Archiv der Kategorie: Klassik-News

Sir Gardiner CD-Neuveröffentlichung nach einer Überarbeitung: SDG 711 – Mozart Symphonies (1 cd)


Alt-Cover vom Label SDG-Sir Gardiner Mozart Symphonie Nr 39 & 41

Vom Label SDG – Monteverdi.uk ist nach einer Überarbeitung der bereits als Live-Mittschnitt im Kalenderjahr 2006 herausgebrachten SDG-CD mit den Mozart-Symphonien Nr. 39 & 41 eine CD als „SDG 711 im Monteverdi-Shop  n e u veröffentlicht worden.

Links in blau: CD-Cover von der in 2006 bereits verkauften Mozart-CD durch SDG über die Mitgliederliste!!

Die CD wurde in limitierter Auflage produziert und war bisher noch nicht im freien Handel erhältlich. Trotz geringfügiger Nachbesserungen, zum Beispiel wurden störende Hustgeräusche entfernt, ist sie eine Momentaufnahme dessen, was bei dem Konzert in der Cadogan Hall 2006 geschah – am selben Abend. Ein Live-Mittschnitt vom 9. Februar 2006 in der Cadogan Hall in London.

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Neu als SDG 711 im Januar 2011 beim ShopLink: Label-SDG Monteverdi.co.uk veröffentlicht..!!

CD-SDG 711 Sir Gardiner - EBS - Mozart Sinfonie Nr: 39 & 41

 

CD SDG 711W.A. Mozart „Symphony No. 39“ in E flat Major, K543

I   Adagio- Allegro
II  Andante con moto
III Menuetto: Allegretto
IV Finale: Allegro

W.A. Mozart „Symphony No. 41“ in C Major, K551, ‚Jupiter‘

I   Allegro vivace
II  Andante cantabile
III Menuetto: Allegretto
IV Molto allegro

(recorded: Cadogan Hall, London 9th February 2006)

English Baroque Soloists | Sir John Eliot Gardiner

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PDF – Sir Gardiner Beschreibung der Mozart-Werke „Symphonie Nr. 39 & 41“

 

Link zum PDF: Sir Gardiner Beschreibung  W.A. MOZART Symphonien 39 & 41

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Hörprobe: Symphony No. 41 in C Major, K551, ‚Jupiter‘ – IV Molto allegro

Link:  Stream Audio (mit dem Real-Player)

Play the bit stream tracks with your media player (Real Player). To get a media player click on the icon below.

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Ein YouTube-Video Mozart: Malcolm Bilson (Piano) Sir Gardiner, English Baroque-Soloists

piano concerto 24 (1/4) KV. 491

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Diese Mozart-Symphonien habe ich bereits über die Mitglieder-Liste von SDG in 2006 als Live-Mittschnitt erworben und bin damit sehr gut zurecht gekommen. Eine Neuanschaffung empfehle ich allen Interessenten, die diese CD als   n e u e  und überarbeitete SDG 711 Version von Januar 2011 – alte CD – Version veröffentlicht seit 2006 – noch nicht in ihrem Besitz haben. Es ist eine Veröffentlichung, die wieder von Sir Gardiner und EBS in einer hohen Qualität erstellt wurde und allen sehr empfehlen kann. Ein Highlight ist wieder die Beschreibung der Mozart-Symphonien Nr: 39 & 41 von Sir J.E. Gardiner..!!

 

Grüße

Volker

Konzerte und Interview mit dem lettischen Jungstar-Dirigenten Andris Nelsons


Lettischer Jungstar-Dirigent Andris Nelsons

Lettischer Jungstar-Dirigent Andris Nelsons

Ein Jungstar-Dirigent der dreißiger: Andris Nelsons wird in der Oetkerhalle Bielefeld und Philharmonie Essen mit dem  „City of Birmingham Symphony Orchestra“ ein Konzert geben.

5. Schoneberg Konzert am 16.01.2011 in der Oetkerhalle Bielefeld – „City Of Birmingham Symphony Orchestra.“

Gautier Capuçon, Cello
Andris Nelsons, DirigentProgramm:
L. v. Beethoven – Egmont-Ouvertüre op. 84
D. Schostakowitsch – Cellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107
G. Mahler – Sinfonie Nr. 1 D-Dur „Der Titan“ 

Datum 16.01.2011
Uhrzeit 18:00 Uhr
Ort Rudolf-Oetker-Halle, Lampingstraße 16, 33615 Bielefeld
Stadtplanausschnitt
Internet Externer Linkhttp://www.live-klassik.de/klassik_in_bielefeld.html
Veranstalter Konzertbüro Schoneberg Münster
Termine 16.01.2011   18:00 Karten bestellen 

Preise: € 89,30/ € 78,30/ € 67,30/ € 56,30/ € 45,30
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Konzert in der Philharmonie Essen am 18.01.2011 um 20 Uhr
City Of Birmingham Symphony Orchestra, Leitung: Andris Nelsons
Tickets für Essen  –  h i e r – klicken..!!
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„Die größte und schönste Hoffnung am internationalen Dirigentenhimmel. Der 30-jährige Lette ist ein Ausbund an Musikalität.” (Der Tagesspiegel)
Seit 2008 leitet mit dem jungen Letten Andris Nelsons ein gleichermaßen intelligent wie feurig zupackender Dirigent das „City of Birmingham Symphony Orchestra“.
Während man in Bielefeld das 1. Cellokonzert von Schostakowitsch (Solist: Gautier Capuçon) mit Beethovens Egmont-Ouvertüre und Mahlers 1. Sinfonie kombiniert, wird sich in Essen der lettische Pianist Vestard Shimkus mit dem „City of Birmingham Symphony Orchestra“ in Rachmaninows 3. Klavierkonzert vorstellen.
Aus diesem Anlass verfasste die NW in Bielefeld ein Interview mit dem Senkechtstarter als Nachwuchs-Dirigent: Andris Nelsons.
Ein weiteres Interview erschien im Focus über Andris Nelsons, beide Link-Angaben nachstehend.

 

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Link: NW Interview Andris Nelsons_

 

Link: Interview im Focus  h i e r klicken..!!

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Biographie des lettischen Dirigenten Andris Nelsons

Andris Nelsons, geboren 1978 in Riga, stammt aus einer Musiker-Familie und wurde als Trompeter ausgebildet. Schon früh zeigte sich ein Interesse am Dirigentenfach, so dass er ein Dirigierstudium begann. Daneben absolvierte er Meisterkurse bei Neeme Järvi und Jorma Panula. Seit 2002 nahm er überdies Privatunterricht bei Mariss Jansons. Seine erste feste Stelle fand er als Trompeter im Orchester der Lettischen Nationaloper, wo er in der Saison 2003/04 zum Music Director berufen wurde. In den folgenden Jahren debütierte er beim Tonhalle-Orchester Zürich, beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, beim BBC Philharmonic Orchestra und beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.

Im Sommer 2006 übernahm er die Leitung der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford. Es folgten die Debüts an der Berliner und der Wiener Staatsoper, bei Pittsburgh Symphony, beim Cleveland Orchestra und dem Pariser Orchestre National de France. Im Oktober 2007 übernahm er die Leitung des City of Birmingham Symphony Orchestra, das durch Sir Simon Rattle in die „Champions League“ der Orchester geführt worden war.

Den Vertrag hat er jüngst bis in die Saison 2013/14 verlängert. In dieser Saison wird er an der Metropolitan Opera New York, am Royal Opera House in Covent Garden, bei der Staatskapelle Berlin, der Sächsischen Staatskapelle Dresden und anschließend bei den Berliner Philharmonikern, den Wiener Symphoniker und dem Gewandhausorchester Leipzig debütieren. Im kommenden Jahr wird Nelsons in Bayreuth erstmals den „Lohengrin“ dirigieren.

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Rezension der NW zum Konzert in der Oetkerhalle in Bielefeld:

Lokale Kultur vom 18.01.2011
Musikalischer Urknall „City of Birmingham Orchestra“ mit Andris Nelsons

VON CHRISTOPH GUDDORF
Bielefeld. Es ist 20.50 Uhr. Eine Dame fragt am CD-Stand im Foyer der Oetkerhalle enthusiastisch gestimmt nach einer Aufnahme der 1. Sinfonie Gustav Mahlers mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter Andris Nelsons. „Die gibt es nicht? Wie schade. Dann müssen wir sie wohl so im Kopf behalten.“ Eine signifikantere Aussage hätte diese Dame nicht treffen können, scheint es doch schier unmöglich, ein solches, gerade zu Ende gegangenes, unwiederholbares musikalisches Ereignis auf eine gerade einmal 12 cm große Scheibe zu pressen.

Wer immer noch glaubt, das Hören einer CD würde ein Besuch im Konzertsaal ersetzen können, der sieht sich getäuscht. Der 31jährige lettische Dirigent Andris Nelsons, seit zwei Jahren Music Director in Birmingham, lässt Mahlers Visionen wie einen tönenden Urknall erscheinen, bei dem jedes Teilchen seine eigene Energie entfalten kann und seinen Platz im universalen Ganzen erhält. Alles steht in engstem Zusammenhang, nichts für sich. Motive (wie etwa das „Blaue Augen“- und das „Bruder Jakob“-Motiv) fließen ineinander, explosive Entladungen erwachsen aus der Stille und führen dorthin zurück.

Meister der Visualisierung

Nelsons ist ein Meister der Visualisierung, sein Dirigat führt die Musiker und den Hörer direkt zum Kern der Aussage, ohne jemals zum Selbstzweck zu avancieren. Sein Orchester folgt ihm mit unfassbarer Präzision und glühender Leidenschaft. Jede Phrase bekommt ihre eigene Bedeutung, ihre eigene Klangnuance. Überdreht Verzerrtes und Burleskes wirkt niemals vordergründig, sondern bildet eher eine Folie des Geschehens. Klanggewalt ist hier nicht gleich Tonstärke, gedämpftes Piano nicht gleich romantischer Zierrat. Alles berührt und erschüttert zugleich. Ein stehender (!) Bläserchor am Ende des finalen Satzes fesselt hier gleichermaßen wie ein wehmütig-fragil klagender Streicherklang im liedmotiv-geprägten dritten Satz.
Erste Bravorufe bei Beethoven

Freilich – ein solch exzellenter Klangkörper wie das CBSO macht es einem Dirigenten leichter, seine Vorstellungen umzusetzen, vorausgesetzt, dieser kann die Musiker mit seinen assoziativen Gedanken inspirieren. Nelsons gelingt dies ohne Zweifel. Auch bei Beethovens scharf konturierter Egmont-Ouvertüre zu Beginn des Konzerts, die bereits für die ersten Bravorufe sorgt. Bei Schostakowitschs 1. Cellokonzert hat er einen weiteren kongenialen Partner zur Seite: Gautier Capuçon. Hier singt kein Cello, hier klagt eine menschliche Stimme, die aus einem viertönigen humoristischem Motiv (abgewandelt aus Schostakowitschs Monogramm D-Es-C-H) und der Melodie von Stalins Lieblingslied „Sulinka“ ein autobiographisch geprägtes, musikalisches Zerrbild stalinistischer Schreckensherrschaft formt.

Orchester und Solist schaffen eine klangliche Intensität, die zum Zerreißen angespannt ist. Da bietet die herbeigeklatschte Zugabe Capuçons Kontrast und Entsprechung zugleich: Prokofjews „Der kleine Soldat“. Stehender Beifall am Ende des Konzerts entlockt auch Nelsons einen Nachschlag: ein in Streicherklängen schwelgendes Orchester-Kleinod („Anja“) seines Landsmannes MedinÅ¡. Am Ende bleibt (nicht nur für den Kritiker) die Erkenntnis: Manchmal ist es besser zu schweigen und sich zu verneigen vor einer musikalischen Darbietung, dessen Vollkommenheit und Impulsivität nur noch schwer in Worte zu fassen ist.

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Grüße

Volker


Winter-Matinée mit Auszügen aus Schuberts Winterreise in Wuppertal


Heute möchte ich unsere Plattform nutzen, um ein wenig Eigenwerbung zu machen.

Am Sonntag, 16. Januar 2011 um 11.00 Uhr findet im Naturfreundehaus Wuppertal Ronsdorf eine Wintermatinée mit Auszügen aus der „Winterreise“ von Franz Schubert statt. Umrahmt wird der musikalische Beitrag mit einer Einführung zu den Umbrüchen im 19. Jahrhundert in Bezug auf die Industrialisierung und einleitenden Worten zur Romantik, sowie den Künstlerbiographien von Franz Schubert und Wilhelm Müller. Die Texte werden im musikalisch-lyrischen Kontext erläutert.

