar geschmeidige Vokalepisoden (voller Gegenrhythmen, die sich über die Taktstriche spreizen), nur mit dem Continuo zur Unterstützung des Chors im älteren Motettenstil (teils homophon, teils responsorisch), den er sich seit seinen ersten Kantatenkompositionen erschlossen hatte, und (d) weitere Ritornelle, jetzt um Stimmen erweitert, die paarweise auftreten. Letzteres Merkmal ist nur eines in einer Reihe kleiner duettierender Austausche, die im ersten Takt beginnen (zwischen Trompete und Fagott) und sich hin und her durch das ganze Farbspektrum seines Vokal- und Instrumentalensembles bewegen. Er hat sogar Zeit, in dieses straffe Gefüge ein Doppelecho (f– p–pp) einzubauen.

Die erste Arie, in ihrer Wirkung ein Trio für Alt, Oboe d’amore und Continuo (Nr. 3), ist ein Appell an den Gläubigen, sich nicht zu schämen, seinen ‚Heiland zu bekennen’. Es entspräche durchaus ihrem Charakter wie auch ihrem Ausdruck, wenn Bach die Idee zu ihrem unregelmäßigen Rhythmus durch die kühnen hemiolischen Verweise auf ‚Furcht und Heuchelei’ gekommen wäre, die er in seinen Eingangschor gesetzt hat. Ein weiteres Trio, diesmal für Sopran, Violine und Continuo (Nr. 5), fordert wieder auf, den Weg zu bereiten, doch nicht mit solch markerschütternder Kraft wie in der Anfangsarie von BWV 132, die er für den gleichen Sonntag im Jahr zuvor komponiert hatte. Die Arabesken der Violine entwickeln sich hier als Reaktion auf das Kopfmotiv, genauso wie es in der Alt-Arie dieser Kantate (BWV 132, Nr. 5) geschehen war, von der Freude der Sopranstimme angesteckt, die Jesus auffordert, der ‚Bahn’ zu folgen und ‚die gläubende Seele zu erwählen’. Mit einem weiteren der für Franck charakteristischen Mottos, ‚Hilf, Jesu, hilf’, eröffnet die Tenor-Arie (Nr. 7) nun den zweiten Teil der Kantate, mit Continuo-Begleitung aus Cello und Violone und auf ungewöhnliche Weise durch Trillerketten der Orgel verziert. Doch die eindrucksvollste der vier Arien ist die letzte (Nr. 9), für Bass und mit dem gleichen, von der Trompete dominierten großen Orchester, das bereits im Kopfsatz verwendet wurde. Es wäre ein Leichtes, den feurigen concertante-Satz als Bachs Reaktion auf Jesu Fähigkeit zu bewerten, ‚den ird’schen Mund durch heil’ges Feuer kräftig [zu] bezwingen’, bis uns einfällt, dass die Arie ursprünglich einen völlig anderen Text (von Franck) verwendet hatte, der auf die Stimme Johannes’ des Täufers verweist, die dabei helfen soll, ‚von Finsternis und Dunkelheit zum wahren Lichte mich [zu] bekehren’.

Wir gaben unsere beiden Konzerte in der stimmungsvollen, bis auf den letzten Platz besetzten Michaeliskirche, wo Bach, mit fünfzehn Jahren, als Mitglied des kleinen Mettenchors sang. Wir benutzten den alten Chorraum als Garderobe, betraten dieselben Bretter, die Bach betreten hatte, als er seine Chorproben hatte. Die Kirche, deren Grundstein 1376 gelegt wurde, steht an der Abbruchkante eines Salzstocks auf unsicherem Gelände, wo sich immer noch die Erde senkt; die mächtigen Rundpfeiler sind bereits erheblich aus dem Lot geraten. Lübeck hatte im Mittelalter das Monopol als Salzlieferant im norddeutschen Raum und wurde früh Mitglied der Hanse. Mit dem Niedergang der Hanse entwickelte sich die Stadt kaum weiter, so dass sich das historische Stadtbild, mit dem alten Rathaus, bis heute erhalten hat. Seit 1990 führt Lüneburg den Beinamen Hansestadt wieder offiziell zum Stadtnamen. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für Advent:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Hildburg Williams Violine 

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CDs vom Label SDG  
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Cover SDG 162 Vol. 13

CD – Cover SDG 162 Vol. 13

Link:  CD zwei – Inhalt

BWV  70 „Wachet! betet! betet“ wachet!“

BWV 132 „Bereitet die Weg, bereitet die Bahn!“

BWV 147 „Herz und Mund und Tat und Leben“

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2017 vom 09.06 – 18.06.2017 

“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION 

Das Bachfest 2017 steht unter dem Motto ““EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION

Martin Luther sah in „Frau Musica“ eine göttliche Kunst, da sie den Teufeln zuwider sei. Entsprechend stellte er die Musik in eine Reihe mit der Theologie, erhob das deutschsprachige geistliche Lied zu einem festen Bestandteil des reformatorischen Programms und hielt ließ es Eingang in den Gottesdienst finden. Häufig als „schöne newe Lieder“ betitelt, verbreitete sich das neue reformatorische Liedrepertoire rasant….

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2017 beginnt seit dem 14. Oktober 2016.

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Bachfest-Programm zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video vom Thomanerchor !

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

♪ Christmas Cantata BWV 110, „Unser Mund sei voll Lachens“
(Leipzig, 1725)

i. Chorus: Unser Mund sei voll Lachens
ii. Aria (tenor): Ihr Gedanken und ihr Sinnen
iii. Recitative (bass): Dir, Herr, ist niemand gleich
iv. Aria (alto): Ach Herr! was ist ein Menschenkind
v. Duet (soprano, alto): Ehre sei Gott in der Höhe
vi. Aria (bass): Wacht auf, ihr Adern und ihr Glieder
vii. Chorale: Alleluja! Gelobt sei Gott

Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester
Georg Christoph Biller

Rondeau Production 2011

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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J.S. Bach BWV 132 „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!“

Dritter Satz (aria, basso) aus der Kantate BWV 132 „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!“), aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen. Als Solist wirkt Wolf Matthias Friedrich (Bass)

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J.S. Bach Cantata BWV 191

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

“Gloria in excelsis Deo“

Kantate BWV 191 zum 1. Weihnachtstag für Sopran und Tenor, Vokalensemble, Trompeten I–III, Pauken, Flauto traverso I+II, Oboe I+II, Fagott, Streicher und Continuo

Solisten:

Gerlinde Sämann, Sopran; / Johannes Kaleschke, Tenor

Leitung: Rudolf Lutz

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link:  http://www.bachstiftung.ch/shop/gloria-in-excelsis-deo-bwv-191-dvd.html

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Video – YouTube BWV 191 – 

“Gloria in excelsis Deo”

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Link:  mp3 – Download –

von der J.S. Bach-Stiftung –

bei Amazon – mit Hörproben

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Link: Zur Bachstiftung

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

Link:   bei   j p c

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

Neu: ALL OF BACH vom 18.12.2015 

Info: J. S. Bach – Orgelwerk – BWV 572 „Fantadie in G-Dur“ Piece d`Orgue

J.S. Bachs in Weimar wirkender, entfernter Vetter Johann Gottfried Walther (1648-1748), der die Piece d’Orgue in G-Dur in einer um 1712 entstandenen Abschrift im Frühstadium überliefert hat, definiert in seinem bekannten Musiklexikon von 1732 den in der deutschen Barockmusik selten verwendeten Formbegriff “Pièce” so: “Pièce…wird hauptsächlich von Instrumentalsachen gebraucht, deren etliche als Teile ein ganzes Stück zusammen konstituieren”. Das Werk ist – ähnlich wie das darum unter gleichem Titel “Pièce d’Orgue” überlieferte Präludium in D-Dur (BWV 532) – aus drei stark kontrastierenden, aber eng aufeinander bezogenen Teilen geformt. Aus den späten 1720er Jahren (Leipzig) stammt die früheste Abschrift der endgültigen Fassung, in der vor allem Teil 1 weiterentwickelt worden ist. Erst längere Zeit nach Bachs Tod entstandene Quellen bieten den Titel “Fantasie”, teilweise auch “Präludium”. Der geläufigere Titel für das Werk ist durch entsprechend betitelte Veröffentlichungen dennoch jener der “G-Dur-Fantasie” geworden.

Das Stück zählt zu den allerbekanntesten und meistgespielten Orgelwerken Bachs. Dadurch gerät manchmal das Bewußtsein dafür in Gefahr, daß wir es mit einer der schönsten, originellsten und wirkungsvollsten Schöpfungen des Meisters für die Orgel zu tun haben, die ebenso mit gedanklicher Frische und Könnerschaft im Detail wie durch große innere Sicherheit und Zielstrebigkeit im Duktus, vor allem aber durch eine großartige Gesamtdisposition besticht

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Video:  J. S. Bach – Orgelwerk – BWV 572 „Fantadie in G-Dur“ Piece d`Orgue

ALL OF BACH BWV 572 Fantadie in G-Dur Piece d Orgue

Zum Anhören in das Foto oder diesen Text anklicken

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Kantate zu Advent BWV 61

Info: J. S. Bach – BWV 61  “Nun komm der Heiden Heiland”

J.S. Bach schrieb die Kantate im Jahr seiner Ernennung zum Konzertmeister am Hof von Johann Ernst von Sachsen-Weimar für den 1. Advent und führte sie am 2. Dezember 1714 in der Schlosskirche erstmals auf. Die vorgeschriebenen Lesungen waren Röm 13,11–14  und  21,1–9 , der Einzug Jesu in Jerusalem. Der Textdichter Erdmann Neumeister übernimmt die erste Strophe von Martin Luthers Nun komm, der Heiden Heiland, dem Hauptlied des 1. Advent, für den Eingangschor und benutzt als Schlusschoral den Abgesang der letzten Strophe von Philipp Nicolais Wie schön leuchtet der Morgenstern. Der dritte Satz enthält die Bitte um ein „selig neues Jahr“, da mit dem ersten Adventssonntag das neue Kirchenjahr beginnt. In Satz 4 zitiert Neumeister aus Offb3,20 „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir“. Der Dichter verbindet die Motive vom Einzug Jesu in Jerusalem und seiner Wiederkunft (aus der Offenbarung) mit der persönlichen Bitte um den Einzug in das Herz des Glaubenden. J.S. Bach führte die Kantate in seinem ersten Jahr in Leipzig am 28. November 1723 erneut auf.

Video:  J. S. Bach – BWV 61  “Nun komm der Heiden Heiland”

Leitung: Jos van Veldhofen

BWV 61 ALL OF BACH

Zum Anhören in das Foto oder diesen Text  anklicken

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J.S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach: vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

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Info: J.S. Bach – Kantate BWV 14 „Wär Gott nicht mit uns diese Zeit“

Wär Gott nicht mit uns diese Zeit (BWV 14) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Choralkantate in Leipzig für den 4. Sonntag nach Epiphanias auf das Kirchenlied von Martin Luther und führte sie am 30. Januar 1735 erstmals auf.

