Archiv der Kategorie: Thomas-Kantoren in Leipzig

J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen für den Sonntag „Laetare“ – Kantaten entfallen für Laetare!


J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen für den Sonntag „Laetare“ – Kantaten entfallen für Laetare!

                                              Die Thomaskirche Leipzig in der Morgensonne.

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 11.03.2018 begehen wir den Sonntag „Laetare“

Der Name des Sonntags Laetare leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: „Laetare cum Jerusalem, et exsultate in ea, omnes qui diligitis eam“ (Jes 66, 10;)

Der Sonntag Laetare steht in der Mitte der Fastenzeit und wird deshalb auch „Mittfasten“ genannt. Ein anderer Name für diesen Sonntag aufgrund des Evangeliums von der Brotvermehrung ist „Brotsonntag“. In der römischen Kirche wird der Sonntag auch als „Rosensonntag“ bezeichnet, weil an ihm der Papst eine goldene Rose weihte, die angesehenen Persönlichkeiten oder Instituten, die sich um die römische Kirche verdient gemacht hatten, verliehen wurde. Dieser Brauch wird heute nicht mehr wahrgenommen.

Nachdem bisher der Aspekt unserer Schuld gegenüber Gott stärker in den Vordergrund getreten ist, tritt nun am Sonntag Laetare Gottes Handeln an uns in den Vordergrund als Antwort auf unsere Verfehlungen. Dadurch wird der wichtige Aspekt des Evangeliums deutlich, dass wir eben in erster Linie durch Gottes Hilfe frei werden von unseren Verfehlungen, und nicht durch unsere eigenen Werke. Damit gewinnt die Fastenzeit nun einen gewissen fröhlichen Charakter, obgleich wir natürlich weiterhin betrübt sind darüber, dass ein solches Opfer um unseretwillen nötig ist. Dass Gott es aber aus freien Stücken gibt, um uns zu erlösen, ist die große Freude des Evangeliums, das auch in der Fastenzeit uns durchträgt!

Das Opfer Jesu, an das wir durch die Worte vom Weizenkorn, das stirbt und dadurch viel Frucht bringt, erinnert werden, läßt uns froh und dankbar auf das Kreuz schauen. Wir haben Teil am Leiden und Sterben Jesu durch die Gaben der Schöpfung, in deren Gestalt er sich uns im Abendmahl hingibt.

Wochenspruch: 

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. (Joh 12, 24)

Wochenlied: 

“Jesu, meine Freude“ (EG 396)

Video: J.S. Bach Motette BWV 227 „Jesu, meine Freude“

——————————————

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

——————————————

Bach-Kantaten:

Musik in Leipzig schweigt in der Fastenzeit.!!

Kantaten für den SonntagLaetare“ entfallen..!

—————————————————

R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten

——————————————

WDR3 – Klassik

Sendung: 07:04 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link:

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link:

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link:

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

————————————————

WDR3 – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik – Sonntag: 07:04 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 100 „Was Gott tut, das ist wohlgetan“

Kantate ohne liturgische Zuordnung!

Sandrine Piau, Sopran;  Bogna Bartosz, Alt;

James Gilchrist, Tenor; Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra,

Leitung: Ton Koopman

—————————————————

NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

———————————————————

NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Auszug aus dem Programm!

Johann Sebastian Bach:

Motette BWV 227 Jesu, meine Freude” 

Kammerchor Eric Ericson

Drottningholm Barock Ensemble

—————————————————–

HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

——————————————————

HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm!

Kantate etwa ab  07:15 Uhr

Johann Sebastian Bach

Motette BWV 118 “O Jesu Christ, mein’s Lebens Licht“

Bach-Collegium Japan

Leitung:  Masaaki Suzuki

————————————————————

SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

———————————————————

SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszug aus dem Programm!

Sonntag 06:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate ab 07:04 Uhr

Kantate BWV 100 Was Gott tut, das ist wohlgetan“

Choral-Kantate für eine unbestimmte Gelegenheit!

Malin Hartelius, Sopran   William Towers, Countertenor

James Gilchrist Tenor  Peter Harvey, Bass

—————————————————–

SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

———————————————————————-

SWR2 – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Georg Philipp Telemann (1681-1767)

Wer nur den lieben Gott läßt walten“ TWV I,1593

…………………………………………………………

rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

——————————————————–

rbb-kulturradio  

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate: BWV 117 „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut

Kantate ohne liturgische Zuordnung!

—————————————————–

MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-kultur-radio-100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

——————————————

MDR – Kultur  

Auszug aus dem Programm!

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

06:30 Uhr Kantate

Georg Philipp Telemann (1681-1767)

Wer nur den lieben Gott läßt walten“ TWV I,1593

—————————————————

Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 09:00 Uhr

Programm:  

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

———————————————

Bayern-Klassik

Auszug aus dem Programm!

Sendung: Sonntag um 08:05 bis 09:00 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 131 „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir“

Kantate ohne liturgische Zuordnung!

Regine Jurda, Alt;  Maximilian Kiener, Tenor

Franz Schlecht, Bass;

Arcis-Vocalisten München;  L’arpa festante:

Leitung:  Thomas Gropper

————————————————–

Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Georg Philipp Telemann (1681-1767)

Kantate zur Passionszeit  „Jesus liegt in letzten Zügen“ TVWV 1:983

Gotthold Schwarz, Bariton

Sächsisches Barockorchester

Leitung: Gotthold Schwarz

—————————————————

Domradio Köln

Sendung: „Musica

Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

Link zur Sendung Musica:

https://www.domradio.de/radio/sendungen/domradio-musica/dorothee-oberlinger-ueber-virtuosentum-frauen-als-dirigenten-und

———————————

Domradio Köln

Sendung: „Musica  –  Auszug aus dem Programm!

Neue Sendezeit und Titel:  Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Dorothee Oberlinger über Virtuosentum, Frauen als Dirigenten und Fastenzeit !

„Wenn ich Musik von Bach höre, empfinde ich Gnade“

Sie wird die „Königin“ der Blockflöte genannt, doch längst hat Dorothee Oberlinger ihre künstlerischen Aktivitäten ausgeweitet. Sie begeistert ihr Publikum nach wie vor mit ihrem virtuosen Spiel, aber sie dirigiert mittlerweile Opern und lehrt als Musik-Professorin.

Die Auftritte und CD-Aufnahmen von Dorothee Oberlinger sind von ihrer Leidenschaft und Begeisterung für Musik geprägt. Im persönlichen Gespräch spürt man viel von der Energie, die die dreifache ECHO-Klassik-Gewinnerin in sich trägt. Köln ist ihre Wahlheimat, hier spielt sie am Sonntag ein Konzert in den Balloni-Hallen in Köln Ehrenfeld.

In „Musica“ gibt es ein Gespräch mit ihr über ihre Karriere, ihre Arbeit als Dirigentin und wie sie es als evangelische Pfarrerstochter mit der Fastenzeit hält…..

—————————————————

ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

———————————————–

ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr

Auszug aus dem Programm!

Bach-Musik

Bach-Musik – Musik in der Passionszeit

Es wurden keine weiteren Programm-Angaben veröffentlicht !

————————————————

Videos mit Bach-Kantaten

Bach-Kantaten:

Musik in Leipzig schweigt in der Fastenzeit.!!

Kantaten für den Sonntag „Laetare“ entfallen..!

Kantaten ohne liturgische Bestimmung!

BWV 100 Was Gott tut, das ist wohlgetan“

 BWV 119 – „Preise, Jerusalem, den Herrn“

BWV 131 Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir

BWV 150 Nach dir, Herr, verlanget mich“

—————————————————-

/YouTube: BWV 100 –  Was Gott tut, das ist wohlgetan(Interpret: Koopman )

—————————————–

/YouTube: BWV 119 –Preise, Jerusalem, den Herrn“ (Interpret: Herreweghe )

——————————————-

/ YouTube:  BWV 131 Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir“   (Interpret: Koopman )

————————–

/ YouTube: BWV 150 –  Nach dir, Herr, verlanget mich  (Interpret: Leonhardt Herreweghe. )

—————————————–

Christoph GRAUPNER ( 1683-1760 )

Kantate „Jauchzet ihr Himmel erfreue dich Erde“ GWV 1105/53

—————————————

                        Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für Sonntag Oculi

                                                Link:    h i e r  zum Download  als PDF   


J.E. Gardiner – SDG – CD’s bei Amazon:

SDG 153 Vol. 20

————————————

Video vom Thomanerchor!

J. S. Bach – Kantate BWV 126 „Erhalt uns Herr bei deinem Wort“

Kantate für den Sonntag Sexagesimae!

Ausführende:

 Thomaner (Knaben-Alt), Martin Petzold, , Tenor; Jörg Hempel, Bass

Thomanerchor Leipzig  / Gewandhausorchester Leipzig

Leitung:   Thomaskantor  Georg Christoph Biller

—————————–

Live-Aufnahme von 2006


Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag!

Herzliche Grüße

Volker

—————————-

Georg-Christoph Biller „Der Weg vom Thomaner bis zum Thomaskantor!“


Georg-Christoph Biller „Der Weg vom Thomaner bis zum Thomaskantor!“

                         Probe des Thomanerchores unter Leitung von Georg Christoph Biller (2012)

Für die Öffentlichkeit kam Anfang 2015 die Nachricht, dass Georg Christoph Biller als  Thomaskantor  zurücktritt, überraschend. Der Musiker und Musikpädagoge, der mehr als zwei Jahrzehnte den berühmten Leipziger Thomanerchor leitete, hatte sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Seit 1999 wegen Depressionen in klinischer Behandlung, musste der 16. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach vor drei Jahren beruflich die Notbremse ziehen.

„Depressionen kommen aus heiterem Himmel, machen unfähig zum klaren Denken und systematischen Arbeiten. In solchen Phasen war die Arbeit mit den mir anvertrauten Knaben und jungen Männern besonders schwierig: Wie soll man jemanden motivieren, wenn einem selbst schwer ums Herz ist?“

Pastorensohn als Thomasser

 Als Sohn eines Pastors 1955 in Nebra (Burgenlandkreis) geboren, stand in dem kleinen Ort „einer unbeschwerten Kindheit nichts im Wege“, erklärt Biller. „Besonders angetan war ich von Chormusik, weshalb ich schon als Fünfjähriger verkündete, dass ich Thomaner werden wollte.“

Nachdem ihm das dafür notwendige musikalische Rüstzeug von dem damaligen Naumburger Domkantor vermittelt worden war, konnte sich der junge Georg freuen, 1965 Aufnahme bei den Thomanern zu finden. Die nächsten Jahre verbrachte Biller im „Kasten“ – wie die Sänger bis heute ihr Leipziger Alumnat nennen.

Die Knaben bezeichnen sich nicht als Thomaner, sondern schmissiger als „Thomasser“, und unter ihnen werden die jüngsten Schüler „Sexer“ gerufen. Als solchem sei es Biller anfangs schwergefallen, sich an das Leben in einem Internat zu gewöhnen. Vergeblich hoffte er mit Ausreden die Erlaubnis zu erhalten, nach Hause fahren zu dürfen: Einmal, so erinnert sich Biller, wollte mit dem dringlichen Hinweis dem Leipziger „Kasten“ entfliehen, er müsse im heimatlichen Nebra sein Reh füttern.

Die Thomaner wurden aber nicht nur die künstlerische Heimat Billers, sondern auch der Startpunkt für seine musikalische Karriere. Mit Erhard Mauersberger und Hans-Joachim Rotzsch erlebte er zwei als Künstler und Charaktere höchst unterschiedliche Kantoren. 1992 wurde Biller Nachfolger von Rotzsch, der über seine Vergangenheit als IM des MfS stolperte.

Doch ehe es so weit war, waren die Mühen der Ebene zu durchmessen: Nach dem Abitur folgten für Biller 18 Monate bei der Nationalen Volksarmee, die auch für ihn, der in Halle und Weißenfels zu dienen hatte, weit mehr ein Straf- als der von der DDR-Propaganda so bezeichnete „Ehrendienst“ waren. Schon 1980, im letzten Jahr des folgenden Musikstudiums, zum Chordirektor des Leipziger Gewandhauses und zugleich zum Dozenten für Chorleitung an der Kirchenmusikschule in Halle ernannt, standen ihm als Dirigent und Sänger nicht nur die Türen in der DDR offen, sondern bald auch die in den Westen. Bereits in den 1980er Jahren konnte Biller jenseits der Mauer auftreten.

Den schönsten Augenblick seines noch jungen Lebens erlebte Biller jedoch weder in West-Berlin noch in Tokio, sondern in Leipzig, als der Musiker am 9. Oktober 1989 Teil der größten Demonstration war, die Honeckers DDR bis dahin erlebt hatte. „Als wir realisiert hatten, dass nicht geschossen würde, begannen wir spontan zu singen, irgendetwas, was uns gerade einfiel … In diesen Momenten erlebte ich die glücklichsten zehn Minuten meines bisherigen Lebens“, so Biller.

Erfahrungen im Westen

Nach der politischen Wende und der deutschen Einheit musste auch er sich neu orientieren. Zu dem Unterricht an der Kirchenmusikschule Halle kamen 1990 Professuren für Chordirigieren in Frankfurt (Main) und Hochschule für Musik Detmold. Im Westen habe er erstmals erlebt, was ihm aus seiner Tätigkeit in der DDR so nicht bekannt war: „handfeste Intrigen“ unter den Kollegen.