Claudia von Felbert – Mezzosopran & Wolfgang Weil – Moderation und Rezitation

Einziger Wermutstropfen, Max Kuon, Miriams Chorleiter, hatte sich in der Planungsphase spontan bereit erklärt, die Klavierbegleitung zu übernehmen (die ja echt nicht ohne ist…). Leider ist er schwer erkrankt und daher muss die Begleitung aus der Konserve kommen. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal herzlich für sein altruistisches Angebot bedanken.

"...der Weg gehüllt in Schnee"

Das Naturfreundehaus ist am Wochenende bewirtschaftet und der Besuch kann mit Mittagessen oder Kaffeetrinken nach der Veranstaltung zu wirklich moderaten Preisen abgerundet werden.

Ach ja, der Eintritt für die Matinée ist natürlich kostenlos!

Es wird bestimmt ein interessanter Vormittag und vielleicht verirrt sich ja jemand ins Bergische Land, würde mich freuen! Gruß, Claudia

www.naturfreunde-wuppertal.de – Luhnsfelder Höhe 7, Wuppertal – 0202 461320

Anliegend eine Kurz-Rezension von dem Konzert mit @Claudia in Wuppertal! Zur Vergrößerung in das Bild klicken..!!

Rezension Schubert-Winterreise

 

 

J.S. Bach – Gesamt Orgelwerk – kostenlos zum Download von James Kibbie – Professor für Orgel an der Universität von Michigan


US-Organist "James Kibbie" mit Bach Organ Works

Hallo Orgelfreunde,

eine Orgel-Highlight-Überraschung aus den USA zum Jahresende.

Prof. James Kibbie - Organist University Michigan - Bach-Gesamt-Orgelwerke

Der Organist James Kibbie ist Professor für Orgel an der Universität von Michigan-USA und hat in den Jahren 2007 bis 2009 auf sieben original barocken Orgeln in Deutschland das Gesamt-Orgelwerk von J.S. Bach eingespielt. Diese 270 Bach-Gesamt-Orgeleinspielung wird von dem amerikanischen Organisten „James Kibbie“ als ein

– k o s t e n l o s e r –  Download –

zur Verfügung gestellt.

Möglich wurde dieses Projekt durch eine großzügige Unterstützung von Dr. Barbara Flurin Sloat zu Ehren ihres verstorbenen Ehemannes: Baryy Sloat und von der University of Michigan School of Music – USA, Theater & Tanz und erfuhr eine zusätzliche Unterstützung aus dem Amt des Vizepräsidenten für Forschung der University of Michigan-USA.

Das Ziel (Credo) des Projektes:

„Durch diese Website sollen kostenlos alle Hörer auf der ganzen Welt sich an dieser Bach-Musik erfreuen.“

James Kibbie trat in ganz Nordamerika und Europa auf darunter in der Kathedrale von Notre Dame Paris, Royal Festival Hall in London, Dvorka Hall in Prag und das Lincoln Centerin New York. Während seine einmonatigen Konzertreise durch die Sowjetunion im Jahre 1991 wurde er von der Prawda „als ein wunderbarer Organist und brillanter Interpret“ gelobt. Kibbie ist Jurymitglied bei internationalen Orgelwettbewerben. In zahlreiche Rundfunk- und Fernsehsendungen trat er auf  und CD-Einspielungen wurde von James Kibbie veröffentlicht, er gilt als ein großartiger Bach-Interpret. Als einziger Amerikaner gewann er den renommierten Orgelwettbewerb „Grand Prix d’Interpretation“ von Chartres, Frankreich, sowie den internationalen Orgelwettbewerb des Festivals „Prager Frühling“ in der Tschechoslowakei.

Seine jüngsten Orgel-Aufnahmen der kompletten Bach-Werke auf historischen barocken Orgeln in Deutschland fanden ein begeistertes Publikum und wurden von der Fachwelt hervorragend bewertet – James Kibbie spielt mit vollendeter Klarheit, Brillanz und Größe und besitzt eine technisch perfekte Leistungsfähigkeit.

Nennenswerte Link-Angaben stelle ich dem Orgel-Freund zur Verfügung, ein Link für die sieben barocken Orgeln in Deutschland mit Bild und Dispositions-Angaben und dem kostenlosen Download.

Die Einspielungen wurden an folgenden Orgeln und Kirchen aufgezeichnet mit Foto-, Orgel- und Dispositions-Angaben.

Gesamtangaben und Hinweise zu den sieben Kirchen-Orgeln:

Link:  http://www.blockmrecords.org/bach/organs/index.htm

Einzel-Links zu den sieben Kirchen:

Dresden, Hofkirche

Rötha, Georgenkirche

Rötha, Marienkirche

Großengottern, St. Walpurgis

Stade, Ss. Cosmae et Damiani

Stade, St. Wilhadi

Waltershausen, Stadtkirche

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Kostenloser Musik-Download:

Link: http://www.blockmrecords.org/bach/download.htm

Es ist möglich sich das komplette Orgelwerk von J.S. Bach kostenlos runterzuladen. Eingespielt von James Kibbie, liegen die Dateien ordentlich geordnet in verschiedenen Qualitätsstufen auf den Servern der Universität Michigan. Das auf deutschen Orgeln eingespielte Werk ist ebenfalls sortiert und durchsuchbar. Möchte der Interessent alles herunterladen, gibt es ein ZIP-Dateien nach Gruppen sortiert.

Die Auswahl der Arbeiten für diese Serie basiert auf den BWV – Kleine Ausgabe (Breitkopf & Härtel, 1998) – ergänzt durch andere neueren Forschungen, einschließlich der Arbeit von Prof. Christoph Wolff und der Erforschung durch das Johann-Sebastian-Bach-Institut Göttingen.

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Hörprobe aus der Triosonate BWV 525 

oder als Link:  Orgel BWV 525

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Ich wünsche allen Lesern und Blog-Mitgliedern ein glückliches und gesundes neues Jahr 2011.

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Grüße

Volker


J.S. Bach Stiftung St. Gallen gibt ein Benefiz-Konzert zu Gunsten der Jugendarbeit des Thomaner Chores


Thomaner Chor Leipzig

Mit einem Benefiz-Konzert am 30.12.2010 in der St. Laurenzenkirche von St. Gallen/Schweiz um 19:00 Uhr – mit dem Magnificat von J.S. Bach – wird die Jugendarbeit des „Thomaner Chores“ Leipzig finanziell unterstützt.

Das war für mich eine riesige Überraschung, dass eine Bach-Stiftung aus der Schweiz selbstlos ein Konzert zu Gunsten der Thomaner veranstaltet und die finanziellen Einnahmen der Jugendarbeit für die Thomaner zur Verfügung stellt.

In dem PDF-Programm heisst es dazu:

Die Unterstützung des forum thomanum durch die Einnahmen des heutigen Benefizkonzerts ist ein wichtiger Beitrag, die Zukunft des von Johann Sebastian Bach geprägten Thomanerchors zu sichern.

Diese großartige Geste aus der Schweiz will ich in Deutschland nicht unerwähnt lassen und habe mich dazu entschlossen, dieses großartige Nachricht zu publizieren.

Programm

„Weihnachtsoratorium, 1. Kantate“, BWV 248

Lesung: Klaus Merz, Schriftsteller

„Magnificat“ BWV 243 für Soli, Chor und Orchester

Mitwirkende

  • Leitung: Rudolf Lutz
  • Sopran: Susanne Frei, Noemi Sohn, Leonie Gloor, Guro Hjemli, Francisca Näf
  • Alt: Jan Börner, Antonia Frey
  • Tenor: Bernhard Berchtold
  • Bass: Fabrice Hayoz, Manuel Walser

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/auffuhrungen-tickets/abendprogramm/sonderkonzert-magnificat/

J.S. Bach Stiftung St. Gallen - Konzert

Eine Dankeschön an die Schweizer Bach-Freunde für diese großartige Neuigkeit, für das Konzert wünsche ich einen großen Besucher-Zuspruch und ein tolles Gelingen.

Über dieses Konzert ist im Vorfeld im St. Galler Tageblatt ein Artikel verfasst worden, der nachstehend als PDF eingesehen werden kann.

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PDF – st_galler_tagblatt_-_magnificat

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Ein kleiner TV-Spot zum Benefiz-Konzert.


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Eine Rezension des Konzertes vom St. Gallener Tageblatt nachstehend:

Rezenion St. Gallener Tageblatt zum Konzert der Bach Stiftung St. Gallen

Zur größeren Ansicht in das Foto klicken..!!

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Herzliche Grüße in die Schweiz

Volker

Radiotipps für Weihnachten 2010 u.a. BWV 248


Hallo zusammen,

Weihnachten steht vor der Tür und damit ein übervolles Radioprogramm für die nächste Woche. Ich habe mich bemüht, möglichst alle Übertragungen des Weihnachtsoratorium ausfindig zu machen, deshalb ist die Liste auch recht lang geworden. Es lohnt sich, genau hinzugucken, es sind richtige Schätze darunter. Unter anderem gibt es auch die hochgelobte neue Aufnahme von Chailly sowie eine mehrteilige Reihe von BR klassik von Wieland Schmid über das WO. BBC liefert allerdings die absoluten Höhepunkte. Neben ganz aktuellen Konzerten werden auch viele Proms-Konzerte wiederholt, so auch die Marienvesper mit Gardiner. Ansonsten habe ich das eine oder andere ungewohnte Weihnachtsprogramm mit aufgeführt. Ich denke, nicht nur ich habe die Qual der Wahl…
Ich wünsche Euch jetzt noch eine schöne letzte Adventwoche, viel Vorfreude auf gute Musik, Freude an der Musik und ein schönes friedvolles Weihnachten.
Liebe Grüße
Barbara

BBC-Zeiten sind GMT-Zeiten, wir haben GMT+1 – das nur so nebenbei.

20.12. – 24.12.2010
BBC
12-13 Uhr
Composer of the week
Bach in Köthen

21.12.2010
BBC
19-21:15 Uhr BBC-Zeiten sind GMT-Zeiten, wir haben GMT+1
Performance
Link:  http://www.bbc.co.uk/programmes/b00wh6ky

The Monteverdi Choir & Orchestra, directed by Sir John Eliot Gardiner, in a programme of Bach cantatas for Advent and Christmas.
It is now 10 years since the Bach Cantata Pilgrimage, when the Monteverdi Choir and English Baroque Soloists performed all of Bach’s sacred cantatas throughout Europe. The concert from the Cadogan Hall in London celebrates that anniversary with a programme of cantatas for the festive season.

Programm:
J.S. Bach:
Cantata 61 Nun komm der Heiden Heiland
Cantata 36 Schwingt feudig euch empor
Cantata 151 Süsser Trost, mein Jesus kommt
Cantata 70 Wachet! bechet!

The Monteverdi Choir
The English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner conductor.

Deutschlandradio Kultur

21.12.2010 von 22-22:30 Uhr

“ … eine allerunterthänigste Abend Music mit Trompeten und Pauken“
Johann Sebastian Bach und die Universität Leipzig
Von Andreas Glöckner
Wie jüngste Quellenstudien belegen, sind Bachs Beziehungen zur Leipziger Universität enger, als der Forschung bislang bekannt war. Bach, der bereits 1717 die Orgel in der Universitätskirche St. Pauli geprüft und abgenommen hatte, wurde von der Alma mater auch in späteren Jahren noch als Orgelsachverständiger beauftragt. Von Amts wegen war er nur für die Kirchenmusik im „Alten [akademischen] Gottesdienst“ und zu den feierlichen Redeakten der Universität verantwortlich.
Der Thomaskantor beließ es jedoch nicht dabei: Mit den Studierenden musizierte er seit 1729 ein- bis zweimal in den Lokalitäten des Leipziger Cafetiers Gottfried Zimmermann. Für honorige Persönlichkeiten der Alma mater und Mitglieder der kursächsischen Herrscherfamilie erklangen Huldigungsmusiken, Glückwunschkantaten oder Abendserenaden unter seiner Leitung. In seinen letzten Lebensjahren war der Thomaskantor sogar am Verfahren der Stipendienvergabe für ehemalige Thomasschüler beteiligt.

