Archiv der Kategorie: Biographien von Dirigenten – Instrumentalisten – Gesangs-Solisten – Organisten.

ALL OF BACH veröffentlicht von J. S. Bach das BWV 622 – Orgelchoral: „O Mensch, bewein dein Sünde gross“


ALL OF BACH veröffentlicht von J. S. Bach das BWV 622 –

Orgelchoral: „O Mensch, bewein dein Sünde gross“

                                                Stiftskirche St. Georg – Goslar-Grauhof

„O Mensch, bewein dein Sünde groß“ ist ein lutherisches Kirchenlied zur Passionszeit. Den Text verfasste der Rektor und Kantor Sebald Heyden 1530 zur Melodie Es sind doch selig alle, die von Matthias Greitter (1525). Das Lied ist originalnah im Evangelischen Gesangbuch (Nr. 76), in einer revidierten ö-Fassung im Gotteslob (Nr. 267) enthalten.

Aus den kirchenmusikalischen Bearbeitungen des Liedes ragen Johann Sebastian Bachs ausgezierte Orgelparaphrase BWV 622 und insbesondere der groß angelegte Schlusschor des ersten Teils seiner Matthäuspassion (Nr. 35) heraus.

Ein Orgelwerk, das so ergreifend und bewegend ist wie dieses Chorvorspiel für die Passion ist eine Rarität, auch für Bach. Wir sind alle an unsere Verantwortung erinnert, auf die wir hoffnungslos verzichtet haben, wie wir wissen. O ihr treu von allen Ländern, nimm Schande! Obwohl Christus uns gerettet hat, musste er einen schrecklichen Tod sterben, um dies zu tun.

Die ungewöhnlich lange Choralmelodie, die sich langsam vor dem Zuhörer entfaltet, kommt aus einer Hymne aus dem Jahr 1525. Extreme Strenge würde für den strengen Ton der Worte passen, aber stattdessen nimmt Bach in einer Fülle von Ornamenten auf. Es ist, als ob er sagen will: Es ist wahr, dass wir ein wertloser Haufen sind, aber wir können es nicht wirklich helfen. Also, anstatt uns einen schmerzhaften Clip um die Ohren zu geben, setzt er einen Putz auf die Wunde.

                                                     Treutmann-Orgel von 1737 Grauhof, St. Georg

Allerdings kommen wir nicht so leicht weg. Indem er die einfache Choralmelodie in so tröstliche Umhänge setzt, nimmt Bach die Seele noch mehr überrascht mit seinen unerwarteten harmonischen Wendungen und Wendungen. Und das war genau seine Absicht. In seiner Sammlung von Choräle-Präludien Harmonische Seelenlust aus dem Jahr 1733 sagt der Organisist Georg Friedrich Kaufman in so vielen Worten: Das Ziel, Choräle in der Kirche zu spielen, ist, die Gemeinde in die richtige Stimmung zu bringen, damit sie dann den Chor mit demselben singen werden Größere Hingabe. Im Jahre 1746 bestätigte Bachs Schüler Ziegler, dass genau das, was er von Bach gelernt hatte: „Wie für das Spielen von Choräle, mein Lehrer, Kapellmeister Bach, lehrte mich, die Songs nicht so zu spielen, sondern im Einklang mit der Bedeutung (Affect) Der Worte „.

Wenn also nach einer chromatischen Torsion Bach in der allerletzten Bar von O Mensch eine wahrhaft bemerkenswerte Harmonie einnimmt, ist es nicht ohne Grund. In diesem sowieso langsam Arbeit, reduziert er das Tempo hier zu adagissimo, so dass es klar wird, wie schrecklich lange Christus musste an diesem gewundenen Kreuz hängen und wie schmerzhaft es war. Es ist leicht vorstellbar, dass die Gemeinde einen enormen Klumpen in ihrer Kehle hatte, als sie anfingen, diesen Chor zu singen.

Orgelbüchlein, BWV 599-644

Während seiner Zeit als Gerichtsorganistin in Weimar (1708-1714) begann Bach bereits seine erste Sammlung von Choral-Arrangements lutherischer Hymnen. Nach der Inhaltsliste sollte es sich um eine Sammlung von 164 Kompositionen handeln, aber am Ende nicht mehr als 46. Die Reihenfolge, kombiniert mit der begrenzten Länge der Stücke, zeigt, dass Bach plant, eine komplette zu kompilieren Zyklus der Chorale Präludien für die Kirche.

Später, in seiner Zeit in Köthen, gab er der Sammlung eine Titelseite, die lautet: Orgel-Büchlein, Worin ein für lernende Organisten Anleitung gegeben wird, auff allerhand Arth einen Choral durchzuführen … (kleines Orgelbuch, in dem ein Anfänger Organist gelehrt wird Um einen Choral auf alle möglichen Weisen zu ordnen …). So beabsichtigte er damals die Sammlung ebenso wie eine Lehranleitung, die er vielleicht 1722 für die  Thomasschule in Leipzig vorstellte, was eine wichtige Lehraufgabe war. Die Schüler müssen eine harte Zeit erfüllen, denn die Präludien enthalten das komplette Spektrum der barocken Tastentechniken in Kürze.

BWV
622
Titel
O Mensch, bewein dein Sünde gross
Genre
Orgelarbeit (Chorale Arrangement)
Serie
Orgelbüchlein
Jahr
Ca. 1708-1717
Stadt
Weimar

Besondere Hinweise:
In einer Manuskript mit 45 anderen Chorale Präludien enthalten. Erst im Jahre 1722 wurde in Köthen das Manuskript mit einer Titelseite mit Orgelbüchlein versehen.

Veröffentlichungsdatum
14. April 2017
Erstellungs-Datum
24. August 2015

Ort
Stiftskirche St. Georg, Goslar-Grauhof
ORGANIST
Erwin Wiersinga
Organ
Christoph Treutmann, 1731

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                         Video ALL OF BACH BWV 622 – Zum Anhören in das Foto klicken..!!

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Text-Link zum Video BWV 622 „O Mensch, bewein dein Sünde gross“


„Ich wünsche viel Freude“ – mit dem Orgelchoral und wünsche

allen ein besinnliches Osterfest!

Grüße sommerk

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J. S. Bach-Passions-Oratorien / Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Oratorien – Kantaten-Beschreibungen für den Feiertag „Karfreitag“


J. S. Bach-Passions-Oratorien / Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Oratorien – Kantaten-Beschreibungen für den Feiertag „Karfreitag“

                                 Kreuzigungstriptychon von Rogier van der Weyden – von 1445.

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder SehprobeRadio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 14.04.2017 begehen wir den Feiertag “Karfreitag

Der Karfreitag (früher Parasceve genannt) wurde vermutlich schon von den ersten Christen begangen als ein Tag des Fastens und der Trauer. Er behielt diesen Charakter über die Jahrhunderte bei. Schon Tertullian (Ende des 2. Jahrhunderts) bezeugte die Einhaltung dieses Tages als großen Fastentag.

Die protestantische Kirchen aber haben zunächst nur teilweise den Karfreitag als Feiertag übernommen. Im 17. Jahrhundert erlebte er als Bußtag eine Renaissance, wobei er freilich seinen ursprünglichen Character verlor. Entgegen der früheren Praxis, an diesem Tag (als dem einzigen des Jahres) kein Abendmahl zu feiern, stand nun das Abendmahl im Vordergrund. Heute entwickelt sich die Feier des Tages wieder zu einer dem ursprünglichen Sinn angemessenen Praxis.

Am Karfreitag hören wir, wie der Sohn Gottes gekreuzigt und zu Tode gebracht wurde. Die christliche Gemeinde verstummt, läßt nur noch das Wort Gottes reden. Dies findet seinen Ausdruck darin, dass die Vesper nach der Todesstunde Jesu einzig aus der Lesung besteht, zu der das Psalmgebet tritt.

Am Karfreitag verlöschen die Kerzen, die bis dahin Zeichen für das lebendige Licht, das Jesus Christus selbst ist, gewesen sind, um erst in der Osternacht wieder am Osterlicht entzündet zu werden. Die liturgische Farbe des Karfreitags und Karsamstags ist schwarz, wobei aber vollkommene Schmucklosigkeit des Altars ausreichend ist. Schwarz ist die “Farbe” des Todes, der Finsternis, der Verneinung allen Lebens.
Am Karfreitag verstummt das Lob der Gemeinde – das Geschehen am Kreuz macht sie still, vielleicht sogar beschämt, angesichts des Leides und Sterbens unseres Herrn Jesus Christus um unseretwillen.

Am Karfreitag verstummen wir angesichts des Leidens unseres Herrn, das er auf sich nahm, damit wir Frieden hätten mit Gott. Wir denken auch an die Menschen, die in unserer Zeit gefoltert und getötet werden, weil sie den Namen Jesu furchtlos bekennen, und wir müssen erkennen, dass die Ungerechtigkeit unter uns kein Ende genommen hat. Durch das Kreuz Jesu werden wir ermutigt, in dieser unserer Welt für Gerechtigkeit und Versöhnung einzutreten.

Der Wochenspruch: 

Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Joh 3, 16)

Wochenlied: 

Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“ (EG 83)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten:

Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik

in den Kirchen zu schweigen

*Kantaten ohne liturgische Bestimmung

*)  BWV 97  ”In allen meinen Taten

*) BWV 100   Was Gott tut das ist wohlgetan

*) BWV 120 „Gott, man lobet dich in der Stille

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:04 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link:

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link:

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link:

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik – Sonntag: 07:04 bis 08:30 Uhr

Darin: um 07.50 Kirche in WDR 3

Georg Philipp Telemann (1681-1767)

Betrachtung der neunten Stunde am Todestage Jesu,

Passions-Oratorium für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

David Cordier, Countertenor; Wilfried Jochens, Tenor;

Hans-Georg Wimmer  und  Harry van der Kamp, Bass;

Rheinische Kantorei;  Das Kleine Konzert,

Leitung: Hermann Max

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Heinrich von Herzogenberg (1843-1900)

Die Passion op. 93 (Auszüge)

Ex Tempore Chorus / Ex Tempore Orchestra

Leitung: Florian Heyerick

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm:

Kantate etwa ab  06:04 Uhr

Johann Sebastian Bach

J.S. Bach Johannes-Passion BWV 245    

Schlusschor „Ruhet wohl, ihr heiligen Gebeine“

und Choral „Ach Herr, lass dein lieb Engelein“

Chor und Orchester der Niederländischen Bachgesellschaft

Leitung:  Jos van Veldhoven

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:

Sonntag 06:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate ab 07:04 Uhr

Motette BWV 228 „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“

Motette für zwei vierstimmige Chöre

Kammerchor Stuttgart  / Barockorchester Stuttgart

Leitung: Frieder Bernius

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Felix Mendelssohn Bartholdy   (1809-1847)

„O Haupt voll Blut und Wunden“

Raimund Spogis (Bariton)

Chamber Choir of EuropeWürttembergische Philharmonie Reutlingen

Leitung: Nicol Matt

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

„Grabmusik, Kantate zum heiligen Grab Christi, KV 42“

Jesu Christi für Soli, Chor und Orchester“, SWV 478

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-kultur-radio-100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszüge aus dem Programm:

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach

Georg Philipp Telemann (1681-1767)

„Betrachtung der neunten Stunde am Todestage Jesu“

David Cordier, Altus; Hans-Georg Wimmer,Tenor

Harry van der Kamp. Bass

Rheinische Kantorei / Das Kleine Konzert

Leitung: Hermann Max

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag um  08:05 Uhr bis 09:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 1004  Partita d-Moll,

Henryk Szeryng, Violine

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Georg Philipp Telemann (1681-1767)

„Hamburgische Trauermusik“

Les Favorites:

Leitung:  Holger Speck

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Carlo Gesualdo di Venosa (1566-1613)

‚Tenebrae factae sunt‘.

Responsorium 5 (Wechselgesang)

zum Karfreitag für Vokalensemble

Nordic voices

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

https://www.domradio.de/radio

Web-Radio:

https://www.domradio.de/radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Einführung in die Johannespassion von J. S. Bach

„O hilf, Christe, Gottes Sohn“

Passend zum Karfreitag geht es in Cantica um die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach. Sie behandelt Verhaftung, Verhör, Kreuzigung und Grablegung von Jesus Christus.

Mit diesem Werk führte sich der neu gewählte Thomaskantor 1724 im Rahmen des Karfreitagsgottesdienstes in Leipzig ein, allerdings nicht in der Thomaskirche, sondern in der Nikolai-Kirche. Bach schuf mit dieser Passionsvertonung einen ersten Höhepunkt der sogenannten oratorischen Passion. Das Werk bringt den unveränderten Bibeltext, barocke Dichtung und Choralstrophen in einen inneren Zusammenhang. Musikalisch ist Bachs Tonsprache von der italienischen Oper der damaligen Zeit inspiriert. Dies erklärt die Leidenschaftlichkeit und Dramatik der Johannes-Passion….

weiter zum Text von Dom-Radio

 

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate

J. S. Bach: BWV 247 „Markus-Passion“ (rekonstruiert)

 (Es werden keine weiteren Programm-Angaben veröffentlicht !)

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Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik

in den Kirchen zu schweigen

Videos – Bach-Kantaten:

*Kantaten ohne liturgische Bestimmung

*)  BWV 97  ”In allen meinen Taten

*) BWV 100   Was Gott tut das ist wohlgetan

*) BWV 120 „Gott, man lobet dich in der Stille

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/ YouTube: BWV 97  ”In allen meinen Taten  (Interpret:Ton Koopman )

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/ YouTube: BWV 100   Was Gott tut das ist wohlgetan  ( Interpret: Ton Koopman)

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/ YouTube: BWV 120 „Gott, man lobet dich in der Stille“  ( Interpret: ALL OF BACH )


Oratorien zur Passionszeit von J.S. Bach

Für Ostwestfalen gab es am 18. März 2016 von der HfM Detmold von J.S. Bach

BWV 244 „Matthäus Passion“ auf  YouTube als ein Live-Stream zu sehen und zu hören.

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/ YouTbe:   Johannes Passion BWV 245

Soprano: Johannette Zomer
Tenor: Andreas Scholl
Tenor: Mark Padmore
Baritone: Mathias Hausmann
Bass: Klaus Mertens

Chor des Bayerischen Rundfunks

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Conductor, Ton Koopman


/ YouTbe: BWV 247  „Markus-Passion

Johann Sebastian Bach Markus passion BWV 247, recontructed by Ton Koopman

The Amsterdam Baroque Orchestra and Choir

Conducted, Ton Koopman

Deborah York, soprano; / Bernhard Landauer, countertenor or alto;

Christoph Pregardien, tenor; Paul Agnew, tenor for arias;

Peter Kooy, bass; Klaus Mertens, bass for arias;


J. S. Bach – BWV 244 – Matthäus Passion

Programm des Videos:

Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion, BWV 244 – Part I
Jacobus Gallus (1550-1591) „Ecce quomodo moritur justus“
Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion, BWV 244 – Part II

Ausführende:

Conductor Raphaël Pichon & Ensemble Pygmalion.

Julian Prégardien (Evangéliste)
Stéphane Degout (Jesus & bass I)
Christian Immler (Pilate & bass II)
Sabine Devieilhe (soprano I)
Maïlys de Villoutreys (soprano II)
Damien Guillon (alto I)
Lucile Richardot (alto II)
Samuel Boden (tenor I)
Thomas Hobbs (tenor II)
Virgile Ancely & Geoffroy Buffière (Pontifex I & II)

Recording from 26. März 2016 – Chapelle royale du Château de Versailles – (Versailles, Frankreich)

Link zum Video nachstehend:

https://www.gloria.tv/video/uDTjQXVVukY16e2kTLbDNA9sH

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♪ St Matthew Passion – Matthäus-Passion, BWV 244 (1727, Leipzig) Ton Koopmann

Cornelia Samuelis, soprano
Bogna Bartosz, alto
Jörg Dürmüller, tenor
Paul Agnew, tenor
Ekkehard Abele, baritone
Klaus Mertens, bass

Amsterdam Baroque Choir
Cappella Breda Boys
Amsterdam Baroque Orchestra

Conductor: Ton Koopman

Live: St. Joris Church, Amersfoort, Netherlands (vom 22/03/2005 – 23/03/2005)

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Gedenktafel Jan Dismas Zelenka - am Wohnhaus in Dresden

Gedenktafel Jan Dismas Zelenka – am Wohnhaus in Dresden

Jan Dismas Zelenka (1679-1745)

Jan Dismas Zelenka (* getauft 16. Oktober 1679 in Launiowitz, heute Louňovice pod Blaníkem, in Böhmen; † 23. Dezember 1745 in Dresden; eigentlich Jan Lukáš Zelenka) war ein Barockkomponist böhmischer Herkunft.

