Archiv der Kategorie: Vokalmusik

PDF-Datei mit der Übersicht über das Gesamt-BWV


Das Gesamt – BWV  als PDF

  J. S. Bach

Foto-Ausschnitt vom Gesamt-BWV als PDF 

In einem Kommentar nach Veröffentlichung meines Verzeichnisses zur Gardiner-Pilgrimage-Serie hatte ich ja schon angemerkt, dass dies nur ein Auszug aus meinem vor ca. 8 Jahren angelegten „Gesamt-Bachwerkeverzeichnis“ ist. Dem Umstand, dass ich seinerzeit im Krankenbett  mit einem Laptop arbeiten konnte und zudem recht flott auf der „Tastatur klappern“ kann verdanke ich die 15-seitige Übersicht, die ich heute als pdf-Datei beifüge. (Dafür, dass es so viele Seiten geworden sind, bin nicht ich verantwortlich!)

Also: Bei Interesse bitte ausreichend Papier in den Drucker legen und drucken.

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     Link:   PDF Gesamt-BWV

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Noch ein zwei Anmerkungen:

Die Spalten 2 und 3 der Übersicht enthalten Angaben zur Musikgattung und -Gruppe bzw. zum Instrument; die Abkürzungen sind am Tabellenende erläutert. Die letzte Tabellenspalte kann für den Eintrag vorhandener CD-Aufnahmen verwendet werden.

Werner

Sir John Eliot Gardiner – EBS und der Monteverdi Choir brillierten mit den Advents-Kantaten von J.S. Bach in der Philharmonie Berlin


Philharmonie Berlin Sir Gardiner mit Advents-Kantaten

 

J.S. Bach

Advents-Kantaten

in der

Philharmonie Berlin

am 6.12.2010

EBS und Monteverdi Choir.

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

Programm:

Johann Sebastian Bach:

Eingang Philharmonie Berlin

 

Nun komm der Heiden Heiland BWV 61

Konzert für Violine und Oboe BWV 1060

Schwingt freudig euch empor BWV 36

Wachet! Betet! BWV 70

Als Zugabe: (Eingangs-Choral) „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ BWV 140

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Mit einer Verspätung von 10 Minuten kam unser ICE aus dem Kulturgebiet Ruhr2010 in Bielefeld um 08:50 Uhr an. Voll gepfropft mit Computer Freaks an ihrem Laptop und bimmelnden Handys erreichten wir nach einer problemlosen Anfahrt um ca. 11:30 Uhr unser Reiseziel Berlin-HBF. Die Orientierung zu unserem Hotel war in diesem riesigen HBF-Neubau nicht ganz einfach, aber erprobte Gardiner-Reise-Fans wissen auch mit solchen Situationen umzugehen. Quartier bezogen wir in einem sehr günstigen Mercure-Hotel – (die Buchung erfolgte schon im September) – unweit des Potsdamer Platzes. Hier fühlten wir uns heimisch und geborgen . Unser erster Tripp folgte zu Fuß vom Hotel über den Potsdamer Platz zur Philharmonie Berlin, ein Foto von dem „Scharoun-Gebäude“ sollte unbedingt für den Blog bei Tageslicht erfolgen und erreichten unser Ziel nach Einnahme eines Glühweines auf dem Weihnachtsmarkt an den Potsdamer-Platz-Accarden.

Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz Berlin im Hintergrund "Sony-Center"

Gegen Früh-Abend wollten wir unbedingt noch etwas Warmes in unseren Magen bekommen und stapften tapfer bei der Hundskälte Richtung Sony-Center. Wie es so schön der Zufall wollte, trafen wir dort auf „@Iris und @Karl-Heinz“ und konnten gemeinsam unser Essen in dem Brauhaus Lindenbräu dort in  einer gemütlichen Runde einnehmen.

Der anschließende gemeinsame Fußmarsch Richtung Philharmonie war ein Katzensprung von nicht ganz 10 Minuten und kamen dort eine halbe Stunde vor Konzertbeginn durchfrohren an und konnten uns in dem riesigen aber warmen Foyer entsprechend aufwärmen. Wunderbar, dass der kurzfristig angesagte Konzert-Besuch von @Wolfgang, mit seiner Tochter @Constanze, klappte, in trauter Runde fieberten wir nun dem Konzert entgegen. In der riesigen profanen Philharmonie war es nicht ganz einfach, die Ränge – Links und Rechts – auseinanderhalten zu können, die Beschilderung ist nicht sehr ergiebig und sollte eine eindeutigere Aussageform besitzen.

Nun war es soweit, unser erster Besuch des Karajan-Rattle-Musentempel zu bestaunen und Sir Gardiner einmal mit Kantaten – nicht in einer Kirche –  sondern in den heiligen Hallen der Philharmonie beiwohnen zu können, damit ging endlich ein langgehegter Traum in Erfüllung.

Unsere eingenommenen Plätze erwiesen sich bis zu Pause als nicht ganz glücklich gewählt, mit dem erklingen der 1. Advents-Kantate:

BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“

kam das grazile und beim hauchzarten Singen vom Monteverdi Choir und English Baroque Soloists nur sehr bedingt hörbar an, die sehr große Entfernung zur Mitte des riesigen Raumes war ein großer Nachteil und mussten sehr genau hinhören, um akustisch alles mitzubekommen. Hier haben wir doch sehr den Kirchen-Hall vermisst, es klang ein wenig trocken und man fühlte sich nicht unbedingt mit eingebunden. Besser wurde es nach der Pause, wir wechselten in freie Plätze über näher am Ring des Geschehens gelegen und wurden dann total entschädigt, da erlebten wir  dann hautnah das Orchester, den Chor und die Gesangs-Solisten vom Feinsten, konnten John Eliot mit seiner unnachahmlichen Art einmal wieder aus allernächster Nähe bewundern und die Akustik war perfekt.

Bass - Jonathan Sells - in der Philharmonie Berlin

Die Kantate BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“ komponierte Bach zu seiner Weimarer Zeit zum 1. Advent 1714. Herausgreifen möchte ich aus dieser Kantate Satz 4 mit dem Bass-Rezitativ: „Siehe ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ Wunderbar, wie Gardiner sein Orchester auf dieses Anklopfen einstellt, die Pizzicato-Akkorde der Instrumente als ein Symbol des Anklopfens und Verharren, ob die Tür aufgetan wird, war traumhaft gelungen, ein großartiger Bassist: Jonathan Sells, sang Raumfüllend sein Anklopf-Rezitativ in einer bewundernswerten und überzeugenden Art. Hier wächst wieder ein Bass-Solist heran, dem in Zukunft eine großartige Karriere vorausgesagt werden kann. In der Statur erinnert er mich ein wenig an den SDG-Tenor: Mark Padmore..!!

Wie bereits im Vorfeld seiner Konzert-Programme für 2010 angekündigt, möchte Sir Gardiner einmal den Oboisten in seinem Orchester „Prof. Michael Niesemann“ mit Solo-Instrumentalwerke von

Prof. Michael Niesemann - Oboe - in der Philharmonie Berlin

Prof. Michael Niesemann - Oboe - in der Philharmonie Berlin

J.S. Bach besonders herausstellen. Bereits beim Bach-Fest 2010 in Köthen wurde dies bereits so glänzend umgesetzt. Nun wieder ein Highlight in der Philharmonie Berlin für „Michael Niesemann“ und für die 1. Geigerin: „Kati Debretzeni“ mit dem

„Konzert für Oboe und Violine, Streicher & Continuo c-Moll“ BWV 1060.

Dieses Werk entstand um 1719 in Köthen und Bach transkribierte dieses Konzert zwischen 1730-1733 in Leipzig für zwei Cembali, Streicher und Continuo. Nach den Aussagen seines Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach soll J.S. Bach die Violine gespielt haben sein Spiel war rein und durchdringend. Es entspricht einer Konzertform Vivaldis und hat einen beschwingten und dynamischen Inhalts-Stil, der von dem Oboisten Michael Niesemann und Kati Debretzeni zu einer großartigen Interpretation führte. Man mag fast urteilen, dass die Violinistin in ihrem Spiel im künstlerischen Ausdruck und mit der Geige einen so warmherzigen Ton erzeugt, was in der Vergangenheit so nicht zu beobachten war. Der künstlerische Leiter des Abends erwies sich als ein wahrer Kavalier und

Kati Debretzeni - 1.Violine (Konzertmeisterin von EBS)

blätterte ihr die Notenseiten um. Michael Niesemann ist ein Top-Oboist und entwickelte mit Kati eine Spielfreude, die das Publikum in seinen Bann zog, Herr Bach hätte seine hellste Freude an den beiden Künstlern gehabt. Frenetischer Applaus, der Scharoun-Bau bebte, bezeugte, dass ein grandioses Virtuosen-Paar ein Werk so bezaubernd und brillant umzusetzen weiss. Das war Können auf allerhöchstem Niveau..!!

Nach diesem nicht adventlichen-Zwischenspiel erklang die Kantate:

„Schwingt freudig euch empor“ BWV 36.

Diese Kantate wurde von J.S. Bach am 2. Dezember 1731 in Leipzig aufgeführt. Nach einer kürzeren Erstfassung als Kirchen-Kantate entstand wahrscheinlich mit Hilfe Picanders die heute geläufige zweiteilige Advents-Kantaten-Fassung, die mit einer tiefgreifenden Veränderung die Ankunft Jesu feiert. Der Evangelien-Text zum 1. Advent schildert nach Matthäus 21, 1-9 den Einzug Jesu in Jerusalem. Diese Kantate besitzt eine gewisse Ausnahmestellung. Anstelle von Rezitativen hat Bach in dieser Kantate solistische Choralbearbeitungen vorgenommen.

Ein Juwel besitzt diese Kantate in Teil zwei in Satz sieben mit der Sopran-Arie: „Auch mit gedämpften, schwachen Stimmen wird Gottes Majestät verehrt.“

In dieser verhalten gesungenen Sopran-Arie mit einer konzertierenden Geige zur Unterstützung wird im Mittelteil eine Echowirkung zwischen der Sängerin und Instrument erzeugt und als Bezeugung „Gottes Majestät“ verehrt. Das gelingt so herzzerreissend schön, das die Besucher faszinierend dies als einen wundersamen Glücksmoment erfassen, das ist wieder eine so unbeschreibliche Musik von Bach, die einem das Herz vor Glück zerspringen lässt. Die Sopranistin – Zoe Brown (der Name ist mir leider nicht bekannt, als Sängerinnen war „Zoe Brown“ oder „Katy Hill“ benannt worden, Danke an Jonny Sells für seine Rückmeldung und Klarstellung) – aus dem Monteverdi Choir zelebrierte diese Sopran-Arie auf wunderbarster Weise, ein Engels-Gesang pur, danke für diesen wunderbaren Glücksmoment, der uns voll getroffen hat…!!

Zu bewundern ist bei den Gesangs-Solisten vom Monteverdi Choir, dass alle Gesangs-Vorträge ohne eine Partitur vorgetragen wurden, das ist schon erstklassig zu nennen und als sehr nachahmenswert empfohlen, das sieht man sonst sehr sehr selten, aber diese Könner haben das verinnerlicht und besitzen das exzellente Format dafür. Wenn ich schon einmal bei den Lobpreisungen angelangt bin, möchte ich aber auch ein wenig verhaltende Kritik ausüben. Es ist bekannt, dass Sir Gardiner dem Nachwuchs eine Chance zum Singen und Weiterbildung anbietet. Aber, das stimmliche Volumen für so eine riesige Konzerthalle ist teilweise nicht vorhanden und lässt doch einige Wünsche aufkommen, diese solistischen Gesangsbeiträge von exzellenteren Sänger/innen vortragen zu lassen, die im Stimmvolumen dieses Manko nicht besitzen.

Nach diesen aufgeführten Werken wurde die Pause eingeläutet und unser Platzwechsel Richtung Ring-Mitte vorgenommen, diese neuen unbesetzten Plätze hatten wir uns während der Aufführung schon ins Visier genommen und sind voll dafür entschädigt worden, nah am Geschehen und eine exzellente Akustik – zum Genießen schön.

Nach der Pause:

Kantate: „Wachet! betet! betet! wachet!“ BWV 70

Trompete - Neil Brough

Diese Kantate komponierte J.S. Bach in Weimar, wo sie im Dezember 1716, für den 2. Advents-Sonntag bestimmt, aufgeführt wurde. In Leipzig ordnete Bach diese Kantate dem 26. Sonntag nach Trinitatis zu, wo sie erstmals am 21. November 1723 erklang. Die nunmehr zweiteilige Kantate handelt vom Ende der Welt und der Erwartung der Wiederkunft Christi. Nach einer Sinfonia und dem Eingangschor „Wachet! Betet“ rüttelt ein Bass-Accompagnato – (Accompagnato = ital. begleitet) – mit Trompete, Oboe, Streichern und Bc die verstockten Sünder wach.

Auf diese herrliche Kantate hatten wir uns so sehr gefreut, da ein Trompetenpart einfach das Salz in der Suppe ist. Der fantastisch blasende Neil Brough erwies sich wieder einmal als ein einsamer Könner in der Trompeten-Gilde, sein zurückhaltendes und dann wieder donnerndes Blasen war ein exzellenter Höhepunkt. In Satz zwei mit dem Bass-Rezitativ: „Erschrecket, ihr versotcketen Sünder“ wurde sein Trompeten-Part mit dem wunderbaren Gesang von Jonathan Sells zu einem weiteren Höhepunkt nach der Pause. Erstaunt ist der Besucher darüber, was für ein Potential der Monteverdi Choir an Neuankömmlingen besitzt. Jonathan Sells wirkte beim Bachfest 2010 in Leipzig bei der h-moll-Messe mit und war der Gesangs-Star  – neben den uns unbekannten Sopranistinen „Zoe Brown“ oder „Katy Hill“ – des Konzertes. In drei Bass-Partien des BWV 70 konnte Jonathan Sells sein Können offenbaren und ist ein Juwel in der Gardiner-Sanges-Gilde..!! Diese zweiteilige Kantate besaß absolutes Weltklasse-Niveau in der Interpretation von Gardiner und den wunderbar anzuhörenden English Baroque Soloists, die Choräle waren ebenso ein Highlight, da ist der Monteverdi Choir in der Ausführungsform einmalig, wie Gardiner sie fordert, ermuntert, piano oder kraftvoll auftrumpfend das ist die Meisterhand des Magiers „Sir John Eliot Gardiner“ der dem Text und der Musik seine Deutung und Form verleiht, das ist Kunst in Vollendung,was er so unübertrefflich zu meistern versteht. Bei seinem Dirigier-Stil ist alles in Bewegung, wenn es das Werk fordert, den Oberkörper weit vorgestreckt, wiegend in den Hüften und mitsingend fordert er dem Orchester und Chor alles ab, einfach wunderbar dieser Bach-Papst, wie ihn ein Zeitungs-Rezensent einmal titulierte, dem ist so und wir hoffen alle inständig, dass er trotz seiner anstehenden Auszeit in 2011 uns weiterhin als der geniale Bach-Interpret erhalten bleibt.

„Soli Deo Gloria“

Auf YouTube

gibt es ein Video von Gardiner-EBS und dem Monteverdi Choir mit dem BWV 70 als Eingangs-Satz zum Genießen schön..!!

