DIE ZEIT überrascht immer wieder mit tiefgründigen Interviews mit internationalen Größen aus der Klassik-Szene. In dem heutigen Interview kommt die französische Spitzen-Pianistin Hélène Grimaud zu Wort, die nach langer schwerer Krankheit den Weg zurück zur Bühne gefunden hat.
Hélène Grimaud - französische Pianistin
Auszug aus dem Interview von der Zeitung DIE ZEIT:
„Die Musikbranche ist nicht frei von einer Hedgefonds-Mentalität“
Frage: Ein bisschen Krise gilt im Klassikbusiness als schick. Wie viel ernsthafte Krise aber toleriert der Markt wirklich?
Grimaud: Kennen Sie die Geschichte des kleinen Mädchens, das am Strand entlanggeht und so viele angeschwemmte Seesterne wie möglich zurück ins Wasser wirft? Ein Mann kommt ihr entgegen und sagt, du weißt, dass es total sinnlos ist, was du tust? Und sie antwortet: Aber für diesen Seestern ist es nicht sinnlos – und wirft ein besonders schönes, großes Exemplar hinaus aufs Meer. Was ich sagen will: Der Musikmarkt ist kein anonymes, gesichtsloses Ungeheuer, er besteht aus Menschen.
Frage: Die alle Geld verdienen wollen.
Grimaud: Ja, 80 Prozent wollen wahrscheinlich nichts anderes. Aber mit jedem Einzelnen kann sich alles ändern. Die Leute, mit denen ich eng zusammenarbeite, haben Qualität, Niveau und Herz, für sie lege ich meine Hände ins Feuer (lacht). Und sie wissen: Von ein paar Absagen, von einer CD, die nicht erscheint, geht die Welt nicht unter. Bei allem schlechten Gewissen, das ich habe, wenn ich absagen muss, gibt mir das die Sicherheit, nicht um jeden Preis funktionieren zu müssen….
Video:Hélène Grimaud, Thomas Quasthoff – Schumann Dichterliebe – Verbier Festival 2007
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Eine Kurz-Biographie von Hélène Grimaud
Die Eltern von Hélène Grimaud waren Lehrer jüdischer und katholischer Konfession. Ihre Mutter entstammt einer Familie nordafrikanischer Juden, ihr Vater hatte deutsche und italienische sowie ebenfalls jüdische Vorfahren. Ihre Familie änderte noch vor ihrer Geburt den Familiennamen Grimaldi in die heutige Schreibweise um. Nach eigener Bekundung hat Hélène sich aufgrund der anderen Herkunft obwohl sie in Frankreich aufwuchs dort nie richtig heimisch gefühlt.
Hélène Grimaud ist am 7. November 1969 in Aix-en-Provence (Frankreich) geboren. Überbegabtes Kind ist sie nicht und findet Zuflucht in der Musik, wo sie in vollem Umfang aufblüht. Mit acht Jahren bekam sie ersten Klavierunterricht studiert zunächst in ihrer Heimatstadt bei Jacqueline Courtin, daraufhin bei Pierre Barbizet am Konservatorium in Marseille. Er erkannte ihr ungewöhnliches Talent und schlug vor, sie für die Aufnahmeprüfung am Pariser Konservatorium vorzubereiten. Im Jahre 1982 – mit dreizehn Jahren – besucht sie das Konservatorium von Paris.Sie schloss ihre Ausbildung 1985 mit dem „Premier prix“ im Piano-Fach des Conservatoire ab und nahm nur kurz nach dem Diplom ihre erste CD mit Rachmaninovs „Sonata No. 2“ und die „Etudes-Tableaux op. 33“ auf (Grand Prix du disque 1986). Anfang der neunziger Jahre widmet sie sich in den Vereinigten Staaten überwiegend ihrer Leidenschaft für die Wölfe.
Aufführung WO in der Herder Kirche Weimar Sir Gardiner EBS Monteverdi Choir Dez. 1999
Nach den umfangreichen Radio-Angaben mit „Klassischer Musik“ zu Weihnachten und Neujahr, erfolgen von mir nun als Zusatzinformation die TV-Sender mit „Klassischen Musik-Sendungen zur „Weihnachtszeit.“ Ob alle Fernsehsendungen von mir dazu feststellbar waren, bin ich mir nicht ganz sicher, es ist eine Auswahl überwiegend mit dem BWV 248 von J.S. Bach das „Weihnachts-Oratorium.“
Zu den Sendungen:
MONTAG, 20. DEZEMBER2010
ZDF Theaterkanal 09:00 Uhr, 60 Min.
Adventliche Festmusik aus Dresden, Frauenkirche Dresden, Sendung von November 2009
DIENSTAG, 21. DEZEMBER 2010
ZDF Theaterkanal 14:00 Uhr, 50 Min.
Helmuth Rilling dirigiert Bach-Motetten
Evangelische Stiftskirche Oberkaufungen, 1990
MITTWOCH, 22. DEZEMBER 2010
ZDF Theaterkanal 14:00 Uhr, 60 Min.
Adventliche Festmusik aus Dresden
Frauenkirche Dresden, Sendung von November 2009
FREITAG, 24. DEZEMBER 2010
ZDF Theaterkanal 14:00 Uhr, 85 Min.
Johann Sebastian Bach: Das Weihnachtsoratorium
BWV 248, Kantaten 1-3, Stiftskirche zu Wallhausen/Strudengau, Österreich 1981
Tölzer Knabenchor, Leitung Harnoncourt
ZDF Theaterkanal 15:25 Uhr, 75 Min.
Johann Sebastian Bach: Das Weihnachtsoratorium
BWV 248, Kantaten 4-6, Stiftskirche zu Wallhausen/Strudengau, Österreich 1981
Tölzer Knabenchor, Leitung Harnoncourt
3Sat 20:15 Uhr, 105 Min.
Christmas in Vienna (Wien)
Weihnachtliches Galakonzert
BR-Alpha 22:45 Uhr, 90 Min.
ARD-Weihnachtskonzert 1990
Vor 20 Jahren: Erstes Weihnachtsfest im vereinten Deutschland
SAMSTAG, 25. DEZEMBER 2010
MDR 07:30 Uhr, 30 Min.
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248
– Kantate 1 –Aufzeichnung aus der Nikolaikirche Leipzig
BR 11:00 Uhr, 85 Min.
Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, Kantate I-III
Dieser BR-Mitschnitt zeigt eine Interpretation der ersten drei Kantaten
mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks, der Akademie für Alte Musik Berlin und namhaften Solisten (Rachel Harnisch, Anke Vondung, Maximilian Schmitt, Christian Immler und Sonja Philippin) unter Peter Dijkstra.
SONNTAG, 26. DEZEMBER 2010
MDR 07:30 Uhr, 30 Min.
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248
– Kantate 2 –Aufzeichnung aus der Nikolaikirche Leipzig
arte-tv 10:35 Uhr
Christmas in Vienna von 2010 Weihnachtskonzert
BR-Alpha 11:00 Uhr, 45 Min.
Christmas in Vienna (Wien)
Weihnachtsgala aus dem Wiener Konzerthaus 2009
ZDF Theaterkanal 14:00 Uhr, 50 Min.
Helmuth Rilling dirigiert Bach-Motetten
Evangelische Stiftskirche Oberkaufungen, 1990
MONTAG, 27. DEZEMBER 2010
MDR 07:30 Uhr, 30 Min.
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248
– Kantate 3 – Aufzeichnung aus der Nikolaikirche Leipzig
ZDF Theaterkanal 09:00 Uhr, 85 Min.
Johann Sebastian Bach: Das Weihnachtsoratorium
BWV 248, Kantaten 1-3, Stiftskirche zu Wallhausen/Strudengau, Österreich 1981 mit dem Tölzer Knabenchor, Leitung Harnoncourt.
ZDF Theaterkanal 10:25 Uhr, 75 Min.
Johann Sebastian Bach: Das Weihnachtsoratorium
BWV 248, Kantaten 4-6, Stiftskirche zu Wallhausen/Strudengau, Österreich 1981 mit dem Tölzer Knabenchor, Leitung Harnoncourt.
FREITAG, 31. DEZEMBER 2010
MDR 17:00 Uhr, 80 Min.
Konzert
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 live aus dem Neuen Gewandhaus Leipzig
ARD 17:15 Uhr, 90 Min.
Konzert
Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker 2010
live aus der Philharmonie Berlin
ZDF 17:30 Uhr, 90 Min.
Konzert
Silvesterkonzert aus der Semperoper
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Fernseh-Sendungen ab Januar 2011
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Samstag, 01. Januar 2011
MDR 07:30 Uhr, 30 Min.
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248
– Kantate 4 – Aufzeichnung aus der Nikolaikirche Leipzig
Sonntag, 02. Januar 2011
BR 11:40 Uhr, 85 Min.
Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, Kantate 4 bis 6
Der Chor des Bayerischen Rundfunks, einer der besten Chöre der Welt, singt Bachs Weihnachtsoratorium. Das Bayerische Fernsehen war dabei, als der Chor im Dezember 2010 mit Solisten und dem Orchester Akademie für Alte Musik Berlin, einem der besten Ensembles mit historischen Instrumenten, Bachs beliebte Weihnachtsmusik in zwei Konzerten im Herkulessaal der Münchner Residenz aufführt.
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Diese Angaben sind zur Zeit unvollständig und werden nach neuen Erkenntnissen täglich aktualisiert..!!
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Wer eine WO-Dokumentation von Dezember 1999 aus der Herderkirche Weimar von Sir Gardiner, EBS und dem Monteverdi-Choir auf YouTube ansehen möchte, nachstehend der Link:
Philharmonie Berlin Sir Gardiner mit Advents-Kantaten
J.S. Bach
Advents-Kantaten
in der
Philharmonie Berlin
am 6.12.2010
EBS und Monteverdi Choir.
Leitung: Sir John Eliot Gardiner
Programm:
Johann Sebastian Bach:
Eingang Philharmonie Berlin
Nun komm der Heiden Heiland BWV 61
Konzert für Violine und Oboe BWV 1060
Schwingt freudig euch empor BWV 36
Wachet! Betet! BWV 70
Als Zugabe: (Eingangs-Choral) „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ BWV 140
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Mit einer Verspätung von 10 Minuten kam unser ICE aus dem Kulturgebiet Ruhr2010 in Bielefeld um 08:50 Uhr an. Voll gepfropft mit Computer Freaks an ihrem Laptop und bimmelnden Handys erreichten wir nach einer problemlosen Anfahrt um ca. 11:30 Uhr unser Reiseziel Berlin-HBF. Die Orientierung zu unserem Hotel war in diesem riesigen HBF-Neubau nicht ganz einfach, aber erprobte Gardiner-Reise-Fans wissen auch mit solchen Situationen umzugehen. Quartier bezogen wir in einem sehr günstigen Mercure-Hotel – (die Buchung erfolgte schon im September) – unweit des Potsdamer Platzes. Hier fühlten wir uns heimisch und geborgen . Unser erster Tripp folgte zu Fuß vom Hotel über den Potsdamer Platz zur Philharmonie Berlin, ein Foto von dem „Scharoun-Gebäude“ sollte unbedingt für den Blog bei Tageslicht erfolgen und erreichten unser Ziel nach Einnahme eines Glühweines auf dem Weihnachtsmarkt an den Potsdamer-Platz-Accarden.
Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz Berlin im Hintergrund "Sony-Center"
Gegen Früh-Abend wollten wir unbedingt noch etwas Warmes in unseren Magen bekommen und stapften tapfer bei der Hundskälte Richtung Sony-Center. Wie es so schön der Zufall wollte, trafen wir dort auf „@Iris und @Karl-Heinz“ und konnten gemeinsam unser Essen in dem Brauhaus Lindenbräu dort in einer gemütlichen Runde einnehmen.
Der anschließende gemeinsame Fußmarsch Richtung Philharmonie war ein Katzensprung von nicht ganz 10 Minuten und kamen dort eine halbe Stunde vor Konzertbeginn durchfrohren an und konnten uns in dem riesigen aber warmen Foyer entsprechend aufwärmen. Wunderbar, dass der kurzfristig angesagte Konzert-Besuch von @Wolfgang, mit seiner Tochter @Constanze, klappte, in trauter Runde fieberten wir nun dem Konzert entgegen. In der riesigen profanen Philharmonie war es nicht ganz einfach, die Ränge – Links und Rechts – auseinanderhalten zu können, die Beschilderung ist nicht sehr ergiebig und sollte eine eindeutigere Aussageform besitzen.
Nun war es soweit, unser erster Besuch des Karajan-Rattle-Musentempel zu bestaunen und Sir Gardiner einmal mit Kantaten – nicht in einer Kirche – sondern in den heiligen Hallen der Philharmonie beiwohnen zu können, damit ging endlich ein langgehegter Traum in Erfüllung.
Unsere eingenommenen Plätze erwiesen sich bis zu Pause als nicht ganz glücklich gewählt, mit dem erklingen der 1. Advents-Kantate:
BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“
kam das grazile und beim hauchzarten Singen vom Monteverdi Choir und English Baroque Soloists nur sehr bedingt hörbar an, die sehr große Entfernung zur Mitte des riesigen Raumes war ein großer Nachteil und mussten sehr genau hinhören, um akustisch alles mitzubekommen. Hier haben wir doch sehr den Kirchen-Hall vermisst, es klang ein wenig trocken und man fühlte sich nicht unbedingt mit eingebunden. Besser wurde es nach der Pause, wir wechselten in freie Plätze über näher am Ring des Geschehens gelegen und wurden dann total entschädigt, da erlebten wir dann hautnah das Orchester, den Chor und die Gesangs-Solisten vom Feinsten, konnten John Eliot mit seiner unnachahmlichen Art einmal wieder aus allernächster Nähe bewundern und die Akustik war perfekt.
Bass - Jonathan Sells - in der Philharmonie Berlin
Die Kantate BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“ komponierte Bach zu seiner Weimarer Zeit zum 1. Advent 1714. Herausgreifen möchte ich aus dieser Kantate Satz 4 mit dem Bass-Rezitativ: „Siehe ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ Wunderbar, wie Gardiner sein Orchester auf dieses Anklopfen einstellt, die Pizzicato-Akkorde der Instrumente als ein Symbol des Anklopfens und Verharren, ob die Tür aufgetan wird, war traumhaft gelungen, ein großartiger Bassist: Jonathan Sells, sang Raumfüllend sein Anklopf-Rezitativ in einer bewundernswerten und überzeugenden Art. Hier wächst wieder ein Bass-Solist heran, dem in Zukunft eine großartige Karriere vorausgesagt werden kann. In der Statur erinnert er mich ein wenig an den SDG-Tenor: Mark Padmore..!!
Wie bereits im Vorfeld seiner Konzert-Programme für 2010 angekündigt, möchte Sir Gardiner einmal den Oboisten in seinem Orchester „Prof. Michael Niesemann“ mit Solo-Instrumentalwerke von
Prof. Michael Niesemann - Oboe - in der Philharmonie Berlin
J.S. Bach besonders herausstellen. Bereits beim Bach-Fest 2010 in Köthen wurde dies bereits so glänzend umgesetzt. Nun wieder ein Highlight in der Philharmonie Berlin für „Michael Niesemann“ und für die 1. Geigerin: „Kati Debretzeni“ mit dem
„Konzert für Oboe und Violine, Streicher & Continuo c-Moll“ BWV 1060.
Dieses Werk entstand um 1719 in Köthen und Bach transkribierte dieses Konzert zwischen 1730-1733 in Leipzig für zwei Cembali, Streicher und Continuo. Nach den Aussagen seines Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach soll J.S. Bach die Violine gespielt haben sein Spiel war rein und durchdringend. Es entspricht einer Konzertform Vivaldis und hat einen beschwingten und dynamischen Inhalts-Stil, der von dem Oboisten Michael Niesemann und Kati Debretzeni zu einer großartigen Interpretation führte. Man mag fast urteilen, dass die Violinistin in ihrem Spiel im künstlerischen Ausdruck und mit der Geige einen so warmherzigen Ton erzeugt, was in der Vergangenheit so nicht zu beobachten war. Der künstlerische Leiter des Abends erwies sich als ein wahrer Kavalier und
Kati Debretzeni - 1.Violine (Konzertmeisterin von EBS)
blätterte ihr die Notenseiten um. Michael Niesemann ist ein Top-Oboist und entwickelte mit Kati eine Spielfreude, die das Publikum in seinen Bann zog, Herr Bach hätte seine hellste Freude an den beiden Künstlern gehabt. Frenetischer Applaus, der Scharoun-Bau bebte, bezeugte, dass ein grandioses Virtuosen-Paar ein Werk so bezaubernd und brillant umzusetzen weiss. Das war Können auf allerhöchstem Niveau..!!
Nach diesem nicht adventlichen-Zwischenspiel erklang die Kantate:
„Schwingt freudig euch empor“ BWV 36.
Diese Kantate wurde von J.S. Bach am 2. Dezember 1731 in Leipzig aufgeführt. Nach einer kürzeren Erstfassung als Kirchen-Kantate entstand wahrscheinlich mit Hilfe Picanders die heute geläufige zweiteilige Advents-Kantaten-Fassung, die mit einer tiefgreifenden Veränderung die Ankunft Jesu feiert. Der Evangelien-Text zum 1. Advent schildert nach Matthäus 21, 1-9 den Einzug Jesu in Jerusalem. Diese Kantate besitzt eine gewisse Ausnahmestellung. Anstelle von Rezitativen hat Bach in dieser Kantate solistische Choralbearbeitungen vorgenommen.
