Archiv der Kategorie: Aktuelles zum Thema: J.S. Bach

J.S. Bach-Stiftung in St. Gallen spielt sämtliche Bach-Kantaten-Werke ein


Durch einen reinen Zufall bin ich im Internet auf die hervorragende Web-Site der

„J. S. Bach-Stiftung“ in St. Gallen-Schweiz

gekommen und möchte einmal dieses tolle J.S. Bach-Projekt vorstellen.

Orchester «Schola Seconda Pratica» und Chor der Bach-Stiftung St.Gallen Schweiz

Es ist ein Kreis von großen Enthusiasten unter der Musikalische Leitung von Rudolf Lutz. In fünfundzwanzig Jahren – seit 2006 – werden sämtliche Bach-Kantaten aufgeführt und in Anderthalb Stunden vor dem Konzert finden für Interessierte Einführungs – Workshops durch den musikalischen Leiter der Gesamtaufführung, Rudolf Lutz, statt. Pro Abend gelangt lediglich eine Kantate, dafür aber zweimal, zur Aufführung. Zwischen den beiden Aufführungen wird eine Reflexion über den jeweiligen Kantaten-Text vermittelt. Danach wird man die Kantate anders hören als zuvor. Das ist ein genialer Weg, J.S. Bach dem Konzert-Besucher näher zu bringen und sollte auch in Deutschland Schule machen.

Aus der Sammlung der Reflexionen entsteht nach und nach eine «J. S. Bach-Kantaten anthologie des 21. Jahrhunderts»* in Buchform.

Buch-Veröffentlichung "Bach-Anthologie 2008" Bach-Stiftung St. Gallen-Schweiz

Die Bach-Kantaten werden außerdem auf DVD veröffentlicht. Meine Bestellung der ersten DVD mit dem Magnificat ging heute online raus und bin ganz gespannt auf der beiliegenden Broschüre zur Werksbeschreibung.

Link zum Online-Bücher-Shop der Bach-Stiftung in St. Gallen:

http://bach.omc.net/shop/index.php?cat=c1_DVD-s.html

Rudolf Lutz Musikalischer Leiter

Rudolf Lutz ist Dozent für Improvisation an der Schola Cantorum Basiliensis. An dieser Hochschule für Historische Aufführungspraxis unterrichtet er zusammen mit zwei Kollegen und zwei Assistenten rund 35 Studentinnen und Studenten der Abteilung Tasteninstrumente. An der Musikhochschule Basel erteilt er das Fach Generalbass und an der Hochschule für Musik und Theater Oratorienkunde. In Konzerten und Workshops ist er ein gefragter Spezialist für historische Improvisations-Praxis. 2006 wurde Rudolf Lutz zum künstlerischen Leiter der J.S. Bach-Stiftung, St.Gallen, berufen. Im Hinblick auf die geplante Gesamtaufführung von Bachs Vokalwerk hat Rudolf Lutz in Zusammenarbeit mit andern Musikern das Orchester «Schola Seconda Pratica» sowie ein ständiges Ensemble von Solisten und Chorsängern aufgebaut.

Auf  YouTube sind Konzertausschnitte von dem Orchester «Schola Seconda Pratica» mit den bereits aufgeführten Bach-Kantaten veröffentlicht worden.

Link: http://www.youtube.com/user/Bachstiftung

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Eine Einführung zum Projekt wurde in 2008 vom DRS gesendet und kann nachstehend aufgerufen werden.

DRS2 aktuell (15.12.08) „Bachs gesamtes Vokalwerk in Trogen“

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Diesbezügliche inhaltliche Angaben von der Web-Site der Bachstiftung St.Gallen:

«Seconda Pratica» bedeutet die «zweite Praxis» und meint die «nachfolgende» Schreibart. Dieser musikologische Fachbegriff bezeichnet jene basszentrierte Musik, welche sich um 1600 in Italien zu profilieren wusste. Bekannteste Beispiele dieser «modernen Art» sind die rezitativischen Teile von Monteverdis Opern. Man spricht deshalb bei der barocken Epoche auch vom Generalbasszeitalter.

Im Gegensatz dazu stand die altbewährte Schreibart, die «Prima Pratica». Diese «erste Praxis» meint die Vokalpolyphonie der verschiedenen niederländischen Schulen von Dufay bis Di Lasso. Es ist eine Musik, deren Stimmen gleichberechtigt nebeneinander stehen. Obschon das Bach’sche Oeuvre das Resultat seiner grossen musikalischen Neugierde für alte und neue Stile ist – es ist bekannt, dass Johann Sebastian Bach sich Zeit seines Lebens mit zeitgenössischen Strömungen wie auch historischen Stilen beschäftigte sind wir der Ansicht, dass seine Kantaten hauptsächlich aus dem Kern des Generalbasses zu verstehen und aufzuführen sind. Deshalb haben wir das Ensemble, das für die J. S. Bach-Stiftung konzertiert, «Schola Seconda Pratica» getauft.

Die Besetzungen für die verschiedenen Kantaten sind variabel. So können die oberen Streicherstimmen solistisch oder auch in der Grösse von 3 ersten und 3 zweiten Violinstimmen und 2 Violastimmen ausgeführt werden. Bach hat in seinen Aufführungen beide Varianten benützt. Die Generalbassgruppe ist mit einem Violoncello, Kontrabass, Cembalo und/oder Orgel das Zentrum der Musik. Die Bläserbesetzung ergibt sich aus den Anforderungen der einzelnen Kantaten. Für den Chor wählten wir eine schlanke Variante mit je drei bis vier Sängerinnen oder Sängern pro Stimme. Zwischen Vokal- und Instrumentalensemble soll eine Gleichberechtigung bestehen. Das modulare Personalkonzept erlaubt uns allerdings, den Chor bei Bedarf deutlich zu erweitern. Der Begriff «Schola» weist darauf hin, dass im Hinblick auf die langjährige Dauer unseres Vorhabens eine historisch orien tierte Orchesterschulung vorgesehen ist.

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Adresse: J. S. Bach-Stiftung
Jacqueline Neuburger, Sekretariat
Postfach 164
9004 St.Gallen-Schweiz

Telefon: 071 242 58 58
E-Mail: info@bachstiftung.ch

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Ein anspruchsvoller Artikel über den Thomaner-Chor Leipzig und seine Nachwuchssorgen


Es ist erfreulich, dass es noch seriöse Zeitungen gibt, die unvoreingenommen einen wirklich gut fundierten Artikel über den „Thomaner Chor“ Leipzig und seine Probleme darstellt.

Thomaner Chor im Alumnat Leipzig

Ich spreche von der Zeitung „DIE ZEIT“

Dieser Beitrag erschien am 3. Mai 2010 und berichtet in dem Artikel:

Entscheidung in der Villa Thomana

über das Problem: »Wir wollen nur die Besten, doch wegen der demografischen Entwicklung haben wir immer weniger Auswahl.«

Thomaner-Alumnat Leipzig

Zum gesamten Artikel über die Thomaner in „DIE ZEIT“ nachstehend.

Link: http://www.zeit.de/2010/18/S-Thomanerchor-Nachwuchs

In letzter Zeit wird in der pädagogischen Diskussion immer wieder betont, dass die Erziehung vor allem durch persönliche und gesellschaftliche Werte geprägt sein muss. Das chorische Zusammenleben der Thomaner erfüllt durch die Heranführung an eine strukturierte Tagesplanung, die lebendige Pflege des reichen musikalischen Erbes und einem sich entwickelnden Verantwortungsgefühl in der Gemeinschaft der Thomaner diesen Anspruch. Das Einhalten der gemeinsam erarbeiteten Hausordnung ist eine wichtige Bedingung für das Gefühl der Zusammengehörigkeit der Sänger unterschiedlichen Alters. Das gemeinsame Musizieren, Erarbeiten und Erleben der Musik schafft dabei eine zusätzliche Bande.

Eindrucksvolle Videos auf YouTube aus dem Jahr 1979 unterstreicht das tägliche Miteinander der Thomaner im Alumnat in Leipzig.

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In 2012 feiert der Thomaner Chor seinen 800. Geburtstag mit umfangreichen Festveranstaltungen.

PDF-Programm von 800 Jahre Thomana

Link zum Programm: http://www.thomana2012.de/800-jahre-thomana.pdf

forum thomanum

Thomaner-Alumnat Leipzig vor der Renovierung

Bis zum Jahr 2012 entsteht in Leipzig das forum thomanum – ein international ausgerichtetes Bildungszentrum bestehend aus einer Kindertagesstätte, einer Grundschule, einer internationalen Jugendmusikakademie und der Lutherkirche. Die Lutherkirche bildet das Zentrum des entstehenden Campus und ist zugleich Gottesdienststätte, Schulaula, Konzert-, Theater- und Aufnahmeraum.