Sir J.E. Gardiner zufrieden mit den Bach-Kantaten und einem enthusiastischen Publikum

Nach dem Ende brauste jubelnder Applaus auf der nicht enden wollte, das war ergreifend schön und ein wichtiges Zeugnis für alle Aufführenden, dass die Besucher mit den Werkswiedergaben von J.S. Bach einen Traum-Abend erleben durften. Ein glücklicher und strahlender John Eliot genoss es sichtlich, dass er wieder einmal die Herzen der Besucher mit seinen Protagonisten voll berühren konnte. Seine Bescheidenheit ist zu rühmen, den Vortritt lässt er seinen Künstlern zukommen und hält sich bescheiden im Hintergrund auf und freut sich mit ihnen, wenn der tosende Beifall ihnen zugute kommt.

Aus Dankbarkeit für diese Beifallsbekundung, schnellte er an sein Pult und brachte wiederum eine Bach-Kantate zu Gehör, die mit ihrem grandiosen Eingangs-Satz so faszinierend und ergreifend ist. Er lies den Eingangssatz vom

BWV 140 „Wachet auf ruft uns die Stimme“

erklingen, das war ein würdiger und berauschender Abschluss für einen unvergessenen und mitreissenden Konzertabend.

Ein gefälliges Video vom Sir:

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Ein weiteres aktuelles Video mit Gardiner aus Frankreich vom 4. und 5.12.2010

Link:

http://www.dailymotion.com/video/xg3wbj_week-end-j-s-bach-avec-sir-j-eliot-gardiner-dec-2010_music

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Es gibt weitere Rezensionen aus Berlin als PDF, nachstehende Links anklicken:

1. Link: Rezension WELT ONLINE Gardiner Berlin Adventskantaten

2. Link: Rezension DER TAGESSPIEGEL Berlin

3. Link: Rezension Kulturradio rbb

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Eine persönliche Anmerkung

und Danksagung für

Sir John Eliot Gardiner,

The English Baroque Soloists

und The Monteverdi Choir:

Aus Anlass des 10-järigen Bestehens von SDG und der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000 führten sie das Sonder-Konzert am 6. Dezember 2010 in der Philharmonie Berlin auf. Es ist mehr als unanständig anzusehen, dass aus diesem Anlass keine Moderation und Würdigung für dieses großartige Bach-Projekt im Jahre 2000 in der Philharmonie Berlin vorgenommen wurde.

Wir kleine Blog-Gemeinschaft aus Deutschland möchten Ihnen Sir Gardiner und ihren Mitwirkenden auf diesem Wege herzlich dafür danken, dass Sie dieses großartige Bach-Projekt im Kalenderjahr 2000 verwirklicht haben. Uns ist bewusst, welche unsägliche Schwierigkeiten zu bewältigen waren, finanzielle Gründe, Künstler-Verpflichtungen, Austausch von Orchester-Mitglieder, Reisestrapazen und Proben in unterschiedlichen Kirchen, das ist einmalig und gilt unsere volle Bewunderung. Ein herzliches Danke für ihre anschließenden großartigen Konzerte in den Folgejahren in Deutschland die uns beglückt und bereichert haben..!!

Herzliche Grüße nach England von der

Blog-Gemeinschaft „Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

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Herzliche Bach-Gardiner-Grüße

Volker

P.S.

Aus aktuellem Anlass habe ich die bereits abgegebenen Kommentare in diesem Beitrag mit hinterlegt.

Grüße Volker

Johann Sebastian Bach Advents-Kantaten in der Philharmonie Berlin – Monteverdi Choir


Advents-Kantaten J.S. Bach Philharmonie Berlin am 6.12.2010 um 20 Uhr

J.S. Bach Advents-Kantaten

in der

Philharmonie Berlin am Montag, 6.12.2010, um 20 Uhr.

Adventskantaten
Johann Sebastian Bach

Sir John Eliot Gardiner
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists

Programm:

Johann Sebastian Bach:

Nun komm der Heiden Heiland BWV 61
Konzert für Violine und Oboe BWV 1060
Schwingt freudig euch empor BWV 36
Wachet! Betet! BWV 70

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

+) Sir John Eliot Gardiner ist einer der vielseitigsten Dirigenten unserer Zeit. Er ist eine der Schlüsselfiguren in der Wiederbelebung der Alten Musik und der Gründer und Künstlerische Leiter des Monteverdi Choir, der English Baroque Soloists und des Orchestre Révolutionnaire et Romantique. Neben Auftritten als Leiter seiner Ensembles tritt er regelmäßig als Gastdirigent der weltweit führenden Symphonieorchester auf, darunter die Wiener und Berliner Philharmoniker sowie das London Symphony Orchestra.

Monteverdi Choir
Die Gründung des Monteverdi Choir erfolgte vor 43 Jahren in Cambridge anlässlich einer Aufführung der „Marienvesper“ von Claudio Monteverdi. Ziel war es damals, sich ausgehend von der Musik des Barock ein breit gefächertes Repertoire zu erarbeiten. Das Ensemble wurde bald bekannt für sein leidenschaftliches Musikantentum, gepaart mit rhythmischer Vitalität und der Fähigkeit, Werke ganz unterschiedlicher Komponisten in verschiedenen Sprachen und Ausdrucksformen stilistisch überzeugend zu präsentieren.
Der Chor unternahm zahlreiche vielbeachtete Tourneen, unter denen die „Bach-Kantaten-Pilgerfahrt“ im Jahr 2000 eine absolute Sonderstellung einnimmt: Anlässlich des 250. Todestages von Johann Sebastian Bach führte der Chor gemeinsam mit den English Baroque Soloists sämtliche 198 geistliche Kantaten in 63 Kirchen in ganz Europa auf.

English Baroque Soloists
Die English Baroque Soloists wurden 1978 von Sir John Eliot Gardiner gegründet und haben sich seither als eines der bedeutendsten auf historischen Instrumenten musizierenden Kammerorchester etabliert.
Das Ensemble hat in zahlreichen großen Konzertsälen in aller Welt gespielt, darunter das Teatro della Scala in Mailand, das Amphitheater in Pompeji, die Philharmonie in Berlin, das Théâtre du Châtelet in Paris, das Lincoln Center in New York, das Sydney Opera House, das Amsterdamer Concertgebouw, San Marco in Venedig. 1990 gaben die English Baroque Soloists ihr Debut bei den Salzburger Festspielen und sind seitdem häufig dort zu Gast. Im Jahr 2000 unternahmen die English Baroque Soloists zusammen mit dem Monteverdi Choir die Bach Cantata Pilgrimage.

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Karten-Bestellung Online:

Link: http://www.berliner-konzerte.de/adventskantaten_sir_john_eliot_gardiner.1454.301888.html

oder Telefon: 0180 55 44 888

Ticket-Hotline: 030 – 67 80 111

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Link: Festival Soli Deo Gloria – Feste Alter Musik im Braunschweiger Land e.V. zu Gast in Berlin:

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Großer Saal Philharmonie Berlin „Saal-Plan“ zur Vergößerung in die Grafik klicken..!!

Saalplan Philharmonie Berlin "Großer Saal" zur Vergrößerung in die Grafik klicken..!!

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Philharmonie
Anfahrt

So finden Sie zur Philharmonie — lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit. Donec convallis. Pellentesque mollis tempus ipsum. Fusce pulvinar, pede et feugiat cursus.

  • mit der U-Bahn: Linie U2 Bahnhöfe Potsdamer Platz oder Mendelssohn-Bartholdy-Park
  • mit der S-Bahn: Linien S1, S2, S25, S26 bis Potsdamer Platz
  • mit dem Bus direkt zur Philharmonie: Linien 200 (Philharmonie), M48 (Kulturforum); weitere Buslinien: M29 (Potsdamer Brücke), M41 (Potsdamer Platz)
  • mit dem Auto: Auf dem Gelände der Philharmonie stehen begrenzt Parkplätze zur Verfügung.

Bitte nutzen Sie auch die Parkmöglichkeiten im Sony Center (Einfahrten Entlastungsstraße und Bellevuestraße) sowie in den Potsdamer Platz Arkaden (Einfahrt der Tiefgarage am Reichpietschufer) sowie im Parkhaus am Schöneberger Ufer.

Wenn Sie mit dem Fahrrad zu uns kommen und an der Philharmonie keine Abstellmöglichkeit mehr finden, können Sie Ihr Rad an den Fahrradständern an der Gemäldegalerie oder an der Staatsbibliothek abstellen.

Anfahrt Philharmonie Lageplan

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+) Textauszüge von www.berliner-konzerte.de

Grüße Volker

J.S. Bach / Johann Kuhnau – Motette – „Der Gerechte kommt um“


Heute erlebte ich eine Aufnahme mit der Motette von J.S. Bach / Johann Kuhnau: „Der Gerechte kommt um“. In meinem „Dürr“ konnte ich dieser wunderbaren Instrumental-Motette kein BWV zuordnen. Es gibt verschiedenartige Veröffentlichungen, die eine Dauer von 4 bis  zu 7 Minuten beinhalten.

Eine Frage an die Bach-Kenner,

warum besitzt diese Motette eine unterschiedliche Aufführungs-Länge?

Drei Hör-Beispiele führe ich einmal an:

Bis heute prägt Helmuth Rilling als Akademieleiter die Bachakademie Stuttgart maßgeblich und ist als künstlerischer Leiter der Gächinger Kantorei und des Bach-Collegiums Stuttgart sowie als gefragter Gastdirigent weltweit präsent.

(Dauer der Aufnahme: 4 : 57 Min.)

 

 

 

 

 

Video: J.S.Bach 7 Kuhnau - Motette "Der Gerechte komm um"

Video: J.S.Bach 7 Kuhnau - Motette "Der Gerechte komm um"

 

Zum Start in das Video-Bild klicken..!!

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Eine Aufnahme vom Bremer-Musikfest 2010 mit dem französischen Jung-Star: Raphaël Pichon. Mit seinen 26 Jahren zählt Raphaël Pichon zu den jungen Dirigenten der Alten Musikszene. Nicht nur als Chor- und Orchesterleiter, sondern auch als Countertenor und Violinist hat sich der Franzose bei internationalen Festivals einen Namen gemacht. Er studierte und arbeitete unter anderem bei Ton Koopman, Jordi Savall und Jean Tubéry.

(Dauer der Aufnahme: 6 : 02 Min.)

26-jährige französische Dirigent Raphael Pichon

Dirigent: Raphaël Pichon

Hörprobe:

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Eine weitere Aufnahme

von Sir J.E. Gardiner CD-SDG 156, Vol. 4 auf CD eins enthalten!

(Dauer der Aufnahme – Spitzen-Platz mit  7 : 47 Min.)

Hörprobe:

Label-SDG CD-156 Vol. 4 CD 1

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Anmerkung zur Motette: „Der Gerechte kommt um“

Bearbeitung der Johann Kuhnau zugeschriebenen Motette „Tristis est anima mea“ Die Motette „Der Gerechte kommt um“ ist innerhalb der Passionskantate „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“ von Carl Heinrich Graun überliefert, in die später auch Sätze verschiedener anderer Komponisten, darunter Bachs und Telemanns, interpoliert wurden. Nach den Untersuchungen von Diethard Hellmann, dem Herausgeber der vorliegenden Ausgabe, handelt es sich bei der Motette ursprünglich um eine A-cappella-Komposition Johann Kuhnaus auf den Text „Tristis est anima mea“, die dann – höchstwahrscheinlich von Bach – durch Neutextierung und Hinzufügung eines Instrumentalsatzes umgearbeitet wurde.

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Mein Fazit:

Sind es die unterschiedlichen Tempi die hier in den Aufzeichnungen vorhanden sind. Sir Gardiner legt förmlich ein Schneckentempo an den Tag, was für ihn sehr ungewöhnlich ist, in der gleichen Art ist die Aufnahme vom Franzosen: Raphaël Pichonda – aber über 1 Minute kürzer – dagegen geht es bei Helmuth Rilling doch zügiger voran, ein Wert von 4:57 Min. habe ich in seiner Aufnahme gemessen – ist das eine Erklärung, ich mag es kaum glauben..!!

Grüße

Volker



RUHR2010 Teil XXX: Volkers Klassikseiten im Ruhrpott!


Auf diesen Tag hatte ich mich schon so lange gefreut: Rita und Volker, Ulrike und Werner, Iris und Karl-Heinz, Italo-Wolle und ich haben vorgestern, 21.11.2010 bei bestem Wetter das Ruhrgebiet unsicher gemacht!

Edouard Manet "Die Eisenbahn"

Getroffen haben wir uns am Museum Folkwang, wo seit Oktober 2010 die Ausstellung „die Impressionisten in Paris“ stattfindet. Mit einer öffentlichen Führung haben wir uns in die große Expansionsperiode der französischen Metropole Ende des 19. Jahrhunderts begeben. Von Van Gogh, Gauguin, Renoir, Manet, Caillebotte und Monet sind alle vertreten. Die Ausstellung war thematisch in sich sehr geschlossen und wurde neben den Malereien mit Fotographien aus der Zeit von Napoléon III. und seinem Architekten Haussmann abgerundet. Die Ausstellung ist noch bis zum 30.01.2011 in Essen zu sehen. www.museum-folkwang.de

St. Ludgerus Essen-Werden (Foto: WernerK)

Weiter gehts nach Essen Werden, zur Basilika St. Ludgerus. 799 von Luitger als Benediktinerabtei gegründet war sie ein Christianisierungsstützpunkt unter Karl dem Großen. Nach der Zerstörung der Kirche durch einen Brand wurde der neue Bau 1275 im Übergangsstil von der Romanik zur Gotik geweiht. Architektonischer Höhepunkt ist der achteckige Vierungsturm dessen Kuppelgewölbe zu den Höhepunkten der rheinischen Baukunst gehört. In der Confessio, der Ringkrypta und ältestem Teil der Kirche befindet sich das Ludgerusgrab. Der bronzene Sarkopharg stammt aus dem Jahre 1984. www.st.ludgerus-werden.de

Hochofen Henrichshütte (Foto: VolkerH)

Mittagessen auf der Henrichshütte in Hattingen in der Gastronomie „Henrich´s“, ein modern eingerichtetes Restaurant in der architektonischen Synthese mit der Industriekultur. Der Kampf der Henrichshütte endete 1987, als der Hochofen gegen großen Widerstand ausblasen wurde. 150 Jahre spuckte er das flüssige Eisen aus und in Hochzeiten arbeiteten bis zu 10.000 Menschen auf der Henrichshütte. Unter teilweise schwierigen Bedingungen verdienten die Menschen dort ihren Lebensunterhalt. Die archaische, riesige Brache der Schwerindustrie macht erlebbar, „wodurch unser Wohlstand erschaffen wurde“ (Kalla). http://www.lwl.org/LWL/Kultur/wim/portal/S/hattingen/ort/

spätnachmittägliche Impressionen auf der Henrichshütte (Foto: WernerK)

Unser letzter Programmpunkt und gleichzeitiger Höhepunkt ist die Dorfkirche Stiepel in BO. 900 erstmals urkundlich im Güterverzeichnis des Klosters Werden als Villa Stipula erwähnt, wird 1008 mit Zustimmung des Kölner Erzbischofs Heribert die Erlaubnis für den Bau einer Hofkirche erteilt. Mit ihren fast 800 Jahren alten Malereien aus der Frühzeit der Kirche ist sie ein Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung (ich berichtete bereits auf Volkers Klassikseiten). Um 18.00 Uhr findet heute dort die Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ BWV 140 im Rahmen der „Momente der Ewigkeit“ (Ruhrpott-Kantate) statt. Vorher konnte noch Kaffee und Kuchen auf dem Adventsbasar eingenommen werden. www.evkirchebochum.de/stiepel

Dorfkirche Bo-Stiepel (Foto: VolkerH)

Sopran: Ulrike Hellermann, Alt: Katharina Wagner, Tenor: Stefan Kuhlich, Bass: Peter Lutz

Barockorchester Caterva musica, Leitung und Orgel: Kantor Michael Goede, Liturgie und Ansprache: Pfarrer Jürgen Stasing

„Wachet auf ruft uns die Stimme“ wurde am 25.11.1731 in Leipzig uraufgeführt. Zugrunde liegt Philipp Nicolais Gedicht, mit der populären Melodie gregorianischen Ursprungs. Sie handelt von dem Gleichnis der 10 Jungfrauen, die sich auf die Ankunft des Bräutigams vorbereiten. In ihrer ganzen Stimmung lassen Bach, Nicolai und ein anonymer Textdichter nun die grimmigen Texte und Sündenvorwürfe der Trinitatiszeit hinter sich und orientieren sich in ihrem festlichen Charakter eindeutig in Richtung der Adventszeit.