Die deutsch-deutsche Pendelei endete mit Billers Berufung zum Thomaskantor. Dass er sein Amt mit zeitlicher Verzögerung antrat, war eine Folge endloser Autofahrten: Im Juli 1992 vom Sekundenschlaf übermannt, fuhr Biller gegen einen Baum und verletzte sich schwer.

Das Amt des Thomaskantors brachte in der neuen Zeit große Herausforderungen mit sich. Nicht nur die Lehrpläne waren neu zu gestalten, sondern auch die Unterrichtsräume und das Alumnat. Neben den Auftritten in der Thomaskirche standen immer öfter Gastspiele im In- und Ausland auf dem Programm. Auch CD-Produktionen und Fernsehaufnahmen bestimmten die Chor-Arbeit. Die habe Biller gern oft mit Leistungssport verglichen – „und bin dafür mitunter arg gescholten worden“.

Alles in allem aber gelte für den Musiker und Musikpädagogen, der sich in den vergangenen Jahren auf das Komponieren verlegt hat: „Wenn ich aus der Distanz der ersten Jahre nach dem Ausscheiden aus dem Amt zurückblicke, bewegt mich ein Gefühl tiefer Dankbarkeit.“

Die Jungs vom hohen C: Erinnerungen eines Thomaskantors

Link zum Taschen-Buch nachstehend:     

Georg Christoph Biller: Die Jungs vom hohen C – Erinnerungen eines Thomaskantors,

—————————–

 

J.S. Bach – Kantate BWV 18 „Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt“ – Kantate am Sonntag Sexagesimae!


J.S. Bach – Kantate BWV 18 „Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt“ – Kantate am Sonntag Sexagesimae.

Fehler
Dieses Video existiert nicht

„Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt“ (BWV 18) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Weimar für Sexagesimae, wahrscheinlich bereits 1713.

Bach arbeitete ab 1708 für den Weimarer Hof. Am 2. März 1714 wurde er zum Konzertmeister ernannt. In dieser Position hatte er unter anderem die Aufgabe, einmal im Monat eine Kirchenkantate zu komponieren, die in der Schloßkirche aufgeführt wurde. Bach schrieb diese Kantate für den Sonntag Sexagesimae, den vorletzten Sonntag vor der Passionszeit. Die vorgeschriebenen Lesungen waren 2 Kor 11,19 LUT – 2 / Kor 12,9 / LUT und Lk 8,4–15 LUT, das Gleichnis vom Sämann.

Bach vertonte einen Text von Erdmann Neumeister, den dieser für den Hof in Eisenach geschrieben und in Gotha 1711 in der Sammlung Geistliches Singen und Spielen veröffentlicht hatte. Georg Philipp Telemann hatte ihn bereits zuvor vertont. Der Text zitiert zunächst Jesaja (Jes 55,10–11 LUT), der die Wirkung von Gottes Wort durch einen Vergleich mit Regen und Schnee veranschaulicht, mit Bezug zum Evangelium. Im folgenden Satz fügt der Dichter eine Warnung vor den Gefahren, die Gottes Wort bedrohen, abschnittsweise Bitten aus der Litanei Martin Luther´s ein. Der Schlusschoral ist die achte Strophe von Lazarus Spenglers Kirchenlied „Durch Adams Fall ist ganz verderbt“ (1524).

Die Kantate ist ein frühes Werk Bachs. Alfred Dürr datiert sie auf spätestens den 24. Februar 1715, wahrscheinlicher ein oder zwei Jahre früher. Christoph Wolff stellt dagegen fest: „Die originalen Aufführungsstimmen haben sich erhalten und erlauben eine Datierung auf das Jahr 1713“. Bach führte die Kantate erneut in Leipzig 1724 auf, mit erweitertem Instrumentarium und in einer anderen Tonart. Das Werk wurde dann wahrscheinlich zusammen mit der neu komponierten Kantate „Leichtgesinnte Flattergeister“ aufgeführt.

Wie andere Kantaten aus der Weimarer Zeit ist das Werk für ein kleines Ensemble gesetzt, drei Solisten, Sopran, Tenor und Bass, vierstimmigen Chor, vier Violen und Basso continuo mit Violoncello und Fagott. In einer Leipziger Fassung von 1724 oktavieren zwei Blockflöten die beiden höchsten Viola-Stimmen. John Eliot Gardiner vergleicht ihren Einsatz mit dem eines Orgel-Vierfußregisters. Die Kantate beginnt in der Weimarer Fassung in g-Moll, in der Leipziger Fassung in a-Moll.

Die Kantate, die mit einer Sinfonia beginnt, enthält fünf Sätze.

1. Sinfonia
2. Recitativo (Bass): Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt
3. Recitativo e chorale (Litanei) (Tenor, Bass, Chor): Mein Gott, hier wird mein Herze sein – Du wollest deinen Geist und Kraft
4. Aria (Sopran): Mein Seelenschatz ist Gottes Wort
5. Choral: Ich bitt, o Herr, aus Herzensgrund

Die Kantate beginnt mit einer Sinfonia in g-Moll, die fallenden Regen und Schnee durch fallende Phrasen veranschaulicht. Sie ist in Da capo-Form und erinnert sowohl an eine Chaconne als auch ein Concerto. Die vier Bratschen und das Continuo mit Fagott und Cello sorgen für ein ungewöhnliches Klangbild.

Das Zitat von Jesaja wird vom Bass, der Vox Christi (Stimme Christi), gesungen als Secco-Rezitativ. Es ist Bachs erste Verwendung eines Rezitativs in einer Kirchenkantate.

Der zentrale Satz ist in Bachs Kantaten einzigartig: Der Chor-Sopran unterbricht viermal das Rezitativ der männlichen Solisten durch eine Bitte, die vom Chor durch den Ruf „Erhör uns, lieber Herre Gott!“ verstärkt wird. Das Rezitativ ist Adagio bezeichnet und steht in Es-Dur, während die eingeschobene Litanei dramatisch erscheint, Allegro in c-Moll.

Die einzige Arie, in Es-Dur, wird von den vier Bratschen unisono begleitet. Die Kantate schließt mit einem schlichten vierstimmigen Satz von Spenglers Lied, dem ersten von Bachs zahlreichen Choralsätzen als Abschluss von Kirchenkantaten.

Ausführende:

Adele Stolte, Sopran; Peter Schreier, Tenor;
Theo Adam, Bass
Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig

Dirigent: Thomaskantor Erhard Mauersberger

Aufnahme von November 1967
————————–

J.S. Bach Cantata BWV 18 „Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt“ („As rain and snow fall from the sky“) – Cantata on Sunday Sexagesimae.

„Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt“ („Like the rain and snow falling from the sky“) (BWV 18) is a church cantata by Johann Sebastian Bach. He composed them in Weimar for Sexagesimae, probably as early as 1713.

Bach worked from 1708 for the Weimar court. On March 2, 1714, he was appointed concertmaster. In this position he had, among other things, the task of composing a church cantata once a month, which was performed in the castle church. Bach wrote this cantata for Sunday Sexagesimae, the penultimate Sunday before Passion time. The prescribed readings were 2 Cor 11,19 LUT – 2 Cor 12,9 LUT and Lk 8,4-15 LUT, the parable of the sower.

Bach set a text by Erdmann Neumeister, who had written this for the court in Eisenach and published in Gotha in 1711 in the collection of Spiritual Singing and Playing. Georg Philipp Telemann had set it to music before. The text first quotes Isaiah (Isaiah 55: 10-11 LUT), which illustrates the effect of God’s Word through comparison with rain and snow, with reference to the gospel. In the following sentence, the poet inserts a warning of the dangers that threaten the word of God into sections of requests from the litany of Martin Luther. The final chorale is the eighth stanza of Lazarus Spenglers hymn „Through Adam’s Fall is Very Corrupted“ (1524).

The cantata is an early work by Bach. Alfred Dürr dates it no later than February 24, 1715, more likely one or two years earlier. Christoph Wolff, on the other hand, states: „The original performance voices have been preserved and allow dating to the year 1713“. Bach again performed the cantata in Leipzig in 1724, with expanded instruments and in a different key. The work was then probably performed together with the newly composed cantata „Leichtgesinnte Flattergeister“.

Like other cantatas from the Weimar period, the work is set for a small ensemble, three soloists, soprano, tenor and bass, four-part choir, four violas and basso continuo with violoncello and bassoon. In a Leipzig version of 1724 two recorders octave the two highest viola parts. John Eliot Gardiner compares their commitment with that of an organ four-foot register. The cantata begins in the Weimar version in G minor, in the Leipzig version in A minor.

The cantata, which begins with a sinfonia, contains five movements.

1st symphony
2. Recitativo (bass): the same as rain and snow fall from the sky
3. Recitativo e chorale (litany) (tenor, bass, choir): My God, here will be my heart – you want your spirit and strength
4. Aria (soprano): My soul’s treasure is God’s word
5. Chorale: I ask, O Lord, for the sake of the heart

The cantata opens with a Sinfonia in G minor that illustrates falling rain and snow through falling phrases. It is in Da capo form and is reminiscent of both a chaconne and a concerto. The four violas and the continuo with bassoon and cello create an unusual sound.

The quote from Isaiah is sung by the bass, the Vox Christi (voice of Christ), as Secco recitative. It is Bach’s first use of a recitative in a church cantata.

The central movement is unique in Bach’s Cantatas: the choir soprano interrupts four times the recitative of the male soloists by a request, which is reinforced by the chorus by the cry „Listen, dear Lord God!“. The recitative is called Adagio and is in E flat major, while the inserted litany appears dramatic, Allegro in C minor.

The only aria, in E flat major, is accompanied by the four violas in unison. The cantata concludes with a simple four-part movement of Spengler’s Song, the first of Bach’s many choral settings to conclude church cantatas.

Performed by:

Adele Stolte, soprano; Peter Schreier, tenor;
Theo Adam, bass
Thomanerchor Leipzig, Gewandhaus Orchestra Leipzig

Conductor: Thomaskantor Erhard Mauersberger

Recording from November 1967
———————————–

Der Thomanerchor „Leben für die Musik“ vollständige Film-Länge von 52 Minuten!


Der Thomanerchor „Leben für die Musik“ vollständiger Film – 52 Minuten!

Fehler
Dieses Video existiert nicht

Der Thomanerchor „Leben für die Musik“ (Film in voller Länge) vom 28.01.2018
Eine Filmbericht von ARTE über den Thomanerchor aus dem Jahr 2017

Der Leipziger Thomanerchor blickt auf mehr als 800 Jahre Geschichte und Tradition zurück. Der international renommierte Chor besteht zurzeit aus 93 Jungen, die in Deutschlands älteste öffentliche Schule gehen. „360° GEO-Reportage“ begleitet drei Schüler und ihre Lehrer in ihrem Alltag bis hin zum festlichen Höhepunkt des Chorjahres – dem Weihnachtsoratorium BWV 248 in der Thomaskirche.

Der Leipziger Thomanerchor ist ein weltberühmter Knabenchor mit einer mehr als 800-jährigen Chortradition. 1212 wurde der Thomaskirche eine Schule angegliedert, auf der Knaben dafür ausgebildet wurden, den musikalischen Gottesdienst anstelle der Chorherren zu übernehmen. Bekanntester Kantor des Chores war Johann Sebastian Bach. Der Alltag der 93 Thomaner im Alter von neun bis 19 Jahren ist auch heute von Musik und Disziplin geprägt.

„360° GEO-Reportage“ begleitet drei Schüler und ihre Lehrer in ihrem Alltag bis hin zum festlichen Höhepunkt des Chorjahres – dem Weihnachtsoratorium in der Thomaskirche. Was macht diesen Chor über Jahrhunderte hinweg bis heute für junge Menschen so attraktiv, dass sie für ihn ins Internat ziehen? Dass sie sich tagtäglich einer strengen musikalischen Disziplin unterwerfen? Dass sie ihm den größten Teil der kostbaren Freizeit und Freiheit opfern?

Ist es die Liebe zur Musik und deren Wirkungsmacht? Ist es auch die religiöse Anbindung, die diese jungen Sänger prägt? Wie erlebt ein Neuling, wie der erst 9-jährige Leif sein erstes Jahr im Chor? Wie lebt ein fortgeschrittener Routinier, wie der 12-jährigen Nathanael, die Einrichtung? Und wie schaut einer wie der 17-jährige Jasper zurück auf seine Zeit im Thomanerchor? Erfolg und Applaus sind den Thomanern jedenfalls sichere Belohnung, wo immer sie mit ihrer Musik die Herzen des Publikums erreichen.

Das Jahr der Thomaner findet seinen musikalische Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit, wenn, nur wenige Schritte vom Weihnachtsmarkt entfernt, die Thomaner, die Musiker des Leipziger Gewandhausorchesters und die Besucher zur festlichen Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium in die Thomaskirche strömen. Der jetzige Thomas-Kantor ist Gotthold Schwarz.


The Thomanerchor „life for the music“ (full length film) from 28.01.2018
A film report from ARTE about the St. Thomas Choir from 2017

The Leipzig Thomanerchor looks back on more than 800 years of history and tradition. The internationally renowned choir currently consists of 93 boys who go to Germany’s oldest public school. „360 ° GEO Reportage“ accompanies three pupils and their teachers in their everyday life up to the festive highlight of the choir year – the Christmas Oratorio –  (Weihnachtsoratorium BWV 248) in the Thomaskirche..