DRS II (Schweiz)
21.12.2010 von 22:30 – 24:00 Uhr
«Magnificat anima mea Dominum»: Advent und Weihnachten im alten Leipzig
Werke von J. Gallus, Rothius, A. u. G. Gabrieli, Ph. Dulichius, O. Lassus, L. da Viadana, C. Merulo, Bodenschatz, J.S. Bach
Vokalensemble und Orchester der Schola Cantorum Basiliensis, Leitung: Dominique Vellard
Konzert der Freunde Alter Musik Basel vom 16. Dezember in der Martinskirche Basel

22.12.2010
DRS II (Schweiz)
von 13:45 – 15:00 Uhr
Der Meister des Meisters: Kantaten von Friedreich Willhelm Zachow dem Lehrer G. F. Händels
F. W. Zachow: Kantate „Meine Seel erhebt den Herren“
F. W. Zachow: Kantate „Lobe den Herrn, meine Seele“
A. Melani: aus: Sonata à 5 für 2 Trompeten, 2 Violinen und B.c.: Canzona, Grave und Vivace
A. Corelli: Concerto grosso fatto per la notte die natale op. 6/8
(Accademia Amsterdam und Capella Frisiae; C. Backes, Solosopran; L. Remy, Ltg. und Orgel; L’Arte del Mondo, Ltg. W. Ehrhardt)

Ö1  (Österreich)
22.12.2010 von 15-16 Uhr
Abenteuer Interpretation
mit Renate Burtscher.
„Jauchzet, frohlocket“. J. S. Bachs Weihnachtsoratorium im Vergleich der Interpretationen
BWV 248 ist ein sechsteiliges Oratorium für Soli, gemischten Chor und Orchester, die einzelnen Teile – eigentlich sechs Kantaten – wurden erstmals vom Thomanerchor in den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphaniasfest 1735 in den beiden Hauptkirchen Leipzigs aufgeführt. Feierliche Eröffnungs- und Schlusschöre, die Vertonung der neutestamentlichen Weihnachtsgeschichte in den Rezitativen, eingestreute Weihnachtschoräle und Arien von Sopran, Alt, Tenor und Bass prägen das Oratorium. Die sechs Teile werden durch die Freude über die Geburt Christi verbunden.

HR2
22.12.2010 von 20-21:30 Uhr
Notenschlüssel
Bach: Drei Motetten
Aufgeschlüsselt von Paul Bartholomäi
Paul Bartholomäi stellt heute in seinem „Notenschlüssel“ drei Motetten von Johann Sebastian Bach vor: „Komm, Jesu, komm“, „Jesu, meine Freude“ und „Singet dem Herrn ein neues Lied“. Als Mozart im April 1789 auf seiner Reise nach Berlin in Leipzig Station machte, überraschte ihn der Thomanerchor mit der Aufführung der Motette „Singet dem Herrn“. Mozart war begeistert: „Das ist doch einmal etwas, woraus sich was lernen lässt“, und er nahm die Partiturabschrift mit. Der romantische Dichter E.T.A. Hoffmann, selbst ein Komponist, verglich Bachs achtstimmige Motetten mit dem „kühnen, wundervollen Bau des Straßburger Münsters mit all den phantastischen Verzierungen, die künstlich zum Ganzen verschlungen, stolz und prächtig in die Lüfte emporsteigen“. Mehr über den Zauber der Bach’schen Motetten erfahren die Hörerinnen und Hörer von Paul Bartholomäis „Notenschlüssel“.

BBC
22.12.2010 von 19-21:15 Uhr BBC-Zeiten sind GMT-Zeiten, wir haben GMT+1
Performance
Link: http://www.bbc.co.uk/programmes/b00wh725
From BBC PROMS 2010
Presented by Martin Handley
Another chance to hear Sir John Eliot Gardiner conducting the Monteverdi Choir and English Baroque Soloists in Monteverdi’s resplendent Vespers. Published 400 years ago in 1610, Monteverdi’s choral masterpiece is a glorious summation of the different styles of Venetian church music of the 1600s. Sir John Eliot Gardiner and his Monteverdi Choir make the most of the vast spaces of the Royal Albert Hall to perform the music with which they made their Proms debut in 1968.
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
The London Oratory Junior Choir & The Schola Cantorum of The Cardinal Vaughan Memorial School
His Majestys Sagbutts and Cornetts
Sir John Eliot Gardiner (conductor).

Zur Marienvesper gibt es von Gardiner auf YouTube Videos von gesamten Konzert von September 2010:

Link: http://www.youtube.com/view_play_list?p=548494ED4517F7D6

23.12.2010
BR klassik
18 – 19 Uhr
Gabrieli Consort; Gabrieli Players: Paul McCreesh
Michael Praetorius: Lutheranische Messe zum Weihnachtsmorgen, wie sie um 1620 stattgefunden haben könnte

WDR3
23.12.2010 – von 20:05 – 22:00 Uhr
Tage Alter Musik in Herne 2010
Polyphem
Musik im Dreißigjährigen Krieg von Heinrich Albert, Andreas Düben, Johann Erasmus Kindermann, Samuel Scheidt, Johann Hermann Schein, Heinrich Schütz und anderen
Susanne Rydén, Sopran; Stephan MacLeod, Bass; Mieneke van der Velden, Viola da gamba; Bruce Dickey, Zink; Concerto Palatino; L´Armonia Sonora, Leitung: Mieneke van der Velden und Bruce Dickey
Aufnahme aus der Kreuzkirche

BBC
23.12.2010 von 19:30-21:15 Uhr BBC-Zeiten sind GMT-Zeiten, wir haben GMT+1
Performance
Link: http://www.bbc.co.uk/programmes/b00wldpn
Presented by Martin Handley
As part of the 25th annual Christmas Festival from St John’s Smith Square, the Choir of Trinity College, Cambridge and the Orchestra of the Age of Enlightenment, directed by Stephen Layton, present a programme of Christmas music by Bach and Corelli.
Corelli Concerto Grosso op.6 no.8 in G minor, „Christmas Concerto“
Bach: Christmas Oratorio, Parts 1-3
Elin Manahan Thomas soprano
Iestyn Davies countertenor
James Gilchrist tenor
Neal Davies bass
The Choir of Trinity College, Cambridge
Orchestra of the Age of Enlightenment
Stephen Layton conductor.

24.12.2010
NDR kultur
17:30 – 19 Uhr
Weihnachtsoratorium
für Soli, Chor und Orchester BWV 248, Teile 1 – 3
von Johann Sebastian Bach
Bettina Pahn, Sopran / Iris Vermillion, Alt
Thomas Michael Allen, Tenor / Andreas Schmidt, Bass
Chor St. Michaelis / Orchester St. Michaelis
Ltg.: Christoph Schoener
Aufzeichnung vom 18. und 19.12.2010 in der
St. Michaelis-Kirche Hamburg

SWR2
24.12.2010 von 18 – 20:00 Uhr
Johann Sebastian Bach:
Weihnachtsoratorium BWV 248, 1-3-
Martin Lattke (Evangelist)
Carolyn Sampson (Sopran)
Wiebke Lehmkuhl (Alt)
Wolfram Lattke (Tenor)
Konstantin Wolff (Bass)
Dresdner Kammerchor
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Riccardo Chailly

MDR figaro
24.12.2010 von 20-22:00 Uhr
Weihnacht a-cappella mit dem Calmus Ensemble Leipzig

Gloria-Vertonung kommen ebenso zur Aufführung wie „Die Weihnachtsgeschichte“, die der Komponist Harald Banter eigens für das Calmus Ensemble geschrieben hat. Im zweiten Teil des Konzerts erklingen internationale Weihnachtslieder.

BBC
24.12.2010 von 18:45-21:15
Performance
Link: http://www.bbc.co.uk/programmes/b00wldzp
Presented by Martin Handley
As part of the 25th annual Christmas Festival from St John’s Smith Square, the Orchestra of the Age of Enlightenment and Polyphony, conducted by Stephen Layton, perform Handel’s Messiah.
Handel: Messiah
Polyphony
Orchestra of the Age of Enlightenment
Elin Manahan Thomas soprano
Iestyn Davies countertenor
James Gilchrist tenor
Neal Davies bass
Stephen Layton conductor.

25.12.2010
SWR2
von 10:30 – 12:00 Uhr
Johann Sebastian Bach:
Weihnachtsoratorium BWV 248, 4-6
Martin Lattke (Evangelist)
Carolyn Sampson (Sopran)
Wiebke Lehmkuhl (Alt)
Wolfram Lattke (Tenor)
Konstantin Wolff (Bass)
Dresdner Kammerchor
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Riccardo Chailly

Deutschlandradio kultur
25.12.2010 von 15-17:00 Uhr
Interpretationen
Alle Jahre wieder …Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium
Gast: Ton Koopman
Moderation: Gerald Felber

Deutschlandradio kultur
25.12.2010 von 20-22:00 Uhr
Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 18.12.10
Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium für Soli, gemischten Chor und Orchester
BWV 248 (Kantaten I-III und VI)
Sibylla Rubens, Sopran
Rebecca Martin, Alt
Thomas Laske, Bass
Norbert Ernst, Tenor
Windsbacher Knabenchor
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Karl-Friedrich Beringer

mdr figaro
25.12.2010 von 15:15 – 17:00 Uhr
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 (Kantaten 1-3)
Sie bestimmen, welche Aufnahme wir spielen!
„Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage“ – Wer kennt ihn nicht, den Eingangschor aus Bachs Weihnachtsoratorium. Die Freude über die Geburt Jesu steht bei Johann Sebastian Bach gleich in den ersten Takten. Doch klingt sie bei jedem Chor, jedem Orchester und jedem Dirigenten anders – der eine setzt auf akzentuierte Frische, der andere auf romantisches Pathos, für wieder andere steht das historische Instrumentarium im Mittelpunkt.

Uns interessiert, welche Aufnahme des Bachschen Weihnachtsoratoriums Ihnen am besten gefällt und warum. Schreiben Sie an MDR Figaro, Kennwort: Weihnachtsoratorium, Postfach 100122 in 06140 Halle oder kontaktieren Sie uns im Internet unter

Link:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/musik/7946312.html

HR2
25.12.2010 von 15:30 – 17:00 Uhr
Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 Kantaten 1-3
Christine Schäfer, Sopran / Bernarda Fink, Alt / Werner Güra, Tenor / Gerald Finley und Christian Gerhaher, Bass
Arnold-Schönberg-Chor
Concentus musicus Wien
Leitung: Nikolaus Harnoncourt

rbb kulturradio
25.12.2010 von 17 – 19:00 Uhr
JOHANN SEBASTIAN BACH: WEIHNACHTSORATORIUM BWV 248, 1-3
Veronika Winter, Sopran
Wiebke Lehmkuhl, Alt
Jan Kobow, Tenor
Markus Flaig, Bass
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Hermann Max

NDR kultur
25.12.2010 von 17:30 – 19:00 Uhr
Weihnachtsoratorium für Soli, Chor und Orchester BWV 248, Teile 4 – 6
von Johann Sebastian Bach
Bettina Pahn, Sopran / Iris Vermillion, Alt
Thomas Michael Allen, Tenor / Andreas Schmidt, Bass
Chor St. Michaelis / Orchester St. Michaelis
Ltg.: Christoph Schoener
Aufzeichnung vom 18. und 19.12.2010 in der
St. Michaelis-Kirche Hamburg

WDR3
25.12.2010 von 18:03 – 20:00 Uhr
Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium, BWV 248, Kantaten 1 bis 3
Johannette Zomer, Sopran; Annette Markert, Alt; Gerd Türk, Tenor; Peter Harvey, Bass; Chor und Orchester der Nederlandse Bachvereniging, Leitung: Jos van Veldhoven

26.12.2010

Bayern klassik
26.12.2010 von O8:30 – O9:00 Uhr
11:25 – 11:55
15:00 – 15:30
19:00 – 19:35
Johann Sebastian Bach:
Weihnachtsoratorium – Einführung in 4 Teilen
Von Wieland Schmid Wege zur Musik

Bayern klassik
26.12.2010 von 19:25 – 22:00 Uhr
Johann Sebastian Bach: „Weihnachtsoratorium“
Solisten: Rachel Harnisch, Sopran; Anke Vondung, Mezzosopran; Maximilian Schmitt; Tenor; Christian Immler, Bass Chor des Bayerischen Rundfunks Akademie für Alte Musik Berlin Leitung: Peter Dijkstra Aufnahme vom Dezember 2010 im Herkulessaal der Münchner Residenz

HR2
26.12.2010 von 15:30 – 17:00 Uhr
Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 Kantaten 4 – 6
Christine Schäfer, Sopran / Bernarda Fink, Alt / Werner Güra, Tenor / Gerald Finley und Christian Gerhaher, Bass
Arnold-Schönberg-Chor
Concentus musicus Wien
Leitung: Nikolaus Harnoncourt

rbb kulturradio
26.12.2010 von 17-19:00 Uhr
JOHANN SEBASTIAN BACH: WEIHNACHTSORATORIUM BWV 248, Kantaten 4 – 6
Veronika Winter, Sopran
Wiebke Lehmkuhl, Alt
Jan Kobow, Tenor
Markus Flaig, Bass
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Hermann Max

Ö1
26.12.2010 von 19:30-22:00 Uhr
Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll, BWV 232, „Hohe Messe“
Concentus Musicus Wien, Dirigent: Nikolaus Harnoncourt; Arnold Schoenberg Chor; Genia Kühmeier und Elisabeth von Magnus, Sopran; Bernarda Fink, Alt; Michael Schade, Tenor; Florian Boesch, Bass (aufgenommen am 17. Oktober im Großen Musikvereinssaal in Wien). Präsentation: Bernhard Trebuch
(Übertragung in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)

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Eine ausführliche Sir Gardiner-Dokumentation zum BWV 248 erhält man auf YouTube von der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000 mit dem Beginn am 23.12.1999 aus der Herder-Kirche in Weimar.