Jan Dismas Zelenka war Sohn eines tschechischen Dorflehrers und Organisten und wurde am Prager Jesuitenkolleg ausgebildet. Im Jahr 1710 trat er eine Stelle als Violonist bzw. Kontrabassist am sächsischen Hof in Dresden an. Zwischen 1716 und 1719 reiste er nach Wien, wo er bei Johann Joseph Fux studierte. Ein vielfach vermuteter Aufenthalt in Italien, wo er Antonio Lotti und Alessandro Scarlatti getroffen haben soll, ist nicht belegt.

Nach dem Tod des Dresdner Kapellmeisters Johann David Heinichen, den er während dessen Krankheit bereits vertreten hatte, bewarb er sich bei Kurfürst Friedrich August II. als dessen Nachfolger, unterlag jedoch Johann Adolf Hasse. 1733 wurde er lediglich zum Hofkomponisten und 1735 zum „Kirchen-Compositeur“ ernannt und er blieb, mit Ausnahme gelegentlicher Reisen nach Prag bis zu seinem Tod im Jahr 1745 in Dresden. Sein Grab auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden ist nicht erhalten. Seit 1996 erinnert auf dem Friedhof eine Gedenkstelle an ihn.

Ob sich J.S. Bach und Jan Dismas Zelenka in Dresden jemals begegnet sind ist unbekannt schätzten sich gegenseitig aber sehr………

YouTube-Video

Inhaltsangaben vom Video: 

Jan Dimas Zelenka:

Officium Defunctorum & Requiem in D-Dur

Ausführende:

Katerina Knezikova: soprano
Mariana Rewerski: mezzosoprano
Marketa Cukrova: alto
Jaroslav Brezina: tenor
Tobias Berndt: bass
Tomas Kral: bass

Collegium 1704

Conducted by Václav Luks

Video:

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

Aufführungsort: Walpole St. Peter, Norfolk am 05.03.2000

BWV 182 “Himmelskönig sei willkommen”

Kantate für den Sonntag  “Palmarum”

Wir trafen uns am Sonnabendnachmittag, um die drei Kantaten (BWV 182, 54 und 1) in dieser bildschönen, aber eiskalten Kirche zu proben, während der Regen auf das Dach trommelte und auf das öde Acker- und Weideland, das diese Ecke Ostenglands prägt. Am Sonntag ließ sich die Sonne blicken und lieferte das ‚zauberhaft Spiel des Lichtes auf Stein und Holz’, das der Kirche fünf Sterne in Simon Jenkins’ Buch über England’s Thousand Best Churches eingebracht hatte. Der Princestellte sich pünktlich ein, und wir begrüßten ihn mit Thomas Arnes Arrangement für das Drury Lane Theatre von God Save the King (1745), das nicht in der üblichen schwerfälligen, trübsinnigen Manier gespielt wurde, sondern als luftiger, leichtfüßiger Passepied. Das Stück war ein passendes Präludium zu der eleganten Sonate, mit der Bach BWV 182 “Himmelskönig, sei willkommen” eröffnet, das 1714 komponiert wurde, als Palmsonntag und Mariä Verkündigung zusammenfielen.

Die Sonate wirkt wie die Miniaturausgabe einer französischen Ouvertüre, Solovioline und Blockflöte dialogisieren mit einer Pizzicato-Begleitung, die ein wenig an Jesu Eselritt nach Jerusalem erinnert. In dem magischen Augenblick, wenn die Streicher zum ersten Mal wieder coll’arco spielen und der Tonaufschwillt, spürt man noch einmal, was für eine Offenbarung die Begegnung mit der Musik seiner Zeitgenossen – Corelli, Vivaldi u.a. – für Bach gewesen sein muss. Ein madrigalähnliches Willkommenslied für Chor (Nr. 2) – und, wie ich finde, eine idiomatische Verwendung von concertisten und ripienisten, wenn die Streicher und die Blockflöte einsetzen – deutet auf eine wachsende Menge hin, die sich einstellt, um Christus als Gottes Vertreter 10 auf Erden willkommen zu heißen. Selten ist Bach auf eine so frische Weise unbeschwert. Die kammermusikähnlichen Proportionen des Werkes, seine Fröhlichkeit und Unbekümmertheit schienen für das Gebäude wie geschaffen.

Nur ein Rezitativ ist vorhanden (Nr. 3), und es ähnelt eher einem Arioso, dafür gibt es drei aufeinander folgende und im Charaktergegensätzliche Arien, in der die Leidenszeit, die Christus bevorsteht, als Quelle geistlicher Inspiration behandelt wird, vom Bass (Nr. 4) und Tenor (Nr. 6), die Christus direkt ansprechen, vom Alt (Nr. 5), der alle Christen aufruft, den Heiland in der Weise zu begrüßen, wie es im Evangelium berichtet wird: ‚Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg. Die anderen hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg’. Bach setzt in dieser langsamen und ausgedehnten Dacapo-Arie (mit geringfügig schnellerem B-Teil), deren sich windende, absteigende Phrasen andeuten, wie sich die Zweige neigen und die Menschen vor dem Heiland niederknien, eine einzelne Blockflöte gegen das Alt-Solo. Auf mich wirkte das wie eine musikalische Pietà, die Alt-Marienfigur, die den Heiland in ihren Armen wiegt – und wir fanden in der Nordwestecke der Kirche tatsächlich eine Pietà der englischen Bildhauerkunst. 

Die Tenor-Arie, von einer regen, zuweilen gequälten Continuolinie unterlegt (cis-moll in dieser transponierten Leipziger Fassung!) verweist auf eine Stimmung zu einem späteren Zeitpunkt während der Passion. Immer wieder abrupter Stillstand und Neubeginn – diese Abfolge deutet an, wie Jesus unter der Last des Kreuzes stolpert, während ihm seine Jünger auf dem langen Weg ‚durch Wohl und Weh’ nicht folgen können.

Die Kantate endet mit zwei Chören, der erste eine motettenähnliche Choralfantasie, die um Vulpius’ schöne Melodie (1609) des für Palmsonntag bestimmten Liedes gebaut ist, der zweite ein munterer Chortanz, der auf direktem Wege einer heiteren Oper dieser Zeit hätte entnommen sein können (und auch im Ersten Akt von Tschaikowskys Eugen Onegin nicht völlig fehl am Platze gewesen wäre). Dieser Tanz verlangt die Ausgeglichenheit eines Trapezkünstlers im Verbund mit der Agilität eines Madrigalgymnasten – und ist einfach faszinierend. In einerKirche, die bis auf den letzten Platz mit einem so bunt gemischten Publikum besetzt war – der Prince of Wales, seine Stallmeister, sein Leibwächter, die Mimen seiner House-Party, Bach-‚Pilger’ aus London und Oxford, sogar jemand aus Japan –, spürte man noch mehr als sonst das Geheimnis einer Live-Aufführung von Bachs Musik, die offensichtlich Interpret wie Hörer gleichermaßen Nahrung gibt. Die erhebende Stimmung war zu fühlen.

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir GardinersKantaten-Beschreibungen für Sonntag Oculi

               Link:    h i e r  zum Download  als PDF   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen:  Nathalie Stutzmann, Alt

Eine Einführung in die Johannes-Passion von Sir Gardiner steht als PDF zum Download bereit:

  Link: Erläuterungen zur Johannes Passion von Sir Gardiner

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CDs vom Label SDG  
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B000E1P3B6

Cover:  CD – SDG 118 – Vol. 21

CD 2 zum Sonntag Oculi

Link: 

CD – Bestellung 

CD  – Inhalt:

BWV 1 “Wie schön leuchtet der Morgenstern”

BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

BWV 182 “Himmelskönig, sei willkommen”

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2017 vom 09.06 – 18.06.2017 

Das Bachfest 2017 steht unter dem Motto

“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION

Martin Luther sah in „Frau Musica“ eine göttliche Kunst, da sie den Teufeln zuwider sei. Entsprechend stellte er die Musik in eine Reihe mit der Theologie, erhob das deutschsprachige geistliche Lied zu einem festen Bestandteil des reformatorischen Programms und hielt ließ es Eingang in den Gottesdienst finden. Häufig als „schöne newe Lieder“ betitelt, verbreitete sich das neue reformatorische Liedrepertoire rasant….

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2017 beginnt seit dem 14. Oktober 2016.

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Bachfest-Programm zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen und Gewandhaus als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

Sitzplan Großer Saal im Gewandhaus PDF zum Download

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video vom Thomanerchor:

J. S. Bach, BWV 244 Matthäus-Passion, Mauersberger

Peter Schreier (Tenor)
Theo Adam (Bass)
Adele Stolte  (Sopran)
Annelies Burmeister  (Alt)
Hans-Joachim Rotzsch  (Tenor)
Günther Leib  (Bass)

Dresdner Kreuzchor & Thomanerchor Leipzig / Gewandhausorchester Leipzig

Conductor: Rudolf Mauersberger & Erhard Mauersberger

Rec. 1970 at Lukaskirche, Dresden, Germany.

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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J.S. Bach Cantata – “Himmelskönig, sei willkommen” 

Kantate BWV 182 für Palmsonntag

für Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Blockflöte, Streicher und Basso continuo.

Video am Beitrags-Ende:

BWV 182 Satz 4Bass-Arie“Starkes Lieben, das dich, großer Gottessohn”

Solist:

Raphael Jud, Bass.

Musikalischer Leiter:  Rudolf Lutz

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop der Bachstiftung:

Link:http://www.bachstiftung.de/shop/seas-bienvenido-rey-del-cielo-bwv-182-dvd.html

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mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei 

Amazon – mit Hörproben

Link:

mp3 J.S. Bach-Stiftung——————————————————

YouTube – J.S. Bach-Stiftung –

BWV 182 – Satz 4 – Bass-Arie: “Starkes Lieben, das dich, großer Gottessohn”

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Video: J. S. Bach Foundation St. Gallen

BWV 244 „Matthäus-Passion“ – Audio: Satz 1 Chor: “Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen”

BWV 244 „Matthäus-Passion“ – Audio: 42 Arie (Bass) – „Gebt mir meinen Jesum wieder!“

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BWV 244 Matthäus-Passion – Audio: Satz 47 AltArie: “Erbarme dich..!! 

BWV 244 Matthäus-Passion – Audio: 52 Arie (Alt) – „Können Tränen meiner Wangen“

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BWV 244 Matthäus-Passion – Audio: 65 Arie (Bass)„Mache dich, mein Herze, rein“

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BWV 244 Matthäus-Passion – Audio: 68 Chor„Wir setzen uns mit Tränen nieder“ 

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

 ALL OF BACH 

J.S. Bach – Matthäus-Passion – BWV 244 

Netherlands Bach Society conducted by Jos van Veldhoven

Die jährliche Performance der Bach-Gesellschaft in N a a r d e n -wurde zur „niederländischen Matthäus-Passion“.


“Ich wünsche allen Besuchern einen besinnlichen Karfreitag”

Herzliche Grüße

Volker

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 727 – Orgel-Choral „Herzlich tut mich verlangen“


ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 727 – Orgel-Choral „Herzlich tut mich verlangen“

Dieser Orgel-Choral ist sehr bekannt!

„Herzlich tut mich verlangen“ ist ein deutscher christlicher Choral, mit Texten, die 1611 von Christoph Knoll geschrieben wurden , mit einer Melodie, die von einem weltlichen Lied von Hans Leo Hassler angepasst wurde . Es ist ein Gebet für einen gesegneten Tod, beginnend „Herzlich tut mich verlangen nach einem sel’gen Ende.“
Johann Sebastian Bach verwendete die Melodie in seinem Chorvorschlag , BWV 727, und für seine Weimarer Kantate „Komm, du süße Todesstunde“, BWV 161.

Dieses Choral Arrangement ist kompakt und facettenreich, aber auch ausdrucksvoll. Der Titel ist „Herzlich tut mich verlangen“, einer von etwa 24 Choraltexten, die um 1739 zu dieser Melodie gesungen wurden. Bach verstärkt den klagenden Charakter der Hymne mit seufzenden Dissonanten und ausdrucksvollen harmonischen Klangfarben, ohne sich auf einen bestimmten Text zu konzentrieren.

Es mussten viele weitere Beispiele für diese Art von prägnanten Choral-Arrangements gegeben haben, aber das Überleben der Musik, die nicht gedruckt wurde, wurde verhindert in Kriegszeiten und anderen turbulenten Entwicklungen in der europäischen Geschichte. Dieses Stück von Bach hat in zwei Manuskriptsammlungen in Berlin und den Niederlanden überlebt. Der in Berlin wurde leicht im Zweiten Weltkrieg zerstört. Das Manuskript im niederländischen Musikinstitut wurde 1902 von einem holländischen Sammler bei einer Auktion gekauft, die es Forschern zur Verfügung stellte.

                             Organist Matthias Havinga an der Müller-Orgel in der St. Bavos Kirche, Haarlem

Aber dann ging es im Ersten Weltkrieg fast schief, als das Manuskript vom französischen Musikwissenschaftler André Pirro für sein Studium von Bach und anderen deutschen Barockmusik ausgeliehen wurde. Im Jahr 1914 schrieb Pirro eine Karte an den Besitzer und sagte, dass er „das Manuskript“ für die Aufbewahrung für ein paar Tage im September 1914 an einem Posten der Autobahn Patrol in Curel (Haute-Marne) platziert hatte. Dieses kostbare Denkmal der deutschen Kunst entkam der Zerstörung durch die Deutschen, wie es früher ohne militärische Vernunft zu den Familienporträts und Memoiren geschehen war, daß der unterzeichnete Biograph von Bach, Schütz und Buxtehude in seinem Elternhaus in Wustweiler so sorglos zurückgelassen hatte. In der Nähe von Saargemünd, wo er glaubte, dass die deutsche Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit seine kostbarsten Besitzungen geschützt hätten.“ Glücklicherweise hatte er aus dieser Lektion gelernt, und die Polizei schaffte es, das kostbare Manuskript zu schützen, so dass es jetzt sicher in Den Haag gehalten wird.

BWV
727

Titel
Herzlich tut mich verlangen

Genre
Orgelarbeit (Chorale Arrangement)

Jahr
Ca. 1708-1714

Stadt
Weimar

Veröffentlichungsdatum
7. April 2017

Aufnahmedatum
21. September 2016

Ort
St. Bavos Kirche, Haarlem

Organist
Matthias Havinga

Organ
Müller-Orgel von 1738


Zum Anhören in das Foto oder in diesen Text klicken !

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„Ich wünsche viel Freude“ – mit dem Orgelchoral!

Grüße sommerk

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J.E. Gardiner veröffentlicht 2 CDs – BWV 244 J.S. Bach – Matthäus-Passion


J.E. Gardiner veröffentlicht 2 CDs – BWV 244 J.S. Bach – Matthäus-Passion

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

CD – Matthäus-Passion BWV 244

James Gilchrist, Stephan Loges, Monteverdi Choir, English Baroque Soloists, John Eliot Gardiner

2 CDs – Bestellung!

In der Münsterkirche Herford – erklang eine bewegende Matthäus-Passion von J.S. Bach


In der Münsterkirche Herford – erklang eine bewegende Matthäus-Passion von J. S. Bach

Neue Westfälische – Anna Mönks

Gelungene Aufführung der Matthäus-Passion in der Münsterkirche!

Der Münsterchor und der Kinder- und Jugendchor laden unterStefan Kagl zum Höhepunkt der Passionszeit und hinterlassen ein sichtlich berührtes Publikum.