The Leipzig Thomaner Choir is a world-famous boys‘ choir with more than 800 years of choral tradition. In 1212, the St. Thomas Church was affiliated with a school where boys were trained to perform the musical service instead of the canons. The best-known cantor of the choir was Johann Sebastian Bach. The everyday life of the 93 Thomaner aged nine to 19 years is still characterized by music and discipline.

„360 ° GEO Reportage“ accompanies three pupils and their teachers in their everyday life up to the festive highlight of the choir year – the Christmas Oratorio in the Thomaskirche. What makes this choir over the centuries so attractive to young people that they go to boarding school for him? That they submit themselves daily to a strict musical discipline? That they sacrifice most of their precious free time and freedom?

Is it the love of music and its impact? Is it also the religious connection that shapes these young singers? How does a newcomer, like the only 9-year-old Leif, experience his first year in chorus? How does an advanced veteran like 12-year-old Nathanael live the establishment? And how does one look like the 17-year-old Jasper back to his time in the St. Thomas Choir? In any case, success and applause are a sure reward for the Thomans wherever they reach the hearts of the audience with their music.

The year of the Thomaner finds its musical climax in the pre-Christmas period, when, just a few steps from the Christmas market, the Thomaner, the musicians of the Leipzig Gewandhaus Orchestra and the visitors pour into the Thomaskirche for the festive performance of Bach’s Christmas Oratorio. The current Thomas-Kantor is Gotthold Schwarz..

——————————-

J.S. Bach – Kantate BWV 3 „Ach Gott, wie manches Herzeleid“ – Kantate für den 2. Sonntag nach Epiphanias! – (Thomanerchor-Biller)


J.S. Bach – Kantate BWV 3 „Ach Gott, wie manches Herzeleid“ – Kantate für den 2. Sonntag nach Epiphanias! – (Thomanerchor-Biller)

„Ach Gott, wie manches Herzeleid“ (BWV 3) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Choralkantate in Leipzig für den zweiten Sonntag nach Epiphanias und führte sie am 14. Januar 1725 erstmals auf.

Die Kantate ist besetzt mit vier Vokalsolisten (Sopran, Alt, Tenor und Bass), vierstimmigem Chor, Horn (corno da caccia), Posaune, zwei Oboe d’amore, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.

  1. Coro: „Ach Gott, wie manches Herzeleid“
  2. Recitativo e chorale (Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor): Wie schwerlich lässt sich Fleisch und Blut
  3. Aria (Bass): Empfind ich Höllenangst und Pein
  4. Recitativo (Tenor): Es mag mir Leib und Geist verschmachten
  5. Aria Duetto (Sopran, Alt): Wenn Sorgen auf mich dringen
  6. Choral: Erhalt mein Herz im Glauben rein

Im Eingangschor singt nicht wie in den meisten Choralkantaten der Sopran den Cantus firmus, sondern der Bass, verstärkt von der Posaune. Schon in seiner vierten Choralkantate für Leipzig, „Ach Herr, mich armen Sünder“ (BWV 135), hatte Bach das ausprobiert, nachdem er die Liedmelodie in der zweiten Choralkantate dem Alt und in der dritten dem Tenor anvertraut hatte. Die klagende Stimmung dieses Eingangschors wird ausgedrückt durch die „elegischen Töne“ der Oboen d’amore, die von den Oberstimmen übernommen werden, und durch Seufzermotive in den Streichern.

Das folgende Rezitativ verbindet die Choralmelodie, die vierstimmig gesetzt vom Chor gesungen wird, mit eingeschobenen Textabschnitten, die von den Solisten vorgetragen werden. Die Choralzeilen werden jeweils von einem freudigen Ostinato-Motiv eingeleitet, das von der Liedmelodie abgeleitet ist.

Die Bass-Arie, nur vom Continuo begleitet, kostet den Gegensatz von „Höllenangst“ und „Freudenhimmel“ aus, wenn die „unermessnen Schmerzen“ sich in „leichte Nebel“ auflösen.

Im Duett für Sopran und Alt in hellem E-Dur sind die Stimmen in eine dichte Quartett-Textur der Instrumente gebettet, wie Christoph Wolff anmerkt. Der Schlusschoral ist ein schlichter vierstimmiger Satz.

Ausführende:

Conrad Zuber, Thomaner/Sopran – Martin Deckelmann, Thomaner/Alt

Martin Petzold, Tenor / Gotthold Schwarz, Baß

Thomanerchor Leipzig  / Gewandhausorchester Leipzig

Leitung:   Thomaskantor  Georg Christoph Biller

Live-Aufnahme aus der Thomaskirche Leipzig im Januar 2009


J.S. Bach Cantata BWV 3 „Ach Gott, wie manches Herzeleid“ („Oh God, how many a heartache“) – cantata for the 2nd Sunday after Epiphany! – (Thomanerchor-Biller)

„Ach Gott, wie manches Herzeleid“ („Oh God, how many heartache“) (BWV 3) is a church cantata of Johann Sebastian Bach. He composed the choral cantata in Leipzig for the second Sunday after Epiphany and performed it on 14 January 1725 for the first time.

The cantata is composed of four vocal soloists (soprano, alto, tenor and bass), four-part choir, horn (corno da caccia), trombone, two oboe d’amore, two violins, viola and basso continuo.

  1. Coro: „Oh God, how many a heartache“
  2. Recitative e choral (soprano, alto, tenor, bass, choir): how difficult is meat and blood
    3rd Aria (bass): I feel hell fear and anguish
  3. Recitative (tenor): It may spook my body and mind
  4. Aria Duetto (soprano, alto): When worries strike me
  5. Chorale: Keep my heart pure in faith

In the opening chorus the soprano does not sing the cantus firmus, as in most cantor cantatas, but the bass, amplified by the trombone. Already in his fourth choral cantata for Leipzig, „Ach lord, me poor sinner“ (BWV 135), Bach had tried this out, after he had entrusted the song melody to the alto in the second choral cantata and the tenor to the third in the third. The mournful mood of this entrance chorus is expressed by the „elegiac tones“ of the oboes d’amore, which are taken over by the upper voices, and by sighing motives in the strings.

The following recitative combines the chorale melody, sung in four parts by the choir, with inserted passages recited by the soloists. Each of the chorale lines is inspired by a joyful ostinato motive derived from the song melody. [4

The bass aria, accompanied only by the continuo, costs the opposite of „fear of hell“ and „joyful heavens“ when the „inexhaustible pain“ dissolves into „light fog“.

In the duet for soprano and alto in light E major, the voices are embedded in a dense quartet texture of the instruments, as Christoph Wolff notes. The final chorale is a simple four-part movement.

Performed by:

Conrad Zuber, Thomaner / soprano – Martin Deckelmann, Thomaner / Alt
Martin Petzold, tenor / Gotthold Schwarz, bass
Thomanerchor Leipzig / Gewandhaus Orchestra Leipzig

Conductor: Thomaskantor Georg Christoph Biller

Live recording from the Thomaskirche Leipzig in January 2009

———————————–

Friedrich Wilhelm Zachow (1663-1712) „Vom Himmel kam der Engel Schar“ – Kantate zum Weihnachtsfest!


Friedrich Wilhelm Zachow (1663-1712) „Vom Himmel kam der Engel Schar“
Kantate zum Weihnachtsfest für Chor, 4 Trompeten, Pauke, Streicher und Basso continuo.

Friedrich Wilhelm Zachow oder Zachau (getauft am 14. November 1663 in Leipzig; † 7. August 1712 in Halle) war ein deutscher Komponist des Barock.

Zu seinen Schülern zählten Georg Friedrich Händel, Gottfried Kirchhoff, Johann Krieger und Johann Gotthilf Ziegler.

Friedrich Wilhelm Zachow war der erste Sohn des Leipziger Geigers Heinrich Zachow, der ursprünglich aus Cölln an der Spree stammte und ab 1676 Stadtpfeifer in Eilenburg war, und dessen zweiter Frau Elisabeth geb. Maune, einer Tochter des Hallenser Stadtpfeifers Gottfried Maune. Er wurde in der Nikolaikirche zu Leipzig getauft.

Nach Johann Gottfried Walther (1684-1748) seinem Musicalischem Lexikon erlernte Zachow „nebst Abwartung der Schule, sowohl die Organisten- als Stadt-Pfeiffer-Kunst ex fundamento“ und besuchte eine der beiden Leipziger Lateinschulen, wahrscheinlich die Thomasschule. Nachdem sein Vater zum Eilenburger Stadtpfeifer ernannt worden war, bekam Zachow Orgelunterricht bei dem Eilenburger Organisten Johann Hildebrandt (1614-1684) und erhielt musikalische Anregungen von den Eilenburger Kantoren Johann Schelle (1648-1701) (ab 1677 Thomaskantor in Leipzig) und Basilius Petritz (von 1694 bis 1713 Kantor der Dresdner Kreuzkirche).

1675 nahm Heinrich Zachow eine Stelle als Stadtpfeifer in Eilenburg an der Mulde an, wo er etliche Lehrlinge, wie damals in der Zunft üblich, fünf Jahre in der Musizierkunst ausbildete. Bei ihm erlernte auch sein Sohn Friedrich Wilhelm verschiedene Stadtpfeiferinstrumente (wie zum Beispiel Trompete, Zincken, Discant, Querpfeife, Dulcian, Quart posaune, Kornett und Fagott).
Friedrich Wilhelm Zachow wurde am 11. August 1684 als Nachfolger des verstorbenen Samuel Ebart zum Organisten der Marienkirche in Halle gewählt. Neben dem Orgeldienst gehörte zu diesem bedeutendsten musikalischen Amt Halles auch die Leitung der Kirchenmusiken mit dem hallischen Stadtchor und den Stadtmusikanten und die Direktion des städtischen Chorus musicus.

Seine Schüler, wie beispielsweise Georg Friedrich Händel, unterwies Zachow sowohl in Komposition als auch auf dem „clavier“ (gemeint sind Tasteninstrumente).

Zachow war seit dem 24. Oktober 1693 mit Maria Dorothea Anschütz, einer Tochter des Eilenburger Stadtrichters und Bürgermeisters Georg Anschütz, verheiratet, mit der er drei Söhne und zwei Töchter hatte.

Die Schreibweise des Namens Zachow ist durch eigenhändige Unterschriften Zachows und auch seines Vaters mehrfach belegt. Dagegen ist in der Musikliteratur, in Archivalien und Kirchenbüchern fast ausschließlich die Schreibweise Zachau zu finden. Damals war die Schreibweise von Namen allerdings nicht so festgelegt wie heute.

Ausführende:

Capella Cantorum Berlin
Mitglieder des Ensembles „La Dolcezza“
Barock-Trompeten-Ensemble Berlin

Leitung: Klaus Eichhorn
—————————
Friedrich Wilhelm Zachow (1663-1712) „Vom Himmel kam der Engel Schar“ („From heaven came the angelic crowd“) Cantata for Christmas for choir, 4 trumpets, timpani, strings and basso continuo.

Friedrich Wilhelm Zachow or Zachau (baptized November 14, 1663 in Leipzig, † August 7, 1712 in Halle) was a German composer of the Baroque.

Among his students were George Frideric Handel, Gottfried Kirchhoff, Johann Krieger and Johann Gotthilf Ziegler.

Friedrich Wilhelm Zachow was the first son of the Leipzig violinist Heinrich Zachow, who originally came from Cölln on the Spree and from 1676 was city piper in Eilenburg, and whose second wife Elisabeth was born. Maune, a daughter of the Halle Stadtpfeifers Gottfried Maune. He was baptized in the Nikolaikirche in Leipzig.

According to Johann Gottfried Walther’s musical lexicon, Zachow learned „in addition to school maintenance, both organist and city Pfeiffer art ex fundamento“ and attended one of the two Latin schools in Leipzig, probably the Thomasschule. After his father was appointed Eilenburger city piper, Zachow got organ lessons with the Eilenburger organist Johann Hildebrandt and received musical inspiration from the Eilenburg cantors Johann Schelle (from 1677 Thomaskantor in Leipzig) and Basilius Petritz (1694-1713 cantor of the Dresden Kreuzkirche).

In 1675 Heinrich Zachow took a job as a city piper in Eilenburg on the Mulde, where he trained a number of apprentices, as was usual in the guild, five years in the art of music. His son Friedrich Wilhelm also learned various city pugilistic instruments from him (such as trumpet, Zincken, Discant, fife, Dulcian, trombone trombone, cornet and bassoon).
Friedrich Wilhelm Zachow was elected as the successor of the deceased Samuel Ebart on 11 August 1684 as organist of the Marienkirche in Halle. In addition to the organ service Halles also included the direction of the church music with the hallischen city choir and the city musicians and the direction of the municipal chorus musicus.

His students, such as George Frideric Handel, instructed Zachow both in composition and on the „clavier“ (meaning keyboard instruments).

Zachow was since October 24, 1693 with Maria Dorothea Anschütz, a daughter of Eilenburger city judge and mayor Georg Anschütz, married, with whom he had three sons and two daughters.

The spelling of the name Zachow is repeatedly documented by handwritten signatures Zachows and his father. On the other hand, almost exclusively the spelling Zachau can be found in music literature, in archives and church books. At that time, however, the spelling of names was not as fixed as it is today.