Link: http://www.youtube.com/view_play_list?p=891E1FE87369A7E4&feature=bf-title

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Heute in NDR Kultur: Der Dirigent John Eliot Gardiner befragt von Christiane Irrgang


Ganz aktuell – habe ich gerade gefunden.

NDR kultur
Samstag 18.12.2010 18 – 19 Uhr
Livestream:

Link zum NDR zum nachträglichen Anhören nachstehend:

Link: http://www.ndr.de/flash/mediathek/mediathek.html?stationid=ndrkultur&itemid=audio53947

Das Interview als Download in mp3-Format

Link:  http://media.ndr.de/download/podcasts/podcast3020/AU-20101214-1516-0901.mp3

Botschafter von Hoffnung und Glaube
Der Dirigent John Eliot Gardiner befragt von Christiane Irrgang

John Eliot Gardiner, Dirigent „Ich glaube, dass Bachs Musik eine universelle Botschaft von Hoffnung und Glauben transportiert, die jeden berühren kann, unabhängig von seiner Kultur, seiner Religion oder seinen musikalischen Vorkenntnissen“, sagt John Eliot Gardiner, der am nächsten Sonnabend in der NDR Kultur Reihe „Das Gespräch“ zu Gast ist. Und er muss es wissen, denn er hat diese Musik auf der ganzen Welt dirigiert, sogar vor Straßenkindern in Soweto.

Sein größtes Projekt bisher war die „Bach Pilgrimage“, eine Pilgerreise, bei der er innerhalb eines Jahres sämtliche 198 überlieferten geistlichen Kantaten von Bach aufführte, nicht nur an Bachs Wirkungsstätten in Thüringen, sondern auch in Rom, in Santiago de Compostela und in New York. Ein Mammutprojekt, von dem der Brite auch heute noch voller Begeisterung erzählt. Und er hat alle Konzerte mitschneiden lassen und bei seinem eigenen Plattenlabel Soli Deo Gloria veröffentlicht.

Die beiden letzten CDs sind gerade erschienen, passend zur Jahreszeit u.a. mit Kantaten zu Weihnachten und Epiphanias. Damit haben die Pilger, zu denen auch der Monteverdi Chor und die English Baroque Soloists gehören, endgültig das Ziel ihrer Reise erreicht. Grund genug, einige Stationen noch mal Revue passieren zu lassen.

P.S.

Die Gesamt-CDs vom Label SDG nachstehend:

Link: http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2008/01/cds-vom-label-sdg-monteverdi.html

DIE ZEIT – Bericht über Sir John Eliot Gardiner – BACH-KANTATEN In der Kirche tanzen


Sir J.E. Gardiner am Bachdenkmal vor der Thomaskirche Leipzig

Über sein umfangreiches Bach-Cantata-Pilgrimage 2000 – Projekt von Sir J.E. Gardiner kommt zum rechtzeitigen Zeitpunkt eine gute und launige Rezension in der Zeitung „DIE ZEIT.“ Bereits vorhandene Kommentare sind in der Zeitung DIE ZEIT  am Fußende zu beachten..!!

John Eliot Gardiners lange Pilgerreise zu Bach ist zu Ende. Sie liegt nun auf 27 CDs vor.

SDG-CDs zu beziehen über meine Partner-Seite:

Link: http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2008/01/cds-vom-label-sdg-monteverdi.html

Der Mann hat Visionen, und keine, mit denen er zum Arzt gehen sollte. John Eliot Gardiners Entschluss, das komplette überlieferte Kantatenwerk Johann Sebastian Bachs, knapp 200 Kantaten, im Laufe eines Jahres in historischen Kirchen quer durch ganz Europa von Santiago de Compostela bis Eisenach live aufzuführen, war eine solche Vision……..

Zum Artikel DIE ZEIT

Link: http://www.zeit.de/2010/48/M-Gardiner

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Grüße Volker

Historischer Fund: J.S. Bach erwarb 1746 einen Anteil an einem Silberbergwerk im Erzgebirge


J.S. Bach 1685-1750

Ein historischer Dokumenten-Fund über Johann Sebastian Bach im Erzgebirge sorgt für Furore in der Internet-Welt. Erst erschien ein Artikel darüber in dem Herbst-Magazin 2010 vom Gewandhaus-Orchester in Leipzig und im Hörfunk berichtete der WDR3 in seinen Kultur-Nachrichten davon.

Ein bekannter Hobby-Forscher aus dem Gewandhaus-Orchester – Kontrabassist Eberhard Spree – hat sich mit dem Verzeichnis des Nachlasses von J.S. Bach beschäftigt.

+) Der Kontrabassist des Gewandhausorchesters war beim Lesen in einem 130 Jahre alten Buch auf den

Zechen-Foto mit Förderturm

Namen der Zeche St. Ursula in Kleinvoigtsberg bei Freiberg gestoßen, hatte ein wenig recherchiert und sich schließlich an den im gleichen Ort wohnenden Geologen Jens Kugler mit der Bitte um weitere Informationen gewandt.

Nach nicht einmal einem Monat dann der Treffer: Man habe in zwei Quartalsregistern wirklich den Eintrag »Johann Sebastian Bach, Capellmeister in Leipzig« gefunden, meldete sich der Geologe und erzählte, dass der Freiberger Archivleiter sehr begeistert sei. Bisher hatte nämlich noch niemand in den 140 000 Zechenregistern des Sächsischen Bergarchivs nach dem Namen des Thomaskantors geforscht.

Nun galt es, den ersten Eintrag Bachs in den Zechenregistern zu finden. Und tatsächlich: Im letzten Quartalsregister von 1746 war sein Name erst nachträglich eingefügt worden an einer Stelle, die eigentlich als leerer Zwischenraum gedacht war. Da er in den Registern unmittelbar davor nicht verzeichnet ist, schien nun festzustehen: Bach erwarb 1746 einen Anteil an dem Silberbergwerk.

Wer aber regte den Kantor zum Kuxkauf an? Hier müssen die Historiker spekulieren. Beim ersten Erwerb 1741 deutet sich eine Verbindung zu einem Leipziger Kaufmann an, beim Neuerwerb 1746 könnte der Freiberger Orgelbaumeister Gottfried Silbermann Pate gestanden haben………..

weiter zum spannenden Bericht und sensationellen Fund als „PDF des Herbst-Magazin 2010 vom Gewandhaus-Orchester Leipzig“ nachstehend:

PDF –  Textquelle Herbst-Magazin Gewandhaus Leipzig 2010

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+) Textauszüge von:  http://www.gewandhaus.de/

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Ein weiterer Artikel erschien in der örtlichen Zeitung von Freyberg „freiepresse.de“ mit dem historischen Fund am 28.11.2010.

Link:  http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/THEMA_DES_TAGES/7535624.php

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Auslöser für diesen sensationellen Bericht war eine EMail von @Iris an mich übermittelt. @Iris, hab ganz herzlichen Dank für deinen Hinweis, ich habe es unter meinem Namen verfasst und weitere Recherchen zu diesem Thema vorgenommen und hoffe, dass Du damit einverstanden bist.

Herzliche Bach-Historie-Grüße und Bericht-Urheberin von

Iris u. Volker

Johann Sebastian Bach Advents-Kantaten in der Philharmonie Berlin – Monteverdi Choir


Advents-Kantaten J.S. Bach Philharmonie Berlin am 6.12.2010 um 20 Uhr

J.S. Bach Advents-Kantaten

in der

Philharmonie Berlin am Montag, 6.12.2010, um 20 Uhr.

Adventskantaten
Johann Sebastian Bach

Sir John Eliot Gardiner
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists

Programm:

Johann Sebastian Bach:

Nun komm der Heiden Heiland BWV 61
Konzert für Violine und Oboe BWV 1060
Schwingt freudig euch empor BWV 36
Wachet! Betet! BWV 70

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

+) Sir John Eliot Gardiner ist einer der vielseitigsten Dirigenten unserer Zeit. Er ist eine der Schlüsselfiguren in der Wiederbelebung der Alten Musik und der Gründer und Künstlerische Leiter des Monteverdi Choir, der English Baroque Soloists und des Orchestre Révolutionnaire et Romantique. Neben Auftritten als Leiter seiner Ensembles tritt er regelmäßig als Gastdirigent der weltweit führenden Symphonieorchester auf, darunter die Wiener und Berliner Philharmoniker sowie das London Symphony Orchestra.

Monteverdi Choir
Die Gründung des Monteverdi Choir erfolgte vor 43 Jahren in Cambridge anlässlich einer Aufführung der „Marienvesper“ von Claudio Monteverdi. Ziel war es damals, sich ausgehend von der Musik des Barock ein breit gefächertes Repertoire zu erarbeiten. Das Ensemble wurde bald bekannt für sein leidenschaftliches Musikantentum, gepaart mit rhythmischer Vitalität und der Fähigkeit, Werke ganz unterschiedlicher Komponisten in verschiedenen Sprachen und Ausdrucksformen stilistisch überzeugend zu präsentieren.
Der Chor unternahm zahlreiche vielbeachtete Tourneen, unter denen die „Bach-Kantaten-Pilgerfahrt“ im Jahr 2000 eine absolute Sonderstellung einnimmt: Anlässlich des 250. Todestages von Johann Sebastian Bach führte der Chor gemeinsam mit den English Baroque Soloists sämtliche 198 geistliche Kantaten in 63 Kirchen in ganz Europa auf.

English Baroque Soloists
Die English Baroque Soloists wurden 1978 von Sir John Eliot Gardiner gegründet und haben sich seither als eines der bedeutendsten auf historischen Instrumenten musizierenden Kammerorchester etabliert.
Das Ensemble hat in zahlreichen großen Konzertsälen in aller Welt gespielt, darunter das Teatro della Scala in Mailand, das Amphitheater in Pompeji, die Philharmonie in Berlin, das Théâtre du Châtelet in Paris, das Lincoln Center in New York, das Sydney Opera House, das Amsterdamer Concertgebouw, San Marco in Venedig. 1990 gaben die English Baroque Soloists ihr Debut bei den Salzburger Festspielen und sind seitdem häufig dort zu Gast. Im Jahr 2000 unternahmen die English Baroque Soloists zusammen mit dem Monteverdi Choir die Bach Cantata Pilgrimage.

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Karten-Bestellung Online:

Link: http://www.berliner-konzerte.de/adventskantaten_sir_john_eliot_gardiner.1454.301888.html

oder Telefon: 0180 55 44 888

Ticket-Hotline: 030 – 67 80 111

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Link: Festival Soli Deo Gloria – Feste Alter Musik im Braunschweiger Land e.V. zu Gast in Berlin:

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Großer Saal Philharmonie Berlin „Saal-Plan“ zur Vergößerung in die Grafik klicken..!!

Saalplan Philharmonie Berlin "Großer Saal" zur Vergrößerung in die Grafik klicken..!!

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Philharmonie
Anfahrt

So finden Sie zur Philharmonie — lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit. Donec convallis. Pellentesque mollis tempus ipsum. Fusce pulvinar, pede et feugiat cursus.

  • mit der U-Bahn: Linie U2 Bahnhöfe Potsdamer Platz oder Mendelssohn-Bartholdy-Park
  • mit der S-Bahn: Linien S1, S2, S25, S26 bis Potsdamer Platz
  • mit dem Bus direkt zur Philharmonie: Linien 200 (Philharmonie), M48 (Kulturforum); weitere Buslinien: M29 (Potsdamer Brücke), M41 (Potsdamer Platz)
  • mit dem Auto: Auf dem Gelände der Philharmonie stehen begrenzt Parkplätze zur Verfügung.