Ein Juwel besitzt diese Kantate in Teil zwei in Satz sieben mit der Sopran-Arie: „Auch mit gedämpften, schwachen Stimmen wird Gottes Majestät verehrt.“
In dieser verhalten gesungenen Sopran-Arie mit einer konzertierenden Geige zur Unterstützung wird im Mittelteil eine Echowirkung zwischen der Sängerin und Instrument erzeugt und als Bezeugung „Gottes Majestät“ verehrt. Das gelingt so herzzerreissend schön, das die Besucher faszinierend dies als einen wundersamen Glücksmoment erfassen, das ist wieder eine so unbeschreibliche Musik von Bach, die einem das Herz vor Glück zerspringen lässt. Die Sopranistin – Zoe Brown (der Name ist mir leider nicht bekannt, als Sängerinnen war „Zoe Brown“ oder „Katy Hill“ benannt worden, Danke an Jonny Sells für seine Rückmeldung und Klarstellung) – aus dem Monteverdi Choir zelebrierte diese Sopran-Arie auf wunderbarster Weise, ein Engels-Gesang pur, danke für diesen wunderbaren Glücksmoment, der uns voll getroffen hat…!!
Zu bewundern ist bei den Gesangs-Solisten vom Monteverdi Choir, dass alle Gesangs-Vorträge ohne eine Partitur vorgetragen wurden, das ist schon erstklassig zu nennen und als sehr nachahmenswert empfohlen, das sieht man sonst sehr sehr selten, aber diese Könner haben das verinnerlicht und besitzen das exzellente Format dafür. Wenn ich schon einmal bei den Lobpreisungen angelangt bin, möchte ich aber auch ein wenig verhaltende Kritik ausüben. Es ist bekannt, dass Sir Gardiner dem Nachwuchs eine Chance zum Singen und Weiterbildung anbietet. Aber, das stimmliche Volumen für so eine riesige Konzerthalle ist teilweise nicht vorhanden und lässt doch einige Wünsche aufkommen, diese solistischen Gesangsbeiträge von exzellenteren Sänger/innen vortragen zu lassen, die im Stimmvolumen dieses Manko nicht besitzen.
Nach diesen aufgeführten Werken wurde die Pause eingeläutet und unser Platzwechsel Richtung Ring-Mitte vorgenommen, diese neuen unbesetzten Plätze hatten wir uns während der Aufführung schon ins Visier genommen und sind voll dafür entschädigt worden, nah am Geschehen und eine exzellente Akustik – zum Genießen schön.
Nach der Pause:
Kantate: „Wachet! betet! betet! wachet!“ BWV 70
Trompete - Neil Brough
Diese Kantate komponierte J.S. Bach in Weimar, wo sie im Dezember 1716, für den 2. Advents-Sonntag bestimmt, aufgeführt wurde. In Leipzig ordnete Bach diese Kantate dem 26. Sonntag nach Trinitatis zu, wo sie erstmals am 21. November 1723 erklang. Die nunmehr zweiteilige Kantate handelt vom Ende der Welt und der Erwartung der Wiederkunft Christi. Nach einer Sinfonia und dem Eingangschor „Wachet! Betet“ rüttelt ein Bass-Accompagnato – (Accompagnato = ital. begleitet) – mit Trompete, Oboe, Streichern und Bc die verstockten Sünder wach.
Auf diese herrliche Kantate hatten wir uns so sehr gefreut, da ein Trompetenpart einfach das Salz in der Suppe ist. Der fantastisch blasende Neil Brough erwies sich wieder einmal als ein einsamer Könner in der Trompeten-Gilde, sein zurückhaltendes und dann wieder donnerndes Blasen war ein exzellenter Höhepunkt. In Satz zwei mit dem Bass-Rezitativ: „Erschrecket, ihr versotcketen Sünder“ wurde sein Trompeten-Part mit dem wunderbaren Gesang von Jonathan Sells zu einem weiteren Höhepunkt nach der Pause. Erstaunt ist der Besucher darüber, was für ein Potential der Monteverdi Choir an Neuankömmlingen besitzt. Jonathan Sells wirkte beim Bachfest 2010 in Leipzig bei der h-moll-Messe mit und war der Gesangs-Star – neben den uns unbekannten Sopranistinen „Zoe Brown“ oder „Katy Hill“ – des Konzertes. In drei Bass-Partien des BWV 70 konnte Jonathan Sells sein Können offenbaren und ist ein Juwel in der Gardiner-Sanges-Gilde..!! Diese zweiteilige Kantate besaß absolutes Weltklasse-Niveau in der Interpretation von Gardiner und den wunderbar anzuhörenden English Baroque Soloists, die Choräle waren ebenso ein Highlight, da ist der Monteverdi Choir in der Ausführungsform einmalig, wie Gardiner sie fordert, ermuntert, piano oder kraftvoll auftrumpfend das ist die Meisterhand des Magiers „Sir John Eliot Gardiner“ der dem Text und der Musik seine Deutung und Form verleiht, das ist Kunst in Vollendung,was er so unübertrefflich zu meistern versteht. Bei seinem Dirigier-Stil ist alles in Bewegung, wenn es das Werk fordert, den Oberkörper weit vorgestreckt, wiegend in den Hüften und mitsingend fordert er dem Orchester und Chor alles ab, einfach wunderbar dieser Bach-Papst, wie ihn ein Zeitungs-Rezensent einmal titulierte, dem ist so und wir hoffen alle inständig, dass er trotz seiner anstehenden Auszeit in 2011 uns weiterhin als der geniale Bach-Interpret erhalten bleibt.
„Soli Deo Gloria“
Auf YouTube
gibt es ein Video von Gardiner-EBS und dem Monteverdi Choir mit dem BWV 70 als Eingangs-Satz zum Genießen schön..!!
Sir J.E. Gardiner zufrieden mit den Bach-Kantaten und einem enthusiastischen Publikum
Nach dem Ende brauste jubelnder Applaus auf der nicht enden wollte, das war ergreifend schön und ein wichtiges Zeugnis für alle Aufführenden, dass die Besucher mit den Werkswiedergaben von J.S. Bach einen Traum-Abend erleben durften. Ein glücklicher und strahlender John Eliot genoss es sichtlich, dass er wieder einmal die Herzen der Besucher mit seinen Protagonisten voll berühren konnte. Seine Bescheidenheit ist zu rühmen, den Vortritt lässt er seinen Künstlern zukommen und hält sich bescheiden im Hintergrund auf und freut sich mit ihnen, wenn der tosende Beifall ihnen zugute kommt.
Aus Dankbarkeit für diese Beifallsbekundung, schnellte er an sein Pult und brachte wiederum eine Bach-Kantate zu Gehör, die mit ihrem grandiosen Eingangs-Satz so faszinierend und ergreifend ist. Er lies den Eingangssatz vom
BWV 140 „Wachet auf ruft uns die Stimme“
erklingen, das war ein würdiger und berauschender Abschluss für einen unvergessenen und mitreissenden Konzertabend.
Ein gefälliges Video vom Sir:
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Ein weiteres aktuelles Video mit Gardiner aus Frankreich vom 4. und 5.12.2010
Aus Anlass des 10-järigen Bestehens von SDG und der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000 führten sie das Sonder-Konzert am 6. Dezember 2010 in der Philharmonie Berlin auf. Es ist mehr als unanständig anzusehen, dass aus diesem Anlass keine Moderation und Würdigung für dieses großartige Bach-Projekt im Jahre 2000 in der Philharmonie Berlin vorgenommen wurde.
Wir kleine Blog-Gemeinschaft aus Deutschland möchten Ihnen Sir Gardiner und ihren Mitwirkenden auf diesem Wege herzlich dafür danken, dass Sie dieses großartige Bach-Projekt im Kalenderjahr 2000 verwirklicht haben. Uns ist bewusst, welche unsägliche Schwierigkeiten zu bewältigen waren, finanzielle Gründe, Künstler-Verpflichtungen, Austausch von Orchester-Mitglieder, Reisestrapazen und Proben in unterschiedlichen Kirchen, das ist einmalig und gilt unsere volle Bewunderung. Ein herzliches Danke für ihre anschließenden großartigen Konzerte in den Folgejahren in Deutschland die uns beglückt und bereichert haben..!!
Im Kalenderjahr 2010 gibt es vier Neueinspielungen von J.S. Bach – Weihnachtsoratorium
– BWV 248 – u.a. in einer Jazz-Version.
BWV 248 Johann Sebastian Bach Weihnachtsoratorium_Thomanerchor von 2009
1.) Thomanerchor und Gewandhaus-Orchester Leipzig!