Performed by:

Capella Cantorum Berlin
Members of the ensemble „La Dolcezza“
Baroque trumpet ensemble Berlin
Conductor: Klaus Eichhorn
—————————————————

Die Jungs vom hohen C. – Erinnerungen eines Thomaskantors!


Ex-Thomaskantor Georg Christoph Biller hat seine Memoiren verfasst!

„Die Jungs vom hohen C. Erinnerungen eines Thomaskantors“

Georg Christoph Biller  hat beim Mitteldeutschen Verlag seine Memoiren veröffentlicht. Biller, Jahrgang 1955, war von 1992 bis 2015 der 16. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach.

Buchbestellung: Link: bei Amazon

http://amzn.to/2mcOTFb

Taschenbuch-Ausgabe 12,00 Euro – Eine Leseprobe ist vorhanden!

Über zwei Jahrzehnte hat der ehemalige Thomaskantor Georg Christoph Biller den Leipziger Thomanerchor geleitet, bevor er das Amt 2015 abgab. Im Ergebnis vieler Gespräche mit dem Autor Thomas Bickelhaupt entstand dieser Erinnerungsband. Darin berichtet der Kirchenmusiker freimütig über Wege und Umwege aus einem mitteldeutschen Pfarrhaus an die Spitze des weltberühmten Knabenchores.

Die Erinnerungen lassen Billers Thomaner-Zeit von 1965 bis 1974 ebenso lebendig werden wie das folgende Studium und die Jahre als Dirigent, Gesangssolist und Chorleiter. Anhand konkreter Beispiele werden die sich aus der staatlichen Kulturpolitik der DDR ergebenden Konsequenzen für damaliges künstlerisches Wirken aufgezeigt.

Die persönlichen Gedanken zur Tätigkeit als 16. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach ab 1992 verbindet Biller wiederum mit kritischen Reflexionen über die besonderen musikalischen und menschlichen Herausforderungen dieses Amtes. Biografische Notizen, eine Diskografie und ein Verzeichnis der Kompositionen von Biller komplettieren den Band.

Link: bei Amazon http://amzn.to/2mcOTFb

——————————-

Thomaskirche in Leipzig : Best of Bach – Die Thomaskirche ist Wallfahrtsort für alle Bach-Fans!


Thomaskirche in Leipzig Best of Bach Die Thomaskirche ist Wallfahrtsort für alle Bach-Fans: Hier hat er gewirkt, hier singen die Thomaner seine Kantaten, hier liegt er begraben – oder doch nicht?

Thomaskirche Leipzig! Himmlische Instrumente: Weil die romantische Hauptorgel nicht nach Bachs Zeiten klingt, steht seit 15 Jahren ein eigens dazu angefertigter Neubau im Seitenschiff. © Peter Hirth für MERIAN

Eine Fremdenführerin steht im Chor der Thomaskirche und schwärmt von der Aura des Ortes. „Schaunse nur, dort’n“, sagt sie und zeigt aufs alte Taufbecken. „Wen se da nich alles gedaufd ha’m, den Richard Wagner und elf Kinder vom Bach!“ Dann hält sie kurz inne und flüstert: „Und soll’ch Ihnen noch was Schauorliches erzähl’n?“ Die Touristen rechnen jetzt fest mit einer Geschichte vom Kirchengespenst und erfahren dies: „Den Karl Liebknecht, den hamse hier ooch gedaufd!“ Mit bebender Stimme setzt sie noch eins drauf: „Und die Daufbadn …“ – Kunstpause, große Augen, jetzt kommt’s: „Das war’n der Marx und der Engels!“

So viele Unfromme an diesem Gottesort! Aber spielt das eine Rolle, wenn man den einen hat: Johann Sebastian Bach, den größten unter den deutschen Komponisten? 27 Jahre lang war er Kantor der Thomaskirche, 1750 gestorben, im Jahr 1949 quasi heimgekehrt in die Kirche, wenn auch nur noch als Gerippe. Ein mutiger Mann soll Bachs Überreste in einer Nacht- und Nebel-Aktion per Schubkarre von der zerstörten Johanniskirche durch halb Leipzig gefahren, an der Thomas-Pforte geklingelt und gesagt haben: „Tach, Herr Superindendent, ich bring’n Bach.“ Daraufhin soll der dessen Überreste in seine Obhut genommen und vor den kommunistischen Kulturbanausen gerettet haben.
Jetzt liegt Bach unter der großen Grabplatte vor Liebknechts Taufbecken. Oder sagen wir, er könnte da liegen. Sehr wahrscheinlich ist das nicht, aber von den Zweifeln erfahren die Besucher in der Kirche erst mal nichts.

Zur Beruhigung: Wer heutzutage Bach sucht, wird nirgends auf der Welt so fündig wie in der Leipziger Thomaskirche, jeden Freitag ab sechs und samstags ab drei. Dann werden die Motetten und Kantaten des Thomaskantors gesungen, und zwar so, wie Bach es wollte: mit den hellen Stimmen der Knaben des Thomanerchores. Mit Gottesbeweisen soll man sparsam sein, dass aber Menschen so etwas zustande bringen, deutet auf was Großes hin.

Das hat sich rumgesprochen, und deshalb sollte, wer die Thomaner hören möchte, zeitig in der Kirche sein. Es handelt sich um die wohl bestbesuchten Gottesdienste Ostdeutschlands, um die bestklingenden sowieso.

Von der Musik und der äußeren Form abgesehen, erinnert an der Thomaskirche nicht mehr viel an Bachs Zeiten. Napoleonische Truppen besetzten die Kirche, sie diente als Munitionslager und Lazarett und litt. Dann setzten wilhelminische Baumeister ihre Vorstellungen vom repräsentativen Mittelalter um. Immerhin blieb das Gebäude vom Krieg wundersam verschont. Nur die Turmhaube fiel in den Kirchhof und wurde 1950 neu aufgesetzt.

Zum ganzen Artikel in DIE ZEIT  >> h i e r  klicken <<


Thomasorganist Professor Ullrich Böhme hat ein Video produzieren lassen, das ich an dieser Stelle gern präsentieren möchten.

Der Thomasorganist spielt die Fantasia „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Michael Praetorius. Dabei handelt es sich um ein sehr unbekanntes Werk mit hohem Schwierigkeitsgrad. Der Klang der Bach-Orgel kommt dabei sehr gut zu Geltung.

Das Video bietet nicht nur wunderbare Klangerlebnisse, sondern auch beeindruckende Impressionen aus der Thomaskirche.

Thomasorganist Prof. Ullrich Böhme plays „Ein feste Burg“ Choral Fantasy my Michael Praetorius. Recorded in Bach’s Thomaskirche in Leipzig, Germany.

———————————–

Sommerliche Kirchenmusik in 2017 in St. Michaelis Hildesheim


Sommerliche Kirchenmusik in 2017 in St. Michaelis Hildesheim

                                                                   St. Michaelis Hildesheim

Liebe Freunde der Musik an St. Michaelis Hildesheim,

in diesem Jahr feiert die Sommerliche Kirchenmusik in St. Michaelis Hildesheim ihr 50jähriges Bestehen. Ein halbes Jahrhundert lang haben regelmäßig Donnerstags in den Monaten Juni bis August Konzerte stattgefunden, bei denen Gäste und MusikerkollegInnen aus dem In- und Ausland in St. Michael unsere ZuhörerInnengemeinde mit ihrer Musik zu erfreut und begeistert haben.

Die 50. Sommerliche Kirchenmusik im 500. Jahr der Reformation geht natürlich inhaltlich auch auf dieses Thema des Jahres 2017 ein.

So werden zum Beispiel am Freitag, dem 30. Juni um 20 Uhr der jüngst gekürte ThomaskantorGotthold Schwarz mit dem Bach Consort Leipzig und dem Sächsischen Barockorchester Telemann-Kantaten zu Luther-Liedern aufführen.

Zwischen den Kantaten wird Dr. Friedrich Schorlemmer eigene Texte rezitieren. Weitere Highlights und das komplette Programm entnehmen Sie bitte der angehängten Übersicht.

Zum Eröffnungskonzert am 1. Juni (Kantorei und Bläserkreis St. Michael openair) wird auch der Gründer der Reihe, mein geschätzter Vorgänger im Amt KMD i.R. Johannes Baumann anwesend sein.

Die diesjährige Reihe verspricht also in vielerlei Hinsicht eine besondere zu werden.

Ich würde mich freuen, Ihr Interesse geweckt zu haben und hoffe auf Ihren Besuch!

TELEMANN UND LUTHER Kantaten zu Luther-Liedern von Georg Philipp Telemann

Zeit

Freitag, 30.06.2017 um 20:00 Uhr

Ort

St. Michaelis Hildesheim

Michaelisplatz

31134 Hildesheim

Ausführende

Bach Consort Leipzig 

Sächsisches Barockorchester

 
Leitung: Thomaskantor Gotthold Schwarz 

Lesungen:  Dr. Friedrich Schorlemmer



Eintrittspreis / Kosten
15 EUR/10 EUR (ermäßigt 10 EUR/7 EUR)
Kartenvorverkauf / Anmeldung

Im Internet bei reservix  und alle bekannten Vorverkaufsstellen

————————————–

Info:
KMD Helmut Langenbruch
Michaelisplatz 2
31134 Hildesheim
 
Tel.:  05121 9990184
Fax:   05121 9990225
Mobil: 0179 3952637
 
 
————————————-

Eine offene Kritik zu Sir J.E. Gardiners Eröffnungsrede zum Bachfest 2017 in Leipzig!


Offener Brief an den Präsidenten des Bach-Archivs Leipzig Sir John Eliot Gardiner

Nach seiner Ansprache beim Eröffnungskonzert des Bachfestes Leipzig am 9. Juni 2017 in der Thomaskirche habe ich mich in einem

„Offenen Brief“ an den Präsidenten des Bach-Archivs Leipzig, Sir John Eliot Gardiner, gewandt.

Sie sind ein in aller Welt hoch geschätzter und gern gehörter Interpret insbesondere des umfangreichen geistlichen Werkes von Johann Sebastian Bach. Viele Menschen freuen sich, Ihre Konzerte beim Leipziger Bachfest miterleben zu können. Ihre internationale Reputation hat dazu geführt, dass Ihnen die Stadt Leipzig angetragen hat, Präsident des Bach-Archivs zu werden. In dieser Eigenschaft tragen Sie ein hohes Maß an Verantwortung für die Pflege des Bach‘schen Werkes in der Stadt, in der der große Thomaskantor im 18. Jahrhundert über 27 Jahre gewirkt hat.

Sir John Eliot Gardiner beim Bachfest 2017 im Gewandhaus

Am vergangenen Freitag haben Sie als Präsident des Bach-Archives beim Eröffnungskonzert des Bachfest in der Thomaskirche gesprochen. Im Programm war dazu ausgewiesen „Einführung“. Mit Spannung haben viele Menschen erwartet, was Sie auf dem Hintergrund ihres profunden Wissens und ihres reichen musikalischen Erfahrungsschatzes zum diesjährigen Bachfestmotto „Ein schön new Lied – Musik und Reformation“ und zu den beiden Hauptwerken des Eröffnungskonzertes sagen werden. Doch dazu war leider nichts zu vernehmen. Stattdessen haben Sie – aus welchen Gründen auch immer – auf Ihre Zusammenarbeit mit dem Gewandhaus verwiesen und Ihr eigenes Konzertprogramm im Detail dargestellt. Nach der englischen Übersetzung Ihrer Ansprache haben Sie dann die Thomaskirche mit der Bemerkung verlassen, dass Sie die Werke, die jetzt zu hören sein werden, schon kennen und schließlich selbst im Gewandhaus aufführen werden – nach dem Motto: Ich besuche nur die Konzerte, die ich selbst dirigiere. Kein Wort war aus Ihrem Mund zu hören zur reformatorischen Musiktradition und zur Bachkantate „Ein feste Burg ist unser Gott“ (BWV 80) und zu Mendelssohns „Lobgesang“; kein Wort der Wertschätzung zum Thomanerchor oder zu Thomaskantor Gotthold Schwarz. Nun liegt es mir fern, Ihnen zu unterstellen, dass dies ein unbeabsichtigter Fauxpas war. Dafür sind Sie viel zu versiert.

Also muss jeder davon ausgehen, dass dieser Auftritt so von Ihnen geplant und gewollt war. Das aber macht die Sache zu einem Affront und Politikum. Sie haben damit der Würde des Anlasses wie dem ganzen Bachfest einen Bärendienst erwiesen. Mehr noch: Sie haben die aktiven Musiker/innen schnöde missachtet und sich eitel selbst in den Mittelpunkt gestellt. Man fragt sich: Haben Sie das nötig? Doch frage ich mich auch: Wieso diese Lobhudelei für das Gewandhaus(orchester), die dieses gar nicht nötig haben? Wollten Sie damit dem Ansinnen Tür und Tor öffnen, das Bachfest in Zukunft im Gewandhaus zu eröffnen, möglichst mit einem Ensemble Ihrer Wahl und natürlich unter Ihrer musikalischen Leitung? Wollten Sie zum Ausdruck bringen, dass Sie sich mit einem „Provinzorchester“ aus Halle und einem „Kinderchor“ (Thomaner) nicht abgeben?