Bach schrieb die Choralkantate in Leipzig für den 4. Sonntag nach Epiphanias (Erscheinung des Herrn). In seinem ersten Jahr in Leipzig hatte er zu diesem Anlass Jesus schläft, was soll ich hoffen? komponiert. Im Jahr 1725, als er einen Jahreszyklus von Choralkantaten komponierte, gab es den Sonntag nicht, weil Ostern früh lag. 1735, kurz nach der ersten Aufführung seines Weihnachtsoratorium, füllte er diese Lücke. Für Christoph Wolff ist es offensichtlich, dass Bach seinen Zyklus von Choralkantaten 1735 wieder aufführte und zwischen Was mein Gott will, das g’scheh allzeit, BWV 111 für den dritten Sonntag nach Epiphanias und Ich hab in Gottes Herz und Sinn for Septuagesima eine neue Kantate benötigte.

Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren Röm 13,8–10 LUT, „So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung“, und Mt 8,23–27 LUT, die Sturmstillung. Der Kantatentext beruht auf dem gleichnamigen Kirchenlied in drei Strophen von Martin Luther, einer Umdichtung von Psalm 124, veröffentlicht 1524 in Johann Walters Eyn geystlich Gesangk Buchleyn. 

Laut John Eliot Gardiner wurde das Lied in Leipzig regelmäßig an diesem Sonntag gesungen. Der Text der ersten und der letzten Strophe wurde für die Kantate im Wortlaut beibehalten, ein unbekannter Librettist dichtete die mittlere Strophe zu einer Folge von Arie, Rezitativ und Arie um, Wolff benennt Andreas Stübel als möglichen Dichter. 

Das Thema des Liedes bezieht sich allgemein auf das Evangelium: Unser Leben ist auf Gottes Hilfe angewiesen und ohne ihn verloren. Eine weitere Verbindung ist durch die Bilder von überflutendem Wasser im Psalm gegeben, den Luther umgedichtet hat. Der Kantatendichter entwickelte daraus „Es hätt uns ihre Wut wie eine wilde Flut und als beschäumte Wasser überschwemmet“.
Bach führte die Kantate am 30. Januar 1735 erstmals auf. Sie ist eine seiner spätesten erhaltenen Kirchenkantaten.

Die Kantate ist besetzt mit drei Solisten, Sopran, Tenor und Bass, vierstimmigem Chor, Corno da caccia, zwei Oboen, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.

1. Coro: Wär Gott nicht mit uns diese Zeit
2. Aria (Sopran): Unsre Stärke heißt zu schwach
3. Recitativo (Tenor): Ja, hätt es Gott nur zugegeben
4. Aria (Bass): Gott, bei deinem starken Schützen
5. Choral: Gott Lob und Dank, der nicht zugab

Der Choral wird auf die Melodie von „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“ gesungen. Diesem Lied hatte Bach ebenfalls eine Choralkantate gewidmet, „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“, BWV 178. Der Eingangschor ist eine ungewöhnliche Komposition, die nicht den Schema von Ritornellen folgt, in die der Sopran den cantus firmus in langen Noten singt. In einer Satzweise, die an Motetten erinnert, spielen die Streicher colla parte mit den Stimmen, jede Zeile des Chorals wird durch eine vierstimmige Gegenfuge vorbereitet. Die Choralmelodie wird nicht gesungen, sondern von den Bläsern in langen Noten vorgetragen. Dadurch entsteht ein fünfstimmiger Satz, der in Bachs Kantatenschaffen einzigartig ist. Das einzige andere Stück von ähnlicher Komplexität, ebenfalls mit instrumentalem cantus firmus, ist der Eingangschor von „Ein feste Burg ist unser Gott“ BWV 80, der jedoch keine Gegenfuge enthält.

In der ersten Arie wird der Sopran begleitet von den Streichern und dem Horn, das den Textkontrast „stark“ und „schwach“ zusammen mit der Singstimme unterstreicht. Gardiner bemerkt, dass das Horn in seinem höchsten Register spielt, im Autograph als „Corne. par force and tromba“ bezeichnet. Im zentralen Rezitativ werden die flutenden Wasser durch schnelle Passagen im continuo auf Worte wie „Wut“, „Flut“ und „überschwemmet“ illustriert. Ähnliche Wortmalerei malt im Mittelteil der Bass-Arie die Wellen in Oktavsprüngen und „abwärtsschießenden Läufen“, wie Alfred Dürr es beschreibt. Der Schlusschoral ist ein vierstimmiger Satz mit belebten Unterstimmen, der Ähnlichkeit mit den Chorälen des kurz zuvor aufgeführten Weihnachts-Oratoriums hat. Wolff betont die reife Kompositionstechnik in Bachs späten Kirchenkantaten, in die seine Erfahrungen der Jahre 1723 bis 1729 eingegangen ist.

Ausführende:
Fanie Antonelou (Sopran)
Nils Giebelhausen (Tenor)
Jens Hamann (Bass)
Konzertmeisterin: Isabelle Farr

Leitung: Kay Johannsen

Aufführung im Rahmen des Zyklus Bach:vokal, Stiftskirche Stuttgart, 24.1.2013. Weitere Infos: http://www.bach-vokal.de, http://www.stiftsmusik-stuttgart.de

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen 4. Advents-Sonntag !

Herzliche Grüße

Volker

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ALL OF BACH veröffentlichte am 16.12.2016 von J.S. Bach das BWV 869 „Präludium und Fuge h-Moll“


Info: J.S. Bach BWV 869 „Präludium und Fuge h-Moll“ (Wohltemperiertes Klavier)

„Präludium und Fuge h-Moll“, BWV 869, beenden den 1. Teil des Wohltemperierten Klaviers, einer Sammlung von Präludien und Fugen für Tasteninstrumente von Johann Sebastian Bach.

Das Präludium ist vom Satztyp her eine italienische Triosonate, nach dem Vorbild von Arcangelo Corelli. Zukunftsgewandt ist jedoch die zweiteilige Form mit Wiederholungszeichen, die dann in der Vorklassik aufgenommen wird, und die originale Tempobezeichnung Andante. Die Linienführung wird im Verlaufe des Stücks sukzessive erweitert: Der erste Formteil ist durch zwei Kadenzen (Tonikaparallele D-Dur in Takt 7 und Dominante fis-moll in Takt 12) gegliedert. Im zweiten Teil werden dagegen nach der fis-Moll-Kadenz in Takt 27 weitere Kadenzierungen umgangen.

Theoretisch könnte das Stück nach Takt 42 zu Ende sein; Bach fügt hier jedoch einen Trugschluss und eine fünftaktige Coda hinzu, die in ihrer Chromatik auf die Fuge hinweisen.

Das Fugenthema ist außergewöhnlich. Es enthält alle zwölf Stufen der chromatischen Tonleiter; melodisch stimmt der Beginn mit dem ersten Thema aus der Fis-Moll-Fuge des 2. Teils überein. Eingerahmt wird diese Chromatik von zwei fallenden Moll-Dreiklängen in der Tonika und der Dominante, kombiniert mit sechs fallenden Halbtonschritten. Das Thema erscheint insgesamt 14 Mal; nach der vierstimmig geführten Exposition, die in Takt 16 endet, erfolgen nur noch zehn Themeneinsätze, und zwar ausschließlich in den drei Unterstimmen. Das chromatisch geprägte, ausdrucksstarke Thema verwendet Bach weder zu Engführungen noch zu Umkehrungen. Die Chromatik wird durch mehrere diatonische Zwischenspiele aufgelockert, deren Motiv in Takt 23/24 des Präludiums vorweggenommen ist. An mehreren Stellen, so zum Beispiel in Takt 19 im Alt und in Takt 28 im Tenor, erscheinen in diesen Zwischenspielen wie in einem Anlauf zunächst nur die drei ersten Noten des Themas, bevor es jeweils zwei Takte später in seiner Vollständigkeit erklingt. Ähnlich wie im ersten Kyrie der h-Moll-Messe verzichtet Bach auch in der h-Moll-Fuge auf eine Schlusssteigerung.

Mit 76 Takten und einem geforderten Largo-Tempo ist dies die längste, expressivste und eine der tiefgründigsten Fugen im Wohltemperierten Klavier. Philipp Spitta schreibt: Der Ausdruck des Schmerzes ist hier fast zum Unerträglichen gesteigert.

Info von ALL OF BACH zum BWV 869

Bach vervollständigt den Kreis mit Melancholie.

Bach hatte seine Schüler schon 23 Mal auf die Probe gestellt. Nur ein weiterer Schlüssel zu gehen und der Kreis der beispiellosen contrapuntal Erfindungen wäre abgeschlossen. Was würde Bach tun, jetzt war er in den letzten Stücken angekommen? Würde er sich selbst übertreffen, indem er noch mehr Techniken kombiniert oder in der Einfachheit abschließt und damit das Herz des Zuhörers erobert?

Bach gelang es selbstverständlich, auch wenn der technische Einfallsreichtum in diesem Präludium und der Fuge in h-Moll ein wenig weniger offensichtlich ist. Beide Stücke sind so perfekt proportioniert, dass Bach praktisch auf irgendwelche Tricks verzichtet, um die Spannung zu erhöhen.

Das Präludium ist eine Trio-Sonate. Oberhalb eines ruhig fortschreitenden Basses verschmelzen zwei Oberteile eng miteinander. Fünf Takte vor dem Ende kommt die Überraschung eines „Trugschlusses“, ein fast-aber-nicht-endet. Und weil dies uns schon betrogen hat, lässt Bach dann den Bassanweiser in den echten Schlussakkord eine halbe Bar ‚zu früh‘.

Die Fuge, die die längste im ganzen Wohltemperirte Clavier ist, ist bemerkenswert streng im Bau. Das Thema hingegen verwendet alle Töne der Oktave – extravagant und protzig -, als wollte Bach den Punkt der Sammlung noch einmal unterstreichen. Die Musik bewegt sich, aber nicht ohne Anstrengung, denn es gibt nur ein paar Zwischenspiele, um die Chromatik, die schwer zu verstehen ist, zu brechen. Bach Biograf Spitta schrieb, dass diese rührende Musik „machte den Ausdruck des Schmerzes fast unerträglich“. Und tatsächlich, obwohl Bach nicht wirklich eine Wahl hatte, stand die Tonart b-Moll für die Melancholie im Barock.

Das Wohltemperirte Clavier, BWV 846-893

Das Komponieren von 48 Tastenstücken in allen 24 Tasten war die Art von Herausforderung, die Bach genoss. In jedem der beiden Teile des Wohltemperirten Klaviers brachte er das musikalische Paar Präludium und Fuge 24 mal zusammen; Zwölf in Moll-Tasten und zwölf in Dur. In den Präludien gab er seiner Phantasie freien Lauf und zeigte mathematische Touren in den Fugen. Im Gegensatz zu der eisernen Disziplin musste sich Bach auf seine kirchlichen Kompositionen anwenden, hier konnte er sich auf die intellektuelle Spielerei verlassen, ohne sich um Fristen zu kümmern.