Am 21. März 2012 geben die Thomaner erstmals ein Konzert in der Leipzig-ARENA.

• Die besten Chöre der Welt erweisen Leipzig die Ehre: Kings College Choir (Cambridge), St. Thomas Boys Choir (New York), Wiener Sängerknaben, Regensburger Domspatzen…..

Im September 2012 will die Thomasschule eine eigene Festwoche feiern und einen Monat später dann die Thomaskirche.

Link zum 800. Jubiläum:  http://www.thomana2012.de/

Link: Historie Thomaner:  http://www.forum-thomanum.de/geschichte.html

Bach’s h-moll-Messe im Kaiserdom in Königslutter


Einmal in meinem Leben…

…wollte ich mir vor 5 Jahren ein wirklich überragendes Konzert gönnen und die Musiker live erleben, deren CDs mich ständig begleiteten. Es ist nicht bei einem Mal geblieben, aber es war jedes Mal wieder so überwältigend wie beim ersten Mal – damals im März 2005 im Kaiserdom zu Königslutter. Mit Bach’s Matthäus-Passion, dem Monteverdi Choir, den English Baroque Soloists und natürlich Sir John Eliot Gardiner. Nun saß ich wieder in diesem gewaltigen romanischen Dom, der nach langen Jahren der Restaurierung in neuem bzw. alten Glanz erstrahlte und eine Atmosphäre voller Wärme und Sicherheit entstehen ließ. Wer auf dem Wege zwischen dem Ruhrpott und Berlin dort vorbei kommt, sollte unbedingt eine Pause einplanen.

Renovierter Kaiserdom-Königslutter Aussenansicht

Um es vorweg zu nehmen – es war ein beeindruckender Abend. Das Orchester in mehr oder weniger Stammbesetzung wie immer überragend, mit unendlicher Spielfreude, die Solisten inspiriert aufspielend. Was mich dabei vor allem fasziniert hat, war das „gemeinsame“ Musizieren, manchmal schon fast kammermusikalisch.

Der Chor erstaunt mich immer wieder. So viele neue Gesichter – und der Chor klingt und singt, wie es eben nur der Monteverdi Choir tut. John Eliot Gardiner scheint in dem Punkt einfach ein Magier zu sein. Auch wie er Chor und Orchester an diesem Abend mit unglaublicher Energie wirklich über alle scheinbaren Grenzen hinwegführte, war beeindruckend. Da gibt es die leisen Stellen, z.B. im „Et incarnatus est“ oder im „Crucifixus“ – ich habe noch nie einen Chor mit einer solchen Intensität leise singen hören. Man musste wirklich alle Antennen aufstellen.Es war extrem berührend. Und natürlich die lebhaften Stücke „Cum sanctu spiritu“ oder „Et resurrexit“ z.B., die mit einer solchen Energie in den Raum geschleudert wurden, dass es schier erdrückend wurde. „Laudamus te“ – Lebensfreude pur. „Quoniam tu solus sanctus“ – was für ein Groove. Das gilt eigentlich für den ganzen Abend. Bach’s Musik swingte regelrecht. Die meiste Gänsehaut hatte ich bei der Schlussfuge (Dona nobis pacem). Auch das hatte ich noch nie gehört. Ein solches Crescendo, das wirklich von der ersten Note bis ganz zum Schluss dauerte. Eine Spannung lag über der ganzen Kirche, die wirklich fühlbar war und sich erst bei den letzten Tönen, als die Musiker endlich im Fortissimo schwelgen und die Zuhörer ausatmen durften. Amen – so ist es.

Renvoierter Kaiserdom-Königslutter Innenansicht

Es war kein perfekter Abend. Gott sei Dank nicht, sonst wäre es nicht zum Aushalten gewesen. Und für mich war es auch nicht wichtig. Geblieben ist dieses Gefühl, magische Momente erlebt zu haben, ein Klingen und Schwingen in mir, das hoffentlich noch lange bleibt. Ich habe dieses Jahr schon wirklich herausragende, inspirierende Konzerte gehört und ich weiß nicht, was nocht kommt – aber das dieses der Höhepunkt des Jahres war (musikalisch natürlich nur) – da bin ich mir absolut sicher.

Sir J.E. Gardiner - h-Moll-Messe BWV 232 im Kaiserdom Königslutter-Schlussaupplaus

Freut Euch auf Leipzig, Frankfurt, Dortmund

Barbara

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Dann noch ein Radio-Tipp: an Himmelfahrt wird

am 13. Mai 2010 bei NDR-Kultur um 20 Uhr bis 22:30 Uhr eine Aufzeichnung des Konzertes vom 7. Mai 2010 aus dem Kaiserdom-Königslutter zu hören sein.
Soli Deo Gloria – Feste Alter Musik im Braunschweiger Land
Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll für Soli, Chor und Orchester BWV 232
Monteverdi Choir London mit Solisten
English Baroque Soloists / Ltg.: John Eliot Gardiner
Aufzeichnung vom 7.5.2010 im Dom Königslutter

Link: zum Livestream von NDR-Kultur im Internet

http://www.ndrkultur.de/livestream154.html

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Einführung in die  H-Moll-Messe BWV 232

Link: Einführung in das BWV 232 H-Moll-Messe

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Eine Rezension/Kritik der Braunschweiger Zeitung vom 10.5.2010 füge ich im PDF-Format bei.

PDF-Link: Rezension Braunschweiger Zeitung

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Rezensionen/Kritik  von „Frankfurter Zeitungen“ vom Konzert in der Alten Oper am 14.5.2010:

Link-Angaben:

a.) http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=2651824

b.)  http://www.op-online.de/nachrichten/kultur/musikalischer-intensivkurs-glauben-765082.html

c.)  http://www.echo-online.de/freizeit/kunstkultur/musik/Das-Allerheiligste;art641,889065

d.)  http://www.fnp.de/fnp/welt/kultur/demuetige-verbeugung-vor-dem-gewaltigen-werk_rmn01.c.7694873.de.html

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YouTube Video Gardiner + EBS-MonteverdiChoir Probe in Prag:

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zugefügt von @Volker/admin am 10. und 18.5.2010

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Virtuose Barockmusik am 30.4.2010 in der Matin-Luther-Kirche Detmold


Martin-Luther-Kirche Detmold

Am kommenden Freitag, 30. April 2010, kommt um 19.30 Uhr einer der experimentierfreudigsten Komponisten der vergangenen Jahrhunderte „zu Ton“: Antonio Vivaldi.

In der Detmolder Martin-Luther-Kirche erklingen Vivaldis Konzerte für Fagott, Harfe, Orgel, Violine und Streicher.

Diese Konzerte sind besonders selten zu hören, denn sie enthalten den Part einer konzertierenden Orgel – was sie für viele Konzertveranstalter besonders aufwendig macht. Die Studierenden der Orgelklasse Prof. Prof. Tomasz A. Nowak von der Detmolder Musikhochschule stellen sich dieser Aufgabe zusammen mit den Kommilitonen Miriam Schmaderer (Violine), Hanna Rabe (Harfe) sowie  Constantin Gerstein (Fagott) und werden durch das Programm führen.

Die neue Paschen-Orgel in der Martin-Luther-Kirche Detmold

Der Eintritt ist frei.

Antonio Vivaldi hinterließ Opern, Oratorien, Kammermusik und fast 500 Konzerte für verschiedene Besetzungen. Seine Musik hat ihm zu seinen Lebenszeiten europaweiten Ruhm gebracht und eine ganze Generation von Komponisten beeinflusst. Unter anderen hat Johann Sebastian Bach die Konzerte des venezianischen Meisters genau studiert und einige von ihnen für Cembalo oder Orgel bearbeitet. Vivaldi bevorzugte in den meisten seiner Concerti die Violine als Soloinstrument.

Ein Konzert-Highlight für OWL.

Grüße

Volker

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Geistliche Chormusik u.a. vom Bückeburger Bach – Johann Christoph Friedrich Bach


Bückeburger Bach - Johann Christoph Friedrich Bach

Vorgestern erhielt ich die CD mit „Geistlicher Musik der Bach-Familie“ darin enthalten von dem Bückeburger Bach „Johann Christoph Friedrich Bach“eine Motette es ist eine filigrane CD vom Label: Conventus Musicus – in 1992 veröffentlicht, und möchte sie unbedingt weiterempfehlen.

Auf der CD ist u.a. die dreiteilige Motette: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ vom Bückeburger Bach  enthalten und entstand im Jahr 1780 oder 1781 in Bückeburg. Es ist eine vierstimmige Motette und entwickelt sich aus dem aufsteigenden Dreiklang des „Wachet auf“ eine kunstvoll-virtuos gearbeitete Introduktion. Den Hauptteil des Satzes bildet eine Choralbearbeitung nach dem Vorbild der alten thüringischen Cantus-firmus-Motette, mit der Liedmelodie im Sopran, bevor am Ende des Satzes die Introduktion in verkürzter Form noch einmal zurückkehrt. Beinahe unverändert übernimmt Johann Christoph Friedrich nun den Schlusschoral im 3. Satz aus der Kantate BWV 140 seines Vaters und führt die Schlußzeile „des sind wir froh…“ in einem eigenen freien Fugato weiter, ohne jedoch die tonale Grundebene noch einmal zu verlassen.

