Archiv für den Monat Juni 2012

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den „4. Sonntag nach Trinitatis“


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Stammbaum der Familie Bach

Stammbaum der Familie Bach

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht aller BWV von Bach-Kantaten steht zum Download bereit:

 Link: BWV als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 01.07.2012 

begehen wir den

4. Sonntag   nach Trinitatis

Der 4. Sonntag nach Trinitatis wendet sich der Gemeinde zu. Sie wird als Gemeinde der Sünder gesehen, die der Gnade Gottes bedarf. Ohne die Erkenntnis der eigenen Sünde ist es unmöglich, die Gnade Gottes anzunehmen, weil man sie nicht für nötig hält. Selbstgerechtigkeit entsteht, die dann in Überheblichkeit und Menschenverachtung mündet. Wichtig ist der Aspekt der Gemeinschaft; wir sind Sünder eben nicht (nur) als Individuen, sondern als Gemeinschaft, indem wir z.B. durch Schweigen teilhaben an dem Unrecht, das an anderen durch Menschen unserer Gemeinschaft geschieht. Am 4. Sonntag nach Trinitatis werden wir daran erinnert, dass wir eine Gemeinde von Sündern sind, die der Vergebung bedarf. So haben wir auch nicht das Recht, unseren Nächsten zu richten. Wir wissen aber um die große Gnade, dass Gott gerade denen nachgeht, die in Schuld gefangen sind.

Wochenspruch: 

Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. (Gal 6,2)

Wochenlied: 

Komm in unsre stolze Welt (EG 428) oder
O Gott, du frommer Gott (EG 495)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den 4. Sonntag  nach  ”Trinitatis

BWV   24  – „Ein ungefärbt Gemüte“

BWV  177  – „Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ“

BWV  185  – „Barmherziges Herze der ewigen Liebe“

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 177 „Ich rufe zu dir, Herr Jesu Christ“
Kantate zum 4. Sonntag nach Trinitatis
für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo

Caroline Weynants, Sopran
Damien Guillon, Altus
Marcus Ullmann, Tenor
Lieven Termont, Bariton
Il Gardellino
Leitung: Marcel Ponseele 


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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 185  „Barmherziges Herze der ewigen Liebe“

Midori Suzuki, Sopran / Akira Tachikawa, Altus
Makoto Sakurada, Tenor
Stephan Schreckenberger, Bass
Bach Collegium Japan

Ltg.: Masaaki Suzuki

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 24  –  „Ein ungefärbt Gemüte“

Bogna Bartosz (Alt)
Gerd Türk (Tenor)
Klaus Mertens (Bass)
Amsterdamer Barockchor und Orchester

Leitung: Ton Koopman


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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach

BWV 186 – „Ärgre dich, o Seele, nicht“

Kantate am 4. Sonntag nach Trinitatis

Katharine Fuge, Sopran
Richard Wyn Roberts, Countertenor
Kobie van Rensburg, Tenor
Stephan Loges, Bass

Monteverdi Choir London / English Baroque Soloists

Ltg.: John Eliot Gardiner


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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

6:25 Uhr – Einführung zur Kantate

800 Jahre Thomana

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06:30 Uhr Kantate

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Johann Sebastian Bach

BWV 24 Ein ungefärbt Gemüte“

Eva Fleischer, Alt; Gert Lutze, Tenor; Hans Hauptmann, Bass

Gewandhausorchester Leipzig

Thomanerchor Leipzig

Leitung: Günther Ramin

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:39 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:39 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 185 „Barmherziges Herze der ewigen Liebe“

Kantate zum 4. Sonntag nach Trinitatis,

Arleen Augér, Sopran; Hildegard Laurich, Alt; Aldo Baldin, Tenor;

Philippe Huttenlocher, Bass; Frankfurter Kantorei;

Bach-Collegium Stuttgart:

Leitung: Helmuth Rilling


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Dkultur am Sonntag, 1. Juli 2012

20.03 – 22.00 Uhr

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Deutschlandradio Kultur im Internet:

Allgemein http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/konzert/
Programm http://www.dradio.de/dkultur/vorschau/

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Bachfest Leipzig

Ton Koopman dirigiert in der Nikolaikirche

Bachfest Leipzig
Nikolaikirche

Aufzeichnung vom 09.06.2012

Johann Sebastian Bach 

Ouvertüre C-Dur BWV 1066 für 2 Oboen, Fagott, Streicher und Basso continuo

BWV 199 „Mein Herze schwimmt im Blut“, Kantate zum 11. Sonntag nach Trinitatis 

für Sopran, Oboe, Streicher und Basso continuo

ca. 20:50 Uhr Konzertpause mit Nachrichten
Ton Koopman im Porträt
Von Gerald Felber

BWV 202 „Weichet nur, betrübte Schatten“; Hochzeitskantate 

für Sopran, Oboe, Streicher und Basso continuo

Dorothee Mields, Sopran
Amsterdam Baroque Orchestra
Leitung: Ton Koopman

Dieser Abend spiegelt das Programm einer Tournee wieder, die die Künstler gerade absolvieren. Auf Bachs Pfaden wandelnd, legt man den Akzent auf seine Solokantaten, wodurch die tourende Reisegesellschaft nicht noch um einen ansonsten üblichen Chor vergrößert wird.

Die C-Dur-Overtürensuite wie auch die Kantate „Mein Herze schwimmt im Blut“ verweisen auf Bachs Köthener Schaffenszeit. Der Gedanke, dass seine Frau Anna Magdalena Wilcke eventuell sogar die Sopranpartie jener Kantate gestaltet haben könnte, ist dabei durchaus reizvoll und versagt sich auch nicht einer gewissen pragmatischen Begründung.

Auch die Kantate „Weichet nur, betrübte Schatten“ könnte spekulativ auf seine Köthener Jahre zurückgehen, jedoch sind weder Aufführungsmaterialien noch die Herkunft des Textes bislang überliefert. Einzig der weltliche Habitus dieser Hochzeitskantate könnte als Indiz für seine Jahre als Köthener Hofkapellmeister dienen.

www.bach-leipzig.de

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Videos mit Bach-Kantaten zum 4. Sonntag nach Trinitatis
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BWV   24 – Ein ungefärbt Gemüte
BWV 177 – Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ
BWV 185 – Barmherziges Herze der ewigen Liebe
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/ YouTube: BWV 24 –  “Ein ungefärbt Gemüte”   –  (Interpret: Harnoncourt)

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/ YouTube: BWV 177 –  “Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ”   –  (Interpret: Harnoncourt )
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/ YouTube: BWV 185  –  „Barmherziges Herze der ewigen Liebe”   –  (Interpret: SDG)
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CDs – Bach-Kantaten:  für den  4. und 5. Sonntag nach Trinitatis“    

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Cover:  SDG 141 –  Vol. 3

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 141 – Vol. 3

Aufführungsorte:

Kantaten für den 4. und 5. Sonntag nach Trinitatis“ 

Tewkesbury Abbey am 16. Juli 2000

Divi Blasiuskirche, Mühlhausen am 23.. Juli 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte:

Kantaten für den „4. Sonntag nach Trinitatis“ 

BWV 24 – Ein ungefärbt Gemüte    

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3 

BWV 185 – Barmherziges Herze der ewigen Liebe  

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3

BWV 177 – Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ  

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3 

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CD –  z w e i  – Inhalte:

Kantaten für den „5. Sonntag nach Trinitatis“ 

BWV 71 – Gott ist mein König    

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3 

BWV 93 – Wer nur den lieben Gott lässt walten

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3

BWV 88 – Siehe, ich will Fischer aussenden

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3

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Kantaten für den 4. Sonntag nach Trinitatis 

Tewkesbury Abbey am 16. Juli 2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 185 Barmherziges Herze der ewigen Liebe“ 

BWV 185 „Barmherziges Herze der ewigen Liebe“ ist viel älteren Datums. Bach komponierte das Werk 1715 in Weimar auf einen Text von Salomo Franck, führte es 1723 noch einmal in Leipzig auf und zuletzt 1746/47. Unserer eigenen Aufführung legte wir die letzten Überarbeitungen zugrunde. Whittakers Analyse verfängt sich in dem ‚Dornenrosen’ des Franck’schen Textes, die ‚in so reichem Maße dem jungen Komponisten auf den Weg’ gestreut werden, während Albert Schweitzer der Meinung ist, die Schönheit dieser Kantate werde‚ durch den trockenen moralisierenden Text etwas beeinträchtigt’. Ich bin mir nicht so sicher. Bach findet geeignete Mittel, Francks harmlose Paraphrase der Weisung des Evangeliums ‘Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist’ auf überzeugende Weise wiederzugeben. Das einleitende Duett, für Sopran und Tenor mit Cellobegleitung und als Siciliano angelegt, wird von einem warmen Glanz umhüllt, und Triller auf betonter Zählzeit deuten auf die ‚Flamme der Liebe’ hin, die uns ‚zerschmelzen’ möge. Unterdessen wird Agricolas Choralmelodie ‚Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ’ von einem Clarino intoniert, das über den beiden liebeheischenden Verszeilen schwebt. Das sanfteste Accompagnato für Alt und Streicher (Nr. 2), das sich vorstellen lässt, rühmt die Tugenden der Barmherzigkeit und Vergebung – und scheitert fast an den Worten: ‚Macht euch ein Kapital, das dort einmal Gott wiederzahlt mit reichen Interessen’. Der Gedanke, der diesem Bild zugrunde liegt, wird in den üppigen instrumentalen Texturen der mittleren Arie für Alt, Oboe und Streicher näher erläutert: ‚Sei bemüht in dieser Zeit, Seele, reichlich auszustreuen’ (Nr. 3), dem einzigen Satz der Kantate in einer Durtonart, darin Bach die Gesten des Sämanns in der Melodieführung nachzeichnet und gleichzeitig auf die in Aussicht stehende reiche Ernte verweist. Nathalie Stutzmanns volle, doch klare Altstimme schien für diese Arie wie geschaffen, erst recht im gleißenden Nachmittagslicht der Tewkesbury Abbey.

Die abschließende Arie ist für Bass und eine Continuobegleitung im Oktavabstand bestimmt, an der sich alle Streicher beteiligen. Zu Beginn, wo sie aus dem Arsenal der zeitgenössischen Scarlatti-Oper schöpft, lässt sie das Allerschlimmste befürchten. Doch sobald ein Text das Wort ‚Kunst’ enthielt, spornte er Bach offenbar zu schöpferischen Höhenflügen an, und hier werden wir nicht enttäuscht, weder durch die genialen Lösungen, die er zur Verarbeitung des nicht gerade verheißungsvollen Materials findet (darunter ein Kanon mit einer Zählzeit Abstand zwischen Stimme und Continuo), noch durch die behutsame parodistische Manier, in der er das rhetorische Imponiergehabe eines großspurigen Predigers porträtiert. Herzog Wilhelm Ernst neigte dazu, seiner Entourage mitsamt Diensboten Predigten zu halten oder ihre Kenntnisse des Katechismus stichprobenweise zu überprüfen. War er hier die Zielscheibe? Sicher nicht, auch wenn sich das Verhältnis zwischen ihm und seinem Konzertmeister bald verschlechtern würde.

© John Eliot Gardiner 2008

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum „4. und 5. Sonntag nach Trinitatis“

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                   Gardiner Reisetagebuch SDG 141 zum Download als PDF

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  Künstler-Beitrag:  Nicolas Robertson Tenor, zum Download  als PDF 

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……………..Link:  >> Wissenswertes vom  Klangquartier Leipzig <<
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Bachfest Leipzig 2013 – „Vita Christi“
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vom 14.06.2013 – 23.06.2013 
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Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen: Weihnachts-Oratorium, Johannespassion, Oster- und Himmelfahrts-Oratorium fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen. Unter Leitung von Trevor Pinnock, Thomas Hengelbrock und Sir John Eliot Gardiner werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an insgesamt drei Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis.
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Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat-Kompositionen  von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach im Eröffnungs- sowie der h-Moll-Messe im Abschlusskonzert.
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Die Thematik für das Bachfest 2013 wird Vita Christi sein.
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Sir J.E. Gardiner wird mit dem Monteverdi Choir am Donnerstag, 20.6.2013 in der Thomaskirche die „Johannes-Passion“ aufführen.
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Am Samstag, 22.6.2013 erfolgt dann  mit Sir J.E. Gardiner in der Nikolaikirche ein Kantatenkonzert u.a. mit den Bach-Werken:
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BWV 249 „Kommt eilet und laufet“ und BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen.“
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Weitere Informationen nachstehend:
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Ich wünsche allen einen schönen „Trinitatis-Sonntag !“
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Herzliche Grüße
Volker
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Ein Sommernachtstraum „Blicke nicht zurück“ am 23.Juni 2012 in der Philharmonie Essen


Mann, mann, mann, geht´s noch besser? Vorgestern habe ich den „Sommernachtstraum“ in der Essener Philharmonie besucht, mit dem für mich ein fulminanter Höhepunkt die diesjährige Spielzeit beendet hat. Das Ganze stand unter dem Motto „Blicke nicht zurück“ und verknüpfte in einem Großprojekt Musik-Theater-Tanz miteinander. Zentraler Ausgangspunkt für die übergreifende Verquickung ist die konzertante Oper „L´Orfeo“ von Claudio Monteverdi unter Thomas Hengelbrock und seinem Balthasar-Neumann-Chor und Ensemble. Angeregt von diesem Projekt, hat Literatur Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek den 2. Programmpunkt des Abends mit der Uraufführung „Schatten“ dazu beigesteuert. Der Monolog der modernen Euridyke, vorgetragen von der Schauspielerin Johanna Wokalek (das ist die Darstellerin der „Päpstin“). Nummer 3 im Bunde gestaltete das Aalto-Ballet mit einem Ballet von Patrick Delcroix: „Cherché, trouvé, perdu“ zu der Musik von Arvo Pärt im Stadtgarten auf einer eigens installierten Bühne im Stadtgarten hinter der Philharmonie. Von der Struktur erinnerte es mich ein bisschen an Bayreuth (Idee von T. Hengelbrock?), wo es ja auch immer zwischen den Akten 2 große Pausen gibt, für kulinarische sowie geistige Regeneration.