Der erste Teil des Wohltemperirten Claviers stammt aus dem Jahre 1722, obwohl er einige Musik enthält, die in den letzten fünf Jahren geschrieben wurde. Es gibt weniger Klarheit über die Geschichte des zweiten Teils. Bach kompilierte diese zweite Manuskript nur um 1740, obwohl wieder einmal einige der Präludien und Fugen es enthält Datum aus einer viel früheren Zeit. Bach beschrieb die Zielgruppe für diese Stücksammlung wie folgt: „Zum Nutzen und Gebrauch der Lehr-Begierigen Musikalischen Jugend, auch hier in diesem Studio schon habil seyenden besonderem ZeitVertreib“ (Für die Ausbildung des fleißigen musikalischen Jugendlichen und des Genusses Von denen, die in diesem Material vertraut sind).

RELEASE DATE  16 December 2016
RECORDING DATE  21 December 2015
LOCATION  Bennebroek
HARPSICHORDIST  Bob van Asperen
HARPSICHORD Michael Johnson, Fontmell Magna, Engeland 1979, after Pascal Taskin/Johannes Goermans

Video: J.S. Bach BWV 869 „Präludium und Fuge h-Moll“

all-of-bach-bwv-869

Zum Anhören in das Foto oder in diesen Text klicken!


Herzliche Grüße

sommerk

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Gotthold Schwarz erlebt seine Premiere als 17. Thomaskantor mit dem Weihnachtsoratorium – BWV 248 und dem Thomanerchor in Leipzig!


Gotthold Schwarz hat das Weihnachtsoratorium, BWV 248 mit den Thomanern schon öfter dirigiert, dennoch war es für ihn eine Premiere als 17. Thomaskantor nach J.S. Bach.

Lassen die Kantaten prachtvoll glänzen: Die Thomaner unter der Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz. Foto: André Kempner

Lassen die Kantaten prachtvoll glänzen:
Die Thomaner unter der Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz. Foto: André Kempner

Er hat das Weihnachtsoratorium, BWV 248 mit den Thomanern schon öfter dirigiert, dennoch war es für Gotthold Schwarz am Wochenende eine Premiere.

Drei Mal dirigierte er seine Thomaner in der restlos ausverkauften Leipziger Thomaskirche – als Thomaskantor. Mit ausgiebigem Beifall begleitet, teilweise euphorisch bejubelt wurden am Ende die Leistungen aller Beteiligten.

… Es ist eine Tradition, die jedes Jahr aufs Neue mit Leben gefüllt werden will – und eine, die sich aus einer Paradoxie speist. Denn nichts Anderes ist das Weihnachtsfest genau genommen. Hier der über die Dunkelheit triumphierende heidnische sol invictus, die unbesiegbare Sonne, dort das armselige Kind in der Krippe. „Näher, niedriger, heimlicher kann kein Blick in die Höhe umgebrochen werden“, hat Ernst Bloch in seinem Prinzip Hoffnung die Geburt im Stall interpretiert.

Von solchen inneren Spannungen legt in der abendländischen Weihnachtsmusik kein Werk wahrhaftiger klingend Zeugnis ab als Bachs Weihnachtsoratorium. Hier die schwärmerische Seele, die ihrer Erlösung im Göttlichen entgegenstrebt, dort die im Eingangschor vollzogene ekstatische Verherrlichung des in die Welt gekommenen Gottes mit den sprichwörtlich gewordenen Pauken und Trompeten. Eine mystische Schau mit Mitteln, wie nur die Musik sie bereitzustellen im Stande ist – und sich dabei herzlich wenig schert um theologische Spiegelfechtereien welcher Fraktion auch immer……..

Zum ganzen Artikel der LVZ nachstehend:

thomanerchor-dez-2016-wo-bwv-248

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Video: WO BWV 248

J.S. Bach Weihnachtsoratorium BWV 248 Teil 1 bis 3 und 6 Thomanerchor 2012 Leipzig, Thomaskirche.
Leitung: Georg Christoph Biller
Gewandhaus Orchester


Herzliche Grüße

Volker

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John Eliot Gardiner : im Interview mit DIE ZEIT „Diese Musik durchglüht mich“


Sir J.E. Gardiner

              Foto:  Sir J.E. Gardiner

John Eliot Gardiner

„Diese Musik durchglüht mich“

John Eliot Gardiner hat ein wunderbares Buch über Johann Sebastian Bach geschrieben. Ein Gespräch mit dem Dirigenten über seine Passion für den großen Komponisten. (J.S. Bach)

Interview: Wolfram Goertz

8. Dezember 2016 – DIE ZEIT Nr. 49 / 2016, 24. November 2016

INHALT

Seite 1 — „Diese Musik durchglüht mich“
Seite 2 — „Herr, das bin ich, mehr kann ich nicht“
Seite 3 — „Ohne ihn wäre es entsetzlich öde“

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DIE ZEIT: Sir John, haben Sie …

John Eliot Gardiner: … Entschuldigung, bevor Sie mich etwas fragen, möchte ich Sie etwas fragen. Hat Richard Barth das Buch gut aus dem Englischen übersetzt?

ZEIT: Sehr gut sogar. Fachlich präzise und doch unterhaltsam, gelegentlich sogar derb.

Gardiner: Aaah! Wunderbar. So sollte es sein.

ZEIT: Weil Bachs Musik für Sie zwar eine feste Burg ist, aber keine Bußübung?

Gardiner: Genau. Bachs Musik ist so lebensfroh. Dieser Mann war kein Griesgram und hat viel gelacht, wenn er sich auch oft geärgert hat. Und zugleich war er unglaublich fromm.

ZEIT: Bach, das sanguinische und doch gottesfürchtige Gemüt?

Gardiner: Diese beiden Pole sind ganz wichtig bei Bach.

ZEIT: Ihr Buch heißt im Untertitel: Musik für die Himmelsburg. Wann kam Ihnen die Idee, Bach in einem Buch als genialen Komponisten geistlicher Musik zu porträtieren?

Gardiner: Ich kreise ja schon mein ganzes Leben lang in der Umlaufbahn des Planeten Bach und habe viele, viele Eindrücke gesammelt, manche sehr scharf wie mit dem Fernrohr. Anderes erkennt man, wenn man sozusagen den großen Überblick hat. Im Jahr 2000 hat sich dann alles verdichtet.

ZEIT: Damals waren Sie mit Bachs Kantaten auf großer Wander- und Pilgerschaft.

Gardiner: Ja, ich habe in 60 europäischen Kirchen fast alle 200 Kirchenkantaten Bachs aufgeführt – in Leipzig und in London und Rom, sogar in Santiago de Compostela. Mit meinem Monteverdi Choir bin ich bis nach New York geflogen. Und irgendwann auf diesen Reisen reifte in mir die Idee, diese gewaltigen Erfahrungen mit meinem lebenslangen Hausheiligen in ein Buch zu gießen.

ZEIT: Musiker schreiben eher selten über Bach. Meistens sind es Musikwissenschaftler, für die auch Kleinigkeiten wichtig sind, wenn sie einen Klagebrief von Bachs Vater finden über die miserable Hygiene in Thüringen.

Gardiner: Vielleicht muss man für solch ein Buch tatsächlich Generalist sein. In jedem Fall sollte man viel Ahnung haben, wenn man Bachs Kirchenmusik aufführen will; ich habe mir etliches ja auch beibringen lassen. Der Thomaskantor braucht einen Allrounder, der viel von Darmsaiten und lutherischer Theologie, von ventillosen Trompeten und Wasserzeichen, von Orgelstimmungen und verminderten Septakkorden versteht.

ZEIT: Wissen Sie, wie oft Sie Bachs Werke schon aufgeführt haben, etwa die beiden Passionen, die h-Moll-Messe, die Motetten, das Weihnachtsoratorium?

Gardiner: Was ich wann wo dirigiert habe – ich weiß es nicht. Das liegt auch daran, dass es jedes Mal eine neue, fast jungfräuliche Aufführung ist, die mich begeistert. Ja, Bach enthusiasmiert mich in ungeheurem Maß. Dabei sind gerade auch die Kantaten wichtig. Sie ziehen sich ja wie ein Lebens- und vielleicht auch Schicksalsfaden durch Bachs musikalisches Schaffen. Und sie sind alle hinreißend.

ZEIT: Wie erklären Sie es sich, dass Bachs kompositorisches Niveau zu allen Zeiten – also von den frühen Kantaten in Mühlhausen um 1708 über die Weimarer Weihnachtskantaten von 1714 bis hin zu den späten Leipziger Werken in den 1740er Jahren – so unglaublich hoch war?

Gardiner: Es war sein Anspruch, er konnte nicht anders. Trotzdem merkt man, dass gute Texte – etwa als Libretti seiner Kantaten – Steilvorlagen für seine Inspiration waren.

ZEIT: War es da nicht bitter für Bach, dass die Zeitgenossen, vor allem in Leipzig, für seine Kunst keine Antennen hatten?

Gardiner: Wenn man sich anschaut, wer vor und wer nach Bach Thomaskantor in Leipzig war, kann man kaum glauben, dass der dortige Rat als Dienstvorgesetzter Ahnung von Kunst hatte. Bach war ja, als er 1723 in Leipzig anfing, auch gar nicht erste Wahl gewesen, sondern die vierte. Das haben sie ihn immer spüren lassen, man hat ihn getriezt, seine Arbeitsbedingungen fortwährend verschlechtert. Leipzig hat ihm das Blaue vom Himmel versprochen und nur wenig gehalten.

ZEIT: Glaubte Bach anfangs, in Leipzig seinen Traumjob gefunden zu haben?

Gardiner: Könnte sein. Gewiss waren andere Stellen in anderen Städten lukrativer, prominenter, leuchtender. Aber ihm ging es um die Kirchenmusik, er wollte sich und der Welt beweisen, wie man das herrlichste Gotteslob mit allen Mitteln der Kunst gestalten kann.

ZEIT: Deshalb dieses von niemandem bestellte Engagement für die Kantaten?

Gardiner: Unbedingt. In seinen ersten Leipziger Jahren hat Bach Woche für Woche eine Kantate komponiert, ohne Pause, bei Fieber und Nackenschmerzen, mit plärrenden Kindern im Rücken. Seine Wohnung grenzte mit ihren dünnen Wänden ja direkt an den großen Schlafsaal der Thomasschule mit Horden von Halbwüchsigen.

ZEIT: Waren diese 55 Thomaner-Jungs mit manchen Werken Bachs wegen deren unerhörtem Komplexitätsgrad nicht überfordert?………..

weiter zum ganzen Interview in DIE ZEIT..!!


Zur Buchveröffentlichung von J.E. Gardiner !