Nervosität kommt auf, wo ist der Chor? Herr Goede hat sich tatsächlich für eine solistische Besetzung entschieden, was zum intimen Rahmen des Konzerts aber gut passt. Akustisch ist dies jedoch nicht so glücklich gewählt gewesen: Sopran und Alt haben partiell sehr tiefe Partien, so dass sie nur wahrgenommen werden, wenn es in die höheren Bereiche geht. Tenor und Bass haben es etwas leichter, sie haben auch die interessanteren Parts, verkörpern sie doch die ungeduldigen Seelen, die auf den Bräutigam warten. Höhepunkt der Aufführung ist das etwas erotisch angehauchte Duett zwischen Bass und Sopran „Mein Freund ist mein-und ich bin Dein“, unterstrichen von den vielsagenden Blicken der Ausführenden.

Wenn auch Geige und Bratsche nicht richtig stimmten, die Oboe manchmal nicht flüssig durchlief und die solistische Besetzung nicht durchweg meine Zustimmung fand, war es dennoch eine stimmungsvolle, auf den Advent einstimmende Kantate, die durch die phantastische Atmosphäre eine würdige Abrundung fand. Wie Kalla meinte: „In so einer Kirche brauchst Du nicht zu predigen“

Schlussapplaus

Es war ein wunderschöner, erlebnisreicher Tag mit Euch! Danke auch für die super-Fotos! Gruß, Claudia

ZDF – Adventliche Festmusik aus der Frauenkirche Dresden am 28.11.2010 um 18 Uhr


Frauenkirche Dresden (Fotorechte: V.Hege)

Es ist immer eine sehenswerte Sendung des ZDF, die in jedem Jahr zum 1. Advent in Verbindung mit der Stiftung Frauenkirche Dresden – veranstaltet wird. Namhafte Künstler sind dort zu bewundern.

Galakonzert aus der Frauenkirche

Sonntag, 28. November 2010 um 18:00 Uhr im ZDF.

Exakt zehn Jahre ist es her, dass das erste Konzert aus der damaligen Baustelle der Frauenkirche vom ZDF übertragen wurde. Das war der Auftakt für die inzwischen alljährlich stattfindenden ZDF-Adventskonzerte aus dem Dresdner Gotteshaus.

Zum Jubiläum wird Mojca Erdmann (Sopran) zu Gast in der Frauenkirche sein. (Mojca Erdmann singt anstelle der angekündigten Sopranistin Anna Netrebko) – Zweiter Solist im ZDF-Adventskonzert ist der italienische Tenor Vittorio Grigolo.

Auch in diesem Jahr garantieren zwei Dresdner Spitzenensembles eine stimmungsvolle vorweihnachtliche Konzertstunde auf höchstem Niveau: die Staatskapelle Dresden und der Chor der Sächsischen Staatsoper. Einen zusätzlichen musikalischen Akzent setzt der Kammerchor der Frauenkirche. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Bertrand de Billy. Es erklingen Werke von Händel, Vivaldi, Haydn und Mozart.

Das Konzert ist bereits ausverkauft!

Aktualisierung am 30.11.2010 mit folgender Information:

In der ZDF-Mediathek ist bis zum – 4.12.2010 die „Festliche Adventsmusik aus der Frauenkirche Dresden“

unter folgendem Link aufrufbar:

Link: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1199626/Adventliche-Festmusik-2010

Weitere Termine im ZDF-Theater-Kanal mit Wiederholungen aus dem Jahr 2009:

Freitag, 3. Dezember 2010, 9:00 Uhr

Konzert
Adventliche Festmusik aus Dresden
Frauenkirche Dresden, 2009
ZDF Theaterkanal 09:00 Uhr, 60 Min.

Dienstag, 7. Dezember 2010, 14 Uhr

Konzert
Adventliche Festmusik aus Dresden
Frauenkirche Dresden, 2009
ZDF Theaterkanal 14:00 Uhr, 60 Min.

Mittwoch, 8.12.2010 Theater-Kanal 9:00 Uhr

Konzert
Adventliche Festmusik aus Dresden
Frauenkirche Dresden, 2009
ZDF Theaterkanal 09:00 Uhr, 60 Min.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Konzert

Adventliche Festmusik aus Dresden
Frauenkirche Dresden, 2009
ZDF Theaterkanal 14:00 Uhr, 60 Min.

Freitag, 17. Dezember 2010

Konzert
Adventliche Festmusik aus Dresden
Frauenkirche Dresden, 2009
ZDF Theaterkanal 14:00 Uhr, 60 Min.

Falls weitere Terminangaben des ZDF bekannt gegeben werden, werden sie hier aktualisiert..!!

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Kleiner Video-Ausschnitt von der „Adventlichen Festmusik“ Frauenkirche Dresden

Link:  –  h i e r  – klicken..!!

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Grüße

Volker

CD-DVD-Neuerscheinungen in 2010 – J.S. Bach Weihnachtsoratorium BWV 248


Im Kalenderjahr 2010 gibt es vier Neueinspielungen von J.S. Bach – Weihnachtsoratorium

– BWV 248 –  u.a. in einer Jazz-Version.

BWV 248 Johann Sebastian Bach Weihnachtsoratorium_Thomanerchor von 2009

 

1.) Thomanerchor und Gewandhaus-Orchester Leipzig!

Bei dieser Aufnahme handelt es sich um einen Rundfunk-Live-Mittschnitt aus Dezember 2009 aus der Thomaskirche in Leipzig. Anlass: 275.- Jubiläum der Uraufführung des WO in der Thomaskirche in Leipzig

Eine Besonderheit entwickelte sich aus der Situation, dass die Sopranistin erkrankte und Knabensoprane – (die Thomaner Paul Bernewitz und Friedrich Preatorius) eingesprungen sind.

1.) Hörprobe: J.S.Bach BWV 248 WO Eingangs-Satz Jauchzet frohlocket

Eine exzellente Rundfunkübertragung im Dezember 2009 begeisterte die Zuhörer und kann diese Neueinspielung sehr empfehlen. Die zwei Knaben-Soprane der Thomaner haben mich überzeugt und fand das als eine sehr  gute Alternative. Die Klangästhetik gewinnt durch die frischen und makellosen jungen Stimmen an Ausdruckskraft. Der Thomanerchor selbst verkörpert mit der Musik eine Authentizität, die nur in dieser Atmosphäre seine Wirkung vollkommen erzielen kann. 275 Jahre nach der Uraufführung 1734 / 1735 singt der Thomanerchor Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller alle sechs Kantaten. Zum Jubiläumsjahr produzieren Rondeau Production und Mitteldeutscher Rundfunk MDR das beliebte Chorwerk neu für Rundfunk und CD.

Solisten: Paul Bernewitz und Friedrich Preatorius; Knabensopran, Ingeborg Danz; Alt, Martin Petzold; Tenor-Evangelist, Christoph Genz; Tenor-Arien, Panajotis Iconomou; Bass. Leitung: Georg Christoph Biller.

Link: Die Doppel-CD Kantaten 1 bis 6 kann – h i e r – erworben werden!

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2.) Hörprobe: J.S.Bach BWV 248 WO Chor Herrscher des Himmels

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BWV 248 WO Riccardo Chailly - Dresdener Kammerchor - Gewandhaus Orchester

2.) Riccardo Chailly – Dresdener Kammerchor – Gewandhaus-Orchester Leipzig!

Solisten: Martin Lattke-Evangelist · Carolyn Sampson – Sopran,
Wiebke Lehmkuhl – Alt · Wolfram Lattke – Tenor,
Konstantin Wolff – Bass
Dresdner Kammerchor
Gewandhaus Orchestra
Leitung: Riccardo Chailly

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LVZ Interview WO mit Riccardo Chailly

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Riccardo Chailly hat das Jahr 2010 für sein Bach-Jahr erklärt und mehrere Einspielungen von J.S. Bach vorgenommen.

Die hoch gelobte Einspielung der „Brandenburgischen Konzerte“ eröffnete Anfang diesen Jahres den von Riccardo Chaillys geleiteten „kleinen“ Leipziger Bach-Zyklus mit dem Gewandhausorchester Leipzig, als dessen Chefdirigent er seit September 2005 fungiert. Es folgte zu Ostern die „Matthäuspassion“, und mit der Aufnahme des „Weihnachts-Oratoriums“ schließt sich der Kreis der drei Bach-Veröffentlichungen Riccardo Chaillys mit „seinem“ Orchester.

Es liegt fast 150 Jahre zurück, dass ein Dirigent des Gewandhausorchesters in Leipzig, das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach dirigierte. Riccardo Chailly hat diesen musikalischen Kraftakt mit dem Orchester jeweils am 7. u. 8. Januar 2010 durchgeführt. An beiden Tagen wurden die sechs Kantaten des Weihnachtsoratoriums im Konzertsaal aufgeführt.

Das letzte Mal führte der Gewandhaus-Kapellmeister Carl Reinecke diese in Auszügen im Jahr 1861, im damaligen Gewandhaus durch. Wie das Orchester mitteilte, wurde nicht geklärt, warum nie wieder das Werk in einem Stück aufgeführt wurde. Zum ersten Mal wurde das gewaltige Chor- und Orchesterwerk 1735/1736 in der Thomas- und der Nikolaikirche aufgeführt.

Link: Doppel-CD kann  – h i e r – erworben werden

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Hörproben: – h i e r  – klicken!!

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3.) Rom-Sixtinischen Kapelle WO Teile 1 bis 3

DVD – Live-Mitschnitt vom Konzert am 4. Dezember 2009

„60 Jahre Bundesrepublik – 20 Jahre Mauerfall“ aus der Sixtinischen Kapelle zu Ehren von Papst Benedikt XVI. Und in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler.

DVD WO Teil 1-3 Mittschnitt Rom Papst Benedikts XVI_Augsburger Domsingknaben Residenz-Kammerorchester München

Für Domkapellmeister Reinhard Kammler und seine Augsburger Domsingknaben war es die bisher ehrenvollste Konzerteinladung überhaupt: Am Freitag, den 4. Dezember 2009, erklang in der geschichtsträchtigen Sixtinischen Kapelle des Vatikans vor den weltberühmten Fresken Michelangelos das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. In Anwesenheit von Papst Benedikt XVI., Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler und seiner Berliner Delegation, zahlreichen Mitgliedern des am Vatikan akkreditierten diplomatischen Corps und weiteren hochrangigen Gästen musizierten unter Leitung von Reinhard Kammler der Kammerchor der Augsburger Domsingknaben, das Residenz-Kammerorchester München, Knabensolisten, sowie die ehemaligen Domsingknaben Gerhard Werlitz, Tenor und Johannes Kammler, Bass.

Offizieller Anlass dieses für die Augsburger Domsingknaben einmaligen Engagements war das Jubiläum „60 Jahre Bundesrepublik Deutschland und 20 Jahre Mauerfall“.

Gerhard Werlitz, Tenor
Johannes Kammler, Bass
Knabensolisten/Boys’ Soloists:
Kantate I / Cantata I
Ferdinand Geirhos, Alt/Alto
Kantate II/Cantata II
Ivo Hartmann, Sopran/Soprano
Sebastian Maurer, Alt/Alto
Kantate III/Cantata III
Markus Göppel, Sopran/Soprano
Ferdinand Geirhos, Alt/Alto
Kammerchor
der Augsburger Domsingknaben
Residenz-Kammerorchester München

Instrumentalsolisten/
Instrumental Soloists
Michael Christians, Violine/Violin
Petra Schiessel, Flöte/Flute
Dieter Salewski, Isabel Evers, Oboe,
Oboe d’amore
Trompeten/Trumpets
Konrad Müller, Andreas Spannbauer,
Matthias Haslach
Continuo
Hartmut Tröndle, Violoncello
Werner Booz, Kontrabass/Double Bass
Claudia Waßner, Orgelpositiv/Positive organ
Leitung am Cembalo/

Direction and harpsichord:
Domkapellmeister Reinhard Kammler
Aufnahme/Recorded: 04.12.2009,
Sixtinische Kapelle, Rom

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Link: DVD oder als CD mit Hörproben zu beziehen – h i e r  -klicken!!

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4.)  WDR-Big Band „King’s Singers“

J.S.Bach Weihnachtsoratorium BWV 248 "Version für Big Band"

Jazzet, frohlocket!

Unter Standards versteht man im Jazz bestens bekannte Songs des Repertoires, die Jazzmusikern als Grundlage für ihre Improvisationskünste dienen. Bachs Weihnachtsoratorium darf man ohne Zweifel mit Recht als »Standard« bezeichnen, und als solches wurde es im vergangenen Jahr Grundlage einer außergewöhnlichen Session.

Bill Dobbins hat von dem Werk ein Jazzarrangement erstellt und dirigierte seine Jazz-Version in einem gemeinsamen Konzert der King’s Singers und der WDR Big Band. Die Präzision und der unverwechselbare Klang der King’s Singers in Kombination mit einem der renommiertesten europäischen Jazzensembles entlockten Bachs Weihnachtsoratorium, bei aller Achtung des zeitlosen Originals, einen völlig neuen Klang, der Klassik- und Jazzliebhaber gleichermaßen begeistern wird.

Eine ausführliche Rezension – mit einer Hörprobe – zu dieser Wiedergabe in Bad Oeynhausen im Dezember 2009 kann unter dem nachstehenden Link nachgelesen werden:

Link:  – h i e r – klicken!!

(Jazz Arrangement von Bill Dobbins)

  • Künstler: King’s Singers, WDR Big Band, Bill Dobbins
  • Label: Signum , DDD, 2009

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Link: CD zu beziehen: – h i e r – klicken!!

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Schönen Sonntag und Grüße

Volker

L´Italiana in Assindia oder Cecilia Bartoli in der Philharmonie Essen 16.11.10


Es gibt Tage, die sind teuer, richtig teuer. Es fing damit an, dass ich zum Gesangsunterricht mit dem Taxi gefahren bin, kurzentschlossen habe ich mich dann entschieden, trotz der horrenden Preise, doch abends zu Cecilia Bartoli in die Philharmonie zu gehen. Also Ruckzuck noch zur Philharmonie und die Karte abgeholt, dabei bin ich dann, aufgrund meines verkehrswidrigen Verhaltens in Sachen Schnell-Parken, nur knapp einem Knöllchen entgangen.