Offensichtlich haben Sie immer noch nicht verstanden, dass viele Menschen, vor allem aus dem Ausland, das Leipziger Bachfest deswegen besuchen, weil sie hier die Musik Johann Sebastian Bachs an den Originalspielstätten im Originalformat erleben können, nämlich in der Nikolai- und Thomaskirche in den Gottesdiensten, Metten und Motetten und natürlich auch in den Konzerten. Natürlich: Das allein reicht nicht für ein umfassendes Bachfest. Darum werden auch Sie mit Ihren Ensembles oder Ton Koopman oder Masaaki Suzuki zum Bachfest eingeladen – und viele Menschen freuen sich darauf. Darum auch die umfassende musikalische Darstellung der Traditionen, auf die Bach aufbaute, und der Wirkungen, die seine Musik hatte und hat.

Aber ohne die intensive Pflege der Leipziger Musiktradition geht es nicht. Diese zeichnet sich vor allem durch eine glückliche Verbindung von Professionalität und Demut vor dem Werk und seinem Inhalt aus. Davon aber war bei Ihrem Auf- und Abtritt am Freitagabend in der Thomaskirche nichts zu spüren. Gott sei Dank war dann die Darbietung des Thomanerchores, des ThomasSchulChores, des Händelfestspielorchesters Halle und der Solisten unter Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz so stark, dass zum einen die Peinlichkeit Ihrer Ansprache noch deutlicher zu Tage trat, sie aber nichts an der Großartigkeit des Musikerlebnisses schmälern konnte.

Dieses Ihnen in aller Offenheit zu schreiben, ist mir ein großes Anliegen. Denn mir ist sehr wohl bewusst, dass diejenigen, die in Ihrer Nähe sind, Ihnen die Unmöglichkeit des Auftritts kaum vermitteln werden, und viele Menschen, die Ihre Ansprache miterlebt haben, wünschen, dass Sie dies erfahren.

Zitat Ende!

Zum Thema siehe auch den Blog-Beitrag:  http://wolff-christian.de/haende-weg-vom-bachfest/

————————–

In Memoriam – Karl Richter, gestorben am 15. Februar 1981 in München!


In Memoriam Karl Richter, gestorben am 15. Februar 1981 in München!


Karl Richter * 15. Oktober 1926 in Plauen; † 15. Februar 1981 in München – war ein deutscher Dirigent, Chorleiter, Organist und Cembalist.

Von 1953 bis zu seinem Tod war Karl Richter einer der weltweit bekanntesten Interpreten der Musik Johann Sebastian Bachs und Georg Friedrich Händels.

Karl-Richter (1926-1981) Bach-Interpret!

                    Karl-Richter (1926-1981) Bach-Interpret in München!

Weniger bekannt ist, dass Richter auch Werke anderer Komponisten aufgeführt und eingespielt hat, beispielsweise von Joseph Haydn, Johannes Brahms, Anton Bruckner oder Antonín Dvořák. Sein Stil war geprägt von Expressivität und impulsiver Musizierfreude. Die Musikkritiker bemängelten gelegentlich Richters „romantisierende“ Bach-Interpretationen oder den Einsatz stark besetzter Chöre. Die gleichzeitig aufkommende historische Aufführungspraxis mit Originalinstrumenten interessierte Richter nicht besonders, auch wenn er sich gelegentlich daran versuchte. Letztlich blieb er seinem Stil bis zu seinem Tod treu.

Schon im Alter von 30 Jahren wurde Karl Richter das Amt als Thomaskantor in Leipzig angeboten. Doch Richter lehnte ab. Er sagte dazu später: „Es wäre die Krönung meiner Karriere gewesen.“ Aber ich habe in München etwas aufgebaut, was ich nicht mehr aufgeben kann.

Karl Richter ist es zu verdanken, dass in den 1950er-Jahren Schallplattenaufnahmen mit klassischer Musik einem breiten Publikum bekannt gemacht wurden. Die erstmalige Einspielung der Matthäus-Passion bei der „Archiv“-Produktion 1958 erlangte unter Verwendung eines mächtigen Chores viel Aufmerksamkeit. Diese Aufnahme auf einer LP-Kassette wurde in den folgenden sieben Jahren 50.000 Mal verkauft. 1964 folgte die Einspielung von Bachs Johannes-Passion. 1980 kam eine weitere Einspielung der Matthäus-Passion mit dem Münchener Bach-Chor und dem Schallplatten-Label „Deutsche Grammophon“ heraus.

Richter hatte zu seinen Lebzeiten bei seinen Hörern zahlreiche Fans. John F. Kennedy war einer von ihnen. Am 22. November 1965 gab Richter in der Philharmonic Hall in New York das offizielle Kennedy-Gedächtnis-Konzert, exakt zwei Jahre nach der Ermordung des US-Präsidenten. Richter leitete 1968 in Moskau und Leningrad Aufführungen der Johannes-Passion und der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach. Seine Interpretation des 2. Brandenburgischen Konzertes führt den musikalischen Teil der Schallplatte Voyager Golden Record an, die als Botschaft der Menschheit an Bord der Sonden Voyager 1 und Voyager 2 unser Sonnensystem verlassen hat.

Richter starb 1981 im Alter von 54 Jahren an Herzversagen in einem Hotel in München. Er wurde auf dem Friedhof Enzenbühl (FG 81163) in Zürich beerdigt. Im Gedächtniskonzert für Karl Richter am 3. Mai 1981 dirigierte sein Freund Leonard Bernstein den Münchener Bach-Chor und das Bach-Orchester im Herkules-Saal der Münchener Residenz.

The Legacy of Karl Richter 1

The Legacy of Karl Richter 8


Karl Richter in München – Zeitzeugen erinnern sich!

http://karlrichter.blogspot.com.es/p/kritiken.html

http://www.zeit.de/1981/09/bach-aus-muenchen

——————————————-

Eine Hiobs-Botschaft erschüttert das Bachfest der Zukunft !


Hände weg vom Bachfest … und eine dringende Bitte anlässlich Mendelssohns Todestag

„Wie weiter mit Mendelssohn und Bach?“ fragte Ende September 2016 Peter Korfmacher in der Leipziger Volkszeitung (LVZ

http://www.lvz.de/Kultur/Wie-weiter-mit-Mendelssohn-und-Bach ).

Die Frage ist berechtigt. Denn nachdem die Mendelssohn-Festtage in diesem Jahr sang- und klanglos beerdigt wurden, will man auf die Schnelle das seit 1999 jährlich stattfindende, sich erfolgreich entwickelnde Bachfest zu einem Leipziger Musikfestival umbauen.

Doch wer da an welchen Fäden zieht, bleibt sehr im Nebulösen: Bach-Archiv, Stadt Leipzig mit Oberbürgermeister und Kulturbürgermeisterin, Gewandhaus, Mendelssohn-Haus oder die gleichnamige Stiftung, designierter Gewandhauskapellmeister oder der Präsident des Bach-Archivs?

Einzig Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke äußerte sich und sieht laut LVZ „alles im Fluss“.

Dennoch werden jetzt schon Weichen gestellt, ohne dass alle Beteiligten zu Rate gezogen werden. So weiß der neue Thomaskantor Gotthold Schwarz  von nichts, aber plötzlich wurde der Kirchgemeinde St. Thomas die Information zugesteckt: das Bachfest 2018 soll nicht mehr in der Thomaskirche, sondern im Gewandhaus eröffnet werden – und auch das Abschlusskonzert mit der h-Moll-Messe sei im Gewandhaus geplant. Finden also die Versuche von 2001 und 2006 eine Neuauflage? Da wollte man Fakten schaffen und Gottesdienste, Metten und Motetten aus dem offiziellen Bachfest-Programm herausstreichen. Da sollte „Festival-Atmosphäre“ in der Thomas- und Nikolaikirche dadurch erzeugt werden, dass man mit Hilfe von bestellten Claqueuren die Dirigenten unter Beifall ans Pult treten ließ. Am liebsten hätte man auch noch den Roten Teppich zwischen Bach-Denkmal und Bach-Tür ausgerollt und Pausen für Sekt-Häppchen eingerichtet. Dieser Unsinn konnte Gott sei Dank im Keim erstickt werden. Das Bachfest – nach dem großen Erfolg im Jahr 2000 von der Stadt Leipzig zunächst ganz bewusst heruntergefahren – hat sich in den vergangenen zehn Jahren bestens entwickelt und gilt inzwischen als das Bachfest weltweit. Von behaupteter „Stagnation“ kann keine Rede sein, dafür umso mehr von Öffnung hinein in die Stadt und gewachsener Internationalität.

Mehr unter folgendem Link:  http://wolff-christian.de/haende-weg-vom-bachfest/

Herzliche Abendgrüße

Volker

Gotthold Schwarz – am 10.6.2016 zum 17. Thomaskantor vom Leipziger Stadtrat ernannt !!


Beschluss im Leipziger Stadtrat vom 10. Juni 2016

Gotthold Schwarz zum Thomaskantor ernannt !!

Gotthold Schwarz zum 17.Thomaskantor ernannt !!

                                Gotthold Schwarz zum 17.Thomaskantor ernannt !!

Gotthold Schwarz ist der neue Leiter des Thomanerchores Leipzig. Das hat der Stadtrat Leipzig heute in einer Sondersitzung mit großer Mehrheit beschlossen. Der 63-Jährige war nach dem krankheitsbedingten Rücktritt von Georg Christoph Biller schon als Interimskantor tätig.17. Thomaskantor nach Bach.

Eine Überraschung ist der Beschluss des Stadtrates nicht. Denn Schwarz war der Vorschlag der Findungskommission, die sich unter anderem aus Vertretern der Stadt, des Fachausschusses Kultur, des Thomanerchores, der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsen und des Bach-Archivs zusammensetzt. Das monatelange Auswahlverfahren wurde damit vor knapp zwei Wochen beendet; alle renommierten Bewerber wurden abgelehnt. Bis zu diesem Zeitpunkt war Schwarz für das Amt nicht im Gespräch gewesen.

Insgesamt gab es 42 Bewerber für das Amt des Thomaskantors; vier wurden zu Probedirigaten und Auftritten eingeladen. Im Finale standen schließlich Clemens Flämig und Markus Teutschbein. Nun tritt Gotthold Schwarz das Amt des 17. Thomaskantors nach Johann Sebastian Bach (1685-1750) an, der das Thomaskantorat 27 Jahre innehatte.

Thomaskantor mit Solistenerfahrung

Gotthold Schwarz wurde 1952 in Zwickau geboren und sang als Kind selbst für kurze Zeit im Thomanerchor. Seine musikalische Ausbildung erhielt er in Dresden und Leipzig, wo er Kirchenmusik, Gesang und Dirigieren studierte. Ab 1979 war Schwarz als Stimmbildner bei den Thomanern tätig. Außerdem sammelte er zahlreiche Erfahrungen als Chor- und Orchesterleiter und Solist. Als Oratorien- und Liedsänger machte er sich international einen Namen. Mehrfach vertrat er in den 1990er-Jahren den künstlerischen Leiter des Thomanerchores zu Leipzig und übernahm im Februar 2015 nach dem Rücktritt von Georg Christoph Biller die Proben und Konzerte des Chores.

(Textquelle: mdr)

Zum Abschied des Thomaskantors Georg Christoph Biller – Leipziger Kirchenmusiken des 18. und 21. Jahrhunderts
MDR FIGARO im Konzert 19.06.2015
Bachfest Leipzig 2015

Johann Sebastian Bach:
– „Wer mich liebet, der wird mein Wort halten“, BWV 74
– „Herr Jesu Christ, wahr` Mensch und Gott“, BWV 127
– „Gelobet sei der Herr, mein Gott“, BWV 129

Stephan König: „Haddock“, Chorkantate op. 205 (UA)

»Haddock« wird musiziert von der Leipziger Cantorey und der Staatskapelle Weimar unter der Leitung von Alt-Thomaskantor Georg Christoph Biller.

Cornelia Samuelis (Sopran), Susanne Langner (Alt), Tobias Hunger (Tenor), Matthias Vieweg (Bass), Leipziger Cantorey, Leitung: Alt-Thomaskantor Georg Christoph Biller, Thomanerchor Leipzig, Staatskapelle Weimar, Stefan Altner (Continuo-Cembalo), Cornelia Osterwald (Continuo-Orgel), Leitung: Gotthold Schwarz

Aufnahme vom 17.06.2015, Thomaskirche, Leipzig

Ich finde es großartig, dass der Entschluss endlich verwirklicht wurde, dass ein verdienstvoller Chorleiter und Pädagoge zum 17. Thomaskantor offiziell ernannt worden ist. Von dieser Seite meinen „Herzlichen Glückwunsch“ und weiterhin ein gedeihliches Wirken mit dem Thomanerchor.

Herzliche Grüße

Volker

Thomaskantornachfolge – Zwei Kandidaten in der engeren Auswahl, das Findungsverfahren bleibt weiterhin ergebnisoffen


Thomaskantornachfolge – Zwei Kandidaten in der engeren Auswahl

Datum: 19.04.2016, Bürgerservice und Verwaltung, Kunst und Kultur, Musik

Die beiden Kandidaten Clemens Flämig und Markus Teutschbein haben dem weiteren Verfahren zugestimmt. Das Findungsverfahren bleibt weiterhin ergebnisoffen und ist noch nicht beendet.

v.l.: Clemens Flämig und Markus Teutschbein sind für die Thomaskantornachfolge in der engeren Auswahl

 

Vier Kandidaten für das Amt des Thomaskantors haben in den vergangenen Monaten in Proben und Aufführungen ihr Können unter Beweis gestellt. Alle vier Kandidaten haben als starke musikalische Persönlichkeiten ein sehr hohes Leistungsniveau mit bemerkenswert unterschiedlichen musikalischen, klanglichen Ergebnissen vorstellen können, so dass die Auswahl nicht leicht fiel.