Bei dieser Aufnahme handelt es sich um einen Rundfunk-Live-Mittschnitt aus Dezember 2009 aus der Thomaskirche in Leipzig. Anlass: 275.- Jubiläum der Uraufführung des WO in der Thomaskirche in Leipzig
Eine Besonderheit entwickelte sich aus der Situation, dass die Sopranistin erkrankte und Knabensoprane – (die Thomaner Paul Bernewitz und Friedrich Preatorius) eingesprungen sind.
Eine exzellente Rundfunkübertragung im Dezember 2009 begeisterte die Zuhörer und kann diese Neueinspielung sehr empfehlen. Die zwei Knaben-Soprane der Thomaner haben mich überzeugt und fand das als eine sehr gute Alternative. Die Klangästhetik gewinnt durch die frischen und makellosen jungen Stimmen an Ausdruckskraft. Der Thomanerchor selbst verkörpert mit der Musik eine Authentizität, die nur in dieser Atmosphäre seine Wirkung vollkommen erzielen kann. 275 Jahre nach der Uraufführung 1734 / 1735 singt der Thomanerchor Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller alle sechs Kantaten. Zum Jubiläumsjahr produzieren Rondeau Production und Mitteldeutscher Rundfunk MDR das beliebte Chorwerk neu für Rundfunk und CD.
Solisten: Paul Bernewitz und Friedrich Preatorius; Knabensopran, Ingeborg Danz; Alt, Martin Petzold; Tenor-Evangelist, Christoph Genz; Tenor-Arien, Panajotis Iconomou; Bass. Leitung: Georg Christoph Biller.
Riccardo Chailly hat das Jahr 2010 für sein Bach-Jahr erklärt und mehrere Einspielungen von J.S. Bach vorgenommen.
Die hoch gelobte Einspielung der „Brandenburgischen Konzerte“ eröffnete Anfang diesen Jahres den von Riccardo Chaillys geleiteten „kleinen“ Leipziger Bach-Zyklus mit dem Gewandhausorchester Leipzig, als dessen Chefdirigent er seit September 2005 fungiert. Es folgte zu Ostern die „Matthäuspassion“, und mit der Aufnahme des „Weihnachts-Oratoriums“ schließt sich der Kreis der drei Bach-Veröffentlichungen Riccardo Chaillys mit „seinem“ Orchester.
Es liegt fast 150 Jahre zurück, dass ein Dirigent des Gewandhausorchesters in Leipzig, das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach dirigierte. Riccardo Chailly hat diesen musikalischen Kraftakt mit dem Orchester jeweils am 7. u. 8. Januar 2010 durchgeführt. An beiden Tagen wurden die sechs Kantaten des Weihnachtsoratoriums im Konzertsaal aufgeführt.
Das letzte Mal führte der Gewandhaus-Kapellmeister Carl Reinecke diese in Auszügen im Jahr 1861, im damaligen Gewandhaus durch. Wie das Orchester mitteilte, wurde nicht geklärt, warum nie wieder das Werk in einem Stück aufgeführt wurde. Zum ersten Mal wurde das gewaltige Chor- und Orchesterwerk 1735/1736 in der Thomas- und der Nikolaikirche aufgeführt.
DVD – Live-Mitschnitt vom Konzert am 4. Dezember 2009
„60 Jahre Bundesrepublik – 20 Jahre Mauerfall“ aus der Sixtinischen Kapelle zu Ehren von Papst Benedikt XVI. Und in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler.
DVD WO Teil 1-3 Mittschnitt Rom Papst Benedikts XVI_Augsburger Domsingknaben Residenz-Kammerorchester München
Für Domkapellmeister Reinhard Kammler und seine Augsburger Domsingknaben war es die bisher ehrenvollste Konzerteinladung überhaupt: Am Freitag, den 4. Dezember 2009, erklang in der geschichtsträchtigen Sixtinischen Kapelle des Vatikans vor den weltberühmten Fresken Michelangelos das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. In Anwesenheit von Papst Benedikt XVI., Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler und seiner Berliner Delegation, zahlreichen Mitgliedern des am Vatikan akkreditierten diplomatischen Corps und weiteren hochrangigen Gästen musizierten unter Leitung von Reinhard Kammler der Kammerchor der Augsburger Domsingknaben, das Residenz-Kammerorchester München, Knabensolisten, sowie die ehemaligen Domsingknaben Gerhard Werlitz, Tenor und Johannes Kammler, Bass.
Offizieller Anlass dieses für die Augsburger Domsingknaben einmaligen Engagements war das Jubiläum „60 Jahre Bundesrepublik Deutschland und 20 Jahre Mauerfall“.
Gerhard Werlitz, Tenor
Johannes Kammler, Bass
Knabensolisten/Boys’ Soloists:
Kantate I / Cantata I
Ferdinand Geirhos, Alt/Alto
Kantate II/Cantata II
Ivo Hartmann, Sopran/Soprano
Sebastian Maurer, Alt/Alto
Kantate III/Cantata III
Markus Göppel, Sopran/Soprano
Ferdinand Geirhos, Alt/Alto
Kammerchor
der Augsburger Domsingknaben
Residenz-Kammerorchester München
Instrumentalsolisten/
Instrumental Soloists
Michael Christians, Violine/Violin
Petra Schiessel, Flöte/Flute
Dieter Salewski, Isabel Evers, Oboe,
Oboe d’amore
Trompeten/Trumpets
Konrad Müller, Andreas Spannbauer,
Matthias Haslach
Continuo
Hartmut Tröndle, Violoncello
Werner Booz, Kontrabass/Double Bass
Claudia Waßner, Orgelpositiv/Positive organ
Leitung am Cembalo/
Direction and harpsichord:
Domkapellmeister Reinhard Kammler
Aufnahme/Recorded: 04.12.2009,
Sixtinische Kapelle, Rom
J.S.Bach Weihnachtsoratorium BWV 248 "Version für Big Band"
Jazzet, frohlocket!
Unter Standards versteht man im Jazz bestens bekannte Songs des Repertoires, die Jazzmusikern als Grundlage für ihre Improvisationskünste dienen. Bachs Weihnachtsoratorium darf man ohne Zweifel mit Recht als »Standard« bezeichnen, und als solches wurde es im vergangenen Jahr Grundlage einer außergewöhnlichen Session.
Bill Dobbins hat von dem Werk ein Jazzarrangement erstellt und dirigierte seine Jazz-Version in einem gemeinsamen Konzert der King’s Singers und der WDR Big Band. Die Präzision und der unverwechselbare Klang der King’s Singers in Kombination mit einem der renommiertesten europäischen Jazzensembles entlockten Bachs Weihnachtsoratorium, bei aller Achtung des zeitlosen Originals, einen völlig neuen Klang, der Klassik- und Jazzliebhaber gleichermaßen begeistern wird.
Eine ausführliche Rezension – mit einer Hörprobe – zu dieser Wiedergabe in Bad Oeynhausen im Dezember 2009 kann unter dem nachstehenden Link nachgelesen werden:
Ein musikalisches Grossereingnis gibt es zur Zeit im Kreis Herford zu bewundern. Mit dem Musikfest CANTart – vom 3.9. bis 11.12.2010 – finden im Kreis Herford-OWL zahlreiche Konzertveranstaltungen statt.
Im Festival CANTart treffen musikalische Impulse und Strukturen vielfältigster Herkunft und Relationen aufeinander und bilden doch ein
faszinierendes Ganzes. Die Region Herford gewinnt dabei ein ganz eigenes kulturelles Profil mit Tiefenwirkung.
Der Projektname CANTart erinnert an die ursprünglichste Form des Musizierens im Singen (lat. cantare) und verweist zugleich mit dem eigenständigen Partikel art auf Querverbindungen zu anderen Bereichen der Kunst. In CANTart wirken Tradition und innovative Offenheit in zukunftsgerichteter Intonation zusammen.
Die menschliche Stimme erweist sich gemäß dem Festivalthema als Ausdrucksorgan und fordert ebenso zu zeitgerechter Positionierung
heraus. Überzeitlichkeit und Aktualität bestimmen ihr Klang- und Wirkungsspektrum.
Aus diesem Anlass wird am 31. Oktober 2010 (Reformationstag) um 10:00 Uhr die Kantate BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“ zum Mitsingen in der Münsterkirche Herford im Kantatengottesdienst aufgeführt.
Eine weitere Kantate wird am 28. November 2010 (1. Advent) um 10:00 Uhr im Kantatengottesdienst in der Münsterkirche Herford zum Mitsingen erklingen: Kantate BWV 147a „Herz und Mund und Tat und Leben.“
Die Kantaten werden mit namhaften Solisten und hervorragenden Instrumentalisten aus der NWD Philharmonie in den Festgottesdiensten musizieren.
Stefan Kagl
Die Leitung liegt in den Händen von Münsterkantor Stefan Kagl.
Interessierte Mitsänger/innen werden gebeten, ab dem 2.11.2010 die Proben des Münsterchores und die Hauptprobe am 27.11.2010 um 18 Uhr zu besuchen.