Philharmonie Essen vom Stadtgarteneingang

Im Moment scheint es en Vogue, alte Komponisten des Barock auszugraben, sie zu entstauben und gründlich zu durchlüften, wie sie Simone Kermes mit „Colori d´amore“ oder auch Magdalena Kozena mit „Lettere amorose“, in Ermangelung ansprechender, zeitgenössischer Möglichkeiten, präsentieren. Zu Tage kommen bei allen, höchst virtuose, anspruchsvolle Stücke, die immer noch faszinierend wirken. Cecilia Bartoli hat sich der Thematik der Kastraten angenommen, die im 17. + 18. Jahrhundert teilweise Rockstar-ähnlichen Kultstatus besessen haben. Der Preis, den sie dafür zahlten, war hoch: Wer die stümperhafte Prozedur überlebte, hatte eine äußerst geringe Chance zu Weltruhm aufzusteigen, vielmehr drohten gesellschaftliche Ausgrenzung, physische Entstellung durch Ausprägung weiblicher Körperformen, unnatürliches Längenwachstum und die üblichen Unsicherheiten im Künstlerberuf. Viele entstammten der neapolitanischen Talentschmiede von Nicola Porpora der mit seinem Zögling Carlo Broschi gen. Farinelli das große Los zog.

Empfangshalle der Philharmonie

Der Zeiger rückt näher auf 20.00 Uhr, die Start-Fanfare „Bilder einer Ausstellung“ ruft zum Konzert. Cecilia Bartoli wird heute von dem Kammerorchester Basel unter der Leitung von Julia Schröder begleitet, dessen Konzertmeisterin sie seit 2004 ist. Das Orchester beginnt mit spritzigen Tempi und steigt mit Nicola Porporas „Come nave“ ein, effektvoll inzeniert stürmt Bartoli  in einer Art Bajazzo-Piratenkostüm mit einem wehenden Mantel, ausstaffiert mit rot-glänzendem Innenfutter, die Bühne; es gibt spontanen Szenenapplaus. Die Künstlerin ist in Top-Form, das satte, dunkle Timbre durchdringt den Raum. Das spielfreudige und akzentuiert agierende Orchester bietet dieser Powersängerin das ergänzende Moment.

Auch wenn wir uns heute nicht vorstellen können, wie die großen Kastraten wirklich geklungen haben, bringt doch „Farinella“ zumindest die Ahnung von dem technischen Können dieser Künstler (Männer kann man ja nicht sagen!) nahe. Speziell bei Francesco Araias Arie aus „Berenice“ durchzieht sie das gesamte Spektrum an Turbo-Trillern und riesigen Tonsprüngen, alles wird aneinandergereiht, Schlag auf Schlag, so dass noch nicht einmal nach einer Passage mit der Schwierigkeitsstufe 10, die Möglichkeit zum Luftholen bleibt, denn es verlangt die nächste Stimmung wieder vollste Aufmerksamkeit! Inflationär werden endlose Melismen-Ketten aneinander gereiht. Die unglaublich sinnlichen Stücke wie „Lascia la spina“ (Händel/ Il Trionfo del Tempo e del Disinganno) oder Leonardo Leo´s „Qual Farfalla“ verlangen neben des technischen Anspruchs nach reifer, lebenserfahrener Interpretation, Cecilia Bartoli gelingt dies und läßt die Zuhörer eingewoben in einem Kokon von Faszination für diese Stimme und diese Musik mit wohligen Schauern in einen anderen Raum entschweben. Die Mimik der Augen und die einladenden Gesten des Körpers ziehen das Publikum in den Gefühlssog hinein. Es läßt sich leicht vorstellen, dass viele Komponisten ihren Stars die Stücke buchstäblich in die Kehle komponiert haben. Es finden sich unter diesen Arien natürlich auch Stücke, die der Kunst wegen ihre Existenzberechtigung haben, aber es gibt auch Melodien, die mitnehmen in alltagsferne und intensive Gefühlswelten mit wunderschönen Melodien (Antonio Caldara „Quel buon pastor son io“).

Il Senesino (Bild Wikipedia)

Das Kammerorchester Basel brilliert gleichmaßen in der Interpretation einiger Ouvertüren, so verschwenderisch die barocken Formen, mit ihren Voluten und ihrem Schmuck sind, so verschwenderisch zieht die Musikalität mit fast impressionistischer Prägung vorbei und hinterläßt Spuren der barocken Ideologie, die das Leid und die Freude eng beieinander wähnt; so die Ouvertüren Porporas zu „Il Gedeone“ und „Perdono, amata Nice“.

Es bleibt ja immer die Spannung, beschönt die Technik, sind die Stars ihr Geld wert? Für Cecilia Bartoli kann die letzte Frage klar mit JA beantwortet werden. Das Konzert hat gezeigt, dass auch in der modernen Klassik der Künstler kein Unberührbarer ist, sondern er/sie mit dem Publikum in ständiger Korrenpondenz steht. Nicht zuletzt hat Cecilia Bartoli durch ihr offenes, dem Publikum und den Mitmusizierenden zugewandtem Wesen die Zuhörer mit ihr verschmelzen lassen, aber die ungeheure Technik, die gigantische Luft, mit der sie schiere Ewigkeiten im An- und Abschwellen der Töne verharrt, weisen ihr zurecht den Vesuv (hier nicht der Olymp) der Mezzosorpranösen zu. Dass sie dabei kommerzielles Gespür beweist ist auch völlig in Ordnung, keiner kann nur von der Kunst leben, er muss sich auch zu vermarkten wissen.

Ist es ausgleichende Gerechtigkeit der Natur, dass gerade die Kastraten ihre fehlende Männlichkeit durch größeres Gefühl für Sinnlichkeit und Technikverlagerung vom Hüftbereich in die Kehle kompensierten?

Diese Zeiten sind vorbei, auch wenn heute niemand mehr aufgrund seiner Stimme kastriert wird, bleibt die menschliche Natur doch diesselbe. In einer Zeit, wo junge Menschen sich genauso nach Erfolg und Anerkennung sehnen wie vor 300 Jahren? Wo Talentshows in Scharen die Programme aller Fernsehsender bevölkern und die Bewerber in Kauf nehmen, vor einem Millionenpublikum öffentlich von mediengeilen Gestalten erniedrigt zu werden?

Schlussapplaus

Wo junge Frauen sich bewußt auf Kinder-Kleider-Größen herunter hungern, um dazuzugehören, ist das nicht auch eine Form der Verstümmelung? Welches Motiv steckt dahinter? Ist Erfolg, Schönheit und Reichtum an der Kleidergröße zu messen? Wer sich heute wünscht, ebenso erfolgreich, wohlhabend und talentiert zu sein wie sein Idol, sollte nicht vergessen, auch die Schattenseiten der Popularität zu beleuchten, die oft geprägt sind von harter, konsequenter Arbeit; Perfektionismuswahn; zerrüttetem, sozialem Leben und fehlender Privatsphäre. Die Übergänge zwischen Anbetung, Mittelmaß und Lachnummer sind fliessend.

Encore!

Halten wir es mit dem Zitat von Claude Debussy: „Ich bete jeden Tag zu Bach, damit er mich vor Mittelmäßigkeit bewahre.“

Bach als Opernkomponist hätte mir übrigens auch gefallen.

Grüße, Claudia

PS: In den Programmheften der Philharmonie steht jetzt an jeder Textseite: Bitte leise umblättern!

Gründung: DVD-Label – ACCENTUS Music – erste DVD-Veröffentlichung: Kantaten von „Wilhelm Friedemann Bach“


DVD-Label: ACCENTUS MUSIC Leipzig

Ein in 2010 neu gegründeter DVD-Label aus Leipzig sorgt für Furore in der Klassikwelt und ich möchte eine sehr höchst bemerkenswerten DVD – Neuerscheinung von diesem Label in meinem Beitrag einmal vorstellen.

Gegründet im Jahr 2010 mit Sitz in Leipzig, ein Zentrum der klassischen Musik, produziert „Accentus Music“ hochkarätige Konzert-und Opernaufnahmen weltweit, sowie abendfüllende Dokumentarfilme und Porträts. Sowohl künstlerisch als auch technisch erfüllt Accentus Music den höchsten Erwartungen von Musikliebhabern auf der ganzen Welt.

Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung als Produzent und Regisseur hat Paul Smaczny mit der Produktionsfirma ACCENTUS Music nun auch das gleichnamige DVD-Label gegründet. Die Gründung von ACCENTUS Music DVD Labels geht mit einer weiteren Weltpremiere einher.

Vier fast vergessene Kantaten des ältesten J.S. Bach – Sohn „Wilhelm Friedemann Bach“ werden  nun zu Ehren seines 300. Geburtstages erstmals auf DVD erhältlich sein.

Kantaten: W.F. Bach - Bachchor Mainz und das Münchner Barockorchester L'arpa festante

Genau zur 300. Wiederkehr des Geburtstags von  W.F. Bach fand jetzt der erste klingende Kontakt mit Teilen der Hallenser Produktion des Friedemann Bach in der Seminarkirche des Bischöflichen Priesterseminars Mainz statt.

Ein Konzert, das besonderen Rang hatte, sind doch die vier Kantaten, die vom Bachchor Mainz unter Ralf Otto zu Gehör gebracht wurden, erst vor zehn Jahren in Kiew entdeckt worden.

Auszüge aus der Rezension der FAZ:
„Originalgenie“ und Tradition – Frankfurter Allgemeine Zeitung von Guido Holze, vom 4.06.2010 – Kantaten – „Wilhelm Friedemann Bach“ in Mainz –

Link zur vollständigen Rezension:  – h i e r – klicken..!!

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+) Charakterlich ist Wilhelm Friedemann  Bach seinem Vater, von dem er sich zeitlebens  überschattet gefühlt haben muss, in mancher  Hinsicht ähnlich gewesen. Als „unbequemer,  widerborstiger Zeitgenosse“ geriet auch er in  Konflikt mit seinen Vorgesetzten in einem Amt, das  dem des Leipziger Thomaskantors durchaus  ähnelte. Der 1710 geborene, älteste Sohn des  berühmten Bach zog die letzte Konsequenz und  kündigte die angesehene Stelle als Hallenser  Musikdirektor und Organist nach 18 Jahren 1764,  um als einer der Künstler der Musikgeschichte sein  Glück als freischaffender, reisender Virtuose zu  suchen. „Alt, ausgelaugt, arm und verbittert“ ließ  er sich schließlich 1774 in Berlin nieder, schilderte  der Bach-Forscher Peter Wollny vom Bach-Archiv Leipzig jetzt zur Einführung in ein ungewöhnliches Konzert mit wiederentdeckten Hallenser Kantaten von Wilhelm Friedemann Bach.

Vertraglich war Wilhelm Friedemann, ähnlich wie sein Vater, zur regelmäßigen Aufführung von Kantaten verpflichtet. Das mussten nicht immer eigene Werke sein, doch hatte er offenbar den Ehrgeiz, wenigstens zu den hohen Festtagen selbst die Vokalmusik zu schreiben. So sind immerhin etwa 20 Kantaten aus seiner Hallenser Zeit erhalten, die jedoch in der Praxis nie als Repertoire erschlossen wurden. Erst zum 300. Geburtsjahr des Komponisten wurde nämlich jetzt eine Gesamtausgabe seiner Werke vorgelegt. Eine wichtige Grundlage dafür war die Wiederentdeckung eines verschollen geglaubten Notenarchivs durch den Bach-Forscher Christoph Wolff 1999 in Kiew.

+) Textauszüge der FAZ

DVD Wilhelm Friedemann Bach vier Kantaten-Werke - Bach-Chor Mainz veröffentlicht in 10_2010

Angaben zur DVD – Label: „ACCENTUS Music“ – Leipzig

DVD Kantaten von Wilhelm Friedemann Bach

aufgezeichnet mit dem Bach-Chor Mainz im Juni 2010.

DVD-Inhalt:

1.Kantate: Wohl dem, der den Herren fürchtet Fk 76

2.Kantate: .O Wunder, wer kann dies fassen Fk 92

3.Kantate: Ach, dass du den Himmel zerrissest Fk 93

4.Kantate: Gott fähret auf mit Jauchzen Fk 75

Mitwirkende:
Dorothee Mields, soprano
Gerhild Romberger, alto
Georg Poplutz, tenor
Klaus Mertens, bass

Bachchor Mainz
Orchester: L’arpa festante, München
Ralf Otto, conductor

Aufnahmeort: Augustinerkirche Mainz am 1. und 2. Juni 2010

DVD-Preis: ab 28,79 €

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Die DVD kann  – h i e r  – !!erworben werden!!

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Seine etwa zwanzig erhaltenen Hallenser Kantaten bilden ein bislang von der Praxis noch kaum erschlossenes Repertoire, das in vielfacher Hinsicht ohne Parallele dasteht. Als künstlerisch hochwertige Beiträge zur Geschichte der Kirchenkantate nach Johann Sebastian Bach bilden sie außerordentlich individuelle Versuche, die Leistungen des großen Lehrmeisters und Vorbilds aufzugreifen und eigenständig weiterzuentwickeln. Hierbei gelangte der Bach-Sohn zu Lösungen, die nichts von den formalen und stilistischen Schablonen vieler seiner Zeitgenossen aufweisen, sondern immer wieder aufs Neue nach Pathos und Anmut, Brillanz und Originalität, kunstreicher Mannigfaltigkeit und natürlicher Schlichtheit streben.

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CD - Bach-Chor Mainz - W.F. Bach - Kantaten Vol.1

Eine gleichartige Aufnahme gibt es vom SWR -Carus-Verlag. als CD (für 18,99 €)

CD-Inhalt:
1.Kantate: Wohl dem, der den Herren fürchtet Fk 76
2.Kantate: .O Wunder, wer kann dies fassen Fk 92
3.Kantate: Ach, dass du den Himmel zerrissest Fk 93
4.Kantate: Gott fähret auf mit Jauchzen Fk 75

Ausführende:
Bach-Chor Mainz,
Orchester: L’arpa festante, München
Ralf Otto, conductor
Dorothee Mields, soprano
Gerhild Romberger, alto
Georg Poplutz, tenor
Klaus Mertens, bass

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Die  CD kann –  h i e r  erworben werden!

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Resume von mir zu den vier Kantaten von „Wilhelm Friedemann Bach“

Beim einsetzen der ersten Tackte verspürte ich sofort, hier bin ich zuhause, das ist Bach-Musik die ich so liebe. Unverkennbar sind bei W.F. Bach die Spuren seines Vaters: J.S. Bach wieder zu entdecken, umso erstaunlicher, dass bis auf die Einspielungen von Hermann Max – vor 10 Jahren – kein Interpret sich gefunden hat, diese wunderbaren Kantaten aus der Hallenser-Zeit von W.F. Bach zu veröffentlichen. Vergeblich schaut man in den Konzertankündigungen nach Werken von dem ältesten Sohn von J.S. Bach. In den Augen des Vaters war er sein Liebling und versprach sich eine große Zukunft von ihm, der das leider durch seinen Lebenswandel nur teilweise verwirklichen konnte. Die fruchtbarste Zeit war seine Anstellung von 1746-1764 als Musikdirektor und Organist an der Marienkirche in Halle a.d. Saale und wurde aus dem vorgenannten Grund als der „Hallesche Bach“ bezeichnet.

Ich liebe es, wenn ich eine DVD mit den Künstlern-Orchester-Sängern bildhaft vor Augen habe, hier fühle ich mich direkt mit eingebunden als Zuschauer und Hörer. Diese DVD vom DVD-Label: „ACCENTUS Music“ entspricht genau meinen persönlichen Vorgaben. Eine wunderbare Augustinerkirche, üppig ausgestattet mit Fresken, Deckengemäldern und einem herrlichen Altarraum geben diesen Bach-Kantaten den würdigen Rahmen. Die Bild und Tonqualität dieser DVD ist überwältigend und lässt keine Wünsche offen. Der Mainzer Bach-Chor besteht aus einer mittleren Besetzung und besitzen ein großartiges Format und können in gesanglicher und Wortverständlichkeit absolut überzeugen. Die Gesangs-Solisten sind Topp-Verpflichtungen, die überragende Sopranistin Dorothee Mields mit ihrer engelhaften Stimme ist ein Genuss, die Altistin Gerhild Romberger weiß ebenso zu überzeugen und dazu der Bassist: „Klaus Mertens“ – das ist ein Pfund, womit die Mainzer-Aufführung unwahrscheinlich punkten kann. W.F. Bach würde sich aus dem Grab erheben, wenn er seine Werke so innig und inbrünstig von den Mainzern vorgetragen, hören würde.