Cover: Bach-Familie Geistliche Musik

CD-Inhalt:

Bach, Johann Christoph (1642-1703) • Sei getreu bis in den Tod
Bach, Joh. Christoph Friedrich (1732-1795) • Wachet auf, ruft uns die Stimme!
Bach, Johann Michael (1648-1694) • Sei, lieber Tag, willkommen (zu Neujahr)
Bach, Johann Michael • Unser Leben währet siebenzig Jahr
Bach, Johann Christoph • Ich lasse dich nicht
Bach, Johann Sebastian (1685-1750) • Kyrie eleison, Christe du Lamm Gottes BWV 233a F-dur
Homilius, Gottfried August (1714-1785) • Der Herr ist mein Hirte
Ich will den Herren loben allezeit • Sehet, welch eine Liebe
Selig sind die Toten • Unser Vater in dem Himmel

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Bestell-Nr.:

CD CM 1030   für  Euro 12,90 zuzüglich 3 Euro für Versand.

Bestellungen bitte direkt an:
Conventus-Musicus
Postfach 68
97335 Dettelbach

Tel.: 09321-9243986

oder per
E-Mail:

cm@conventus-musicus.de

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Symbol für eine Hörprobe

Eine Hörprobe von Johann Christoph Friedrich Bach (Bückeburger Bach) Satz drei „Gloria sei dir gesungen“ aus der Motette: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ füge ich nachstehend bei:

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Impressionen zur Vokalgruppe „IL CONCERTO PICCOLO München, zur Vergrößerung in das Foto klicken:

Historie zu IL Concerto Piccolo

Besetzungsliste von Il concerto ciccolo München

Ensemble Il concerto piccolo München während der Aufnahme in München

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Ich möchte allen noch einmal zur Erinnerung den Beitrag; „Auf den Spuren des Bückeburger Bach – Johann-Christian-Friedrich Bach“  – hinweisen.

Link:  https://meinhardo.wordpress.com/2009/09/25/auf-den-spuren-des-buckeburger-bach-johann-christoph-friedrich-bach/

Grüße

Volker

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„Ein Lieblingsjünger der Musik“ Karl Richter in München


Für uns Ältere war Karl Richter der Bach-Interpret schlechthin.

Dirigent und Bach-Interpret: Karl Richter

Karl Richter kam im Jahr 1951 als Thomas-Organist von der Thomaskirche in Leipzig in das katholische München und eroberte mit seinen spektakulären Bach-Aufführungen nicht nur das Münchener Publikum sondern war in den 60er bis 70er Jahren der ungekrönte Meister-Interpret für die barocke Wiedergabe der alten Meister.

Anerkennung fand er im In- und Ausland für seine Interpretationen und gründete den Münchener Bach-Chor und sein Münchener-Bach-Orchester.

Programm: Thomaskirche in Leipzig - Thomas-Organist Karl Richter in 1950

Als ein begnadeter Orgelspieler und bekennender Bach-Interpret waren seine Aufführungen mehr als spektakulär und beglückten ein dankbares Publikum. Seine Orgelabenden in der Markus-Kirche München waren Kult.

Bach-Interpret an der Orgel: Karl Richter

Seit seinem plötzlichen Tod am 15.2.1981 im Alter von nur 54 Jahren, entstand eine große Lücke in der Bach-Tradition und konnte nur schwer geschlossen werden. Der beginnenden historischen Aufführungs-Praxis fand in ihn keinen Befürworter und pflegte die „Mitteldeutsche Sächsische-Bach-Tradition“ weiterhin.

Ein nennenswerter Artikel über Karl Richter ist in der Zeitschrift „Crescendo“ erschienen und füge den Artikel als PDF bei.

PDF-Artikel: Crescendo-Blog-Karl Richter

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Wer gezielt weitere Informationen über Karl Richter in Erfahrung bringen möchte, dem empfehle ich folgende Blog-Seite.

Link: http://karlrichtermunich.blogspot.com/

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Videos über Karl Richter – eine  Trilogie – Zeitzeugen berichten…!!

Videos von Karl Richter auf  YouTube:

http://www.youtube.com/watch?v=fugN11srdG0

http://www.youtube.com/watch?v=pqdauo-kqJI

http://www.youtube.com/watch?v=2GaS1rwSQ-c

http://www.youtube.com/watch?v=Lggf6nRcM3U

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Nostalgischen Passions-Einspielungen ( 10 CDs für 20,99 € ) als Cassette bei Amazon können über meine Partnerseite bestellt werden. Hervorragende Gesangs-Solisten während der Richter-Ära sind zu genießen und sind für Nostalgie-Kenner ein Genuss der Einmaligkeit und das zu einem Spitzenpreis..!!

Link:  – h i e r  – klicken..!!

Grüsse

Volker

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TV TIP : Mein Name ist Bach


Nacht von Sonntag (28.03.) auf Montag (29.03.)    0.05 ARD

Film – Mein Name ist Bach

Im Mai 1747 fährt der alternde und vom erblinden bedrohte J.S. Bach nach Potsdam zur Taufe seines ersten Enkels. Der junge König Friedrich II. von Preußen bestellt ihn gleich am ersten Abend aufs Schloss und fordert ihn auf, eine Fuge über eine von ihm (dem König) vorgegebene Melodie zu improvisieren. Bach lehnt ab, aber die Melodie beschäftigt ihn. Es kommt zu weiteren Begegnungen, die erst von Machtspielen geprägt sind. Dann merkt Bach, dass Friedrich in ihm den idealen Vater zu finden hofft, den er selbst nie hatte. Friedrichs jüngere Schwester Amalie verliebt sich unstandesgemäß in den rebellischen Friedemann Bach. Bachs Söhne haben mit dem Patriarchenvater zu kämpfen. Und am Ende der turbulenten Woche hat Bach dann doch die Fuge komponiert.

Meine Eindrücke vom wiedereröffneten Bach-Museum Leipzig


Liebe Bach-Freunde!

Eingestimmt durch einen wunderbaren Gottesdienst, der sich wie immer in der Thomaskirche durch eine reichhaltige lutherische Liturgie auszeichnete, konnte ich nach dem Besuch des Bundespräsidenten das neu-alte Bach-Museum endlich erkunden. Doch zuerst wurde noch eine große Geburtstagstorte hereingetragen und es steigerte sich die Spannung auch noch zusätzlich dadurch, dass der Stellvertretender des Thomaskantors im Innenhof einen mehrzeiligen Geburtstagskanon mit uns einübte.

Eröffnung Bach-Museum durch den Bundespräsidenten Horst Köhler

Natürlich konnten die Kuratoren des Museums nicht drumherum, Bach auch ‚interaktiv‘ und ‚medial‘ zu präsentieren und ‚aufzuarbeiten‘. So konnte man im ersten Raum an einem ‚digitalen Wühltisch‘ Bach-Dokumente für sich zusammenstellen, ordnen und vergrößern.  Weiter oben hingen Orgelpfeiffen von der Decke, die beim Berühren mit dem Ohr Bach-Melodien tief in dich hineinsummten. Nebenan konnte man Bach-Choräle in bestimmten Instrumentierungen zum besseren Verständnis herausstreichen.

Und stundenlang konnte man in der Hörbar Bach-Werke aufsuchen und selbst bestimmen, was aus dem gesammten Bach-Werke-Verzeichnis jetzt für mich erklingen sollte. Wie der Titel eines in unserem Blog schon besprochenen Bach-Taschenbuchs konnte ich sagen: „Bach und ich.“ Er entsteht jetzt durch mich neu!!.

Die alte Thomasschule zu J.S. Bach's Zeiten als Modell

Irritiert kehrte ich zurück in die sog.Schatzkammer: Wichtige Orthographe von Bach-Kantaten und Bestallungsurkunde stellten fest: Bach gehört zu den Grundlagen unserer Kultur. Nach drei Stunden konzentriertem Aufnehmens bin ich dann fast ‚bach-trunken‘ auf den Thomas-Kirchhof getorkelt. Auf dem Weg in mein Schlafquartier fragte ich mich: Was hat Dich denn jetzt wirklich berührt?