Eine Bach-Biografie von John Eliot Gardiner – 
Große Bereicherung
Buchkritik vom 5.10.2016

Seit mehr als 40 Jahren zählt Sir John Eliot Gardiner zu den führenden Bach-Interpreten. Mit seinem Monteverdi Choir hat er weltweit konzertiert und erregte im Bach-Jahr 2000 großes Aufsehen mit seiner „Bach-Pilgerreise“, als er sämtliche 198 Kirchenkantaten Bachs in 59 Konzerten innerhalb eines Jahres aufführte. Parallel zu dieser praktischen Beschäftigung mit Bachs Kompositionen hat sich Gardiner immer auch für den Kontext der Musik interessiert: Er studierte die Autografe, las zeitgenössische Quellen und beobachtete die neuesten Forschungsergebnisse. Seine Erkenntnisse über Johann Sebastian Bach hat Gardiner nun in einem opulenten Buch zusammengefasst. Vor drei Jahren erschien die englische Erstausgabe, nun liegt die deutsche Übersetzung vor, unter dem Titel „Musik für die Himmelsburg“.

Buch-Cover Bach

BUCHVERÖFFENTLICHUNG in Deutsch: John Eliot Gardiner BACH.

„Musik für die Himmelsburg“

über Amazon:
Preis:
34,00 €
Link zur Buchbestellung bei Amazon
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Das Buch beginnt mit einer kleinen Provokation: John Eliot Gardiner schreibt über Bach, er sei zwar als Musiker unbestritten ein Genie gewesen, als Mensch aber nur sehr schwer zu fassen. Die spärlichen Dokumente, die über Bach erhalten sind, zeichnen eher das Bild einer enttäuschend durchschnittlichen Person. – Für seine Annäherung an Bach wählt Gardiner daher eine andere, viel näherliegende Quelle: die Musik selbst. Sie ist für Gardiner die Essenz, aus der sich die vielschichtigen Charakterzüge des Thomaskantors erschließen.

„Musik für die Himmelsburg“ – so hat John Eliot Gardiner sein Buch überschrieben und möchte diesen Titel doppeldeutig verstanden wissen: zum einen als realen Ort – „Himmelsburg“ nannte man die extrem hohe Weimarer Schlosskapelle, in der Bach seine ersten Kantaten-Serien aufführte. Zum anderen steht „Himmelsburg“ aber auch als Metapher für alle religiös inspirierte Musik Bachs, mit der Gardiner durch die jahrzehntelange praktische Erfahrung genauestens vertraut ist. Knapp die Hälfte des Bandes enthält denn auch Betrachtungen der geistlichen Kantaten, Motetten, Passionen und Messen von Bach.

Dem Autor gelingt hierbei eine eindrucksvolle Synthese: Er schreibt weder anstrengende wissenschaftliche Analysen noch pathetische Exegesen. Stattdessen erhält der Leser eine schlüssige Gesamtschau über das Vokalschaffen Bachs: Gardiner benennt musikalische Höhepunkte, deckt Querbezüge zwischen den Werken auf und stellt Überlegungen zu Bachs Arbeitsweise und Intentionen an. Gardiners Sprache ist hier so plastisch, dass er keine Notenbeispiele zur Unterstützung benötigt; und noch mehr: Seine Ausführungen etwa zu Bachs erstem Leipziger Kantaten-Jahrgang gleichen einer spannenden Geschichte von einem hochmotivierten Kantor, der austestet, wie seine Musik im Laufe des Kirchenjahres auf die Zuhörer wirkt, dabei aber auch unter unglaublichem Zeitdruck steht und sich mit vielen Unwägsamkeiten auseinandersetzen. – Gardiner weiß, wovon er schreibt, und fügt immer wieder geschickt eigene Interpretationserfahrungen ein.

Abseits der Werkbetrachtungen widmet sich Gardiner dem Kontext der Musik. Gleich zu Beginn schildert er seine ganz persönliche Beziehung zu Bach, die schon in frühester Kindheit mit dem Singen von Chorälen begann und über die Gründung des Monteverdi Choir bis hin zur Aufführung sämtlicher Kirchenkantaten führte. Weiterhin zeichnet Gardiner ein faktenreiches Bild von Bachs Lebensumständen in der mitteldeutschen Region an der Schwelle zur Aufklärung und wirft einen Blick auf Bachs komponierende Vorfahren. Ebenfalls sehr originell ist Gardiners Idee, den Werdegang Bachs mit fünf nahezu gleichaltrigen Komponisten zu vergleichen. Händel, Mattheson, Rameau, Telemann und Domenico Scarlatti sind die Auserwählten, deren jeweilige Stärken der Autor treffend hervorhebt. Schließlich nimmt Gardiner auch noch den Starrkopf Bach unter die Lupe, der sich häufig mit Vorgesetzten anlegte und danach beim Musizieren mit seinem Collegium musicum im Café Zimmermann entspannte.

John Eliot Gardiners Buch „Musik für die Himmelsburg“ ist in der Fülle der Bach-Literatur eine große Bereicherung. Der Fokus liegt hier nicht auf einer vollständigen Chronologie oder Werkdarstellung. So finden sich kaum Hinweise etwa auf Bachs Köthener Zeit, auf seine Claviermusik oder seine Orgelwerke. Umso stärker aber werden die Vokalkompositionen beleuchtet und als Kronzeugen für eine Darstellung des Menschen Bach verwendet. Der erscheint beim Lesen immer deutlicher als tief religiös und verwurzelt im mitteldeutschen Luthertum, voller musikalischer Ideen und Eingebungen, aber auch als ehrgeizig und unnachgiebig, kurz: als musikalisch vollkommen und menschlich sympathisch unvollkommen.

Die knapp 700 Seiten sind stets profund, aber doch angenehm leichtfüßig geschrieben. Immer wieder finden Gardiner und sein Übersetzer Richard Barth passende Metaphern, wenn etwa Bachs Arbeitsweise mit der Weitsichtigkeit eines Schachgroßmeisters oder die Betriebsamkeit der ersten Leipziger Jahre mit der hektischen Arbeit an einem Filmset verglichen werden. – Dank Gardiners Bach-Buch kann man dem oft rätselhaften Johann Sebastian Bach wieder ein Stückchen näher kommen.

Buchkritik vom 5.10.2016 aus der Sendung „SWR2 Cluster“

J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den „3. Advent“


"Herrnhuter Sterne" gehen in alle Welt!

                                                    „Herrnhuter Sterne“ gehen in alle Welt!

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ZDF – Evangelischer Gottesdienst aus Herrnhut Niederlausitz „Unter einem guten Stern“ vom 04.12.2016

aus Herrnhut! (Herrnhuter Brüdergemeine !)

Die ZDF-Sendung kann auf YouTube weiterhin angesehen werden..!!

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 11.12.2016 begehen wir den 3. Advent

Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab. Vier Sonntage im Advent gibt es für die römische Kirche, deren Praxis die Reformation übernommen hat, seit etwa 600, der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den „Geburtstag“ Jesu Christi.

Am 3. Sonntag im Advent steht der „Vorläufer des Herrn“, Johannes der Täufer, im Vordergrund. Während die Evangelienlesungen und die alttestamentliche Lesung dieses Thema aufgreifen, betrachten die Epistellesungen unseren Umgang mit der Botschaft, die wir empfangen haben, als Haushalter über die Geheimnisse Gottes (1. Kor 4, 1-5), als Hoffende (Röm 15, 4-13) und als die, die schlafen und das Kommen des Herrn verpassen, wenn sie nicht aufwachen (Offb 3, 1-6). Diese drei Aspekte sind schwer dem Thema unterzuordnen, es sei denn, man sieht darin die Reaktion auf die Botschaft des Propheten, denn alle drei sind geschrieben in der Erwartung, dass der Herr kommt, aber noch nicht endgültig da ist.

Am 3. Adventssonntag denken wir besonders an Johannes den Täufer, dessen Aufruf zur Buße uns auch heute erklingt. Aber er ist es auch, der hingewiesen hat auf das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt. So bekennen wir unsere Schuld in dem Vertrauen, dass wir in Christus die Erlösung haben. oder (nach Verlesung des Wochenspruchs):
Mit diesem Wochenspruch aus dem 40. Kapitel des Buches des Propheten Jesaja werden wir heute am 3. Adventssonntag aufgefordert, Gott den Weg zu bereiten. Das bezieht sich nicht auf das Kommen zum Christfest, und es hat nichts mit dem schmücken der Weihnachtsstube zu tun. Wir sollen vielmehr den Weg bereiten für den Messias, den Erlöser der Welt, der alles neu macht. Er kommt, und zwar gewaltig.

In Leipzig entfällt das „Gloria in excelsis“.

Wochenspruch: 

Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig! (Jes 40, 3.10)

Wochenlied: 

“Mit Ernst, o Menschenkinder“ (EG 10)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftlebe

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Bach-Kantaten für den 2 bis 4. Advent

BWV    70  –  Wachet! betet! betet! wachet

BWV  132  –  „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn

BWV 147  –  Herz und Mund und Tat und Leben

BWV 186a  –  Ärgre dich, o Seele, nicht“


Die Kantate BWV 186a „Ärgre dich, o Seele, nicht“ basiert auf einem Kantatentext von Salomon Franck für den dritten Adventssonntag, 1717 veröffentlicht in Evangelische Sonn- und Fest-Tages-Andachten. Die Dichtung enthielt die Sätze 1, 3, 5, 8 und 10 des späteren Werkes und einen anderen Schlusschoral von Ludwig Helmbold. J.S. Bach komponierte das Werk, BWV 186a, 1716 in Weimar, wo es am 13. Dezember 1716 aufgeführt wurde.

BWV 186a Ärgre dich, o Seele, nicht
Musik verschollen
1. Coro
Oboe I/II, Taille, Fagotto, Violino I/II, Viola, Continuo 
Ärgre dich, o Seele, nicht,
Dass das allerhöchste Licht,
Gottes Glanz und Ebenbild,
Sich in Knechtsgestalt verhüllt.
Ärgre dich, o Seele, nicht!
2. Aria B
Continuo 
Bist du, der da kommen soll,
Seelenfreund im Kirchengarten?
Mein Gemüt ist zweifelsvoll,
Soll ich eines andern warten?
Doch, o Seele, zweifle nicht.
Lass Vernunft dich nicht verstricken,
Deinen Schild, o Jakobs Licht,
Kannst du in der Schrift erblicken!
3. Aria T
Viola, Continuo 
Messias lässt sich merken
Aus seinen Gnadenwerken,
Unreine werden rein.
Die geistlich Lahme gehen,
Die geistlich Blinde sehen
Den hellen Gnadenschein.
4. Aria S
Violino I/II, Continuo 
Die Armen will der Herr umarmen
Mit Gnaden hier und dort!
Er schenket ihnen aus Erbarmen
Den höchsten Schatz, des Lebens Wort!
5. Aria S A
Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo 
Lass, Seele, kein Leiden
Von Jesu dich scheiden,
Sei, Seele, getreu!
Dir bleibet die Krone
Aus Gnaden zu Lohne,
Wenn du von Banden des Leibes nun frei.
6. Choral
Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Fagotto, Continuo 
Darum, ob ich schon dulde
Hie Widerwärtigkeit,
Wie ich auch wohl verschulde,
Kommt doch die Ewigkeit,
Ist aller Freuden voll,
Dieselb ohn einigs Ende,
Dieweil ich Christum kennt,
Mir widerfahren soll.