Münsterkantor Stefan Kagl lud zu Bachs Matthäuspassion in die Münsterkirche. Der große Chor – eigentlich drei Chöre – entwickelte einen beeindruckenden Klang. Links oben im Bild verbirgt sich der Kinderchor, der seine anspruchsvolle Partie souverän und klangschön darbot. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach gehört zu den bewegendsten Werken der Musikgeschichte. Münsterkantor Stefan Kagl hat sie am Sonntagnachmittag in der Münsterkirche zur Aufführung gebracht. Möglich war dies durch die Zusammenarbeit des Herforder Münsterchores und des Kinder- und Jugendchores mit der Lemgoer Kirche St. Marien und den dortigen Chören unter der Leitung des Kantors Volker Jänig. Ergänzt durch das Ensemble für alte Musik „arcipelago“ und fünf hervorragende Solisten war es ein beeindruckendes Aufgebot, das im Altarraum und auf der Seitenempore der Münsterkirche Platz genommen hatte.

Mit fluffigem Tempo ging Kagl das Werk um das Leiden Christi an. Das brachte das kunstvolle Ineinandergreifen der drei Chöre (Doppelchor plus Kinderchor) besonders zur Geltung, zumal Kagl bei allem Tempo stets dem Nachhall Raum gab. Dem üppigen und vollen Chorklang gegenüber stand der fragile, silbrige Klang der historischen Instrumente. Eine reizvolle, wenngleich nicht ganz unproblematische Kombination.

Es war großartig, mit wie viel Verve der Chor diese Musik anging. Die Herausforderung der schnellen, kurzen Einwürfe („Herr, bin ich?s?“ „Lass ihn kreuzigen!“) darf nicht unterschätzt werden. Es bedarf einer gehörigen Portion Chuzpe, mit voller Stimme einzusetzen und nicht den Nachbarn singen zu lassen um sich dann unauffällig dranzuhängen. Stefan Kagl bereitete diese Einwürfe sorgfältig vor und nahm seine Sänger auf diese Weise mit. Sie dankten es ihm mit großem Klang. Wenn eine solche Menge „Barrabam!“ in das Kirchenschiff gellt, dann ist das beeindruckend.

Ergreifend: Evangelist Florian Feth (links) und Bassist (Jesus) Jörn Dopfner nahmen die Zuhörer mit. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Abgerundet wurde die Aufführung durch die Gesangssolisten: Sopranistin Uta Singer, (mit klarer Stimme), Altistin Vera Alkemade (wundervoll zentriert und warm im Klang) und Bassist Dieter Goffing (starke und volle Stimme). Tenor Florian Feth, überzeugte als Evangelist mit klaren und volltönenden Höhen und gab einen wunderbaren Erzähler,Jörn Dopfer, sang mit wohlig rundem Bass den Jesus und vermochte es, seine Partie derart lebendig zu gestalten, dass die Zuhörer das Leid beklemmend unmittelbar mitempfanden. Angst, Zweifel und Enttäuschung wie im Garten Gethsemane wurden auf diese Weise greifbar.

Der Klang der historischen Instrumente des Orchesters war eine faszinierende Ergänzung.

Am Taktstock: Stefan Kagl führte die Akteure mit Umsicht durch das Werk. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Am Ende schenkte Stefan Kagl dem Publikum die Stille. Nach dem Tod Jesu schien die Zeit anzuhalten, und auch der letzte Chor rührte mit seiner ruhigen Klarheit und dem schmerzlichen Vorhalt im Innersten. Der Schlusston verklang, die Münsterglocken läuteten, das Publikum erhob sich schweigend und ließ die Passion nachhallen. Ein bewegender Moment.

Zum ganzen Artikel der Neuen Westfälischen Zeitung!


Eine weitere Rezension von der Matthäus-Passion in St. Marien, Lemgo!

St. Marien Lemgo Matthäus Passion.jpg

Großaufgebot mit mehr als 200 Mitwirkenden: Zwei Chöre, zwei Orchester und fünf Solisten brillieren unter Leitung von Volker Jänig. Uta Singer und Vera Alkemade harmonieren in schwebender Transzendenz (vorn von links). (© Thomas Krügler)

Lemgo. Zu lang, zu opulent, zu theatralisch!“ – diesen Eindruck hatte in Lemgo niemand. So lautete jedoch die Kritik am Karfreitag 1727 in der Thomaskirche zu Leipzig, als Bachs Matthäus-Passion erstmals aufgeführt wurde.

Nach 100 Jahren Dornröschenschlaf wurde sie von Mendelssohn erneut wachgeküsst. Fast 300 Jahre nach ihrer Entstehung zählt Bachs Klangdichtung heute zum Wunder abendländischer Musik und berührt die Seelen weltweit.

In 68 Sätzen wird der Leidensweg Christi vom Abendmahl bis zur Kreuzigung vertont. Tod und Schmerz verschmelzen in getragener Melancholie und paaren sich mit tänzerischer Freude. Geradezu swingend kamen die rund 200 Musiker bei der Aufführung in St. Marien Lemgo daher: „Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen.“ Das vitale Dirigat von Kantor Volker Jänig motivierte den tänzerischen Gestus und erzielte große Transparenz…..

Link zum Artikel:

http://www.lz.de/lippe/kultur/21738556_Getragene-Melancholie-und-taenzerische-Freude-vereinen-sich.html

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Herzliche Bach-Grüße

Volker

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ALL OF BACH veröffentlicht von J.S. Bach – BWV 952 – „Orgel-Fuge in C-Dur“ Wohltemperierte Clavier


ALL OF BACH veröffentlicht von J.S. Bach – BWV 952 – „Orgel-Fuge in C-Dur“ Wohltemperierte Clavier

Was wäre, wenn diese Fuge mit BWV 846 oder 870 Platz machen würde?

Da diese Fuge, BWV 952 in C-Dur nicht Teil von Bachs großen Orgel-Zyklen ist, verschwand es aus der Sicht, zusammen mit vielen anderen „separaten Fugen“. Und doch würde dieses lebhafte Stück mit geschmackvoll harmonischen Wendungen im Wohltemperierte Clavier nicht fehl am Platz sein. Während Bach später noch andere „getrennte“ Fugen in die Serie aufgenommen hat, ist diese nicht angeführt worden.

                             Pierre Hantaï franzosischer Cembalist und Dirigent.

Seit dem späten neunzehnten Jahrhundert wurde BWV 952 oft in der Ausgabe von „Kleinen Präludien und Fugen“ mit aufgenommen worden. Dies führte dazu, dass die Fuge ungerecht behandelt wurde. Es wurde nicht-ganz vom-WTC zu ‚minor‘ als Übungsmaterial für Anfänger hinzugefügt.

Glücklicherweise wurde auch Bachs „separate“ Cembalo und Orgelmusik gespielt. Und in den Händen eines Cembalisten wie Pierre Hantaï wird die Qualität dieser Fuge wieder plötzlich klar und wir erkennen, warum die Musik überlebt hat. Es ist leicht vorstellbar, dass Bach in der Tat auch diese Fuge im Wohltemperierte Clavier betrachtet haben könnte. Und es könnte tatsächlich ein guter Test sein, um BWV 952 an die Stelle einer der beiden C-Dur-Fugen im Wohltemperierte Clavier zu hören.

Zum Anhören in das Foto oder in diesen Text klicken !

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BWV
952

Titel
Fuge in C-Dur

Genre
Tastatur Arbeit

Jahr
unbekannt

Stadt
Weimar?

Veröffentlichungsdatum
16. Dezember 2016

Aufnahmedatum
16. September 2016

Ort
Chevreuse, Frankrijk

Chevreuse ist eine Gemeinde in Frankreich von Yvelines (Region Ile-de-France) und hat 5722 Einwohner (2005).
Die Website ist Teil des Bezirks von Rambouillet.

Cembalist
Pierre Hantaï ist ein französischer Cembalist und Dirigent im Bereich der historischen Aufführungspraxis.

Cembalo
William Dowd und Bruce Kennedy nach Michael Mietke (1671-1729) Deutscher Cembalo-Fabrikant

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„Ich wünsche viel Freude“ – mit der Fuge in C-Dur

Grüße sommerk

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ALL OF BACH veröffentlicht den Orgel-Choral – BWV 737 „Vater unser im Himmelreich“


ALL OF BACH veröffentlicht den Orgel-Choral – BWV 737 „Vater unser im Himmelreich“

Link: https://meinhardo.wordpress.com

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„Gedämpft und zeitlos!“

                                           Müller-Orgel – St. Bavos Kirche, Haarlem

„Vater unser im Himmelreich“ ist Luthers Interpretation unseres Gott-Vaters: das einzige Gebet, das direkt von Jesus selbst kam und das also immer einen besonderen Platz im Christentum hatte. In Bachs Tag, neben der Verwendung als Hymne während der Kommunion, war „Vater unser im Himmelreich“ auch mit dem Sonntag Rogate verbunden, dem fünften Sonntag nach Ostern, der also auch der Sonntag vor dem Himmelfahrtstag war, als es traditionelle Prozessionen durch die Felder gab.

Von den verschiedenen Orgel-Arrangements, die Bach aus diesem Choral gemacht hat, ist dies der gedämpfte und zeitloseste. Das Stück ist in stile antico geschrieben – der „alte“, stimmliche, polyphonische Kompositionsstil des sechzehnten Jahrhunderts.

Hier betont der Organist Bart Jacobs, diesen archaischen Charakter mit dem Cornet Stop. Sein Name und sein Timbre beziehen sich auf das Cornetto, ein Blasinstrument aus dem sechzehnten Jahrhundert. Der Anschlag macht die Orgel wie ein Blasensemble aus der Renaissance.

Und das passt genau zu diesem Stück, denn Bach kann hier den „alten Stil“ benutzt haben, um die Tatsache zu betonen, dass „Vater unser im Himmelreich“ ein Gebet ist. Und ein Gebet impliziert Worte und Gedanken, entweder gesprochen oder gesungen In der Tat ist diese Anordnung eine vierteilige Motette im alten Stil und man konnte leicht das ganze Stück im Lied durchführen. Gelegentlich gibt es eine etwas kühnere Harmonie, was die Tatsache enthält, dass dieses Stück nicht wirklich eine Motette von Luthers Tag ist.

Zum Anhören in das Foto oder in diesen Text klicken !


BWV
737

Titel
Vater unser im Himmelreich

Genre
Orgelarbeit (Chorale Arrangement)

Jahr
unbekannt

Stadt
Arnstadt? Weimar?

Veröffentlichungsdatum
24. März 2017

Aufnahmedatum
22. September 2016

Ort
St. Bavos Kirche, Haarlem

Organist
Bart Jacobs – Biographie

Organ
Disposition Christian Müllerorgel


„Ich wünsche viel Freude“ – mit dem Orgelchoral!

Grüße sommerk

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Eine bewundernswerte Aufführung von zwei Bach-Kantaten in der Universität Barcelona von BZM


Eine bewundernswerte Aufführung von zwei Bach-Kantaten in der Universität Barcelona von BZM

Paranimf“ in der Universität de Barcelona Cantates BWV 173 und 198 de J.S. Bach von BZM – (BACH ZUM MITSINGEN) am 18. März 2017.

„Paranimf – Auditorium“ des historischen Gebäudes der Universität von Barcelona, erbaut vom Architekten Elies Rogent. Das Auditorium ist das Wahrzeichen des historischen Gebäudes. Gedacht als das Herz des Universitätslebens , liegt im zentralen Teil des Gebäudes befindet sich direkt über der Lobby. Der Bau des Auditoriums wurde 1884 beendet. Die sechs große Gemälde mit historischen Themen beeindrucken. Das „Paranimf“ ist Schauplatz von zahlreichen akademischen, wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen.

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Der Bach-Zyklus wurde fortgesetzt von BZM  (BACH ZUM MITSINGEN) mit zwei der bekanntesten Kantaten von J.S. Bach.

BWV 173 & BWV 198 

Freier Eintritt mit begrenzter Kapazität von 400 Personen.

Carine Tinney, Sopran (Schottland)
Maria Chiara Gallo, Mezzosopran (Italien)
Matthew Thomson, Tenor (Australien / z.Zt. in Spanien)
Oriol Mallart, Bariton (Spanien)

(Solisten: GRANT BACH 2017)

Katy Elkin, Oboe d’amore
Daniel Ramirez, Oboe d’amore
Marina Comas, Travers
Haben Clara, Travers
Anna Casademunt, Viola da gamba
Rahmen Linde, Viola da gamba
Maria Roca, Violine
Nuno Mendes, Violine
Nuria Pujolràs, Viola
Igor Davidovics, Laute
Frances Bartlett, Cello
Daniel Tarrida, Orgel und

Dirigent: Pau Jorquera


„Erhöhtes Fleisch und Blut“ (BWV 173) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig für den 2. Pfingsttag und führte sie wahrscheinlich am 29. Mai 1724 zum ersten Mal auf. Ihre Musik beruht vollständig auf der Köthener Glückwunschkantate Durchlauchtster Leopold, BWV 173a.

„Laß, Fürstin, laß noch einen Strahl“ (BWV 198)  ist eine weltliche Kantate , die von Johann Sebastian Bach als Trauerfeier komponiert wurde , die erstmals am 17. Oktober 1727 aufgeführt wurde . In Wolfgang Schmieders Katalog von Bachs Werken ( BWV) wurde ihm die Nummer 198 zugewiesen . Es ist auch bekannt als Trauerode oder als Trauerode: auf den Tod der Königin Christiane Eberhardine .


Beim Betreten des Paranimf – Auditorium umfing uns sofort die großartige Atmosphäre dieses wunderbaren Paranimf mit seinen gewaltigen und beeindruckenden Wand-Gemälden aus der Geschichte von Katalonien. Hohe Decken und ein Steinfliesboden ergaben eine gute Akustik.

BZM führte die Kantaten BWV 173 und das BWV 198 auf.

Der Chor, aus Laiensänger mittleren Alters und das Barockorchester mit historischen Instrumenten, wurden ihrer Aufgabe, die zwei Kantaten zu interpretieren, vollauf gerecht. Die Gesangs-Solisten rekrutierten sich aus dem Bach-Projekt für „Junge Künstler“, das alljährlich von BZM durchgeführt wird. Hier sollen sie in einem öffentlichen Konzert ihre Praxis des Erlernten, vervollständigen können.

Hier war leider von den Gesangs-Solisten ein absolutes Manko zu bemerken. Der Deutsche Text fiel ihnen offensichtlich schwer, im Gesang darbieten zu können. Eine Ausnahme war der spanische Bariton Oriol Mallart, der den deutschen Text gut und verständlich auszudrücken vermochte.

Das Barock-Orchester bestand aus sehr jungen Mitgliedern, die mit einer herzerfrischenden Freude einen guten Eindruck zu vermitteln mochten. Ein rühriger und junger Dirigent des Gesamt-Projektes: Pau Jorquera, wurde seiner Aufgabe mehr als gerecht und führte das Orchester, Chor und die Gesangs-Solisten mit einem ruhigen Dirigat gekonnt durch die Kantaten.

Ein absolutes Manko aus deutscher Sicht, wie sich alle in der Kleidung präsentiert haben. Hier werden sie den Vokal-Werken von Johann Sebastian Bach nicht gerecht. Bachs tiefe Frömmigkeit sollte von allen auch in ihrer äußeren und inneren Anteilnahme zum Ausdruck gebracht werden. Turnschuhe, Sporthemden und Sport-Hosen machten das gesamte Eindrucksbild zu einem Fiasko. Solch Auftreten wäre in Deutschland nicht möglich und sollte zu einem Umdenken vom BZM führen. Ich hoffe und wünsche, dass in Zukunft in Barcelona vom BZM mehr darauf geachtet wird, in einer festlicheren Kleidung J.S. Bachs Werke den Besuchern zu übermitteln.

Gesangs-Solisten von Links: Carine Tinney (Sopran) Maria Chiara Gallo (Mezzosopran) Matthew Thomson (Tenor) Ariel Mallart (Bariton).

Ein großartiger Schlussapplaus der Besucher bedankte sich bei allen Beteiligten.