Gut-, das man Abstand gewinnen kann. Also zunächst zurück zum Gottesdienst für den Sonntag Judika mit dem Thema ‚Maria Verkündigung‘. Bach geht ja in seiner Kantate zu diesem Sonntag BWV 1 mit keinem Ton oder Wort auf die biolgischen Verwirnisse einer Jungfrauengeburt ein. Er konzentriert sich auf das Wunder, das bei Gott alles möglich ist. So will Bach  den hellen Schein des Morgensterns darzustellen. In diesem Licht verändern sich die an den Menschen gebundenen Normalitäten und erleuchten das Wesentliche: Gott geht aus vom Unscheinbaren, Nicht-Verständlichen. Pfr. Wolff hatte diese Botschaft des Predigttexts und der Kantate prägnat und nicht zu lang ausufernd den Hörern vermittelt.

Weiter zurück dann in den Innenhof des Bose-Hauses. Was standen da für merkwürdige weiße Schiebekarren herum. Kinder probierten sich daran und zeigten es uns Erwachsenen: ‚Presto – Largo – Andante … (vgl.Bild) . Bach-Melodien wurden durch die eigene kindliche Schubkraft schneller oder langsamer zum Erklingen gebracht. Mir dämmerte es: Bach selbst, der 14 Kinder sein eigen nannte, mußte doch in seinem Museum des Jahres 2010 auch mit Kinder anregenden ‚Musikmöbeln‘ vertreten sein‘. Und  so hatten es die Kuratoren auch vorgesehen. Der Lernerfolg stelle sich dann bei mir dann so ein:

Im Bach-Museum melodische Kinder-Schubkarren Presto - Largo - Andante

Erst meine eigene Anstrengung ermöglicht es mir, Bach-Töne aufzunehmen und  in mir selbst zu interpretieren uns für mich wirken zu lassen.

Musikalischer Schubkarren im Bach-Museum

Mit diesem ‚Lernerfolg‘ ging ich dann weiter im Museum herum. Beeindruckt hat mich die Rekonstruktion der abgerissenen Thomasschule und eine alte Fotografie der Komponier-Stube des Thomaskantors.

In welchen kümmerliche Verhältnissen mußte sich Bach immer wieder neu auf die wöchentlich neue Aufgabe konzentrieren:  jede Woche ein Meisterwerk!

Altes Foto: Die Komponierstube von J.S. Bach

Zum Schluss: was fehlte an der Bach-Repräsentation? Wie bereits festgestellt, verließ ich ganz ‚bach-trunken‘ das neue Bach-Domiziel. Doch ich merkte:  wenn  man den Bach-Virus nicht in sich trägt, bleiben alle medialen Kunststücke l’art pour l’art. Darum bleibt es unsere Aufgabe, die auch ohne große musikalische Kenntnisse gut nachvollziehbare bachische Sprache und Vorstellungswelt zu vermitteln, die ja versucht, das Unvorstellbare und Geheimnisvolle, aber uns Verheißene  auszudrücken.

Immer wieder werden sich Kinder und Erwachsene danach sehnen, das unbestimmter Gefühl nach Gott und irdischer Ordnung Gestalt werden zu lassen.  Im Leipziger Bach-Haus finden sich dazu vielfältige Anregungen. Gerne war ich bei der Eröffnung dabei.

Gruß

@Wolfgang

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Allseits Begeisterung – Bach-Museum Leipzig am 20.März 2010 eröffnet


Hallo Bachfreunde,

Bach-Museum Leipzig Wiedereröffnung

überall ist Begeisterung zu verspüren, denn das nach zweijähriger Umbauphase für 7 Mill. € wiedereröffnete Bach-Museum und Bach-Archiv in Leipzig kann mit spektakulären Neuigkeiten aufwarten.

Besucher konnten sich am ersten Öffnungstag kostenlos in der ebenfalls neu konzipierten Ausstellung über Leben und Wirken des berühmtesten Leipziger Thomaskantors informieren.

Neueröffnung Bach-Museum und Bach-Archiv in Leipzig

Am gestrigen Sonntag, 21. März 2010, zum 325. Geburtstag von J.S. Bach, kam Bundespräsident Horst Köhler zum Festakt in das Rathaus von Leipzig und wurde mit einer Motette von dem Thomaner Chor empfangen. Anschließend begaben sie sich zu Ehren des Komponisten ins Bach-Museum (ehemalige Bose-Haus) nahe der benachbarten Thomaskirche. Köhler würdigte die Leipziger Forschungsstätte als „kulturellen Leuchtturm“ in Deutschland. Bei der Arbeit des Archivs gehe es um den „Erhalt des kulturellen Gedächtnisses der Nation“, erklärte Köhler bei einem Besuch.

Zwei Videos nachstehend zur Eröffnung  des Bach-Museums am 20/21. März 2010:

Beim Starten des 1. YouTube-Videos einen kleinen Zeitraum warten, der Anfang ist total schwarz aber nach ein paar Sekunden startet das Video normal weiter, schein wohl eine kleine Macke zu haben..!!

Fehler
Dieses Video existiert nicht

Weitere Link-Angaben zu Video-Beiträgen des MDR

Link: http://www.mdr.de/sachsenspiegel/7185048.html

Link: http://www.mdr.de/sachsen/7184118.html

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Historische Orgel im neuen Bach-Museum Leipzig

Historische Orgel im neuen Bach-Museum Leipzig

Per Knopfdruck - historische Instrumente erklingen im Bach-Museum

Visuelle Bach-Kompositionen im Bach-Museum

Visuelle Bach-Kompositionen im Bach-Museum

Zu den neuen Exponaten zählen unter anderem der Spieltisch der Leipziger Johanniskirchorgel und Relikte aus dem vermuteten Bach-Grab. In der neuen „Schatzkammer“, einem Teil des Anbaus, werden unter anderem drei Autographe Bachs aus dem eigenen Archiv gezeigt. In einem anderen Teil wird es etwa alle sechs Monate eine neue Sonderausstellung geben. Den Beginn macht die Präsentation „Meisterwerke im Wochentakt“ über die „unheimliche Produktivität“ Bachs beim Komponieren von Kantaten in seinem ersten Jahr als Thomaskantor. Ebenfalls erweitert wurde die Fläche für das Bach-Archiv, das historische Dokumente rund um Leben und Schaffen des Komponisten beherbergt. Der Forschungs- und Dokumentationsstätte steht mit insgesamt 3.000 Quadratmetern künftig ein Drittel mehr Raum zur Verfügung.

Ich freue mich riesig darauf während des Bachfestes 2010 diese neue Highlight-Stätte über J.S. Bach besuchen zu können. Einen Vorgeschmack davon hat @Wolfgang während seines Berlin-Leipzig-Besuches wohl erfahren dürfen und wird uns darüber etwas berichten.

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Adresse

Bach-Museum Leipzig
Thomaskirchhof 15/16
04109 Leipzig

Öffnungszeiten ab 20.03.2010

Dienstag bis Sonntag:
10:00–18:00 Uhr

Öffnungszeiten während des Bachfestes 2010

11. bis 20. Juni 2010:
täglich 10:00–20:00 Uhr

Eintrittspreise:

Erwachsene: 6,00 € / ermäßigt: 4,00 €
Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: frei
Gruppen (ab 10 Personen): 5,00 € pro Person
Jahreskarte: 15,00 € (nicht übertragbar)

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Mit herzlichen Bach-Grüssen

Volker




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News: Klassische Musik ist die Gewinnerin 2009 – J.S. Bach Rekonstruktion BWV 244a Köthener Trauermusik


Hallo,

News aus der Klassikszene:

Bach-CD's

von vielen ist der Tod vorausgesagt worden, aber die „Klassische Musik“ lebt weiter und das mit überragenden Verkaufszahlen in 2009. Sowohl beim Umsatz wie auch beim Absatz konnten Klassik-Produkte zweistellige Zuwachsraten verbuchen.Das gab der Bundesverband Musikindustrie e.V. (BVMI) in Berlin bekannt. In einem insgesamt leicht rückläufigen Musikmarkt stieg der Umsatz mit klassischer Musik um 10 Prozent von 108 auf 119 Millionen Euro.

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J.S. Bach Köthener Trauermusik BWV 244a – Rekonstruktion:

J.S. Bach

Eine eigentlich verlorene, 1729 entstandene Bach’sche Begräbniskantate, komponiert von J.S. Bach aufgrund des Todes vom  Fürsten Leopold  von Anhalt-Köthen im November 1728 – erlebt eine Wiederaufführung als Rekonstruktion. Es entstand die Köthener Trauermusik (BWV 244a), von der heute bis auf das Libretto allein die Begeisterung des ersten Bachbiographen Johann Nikolaus Forkel geblieben ist, dem letzten Besitzer der Partitur. Letztere verschwindet nach Forkels Tod spurlos.

Nun erfährt nach einer Rekonstruktionsgeschichte von einhundertvierzig Jahren eine bewegende Wiederaufführung. Schauplatz: Kammermusiksaal im Deutschlandfunk, Forum Alte Musik.