Zum weiteren Verfahren

Im Ergebnis der intensiven Diskussionen um die Nachbesetzung einer der wichtigsten musikalischen Positionen in Leipzig und der Musikwelt folgte die Findungskommission einvernehmlich folgendem Vorschlag der Auswahlkommission zum weiteren Verfahren:

  • Zwei der in die engere Wahl gekommenen Kandidaten werden gebeten, sich in den kommenden Wochen der großen Findungskommission unter der Leitung von Oberbürgermeister Burkhard Jung in einem Gespräch vorzustellen und darüber hinaus in einer nichtöffentlichen Probe die jeweils selben Werke von Johann Sebastian Bach im Beisein der Mitglieder der Findungskommission einzustudieren.
  • Die beiden eingeladenen Kandidaten sind: Clemens Flämig und Markus Teutschbein. Beide haben dem weiteren Verfahren zugestimmt. Das Findungsverfahren bleibt weiterhin ergebnisoffen und ist noch nicht beendet.

Zum bisherigen Verfahren

Am gestrigen Montag, 18. April 2016, war die Findungskommission zur Nachfolge im Thomaskantorenamt unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Burkhard Jung zu einer Sitzung zusammen gekommen, nachdem am Sonntag, 17. April 2016, die letzte Probewoche der vier Kandidaten ein erfolgreiches Ende gefunden hatte.

Die Auswahlkommission unter der Leitung von Professor Jörg-Peter Weigle beschrieb der Findungskommission die Erfahrungen und Ergebnisse der Kandidatenwochen. Die intensive, musikalisch anspruchsvolle Probenarbeit mit dem Thomanerchor, dem Gewandhausorchester, Solisten und dem Thomasorganisten, wie auch die Erfahrungen aus den zahlreichen Gesprächen mit den Kandidaten und vor allem die Aufführungen in der Thomaskirche wurden detailliert und umfassend erläutert.

In die daran anschließende Empfehlung der Auswahlkommission sind die transparent vorgetragenen Voten der am Findungsverfahren Beteiligten eingeflossen, wie die der Mitglieder des Thomanerchores, der Musikerinnen und Musiker des Gewandhausorchesters, des Kirchenvorstandes der Thomaskirche, der Eltern der Thomaner, der pädagogisch, musikalisch und in der Verwaltung wirkenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Thomanerchores.

Hintergrund

Die vier Kandidaten, die zu einer Probewoche nach Leipzig eingeladen waren, sind Markus Teutschbein aus Basel, Clemens Flämig aus Halle/Saale, KMD Prof. Dr. h.c. Markus Johannes Langer aus Rostock und Matthias Jung aus Dresden.

Zusammensetzung der Findungskommission

  • Oberbürgermeister Burkhard Jung, Stadt Leipzig
  • Kulturbürgermeister Michael Faber, Stadt Leipzig / Dezernat Kultur
  • Annette Körner, Vorsitzende des Fachausschusses Kultur
  • Andrea Niermann, Fachausschuss Kultur
  • Dr. Skadi Jennicke, Fachausschuss Kultur
  • Dr. Stefan Altner, Geschäftsführer des Thomanerchores Leipzig
  • Britta Taddiken, Pfarrerin an der Thomaskirche zu Leipzig
  • Prof. Andreas Schulz, Direktor des Gewandhauses zu Leipzig
  • Tobias Haupt, Gewandhaus zu Leipzig, Vorsitzender des Orchestervorstandes
  • Prof. Dr. Peter Wollny, Direktor des Bach-Archives Leipzig
  • Markus Leidenberger, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen, Landeskirchenmusikdirektor
  • Kathleen-Christina Kormann, Schulleiterin der Thomasschule zu Leipzig (Gymnasium)
  • Prof. Jörg-Peter Weigle, Professor für Dirigieren/Chorleitung in Berlin, Fachexperte

Auswahlkommission

  • Prof. Jörg-Peter Weigle, Professor für Dirigieren/Chorleitung in Berlin, Fachexperte
  • Tobias Haupt, Gewandhaus zu Leipzig, Vorsitzender des Orchestervorstandes
  • Britta Taddiken, Pfarrerin an der Thomaskirche zu Leipzig
  • Dr. Stefan Altner, Geschäftsführer des Thomanerchores Leipzig

(Textquelle Stadt Leipzig)

Glaubenssachen – Vita Christi: J. S. Bach – Der fünfte Evangelist


Liebe Bachfreunde(innen)

Frieder Bernius mit der Stuttgarter Hofkapelle in der Nikolaikirche zum Bachfest 2013 Leipzig

              Frieder Bernius mit der Stuttgarter Hofkapelle in der Nikolaikirche zum Bachfest 2013 Leipzig

Eine wunderbares Video über Johann Sebastian Bach wurde im Internet veröffentlicht !

Veröffentlicht am 18.07.2015

Glaubenssachen – Vita Christi: Bach – Der fünfte Evangelist

Das Motto des Bachfestes in Leipzig 2013 ist „Vita Christi“. Diesmal findet also Weihnachten und Ostern gleichzeitig und im Sommer statt. Die Lebensgeschichte Christi ist normalerweise über das ganze Kirchenjahr verteilt. Hier werden in 10 Tagen die Geburt Christi, sein Leben und Leiden bis hin zu Auferstehung und Himmelfahrt musikalisch aufgeführt. Es ist der Nachhall eines der anerkannt größten Musikers aller Zeiten. In Leipzig hat Johann Sebastian Bach die wichtigsten Werke der Sakralmusik komponiert. Außerdem hat er den Thomanerchor geleitet, der letztes Jahr 800-jähriges Bestehen feierte. Mit der Musik Bachs ist auch der Chor zu Weltruhm gelangt. In Leipzig präsentieren die besten Interpreten der Welt die Werke des Ausnahmemusikers. Im Film ist ein Querschnitt davon zu sehen und zu hören. Musik, die religiöse und nicht religiöse Menschen gleichermaßen berührt.

Ich wünsche allen viel Freude mit dem großartigen Video.

Herzliche Grüße

Volker

Arbeiter im Weinberg von St.Thomas kommen und gehen – so der 16. Thomas-Kantor G.Chr. Biller nach Johann Sebastian Bach. Bach’s Musik aber bleibt.


Georg Christoph Biller, der 16. Kantor des Thomanerchores nach Johann Sebabestian Bach, mit der Festschrift zum 800-jährigen Bestehen des Thomanerchores. - FOTO: PETER ENDIG DPA/LSN

Georg Christoph Biller, der 16. Kantor des Thomanerchores nach Johann Sebabestian Bach, mit der Festschrift zum 800-jährigen Bestehen des Thomanerchores. – FOTO: PETER ENDIG DPA/LSN

Zunächst: Meine zwei persönlichen Bilder

Erstes Bild:

Als ich vor Jahren einmal mit einer Jugendgruppe in der Jugendherberge Eisenach übernachtete, schallte spätabends aus dem Speisezahl ein bezaubender Klang von jungen Stimmen in mein Zimmer im 2. Stock. Ich fuhr aus dem Schlaf hoch und war wie elektrisiert. Das waren doch Knabenstimmen, die einen Choral von Bach sangen. Noch im Schlafanzug stürzte ich ins Foyer herunter und bekam gerade noch mit, wie ein Knabenchor unter der Leitung eines stattlichen, schwarzgelockten Mannes den Jugendherbergseltern ein Ständchen brachte. Das war schon ein besonderes Dankeschön und ich merkte gleich: die Thomaner unter Thomaskantor Georg Christoph Biller kamen zurück von einem Konzert in Bach’s Taufkirche. Sie bedankten sich vor dem Schlafen-Gehen mit einer unvergleichlichen Geste bei den Gastgebern der Jugend-Herberge.

Zweites Bild:

In der Leipziger Thomas-Kirchengemeinde gab es 2013-2015 fast vollständig personelle Veränderungen. Zum ersten Mal in der über 800 jährigen Geschichte wurde mit Britta Taddiken eine Frau Pfarrerin St.Thomas. Nachfolgerin des langjährigen und profilierten Thomas-Pfarrers Christian Wolff . Mit Pfarrer Martin Hundertmark wurde später die weitere Pfarrstelle besetzt.

Und -, was sich schon seit langem anbahnte. Nach 22 Jahren musste nun auch ab 1.2.2015 Thomaskantor Biller sein Amt aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Sein schwerer Abschied wurde vom Leipziger Oberbürgermeister Dr. Jung bekanntgegeben. Wie zu Bachs Zeiten ist ja der Dienstvorgesetzte des Thomaskantor der Leipziger Magistrat. Der offizielle Abschiedstermin für Thomaskantor Biller wurde mit dem 31.1.2015 vereinbart.

Diese beiden Eindrücke-, persönliches Erleben des Thomas-Kantors, sowie die personellen Entwicklungen in der Kirchengemeinde St.Thomas, sollen meine Würdigung der Arbeit des Thomaskantors Georg Christoph Biller bestimmen. Ich will nicht wiederholen, was schon mehrfach in Dankes-Worten gesagt wurde. All‘ das können wir in Zeitungen und Internet nachlesen.

I. Menschen, die das Bach Erbe gestalten kommen und gehen. Dabei führt Bach’s Musik oft zu starken Verbindungen von jung und alt. In der Bach-Pflege lag schon immer eine auch pädagogische Aufgabe. So waren dem Thomaskantor über 150 junge Menschen anvertraut. Jungens, die keine Musik-Maschinen sind, sondern ihr Heranwachsen und ihre auszubildenden Stimmen in den Dienst von Johann Sebastian Bach stellen. Jungens, die als Chorensemble berühmt werden und in vielen Reisen Botschafter für Bach sind. Gerade in einer Kulturwelt, in der oft Spitzenensembles und Künstler richtiggehend herangezüchtet und auf die ‚Promotion‘ =  Verkaufsförderung von Labels angewiesen sind, ging dieser Thomaskantor mit seinem Klangkörper behutsam um.

Denn seine jugendlichen Stimmen verändern sich mit jedem Jahr und die Jungens sollen später nicht mit ‚Starallüren‘ ins Leben geschickt werden.Von dem hohen Anspruch, der mit Bach’s Namen nun mal verbunden ist, werden die Jungens für ihr Leben geprägt. Zusammen mit ihrem Thomaskantor sollen sie aber ’normale‘ Menschen bleiben. Sie verrichten in ihrer Kirchengemeinde St.Thomas einen seit Jahrhunderten üblichen Dienst und sollen ihre Unbekümmertheit behalten. Im Bach-Film ‚Die Thomaner‘ können wir in dieses alltägliche Leben Einblick nehmen.

91BBkexnblL._SL1500_

 

Vielleicht passt es zu dieser vom Thomaskantor Biller geförderten ‚Einfachheit‘, dass die Thomaner damals in Eisenach mit ihrem Leiter in der einfachen Jugendherberge und nicht im First-class-Hotel untergebracht waren. Sie bedankten sich mit dem Besten , was sie besitzen: einem Bach-Choral.

II. Menschen, die das Bach-Erbe verwalten und pflegen kommen und gehen. In Bach’s Musik und seinen vertonten Texten wird ein zeitloses Ethos verkündet. So viele Themen, die Menschen bewegen und verändern können, werden angesprochen. Viele sagen, dass Bach ’s Musik Zeit und Raum sprengt. Bach wäre, obwohl zu Lebzeiten oft verkannt, noch heute als Musiker unübertroffen. Seine Musik bringt uns in neuen Formen Gott, biblische Gestalten und Themen nahe. Sie will uns mit den musikalischen Formen von Forte und Piano, Crescendo und Decrescendo, Dur und Moll, Präludium und Fuge und vielem mehr helfen, unsere menschlichen Fragen anzugehen.

Immer wieder werden Bach-Interpretationen und Formen der Darstellung für das Bach-Werk gefunden. Bach verjazzt, Bach als Tanz-Theater, Bach-Melodien als Apotheke, die seelische Verwicklungen heilen. Bach als Bach-Radweg, Bach-Museen, Bach-Menü und vieles mehr. Es ist einfach wunderbar, wenn sich Menschen mit ihren Gaben und Ideen in den Dienst der Bach-Pflege stellen. Jede Zeit braucht dazu als Mitte des Ganzen ihren ‚richtigen‘ Thomaskantor. ‚Kraft Amtes‘ steht er im Focus der weltweiten Bach-Pflege. Dabei ist der Thomaskantor m.A. mehr als nur der Hüter und Bewahrer des Bach-Erbes. Mit den jährlichen Bach-Festen und den weiteren Leipziger Thomas-Konzerten hat er die Aufgabe, alle bedeutenden Interpreten einzuladen, die zu eindrucksvollen Bach-Aufführungen beitragen können.