Schon die Eingangs-Kantate: „Wohl dem, der den Herren fürchtet“ ist ein Ohrwurm, herrlich das Gesangs-Duett für Sopran und Alt im 2. Satz: „Gottes süße Seelenlehre“ – hier stellt sich das berühmte Gänse-Hauterlebnis ein, dass ist Bach-Musik in Vollendung, untermalt mit Laute und Bc durch das vorzügliche Orchester: „L’arpa festante“. Das ist himmlische Musik,  da ist der Genius W.F. Bach in den Fußstapfen seines Vaters angekommen. Diese Stelle steht bei mir auf „Da capo…“ Eine rhythmisch und tänzerische Chorpartie ist in diesem Werk enthalten, vortrefflich gelingt es dem Bach-Chor das umzusetzen.

Ich möchte nur noch eine Anmerkung zu einem weiteren Werk abgeben, – die Sinfonia in D-minor „Adagio & Fuge Fk 65 – grenzt an überirdische Musik, das geht unter die Haut und an das Gemüt der Wortlaut dieses Werkes könnte so treffend formuliert werden: „O Wunder, wer kann dieses fassen“ – siehe Kantate 2 auf der Einspielung. Hier verneige ich mein Haupt vor einem weiteren großartigen Bach-Komponisten, der mich in seinen Bann gezogen und begeistert hat.

Ja, was hätte Wilhelm Friedemann…!!

Hier möchte ich meinen Kommentar nicht weiter ausführen sondern bewundere seine Werke und sage danke für eine bewundernswerte Wiedergabe durch die Protagonisten aus Mainz, die es so glänzend verstanden haben mir W.F.B. so nahe gebracht zu haben.

Hörprobe nachstehend: Sinfonia in D-minor „Adagio & Fuge Fk 65 – (Die Klangqualität auf der DVD ist überzeugender)

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Zusatz-Tipps zum 300. Geburtstag von Wilhelm Friedemann Bach:

Fernsehen Arte:

Sonntag, 5. Dezember 2010 19:15 Uhr
ARTE – Konzert
Wilhelm-Friedemann Bach: Kantaten
Galakonzert aus Mainz

Wilhelm Friedemann Bach stand – zu Unrecht – lange im Schatten seines Vaters Johann Sebastian. Anlässlich seines 300. Geburtstags wurde im Juni 2010 in der Mainzer Augustinerkirche dem „Sturm- und Drang“-Komponisten zu Ehren ein Galakonzert veranstaltet, das ARTE mitgeschnitten hat und nun überträgt.
Arte 19:15 Uhr, 45 Min.


Artikel in DIE ZEIT über W.F. Bach / Link: http://www.zeit.de/2010/47/Friedemann-Bach

Anlässlich des Wilhelm-Friedemann-Bach-Jahres kündigt das Händelhaus Halle

folgende Veranstaltungen an:
# Donnerstag, 18. November 2010, 19.30 Uhr, W.-F.-Bach-Haus:
SONDERKONZERT „Johann Sebastian Bach und seine Söhne“

# Donnerstag, 25. November 2010, 14.00 Uhr, Kammermusiksaal, Händel-Haus:
SENIORENKOLLEG „Er besitzt ein sehr feuriges Genie …“

# Sonntag, 28. November 2010, 11.00 Uhr, Bohlenstube, Händel-Haus:
FOCUS BOHLENSTUBE „Wilhelm Friedemann Bach zum 300. Geburtstag“ (Konzert)

# Mittwoch, 8. Dezember 2010, 19.30 Uhr, Romanisches Gewölbe, Händel-Haus:
MUSIK HINTERFRAGT „Wilhelm Friedemann Bach – wissenschaftliche Ergebnisse des Jubiläumsjahres“ (Vortrag)

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Betroffene W.F. Bach-Grüsse von

Volker

Zwei Konzert-Ankündigungen für Leipzig und Herford-CANTart-Festival


Zwei Konzerte für Leipzig und Herford möchte ich im Blog bekannt geben:

Nikolaikirche Leipzig

Samstag, 20. November 2010 um 17:00 Uhr

Nikolaikirche Leipzig

JOHANNES BRAHMS
EIN DEUTSCHES REQUIEM

BACHCHOR LEIPZIG  –  CHOR 89

Viktorija Kaminskaite – Sopran, Daniel Ochoa – Bariton

FESTIVALORCHESTER LEIPZIG –
Leitung: JÜRGEN WOLF

Aufführung mit 350 Mitwirkenden!

Karten zu 15 Euro (ermässigt 10 Euro) am Büchertisch der Nikolaikirche, bei der Musikalienhandlung Oelsner
und allen Vorverkaufsstellen, Abendkasse ab 16.30 Uhr

www.bachchor-leipzig.de

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Kantaten-Gottesdienst in Herford:

CANTart Bach-Kantate in der Münster Kirche in Herford-OWL

Der nächste Termin im Rahmen des „CANTart-Festivals“ in Herford ist ein
Kantaten-Gottesdienst in der „Münster Kirche – Herford“ / OWL

am Sonntag, 14. November 2010 um 10:00 Uhr.

Zur Aufführung gelangt die

Bach-Kantate, BWV 82

„Ich habe genug.“

Diese Kantate (von 1727) wurde vermutlich von J.S. Bach 1731 in Leipzig umgearbeitet als Solo-Kantate für Sopran. Die Besetzung ist anspruchslos: Eine einzige Singstimme wird von einem Streicherensemble mit Continuo sowie einer Oboe begleitet, die in der e-moll-Fassung der hohen Lage wegen durch eine Querflöte ersetzt wurde.

CANTart Kantaten-Gottesdienstim Münster Herford

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Grüße

Volker

Zeitschrift-ALTE MUSIK AKTUELL-TOCCATA veröffentlicht ein Interview mit Sir John Eliot Gardiner in der November-Ausgabe


Zeitschrift: "ALTE MUSIK AKTUELL-TOCCATA" Ausgabe November-Dezember 2010

Vor Tagen bestellte ich bei jpc die Neuausgabe der Zeitschrift:

„ALTE MUSIK AKTUELL-TOCCATA“

Ausgabe November-Dezember 2010 – mit einem Interview mit Sir John Eliot Gardiner, das aus dem englischen ins deutsche übersetzt wurde. Dieses Interview ist Online nicht einsehbar sondern kann nur über den Erwerb beim Verlag:

http://www.promusicaantiqua.de/

oder bei – j p c

als Einzelheft gekauft und eingesehen werden.

Die Zeitschrift bekam ich heute per Post und bin von dem Interview restlos begeistert. Hier wird wirklich alles angesprochen, was den Gardiner-Freund so ungemein interessiert vom Werdegang des großen Dirigenten und seine Auffassungen zur modernen und historischen Aufführungspraxis, Aussagen zu J.S. Bach, Monteverdi Choir, The English Baroque Soloists, Orchestre Révolutionnaire et Romantique.

Wie muss sich ein Sänger-Chor in den Bachwerken artikulieren können, wie muss die Stimme sein, um seine Werke gesanglich umsetzen zu können, etc.

Das ist wirklich einmal ein inhaltlich fantastisches Interview, das sehr selten in dieser Form zu finden ist. Ich kann es allen Gardiner-Freunden nur sehr ans Herz legen, sich dieses Einzelheft bei – jpc – zu besorgen.

Wünsche inhaltsreichen Lese-Spass

Volker

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P.S.

Blog-Mitglieder bitte beim Administrator melden per EMail.

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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen findet Würdigung im Bach Magazin Heft 16


Bach Magazin Leipzig Heft 16

Die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen-Schweiz findet immer mehr Anhägnger und Freunde in Deutschland und Europa. Das Ziel dieser J.S. Bach-Stiftung ist es, sämtliche Kirchen-Kantaten von J.S. Bach in den Live-Konzerten mitzuschneiden und auf DVD zu veröffentlichen. Ihre Würdigung bekommen sie zu Recht im neuen Heft des BACH MAGAZIN aus Leipzig

……und werden zum „Bachfest 2012“ nach Leipzig eingeladen..!!

Eine fantastische Gelegenheit – meine Schweizer Bachfreunde mit einem Besuch zu beehren..!!

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In der neusten Ausgabe vom BACH MAGAZIN Heft 16 ist ein mehrseitiger Artikel über die „J.S. Bach-Stiftung  St. Gallen“ – Schweiz veröffentlicht worden.

Titel: Vom Reiz der verspäteten Aneignung“

Innovatieve Konzepte einer Gesamtaufführung von Bach’s Vokalwerken in der Schweiz.

Text-Auszüge aus dem BACH MAGAZIN – Heft 16 –

erschienen im November 2010:

Bach und die Schweiz – erst vor wenigen Jahren erschien ein erster Sammelband dieses Namens und tatsächlich war diese Verbindung bis in die jüngste Vergangenheit hinein kaum ein Thema.

Anders als Felix Menselssohn Bartholdy hat Bach das Land nie besucht und über die Aktivitäten des Verlegers Hans Georg Nägeli – (bekannt geworden durch seine Aussagen zur h-Moll-Messe *) – in den Jahrzehnten nach 1800 hinaus spielte die Schweiz in der Rezeptionsgeschichte seiner Werke keine herausragende Rolle.

 

Artikel BACH MAGAZIN Leipzig über die J.S. Bach-Stiftung St.Gallen-Schweiz

Für die heutige Aufführungspraxis erweist sich diese „Verspätung“ jedoch in mancherlei Hinsicht als Vorteil: Neue Bach-Initativen sind zwischen Alpen und Oberrhein weniger belastet durch Traditionen und verfestigte Hörgewohnheiten; die unterdessen gewonnen Erfahrungen im Umgang mit barocken Spielweisen und historischen Instrumentarium können in umfassender Weise einbezogen werden.

BACH MAGAZIN: J.S. Bach-Stiftung St. Gallen-Schweiz in Aktion

 

Nicht zuletzt sorgen eine gewachsene lokale Alte-Musik-Szene sowie hervorragende Ausbildungs-Institutionen wie die „Schola Cantarum Basiliensis“ für die nötige Basis, um Aufführungen jener Qualität in Werk zu setzen, wie sie angesichts der Verfügbarkeit von Referenzeinspielungen mittlerweise unerlässlich ist…….

*) Zusatzinformation vom Verfasser!

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Das Bach Magazin ist erhältlich in ausgewählten Buch- und Musikalienhandlungen in ganz Deutschland und kann im Abonnement direkt beim Bach-Archiv bezogen werden

oder als Einzelheft bei –  j p c –

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Angaben zur J.S. Bach-Stiftung St. Gallen:

Rudolf Lutz (*1951) wurde 2006 zum künstlerischen Leiter der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen berufen. Im Hinblick auf die geplante Gesamtaufführung von Bachs Vokalwerk hat Rudolf Lutz in Zusammenarbeit mit erfahrenen Musikern das Orchester «Schola Seconda Pratica» sowie ein ständiges Ensemble von Solisten und Chorsängern aufgebaut.

Rudolf Lutz ist Dozent für Improvisation an der Hochschule für Alte Musik «Schola Cantorum Basiliensis» und für Generalbass an der Hochschule für Musik Basel. Zudem unterrichtete er von 1998 – 2008 das Fach Oratoriumskunde an der Hochschule Zürich……

Weitere Angaben zur „J.S. Bach-Stiftung St. Gallen“ auf  – YouTube –

und ihrer Web-Präsenz, Link: http://www.bachstiftung.ch/de/

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Eingeplant habe ich einen Besuch eines Kantaten-Konzertes in Trogen-Schweiz (St. Gallen) für das Jahr 2011 und nun kommt diese fantastische Ankündigung, dass das sympathische Ensemble auch zum Bachfest 2012 in Leipzig erscheinen wird, das steigert die Vorfreude und begeistert mich, sie in Leipzig an historischer Bach-Stätte Wiedersehen zu können.

Schönes Wochenende

Volker


DVD-Neuveröffentlichung der J.S. Bach-Stiftung St.Gallen – BWV 35


Neuveröffentlichung: DVD - BWV 35 - JS Bach-Stiftung St. Gallen

Wieder eine wunderbare DVD ist von der J.S. Bach-Stiftung in St. Gallen-Schweiz veröffentlicht worden. Eingespielt wurde die Kantate:

BWV 35 „Geist und Seele wird verwirret“

Kantate zum 12. Sonntag nach Trinitatis

für Alt Oboe I+II, Oboe da caccia, Fagott, Organo obbligato, Streicher und Bc.

Solistin
Claude Eichenberger, Alt

Orgel
Norbert Zeilberger

Schola Seconda Pratica
Violine: Renate Steinmann (Konzertmeisterin), Martin Korrodi, Christine Baumann, Sabine Hochstrasser, Olivia Schenkel, Livia Wiersich
Viola: Susanna Hefti, Xiao Ma
Violoncello: Martin Zeller
Violone: Iris Finkbeiner
Fagott: Susann Landert
Oboe: Katharina Arfken, Thomas Meraner
Oboe da caccia: Luise Baumgartl

Leitung und Cembalo: Rudolf Lutz.

Zum Shop der Bach-Stiftung St. Gallen nachstehend:

Link:  http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-35/

Hör- und Sehprobe vom BWV 35 – Fünfter Satz (Sinfonia Presto) aus der Kantate BWV 35 („Geist und Seele wird verwirret“)

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MDR-Fernsehfilm am Sonntag, 31. Oktober 2010 – Luther und Bach in Mitteldeutschland


mdr-Fernsehfilm Luther und Bach in Mitteldeutschland

Das mdr-Fernsehen sendet am Reformationstag Sonntag, 31.10.2010 um 14:30 Uhr einen Fernsehfilm über Martin Luther und Johann Sebastian Bach – mit dem Titel:

„Im Irdischen das Himmlische – Luther und Bach in Mitteldeutschland“

mdr-Fernsehen 31.10,2010 14:30 bis 15:30 Uhr

+) …..Der Kirchenreformator Martin Luther machte das ähnlich, nahm bekannte Melodien und kombinierte sie mit Psalmen und Texten aus der Bibel. Eine himmlische Kunst nannte er die Musik und bis heute ist ein Gottesdienst ohne Musik unvorstellbar. Musik ist Gemeinschaft und Gefühl. Für Luther verband sie dazu noch auf wunderbare Weise das Irdische mit dem Himmlischen. Luther war so voller Überschwang, dass er meinte, wenn er kein „Theologus wäre, so möchte er am liebsten ein Musicus sein“.

J.S. Bach (1685-1750)

 

J.S. Bach führt diese Freude am Singen und der Musik weiter. Mit dem Unterschied, dass er die Melodien für die Texte neu komponierte. So, wie zum Beispiel die Johannespassion, die h-Moll-Messe, das Weihnachtsoratorium, die vielen Kantaten für die sonntäglichen Gottesdienste. In ihnen bringt er die verborgenen Bedeutungen der Bibeltexte, deren Herz, zum Klingen. Bach verfügte über eine noch heute beeindruckende Bibliothek religiöser Literatur, mit mehreren wertvollen Lutherbibeln.

mdr-Filmbiografie Martin Luther BRD-USA 2003

 

Eine Filmbiographie gibt es am Abend beim mdr über Martin Luther am Sonntag, 31.10.2010 um 21:00 Uhr.