Ein kleines Video, aufgenommen mit dem iPhone, füge ich meiner Rezension bei. Es ist der Schlusschoral aus dem BWV 198 „Laß, Fürstin, laß noch einen Strahl“ – „Doch, Königin! du stirbest nicht“


Herzliche Grüße

Volker

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J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen für den Sonntag “Oculi”


     Lutherische Kirche, Den Haag (Holland) – Johann Heinrich Hartmann Bätz-Orgel von 1762.

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 19.02.2017 begehen wir den Sonntag “Oculi”

Der Name des Sonntags Okuli leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: “Okuli mei semper ad Dominum, quoniam ipse evellet de laqueo pedes meos” (Ps 25, 15;) Der Sonntag Okuli hat das Thema “Konsequente Nachfolge”. In diesem Thema klingt alles mit, was zum Thema Nachfolge von Bedeutung ist. Nicht unbedeutend ist in manchen Perikopen auch die Bereitschaft zum Verzicht auf weltliche Güter.

Der Sonntag Okuli steht im Mittelpunkt der Fastenzeit (die Heilige Woche ist hier ausgenommen), und als solcher sollte er auch begangen werden: es sollte eine Bekräftigung der Entscheidung zur Nachfolge stattfinden, und im Rahmen der Fastenzeit kann man vielleicht auch generell noch einmal auf verschiedene Möglichkeiten des Verzichtes eingehen. Die Stellung des Sonntags als Mittelpunkt der Fastenzeit vor der Heiligen Woche lädt auch dazu ein, das Leiden und Sterben Jesu, wodurch wir gerecht werden, vorweg zu erahnen. Denn dadurch ist ja auch unser Versuch, an diesem Leiden durch Verzicht auf etwas liebgewonnenes teilzuhaben, ohne Verpflichtung möglich. Der von uns geleistete Verzicht erfolgt aus freien Stücken und bringt uns keinen Gewinn bei Gott, aber für uns selbst.

Am Sonntag Okuli hören wir, dass die Nachfolge Jesu auch Verzicht auf die Reichtümer bedeutet, deren Gebrauch uns so selbstverständlich ist. Nachfolge bedeutet auch Einsamkeit, wenn das Wort, das wir befolgen, uns zwingt, gegen den Strom zu schwimmen. Das Blut Jesu Christi aber macht es uns leicht, auch diese Bürden der Nachfolge zu tragen.

Wochenspruch: 

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Lk 9, 62)

Wochenlied: 

“Wenn meine Sünd mich kränken” (EG 82)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag „Oculi“ BWV 54 *)  BWV 80a *)

 Musik in Leipzig schweigt in der Fastenzeit.!!

Weitere Kantaten für sonstige Anlässe!

  BWV 54 – “Widerstehe doch der Sünde(Für den Sonntag Oculi)

 BWV 69 „Lobe den Herrn, meine Seele

  BWV 80a Alles, was von Gott geboren(Sonntag Oculi) – (Eine Rekonstruktion zum BWV 80)

 BWV 97 „In allen meinen Taten

 BWV 157 Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:04 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link:

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link:

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link:

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik – Sonntag: 07:04 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

Kantate zum Sonntag Oculi für Alt, Streicher und Basso continuo

Maarten Engeltjes, Countertenor;

Concerto d’Amsterdam

Leitung: Klaas Stok

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Auszug aus dem Programm

Johann Sebastian Bach:

Choralbearbeitung: BWV 639 “Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ”

Albrecht Mayer, Oboe

Cappella Istropolitana

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm:

Kantate etwa ab  07:10 Uhr:

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 157 “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn”

Beerdigungskantate für Johann Christian von Ponickau (1652-1726)

James Gilchrist, Tenor / Klaus Mertens, Bass

Amsterdamer Barockorchester

Leitung:  Ton Koopman

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:

Sonntag 06:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate ab 07:04 Uhr

Kantate BWV 106 “Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit” (Actus tragicus)

Anlass des Todes des Bürgermeisters Strecker oder zur Trauerfeier von

Bachs Onkel Tobias Lämmerhirt (gest. 10. August 1707 in Erfurt).

Nancy Argenta, Sopran / Michael Chance, Countertenor

Anthony Rolfe Johnson, Tenor / Stephen Varcoe, Bass

Monteverdi ChoirEnglish Baroque Soloists

Leitung:  John Eliot Gardiner

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 54 Widerstehe doch der Sünde

Kantate am Sonntag Oculi für Alt, Streicher und Basso continuo;

Petra Noskaiová (Alt)

La Petite Bande

Leitung: Sigiswald Kuijken

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Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 150 „Nach dir, Herr, verlanget mich“

Kantate für einen unbestimmten Anlass!

Katharine Fuge (Sopran) Carlos Mena (Countertenor)

Jan Kobow (Tenor)  Stephan MacLeod (Bass)

Ricercar Consort

Leitung: Philippe Pierlot

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 54  “Widerstehe doch der Sünde”

Nathalie Stutzmann, Alt;

The English Baroque Soloists:

Leitung: John Eliot Gardiner

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-kultur-radio-100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszüge aus dem Programm:

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

06:30 Uhr Kantate

Christoph Graupner (1683 – 1760)

“Freund, warum bist Du kommen?” GWV 1122/41

Gunhild Lang-Alsvik, Sopran; / Barbara Ostertag, Alt

Michael Feyfar, Tenor;  Markus Flaig, Bass

Anton-Webern-Chor Freiburg,

Ensemble Concerto Grosso

Leitung: Hans Michael Beuerle

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag um  08:05 Uhr bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

Kantate am Sonntag Oculi für Alt, Streicher und Basso continuo;

Markus Forster, Altus;

Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung:  Rudolf Lutz

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 199 „Mein Herze schwimmt im Blut“

Kantate am 11. Sonntag nach Trinitatis

Natalie Dessay, Sopran

Le Concert d’Astrée

Leitung: Emmanuelle Haïm

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

https://www.domradio.de/radio

Web-Radio:

https://www.domradio.de/radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Nikolaus Bruns (1665-1697)

Trauerkantate  „Ich liege und schlafe“

Nikolaus Bruhns gehört zu einer Komponistengeneration in Deutschland, die zeitlich zwischen der Renaissance und dem Frühbarock im 17. Jahrhundert wirkte.

In diesem Spannungsfeld entstand eine Musik, die alt und neu sehr reizvoll zu verschmelzen wusste.

Die Kantate entstand als Trauermusik, wobei der genaue Anlass und die Entstehungszeit unklar sind. Textliche Basis sind die alttestamentlichen Psalmen 4 und 9. Besetzt ist die Kantate für Chor, Orchester und vier Solisten. Immer wieder taucht das musikalische Thema des ersten Satzes im Verlauf der gesamten Kantate auf.

Im ersten Satz wird zunächst der Tod als Schlaf dargestellt, doch die Todesruhe wird hoffnungsvoll aufgebrochen durch den Satz „Denn du allein, Herr, hilfest mir“ – der Chorpart ist an dieser Stelle viel lebendiger gestaltet. Der zentrale Gedanke der Kantate ist die Erlösung des Menschen….

weiter zum Text von Dom-Radio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV 54  „Widerstehe doch der Sünde“ 

(Es wurden keine weiteren Programm-Angaben veröffentlicht !)

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Videos mit Bach-Kantaten

Musik in Leipzig schweigt in der Fastenzeit.!!

Weitere Kantaten für sonstige Anlässe!

  BWV 54 – “Widerstehe doch der Sünde” (Für den Sonntag Oculi)

 BWV 69 „Lobe den Herrn, meine Seele

 BWV 80a Alles, was von Gott geboren(Sonntag Oculi) – (Eine Rekonstruktion zum BWV 80)

 BWV 97 „In allen meinen Taten

BWV 157 Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn

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/ YouTube: BWV 54 –  

Widerstehe doch der Sünde”  (Interpret: Herreweghe )

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/ YouTube: u.a. das BWV 69 –  

Lobe den Herrn, meine Seele(Interpret: Koopman )

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/ YouTube BWV 80a („Rekonstruierte Fassung“ nach BWV 80)

Alles, was von Gott geboren“ (Interpret: Renato Negri )

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/ YouTube: BWV 97 –  

In allen meinen Taten(Interpret: Koopman)

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/ YouTube: BWV 157 –  

Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn (Interpret: Koopman)

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/ YouTube: 

Komponisten der Barockzeit:

 Johann Christoph Graupner (1683-1760)

Kantate GWV 1155 / 09a:Wo willst du hin betrübte Seele

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/ YouTube: 

 Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

Kantate F 89Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

Aufführungsort: Walpole St. Peter, Norfolk am 05.03.2000

BWV 54 – “Widerstehe doch der Sünde”

Kantaten für den Sonntag Oculi

Als nächstes folgte BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”, eine Solokantate mit zwei Arien für tiefe Altstimme (der wunderbaren Nathalie Stutzmann geradezu auf den Leib geschrieben), vermutlich wie Himmelskönig im selben Jahr – oder ein Jahr später – für den Dritten Fastensonntag (Oculi) komponiert. Das Werk sieht ein fünfstimmiges Streicherensemble mit geteilten Bratschen vor und legt einen Text von Georg Christian Lehms zugrunde, der auf dem Brief an Jakobus basiert: ‚So seid nun Gott untertänig, widerstehet dem Teufel, so fliehet er vor euch’.

Die erste Arie ist überwältigend. Zweimal im Laufe eines Jahres beginnt Bach einen Satz mit einer schroffen Dissonanz, einem Dominantseptakkord über einem Orgelpunkt auf der Tonika (das zweite Mal in der Adventskantate BWV 61 Nun komm, der Heiden Heiland). Es ist ein Schocktaktik, die den Hörer aufhorchen lassen und warnen soll: ‚Widerstehe doch der Sünde, sonst ergreifet dich ihr Gift’. War das auch, so fragt man sich, seine Art, sich zwei Tage nach seiner Ernennung zum Concertmeister am Weimarer Hof einzuführen? Bach schafft eine Atmosphäre dringlichen, unbeirrbaren Widerstands gegen die verführerischen, beharrlichen Mächte des Bösen. Diese beschwört er in lyrischen Violinlinien herauf, die sich drehen und winden und ineinander 12verflechten, dann einen ganzen Takt lang in taumelnder Spannung verharren, bevor sie in eine scheinbare Ruhe taumeln, ein deutliches Symbol für die Gnadenfrist, die jenen gewährt wird, die sich der Sünde standhaft widersetzen.

Ein tödlicher Fluch (dargestellt durch zwei abrupte Neueinsätze der Bratschen auf der gleichen Dominantseptime) erwartet jene, die den Willen zum Widerstand verlieren. Und für den Fall, dass jemand nicht richtig aufgepasst hat, behält Bach das mächtige, hartnäckige Pulsieren des Akkords unverändert bei. Von den zweiunddreißig Achteln der vier Anfangstakte sind nur vier Konsonanzen, alle übrigen sind Dissonanzen, zwölf davon Akkorde aus fünf Noten!Das sich anschließende Rezitativ reißt der Sünde die Maske vom Gesicht, sie erweist sich bei näherem Hinsehen als ‚leerer Schatten’. Sie ist auch ‚als wie ein scharfes Schwert, das uns durch Leib und Seele fährt’.

Die zweite Arie ist als vierstimmige Fuge angelegt, deren einschmeichelndes chromatisches Thema und ein langes, verzerrtes Gegenthema die listigen Fesseln des Bösen beschreiben. War das wirklich der Schluss des Stückes oder haben wir irgendwo unterwegs einen Choral verloren, wenn nicht ganz am Ende, dann vielleicht als Cantus firmus, als musikalische Überschrift der Fuge? Mir fällt auf, dass Bach genau einen solchen Kunstgriff (Strophen von Paul Gerhardts Choral ‚Warum sollt’ ich mich denn grämen’) in seiner doppelchörigen Motette BWV 228 Fürchte dich nicht einsetzt, die offensichtlich auch um diese Zeit entstanden ist. Beide Fugen überraschen mit einer absteigenden chromatischen Figur zu Beginn. Noch erstaunlicher ist die Ähnlichkeit des Gegenthemas mit dem Thema im letzten Satz von BWV 63 Christen, ätzet diesen Tag, das für Weihnachten 1714 in Weimar geschrieben wurde. Nehmen wir einen Augenblick an (und hier will sich selbst der große Alfred Dürr nicht festlegen), Widerstehe sei im folgenden Jahr entstanden; könnte es sein, dass Bach sein weihnachtliches Flehen um Gnade (‚Höchster, schau in Gnaden an diese Glut gebückter Seelen!’ ) in der Kantate der Fastenzeit wiederholt, um die verführerische Schönheit der Sünde (‚von außen wunderschön’), die eine Erfindung des Teufels ist, für null und nichtig zu erklären?

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für Sonntag Oculi

               Link:    h i e r  zum Download  als PDF   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen:  Nathalie Stutzmann, Alt

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CDs vom Label SDG  

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B000E1P3B6 Cover:  CD – SDG 118 – Vol. 21

CD 2 zum Sonntag Oculi

Link: 

CD – Bestellung 

CD  – Inhalt:

BWV 1 “Wie schön leuchtet der Morgenstern”

BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

BWV 182 “Himmelskönig, sei willkommen”

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2017 vom 09.06 – 18.06.2017 

“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION 

Das Bachfest 2017 steht unter dem Motto ““EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION

Martin Luther sah in „Frau Musica“ eine göttliche Kunst, da sie den Teufeln zuwider sei. Entsprechend stellte er die Musik in eine Reihe mit der Theologie, erhob das deutschsprachige geistliche Lied zu einem festen Bestandteil des reformatorischen Programms und hielt ließ es Eingang in den Gottesdienst finden. Häufig als „schöne newe Lieder“ betitelt, verbreitete sich das neue reformatorische Liedrepertoire rasant….

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2017 beginnt seit dem 14. Oktober 2016.

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Bachfest-Programm zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen und Gewandhaus als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

Sitzplan Großer Saal im Gewandhaus PDF zum Download

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Ein  Video vom Bach Archiv

Johann Bach (1604-1673) • Weint nicht um meinen TodNun ist alles überwunden

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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J.S. Bach Cantata – BWV  54  “Widerstehe doch der Sünde” zum Sonntag Okuli für Altus, Sreicher und Continuo.

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

Markus Forster  – Altus

Leitung und Orgel: Rudolf Lutz

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link:  http://www.bachstiftung.ch/shop/widerstehe-doch-der-suende-bwv-54-dvd.html

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mp3 – Download 

J.S. Bach-Stiftung – bei –

Amazon – mit Hörproben

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Link zum Bachstiftung-Shop

mp3-CDs-DVDs bei der J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

Bezugsquelle bei jpc –

Link:   bei   j p c

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Video –  BWV 54 –  “Widerstehe doch der Sünde”

Dritter Satz (aria alto) aus der Kantate BWV 54 aufgeführt durch die  J. S. Bach-Stiftung 

Solist: Markus Forste (Altus).

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

ALL OF BACH 

Info: Leipziger-Orgelchoral BWV 651  “Komm, Heiliger Geist, Herre Gott” 

Die Achtzehn Choräle von verschiedener Art, auch Leipziger Choräle stellte Johann Sebastian Bach in seinen letzten Lebensjahren zusammen mit der Absicht, sie zu drucken. Diese Sammlung enthält Choralbearbeitungen für Orgel mit zwei Manualen und Pedal.

Bach wählte Sätze aus ganz verschiedenen Lebensperioden aus – die meisten dürften bereits in Weimar entstanden sein. In vielen Fällen gibt es mehrere ältere Lesarten, beispielsweise sind die beiden letzten Sätze auch im Orgelbüchlein enthalten; nicht immer weichen diese Frühformen so weit von der Endfassung ab, dass sie eigene BWV-Nummern erhielten.

Wie immer schrieb Bach nicht nur ab, sondern nutzte die Gelegenheit zu zahllosen Detailverbesserungen. Das Manuskript beginnt in fester, sicherer Schrift, die aber – wohl wegen Bachs Augenleiden – zunehmend unsicher und zittrig wird. Die letzten drei Sätze wurden von Bachs Schwiegersohn Johann Christoph Altnikolgeschrieben; laut der Vorrede der Kunst der Fuge nach Diktat.

