Archiv der Kategorie: Johann Sebastian Bach

Herreweghe mit Bachs Matthäus-Passion in der Philharmonie Essen


Es gibt Werke, die begleiten uns jahrelang und sie werden umso größer, je mehr sich durch eigene Lebenserfahrung und Reflektionen darin lesen läßt. Anfänglich erscheint sie wie ein übermächtiges, komplexes Konstrukt zu dem man aufschaut wie der mittelalterliche Mensch zu einer gotischen Kathedrale, man staunt, aber es läßt sich nicht durchdringen. Mit der Zeit öffnet sich das Werk, es treten erste Strukturen zu Tage. Einige Teile rühren uns zu Tränen, andere sind in ihrer Machart und Aussage schroff, schonungslos, grausam. Geht es hier nur um das Leiden und Sterben Jesu? Nein, es geht um mehr. Es geht auch uns selbst, um unsere eigene Matthäus Passion, um Bachs eigene erlebte Matthäus Passion, Grundzüge der menschlichen Philosophie, die Auffächerung menschlicher Gefühle mit derartiger Differenziertheit und Präzision, wie ich sie vorher noch nie erlebt und gefühlt habe und für sie auch niemals Worte fände, die ihren Sinn treffen könnten; ein Kosmos voller existenzieller Grundmuster.  Angesichts dieser Größe des Werkes fällt es mir nicht einfach, darüber zu schreiben.

Philharmonie Essen: Collegium Vocale Gent – Herreweghe

Vom 25. zum 26.03.2010 schlafe ich vor Aufregung wieder schlecht, Bach und Herreweghe mit der Matthäus Passion ist eine prickelnde, aufregende Mischung in der Passionszeit, die den Adrenalinspiegel steigen läßt und mich in einen Dauerrauschzustand der Vorfreude versetzt. Am 26. stirbt der Freund meiner Begleitung und ich entgehe um wenige Minuten einem Wildunfall. Das Reh liegt mit abgetrennten Hinterläufen auf der Ruhrallee.

Besetzung:

Solisten Chor 1:

Dorothee Mields, Damien Guillon, Colin Balzer, Stephan MacLeod

Solisten Chor 2:

Hana Blazikova, Robin Blaze, Hans Jörg Mammel, Matthew Brook

Die Philharmonie in Essen ist fast ausverkauft, das Publikum ist überregional. Philippe Herreweghes Chöre stellen sich im Halbkreis auf, in der Mitte der Cantus firmus Chor. Die Solisten sind Teil des Chores, Christus (Simon Kirkbride) und der Evangelist Christoph Prégardien nehmen zwischen Chor 1 und dem Orchester Platz. Philippe Herreweghe selbst ist eher unspektakulär, ohne große Gesten, allerdings mit einer ziemlichen Maestro-Mähne.

Philharmonie Essen: Dirigent Philippe Herreweghe

Der erste Chor „Kommt ihr Töchter, helft mir klagen“ legt den Schalter des Alltags um, seine düstere, sog-artige Stimmung mit Bachs Stereo- und 3 D Effekten wirft uns mitten ins Geschehen, Herreweghe dirigiert seinen Top Chor mühelos durch die unwegsamen Todesabgründe, es klingt fast duftig, samtig, alle Stimmen sind gleichberechtigt, jede Stimmgruppe hat je 3 Sänger, das Tempo während der ganzen Passion niemals überstürzt oder gehetzt, es ist alles von reifer, in sich ruhender Abgeklärtheit. Eine intime Atmosphäre, in der ich es geniesse, in der ersten Reihe zu sitzen. Von Weltklasseformat auch das Gros der Solisten, besonders bemerkenswert die beiden Sopranistinnen Hana Blazikova und Dorothée Mields in den ersten kontemplativen Arien „Blute nur“ und „Ich will Dir mein Herze schenken“. Das Tempo ist langsamer als mir gewohnt, jedoch wunderbar innig gestaltet, Hana Blazikova singt trotz der hohen Lage mit warmen Mezzo-Timbre, Ihre Stimme läuft wie dunkelrotes Blut kontrastierend auf Jesus´totenbleicher Haut (ohne zu gerinnen). Dorothée Mields zelebriert mit der eigentlichen Liebesarie Sex nach Noten ohne Körperkontakt (ihr hättet die Mimik der Sopranistin sehen müssen!) und läßt einen Lichtstrahl in die düsteren Geschehnisse. Ist das Stück überhaupt ursprünglich für die MP konzepiert gewesen oder hat Bach hierfür nur „Heil“ gegen ein anderes Wort getauscht??? Sehr charismatische Stimme mit Brillianz, schlank, ohne körperlos zu wirken. Christoph Prégardien ist ein Spitzenevangelist, der auch in Sachen Gestaltung noch viel Neues zu bieten hat. Leider fällt der Christus-Sprecher etwas ab, ob er einfach indisponiert ist oder generell in der Tiefe nicht so richtig klar kommt, kann ich nicht beurteilen, vielleicht liegt es auch an der Platzierung, der Evangelist wird nur vom Continuo begleitet, während Christus gegen die Streicherbegleitung „ansingen“ muss. Bevor ich es später vergesse, möchte ich hervorheben, dass die beiden Solo-Tenöre Colin Balzer und Hans Jörg Mammel mir sehr gut gefallen haben.

Philharmonie Essen: Collegium Vocale Gent - Herreweghe

Im Garten Gethsemane begegnet uns dann der zweifelnde Jesus. Haben wir das nicht auch schon erlebt? Plötzlich ist man ganz alleine und verlassen, am liebsten würden wir jetzt einen Rückzieher machen. Das Ringen mit dem Für und Wider, welchen Weg gehen wir? Aber um irgendetwas zu erreichen, müssen wir unseren eigenen Weg gehen und uns den Schwierigkeiten stellen. Die Arie mit vorgeschaltetem Rezitativ „Gerne will ich mich bequemen“ ist für mich eines der phänomenalsten Stücke der Matthäus Passion. Es klingt noch sehr trotzig und wenig einsichtig, der gottgewollten Bestimmung zu folgen. Es ist der Punkt, der die Wende aus der mentalen Talsohle markiert.

Was Bach lautmalerich im nächsten Duett „So ist mein Jesus nun gefangen“ mit direkt anschliessendem Chor „Sind Blitze, sind Donner in Wolken verschwunden“ uns an Bildern bietet, ist an Dramatik und Energie kaum zu überbieten. Herreweghes Collegium Vocale singt uns Naturgewalten, die sonst nur das Filmzeitraffa eines Wolkenbruchs am Ende der Trockenzeit einer Wüstenregion festhalten kann. Wir bekommen die Blitze direkt ins Publikum geschleudert und hoffentlich wird dieser Typ hinter mir getroffen, der ständig mit seinem Armband nervig herumklimpert und laut Bonbons auspackt! –  Schade, knapp daneben.

Der 2. Teil beginnt gleich mit einem solistischen Stolperstein, der Arie und Chor „Ach! Nun ist mein Jesus hin“. Der Altus Robin Blaze hat dann doch ein paar Probleme die stimmlichen Fallen zu bewältigen, auch ist alles weniger geschmeidig und klingt etwas blechern, Entschädigung ist jedoch im Anmarsch. Nachdem sich Chor und Solisten in der weiterführenden Handlung einen Schlagabtausch mit Turbaechören, Chorälen, handlungschwangeren Rezitativen und Arien um Petrus´Verrat liefern, gipfelt die Szenerie in „Erbarme Dich“. So schön sphärisch und innig habe ich diese Arie selten gehört, hier passt das Androgyne des Altus Damien Guillon perfekt, es darf aber auf keinen Fall das grandiose Violinsolo unerwähnt bleiben, das ist ein absolutes Endprodukt und läßt sich schon nicht mehr verbessern. Annähernd exemplarischen Charakter hat auch die  Arie “ Komm süßes Kreuz“, phantastisch der Gambist, der mit seinem Solopart auch „ein Kreuz hat“, ich höre bis vorne sein angestrengtes Stöhnen.

Philharmonie Essen: Collegium Vocale Gent - Herreweghe

Die Begeisterung der Wissenschaft für die Arie mit Rezitativ „Jesus hat die Hand“ konnte ich nie nachvollziehen, ich bekam nie Zugang,  ist ziemlich abgehoben, hatte der Meister vielleicht beim Komponieren bewußtseinserweiternde Drogen genommen, weil der gesamte Charakter des Stücks irgendwie nicht zu dem eher menschlich-bodenständigen Rest passen will?  Bei dieser Aufführung habe ich das erste Mal gefühlt, ich erahne die Bedeutung, Jesus könnte bereits in einer Zwischenwelt sein! Nach Jesu Tod hustet jemand leidenschaflich in die kontemplative Stille, so dass sogar das Orchester peinlich berührt herüberschaut.

Der Bass Stephan MacLeod, der bereits den Hohepriester und Judas gesungen hat, war mir stimmlich vorher gar nicht so sehr aufgefallen, aber in Arie und Rezitativ „Mache Dich mein Herze rein“ ist er großartig, alles mutiert zu einem am liebsten niemals endenden Wiegenlied. Alle vorherigen Spannungen fallen ab, das Kämpfen um das irdische Leben weicht einer (scheinbar) unumkehrlichen Tatsache, Jesus ist gestorben. Bach ist aktuell, der Tod Jesu kann für viele Tiefpunkte in unserem Leben stehen, aber in einer Welt, wo jemand den Tod überwindet, da ist alles möglich. Danke für diesen phantastischen Abend Herr Herreweghe. In diesem Sinne:

Per Aspera ad Astra

mit österlichen Grüßen, Claudia

P.S. Die vertonte Version wird morgen, am Karfreitag, 02.04.2010 um 21.00 Uhr aus der Philharmonie Köln auf 3SAT ausgestrahlt, Barbara danke für den Hinweis.

Sir Gardiner-News: Einmaliges Sonderkonzert J.E. Gardiner mit Advents-Kantaten in der Philharmonie Berlin


Hallo Gardiner-Freunde,

Sir John Eliot Gardiner ist mit den English Baroque Soloists und Monteverdi Choir zu einem Sonder-Konzert in Deutschland nach Berlin  in die dortige Philharmonie mit Advents-Kantaten von J.S. Bach – eingeladen worden.

Das Konzert in der Berliner-Philharmonie findet am:

Montag, 6. Dezember 2010 um 20:00 Uhr statt.

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Zur Aufführung gelangen folgende Kantaten von J.S. Bach:

BWV 61 Nun komm der Heiden Heiland, BWV 151 Süßer Trost, mein Jesus kömmt, BWV 70 Wachet! Betet!

und Instrumental:

BWV 1060 Konzert für Violine und Oboe.

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Karten und Infos:

Direkt – Online-Bestellung von Karten für Berlin

Link: http://www.berliner-konzerte.de/adventskantaten_sir_john_eliot_gardiner.1454.301888.html

Telefon: 0180 55 44 888

Saalplan Philharmonie:  Saalplan Philharmonie Berlin

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BACH-MAGAZIN Heft 15

In dem BACH-MAGAZIN Heft 15 ist ein großartiger Artikel über Sir John Eliot Gardiner verfasst worden. Es geht um das Projekt: „Soli Deo Gloria“ Feste Alter Musik im Braunschweiger Land.

Wie bekannt, ist der Mitbegründer dieses Festivals in Braunschweig an erster Stelle Sir J.E. Gardiner zu benennen zusammen mit Günter Graf von der Schulenburg. Ihm ist es mit zu verdanken, dass diese Fest-Konzerte im Braunschweiger Land Überregional eine großartige Resonanz in Deutschland und dem Ausland gefunden hat.

Wie bekannt, gastiert er mit seinem Ensemble und dem Monteverdi Choir am 7. Mai 2010 mit der h-moll-Messe von J.S. Bach im Kaiserdom von Königslutter.

Weitere Konzert-Termine von Sir Gardiner in Deutschland 2010 können unter dem nachstehenden Link nachgelesen werden.

Link:h i e r  –  k l i c k e n..!!

In dem Bach Magazin-Artikel kommt des weiteren zur Sprache, dass Sir Gardiner im Kalenderjahr 2011 sein ersehntes „Sabbatical“ nehmen wird.

Ein Vergleich der CD-Veröffentlichungen mit den Brandenburgischen Konzerten von Riccardo Chailly und dem Gewandhaus-Orchester und Sir Gardiner, English Baroque Soloists, Kati Debretzeni, ist in dem Heft 15 hinterlegt. Hierzu der Schlusssatz der Rezension:

Fazit:

Chailly reüssiert erstaunlich gut, großes Lob ist ihm und seinen Musikern für ihren Bach zu spenden.

Gardiner allerdings agiert oft expliziter, plastischer, in musikalisch-rhetorischer Hinsicht souveräner – der Erfahrungsvorsprung seines Teams bleibt unüberhörbar….!!

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Eine Fotogalerie über den Artikel: SDG für Alte Musik im Braunschweiger Land – nachstehend,

zum Lesen und zur Vergrößerung in das jeweilige Bild klicken.