Der junge Theologe Luther (Joseph Fiennes) brachte mit seinen Theorien die katholische Kirche ins Wanken. Seine kritische Haltung gegenüber der Auslegung der Bibel und dem Ablasshandel führten zu seiner Exkommunikation. Doch mit der Taktik, Luther als Ketzer zu ächten, hat sich die Katholische Kirche keinen Gefallen getan. Aus dem Kirchenaufstand wird ein landesweiter Aufstand der Bauern, der in einem blutigen Klassenkampf mündet.

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Wünsche allen ein schönes Wochenende

Gruß Volker

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+) Textpassagen vom mdr





CANTart Musikfest Kreis Herford – Kantaten zum Mitsingen Münsterkirche Herford


CANTart - Musikfestival im Kreis Herford / OWL

Ein musikalisches Grossereingnis gibt es zur Zeit im Kreis Herford zu bewundern. Mit dem Musikfest CANTartvom 3.9. bis 11.12.2010 – finden im Kreis Herford-OWL zahlreiche Konzertveranstaltungen statt.

Im Festival CANTart treffen musikalische Impulse und Strukturen vielfältigster Herkunft und Relationen aufeinander und bilden doch ein
faszinierendes Ganzes. Die Region Herford gewinnt dabei ein ganz eigenes kulturelles Profil mit Tiefenwirkung.

Der Projektname CANTart erinnert an die ursprünglichste Form des Musizierens im Singen (lat. cantare) und verweist zugleich mit dem eigenständigen Partikel art auf Querverbindungen zu anderen Bereichen der Kunst. In CANTart wirken Tradition und innovative Offenheit in zukunftsgerichteter Intonation zusammen.

Die menschliche Stimme erweist sich gemäß dem Festivalthema als Ausdrucksorgan und fordert ebenso zu zeitgerechter Positionierung
heraus. Überzeitlichkeit und Aktualität bestimmen ihr Klang- und Wirkungsspektrum.

PDF-Programm zum Download: 10-cantart

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Kantaten zum Mitsingen Münsterkirche Herford

Aus diesem Anlass wird am 31. Oktober 2010 (Reformationstag) um 10:00 Uhr die Kantate BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“ zum Mitsingen in der Münsterkirche Herford im Kantatengottesdienst aufgeführt.

Eine weitere Kantate wird am 28. November 2010 (1. Advent) um 10:00 Uhr im Kantatengottesdienst in der Münsterkirche Herford zum Mitsingen erklingen: Kantate BWV 147a „Herz und Mund und Tat und Leben.“

Die Kantaten werden mit namhaften Solisten und hervorragenden Instrumentalisten aus der NWD Philharmonie in den Festgottesdiensten musizieren.

Stefan Kagl

Die Leitung liegt in den Händen von Münsterkantor Stefan Kagl.

Interessierte Mitsänger/innen werden gebeten, ab dem 2.11.2010 die Proben des Münsterchores und die Hauptprobe am 27.11.2010 um 18 Uhr zu besuchen.

Informationen und Anmeldung zum Mitsingen vom BWV 147a unter: 05221 / 27 69 77 oder 158 19.

Zwei Mitsänger aus dem Blog werden diese Kantaten stimmlich unterstützen und wünschen sich Besucher aus OWL und Umgebung um sich diese schönen Bach-Kantaten anzuhören.

Zur Einstimmung von YouTube das BWV 80 „Ein feste Burg“ – Eingangs-Satz –

und das BWV 147 „Herz und Mund und Tat und Leben“ – Eingangs-Satz –

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Weitere Termine-Konzerte aus dem CANTart-Pdf-Programm:

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Grüße Volker

Biodiversität audio-visuell – 23.10.2010 Missa Gaia in Velbert-Langenberg


Es ist kalt und ungemütlich, regnerisch, richtiges Herbstwetter. Ich will mir heute die Missa Gaia (Gaia griechisch: Erde) in der „alten Kirche“ in Langenberg anhören – oder sollte ich besser sagen, auch ansehen?

Inneres der alten Kirche

Der Komponist Paul Winter (*1939) wurde zu diesem Werk durch eine Trauerfeier für Duke Ellington inspiriert. Er liess sich von liturgischen Werken von Palestrina, Bach, Stravinsky und Britten leiten. Einige Melodien, die die Natur anbietet, werden direkt aus ihr entnommen und in das Geschehen mit eingewoben, so das Kyrie, das dem Ruf einer Polarwölfin entlehnt ist oder das Sanctus, wo ein Buckelwal solistisch-musikalisch in Aktion zu erleben ist. Mehrfach finden sich auch Aspekte aus Franz von Assisis „Sonnengesang“. Nach Wunsch des Komponisten soll sie kein unveränderliches Werk sein, sondern sie bietet auch Freiraum für thematisch verwandte Stücke. Sie ist das ökologische Glaubensbekenntnis einer Erkenntnis, die so komplex und doch so einfach ist:
Alles ist eins.
Christine Heßeler: Sopran; Rüdiger Scheipner: Saxophon; Klaus Georg Hanf: Oboe und Orgel; Tobias Sykora: Violoncello; Yasmin Aevermann: Gitarre
Gospelchor „Colours of Joy“ Velbert, Seniorensingkreis und Kirchenchor der ev. Gemeinde Langenberg
Technik: Margrit Finner, Maik Balnak
Bildpräsentation: Yasmin Aevermann
Leitung, Keyboard, Orgel: Peter Nowitzki
Dirigat: Sigrid Wagner-Schluckebier
Der Eingangschor „Canticle of Brother Sun“ ist fetzig, melodisch eingängig und erinnert an einige Sacro-Pop Songs, der Chor ist noch etwas unsicher, wer darüber hinweg hören möchte, schaut sich einfach die wunderschönen Bilder, die passend zum Text auf die Videoleinwand projeziert werden an und unsere Schöpfung in vielfältiger Weise präsentiert.
Das Kyrie scheint doch einige rythmische Stolperfallen zu beinhalten, dem Ruf des Polarwolfes intervallisch zu folgen bringt die Ausführenden in Zugzwang und so bekommt „Herr, Erbarme Dich“   einen neuen Zugang. Insgesamt wirkte der Chor etwas gehetzt, um „mit den Wölfen zu heulen“
Die Bergpredigt wird nun vertont von der Sopranistin Christine Heßeler gesungen, die ein echtes, junges Talent ist. Stimmtechnisch von der Natur mit solider Begabung für den Musicalbereich ausgestattet, bringt sie diesen Part sicher und ergreifend, dass das Publikum spontan applaudiert.
Interessant auch das nächste Stück, eine Zwiesprache der Vögel und des Cellos vor Sonnenaufgang. Es vermittelt zwischen den Instrumenten und der Natur, die in ihrer Intention und Klang nicht sehr weit entfernt voneinander sind.
Bei dem Stück, „die Erde ist schön“ tritt der Seniorenchor Langenberg unisono auf (der Text stammt übrigens von einem Langenberger). Ok, ich darf das jetzt nicht mit Gardiners Chor vergleichen, aber die betagten Damen und Herren animieren viele der Zuhörer spontan zum Mitsingen und so entwickelt dieses Konzert eine Dynamik, die das Publikum nicht als außenstehende Betrachter passiv beläßt, sondern sie aktiv in das Geschehen verquickt. Als weitere Einlage folgt das „Laudato si“.
Beeindruckend auch das Improvisationsstück für Orgel, Saxophon und Haubentaucher „Return to Gaia“-Rückkehr des Raumschiffes zur Erde. Peter Nowitzky und die Orgel versetzen uns in den Weltraum mit Harmonien, die wirklich außerspärisch klingen, untermalt von phantastischen Bildern ferner Galaxien. Von dem atonalen, scheinbar lebensfeindlichen Weltraum, tauchen wir audio-visuell in die vertraute, harmonische Atmosphäre der Erde ein, bis das Saxophon und die Orgel in Sam Cooks „Wonderful World“ einstimmen. Irre!
Ein weiterer Höhepunkt der Missa ist das Agnus Dei; um den Eskimos das Sinnbild des „Lamm Gottes“ näher zubringen, wurde das Lamm zur Kegelrobbe mit ihrem weissen Fell und ihrer sanften und hilflosen Natur umfunktioniert. Die Musik hierzu und die wundervollen Bilder (man hatte auf echte Grausamkeiten verzichtet) mit kleinen Robben und Kindern trieb mir die Tränen in die Augen.
Ein nachhaltiges Erlebnis, ein Plädoyer für die Schöpfung, ein außergewöhnliches Konzert.
“ Wie Samen, die unter der Schneedecke träumen, träumen eure Herzen vom Frühling. Vertraut diesen Träumen, denn in ihnen verbirgt sich das Tor zur Unendlichkeit“    Khalil Gibran

St. Michaelis Hamburg mit Monteverdis Marienvesper am 30.10.2010 – und seine sanierten Orgeln


St. Michaelis-Kirche Hamburg

Hamburg mit seiner Hauptkirche St. Michaelis rundet den Monat Oktober 2010 mit einem Highlight ab. Am 30. Oktober 2010 führt der Chor von St. Michaelis, Hamburg – von Claudio Monteverdi die „Vespro della beata Vergine (Marienvesper) auf. Namhafte Gesangs-Solisten konnten für dieses Konzert verpflichtet werden:

Wie u.a.

Emma Kirkby, Sopran, Susanne Rydén, Sopran,

Andreas Post, Tenor, – James Gilchrist, Tenor

Zur Ankündigung:

Chor St. Michaelis

Leitung: Christoph Schoener

Sonnabend, 30. Oktober 2010, 18.00 Uhr

Claudio Monteverdi: Vespro della beata Vergine (Marienvesper)

Emma Kirkby, Sopran Susanne Rydén, Sopran Elisabeth Graf, Alt Gabriele Betty Klein, Alt James Gilchrist, Tenor Andreas Post, Tenor Raimund Nolte, Bass Jens Hamann, Bass

Chor St. Michaelis Concerto con Anima Leitung: Christoph Schoener

PDF zum Konzert St. Michaelis Hamburg Monteverdi Marienvesper

PDF Einführung in die Marienvesper:  H i e r – klicken..!!

14 Gardiner-Videos YouTube Marienvesper

Link:  http://www.youtube.com/view_play_list?p=548494ED4517F7D6

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Kontakt: Michel-Musik-Büro Susanne Lindemann Englische Planke 1 D-20459 Hamburg

Telefon: 040/37 678 143 Fax: 040/37 678 243 info@michel-musik.de http://www.michel-musik.de

Ticket-Online-Link: http://www.ticketonline.com/de/de/production/161610-Claudio+Monteverdi%3A+Marienvesper/

Sitzplan: Link: http://www.michel-musik.de/?id=0cb7909a456224ba18ddf1480c1a14d2

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Zu diesem Beitrag passt die Information über die Sanierung in 2009 von St. Michaelis mit ihren Orgeln, aus diesem Anlass fanden im Jahr 2009 zahlreiche Fest-Konzerte statt. Berühmte Organisten und Komponisten waren in St. Michaelis:

Georg Philipp Telemann, Carl Philipp Emanuel Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Brahms, Gustav Mahler.

+) Die Sanierung der Hauptkirche St. Michaelis ist abgeschlossen, die Orgeln und das Fernwerk sind wieder einsatzbereit. Fast ein Jahr lang hatte die Kirchenmusik in der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis Generalpause, denn der Innenraum des „Michels“ wurde umfangreich saniert und restauriert. Nun ist es vollbracht und die alte Pracht des Kirchenraums erstrahlt in neuem Glanz. Die Sanierung des Michels, der mit der Dresdner Frauenkirche zu den bedeutendsten Barockkirchen des Protestantismus zählt, hatte 26 Jahre gedauert und rund 33 Millionen Euro gekostet, davon entfielen mehr als 2 Millionen Euro auf die Orgel-Instandsetzung.

Die Festmusik zur Einweihung des Turmes von St. Michaelis im Jahre 1786 schrieb Carl Philipp Emanuel Bach, Telemanns Nachfolger als Musikdirektor an allen fünf Hauptkirchen und der Gelehrtenschule.

Steinmeyer-Orgel St. Michaelis Hamburg

Die große Steinmeyer-Orgel mit 6674 Pfeifen in 85 Registern, die kleinere Marcussen-Konzertorgel auf der Nordempore, beide gründlich restauriert und von einem zentralen Spieltisch ansteuerbar, das „wiederbelebte“ Fernwerk und demnächst auch noch eine neue Orgel mit barockem Klangbild, die 2010 auf der Südempore errichtet werden soll.

Sie wird Carl Philipp Emanuel Bach gewidmet sein, dessen Grab sich in der Michel-Krypta befindet. Dort steht auch eine kleine „Felix-Mendelssohn-Orgel, die mit ihrem Namen daran erinnert, dass dieser berühmte Hamburger Komponist in unmittelbarer Nachbarschaft des Gotteshauses geboren wurde.

Krypta in St. Michaelis Hamburg Grabstätte von "Carl Philipp Emanuel Bach"(1714 – 1788)

Hauptpastor Alexander Röder ist begeistert: „Wenn in Zukunft Orgelklänge aus dem Schallloch in der Decke erklingen, werden die Besucher das Gefühl haben, die Musik käme direkt aus dem Himmel.“

Dazu gibt es aus Hamburg ein Video von 2009 wo über die Sanierung der Orgeln in St.Michaelis und speziell über „Carl Philipp Emanuel Bach“ (1714 – 1788) – berichtet wird, der in der Krypta von St. Michaelis begraben worden ist.

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Zum Start in das Video unten  k l i c k e n !!

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Inhaltsreiche Angaben zu den Orgeln in St. Michaelis-Hamburg, mit Dispositions-Angaben, Fotos und Geschichte als PDF herunterzuladen:

Link:  St. Michaelis Hamburg Orgeln Disposition Geschichte Bilder

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Grüße
Volker
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+) Textauszüge/Video von: www.marketing.hamburg.de

Sir Gardiner sein Label – Soli Deo Gloria – hat fehlende Bach-Kantaten-Einspielungen innerhalb der – Bach Cantata Series – wie kann ich sie vervollständigen


Nach dem erfolgreichen Ende und Veröffentlichung der letzten CD-Alben der  „Bach Cantata Series“ konnte mein Abgleich mit dem beigefügten Flyer vom Label: Soli Deo Gloria – welches in der letzten CD-Sendung mit enthalten war, meine Recherche auf eine  Vollständigkeit der „Bach-Kantaten –  für das Kirchenjahr“ mit den veröffentlichten CD’s von der „Bach-Cantata-Pilgrimage 2000-Tour“ – vorgenommen werden.

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Bach Cantata Series

THE BACH CANTATA PILGRIMAGE RECORDINGS

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SDG101 SDG104 SDG107 SDG110 SDG113 SDG115 SDG118
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SDG121 SDG124 SDG127 SDG128 SDG131 SDG134 SDG137
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SDG138 SDG141 SDG144 SDG147 SDG150 SDG153 SDG156
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SDG159 SDG162 SDG165 SDG168 SDG171 SDG174

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Die „Bach Cantata Series“ beinhalten 165 Bach-Kantaten für das Kirchenjahr – die innerhalb der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000-Tour im Bachjahr 2000 vom Label: Soli Deo Gloria mit 27 CD-Alben veröffentlicht wurden.