L´Orfeo-Favola in musica / Claudio Monteverdi (1567-1643)

Nicolay Borchev-Orfeo, Anna Bonitatibus-Messaggera+Proserpina, Johannette Zomer-La Musica, Anna Stéfany, Speranza, Guido Loconsolo-Plutone, Miljenko Turk-Apollo, Merek Rzepka-Caronte, Tanya Aspelmeier-Ninfa

Balthasar-Neumann-Chor / Ensemble – Thomas Hengelbrock, musikalische Leitung

Die Solisten

Die Solisten

Monteverdi´s „L´Orfeo“ gilt als die erste richtige Oper eines entstehenden Genres, das die Handlung mit Musik und allen Sinnen erlebbar macht (Na gut, anpacken ist nicht erlaubt). Die Uraufführung fand 1607 statt. Wer aber nun fragt, „was soll der verstaubte Kram?“, wird eines besseren belehrt. Die Götter sind natürlich auch nur menschlich und Monteverdi charakterisiert sie als solche mit großem Einfühlungsvermögen. Und diese Typen haben sich auch in 400 Jahren nicht geändert. Sie haben heute warscheinlich nur andere Namen. Auch die Aufführung ist nicht so wirklich konzertant, aber dazu später.

Die Toccata und auch den Prolog der Musica (phantastisch nuanciert gestaltet von J. Zomer), erledigt das Orchester noch alleine, dann stürmt die ausgelassene Hochzeitsgesellschaft-kostümiert und festlich – mit Hengelbrock als einer von ihnen auf die Bühne. Er dirigiert die Derwische vom Boden, kniend und mitsingend. Das ist der grandiose Auftakt für die Hochzeitsfeierlichkeiten. Orpheus und Euridike lassen sich feiern, nach vielen tragischen Erfahrungen ist er im Olymp der Glückseligkeit angekommen. Nicolay Borchev ist ein Spitzen-Orpheus, mit enormem Volumen in den tiefen Lagen. Die Stimmlage des Bariton war damals noch nicht bekannt und ein Tenor nach heutigen Maßstäben in Siegfried-Manier gab es nicht.

Eine Nymphe bringt jedoch in einem ergreifenden Vortrag die Nachricht von Euridikes Tod (Schlangenbiss), Anna Bonitatibus die für mich mit Borchev die herausragendste Solistin. Wie so oft im Leben, auch Glück ist ein flüchtiger Schatten. Er beschliesst ins Reich des Todes herabzusteigen, die Hoffnung-la Speranza, begleitet ihn, muss ihn aber am Eingang verlassen. Der Fährmann läßt ihn natürlich nicht übersetzen, da kein Lebender übersetzen darf. Monteverdi untermalt den Fährmann-Gesang des Caronte (erinnert mich irgendwie mit Hut, Mantel und Stab an Wotan) mit -kenne mich mit der Orgelregistrierung nicht aus- einem Gemshorn!? Wirkt auf jeden Fall gespenstisch. Caronte hat zwar Mitleid, kann aber nicht die Gesetze brechen. Orpheus, der wilde Tiere zähmte und Steine zum Erweichen brachte, will auch das Herz von Caronte erweichen, das passiert nicht, aber der schaurige Wächter ist eingeschlafen! Orpheus setzt über. An dieser Stelle sei lobend die Bläser-Combo erwähnt, die einen nicht unerheblich Part für den festlich, düsteren Einschlag zu erledigen hat.

Die Solisten, Chor, Ensemble und Dirigent

Die Solisten, Chor, Ensemble und Dirigent

Proserpine hat es Orpheus´Leidenschaft angetan, sie überredet ihren Gatten Pluto (Pluto hat eine supergeile Stimme, aber er läßt heute abend nicht alles raus, was er drauf hat!), den sie becirct, Orpheus seine Geliebte wiederzugeben, er stimmt zu (hochbrisante Erotik an dieser Stelle!), aber er darf sich nicht umsehen, total happy über den Rückgewinn seiner Braut, preist Orpheus seine Leier, die ihm mal wieder Glück gebracht hat und träumt schon davon, was ihn abends bei seiner Braut so alles erwartet. Dann fassen ihn Zweifel, vielleicht folgt sie ihm ja gar nicht? Plötzlich leitet ihn seine Leidenschaft und- oh shit!!!- er dreht sich um! Euridike muss im Hades verbleiben. Welche Dramatik! Orpheus beklagt sein Schicksal und im Moment höchster Not greift sein Vater Apollo wie Deus ex machina ein und erhebt ihn in den Himmel, wo er Euridike als Gestirn wiederfindet. Schade, leider kein Happy End, aber der ungestüme Chor preist triumphal Orpheus „Himmelfahrt“.

Die mitreissende Qualität, die irre Dynamik der Chöre, das überragende Solisten-Ensemble und Hengelbrocks gänzlich durchgelüftete Version waren unbeschreiblich. Das Publikum ist mit mir d´accord. Ich würde die Oper eher als semi-szenisch bezeichnen. Die Truppe konnte in ihrer schauspielerischen Leistung und ihren alltagstauglichen Kostümen jeder modernen Inszenierung standhalten. Auch für jeden ungeübten Opernhörer ist die Oper geeignet, durch die vielen Wiederholungen der Chöre, Toccaten und anderer Melodien ist ein Eingewöhnungseffekt garantiert, das Italienisch zu verstehen ist trotz der Übertitel fast überflüssig, die Musik spricht eine deutliche Sprache. Ich bin total gespannt auf Hengelbrocks konzertante Parsifal-Aufführung in 2013 nach dieser absoluten Glanzleistung.

während der Pause am RWE Pavillion

während der Pause am RWE Pavillion

So, jetzt erst mal runterkommen mit einem Gläschen Sekt. Der Wettergott hat ein Einsehen, man kann vom RWE Pavillion auf die Terrasse des Stadtgartens. Dann gehts zum 2. Teil.

Elfriede Jelinek (*1946) – „Schatten (Eurydike sagt)“Strichfassung Johanna Wokalek-Szenische Realisierung: Peter Schmidt, Film: Jan Kerhart

Wokalek auf einem Haufen Klamotten sitzend, dessen Farben grau, schwarz, weiss und besonders rot dominieren, im Hintergrund eine Leinwand mit grauen, wechselnden Bildern.

Jelinek beleuchtet die Gedanken einer modernen Eurydike, die sich eine Parallelwelt zur Realität aufbaut und sich in einen Konsumwahn flüchtet.Der Kaufrausch wird zur Ersatzbefriedigung, die ihre Inspirationen aufsaugen. Ihr eigenes Selbst, ihre eigene Kreativität verkrüppeln im Schatten des „Sängers“, sie wird selbst der Schatten. Es behandelt den Zeitraum vom Schlangenbiss bis zum Tod, Resümee eines Selbstverlustes, sie vergleicht sich mit Handyphotos, was schattenhaft ist, wird verworfen. Eine Parabel auf den Verlust der Tiefgründigkeit und der Nachdenklichkeit in unserer Zeit. Als Frau eines Künstlers hat man -das ist meine Beobachtung- ein Leben, das man in den Dienst des Künstlers stellt oder daran zugrunde geht.

Die Schauspielerin Johanna Wokalek bietet einen beeindruckenden Auftritt, diese charismatische Stimme, die den Text verstärkenden Bewegungen. Jelineks Werk war ein gelungener Gegenpol für die unemazipierte Eurydike bei Monteverdi. Das hat nachdenklich gemacht.

Dann wieder Pause. Es ist dunkel geworden.

Toller Schlussakzent ist das nachfolgende Ballet, das im Stadtgarten stattfindet.

Cherché, trouvé, perdu von Patrick Delcroix greift das vorher gesehene mit der Musik von Arvo Pärt ( Fratres+Ludus aus „Tabula Rasa“ übrigens auch überraschend tolle, neue Musik) noch einmal auf und verknüpft es mit einer weiteren Variante-dem Tanz. Wenn ich auch sonst mit Tanz nicht viel am Hut habe, ist es hier ganz einfach verständlich. Dazu siehts noch ästhetisch total klasse aus. Sein Sujet ist jedoch nicht das schicksalhafte Getrenntwerden, sondern die Trennung und das Wiederfinden aus freier Entscheidung.

Ballet auf der Bühne im Stadtgarten

Ballet auf der Bühne im Stadtgarten

Ein Riesen-Lob an dieser Stelle geht an die Intendanz der Philharmonie Essen, Hr. Dr. Johannes Bultmann+Team und seine Vorstellung, wie man Musik leben, erhalten und geistig aufbereiten muss. Nicht nur, dass ich in dieser Saison bestimmt einige der besten Konzerte überhaupt gehört habe, da kommt auch rüber, dass sich da jemand Gedanken macht, dass die Musik nicht isoliert stehen darf, sondern dass sie Zuflüsse aus allen geistigen Bereichen bekommt, die das Werk bereichern, es transparenter machen, oder den Transfer ins Jetzt vereinfachen. Dann kann sie „welthellsichtig“* machen. Das ist sicherlich mit diesem Gesamtkunstwerk gelungen. Ich freue mich auf die nächste Spielzeit. Es verspricht wieder spannend zu werden. Ich muss nicht nach Berlin, Hamburg oder München fahren. Essen hat alles.

Gruß in die weite Welt, und immer schön nach vorne schauen CvF

*Richard Wagner-Parsifal /2. Akt

Lutz in Lipz-Die Schweizer J.S.Bach-Stiftung mit Rudolf Lutz bei Bachfest


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So, da sind wir wieder auf Gralsgebiet. Diesmal konnte ich sogar meinen Mann dafür gewinnen, Leipzig incl. dem Meister einen Besuch abzustatten. Nachdem wir zuerst ein bisschen durch Gohlis geradelt sind mit einem Besuch des Schillerhauses, haben wir uns dann in einer Pinte mit Karl-Heinz und Iris getroffen. Die beiden waren ja nun schon eine Woche da und hatten musikalisch und privat einiges zu erzählen. Nach meinen letztjährigen Bachfest-Exzessen habe ich mich Konzert-technisch etwas zurückgehalten und habe für uns lediglich ein Konzert auf Volkers wärmste Empfehlung gebucht: J.S .Bach-Stiftung mit Rudolph Lutz / Musik von Thomaskantoren.

Ev.reform. Kirche Leipzig Konzert J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Ev.reform. Kirche Leipzig Konzert der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Dieses Jahr feiert der Thomanerchor nun sein 800 jähriges Bestehen, so ist es auch als Besonderheit anzusehen, dass sämtliche Thomaskantoren auch als Komponisten teils in überragender Qualität hervortraten, sie haben so ein Kompendium an geistlicher Musik geschaffen, dass in ihrer Geschlossenheit als ein Höhepunkt abendländischer Musik angesehen werden darf. Zudem haben sich viele um die Wiederbelebung, wenn nicht sogar Popularisierung des Bach´schen Erbes verdient gemacht. Heute werden folgende Werke von 3 Thomaskantoren aufgeführt

Johann Sebastian Bach: Christ unser Herr zum Jordan kam BWV 7

Moritz Hauptmann: Mein Seel ist stille zu Gott op 53 No. 1 / Nimm von uns, Herr Gott op. 34 / Kyrie aus Messe f-moll op. 18 / Herr, höre mein Gebet op. 40 Nr. 1

Johann Schelle: Christus der ist mein Leben

Solisten: Alex Potter, Altus / Julius Pfeifer, Tenor / Dominik Wörner, Bass

von links im Bild: Anselm Hartinger und Dirigent Rudolf Lutz

von links im Bild: Anselm Hartinger und Dirigent Rudolf Lutz

Um 19.00 Uhr gibt es dann eine Konzerteinführung von Rudolf Lutz, unterstützt von Anselm Hartinger, persönlich, in der kuscheligen, reformierten Kirche ist Lutz live und in Farbe und vor allem „nah dran“  zu erleben. Das ist schon echt stark, die Begeisterung für die Musik ist in jeder Bewegung zu spüren. Wir erfahren wie Schelle den Engelschor anstimmt, seine ersten Violinen als Fanfaren der Verkündigung einsetzt, wie die Musik den Atem anhält im Moment des Sterbens, angeblich wären die Leute, extra wegen der „zuckersüßen“ Musik in die Kirche geströmt! Wir hören wie Hauptmann seine ineinander verschmelzenden Chorsätze aufgebaut hat und dass er ursprünglich nicht die erste Wahl für das Thomaskantorat war, da er als Bratschist keinerlei Chorerfahrung hatte und auch Bach gesündigt hat, na wer hätt´s gedacht!

Die Kantate berichtet uns mit ihrem archaischem Charakter mit Untermalung der dahinrauschenden Wellen des Jordans und dem drastischen, missionarischen Text („ersäufen auch den bitteren Tod“) von der Taufe des Johannes. Sie kommt mit dem erhobenen Zeigefinger daher, was der Altus Alex Potter ausdrucksstark rüberbringt. Auch der Bass Dominik Wörner hat mir sehr gut gefallen, bei manchen koloraturreichen Arien werde ich jedoch das Gefühl nicht los, dass selbst waschechte Profis Bach´s Schwierigkeitsgrad nur mit Abstrichen bestehen.