Bild 1

Artikel Bild 1

Bild 2

Artikel Bild 2

Bild 3

Artikel Bild 3

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Grüsse

Volker

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TV TIP : Mein Name ist Bach


Nacht von Sonntag (28.03.) auf Montag (29.03.)    0.05 ARD

Film – Mein Name ist Bach

Im Mai 1747 fährt der alternde und vom erblinden bedrohte J.S. Bach nach Potsdam zur Taufe seines ersten Enkels. Der junge König Friedrich II. von Preußen bestellt ihn gleich am ersten Abend aufs Schloss und fordert ihn auf, eine Fuge über eine von ihm (dem König) vorgegebene Melodie zu improvisieren. Bach lehnt ab, aber die Melodie beschäftigt ihn. Es kommt zu weiteren Begegnungen, die erst von Machtspielen geprägt sind. Dann merkt Bach, dass Friedrich in ihm den idealen Vater zu finden hofft, den er selbst nie hatte. Friedrichs jüngere Schwester Amalie verliebt sich unstandesgemäß in den rebellischen Friedemann Bach. Bachs Söhne haben mit dem Patriarchenvater zu kämpfen. Und am Ende der turbulenten Woche hat Bach dann doch die Fuge komponiert.

Bach – Johannes Passion


Ich bin ein Bach Fanatiker! Diese Woche besuche Ich zwei verschiedene Konzerte von Bach’s Johannes Passion in de Doelen Rotterdam!
Am Dienstag 30 März
Orkest van de Achttiende Eeuw en Cappella Amsterdam
o.l.v. Frans Brüggen

m.m.v. Marcus Schäfer (Evangelist) – tenor
Thomas Oliemans (Christus) – bariton
Carolyn Sampson – sopraan
Michael Chance – altus
Marcel Beekman – tenor
Peter Kooij – bas
programma:
Bach Johannes-Passion BWV 245

Auf dem Foto: Frans Brüggen

Am Karfreitag
Rotterdams Philharmonisch Orkest
o.l.v. Yannick Nézet-Séguin
m.m.v. Miah Persson – sopraan
Christianne Stotijn – mezzosopraan
Paul Agnew – tenor
Markus Werba – bariton
Nederlands Kamerkoor
programma:
Bach Johannes-Passion BWV 245

Besucht ihr noch eine Passion?

Orgelmusik zur Passionszeit in der Nicolaikirche Bielefeld


Hallo Orgelfreunde,

Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

das Ev. Stadtkantorat Bielefeld lud zu einer Orgelmusik in die Ev. Altstädter Nicolaikirche ein. Als Organist wurde der in Bielefeld bekannte Br. Andreas Warler – Organist an der Basilika des Klosters Eteinfeld / Eifel- eingeladen mit Orgelwerken aus der Barock- und Klassikzeit.

Grosse Beckerath-Orgel Nicolaikirche Bielefeld

Programm Altstädter Orgelmusik

Es war ein fantastisch ausgewogenes Orgelprogramm dass der Basilika-Organist aus der Eifel zusammengestellt hatte, alle Nuancen wurden durch die großartige Beckeradt-Orgel zum Tragen gebracht und der Besucher wurde durch eine Stunde Orgelmusik aufs vortrefflichste beglückt. Für die Frühabendzeit war die Besucherschar erfreulich hoch, denn wie oft habe ich schon andere Besucherzahlen erlebt, wo die Reihen nur spärlich besetzt waren.

© Organist Br. Andreas Warler

Für den frühen norddeutschen Barock in Franz Tunders Choralfantasie „In dich hab ich gehoffet“ bedeutete das, ein mannigfaltiges Spiel mit Impulsen, Motivsplittern und Echo- Schattierungen musikalisch zu pointieren und klanglich zu verschmelzen. In Bachs „Zehn Gebote“-Choral BWV 678 aus der „Orgelmesse“ gab er der Fünfstimmigkeit eine aus Kanonstrenge und Klangsinnlichkeit gespeiste katechetische Kraft. Präludium und Fuge c-Moll BWV 546 erklangen in durchdachter großformatiger Disposition.

Johann Christian Heinrich Rincks, Bach-Enkelschüler und Klassiker der Orgelpädagogik, Variationen über ein Thema von Corelli op. 56 (1820) wurden dagegen in brillanter Spielfreude und Registervielfalt ausgekostet. Folgten von César Franck, dem bei uns meistgespielten großen „Orgelfranzose“ aus der Wallonie, zwei Einzel-Piècen: Mit dem ungewöhnlichen Griff zu einer nicht gedruckten Frühfassung der dreiteiligen C-Dur-Fantasie op. 16 zeigte Andreas Warler den Komponisten in kongenialer romantischer Form. +)

Zum Abschluss gab es dass von mir so mit Spannung erwartete Highligth für die Passions-Zeit: J.S. Bach, BWV 244  aus der Matthäus-Passion mit dem Schluss-Choral: „Wir setzen uns mit Tränen nieder“ niedergeschrieben als „Bachs Memento“ (1925) vom Orgelsinfoniker Charles-Marie Widor (1844-1937) – ein bekennender Bachfreund und Bewunderer. Hier war der Eifel-Organist „Andreas Warler“ der perfekte Orgel-Interpret für diese fantastische Orgel-Sinfonie. Gespannte Ruhe war allseits zu verspüren und wurden zu einer wahren Sternstunde des Orgelabends, Bach lebte in mir auf mit seinem fantastischen Schlusschoral. Das war wieder der berührende Moment, wo das Herz lautstark klopfte und man vom Alltag entrückt wurde in eine andere Welt…!!

Nachstehend ein Video-Clip mit dem Schluss-Satz aus dem BWV 244: Matthäus-Passion von J.S. Bach, umgearbeitet für Orgel „Bachs Memento“ (1925) von Charles-Marie Widor  – „Wir setzen uns mit Tränen nieder.“ Ich finde die Aufnahme zwar großartig gespielt und liebe sie über alles, aber die immense Halligkeit und Lautstärke bewirkt nicht die Innigkeit der Wiedergabe wie durch den Eifel-Organisten Andreas Warler an diesem Abend in der Nicolaikirche, der traumhaft die Registrierung und Interpretation vorführte und mich innerlich erschauern liess. Von dieser Wiedergabe war ich total benommen und berührt und das am Vorabend des Geburtstages von J.S. Bach, Herz was willst du mehr…!!

Fehler
Dieses Video existiert nicht

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Hier der Link zur Homepage von Br. Andreas Warler..!!

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Ein Kantaten-Gottesdienst-Hinweis für OWL zu Ostern:

Für Oster-Montag, 5. April 2010 um 10:30 Uhr, ist in der Ev. Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld ein Kantaten-Gottesdienst zu erleben, es wird von J.S. Bach die Kantate, BWV 145 „Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen“ – aufgeführt.

Ausführende: Melanie Kreuter, Sopran; Marc Heines, Tenor; Torben Jürgens, Bass; Camarata St. Mariae;

Leitung: Ruth M. Seiler

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Herzliche Orgel-Grüße
Volker

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+) Textauszug: NW

Meine Eindrücke vom wiedereröffneten Bach-Museum Leipzig


Liebe Bach-Freunde!

Eingestimmt durch einen wunderbaren Gottesdienst, der sich wie immer in der Thomaskirche durch eine reichhaltige lutherische Liturgie auszeichnete, konnte ich nach dem Besuch des Bundespräsidenten das neu-alte Bach-Museum endlich erkunden. Doch zuerst wurde noch eine große Geburtstagstorte hereingetragen und es steigerte sich die Spannung auch noch zusätzlich dadurch, dass der Stellvertretender des Thomaskantors im Innenhof einen mehrzeiligen Geburtstagskanon mit uns einübte.

Eröffnung Bach-Museum durch den Bundespräsidenten Horst Köhler

Natürlich konnten die Kuratoren des Museums nicht drumherum, Bach auch ‚interaktiv‘ und ‚medial‘ zu präsentieren und ‚aufzuarbeiten‘. So konnte man im ersten Raum an einem ‚digitalen Wühltisch‘ Bach-Dokumente für sich zusammenstellen, ordnen und vergrößern.  Weiter oben hingen Orgelpfeiffen von der Decke, die beim Berühren mit dem Ohr Bach-Melodien tief in dich hineinsummten. Nebenan konnte man Bach-Choräle in bestimmten Instrumentierungen zum besseren Verständnis herausstreichen.

Und stundenlang konnte man in der Hörbar Bach-Werke aufsuchen und selbst bestimmen, was aus dem gesammten Bach-Werke-Verzeichnis jetzt für mich erklingen sollte. Wie der Titel eines in unserem Blog schon besprochenen Bach-Taschenbuchs konnte ich sagen: „Bach und ich.“ Er entsteht jetzt durch mich neu!!.

Die alte Thomasschule zu J.S. Bach's Zeiten als Modell

Irritiert kehrte ich zurück in die sog.Schatzkammer: Wichtige Orthographe von Bach-Kantaten und Bestallungsurkunde stellten fest: Bach gehört zu den Grundlagen unserer Kultur. Nach drei Stunden konzentriertem Aufnehmens bin ich dann fast ‚bach-trunken‘ auf den Thomas-Kirchhof getorkelt. Auf dem Weg in mein Schlafquartier fragte ich mich: Was hat Dich denn jetzt wirklich berührt?

Gut-, das man Abstand gewinnen kann. Also zunächst zurück zum Gottesdienst für den Sonntag Judika mit dem Thema ‚Maria Verkündigung‘. Bach geht ja in seiner Kantate zu diesem Sonntag BWV 1 mit keinem Ton oder Wort auf die biolgischen Verwirnisse einer Jungfrauengeburt ein. Er konzentriert sich auf das Wunder, das bei Gott alles möglich ist. So will Bach  den hellen Schein des Morgensterns darzustellen. In diesem Licht verändern sich die an den Menschen gebundenen Normalitäten und erleuchten das Wesentliche: Gott geht aus vom Unscheinbaren, Nicht-Verständlichen. Pfr. Wolff hatte diese Botschaft des Predigttexts und der Kantate prägnat und nicht zu lang ausufernd den Hörern vermittelt.

Weiter zurück dann in den Innenhof des Bose-Hauses. Was standen da für merkwürdige weiße Schiebekarren herum. Kinder probierten sich daran und zeigten es uns Erwachsenen: ‚Presto – Largo – Andante … (vgl.Bild) . Bach-Melodien wurden durch die eigene kindliche Schubkraft schneller oder langsamer zum Erklingen gebracht. Mir dämmerte es: Bach selbst, der 14 Kinder sein eigen nannte, mußte doch in seinem Museum des Jahres 2010 auch mit Kinder anregenden ‚Musikmöbeln‘ vertreten sein‘. Und  so hatten es die Kuratoren auch vorgesehen. Der Lernerfolg stelle sich dann bei mir dann so ein:

Im Bach-Museum melodische Kinder-Schubkarren Presto - Largo - Andante

Erst meine eigene Anstrengung ermöglicht es mir, Bach-Töne aufzunehmen und  in mir selbst zu interpretieren uns für mich wirken zu lassen.

Musikalischer Schubkarren im Bach-Museum

Mit diesem ‚Lernerfolg‘ ging ich dann weiter im Museum herum. Beeindruckt hat mich die Rekonstruktion der abgerissenen Thomasschule und eine alte Fotografie der Komponier-Stube des Thomaskantors.

In welchen kümmerliche Verhältnissen mußte sich Bach immer wieder neu auf die wöchentlich neue Aufgabe konzentrieren:  jede Woche ein Meisterwerk!

Altes Foto: Die Komponierstube von J.S. Bach

Zum Schluss: was fehlte an der Bach-Repräsentation? Wie bereits festgestellt, verließ ich ganz ‚bach-trunken‘ das neue Bach-Domiziel. Doch ich merkte:  wenn  man den Bach-Virus nicht in sich trägt, bleiben alle medialen Kunststücke l’art pour l’art. Darum bleibt es unsere Aufgabe, die auch ohne große musikalische Kenntnisse gut nachvollziehbare bachische Sprache und Vorstellungswelt zu vermitteln, die ja versucht, das Unvorstellbare und Geheimnisvolle, aber uns Verheißene  auszudrücken.

Immer wieder werden sich Kinder und Erwachsene danach sehnen, das unbestimmter Gefühl nach Gott und irdischer Ordnung Gestalt werden zu lassen.  Im Leipziger Bach-Haus finden sich dazu vielfältige Anregungen. Gerne war ich bei der Eröffnung dabei.

Gruß

@Wolfgang

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Allseits Begeisterung – Bach-Museum Leipzig am 20.März 2010 eröffnet


Hallo Bachfreunde,

Bach-Museum Leipzig Wiedereröffnung

überall ist Begeisterung zu verspüren, denn das nach zweijähriger Umbauphase für 7 Mill. € wiedereröffnete Bach-Museum und Bach-Archiv in Leipzig kann mit spektakulären Neuigkeiten aufwarten.

Besucher konnten sich am ersten Öffnungstag kostenlos in der ebenfalls neu konzipierten Ausstellung über Leben und Wirken des berühmtesten Leipziger Thomaskantors informieren.

Neueröffnung Bach-Museum und Bach-Archiv in Leipzig

Am gestrigen Sonntag, 21. März 2010, zum 325. Geburtstag von J.S. Bach, kam Bundespräsident Horst Köhler zum Festakt in das Rathaus von Leipzig und wurde mit einer Motette von dem Thomaner Chor empfangen. Anschließend begaben sie sich zu Ehren des Komponisten ins Bach-Museum (ehemalige Bose-Haus) nahe der benachbarten Thomaskirche. Köhler würdigte die Leipziger Forschungsstätte als „kulturellen Leuchtturm“ in Deutschland. Bei der Arbeit des Archivs gehe es um den „Erhalt des kulturellen Gedächtnisses der Nation“, erklärte Köhler bei einem Besuch.