So haben wir in Leipzig namhafte Bach-Dirigenten und -Künstler gehört. Das Bach-Bild wurde andauernd verändert und reichhaltiger. In den vielen Bach-Predigten haben sich die Thomas-Pfarrer bemüht, die Glaubensaussagen von Bach’s Melodien herauszustellen. Künstler haben rund um die Thomas-Kirche Bach-Kunstwerke geschaffen. Doch die Menschen und der Thomas-Kantor, die dieses Bach-Erbe so erneuern, kommen und gehen. Bach’s Kantaten und Passionen, seine Instrumentalmusik und seine Präludien, Fugen und Choräle bleiben. Wie die Sänger und Instrumentalisten, ob alt oder jung, die immer wieder ausgebildet werden und bei Bach hängenbleiben.

Thomaskantor Biller hat in 22 Amtsjahren alle diese Einflüsse und Möglichkeiten als ‚Hausherr des Bacherbes‘ genutzt. Viele ehemalige Thomaner sind ihm dankbar, dass er ihnen dieses unvergleichliche Erbe nahegebracht hat. Die jetzt praktizierenden Thomaner werden seine väterliche Fürsorge vermissen. Doch wir können sicher sein, dass das zuständige Wahlgremium aus Kirche und Stadt einen guten und würdigen Nachfolger in das Amt des Thomas-Kantors berufen wird.

Adamo

—————————————————————————————–

P. S.

Gotthold Schwarz wird das Interim im Thomaskantorat bis zum 31. März 2016 übernehmen.

Gotthold Schwarz - Interim-Thomaskantor (Foto: Gert Mothes)

                              Gotthold Schwarz – Interim-Thomaskantor (Foto: Gert Mothes)

Einen entsprechenden Vertrag hat die Stadt Leipzig jetzt mit dem erfahrenen Dirigenten abgeschlossen. Alle Konzertreisen und Auftritte des Thomanerchors können nun wie geplant stattfinden.

——————————————————————————————————————————-

Reisebericht vom Bachfest Leipzig vom 07.06. -14.06.2012 Teil I und Teil II


————————————————————————————————————————————————————————————-

Bachfest 2012 Leipzig

Bachfest 2012 Leipzig

.

Kaum in unserer Ferienwohnung in Leipzig angekommen, mussten wir schon wieder los. Koffer blieben unausgepackt; wir durften ja die Übertragung des Eröffnungskonzertes aus der Thomaskirche auf einer Riesen-Leinwand am Marktplatz nicht verpassen und am Abend waren noch die Wandelkonzerte dran.

Wandelkonzerte am Eröffnungsabend des Bachfestes 07.06.2012

Im Specks Hof – Hansahaus sang das Vokalensemble Six Ajoutés.

Vokalensemble Six Ajoutés, Foto: Dirk Knofe

Vokalensemble Six Ajoutés, Foto: Dirk Knofe

.

In der Mädler-Passage spielte das Zelenka Trio eine Sonata 5 in F-Dur.

In der Mädler Passage spielte das Zelenka Trio, Foto: Dirk Knofe

In der Mädler Passage spielte das Zelenka Trio, Foto: Dirk Knofe

.

Es waren vier Wandelkonzerte, von jeweils ca. ½ Stunde Dauer. Das begeisterte Publikum wanderte (wandelte) dann zum Nächsten. Herrliche Musik, ganz junge Künstler/innen; alle Stipendiaten von der Yeduhi-Menuhin-Stiftung. Wir brauchen uns um Nachwuchs wirklich keine Sorgen zu machen. In Leipzig war er von morgens bis abends in Hülle und Fülle präsent.

Irgendwann konnten wir nicht mehr; ab in die Ferienwohnung. Kofferauspacken war nicht drin – zu müde.

Am 08.06.2012

ging`s gleich morgens um 9.30 h mit der ersten Mette in der Thomaskirche los. Wieder kein Kofferauspacken; nach „Schnuppern“ im Bachmuseum, Thomaskaffee, Bacharchiv und Innenstadt kam um 18.00 h die Motette in der Thomaskirche. Leitung hatte Ludwig Böhme (er singt im Calmus-Ensemble Bass-Bariton) und hat das mit seinem noch relativ jungen Chor ausgezeichnet gemacht.

Abends kam dann der 1. dicke Hammer:

Matthäus-Passion mit Masaaki Suzuki; der nachmittags im Rathaus die Bachmedaille verliehen bekommen hatte.

Die beiden Chöre waren sehr durchsichtig; wurden im Eingangschor von Solisten des Tölzer Knabenchores unterstützt. Suzuki hat diesen Teil spitzenmäßig dirigiert. Einiges war für uns im Laufe des Konzertes sehr gewöhnungsbedürftig – teilweise schleppende Tempi dann wiederum bei Chorälen ein absolut wildes Tempo. Für kühle Nordeuropäer etwas schwierig. Nach drei Stunden MP waren wir fertig wie die Matschbrötchen und sind nur noch nach Hause geschlichen.

Kofferauspacken wieder nix.

Am 09.06.2012

morgens wieder die obligatorische Mette – die musikalische Ausgestaltung war immer beachtlich – die relativ kurzen Ansprachen der Ortspfarrer/in ebenfalls.

Dann natürlich wieder die Motette und abends ging`s in Konzert:

Ton Koopmann mit dem Amsterdamer Barockorchester und Dorothee Mields, die drei Solokantaten gesungen hat, waren für uns der absolute Höhepunkt des Bachfestes.

„Jauchzet Gott in allen Landen“ (BWV 51), „Mein Herze schwimmt im Blute“ (BWV 199), und „Weichet nur, betrübte Schatten“ (BWV 202). Ein ausgelassener Koopmann, eine sprühende, funkelnde Sopranistin (vor allem bei BWV 51 und BWV 202), ein einfühlsames Barockorchester haben uns in eine andere Welt entführt.

Am Schluss gab es 20 Min. stehende Ovationen – wir waren außer Rand und Band, keiner wollte gehen. Auch nach den Zugaben sind wir sitzen geblieben und wären sicherlich auch die ganze Nacht geblieben. Aber irgendwann mussten wir dann doch die Nikolaikirche verlassen und im Fussballgetümmel untertauchen.

An diesem Abend war an Kofferauspacken nicht zu denken.

————————————————————————————————————————————————————————————-

YouTube BWV 202 „Weichet nur, betrübte Schatten“ von Concerto Amsterdam

.

.

————————————————————————————————————————————————————————————-

Teil II

Am 10.06.2012

Sonntagmorgen der obligatorische Gottesdienstbesuch in der Thomaskirche. Wieder wunderschöne Musik, dargeboten von ganz jungen Musikern/Innen. Unsere Allerwertesten  wiesen schon Schwielen auf – soviel Kirchenbänke „drücken“ ist doch ungewohnt.

Über Mittag ging`s dann in die Leipziger Altstadt und um 18.00 h ins Gewandhaus.

„Kunst der Fuge“ mit der Sinfonietta Leipzig unter Stefan Asbury. Die einfachen Fugen, die Umkehrfugen, die mehrthemigen Fugen, die Spiegelfugen und Canons wurden so vielschichtig, einfühlsam aber auch packend dargestellt, dass uns der Atem stockte. Obwohl wir „Die Kunst der Fuge“ alle kennen, ist der abrupte Abbruch in der Schlussfuge, das „Aus“ jedes Mal so endgültig, dass es mich mit Angst und Schrecken erfüllt.

Nach diesem Konzert haben wir erst einmal eine Pause eingelegt.

Am 11. 06.2012

sind wir zu Freunden nach Zwickau gefahren. Andächtig haben wir vorm Schumann-Haus und Schumann-Denkmal gestanden und uns gewundert, dass die Zwickauer ebenfalls vom 07.-17.06.2012 (genau in der Zeit des Bachfestes in Leipzig) ihr Schumannfest organisiert haben. Aber so etwas müssen wir nicht verstehen.

Am 12.06.2012

haben wir uns wieder ins Leipziger Getümmel begeben und gleich zweimal die harten Stühle in der Peterskirche ausprobiert: morgens zur Mette und abends zu den Leipziger Universitätsmusiken. Diese Kaffeehauskonzerte erfreuten sich schon zu Bachs Zeiten größter Beliebtheit. Diese Dramma per Musica wurden zu bestimmten Anlässen komponiert. Ehrentage bekannter Persönlichkeiten, Huldigungsmusiken für Könige usw. Bei der Kantate „Preise dein Glücke, gesegnetes Sachsen“ war`s vom Text her fasst um unsere Fassung geschehen. Ich zitiere:

„Ja, ja, Gott ist uns noch mit seiner Hülfe nah

Und schützt Augustens Thron.

Er macht, dass der gesamte Norden

Durch seine Königswahl befriedigt worden.

…. Das macht, ihm ist es eine Lust,

der Untertanen Brust

durch Liebe mehr denn Zwang zu binden“.

 

Karl-Heinz`jeder 2. Satz ist bis heute: „Preise Dein Glücke gesegnetes Sachsen“ und meine stereotype Antwort: „bin ich froh, dass ich im real existierenden Kapitalismus groß geworden bin und solche Schmarren nicht mitmachen musste“. Dafür habe ich in der Schule noch zu DDR-Zeiten gelernt: „Händchen falten, Köpfchen senken, eine Minute an Väterchen Stalin denken“. Fehlte dann die passende Musik dazu.

Am 13.06.2012

.

Evangelisch reformierte Kirche Leipzig

Evangelisch reformierte Kirche in Leipzig, Konzert der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen mit dem Programm: „Thomas-Kantoren“

.

für uns der letzte Leipzigtag, war noch mal ein richtiger Höhepunkt.

Am frühen Abend das Treffen mit Claudia, Rüdiger, Alex, Volker und Rita und dann das sagenhafte „Abschluss-Konzert der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen.“ Nach einer rasanten Einführung in die Zeit der Thomaskantoren Bach, Moritz Hauptmann (1792-1868) und Johann Schelle (1648 – 1701; Vor-vorgänger J. S. Bachs) lieferten die Schweizer, sprich Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung unter Leitung von Rudolf Lutz ein beeindruckendes Konzert.

.

Vokal-Ensemble & Orchester der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen; Leitung: Rudolf Lutz

.

Wir waren ganz benommen und haben an dem Abend zusammen noch lange erzählt und geschwärmt.

————————————————————————————————————————————————————————————-

YouTube BWV 7 „Christ unser Herr zum Jordan kam“  (Interpret: Sir Gardiner)

(Diese Kantate wurde von der J.S. Bach-Stiftung am 13.6.2012 mit aufgeführt!)

.

.

————————————————————————————————————————————————————————————-

.

Jetzt hör` ich auf – Volker, Claudia und Co. wollen bestimmt auch noch ihren Kommentar abgeben.

Am 14. 06. ging`s morgens Richtung Löhne. Kofferpacken brauchten wir nicht – wir hatten ja nicht ausgepackt.

Lieben Gruss

Iris und Karl-Heinz

.

———————————————————————————————————————————————————————————–

Im nächsten Jahr findet das Bachfest vom 14.6. – 23.06.2013 statt:

 Thomanerchor Leipzig, G. Ch. Biller

The English Baroque SoloistsSir J. E. Gardiner

The Monteverdi ChoirGewandhausorchester

Helsinki Baroque Orechstra – Reinhard Goebel

Kammerchor Stuttgart – Frieder Bernius

Rheinische Kantorei – Hermann Max

Freiburger Barockorchester – Ensemble in residence

———————————————————————————————————————————————————————————-

Unsere Ferienwohnung hab` ich schon reserviert, der Kartenvorverkauf  beginnt im Oktober 2012.

———————————————————————————————————————————————————————————-

.

Der erfolgreiche Kinofilm „DIE THOMANER“ als DVD veröffentlicht


DVD Film "Die Thomaner "

DVD Film „Die Thomaner „

Liebe Thomaner-Freunde/innen!

Es ist soweit, der großartige Kinoerfolg von März 2012

„DIE THOMANER“

Herz und Mund und Tat und Leben – 

ist bereits als DVD im Handel erhältlich. Kurz nach Bekanntgabe der DVD gehen spontane Bestellungen ein und beweist, dass dieser Film die Bach-Familie und Thomaner-Enthusiasten erreicht hat.

Wir konnten uns den Film in Bielefeld mit einigen Blog-Mitgliedern im März 2012 ansehen und waren von dem Inhalt und der Musik begeistert. Die Zeit verging viel zu schnell und hätten gerne weiter zugesehen und zugehört. Die Kritik fiel sehr positiv aus und können das nur vollauf bestätigen und freuen uns nun über die Veröffentlichung als DVD.

Im Kalenderjahr 2012 feiert der berühmte Thomanerchor Leipzig sein 800-jähriges Bestehen. In altbewährter Tradition haben auch heute noch Jahr und Tag der Internatsschüler strikte Abläufe.

Der Film profitiert von der Erfahrung der beiden Regisseure Günter Atteln und Paul Smaczny mit Musik-Dokus. Sie zeichnen ein umfassendes, einfühlsames Bild des Lebens der begabten Jungen,  in dessen Mittelpunkt ganz klar die Musik steht.

Film "DIE THOMANER"

Film „DIE THOMANER“

Neben dem Gymnasium stehen für die neun bis 19 Jahre alten Knaben Chorproben, Klavierunterricht, Stimmbildung und vieles mehr auf dem Stundenplan. Von den Aufnahmeprüfungen der neuen Sänger bis hin zur Verabschiedung der Abiturienten zeigt diese Dokumentation ein ganzes Jahr im Leben der Thomaner.  Beeindruckend verdeutlichen die Livemitschnitte der Konzerte das hohe musikalische Niveau des Leipziger Traditionschores. Meist begleitet vom Gewandhausorchester Leipzig brillieren die Sänger nicht nur auf ihrer Südamerika-Tournee, die das Filmteam begleitete.