Der letzte Choral, Vor deinen Thron tret’ ich hiermit ist wohl am bekanntesten; er wurde unter dem Namen Wenn wir in höchsten Nöten sein von den Herausgebern in die Kunst der Fuge integriert und wird bis heute manchmal als deren Abschluss gespielt.

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J.S. Bach BWV 651 Orgelchoral: “Komm, Heiliger Geist, Herre Gott” 

ALL OF BACH BWV 651

Zum Anhören in das Foto klicken 

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J. S. Bach BWV 656 Orgel-Choral „O Lamm Gottes, unschuldig“ 

Diese Orgelanordnung ist ein Spiel der Wiederholung und Unterbrechung, für die die Struktur des Chorals selbst hervorragend geeignet ist. „O Lamm Gottes, unschuldig“ ist eine deutsche Paraphrase des Agnus Dei, der letzte Abschnitt der lateinischen Messe. In drei Strophen erzählen die Worte, wie Christus am Kreuz für unsere Sünden gestorben ist.

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J. S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach:vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

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J.S. Bach –  Kantate BWV 2 „Ach Gott, vom Himmel sieh darein“

ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er schrieb sie in Leipzig für den zweiten Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 18. Juni 1724 zum ersten Mal auf.

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“Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag”

Herzliche Grüße

Volker

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ALL OF Bach veröffentlicht das Orgelwerk BWV 527 „Trio-Sonate 3 d-Moll“


ALL OF Bach veröffentlichte das Orgelwerk BWV 527 „Trio-Sonate 3 d-Moll“

„Einfache Konversation“

Bachs einfachste Trio-Sonate ist ein großartiges Duett.

Sätze
  • Andante 2/4 d-Moll
  • Adagio e dolce 6/8 F-Dur
  • Vivace 3/8 d-Moll

Bach verwendete den langsamen Satz später als Mittelsatz für sein Tripelkonzert (BWV 1044) und fügte dazu eine vierte Stimme hinzu. Unabhängig davon bearbeitete Wolfgang Amadeus Mozart später den gleichen Satz für Streichtrio.

                                     Große oder St.-Bavo-Kirche, Haarlem (Holland)

Zu den Ohren des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts – Komponisten wie Mattheson, Rousseau und Schubart, der Schlüssel von d-Moll vertreten Melancholie, Hingabe, Feierlichkeit und Ernst. Und Bach mußte ähnliche Ideen haben, da die Eröffnung dieser Sonate in d-Moll einen unsicheren und nachdrücklich andanten Klang hat. Nach diesem vorläufigen Start startet Bach ins Experimentieren, indem er fast immer die Motive jongliert und nach neuen Schlüsseln sucht.

Das ganze Stück ist wie ein einfaches Gespräch zwischen den beiden Oberteilen aufgebaut, begleitet von einem Kontinuums Bass. Die Adagio (die Komposition wurde später Adagio e dolce) scheint ein elegantes, unkompliziertes Flötenduett zu sein. Bach verwendete es selbst in seinem Konzert in a-Moll, BWV 1044, und Mozart benutzte es in seinem String-Trio, KV 405a.

Der letzte Satz, ein üppiger Vivace, macht auf jeden Fall mehr technische Anforderungen an den Organisten. In ihrer Form ähnelt diese zweiteilige Fuge einem Rondo, mit einem Katalog von Nachahmung von Triplet-Figuren, die von Teil zu Teil springen, zwischen den Wiederholungen des Themas.

Orgel
Diese Aufnahme wurde auf der berühmten Müller-Orgel im Dom von Saint Bavo in Haarlem gemacht. Es ist ein ganz besonderes Instrument von 1738. Sowohl Georg Friedrich Händel als auch Wolfgang Amadeus Mozart reisten nach Haarlem, um diese Orgel zu spielen! Händel freute sich besonders über das ungewöhnliche Vox Humana Register. Die Orgel hat über 5000 Pfeifen, geteilt über 64 Register, mit drei Handbüchern und einem Pedal.

                             St. Bavo-Church in Haarlem. Große Müller-Orgel

Sechs Trio-Sonaten, BWV 525-530

Um 1727-1730 führte Bach ein neues Orgel-Genre ein: die Trio-Sonate. Diese Art von Sonate – mit zwei melodischen Instrumenten und Bass, oder Solist und Keyboard – war schon lange in der barocken Kammermusik, aber die drei Teile waren noch nie zuvor auf einem Instrument zu hören. Durch eine schlaue Registrierung ist es möglich, eine Fülle von Klängen auf der Orgel zu erreichen, aber das ist nur der Anfang, da die sechs Sonaten als äußerst schwierig angesehen werden. Schweitzer sagt zum Beispiel, dass „diejenigen, die diese Sonaten gründlich praktiziert haben, in der alten oder der modernen Orgelliteratur keine Probleme mehr haben werden. […] Er hat absolute Präzision in seinem Spiel erreicht – der ultimative Zustand der wahren Orgelkunst. In diesem komplizierten Trio-Stück ist auch die kleinste Unregelmäßigkeit mit schrecklicher Klarheit zu hören. „

Biograph Forkel bemerkte, dass Bach die Sammlung (oder aus dem früheren Material transkribiert) für die Studien von Wilhelm Friedemann, die er „so trainiert, und er wurde später der große Organist“. Vielleicht ist dieser Kontext auch der Grund dafür, dass er hier und da den italienischen Konzertstil galantisch berührt, inspiriert von den Opern in Dresden, von denen Friedemann anscheinend ein großer Fan war. Die Sonaten blieben für eine lange Zeit einflussreich, auch auf dem jungen Mendelssohn zum Beispiel. Ungeachtet seiner Kammermusik Ursprünge, ist dies Out-and-out-Keyboard-Musik, mit einer einzigartigen Interaktion zwischen beiden Händen. Die fast endlose Variation der Form macht die Kollektion zu einer eigenen Welt.

BWV 527
Titel Sonate Nr. 3 in d-Moll
Genre-Orgel-Arbeit (Trio-Sonate)
Serie sechs Sonaten
Jahr 1727-1732
Stadt Weimar / Leipzig

Besonderer Hinweis:
Bach arrangierte den zweiten Satz für das Konzert in a-Moll für Flöte, Violine und Cembalo, BWV 1044.

Zum Anhören in das Foto oder in diesen Text klicken !

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Weitere Angaben von All of Bach:

release date 10. März 2017
recording date 21. September 2016
Location St-Bavokerk, Haarlem
Organist Matthias Havinga
Organ Müllerorgel

„Ich wünsche viel Freude“ – mit der wunderbaren Trio-Sonate!

Grüße sommerk

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Raphaël Pichon & Ensemble Pygmalion gelingt eine überragende Aufführung der Matthäus Passion BWV 244 von J.S. Bach


Raphaël Pichon & Ensemble Pygmalion gelingt eine überragende Aufführung der „Matthäus Passion“ BWV 244 von J.S. Bach

Die Matthäus-PassionBWV 244, ist eine oratorische Passion von Johann Sebastian Bach. Der Bericht vom Leiden und Sterben Jesu Christi nach dem Evangelium nach Matthäus bildet das Rückgrat. Ergänzt wird er um eingestreute Passionschoräle und erbauliche Dichtungen von Picander in freien Chören und Arien. Die Matthäus-Passion und die Johannes-Passion sind die beiden einzigen vollständig erhaltenen authentischen Passionswerke von Bach. Mit über 150 Minuten Aufführungsdauer und einer Besetzung von Solisten, zwei Chören und zwei Orchestern ist die Matthäus-Passion Bachs umfangreichstes und am stärksten besetztes Werk und stellt einen Höhepunkt protestantischer Kirchenmusik dar. Die Uraufführung fand am 11. April 1727 in der Thomaskirche in Leipzig statt. Nach Bachs Tod geriet das Werk in Vergessenheit. Die Wiederaufführung in einer gekürzten Version unter Felix Mendelssohn Bartholdy im Jahr 1829 leitete die Bach-Renaissance ein.

Ensemble Pygmalion Foto © Piergab

                              Ensemble Pygmalion – Foto © Piergab

Dieses Konzert würdigt die Opfer der Brüsseler Terrorangriffe vom 22. März 2016. Raphaël Pichon leitet Bachs Matthäus Passion, eines der ikonischsten und monumentalen Werke des westlichen heiligen Repertoires an der Chapelle Royale du Château de Versailles. Diese Veranstaltung enthält Julian Prégardien, Stéphane Degout, Sabine Devieilhe und das Ensemble Pygmalion.

Raphael Pichon (30) stammt aus Paris. Foto: Jean Baptiste Millot

                           Raphael Pichon (30) stammt aus Paris. Foto: Jean Baptiste Millot

Bachs Heilige Matthäus-Passion ist ein monumentales musikalisches Werk: zwei Chöre, zwei Orchester, vier Solisten und ein Erzähler, der Matthäus den Evangelisten verkörpert. Aber jenseits der außerordentlichen Massen-Klangfülle ist es die dramatische Spannung der Erzählung der Passion, die die Zuschauer während dieses dreistündigen Oratoriums festhält.

Die Heilige Matthäus-Passion erforscht das ganze Spektrum der menschlichen Leidenschaften und scheint sie in einem archetypischen musikalischen Ausdruck zu sublimieren, wie die Arie „Erbarme dich“ zeigt. Wahrscheinlich die bekannteste Arie der ganzen Partitur, „Erbarme dich“ drückt bewundernswert die Reue und Trauer des Petrus, des Apostels aus, als er sich an das Wort Jesu erinnerte, das zu ihm gesagt hatte: „Bevor der Hahn kräht, wirst du mich drei verleugnen mal.‘ So ging er hinaus und weinte bitterlich „(Matthäus 26:75). Die melodischen Linien des Duetts, die sich aus der Violine und dem Solisten zusammensetzten, deutete Petrus plötzliche Vergebung und schließlich seine Hoffnung auf Erlösung.

J.S. Bach BWV 244 Matthäus Passion, Raphael Pichon, Recording from 26. März 2016 Chapelle royale du Château de Versailles.

J. S. Bach BWV 244 Matthäus Passion, Raphael Pichon, Recording from 26. März 2016 Chapelle royale du Château de Versailles.

Zwischen dem ersten Teil und dem zweiten Teil der Matthäuspassion klingt eine Vokalwerk von Jacobus Gallus (1550-1591) „Ecce quomodo moritur justus“

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Video: J. S. Bach – BWV 244 – Matthäus Passion

Ausführende:

Conductor Raphael Pichon & Ensemble Pygmalion.

Julian Prégardien (Evangéliste) 
Stéphane Degout (Jesus & bass I) 
Christian Immler (Pilate & bass II) 
Sabine Devieilhe (soprano I) 
Maïlys de Villoutreys (soprano II) 
Damien Guillon (alto I) 
Lucile Richardot (alto II) 
Samuel Boden (tenor I) 
Thomas Hobbs (tenor II) 
Virgile Ancely & Geoffroy Buffière (Pontifex I & II)

Recording from 26. März 2016 Chapelle royale du Château de Versailles (Versailles, Frankreich)


Es ist eine neue Aufnahme von dem jungen französischen Dirigenten, Raphaël Pichon, die mich sofort gefesselt und inspiriert hat. Sie strahlt „Frische und Eleganz“ aus. Es ist wunderbar, dass wieder ein junger Bach-Interpret die Bühne betritt und für Furore sorgt. Diese Leichtigkeit, Beschwingtheit der Chöre begeistert. Hier ist keine Steifheit zu bemerken wie sie bei manchen Interpreten oft vorkommt. Ein so selten befreiter Chor verdiente dafür allein schon die würdigende Höchstwertung. Das Orchester, bestückt mit „Historischen Instrumenten“, spielen in einer Eindringlichkeit und Beseeltheit, die fesselt und bewundernswert ist.

Hier erscheint ein neue Stern am Horizont der Bach-Interpreten. Ich prophezeie dem Jung-Interpreten Raphaël Pichon eine großartige Zukunft!


Herzliche Grüße

Volker

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ALL OF Bach veröffentlicht die Solo-Kantate für Alt – BWV 170 „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“


ALL OF Bach veröffentlicht die Solo-Kantate für Alt – BWV 170 „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“

„Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“ (BWV 170) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach, eine Solokantate für Alt.

Nehmen Sie jede CD von gesammelten Alt-Arien und – Sie finden die erste Arie von „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“ darauf. Bei einer ersten Anhörung ist es ein ‚Classic FM‘ Stück, und es singt von angenehmer Ruhe. „Allerdings“, sagt Alt-Solist Alex Potter, „Bach ist mehr als das. Er zeigt, wie dieser himmlische Frieden mehr ein Ehrgeiz ist als eine Leistung. Sie hören es zum Beispiel in der Aufregung der Sechzehnteln, die zeigt, dass Adams Fluch noch wahr ist: die Sündhaftigkeit des Fleisches ist immer vorhanden. Es ist kein Zufall, dass diese Kantate wahrscheinlich um die Kommunion herumgeführt wurde; Der Teil des Gottesdienstes, der die Verbindung zwischen Christus und der Gemeinde erneuert „.

Christian Müller-Orgel von 1722 in der Waalse Kerk zu Amsterdam

          Christian Müller-Orgel von 1722 in der Waalse Kerk zu Amsterdam

Hauptrolle für die Orgel

In der zweiten Arie wird die Sängerin – (Countertenor) von einer Solo-Orgel begleitet, die eine Seltenheit in den Bach-Kantaten ist. Hier identifiziert sich der Sänger mit dem Verehrer und beklagt die vielen bösen Herzen in der Welt. Die Orgel unterstützt ihn mit kurzen Seufzern. „Es gibt zahlreiche Herausforderungen. Ich muss meine Koloraturen (lange, virtuose Linien auf einer Silbe) im Tempo mit dem Organisten halten und gleichzeitig den richtigen Ausdruck finden. Und ich muss es tun, ohne in sinnlose Virtuosität zu verfallen. „Rach und Hass“ sind Worte, die du nicht einfach nett singen kannst „.

Die abschließende Arie, ‚Mir ekelt mehr zu leben‘, sollte metaphorisch eher als buchstäblich interpretiert werden, laut Alex Potter. „Es geht nicht um einen direkten Wunsch zu sterben, sondern um den Wunsch, das Fleisch sterben zu lassen, um Gott näher zu kommen. Die eher falsche Orgelbegleitung könnte die Eitelkeit der Welt darstellen. Bedeutend wählte Bach hier für die rhythmische Struktur des Bourree – ein höfischer Tanz“.

Lage und Orgel

Diese Aufnahme wurde in der Wallonischen Kirche im Herzen von Amsterdam gemacht. Nicht nur die Kirche hat eine gute Akustik, sondern auch eine Wallfahrtsstätte für Organisten wegen ihrer Müller-Orgel aus dem Jahre 1739.

Organist Leo van Doeselaar: „Dies ist eines der schönsten kleinen Barock-Orgeln in den Niederlanden. Gustav Leonhardt war der Organist an der Wallonischen Kirche von 1959 bis 1982. Er hatte die Orgel in den ursprünglichen Zustand schon in den 60er Jahren wiederhergestellt. Es ist eine echte Pionier-Orgel „. Für diese Aufführung verwenden wir eigentlich diese „große“ Orgel. Eine Kastenorgel ist ein Anachronismus, der in Bachs Tag nie benutzt wurde.

„In Bachs Kirchenmusik spielte die große Kirchenorgel immer die Continuo-Parts. Grundsätzlich hatte es die gleiche weiche Anmeldung wie eine Kastenorgel, aber die viel breiteren skalierten Pfeifen der Kirchenorgel bilden einen bedeutungsvolleren Bestandteil des Timbre eines barocken Ensembles. Für Choräle und Chöre der Barockzeit wurden stärkere Register benutzt und die Bassline auf dem Pedal gespielt, mit einem 16-Fuß-Kontrabassregister. Die Tatsache, dass es noch nie so gemacht wurde, ist eigentlich eine der unbeabsichtigten Verfälschungen des historischen Klangansatzes „, sagt Organist Leo van Doeselaar.