Zwei Videos nachstehend zur Eröffnung  des Bach-Museums am 20/21. März 2010:

Beim Starten des 1. YouTube-Videos einen kleinen Zeitraum warten, der Anfang ist total schwarz aber nach ein paar Sekunden startet das Video normal weiter, schein wohl eine kleine Macke zu haben..!!

Fehler
Dieses Video existiert nicht

Weitere Link-Angaben zu Video-Beiträgen des MDR

Link: http://www.mdr.de/sachsenspiegel/7185048.html

Link: http://www.mdr.de/sachsen/7184118.html

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Historische Orgel im neuen Bach-Museum Leipzig

Historische Orgel im neuen Bach-Museum Leipzig

Per Knopfdruck - historische Instrumente erklingen im Bach-Museum

Visuelle Bach-Kompositionen im Bach-Museum

Visuelle Bach-Kompositionen im Bach-Museum

Zu den neuen Exponaten zählen unter anderem der Spieltisch der Leipziger Johanniskirchorgel und Relikte aus dem vermuteten Bach-Grab. In der neuen „Schatzkammer“, einem Teil des Anbaus, werden unter anderem drei Autographe Bachs aus dem eigenen Archiv gezeigt. In einem anderen Teil wird es etwa alle sechs Monate eine neue Sonderausstellung geben. Den Beginn macht die Präsentation „Meisterwerke im Wochentakt“ über die „unheimliche Produktivität“ Bachs beim Komponieren von Kantaten in seinem ersten Jahr als Thomaskantor. Ebenfalls erweitert wurde die Fläche für das Bach-Archiv, das historische Dokumente rund um Leben und Schaffen des Komponisten beherbergt. Der Forschungs- und Dokumentationsstätte steht mit insgesamt 3.000 Quadratmetern künftig ein Drittel mehr Raum zur Verfügung.

Ich freue mich riesig darauf während des Bachfestes 2010 diese neue Highlight-Stätte über J.S. Bach besuchen zu können. Einen Vorgeschmack davon hat @Wolfgang während seines Berlin-Leipzig-Besuches wohl erfahren dürfen und wird uns darüber etwas berichten.

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Adresse

Bach-Museum Leipzig
Thomaskirchhof 15/16
04109 Leipzig

Öffnungszeiten ab 20.03.2010

Dienstag bis Sonntag:
10:00–18:00 Uhr

Öffnungszeiten während des Bachfestes 2010

11. bis 20. Juni 2010:
täglich 10:00–20:00 Uhr

Eintrittspreise:

Erwachsene: 6,00 € / ermäßigt: 4,00 €
Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: frei
Gruppen (ab 10 Personen): 5,00 € pro Person
Jahreskarte: 15,00 € (nicht übertragbar)

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Mit herzlichen Bach-Grüssen

Volker




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Aktueller Artikel über Sir J.E. Gardiner


Hallo Gardiner-Getreue,

es gibt wieder einmal etwas Neues über Sir Gardiner in der deutschen Presselandschaft zu entdecken. Herangezogen werden als Hintergrund  und Aufhänger die von ihm eingespielten Bach-Kantaten, die zum Schnäppchen-Preis bei jpc zu beziehen sind.

DGG Bach-Cantatas John Elliot Gardiner

John Eliot Gardiners Beschäftigung mit diesem umfangreichen Werkkorpus führte während der vergangenen Jahrzehnte maßgeblich dazu, dass diese Meisterschaft auch aus der Perspektive der historischen Aufführungspraxis beleuchtet und gewürdigt wurde. …!!

Weiter bei KlassikAkzente

Zum ganzen Artikel bei KlassikAkzente

– h i e r –  klicken…!!

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Wer Premiere, heute SKY besitzt sollte sich folgenden Termin nicht entgehen lassen:

SKY: Donnerstag, 18.03.2010
20:15 Uhr: Classica auf SKY

Themenabend:  Johann Sebastian Bach mit Sir John Elliot Gardiner

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Die Vorstellung der Gardiner-CD’s erfolgte bereits im Forum und kann unter dem nachstehenden Link nochmals aufgerufen werden:

Link: https://meinhardo.wordpress.com/2010/03/03/j-e-gardiner-sdg-cds-der-dgg-bei-jpc-zum-schnappchenpreis/

Gruss Volker

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Gescheiterte Versuche einer Rekonstruktion – J.S. Bach und die Markus Passion? – Konzert in der Herrenhäuser Kirche


Hallo Bachfreunde!

„Rede vom toten Markus-Passions-Gebäude herab‘: Die Bach-Passion, die es nicht gibt.

Viele Bach-Experten, von  Smend über Hellmann bis zu dem in unserer Gemeinde lebenden Prof. J.Koch haben sich die Frage gestellt: wie ist der aufgrund des Markus-Evangeliums gedichtete Passions-Text  des Leipzigers Henrici  musikalisch so zu unterlegen, dass er Bach-Dignität erreicht. Da die ‚Orginalvertonung‘ fehlt, wird alles neu belebt, was vor 1731 in weltlichen Werken entstanden war und im Parodie-Verfahren von Bach herangezogen hätte werden können. Fragen waren auch: was passt vom Versmaß; was war der damaligen Leipziger Gemeinde von Bach-Chören/Arien noch unbekannt.

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Kantorei Herrenhausen J.S. Bach Markus Passion

Kantorei Herrenhausen J.S. Bach Markus Passion

Am Samstag, 13.3.2010  – durfte ich mit Volker zusammen eine  verdienstvolle Aufführung der „Herrenhauser Kantorei“ erleben, in der ein Zeitgenosse Bach’s zur ‚Amtshilfe‘ herangezogen wurde: Reinhard Keiser, Hamburger Opernhaus-Direktor und Bach’s Freund. Gewiss war es für uns ein gelungener Abend. In der beeindruckenden Jugendstil-Kirche trat eine ‚wohlbestallte Kirchenmusik‘ auf.

Camerata Instrumentale Hannover - Chor: Kantorei Herrenhausen

von links: Evangelist Jens Zumbült, Tenor - Dieter Goffing, Bass - Goetz Phillip Körner, Tenor

Gesangs-Solisten von links: Götz Philip Körner, Tenor, - Jens Zumbült, Tenor-Evangelist, - Meinhard Dollansky, Countertenor, - Ester Mertel, Sopran

Im sonst ausgewogenen Vokalquintett blieb nur der (wahrscheinlich) indisponierte Countertenor Meinhard Dollansky unter Niveau, der Chor bestand seine Sache gut. Im Eingangs- und Schlusschor-, entnommen aus der Trauerode BWV 198,   wurde ich sogleich zu einem mir gewohnten Bach-Stil geführt. In den Chorälen war noch viel Bach-Wärme enthalten. In den Rezitativen, Dialogen und Turbae-Chören kam dann ein ABSTURZ.

Warum das Ganze?

Nur weil im Nekrolog und nach Berichten eines Bach-Sohns  von fünf Passionen  berichtet wird, sucht die Fachwelt seit Smend eine anscheinend verlorene ‚Passions-Musik Bach‘s auf Markus‘  zu rekonstruieren. Wir kennen aus dieser Annahme keine Note, besitzen lediglich ein Textbuch einer „Passionsmusik nach dem Evangelisten Marco“. Dies Text-Gedicht stammt von Bachs Librettisten Christian Friedrich Henrici (alias Picander) und findet sich in dessen „Ernst-, Scherzhafften und Satyrischen Gedichten“ von 1732. Als Aufführungsdatum teilt Picander den Karfreitag 1731 mit.  Festzuhalten ist: da kennen wir einen Textdichter, den Bach immer zuerst in seinem Sinne bearbeitet hat-, mehr noch: durch Bach erst wurde der Gelegenheitsdichter Henrici, der im Hauptberuf Postobersekretär war, aufgewertet als Librettist vieler Leipziger Kantaten und Passionen. Bach’s Zusammenarbeit mit Henrici ging aber nur, weil  Bach immer glättend und akzentuierend eingegriffen hat. Schwülstigkeiten oder nicht in Bach’s Theologie passende Ausdrücke wurden gestrichen.

Wenn ich am Libretto Picander’s entlang gehe, fallen mir doch einige ‚Wortungetüme‘ und Defizite auf, die ich aus Bach’s anderen Werken nicht kenne. Sie klingen fremd und entsprechen nach meiner Kenntnis nicht Bach’scher Passionsdeutung.

a)  Der Passions-Bericht: Da der Markus-Text festlag, kann ich im Markus-Bericht selbst keine Textkritik üben. Meine Kritik gilt nur den Rezitativen und freien Dichtungen. Zur Vertonung dieser bezog  man sich wie gesagt in der Herrenhäuser Auführung auf den zeitgenössischen und von Bach geschätzen Opernkomponist Reinhard Keiser. Keiser vertont aber die Rezitative völlig undramatisch und verzichtet auf die für Bach so typische Tonsprache. Bereits Bachs Zeitgenosse, der Musikkritiker Mattheson, stellte diese Tonsprache als Bach’s Spezifikum dar. Er urteilte: „Bachs Musik ist nichts anderes als Tonsprache oder Klangrede.“ Um  so mehr fällt dann auf, dass die Christusworte mit den Streichern grundiert sind.

Jetzt klingt Christus zwar nach Bach, aber es fehlt immer noch z.B. das ‚hoheitsvolle‘, das z.B.den Christus der Johannespassion so unverwechselbar macht.  Auch die sog. Turbae-Chöre lagen ja textlich fest, sind aber als Äußerungen der Volksmenge äußerst knapp und instrumental schwach unterlegt. Es fehlen die ‚Affekte‘, die gerade in den Volkschören unbedingt gebraucht werden. Am ehesten konnte noch der Chor Nr. 30 dies bringen. Dieser etwas ‚gebremste‘ Turbae erinnerte mich an die ‚Glashütter Passion‘ eines Anonymus aus der Nach-Schütz-Zeit.

b)    Vgl. nochmal den Text des Markus-Gedichts: http://www.emmaus.de/ingos_texte/markus_txt.html

c)    Die freien Dichtungen:

Chor 1: ‚Geh Jesu, geh zu Deiner Pein. =  zu platt !

Arie (Alt) Nr.7: Mein Heiland, dich vergess ich nicht! = rührend !

Choral 9:  ‚… bessre bald Dein Leben‘ =  simple Vertröstung !

Choral 11: ‚Es wird noch alles werden gut…‘ = Billig !

Arie (Sopran 13) Formulierung ‚er ist vorhanden‘ =  kein Bach-Begriff !

Choral 18+21+23: Passt genau! Wie auf einer Insel der Seligen, flüchte ich mich auf diese Bach-Choräle.

Choral 27: ‚Menschenkraft‘ = kein Bach-Begriff !

Arie (Sopran) 33: ‚Welt und Himmel nehmt zu Ohren, Jesus schreit überlaut …‘: 1. ‚nehmt zu Ohren‘, habe ich sonst nie in einem Bach-Text gehört, 2. ‚überlaut‘ ist so eine platte Formulierung. Dass Jesu Schreien am Kreuz mit ‚überlaut‘ ausgedrückt wird, finde ich bei Bach sonst nicht.

Schlußchor 37: ‚Grab und Leichenstein‘ sind aus Schlusschor Matthäus-Passion (Text ja auch von Picander) bekannt. Diese beiden Begriffe werden aber nie mit ‚ ich will mich bei Jesu weiden‘ (Vorstellung von Jesu=Hirte – Mensch=Schaf) verknüpft. Von ‚Grabschrift‘ ist bei Bach auch nie die Rede. Man kann an die frühe (1713 ?) Weimarer Kantate BWV 63 ‚Christen ätzet diesen Tag in Metall und Marmorsteine‘ denken, in der als Librettist ein Pfarrer aus Halle vermutet (vgl. Dürr, Kantaten S.108).  Nachdem der ‚reife‘ Bach aber in Leipzig Kirchenmusiker ist und im Anstellungsvertrag die Konkordienformel unterschrieben hatte (= Theolog. Charta, die den luth-reformat.Glauben zusammenfasst), muss Bach lutherisch im Sinne der ‚Freiheit eines Christenmenschen‘ gedacht haben: Jesu Schicksal soll nicht ‚eingemeißelt‘ werden, sondern ist eher dem ‚ängstlichen Gewissen‘ zu empfehlen, das es in Freiheit annimmt oder eben nicht.

Vgl. dazu nochmal in Nr.37 den Schluss des Markus-Gedichts: Bei deinem Grab und Leichenstein will ich mich stets, mein Jesu, weiden, und über dein verdienstlich Leiden von Herzen froh und dankbar sein. Schau, diese Grabschrift sollst du haben: „Mein Leben kömmt aus deinem Tod, hier hab‘ ich meine Sündennot und Jesum selbst in mich begraben.“

Mein Fazit:

Man soll die Markus-Passion des Picander als Sprachgedicht stehen lassen. Die Vertonung-Versuche mit Bach-Parodien sind gescheitert.

Man sollte würdigen, dass Bach auch an den Texten seiner Librettos gearbeitet hat. Erst mit dieser Textarbeit konnte seine authentische Tonsprache entstehen.

Es ist schade, dass einmalige Bach-Arien ( z.B. BWV 54, 1 für Alt) unter Wert ‚recycelt werden‘. Bach’schen Töne sollen einem nichtsagenden Text tragen.