Das ist bei den „Hauptmännern“ anders. Mit tollem Chorklang, präzisen Absprachen (kann mich nicht erinnern wann ich bei ´nem A-cappela Chor derartig gute End-Konsonant-Absprachen gehört habe) und schmelzigem Sound präsentieren sich die Schweizer. Auch die Abschnitte, die solistisch besetzt sind, bestechen durch glockenreinen, gut in den Gesamtklang eingepassten Passagen. Wunderschön auch die dynamischen Passagen.

Werkeinführung "Thomaskantoren" durch Rudolf Lutz - J.S. Bach-Stiftung

Werkeinführung „Thomaskantoren“ durch Rudolf Lutz – J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Dann Schelle: Das ist der melodiöse Höhepunkt des Abends. Von dem Enthusiasmus durch R. Lutz angesteckt, hören wir jetzt „Schelle – transparent“ und lassen uns von der phantastischen Musik mitnehmen. Mit Ausnahme von Bach waren dies keine Werke, die pompös daherkommen, sondern dies ist Musik von bodenständigen, bescheidenen Komponisten, die ihr Bestes für SOLI DEO GLORIA gegeben haben. Lutz verfügt über ein tolles Ensemble, viel Musikverständnis sowie auch musikdidaktische Fähigkeiten; es war kein spektakuläres Konzert (vielleicht habe ich auch jetzt zuviel Wagner gehört) -ohne dem ganzen einen negativen Anstrich zugeben-, eher mit der Aussage, hört zu, es gibt neben Johann Sebastian Bach auch noch andere Thomaskantoren, die tolle, hörenswerte Musik gemacht haben, die es nicht verdient haben ungehört zu bleiben, auch wenn sie  Bachs Genius nicht überstrahlen können. Wir dürfen also gespannt sein, was demnächst für ein frischer Wind aus der Schweiz weht.

Vokal- und Instrumental-Gruppe der J.S. Bach-Stiftung

Vokal- und Instrumental-Gruppe der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Was aber wirklich negativ war, dass Lutz trotz Standing Ovations keine Zugabe gegeben hat. Tipp von mir für dieses Programm: „Hauptmann-Die Nacht ist kommen“

Claudia

Radiotipps für 28.6.12 bis 1.7.12 – Gardiner und Berlioz sowie Bachfest Leipzig


28.6.

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france Musique
20.00-22.30
Le concert du soir
Hector Berlioz
Requiem (op. 5, Grande Messe des Morts)
Michael Spyres, ténor
The Monteverdi Choir
Choeur de Radio France
Matthias Brauer, chef de choeur
Orchestre National de France
Sir John Eliot Gardiner, Direction
EN DIRECT de la Basilique Cathédrale à Saint-Denis
Dans le cadre du « Festival de Saint-Denis »

(Konzertbeginn 20.30 Uhr)

Das Ganze gibt es auch live zu sehen:
http://liveweb.arte.tv/de/video/Sir_Eliot_Gardiner_dirigiert_das_Requiem_von_Berlioz_in_St__Denis/
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30.6.

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MDR Figaro
22.00-23.00

Bachgeflüster
Martin Hoffmeister im Gespräch mit dem Dirigenten, Cembalisten und Organisten Masaaki Suzuki, Träger der Bach-Medaille der Stadt Leipzig 2012
(Aufzeichnung vom 09.06.2012, Thomascafé im Thomashaus Leipzig)
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1.7.

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Dkultur
20.03-22.00

Bachfest Leipzig
Ton Koopman dirigiert in der Nikolaikirche
Bachfest Leipzig
Nikolaikirche
Aufzeichnung vom 09.06.2012

Johann Sebastian Bach
Ouvertüre C-Dur BWV 1066 für 2 Oboen, Fagott, Streicher und Basso continuo
„Mein Herze schwimmt im Blut“, Kantate zum 11. Sonntag nach Trinitatis BWV 199 für Sopran, Oboe, Streicher und Basso continuo

ca. 20:50 Uhr Konzertpause mit Nachrichten
Ton Koopman im Porträt
Von Gerald Felber

„Weichet nur, betrübte Schatten“; Hochzeitskantate BWV 202 für Sopran, Oboe, Streicher und Basso continuo

Dorothee Mields, Sopran
Amsterdam Baroque Orchestra
Leitung: Ton Koopman

Dieser Abend spiegelt das Programm einer Tournee wieder, die die Künstler gerade absolvieren. Auf Bachs Pfaden wandelnd, legt man den Akzent auf seine Solokantaten, wodurch die tourende Reisegesellschaft nicht noch um einen ansonsten üblichen Chor vergrößert wird.
Die C-Dur-Overtürensuite wie auch die Kantate „Mein Herze schwimmt im Blut“ verweisen auf Bachs Köthener Schaffenszeit. Der Gedanke, dass seine Frau Anna Magdalena Wilcke eventuell sogar die Sopranpartie jener Kantate gestaltet haben könnte, ist dabei durchaus reizvoll und versagt sich auch nicht einer gewissen pragmatischen Begründung.

Auch die Kantate „Weichet nur, betrübte Schatten“ könnte spekulativ auf seine Köthener Jahre zurückgehen, jedoch sind weder Aufführungsmaterialien noch die Herkunft des Textes bislang überliefert. Einzig der weltliche Habitus dieser Hochzeitskantate könnte als Indiz für seine Jahre als Köthener Hofkapellmeister dienen.
http://www.bach-leipzig.de

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den „3. Sonntag nach Trinitatis“


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Busse vor der Thomaskirche zum Bachfest 2012

Busse vor der Thomaskirche Leipzig zum Bachfest 2012

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht aller BWV von Bach-Kantaten steht zum Download bereit:

 Link: BWV als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  24.06.2012 

begehen wir den

 3. Sonntag   nach Trinitatis

Der 3. Sonntag nach Trinitatis stellt in gewisser Weise die Fortsetzung des 2. Sonntags nach Trinitatis dar, denn nun geht es um die offenen Arme, die den empfangen, der schon lange eingeladen ist. Die Gleichnisse vom „Verlorenen“ oder die Geschichte vom Zachäus unterstreichen dies sehr deutlich. Gott will die Sünder selig machen, darum geht es, und er hindert keinen einzelnen, zu ihm zu kommen. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf zeigt uns am 3. Sonntag nach Trinitatis, dass Gott gerade dem nachgeht, der in seiner Sünde gefangen ist. Wir freuen uns darüber, dass auf diese Weise auch Menschen zu seiner Gemeinde hinzukommen, die uns erst fremd und unbehaglich waren. Durch die Liebe Gottes, die in gleicher Weise uns wie ihnen gilt, werden wir fähig, diesen Menschen liebend zu begegnen.

Wochenspruch: 

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.(Lk 19, 10)

Wochenlied: 

Allein zu dir, Herr Jesu Christ (EG 232) oder
Jesus nimmt die Sünder an (EG 353)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den 3. Sonntag  nach  ”Trinitatis

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BWV   21  – „Ich hatte viel Bekümmernis“

BWV  135  – “ Ach Herr, mich armen Sünder“

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Englischer Dirigent Sir John Eliot Gardiner

Englischer Dirigent Sir John Eliot Gardiner

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Eine Überraschung sind die vielfältigen Rundfunk-Übertragungen

zum „3. Sonntag nach Trinitatis“

mit verschiedenen Bach-Kantaten..!!

Aufführende: Monteverdi Choir, English Baroque Soloists

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 7  „Christ unser Herr zum Jordan kam“
Kantate zum Johannistag
für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo

Bach Collegium Japan

Ltg.: Masaaki Suzuki


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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 30  „Freue dich, erlöste Schar“

Joanne Lunn, Sopran / Wilke te Brummelstroete, Alt
Paul Agnew, Tenor / Dietrich Henschel, Bass

Monteverdi Choir London / English Baroque Soloists
Ltg.: John Eliot Gardiner

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 7  – „Christ unser Herr zum Jordan kam“ 

Joanne Lunn, Sopran / Wilke te Brummelstroete, Alt
Paul Agnew, Tenor / Dietrich Henschel, Bass

Monteverdi Choir London / English Baroque Soloists
Ltg.: John Eliot Gardiner


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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 167 – „Ihr Menschen, rühmet Gottes Liebe“

Kantate am Fest Johannis des Täufers

Joanne Lunn, Sopran / Wilke te Brummelstroete, Alt
Paul Agnew, Tenor / Dietrich Henschel, Bass

Monteverdi Choir London / English Baroque Soloists
Ltg.: John Eliot Gardiner


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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

6:25 Uhr – Einführung zur Kantate

800 Jahre Thomana

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06:30 Uhr Kantate

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:39 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:39 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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Videos mit Bach-Kantaten zum 3. Sonntag nach Trinitatis
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BWV  21    – „Ich hatte viel Bekümmernis“
BWV 135  –  „Ach Herr, mich armen Sünder“
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/ YouTube: BWV 21 –  Ich hatte viel Bekümmernis”   –  (Interpret: Herreweghe )

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/ YouTube: BWV 135 –  Ach Herr, mich armen Sünder”   –  (Interpret: Leusink )
 – (weitere Kantaten auf dem Video: BWV 86, 85 und BWV 167)
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/ YouTube: BWV 10  –  „Meine Seel erhebt den Herren ”   –  (Interpret: SDG )
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Video-Impressionen vom Bachfest 2012 in Leipzig und aus dem Dom St. Marien in Freiberg.
Chorprobe in der Thomaskirche und es erklingt die Bach-Woehl-Orgel der Thomaskirche..!!
(Dieses Video stand nur kurzfristig zur Verfügung und wurde wieder von mir entfernt…..!!!!!)
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CDs – Bach-Kantaten:  für den  2. und 3. Sonntag nach Trinitatis“    

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Cover:  SDG 165 –  Vol. 2

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 165 – Vol. 2

Aufführungsorte:

Kantaten für den 2. und 3. Sonntag nach Trinitatis“ 

Basilique Saint-Denis, Paris am 2. & 3. Juli 2000 und

Fraumünster, Zürich 8. und 9. Juli 2000

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CD – eins – Inhalte:

Kantaten für den „2. Sonntag nach Trinitatis“ 

BWV 2 – Ach Gott, vom Himmel sieh darein    

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2 

BWV 10 – Meine Seel erhebt den Herren  

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2

BWV 76 – Die Himmel erzählen die Ehre Gottes  

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2 

swv 386 – Die Himmel erzählen die Ehre Gottes  (von Heinrich Schütz)

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2

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CD – zwei – Inhalte:

Kantaten für den „3. Sonntag nach Trinitatis“ 

BWV 21 – Ich hatte viel Bekümmernis    

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2 

BWV 135 – Ach Herr, ich armer Sünder  

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2

BWV 1044 – Konzert für Flöte, Violine und Cembalo

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2 

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Kantaten für den 3. Sonntag nach Trinitatis 

Fraumünster, Zürich 8. und 9. Juli 2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 135 Ach Herr, ich armer Sünder“ 

Bachs einzige andere Kantate für diesen Sonntag, BWV 135 „Ach Herr, mich armen Sünder“, wurde im Juni 1724 komponiert und vermutlich einstudiert, bevor er nach Gera reiste, um dort die Orgel zu prüfen, und das bedeutet, dass er das Werk eigentlich nie beaufsichtigte oder selbst aufführte. Diese kurze, kernige Bußkantate ist die vierte in seinem zweiten Leipziger Zyklus, Teil einer eindrucksvollen Folge, von BWV 7, mit einer einleitenden Fantasia, die einem Concerto für Violine ähnelt, und dem Cantus firmus im Tenor, über BWV 20, mit einer französischen Ouvertüre am Anfang und dem Cantus firmus im Sopran, bis hin zu BWV 2 der vergangenen Woche, die im alten Motettenstil anfängt und den Cantus firmus in der Altstimme hat. Diese Werke fügen sich zu einem faszinierenden und kontrastvollen Portfolio einleitender Chorfantasien.

Im ersten Tableau verflechtet Bach zwei Oboen über einem schlichten Unisonovortrag der Melodie des Passionschorals in den hohen Streichern (bis jetzt noch keine Basslinie!), bevor auch diese sich im Flechtwerk der Oboe verfangen. Dann setzen die Bässe ein, Cello, Bass, Fagott und Bassposaune spielen das Thema in diminuierter Form. All das fügt sich zu einem langsamen, ritualhaften Porträt eines büßenden, Gnade suchenden Sünders zusammen und ist sehr bewegend, vor allem dort, wo Bach den Schmerz durch eine Folge selbstbezichtigender erster Umkehrungen übersteigert: ‚Mein Sünd, mein Sünd, mein Sünd…’.

Diese Stimmung bleibt im Tenor-Rezitativ (Nr. 2) erhalten, wo der ‚Arzt der Seelen’ angefleht wird, den kranken und schwachen Sünder zu heilen. Trost liefert die Tenor-Arie mit zwei Oboen, indem sie schildert, wie im Tod ‚alles stille… stille… stille’ ist. Ein Alt-Rezitativ beginnt adagio, wie eine Arie, ‚Ich bin von Seufzen müde’, und fährt fort: ,mein Geist hat weder Kraft noch Macht, weil ich die ganze Nacht … in großem Schweiß und Tränen liege. Ich gräme mich fast tot und bin vor Trauern alt’ – Worte, die mich im Hinblick auf unser gegenwärtiges Finanzproblem besonders schmerzlich berührten. Und ich konnte mich mit der wunderbar trotzigen Bass-Arie identifizieren, wo sich die ersten Violinen gerieren wie virtuose Sturmschwalben: ‚Weicht, all ihr Übeltäter!’. Das ist herrrlich zornige Musik, und man kann sich vorstellen, wie Bach gegen schändliche Bösewichte wütete (von denen ihm in seinem Berufsleben genug begegneten). Er schließt mit einem erhebenden ‚Ehr sei ins Himmels Throne’ zu demselben Passionschoral von Cyriakus Schneegaß (1597), mit dem er begann. 