Die Kantate gliedert sich in fünf Teile:

  • Arie: Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust
  • Recitativo: Die Welt, das Sündenhaus
  • Arie: Wie jammern mich doch die verkehrten Herzen
  • Recitativo: Wer sollte sich demnach wohl hier zu leben wünschen
  • Arie: Mir ekelt mehr zu leben

all-of-bach-bwv-170Zum Anhören in das Foto oder in diesen Text klicken !

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Weitere Angaben von All of Bach:

BWV 170

Titel: „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“

Genre: Kantate (Solo Kantate)

Jahr 1726

Stadt Leipzig

Texter: Georg Christian Lehms, 1711

Anlass: sechster Sonntag nach Trinitatis

Erstaufführung 28. Juli 1726

Ausführende:

Release date 3 March 2017
Recording date 22 October 2016
Location Waalse Kerk, Amsterdam
Conductor Jos van Veldhoven
alto Alex Potter
organ Leo van Doeselaar
violin 1 Shunske Sato, Pieter Affourtit, Anneke van Haaften, Hanneke Wierenga
violin 2 Sayuri Yamagata, Paulien Kostense, Annelies van der Vegt
viola Staas Swierstra, Jan Willem Vis
cello Lucia Swarts, Richte van der Meer
double bass Robert Franenberg
Oboe Martin Stadler
harpsichord Siebe Henstra

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„Ich wünsche viel Freude“ – mit der Solo-Kantate!

Grüße sommerk

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ALL OF BACH veröffentlicht am 24.02.2017 die Motette – BWV 159 Anhang „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“


ALL OF BACH veröffentlicht am 24.02.2017 die Motette – BWV 159 Anhang „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“

„Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ – BWV Anh. 159, ist eine Motette für den Doppelchor. Das jüngste Stipendium nimmt Johann Sebastian Bach als Komponist an, der ihn während seiner Weimarer Zeit um 1712 schrieb.

grote-kerk-naarden

Foto: Grote-Kerk in Naarden (Holland)

Das Stück, wie es seit der Wiederentdeckung der Sammlung Altbachisches Archiv im Jahr 1999 bekannt ist, enthält zwei Bewegungen, eine für den Doppelchor auf der Grundlage eines Textes aus dem Buch Genesis, in dem der Patriarch Jakob Gott um einen Segen bittet, gefolgt von einem schließenden Chor . Der erste Satz ist bekannt als eine Partitur ohne Autor, teils in J. S. Bachs Handschrift. Das Werk wurde Johann Christoph Bach seit dem 19. Jahrhundert zugeschrieben, während andere mit Philipp Spitta diese Attribution bezweifelten. Der Choral ist  von  J. S. Bach und wurde im Jahre 1802 hinzugefügt, als die Motette zuerst gedruckt wurde.

Aber ist es Bach?

„Eines der schönsten Stücke deutscher Kirchenmusik“ ist für uns immer noch ein Rätsel.

Das ist die traurige Sache über das Zählen, oder darüber, wie eine Katalognummer unsere musikalische Wahrnehmung beeinflusst. Wie schön, die Motette Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn schmachtet in der kompletten Liste von Bachs Werken unter den „falsch zugeschriebenen Werken“. Der Kandidatenkomponist in dieser Liste ist Johann Christoph Bach (1642-1703). Schade, aber nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass auch Carl Philipp Emanuel, der kurz nach dem Tod seines Vaters ein Inventar machte, das Holz nicht mehr für die Bäume sehen konnte. Ihm zufolge hatte sein Vater „einige Motetten für Doppelchor“ geschrieben. Es scheint, dass er seine Liste kompiliert hat, ohne genau zu wissen, welche Motetten sie waren. Die folgenden Jahrzehnte führten noch mehr Verwirrung. Trotz seiner Zweifel wollte ein Fachmann noch die feine Arbeit, die als „Bach“ veröffentlicht wurde, neben den sechs Motetten, die von allen als authentisch angenommen wurden, sehen. Was auch immer der Fall ist, die beiden Quellen für „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ sind zweifellos zweideutig, also lohnt es sich, die Notizen genau zu betrachten.

Ob es unterschrieben ist oder nicht, diese Arbeit ist von höchster Qualität. Nehmen Sie die außergewöhnliche Wirtschaft des Stückes zum Beispiel. Ein einziger Satz entsteht ein einzigartiges und abwechslungsreiches Stück für Doppelchor in zwei Abschnitten. Zuerst hören wir ein Anruf- und Response-Spiel auf einem siciliano-Rhythmus, der jeden Aspekt des Textes aussortiert. Hören Sie die harmonische Spannung bei der Betonung der vorangegangenen und konsequenten Phrase, auf die Art und Weise „mein Jesu“ manchmal klingt wie eine Dekoration und manchmal wie ein Ausruf (vor allem die letzteren), oder auf die Art und Weise ’nicht‘ wird ein fast flehentliches Echo gegeben Wirkung, wie die Diskussion fortschreitet.

Im zweiten Abschnitt überspannt der Komponist seine Zeitgenossen weit. Obwohl es in Thüringen populär war, einen „cantus firmus“ zu dekorierten in den unteren Stimmen zu präsentieren, wissen wir eigentlich nur ein weiteres Beispiel einer kompletten polyphonen Begleitung zu einem solchen „cantus firmus“: Bachs Motette „Fürchte dich nicht“, BWV 228. Nur die Motive „Ich lasse dich nicht, nicht“ und eine ausgedehnte „sehnlichste“ dienen als transparente Fundament unterhalb der Hymne ‚Weil du mein Gott und Vater bist“; These und Beweis in einem. Das war eines der größten Hits von Bach.

Motetten, BWV 225-231, 118 und Anhang BWV 159

Kantaten waren Bachs tägliches Brot und ein regelmäßiger Teil seiner wöchentlichen Aufgaben als Cantor von St. Thomas. Seine Motetten waren ganz anders. Abgesehen von der Kantate wurde in Leipzig kaum eine neue Musik gespielt (stattdessen wurde die Musik aus der Motettsammlung Florilegium Portense ausgewählt). Dies gab Bach Umfang für schriftliche Auftragsarbeiten für private Anlässe, oft Beerdigungen. Leider sind wahrscheinlich Dutzende dieser Werke verloren gegangen. Die Stücke, die überlebt haben, sind seit ihrer Komposition im Repertoire geblieben, im Gegensatz zu Bachs anderen Vokalwerken.

Die überlebenden authentischen Motetten – neun Werke, obwohl die Forschung weiter – bauen auf einem Genre mit einem beeindruckenden Stammbaum. Vor dem Hintergrund der strengen Renaissance-Polyphonie entlehnte die Generation von Schütz (1585-1672) Elemente aus den opulenten, polychoralen Werken von Giovanni Gabrieli und gab ihnen eine mitteldeutsche, lutherische Torsion. Auch in Bachs Fall konzentrierte sich der Inhalt auf Choräle und biblische Passagen, wobei der weltliche Madrigalismus (oder einfach nur die Darstellung der Worte) nur den Ausdruck des religiösen Genres verstärkte.

BWV
Anhang 159
Titel
„Ich lasse dich nicht“
Genre:
Motette
Jahr
Vor 1713
Stadt
Weimar?
Texter
Genesis 32:27, Chor von Erasmus Alber (1557)

Release Date 24 February 2017
Recording Date 14 May 2016
Location Grote Kerk, Naarden
Conductor Stephan MacLeod
Soprano Orlanda Velez Isidro, Klaartje van Veldhoven, Griet de Geyter, Aleksandra Lewandowska, Marjon Strijk, Hilde van Ruymbeke, Stephanie Pfeffer, Marta Paklar
Alto Barabás Hegyi, Gemma Jansen, Elena Pozhidaeva, Bernadett Nagy, Marine Fribourg, Victoria Cassano McDonald
Tenor Adriaan de Koster, Wolfgang Frisch, Guy Cutting, Diederik Rooker, Immo Schröder, Ronald Threels
Bass Matthew Baker, Sebastian Myrus, Pierre-Guy Le Gall White, Martijn de Graaf Bierbrauwer, Michiel Meijer, Jelle Draijer
Violin Shunske Sato, Sayuri Yamagata
Viola Staas Swierstra
cello Lucia Swarts
Double bass Robert Franenberg
Oboe 1 Martin Stadler
Oboe 2 Peter Frankenberg
taille Yongcheon Shin
bassoon Benny Aghassi
Organ Pieter-Jan Belder
harpsichord Siebe Henstra
Theorbo Fred Jacobs

Ein Bach-Projekt von ALL OF BACH

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„Ich wünsche viel Freude“ – mit der Motette!

Grüße sommerk

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ALL OF BACH veröffentlicht den Orgelchoral – BWV 766 „Christ, der du bist der helle Tag“


ALL OF BACH veröffentlicht den Orgelchoral – BWV 766 „Christ, der du bist der helle Tag“

J.S. Bach ist eindeutig von den Variationen seines Lehrers Böhm beeinflusst worden.

Natürlich will sich niemand über Spekulationen über die Datierung von Musik verbrennen, die nicht einmal in Bachs eigener Schrift überliefert worden ist. Aber trotz des Fehlens schlüssiger Beweise scheinen die Variationen, die Bach auf den Choral Christus schrieb, leicht zu platzieren. Die meisten Bach-Forscher stimmen darin überein, dass Bachs Variation für Orgel entweder aus seinen jüngeren Jahren stammen oder am Ende seiner Karriere entstanden sind. Bei dieser Choralpartita ist der Einfluß von Böhm deutlich zu erkennen. Er schrieb viele Variation Werke für Orgel und war Bachs Lehrer an der Michaelisschule in Lüneburg. Neben Kompositionstechniken, die oft von Böhm verwendet werden, zeigt das Werk auch seinen Einfluß in der Konstruktion.

Zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts folgte eine einfache Einstellung der Hymne selbst, die in diesem Fall eine feierliche warme Melodie hatte, eine mehr oder weniger feste Ordnung der Arrangements. Die erste Variante war eine zweiteilige Anordnung, die auch in der Vergangenheit als „Bicinium“ bezeichnet wird. Die letzte Variation war eine Gigue, ein schneller Tanz, der oft auch barocke Instrumentalsuiten endete. Die dazwischen liegenden Variationen betrafen mehrschichtige Anordnungen, die ihren Charakter veränderten. Hier ist die Melodie in der mittleren Stimme in der vierten Variation.

Übrigens, nach dem schnellen Dancy-Finale, enthalten drei der fünf überlebenden Exemplare dieses Werkes auch eine Extravariation. Die Melodie befindet sich im unteren Teil, die Verdoppelung von ’se piace‘, oder ‚frei‘, im Pedal, als wollte sie unterstreichen, dass es sich um ein Orgelwerk handelt. Umgekehrt könnte es aber auch so sein: dass das Werk ursprünglich für Cembalo konzipiert war und in der Heimat gespielt werden sollte, wo die Spielvarianten damals sehr beliebt waren. Und dann wäre die zusätzliche Variation später für die Performance auf einem Orgel – so mit Pedal hinzugefügt worden.

Chorale partitas, BWV 766-770

Die Choralpartita ist eine besondere Form der Choralgestaltung, da der Choral (oder Hymne) als Ausgangspunkt für eine Reihe von Variationen dient. Die Kunst der Variation war auf ihrem Höhepunkt im siebzehnten Jahrhundert. Normalerweise wurde ein Volkslied als Ausgangspunkt für eine Reihe von Variationen genommen, die in Schwierigkeiten und Schnelligkeit zunahmen. Das Genre war nicht auf Tasteninstrumente beschränkt. Der blinde niederländische Rekorder und Carillonspieler Jacob van Eyck war auch ein Meister in der Technik, zum Beispiel. Die fünf Kompositionen von Bach, die den Namen chorale partita tragen, stammen nicht aus einer einzigen Quelle, noch sind sie datiert, aber es wird angenommen, dass sie in seinen jugendlichen Jahren entstanden sind und möglicherweise später überarbeitet wurden.

all-of-bach-bwv-766

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„Ich wünsche viel Freude“ mit der Neuveröffentlichung !

Grüße sommerk

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Weitere Angaben:

BWV 766
Title: Partite diverse sopra: Christ, der du bist der helle Tag
genre organ work (chorale partita)
year before 1710
City Lüneburg?

release date 17 February 2017
recording date 24 August 2015
LOCATION Stiftskirche St. Georg, Goslar-Grauhof
ORGANIST Theo Jellema
organ Christoph Treutmann-Orgel, 1731

In Memoriam – Karl Richter, gestorben am 15. Februar 1981 in München!


In Memoriam Karl Richter, gestorben am 15. Februar 1981 in München!


Karl Richter * 15. Oktober 1926 in Plauen; † 15. Februar 1981 in München – war ein deutscher Dirigent, Chorleiter, Organist und Cembalist.

Von 1953 bis zu seinem Tod war Karl Richter einer der weltweit bekanntesten Interpreten der Musik Johann Sebastian Bachs und Georg Friedrich Händels.

Karl-Richter (1926-1981) Bach-Interpret!

                    Karl-Richter (1926-1981) Bach-Interpret in München!

Weniger bekannt ist, dass Richter auch Werke anderer Komponisten aufgeführt und eingespielt hat, beispielsweise von Joseph Haydn, Johannes Brahms, Anton Bruckner oder Antonín Dvořák. Sein Stil war geprägt von Expressivität und impulsiver Musizierfreude. Die Musikkritiker bemängelten gelegentlich Richters „romantisierende“ Bach-Interpretationen oder den Einsatz stark besetzter Chöre. Die gleichzeitig aufkommende historische Aufführungspraxis mit Originalinstrumenten interessierte Richter nicht besonders, auch wenn er sich gelegentlich daran versuchte. Letztlich blieb er seinem Stil bis zu seinem Tod treu.

Schon im Alter von 30 Jahren wurde Karl Richter das Amt als Thomaskantor in Leipzig angeboten. Doch Richter lehnte ab. Er sagte dazu später: „Es wäre die Krönung meiner Karriere gewesen.“ Aber ich habe in München etwas aufgebaut, was ich nicht mehr aufgeben kann.

Karl Richter ist es zu verdanken, dass in den 1950er-Jahren Schallplattenaufnahmen mit klassischer Musik einem breiten Publikum bekannt gemacht wurden. Die erstmalige Einspielung der Matthäus-Passion bei der „Archiv“-Produktion 1958 erlangte unter Verwendung eines mächtigen Chores viel Aufmerksamkeit. Diese Aufnahme auf einer LP-Kassette wurde in den folgenden sieben Jahren 50.000 Mal verkauft. 1964 folgte die Einspielung von Bachs Johannes-Passion. 1980 kam eine weitere Einspielung der Matthäus-Passion mit dem Münchener Bach-Chor und dem Schallplatten-Label „Deutsche Grammophon“ heraus.

Richter hatte zu seinen Lebzeiten bei seinen Hörern zahlreiche Fans. John F. Kennedy war einer von ihnen. Am 22. November 1965 gab Richter in der Philharmonic Hall in New York das offizielle Kennedy-Gedächtnis-Konzert, exakt zwei Jahre nach der Ermordung des US-Präsidenten. Richter leitete 1968 in Moskau und Leningrad Aufführungen der Johannes-Passion und der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach. Seine Interpretation des 2. Brandenburgischen Konzertes führt den musikalischen Teil der Schallplatte Voyager Golden Record an, die als Botschaft der Menschheit an Bord der Sonden Voyager 1 und Voyager 2 unser Sonnensystem verlassen hat.

Richter starb 1981 im Alter von 54 Jahren an Herzversagen in einem Hotel in München. Er wurde auf dem Friedhof Enzenbühl (FG 81163) in Zürich beerdigt. Im Gedächtniskonzert für Karl Richter am 3. Mai 1981 dirigierte sein Freund Leonard Bernstein den Münchener Bach-Chor und das Bach-Orchester im Herkules-Saal der Münchener Residenz.