Besetzung   Soli: S A T B, Coro: S A T B, Oboe I/II, Taille, Fagotto, Violino I/II, Viola, Continuo
Entstehungszeit   1716
Text   Salomo Franck 1717
Bemerkungen   Musik verschollen aber in wesentlichen Teilen in BWV 186 erhalten
Anlass   3. Adventssonntag

Eine Rekonstruktion der Kantate wurde 1963 von Diethard Hellmann veröffentlicht

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*Außerhalb der Advents-Kantaten

*BWV 167 – Ihr Menschen, rühmet Gottes Liebe

YouTube Video: (Interpret: S D G )

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik – Sonntag:  07:05 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate   ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 186 “Ärgre dich, o Seele, nicht

Miah Persson, Sopran; Robin Blaze, Countertenor;

Makoto Sakurada, Tenor; Peter Kooij, Bass;

Chor und Orchester des Bach Collegiums Japan:

Leitung: Masaaki Suzuki

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 62 „Nun komm der Heiden Heiland“

Thomaner Paul Bernewitz, Sopran / Thomaner Friedrich Praetorius, Alt

Christoph Genz, Tenor / Daniel Ochoa, Bass

Thomanerchor Leipzig  / Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Georg Christoph Biller

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm

Etwa ab  07:05 Uhr:

Johann Sebastian Bach

Magnificat – BWV 243

Nathalie Dessaye, Sopran / Karine Deshayes, Sopran

Philippe Jaroussky, Countertenor / Toby Spence, Tenor / Laurent Naouri, Bass

Le Concert d’Astrée

Leitung: Emmanuelle Haïm

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Kantate BWV 29  Wir danken dir, Gott, wir danken dir

(Kantate zur Ratswahl)

Christine Schäfer, Sopran  /  Bernarda Fink, Alt

Werner Güra, Tenor / Christian Gerhaher, Bariton

Arnold Schoenberg Chor / Concentus Musicus Wien

Leitung: Nikolaus Harnoncourt

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html 

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:11 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Georg Philipp Telemann:  (1681-1767)

Kantate „Nun komm, der Heiden Heiland“

Barbara Ullrich (Sopran) Heidi Rieß (Alt)

Aldo Baldin (Tenor)  Bruce Abel (Bass)

Motettenchor StuttgartEnsemble ’76

Leitung: Günter Graulich

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RBB-Kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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RBB-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 62Nun komm, der Heiden Heiland

Adventskantate

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-figaro–100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszüge aus dem Programm:

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

Gottfried August Homilius (1714-1785)

„Frohlocke, Zion, dein Erlöser“

Marie-Oierre Toy, Sopran;  Henriette Gödde, Alt;

Knut Schoch, Tenor; Markus Köhler, Bass

Handels Company Choir und Orchester,

Leitung: Rainer Johannes Homburg

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:36 Uhr

Programm:  

http://www.br.de/radio/br-klassik/programmkalender/br-klassik120.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den VLC Media Player, den man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:36 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 140 „Wachet auf, ruft uns die Stimme“

Imke Seip, Sopran;  James Taylor, Tenor;

Alfred Reiter, Bass;

Münchener Bach-Chor; / Münchener Bach-Orchester:

Leitung: Hanns-Martin Schneidt

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Gottfried August Homilius  (1714-1785)

Kantate „Verwunderung, Mitleid, Furcht und Schrecken“

Barbara Schlick (Sopran) Hein Meens (Tenor)

Stephen Varcoe (Bass)

Dormagener Jugendkantorei / Das kleine Konzert

Leitung: Hermann Max

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Hugo Distler (1908-1942)

„Kleine Adventsmusik“

Elementarer Bestandteil der „Kleinen Adventsmusik“ von Hugo Distler ist das von einem Sprecher rezitierte Evangelium, dass im Mittelpunkt der Kantate steht. Im Wechsel mit dem Text erklingen Strophen aus „Nun komm der Heiden Heiland“.

Geboren 1908 in Nürnberg gilt Hugo Distler als der bedeutendste Vertreter der Erneuerungsbewegung der evangelischen Kirchenmusik nach 1920. Schon im Jahr 1942 setzte er selbst seinem Leben ein Ende.

Zu seinen geistlichen Werken gehört auch die Kleine Adventsmusik, op. 4. Sie ist anders als viele andere bekannte adventliche Werke. Das Werk ist geschrieben für Flöte, Oboe, Violine, Violoncello, Orgel, Kammerchor und Sprecher. Das liegt daran, dass verschiedene Strophen des Liedes „Nun komm der Heiden Heiland“ immer in Verbindung mit einem biblischen, vom Sprecher vorgetragenen Text stehen. Selten gehört die Rezitation von Texten zu einer Komposition so elementar dazu wie hier in Distlers „Kleiner Adventsmusik“. Entstanden ist das Werk im Jahr 1932, dem zweiten Jahr Distlers als Organist an der Jacobi-Kirche in Lübeck……

weiter zum Text von Domradio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

 http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate

Aus dem Programm:

Luther-Choräle in Bach-Bearbeitungen. Marie-Claire Alain spielt „einige canonische Veränderungen über das Weihnachtslied Vom HImmel hoch“ (BWV 769a).

Beiträge zum Thema Magnificat liefert einmal der Bach-Schüler Johann Ludwig Krebs mit seinem Magnificat in F-Dur; zu hören in einer Aufnahme mit dem Kammerchor Michaelstein unter Sebastian Göring, begleitet an der Orgel von Felix Friedrich.

Im weiteren spielt Ulfert Smidt von Bach die „Fuga sopra il Magnificat“ (BWV 733). Und abschließend singt der Knabenchor Collegium Iuvenum Stuttgart unter Friedemann Keck das „Deutsche Magnificat“ von Heinrich Schütz.

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Videos mit Bach-Kantaten für den 2. – 4. Advent
 
Da zur Adventszeit nur ein begrenzte Auswahl an Bach-Kantaten vorliegt habe ich
neue YouTube-Videos von anderen Interpreten hinzugefügt..!!
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BWV  61  –  Nun komm, der Heiden Heiland

BWV  70  –  Wachet! betet! betet! wachet

BWV  132  –  „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn

BWV 186a  –  Ärgre dich, o Seele, nicht

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/ YouTube: BWV 61  –

 „Nun komm, der Heiden Heiland“  –  (Interpret: S D G – Gardiner)

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/ YouTube: BWV 70  –

 Wachet! betet! betet! wachet –  (Interpret: Rilling )

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/ YouTube: BWV 132 –

  „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“   (Interpret: Koopman )

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/ YouTube: BWV 186a – 

Ärgre dich, o Seele, nicht“   (Interpret: Koopman )

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Videos außerhalb des liturgischen Kalenders !

/ YouTube: BWV 63 –

Christen, atzet diesen Tag (Interpret:  Karl Richter )

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Georg Gebel der Jüngere (1709 – 1753)

Georg Gebel der Jüngere (* 25. Oktober 1709 in Brieg, Schlesien; † 24. September 1753 in Rudolstadt) war ein deutscher Komponist.

Er war der erste Sohn des Organisten Georg Gebel d. Ä. (1685–1750). Die musikalische Begabung des jungen Gebel zeigte sich sehr früh. Schon im Alter von 6 Jahren soll er sich vor den „vornehmsten Standespersonen“ Breslaus mit viel Bewunderung haben hören lassen. Schulwissen bekam er zunächst zu Hause vermittelt. Anschließend sorgte der Vater dafür, dass er eine umfassende Ausbildung auf dem Maria-Magdalena-Gymnasium erhielt.

Prägend war für Gebel die Begegnung mit der Italienischen Oper, deren Aufführungen er in Breslau besuchte. Im Alter von 20 Jahren war er als Organist an der städtischen Pfarrkirche St. Maria Magdalena tätig, und er leitete als regelmäßiger Gast die Kapelle des Herzogs Karl Friedrich von Württemberg-Oels. Im Rahmen dieser Tätigkeiten dürften auch die ersten größeren eigenen Kompositionen entstanden sein.

Im 26. Lebensjahr wurde Gebel in die Dresdner Privatkapelle des Grafen Heinrich von Brühl aufgenommen, die von dem späteren Thomaskantor Johann Gottlob Harrer geleitet wurde. Gebel war dort Cembalist und im Wechsel mit Harrer auch für die Erstellung der Fest- und Hausmusiken zuständig. Als Mitglied der Brühlschen Privatkapelle führte der Weg Gebels unter anderem 1739 nach Warschau, wo Musiker des Dresdner Hofes wiederholt gastierten.

Das Gebel-Wohnhaus in Rudolstadt

Nach insgesamt zwölfjährigem Aufenthalt in Dresden ging Gebel zusammen mit seiner Frau Maria Susanna, der Tochter des Berliner Malers Gebel, nach Rudolstadt, wo er neue Aufgaben erhielt und insbesondere als Komponist gefordert wurde und wo er hochgeachtet wurde. Grund für den Wechsel nach Rudolstadt war zudem die geplante Auflösung der Brühlschen Kapelle. Am 29. August 1746 wurde Gebel in der Residenz Rudolstadt zum „Concert-Meister“ ernannt, ab 20. März 1750 durfte er den Titel „Capell-Meister“ führen. Die Produktivität, die er am Rudolstädter Hof entfachte, war immens, und solcher Art, dass sie, wie Peter Gülke es formulierte, zugleich „ohne die Gewähr von Gediegenheit“ nicht denkbar wäre. Neben den nahezu komplett erhaltenen Kirchenkantaten-Jahrgängen von 1748 und 1751 sowie zwei Passionsmusiken sollen nicht weniger als zwölf Opern, mehr als 100 Sinfonien und Partiten sowie weitere Cembalokonzerte komponiert worden sein.

Seine Werke, von denen nahezu ausschließlich die Kantaten und Oratorien erhalten geblieben sind, werden heute im Thüringischen Staatsarchiv Rudolstadt (Schloss Heidecksburg) aufbewahrt (Musikalienbestand Hofkapelle Rudolstadt, HKR).