© John Eliot Gardiner 2010

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum „2. und 3. Sonntag nach Trinitatis“

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                   Gardiner Reisetagebuch SDG 165 zum Download als PDF 

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  Künstler-Beitrag:  Michael Harrison – Trompete zum Download  als PDF 

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……………..Link:  >> Wissenswertes vom  Klangquartier Leipzig <<
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Bachfest Leipzig 2013 – „Vita Christi“
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vom 14.06.2013 – 23.06.2013 
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Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen: Weihnachts-Oratorium, Johannespassion, Oster- und Himmelfahrts-Oratorium fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen. Unter Leitung von Trevor Pinnock, Thomas Hengelbrock und Sir John Eliot Gardiner werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an insgesamt drei Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis.
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Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat-Kompositionen  von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach im Eröffnungs- sowie der h-Moll-Messe im Abschlusskonzert.
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Die Thematik für das Bachfest 2013 wird Vita Christi sein.
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Sir J.E. Gardiner wird mit dem Monteverdi Choir am Donnerstag, 20.6.2013 in der Thomaskirche die „Johannes-Passion“ aufführen.
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Am Samstag, 22.6.2013 erfolgt dann  mit Sir J.E. Gardiner in der Nikolaikirche ein Kantatenkonzert u.a. mit den Bach-Werken:
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BWV 249 „Kommt eilet und laufet“ und BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen.“
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Weitere Informationen nachstehend:
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Ich wünsche allen einen schönen „Trinitatis-Sonntag !“
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Herzliche Grüße
Volker
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Original eines Bach-Kantaten-Manuskript wurde bei Christie’s in London versteigert


Hallo Bachfreunde/innen !

Was alles so möglich erscheint. Ein handschriftliches Original-Noten-Bach-Manuskript von der Kantate:  „Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte“ BWV 174 – wechselt den Besitzer. Ein Vor-Besitzer aus den USA lässt für 337.250,00 £ das bei Christie’s in London versteigern. Schade, das Bach-Archiv in Leipzig wäre über einen Besitz dieses Kleinods mehr als glücklich gewesen.

Bach-Noten-Handschrift "Ich liebe Den Höchsten von ganzem Gemüte" BWV 174 versteigert

Original-Bach-Noten-Handschrift der Kantate: „Ich liebe Den Höchsten von ganzem Gemüte“ BWV 174 versteigert..!!  (Fotorechte: Christi’s Images Ltd 2012)

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Hier geht es zum ganzen englischen Artikel:

Link:   << h i e r  klicken <<

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Grüße

Volker

Reisebericht vom Bachfest Leipzig vom 07.06. -14.06.2012 Teil I und Teil II


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Bachfest 2012 Leipzig

Bachfest 2012 Leipzig

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Kaum in unserer Ferienwohnung in Leipzig angekommen, mussten wir schon wieder los. Koffer blieben unausgepackt; wir durften ja die Übertragung des Eröffnungskonzertes aus der Thomaskirche auf einer Riesen-Leinwand am Marktplatz nicht verpassen und am Abend waren noch die Wandelkonzerte dran.

Wandelkonzerte am Eröffnungsabend des Bachfestes 07.06.2012

Im Specks Hof – Hansahaus sang das Vokalensemble Six Ajoutés.

Vokalensemble Six Ajoutés, Foto: Dirk Knofe

Vokalensemble Six Ajoutés, Foto: Dirk Knofe

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In der Mädler-Passage spielte das Zelenka Trio eine Sonata 5 in F-Dur.

In der Mädler Passage spielte das Zelenka Trio, Foto: Dirk Knofe

In der Mädler Passage spielte das Zelenka Trio, Foto: Dirk Knofe

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Es waren vier Wandelkonzerte, von jeweils ca. ½ Stunde Dauer. Das begeisterte Publikum wanderte (wandelte) dann zum Nächsten. Herrliche Musik, ganz junge Künstler/innen; alle Stipendiaten von der Yeduhi-Menuhin-Stiftung. Wir brauchen uns um Nachwuchs wirklich keine Sorgen zu machen. In Leipzig war er von morgens bis abends in Hülle und Fülle präsent.

Irgendwann konnten wir nicht mehr; ab in die Ferienwohnung. Kofferauspacken war nicht drin – zu müde.

Am 08.06.2012

ging`s gleich morgens um 9.30 h mit der ersten Mette in der Thomaskirche los. Wieder kein Kofferauspacken; nach „Schnuppern“ im Bachmuseum, Thomaskaffee, Bacharchiv und Innenstadt kam um 18.00 h die Motette in der Thomaskirche. Leitung hatte Ludwig Böhme (er singt im Calmus-Ensemble Bass-Bariton) und hat das mit seinem noch relativ jungen Chor ausgezeichnet gemacht.

Abends kam dann der 1. dicke Hammer:

Matthäus-Passion mit Masaaki Suzuki; der nachmittags im Rathaus die Bachmedaille verliehen bekommen hatte.

Die beiden Chöre waren sehr durchsichtig; wurden im Eingangschor von Solisten des Tölzer Knabenchores unterstützt. Suzuki hat diesen Teil spitzenmäßig dirigiert. Einiges war für uns im Laufe des Konzertes sehr gewöhnungsbedürftig – teilweise schleppende Tempi dann wiederum bei Chorälen ein absolut wildes Tempo. Für kühle Nordeuropäer etwas schwierig. Nach drei Stunden MP waren wir fertig wie die Matschbrötchen und sind nur noch nach Hause geschlichen.

Kofferauspacken wieder nix.

Am 09.06.2012

morgens wieder die obligatorische Mette – die musikalische Ausgestaltung war immer beachtlich – die relativ kurzen Ansprachen der Ortspfarrer/in ebenfalls.

Dann natürlich wieder die Motette und abends ging`s in Konzert:

Ton Koopmann mit dem Amsterdamer Barockorchester und Dorothee Mields, die drei Solokantaten gesungen hat, waren für uns der absolute Höhepunkt des Bachfestes.

„Jauchzet Gott in allen Landen“ (BWV 51), „Mein Herze schwimmt im Blute“ (BWV 199), und „Weichet nur, betrübte Schatten“ (BWV 202). Ein ausgelassener Koopmann, eine sprühende, funkelnde Sopranistin (vor allem bei BWV 51 und BWV 202), ein einfühlsames Barockorchester haben uns in eine andere Welt entführt.

Am Schluss gab es 20 Min. stehende Ovationen – wir waren außer Rand und Band, keiner wollte gehen. Auch nach den Zugaben sind wir sitzen geblieben und wären sicherlich auch die ganze Nacht geblieben. Aber irgendwann mussten wir dann doch die Nikolaikirche verlassen und im Fussballgetümmel untertauchen.

An diesem Abend war an Kofferauspacken nicht zu denken.

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YouTube BWV 202 „Weichet nur, betrübte Schatten“ von Concerto Amsterdam

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Teil II

Am 10.06.2012

Sonntagmorgen der obligatorische Gottesdienstbesuch in der Thomaskirche. Wieder wunderschöne Musik, dargeboten von ganz jungen Musikern/Innen. Unsere Allerwertesten  wiesen schon Schwielen auf – soviel Kirchenbänke „drücken“ ist doch ungewohnt.

Über Mittag ging`s dann in die Leipziger Altstadt und um 18.00 h ins Gewandhaus.

„Kunst der Fuge“ mit der Sinfonietta Leipzig unter Stefan Asbury. Die einfachen Fugen, die Umkehrfugen, die mehrthemigen Fugen, die Spiegelfugen und Canons wurden so vielschichtig, einfühlsam aber auch packend dargestellt, dass uns der Atem stockte. Obwohl wir „Die Kunst der Fuge“ alle kennen, ist der abrupte Abbruch in der Schlussfuge, das „Aus“ jedes Mal so endgültig, dass es mich mit Angst und Schrecken erfüllt.

Nach diesem Konzert haben wir erst einmal eine Pause eingelegt.

Am 11. 06.2012

sind wir zu Freunden nach Zwickau gefahren. Andächtig haben wir vorm Schumann-Haus und Schumann-Denkmal gestanden und uns gewundert, dass die Zwickauer ebenfalls vom 07.-17.06.2012 (genau in der Zeit des Bachfestes in Leipzig) ihr Schumannfest organisiert haben. Aber so etwas müssen wir nicht verstehen.

Am 12.06.2012

haben wir uns wieder ins Leipziger Getümmel begeben und gleich zweimal die harten Stühle in der Peterskirche ausprobiert: morgens zur Mette und abends zu den Leipziger Universitätsmusiken. Diese Kaffeehauskonzerte erfreuten sich schon zu Bachs Zeiten größter Beliebtheit. Diese Dramma per Musica wurden zu bestimmten Anlässen komponiert. Ehrentage bekannter Persönlichkeiten, Huldigungsmusiken für Könige usw. Bei der Kantate „Preise dein Glücke, gesegnetes Sachsen“ war`s vom Text her fasst um unsere Fassung geschehen. Ich zitiere:

„Ja, ja, Gott ist uns noch mit seiner Hülfe nah

Und schützt Augustens Thron.

Er macht, dass der gesamte Norden

Durch seine Königswahl befriedigt worden.

…. Das macht, ihm ist es eine Lust,

der Untertanen Brust

durch Liebe mehr denn Zwang zu binden“.

 

Karl-Heinz`jeder 2. Satz ist bis heute: „Preise Dein Glücke gesegnetes Sachsen“ und meine stereotype Antwort: „bin ich froh, dass ich im real existierenden Kapitalismus groß geworden bin und solche Schmarren nicht mitmachen musste“. Dafür habe ich in der Schule noch zu DDR-Zeiten gelernt: „Händchen falten, Köpfchen senken, eine Minute an Väterchen Stalin denken“. Fehlte dann die passende Musik dazu.

Am 13.06.2012

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Evangelisch reformierte Kirche Leipzig

Evangelisch reformierte Kirche in Leipzig, Konzert der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen mit dem Programm: „Thomas-Kantoren“

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für uns der letzte Leipzigtag, war noch mal ein richtiger Höhepunkt.

Am frühen Abend das Treffen mit Claudia, Rüdiger, Alex, Volker und Rita und dann das sagenhafte „Abschluss-Konzert der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen.“ Nach einer rasanten Einführung in die Zeit der Thomaskantoren Bach, Moritz Hauptmann (1792-1868) und Johann Schelle (1648 – 1701; Vor-vorgänger J. S. Bachs) lieferten die Schweizer, sprich Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung unter Leitung von Rudolf Lutz ein beeindruckendes Konzert.

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Vokal-Ensemble & Orchester der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen; Leitung: Rudolf Lutz

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Wir waren ganz benommen und haben an dem Abend zusammen noch lange erzählt und geschwärmt.

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YouTube BWV 7 „Christ unser Herr zum Jordan kam“  (Interpret: Sir Gardiner)

(Diese Kantate wurde von der J.S. Bach-Stiftung am 13.6.2012 mit aufgeführt!)

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Jetzt hör` ich auf – Volker, Claudia und Co. wollen bestimmt auch noch ihren Kommentar abgeben.

Am 14. 06. ging`s morgens Richtung Löhne. Kofferpacken brauchten wir nicht – wir hatten ja nicht ausgepackt.

Lieben Gruss

Iris und Karl-Heinz

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Im nächsten Jahr findet das Bachfest vom 14.6. – 23.06.2013 statt:

 Thomanerchor Leipzig, G. Ch. Biller

The English Baroque SoloistsSir J. E. Gardiner

The Monteverdi ChoirGewandhausorchester

Helsinki Baroque Orechstra – Reinhard Goebel

Kammerchor Stuttgart – Frieder Bernius

Rheinische Kantorei – Hermann Max

Freiburger Barockorchester – Ensemble in residence

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Unsere Ferienwohnung hab` ich schon reserviert, der Kartenvorverkauf  beginnt im Oktober 2012.

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Radiotipps für 18.6.12 und 19.6.12 – Gardiner und Renaissance-Polyphonie, Bach und Leipzig


18.6.

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BR-klassik
19:05-21:00

Salzburger Pfingstfestspiele 2012

Vesselina Kasarova, Mezzosopran
Piotr Beczala, Tenor

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks,
Dirigent: Sir John Eliot Gardiner;

Robert Schumann: Ouvertüre zu “Julius Cäsar” f-Moll, op. 128
Hector Berlioz: La mort de Cléopâtre, Lyrische Szene für Sopran und Orchester, H 36
Johannes Brahms: “Rinaldo”, Kantate für Tenor, Männerchor und Orchester, op. 50
(Aufnahme vom 28.5.2012 aus der Felsenreitschule in Salzburg)

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BBC
(auch rtbf – musique3)
(ebenso polskiradio Dwoika (radio2))
19:30-22:00 (20:30-23:00 für unsere Uhren)

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Performance
Monteverdi Choir – Renaissance Polyphony

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Tallis: Te lucis ante terminum
Tallis: O nata lux
Tallis: Suscipe quaeso Domine
White: Lamentations of Jeremiah
Byrd: Laudibus in sanctis

Byrd: Ad Dominum cum tribablarer
Byrd: Turn our captivity, O Lord
Byrd: Vide, Domine, quoniam tribulor
Byrd: Vigilate
Byrd: Ave verum corpus
Byrd: Infelix ego
Tomkins: Almighty God, the fountain of all wisdom
Byrd: Non nobis Domine

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Monteverdi Choir
John Eliot Gardiner (conductor)

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Duration: 2 hours, 30 minutes
Live from Christ Church, Spitalfields as part of the 2012 Spitalfields Festival

The Monteverdi Choir and Sir John Eliot Gardiner perform music by some of the great
masters of English Renaissance polyphony – Tallis, White, Byrd and Tomkins – presenting
an overview of the development of sacred music in England during the course of the sixteenth century.