Das klingende Ergebnis war verblüffend. Nichts erinnerte in dieser inspirierten Aufführung an das grob Technische einer „Rekonstruktion“. Wer befürchtet hatte, im Kammermusiksaal des Deutschlandfunk einem Bach-Gerippe zu begegnen, das wie zur vorgerückten Geisterstunde an Fäden gezogen zum Laufen gebracht werden würde, sah sich angenehm überrascht. Alles, was Wolfgang Katschner seiner Lautten Compagney und der durch vier Solisten von Theatre of Voices verstärkten Capella Angelica entlockte, war aus Fleisch und Blut, hatte Stil und Charakter. +)

Davon gibt es einen Konzertmittschnitt beim Deutschlandfunk am 30.03.2010 um 21:05 Uhr.

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Grüsse

Volker

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+) Textauszüge nmz

Gescheiterte Versuche einer Rekonstruktion – J.S. Bach und die Markus Passion? – Konzert in der Herrenhäuser Kirche


Hallo Bachfreunde!

„Rede vom toten Markus-Passions-Gebäude herab‘: Die Bach-Passion, die es nicht gibt.

Viele Bach-Experten, von  Smend über Hellmann bis zu dem in unserer Gemeinde lebenden Prof. J.Koch haben sich die Frage gestellt: wie ist der aufgrund des Markus-Evangeliums gedichtete Passions-Text  des Leipzigers Henrici  musikalisch so zu unterlegen, dass er Bach-Dignität erreicht. Da die ‚Orginalvertonung‘ fehlt, wird alles neu belebt, was vor 1731 in weltlichen Werken entstanden war und im Parodie-Verfahren von Bach herangezogen hätte werden können. Fragen waren auch: was passt vom Versmaß; was war der damaligen Leipziger Gemeinde von Bach-Chören/Arien noch unbekannt.

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Kantorei Herrenhausen J.S. Bach Markus Passion

Kantorei Herrenhausen J.S. Bach Markus Passion

Am Samstag, 13.3.2010  – durfte ich mit Volker zusammen eine  verdienstvolle Aufführung der „Herrenhauser Kantorei“ erleben, in der ein Zeitgenosse Bach’s zur ‚Amtshilfe‘ herangezogen wurde: Reinhard Keiser, Hamburger Opernhaus-Direktor und Bach’s Freund. Gewiss war es für uns ein gelungener Abend. In der beeindruckenden Jugendstil-Kirche trat eine ‚wohlbestallte Kirchenmusik‘ auf.

Camerata Instrumentale Hannover - Chor: Kantorei Herrenhausen

von links: Evangelist Jens Zumbült, Tenor - Dieter Goffing, Bass - Goetz Phillip Körner, Tenor

Gesangs-Solisten von links: Götz Philip Körner, Tenor, - Jens Zumbült, Tenor-Evangelist, - Meinhard Dollansky, Countertenor, - Ester Mertel, Sopran

Im sonst ausgewogenen Vokalquintett blieb nur der (wahrscheinlich) indisponierte Countertenor Meinhard Dollansky unter Niveau, der Chor bestand seine Sache gut. Im Eingangs- und Schlusschor-, entnommen aus der Trauerode BWV 198,   wurde ich sogleich zu einem mir gewohnten Bach-Stil geführt. In den Chorälen war noch viel Bach-Wärme enthalten. In den Rezitativen, Dialogen und Turbae-Chören kam dann ein ABSTURZ.

Warum das Ganze?

Nur weil im Nekrolog und nach Berichten eines Bach-Sohns  von fünf Passionen  berichtet wird, sucht die Fachwelt seit Smend eine anscheinend verlorene ‚Passions-Musik Bach‘s auf Markus‘  zu rekonstruieren. Wir kennen aus dieser Annahme keine Note, besitzen lediglich ein Textbuch einer „Passionsmusik nach dem Evangelisten Marco“. Dies Text-Gedicht stammt von Bachs Librettisten Christian Friedrich Henrici (alias Picander) und findet sich in dessen „Ernst-, Scherzhafften und Satyrischen Gedichten“ von 1732. Als Aufführungsdatum teilt Picander den Karfreitag 1731 mit.  Festzuhalten ist: da kennen wir einen Textdichter, den Bach immer zuerst in seinem Sinne bearbeitet hat-, mehr noch: durch Bach erst wurde der Gelegenheitsdichter Henrici, der im Hauptberuf Postobersekretär war, aufgewertet als Librettist vieler Leipziger Kantaten und Passionen. Bach’s Zusammenarbeit mit Henrici ging aber nur, weil  Bach immer glättend und akzentuierend eingegriffen hat. Schwülstigkeiten oder nicht in Bach’s Theologie passende Ausdrücke wurden gestrichen.

Wenn ich am Libretto Picander’s entlang gehe, fallen mir doch einige ‚Wortungetüme‘ und Defizite auf, die ich aus Bach’s anderen Werken nicht kenne. Sie klingen fremd und entsprechen nach meiner Kenntnis nicht Bach’scher Passionsdeutung.

a)  Der Passions-Bericht: Da der Markus-Text festlag, kann ich im Markus-Bericht selbst keine Textkritik üben. Meine Kritik gilt nur den Rezitativen und freien Dichtungen. Zur Vertonung dieser bezog  man sich wie gesagt in der Herrenhäuser Auführung auf den zeitgenössischen und von Bach geschätzen Opernkomponist Reinhard Keiser. Keiser vertont aber die Rezitative völlig undramatisch und verzichtet auf die für Bach so typische Tonsprache. Bereits Bachs Zeitgenosse, der Musikkritiker Mattheson, stellte diese Tonsprache als Bach’s Spezifikum dar. Er urteilte: „Bachs Musik ist nichts anderes als Tonsprache oder Klangrede.“ Um  so mehr fällt dann auf, dass die Christusworte mit den Streichern grundiert sind.

Jetzt klingt Christus zwar nach Bach, aber es fehlt immer noch z.B. das ‚hoheitsvolle‘, das z.B.den Christus der Johannespassion so unverwechselbar macht.  Auch die sog. Turbae-Chöre lagen ja textlich fest, sind aber als Äußerungen der Volksmenge äußerst knapp und instrumental schwach unterlegt. Es fehlen die ‚Affekte‘, die gerade in den Volkschören unbedingt gebraucht werden. Am ehesten konnte noch der Chor Nr. 30 dies bringen. Dieser etwas ‚gebremste‘ Turbae erinnerte mich an die ‚Glashütter Passion‘ eines Anonymus aus der Nach-Schütz-Zeit.

b)    Vgl. nochmal den Text des Markus-Gedichts: http://www.emmaus.de/ingos_texte/markus_txt.html

c)    Die freien Dichtungen:

Chor 1: ‚Geh Jesu, geh zu Deiner Pein. =  zu platt !

Arie (Alt) Nr.7: Mein Heiland, dich vergess ich nicht! = rührend !

Choral 9:  ‚… bessre bald Dein Leben‘ =  simple Vertröstung !

Choral 11: ‚Es wird noch alles werden gut…‘ = Billig !

Arie (Sopran 13) Formulierung ‚er ist vorhanden‘ =  kein Bach-Begriff !

Choral 18+21+23: Passt genau! Wie auf einer Insel der Seligen, flüchte ich mich auf diese Bach-Choräle.

Choral 27: ‚Menschenkraft‘ = kein Bach-Begriff !

Arie (Sopran) 33: ‚Welt und Himmel nehmt zu Ohren, Jesus schreit überlaut …‘: 1. ‚nehmt zu Ohren‘, habe ich sonst nie in einem Bach-Text gehört, 2. ‚überlaut‘ ist so eine platte Formulierung. Dass Jesu Schreien am Kreuz mit ‚überlaut‘ ausgedrückt wird, finde ich bei Bach sonst nicht.

Schlußchor 37: ‚Grab und Leichenstein‘ sind aus Schlusschor Matthäus-Passion (Text ja auch von Picander) bekannt. Diese beiden Begriffe werden aber nie mit ‚ ich will mich bei Jesu weiden‘ (Vorstellung von Jesu=Hirte – Mensch=Schaf) verknüpft. Von ‚Grabschrift‘ ist bei Bach auch nie die Rede. Man kann an die frühe (1713 ?) Weimarer Kantate BWV 63 ‚Christen ätzet diesen Tag in Metall und Marmorsteine‘ denken, in der als Librettist ein Pfarrer aus Halle vermutet (vgl. Dürr, Kantaten S.108).  Nachdem der ‚reife‘ Bach aber in Leipzig Kirchenmusiker ist und im Anstellungsvertrag die Konkordienformel unterschrieben hatte (= Theolog. Charta, die den luth-reformat.Glauben zusammenfasst), muss Bach lutherisch im Sinne der ‚Freiheit eines Christenmenschen‘ gedacht haben: Jesu Schicksal soll nicht ‚eingemeißelt‘ werden, sondern ist eher dem ‚ängstlichen Gewissen‘ zu empfehlen, das es in Freiheit annimmt oder eben nicht.