Zugegeben: Da waren in Eingangs- und Schlußchor  Bach-Parodien auch mal annähernd gelungen,  Die Choräle (2 davon aus WO) aus Bach’schen Choralsammlungen hatten mich in der Aufführung oft für vorhergehende ‚Grausamkeiten‘ entschädigt

Letztlich kann ich Bach aber nicht auf die wackelige Grundlage ‚Markus-Passion‘ stellen. Weniger Bach ist oft mehr.

Noch 2 Literaturtipps: Lucia Haselböck, Bach-Textlexikon 2004

Johann Boumann, Musik zur Ehre Gottes, daraus besonder S.44-52,  Die musikalisch-rhetorischen Figuren

Als PDF ist eine Anlistung der Versuche einer Rekonstruktion der Markus Passion von J.S. Bach hinterlegt und einsehbar.

Link: Rekonstruktionen der Markus Passion J.S. Bach

Gruß    @Wolfgang

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Ein Link zu den Fotos der Aufführung J.S. Bach Markus-Passion durch die Kantorei Herrenhausen nachstehend:

Link: http://picasaweb.google.com/meinharderich/JSBachMarkusPassionHerrenhauserKircheAm13032010?authkey=Gv1sRgCKj9h7u4odCPowE&feat=directlink

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Renovierung Bach-Museum Leipzig beendet Neueröffnung am 20. März 2010


Hallo Bach-Freunde!

Neueröffnung Bach-Museum Leipzig - (Grafik Gregor Fuchshuber und Partner)

Am 20. und 21. März 2010, dem Wochenende um Bachs 325. Geburtstag, wird das erweiterte und neu gestaltete Bach-Museum Leipzig eröffnet. Das Festwochenende beginnt mit einem großen Publikumstag am Samstag. Angeboten werden Führungen, Konzerte und ein buntes Programm für die ganze Familie. Im Anschluss an einen Festakt im Alten Rathaus übergibt Bundespräsident Horst Köhler am Sonntag, 21. März 2010 das neue Bach-Museum offiziell an die Besucher. An diesem Tag findet auch die traditionelle Geburtstagsfeier für Bach rund um den Thomaskirchhof statt. Mit dem Geburtstagskonzert in der Thomaskirche klingt das Eröffnungswochenende aus.

Samstag, 20. März 2010

Eröffnung des neuen Bach-Museums // Publikumstag

Programm:

10.00 h // Bach-Museum, Foyer
Begrüßung durch Oberbürgermeister Burkhard Jung

10.00–18.00 h // Bach-Museum, Werkstatt
Bastelangebote für kleine und große Bach-Freunde

11.00 h // Bach-Museum, Sommersaal
»BACH – Szenen eines Lebens.« Ein musikalisches Puppenspiel über das Leben Johann Sebastian Bachs mit dem Arche Nova Theater. Uraufführung.

Meike Kreim (Puppenspielerin) und Frank Schenke (Puppenspieler)
11.00–16.00 h // Bach-Archiv, Bibliothek
Tag der offenen Tür

12.00–12.30 h // Thomaskirchhof
Musik mit dem Bläser-Collegium Leipzig vom Erkerfenster des Bach-Museums

12.00 h / 14.00 h // Bach-Archiv, Bibliothek
Zimelienschau in der Bibliothek mit Kostbarkeiten aus der Sammlung

13.00 h / 14.00 h / 15.00 h / 16.00 h / 17.00 h // Bach-Museum, Sommersaal
Musik mit dem Ensemble Noema

13.30 h /14.30 h / 15.30 h / 16.30 h / 17.30 h // Bach-Museum, Sommersaal
Instrumentenvorstellung mit Cornelia Osterwald

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Sonntag, 21.03.2010 | ab 15:00 Uhr | Bach-Museum geöffnet

Eröffnung des neuen Bach-Museums und 325. Bach-Geburtstag

15.00 h // Thomaskirchhof, Bach-Denkmal (bei Regen: Bach-Museum, Foyer)
»Leipzig gratuliert Bach«
Geburtstagsständchen der Leipziger und Tortenanschnitt.

Anschließend ist das neue Bach-Museum bis 18.00 h für Besucher geöffnet.

15.00–18.00 h // Bach-Museum, Werkstatt
Bastelangebote für kleine und große Bach-Freunde

ACHTUNG: Wegen des Besuchs des Bundespräsidenten öffnet das neue Bach-Museum an diesem Tag erst am Nachmittag.

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Das Thomaskonzert am Sonntag, 21. März 2010 um 17 Uhr in der Thomaskirche ist krönender Abschluss des Festwochenendes, an dem das Neue Bach-Museum eröffnet wird und Leipzig Johann Sebastian Bachs 325. Geburtstag feiert.

Hochkarätig besetzt mit dem Thomanerchor Leipzig, dem Leipziger Barockorchester, Knabensolisten des Thomanerchores, Martin Petzold (Tenor) und Gotthold Schwarz (Bass) unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller erklingen Werke von Bach und Telemann. Die beiden Bach-Kantaten „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ und „Himmelskönig, sei willkommen“ werden umrahmt von Telemanns 71. Psalm „Deus judicium tuum“ und „Jauchzet dem Herrn“ in einer Bachschen Ergänzung. Die besondere Kostbarkeit im Programm ist eine jüngst wiederentdeckte Kantate von Carl Philipp Emanuel Bach: „Ich bin vergnügt mit meinem Stande“, deren originales Aufführungsmaterial von 1725 nun in der Schatzkammer des neuen Bach-Museums ausgestellt ist.

Karten zu 20, 15 und 12 Euro sind im Thomasshop an der Thomaskirche, im Museumsshop des Bach-Museums, an allen – Link: Ticket-Online-Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse erhältlich. Leipzig-Pass-Inhaber erhalten Karten zu 5 Euro an der Abendkasse.

Der Museumsshop des Bach-Museums am Thomaskirchhof 16 hat bereits wieder geöffnet! +)

Informationen: Link: www.bachmuseumleipzig.de

Grüsse

Volker

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+) Text: BachArchiv

Neuveröffentlichungen J.S. Bach Orgelmusik auf meiner Klassikseite auf den Orgelspuren von J.S. Bach


Hallo Orgelfreunde,

Brabant-Orgel in der Johanniskirche Lüneburg hier erhielt J.S.Bach Orgelunterricht von Georg Böhm (1661-1733)

immer wieder faszinieren mich neue Orgelmusik-Veröffentlichungen von J.S. Bach auf  YouTube.

In meinen Orgel-Beiträgen:

Link:    Auf den Orgelspuren von J.S. Bach mit Bild und Textfassung

werde ich eigene Videos mit Orgelmusik von J.S. Bach zu dem oben angeführten Link zu seinen Orgel-Wirkungsstätten in Deutschland entsprechend hinzufügen. Vorab stelle ich ein neues Orgel-Video von mir hier im Blog vor.

Eine Ansammlung mit Fremd-Videos auf  YouTube können auf meiner Playlist-Seite:

Link:  J.S. Bach seine Orgeln in Germany

bei YouTube angesehen werden.

Das neuste Video stelle ich nachstehend einmal vor:

Die Brabant Orgel in St Johannis Lüneburg J.S. Bach BWV 653 „An Wasserflüssen Babylon“

J.S. Bach Orgel BWV 653 „An Wasserflüssen Babylon“

Adam Reinckens Ruf veranlasste den jungen Johann Sebastian Bach während seines Lüneburger Aufenthalts, ihn 1701 in Hamburg zu besuchen, um sich im Orgelspiel bei ihm ausbilden zu lassen. Bach war zutiefst von Johann Adam Reincken’s Improvisationen über den Choral „An Wasserflüssen Babylon“ beeindruckt. Erst 2005 wurde in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek eine eigenhändige Abschrift Bachs aus dieser Zeit von Johann Adam Reincken’s „An Wasserflüssen Babylon“ entdeckt. Wie bekannt, hielt sich J.S. Bach als 15-jähriger in den Jahren 1700 bis 1702 während seines Lüneburg-Aufenthaltes in der Partikularschule des St. Michaelis-Klosters in Lüneburg auf.

In Weimar 2005 in der "Herzogin Anna Amalia Bibliothek" aufgefundene Abschrift: J.S. Bach's Kopie von Adam Reincken's "An Wasserflüssen Babylon"

In Lüneburg wirkte zu Bachs Schulzeit in der Johanniskirche der Organist Georg Böhm (1661-1733). Der aus Thüringen (Hohenkirchen nahe Ohrdruf) stammende Georg Böhm ist ein Schüler des berühmten Hamburger Organisten Johann Adam Reinken (1623-1722) und führte seit 1698 das Organisten-Amt an der St. Johanniskirche in Lüneburg aus. J.S. Bach war sehr beeindruckt von der Größe der Orgel und dem Raumklang, ob er hier ebenfalls die Brabant-Orgel gespielt hat ist mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, da sein Förderer und Freund “Georg Böhm”, von Bach’s Orgel-Spiel sehr angetan war.

Grüße

Volker

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CD-Neuerscheinungen J.S. Bach Johannes- und Matthäus Passion


Hallo Bachfreunde,

es wurden wieder CD-Neueinspielungen von J.S. Bach mit der Johannes Passion und Matthäus Passion in 2010 veröffentlicht. Nachstehend stelle ich sie einzeln vor:

J.S. Bach BWV 244 „Matthäus Passion“ Riccardo Chailly, Gewandhaus-Orchester. Tölzer- und Thomaner Chor. Erscheinungsdatum bei j p c am 5. März 2010 für 24,99 € bis zum 15.4.2010. Danach ist der Bezugspreis: 31,99 Euro.

Cover: Riccardo Chailly Matthäus Passion

Riccardo Chailly hatte es sich im vergangenen Jahr zur Aufgabe gemacht, das Oratorium bestmöglich mit großem Ensemble umzusetzen. Zu seinem Team gehörten nicht nur das Gewandhausorchester, der Thomanerchor und der Tölzer Knabenchor, sondern auch brillante Solisten wie der Bass Hanno Müller-Brachmann mit der Partie des Jesus und sein Kollege Thomas Quasthoff als erster Pontifex. Die Aufführung war ein Erfolg, die Aufnahme nun dokumentiert eine rundum faszinierende Interpretation dieses Säulenwerkes der europäischen Musikgeschichte und setzt die Bach-Reihe Riccardo Chaillys fort, die schließlich im Herbst mit dem „Weihnachtsoratorium“ abgeschlossen wird. +)

Riccardo Chailly interessierte sich, neben dem nahezu vibratofreien Spiel seiner Gewandhausstreicher und den ausgezeichneten Solisten (Christina Landshamer, Marie-Claude Chappuis, Johannes Chum, der vielversprechend klare Tenor Maximilian Schmitt, Thomas Quasthoff und der anfänglich zu opernhafte Hanno Müller-Brachmann) vor allem für die Dramatik der Chöre.

Riccardo Chailly konnte mit beiden Klangkonzepten gut arbeiten, und am Ende vermischten sich die Chöre zu überwältigend intensivem Klanggeschehen, ohne dabei ihrer Individualität beraubt zu sein. Allein dies beweist, wie präzise Chailly, von der Bach’schen Partitur ausgehend, die beiden Originalklangspektren in sich ausformen und zueinander führen konnte. Entsprechend tief beeindruckte das Ergebnis.  1)

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zu beziehen 2 CD‘s bei jpc  mit Hörproben

Link: –  h i e r  –  klicken..!!

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Eine weitere Neuveröffentlichung J.S. Bach BWV 245 „Johannes Passion“ Roy Goodman, King’s College Choir, „College Choir“ Cambridge. Erscheinungsdatum bei Amazon am 26. Februar 2010 für 23,99 € für zwei Audio-CD’s.

Cover: Roy Goodman Johannes Passion

Mitwirkende:

John Mark Ainsley: Evangelist
Stephen Richardson: Christus
Catherine Bott: Soprano
Michael Chance: Alto
Paul Agnew: Tenor
Stephen Varcoe: Bass / Pilatus

King’s College Choir, „College Choir“ Cambridge
The Brandenburg Consort. (leader: Roy Goodman)
Stephen Cleobury, conductor

Recorded at: King’s College Chapel, Cambridge.

Zwei Audio-CD’s bei Amazon sind über meine Partnerseite zu beziehen:

Link: –  h i e r  – klicken..!!

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Uns ist der Leiter dieser Aufnahme „Roy Goodman“ aus dem Bach-Konzert in St. Michaelis Hildesheim noch in allerbester Erinnerung, ein Spezialist für die historische Aufführungspraxis und großer Bach-Kenner legt hier eine Einspielung der Johannes Passion, BWV 245 vor, die er mit seinem gegründeten Orchester (The Brandenburg Consort) – eingespielt hat. Sehr bekannte Gesangs-Solisten aus der Gardiner SDG-Riege (Bach Cantata Pilgrimage 2000-Tour):

Michael Chance: Alto
Paul Agnew: Tenor
Stephen Varcoe: Bass

sind hier zu hören und erzielen unter der Mitwirkung des vorzüglichen King’s College Choir, Cambridge, eine hervorragende Einspielung..!!

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Neuveröffentlichung als Cassette ab März 2010 Passionsmusik mit Karl Richter.