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http://www.bbc.co.uk/programmes/b01jxsb4

http://www.rtbf.be/musiq3/emissions_title?emissionId=3103&date=2012-06-18

http://www.polskieradio.pl/Portal/Schedule/Schedule.aspx    (Dwoika)
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19.6.

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Dkultur
22:00-22:30

Soli Deo Gloria -Die Leipziger Thomasschule (3/4)
Bach und die “wunderliche, der Music wenig ergebene Obrigkeit”
Von Michael Maul

Im Oktober 1730 wäre alles möglich gewesen: Aufgerieben von Grabenkämpfen mit  seinen Vorgesetzten war der Thomaskantor Johann Sebastian Bach fest entschlossen,  Leipzig zu verlassen. Wäre dies tatsächlich geschehen, gäbe es wohl weder das Weihnachtsoratorium noch die h-Moll-Messe. Aber wie kam es, dass die Leipziger Ratsherren, die ein paar Jahrzehnte zuvor noch als ganz besondere Beschützer der Musik galten, ausgerechnet zu Zeiten ihres berühmtesten Musensohnes das zuvor so erfolgreiche Experiment Thomanerchor einstellen wollten und dem Kantor reihenweise unmusikalische Knaben in die Schule  setzten? Im dritten Teil der Sendung kommt ein zorniger und desillusionierter Bach zu Wort und werden die in seinen Augen wunderlichen Ratsherren bei ihren Diskussionen um die Zukunft der Thomasschule belauscht.

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den „2. Sonntag nach Trinitatis“


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Open-Air auf dem Marktplatz zum Bachfest 2012 Leipzig

Open-Air auf dem Marktplatz zum Bachfest 2012 Leipzig

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht aller BWV von Bach-Kantaten steht zum Download bereit:

 Link: BWV als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  17.06.2012 

begehen wir den

 2. Sonntag   nach Trinitatis

Der Der 2. Sonntag nach Trinitatis hat „die Einladung“ zum Thema. Es leitet sich ab vom Evangelium vom großen Abendmahl – der Einladung, die von den Wohlhabenden abgelehnt wird, woraufhin die Einladung an die Außenseiter und Ausgestoßenen ergeht, die sie freudig annehmen. Es geht an diesem Sonntag wohl mehr darum, darüber nachzudenken, wo Gottes Einladung an uns ergeht und wie wir darauf antworten. Die übrigen Perikopen nehmen das Thema in vielfältiger Weise auf. Am 2. Sonntag nach Trinitatis hören wir die Einladung zum großen Abendmahl und danken Gott, dass er uns durch Jesus Christus teilhaben läßt an seinem Reich. Die Freude über die Einladung macht uns selbst zu Einladenden.

Wochenspruch: 

Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Mt 11,28)

Wochenlied: 

Ich lobe dich von ganzer Seelen (EG 250) oder
Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn (EG 363)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den 2. Sonntag  nach  ”Trinitatis

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BWV   2  – „Ach Gott, vom Himmel sieh darein“

BWV  76  – „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 76Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“
Kantate zum 2. Sonntag nach Trinitatis
für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo

Lisa Larsson, Sopran
Daniel Taylor, Altus
James Gilchrist, Tenor
Stephen Varcoe, Bass

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner


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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

.

Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 76 „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“

Midori Suzuki, Sopran / Robin Blaze, Countertenor
Gerd Türk, Tenor / Chiyuki Urano, Bass

Bach Collegium Japan

Ltg.: Masaaki Suzuki

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 2  – „Ach Gott, vom Himmel sieh darein“

Dorothee Mields (Sopran)
Pascal Bertin (Countertenor)
Gerd Türk (Tenor)
Peter Kooij (Bass)
Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 2 „Ach Gott, vom Himmel sieh darein“

Kantate BWV 2 am 2. Sonntag nach Trinitatis

Ingeborg Danz, Alt

Jan Kobow, Tenor

Peter Kooij, Bass
Choeur du Collegium Vocale Gent
Orchestre du Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe


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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

6:25 Uhr – Einführung zur Kantate

800 Jahre Thomana

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06:30 Uhr Kantate

Carl Philipp Emanuel Bach

 „Heilig“  – Wq 218

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Leitung: Georg Christoph Biller 

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:36 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:36 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 76 „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“

Kantate zum zweiten Sonntag nach Trinitatis

Midori Suzuki, Sopran; Robin Blaze, Countertenor;

Gerd Türk, Tenor;Chiyuki Urano, Bass;

Chor und Orchester des Bach Collegiums Japan:

Leitung: Masaaki Suzuki

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Videos mit Bach-Kantaten zum 2. Sonntag nach Trinitatis
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BWV    2 – Ach Gott, vom Himmel sieh darein
BWV 76 – Die Himmel erzählen die Ehre Gottes
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/ YouTube: BWV 2 –  Ach Gott, vom Himmel sieh darein”   –  (Interpret: N.N.)

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/ YouTube: BWV 76 –  Die Himmel erzählen die Ehre Gottes”   –  (Interpret: Harnoncourt )
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/ YouTube: BWV 10  –  „Meine Seel erhebt den Herren ”   –  (Interpret: SDG )
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Das Bachfest 2012 in Leipzig wurde am Donnerstag, 7. Juni 2012 eröffnet.
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Ein YouTube-Video mit Filmbeiträgen von der Eröffnung ist unterhalb eingefügt..!!
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CDs – Bach-Kantaten:  für den  2. Sonntag nach Trinitatis“    

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Cover:  SDG 165 –  Vol. 2

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 165 – Vol. 2

Aufführungsorte:

Kantaten für den 2. Sonntag nach Trinitatis“ 

Basilique Saint-Denis, Paris am 2. & 3. Juli 2000

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CD- eins – Inhalte:

BWV 2 – Ach Gott, vom Himmel sieh darein    

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2 

BWV 10 – Meine Seel erhebt den Herren  

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2

BWV 76 – Die Himmel erzählen die Ehre Gottes  

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2 

swv 386 – Die Himmel erzählen die Ehre Gottes  (von Heinrich Schütz)

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2

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Kantaten für den 2. Sonntag nach Trinitatis 

Basilique Saint-Denis, Paris am 2. & 3. Juli 2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 10 Meine Seel erhebet den Herrn“ 

Zwei Wochen nach der ersten Aufführung von BWV 2 am 18. Juni 1724 stellte Bach Meine Seel erhebt den Herrn BWV 10 zum Fest Mariä Heimsuchung vor – das fünfte Werk in seinem zweiten Leipziger Kantatenjahrgang. Er schätzte es hoch genug, um es im Laufe der 1740er Jahre mindestens einmal zu wiederholen. Es war für die Liturgie des Vespergottesdienstes in Leipzig bestimmt, und sein unbekannter Librettist übernahm für die Sätze 1 und 5 das deutsche Magnificat unverändert, während es in den Sätzen 2, 3, 4 und 6 paraphrasiert wird und statt mit einem Choral mit einer Doxologie des Chors endet. Bach findet Mittel und Wege, bei dem unveränderten Text den tonus peregrinus einzuflechten, den in der lutherischen Tradition mit diesen Worten verbundenen Gemeindegesang. Dieser liefert einen faszinierenden Kontrast zu seinem lateinischen Magnificat (BWV 243), das im Jahr zuvor am Weihnachtstag (mit weihnachtlichen Einschüben) aufgeführt worden war. Wenngleich die Kantate weniger üppig instrumentiert und nicht so offenkundig theatralisch ist, steht sie im Hinblick auf handwerkliches Können und eine umsichtige Ausdeutung der Worte dem Lobgesang in nichts nach. Bachs große Aufgabe besteht hier darin, zwischen dem modalen Charakter des Tonus peregrinus und der festlichen Stimmung des Textes und seinen Vorstellungen, wie sich dieser Überschwang durch Chor und Instrumente ausdrücken ließe, eine praktikable Synthese zu schaffen. Angemessenen rhythmischen Schwung erhält die einleitende (vivace überschriebene) Choralfantasie durch Arpeggien im Stil des italienischen Violinkonzerts in den hohen Streichern und die kraftvolle Deklamation der drei tiefen Chorstimmen. In der zweiten Verszeile wandert der Tonus peregrinus, der nun den Altstimmen übertragen ist, zur Subdominante, bevor Bach die einleitende Sinfonia auf typisch kunstreiche Weise mit den Chorstimmen verflechtet, diesmal jedoch auf den Cantus firmus verzichtet.

Der zweite Satz, eine festliche Sopran-Arie in B-dur im konzertanten Stil behält den rhythmischen Schwung bei und schildert den Herrn als ‚stark und mächtig’. Ein Vergleich der autographen Partitur mit den Originalstimmen lässt vermuten, dass Bach die unisono geführten Oboen, die den vierstimmigen Satz füllen, wenn die Sopranstimme pausiert, erst dann einfügte, als er die Stimmen ins Reine schrieb. Das Tenor-Rezitativ (Nr. 3) steigert sich zu einem Melisma aus sechsunddreißig Noten, um uns jene Leute vor Augen zu führen, ‚die voller Stolz und Hoffart sind’ und die Gottes Hand ‚wie Spreu zerstreun’ wird – was auf die Lippen der Gemeindemitglieder, die sich an das peitschende Motiv des Evangelisten in der Johannes- Passion erinnerten, die sie ungefähr vier Monate zuvor gehört hatten, ein wissendes Lächeln gebracht haben mag. Darauf folgt eine prachtvolle, unerbittliche Arie für Bass, die mit hämmerndem Continuo betont, wie ‚Gewaltige vom Stuhl hinunter in den Schwefelpfuhl’ gestoßen werden, und schließlich auf sinnige Weise schildert, wie Gott die Reichen ‚bloß – und – leer’ lässt. Hier bietet sich ein faszinierender Vergleich mit dem ‚Deposuit’ aus dem lateinischen Magnificat an. Wie im ‚Suscepit Israel’ jenes Werkes verwendet Bach jetzt den (der Trompete übertragenen) Tonus peregrinus als Hintergrund für ein überaus zärtliches und lyrisches Duett zwischen Alt und Tenor (Nr. 5).

Doch vielleicht spart er sich das Beste für den Schluss auf, ein Tenor-Rezitativ (Nr. 6), das secco beginnt und dann von den hohen Streichern mit plätschernden Sechzehnteln begleitet wird. Diese schildern, wie Gottes Same ‚sich so sehr wie Sand am Meer und Stern am Firmament ausbreiten’ musste, und eine Paraphrase der Anfangsworte des Johannesevangeliums (‚das ew’ge Wort ließ sich im Fleische sehen’) beschließt die Kantate mit dem wunderschönen und trostreichen Versprechen, ‚dass Gottes Wort voll Gnad und Wahrheit sei’. Die Doxologie erinnert in der Kraft, mit der Bach den Chor die Worte deklamieren lässt – auf eine Weise, bei der er den Wechsel zwischen betonten und unbetonten Silben im Deutschen besonders geschätzt haben mag – sehr stark an Heinrich Schütz. 

 © John Eliot Gardiner 2010

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum „2. Sonntag nach Trinitatis“

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                   Gardiner Reisetagebuch SDG 165 zum Download als PDF 

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  Künstler-Beitrag:  Michael Harrison – Trompete zum Download  als PDF 

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……………..Link:  >> Wissenswertes vom  Klangquartier Leipzig <<
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Das Bachfest 2012 in Leipzig wird am Sonntag, 17.6.2012 seinen krönenden Abschluss mit der h-moll Messe in der Thomaskirche finden.
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Ich/wir danken allen Blog-Teilnehmern für die herrlichen und musikalisches Stunden in Leipzig, die wir gemeinsam sehr genießen durften.
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Die Großereignisse werfen ihre Schatten voraus auf das Bachfest 2013 in Leipzig, wenn Sir Gardiner mit dem Monteverdi Choir am Donnerstag, 20.6.2013 in der Thomaskirche die „Johannes-Passion“ aufführen wird.
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Am Samstag, 22.6.2013 erfolgt von ihm dann in der Nikolaikirche ein Kantatenkonzert mit den Werken:
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BWV 249 „Kommt eilet und laufet“ und BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen.“
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Dir liebe Claudia, herzlichen Dank für die sehr aktuellen Nachrichten vom Bachfest 2013.

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Ich wünsche allen einen schönen „Trinitatis-Sonntag !“
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Herzliche Grüße
Volker
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Radiotipps für 9.6.12 bis 15.6.12 – Gardiner und Verdi, Bachfest Leipzig und mehr


Ein wenig spät, aber das folgende Konzert ist noch bis zum 16.6. bei BBC Radio3 zu hören.