Bitte nutzen Sie auch die Parkmöglichkeiten im Sony Center (Einfahrten Entlastungsstraße und Bellevuestraße) sowie in den Potsdamer Platz Arkaden (Einfahrt der Tiefgarage am Reichpietschufer) sowie im Parkhaus am Schöneberger Ufer.

Wenn Sie mit dem Fahrrad zu uns kommen und an der Philharmonie keine Abstellmöglichkeit mehr finden, können Sie Ihr Rad an den Fahrradständern an der Gemäldegalerie oder an der Staatsbibliothek abstellen.

Anfahrt Philharmonie Lageplan

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+) Textauszüge von www.berliner-konzerte.de

Grüße Volker

News von der Thomaskirche in Leipzig


 

Info tv Leipzig.de

Blinde sollen in Zukunft die Thomaskirche-Leipzig erfühlen können. Dazu kann ein Video von der Presse-Konferenz des Vereins „Thomaskirche-Bach 2000 e.V“. im Internet aufgerufen werden.                                                                                                                                  Zum Video:

Link: –  h i e r – klicken..!!

 

Bis März 2012 soll ein Modell der Thomaskirche auf der Südseite des Hauses aufgestellt werden

Diese Epitaphe ist rund 400 Jahre alt. Es ist die Grabplatte des ehemaligen Bürgermeisters der Stadt Daniel Leicher. Zu finden ist das Kunstwerk aus Marmor und Alabaster in der Thomaskirche. Allerdings hat das Denkmal seine besten Tage bereits hinter sich, weshalb es jetzt restauriert werden soll wie Pfarrer Christian Wolff weiß.

Oben auf der Webseite von „info-tv-Leipzig“ – Mitte – das abgebildete Video anklicken!

RUHR2010 Teil XXXI: Collection Tours-RuhrKunstMuseen


Link: http://ruhrkunstmuseen.ruhr2010

FERNSEHTIPP: Diese Tour wurde vom WDR begleitet und die Sendung „WESTART“ mit einer Zusammenfassung zum Kulturhauptstadtjahr wird am 14. Dezember 2010 um 22.30 Uhr im WDR mit einem 5 minütigen Bericht ausgestrahlt!

Gestern haben wir im Rahmen der Collection Tours „Nachtfahrt zur Lichtkunst“ drei RuhrKunstMuseen besucht: „Situation Kunst“ in BO Weitmar, „Zentrum für internationale Lichtkunst“ in Unna und der „Glaskasten“ in Marl. Das Vermittlungsprojekt Collection Tours bietet den Bewohnern und Gästen des Ruhrgebiets die Möglichkeit einer intensiven Auseinandersetzung mit den Sammlungen und Sonderausstellungen der 20 RuhrKunstMuseen. Wir haben uns speziell für diese Tour entschieden, weil 2 Museen auf dem Programm stehen, die wir selbst noch nie besucht hatten und etwas am Rande des Ruhrgebiets liegen.

www.situation-kunst.de

„Situation Kunst“, Hier beginnt die Tour, die Begleiterin regt zu einem Dialog mit der Kunst an und es entsteht ein reger Diskurs und Gedankenaustausch zwischen den Teilnehmern, auf den ersten Blick scheint die moderne Kunst schwer zugänglich, ist aber in ihrer Intention bodenständig und läßt Raum für Gedanken. Speziell bei der Rauminstallation von Rabinowitsch erzeugt das Zusammenspiel von Licht und Raum spirituelle Emotionen.

Tyndale-Sculpture (for Bud Powell and Coleman Hawkins), 1986/87/88

Weiter gehts zum Knaller des heutigen Tages: Zentrum für internationale Lichtkunst in Unna. In den Kühlkellern der ehemaligen Lindenbrauerei hat dieses außergewöhnliche Museum unter der Erde eine würdige Heimat gefunden. Faszinierend die Installationen zu denen sich auch mit Hilfe unserer Kunstbegleiterin einfach der Zugang findet. Höhepunkte sind Keith Sonnier mit „Tunnel of Tears“ und Mischa Kuball mit „Speed/Space/Speech“. Das Museum ist nur mit einer Führung zugänglich, die auch wichtig und interessant ist. Wirklich sehenswert!!!  Übrigens: Kein Foto kann die tollen Impressionen in Unna wiedergeben!!!

Mischa Kuball, Speed / Space / Speech, 1998/99  Foto: D. Leve

http://ruhrkunstmuseen.ruhr2010.de/sammlung/skulpturenmuseum-glaskasten-marl.html

Mittlerweile ist es stockfinster und es geht weiter zum Glaskasten nach Marl. Interessant, dass wir auch viel über die Besonderheiten einiger Städte erfahren. Marl ist ähnlich wie Wolfsburg eine Retortenstadt und im Nationalsozialismus entstanden. Es erinnert an die Plattenbautensiedlungen, die wir aus der DDR Zeit kennen. Mit dem Niedergang der Chemieindustrie wurde dann auch der Ausbau zur Großstadt gestoppt. An der Route der Industriekultur findet sich heute der „Chemiepark“. Im Glaskasten sind zwar nicht die bahnbrechenden Objekte zur Lichtkunst ausgestellt, aber beherbergt es doch interessante moderne Kunst, die ziemlich freakig ist.

Collection Tours Bus / Foto: Frank Vinken

Die Touren, die den Besuch mit Führung durch 3 RuhrKunstMuseen beinhalten, kostet incl. Lunchpaket 25,- Euro p.Person und dauert ca. 6 Stunden. Einige Termine sind noch realisierbar. Eine lohnende Fahrt mit super Besichtigungen, neuen Einblicken und netten Begegnungen.

Grüße, ClaudiavF

http://ruhrkunstmuseen.ruhr2010.de/collection-tours.html

CD-Vorstellung: Beethoven „An die ferne Geliebte“ und Schubert „Schwanengesang“ – James Gilchrist und Anna Tilbrook


Vor fast einem Jahr stellte ich Euch die beeindruckende erste CD der Schubert-Reihe von James Gilchrist und Anna Tilbrook bei dem Label ORCHID Classics mit dem Liedzyklus „Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert vor.

Vor kurzem ist die zweite CD der beiden Künstler in dieser Reihe erschienen, diesmal mit den beiden Liedzyklen „An die ferne Geliebte“ von Ludwig van Beethoven sowie mit „Schwanengesang“ von Franz Schubert. Auch diese CD ist sehr bewegend. Alles, was ich damals geschrieben habe, wird bestätigt und sogar noch übertroffen. Die regelmäßigen Leser dieses Blogs wissen, dass es von mir keine musikwissenschaftlich fundierte und ausgewogene Rezension gibt, sondern, dass ich meine persönlichen Eindrücke schildere, die bestimmt nicht allgemeingültig zu sehen sind.

 

„An die ferne Geliebte“ von Ludwig van Beethoven wird als der erste Liederzyklus überhaupt angesehen. Orginalzitat James Gilchrist:“ … Das Werk hat etwas besonders Zierliches an sich und eine Leichtigkeit, die fast ehrfürchtig anmutet. Es ist wunderschöne gearbeitet, besitzt durch die sanften Accelerandi zwischen den Sätzen eine ruhelose, jugendliche Aufregung sowie eine besonders befriedigende Symmetrie, die sich dank des ersten und letzten Satzes – die beide in der warmen, angenehmen Tonart Es-Dur stehen – einstellt. …“ Ja, und so singt er es auch, wunderschön, voller Wärme, voller Zuneigung – sehr, sehr innig.

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Anfang April 2011 veröffentlichte ORCHID Classics ein Promotion-Video, in dem es Ausschnitte aus der CD mit ergänzenden Kommentaren von James Gilchrist zu hören und zu sehen gibt.:

 

„Schwanengesang“ (D 957) ist eine Sammlung von Liedern des Komponisten Franz Schubert (1797–1828). Die Lieder entstanden August bis Oktober 1828. Die Werkzusammenstellung beinhaltet vertonte Gedichte von Ludwig Rellstab, Heinrich Heine und eins von Johann Gabriel Seidl. Da es sich um Schuberts letzte größere Komposition handelt, erhielt die postum veröffentlichte Sammlung nachträglich den Namen Schwanengesang, traditionell die Bezeichnung für das letzte Werk eines Künstlers. Dies bedeutet jedoch nicht – wie James Gilchrist in seinem Beitrag im Booklet sehr schön ausdrückt – dass der Zyklus ein Alterswerk, sondern das Werk eines jungen Komponisten und noch jüngerer Dichter darstellt. Die einzelnen Lieder bieten eine sehr große Spannbreite an Emotionen und Intensität. Sie erzählen keine durchgehende Geschichte wie in „Die schöne Müllerin“ oder „Winterreise“. Da gibt es bei den Rellstab Liedern freundliche Lieder wie „Liebesbotschaft“, die James Gilchrist eben auch freundlich und mit sehr viel jugendlichem Enthusiasmus singt. Da gibt es „Kriegers Ahnung“, fast eine kleine Oper, die er hier voller Dramatik den Zuhörer erleben lässt. Was müsste dieser Sänger auf der richtigen Opernbühne lebendig werden lassen? Und natürlich – das von Wunschkonzerten überstrapazierte „Ständchen“: liebevoll, zärtlich, innig – aber nie kitschig. Welch ein Genuss!

Die Heine-Lieder sind stilistisch ganz anders, eine viel größere Bandbreite an Farben und eben auch an Farblosigkeit, die Sänger und Pianistin wirklich alles abverlangen. So wie die Musik wirklich an Grenzen geht, müssen das auch die Interpreten tun. „Der Atlas“: hier interpretieren sie nicht nur den Kampf, sie erleben ihn und machen ihn regelrecht fühlbar, diesen unglaublichen, unmenschlichen, zermürbenden Kampf des Atlas. Und am anderen Ende steht „Der Doppelgänger“. Mit welch fahlen Tönen machen sie die innere Qual so hörbar, dass sich beim Zuhörer unweigerlich Gänsehaut einstellt.
James Gilchrist will erzählen, will, dass man ihm zuhört, will berühren und er tut das auf eine sehr berührende, sehr persönliche Art und Weise und ganz nebenbei – mit einer nahezu perfekten Aussprache. Wie ich bei der letzten CD schon schrieb: eine Deutlichkeit, von der sich so mancher muttersprachliche Sänger eine Scheibe abschneiden kann. Ganz im Gegenteil, es gibt durchaus sehr bekannte deutsche Liedsänger, die immer wieder als Maßstab herangezogen werden, bei denen ich ständig zusammenzucke. Hier sind es mal ein oder zwei Stellen, wo ein wenig Akzent durchschimmert, wie unwichtig in diesem Kontext. Wie gut, dass die CD mit der „Taubenpost“ schließt, das letzte von Franz Schubert komponierte Lied vor seinem plötzlichen Tod mit einem sehr naiven Text, aber mit so wunderschöner Musik und so wunderbar gesungen. Keiner muss am Ende verzweifeln, mit einem Lächeln geht das Leben weiter.

Dies ist für mich ganz persönlich meine CD des Jahres. Normalerweise scheue ich solch eine Aussage, weil ich mich nie entscheiden kann, was wirklich das Beste ist und Oratorien, Instrumentalkonzerte und Lieder wirklich nicht miteinander vergleichbar sind. Hier liegt ein Stapel verschiedenster neuer CDs mit ganz großartiger Musik. Aber diese Cd liegt bei mir ganz oben, wegen ihrer unglaublichen Intensität, dieser starken persönlichen Ansprache, ja ganz einfach, weil sie ganz tief berührt. Mich jedenfalls.

Hier die Links zum Bestellen:
über Volkers Partnershop
über JPC

Es gibt die CD auch als Downloadversion, aber zumindest bei JPC ist nicht das Booklet dabei. Dabei ist dies, da alle erklärenden Texte auch in Deutsch enthalten sind, sehr lesenswert.