Der unvergessene und legendäre Bach-Interpret: „Karl Richter“ wird mit einer Neuveröffentlichung seiner eingespielten Passionsmusik in Erinnerung zurück gerufen:

Cassette: 10 CD's Karl Richter J.S.Bach Passionsmusik

Diese nostalgischen Passions-Einspielungen ( 10 CDs für 20,99 € ) als Cassette bei Amazon können über meine Partnerseite bestellt werden. Hervorragende Gesangs-Solisten während der Richter-Ära sind zu genießen und sind für Nostalgie-Kenner ein Genuss der Einmaligkeit und das zu einem Spitzenpreis..!!

Link:  – h i e r  – klicken..!!

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Herzliche Grüße aus dem verschneiten OWL

Volker



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+) Text: KlassikAkzente

1) Textauszüge: nmz

J.E. Gardiner – SDG-CDs der DGG bei jpc zum Schnäppchenpreis


Hallo,

dank @Iris kann ich folgendes in den Blog stellen:

Es kommt einer kleinen Sensation gleich, bei jpc wird es ab 12. März 2010 ein Gesamt-Paket von 22 CD’s aus der DGG-Reihe zum Schleuderpreis für 49,99 Euro geben.

Cover: SDG-CD's aus der der DGG-Reihe

Enthalten sind in dem Gesamt-Volumen der DGG: 22 CD’s

John Eliot Gardiner – Bach Cantatas & Sacred Masterpieces

  • 22 CDs i
  • Erscheinungstermin: 12.3.2010 für 49,99 €.

Weihnachtsoratorium BWV 248; Messe h-moll BWV 232;
Matthäus-Passion BWV 244; Johannes-Passion BWV 245;
Magnificat BWV 243; Kantaten BWV 6, 11, 16, 34, 36, 37, 43, 51, 59,
61-64, 66, 72-74, 82, 83, 94, 98, 105, 106, 111, 113, 121, 128, 133, 139,
140, 147, 156, 168, 172, 179, 199, 200

(Sowie Mitschnitte von der „Bach Cantata Pilgrimage 2000“ die von der DGG aufgezeichnet wurden)

  • Künstler: Anne Sofie von Otter, Barbara Bonney, Michael Chance, Anthony Rolfe-Johnson, Ruth Holton, Ann Monoyios, Magdalena Kozena, Mark Padmore, Sara Minardo, Monteverdi Choir, English Baroque Soloists, John Eliot Gardiner
  • Label: DGG , DDD, 1984-2000
  • Bestellnummer: 9613134

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Link:

Die Sonder-CD’s sind  – h i e r  bei  – jpc erhältlich..!!

( mit Hörproben..!!)

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Es handelt sich hierbei nicht um die CD’s der Bach-Kantata-Pilgrimage 2000-Tour, die vom Label SDG-Monteverdi in England durch einen anderen Partner aufgenommen und von SDG vertrieben werden. Es sind Aufnahmen der DGG – (Deutschen Gramophon Gesellschaft) – teilweise aus den 70-er  bis Ende der 90-er Jahre, die mit höchsten Auszeichnungen versehen sind und Referenz-Aufnahmen geworden sind. Wie die h-Moll-Messe, Johannespassion, Matthäuspassion und das Weihnachtsoratorium.

Wie bekannt, wurden einige Aufnahmen – (vier CD’s) – von der DGG während der Bach-Cantata-Pilgrimage-2000 aufgenommen, und sind vom Label SDG-Monteverdi aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht worden. Die DGG zog sich kurzfristig aus dem Bach-Cantata-2000-Projekt zurück und liess J.E. Gardiner seine Tour fast zum Platzen bringen. In Eigenregie und dem Wollen aller Beteiligten wurde glücklicherweise die Bach-Cantata-2000-Tour auf eigenem Risiko fortgesetzt und zu einem fantastischen Ergebnis vollendet.

Zwölf DGG-Einspielungen im Jahr 1999-2000 von ihnen veröffentlicht:

Cover: 12 Veröffentlichungen der DGG in 1999 und 2000

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DGG-Einspielungen während der „Bach Cantata Pilgrimage 2000-Tour“ im Kalenderjahr 2000:

(Diese CDs werden nicht vom Label-SDG verkauft..!!)

Zu beziehen über amazon oder jpc:

Cover: DGG SDG-CD von 2000 mit den BWV_72_73_111_156

DGG-Einspielung am: 22-24.01.2000 Chieses di San Marco, Mailand. BWV 72, 73, 111, 156.

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Cover: DGG SDG-CD von 2000 mit den BWV_82_ 83_ 125_ 200

DGG-Einspielung im: Februar 2000 Christchurch, Priory Church, Dorset. BWV 82, 83, 125, 200.

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Cover: DGG SDG-CD von 2000 mit den BWV_94_105_168

DGG-Konzert-Mittschnitt von 08/2000 S. Nicolò, Meran. BWV 94, 105, 168.

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Cover: DGG-SDG CD von 2000 mit den BWV_199_179_113

DGG-Konzert-Mittschnitt von 09/2000

aus St. David’s Cathedral, Pembrokeshire-Wales / UK. BWV 113, 179, 199.

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Hörproben sind bei amazon und jpc hinterlegt, teilweise können die CD’s im mp3-Format runtergeladen werden. Es sind DGG-CD’s mit hervorragenden Aufnahmen und kann sie nur wärmstens empfehlen.

Gruß Volker

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Meine Vorschläge zum MDR Musiksommer 2010 – Johann Sebastian Bach und seine Städte


Divi Blasi Kirche Mühlhausen

Johann Sebastian Bach : Porträt von Elias Gottlob Haußmann, Leipzig 1748

Hallo,

wie im vergangenem Jahr stelle ich bemerkenswerte Konzerte im Rahmen des “MDR-Musiksommers 2010″ – aus der Reihe “Johann Sebastian Bach und seine Städte – vor, hier einige Auszüge aus den PDF-Angaben vom MDR. Aber zu beachten ist auch das übrige PDF-Programm vom MDR-Musiksommer, u.a. mit Andris Nelsons mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra am 13. August in Weimar,The  King’s Singers, Calmus-Ensemble – ich könnte mit der Zunge schnalzen, was für fantastische Konzert-Programme und das an historischen Stätten – mein Urlaub könnte in Mitteldeutschland stattfinden, die Preise sind so human, da kann ich dem MDR zur Preisgestaltung nur gratulieren, wunderbar..!!

PDF Programm

Link: Zum PDF-Programm MDR-Musiksommer 2010

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Alle Angaben und Rechte bei:

© 2010 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Stand: 28.02.2010
ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN !!

KARTENBESTELLUNGEN- teilweise Online möglich –

siehe in den einzelnen Ankündigungen.

Bei allen Fragen rund um die Kartenbestellung stehen Ihnen die
Mitarbeiter der MDR Ticket-Galerie Leipzig gern zur Verfügung.

MDR Ticket-Galerie
Hainstraße 1 | 04109 Leipzig

Montag-Freitag | 9.00 – 20.00 Uhr –

Telefon: 0341.14 14 14

Samstag | 10.00 – 16.00 Uhr

Telefax: 0341.14 14 121

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MDR: von Eisenach bis Leipzig laden wir Sie ein, den Spuren des großen Thomaskantors nachzufolgen. Dafür haben wir bedeutende Interpreten eingeladen, die Werke von Johann Sebastian Bach auf barockem oder modernem Instrumentarium an den authentischen Spielorten darbringen. Eine Reise über einige Tage, die immer wieder neue Aspekte birgt.


ENSEMBLE 1700
Europäische Kammermusik des 17. und 18. Jahrhunderts präsentiert in einem abwechslungsreichen, lebendigen und reizvollen Blockflötenkonzert von Dorothee Oberlinger und dem Ensemble 1700.

Eisenach, Georgenkirche am 18.07.2010 um 17:00 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online-Buchung..!!

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LEIPZIGER CONCERT & CALMUS ENSEMBLE

:
In diesem Konzert werden Werke von Wolfgang Amadeus Mozart vorgestellt, ergänzt durch Lieder aus Schemellis Gesangbuch von Johann Sebastian Bach.

Bachkirche Arnstadt

Arnstadt, Bachkirche am 20.07.2010 um 19:30 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online-Buchung..!!

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EVGENI KOROLIOV
„Wenn ich nur ein Werk mit auf die einsame Insel mitnehmen darf, so wähle ich Koroliovs Bach, …“ György Ligeti Lauschen Sie einer der herausragendsten Persönlichkeiten der internationalen Klavierszene.

St. Bartholomäikirche Dornheim

Dornheim, St. Bartholomäikirche am 21.07.2010 um 19:30 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Eintrittskarten nur vor Ort zu beziehen:

in Dornheim:

St. Bartholomäi 99310 Dornheim Tel. 03628.48 543

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HIRUNDO MARIS :
Mit ihrem unverkennbar zarten und reinen Klang verzaubert die Harfenistin Arianna Savall die Besucher der Kirche St. Blasi. Nicht verpassen!

Divi Blasi Kirche Mühlhausen

Mühlhausen, Divi Blasi am 22.07.2010 um 19:30 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

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THÜRINGISCHER AKADEMISCHER SINGKREIS
Die Sänger und Sängerinnen des Thüringischen Akademischen Singkreises führen durch Stationen der Entwicklung der musikalischen Techniken und stellen dabei eine herausragende a-cappella-Musik vor.

Erfurt Predigerkirche

Erfurt, Predigerkirche am 23.07.2010 um 19:30 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

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THE KING´S SINGERS :
Ein Höhepunkt für alle Liebhaber erstklassiger A-cappella-Kunst! Die »funkelndsten Zacken in Englands Krone«, die King´s Singers, präsentieren erstklassige Vokalmusik aus vier Jahrhunderten.

Weimar, Herderkirche am 24.07.2010 um 17:00 Uhr

Preise ab 17,60 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

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ENSEMBLE CONCERTO SACRO :
Genießen Sie einen absolut homogenen Zusammenklang und die sehr differenzierte und lebendige Interpretation.

Meiningen Stadtkirche

Meiningen, Stadtkirche am 25.07.2010 um 17:00 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

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ALINA IBRAGIMOVA & CÉDRIC TIBERGHIEN :
Kein Gesang! Ein Duo der Extraklasse erwartet die Konzertbesucher im neuen Johann-Sebastian-Bach-Saal des Köthener Schlosses. Auf Violine und Klavier erklingen Werke von Johann Sebastian Bach, Franz Schubert und Robert Schumann.

Bachsaal Köthen

Köthen, Bachsaal am 27.07.2010 um 19:30 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

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THÜRINGISCHES KAMMERORCHESTER WEIMAR & LEIPZIGER VOLKSENSEMBLE
Junge und bereits mehrfach ausgezeichnete Solisten, sowie Profis aus Weimar und das Leipziger Vocalensemble gedenken mit ihrem musikalischen Wirken neben dem Todestag von Johann Sebastian Bach auch dem 200. Geburtstag Robert Schumanns.

Thomaskirche Leipzig

Leipzig, Thomaskirche am 28.07.2010 um 19:30 Uhr

J.S. Bach

Kantate »Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott« BWV 127

Kantate »O Jesu Christ, meins Lebens Licht« BWV 118

das Requiem Des-Dur op. 148 des intensiv mit Leipzig verbundenen Komponisten Robert Schumann.

Preise ab 17,60 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

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Grüße

Volker



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Meine J.S. Bach-Eindrücke aus der St.Michaelis-Kirche Hildesheim mit der NDR-Philharmonie


Hallo,

ein bedeutendes Bach-Konzert mit Dresdener Barock-Komponisten  (Johann David Heinichen (1683-1750) und Jan Dismas Zelenka (1679-1745) – fand am Samstag, 20. Februar 2010 in  der St. Michaelis Kirche in Hildesheim statt. Die St.Michaelis-Kirchengemeinde in Hildesheim feiert in 2010 das 1000-jährige Bestehen. Aus diesem Anlass werden hochkarätige Konzerte in 2010 angeboten.

Link: http://evlka.de/michaelis2010/content.php?contentTypeID=1134

St.Michaelis-Kirche in Hildesheim

1000 Jahre St.Michaelis-Kirche in Hildesheim

Vor allem für Kunst- und Architektur-Interessierte ist das Jubiläum ein besonderer Termin, denn nördlich der Alpen gibt es keinen romanischen Bau, der es an Bedeutung mit St. Michaelis aufnehmen könnte. Mit ihrem einzigartigen Deckengemälde ist die Kirche offizielles Welterbe der UNESCO.

„Gottes Engel weichen nie“, heißt das Motto des Jubiläums. Engel sind eigentlich kein ureigenes, prominentes Thema der evangelischen Kirche, doch hier spielen sie eine entscheidende Rolle – nicht nur wegen des Namensgebers, des Erzengels Michael. Die Architektur wurzelt tief in der christlich-mittelalterlichen Zahlenmystik, die wiederum die Überzeugung widerspiegelt, dass Gottes Schöpfung von einer alles durchdringenden Harmonie beseelt ist. +)

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Programm:

NDR Philharmonie & NDR Chor

20.02.2010 – 20.00 Uhr St.Michaelis-Kirche, Hildesheim

Dirigent Roy Goodman

Solisten

Johannette Zomer, Sopran

Bogna Bartosz, Alt

James Gilchrist, Tenor

Peter Harvey, Bass

Johann Sebastian Bach

„Nun ist das Heil und die Kraft“ für Doppelchor und Orchester BWV 50

Johann David Heinichen

Concerto F-Dur Seibel 235

Johann Sebastian Bach

„Es erhub sich ein Streit“, Kantate für Soli, Chor und Orchester BWV 19

Jan Dismas Zelenka

Sinfonia a-moll a 8 concertanti ZWV 189

Johann Sebastian Bach

„Herr Gott, dich loben alle wir“, Kantate für Soli, Chor und Orchester BWV 130

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In der sehr gut gefüllten, aber kalten und zugigen St. Michaeliskirche erwarteten die Besucher ein kontrastreiches Barockprogramm, durchgeführt von der NDR Radiophilharmonie und dem NDR-Chor. Eine Übertragung des Konzertes wird es voraussichtlich am 4. April 2010 auf NDR-Kultur geben.