Dazu wurden im Kalenderjahr 2000 (Bachjahr 2000) von der DG (Deutsche Grammophon) – vier CD’s mit 14 Bach-Kantaten für das Kirchenjahr in ihrer Eigenregie veröffentlicht und verkauft. Es handelt sich um die fehlenden BWV 72, 73, 82, 83, 94, 105, 111, 113, 125, 156, 168, 179, 199 und BWV 200, die aus rechtlichen Gründen vom Label: Soli Deo Gloria – nicht verkauft werden durften. Diese vier CD’s der DG führe ich nachstehend zur Ansicht auf.

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Diese fehlenden „Bach-Kantaten“ – für das Kirchenjahr – können zur Vervollständigung als Einspielung mit – Sir Gardiner – EBS und dem Monteverdi Choir von der DG – (Deutsche Grammophon) – nachstehend erworben werden:

Link:  – h i e r  klicken..!!

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Cover: CD der DG vom Bachjahr 2000 - mit dem BWV 72 - 73 - 111 - 156

 

 

Cover: CD der DG vom Bachjahr 2000 -mit dem BWV 82 - 83 - 125 - 200

 

 

Cover: CD der DG vom Bachjahr 2000 -mit dem BWV 94 - 105 - 168

 

 

Cover: CD der DG vom Bachjahr 2000 mit dem BWV 113- 179 - 199

 

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Von Johann Sebastian Bach sind nach heutigem Kenntnisstand um die 200 Kantaten bekannt. Von diesen „Kantaten zum Kirchenjahr“ werden von den Fachleuten sechs Kantaten J.S. Bach n i c h t zugeordnet. Laut Alfred Dürr in seinen Kantatenbeschreibungen auf Seite 1003, scheiden folgenden BWV für das Kirchenjahr in der Zuordnung zu J.S. Bach aus und wurden dementsprechend vom Label: Soli Deo Gloria und der DG im Bachjahr 2000 nicht veröffentlicht:

BWV 15 „Denn du wirst meine Seele nicht in der Hölle lassen“ (Komponist: Johann Ludwig Bach)

BWV 53 „Schlage doch gewünschte Stunde „(Trauerfeier) (Komponist Georg Melchior Hoffmann)

BWV 141 „Das ist je gewisslich wahr“ (Komponist: Georg Philipp Telemann)

BWV 142 „Uns ist ein Kind geboren“ (Komponist: Johann Kuhnau)

BWV 160 „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt“ (Komponist: Georg Philipp Telemann)

BWV 189 „Meine Seele rühmt und preist“ (Komponist Georg Melchior Hoffmann)

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Die nachstehenden zwölf Kantaten sind keinem Sonn- oder Feiertag im Kirchenjahr zuzuordnen, es handelt sich um weltliche Kantaten – aus Anlass eines Ratswechsels, Trauung, oder Trauerfeier. Diese BWV wurden ebenfalls vom Label: Soli Deo Gloria und der DG im Bachjahr 2000 nicht veröffentlicht:

BWV 29Wir danken dir, Gott, wir danken dir“ (Ratswahl)

BWV 69 „Lobet den Herrn, meine Seele“ (Ratswechsel)

BWV 71 „Gott ist mein König“ (Ratswechsel zu Mühlhausen 1708) *)

BWV 106 „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit (Actus tragicus) (Trauerfeier)

BWV 119 „Preise, Jerusalem, den Herrn“ (Ratswechsel)

BWV 120 „Gott, man lobet dich in der Stille“ (Ratswechsel)

BWV 157Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ (Trauerfeier evtl. zu Mariae Reinigung)

BWV 193 „Ihr Tore zu Zion“  (weltliche Kantate, Ratswechsel)

BWV 195 „Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen“ (Trauung)

BWV 196 „Der Herr denket an uns“ (Trauung)

BWV 197 „Gott ist unsre Zuversicht“ (Trauung)

BWV 198 „Laß, Fürstin, laß noch einen Strahl“ (Trauer-Ode für Kurfürstin Christiane Eberhardine, Gemahlin Augusts des Starken, die am 5.9.1727 verstarb)

*) Das BWV 71 „Gott ist mein König“ zur Ratswahl in Mühlhausen 1708 wurde von Sir J.E. Gardiner im Bachjahr 2000 aus besonderem Anlass seines Besuches dort in der Divi Blasii Kirche mit aufgeführt und auf seiner SDG-CD Vol. 3 mit veröffentlicht..!!

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Somit müsste  nach meinen oben genannten Angaben und meiner Recherche folgende „Bach-Kantate zum Kirchenjahr“ zur Vervollständigung von dem Bach-Freund noch zusätzlich erworben werden:

BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen“ (Himmelfahrtsoratorium)

Diese Kantate wurde im Bachjahr 2000 weder vom Label: Soli Deo Gloria, noch von der DG – (Deutsche Grammophon) –  eingespielt.

Diese CD ist im Oktober 1993 in London –  u.a. mit dem Himmelfahrtsoratorium, BWV 11 – von der DG mit Sir Gardiner – EBS und dem Monteverdi Choir – eingespielt und veröffentlicht worden.

 

Cover: CD von der DG eingespielt im Oktober 1993 in London u.a. mit dem BWV 11 "Himmelfahrtsoratorium" und BWV 37-43-128 Ausführende: Sir Gardiner-EBS-Monteverdi Choir

 

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Diese CD mit dem BWV 11 (Himmelfahrtsoratorium) kann ebenfalls nachstehend erworben werden.

Link: – h i e r – klicken..!!

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Fazit:

Meine Bewunderung gilt allen Beteiligten der Bach-Cantata-Pilgerreise im Kalenderjahr 2000.  Sir John Eliot Gardiner war ein hervorragender Bach-Kenner, genialer Leiter und Bach-Interpret der Extraklasse – die mit einem bewundernswerten barocken Sound auftretenden English Baroque Soloists sind als ein Orchester der Spitzenklasse zu erwähnen – der nicht zu toppende Monteverdi Choir  war die Krönung während dieser unvergleichlichen Pilgerreise. Die zur Pilgertour verpflichteten Gesangs-Solisten konnten zur allgemeinen homogenen Ensemble-Leistung mit ihrem Gesangs-Können überzeugen. Sie alle haben etwas Außergewöhnliches vollbracht, was bisher von keinem Ensemble in dieser Form unternommen worden ist. In einem Kalenderjahr (im Bachjahr 2000) haben sie fast vollständig sämtliche „Bach-Kantaten im Kirchenjahr“ in Europa und Übersee zur Aufführung gebracht und als einen Mittschnitt auf CD veröffentlicht.

 

Leiter: Sir John Eliot Gardiner - EBS und Monteverdi Choir

 

Wie wurde das alles mit Bravour gemeistert: Instrumentalisten-Gesangs-Solisten terminlich zu verpflichten, die Terminhetze, lange Anreisen, kaum Zeit zum Proben, die örtlichen Akustischen Probleme in den Griff zu bekommen, und und…!!

Umso erstaunlicher, was von dieser Bach-Pilger-Tour an hervorragenden Bach-Kantaten als Ergebnis veröffentlicht wurde. Ich verneige mich ehrfurchtsvoll vor diesem Spitzen-Ensemble und ihrem genialen Leiter: „Sir John Eliot Gardiner“, der diese Idee für das Bachjahr 2000 in sich trug und trotz aller Schwierigkeiten so souverän meisterte. Mir wird ganz schwermütig ums Herz, dass nun alles Vollbracht worden ist und die Bach-Pilgerreise mit der letzten CD-Veröffentlichung ein Ende gefunden hat. Es waren für mich immer spannende Momente, wenn die neue SDG-Bach-CD von der „Bach-Pilgertour 2000“ per Post auf meinem Tisch lag und ich mich mit dieser wunderbaren Bach-Musik vom Alltag entrücken lassen konnte.

Für jeden Kantaten-Liebhaber sind die Ausführungen von Sir John Eliot Gardiner – veröffentlicht in seinem Reisetagebuch zur Bach-Cantata Pilgerreise – von so hoher und gehaltvoller Qualität, so dass sie ein hilfreiches Instrumentarium bedeuten, sich mit den textlichen Ausführungen zu befassen. Zu jeder Bach-Kantate, die im Bachjahr 2000 aufgeführt wurde, sind die gemachten Aussagen als Anschauungsunterricht von unschätzbarem Wert. Hier wird aus erster und genialer Quelle etwas zu dem Werk ausgesagt, das sehr in die Tiefe geht und nicht nur die musikalische Sichtweise darlegt, sondern auch die textlichen und historischen Gründe wunderbar ausdeutet. Ebenso sind die Meinungsaussagen der Künstler und Solisten zur Bach-Cantata-Pilgrimage zu nennen. Hier kommen die Beteiligten zu Wort und sehen die Werke aus ihrer Sicht und beschreiben sehr anschaulich die Bach-Pilgertour 2000.

Nachstehend der Link zum Cantatafinder, wo das Reisetagebuch und die Künstlerbeiträge pro Album  einsehbar sind.

Link zum Cantatafinder

Soli Deo Gloria, vielen Dank für eure Bemühung und der wunderbaren J.S. Bach-Musik und den wörtlichen Ausführungen in dem Reisetagebuch und in den Künstlerbeiträgen, die ihr so meisterlich uns zu kredenzen wusstet. Ich werde es vermissen, wenn keine neue Bach-CD von Euch mehr ankommen wird, aber –  ich habe ja das „SDG-CD-Bach-Archiv“, damit werde ich mich immer wieder an den schönen Bach-Kantaten erfreuen können und das ist ein Glücksfall, der meine Wehmütigkeit in Grenzen halten wird..!!

Herzliche Bach-Grüße

Volker


Drei Bach-Kantaten auf ARTE mit Ton Koopman und Kurt Masur zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung


Video ARTE-TV Ton Koopman dirigiert drei Bach-Kantaten

Zwei Highlights möchte ich von ARTE-TV vorstellen, die bis zu 170 Tage im Netz bleiben werden. Das am 21.9.2010 gefilmte Konzert als Video von Ton Koopman mit 3 Bach-Kantaten.

Während des Ambronay-Festivals 2010 spielte das von Ton Koopman gegründete Ensemble „Amsterdam Baroque Orchestra & Choir“ die drei Bach-Kantaten BWV 127, BWV 140 und BWV 147. Die Bild und Tonqualität ist wie immer von ARTE gewohnt, gut.

Künstler: Johannette Zomer (Sopran), Jörg Dürmüller (Tenor), Thomas Laske (Bass).

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Nachstehend anklicken zum Video von ARTE – Koopman mit 3 Bach-Kantaten

http://liveweb.arte.tv/flash/player.swf?eventId=1563&admin=false&mode=prod&priority=one&embed=true

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Video-Festkonzert ARTE-TV- mit Kurt Masur von Oktober 2009

 

Ein weiteres Video Kurt Masur „Festkonzert zum 20. Jahrestag der Friedlichen Revolution“

Für das Konzert haben das Gewandhausorchester Leipzig und ihr ehemaliger Kappellmeister Kurt Masur ein Programm zusammengestellt, das inhaltlich Bezug auf jene Ereignisse nimmt und das am Tag des Konzerts genau 20 Jahre zurückliegt. Den Solopart für die Violinenromanzen übernimmt der französische Geiger Renaud Capuçon. Ebenfalls im Konzert zu hören sein wird der berühmte Thomanerchor Leipzig unter der Leitung ihres Kantors Georg-Christoph Biller.

Programm:

Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zu „Egmont“ op. 84

Ludwig van Beethoven: Romanze für Violine und Orchester Nr. 1 G-Dur op. 40

Ludwig van Beethoven: Romanze für Violine und Orchester Nr. 2 F-Dur op. 50

Johann Sebastian Bach: Motette „Fürchte dich nicht“ BWV 228

Felix Mendelssohn Bartholdy: „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ für achtstimmigen Chor

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op.73

Aufnahmen vom 9.10.2009.

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Schönes Wochende wünscht allen

Volker


Termine im Kalenderjahr 2010 J.S. Bach Weihnachtsoratorium BWV 248


Hallo Bachfreunde,

wie bereits im vergangenen Jahr veröffentliche ich hier eine kleine Auswahl mit Aufführungsterminen vom BWV 248

„Weihnachtsoratorium“ von J.S. Bach für Dezember 2010

in Deutschland.

Das Weihnachtsoratorium, BWV 248, ist eines der prominentesten und beliebtesten Werke von

Johann Sebastian Bach.

Die Uraufführung fand an den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtstag (25. Dezember 1734) und Epiphanias (6. Januar 1735) statt. Die Teile I, II, IV und VI wurden zweimal an einem Tag aufgeführt, abwechselnd morgens und nachmittags in den Hauptkirchen von Leipzig: St. Thomas und St. Nikolai, die Teile III und V nur in St. Nikolai.

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Konzerte in Deutschland-Österreich

mit Termin- und Ortsangaben zur Aufführung des WO in 2010

über Ticket-Online:

Link zu Ticket-Online

oder

Link: http://www.europa-tickets.de/events/weihnachtsoratorium/

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weitere Termine- und Ortsangaben zur Aufführung des WO in 2010:

Saarbrücken am 12.12.2010 Link: Ludwigskirche und

Berlin am 11. und 12.12.2010 Link: Gethsemane-Kirche

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Frankfurt, Alte Oper

Alte Oper Frankfurt

 

Montag, 06. Dezember 2010
Großer Saal, 19:00 Uhr
J. S. Bach, Weihnachtsoratorium BWV 248
Kantaten I bis VI

Cappella Amsterdam
Le Concert Lorrain
Daniel Reuss Leitung
Hana Blažíková Sopran
Gerhild Romberger Alt
James Gilchrist Tenor
Peter Harvey Bass


Johann Sebastian Bach

Abonnement Bachreihe
Veranstalter: Frankfurter BachKonzerte e.V. in Kooperation mit Alte Oper Frankfurt

Preise: € 23,- 35,- 45,- 58,- (Endpreise) VA
€ 18,40 28,- 36,- 46,40 (Wahlabo-Preise)
Einzelkartenverkauf ab 10. Mai 2010
Verbilligte Abendkasse

Telefonischer Kartenvorverkauf:
Frankfurt Ticket RheinMain, Tel. 0 69 / 13 40 – 4 00.

Weitere Vorverkaufsstellen finden Sie – hier.

Zur Online-Ticketbestellung

 

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Rudolf Oetkerhalle Bielefeld

 

Bielefeld-Oetkerhalle

Musikverein der Stadt Bielefeld

Donnerstag, 23. Dezember 2010 – 20 Uhr – Rudolf-Oetker-Halle

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Weihnachts-Oratorium, BWV 248

Bielefelder Philharmoniker

Musikalische Leitung: Wolfgang Helbich

Eintrittspreise: 10,00 € bis 24,00 €, Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt

Kartenvorverkauf:

Für Besucher aus dem Umland:
Besucherring Bielefeld
Brunnenstraße 8
33602 Bielefeld
Telefon 05 21 / 329 83 89

KONticket
Jahnplatz-Passage 11
33602 Bielefeld
Telefon 05 21 / 66 100
Fax: 05 21 / 17 27 01

Touristinformation im

Neuen Rathaus
Niederwall 23
Telefon 05 21 / 51 69 99

Rezension der NW vom 27.12.2010 über das WO in der Oetkerhalle nachstehend:

zur Vergrößerung in die Bilder klicken..!!