The Legacy of Karl Richter 1

The Legacy of Karl Richter 8


Karl Richter in München – Zeitzeugen erinnern sich!

http://karlrichter.blogspot.com.es/p/kritiken.html

http://www.zeit.de/1981/09/bach-aus-muenchen

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ALL OF BACH veröffentlicht von J.S. Bach die Kantate BWV 75 „Die Elenden sollen essen“


ALL OF BACH veröffentlicht von J.S. Bach die Kantate – BWV 75 „Die Elenden sollen essen“


„Die Elenden sollen essen“ (BWV 75) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie für den 1. Sonntag nach Trinitatis und führte sie in Leipzig in der Nikolaikirche am 30. Mai 1723 zum ersten Mal auf. Bach trat damit seinen Dienst als Kantor in Leipzig an und begann seinen ersten Jahreszyklus von Kantaten.

Aufführungsort der Kantate BWV 75 - Waalse Kerk zu Amsterdam

                       Aufführungsort der Kantate BWV 75  von ALL OF BACH – Waalse Kerk zu Amsterdam

Bach komponierte die Kantate für seinen Amtsantritt als Kantor in Leipzig am 1. Sonntag nach Trinitatis, dem 30. Mai 1723. Er begann damit ein Projekt, für alle Anlässe des Kirchenjahres neue Kantaten zu komponieren.

Die Partitur ist besonders säuberlich auf Papier geschrieben, das nicht aus Leipzig stammt, daher ist anzunehmen, dass Bach das komplexe Werk in 14 Sätzen bereits in Köthen komponierte.

Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren 1 Joh 4,16–21 LUT, „Gott ist Liebe“, und Lk 16,19–31 LUT, das Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus. Der unbekannte Dichter nimmt einen Psalmvers, Ps 22,27 LUT, der das Bild des Essens anspricht, zum Ausgangspunkt und verknüpft dadurch das Evangelium mit dem Alten Testament, wie später auch die Kantate Brich dem Hungrigen dein Brot, BWV 39, mit einem Zitat aus dem Alten Testament beginnt. Der Dichter geht im ersten Teil des Werkes, der aus sieben Sätzen besteht, auf den Gegensatz von Reichtum und Armut ein. In einem symmetrisch gebauten zweiten Teil aus ebenfalls sieben Sätzen, nach der Predigt zu musizieren, vertieft er das Thema zu Gedanken über geistliche Armut und geistlichen Reichtum: „Jesus macht mich geistlich reich“ und „O Armut, der kein Reichtum gleicht!“. Beide Teile werden mit je einer Strophe des Chorals Was Gott tut, das ist wohlgetan von Samuel Rodigast beschlossen, der erste Teil mit der zweiten, der zweite Teil mit der sechsten Strophe.

Eine Leipziger Chronik, „Acta Lipsiensium academica“, berichtete über das auch soziale Ereignis: „… führte … Hr. Joh. Sebastian Bach … mit gutem applauso seine erste Music auf“.

Den Satz des Schlusschorals verwendete Bach in erweiterter Form nochmals in der Kantate „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ (BWV 100).

Die Kantate ist besetzt mit vier Solisten, Sopran, Alt, Tenor und Bass, vierstimmigem Chor, Trompete, zwei Oboen, Oboe d’amore, zwei Violinen, Viola und Basso continuo mit Fagott.

        Teil I

    1. Coro: Die Elenden sollen essen
    2. Recitativo (Bass): Was hilft des Purpurs Majestät
    3. Aria (Tenor): Mein Jesus soll mein alles sein
    4. Recitativo (Tenor): Gott stürzet und erhöhet
    5. Aria (Sopran): Ich nehme mein Leiden mit Freuden auf mich
    6. Recitativo (Sopran): Indes schenkt Gott ein gut Gewissen
    7. Choral: Was Gott tut, das ist wohlgetan

        Teil II

    8. Sinfonia
    9. Recitativo (Alt): Nur eines kränkt
    10. Aria (Alt): Jesus macht mich geistlich reich
    11. Recitativo (Bass): Wer nur in Jesu bleibt
    12. Aria (Bass): Mein Herze glaubt und liebt
    13. Recitativo (Tenor): O Armut, der kein Reichtum gleicht!
    14. Choral: Was Gott tut, das ist wohlgetan

In beiden Teilen wechseln Rezitative und Arien ab und werden mit einem Choral beschlossen, nur beginnt Teil II nicht mit einem Chorsatz, sondern mit einer instrumentalen Choralphantasie.

Bach eröffnet die Kantate bedeutungsvoll im Stil einer französischen Ouvertüre. Ein Jahr später wählte er eine ähnliche Form, um seinen zweiten Kantatenzyklus von Choralkantaten mit „O Ewigkeit, du Donnerwort“, BWV 20, zu beginnen. Wie Alfred Dürr beobachtet, kann die Folge eines langsamen Teils in scharf punktiertem Rhythmus und einer lebhaften Fuge auch als Präludium und Fuge angesehen werden. Der erste Teil behandelt in der Art einer Motette zwei Textabschnitte unterschiedlich, durch ein Zwischenspiel getrennt. In der Titelzeile wird das Wort die Elénden nach alter Art auf der zweiten Silbe betont. Die Fuge behandelt in drei Durchführungen, wieder durch Zwischenspiele unterteilt, den Text „Euer Herz soll ewiglich leben“.

Vier der Rezitative sind secco, nur vom continuo begleitet, aber jeweils das erste Rezitativ eines Teils ist accompagnato, zusätzlich begleitet von den Streichern. In den Arien teilen sich Stimme und Instrumente meist dasselbe musikalische Material. Die vier Arien können als eine Tanzsuite angesehen werden, die Tenorarie als Polonaise, die Sopranarie als Minuet, die Altarie als Passepied und die Bassaria als Gigue. In der letzten Arie beginnt die Trompete den Satz und begleitet dann den Bass in virtuoser Figuration, um den Worten „Mein Herze glaubt und liebt“ Glanz zu verleihen.

Die Musik der beiden Choralstrophen ist identisch. Der Satz ist nicht einfach vierstimmig, wie in den meisten späteren Kantaten Bachs, sondern die Singstimmen sind in ein Concerto des Orchesters eingebaut, das von Violine I und Oboe I angeführt wird. Die Motivik des Concerto ist von der ersten Choralzeile abgeleitet.

Die Sinfonia am Anfang von Teil II, ungewöhnlich in Bachs Kantaten, ist besonders bemerkenswert, da sie eine Choralphantasie über dieselbe Choralmelodie darstellt. Die Trompete, die im ersten Teil geschwiegen hat, spielt den Cantus firmus gegen einen polyphonen Streichersatz und betont damit noch einmal „Was Gott tut, das ist wohlgetan“.


BWV 75
„Die Elenden sollen essen“
Genres Kantate
Jahr 1723
Stadt Leipzig
Texter
Unbekannt, Choral von Samuel Rodigast
Gelegenheit
Erster Sonntag nach Trinity
Uraufführung
30. Mai 1723


Besetzung & Stab
Veröffentlichungsdatum
10. Februar 2017
Aufnahmedatum
23. April 2016
Ort
Waalse Kerk, Amsterdam

Dirigent
Sigiswald Kuijken
Sopran
Miriam Feuersinger
Alt
Damien Guillon
Tenor
Wolfram Lattke
Bass
Christian Immler

Ripieno Sopran
Griet de Geyter
Ripieno alto
Barnabás Hegyi
Ripieno Tenor
Kevin Skelton
Ripieno-Bass

Sebastian Myrus
Violine 1

Sigiswald Kuijken, Shunske Sato
Violine 2


Sayuri Yamagata, Anneke van Haaften
Viola
Staas Swierstra
Violone
Robert Franenberg
Oboe
Martin Stadler, Peter Frankenberg
Fagott
Benny Aghassi, Eyal Streett

Tromba da tirarsi
Robert Vanryne

Organ
Leo van Doeselaar

Cembalo
Siebe Henstra


Video:  J.S. Bach – Kantate – BWV 75 „Die Elenden sollen essen“

Kantate für den 1. Sonntag nach Trinitatis


all-of-bach-bwv-75-die-elenden-sollen-essen

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„Ich wünsche viel Freude“ mit der Neuveröffentlichung !

Grüße sommerk

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ALL OF BACH veröffentlicht von J.S. Bach – das Orgelwerk BWV 864 „Präludium und Fuge A-Dur“ (Wohltemeprierte Klavier)


ALL OF BACH veröffentlicht von J.S. Bach – das Orgelwerk BWV 864 „Präludium und Fuge A-Dur“  (Wohltemeprierte Klavier)


„Präludium und Fuge – A-Dur“ BWV 864 (Das Wohltemperierte Klavier)

In diesem überraschenden Duo zeigt Bach-der oft so streng ist-eine andere Seite von sich.

HARPSICHORDIST - Pierre Hantaï - spielt das BWV 864 "Präludium und Fuge A-Dur"

               HARPSICHORDIST – Pierre Hantaï – spielt das BWV 864 „Präludium und Fuge A-Dur“

Präludium und Fuge sind ein praktisch untrennbares Paar, besonders bei Bach. Doch hier, tief im ersten Buch des Wohltemperierten Klaviers, taucht ein anderes Duo auf. Dieses Vorspiel ist eigentlich auch eine Fuge und ein dreiteiliges zu booten. Die „echte“ Fuge hält sich an die Regeln, bleibt aber trotzdem ein wahres Rätsel. Die klare Fuge als Prelude dagegen betrügt ein wenig, indem sie gleichzeitig das Thema und Gegenthema einführt. Durch diese Kombination unterstreicht Bach den zweideutigen Charakter des Schlüssels von A-Dur. Das Gegenthema im Baß mit absteigender chromatischer Linie kann als düster interpretiert werden, während das Thema in der rechten Hand ein fröhlicheres Gefühl dazu hat, mit eleganter Verzierung (die bald ein eigenständiges Motiv wird) und eine angespannte Pause Durch die Freigabe einer langen Zeichenkette von Noten. Der Helder-Skelter der Läufe übernimmt allmählich das Präludium, macht einen Umweg zu kleinem und wieder zurück und endet, wie es begann.

Aber dann kommt eine Note wie ein Ausruf, und Schweigen! Um uns noch mehr zu verwirren, folgt Bach dem Fugusthema mit einer Reihe von unmelodischen Sprüngen, so daß unsere Ohren den Schlüssel kaum unterscheiden können. Wie gesagt, alles über diese atypische Fuge ist richtig – es ist sogar ein äußerst reines Musikinstrument -, aber das neugierige Thema, nicht mehr als Sprung und Rhythmus, setzt den Zuhörer ständig auf den falschen Weg. Innerhalb eines einzigen Taktes von neun Schlägen schreibt Bach das musikalische Äquivalent einer optischen Täuschung. So wie Sie sich an eine regelmäßige Bewegung in vier gewöhnt haben, ruft Ihnen ein starker Ausruf des Themas plötzlich Aufmerksamkeit zu. Die Fuge geht auch über die Linien, zum Beispiel, wenn die Themen frühzeitig unterbrechen (diese spannungserhöhende Stretto-Technik kommt meist erst am Ende einer Fuge). Es tut dies auch am Anfang, wenn Bach kühl einen vierten Teil vorschlägt, indem er ein zusätzliches Thema einführt.

Das Wohltemperierte Clavier, BWV 846-893

Das Komponieren von 48 Tastenstücken in allen 24 Tasten war die Art von Herausforderung, die Bach genoss. In jedem der beiden Teile des Wohltemperierten Klaviers brachte er das musikalische Paar Präludium und Fuge 24 mal zusammen; Zwölf in Moll-Tasten und zwölf in Dur. In den Präludien gab er der Phantasie freien Lauf und zeigte in den Fugen mathematische Touren. Im Gegensatz zu der eisernen Disziplin musste sich Bach auf seine kirchlichen Kompositionen anwenden, hier konnte er sich auf die intellektuelle Spielerei verlassen, ohne sich um Fristen zu kümmern.

Der erste Teil des Wohltemperierten Claviers stammt aus dem Jahre 1722, obwohl er einige Musik enthält, die in den letzten fünf Jahren geschrieben wurde. Es gibt weniger Klarheit über die Geschichte des zweiten Teils. Bach kompilierte diese zweite Manuskript nur um 1740, obwohl wieder einmal einige der Präludien und Fugen es enthält Datum aus einer viel früheren Zeit. Bach beschrieb die Zielgruppe für diese Stücksammlung wie folgt: „Zum Nutzen und Gebrauch der Lehr-Begierigen Musikalischen Jugend, auch hier in diesem Studio schon habil seyenden besonderem Zeitvertreib“ (Für die Ausbildung des fleißigen musikalischen Jugendlichen und des Genusses von denen, die in diesem Material vertraut sind).

TITEL BWV 864 Präludium und Fuge in A-Dur

BEINAME Aus dem Wohltemperierten Klavier I

SERIE Das Wohltemperirte Clavier I

JAHR 1722 oder früher

STADT  Köthen (oder Weimar?)

RELEASE DATE  3. February 2017

RECORDING DATE  16. September 2016

LOCATION    Chevreuse, France

HARPSICHORDIST –  Pierre Hantaï

HARPSICHORD
William Dowd (1984) en Bruce Kennedy (1994) Frankrijk, naar Michael Mietke

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„Ich wünsche viel Freude“ mit der Neuveröffentlichung !

Grüße sommerk

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(P.S. Ich bitte um Entschuldigung!

Mein Entwurf ist  irrtümlich unfertig veröffentlich worden.

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ALL OF BACH – veröffentlichte von J. S. Bach das Orgelwerk – BWV 545 „Präludium und Fuge C-Dur“


ALL OF BACH – veröffentlichte von J. S. Bach das Orgelwerk –

BWV 545 „Präludium und Fuge C-Dur“


Präludium (, Trio) und Fuge C-Dur / BWV 545

Präludium
Fuge

Arnstadt
Weimar

Trio
Mühlhausen

Leipzig
Meister-/ bzw. Standardwerk

C-Dur
Mehrere Fassungen

Entstehungszeit: (Arnstadt/Mühlhausen-) Weimar / Leipzig

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The Grote Kerk or St.-Bavokerk in Haarlem

                                  The Grote Kerk or St.-Bavokerk in Haarlem (Holland)

In diesem vielgespielten Standardwerk hat Bach zu einer Sicherheit und Konzentration der Gesamtformung, zu einer präzisen Geschmeidigkeit und Plausibilität im einzelnen gefunden, die lange dazu verführte, eine spätere Entstehungszeit als die tatsächliche anzunehmen – so sehr tritt hier uns das entgegen, was wir als den typisch “klassischen” Bach ansehen. Es ist ja besonders der sich hier abrundende Bachsche “C-Dur-Stil” gewesen, der nachfolgenden Generationen als zeitlos-beispielhaft erschienen ist. Nicht von ungefähr begeistert sich etwa ein Mendelssohn gerade für die Fuge aus BWV 545, deren Schluß er sich – wie er in seinen “Reisebriefen” schildert – immer und immer wieder vorspielt: es sind die klassisch-romantischem Empfinden so entgegenkommende harmonische Auffassung (mit für die Entstehungszeit moderner Betonung des authentisch-dominantischen Elements) und die perfekte, von spezifisch barocker Kräuselung freie Glätte, die ihn so für das Stück eingenommen haben mögen.

Die Musikwissenschaft hat inzwischen nachgewiesen, daß das Werk in einer ersten Endfassung bereits vor 1717, also in Weimar fertig vorgelegen hat (Abschrift des in Weimar wirkenden Bachvetters Johann Gottfried Walther, 1684-1748). Darüber hinaus sind zwei Weimarer Frühfassungen belegbar (545a, vollständig erstmalig 1964 veröffentlicht) bzw. aus einer wahrscheinlich auf den Weimarer Bachschüler Johann Tobias Krebs zurückgehenden, nach B-Dur transponierten Version (545b, Erstveröffentlichung 1959) erschließbar.

Diese Frühfassungen fordern dazu heraus, eine Arnstädter/Mühlhausener Urfassung anzunehmen, in der Präludium wie Fuge (noch ohne das unabhängig entstandene, erst der Weimarer Endfassung beigegebene a-moll-Trio) in allen wesentlichen Zügen bereits existierte. Nur so sind derzeit Eigentümlichkeiten des Präludiums in beiden Frühfassungen erklärbar. Während die dreitaktige Introduktion der Endfassung hier noch grundsätzlich fehlt, ist die Situation hinsichtlich der dreitaktigen Schlußcoda unterschiedlich: in 545a fehlt sie ganz, in 545b lautet sie anders als in der Endfassung.