Video: Georg Gebel, d. J. (1709-1753)

Christmas Cantatas Vol. 1

„Verfolge mich, o Welt!“
„Gott Lob! mein Jesus macht mich rein“

Christmas Cantatas Vol. 2

„Mein Jesu A und O, der Anfang und das Ende“
„Begebet eure Leiber zum Opfer“

Performers in Vol. 1

Veronika Winter, Sopran
Britta Schwarz, Alt
Andreas Post, Tenor
Mattihas Vieweg, Bass

Les Amis de Philippe

Ludger Rémy – Organo & Gesamtleitung

Cantus Wettinianus Dresden

(Einstudierung: Tobias Mäthger)

Anna Moritz, Sopran – Inga Philipp, Alt – Jörg Mall, Tenor – Falk Joost, Bass

Les Amis de Philippe

Martin Roos, Stephan Katte – Horn
Luise Haugk – Oboe
Elisabeth Mergner – Fagott
Anne Schumann, Judith Freise, Cornelia Fiedler – Violine I
Klaus Bona, Anne Erdmann, Adéla Misonová – Violine II
Thordes Hohbach, Klaus Dieter Voigt, Raquel Massadas – Viola
Gregor Anthony, Monika Schwamberger – Violoncello
Dirk Lüking – Kontrabass

Ludger Rémy – Organo & Gesamtleitung

Performers in Vol. 2

Veronika Winter, Soprano (1 – 14) - Gesine Adler, Sopran (15-27)
Britta Schwarz, Alt
Andreas Post, Tenor
Matthias Vieweg, Bass

Les Amis de Philippe

Ludger Rémy – Organo & Gesamtleitung

Kantate „Am Neujahrstag“

„Mein Jesus A und O, der Anfang und das Ende!“

Ripieni: Cantus Wettinianus Dresden (Einstudierung: Tobias Mäthger)
Anna Moritz, Sopran – Inga Philipp, Alt – Jörg Mall, Tenor – Falk Joost, Bass

Les Amis de Philippe

Susan Williams, Thomas Friedlaender – Trompeten

Elisabeth Mergner – Fagott
Dorothee Müller-Kunst, Sarah Möller – Flöten
Anne Schumann, Judith Freise, Cornelia Fiedler – Violine I
Klaus Bona, Anne Erdmann, Adéla Misonová – Violine II
Thordes Hohbach, Klaus Dieter Voigt, Raquel Massadas – Viola
Gregor Anthony, Monika Schwamberger – Violoncello
Dirk Lüking (†) – Kontrabass

Ludger RémyOrgano & Gesamtleitung

Kantate zum 1. Sonntag nach Epiphanias

„Begebet eure Leiber zum Opfer“

Les Amis de Philippe

Anne Schumann, Sabine Kuhlmann, Cornelia Fiedler – Violine I
Klaus Bona, Renate Gentz, Ruth Ellner – Violine II
Thordes Hohbach, Klaus Dieter Voigt, Eva Salonen – Viola
Gregor Anthony – Violoncello
Dirk Lüking (?) – Kontrabass
Elisabeth Mergner – Fagott

Ludger Rémy – Organo & Gesamtleitung

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

zum BWV 132 „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!“

Kantaten für den 2. – 4. Advent 

Aufführungsort: Michaeliskirche, Lüneburg am 10.12.2000

Eine frühere Vertonung Bachs zum Advent, bei der er ebenfalls einen Text von Franck verwendet hatte, diesmal aus dessen Evangelischem Andachts-Opffer von 1715, war

BWV 132 „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!“,

ein intimes Werk für vier Stimmen, Oboe, Fagott, Streicher und Continuo, das zwei Rezitative, drei Arien und einen abschließenden Choral enthält. Wer mit einem anderen Werk vertraut ist, das auf direktere Weise Jesaja 40, 3 zugrunde legt, wird Mühe haben, nicht an das einleitende Accompagnato aus Händels Messiah denken zu müssen. Doch um dem Herrn die Wege zu bereiten, muss Bachs Sopranistin in ihrer Eingangsarie eine sehr viel schwierigere Aufgabe auf sich nehmen als Händels Tenor, denn von ihr wird erwartet, dass sie Melismen bewältigt, die aus zunächst sechzig, dann vierundachtzig fortlaufenden Sechzehnteln bestehen und zu weiteren fünf ausgehaltenen Taktteilen führen, alle mit der unbekümmerten Grazie und dem leichtfüßigen Schwung vorzutragen, wie es sich für eine verhaltene gigue oder eine französische loure geziemt.

Die interpretatorische Herausforderung erstreckt sich auch auf den Duettpartner des Soprans, die Oboe. Wie erwähnt, war die Orgel in der Herzoglichen Kapelle in Weimar im hohen Chorton gestimmt – vermutlich einen ganzen Ton über der regulären Stimmung –, und das bedeutete, dass Bach auf seine Streicher zählen konnte, aber nicht auf seine Bläser, die dem Chorton der Orgel folgten. Im Autograph ist die Oboenlinie mit einem Doppelschlüssel notiert, einem Sopranschlüssel (C1) in der Tonart A, auf den ein Violinschlüssel (G2) ohne Tonartangabe folgt, woraus wir folgern können, dass die Oboe im tiefen Kammerton gestimmt war und neben den Streichern und der im hohen Chorton gestimmten und in A-dur spielenden Orgel in A-dur spielte.

Um diese Komplikationen und den lästigen Wechsel der Stimmung innerhalb ein und desselben Programms zu vermeiden, setzten wir das als gegeben voraus, was Bach wahrscheinlich getan hätte, wäre das Stück noch einmal in Leipzig aufgeführt worden: Wir behielten die Tonart A-dur bei und gaben den Oboenpart der unlängst erfundenen Oboe d’amore, die eine kleine Terz tiefer als die normale Oboe gestimmt ist. Denn warum sollte er ein so schönes Werk eigentlich nicht in Leipzig aufgeführt haben? Offenbar wurde es 1725 in Zerbst aufgeführt, und somit wäre es vielleicht zu jenen verlorenen Kantaten zu zählen, die er für einen anderen Sonntag wieder hervorgeholt und bearbeitet hatte.

Bei der Vertonung von Francks Dichtung scheint Bach die Momente genau abzuwägen, wenn er aus einem Secco-Rezitativ in ein Arioso und wieder zurück gleitet – um die Ausdruckskraft ‚der Christen Kron und Ehre’ und der Verszeile ‚Wälz ab die schweren Sündensteine’ zu erhöhen, wo Tenor und Continuo symbolisch in einen imitatorischen Austausch eingebunden werden, dann sich für einen Augenblick, stellvertretend für den Heiland und den Sünder, ‚im Glauben vereinen’. Franck legt die Frage des Pfarrers aus der Lesung des Evangeliums an Johannes den Täufer – ‚Wer bist du?’ – Christus in den Mund, der das Gewissen der Christen auslotet, und das erklärt, warum Bach die zweite Arie (Nr. 3) seinem Bass-Solisten zuweist und seine Linien mit denen der Bassinstrumente – Cello, Fagott, Violine und Orgel – verkreuzt.

Kein besonderer Wohlklang zeichnet diese tiefgestimmten Toncluster aus, doch die Aufmerksamkeit des Hörers richtet sich auf Bachs Entschlossenheit, all das auszudrücken, was im Text angelegt ist: die mit Nachdruck deklamierte Anprangerung von Sünde und Heuchelei und die betonte Verwendung einer fragenden, aus vier Noten bestehenden figura corta (ein Stilmittel, das seine frühe Orgel- und Klaviermusik durchzieht), aus der auszubrechen nur der Cellofiguration gelingt. Bach fordert dann sein Streicherensemble auf, die reumütigen, bußfertigen Gesten seiner Altstimme mit einem ausgedehnten Accompagnato zu stützen, danach eine obligate Violine (die er vielleicht selbst gespielt hat), die in einer meditativen Arie, ebenfalls für Alt, die reinigende Wirkung des Taufwassers verdeutlichen soll. Das Autograph der Partitur schließt hier und enthält keine Musik für den abschließenden Choral. Francks Libretto übernimmt den Text der fünften Strophe von Elisabeth Creutzigers Choral ‚Herr Christ, der einig Gotts Sohn’ (1524), für die Bach in BWV 164 eine passende Harmonisierung geliefert hatte. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für Advent:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

   Link:   Künstler-Meinungen; Hildburg Williams Violine 

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CDs vom Label SDG  
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Cover SDG 162 Vol. 13

CD – Cover SDG 162 Vol. 13

Link:  CD zwei – Inhalt

BWV  70 „Wachet! betet! betet“ wachet!“

BWV 132 „Bereitet die Weg, bereitet die Bahn!“

BWV 147 „Herz und Mund und Tat und Leben“

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2017 vom 09.06 – 18.06.2017 

“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION 

Das Bachfest 2017 steht unter dem Motto ““EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION

Martin Luther sah in „Frau Musica“ eine göttliche Kunst, da sie den Teufeln zuwider sei. Entsprechend stellte er die Musik in eine Reihe mit der Theologie, erhob das deutschsprachige geistliche Lied zu einem festen Bestandteil des reformatorischen Programms und hielt ließ es Eingang in den Gottesdienst finden. Häufig als „schöne newe Lieder“ betitelt, verbreitete sich das neue reformatorische Liedrepertoire rasant….

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2017 beginnt seit dem 14. Oktober 2016.

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Bachfest-Programm zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video vom Thomanerchor !

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

♪ Advent Cantata BWV 36, „Schwingt freudig euch empor“ (Leipzig, 1731)

Part I
i. Chorus: Schwingt freudig euch empor
ii. Choral (soprano, alto): Nun komm, der Heiden Heiland
iii. Aria (tenor): Die Liebe zieht mit sanften Schritten
iv. Chorale: Zwingt die Saiten in Cythara

Part II
v. Aria (bass): Willkommen, werter Schatz!
vi. Chorale (tenor): Der du bist dem Vater gleich
vii. Aria (soprano): Auch mit gedämpften, schwachen Stimmen
viii. Chorale: Lob sei Gott dem Vater ton

Thomaner Paul Bernewitz, soprano
Thomaner Stefan Kahler, alto
Christoph Genz, tenor
Daniel Ochoa, bass

Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester
Georg Christoph Biller

Rondeau Production 2012


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 Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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J.S. Bach Cantata BWV 191

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

„Gloria in excelsis Deo“

Kantate BWV 191 zum 1. Weihnachtstag für Sopran und Tenor, Vokalensemble, Trompeten I–III, Pauken, Flauto traverso I+II, Oboe I+II, Fagott, Streicher und Continuo

Solisten

Gerlinde Sämann, Sopran; / Johannes Kaleschke, Tenor

Leitung: Rudolf Lutz

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Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link:  http://www.bachstiftung.ch/shop/gloria-in-excelsis-deo-bwv-191-dvd.html

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Video – YouTube BWV 191 – 

„Gloria in excelsis Deo“

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Link:  mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei 

Amazon – mit Hörproben

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Link zur Bachstiftung St. Gallen

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s  der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

 Bezugsquelle 

Link:   bei   j p c

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

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 J. S. Bach – Orgelwerk – BWV 676  „Allein Gott in der Höh sei Ehr“

ALL OF BACH BWV 676 Allein Gott in der Höh sei Ehr

Zum Anhören in das Foto oder diesen Text anklicken

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J. S. Bach – Kantate – BWV 191 “Der Herr denket an uns”

Der Text stammt von Psalm 115. Ein Großteil der späteren Kantate Ausgangs Bachs wurde für die Anforderungen des liturgischen Kalender geschrieben, aber dieser Kantate scheint für einen besonderen Anlass geschrieben worden sein. Der Psalm schließt die Zeile “Der HERR wird euch je mehr und mehr, Sie und Ihre Kinder”. Viele Kommentatoren, von Philipp Spitta ab, zu dem Schluss gekommen, dass die Kantate wurde für eine Hochzeit geschrieben und bisher für tatsächliche Hochzeiten, wo es könnte durchgeführt worden sein, darunter Bachs im Jahre 1707 eigene vorschlagen gegangen. Doch die Hochzeit Hypothese ist bei weitem nicht nachgewiesen, und der Text kann zu anderen Gelegenheiten passen.