NDR-Radiosymphonieorchester in der St. Michaelis Kirche Hildesheim Mit Werken von J.S. Bach (1685-1750) - Johann David Heinichen (1683-1729) und Jan Dismas Zelenka (1679-1745)

Am Anfang erklang aus den Michaelis-Kantaten das Fragment von J.S. Bach, BWV 50 „Nun ist das Heil und die Kraft“. Schon hier war festzustellen, wie problematisch ein Werk mit großem Chor in der wunderbaren St. Michaeliskirche aufzuführen ist. Die klangwuchtige Kantate verhallte in dem riesigen Kirchenraum und der Hörer musste sich auf diese ungewohnten akustischen Verhältnisse erst einmal einstellen.  Mir viel als Vergleich die grandiose Aufführung von Gardiner beim Bachfest 2007 in der Nikolaikirche in Leipzig ein, das war ein Konzert-Erlebnis puren Vergnügens. Schnell löste ich mich aus diesen Vergangenheits-Erinnerungen und stellte mich auf diese ungewohnte Hör-Situation entsprechend ein. Die Aufführenden gaben ihr Bestes und gaben innerhalb der weiteren Programmabfolge eine wunderbare orchestrale Glanzleistung ab.

Was danach folgte, war ein Höhepunkt des Konzertabends.

Konzertstück von Johann David Heinichen: Concerto F-Dur Seibel 235 Horn: Stefanie Rübel

Johann David Heinichen (1683-1729), das Concerto F-Dur Seibel 235 – wurde in einer barocken Glanzwiedergabe aufgeführt. Hier entpuppte sich die ansonsten problematische Akustik als Helfer für das Orchester und wurde ein fantastischer Kunstgenuss. Heinichen, am Dresdener Hof angestellt, komponierte hier ein Werk mit barocken Klangfinessen. Die Hörner waren wahre Könner und gaben eine Glanzvorstellung ab, besetzt mit der Hornistin: Stefanie Rübel und Fritz Kettschau – wirkten sie virtuos und mit  einer Leichtigkeit musizierten sie in den schwierigsten Passagen, dass der Hörer fasziniert von dieser Werkswiedergabe staunend diesem schönen Werk lauschte.

Eine kleine HeinichenHör-Kostprobe mit den Hörnern gefällig, hier ist sie:

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Abgerundet wurde vor der Pause das Programm mit der Bach-Kantate: BWV 19 „Es erhub sich ein Streit“ von 1726 zum Michaelisfest. Als Gesangs-Solisten wirkten in dieser Kantate mit: Sopran: Johannette Zomer aus den Niederlanden, der allseits bekannte und beliebte Tenor aus der von Sir Gardiner durchgeführten Bach-Cantata-Pilgrimage 2000-Tour: James Gilchrist und ebenfalls aus dieser Cantata-Tour bekannte und beliebte Bariton: Peter Harvey. Diese beiden Gesangs-Solisten waren die Würze in dieser Bach-Kantate, hier fiel die Sopranistin sängerisch etwas ab. In der Arie: „Bleibt ihr Engel, bleibt bei mir“ (auch das Themen-Motto für das 1000-jährige Festjahr in 2010 von St. Michaelis – eben dieser Kantate entlehnt), war ein Ohrwurm, wie inbrünstig und überzeugend diese Gesangsaussage von James Gilchrist vorgetragen wurde, war herzzerrührend, das sind diese schönen Momente in den Bach-Werken, wo der Hörer mitgenommen wird und sich in eine andere  heile Welt verrückt sieht..!! Hier an vorderster Front platziert, waren die Gesangs-Solisten akustisch kein Problem sondern ein exzellenter Kunstgenuss.

Nach einer längeren Pause wurde instrumental von Jan Dismas Zelenka (1679-1745) sein sinfonisches Werk: „Sinfonia a 8 concertanti a-moll, ZWV 189 von 1723, komponiert in Dresden und ebenfalls als Musiker am Dresdener Hof angestellt, zu Gehör gebracht.

Werk von Jan Dismas Zelenka: Sinfonia a-Moll a 8 concertanti ZWV 189 die Glanzvorstellung mit der Querflöte von: Heike Malz

Hier entpuppte sich wiederum, welch fantastische Könner an Instrumental-Solisten das NDR Radiosymphonieorchester in seinen Reihen besitzt. Ich meine als Querflöten-Spezialistin die Heike Malz in dem Programmheft ausgemacht zu haben, ganz sicher bin ich mir da aber nicht…!! Dieses Querflötenspiel auf einem historischen Instrument  war die Kernaussage in diesem barocken Werk und war für mich der absolute Höhepunkt.

Eine kleine ZelenkaHör-Kostprobe mit dem wunderbaren Fagott – Violin-Cello und Querflöte aus Satz IV „Arie“ gefällig, hier ist sie:

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Der große Meister: Englischer Dirigent: Roy Goodman

Zum krönenden Abschluss noch einmal J.S. Bach mit dem BWV 130 „Herr Gott dich loben alle wir“ von 1724. Hier war ich auf die polnische Altistin: Bogna Bartosz gespannt, allseits hoch gelobt als eine hervorragende Gesangs-Solistin. Hier wurde der Hörer nicht enttäuscht, sie entfaltete einen großartigen Gesangs-Part und stellte die enttäuschende Sopranistin klar in den Schatten, Diese Pracht-Kantate lebt von ihren Gesangs-Solisten und wurde wiederum zu einem glanzvollen Höhepunkt. Die Gardiner-Gesangs-Truppe war wieder beseelt dabei und gaben ihr die rechte Würze. Hierbei möchte ich auch einmal Peter Harvey lobend erwähnen, was für eine deutliche deutsche Wortartikulation er besitzt ist schon verblüffend, hier benötigt der Besucher keinen Wort-Text, das vollbringt der Bariton Harvey in perfekter Art und Manier, das zu artikulieren. Ein Traumgesang mit dem „Der alte Drache brennt vor Neid“ – perfekt gelungen, Herz was willst Du mehr. Mit dem Choral: „Darum wir billig loben dich“ endete ein in sich wieder abgerundetes schönes Konzerterlebnis.

Von links: Tenor James Gilchrist; Alt: Bogna Bartosz (Polen); Sopran: Johannette Zomer (Niederlande)

Als ein umsichtiger und liebenswürdiger Leiter des Konzertes ist der englische Dirigent Roy Gootman – (Gründer des englischen „Brandenburg Consort“) zu benennen, vertraut mit der historischen Aufführungspraxis. Ein wunderbar inspiziertes NDR Orchester, besetzt mit Spitzen-Instrumentalisten, hier einmal noch zusätzlich erwähnt die 1. Violonistin: Katrin Rabus, eine wahre Könnerin.

Bildmitte: die hervorragende 1. Violonistin: Kathrin Rabus

Von links: Bass-Bariton: Peter Harvey; Tenor James Gilchrist; Alt: Bogna Bartosz (Polen)

PDF  Zeitungs-Rezension – h i e r – klicken..!!

Schön, dass die Dresdener Barock-Komponisten Heinichen und Zelenka einem in Erinnerung zurückgerufen wurden. Als wahrer Meister der Barock-Komponisten ist wieder einmal der Name: „Johann Sebastian Bach“ zu nennen,  er war der strahlende Über-Engel an diesem Abend.

Gruß

Volker

+) Text: St. Michaelis

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RUHR2010 Teil V: Es wird schon Werden…


Essen-Werden, die „Perle an der Ruhr“

Heute möchte ich Euch mitnehmen in den Stadtteil, in dem mein Mann und ich arbeiten. Rechts der Ruhr sieht man schon die große Abteikirche wenn man vom Bredeneyer Berg ins Tal fährt. Häuser drubbeln sich auf nur jedem erdenklichen Fleckchen. Auf der gegenüberliegenden Ruhrseite findet sich der S-Bahn Anschluss und mitten durch Werden führt die unerträgliche Bundesstrasse 224. Na gut, sie ist halt Memoria dafür, dass wir uns in einer Großstadt befinden.

Eng verknüpft mit der Entstehung der Stadt Werden (seit 1929 zu Essen) ist die Gründung des Benediktinerklosters durch den Hl. Liudger Ende des 8. Jahrhunderts. Die Basilika St. Ludgerus trohnt auch heute noch majestätisch über dem Rest des Ortskerns, sie hat bis in die jüngste Zeit das Leben in der Stadt bestimmt. Im Jahr 1317 erhielt Werden das Stadtrecht. Im Jahr 1498 wurde fast die ganze Stadt durch einen großen Brand zerstört.

Stich von Werden 1581

Die Stadtherren waren die Äbte von Werden, von denen die Wichtigsten in der Krypta der Basilika begraben sind. Das Kloster hatte ursprünglich einige Besitztümer im Essener Umland, im Jahre 1803 jedoch war es mit der Herrschaft der Äbte vorbei, die Abtei wurde, wie viele andere Klöster, dazu gehörte auch das Stift Essen, im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses säkularisiert.

Foto: Basilika Sankt Ludgerus

Die heutige Basilika und ehemalige Abteikirche St. Ludgerus wurde um 799 zusammen mit dem Kloster Werden erbaut. Nach einigen größeren Bränden konnte sie schließlich im Jahre 1275 wieder eingeweiht werden. Sie gilt als eine der schönsten Kirchen des Rheinlandes und als Paradebeispiel des rheinischen Übergangsstils. Sie besitzt einen barocken Hochaltar und Gemälde des Werdener Malers Theodor Mintrop.  Am 6. Juli 1993 wurde die Kirche durch Papst Johannes Paul II.  zur Basilica minor erhoben..

In der Krypta liegen die Gebeine des Hl. Liudger (auch Gründer des Bistums Münster),  des Begründers des Kloster Werden begraben. In der angeschlossenen Schatzkammer befindet sich mit dem Helmstedter Kreuz ein bedeutendes Kunstwerk des Übergangs von der ottonischen zur romanischen Plastik sowie mit dem Liudgerus-Schrein einer der wenigen barocken Reliquienschreine. Nach umfangreicher Restauration bis 2008, erstrahlt das ehrwürdige Gemäuer wieder in neuem Glanze.

Das Bistum Essen hat an verschiedenen Standorten sogenannte „Spirituelle Kulturtankstellen“ eingerichtet, an denen Informationen über kulturelle Veranstaltungen in Essen eingesehen werden können, wo ich auch auf sehr interessante Events gestoßen bin, wie z.B. Orgelmeditationen mit anschliessenden thematischen Führungen.

Link:

http://www.kirchevorort.de/bet3/einrichtg/hort/index.php?id=2

Die St.-Lucius-Kirche gilt als die älteste Pfarrkirche nördlich der Alpen (Baubeginn ab 995). Nach der Säkularisation 1803 wurde die Kirche 150 Jahre als Stall genutzt, anschließend diente sie als Wohnraum für Flüchtlinge. Im Jahr 1965 wurde sie rekonstruiert und wieder geweiht. Sie gehört heute zum Pfarrverbund St. Ludgerus.

Die Evangelische Kirche Essen-Werden wurde am 24. Juni 1900 geweiht. Sie besitzt wertvolle Jugendstil-Malereien, die vor einiger Zeit wieder freigelegt wurden. Gestiftet wurde sie unter anderem von der Familie Krupp sowie von der in Werden ansässigen Familie Huffmann.

Die Folkwang Hochschule für Musik, Theater und Tanz hat ihren Hauptsitz in den früheren Abteigebäuden Werdens. Studierende und Lehrende aus aller Welt machen die Kunsthochschule zu einem inspirierenden Ort, an dem der Folkwang-Gedanke – die Einheit der Künste – seit 1927 lebendig ist.

Folkwangschule mit Dom:

Foto: Folkwangschule mit Dom

Werden besitzt einen kleinen, aber feinen, historischen Stadtkern, der zum Bummeln einlädt, zahlreiche Cafés und gastronomische Lokalitäten sorgen für´s leibliche Wohl. Probleme gibts in Werden immer wieder mit Parkplätzen, daher ist es ratsam auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Foto: Historische Altstadt Essen-Werden

Musikalische Highlights:

10.07.2010 um 17:00 Uhr – Folkwang Hochschule:

Yaara Tal+Andreas Grothuysen/Pina Bausch Theater – J.S. Bach: Goldbergvariationen (Bearbeitung für 2 Klaviere ) Eintritt frei! Reservierung unter info@klavierfestival.de erbeten, da begrenzte Plätze

23.05.2010 um 17:00 Uhr – Basilika St. Ludgerus :

Marienvesper-Claudio Monteverdi im Rahmen von „Musica Enchiriadis“ mit der Himmlichen Cantorey und dem Knabenchor Hannover, Karten sind über die Philharmonie Essen erhältlich

25.04.2010 um 18:00 Uhr – Ev. Kirche Werden:

Bach Kantate BWV 12 Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen „Momente der Ewigkeit“, Eintritt frei

Liebe Grüße, Claudia

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Konzert-Termine: Passionsmusik von J.S. Bach – im Februar – März-April 2010


Hallo Passionsmusik-Freunde,

wie bereits im vergangenen Jahr möchte ich auf Musik-Veranstaltungen aufmerksam machen, die Passions-Musik von J.S. Bach im Februar bis April 2010 – enthalten.