Vgl. dazu nochmal in Nr.37 den Schluss des Markus-Gedichts: Bei deinem Grab und Leichenstein will ich mich stets, mein Jesu, weiden, und über dein verdienstlich Leiden von Herzen froh und dankbar sein. Schau, diese Grabschrift sollst du haben: „Mein Leben kömmt aus deinem Tod, hier hab‘ ich meine Sündennot und Jesum selbst in mich begraben.“

Mein Fazit:

Man soll die Markus-Passion des Picander als Sprachgedicht stehen lassen. Die Vertonung-Versuche mit Bach-Parodien sind gescheitert.

Man sollte würdigen, dass Bach auch an den Texten seiner Librettos gearbeitet hat. Erst mit dieser Textarbeit konnte seine authentische Tonsprache entstehen.

Es ist schade, dass einmalige Bach-Arien ( z.B. BWV 54, 1 für Alt) unter Wert ‚recycelt werden‘. Bach’schen Töne sollen einem nichtsagenden Text tragen.

Zugegeben: Da waren in Eingangs- und Schlußchor  Bach-Parodien auch mal annähernd gelungen,  Die Choräle (2 davon aus WO) aus Bach’schen Choralsammlungen hatten mich in der Aufführung oft für vorhergehende ‚Grausamkeiten‘ entschädigt

Letztlich kann ich Bach aber nicht auf die wackelige Grundlage ‚Markus-Passion‘ stellen. Weniger Bach ist oft mehr.

Noch 2 Literaturtipps: Lucia Haselböck, Bach-Textlexikon 2004

Johann Boumann, Musik zur Ehre Gottes, daraus besonder S.44-52,  Die musikalisch-rhetorischen Figuren

Als PDF ist eine Anlistung der Versuche einer Rekonstruktion der Markus Passion von J.S. Bach hinterlegt und einsehbar.

Link: Rekonstruktionen der Markus Passion J.S. Bach

Gruß    @Wolfgang

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Ein Link zu den Fotos der Aufführung J.S. Bach Markus-Passion durch die Kantorei Herrenhausen nachstehend:

Link: http://picasaweb.google.com/meinharderich/JSBachMarkusPassionHerrenhauserKircheAm13032010?authkey=Gv1sRgCKj9h7u4odCPowE&feat=directlink

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Renovierung Bach-Museum Leipzig beendet Neueröffnung am 20. März 2010


Hallo Bach-Freunde!

Neueröffnung Bach-Museum Leipzig - (Grafik Gregor Fuchshuber und Partner)

Am 20. und 21. März 2010, dem Wochenende um Bachs 325. Geburtstag, wird das erweiterte und neu gestaltete Bach-Museum Leipzig eröffnet. Das Festwochenende beginnt mit einem großen Publikumstag am Samstag. Angeboten werden Führungen, Konzerte und ein buntes Programm für die ganze Familie. Im Anschluss an einen Festakt im Alten Rathaus übergibt Bundespräsident Horst Köhler am Sonntag, 21. März 2010 das neue Bach-Museum offiziell an die Besucher. An diesem Tag findet auch die traditionelle Geburtstagsfeier für Bach rund um den Thomaskirchhof statt. Mit dem Geburtstagskonzert in der Thomaskirche klingt das Eröffnungswochenende aus.

Samstag, 20. März 2010

Eröffnung des neuen Bach-Museums // Publikumstag

Programm:

10.00 h // Bach-Museum, Foyer
Begrüßung durch Oberbürgermeister Burkhard Jung

10.00–18.00 h // Bach-Museum, Werkstatt
Bastelangebote für kleine und große Bach-Freunde

11.00 h // Bach-Museum, Sommersaal
»BACH – Szenen eines Lebens.« Ein musikalisches Puppenspiel über das Leben Johann Sebastian Bachs mit dem Arche Nova Theater. Uraufführung.

Meike Kreim (Puppenspielerin) und Frank Schenke (Puppenspieler)
11.00–16.00 h // Bach-Archiv, Bibliothek
Tag der offenen Tür

12.00–12.30 h // Thomaskirchhof
Musik mit dem Bläser-Collegium Leipzig vom Erkerfenster des Bach-Museums

12.00 h / 14.00 h // Bach-Archiv, Bibliothek
Zimelienschau in der Bibliothek mit Kostbarkeiten aus der Sammlung

13.00 h / 14.00 h / 15.00 h / 16.00 h / 17.00 h // Bach-Museum, Sommersaal
Musik mit dem Ensemble Noema

13.30 h /14.30 h / 15.30 h / 16.30 h / 17.30 h // Bach-Museum, Sommersaal
Instrumentenvorstellung mit Cornelia Osterwald

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Sonntag, 21.03.2010 | ab 15:00 Uhr | Bach-Museum geöffnet

Eröffnung des neuen Bach-Museums und 325. Bach-Geburtstag

15.00 h // Thomaskirchhof, Bach-Denkmal (bei Regen: Bach-Museum, Foyer)
»Leipzig gratuliert Bach«
Geburtstagsständchen der Leipziger und Tortenanschnitt.

Anschließend ist das neue Bach-Museum bis 18.00 h für Besucher geöffnet.

15.00–18.00 h // Bach-Museum, Werkstatt
Bastelangebote für kleine und große Bach-Freunde

ACHTUNG: Wegen des Besuchs des Bundespräsidenten öffnet das neue Bach-Museum an diesem Tag erst am Nachmittag.

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Das Thomaskonzert am Sonntag, 21. März 2010 um 17 Uhr in der Thomaskirche ist krönender Abschluss des Festwochenendes, an dem das Neue Bach-Museum eröffnet wird und Leipzig Johann Sebastian Bachs 325. Geburtstag feiert.

Hochkarätig besetzt mit dem Thomanerchor Leipzig, dem Leipziger Barockorchester, Knabensolisten des Thomanerchores, Martin Petzold (Tenor) und Gotthold Schwarz (Bass) unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller erklingen Werke von Bach und Telemann. Die beiden Bach-Kantaten „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ und „Himmelskönig, sei willkommen“ werden umrahmt von Telemanns 71. Psalm „Deus judicium tuum“ und „Jauchzet dem Herrn“ in einer Bachschen Ergänzung. Die besondere Kostbarkeit im Programm ist eine jüngst wiederentdeckte Kantate von Carl Philipp Emanuel Bach: „Ich bin vergnügt mit meinem Stande“, deren originales Aufführungsmaterial von 1725 nun in der Schatzkammer des neuen Bach-Museums ausgestellt ist.

Karten zu 20, 15 und 12 Euro sind im Thomasshop an der Thomaskirche, im Museumsshop des Bach-Museums, an allen – Link: Ticket-Online-Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse erhältlich. Leipzig-Pass-Inhaber erhalten Karten zu 5 Euro an der Abendkasse.

Der Museumsshop des Bach-Museums am Thomaskirchhof 16 hat bereits wieder geöffnet! +)

Informationen: Link: www.bachmuseumleipzig.de

Grüsse

Volker

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+) Text: BachArchiv

Neuveröffentlichungen J.S. Bach Orgelmusik auf meiner Klassikseite auf den Orgelspuren von J.S. Bach


Hallo Orgelfreunde,

Brabant-Orgel in der Johanniskirche Lüneburg hier erhielt J.S.Bach Orgelunterricht von Georg Böhm (1661-1733)

immer wieder faszinieren mich neue Orgelmusik-Veröffentlichungen von J.S. Bach auf  YouTube.

In meinen Orgel-Beiträgen:

Link:    Auf den Orgelspuren von J.S. Bach mit Bild und Textfassung

werde ich eigene Videos mit Orgelmusik von J.S. Bach zu dem oben angeführten Link zu seinen Orgel-Wirkungsstätten in Deutschland entsprechend hinzufügen. Vorab stelle ich ein neues Orgel-Video von mir hier im Blog vor.

Eine Ansammlung mit Fremd-Videos auf  YouTube können auf meiner Playlist-Seite:

Link:  J.S. Bach seine Orgeln in Germany

bei YouTube angesehen werden.

Das neuste Video stelle ich nachstehend einmal vor:

Die Brabant Orgel in St Johannis Lüneburg J.S. Bach BWV 653 „An Wasserflüssen Babylon“

J.S. Bach Orgel BWV 653 „An Wasserflüssen Babylon“

Adam Reinckens Ruf veranlasste den jungen Johann Sebastian Bach während seines Lüneburger Aufenthalts, ihn 1701 in Hamburg zu besuchen, um sich im Orgelspiel bei ihm ausbilden zu lassen. Bach war zutiefst von Johann Adam Reincken’s Improvisationen über den Choral „An Wasserflüssen Babylon“ beeindruckt. Erst 2005 wurde in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek eine eigenhändige Abschrift Bachs aus dieser Zeit von Johann Adam Reincken’s „An Wasserflüssen Babylon“ entdeckt. Wie bekannt, hielt sich J.S. Bach als 15-jähriger in den Jahren 1700 bis 1702 während seines Lüneburg-Aufenthaltes in der Partikularschule des St. Michaelis-Klosters in Lüneburg auf.