Wenn ich schon dabei bin, stelle ich Euch gleich noch eine zweite CD von James Gilchrist und Anna Tilbrook vor, die nahezu zeitgleich mit einem Kontrastprogramm bei Linn Records erschienen ist. Hier sind Werke von Kenneth Leighton (1929-1988) und Benjamin Britten (1913-1976) zu hören. Für unsere Bach-geschulten Ohren ist es etwas schwierige Musik. Aber es lohnt sich, einmal über seinen Horizont herauszuschauen und ein wenig Mühe und Zeit zu investieren. Winter Words von Benjamin Britten ist ein sehr bekannter Zyklus, den Britten für seinen Lebensgefährten Peter Pears geschrieben hat. Sehr interessante Musik, die mich zwar nicht wirklich anspricht, vielleicht, weil ich nicht auf Anhieb den Sinn der Texte verstehe oder da, wo ich verstehe (Choirmasters Burial), ich zutiefst betroffen bin, aber so, WIE sie gesungen wird von Gilchrist, ist sie sehr beeindruckend. Kenneth Leightons „Earth, sweet earth“ dagegen hat mich beim ersten Hören, obwohl auch dies für mich sehr ungewohnte Musik ist, regelrecht in Trance fallen lassen. Es geht, wenn ich es richtig verstanden habe, um die Bewahrung der Schöpfung vor Zerstörung, ein mehr als aktuelles Thema. Sehr bewegende Musik – und sehr bewegend, zu Herzen gehend gesungen.

Auch hier die Links zum Bestellen:
über Volkers Partnershop
über JPC

Ein ganz persönlicher Eindruck von zwei ganz unterschiedlichen CDs – aber beiden gemeinsam ist die unglaublich Intensität, mit der James Gilchrist und Anna Tilbrook Musik lebendig werden lassen. Auf die Winterreise, die sicher folgen wird, bin ich jetzt schon gespannt.
Barbara

Der holländische Klassiksender – TV-Kanal Brava3D – startet über ASTRA


Brava3D ist der erste gesamteuropäische TV-Kanal, der klassische Musik, Opern und Ballet in 3D-Qualität ausstrahlen wird.

Zu empfangen ist der holländische Fernsehsender für Klassik über den Satellit „ASTRA“ auf der Orbitalposition 23,5 Grad Ost.

Brava3D wird effizient und in hervorragender Qualität an TV-Plattformen in ganz Europa übertragen. Brava3D sendet über den Satelliten ASTRA 3B auf ASTRA 23,5 Grad Ost, 11778,00 MHz, vertikal.

Fotrechte: Ulli Griesheimer / Quelle-Wikipedia

Das Programm ist vorläufig unverschlüsselt. Der 3D-Demokanal von ASTRA ist ebenfalls frei empfangbar auf ASTRA 23,5 Grad Ost, Frequenz 11720,00 MHz, Horizontal.

Seit Montag, 22. November 2010 ist dieserFernsehsender zu empfangen.

Empfangs-Einstellungen können über den nachstehenden Link von ASTRA.nl bezogen werden:

Link: http://www.onastra.nl/1460723/2010-11-22-brava3d

Wer sich den Text in deutsch anzeigen lassen möchte, müsste unter Google die Übersetzung aufrufen. Nun bin ich einmal gespannt, was uns der Klassik-Fernsehsender aus Holland an Beiträgen kredenzen wird, ob @Leen etwas Näheres dazu aussagen kann?

Grüße Volker


RUHR2010 Teil XXX: Volkers Klassikseiten im Ruhrpott!


Auf diesen Tag hatte ich mich schon so lange gefreut: Rita und Volker, Ulrike und Werner, Iris und Karl-Heinz, Italo-Wolle und ich haben vorgestern, 21.11.2010 bei bestem Wetter das Ruhrgebiet unsicher gemacht!

Edouard Manet "Die Eisenbahn"

Getroffen haben wir uns am Museum Folkwang, wo seit Oktober 2010 die Ausstellung „die Impressionisten in Paris“ stattfindet. Mit einer öffentlichen Führung haben wir uns in die große Expansionsperiode der französischen Metropole Ende des 19. Jahrhunderts begeben. Von Van Gogh, Gauguin, Renoir, Manet, Caillebotte und Monet sind alle vertreten. Die Ausstellung war thematisch in sich sehr geschlossen und wurde neben den Malereien mit Fotographien aus der Zeit von Napoléon III. und seinem Architekten Haussmann abgerundet. Die Ausstellung ist noch bis zum 30.01.2011 in Essen zu sehen. www.museum-folkwang.de

St. Ludgerus Essen-Werden (Foto: WernerK)

Weiter gehts nach Essen Werden, zur Basilika St. Ludgerus. 799 von Luitger als Benediktinerabtei gegründet war sie ein Christianisierungsstützpunkt unter Karl dem Großen. Nach der Zerstörung der Kirche durch einen Brand wurde der neue Bau 1275 im Übergangsstil von der Romanik zur Gotik geweiht. Architektonischer Höhepunkt ist der achteckige Vierungsturm dessen Kuppelgewölbe zu den Höhepunkten der rheinischen Baukunst gehört. In der Confessio, der Ringkrypta und ältestem Teil der Kirche befindet sich das Ludgerusgrab. Der bronzene Sarkopharg stammt aus dem Jahre 1984. www.st.ludgerus-werden.de

Hochofen Henrichshütte (Foto: VolkerH)

Mittagessen auf der Henrichshütte in Hattingen in der Gastronomie „Henrich´s“, ein modern eingerichtetes Restaurant in der architektonischen Synthese mit der Industriekultur. Der Kampf der Henrichshütte endete 1987, als der Hochofen gegen großen Widerstand ausblasen wurde. 150 Jahre spuckte er das flüssige Eisen aus und in Hochzeiten arbeiteten bis zu 10.000 Menschen auf der Henrichshütte. Unter teilweise schwierigen Bedingungen verdienten die Menschen dort ihren Lebensunterhalt. Die archaische, riesige Brache der Schwerindustrie macht erlebbar, „wodurch unser Wohlstand erschaffen wurde“ (Kalla). http://www.lwl.org/LWL/Kultur/wim/portal/S/hattingen/ort/

spätnachmittägliche Impressionen auf der Henrichshütte (Foto: WernerK)

Unser letzter Programmpunkt und gleichzeitiger Höhepunkt ist die Dorfkirche Stiepel in BO. 900 erstmals urkundlich im Güterverzeichnis des Klosters Werden als Villa Stipula erwähnt, wird 1008 mit Zustimmung des Kölner Erzbischofs Heribert die Erlaubnis für den Bau einer Hofkirche erteilt. Mit ihren fast 800 Jahren alten Malereien aus der Frühzeit der Kirche ist sie ein Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung (ich berichtete bereits auf Volkers Klassikseiten). Um 18.00 Uhr findet heute dort die Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ BWV 140 im Rahmen der „Momente der Ewigkeit“ (Ruhrpott-Kantate) statt. Vorher konnte noch Kaffee und Kuchen auf dem Adventsbasar eingenommen werden. www.evkirchebochum.de/stiepel

Dorfkirche Bo-Stiepel (Foto: VolkerH)

Sopran: Ulrike Hellermann, Alt: Katharina Wagner, Tenor: Stefan Kuhlich, Bass: Peter Lutz

Barockorchester Caterva musica, Leitung und Orgel: Kantor Michael Goede, Liturgie und Ansprache: Pfarrer Jürgen Stasing

„Wachet auf ruft uns die Stimme“ wurde am 25.11.1731 in Leipzig uraufgeführt. Zugrunde liegt Philipp Nicolais Gedicht, mit der populären Melodie gregorianischen Ursprungs. Sie handelt von dem Gleichnis der 10 Jungfrauen, die sich auf die Ankunft des Bräutigams vorbereiten. In ihrer ganzen Stimmung lassen Bach, Nicolai und ein anonymer Textdichter nun die grimmigen Texte und Sündenvorwürfe der Trinitatiszeit hinter sich und orientieren sich in ihrem festlichen Charakter eindeutig in Richtung der Adventszeit.

Nervosität kommt auf, wo ist der Chor? Herr Goede hat sich tatsächlich für eine solistische Besetzung entschieden, was zum intimen Rahmen des Konzerts aber gut passt. Akustisch ist dies jedoch nicht so glücklich gewählt gewesen: Sopran und Alt haben partiell sehr tiefe Partien, so dass sie nur wahrgenommen werden, wenn es in die höheren Bereiche geht. Tenor und Bass haben es etwas leichter, sie haben auch die interessanteren Parts, verkörpern sie doch die ungeduldigen Seelen, die auf den Bräutigam warten. Höhepunkt der Aufführung ist das etwas erotisch angehauchte Duett zwischen Bass und Sopran „Mein Freund ist mein-und ich bin Dein“, unterstrichen von den vielsagenden Blicken der Ausführenden.

Wenn auch Geige und Bratsche nicht richtig stimmten, die Oboe manchmal nicht flüssig durchlief und die solistische Besetzung nicht durchweg meine Zustimmung fand, war es dennoch eine stimmungsvolle, auf den Advent einstimmende Kantate, die durch die phantastische Atmosphäre eine würdige Abrundung fand. Wie Kalla meinte: „In so einer Kirche brauchst Du nicht zu predigen“

Schlussapplaus

Es war ein wunderschöner, erlebnisreicher Tag mit Euch! Danke auch für die super-Fotos! Gruß, Claudia

ZDF – Adventliche Festmusik aus der Frauenkirche Dresden am 28.11.2010 um 18 Uhr


Frauenkirche Dresden (Fotorechte: V.Hege)

Es ist immer eine sehenswerte Sendung des ZDF, die in jedem Jahr zum 1. Advent in Verbindung mit der Stiftung Frauenkirche Dresden – veranstaltet wird. Namhafte Künstler sind dort zu bewundern.

Galakonzert aus der Frauenkirche

Sonntag, 28. November 2010 um 18:00 Uhr im ZDF.

Exakt zehn Jahre ist es her, dass das erste Konzert aus der damaligen Baustelle der Frauenkirche vom ZDF übertragen wurde. Das war der Auftakt für die inzwischen alljährlich stattfindenden ZDF-Adventskonzerte aus dem Dresdner Gotteshaus.

Zum Jubiläum wird Mojca Erdmann (Sopran) zu Gast in der Frauenkirche sein. (Mojca Erdmann singt anstelle der angekündigten Sopranistin Anna Netrebko) – Zweiter Solist im ZDF-Adventskonzert ist der italienische Tenor Vittorio Grigolo.

Auch in diesem Jahr garantieren zwei Dresdner Spitzenensembles eine stimmungsvolle vorweihnachtliche Konzertstunde auf höchstem Niveau: die Staatskapelle Dresden und der Chor der Sächsischen Staatsoper. Einen zusätzlichen musikalischen Akzent setzt der Kammerchor der Frauenkirche. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Bertrand de Billy. Es erklingen Werke von Händel, Vivaldi, Haydn und Mozart.

Das Konzert ist bereits ausverkauft!

Aktualisierung am 30.11.2010 mit folgender Information:

In der ZDF-Mediathek ist bis zum – 4.12.2010 die „Festliche Adventsmusik aus der Frauenkirche Dresden“

unter folgendem Link aufrufbar:

Link: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1199626/Adventliche-Festmusik-2010

Weitere Termine im ZDF-Theater-Kanal mit Wiederholungen aus dem Jahr 2009:

Freitag, 3. Dezember 2010, 9:00 Uhr

Konzert
Adventliche Festmusik aus Dresden
Frauenkirche Dresden, 2009
ZDF Theaterkanal 09:00 Uhr, 60 Min.

Dienstag, 7. Dezember 2010, 14 Uhr

Konzert
Adventliche Festmusik aus Dresden
Frauenkirche Dresden, 2009
ZDF Theaterkanal 14:00 Uhr, 60 Min.

Mittwoch, 8.12.2010 Theater-Kanal 9:00 Uhr

Konzert
Adventliche Festmusik aus Dresden
Frauenkirche Dresden, 2009
ZDF Theaterkanal 09:00 Uhr, 60 Min.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Konzert

Adventliche Festmusik aus Dresden
Frauenkirche Dresden, 2009
ZDF Theaterkanal 14:00 Uhr, 60 Min.

Freitag, 17. Dezember 2010

Konzert
Adventliche Festmusik aus Dresden
Frauenkirche Dresden, 2009
ZDF Theaterkanal 14:00 Uhr, 60 Min.

Falls weitere Terminangaben des ZDF bekannt gegeben werden, werden sie hier aktualisiert..!!

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Kleiner Video-Ausschnitt von der „Adventlichen Festmusik“ Frauenkirche Dresden

Link:  –  h i e r  – klicken..!!

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Grüße

Volker

CD-DVD-Neuerscheinungen in 2010 – J.S. Bach Weihnachtsoratorium BWV 248


Im Kalenderjahr 2010 gibt es vier Neueinspielungen von J.S. Bach – Weihnachtsoratorium

– BWV 248 –  u.a. in einer Jazz-Version.