Informationen und Anmeldung zum Mitsingen vom BWV 147a unter: 05221 / 27 69 77 oder 158 19.
Zwei Mitsänger aus dem Blog werden diese Kantaten stimmlich unterstützen und wünschen sich Besucher aus OWL und Umgebung um sich diese schönen Bach-Kantaten anzuhören.
Zur Einstimmung von YouTube das BWV 80 „Ein feste Burg“ – Eingangs-Satz –
und das BWV 147 „Herz und Mund und Tat und Leben“ – Eingangs-Satz –
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Weitere Termine-Konzerte aus dem CANTart-Pdf-Programm:
Hamburg mit seiner Hauptkirche St. Michaelis rundet den Monat Oktober 2010 mit einem Highlight ab. Am 30. Oktober 2010 führt der Chor von St. Michaelis, Hamburg – von Claudio Monteverdi die „Vespro della beata Vergine (Marienvesper) auf. Namhafte Gesangs-Solisten konnten für dieses Konzert verpflichtet werden:
Wie u.a.
Emma Kirkby, Sopran, Susanne Rydén, Sopran,
Andreas Post, Tenor, – James Gilchrist, Tenor
Zur Ankündigung:
Chor St. Michaelis
Leitung: Christoph Schoener
Sonnabend, 30. Oktober 2010, 18.00 Uhr
Claudio Monteverdi: Vespro della beata Vergine (Marienvesper)
Emma Kirkby, Sopran Susanne Rydén, Sopran Elisabeth Graf, Alt Gabriele Betty Klein, Alt James Gilchrist, Tenor Andreas Post, Tenor Raimund Nolte, Bass Jens Hamann, Bass
Chor St. Michaelis Concerto con Anima Leitung: Christoph Schoener
Zu diesem Beitrag passt die Information über die Sanierung in 2009 von St. Michaelis mit ihren Orgeln, aus diesem Anlass fanden im Jahr 2009 zahlreiche Fest-Konzerte statt. Berühmte Organisten und Komponisten waren in St. Michaelis:
Georg Philipp Telemann, Carl Philipp Emanuel Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Brahms, Gustav Mahler.
+) Die Sanierung der Hauptkirche St. Michaelis ist abgeschlossen, die Orgeln und das Fernwerk sind wieder einsatzbereit. Fast ein Jahr lang hatte die Kirchenmusik in der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis Generalpause, denn der Innenraum des „Michels“ wurde umfangreich saniert und restauriert. Nun ist es vollbracht und die alte Pracht des Kirchenraums erstrahlt in neuem Glanz. Die Sanierung des Michels, der mit der Dresdner Frauenkirche zu den bedeutendsten Barockkirchen des Protestantismus zählt, hatte 26 Jahre gedauert und rund 33 Millionen Euro gekostet, davon entfielen mehr als 2 Millionen Euro auf die Orgel-Instandsetzung.
Die Festmusik zur Einweihung des Turmes von St. Michaelis im Jahre 1786 schrieb Carl Philipp Emanuel Bach, Telemanns Nachfolger als Musikdirektor an allen fünf Hauptkirchen und der Gelehrtenschule.
Steinmeyer-Orgel St. Michaelis Hamburg
Die große Steinmeyer-Orgel mit 6674 Pfeifen in 85 Registern, die kleinere Marcussen-Konzertorgel auf der Nordempore, beide gründlich restauriert und von einem zentralen Spieltisch ansteuerbar, das „wiederbelebte“ Fernwerk und demnächst auch noch eine neue Orgel mit barockem Klangbild, die 2010 auf der Südempore errichtet werden soll.
Sie wird Carl Philipp Emanuel Bach gewidmet sein, dessen Grab sich in der Michel-Krypta befindet. Dort steht auch eine kleine „Felix-Mendelssohn-Orgel, die mit ihrem Namen daran erinnert, dass dieser berühmte Hamburger Komponist in unmittelbarer Nachbarschaft des Gotteshauses geboren wurde.
Krypta in St. Michaelis Hamburg Grabstätte von "Carl Philipp Emanuel Bach"(1714 – 1788)
Hauptpastor Alexander Röder ist begeistert: „Wenn in Zukunft Orgelklänge aus dem Schallloch in der Decke erklingen, werden die Besucher das Gefühl haben, die Musik käme direkt aus dem Himmel.“
Dazu gibt es aus Hamburg ein Video von 2009 wo über die Sanierung der Orgeln in St.Michaelis und speziell über „Carl Philipp Emanuel Bach“ (1714 – 1788) – berichtet wird, der in der Krypta von St. Michaelis begraben worden ist.
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Zum Start in das Video unten k l i c k e n !!
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Inhaltsreiche Angaben zu den Orgeln in St. Michaelis-Hamburg, mit Dispositions-Angaben, Fotos und Geschichte als PDF herunterzuladen:
ZDF Echo der Stars 2010: Philharmonie Essen 17. Oktober 2010
Hm, wurde diese Galaveranstaltung „Echo-Klassik-Preis 2010“, übertragen gestern vom ZDF aus der Philharmonie Essen – wirklich diesem getätigten Ausspruch von der amerikanischen Sopranistin Joyce DiDonato:
„Wie Klassik in Deutschland gefeiert wird, sollte ein Vorbild für die ganze Welt sein“
– entsprechend umgesetzt und präsentiert? Mir kommen Zweifel dabei auf, ob diese vollmundig angekündigte Gala-Veranstaltung der „Klassik“ wirklich ein Highlight wurde. Nur sehr selten verspürte ich Emotionen die sich sonst automatisch in den vorangegangenen Jahren sich bei mir einstellten.
Echo der Stars 2010: Moderation Thomas Gottschalk
Bei der Gala wurde der Preis in 59 Kategorien verliehen. Die Auszeichnung der Deutschen Phono-Akademie und des Bundesverbands der Musikindustrie gilt als bedeutendster Klassikpreis der Welt. 1994 wurde er erstmals verliehen.
Die launige Moderation von Thomas Gottschalk gefiel mir wesentlich besser als die steife Ansage seines Vorgängers Götz Alsmann.
Gottschalks Aussage: „Ich will die Klassik raus aus dem Elfenbeinturm holen. Ich finde Bon Jovi gut und Bayreuth“, sagt entsprechendes zu der Gala-Veranstaltung in der Essener Philharmonie am Sonntag aus.
Flippig fand ich die Stabforderung von Gottschalk vom Dirigenten Andrey Boreyko ihm das Führen der „Essener Philharmoniker“ zu überlassen und lässt die Musiker „Figaros Hochzeit“ spielen.
„Ich wollte einmal im Leben ein Symphonie-Orchester in meine Gewalt bekommen“, witzelt Gottschalk und gelang ihm recht ordentlich, bis es zum Bruch mit dem Amateur-Dirigenten und den Essener Philharmonikern kam, aber es war eine spaßige und gelungene Einleitung..!!
Echo der Stars 2010 - Violine - David Garett
Der anschließende Auftritt des deutsch-amerikanischen Violionisten: David Garett entsprach wohl dem Konzept der Veranstaltung „Klassik und Pop“ zu vereinen. Hiermit sollten neue Besuchergruppen angelockt werden, die sich sonst mit der klassischen Musik nicht angesprochen fühlen.
Ich frage mich, geht das Konzept auf, Klassik und Pop in einer Veranstaltung zu vereinen, ich meine nur bedingt und rufe aus: „Schuster bleib bei deinen Leisten.“
Schmelzig romantisch spielte er Franz Schuberts „Serenade“ um dann in die Popmusik überzuwechseln und von Paul MCCartney das „Live And Let Die“ mit Grossem Orchester und Band zu spielen und die Flammen auf LED-Wänden tanzten zu seiner Musik.
Alles eine Geschmacksfrage, wer sich mit Pop-Musik angesprochen fühlt, ist damit auf seine Kosten gekommen. Den „EchoKlassik“ als „Bestseller des Jahres“ erhielt David Garrett für sein Album „Classic Romance“.
Echo der Stars 2010: US-amerikanische Mezzosopranistin: "Joyce DiDonato"
Die US-amerikanische Mezzosopranistin:
„Joyce DiDonato“
erhebt anschließend ihre glasklare Stimme zu – Gioachino Rossini’s „Fra il padre“ – aus „La donna del lago.“ Eine klanglich berauschende Vorstellung einer großartigen Sängerin die mich voll begeisterte.
Das Stimmvolumen, die fantastischen Koloraturen und ihre technischen Voraussetzungen waren für mich vorweggenommen der absolute Höhepunkt des Abends.
Schmeichelnd ihre Aussage
„Wie Klassik in Deutschland gefeiert wird, sollte ein Vorbild für die ganze Welt sein“
das ging runter wie warme Butter. Nach den Lobeshymnen bittet Gottschalk zum Walzer und bestand auch diese Feuerprobe mit Bravour.