Die Lösung ergibt sich aus einer Rücktransposition von 545b nach C-Dur: die Codatakte reichen nunmehr bis zum hohen d′′′ hinauf. Dieser Ton war auf der Weimarer Schlossorgel nicht vorhanden, wohl aber auf den Orgeln zu Arnstadt und Mühlhausen. Um das Stück in Weimar spielbar zu machen griff man zu verschiedenen Mitteln: (wohl) Bach selbst strich einfach die unspielbare Coda und beließ es im übrigen zunächst bei der Urfassung. Das wäre die uns überlieferte Fassung 545a. (Wohl) J.T. Krebs wählte einen anderen Weg; er transponierte die Urfassung, deren Fuge Bach mittlerweile zur Form der späteren Endfassung revidiert hatte, nach B-Dur hinunter.

Dadurch wurde das d′′′ zu einem c′′′, das die Weimarer Orgel zu bieten hatte. (Weitere Eigentümlichkeiten von 545b in der uns überkommenen Gestalt siehe Schlußbemerkung). Zur endgültigen Lösung des Problems schritt dann wieder Bach selbst, indem er eine neue, den Weimarer Orgelverhältnissen Rechnung tragende Coda komponierte und gleichzeitig dem Präludium eine inhaltlich mit der Coda korrespondierende Introduktion voranstellte; dazu fügte er als Mittelsatz zwischen Präludium und Fuge die Frühfassung des a-moll-Trios bei. Eine in Leipzig nach 1730 entstandene Fassung letzter Hand unterscheidet sich in Präludium und Fuge kaum von der Weimarer Endfassung (verbesserte Lesarten); das Trio hingegen wurde eliminiert und in revidierter Fassung der Orgeltriosonate Nr.5 (BWV 529) als langsamer Satz zugewiesen.

Anmerkung zu BWV 545b:

BWV 545b ist ein Arrangement, dessen Echtheit bis in jüngste Zeit sehr in Zweifel wurde und darum zunächst keine Aufnahme in die NBA gefunden hat. Inzwischen wird es aber demjenigen Bestand an bisher angezweifelten Werken zugerechnet, “für die […]” – so heißt es im Vorwort zu NBA IV/11 (S. V) – “Bachs Autorschaft nach heutigem Wissen entweder als gesichert gilt oder zumindest ernsthaft in Betracht zu ziehen bleibt”; dementsprechend ist BWV 545b in diesen Band der NBA mit einbezogen worden. Die Quelle für BWV 545b wurde 1959 in London erstmals veröffentlicht; sie stammt aus dem 18. Jahrhundert (England vor 1772). Da sie den Tonumfängen nach in England damals auf keiner Orgel gespielt werden konnte, muß ihre Vorlage aus Kontinentaleuropa stammen. Sie enthält das Präludium in Urfassung nach B-Dur transponiert, ein 14taktiges Adagio unbekannter Herkunft, dann einen spieltechnisch sehr anspruchsvollen und langwierigen Triosatz in g-moll, der auf eine Frühform des 3. Satzes der Gambensonate BWV 1029 (für Streichtrio) zurückgehen muß, sodann ein viertaktiges Tutti unbekannter Provenienz und die Fuge in der revidierten Fassung nach B-Dur transponiert. Über den Weg dieser Version nach England gibt es nur interessante Vermutungen. Ob dieses kuriose Konglomerat jemals Eingang in ein Programm mit Bachscher Orgelmusik finden wird, bleibt dahingestellt.

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The Müller-Orgel in The Grote Kerk or St.-Bavokerk in Haarlem.

      The Müller-Orgel in The Grote Kerk or St.-Bavokerk in Haarlem. (Disposition Müller-Orgel)

RELEASE DATE 27 January 2017
RECORDING DATE 22 September 2016
LOCATION St.-Bavokerk, Haarlem
ORGANIST Bart Jacobs
ORGAN Müllerorgel

all-of-bach-bwv-545

Zum Anhören in das Foto oder in diesen Text klicken !

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„Ich wünsche viel Freude“ mit der Neuveröffentlichung !

Grüße sommerk

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Wilhelm Friedrich Ernst Bach (1759-1845) war der letzte Enkel von J.S. Bach !


Wilhelm Friedrich Ernst Bach (1759-1845) war der letzte Enkel von J.S. Bach !


Wilhelm Friedrich Ernst Bach, auch William Bach (* 24. Mai 1759 in Bückeburg; † 25. Dezember 1845 in Berlin) war ein deutscher Komponist aus der Familie Bach.

wilhelm-friedrich-ernst-bach-1759-1845

Porträt um 1843, vermutlich von Eduard Magnus

Der älteste Sohn des „Bückeburger Bach“ Johann Christoph Friedrich Bach wurde von seinem Vater und seit 1778 von seinem Onkel Johann Christian Bach in London unterrichtet, wo er sich einen Namen als Solist und Klavierlehrer machte. Nach dem Tod des Onkels 1782 reiste er nach Paris und in die Niederlande und wurde schließlich Musikdirektor in Minden. 1789 wurde er von König Friedrich Wilhelm II. nach Berlin berufen, wo er Cembalist der Königin Friederike Luise von Hessen-Darmstadt wurde. Nach deren Tod 1805 war er Cembalist und Hofkapellmeister der Königin Luise von Mecklenburg-Strelitzund Musiklehrer der preußischen Prinzen. Er zog sich 1811, nach dem Tod der Königin Luise, von allen Ämtern zurück. Prinz Heinrich, Bruder von Friedrich Wilhelm III. von Preußen, setzte eine lebenslange Pension in Höhe von 300 Reichstalern für den J. S. Bach-Enkel aus.

Von Bach sind Klaviermusik (drei Klavierkonzerte, ein Konzert für zwei Klaviere u. a.), zwei Sinfonien, zwei Orchestersuiten, ein Divertimento, ein Sextett, eine Triosonate für 2 Flöten und Viola sowie Lieder und Kantaten überliefert. Eine der bemerkenswertesten Kompositionen war Dreyblatt in F-dur, ein Klavierstück für sechs Hände, bei dem der in der Mitte sitzende Pianist seine beiden Begleiterinnen umfasst und die Außenstimmen spielt, während die außen sitzenden Pianistinnen in der Mitte der Klaviatur spielen.

Bach heiratete zweimal und hatte drei Töchter und einen Sohn, der bereits als Säugling starb.

Bei der feierlichen Enthüllung des Bach-Denkmals in Leipzig am 23. April 1843 war Wilhelm Bach als letzter männlicher Nachfahre Johann Sebastian Bach anwesend und begegnete Robert Schumann sowie Felix Mendelssohn Bartholdy.

Grabstätte von Wilhelm Friedrich Ernst Bach (1759-1845) in Berlin-Mitte

Grabstätte von Wilhelm Friedrich Ernst Bach (1759-1845) in Berlin-Mitte, Sophien-Friedhof.

Wilhelm Bach wurde auf dem II. Sophien-Friedhof in Berlin-Mitte beerdigt. Sein Grab war bis zum Jahr 2015 als Ehrengrab in Berlin gewidmet.

Der WDR ließ 1997/98 Ersteinspielungen mit Hermann Max, der Rheinischen Kantorei und dem Kleinen Konzert einspielen: je eine Sinfonie in G-Dur und C-Dur, ein festliches Vater unser und zwei große weltliche Kantaten („Westphalens Freude“ und „Columbus oder die Entdeckung Americas“).

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Wilhelm Friedrich Ernst Bach – (Grandson of Johann Sebastian Bach)

Sinfonia in G major

I. Allegro
II. Andante
III. Allegro

Das Kleine Konzert
Hermann Max, conductor

Recorded in 1998 by Westdeutscher Rundfunk, Germany


Wilhelm Friedrich Ernst Bach. „Sextett.“ 
Performed by Ensemble „Wind Consort Moscow“.
Museum „Arkhangelskoe“, „Gonzago“ theatre. 18-th May 2012.
Art director of ensemble Paul Struck.

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Die 54. Haller Bach-Tage 2017 finden vom 27. JANUAR bis zum 12. FEBRUAR 2017 statt.


 

Die 54. Haller Bach-Tage 2017 finden vom 27. JANUAR bis zum 12. FEBRUAR 2017 statt.

haller-bachtage-2017

Seit 1963 bietet die Stadt Halle (Westf.) – in Zusammenarbeit mit der Johanniskantorei der evangelischen Kirchengemeinde – im Februar 10 Tage konzentrierten Musik-und Kunstgenuss. 

Unser Repertoire umfasst Musik aus den Bereichen: Barock – Kammermusik – Chorwerke – Modernes und Experimentelles – Kinderkonzert – Orgelmusik – Orchesterkonzert – Geistliches und Atmosphärisches.

Halle in Westfalen gehört nicht eben zu den großen Kulturmetropolen dieser Welt. Aber, einmal im Jahr blickt die Musikwelt dennoch beneidenswert auf das 21.000-Einwohner-Städtchen in der Nähe von Bielefeld so bezaubernd am Teutoburger Wald gelegen. 

Der Grund: die Haller Bachtage.

Link zum Programm:  http://www.haller-bach-tage.de/hbt-aktuell/programm/

 

Hauptveranstaltungsort: St. Johanniskirche Halle (Westf.)

Hauptveranstaltungsort: St. Johanniskirche Halle (Westf.)

ERÖFFNUNGSKONZERT

Fr, 27.01.2017, 20:00 Uhr

Viele Pfeifen – eine Flöte
Musik für Flöte und Orgel

Johann Sebastian Bach (1685—1750)
Sonate E-Dur BWV 1035
für Flöte und Basso continuo
Adagio ma non tanto – Allegro – Siciliano – Allegro assai

Kazuo Fukushima (*1930)
Mei für Flöte solo

Jean-Marie Leclair (1697—1764)
Sonate e-moll op. 9, Nr. 2
für Flöte und Basso continuo
Dolce – Allemanda – Sarabanda – Minuetto

Johann Sebastian Bach
Zwei Choralbearbeitungen aus den Leipziger Chorälen für Orgel
Herr Jesu Christ, dich zu uns wend’ BWV 655
Von Gott will ich nicht lassen BWV 658

Frank Gerhardt (*1967)
Musik für Flöte und Orgel (2014/2015)

Engl. Anonymus um 1700
Greensleeves to a Ground
für Flöte und Basso continuo

Sigfrid Karg-Elert (1877—1935)
Ciacona f-moll aus: 30 Capricen op. 107 für Flöte solo

Max Reger (1873—1916)
Introduktion und Passacaglia d-moll ohne op.

Franz Lachner (1803—1890)
Elegie für Flöte und Orgel

Wolfgang Amadeus Mozart (1756—1791)
Andante C-Dur KV 315, Fassung für Flöte und Orgel

Ausführende : Sebastian Wittiber, Flöte ; Martin Lücker, Orgel

Sebastian Wittiber © Sebastian Wittiber

Flötist: Sebastian Wittiber

geboren in Frankfurt am Main. Mitglied des Hessischen Landesjugendorchesters und des Jugendorchesters der Europäischen Gemeinschaft unter Claudio Abbado, studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main bei Vladislav Brunner und wurde u. a. 1. Preisträger beim Wettbewerb Jugend musiziert.

1989 Mitglied des Sinfonie-Orchesters beim Hessischen Rundfunk, seit 1999 als 1. Solo-Flötist. Solokonzerte, CD-Einspielungen. Mitglied im Antares-Ensemble. Seit 2006/2007 musiziert er regelmäßig mit dem Dirigenten, Harfenisten und Pianisten Erik Nielsen zusammen sowie mit Martin Lücker (Orgel). Zusammenarbeitet mit Jota-Bläser-Quintett, Maalot-Bläser-Quintett und als Solo-Flöte zur Aushilfe in den Sinfonie-Orchestern des WDR, des BR, des NDR Hamburg, der Staatskapelle Dresden, der Deutschen Oper Berlin, des Mahler Chamber Orchestra und bei den Berliner Philharmonikern. Seit 2007 ist er Mitglied des Orchesters der Bayreuther Festspiele, seit 2014 Leitung der Flötengruppe. Seit 1999 ist Sebastian Wittiber Lehrbeauftragter für Flöte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main. Dort wurde er 2013 für den Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre nominiert und beurkundet.

Lücker, Martin © Lücker, Martin

Organist Martin Lücker

Wenige Organisten werden ein dermaßen großes Orgelrepertoire dauerhaft präsent haben wie er. Denn seit September 1983 spielt der Organist der Frankfurter St. Katharinenkirche 30 Minuten Orgelmusik. Mitten in Frankfurts turbulentem Herzen gibt er den Zuhörern zweimal wöchentlich die Möglichkeit, in geistreich konzipierten Programmen einen Überblick über die gesamte Breite der Orgelmusik zu gewinnen. Geboren 1953, wurde Lücker ausgebildet u. a. in Hannover bei Volker Gwinner und in Wien durch den legendären Anton Heiller. Umfassende Karriere als Konzertorganist, Juror, Lehrer bei Meisterkursen und Herausgeber.

Orgelkonzerte führten ihn in viele europäische Länder und nach Nordamerika.
Seine künstlerischen Erfahrungen, sein großes Wissen und seine Liebe zur Musik gab Martin Lücker von 1983 bis 2016 im Rahmen einer Orgelprofessur an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main weiter.

Zwischen Dezember 2016 und Juli 2017 wird Martin Lücker zum dritten Mal – nach Aufführungen 1985 und 1995 – in St. Katharinen an 17 Abenden das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach spielen.

Karten zum Preis von 11 € ermäßigt 6,- Euro  sind erhältlich im Bürgerbüro der Stadt Halle (Westf.),
Tel.: 05201/183152

oder E-Mail: unter : kulturbuero@hallewestfalen.de

Rubrik
Musik / Konzerte

Veranstaltungsort

St. Johanniskirche, (Halle (Westf.)

Veranstalter:

Johanniskantorei und Stadt Halle (Westf.)

Kontaktdaten

Telefon: 05201 183164

Homepage: www.haller-bach-tage.de


Auf eine besondere Veranstaltung zu den Haller Bachtagen möchte ich Aufmerksam machen !

Das „Duo Ex Anima“

lädt herzlich ein zum Erzählkonzert: „Aus derSeele muß man spielen“

mit Werken von Johann Sebastian, Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel Bach im Rahmen der 54. Haller Bach-Tage am 31. Januar 2017 um 20:00 Uhr im Martin-Luther-Haus in Halle / Westf.

Link zu der Veranstaltung: 

http://www.haller-bach-tage.de/regional/veranstaltungen/erzaehlkonzert-900001042-22700.html

Herzlich Willkommen und beste Grüße!

Dr. Ulrich Kahmann, Herford


CHORKONZERT II (WIEDERHOLUNG) Abschluss-Konzert

Sonntag, 12.02.2017, 17:00 Uhr Altstädter Nikolai -Kirche, Bielefeld

Ludwig Meinardus (1827–1896)

Luther in Worms op. 36

Ausführende:

Catalina Bertucci, Sopran;  Annette Gutjahr, Alt

Herbert Lippert, Tenor

Markus Flaig, Bass-Bariton /  Matthias Vieweg, Bass

Bach-Chor der Johanniskantorei Halle.

Nordwestdeutsche Philharmonie

Leitung: Martin Rieker

Karten zum Preis von 18,- Euro

(die Plätze sind nicht nummeriert) sind erhältlich in der  Touristeninformation Bielefeld

oder bei konTicket Bielefeld, Bahnhofstr. 15 und im Bürgerbüro der Stadt Halle (Westf.),

Tel.: 05201/183152

oder unter: kulturbuero@hallewestfalen.de

Rubrik

Musik / Konzerte

Veranstaltungsort
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Altstädter Nikolai -Kirche Bielefeld

Veranstalter

Johanniskantorei und Stadt Halle Westfalen

Kontaktdaten

Telefon: 05201 183164

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