In Weimar 2005 in der "Herzogin Anna Amalia Bibliothek" aufgefundene Abschrift: J.S. Bach's Kopie von Adam Reincken's "An Wasserflüssen Babylon"

In Lüneburg wirkte zu Bachs Schulzeit in der Johanniskirche der Organist Georg Böhm (1661-1733). Der aus Thüringen (Hohenkirchen nahe Ohrdruf) stammende Georg Böhm ist ein Schüler des berühmten Hamburger Organisten Johann Adam Reinken (1623-1722) und führte seit 1698 das Organisten-Amt an der St. Johanniskirche in Lüneburg aus. J.S. Bach war sehr beeindruckt von der Größe der Orgel und dem Raumklang, ob er hier ebenfalls die Brabant-Orgel gespielt hat ist mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, da sein Förderer und Freund “Georg Böhm”, von Bach’s Orgel-Spiel sehr angetan war.

Grüße

Volker

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CD-Neuerscheinungen J.S. Bach Johannes- und Matthäus Passion


Hallo Bachfreunde,

es wurden wieder CD-Neueinspielungen von J.S. Bach mit der Johannes Passion und Matthäus Passion in 2010 veröffentlicht. Nachstehend stelle ich sie einzeln vor:

J.S. Bach BWV 244 „Matthäus Passion“ Riccardo Chailly, Gewandhaus-Orchester. Tölzer- und Thomaner Chor. Erscheinungsdatum bei j p c am 5. März 2010 für 24,99 € bis zum 15.4.2010. Danach ist der Bezugspreis: 31,99 Euro.

Cover: Riccardo Chailly Matthäus Passion

Riccardo Chailly hatte es sich im vergangenen Jahr zur Aufgabe gemacht, das Oratorium bestmöglich mit großem Ensemble umzusetzen. Zu seinem Team gehörten nicht nur das Gewandhausorchester, der Thomanerchor und der Tölzer Knabenchor, sondern auch brillante Solisten wie der Bass Hanno Müller-Brachmann mit der Partie des Jesus und sein Kollege Thomas Quasthoff als erster Pontifex. Die Aufführung war ein Erfolg, die Aufnahme nun dokumentiert eine rundum faszinierende Interpretation dieses Säulenwerkes der europäischen Musikgeschichte und setzt die Bach-Reihe Riccardo Chaillys fort, die schließlich im Herbst mit dem „Weihnachtsoratorium“ abgeschlossen wird. +)

Riccardo Chailly interessierte sich, neben dem nahezu vibratofreien Spiel seiner Gewandhausstreicher und den ausgezeichneten Solisten (Christina Landshamer, Marie-Claude Chappuis, Johannes Chum, der vielversprechend klare Tenor Maximilian Schmitt, Thomas Quasthoff und der anfänglich zu opernhafte Hanno Müller-Brachmann) vor allem für die Dramatik der Chöre.

Riccardo Chailly konnte mit beiden Klangkonzepten gut arbeiten, und am Ende vermischten sich die Chöre zu überwältigend intensivem Klanggeschehen, ohne dabei ihrer Individualität beraubt zu sein. Allein dies beweist, wie präzise Chailly, von der Bach’schen Partitur ausgehend, die beiden Originalklangspektren in sich ausformen und zueinander führen konnte. Entsprechend tief beeindruckte das Ergebnis.  1)

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zu beziehen 2 CD‘s bei jpc  mit Hörproben

Link: –  h i e r  –  klicken..!!

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Eine weitere Neuveröffentlichung J.S. Bach BWV 245 „Johannes Passion“ Roy Goodman, King’s College Choir, „College Choir“ Cambridge. Erscheinungsdatum bei Amazon am 26. Februar 2010 für 23,99 € für zwei Audio-CD’s.

Cover: Roy Goodman Johannes Passion

Mitwirkende:

John Mark Ainsley: Evangelist
Stephen Richardson: Christus
Catherine Bott: Soprano
Michael Chance: Alto
Paul Agnew: Tenor
Stephen Varcoe: Bass / Pilatus

King’s College Choir, „College Choir“ Cambridge
The Brandenburg Consort. (leader: Roy Goodman)
Stephen Cleobury, conductor

Recorded at: King’s College Chapel, Cambridge.

Zwei Audio-CD’s bei Amazon sind über meine Partnerseite zu beziehen:

Link: –  h i e r  – klicken..!!

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Uns ist der Leiter dieser Aufnahme „Roy Goodman“ aus dem Bach-Konzert in St. Michaelis Hildesheim noch in allerbester Erinnerung, ein Spezialist für die historische Aufführungspraxis und großer Bach-Kenner legt hier eine Einspielung der Johannes Passion, BWV 245 vor, die er mit seinem gegründeten Orchester (The Brandenburg Consort) – eingespielt hat. Sehr bekannte Gesangs-Solisten aus der Gardiner SDG-Riege (Bach Cantata Pilgrimage 2000-Tour):

Michael Chance: Alto
Paul Agnew: Tenor
Stephen Varcoe: Bass

sind hier zu hören und erzielen unter der Mitwirkung des vorzüglichen King’s College Choir, Cambridge, eine hervorragende Einspielung..!!

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Neuveröffentlichung als Cassette ab März 2010 Passionsmusik mit Karl Richter.

Der unvergessene und legendäre Bach-Interpret: „Karl Richter“ wird mit einer Neuveröffentlichung seiner eingespielten Passionsmusik in Erinnerung zurück gerufen:

Cassette: 10 CD's Karl Richter J.S.Bach Passionsmusik

Diese nostalgischen Passions-Einspielungen ( 10 CDs für 20,99 € ) als Cassette bei Amazon können über meine Partnerseite bestellt werden. Hervorragende Gesangs-Solisten während der Richter-Ära sind zu genießen und sind für Nostalgie-Kenner ein Genuss der Einmaligkeit und das zu einem Spitzenpreis..!!

Link:  – h i e r  – klicken..!!

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Herzliche Grüße aus dem verschneiten OWL

Volker



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+) Text: KlassikAkzente

1) Textauszüge: nmz

Meine Vorschläge zum MDR Musiksommer 2010 – Johann Sebastian Bach und seine Städte


Divi Blasi Kirche Mühlhausen

Johann Sebastian Bach : Porträt von Elias Gottlob Haußmann, Leipzig 1748

Hallo,

wie im vergangenem Jahr stelle ich bemerkenswerte Konzerte im Rahmen des “MDR-Musiksommers 2010″ – aus der Reihe “Johann Sebastian Bach und seine Städte – vor, hier einige Auszüge aus den PDF-Angaben vom MDR. Aber zu beachten ist auch das übrige PDF-Programm vom MDR-Musiksommer, u.a. mit Andris Nelsons mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra am 13. August in Weimar,The  King’s Singers, Calmus-Ensemble – ich könnte mit der Zunge schnalzen, was für fantastische Konzert-Programme und das an historischen Stätten – mein Urlaub könnte in Mitteldeutschland stattfinden, die Preise sind so human, da kann ich dem MDR zur Preisgestaltung nur gratulieren, wunderbar..!!

PDF Programm

Link: Zum PDF-Programm MDR-Musiksommer 2010

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Alle Angaben und Rechte bei:

© 2010 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Stand: 28.02.2010
ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN !!

KARTENBESTELLUNGEN- teilweise Online möglich –

siehe in den einzelnen Ankündigungen.

Bei allen Fragen rund um die Kartenbestellung stehen Ihnen die
Mitarbeiter der MDR Ticket-Galerie Leipzig gern zur Verfügung.

MDR Ticket-Galerie
Hainstraße 1 | 04109 Leipzig

Montag-Freitag | 9.00 – 20.00 Uhr –

Telefon: 0341.14 14 14

Samstag | 10.00 – 16.00 Uhr

Telefax: 0341.14 14 121

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MDR: von Eisenach bis Leipzig laden wir Sie ein, den Spuren des großen Thomaskantors nachzufolgen. Dafür haben wir bedeutende Interpreten eingeladen, die Werke von Johann Sebastian Bach auf barockem oder modernem Instrumentarium an den authentischen Spielorten darbringen. Eine Reise über einige Tage, die immer wieder neue Aspekte birgt.


ENSEMBLE 1700
Europäische Kammermusik des 17. und 18. Jahrhunderts präsentiert in einem abwechslungsreichen, lebendigen und reizvollen Blockflötenkonzert von Dorothee Oberlinger und dem Ensemble 1700.