BWV 248 Johann Sebastian Bach Weihnachtsoratorium_Thomanerchor von 2009

 

1.) Thomanerchor und Gewandhaus-Orchester Leipzig!

Bei dieser Aufnahme handelt es sich um einen Rundfunk-Live-Mittschnitt aus Dezember 2009 aus der Thomaskirche in Leipzig. Anlass: 275.- Jubiläum der Uraufführung des WO in der Thomaskirche in Leipzig

Eine Besonderheit entwickelte sich aus der Situation, dass die Sopranistin erkrankte und Knabensoprane – (die Thomaner Paul Bernewitz und Friedrich Preatorius) eingesprungen sind.

1.) Hörprobe: J.S.Bach BWV 248 WO Eingangs-Satz Jauchzet frohlocket

Eine exzellente Rundfunkübertragung im Dezember 2009 begeisterte die Zuhörer und kann diese Neueinspielung sehr empfehlen. Die zwei Knaben-Soprane der Thomaner haben mich überzeugt und fand das als eine sehr  gute Alternative. Die Klangästhetik gewinnt durch die frischen und makellosen jungen Stimmen an Ausdruckskraft. Der Thomanerchor selbst verkörpert mit der Musik eine Authentizität, die nur in dieser Atmosphäre seine Wirkung vollkommen erzielen kann. 275 Jahre nach der Uraufführung 1734 / 1735 singt der Thomanerchor Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller alle sechs Kantaten. Zum Jubiläumsjahr produzieren Rondeau Production und Mitteldeutscher Rundfunk MDR das beliebte Chorwerk neu für Rundfunk und CD.

Solisten: Paul Bernewitz und Friedrich Preatorius; Knabensopran, Ingeborg Danz; Alt, Martin Petzold; Tenor-Evangelist, Christoph Genz; Tenor-Arien, Panajotis Iconomou; Bass. Leitung: Georg Christoph Biller.

Link: Die Doppel-CD Kantaten 1 bis 6 kann – h i e r – erworben werden!

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2.) Hörprobe: J.S.Bach BWV 248 WO Chor Herrscher des Himmels

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BWV 248 WO Riccardo Chailly - Dresdener Kammerchor - Gewandhaus Orchester

2.) Riccardo Chailly – Dresdener Kammerchor – Gewandhaus-Orchester Leipzig!

Solisten: Martin Lattke-Evangelist · Carolyn Sampson – Sopran,
Wiebke Lehmkuhl – Alt · Wolfram Lattke – Tenor,
Konstantin Wolff – Bass
Dresdner Kammerchor
Gewandhaus Orchestra
Leitung: Riccardo Chailly

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LVZ Interview WO mit Riccardo Chailly

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Riccardo Chailly hat das Jahr 2010 für sein Bach-Jahr erklärt und mehrere Einspielungen von J.S. Bach vorgenommen.

Die hoch gelobte Einspielung der „Brandenburgischen Konzerte“ eröffnete Anfang diesen Jahres den von Riccardo Chaillys geleiteten „kleinen“ Leipziger Bach-Zyklus mit dem Gewandhausorchester Leipzig, als dessen Chefdirigent er seit September 2005 fungiert. Es folgte zu Ostern die „Matthäuspassion“, und mit der Aufnahme des „Weihnachts-Oratoriums“ schließt sich der Kreis der drei Bach-Veröffentlichungen Riccardo Chaillys mit „seinem“ Orchester.

Es liegt fast 150 Jahre zurück, dass ein Dirigent des Gewandhausorchesters in Leipzig, das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach dirigierte. Riccardo Chailly hat diesen musikalischen Kraftakt mit dem Orchester jeweils am 7. u. 8. Januar 2010 durchgeführt. An beiden Tagen wurden die sechs Kantaten des Weihnachtsoratoriums im Konzertsaal aufgeführt.

Das letzte Mal führte der Gewandhaus-Kapellmeister Carl Reinecke diese in Auszügen im Jahr 1861, im damaligen Gewandhaus durch. Wie das Orchester mitteilte, wurde nicht geklärt, warum nie wieder das Werk in einem Stück aufgeführt wurde. Zum ersten Mal wurde das gewaltige Chor- und Orchesterwerk 1735/1736 in der Thomas- und der Nikolaikirche aufgeführt.

Link: Doppel-CD kann  – h i e r – erworben werden

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Hörproben: – h i e r  – klicken!!

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3.) Rom-Sixtinischen Kapelle WO Teile 1 bis 3

DVD – Live-Mitschnitt vom Konzert am 4. Dezember 2009

„60 Jahre Bundesrepublik – 20 Jahre Mauerfall“ aus der Sixtinischen Kapelle zu Ehren von Papst Benedikt XVI. Und in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler.

DVD WO Teil 1-3 Mittschnitt Rom Papst Benedikts XVI_Augsburger Domsingknaben Residenz-Kammerorchester München

Für Domkapellmeister Reinhard Kammler und seine Augsburger Domsingknaben war es die bisher ehrenvollste Konzerteinladung überhaupt: Am Freitag, den 4. Dezember 2009, erklang in der geschichtsträchtigen Sixtinischen Kapelle des Vatikans vor den weltberühmten Fresken Michelangelos das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. In Anwesenheit von Papst Benedikt XVI., Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler und seiner Berliner Delegation, zahlreichen Mitgliedern des am Vatikan akkreditierten diplomatischen Corps und weiteren hochrangigen Gästen musizierten unter Leitung von Reinhard Kammler der Kammerchor der Augsburger Domsingknaben, das Residenz-Kammerorchester München, Knabensolisten, sowie die ehemaligen Domsingknaben Gerhard Werlitz, Tenor und Johannes Kammler, Bass.

Offizieller Anlass dieses für die Augsburger Domsingknaben einmaligen Engagements war das Jubiläum „60 Jahre Bundesrepublik Deutschland und 20 Jahre Mauerfall“.

Gerhard Werlitz, Tenor
Johannes Kammler, Bass
Knabensolisten/Boys’ Soloists:
Kantate I / Cantata I
Ferdinand Geirhos, Alt/Alto
Kantate II/Cantata II
Ivo Hartmann, Sopran/Soprano
Sebastian Maurer, Alt/Alto
Kantate III/Cantata III
Markus Göppel, Sopran/Soprano
Ferdinand Geirhos, Alt/Alto
Kammerchor
der Augsburger Domsingknaben
Residenz-Kammerorchester München

Instrumentalsolisten/
Instrumental Soloists
Michael Christians, Violine/Violin
Petra Schiessel, Flöte/Flute
Dieter Salewski, Isabel Evers, Oboe,
Oboe d’amore
Trompeten/Trumpets
Konrad Müller, Andreas Spannbauer,
Matthias Haslach
Continuo
Hartmut Tröndle, Violoncello
Werner Booz, Kontrabass/Double Bass
Claudia Waßner, Orgelpositiv/Positive organ
Leitung am Cembalo/

Direction and harpsichord:
Domkapellmeister Reinhard Kammler
Aufnahme/Recorded: 04.12.2009,
Sixtinische Kapelle, Rom

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Link: DVD oder als CD mit Hörproben zu beziehen – h i e r  -klicken!!

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4.)  WDR-Big Band „King’s Singers“

J.S.Bach Weihnachtsoratorium BWV 248 "Version für Big Band"

Jazzet, frohlocket!

Unter Standards versteht man im Jazz bestens bekannte Songs des Repertoires, die Jazzmusikern als Grundlage für ihre Improvisationskünste dienen. Bachs Weihnachtsoratorium darf man ohne Zweifel mit Recht als »Standard« bezeichnen, und als solches wurde es im vergangenen Jahr Grundlage einer außergewöhnlichen Session.

Bill Dobbins hat von dem Werk ein Jazzarrangement erstellt und dirigierte seine Jazz-Version in einem gemeinsamen Konzert der King’s Singers und der WDR Big Band. Die Präzision und der unverwechselbare Klang der King’s Singers in Kombination mit einem der renommiertesten europäischen Jazzensembles entlockten Bachs Weihnachtsoratorium, bei aller Achtung des zeitlosen Originals, einen völlig neuen Klang, der Klassik- und Jazzliebhaber gleichermaßen begeistern wird.

Eine ausführliche Rezension – mit einer Hörprobe – zu dieser Wiedergabe in Bad Oeynhausen im Dezember 2009 kann unter dem nachstehenden Link nachgelesen werden:

Link:  – h i e r – klicken!!

(Jazz Arrangement von Bill Dobbins)

  • Künstler: King’s Singers, WDR Big Band, Bill Dobbins
  • Label: Signum , DDD, 2009

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Link: CD zu beziehen: – h i e r – klicken!!

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Schönen Sonntag und Grüße

Volker

L´Italiana in Assindia oder Cecilia Bartoli in der Philharmonie Essen 16.11.10


Es gibt Tage, die sind teuer, richtig teuer. Es fing damit an, dass ich zum Gesangsunterricht mit dem Taxi gefahren bin, kurzentschlossen habe ich mich dann entschieden, trotz der horrenden Preise, doch abends zu Cecilia Bartoli in die Philharmonie zu gehen. Also Ruckzuck noch zur Philharmonie und die Karte abgeholt, dabei bin ich dann, aufgrund meines verkehrswidrigen Verhaltens in Sachen Schnell-Parken, nur knapp einem Knöllchen entgangen.

Philharmonie Essen vom Stadtgarteneingang

Im Moment scheint es en Vogue, alte Komponisten des Barock auszugraben, sie zu entstauben und gründlich zu durchlüften, wie sie Simone Kermes mit „Colori d´amore“ oder auch Magdalena Kozena mit „Lettere amorose“, in Ermangelung ansprechender, zeitgenössischer Möglichkeiten, präsentieren. Zu Tage kommen bei allen, höchst virtuose, anspruchsvolle Stücke, die immer noch faszinierend wirken. Cecilia Bartoli hat sich der Thematik der Kastraten angenommen, die im 17. + 18. Jahrhundert teilweise Rockstar-ähnlichen Kultstatus besessen haben. Der Preis, den sie dafür zahlten, war hoch: Wer die stümperhafte Prozedur überlebte, hatte eine äußerst geringe Chance zu Weltruhm aufzusteigen, vielmehr drohten gesellschaftliche Ausgrenzung, physische Entstellung durch Ausprägung weiblicher Körperformen, unnatürliches Längenwachstum und die üblichen Unsicherheiten im Künstlerberuf. Viele entstammten der neapolitanischen Talentschmiede von Nicola Porpora der mit seinem Zögling Carlo Broschi gen. Farinelli das große Los zog.

Empfangshalle der Philharmonie

Der Zeiger rückt näher auf 20.00 Uhr, die Start-Fanfare „Bilder einer Ausstellung“ ruft zum Konzert. Cecilia Bartoli wird heute von dem Kammerorchester Basel unter der Leitung von Julia Schröder begleitet, dessen Konzertmeisterin sie seit 2004 ist. Das Orchester beginnt mit spritzigen Tempi und steigt mit Nicola Porporas „Come nave“ ein, effektvoll inzeniert stürmt Bartoli  in einer Art Bajazzo-Piratenkostüm mit einem wehenden Mantel, ausstaffiert mit rot-glänzendem Innenfutter, die Bühne; es gibt spontanen Szenenapplaus. Die Künstlerin ist in Top-Form, das satte, dunkle Timbre durchdringt den Raum. Das spielfreudige und akzentuiert agierende Orchester bietet dieser Powersängerin das ergänzende Moment.

Auch wenn wir uns heute nicht vorstellen können, wie die großen Kastraten wirklich geklungen haben, bringt doch „Farinella“ zumindest die Ahnung von dem technischen Können dieser Künstler (Männer kann man ja nicht sagen!) nahe. Speziell bei Francesco Araias Arie aus „Berenice“ durchzieht sie das gesamte Spektrum an Turbo-Trillern und riesigen Tonsprüngen, alles wird aneinandergereiht, Schlag auf Schlag, so dass noch nicht einmal nach einer Passage mit der Schwierigkeitsstufe 10, die Möglichkeit zum Luftholen bleibt, denn es verlangt die nächste Stimmung wieder vollste Aufmerksamkeit! Inflationär werden endlose Melismen-Ketten aneinander gereiht. Die unglaublich sinnlichen Stücke wie „Lascia la spina“ (Händel/ Il Trionfo del Tempo e del Disinganno) oder Leonardo Leo´s „Qual Farfalla“ verlangen neben des technischen Anspruchs nach reifer, lebenserfahrener Interpretation, Cecilia Bartoli gelingt dies und läßt die Zuhörer eingewoben in einem Kokon von Faszination für diese Stimme und diese Musik mit wohligen Schauern in einen anderen Raum entschweben. Die Mimik der Augen und die einladenden Gesten des Körpers ziehen das Publikum in den Gefühlssog hinein. Es läßt sich leicht vorstellen, dass viele Komponisten ihren Stars die Stücke buchstäblich in die Kehle komponiert haben. Es finden sich unter diesen Arien natürlich auch Stücke, die der Kunst wegen ihre Existenzberechtigung haben, aber es gibt auch Melodien, die mitnehmen in alltagsferne und intensive Gefühlswelten mit wunderschönen Melodien (Antonio Caldara „Quel buon pastor son io“).