„Ein Film, der durch erstklassige Musik und stimmliche Erlebnisse beeindruckt und die wunderbare Möglichkeit bietet den weltweit erfolgreichen Chor ganz aus der Nähe zu erleben und hinter die Kulissen zu blicken.

Im Rahmen des Bachfestes Leipzig wird der Film am 17. Juni 2012, um 11.30 Uhr in den Passage Kinos Leipzig gezeigt.

DIE THOMANER“ ist ein unterhaltsamer Film, der durch erstklassige Musik und uns durch die stimmliche Präsenz beeindruckt hat. Wunderbar gelungen, den Chor in seiner täglich Arbeit im Alumnat und Konzerten erleben zu können. Günter Atteln und Paul Smaczny ist ein überwältigend schöner Film gelungen der Klassikfreunde und Nichtkenner der Klassik als ein Familienfilm sehr zu empfehlen ist.

Dieser Artikel wird am 13. September 2012 erscheinen.

Preis: EUR 23,99 Kostenlose Lieferung.

Bestellen Sie jetzt
Verkauf und Versand kostenlos durch den nachstehenden Link: >> h i e r  << 

.

—————————————————————————————————————————-

Film-Trailer YouTube „DIE THOMANER“

.

.

 —————————————————————————————————————————-
Herzliche Grüße
Volker

Weltberühmte Knabenchöre waren zum Abschluss der Feiern in der Thomaskirche Leipzig zu hören


Liebe Bachfreunde/innen!

Nach dem fantastischen Hinweis von @Barbara auf die zukünftigen Radiosendungen über die Thomaner, etc. fand ich heute einen bemerkenswerten Artikel zum Abschluss der Feierlichkeiten 800 Jahre Thomaner vom Samstag, 24.3.2012.

Eine Sendung über die Thomaner wird es heute um 22:00 Uhr im MDR-Fernsehen geben.

22:10 Uhr Die Thomaner
800 Jahre Thomanerchor – Singen für Gott und die Welt

Hier zum Artikel:

Weltberühmte Knabenchöre waren bei der Feier zum 800-jährigen Bestehen der Thomaner

Auch die Domspatzen sangen mit

Optisch unterschiedlich, aber im Gesang vereint: In Eaton-Suit, Anzug und Kieler Bluse traten die berühmtesten Knabenchöre der Welt am Samstag zum Abschluss der Feierlichkeiten anlässlich 800 Jahren Thomanerchor in Leipzig auf.

Eine Jungsclique von 18- und 19-Jährigen lehnt lässig am Geländer. Die warme Frühlingssonne scheint auf die müden Gesichter, verstohlen führt einer eine Zigarette zum Mund. Die Hemden stehen offen, die Sackoärmel sind hochgekrempelt, die Haare verstrubbelt. Noch deutet nichts daraufhin, dass sie in wenigen Stunden im sogenannten Eton Suit, einem traditionellen Anzug aus schwarzer Jacke und weißem Hemd, als Choir of King“s College Cambridge geschlossen in die Thomaskirche in Leipzig einmarschieren und vor mehreren hundert Besuchern „Illuminare Jerusalem“ singen werden.

Zum Abschluss der Festwoche zum 800-jähigen Bestehen des Leipziger Thomanerchors gaben sich am Samstag die großen Knabenchöre dieser Welt ein Stelldichein: Neben dem britischen Chor traten auch der Dresdner Kreuzchor, die Regensburger Domspatzen und natürlich der Thomanerchor auf. Krönender Abschluss der Motette war ein gemeinsam gesungenes Werk, die italienische Laude „Alta trinità beata“. Rund 250 Knaben- und Männerstimmen waren dabei zu hören. Es war das erste Mal, dass die Chöre in dieser Formation zusammen sangen.

„Wir freuen uns wirklich sehr, hier zu sein“, sagte stellvertretend einer der englischen Jungs. Am Freitagabend waren sie in Leipzig eingetroffen. Nach einer Nacht im Hostel ging es für sie direkt zur Probe in die Thomaskirche. „Den großen Unterschied zwischen uns und den Thomanern sieht man gleich“, meint ein anderer und ergänzt: „Sie sind deutlich jünger.“ Während die Leipziger Chorknaben bereits in der 4. Klasse anfangen und spätestens mit bestandenem Abitur wieder austreten, ist der englische Chor auch mit Männerstimmen von 18- bis 22-Jährigen besetzt, die ihrem zeitaufwändigen Hobby neben ihrem Alltag als Student nachgehen.

„Ich glaube, es ist gut, die Tradition der anderen Chöre mal richtig mitzubekommen“, sagt Leiter Stephen Cleobury. Wie die Thomaner kann auch der Choir of King“s College Cambridge auf eine jahrhundertelange Geschichte zurückblicken. 1441 von König Heinrich VI., dem Gründer des King“s College, ins Leben gerufen, ist er heute vor allem für seine Auftritte an Heiligabend bekannt, die von dem britischen Sender BBC übertragen werden.

Als vor dem eigentlichen Auftritt die Probe in der Kirche beginnt, steht der Choir of King“s College Cambridge vor dem Altar, die anderen Chöre haben sich auf der Empore formiert. Neben Thomaskantor Georg Christoph Biller hat sich ein Thomaner postiert. Mit einem Mikro in der Hand übersetzt der zweisprachig aufgewachsene Junge Wort für Wort die Anweisungen des Chorleiters ins Englische. Immer wieder wird neu angesetzt. „Das ist schön“, ruft der Leiter der Dresdner Kreuzchores, Roderich Kreile, von unten Richtung Biller, der ein skeptisches Gesicht aufgesetzt hat. „Ich glaube nicht, dass man das besser hinkriegt“, meint Kreile.

Während sich die Domspatzen und der Choir of King“s College Cambridge nur alle paar Jahre mit den Thomanern treffen, verbindet die Dresdner und Leipziger eine lockere Freundschaft, die über das Singen hinaus geht. Einmal im Jahr treffen sich die Chorknaben sogar zum gemeinsamen Fußballturnier. „Das ist ein freundschaftliches Konkurrenzverhältnis“, kommentiert Kreile die Beziehung der Chöre untereinander.

Auch für die Regensburger Domspatzen ist Leipzig trotz der weiten Entfernung bereits ganz nah. „Wir haben alle den Film gesehen“, erzählt einer der Jungs nach der Probe. „Es war super interessant zu sehen, wie die so leben“. Der knapp zweistündige Dokumentar-Film der Regisseure Paul Smaczny und Günter Atteln ist zum 800-jährigen Bestehen des Chors in diesem Jahr entstanden und kam vor knapp einem Monat bundesweit in die Kinos. Zwar wurde über die Regensburger Domspatzen, die mit ihrer Gründung 975 die längste Historie vorzuweisen haben und UNICEF-Botschafter sind, auch eine Reportage gedreht. „Aber die war nicht so spannend“, meint einer der Knaben.

( Stephanie Höppner / epd )

————————————————————————————————————————————————-

Das Programm der Abschlussfeier am 24.3.2012 in der Thomaskirche

   Programm Motette 24 März 2012

————————————————————————————————————————————————-

Thomaner-Video 

Fehler
Dieses Video existiert nicht

————————————————————————————————————————————————

P.S.

Heute erschien in Leipzig ein weiterer interessanter Zeitungsartikel:

LEIPZIG/Thomaskirche/800 Jahre Thomana: FEST DER CHÖRE
Leipzig, 800 Jahre Thomana: Jubel beim „Fest der Knabenchöre“, 24.03.2012

Die Stimmung rund um die Thomaskirche ist an diesem Nachmittag ebenso fröhlich wie der Anlass: das „Fest der Knabenchöre“ als großartiger Abschluss der ersten Festwoche für 800 Jahre Thomana.

Die Sonne strahlt, und so setzt sich Leipzig ins rechte Licht zum Willkommen der drei Gastchöre, die nun mit dem Thomanerchor sein acht Jahrhunderte währendes Bestehen feiern: der Choir of King’s College, Cambridge, der Dresdner Kreuzchor und die Regensburger Domspatzen……

Zum ganzen Artikel:

Link:
http://www.der-neue-merker.eu/leipzigthomaskirche800-jahre-thomana-fest-der-chore

Grüße
Volker

———————————————————————————————————————————————–

Ich wünsche allen einen schönen und sonnigen Sonntag.

Grüße

Volker

800 Jahre Thomaner – Der Thomaner Film ab 16. Februar im Kino – ZDF-Mediathek Bericht über die Thomaner


In 2012 feiern die Thomaner ihr 800-jähriges Bestehen mit verschiedenen Festivals. Siebenundzwanzig Jahre hat Johann Sebastian Bach den Thomanerchor geleitet. Eine Tradition, in der Jungen zwischen neun und 19 Jahren in einem Internat zu musikalischen Höchstleistungen finden. Die Filmemacher Paul Smaczny und Günter Atteln durften ein Jahr lang teilhaben am Chor-Leben.

ZDF-Mediathek Die Thomaner

Der Thomaskantor Georg Christoph Biller über seinen Vorgänger Bach, sein pädagogisches Konzept, seine Erwartungen an die Thomaner – und über das „kollektive Abhängen“. Sollte ein Kind heute seine gesamte Kindheit und Jugend einer solch großen Sache widmen? Wir sprechen mit dem Thomaskantor Georg Christoph Biller, mit Thomanern, einem Kinderpsychiater und mit Sebastian Krumbiegel und Tobias Künzel, zwei ehemaligen Thomanern aus der Band „Die Prinzen“.

Link: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1552642/Thomaskantor-Georg-C.-Biller-im-Gespraech

——————————————————————————————————————————–

In Bezug dazu gab es am 27. Januar 2012 im ZDF einen Film über die Thomaner, dieser Filmbeitrag aus der Sendung aspekte kann in der ZDF-Mediathek weiterhin angesehen werden.

Link:  http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1553518/800-Jahre-Thomaner-Chor

——————————————————————————————————————————–

Filmankündigung "Die Thomaner" Fotorechte: NFP

 Am 16. Februar 2012 ist der offizielle Kinostart  „Die Thomaner“ in Deutschland

Offizieller deutscher Kino-Trailer zu dem Film „Die Thomaner“ -HERZ UND MUND UND TAT UND LEBEN

.Filmverleih: NFP Filmverleih

.Kinostart (DE): 16.2.2012

.Regisseur: Paul Smaczny, Günter Atteln

Der Film beleuchtet das außergewöhnliche Leben und den Alltag der Thomaner und gewährt exklusive Einblicke hinter die Kulissen eines traditionsreichen und bewunderten Ensembles. Die Thomaner, darunter ausgewählte Protagonisten und Ihr Thomaskantor Georg Christoph Biller, wurden über einen Zeitraum von über einem Jahr begleitet. Durch Ihre persönlichen Geschichten entstand ein sensibles Portrait der Thomaner, das der Frage nach der Faszination des Traditionsensembles nachgeht. Der Zuschauer darf eintauchen in eine einzigartige Welt zwischen Motette, Internat und Fußballplatz, in ein Leben, das geprägt ist von Erfolg und Leistungsdruck, Zweifeln und Stolz, Heimweh und echter Freundschaft.

DIE THOMANER ist ein unterhaltsamer Film, der durch erstklassige Musik und stimmliche Erlebnisse beeindruckt und die wunderbare Möglichkeit bietet den weltweit erfolgreichen Chor ganz aus der Nähe zu erleben und hinter die Kulissen zu blicken. Im Rahmen des Bachfestes Leipzig wird der Film am 17. Juni 2012, um 11.30 Uhr in den Passage Kinos Leipzig gezeigt.

Quelle: NFP marketing & distribution GmbH Kantstraße 54, D – 10627 Berlin

————————————————————————————————

Premiere des Films „Die Thomaner“ in Leipzig dabe die LVZ

Link: http://www.lvz-online.de/nachrichten/aktuell_themen/800-jahre-thomana-leipzig/filmpremiere-800-jahre-thomaner-chor/r-800-jahre-thomana-leipzig-a-125585.html

————————————————————————————————

————————————————————————————————

.

——————————————————————————————————————————

.

Ein ausführliches Interview gibt es in  DIE ZEIT

„Will man das für seinen Sohn?“

Die Filmemacher Paul Smaczny und Günter Atteln über ihr Jahr im Thomanerchor, wo wenig Zeit für Kindheit bleibt

Link:  http://www.zeit.de/2012/06/S-Film-Thomaner

——————————————-

Zeitungsrezension zum Film

„Die Thomaner“

von der FAZ (vom 15.2.2012)

800 Jahre Thomanerchor Johann Sebastian Bachs Kadetten…

.

Link:  http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/800-jahre-thomanerchor-johann-sebastian-bachs-kadetten-11650661.html

—————————————————————————————————————————-

Weitere umfangreiche Informationen zu den Thomaner Chor gibt es auf der Internet-Seite von glaube aktuell.

Link:  http://www.glaubeaktuell.net/portal/journal/journal.php?IDD=1326118201&IDT=40&tx=1326119336&Preview=1&IDDParent=1028562155&useSpr=&IDB=1

sowie auf der offiziellen Thomaner Chor Seite:

Link: 

http://www.leipzig-online.de/thomanerchor/

————————————————————————————————————————————————————
Grüße

Volker