J.S. Bach WO Musikverein Bielefeld 23_12_2010 Oetkerhalle (Foto: NW Heike Sommerkamp)

 

NW Lokale Kultur vom 27.12.2010

 

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Abtei Königsmünster

Arnsberg, Abtei-Königsmünster Meschede

Sonntag, 12.12.2010 / 19:00 Uhr Abtei Königsmünster Meschede

J.S. Bach Weihnachtsoratorium Kantaten: 1 + 4-6

Marietta Zumbült, Sopran
Anne-Kristin Zschunke, Alt
Rüdiger Linn, Tenor
Ulf Bunde, Bass

Projektchor des Kirchenkreises Arnsberg
Oratorienchor Arnsberg
Ev. Kinder- u. Jugendchor VokalTotal Arnsberg
Camerata Instrumentale Siegen
Ltg.: KMD Gerd Weimar

Info:

Tel. 02931 / 530452

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Erlöserkirche Essen

„Essener Bachchor“ am Sonntag, 19.12.2010 um 18:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Weihnachtsoratorium, Kantaten 1-6

Solisten:
Marietta Zumbült, Sopran
Saskia Klumpp, Alt
Andreas Post, Tenor
Thomas Peter, Bass

Folkwang Kammerorchester Essen
Essener Bachchor
Leitung: Stephan Peller

Karten im Vorverkauf: Info – h i e r

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Philharmonie Essen

 

Essen Philharmonie am 7.12.2010 um 20 Uhr

WO Kantaten 1-3 und 6

Bachs „Weihnachtsoratorium“ bei Kerzenschein in der Philharmonie Essen

Eine Aufführung von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratoriumohne Dirigenten? Das ist nur schwer vorstellbar, ist dieses Werk doch durch große Virtuosität und Komplexität gekennzeichnet. Aber dieHimlische Cantorey und die Cappella Coloniensis, die beide als Spezialisten-Ensembles für Alte Musik große Erfolge feiern, wagen dieses „Experiment“ am

Dienstag, 7. Dezember 2010 um 20 Uhr

im nur mit Kerzenlicht beleuchteten Alfried Krupp Saal der Philharmonie Essen und stehen damit in der Tradition der Aufführungspraxis von Carl Philipp Emanuel Bach im 18. Jahrhundert. Eine weitere bemerkenswerte Besonderheit ist die Besetzung des Chores, der aus den acht Sängerinnen und Sängern Veronika Winter und Heike Heilmann (Sopran), Olivia Vermeulen (Alt), Franz Vitzthum(Altus), Jan Kobow (Tenor, Evangelist), Valerio Contaldo (Tenor),Ralf Grobe und Stephan MacLeod (Bass) besteht, die zugleich alle Arien und Rezitative übernehmen. Auch die Cappella Coloniensis ist diesmal in kleinerer Formation zu erleben, die Leitung hat der Konzertmeister des Ensembles Hiro Kurosaki.

Das Publikum darf also gespannt sein: Das „Weihnachtsoratorium“ – hier die Kantaten I, II, III und VI – wird sicher in einem ganz anderen Licht erscheinen, Hörgewohnheiten werden hinterfragt – und spannende Neuentdeckungen sind garantiert!

Karten zum Preis von 15,- / 30,- / 35,- / 45,- / 50,- / 55,-Euro (zzgl. VVK-Gebühr) und Infos unter Tel.: 02 01 81 22-200, Tel.: 01 80 59 59 598 (0,14 ¤/Min.) und www.philharmonie-essen.de

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Fotografische Reproduktion WO BWV 248

St. Lamberti Oldenburg

Sonnabend,
11. Dezember 2010,
18.00 Uhr

Joh. Seb. Bach
WEIHNACHTSORATORIUM I-III

Britta Stallmeister, Sopran
Wiebke Lehmkuhl, Alt
Jan Kobow, Tenor
Sebastian Noack, Bass
Lambertichor Oldenburg
La Dolcezza
Tobias Götting, Leitung
Karten ab dem 1.11. im Hörbuchladen Thye

Sonntag,
12. Dezember 2010,
18.00 Uhr

Joh. Seb. Bach
WEIHNACHTSORATORIUM IV-VI

Solisten wie am Vortag
Lambertichor Oldenburg La Dolezza, Leitung: T. Götting

St. Lamberti Oldenburg

Link: http://www.lamberti-kirchenmusik.de/veran/veranstaltungen.php#aktuell

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Thomaskirche in Leipzig

Thomaskirche Leipzig

Konzert 10.12.2010 19:00 Uhr

weitere Konzerte: 11.12.2010 17:00 Uhr und 12.12.2010 17:00 Uhr

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium
BWV 248 (Kantaten 1-6)
Johannette Zomer (Sopran)
Bogna Bartosz (Alt)
Werner Güra (Tenor-Evangelist)
Martin Petzold (Tenor-Arien)
Klaus Häger (Bass)
Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

Ticketbestellung:
Ticket-Hotline: +49 341 12 70-280
E-Mail
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Leipzig, Nikolaikirche
 

Nikolaikirche Leipzig

Samstag, 18. Dezember 2010 um 17:00 Uhr

J.S. Bach: Weihnachtsoratorium Kantaten: 1 – 3
Sonntag, 19. Dezember 2010 um 17:00 Uhr
J.S. Bach: Weihnachtsoratorium Kantaten: 1 und 4 – 6
Ausführende:
Bachchor Leipzig
Solisten:
Julia Kirchner – Sopran, Edith Maria Breuer – Alt, Tobias Hunger – Tenor,
 

Nils Giesecke – Tenor, Daniel Ochoa – Bass

FESTIVALORCHESTER LEIPZIG –

Leitung:

JÜRGEN WOLF

Nikolaikirche

Karten für 15 € (ermäßigt 18 €) am Büchertisch der Nikolaikirche
bei der Muaikalienhandlung Oelsner,
allen Vorverkaufsstellen, Abendkasse ab 16:30 Uhr


www.bachchor-leipzig.de





 

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Frauenkirche Dresden

Frauenkirche Dresden

10. / 11. / 13. Dezember 2010 jeweils um 19:30 Uhr und weitere Termine –

Link: h i e r mit Ticketverkauf

J.S. Bach Weihnachtsoratorium
Kantaten I-VI BWV 248

Sopran Miriam Meyer – Alt Britta Schwarz
Tenor Markus Schäfer – Bass Gotthold Schwarz

Kammerchor der Frauenkirche
ensemble frauenkirche
Leitung Frauenkirchenkantor Matthias Grünert

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Kreuzkirche Dresden

Konzert: Kreuzkirche Dresden:

Weihnachtsoratorium Kantaten I-III

mit dem Dresdner Kreuzchor

Termine: 10.12.2010 – 19 Uhr / 11.12.2010 – 17 Uhr / 12.12.2010 –

17 Uhr

Solisten:  Jutta Böhnert (Sopran), Antigone Papoulkas (Alt), Andreas Weller (Tenor), Klaus Mertens (Bass), Dresdner Kreuzchor, Dresdner Philharmonie, Kreuzkantor Roderich Kreile

Weihnachtsoratoirum Kantaten IV-VI
08.01.2011 – 17 Uhr

Christina Elbe (Sopran), Marlen Herzog (Alt), Johannes Chum (Tenor), Matthias Weichert (Bass), Dresdner Kreuzchor, Dresdner Philharmonie, Kreuzkantor Roderich Kreile

Konzertkarten Online:H i e r  klicken..!!

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Philharmonie im Gasteig München

München, Philharmonie im Gasteig:

Donnerstag, 23. Dezember 2010, 19:30 Uhr

Bach: Weihnachtsoratorium
Kantaten I-VI
Enoch zu Guttenberg, Sibylla Rubens, Sopran
Gerhild Romberger, Alt
Werner Güra, Tenor
Klaus Mertens, Bariton

Chorgemeinschaft Neubeuern
Orchester der KlangVerwaltung
Enoch zu Guttenberg, Leitung

Link: Online – Karten

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Münchener Bachchor:

Innsbruck und München-Philharmonie-Gasteig

Freitag, 17.12.2010 20:00 Uhr
Innsbruck, Kongresszentrum
Link: Bach: Weihnachtsoratorium
Kantaten I bis VI
Sonntag, 19.12.2010 18:30 Uhr
München, Philharmonie im Gasteig
Link: Bach: Weihnachtsoratorium
Kantaten I bis VI

Kartenbestellung
Karten gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen
sowie beim Veranstalter:

Tonicale Musik & Event GmbH
Brienner Str. 55
80333 München

Tel: 0800 – 545 44 55 (gebührenfrei)
Fax: 0800 – 545 44 44 (gebührenfrei)
E-Mail: info@musikerlebnis.de
Internet: www.musikerlebnis.de

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München BR-Rundfunkchor


Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Chor des BR im Herkulesaal

Christbaum © dpa
Liebe Klassik-Freunde,  bald ist Weihnachten, und beim Chor des Bayerischen Rundfunks wird es schon am 11. und 12. Dezember 2010  stimmungsvoll: Unter Peter Dijkstras Leitung wird zusammen mit der Akademie für Alte Musik Berlin  Bachs Weihnachtsoratorium musiziert. Die Konzerte werden vom Bayerischen Fernsehen mitgeschnitten  und an Weihnachten ausgestrahlt. 
Das Konzert ist derzeit ausverkauft. 
Vielleicht gibt es noch Karten über den BRticket Service,
Foyer Funkhaus, Tel. 089 / 59004545, oder an der Abendkasse.
Peter Dijkstra Leitung Rachel Harnisch Sopran Anke Vondung Mezzosopran Maximilian Schmitt Tenor Christian Immler Bass Akademie für Alte Musik Berlin Chor des Bayerischen Rundfunks Johann Sebastian Bach »Weihnachtsoratorium«, BWV 248 Kantaten Nr. 1/4/5/6
Karten auch über den BRticket Service,
Foyer Funkhaus, Tel. 089 / 59004545, oder an der Abendkasse
Link:

Online-Ticket - h i e r - klicken..!!

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Hauptkirche St. Jakobi Hamburg

St. Jakobi Hamburg, Samstag, 18.12.10 19:00 Uhr

Johann Sebastian Bach Weihnachtsoratorium 1-3

Wilhelm Friedemann Bach Kantate „Ehre sei Gott in der Höhe“

Solisten: Juliane Harder Alt, Knut Schoch Tenor, Konstantin Heintel Bass,

Chor: Kantorei St. Jacobi, Orchester: Concertone Hamburg,

Leitung: Rudolf Kelber.

Vorverkauf für die Konzerte in der Regel durch

Link: Konzertkasse Gerdes (Tel.: 040 / 45 33 26 oder 44 02 98).

Restkarten an der Abendkasse.

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St. Sebald Nürnberg

St. Sebald Kirche, Nürnberg

Sonntag, 19. Dezember, 17 Uhr [A]

JOHANN SEBASTIAN BACH

WEIHNACHTSORATORIUM I-III BWV 248

Sebalder Kantorei,

Nürnberger Bach-Orchester, Solisten

Bernhard Buttmann

Karten und Online-Informationen:

Link: http://www.sebalduskirche.de/index.php?id=190

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Kreuzkirche Bonn

Kreuzkirche Bonn

J.S. Bach Weihnachtsoratorium  Teile 1-3

14. und 15. Dezember 2010

jeweils um 20:oo Uhr

Teile 1-3 Kantorei und Orchester

Solisten:

Monika Reinhardt, Sopran – Elvira Bill, Alt – Georg Poplutz,

Tenor – Klaus Mertens, Bass

Kantorei und Orchester

der Kreuzkirche

Leitung: Sebastian Breuing

Link für Online-Ticket

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Marktkirche in Hannover

Marktkirche Hannover

Donnerstag, 16. / 17.  und 18.12.2010, jeweils um 20:00 Uhr

J.S. Bach Weihnachtsoratorium

J.S. Bach Weihnachtsoratorium, BWV 248 – Kantate Nr. 1

Weihnachts-Kantate „Unser Mund sei voll Lachens“ (BWV 110)

Kantate „Gloria in exselsis Deo“ (BWV 191)

Sanctus (aus der Messe h-Moll), BWV 232

Bach-Chor, Bach-Orchester, Solisten
Leitung: Jörg Straube
Eintritt: 6,- bis 34,- €

Nähere Informationen Online:

Link: Marktkirche Hannover

Tickets-Online mit Saalplan h i e r  !!

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Herrenhäuser-Kirche

 

Hannover-Herrenhausen, Herrenhäuser Kirche

Samstag, 18. Dezember, 19 Uhr

Sonntag, 19. Dezember, 18 Uhr

J.S. Bach Weihnachtsoratorium 1. Kantate

J.S. Bach Gloria aus der h-Moll-Messe

Johann Mattheson – Das größte Kind

Ausführende:

Friederike Weritz, Sopran
Hannah Weiß, Alt
Steffen Wolf, Tenor
Michael Humann, Bass

Kantorei Herrenhausen

Orchester der Herrenhäuser Kirche

Leitung: Martin Ehlbeck

+) Johann Mattheson (1681-1764) gilt als bedeutender Musiktheoretiker der Barockzeit. Wenig bekannt ist sein kompositorisches Schaffen, da der Großteil seiner Werke, darunter 4 Opern und ungefähr 20 Oratorien, nach dem zweiten Weltkrieg verschollen war und erst vor 10 Jahren wieder auftauchte. Matthesons Kirchenmusik entstand während seiner Amtszeit als Musikdirektor des Hamburger Doms.

Das größte Kind ist ein Oratorium im wirklichen Sinne, das heißt, dass ein vollständig gedichtetes Werk, dessen Text auf verschiedene handelnde Personen verteilt ist, die sowohl in Rezitativen als auch in Arien zu Wort kommen. Die formale Nähe zur Oper ist unüberhörbar.

Das Werk gliedert sich durch die Choräle „Gelobet seist du Jesu Christ“, „Lobt Gott ihr Christen allzu gleich“ und „In dulci jubilo“, deren Melodien mehrfach vorkommen. Durch diese bekannten Lieder, die sehr prächtig instrumentiert sind, bekommt das Stück einen sehr weihnachtlich und volkstümlichen Charakter. Überhaupt wirkt das Oratorium durch die üppige Orchesterbesetzung sehr festlich. Trompeten und Hörner spielen gleichzeitig, was bei Bach so nicht vorkommt. Und dazu ist dieses Stück sehr kurzweilig und abwechslungsreich, nicht zuletzt deshalb, weil die Länge der einzelnen Sätze sehr viel kürzer ist, als wir es von Bach oder Händel gewohnt sind.

Der Text zu „Das größte Kind“ basiert auf dem Libretto „Dialogus von der Geburt Christ“, das 1707 mit Musik Reinhard Keisers in Hamburg aufgeführt worden ist. Wir haben in der Herrenhäuser Kirche dieses Werk von Keiser 2009 mit großem Erfolg aufgeführt.

+) Textauszüge von der Webseite: Kirchenmusik in Herrenhausen

Der Kartenvorverkauf hat begonnen.

Mehr dazu auf der Website der Kantorei Herrenhausen:

Link: http://www.kirchenmusik-in-herrenhausen.de/konzerte/wo2010.htm

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Christuskirche Mainz

 

Mainz, Christuskirche:

Weihnachtsoratorium I-III
Samstag, 18. Dezember 2010
19.30 Uhr
Christuskirche Mainz

Weihnachtsoratorium IV-VI
Sonntag, 19. Dezember 2010
16.30 Uhr (!)
Christuskirche Mainz

Ruth Ziesak, Sopran
Kai Wessel, Alt
Georg Poplutz, Tenor
Peter Kooij, Bass

Bachchor Mainz
L’arpa festante München

Tickets Online bestellen – h i e r –

oder

Kartenhotline: 0 700 – 22 24 24 67

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