9.6.

und die folgenden 7 Tage

BBC
18:00-20:40 (19:00-21:40) ! aber : Dauer 4 Stunden

Verdi’s Rigoletto
Duration: 4 hours
Verdi’s Rigoletto
Presented by Louise Fryer

Duke Of Mantua…..Vittorio Grigolo (Tenor)
Rigoletto…..Dimitri Platanias (Baritone)
Gilda…..Ekaterina Siurina (Soprano)
Maddalena…..Christine Rice (Mezzo-Soprano)
Sparafucile…..Matthew Rose (Bass)
Giovanna…..Elizabeth Sikora (Mezzo-Soprano)
Monterone…..Gianfranco Montresor (Baritone)
Marullo…..Zheng Zhou (Baritone)
Borsa…..Pablo Bemsch (Tenor)
Count Ceprano…..Jihoon Kim (Bass Baritone)
Countess Ceprano…..Susana Gaspar (Soprano)
Usher…..Nigel Cliffe (Tenor)
Page…..Andrea Hazell (Mezzo-Soprano)
Orchestra and Chorus of the Royal Opera
Conductor…..John Eliot Gardiner

Verdi’s tragic and provocative tale of the cynical court jester who,  against his better nature, wreaks havoc with  the lives of  thers. But then the tables are turned and he’s doomed  to bring about the death of the one person he holds most dear – his daughter Gilda.  In this revival of David McVicar’s production for the Royal Opera House, Covent Garden,  conducted by Sir John Eliot Gardiner, Dimitri Platanias is the hunchback jester,  Ekaterina Siurina his daughter Gilda, and Vittorio Grigolo the handsome, amoral Duke  who poses as a penniless student to gain Gilda’s love.

http://www.bbc.co.uk/programmes/b01jqj1g

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14.6.

MDR Figaro
20:05-22:00

Figaro im Konzert – live
Bachfest Leipzig
Uraufführungen der Auftragswerke des Thomanerchores anlässlich des Jubiläums „800 Jahre THOMANA“

Georg Christoph Biller: St.-Thomas-Ostermusik
Johann Sebastian Bach: „Lobet Gott in seinen Reichen“, Kantate BWV 11
Hans Werner Henze: „An den Wind“, Chorstück zu Pfingsten für gemischten Chor und Instrumente
Solisten des Thomanerchores (Sopran, Alt), Martin Lattke, Tenor; Frank Ozimek, Bariton

Ensemble amarcord, Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig,
Leitung: Georg Christoph Biller
LIVE-Übertragung aus der Thomaskirche Leipzig

Beinahe jede Woche eine Uraufführung: Mit diesem Anspruch trat Johann Sebastian Bach 1723 sein neues  Amt als Leipziger Thomaskantor an und komponierte in den ersten drei Jahren seines Dienstes für fast  jeden Sonn- und Feiertag (außerhalb der Advents- und Fastenzeit) eine neue Kantate. Auch andere  Thomaskantoren vor und nach Bach sowie weitere Komponisten der jeweiligen Epochen schufen Werke  für den berühmten Knabenchor, der damit immer wieder Uraufführungen realisierte. An diese Tradition  wird im Jubiläumsjahr 2012 angeknüpft, indem fünf herausragende Komponisten unserer Zeit mit Festmusiken für den Thomanerchor beauftragt wurden. Die Werke sind an fünf Festen des Kirchenjahres (Epiphanias, Ostern, Pfingsten, Reformationsfest, Weihnachten) in der Thomaskirche zu hören – und zwei davon exklusiv in einem Konzert vereint im Rahmen des Bachfestes.

15.6.

MDR Figaro
20:05-22:00

Figaro im Konzert – live
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Stefan Asbury

Johann Sebastian Bach:
Goldberg-Variationen BWV 988 (Bearbeitung für Orchester von Jochen Neurath)
(Live-Übertragung aus dem Gewandhaus Leipzig – Ausstrahlung in Stereo und Surround)

Dkultur
20:03-22:00

Musikfestspiele Potsdam Sanssouci 2012
Live aus der Friedenskirche Potsdam

Johann Christian Bach:
Symphonie g-Moll op. 6/VI
Sextett C-Dur op. 3
Carl Friedrich Abel: Frena le belle lagrime‹, Arie aus dem Pasticcio ›Sifari‹
ca. 20.50 Konzertpause mit Nachrichten
Joseph Haydn: Sinfonia concertante B-Dur Hob. I:105
Thomas Augustine Arne: ›A soldier tired‹, Arie aus der Oper ›Artaxerxes‹
Georg Friedrich Händel:Concerto grosso G-Dur op. 6/I

Katharine Fuge, Sopran
Orchestra of the Age of Enlightenment
Leitung: Kati Debretzeni

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den „1. Sonntag nach Trinitatis“


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Bachfest Leipzig 2012

Bachfest Leipzig 2012

 Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht aller BWV von Bach-Kantaten steht zum Download bereit:

 Link: BWV als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  10.06.2012 

begehen wir den

 1. Sonntag   nach Trinitatis

Der 1. Sonntag nach Trinitatis hat die Apostel und Propheten zum Thema. Gott sendet und wählt einzelne Personen, die er mit einem Auftrag ausstattet. Diese Personen sollen Gottes Botschaft weitertragen. Oft ist diese nicht einfach, sondern anstössig, so dass die Personen immer wieder auf Widerstand stoßen. Dennoch oder eher gerade deswegen gehören Apostel und Propheten zum Gesamtbild des christlichen Glaubens, denn sie helfen, sich auf Gottes Willen zu besinnen. Allerdings muss man sich hüten vor „falschen Propheten“, die den Glauben an die Existenz solcher Menschen mißbrauchen und schamlos ausnutzen.

Am 1. Sonntag nach Trinitatis hören wir im Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus den Hinweis auf die Propheten, die die Lebenden zu hören nicht bereit waren und auch heute oft nicht bereit sind. Auch wir verschließen oft unsere Ohren vor den wahren Propheten und neigen sie gern falschen Propheten zu. Aber das Wort Gottes läßt nicht zu, dass wir gänzlich abirren, sondern holt uns zurück und stellt uns in seinen Dienst. So sind auch wir Gesandte (= Apostel) des Herrn.

Dieser Sonntag hat die Apostel und Propheten zum Thema. Apostel und Propheten, das sind Menschen, die Gott berufen hat, damit sie seine Werkzeuge werden. Das macht sie aber nicht zu besonderen Menschen. Sie sind vielmehr Vorbilder, die uns den Weg zeigen, den Gott für uns bereitet hat; es ist der gleiche Weg, den diese Apostel und Propheten vor uns gegangen sind. Es ist der Weg Gottes, es ist der Weg des Lebens.

Wochenspruch: 

Christus spricht zu seinen Jüngern: Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich. (Lk 10, 16)

Wochenlied: Nun bitten wir den Heiligen Geist (EG 124)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den 1. Sonntag  nach  ”Trinitatis

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BWV   20 – „O Ewigkeit, du Donnerwort“

BWV  39 – „Brich dem Hungrigen dein Brot“

BWV  75 – „Die Elenden sollen essen“ 

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 39Brich dem Hungrigen dein Brot“
Kantate zum 1. Sonntag nach Trinitatis 
für Soli, Bläser, Streicher und Basso continuo

Joanne Lunn und Gillian Keith, Sopran
Wilke te Brummelstroete, Alt
Dietrich Henschel, Bass

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner


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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 39 

„Brich dem Hungrigen dein Brot“
Deborah York, Sopran / Bogna Bartosz, Alt
Klaus Mertens, Bass /

Amsterdamer Barockorchester
Ltg.: Ton Koopman.

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 39  – „Brich dem Hungrigen dein Brot“
Agnès Mellon (Sopran)
Charles Brett (Countertenor)
Howard Crook (Tenor)
Peter Kooy (Bass)

Collegium Vocale Gent 
Leitung: Philippe Herreweghe

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 39 „Brich dem Hungrigen dein Brot“
Kantate zum 1. Sonntag nach Trinitatis
für Soli, Bläser, Streicher und Basso continuo

Joanne Lunn und Gillian Keith, Sopran
Wilke te Brummelstroete, Alt
Dietrich Henschel, Bass

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner



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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

6:25 Uhr – Einführung zur Kantate

800 Jahre Thomana

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06:30 Uhr Kantate

BWV 75  „Die Elenden sollen essen“

Kathrin Ziegler, Sopran; Susanne Krumbiegel, Alt; Martin Petzold, Tenor; Matthias Weichert, Bass

Gewandhausorchester Leipzig /  Thomanerchor Leipzig,

Leitung: Georg Christoph Biller 

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:36 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:36 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 75 „Die Elenden sollen essen“

Kantate zum 1. Sonntag nach Trinitatis,

Carolyn Sampson, Sopran; Daniel Taylor, Countertenor; Mark Padmore, Tenor;

Peter Kooij, Bass; Chor und Orchester des Collegium Vocale:

Leitung: Philippe Herreweghe

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Videos mit Bach-Kantaten zum 1. Sonntag nach Trinitatis
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BWV 20 – O Ewigkeit, du Donnerwort
BWV 39 – Brich dem Hungrigen dein Brot
BWV 75 – Die Elenden sollen essen
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/ YouTube: BWV 20 –  O Ewigkeit, du Donnerwort”   –  (Interpret: SDG)

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/ YouTube: BWV 39 –  Brich dem Hungrigen dein Brot”   –  (Interpret: Leonhardt)
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/ YouTube: BWV 75 –  Die Elenden sollen essen”   –  (Interpret: Harnoncourt )
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Das Bachfest 2012 in Leipzig wurde am Donnerstag, 7. Juni 2012 eröffnet.
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Ein YouTube-Video mit Filmbeiträgen von der Eröffnung ist unterhalb eingefügt..!!
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CDs – Bach-Kantaten:  für den 1. Sonntag nach Trinitatis“ und Johannistag – (Festtag Johannes des Täufers)    

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Cover:  SDG 101 –  Vol. 1

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 101, – Vol. 1

Aufführungsorte:

Kantaten für den Johannistag“ und  1. Sonntag nach Trinitatis 

Holy Trinity, Blythburh, am 13. Juni 2000

St. Giles Cripplegate, London am 23 – 26.. Juni 2000

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CD- eins – Inhalte:

BWV 7 – Christ unser Herr zum Jordan kam   /  für den  „Johannistag“  – (Festtag Johannes des Täufers)

Gardiner Pilgrimage CD 101 Vol. 1 

BWV 30 – Freue dich, erlöste Schar  /  für den „Johannistag“ – (Festtag Johannes des Täufers)

Gardiner Pilgrimage CD 101 Vol. 1

BWV 167 – Ihr Menschen, rühmet Gottes Liebe  /  für den „Johannistag“ – (Festtag Johannes des Täufers)

Gardiner Pilgrimage CD 101 Vol. 1  

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CD- zwei – Inhalte:

BWV 20 – O Ewigkeit, du Donnerwort   /  für den 1. Sonntag nach Trinitatis

Gardiner Pilgrimage CD 101 Vol. 1 

BWV 39 – Brich den Hungrigen dein Brot  /  für den 1. Sonntag nach Trinitatis

Gardiner Pilgrimage CD 101 Vol. 1

BWV 75 – Die Elenden sollen essen  /  für den 1. Sonntag nach Trinitatis

Gardiner Pilgrimage CD 101 Vol. 1 

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Kantaten für den 1. Sonntag nach Trinitatis 

St. Giles Cripplegate, London am 23 – 26.. Juni 2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 20 O Ewigkeit, du Donnerwort“ 

Noch eindrucksvoller ist die ein Jahr später komponierte Kantate BWV 20 „O Ewigkeit, du Donnerwort.“ Konfrontiert mit dem verwirrenden und beunruhigenden Thema der Ewigkeit und vor allem der Ewigkeit der Hölle legt Bach ein Feuer an den Tag wie nie zuvor. Der Text erläutert das Paradoxon, dass wir nur auf unser Heil hinarbeiten können, indem wir uns mit dem Hier und Jetzt befassen. Johann Rists Choral von 1642, der insgesamt sechzehn Strophen enthält, ist hier auf zwölf verkürzt, von denen drei wörtlich beibehalten, die übrigen paraphrasiert werden. Das Werk eröffnet Bachs zweiten Jahrgang mit Kantaten, in deren Mittelpunkt ein Kirchenlied steht; das bedeutet eine radikale Veränderung, nicht nur des musikalischen Stils, sondern auch des theologischen Gewichts, das sich nun von der göttlichen Vergebung und Liebe, die in der Epistel angesprochen wird, auf die andere Seite verlagert und die Strenge des göttlichen Gerichts hervorhebt. Furcht – und nicht mehr Trost – ist jetzt das Thema, die Aussicht auf eine Ewigkeit voller Schmerz und Leiden soll den Menschen anspornen, seine Seele zu retten (Nr. 6), da noch in dieser Nacht der Sarg vor die Tür gebracht werden könnte (Nr. 9). Entnimmt Bach sein Stichwort den Apostelbriefen – ‚auf dass wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts’?

BWV 20 beginnt mit einer kunstvoll gearbeiteten Choralfantasie, die in der Form einer französischen Ouvertüre angelegt ist. Drei Oboen wenden sich gegen die Streicher – beide Gruppen arbeiten eine Taktlänge Sechzehntel heraus, die den Schrecken andeuten, der das Herz bis zum Hals schlagen lässt. Der Cantus firmus ‚O Ewigkeit’ mit aufsteigender Melodie, von der martialischen Tromba da tirarsi verdoppelt, trägt die drei tieferen Stimmen zu einem hohen F hinauf, bevor diese im doppelt punktierten Vortrag der Instrumente zersplittern (‚du Donnerwort’). Im Vivace vereinen sich Oboen und Streicher zu einer Doppelfuge, deren zweite chromatisch absteigt, wie es der Text nahe legt: ‚Ich weiß vor großer Traurigkeit / nicht, wo ich mich hinwende’. Die tieferen Stimmen sind jetzt weiter von der Melodie entfernt, die einige mächtige Gegenakzente aufweist und die Bässe in einer heftig ausladenden Bewegung bei dem Wort ‚Traurigkeit’ nach oben hebt. Unvermittelt kommt das Orchester auf einer verminderten Septime zum Stillstand. Aus der dramatischen Stille heraus werden knappe, Entsetzen erregende Fetzen von den Oboen zu den Streichern und zurück geschleudert, bis schließlich der Chor wieder einsetzt: ‚Mein ganz erschrocken Herz erbebt, / dass mir die Zung am Gaumen klebt’. Der in Fetzen zerrissene Vortrag kennt keine Kompromisse und lässt der Hoffnung keinen Raum. Wir scheinen ungefähr achtzig Jahre vorwärts geschleudert zu werden, in die Welt Beethovens.