Video:  J. S. Bach – Kantate – BWV 191 “Der Herr denket an uns”

ALL OF BACH BWV 196

Zum Anhören in das Foto oder diesen Text anklicken

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Kantate zu Advent BWV 61

J. S. Bach – BWV 61  “Nun komm der Heiden Heiland”

J.S. Bach schrieb die Kantate im Jahr seiner Ernennung zum Konzertmeister am Hof von Johann Ernst von Sachsen-Weimar für den 1. Advent und führte sie am 2. Dezember 1714 in der Schlosskirche erstmals auf. Die vorgeschriebenen Lesungen waren Röm 13,11–14  und  21,1–9 , der Einzug Jesu in Jerusalem. Der Textdichter Erdmann Neumeister übernimmt die erste Strophe von Martin Luthers Nun komm, der Heiden Heiland, dem Hauptlied des 1. Advent, für den Eingangschor und benutzt als Schlusschoral den Abgesang der letzten Strophe von Philipp Nicolais Wie schön leuchtet der Morgenstern.

Der dritte Satz enthält die Bitte um ein „selig neues Jahr“, da mit dem ersten Adventssonntag das neue Kirchenjahr beginnt. In Satz 4 zitiert Neumeister aus Offb3,20 „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir“. Der Dichter verbindet die Motive vom Einzug Jesu in Jerusalem und seiner Wiederkunft (aus der Offenbarung) mit der persönlichen Bitte um den Einzug in das Herz des Glaubenden. J.S. Bach führte die Kantate in seinem ersten Jahr in Leipzig am 28. November 1723 erneut auf.

BWV 61 ALL OF BACH

Zum Anhören in das Foto oder diesen Text anklicken

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J.S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach: vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html


Info:   J.S. Bach, Kantate BWV 153 „Schau, lieber Gott, wie meine Feind“

„Schau, lieber Gott, wie meine Feind“ (BWV 153) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig für den Sonntag nach Neujahr 1724, den 2. Januar 1724.

Bach schrieb die Kantate in seinem ersten Jahr in Leipzig für den Sonntag nach Neujahr 1724. Die vorgeschriebenen Lesungen waren 1 Petr 4,12-19 LUT und Mt 2,13-23 LUT, die Flucht nach Ägypten. Der unbekannte Textdichter nahm den Kindermord in Betlehem zum Anlass, allgemein die Situation des Christen zu beleuchten, der von Feinden bedrängt wird.
Der Dichter ist möglicherweise derselbe, der auch unmittelbar zuvor die Weihnachts-Kantaten „Darzu ist erschienen der Sohn Gottes und Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget“ verfasste, denn in allen diesen Werken kommen drei Choralstrophen vor.

Die Kantate beginnt mit einem Choral, der ersten Strophe von David Denickes „Schau, lieber Gott, wie meine Feind“ (1646). Satz 5 ist die fünfte Strophe von Paul Gerhardts „Befiehl du deine Wege“ (1656), bekannt als Satz 44 der Matthäus-Passion. Die Worte erwähnen die äußersten Feinde: „Und ob gleich alle Teufel“. Die Kantate endet mit den Strophen 16 bis 18 des Chorals „Ach Gott, wie manches Herzeleid“ (1587), der Martin Moller zugeschrieben wurde. Bach benutzte diesen Choral später als Grundlage für seine Choralkantate „Ach Gott, wie manches Herzeleid“, BWV 3, sowie die erste Strophe 1727 für „Ach Gott, wie manches Herzeleid“, BWV 58.

Die Kantate ist kammermusikalisch besetzt mit drei Solisten, Alt, Tenor und Bass, vierstimmigem Chor in den Chorälen, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.

Choral: Schau, lieber Gott, wie meine Feind
Recitativo (Alt): Mein liebster Gott, ach laß dichs doch erbarmen
Arioso (Bass): Fürchte dich nicht
Recitativo (Tenor): Du sprichst zwar, lieber Gott
Choral: Und ob gleich alle Teufel
Aria (Tenor): Stürmt nur, stürmt, ihr Trübsalswetter
Recitativo (Bass): Getrost! Mein Herz
Aria (Alt): Soll ich meinen Lebenslauf
Choral: Drum will ich, weil ich lebe noch

Die Kantate beginnt mit einem vierstimmigen Choral, was für Bachs Kantaten ungewöhnlich ist, doch verständlich, wenn man bedenkt, dass dies nach BWV 40, BWV 64 und BWV 190 die vierte neue Kantate der Weihnachtszeit 1723 war und BWV 65 für Epiphanias noch folgte. Bach wollte vielleicht seinen Chor entlasten.

Alle Rezitative sind secco, nur vom continuo begleitet, doch enden als Arioso. Bach bezeichnete Satz 3 als Arioso, doch ist er fast eine Arie. Das Bibel-Wort aus Jes 4,10 LUT, „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir“, ist dem Bass als der Vox Christi anvertraut, als ob Jesus es selbst spricht. Das Ritornell von acht Takte ist fast den ganzen Satz über in verschiedenen Tonarten gegenwärtig.

Nur zwei der neun Sätze sind Arien. Die erste, Satz 6, beschreibt die Feinde in schnellen Violinpassagen, scharfen punktierten Rhythmen und kühner Harmonik. John Eliot Gardiner vergleicht ihre Intensität mit der Arie des Petrus „Ach, mein Sinn“ aus der Johannes-Passion. Die zweite Arie, Satz 8, ist ein Menuett, das Bach wahrscheinlich aus seiner weltlichen Musik entwickelt hat, um ewige Freude zu beschreiben. Zweimal spielen die Instrumente einen Abschnitt und wiederholen ihn, während die Singstimme hineingewoben wird. Im zweiten vokalen Abschnitt werden die Worte „Daselbsten verwechselt mein Jesus das Leiden mit seliger Wonne, mit ewigen Freuden“ durch ein neues Thema dargestellt, das Allegro bezeichnet ist. Danach wiederholen die Instrumente ihren zweiten Abschnitt als Nachspiel.

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Videos:  J.S. Bach, Kantate BWV 153 „Schau, lieber Gott, wie meine Feind“

Nr. 1 Choral „Schau, lieber Gott, wie meine Feind“ & Nr. 2 Recitativo „Mein liebster Gott, lass dichs doch erbarmen“ & Nr. 3 Arioso „Fürchte dich nicht“ | solistenensemble stimmkunst | Hanna Roos (Alt), Daniel Raschinsky (Bass)

J.S. Bach, Kantate BWV 153 „Schau, lieber Gott, wie meine Feind“: Nr. 4 Recitativo „Du sprichst zwar, liebster Gott, zu meiner Seelen Ruh“ & Nr. 5 Choral „Und ob gleich alle Teufel“ | Daniel Schreiber (Tenor)

J.S. Bach, Kantate BWV 153 „Schau, lieber Gott, wie meine Feind“: Nr. 7 Recitativo „Getrost! Mein Herz, erdulde deinen Schmerz“ & Nr. 8 Aria „Soll ich meinen Lebenslauf“ | Dominik Wörner (Bass), Anne Greiling (Alt)

J.S. Bach, Kantate BWV 153 „Schau, lieber Gott, wie meine Feind“: Nr. 9 Choral „Drum will ich, weil ich lebe noch“ | solistenensemble stimmkunst | Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Christine Busch) | Leitung: Kay Johannsen

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen 3. Advents-Sonntag !

Herzliche Grüße

Volker

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ALL OF BACH veröffentlichte das BWV 191 „GLORIA IN EXCELSIS DEO“


Liebe Bachfreunde!

ALL OF BACH hat heute, am Freitag, 09. Dezember 2016, eine wunderschöne Kantate zu Weihnachten veröffentlicht. BWV 191 „Gloria in Excelsis Deo.

BWV 191 "Gloria in Excelsis Deo.

BWV 191 „Gloria in Excelsis Deo.

                  Link zum Video:    http://allofbach.com/en/bwv/bwv-191/

J. S. Bach Kantate BWV 191 „GLORIA IN EXCELSIS DEO“

Gloria in excelsis Deo („Ehre sei Gott in der Höhe“) (BWV 191) ist eine Festmusik von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Weihnachtskantate 1742 in Leipzig. Er bearbeitete dabei Musik, die er 1733 in einem Gloria für den Dresdner Hof komponiert hatte und die er später als Gloria seiner h-Moll-Messe verwendete.

Bach komponierte die Musik zur Umrahmung einer akademischen Rede bei einer Universitätsfeier, die am 1. Weihnachtsfeiertag 1742 in der Paulinerkirche stattfand. Er bearbeitete dabei Musik, die er 1733 in Kyrie und Gloria für den Dresdner Hof komponiert hatte und die er später seiner h-Moll-Messe eingliederte. Sie ist einzigartig unter seinen Kantaten, weil sie aus vorgenanntem Zusammenhang in lateinischer Sprache abgefasst und für fünfstimmigen Chor gesetzt ist. Zudem ist sie mit einer Aufführungsdauer von nur etwa 15 Minuten wesentlich kürzer als vergleichbare Werke. Die Kantate bezieht sich auf den in der Festrede behandelten Bibelabschnitt aus der Weihnachtsgeschichte des Evangelisten Lukas (Lk 2,14 

Die Kantate ist festlich besetzt mit zwei Vokalsolisten (Sopran und Tenor), fünfstimmigem Chor mit zwei Sopranstimmen, drei Trompeten, Pauken, zwei flauto traverso, zwei Oboen, zwei Violinen, Viola und Basso continuo. Das autographe Titelblatt trägt die Aufschrift „J.J. Festo Nativit: Xsti. Gloria in excelsis Deo. à 5 Voci. 3 Trombe Tymp. 2 Trav 2 Hautb. 2 Violini Viola e Cont. Di J.S.B.“.

1. Coro: Gloria in excelsis Deo

post orationem (nach der Predigt)
2. Duetto (soprano, tenor): Gloria Patri et Filio et Spiritui sancto
3. Coro: Sicut erat in principio
Der erste Satz (Gloria) stimmt fast vollständig mit dem entsprechenden Satz der Messkomposition überein, während der zweite und dritte Satz eng an ihr Vorbild angelehnt sind. Die Doxologie beginnt mit dem Duett Gloria Patri et Filio et Spiritui sancto, das Bach aus dem Domine Deus der Messe entwickelte, der Schlusschor Sicut erat in principio beruht auf Cum sancto spiritu. Einzelne Stimmen, zum Beispiel der fugierte Teil Sicut erat in principio, sind in der Kantate von Instrumenten verstärkt. Bach übernahm diese Änderungen jedoch nicht in die gültige Abschrift der h-Moll-Messe, und überließ es damit der Spekulation, ob er sie als Verbesserungen ansah.