Den „EchoKlassik“ als „Bestseller des Jahres“ erhielt Joyce DiDonato als beste Sängerin des Jahres.
Echo der Stars 2010: Pianist "Lang Lang" spielt Frederic Chopin Polonaise Nr 6
Der 28-jährige chinesische Pianist „Lang Lang“ spielte von Frederic Chopin die „Polonaise Nr: 6“ und später als Zugabe – ein Wunsch von Thomas Gottschalk – die deutsche Nationalhymne, die instrumental für ein Kammerorchester von Joseph Haydn komponiert worden war.
In China, der Heimat des Klaviervirtuosen gehen Millionen Kinder zum Klavierunterricht, weil sie alle so sein wollten wie „Lang Lang“ entgegnete Thomas Gottschalk zu Lang Lang.
Lang Lang erhielt den „EchoKlassik“ als „Instrumentalist des Jahres.“
Im Bereich Vokal-Musik geht der Klassik-Echo an den 40-köpfigen Norddeutschen Figuralchor. Der 1981 gegründete Chor aus Hannover erhält damit schon seine vierte Echo-Trophäe.
Die jungen Pianistinnen Olga Scheps (24) und Alice Sara Ott (22) wurden von der Phono-Akademie als „Nachwuchskünstlerinnen des Jahres“ ausgezeichnet.
Der „Mädchenchor-Kammerchor-Knabenchor-Hannover“ erhielt den „Echo-Klassik“ als „Bestseller für die Choreinspielung des Jahres.“ Neun Bach-Kantaten und für die CD-Veröffentlichung „Glaubenslieder.“ Für die Phono-Akademie ein Grund, diese Einspielungen mit dem Echo-Klassik-Preis entsprechend zu würdigen.
Den Echo für sein Lebenswerk zu erhalten, empfand „Dirigent Kurt Masur“ zunächst als „Schreck“, doch dann überwog doch die Freude.
Das Fauré-Quartett erhielt einen Preis in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“.
Jonas Kaufmann (Tenor) erhielt die Auszeichnung für die Einspielung „Sehnsucht“ mit Werken von Mozart, Beethoven, Schubert und Wagner. Die Laudatio auf ihn hielt der britische Popmusiker Sting, der dann später, begleitet von den Esser Philharmonikern, den Police-Hit „Every Little Thing She Does Is Magic“ sang.
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Fazit:
In meinen Augen war in der „Klassik-Pop-Gala-Sendung“ diesmal der ganz große Wurf nicht dabei, es waren teilweise nett anzuhörende Musikstücke aber so richtig vom Hocker gehauen hat mich nur die überragende Mezzosopranistin: „Joyce DiDonato“ – sie war für mich der Stern des Abends.
Wer die Sendung verpasst hat, kann voraussichtlich für eine Woche in der ZDF-Mediathek die Sendung noch einmal aufrufen.
Mit einem Konzert der Echopreisträgerin Hille Perl wird am 18. März 2011 die Thüringer Konzertsaison 2011 eröffnet. Die Gambistin ist eine von zahlreichen bekannten und prämierten Musikern und Schauspielern, die vom 18. bis 27. März 2011 im Rahmen des Bach- Festivals- Arnstadt am Rande des Thüringer Waldes zu erleben sind.
Die Johann- Sebastian- Bach- Kirche, die Kirche, in welcher Johann Sebastian Bach von 1703 bis 1707 seine erste Organistenanstellung hatte, zählt heute zu den wichtigsten Konzertkirchen Thüringens und ist der zentrale Veranstaltungsort während des zehntägigen Festivals. Doch diese Kirche mit ihren zwei Orgeln ist nicht der einzige original erhaltene Schauplatz aus Bachs Arnstädter Zeit.
Eine irrwitzige Begegnung zwischen Händel und Bach kann man beispielsweise im Theater mit Walter Renneisen und Sigmar Solbach erleben, während in der Traukirche Bachs im nur drei Kilometer entfernten Dornheim die Musik des Meisters mit jazzigen Klängen verschmilzt.
In der Johann- Sebastian- Bach- Kirche wiederum führt der Schauspieler Dominique Horwitz gemeinsam mit dem Echo-Prämierten Ensemble „amarcord“ die selten zu hörende Markus-Passion BWV 247 auf. Rekonstr. in der Fassung von D. Hellmann & A. Glöckner.
PDF-Historie zu Rekonstruktionen der Markuspassion von J.S. Bach nachstehend:
Musikalische Brücken zwischen dem Abend- und dem Morgenland bauen die Ensembles „Sarband“ und „Modern String Quartet“ mit der Arabischen Passion nach J. S. Bach.
Das vollständige Programm, das zur Zeit feststeht, kann unter dem nachstehenden Link aufgerufen werden:
Der offizielle Ticketverkauf startet im Oktober 2010.
Die Eintrittskarten sind dann in allen Verkaufsstellen der Ticketsysteme Ticket Shop Thüringen sowie Ticketmaster erhältlich, unter anderem in den Geschäftsstellen der Zeitungsgruppe Thüringen. Über die Online-Portale der beiden Ticketsysteme können die Eintrittskarten dann auch per Internet gekauft werden. Nicht zuletzt können Sie Ihre Ticketkäufe und Hotelbuchungen auch weiterhin über die Mitarbeiterinnen der Tourist- Information Arnstadt abwickeln. Die Tourist-Information Arnstadt ist Montag bis Sonntag telefonisch unter +49 (0)3628/ 602049 oder per E-Mail unter information@arnstadt.de erreichbar.
Bach-Ausstellung im Schlossmuseum Arnstadt
Seit Dezember 2009 präsentiert sich die Ausstellung „Bach in Arnstadt“ in neuen Räumlichkeiten im Schlossmuseum Arnstadt. Fünf Jahre lang war die Ausstellung im Haus „Zum Palmbaum“ zu sehen, bevor sie nun völlig neu gestaltet ins Schlossmuseum Einzug hielt. Unter Einbeziehung moderner Multimedia-Technik wird ein Bogen zwischen Musik- und Sozialgeschichte gespannt. Die unterschiedlichen Interessen der Besucher berücksichtigend, liegen die Schwerpunkte der Ausstellung im Musikerleben, aber auch in der visuellen Aufnahme von Informationen über Ereignisse zur Stadtgeschichte.
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KMD Gottfried Preller, spielt die Toccata & Fuge d-moll BWV 565; in der J.-S.-Bach-Kirche in Arnstadt!
Heute bin ich auf ein „News aus der Klassikszene“ gestoßen und finde diesen Artikel ungemein bemerkenswert. Ein Cheftechniker – (Flügelstimmer) – Stefan Knüpfer von der namhaften Flügel-Firma „Steinway“ berichtet über Animositäten in seinem beruflichen Umfeld. Darüber ist ein Kinofilm entstanden mit dem Titel: „Pianomania“. Der Kinofilm „Pianomania“ schildert die Arbeit des Flügel-Experten und seine faszinierende Arbeit mit den besten Pianisten der Welt.
Eine Doku über die Liebe zum Klavier..!!
„Pianomania“ ist eine deutsch-österreichische Produktion, die schon vor dem deutschen Kinostart auffiel. Als sie beim Filmfestival San Franciscos den Preis als bester Dokumentarfilm gewann.
Fazit: Hingehen, anschauen und großartige – weltbekannte Pianisten – wie Alfred Brendel; Pierre-Laurent Aimard und Lang Lang wieder zu entdecken und genießen. Der rote Faden des Films ist eine Aufnahme, die Knüpfer mit Pierre-Laurent Aimard plant – „Bachs Kunst der Fuge“ soll eingespielt werden.
Ohne dass ich es groß bemerkt habe, sind seit der Installation des Besucherzählers am 14. Januar 2009 in den letzten Tagen der 100.000-te Besucher im Blog: „Volkers Klassikseiten J.S. Bach“ anzutreffen gewesen, wer nun der Glückliche war lässt sich leider nicht mehr feststellen.
Dieser Besucher hätte von mir darüber eine Information erhalten mit einem kleinen Präsent.
Dies sehe ich es als ein gutes Ergebnis und Omen an, der Besucher-Zuspruch ist pro Tag um die 200 und mehr – leider ohne einen Kommentar zu verfassen..!!
Aus diesem Anlass stelle ich ein YouTube-Video von der Trost-Orgel in der Schlosskirche Altenburg-Thüringen hier ein. Es ist mein Bachwerk, das ich so wunderbar finde und möchte es mit euch allen teilen. Es erklingt aus der Bach-Kantate, BWV 146, der 1. Satz – die Sinfonia für O r g e l & Orchester.