Il Senesino (Bild Wikipedia)

Das Kammerorchester Basel brilliert gleichmaßen in der Interpretation einiger Ouvertüren, so verschwenderisch die barocken Formen, mit ihren Voluten und ihrem Schmuck sind, so verschwenderisch zieht die Musikalität mit fast impressionistischer Prägung vorbei und hinterläßt Spuren der barocken Ideologie, die das Leid und die Freude eng beieinander wähnt; so die Ouvertüren Porporas zu „Il Gedeone“ und „Perdono, amata Nice“.

Es bleibt ja immer die Spannung, beschönt die Technik, sind die Stars ihr Geld wert? Für Cecilia Bartoli kann die letzte Frage klar mit JA beantwortet werden. Das Konzert hat gezeigt, dass auch in der modernen Klassik der Künstler kein Unberührbarer ist, sondern er/sie mit dem Publikum in ständiger Korrenpondenz steht. Nicht zuletzt hat Cecilia Bartoli durch ihr offenes, dem Publikum und den Mitmusizierenden zugewandtem Wesen die Zuhörer mit ihr verschmelzen lassen, aber die ungeheure Technik, die gigantische Luft, mit der sie schiere Ewigkeiten im An- und Abschwellen der Töne verharrt, weisen ihr zurecht den Vesuv (hier nicht der Olymp) der Mezzosorpranösen zu. Dass sie dabei kommerzielles Gespür beweist ist auch völlig in Ordnung, keiner kann nur von der Kunst leben, er muss sich auch zu vermarkten wissen.

Ist es ausgleichende Gerechtigkeit der Natur, dass gerade die Kastraten ihre fehlende Männlichkeit durch größeres Gefühl für Sinnlichkeit und Technikverlagerung vom Hüftbereich in die Kehle kompensierten?

Diese Zeiten sind vorbei, auch wenn heute niemand mehr aufgrund seiner Stimme kastriert wird, bleibt die menschliche Natur doch diesselbe. In einer Zeit, wo junge Menschen sich genauso nach Erfolg und Anerkennung sehnen wie vor 300 Jahren? Wo Talentshows in Scharen die Programme aller Fernsehsender bevölkern und die Bewerber in Kauf nehmen, vor einem Millionenpublikum öffentlich von mediengeilen Gestalten erniedrigt zu werden?

Schlussapplaus

Wo junge Frauen sich bewußt auf Kinder-Kleider-Größen herunter hungern, um dazuzugehören, ist das nicht auch eine Form der Verstümmelung? Welches Motiv steckt dahinter? Ist Erfolg, Schönheit und Reichtum an der Kleidergröße zu messen? Wer sich heute wünscht, ebenso erfolgreich, wohlhabend und talentiert zu sein wie sein Idol, sollte nicht vergessen, auch die Schattenseiten der Popularität zu beleuchten, die oft geprägt sind von harter, konsequenter Arbeit; Perfektionismuswahn; zerrüttetem, sozialem Leben und fehlender Privatsphäre. Die Übergänge zwischen Anbetung, Mittelmaß und Lachnummer sind fliessend.

Encore!

Halten wir es mit dem Zitat von Claude Debussy: „Ich bete jeden Tag zu Bach, damit er mich vor Mittelmäßigkeit bewahre.“

Bach als Opernkomponist hätte mir übrigens auch gefallen.

Grüße, Claudia

PS: In den Programmheften der Philharmonie steht jetzt an jeder Textseite: Bitte leise umblättern!

Städt. Museum in Seesen/Harz eröffnet am 26.11.2010 die Ausstellung über den Klavierbauer: Steinweg – Steinway


Städtisches Museum Seesen / Harz – Ausstellung: Steinweg-Steinway

Für alle Freunde der Klaviermusik gibt es ab 27. November 2010 im Städtischen Museum der Stadt Seesen am Harz eine Dauerausstellung zu besichtigen.

Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen im Städt. Museum der Stadt Seesen wird für einen berühmten Sohn der Stadt:

Heinrich Engelhard Steinweg (1797-1871)

berühmter Klavier- und Flügelbauer eine Dauerausstellung eingerichtet.

Heinrich E. Steinweg beim Bau des ersten Flügel

+) Am 11. November 1825 leistet der ausWolfshagen/Harz stammende Tischler Heinrich Engelhard Steinweg (1797-1871) in Seesen den Bürgereid. Neben der Tischlerarbeit beginnt der musisch begabte Steinweg Klaviere herzustellen – und hat damit Erfolg. Ab 1836 nennt er sich „H. Steinweg – Instrumentenmacher in Seesen“. Seiner Kundschaft erklärt er: „Für Güte und Dauer (meiner Instrumente) garantiere ich auf jede vom Käufer selbst zu bestimmende Zeit…“

Der selbstbewusste 53-jährige entschließt sich 1850 mit seiner Familie nach New York auszuwandern.

In Amerika wird aus Heinrich E. Steinweg der berühmte Name: Henry E. Steinway.

Der Familienname wird zu Steinway amerikanisiert und bereits 1853 das Unternehmen Steinway & Sons gegründet.

H. E. Steinweg und William Steinway - Flügelbauer

H. E. Steinweg und William Steinway

Sechs Söhne sind den Steinwegs in Seesen geboren worden. Die Kombination ihrer unterschiedlichen, sich ergänzenden Talente führt zum beispiellosen Erfolg in Amerika. Der älteste Sohn, Theodor (1825-1889) bleibt zunächst in Deutschland und gründet in Braunschweig die Klavierfabrik „C. F. Theodor Steinweg“. Also auch er in New York gebraucht wird, verkauft er sie und tritt ebenfalls in die Firma „Steinway & Sons, New York“ ein. Aus der Braunschweiger Klavierfabrik entsteht nun „Grotrian – Steinweg“.

Mit einer wahren Patentflut hatten Theodor und sein Bruder Henry Jr. (1830-1865) den Klavierbau revolutioniert. Sie gelten heute als Schöpfer des modernen Klaviers. Ihr jüngerer Bruder William (1835-1896) steuert sein kaufmännisches Genie zum Erfolg bei. Auf seine Initiative hin kommt es 1880 zur Gründung von „Steinway & Sons, Hamburg“.

Das Städt.-Museum Seesen zeigt, neben vielen historischen Gegenständen der Region, wie sich die Dosenfabrikation von ihren frühen handwerklichen Anfängen bis zur industriellen Fertigung entwickelt hat. Lernen Sie den Ehrenbürger William Steinway in einer Ausstellung kennen, in der auch das erste in Amerika gefertigte Tafelklavier der Firma Steinway & Sons zu sehen ist.

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Öffnungszeiten Städt. Museum Seesen:

Die Öffnungszeiten des Museums haben sich geändert:
Di. – Fr.: 11 – 17 Uhr; Sa. u. So.: 14 – 17 Uhr

und nach Vereinbarung
Seesen am Harz
Wilhelmsplatz 4 – Tel. 0 53 81 – 488 91
Internet: www.museum-seesen.de

+) Textauszüge Städt. Museum Seesen

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Ein weiteres Highlight für Seesen:

Wilhelm Busch, lebte von 1898 bis zu seinem Tod 1908 im kleinsten Seesener Stadtteil Mechtshausen.

Wilhelm Busch-Denkmalin  Seesen

Wilhelm Busch-Denkmal in Seesen

Wilhelm Busch lebte die letzten 10 Jahre seines Lebens sehr zurückgezogen. Die Räume, die er im Pfarrhaus des Ortes bewohnte, sind wieder so hergerichtet, wie sie zu Lebzeiten Buschs um die Jahrhundertwende waren. Ein Besuch des Wilhelm-Busch-Hauses in Mechtshausen lohnt sich.

Öffnungszeiten:
1. März – 31. Oktober: täglich von 14 – 16 Uhr
(montags geschlossen) – 1. November – 28. Februar:
samstags und sonntags von 14 – 16 Uhr
und nach Vereinbarung

Pastor-Nöldeke-Weg 7 in Mechtshausen
Tel. 0 53 84 – 908 86 und 517
Internet: www.wilhelm-busch-haus.de

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Der Stadtrundweg in Seesen hat sieben Stationen (Fotorechte: Stadt Seesen)

Weitere Informationen:

http://www.stadtverwaltung-seesen.de/

http://www.fenster-zum-harz.de/

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Wer einmal wieder Lust verspürt, den Harz zu besuchen, der wird als Zwischenstation mit diesen Ausstellungen in Seesen – „Tor zum Harz“ mit Klassik und Kultur hinreichend informiert.

Gruß

Volker

Radiotipps für die 46. KW


Hallo zusammen,

da bin ich wieder mit ein paar, wie ich finde, spannenden Radiotipps:

Für die Orgelfans unter Euch:

15.11.2010
DRS II
20-22

Diskothek im Zweiten
Charles-Marie Widor: Orgelsinfonie Nr.5 f-moll
Charles-Marie Widor gilt als der eigentlich Erfinder der Gattung «Orgelsinfonie» im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Als Nachfolger von César Franck am traditionsreichen Pariser Conservatoire übernahm er 1890 dessen Orgelklasse und war Organist an der Eglise de Saint-Suplice. Dort stand eine imposante Orgel von Cavaillé-Coll, die Widor auch klanglich zu seinen Werken inspirierte. Im Mittelpunkt seines kompositorischen Schaffens stehen 10 zyklisch angelegte Orgelsinfonien. Die berühmteste ist die 5. Sinfonie mit ihrem eindrücklichen Finalsatz, der berühmten Toccata.
In der «Diskothek im Zwei» stehen verschiedene Aufnahmen von Widors Orgelsinfonie Nr.5 in f-moll zur Diskussion. Gäste von Eva Oertle sind der Musikjournalist Peter Hagmann und der Organist Tobias Willi.

Als Podcast zu hören, Link nachstehend:

http://pod.drs.ch/mp3/diskothek-im-zwei/diskothek-im-zwei_201011152300_10156024.mp3

Vielleicht erinnert Ihr Euch, dass ich vor einiger Zeit einen kurzen Nachruf auf Anthony Rolfe Johnson hier veröffentlicht habe. Alex nannte in seinem Kommentar die Aufnahme des Idomeneo mit ihm. diese Woche wird sie von Bayern klassik gesendet:

16.11.2010
BR klassik
19-22:15

Wolfgang Amadeus Mozart: „Idomeneo“
Zum 85. Geburtstag des Dirigenten Charles Mackerras (1925 – 2010) (I)
Dramma per musica in drei Akten
In italienischer Sprache
Idomeneo – Ian Bostridge
Idamante – Lorraine Hunt Lieberson
Ilia – Lisa Milne
Elettra – Barbara Frittoli
Arbace – Anthony Rolfe Johnson
Oberpriester Neptuns – Paul Charles Clarke
Die Stimme – John Relyea
Dunedin Consort
Edinburgh Festival Chorus
Scottish Chamber Orchestra
Leitung: Charles Mackerras
Aufnahme von 2001

Nächsten Sonntag gibt es gleich 2 spannende Sendungen:

21.11.2010
DRS II
16-18

Parlando
Angehimmelt, versteigert, verkratzt – Instrumente mit besonderen Lebensgeschichten
Alte Instrumente haben viel erlebt seit ihrer «Geburt». Wo sind heute Menuhins Geigen? Warum stand Schillers Tafelklavier im KZ Buchenwald? Warum kauft eine Bank wertvolle Geigen? Eine Spurensuche bei Musikern, Bankern und Klavierstimmern.
Ein «Parlando» von Elke Kamprad.

BBC
The Early Music Show

Catherine Bott presents a profile of Bach’s eldest son, Wilhelm Friedemann, who despite being renowned as an organist and composer during his lifetime, died in poverty.
http://www.bbc.co.uk/programmes/b00vkpcc

ich hoffe, für den einen oder anderen der Blog-Leser ist etwas dabei.
Eine schöne Woche
Barbara