EXTREM FLEXIBEL
Bach scheute nicht, seine eigenen Notizen wiederzuverwenden und tat es auf eine Vielzahl von Wegen.

Leipzig hatte Glück. Diese festliche Gloria war tatsächlich Teil einer kurzen Messe, die Bach dem Kurfürsten von Dresden als Geschenk präsentierte. So war die Musik nicht für Leipzig gedacht und sollte dort nicht aufgeführt werden. Schade, und vielleicht dachte Bach das auch. Wir wissen nicht genau, warum und wann er die Gloria aus der Masse als Kantate umschrieb. Es ist bemerkenswert, daß Bach auch für sein Leipziger Arrangement einen lateinischen Text gebrauchte, da die lateinische Kirchenmusik auch am Weihnachtstag nicht in Leipzig üblich war. Aber offenbar fand sich ein Anlass, und Leipzig konnte so Weihnachtsmusik im königlichen Stil genießen. Das Stück ist für fünf Teile geschrieben, wie es in Dresden üblich war. Die Instrumentierung ist auch real – eine Vielzahl von Farben wurden dem Orchester hinzugefügt: Oboe, Flöten und Fagott, sowie Trompeten und Pauken.

Es ist interessant zu sehen, wie kreativ Bach sich mit seiner eigenen Komposition beschäftigt. Die Worte und die Musik des ersten Satzes sind fast genau die gleichen wie die der Masse. So passt es wie ein Handschuh. Der Gesang der tanzenden Engel ist himmlisch, und im „Et in terra pax“ kommen wir friedlich zur Erde.

Im Duo für Tenor und Sopran, obwohl er seine eigenen Notizen kopierte, stellte Bach ihnen neue Worte. Anstatt die „Domine Deus“, die in der Gloria einer Masse folgt, hören wir „Gloria Patri“ – der Beginn der Doxologie; Eine Formel, mit der Psalmen abgerundet werden. Er schob den zweiten Teil des Duetts aus.

Bach hatte viel strengere Arbeit im dritten Satz und ersetzte den ursprünglichen ‚Cum Sancto Spiritu in Gloria Dei Patris, amen‘ mit ‚Sicut erat in principio et nunc et semper et in secula seculorum, amen‘. Da dies zu viele Silben hatte, fügte Bach zusätzliche sechs Balken Musik hinzu. Er gab auch den Flöten ein viel unabhängigeres Teil, sowie andere Änderungen an der Instrumentierung.

Unbewusst gab Bach so eine Art Demonstration, wie flexibel er mit seinen eigenen Partituren umgehen konnte. Er scheute nicht, seine eigenen Notizen wiederzuverwenden. Manchmal hätte ihm dies – wie im ersten Satz hier – Zeit gelassen, aber der dritte Satz hätte ihn vielleicht mehr Energie beim Umschreiben der vorhandenen Musik auf die neuen Worte gekostet.


Ausführende: 

RELEASE DATE 9 December 2016
RECORDING DATE 17 December 2015
LOCATION Grote Kerk, Naarden
CONDUCTOR Jos van Veldhoven
SOPRANO I Maria Keohane
SOPRANO II Michaela Riener
ALTO Alex Potter
TENOR Charles Daniels
BASS Matthias Winckhler
RIPIENO SOPRANO I Lucie Chartin, Marijke van der Harst
RIPIENO SOPRANO II Marie Heeschen
RIPIENO ALTO Elsbeth Gerritsen
RIPIENO TENOR Yves van Handenhove, Immo Schröder
RIPIENO BAS Michiel Meijer, Jelle Draijer
VIOLIN 1 Shunske Sato, Annelies van der Vegt, Anneke van Haaften, Lidewij van der Voort
VIOLIN 2 Sayuri Yamagata, Anneke van Haaften, Paulien Kostense
VIOLA Staas Swierstra, Jan Willem Vis
CELLO Lucia Swarts, Richte van der Meer
VIOLONE Robert Franenberg
TRAVERSO 1 Frank Theuns
TRAVERSO 2 Doretthe Janssens
OBOE 1 Martin Stadler
OBOE 2 Peter Frankenberg
TRUMPET 1 Robert Vanryne
TRUMPET 2 Stephen Keavy
TRUMPET 3 Mark Geelen
TIMPANI Luuk Nagtegaal
HARPSICHORD Siebe Henstra
ORGAN Pieter-Jan Belder

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Ich wünsche allen Bachfreunden viel Freude mit diesem Video und einen schönen 3. Advent.

Grüße sommerk

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Kantatengottesdienst mit dem Herforder Münsterchor am Sonntag, 27.11.2016 – BWV 186a „Ärgre dich, o Seele, nicht“


Kantatengottesdienst des Herforder Münsterchors

Mit sicherer Hand: Münsterkantor Stefan Kagl leitet das philharmonische Bachorchester und den Münsterchor. Foto: © Tenta

Mit sicherer Hand: Münsterkantor Stefan Kagl leitet das philharmonische Bachorchester und den Münsterchor. Foto: © Tenta

Julia Borchert trat als Solistin auf !

Herford. Vor genau 300 Jahren komponierte Johann Sebastian Bach die Adventskantate BWV 186aÄrgre dich, o Seele, nicht“ über einen Text von Salomon Franck. In seiner Zeit als Thomaskantor hat Bach dieses Werk noch erweitert. Münsterkantor Stefan Kagl hat sich, zusammen mit dem Herforder Münsterchor, der seltener zu hörenden Urfassung dieses Werks angenommen.

Für die vier Soloarien konnten vier exzellente Solisten gewonnen werden. Dieter Goffing überzeugte mit seiner Bass-Arie, schlicht aber eindringlich begleitet von tiefen Instrumenten. Besondere Freude bereitete die Gelegenheit, Julia Borchert in Herford erneut hören zu können. Die heute deutschlandweit gefragte Sopranistin hatte als Schülerin in Herford erste kirchenmusikalische Erfahrungen gewonnen. Ihr Mitwirken bei dieser Aufführung war auch als Dank an ihre damalige Chorleiterin, Annette Lindenkamp zu verstehen, der mit diesem Festgottesdienst für ihr jahrzehntelanges Engagement für das Musikleben in Herford gedankt wurde (die NW berichtete).

 

Stefan Kagl führte den Münsterchor und das philharmonische Bachorchester mit sicherer Hand durch die anspruchsvolle Komposition. Der Chor schien schwerelos zu singen, getragen von einfühlsamen, kompetenten Instrumentalisten.

Pfarrer Hans-Detlef Hoffmann ging in seiner anschließenden Predigt auf die zuvor gehörte Kantate ein. Mit theologischer Gelehrsamkeit und musikalischer Sachkenntnis wurde Bachs selten gehörtes Werk noch einmal lebendig gemacht. Manche Gottesdienstbesucher haben sich sicher im Anschluss gewünscht die Kantate ein zweites Mal, mit neu gewonnener Erkenntnis erleben zu können.

Münsterkantor Stefan Kagl war an diesem Sonntag nicht nur als Dirigent, sondern auch als Organist zu erleben. Als Begleiter der Kirchenlieder begnügt er sich nicht damit die Gemeinde hinter sich her zu ziehen, sondern nützt diese Aufgabe zur kreativen Gestaltung. Mit dem von ihm vorgetragenen Orgelnachspiel von Heathcote Statham, konnte ein in Deutschland selten zu hörender Komponist entdeckt werden. Während Stathams Orgelspiel war 1938 die Orgel der Norwich Kathedrale in Flammen geraten. Kagls Interpretation der Fantasie über „Veni Emmanuel“ war hingegen, gottlob „nur“ herzerwärmend.

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Zum Video: J.S. Bach Adventskantate BWV 186a „Ärgre dich, o Seele, nicht“

J.S. Bach – Kantate BWV186a „Ärgere dich, o Seele, nicht“ (Musik verschollen)

Eine Rekonstruktion der Kantate wurde 1963 von Diethard Hellmann veröffentlicht.

Besetzung Soli: S A T B, Coro: S A T B, Oboe I/II, Taille, Fagotto, Violino I/II:, Viola, Continuo
Entstehungszeit: 1716 Weimar
Text: Salomo Franck 1717
Bemerkungen: Musik verschollen aber in wesentlichen Teilen in BWV 186 erhalten.
Anlass: 3. Adventssonntag

1. Coro Oboe I/II, Taille, Fagotto, Violino I/II, Viola, Continuo

Ärgre dich, o Seele, nicht,
Dass das allerhöchste Licht,
Gottes Glanz und Ebenbild,
Sich in Knechtsgestalt verhüllt.
Ärgre dich, o Seele, nicht!

2. Aria B Continuo

Bist du, der da kommen soll,
Seelenfreund im Kirchengarten?
Mein Gemüt ist zweifelsvoll,
Soll ich eines andern warten?
Doch, o Seele, zweifle nicht.
Lass Vernunft dich nicht verstricken,
Deinen Schild, o Jakobs Licht,
Kannst du in der Schrift erblicken!

3. Aria T Viola, Continuo

Messias lässt sich merken
Aus seinen Gnadenwerken,
Unreine werden rein.
Die geistlich Lahme gehen,
Die geistlich Blinde sehen
Den hellen Gnadenschein.

4. Aria S Violino I/II, Continuo

Die Armen will der Herr umarmen
Mit Gnaden hier und dort!
Er schenket ihnen aus Erbarmen
Den höchsten Schatz, des Lebens Wort!

5. Aria S A Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo

Lass, Seele, kein Leiden
Von Jesu dich scheiden,
Sei, Seele, getreu!
Dir bleibet die Krone
Aus Gnaden zu Lohne,
Wenn du von Banden des Leibes nun frei.

6. Choral Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Fagotto, Continuo

Darum, ob ich schon dulde
Hie Widerwärtigkeit,
Wie ich auch wohl verschulde,
Kommt doch die Ewigkeit,
Ist aller Freuden voll,
Dieselb ohn einigs Ende,
Dieweil ich Christum kennt,
Mir widerfahren soll.
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Die Kantate basiert auf einem Kantatentext von Salomo Franck für den Dritten Adventssonntag, der 1717 in den Evangelischen Sonn- und Fest-Tages-Andachten erschienen ist. Seine Texte enthalten die Sätze 1, 3, 5, 8, 10 des späteren Werkes und einen anderen Schlusschoral von Ludwig Helmbold. J.S. Bach komponierte die Musik, BWV 186a, 1716 in Weimar, wo sie zum ersten Mal am 13. Dezember 1716 aufgeführt wurde.

Ensemble: Ton Koopman

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Herzliche Adventgrüße

Volker

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