Hannover, Herrenhausen

J.S. Bach Markus-Passion Herrenhäuser Kirche Hannover

Samstag, 13. März, 19 Uhr

Johann Sebastian Bach

Markus-Passion
Esther Mertel, Sopran Meinhard Dollansky, Altus

Goetz Phillip Körner, Tenor      Künstlerwebsite
Jens Zumbült, Tenor         Künstlerwebsite
Dieter Goffing, Bass
Kantorei Herrenhausen
Camerata Instrumentale Hannover
Leitung: Martin Ehlbeck

Montag, 8. März, 20 Uhr Vortrag und Werkeinführung mit Klangbeispielen Referent: Martin Ehlbeck im Gemeindehaus.

Herrenhäuser Kirche - Hannover-Herrenhausen

Johann Sebastian Bachs Markus-Passion (1731) ist nur zum Teil überliefert, zu einem kleinen Teil ist sie verloren gegangen. Die großen Chorstücke am Anfang und Ende des Werkes, die 6 Arien und 14 Choräle sind überliefert. Damit sind die prägenden Musikstücke der Markus-Passion vorhanden. Bachs Vertonung des Bibeltextes vom Markusevangelium (Rezitative und dramatische Chöre) liegt dagegen nicht mehr vor. Diese Stücke werden in einer rekonstruierten Form aufgeführt.

Es hat in den vergangenen Jahren einige Versuche gegeben, Bachs Markus-Passion zu rekonstruieren. Alle diese Versuche hatten den Mangel, dass heutige Komponisten versuchten ein mehr als 275 Jahre altes Stück zu ergänzen. Es fehlte immer die historische Authentizität. Die Aufführung unserer Rekonstruktion der Markus-Passion in der Herrenhäuser Kirche verwendet dagegen zeitgenössische Ergänzungen aus der Barockzeit. Die Ergänzungen stammen von Reinhard Keiser (1674-1739) und sind seiner Markus-Passion (1707) entnommen.

Weitergehende Informationen – h i e r – klicken…!!

Kartenpreise:
Mittelschiff   21 € , nummerierte Plätze, keine Ermäßigung
Seitenschiff 16 €, unnummerierte Platze, 3€ Ermäßigung für Kinder, Schüler, Auszubildende, Behinderte
Empore       13 €, unnummerierte Plätze, 3€ Ermäßigung für Kinder, Schüler, Auszubildende, Behinderte

Karten Online

Kartenhotline der Herrenhäuser Kirche 0171-1989 829
Laporte-Kartenshop, Karmarschstr. 32, 30159 Hannover, Tel. 0511 – 363 29 29
Hannover Tourismus GmbH, Ernst-August-Platz 8, 30159 Hannover, Tel. 0511 – 12345 – 111
„Kirche im Blick“, Buchhandlung an der Marktkirche, Hanns-Lilje-Platz 4/5, 30159 Hannover, Tel. 0511 – 252 68 36
Gemeindebüro der Herrenhäuser Kirche, Hegebläch 18, 30419 Hannover, Tel. 0511 – 79 32 42
Abendkasse.

Eine Rezension des Konzertes von Herrenhausen unter dem nachstehenden Link:

—  h i e r  –  klicken…!!

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Hannover – St. Thomaskirche und Markuskirche


St. Thomas-Kirche, Hannover-RicklingenMittwoch 17.02.2010
20:00 Uhr

St. Thomaskirche Hannover-Ricklingen

Konzert: Bach: Johannes-Passion BWV 245
in originaler Besetzungsstärke
Barbara Rotering (Sopran), Beat Duddeck (Altus), Achim Kleinlein (Tenor), Julian Redlin (Bass), 4 Ripieno-Sänger, Barockorchester L’Arco , Christoph Heidemann (Konzertmeister), Gesamtltg.: Kurt Pages
Eintritt: € 10,-
Aufführung dieser Art zum ersten Mal in Hannover

Auskünfte: Kirchengemeinde St. Thomas. Gemeindebüro Wallensteinstr. 32/34 30459 HannoverTelefon 0511 / 42 19 05. Telefax: 0511 / 23 44 413

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So, 28.02.2010
18:00 Uh
r
Markuskirche – Hannover-List

Markuskirche Hannover Johannespassion

Konzert: Bach: Johannes-Passion BWV 245
Anke Briegel (Sopran), Mareike Braun (Alt), Jan Kobow (Tenor), Torsten Meyer (Bass) N.N. (Bass), Hannoversche Hofkapelle, MarkusChor, Ltg.: Martin Dietterle

Kantor Martin Dietterle leitet das Konzert des MarkusChors, der im vergangenen Jahr sein 40jähriges Bestehen feiern konnte und mit über 100 SängerInnen zu den zahlenmäßig größten Chören in Hannover gehört. Die Hannoversche Hofkapelle , begleitet den Chor auf historischen Instrumenten. Jan Kobow (Tenor), Mareike Braun (Alt), Anke Briegel (Sopran), Thorsten Meier (Bass/Christus) und Dietmar Sander (Bass) übernehmen die Soloparts.

Das Konzert beginnt um 18:00 Uhr, Einlass ist ab 17:15 Uhr. Karten zum Preis von € 8,- bis € 20,- gibt es im Vorverkauf: Kirche im Blick, Buchhandlung an der Marktkirche, Tel. 0511 – 35 36 836 und bei der Buchhandlung Beek (Lister Meile;  sowie an der Abendkasse.


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Hidesheim – St. Michaeliskirche

St.Michaelis-Kirche in Hildesheim

Foto: 1000 Jahre St.Michaelis-Kirche in Hildesheim

Johann Sebastian Bach: Matthäuspassion BWV 244

am 02.04.2010 – 15.00 Uhr

Ausführende:

Gabriele Hierdeis, Sopran- Ulrike Mayer, Alt- Johann Christensson, Tenor (Evangelist und Arien)

Tijl Faveyts, Bass (Christus)- Marek Rzepka, Bass (Arien)

St. Andreas-Kantorei Hildesheim

Barockorchester L’Arco – Leitung Bernhard Römer

Preise:

25€(20)/20€(16)/15€(12)/5€

anerkannte Vorverkaufsstellen

Karten für dieses Konzert – hier

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Hamburg – St. Michaelis

Sonntag, 28.03.2010  – 18:00 Uhr

Kirche St. Michaelis Hamburg

Johann Sebastian Bach:

Matthäus Passion BWV 244

Markus Brutscher, Evangelist
Henryk Böhm, Christus
Ruth Ziesak, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
Virgil Hartinger, Tenor
Andreas Schmidt, Bass

Chor St. Michaelis
Orchester St. Michaelis
Mitglieder der Philharmoniker Hamburg
und des NDR Sinfonieorchesters u.a.

Leitung: Christoph Schoener

Vorverkauf ab 06.02.2010

Preiskategorien: EUR  50,-  45,-  35,- 27,-  20,-  15,-  8,- bestellen

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Hamburg – St. Jacobi

Kirche St. Jacobi Hamburg

Am Karfreitag, 2.4.2010, erklingt um 18:00 h

in der Hauptkirche St. Jacobi zu Hamburg die „Johannespassion“ von J.S.Bach in der Fassung von Robert Schumann

Mitwirkende:

Eintrittskarten: 10,- bis 30,- EUR (ermäßigt: 7,- bis 20,- EUR) bei der

Online – Konzertkasse GERDES,

Rothenbaumchaussee 77, Telefon: 040 – 45 33 26, und an der Abendkasse

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Interpretationsvergleiche:

Die Tenor-Arie „Ach mein Sinn“ unter der Leitung des Bach-Kenners Karl Richter (dessen Interpretation des 2. Brandenburgischen Konzertes als Botschaft der Menschheit an Bord der Voyager-Sonden unser Sonnensystem verlassen hat) ist auf folgendem Video zu hören:
http://www.youtube.com/watch?v=drl90jD47m4

Zum Vergleich mit der Schumann-Fassung empfiehlt sich der Track 13 auf der CD, hier als Sopran-Arie:
http://www.jpc.de/jpcng/cpo/detail/-/art/Johann-Sebastian-Bach-Johannes-Passion-Bearbeitung-von-Robert-Schumann/hnum/6391959

Die Arie „Es ist vollbracht“, hier (http://www.youtube.com/watch?v=K_QAoanXntw) in historischer Aufführungspraxis unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt mit Knabenalt und Viola Da Gamba, kann man in der interessanten Schumann-Fassung zum Vergleich leider nur direkt von der CD – oder eben am Karfreitag in St. Jacobi hören. Kann man sich den Mittelteil nicht gut mit Trompeten vorstellen?

Karl Richter und Nikolaus Harnoncourt zählen übrigens zu den Lehrern Rudolf Kelbers. Man darf sicherlich auch vor diesem Hintergrund sehr gespannt darauf sein, wie er am 2.4.2010 die Johannespassion in der Romantik-Fassung von Schumann interpretieren wird.

St. Jacobi-Blog-Lektüre zur Johannes-Passion

Zum großen Chor- und Orchesterkonzert am Karfreitag, dem 2. April 2010 um 18 Uhr, führen wir das Experiment „Blog“ fort: Auch zur Johannes-Passion von J.S. Bach entsteht ein Blog mit vielen Hintergrundinformationen, der ständig aktualisiert und ergänzt wird. Schauen Sie doch mal rein:

Link: http://Johannespassion-Bach-Schumann.blogspot.com

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Essen – Philharmonie – Herreweghe, Matthäus Passion BWV 244

Philharmonie Essen-Ruhr

Freitag, 26. März 2010 um 19:00 Uhr

J.S. Bach MATTHÄUSPASSION BWV 244
Philippe Herreweghe, Dirigent


Link: Ticket-Online Preise: 34,50 € bis 74,75 €

Rezension: Matthäus Passion Herreweghe Essen-Philharmonie

Link: https://meinhardo.wordpress.com/2010/04/01/herreweghe-mit-bachs-matthaus-passion-in-der-philharmonie-essen/

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Dortmund – Konzerthaus, Franz Brüggen – Capella Amsterdam

Konzerthaus Dortmund

J.S. Bach Johannespassion BWV 245

So, 28.03.2010, 18:00 Uhr
Konzerthaus Dortmund
Brueckstr. 21

Mitwirkende: Marcus Schäfer (Evangelist), Thomas Oliemans (Jesus), Carolyn Sampson (Sopran), Michael Chance (Alt), Marcel Beekman (Tenor), Peter Kooij (Bass), Capella Amsterdam, Orchester des 18. Jahrhunderts, Frans Brüggen (Dirigent)

Link: eventim-Ticket ab 14,60 €

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Leipzig-Thomaskirche

Ostersonntag, 4. April 2010, 19:30 Uhr, Thomaskirche Leipzig

Osteroratorium BWV 249

Thomaskirche Leipzig

Wer Ostern eine Reise nach Leipzig plant, sollte auf jeden Fall ein Chorkonzert in der Thomaskirche auf die Agenda setzen. Am Ostersonntag, 4. April 2010, werden der exzellente Kammerchor Josquin des Préz und das Leipziger Barockorchester unter der Leitung von Ludwig Böhme Johann Sebastian Bachs „Osteroratorium“ und die Motette „Jesu meine Freude“ sowie von Josquin des Préz die „Missa Pange lingua“ zu Gehör bringen.

Bereits als Knabensänger in seiner Geburtsstadt Eisenach lernte Johann Sebastian Bach Kompositionen von Josquin des Préz kennen, die dort Ende des 17. Jahrhunderts noch zum gängigen kirchenmusikalischen Repertoire gehörten. Das große Interesse an der Renaissance-Musik – und besonders an den Werken Josquins – blieb bei ihm trotz konfessioneller Unterschiede lebenslang erhalten. Unter den Josquin-Kompositionen, die Bach vermutlich kannte, befand sich auch die „Missa pange lingua“. In dieser letzten Messkomposition Josquins wendet der Altmeister die so genannte „Imitationstechnik“ an: Ein Motiv wird in allen vier Stimmen gleichberechtigt zitiert und kontrapunktisch bearbeitet. Das thematische Material schöpft der Komponist aus dem gregorianischen Hymnus „Pange lingua“, dessen Gesang für die Liturgien des Gründonnerstags sowie des Fronleichnam-Festes vorgesehen ist.