Der Tenor setzt die qualvolle Stimmung fort (Nr. 2 und 3) – ‚Ja,

wie selbst Jesus spricht, / aus ihr ist kein Erlösung nicht’ – und führt die

Angst, die Pein und das angesichts der Höllenqual bebende Herz mit gewaltiger Kraft vor Augen.

Bach verwendet als thematisches Material ein buntes Arsenal: lange Noten und sich wellenförmig bewegende Achtel, die auf die Ewigkeit hindeuten, Appoggiaturen, die sich kettenartig über gewundene Figurationen erstrecken und die Angst erkennen lassen, wilde Läufe für die ‚Flammen, die auf ewig brennen’, aufgerissene Fetzen, chromatisch und synkopiert, für das bebende Herz. Jähe Pausen am Phrasenende betonen den Eindruck von Zerrissenheit und Schrecken. Doch diese ausschweifende dramatische Metaphorik ist völlig nahtlos in das Gesamtkonzept integriert.

Der Bass-Solist steigt für Rezitativ und Arie (Nr. 4 und 5) wieder hinauf in seine Kanzel – in unserer Aufführung im wahrsten Sinne des Wortes, da Dietrich Henschel von seinem Platz in der letzten Reihe des Chores mit entschlossenen Schritten auf sein Ziel zusteuerte –, um ein weiteres Mal über das Grauen nachzusinnen, das ‚tausend Millionen Jahr / mit allen Teufeln’ bereithalten. Plötzlich sind wir in der Welt der Opera buffa – besser gesagt, in einer Welt der Enten, davon drei (Oboen) und ein Fagott, die in liebenswürdigem Einvernehmen schnatternd seiner Feststellung ‚Gott ist gerecht’ zustimmen. Die Stimmung scheint entsetzlich aus den Fugen geraten. Haben uns Feuer und Schwefel bislang an der Nase herumgeführt? Oder war das eine List, in der Absicht ersonnen, die Düsternis zu vertreiben – wie bei der Entlüftung eines Heizkörpers, der unter zu hohem Druck steht – und der inzwischen übel zugerichteten Christenseele einen Schimmer Hoffnung zu geben? Dietrich Henschel meinte, Bach wolle hier betonen, dass es wirklich ‚kein Problem’ gebe: Der Gläubige brauche bloß Gott zu vertrauen. Wir könnten fast sehen, wie er sich in seinem Sessel zurücklehnt, seine Lieblingspfeife schmaucht und zufrieden Rauchringe vor sich hin bläst. Indessen lässt sich nur kurze Zeit erleichtert aufatmen. Die sonderbare Fortsetzung, eine Aria (Nr. 6) im Dreiertakt für Alt und Streicher, ‚O Mensch, errette deine Seele’, wird mit einer verstiegenen rhythmischen Verlagerung präsentiert, die zweifellos ‚Satans Sklaverei’ symbolisiert – regelmäßige 3/4-Takte wechseln mit einzelnen oder doppelten Hemiolen. Auf eine noch befremdlichere Weise lässt Bach die zweite Phrase des Sängers nur vom Orchester wiederholen – ein ‚Nachspiel’ mit schweigendem Sänger, dreiundzwanzig Takte lang von insgesamt vierundsechzig. Eine pessimistische, wenn nicht gar alle Hoffnung verneinende Strophe des Chors (Nr. 7) beschließt den ersten Teil: ‚Solang ein Gott im Himmel lebt…, wird solche Marter währen’.

Welchen Text hat der Pfarrer für seine Predigt verwendet? Vielleicht den Aufruf an die verlorenen Schafe, aus dem Sündenschlaf zu erwachen, der das Thema der wundervollen Bassarie in C-dur für Trompete und Streicher (Nr. 8) ist und den zweiten Teil einleitet, Bachs Antwort auf Händels Ruf ‚The trumpet shall sound’ aus dem Messias. Die Arie ist für Sänger und Trompeter gleichermaßen strapaziös, verlangt technische Sicherheit und einen dramatischen Vortrag.

Der Altsolist versteigt sich nun in eine bedrohliche Tirade gegen die Welt der Sinneslust, die zu einem Duett zwischen Alt und Tenor nur mit Continuo (Nr. 10) überleitet, das aus Abfolgen von sechs Akkorden über einer zerfahrenen Linie aus Achtelnoten besteht und in seiner spannungsvollen Dichte bereits auf Verdi hindeutet. Die parallelen Terzen und Sexten in den Gesangsstimmen weichen zunächst imitierenden und antwortenden Phrasen, dann einer üppigen und gequälten Chromatik, wenn sie den blubbernden Strom und das ‚Tröpflein Wasser’ schildern, das dem dürstenden Reichen verwehrt wird. Die Stimmen vereinen sich zu einem letzten Ruf nach dem verbotenen Wasser, der Continuo spielt verstohlen ein letztes Stückchen des Ritornells, dann… Düsternis… Überblende. Unvergleichlich! Erst der abschließende Choral (Nr. 11), der diesmal mit der inständigen Bitte an Gott endet, von den Qualen des Lebens, den Versuchungen und dem schaurigen Gespenst der Ewigkeit befreit zu werden, bringt in diese technicolorgetönte Kantate einen Schimmer Hoffnung.   

 © John Eliot Gardiner 2004

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum„Festtag Johannes des Täufers“ und 1. Sonntag nach Trinitatis

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                   Gardiner Reisetagebuch SDG 101 zum Download als PDF 

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  Künstler-Beitrag:  Dietrich Hentschel – Bass zum Download  als PDF 

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……………..(AUDIO)  ..Link:  >>   mdr Masaaki Suzuki im Gespräch  <<
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………(Oben MDR-AUDIO „Gespräch mit Masaaki Suzuki“ vom 06.06.2012, 08:40 Uhr | 04:20 min)
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Masaaki Suzuki - Dirigent

Masaaki Suzuki – Dirigent

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 Masaaki Suzuki erhält Bach-Medaille der Stadt Leipzig 2012

Die Bach-Medaille 2012 der Stadt Leipzig wird am Freitag (8. Juni 2012) an den japanischen Dirigenten und Organisten Masaaki Suzuki verliehen. Suzuki habe sich in seiner Heimat Japan als Organist, Cembalist und Dirigent insbesondere um die Verbreitung des Werkes von Johann Sebastian Bach verdient gemacht, begründete die Jury ihre Entscheidung, wie das Bach-Archiv Leipzig mitteilte. Er habe “ein Bewusstsein für eine wissenschaftlich und historisch orientierte Aufführungspraxis im seit jeher in Japan sehr geschätzten Repertoire Bachs geschaffen”.

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Ich wünsche allen einen schönen „Trinitatis-Sonntag !“
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Herzliche Grüße
Volker
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Das „Bach-Fest 2013“ der Neuen Bachgesllschaft e.V. findet vom 03. Mai 2013 bis 12. Mai 2013 in Detmold statt


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Bachfest 2013 Detmold

Bachfest 2013 Detmold

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Liebe Bachfreunde/innen!

Pure Freude kommt auf für den Bachfreund/in in OWL (Ostwestfalen-Lippe) mit dieser Ankündigung, dass im Kalenderjahr 2013 in Detmold das nächste Bachfest 2013 von der Neue Bachgesellschaft, Leipzig, vor der Haustüre stattfinden wird.

Das 88. Bachfest im Kalenderjahr 2013 der Neuen Bachgesellschaft e.V., veranstaltet von der Hochschule für Musik Detmold in Kooperation mit der Stadt Detmold findet vom:

03. bis 12. Mai 2013 

in Detmold (OWL) statt.

Motto: Bach – Lehrer und Gelehrter

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46 Veranstaltungen an 19 Spielstätten: Das ist das Bachfest 2013 in Detmold. werden der renommierte Pianist Martin Stadtfeldt, aber auch so hochkarätige Ensembles wie das WDR-Rundfunksinfonieorchester und das Freiburger Barockorchester zu Gast sein. „Aber auch Professoren unserer Hochschule und Studierende werden Konzerte geben“, kündigt Vogel an. Das Ballett des Landestheaters wird zusammen mit dem Auryn Quartett der Hochschule eine Choreographie zu Bachs „Kunst der Fuge“ auf die Bühne bringen.

Mit Konzerten in Lemgo, Abtei Marienmünster, Kloster Corvey, Borgentreich, Bielefeld und Paderborn wollen wir aber auch in die Region hineingehen. Zum Abschluss gibt es einen großen Tag der Kirchenmusik, an dem Chöre und Kantoreien aus der Region mitwirken sollen.

Ein internationaler Orgelwettbewerb, der sonst in Münster stattfindet, wird 2013 unter dem Dach des Bachfestes über die Bühne gehen. Außerdem werden Experten aus der ganzen Welt in einem dreitägigen musikwissenschaftlichen Symposium neueste Forschungsaspekte zum Thema „Johann Christoph Friedrich Bach“ diskutieren. Dieser Bachsohn wirkte als so genannter „Bückeburger Bach“ lange Jahre am Bückeburger Hof.

(c/o Musikhochschule Detmold, /  Prof. Vogel, /  Prof. Weinberger)

Wir freuen uns auf Sie!

Genaueres Programm ab September 2012

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Ein YouTube-Video vom 2.jüngsten Sohn J.S. Bach’s dem „Bückeburger Bach“

Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795)

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Herzliche Bach-Grüße

Volker

Der erfolgreiche Kinofilm „DIE THOMANER“ als DVD veröffentlicht


DVD Film "Die Thomaner "

DVD Film „Die Thomaner „

Liebe Thomaner-Freunde/innen!

Es ist soweit, der großartige Kinoerfolg von März 2012

„DIE THOMANER“

Herz und Mund und Tat und Leben – 

ist bereits als DVD im Handel erhältlich. Kurz nach Bekanntgabe der DVD gehen spontane Bestellungen ein und beweist, dass dieser Film die Bach-Familie und Thomaner-Enthusiasten erreicht hat.

Wir konnten uns den Film in Bielefeld mit einigen Blog-Mitgliedern im März 2012 ansehen und waren von dem Inhalt und der Musik begeistert. Die Zeit verging viel zu schnell und hätten gerne weiter zugesehen und zugehört. Die Kritik fiel sehr positiv aus und können das nur vollauf bestätigen und freuen uns nun über die Veröffentlichung als DVD.

Im Kalenderjahr 2012 feiert der berühmte Thomanerchor Leipzig sein 800-jähriges Bestehen. In altbewährter Tradition haben auch heute noch Jahr und Tag der Internatsschüler strikte Abläufe.

Der Film profitiert von der Erfahrung der beiden Regisseure Günter Atteln und Paul Smaczny mit Musik-Dokus. Sie zeichnen ein umfassendes, einfühlsames Bild des Lebens der begabten Jungen,  in dessen Mittelpunkt ganz klar die Musik steht.

Film "DIE THOMANER"

Film „DIE THOMANER“

Neben dem Gymnasium stehen für die neun bis 19 Jahre alten Knaben Chorproben, Klavierunterricht, Stimmbildung und vieles mehr auf dem Stundenplan. Von den Aufnahmeprüfungen der neuen Sänger bis hin zur Verabschiedung der Abiturienten zeigt diese Dokumentation ein ganzes Jahr im Leben der Thomaner.  Beeindruckend verdeutlichen die Livemitschnitte der Konzerte das hohe musikalische Niveau des Leipziger Traditionschores. Meist begleitet vom Gewandhausorchester Leipzig brillieren die Sänger nicht nur auf ihrer Südamerika-Tournee, die das Filmteam begleitete.

„Ein Film, der durch erstklassige Musik und stimmliche Erlebnisse beeindruckt und die wunderbare Möglichkeit bietet den weltweit erfolgreichen Chor ganz aus der Nähe zu erleben und hinter die Kulissen zu blicken.

Im Rahmen des Bachfestes Leipzig wird der Film am 17. Juni 2012, um 11.30 Uhr in den Passage Kinos Leipzig gezeigt.

DIE THOMANER“ ist ein unterhaltsamer Film, der durch erstklassige Musik und uns durch die stimmliche Präsenz beeindruckt hat. Wunderbar gelungen, den Chor in seiner täglich Arbeit im Alumnat und Konzerten erleben zu können. Günter Atteln und Paul Smaczny ist ein überwältigend schöner Film gelungen der Klassikfreunde und Nichtkenner der Klassik als ein Familienfilm sehr zu empfehlen ist.

Dieser Artikel wird am 13. September 2012 erscheinen.

Preis: EUR 23,99 Kostenlose Lieferung.

Bestellen Sie jetzt
Verkauf und Versand kostenlos durch den nachstehenden Link: >> h i e r  << 

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Film-Trailer YouTube „DIE THOMANER“

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Herzliche Grüße
Volker

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag „Trinitatis“


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 Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht aller BWV von Bach-Kantaten steht zum Download bereit:

 Link: BWV als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  03.06.2012 

begehen wir den

Sonntag   ”Trinitatis

Das Wort Trinitatis ist zusammengesetzt aus den lateinischen Worten „Tri“ und „unitatis“, was so viel bedeutet wie „Drei in Einheit“. Es wird damit das theologische Dogma der Dreieinigkeit (die Personen von Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist in einem Wesen) zum Ausdruck gebracht. Im Deutschen spricht man dann von der Trinität, die oftmals in Form eines Dreiecks, in dem ein Auge abgebildet ist, zur Darstellung kommt.