J.S. Bach’s dritte Kantate für Jubilate, die uns erhalten ist, BWV 146 „Wir müssen durch viel Trübsal“ – stammt entweder aus dem Jahr 1726 oder 1728. Was ursprünglich ein (inzwischen verloren gegangenes) Violinkonzert war und später das berühmte Cembalokonzert in d-moll (BWV 1052a) wurde, taucht hier wieder auf als die zwei einleitenden Sätze der Kantate, beide mit obligater Orgel, der zweite zusätzlich mit vierstimmigem Chor. Aufnahme an der Trost-Orgel in der Schlosskirche Altenburg. Die Trost-Orgel in der Schlosskirche Altenburg wurde von J.S. Bach im Jahr 1739 gespielt und für sehr schön beurteilt.
Wer klassische Musik auf dem Akkordeon mag, sollte hier weiterlesen. Ich erlebte vor ein paar Jahren in der Fußgängerzone von Freiburg/Breisgau russische Bach-Spezialisten mit dem Akkordeon, die eine Orgelversion – Fuge von J.S. Bach – überwältigend spielten, es klang genial und virtuos…..
Es ist immer wieder ein magischer Moment, wenn einem klassischen Künstler mit einem alten Werk etwas komplett Neues gelingt – so wie Teodoro Anzellotti mit den Goldberg Variationen von Johann Sebastian Bach. Zwar hat Anzellotti bereits das Akkordeon für die klassische Musik salonfähig gemacht, bislang war der Professor an den Musikhochschulen in Bern und in Freiburg/Breisgau aber vor allem für Neue Musik offen.
Mehr als 300 Stücke wurden für ihn geschrieben, darunter von Komponisten wie Maurizio Kagel, Matthias Pintscher, Wolfgang Rihm und Jörg Widmann. Auf seiner neunten Veröffentlichung auf dem Münchner Label Winter & Winter schöpft Anzellotti die technischen Möglichkeiten seines Instruments voll aus. Wirkt die eröffnende Aria noch wie ein meditatives Orgel-Solo und die erste Variation wie ein zahmer Einstieg in die Musik Bachs, so schlägt er nach und nach den Hörer mit einer klanggewaltigen Ausarbeitung in seinen Bann.
Link zu der Seite mit den Hörproben von Teodoro Anzellotti nachstehend:
Der italienische Akkordeonist – Teodoro Anzellotti, wurde in Apulien in Süditalien geboren und wuchs in der Nähe von Baden-Baden auf. Er setzte seine Studien an der Akkordeon-Hochschulen in Karlsruhe und Trossingen fort und schnell erreichte er Preise bei verschiedenen internationalen Wettbewerben.
Seit den 1980er Jahren ist Teodoro Anzellotti regelmäßiger Gast bei den großen Festivals mit namhaften Orchestern. Er hat erfolgreich die Integration des Akkordeons in den Bereich der klassischen Musik beigetragen. Dies hat vor allem durch seinen Service zur Neuen Musik: durch seine Entwicklung der darstellenden Techniken hat er die Klangfarbe Fähigkeiten und Sonic Profil seines Instruments vergrößert.
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Ein Video von Vitali Dmitriev – Bach – Fuga in d-moll BWV565
Still-Leben Ruhrschnellweg - Die Metropole feiert / Grafik: TAS Emotional Marketing GmbH
Still-Leben Ruhrschnellweg 18.07.2010
So, jetzt ist das Megaevent schon wieder vorbei. Als Ruhr 2010 Journalistin konnte ich mir natürlich die Sperrung des „Ruhrschleichweges“ A40 nicht entgehen lassen. Die ersten Nachrichten im Radio ließen nichts gutes erahnen, unsere Gruppe war nicht sicher, ob wir überhaupt auf die Autobahn kommen. Die Eigenschaften dieser A40 sollten sich auch heute fortsetzen. Im Stau zu stehen.
A40 an der Auffahrt Essen-Holsterhausen
Unser Bulli wird nahe der A40 geparkt und wir laden die Räder aus, an der Auffahrt: Gigantisch, alles voller Menschen! Die Mobilätsspur läuft und nach einem kleinen Einfädelungsstau sind wir drauf!
Soviele Fahrräder habe ich noch nie in Essen gesehen! An der Abfahrt Rhein-Ruhr-Zentrum wieder Stau. Meine Freundin hat einen Platten. Kein Problem, der ADFC hilft mit Schläuchen, Flickzeug.
A40 von der Mobilitätsspur aus gesehen
Auf der Tischspur dann ein buntes Programm, Tanz, Geburtstagsfeiern, Musik, das längste Freundschaftsband der Welt, Mottotische, Edeka bietet ein reduziertes Erfrischungsangebot (das Bier ist schon etwas warm-egal). Es ist auf der Mobilitätsspur alles erlaubt, was keinen Motor hat, da ist eine Fahrrad-betriebene Bierkutsche, ein Tri-dem (Tandem für 3-hat das einen Namen?), Solarmobile, Rollerblades, Rikschas, Rhönräder, etc. Manche haben sich echt was einfallen lassen, jeder konnte sich mit seinem Anliegen hier präsentieren.
A40 auf der Tischspur Höhe Ausfahrt Mülheim Heißen
Fazit: Es war ein unglaubliches Erlebnis, die Ruhr2010 hatte mit 1 Mio. Menschen gerechnet, nun sind es 3 Millionen geworden! Wir waren restlos begeistert!
TV Tipp: WDR Fernsehen Sonntag, 18. Juli 2010, 21.45 – 22.15 Uhr.
ARD, ZDF berichten in den Nachrichten darüber, sehts euch mal an! Gruß, Claudia
Frank Goosen zwischen den RUHR 2010 Geschäftsführern Oliver Scheytt links und Fritz Pleitgen rechts bei der Pressekonferenz zu Still_Leben Ruhrschnellweg am 16_07_2010 in Essen / Foto: WAZ FotoPool Matthias Graben
einmal weitab von der Musik und nach den österlichen Musik-Highlights fand ich heute etwas zum Schmunzeln: Ein Artikel über die Verschwörungs-Theorie: „Bielefeld gibt es nicht..!!“
Die Verschwörung: "Bielefeld gibt es nicht"
Aufgewachsen in OWL-Ostwestfalen-Lippe muss ich es genau wissen, dass Bielefeld real besteht und seit dem 12. Jahrhundert urkundliche Erwähnung fand. Aus Hamburg kommen ganz andere Stimmen und stellen die Grossstadt mit ca. 320.000 Einwohnern in Frage und sind der Meinung: Bielefeld existiert nicht..!!
Die Progressiven unter uns wissen es schon lange: Die Stadt in Ostwestfalen ist ein Fake. Endlich sagt das mal jemand laut und öffentlich – auf einer Bühne in Hamburg. Gibt es sie? Oder gibt es sie nicht? Was ist dran an dem Gerücht, dass die Stadt Bielefeld gar nicht existiert? Seit Jahren kursiert es im Internet und auf Studentenpartys – und wird zusehends beliebter. Im Sommer soll gar ein Film darüber ins Kino kommen. Und in Hamburg ist der Saal rappelvoll, wenn darüber gesprochen wird. Ortstermin in der Speicherstadt. Ein paar Grüppchen haben sich vor einer alten Kaffeerösterei versammelt. Hastig werden die letzten Kippen geraucht. Die Nacht wirkt still. Doch das täuscht. Im Inneren des Speichers ist kaum noch Platz. Bestimmt 100 Leute sind gekommen. Ein bunt gemixter Haufen und ein großer, wenn man bedenkt, dass die Leute wegen etwas gekommen sind, das es gar nicht gibt…….
YouTube-Videos:
Der ganze Artikel kann über den nachstehenden Link nachgelesen werden:
Wie schafft man es, die Stadt auf der Landkarte zu verstecken? Und was für Menschen leben dort? Der Artikel ist köstlich verfasst und musste über die Aussagen immer wieder schmunzeln..!!
Literatur: Rätselhaftes Bielefeld, Die Verschwörung
Eine Buch darüber ist veröffentlicht worden.
Lange haben wir geschwiegen und unsere Rolle in dem großen Spiel mitgespielt, aber wir können nicht mehr schweigen. Wir haben eine Verpflichtung gegenüber unseren Lesern und allen Risiken zum Trotz enthüllen wir nun die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit!
Mit Beiträgen u.a. von Dietmar Bittrich, Wiglaf Droste, Erwin Grosche, Udo Lindenberg, Franz Mon, Sandra Niermeyer, Renate Niemann, Reneé Pleyter, Reitemeier/ Tewes, Dietmar Wischmeyer, Hans Zippert und einem Cartoon von Ralph Ruthe.
Anthologie
Originalausgabe
288 Seiten, Pb, Euro 10,95
ISBN 978-3-86532-188-6
• LIEFERBAR
es war wieder einmal ein gelungenes Bach-Konzert, dass im Königsberger Dom (Kaliningrad) – vom MDR-Symphonieorchester am 23.1.2010 veranstaltet wurde. In der Sendung vom MDR am Sonntag konnte u.a. die in 2008 neu erbaute große „Schuke-Orgel“ im Königsberger Dom bewundert werden.