Link:
TICKET/Online –  Preise: 16,20 €

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Thomaskirche Leipzig, 3. März 2010 um 20:00 Uhr

Johannes-Passion BWV 245

Johann Sebastian Bach
Capella Fidicinia

Ticket-Online Preise:

weitere Termine BWV 245 in Leipzigmit Capella Fidicina

7. März 2010 16 Uhr
Kirche Polditz

14. März 2010 16 Uhr
Stadtkirche Colditz

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Thomaskirche Leipzig,

J.S. Bach Matthäus Passion BWV 244

am 1. und 2. April 2010 jeweils um 19:00 Uhr

Ausführende:

Ute Selbig (Sopran) Britta Schwarz (Alt) Martin Petzold (Tenor – Evangelist)

Martin Lattke (Tenor – Arien) Klaus Mertens (Bass – Christus) Thomas Laske (Bass – Arien) Thomanerchor Leipzig Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

Veranstalter:Gewandhaus zu Leipzig

Preise:  43/34/26/16/9 EUR zzgl. VVK-Gebühr

Ticket-Hotline: +49 341 12 70-280
Ticket-Online
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St. Nikolaikirche – Leipzig

St. Nikolaikirche Leipzig

J.S.Bach Johannespassion BWV 245

Samstag, 27. März 2010 um 17:00 Uhr

Bachchor Leipzig / Festival-Orchester Leipzig

Link:
TICKET/Online Preise: 15,53 €

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Bielefeld, Oetkerhalle

Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld

Oratorienchor Bielefeld BWV 232 h-Moll-Messe / Plakatmotiv von Peter Flachmann

Oratorienchor-Bielefeld

am 26. März 2010 um 20:00 Uhr

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Messe h-Moll BWV 232

Ausführende:
Traudl Schmaderer, Sopran
Yvi Jänicke, Alt
Eric Laporte, Tenor
Franz Gerihsen, Bass

Oratorienchor der Stadt Bielefeld
Bielefelder Philharmoniker, Leitung: Hartmut Sturm

Eintrittspreise:
Euro 10,- / 14,- / 18,- / 22,- (Euro 3,- Ermäßigung für Erwerbslose, Schüler und Studenten
in den Preiskategorien Euro 10,- / 14,-)

Kartenverkauf:

Hallenplan Oetkerhalle

Sie bestellen online.

oder über Tourist-Information im Neuen Rathaus, Niederwall 23, Telefon (0521) 51 69 99, Neue Westfälische, Niedernstraße 21-27, Telefon (0521) 555 444, KONTicket, Jahnplatz 11, Telefon (0521) 6 61 00 im Internet: www.oratorienchor-bielefeld.de, durch Chormitglieder und an der Abendkasse

Ort: Rudolf-Oetker-Halle, Lampingstraße 16, 33615 Bielefeld

Stadtplanausschnitt

Zur Rezension der  h-moll-Messe vom Oratorienchor Bielefeld:

Zur Vergrößerung in das Bild klicken..!!

Rezension h-moll-Messe Oratorienchor Bielefeld.

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Espelkamp – Thomaskirche

Thomaskirche Espelkamp Foto © by Stadt Espelkamp

Sonntag, 28. März 2010, um 17 Uhr

J.S. Bach – Matthäus-Passion BWV 244

Solisten:

Sabine Szameit, Sopran ● Eike Tiedemann, Alt Andreas Post, Tenor und Evangelist Hinrich Horn, Bass ● Albrecht Pöhl, Christus   Orchester „Opus7“  Kantoreien Lübbecke und Espelkamp

Leitung: Roger Bretthauer

Vorverkauf:

Buchhandlung Lienstädt & Schürmann,

Espelkamp, Breslauer Str.34, Tel. (05772) 6460

Veranstalterin Kirchengemeinde Espelkamp

Ansprechpartner: Roger Bretthauer

E-Mail: kantor@Martins-Kirchengemeinde.de

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Zur Rezension der Matthäus Passion in Espelkamp:

Zur Vergrößerung in das Bild klicken..!!

Rezension Espelkamp Matthäus Passion

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Weitere Konzert-Angaben in Deutschland

J.S. Bach und seine Passion-Oratorien über Online-Ticket abrufen.

Link:  Online-Ticket – weitere Bach-Konzerte

oder über die Englische Bach-Webseite:

Link: h i e r – klicken…!!

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Grüße
Volker

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Michaeliskantaten in St. Michaelis in Hildesheim


1010 legte Bischof Bernward den Grundstein für St. Michael. Nördlich der Alpen gilt der Bau als einzigartig. Heute ist die Kirche Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Anläßlich der Feier 1000 Jahre St. Michaelis findet das zweite Konzert Ring Barock nicht nur in Herrenhausen sondern auch in der Kirche in Hildesheim statt. Zu hören sind Werke von Johann Sebastian Bach, Johann David Heinichen und Jan Dismas Zelenka.

St. Michaelis in Hildesheim

St. Michaelis in Hildesheim

Die NDR Radiophilharmonie ist unter der Leitung von Roy Goodman zu erleben. Seine Arbeit ist geprägt von einem Interesse an historischen Instrumenten und historischer Aufführungspraxis.

Samstag, 20. Februar 2010, 20.00 Uhr
St. Michaelis, Hildesheim

Dirigent: Roy Goodman
Solisten:
Johannette Zomer, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
James Gilchrist, Tenor
Peter Harvey, Bass
NDR Radiophilharmonie
NDR Chor

Das Programm:

Johann Sebastian Bach:
„Nun ist das Heil und die Kraft“, für Doppelchor und Orchester BWV 50
„Es erhub sich ein Streit“, Kantate für Soli, Chor und Orchester BWV 19
„Herr Gott, doch loben alle wir“, Kantate für Soli, Chor und Orchester BWV 130

Johann David Heinichen:
Concerto F-Dur Seibel 235

Jan Dismas Zelenka:
Sinfonia a-Moll a 8 concertanti ZWV 189

Eintrittskarten Online:

Link: http://evlka.de/michaelis2010/content.php?contentTypeID=1198&id=11246

Ein gelungener Bach-Abend im Königsberger Dom


Hallo Bach und Orgelfreunde,

es war wieder einmal ein gelungenes Bach-Konzert, dass im Königsberger Dom (Kaliningrad) – vom MDR-Symphonieorchester am 23.1.2010 veranstaltet wurde. In der Sendung vom MDR am Sonntag konnte u.a. die in 2008 neu erbaute große Schuke-Orgel“ im Königsberger Dom bewundert werden.

Teilauszüge von dem Bach-Konzert im Königsberger Dom können nachstehend angesehen werden.

Bach-Konzert aus dem Königsberger Dom am 23.1.2010

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Video: J.S. Bach BWV 1068 Orchestersuite Nr 3 D-Dur Satz: Ouvertüre und Satz: Air

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Der Dom erhielt zwei neue vom Potsdamer Orgelbauer Schuke erbaute Orgeln, eine Chor- und eine Hauptorgel. Ein richtiges Prachtstück ist die Domorgel, ein Werk der international renommierten deutschen Orgelbaufirma Schuke. Seit ihrer Weihe im Januar 2008 gehört sie zu den großen Sehenswürdigkeiten Kaliningrads. Ein Instrument, verziert mit der Figur eines Phönix – dem Symbol für das Wiederauferstehen aus der Asche. Äußerlich ist die Orgel dem barocken Original von Josua Mosengel nachempfunden. Innen sind Haupt- und Chororgel ein High-Tech-Paket auf der Höhe moderner Orgelbaukunst, gebaut nach dem Vorbild der hochmodernen Erfurter Domorgel.

Die Kaliningrader Orgel ist mit 122 Registern und 8.500 Orgelpfeifen die größte des Landes. „Wer in Russland bedeutende Orgelwerke hören will, der muss nach Kaliningrad.“ Denn diese Klangfülle, bestätigt Orgelbauer Vincent Schaper, gebe es definitiv sonst nirgends. Von der Planung bis zur Weihe war der 40-Jährige dabei. Und obwohl er schon viele Orgeln gebaut hat, sei dieser Auftrag ein ganz besonderer gewesen. Auch, weil ihn Elan und Improvisationstalent von Domdirektor Odinzow beeindruckt hätten: „Ohne ihn gäbe es wahrscheinlich weder Dom noch Orgel.“ Aber er habe auch gespürt, dass das Hand-in-Hand-Arbeiten an diesem symbolträchtigen Bau und die teils sehr emotionalen Gespräche zwischen Deutschen und Russen nicht selbstverständlich seien. (1)

Die neue Schuke-Haupt-Orgel im Königsberger Dom

Programm:

Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 3 D-Dur, daraus: Ouvertüre und Air

Johann Sebastian Bach: Orgel Präludium und Fuge C-Dur BWV 547

Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge d-Moll (bearbeitet für Orchester von Leopold Stokowski)

Camille Saint-Saëns: Sinfonie Nr. 3 c-Moll „Orgelsinfonie“ (dieser Programmpunkt wurde nicht vom MDR übertragen)

Mitwirkende:

MDR SINFONIEORCHESTER
Jun Märkl, Dirigent
Artjom Chatschaturow, Orgel

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Der junge Dom-Organist „Artjom Chatschaturow“ spielte an der großen Schuke-Orgel das Orgelwerk von J.S. Bach, BWV 547 Toccata und Fuge in C-Dur.

Video-YouTube: J.S. Bach „Präludium und Fuge C-Dur“ BWV 547

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Grüße

Volker

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(1) Textauszüge des MDR

Prof. Gerhard Weinberger – Sonderkonzert in der HfM in Detmold – Verleihung des Preises der „Deutschen Schallplattenkritik“ für 2009


Hallo Prof. Weinberger-Fans in OWL – hier ist ein Highlight…!!

Ein Sonder-Konzert  mit Prof. Gerhard Weinberger in der HfM in Detmold – Konzerthaus – am Sonntag, 31. Januar 2010 um 11:30 Uhr.

Konzerthaus der HfM in Detmold

Konzerthaus der HfM in Detmold

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Jahrespreis der Schallplattenkritik an Prof. G. Weinberger / Zur Vergößerung Flyer anklicken!!

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Johann Sebastian Bach: Sämtliche Werke für Orgel

Gerhard Weinberger an 23 historischen Orgeln

CDs bei cpo 777 363-2 (22 CDs; Vertrieb: jpc)

Diese Einspielung der Orgelwerke von Johann Sebastian Bach steht in nahezu jeder Hinsicht einzigartig da. Sie umfasst zum einen nicht nur den etablierten Werkkanon, sondern stellt auch zahlreiche Kompositionen „zweifelhafter Echtheit“ erstmals zur Diskussion. Zum zweiten sind nahezu ausschließlich Instrumente aus Bachs Wirkungskreis in Thüringen und Sachsen zu hören – neben den Silbermann-Orgeln in Freiberg und Dresden auch vergessene Kleinode, wie etwa aus Mechterstädt und Büßleben (ergänzt durch Instrumente aus Trondheim, Groningen und Grauhof). Zum dritten ist es die stilistische und aufnahmetechnische Souveränität, mit der Gerhard Weinberger und das Label cpo in mehr als 12 Jahren eine Referenz-Einspielung für das 21. Jahrhundert geschaffen haben.

Aus diesem Anlass wird Herrn Prof. Gerhard Weinberger der Jahrespreis der „Deutschen Schallplattenkritik 2009“ verliehen.

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Video-YouTube:

Johann Sebastian Bach (1685-1750) Chorale Prelude „Erbarm dich mein, o Herre Gott“ BWV 721 Gerhard Weinberger at the Treutmann organ in Grauhof bei Goslar, Germany

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Sonderkonzert anlässlich der Verleihung des Jahrespreises der „Deutschen Schallplattenkritik 2009“ an Prof. Gerhard Weinberger, Detmold am 31. Januar 2010.

Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Motette „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ BWV 226 für zwei vierstimmige Chöre und Continuo – Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie, Leitung: Gerhard Weinberger

Begrüßung des Rektors – Prof. Martin Christian Vogel

Orgelmusik: Johann Sebastian Bach (1685-1750): Pièce d’Orgue G-Dur BWV 572 / Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Choralbearbeitung „Schmücke dich, o liebe Seele“ à 2 claviers et pédale BWV 654 (aus den „Leipziger Chorälen“) – Gerhard Weinberger (Orgel)

Max Reger (1873-1916): Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46 – Gerhard Weinberger (Orgel

Preis der Deutschen Schallplattenkritik: Überreichung des Jahrespreises 2009 an Prof. Gerhard Weinberger – Ludolf Baucke (Vorsitzender des Jahresausschusses)

Improvisation über das Thema B-A-C-H – Tomasz Adam Nowak (Orgel) / Johann Sebastian Bach (1685-1750)

J.S. Bach – Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“ BWV 225 für zwei vierstimmige Chöre und Continuo – Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie, Leitung: Gerhard Weinberger

Eintritt frei

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Anfahrt zum Konzerthaus der HfM Detmold über Google-Maps

Link:  http://maps.google.de/maps?geocode=CTspdCIXZKAyFWdYGAMd61yHACFYPmlRNC-uuA&q=Konzerthaus&f=l&hl=de&dq=Konzerthaus+loc:+Detmold&sll=51.927143,8.871147&sspn=0.020404,0.037508&ie=UTF8&radius=0.8&rq=1&ev=zo&hq=Konzerthaus&hnear=&z=15

Lageplan der Gebäude und Räume der HfM Detmold unten:

Zur größeren Ansicht in den Lageplan klicken..!!

Zur Vergößerung reinklicken - Lageplan der Gebäude und Räume der HfM Detmold


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Hier geht es zur Biographie von Prof. Gerhard Weinberger:

Link:  https://meinhardo.wordpress.com/2008/01/19/biographien/

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Ich hoffe, dass ich Teilnehmer aus OWL am Sonntag, 31.1.2020 um 11:30 Uhr in Detmold für dieses Highlight antreffen werde und wünsche uns ein schönes Konzert mit Werken von J.S. Bach…!!

Grüße

Volker

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