Das Trinitatisfest gibt es erst seit etwa 1000 Jahren, wobei es noch über eine längere Zeit Differenzen darüber gab, ob es überhaupt gefeiert werden solle.

Für die protestantische Kirche jedenfalls hat das Trinitatisfest eine größere Bedeutung gewonnen als für die römische Kirche. Es ist das Fest des Glaubensbekenntnisses, und so wurde an diesem Tag das Bekenntnis besonders geehrt durch Gesang und die Verlesung der zwei anderen Bekenntnisse, die nur noch in wenigen Gemeinden gesprochen werden, aber auch zu den Bekenntnisschriften der Lutherischen Kirche gehören: das sog. Nicänum und das Athanasianum.

Nach dem Trinitatisfest beginnt eine Zeit, die oft als die „festlose Zeit“ bezeichnet wird. Das aber trifft nicht zu, denken wir an die verschiedenen Feste wie Johannis, Michaelis, oder das Reformationsfest, ganz abgesehen von den zahlreichen Apostel- und Evangelistentagen in dieser Zeit.

Mit dem Trinitatisfest erreicht das Kirchenjahr gewissermaßen einen ersten Abschluß. Während in der 1. Hälfte des Kirchenjahres über die bestimmten Offenbarungen Gottes in der Geschichte nachgedacht wurde, ist Trinitatis das Fest, an dem es um das Geheimnis der göttlichen Dreieinigkeit selbst geht. In der dem Fest folgenden Zeit denken wir darüber nach, wie die christliche Gemeinde den Glauben an diesen dreieinigen Gott in ihrem Leben umsetzt.

 Am Trinitatisfest denken wir darüber nach, wie sich Gott uns in verschiedenen Gestalten, als Schöpfer im Vater, als Versöhner im Sohn und als Mittler im Geist, offenbart. Dieser Dreifaltigkeit des einen Gottes gehen wir auch im Glaubensbekenntnis nach, ohne recht das unergründliche Geheimnis verstehen zu können. Um so mehr danken wir Gott, dass er uns an diesem Offenbarungsgeschehen auf vielfache Weise teilhaben läßt.
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Wochenspruch: 

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. (Jes 6, 3)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag   ”Trinitatis

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BWV 129 – „Gelobet sei der Herr, mein Got“

BWV 165 – „O heilges Geist- und Wasserbad“

BWV 176 – „Es ist ein trotzig und verzagt Ding“ 

BWV 194 – „Höchsterwünschtes Freudenfest“

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 129 „Gelobet sei der Herr, mein Gott“
Kantate zum Sonntag Trinitatis 
für Soli, Chor, Bläser, Pauken, Streicher und Basso continuo
Yukari Nonoshita, Sopran
Robin Blaze, Countertenor
Peter Kooij, Bass

Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 176 „Es ist ein trotzig und verzagt Ding“

Yukari Nonoshita, Sopran / Robin Blaze, Altus
Peter Kooy, Bass / Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 129  – „Gelobet sei der Herr, mein Gott“

Ulrike Hofbauer (Sopran)
Claude Eichenberger (Alt)
Klaus Häger (Bass)

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen
Leitung: Rudolf Lutz

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 129 „Gelobet dei der Herr, mein Gott“

Kantate  am Trinitatisfest

Yukari Nonoshita, Sopran
Robin Blaze, Countertenor
Peter Kooij, Bass

Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki


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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach:

6:25 Uhr – Einführung zur Kantate

800 Jahre Thomana

06:30 Uhr Kantate

BWV 129 „Gelobet sei der Herr, mein Gott“

Paul Bernewitz, Sopran (Thomaner) und Stefan Kahle, Alt (Thomaner),

Gotthold Schwarz, Bass

kammerorchesterbasel  Thomanerchor Leipzig,

Leitung: Georg Christoph Biller 

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 129 „Gelobet sei der Herr, mein Gott“

Kantate zum Trinitatisfest

Edith Mathis, Sopran; Anna Reynold, Alt;

Dietrich Fischer-Dieskau, Bassbariton;

Münchener Bach-Chor und – Orchester:

Leitung: Karl Richter

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Videos mit Bach-Kantaten zum Sonntag – „Trinitatis“
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BWV 129 – Gelobet sei der Herr, mein Gott
BWV 165 – O heilges Geist- und Wasserbad
BWV 176 – Es ist ein trotzig und verzagt Ding
BWV 194 – Höchsterwünschtes Freudenfest
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/ YouTube: BWV 129 –  “Gelobet sei der Herr, mein Gott”   –  (Interpret: Leonhardt)

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/ YouTube: BWV 165 –  “O heilges Geist- und Wasserbad”   –  (Interpret:Leonhardt )
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/ YouTube: BWV 176 –  „Es ist ein trotzig und verzagt Ding”   –  (Interpret: N.N.)
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/ YouTube: BWV 194 –  „Höchsterwünschtes Freudenfest”   –  (Interpret: SDG )
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CDs – Bach-Kantaten:  für den 3. Pfingsttag und Trinitatis“

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Cover:  SDG 138 Vol. 27

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 138, Vol. 27

Aufführungsorte:

Kantaten für den 3. Pfingsttag 

Holy Trinity, Blythburh, am 13. Juni 2000

Kantaten für Trinitatis

St. Magnus Cathedral, Kirkwall am 18. Juni 2000

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CD- eins – Inhalte:

BWV 175 – Er rufet seinen Schafen mit Namen  /  für den 3. Pfingsttag

Gardiner Pilgrimage CD 138 Vol.  27 

BWV 184 – Erwünschtes Freudenlicht  /  für den 3. Pfingsttag

Gardiner Pilgrimage CD 138 Vol. 27  

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CD- zwei – Inhalte:

BWV 194 – Höchsterwünschtes Freudenfest  /  für Trinitatis

Gardiner Pilgrimage CD 138 Vol.  27 

BWV 176 – Es ist ein trotzig und verzagt Ding  /  für Trinitatis

Gardiner Pilgrimage CD 138 Vol. 27 

BWV 165 – O heil’ges Geist- und Wasserbad  /  für Trinitatis

Gardiner Pilgrimage CD 138 Vol. 27 

BWV 129 – Gelobet sei der Herr, mein Gott  /  für Trinitatis

Gardiner Pilgrimage CD 138 Vol. 27  

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Kantaten für den Sonntag Trinitatis 

St Magnus Cathedral, Kirkwall , am 18. Juni 2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 176 Es ist ein trotzig und verzagt Ding“ 

Bachs zweiter Leipziger Kantatenjahrgang erreicht seinen Höhepunkt mit der letzten Kantate des aus insgesamt neun Werken bestehenden Miniaturzyklus auf Texte von Christiane Mariane von Ziegler: BWV 176 „Es ist ein trotzig und verzagt Ding.“ Und das gilt nicht nur für ‚aller Menschen Herze’, sondern auch für diese Vertonung. Ziegler interpretierte den Besuch, den Nikodemus Jesus heimlich nur bei Nacht abzustatten wagte, als eine typisch menschliche Neigung (daher auch das Zitat aus Jeremia) und gab somit Bach Gelegenheit, zwischen störrischer Aggression und feiger Schwäche einen dramatische Gegensatz zu schaffen. Bach eröffnet das Werk mit einer aufsässigen, entrüsteten Darbietung dieses Spruchs, einer kernigen vierstimmigen Choralfuge, die gegen eine, an das fünfte Brandenburgische Konzert erinnernde Streicherfanfare gesetzt ist. Das gilt allerdings nur für die erste Hälfte, wo die Verzierung der Melodie bis zu der verminderten None auf ‚trotzig’ emporeilt, wo dann, auf der Höhe, eine schmelzende und seufzende Figur über einem beharrlichen Streicherfundament die ‚trotzige’ Seite der Dinge betont.

Diese auf- und absteigende Silhouette bleibt während der ganzen Fuge, zweieinhalb Expositionen ohne Ritornelle lang bestehen, wobei die Stimmen von den drei Oboen verdoppelt werden, während die Streicher zwischendem kraftvollen Motiv aus dem fünften Brandenburgischen Konzert und einem klagenden Kontrapunkt pendeln. Ich frage mich, ob dieser faszinierende Kommentar zur Situation des Menschen nicht Bachs eigene Meinung widerspiegelt, vor allem im Hinblick auf die widerborstige Haltung des Konsistoriums in Leipzig? Wie auch während seiner übrigen Zusammenarbeit mit Frau von Ziegler (die leider oft nicht verfügbar war, wenn er einen bestimmten Text vertonte) muss der Dialog zwischen Bach und seiner Textdichterin recht produktiv gewesen sein. Die Fassungen, die sie später veröffentlichte, weichen in einigen Details, manchmal beträchtlich von den Texten ab, die Bach vertont hatte.

Diese doppelte Facette im Verhalten des Menschen wird auch im weiteren Verlauf der Kantate erkundet: Die im Alt-Rezitativ (Nr. 2) geschilderte Begegnung zwischen Nikodemus (Nacht) und Jesus (Tag) ist auch in der als Gavotte gearbeiteten Sopran-Arie in B (Nr. 3) gegenwärtig, wo der befangene, unschlüssige und doch glückliche Gläubige dem rebellischen Geist gegenübergestellt wird, den der Anfangschor schildert. Nikodemus nimmt im Bass-Rezitativ (Nr. 4) Gestalt an, und Bach kommentiert Zieglers Text mit den Worten ‚weil alle, die nur an dich glauben, nicht verloren werden’ in einem ausgedehnten Arioso, das ihre Bedeutung unterstreicht. Eine Dreiheit von Oboen begleitet in symbolischem Unisono die Altstimme in der abschließenden Arie ‚Ermuntert euch, furchtsam und schüchterne Sinne’.

Die auf- und absteigende Bewegung bleibt sogar im Schlusschoral erhalten, wo sich ein melodischer Bogen über die ersten vier von insgesamt fünf Phrasen erstreckt. Wenn der unachtsame Zuhörer zu dem Schluss gelangt sein sollte, die Kantate werde genau hier auf der Subdominante enden, zerstört Bach die Symmetrie und fügt zwei weitere Takte hinzu. Mit dieser Auflösung in sehr viel höherer Lage demonstriert er, wie sehr Gott ‚hoch über alle Götter’ erhaben ist und in seiner Dreieinigkeit – ‚ein Wesen, drei Personen’ – die Frommenbeschützt und errettet. Zum Widerspruch herausfordernde Gedanken die Fülle und ihre musikalische Exegese beschließen somit diesen zweiten Leipziger Kantatenjahrgang. 

Bachs © John Eliot Gardiner 2008

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zu Pfingsten:

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                   Gardiner Reisetagebuch SDG 138 zum Download als PDF  

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  Künstler-Beitrag:  Paul Agnew – Tenor zum Download  als PDF  

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Ich wünsche allen einen schönen „Trinitatis-Sonntag !“
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……………………………(Das Bachfest Leipzig mit Video)
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Herzliche Grüße
Volker
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Sonderkonzert der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen zum Bachfest Leipzig 2012 am 13.6.2012 in der Ev. ref. Kirche


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Bachfest Leipzig 2012

Bachfest Leipzig 2012

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Liebe Leipziger Bachfest-Besucher/innen !

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Die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen (Schweiz) veröffentlicht folgende Zusatzangaben zu ihrem Sonder-Konzert im Rahmen des Bachfestes 2012 in Leipzig.

Am Mittwoch, 13. Juni 2012 findet das Sonder-Konzert um 20:00 Uhr in der Ev. reformierten Kirche in Leipzig statt.

Eine Einführung zum Konzert wird an gleicher Stätte um 19:00 Uhr gegeben. Eine Platz-Reservierung findet zu beiden Veranstaltungen nicht statt so dass ein rechtzeitiges Erscheinen ratsam erscheint..!!

Programm:

Moritz Hauptmann (1792-1868)

 Thomas-Kantor

„Meine Seel‘ ist stille zu Gott“, op. 53 Nr. 1 /

„Herr, höre mein Gebet“, op. 40 Nr. 1

Kyrie, aus: Messe f-Moll, op. 18 /

„Nimm von uns, Herr Gott“, op. 34

Johann Schelle (1648-1701)

Thomas-Kantor

„Christus, der ist mein Leben“ /

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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen Kantate: BWV 7 "Christ unser Herr zum Jordan kam"

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen Kantate: BWV 7 „Christ unser Herr zum Jordan kam“

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Thomas-Kantor

Kantate BWV 7 

Christ unser Herr zum Jordan kam

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Solisten:

Leitung:

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 Vorverkauf:

www.bachfestleipzig.de

oder www.eventim.de

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Die J.S. Bach-Stiftung führte im April 2012 in St. Gallen und im Mai 2012 beim Bach-Fest in Schaffhausen die Matthäus-Passion auf. Die nachfolgende Rezension dazu war überwältigend. Ein Download der Rezension – als PDF – der örtlichen Zeitung aus Schaffhausen kann vorgenommen werden.

   Download PDF-Rezenion – Matthäus-Passion 

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Ein neues Video von der J.S. Bach-Stiftung wurde auf  – YouTube – veröffentlicht:

Auszug vom BWV 184 „Erwünschtes Freudenlicht“

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Die Vorfreude auf Leipzig steigt und wünsche uns allen ein wunderbares Konzert-Erlebnis mit der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen.

Ich schlage vor, dass für alle Blog-Teilnehmer ein Treffen um 18:30 Uhr vor der Ev. reformierten Kirche in Leipzig vereinbart werden sollte.

Die Einführung zum Konzert beginnt um 19:00 Uhr.

Link zur Ev. reform. Kirche Leipzig: https://maps.google.de/maps?hl=de

Bis zum Wiedersehen in Leipzig herzliche Bach-Grüße

Volker