Teilauszüge von dem Bach-Konzert im Königsberger Dom können nachstehend angesehen werden.
Bach-Konzert aus dem Königsberger Dom am 23.1.2010
Video: J.S. Bach BWV 1068 Orchestersuite Nr 3 D-Dur Satz: Ouvertüre und Satz: Air
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Der Dom erhielt zwei neue vom Potsdamer Orgelbauer Schuke erbaute Orgeln, eine Chor- und eine Hauptorgel. Ein richtiges Prachtstück ist die Domorgel, ein Werk der international renommierten deutschen Orgelbaufirma Schuke. Seit ihrer Weihe im Januar 2008 gehört sie zu den großen Sehenswürdigkeiten Kaliningrads. Ein Instrument, verziert mit der Figur eines Phönix – dem Symbol für das Wiederauferstehen aus der Asche. Äußerlich ist die Orgel dem barocken Original von Josua Mosengel nachempfunden. Innen sind Haupt- und Chororgel ein High-Tech-Paket auf der Höhe moderner Orgelbaukunst, gebaut nach dem Vorbild der hochmodernen Erfurter Domorgel.
Die Kaliningrader Orgel ist mit 122 Registern und 8.500 Orgelpfeifen die größte des Landes. „Wer in Russland bedeutende Orgelwerke hören will, der muss nach Kaliningrad.“ Denn diese Klangfülle, bestätigt Orgelbauer Vincent Schaper, gebe es definitiv sonst nirgends. Von der Planung bis zur Weihe war der 40-Jährige dabei. Und obwohl er schon viele Orgeln gebaut hat, sei dieser Auftrag ein ganz besonderer gewesen. Auch, weil ihn Elan und Improvisationstalent von Domdirektor Odinzow beeindruckt hätten: „Ohne ihn gäbe es wahrscheinlich weder Dom noch Orgel.“ Aber er habe auch gespürt, dass das Hand-in-Hand-Arbeiten an diesem symbolträchtigen Bau und die teils sehr emotionalen Gespräche zwischen Deutschen und Russen nicht selbstverständlich seien. (1)
Die neue Schuke-Haupt-Orgel im Königsberger Dom
Programm:
Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 3 D-Dur, daraus: Ouvertüre und Air
Johann Sebastian Bach: Orgel Präludium und Fuge C-Dur BWV 547
Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge d-Moll (bearbeitet für Orchester von Leopold Stokowski)
Camille Saint-Saëns: Sinfonie Nr. 3 c-Moll „Orgelsinfonie“ (dieser Programmpunkt wurde nicht vom MDR übertragen)
Mitwirkende:
MDR SINFONIEORCHESTER
Jun Märkl, Dirigent
Artjom Chatschaturow, Orgel
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Der junge Dom-Organist „Artjom Chatschaturow“ spielte an der großen Schuke-Orgel das Orgelwerk von J.S. Bach, BWV 547 Toccata und Fuge in C-Dur.
Video-YouTube: J.S. Bach „Präludium und Fuge C-Dur“ BWV 547
Auf YouTube sind neunzehn – n e u e Videos von Sir J.E. Gardiner veröffentlicht worden mit dem Weihnachtsoratorium, BWV 248 – von Johann Sebastian Bach. Die Aufnahmen sind in der Herderkirche Weimar am 23.12.1999 und am 27.12.1999 – zum Start der „Bach Cantata Pilgrimage 2000“ – aufgenommen worden. Es singt der Monteverdi Choir und es spielt das Barockorchester auf historischen Instrumenten: „The Engish Baroque Soloists“.
Link zu YouTube unterhalb der folgenden Textzeile:
Sir Gardiner-EBS-Monteverdi Choir Dezember 1999 mit dem Weihnachtsoratorium in der Herderkirche Weimar:
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Link zum Gardiner-Video BWV 248 WO in der Herderkirche Weimar:
Es ist ein 10-jähriges – SDG-Gardiner – J u b i l ä u m , am 23.12.1999 begann der Start der „Bach Cantata Pilgrimage 2000“ ob jemand daran gedacht hat, dass es mittlerweile zehn Jahre her ist dass dieses Bach-Großprojekt gestartet wurde, freuen wir uns auf die letzten SDG-Veröffentlichungen in 2010 – dann wird leider alles vorbei sein…!!
für alle Freunde der „Adventlichen Festmusik aus der Frauenkirche Dresden“, gibt es mehrere Wiederholungen auf dem Fernsehkanal: ZDF-Theaterkanal aus November 2008 – mit Elina Garanca (Mezzosopran) und Jonas Kaufmann (Tenor) zu bewundern.
Foto: Elina Garanca (Mezzosopran)
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Video von Elina Garanca Advents-Konzert in der Frauenkirche Dresden aus November 2008 nachstehend:
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Hier die Termine der Wiederholungen von November 2008:
Adventliche Festmusik in der Frauenkirche Dresden
ZDF-Theaterkanal: „Galakonzert in der Frauenkirche“
von November 2008
Blick in die Tiefe der Frauenkirche Dresden
Die Sendetermine vom „ZDF-Theaterkanal“
Montag, 14.12.2009 / ab 13:59 bis 15:05 Uhr
Mittwoch, 16.12.2009 / 08:59 bis 10:05 Uhr
Samstag, 19.12.2009 / 13:59 bis 15:05 Uhr
Donnerstag, 24.12.2009 / 13:59 bis 15:05 Uhr
Montag, 28.12.2009 / 08:59 bis 10:05 Uhr
Dienstag, 29.12.2009 / 13:59 bis 15:05 Uhr
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Es ist immer eine sehenswerte Sendung des ZDF, die in jedem Jahr zum 1. Advent in Verbindung mit der Stiftung Frauenkirche Dresden – veranstaltet wird. Hochkarätige Künstler sind dort zu bewundern. In 2008 waren zu Gast die Mezzo-Sopranistin: Elina Garanca, Anja Harteros; Sopran Tenor: Jonas Kaufmann und Bass-Bariton: Markus Marquardt unter der Leitung von Christoph Eschenbach, Chor der Sächsischen Staatsoper Dresden und Staatskapelle Dresden. Die Seh- und Tonqualität ist fantastisch.
Seh- und Hörprobe vom BWV 243 „Magnificat“ nachstehend:
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Ein Spendenkonto für die Arbeit der Stiftung Frauenkirche Dresden steht zur Verfügung:
die Veranstaltung ist mittlerweile schon vor acht Tagen gewesen aber ich möchte es nicht vorsäumen, allen Besuchern des Forums das OPEN AIR – Konzert des „Philharmonischen Orchesters“ der Stadt Bielefeld als ein großartiges Spektakel mit Feuerwerk – veranstaltet im Bürgerpark Bielefeld am 27.6.2009 – in Bildern – Worten und Musik zur Verfügung zu stellen.
Das Bielefelder Philharmonische Orchester in Höchstform, die Akustik als OPEN-AIR vorzüglich, allen Beteiligten gebührt ein Sonderlob an Einsatz und Organisation. Wann erlebt man so eine Harmonie an „Klassischer Musik und Feuer“ – es war überwältigend schön und die Besucherzahl (ca. 6.000) war sehr erfreulich. Wäre schön, wenn an dieser herrlichen Bürgerpark-Stätte wieder im nächsten Jahr ein „Klassik-Event“ in diesem Rahmen stattfinden würde.
OPEN AIR-Konzert mit Feuerwerk im Bürgerpark Bielefeld (Fotorechte: V. Hege)
OPEN AIR-Konzert mit Feuerwerk im Bürgerpark (Fotorechte: V. Hege)
Prächtiges Feuerwerk zu Händels's Feuerwerksmusik
Aus Anlass des G.F. Händel und Felix Mendelssoh-Bartholdy Jahres 2009 fand im Bürgerpark ein Konzert vom – Bielefelder Philharmonischen Orchesters – mit einem Feuerwerk statt.
Zum Abschluss der Veranstaltung erklang gegen 23:30 Uhr von G.F. Händel die Feuerwerksmusik, HWV 351 und wurde umrahmt mit einem großartigen Feuerwerk als ein krönender Abschluss.
Aus guten Grund wurde jetzt am Wochenende von der (NW) Neuen Westfälischen Zeitung in Bielefeld:
Peter Kuhn,
Generalmusikdirektor Peter Kuhn (Foto: NW)
Generalmusikdirektor der Bielefelder Philharmoniker für das „Mitternachtstraum“-Open-Air-Konzert mit dem
„Stern der Woche“ ausgezeichnet.
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Ein Tipp von mir an die Leser von diesem Bericht:
startet das nachstehende Video „Feuerwerksmusik von G.F. Händel HWV 351 Ouvertüre“
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Eine Rezension dazu als PDF von der NW vom 29.6.2009