Eisenach, Georgenkirche am 18.07.2010 um 17:00 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online-Buchung..!!

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LEIPZIGER CONCERT & CALMUS ENSEMBLE

:
In diesem Konzert werden Werke von Wolfgang Amadeus Mozart vorgestellt, ergänzt durch Lieder aus Schemellis Gesangbuch von Johann Sebastian Bach.

Bachkirche Arnstadt

Arnstadt, Bachkirche am 20.07.2010 um 19:30 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online-Buchung..!!

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EVGENI KOROLIOV
„Wenn ich nur ein Werk mit auf die einsame Insel mitnehmen darf, so wähle ich Koroliovs Bach, …“ György Ligeti Lauschen Sie einer der herausragendsten Persönlichkeiten der internationalen Klavierszene.

St. Bartholomäikirche Dornheim

Dornheim, St. Bartholomäikirche am 21.07.2010 um 19:30 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Eintrittskarten nur vor Ort zu beziehen:

in Dornheim:

St. Bartholomäi 99310 Dornheim Tel. 03628.48 543

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HIRUNDO MARIS :
Mit ihrem unverkennbar zarten und reinen Klang verzaubert die Harfenistin Arianna Savall die Besucher der Kirche St. Blasi. Nicht verpassen!

Divi Blasi Kirche Mühlhausen

Mühlhausen, Divi Blasi am 22.07.2010 um 19:30 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

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THÜRINGISCHER AKADEMISCHER SINGKREIS
Die Sänger und Sängerinnen des Thüringischen Akademischen Singkreises führen durch Stationen der Entwicklung der musikalischen Techniken und stellen dabei eine herausragende a-cappella-Musik vor.

Erfurt Predigerkirche

Erfurt, Predigerkirche am 23.07.2010 um 19:30 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

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THE KING´S SINGERS :
Ein Höhepunkt für alle Liebhaber erstklassiger A-cappella-Kunst! Die »funkelndsten Zacken in Englands Krone«, die King´s Singers, präsentieren erstklassige Vokalmusik aus vier Jahrhunderten.

Weimar, Herderkirche am 24.07.2010 um 17:00 Uhr

Preise ab 17,60 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

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ENSEMBLE CONCERTO SACRO :
Genießen Sie einen absolut homogenen Zusammenklang und die sehr differenzierte und lebendige Interpretation.

Meiningen Stadtkirche

Meiningen, Stadtkirche am 25.07.2010 um 17:00 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

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ALINA IBRAGIMOVA & CÉDRIC TIBERGHIEN :
Kein Gesang! Ein Duo der Extraklasse erwartet die Konzertbesucher im neuen Johann-Sebastian-Bach-Saal des Köthener Schlosses. Auf Violine und Klavier erklingen Werke von Johann Sebastian Bach, Franz Schubert und Robert Schumann.

Bachsaal Köthen

Köthen, Bachsaal am 27.07.2010 um 19:30 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

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THÜRINGISCHES KAMMERORCHESTER WEIMAR & LEIPZIGER VOLKSENSEMBLE
Junge und bereits mehrfach ausgezeichnete Solisten, sowie Profis aus Weimar und das Leipziger Vocalensemble gedenken mit ihrem musikalischen Wirken neben dem Todestag von Johann Sebastian Bach auch dem 200. Geburtstag Robert Schumanns.

Thomaskirche Leipzig

Leipzig, Thomaskirche am 28.07.2010 um 19:30 Uhr

J.S. Bach

Kantate »Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott« BWV 127

Kantate »O Jesu Christ, meins Lebens Licht« BWV 118

das Requiem Des-Dur op. 148 des intensiv mit Leipzig verbundenen Komponisten Robert Schumann.

Preise ab 17,60 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

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Grüße

Volker



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Konzert-Termine: Passionsmusik von J.S. Bach – im Februar – März-April 2010


Hallo Passionsmusik-Freunde,

wie bereits im vergangenen Jahr möchte ich auf Musik-Veranstaltungen aufmerksam machen, die Passions-Musik von J.S. Bach im Februar bis April 2010 – enthalten.

Hannover, Herrenhausen

J.S. Bach Markus-Passion Herrenhäuser Kirche Hannover

Samstag, 13. März, 19 Uhr

Johann Sebastian Bach

Markus-Passion
Esther Mertel, Sopran Meinhard Dollansky, Altus

Goetz Phillip Körner, Tenor      Künstlerwebsite
Jens Zumbült, Tenor         Künstlerwebsite
Dieter Goffing, Bass
Kantorei Herrenhausen
Camerata Instrumentale Hannover
Leitung: Martin Ehlbeck

Montag, 8. März, 20 Uhr Vortrag und Werkeinführung mit Klangbeispielen Referent: Martin Ehlbeck im Gemeindehaus.

Herrenhäuser Kirche - Hannover-Herrenhausen

Johann Sebastian Bachs Markus-Passion (1731) ist nur zum Teil überliefert, zu einem kleinen Teil ist sie verloren gegangen. Die großen Chorstücke am Anfang und Ende des Werkes, die 6 Arien und 14 Choräle sind überliefert. Damit sind die prägenden Musikstücke der Markus-Passion vorhanden. Bachs Vertonung des Bibeltextes vom Markusevangelium (Rezitative und dramatische Chöre) liegt dagegen nicht mehr vor. Diese Stücke werden in einer rekonstruierten Form aufgeführt.

Es hat in den vergangenen Jahren einige Versuche gegeben, Bachs Markus-Passion zu rekonstruieren. Alle diese Versuche hatten den Mangel, dass heutige Komponisten versuchten ein mehr als 275 Jahre altes Stück zu ergänzen. Es fehlte immer die historische Authentizität. Die Aufführung unserer Rekonstruktion der Markus-Passion in der Herrenhäuser Kirche verwendet dagegen zeitgenössische Ergänzungen aus der Barockzeit. Die Ergänzungen stammen von Reinhard Keiser (1674-1739) und sind seiner Markus-Passion (1707) entnommen.

Weitergehende Informationen – h i e r – klicken…!!

Kartenpreise:
Mittelschiff   21 € , nummerierte Plätze, keine Ermäßigung
Seitenschiff 16 €, unnummerierte Platze, 3€ Ermäßigung für Kinder, Schüler, Auszubildende, Behinderte
Empore       13 €, unnummerierte Plätze, 3€ Ermäßigung für Kinder, Schüler, Auszubildende, Behinderte

Karten Online

Kartenhotline der Herrenhäuser Kirche 0171-1989 829
Laporte-Kartenshop, Karmarschstr. 32, 30159 Hannover, Tel. 0511 – 363 29 29
Hannover Tourismus GmbH, Ernst-August-Platz 8, 30159 Hannover, Tel. 0511 – 12345 – 111
„Kirche im Blick“, Buchhandlung an der Marktkirche, Hanns-Lilje-Platz 4/5, 30159 Hannover, Tel. 0511 – 252 68 36
Gemeindebüro der Herrenhäuser Kirche, Hegebläch 18, 30419 Hannover, Tel. 0511 – 79 32 42
Abendkasse.

Eine Rezension des Konzertes von Herrenhausen unter dem nachstehenden Link:

—  h i e r  –  klicken…!!

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Hannover – St. Thomaskirche und Markuskirche


St. Thomas-Kirche, Hannover-RicklingenMittwoch 17.02.2010
20:00 Uhr

St. Thomaskirche Hannover-Ricklingen

Konzert: Bach: Johannes-Passion BWV 245
in originaler Besetzungsstärke
Barbara Rotering (Sopran), Beat Duddeck (Altus), Achim Kleinlein (Tenor), Julian Redlin (Bass), 4 Ripieno-Sänger, Barockorchester L’Arco , Christoph Heidemann (Konzertmeister), Gesamtltg.: Kurt Pages
Eintritt: € 10,-
Aufführung dieser Art zum ersten Mal in Hannover

Auskünfte: Kirchengemeinde St. Thomas. Gemeindebüro Wallensteinstr. 32/34 30459 HannoverTelefon 0511 / 42 19 05. Telefax: 0511 / 23 44 413

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So, 28.02.2010
18:00 Uh
r
Markuskirche – Hannover-List

Markuskirche Hannover Johannespassion

Konzert: Bach: Johannes-Passion BWV 245
Anke Briegel (Sopran), Mareike Braun (Alt), Jan Kobow (Tenor), Torsten Meyer (Bass) N.N. (Bass), Hannoversche Hofkapelle, MarkusChor, Ltg.: Martin Dietterle

Kantor Martin Dietterle leitet das Konzert des MarkusChors, der im vergangenen Jahr sein 40jähriges Bestehen feiern konnte und mit über 100 SängerInnen zu den zahlenmäßig größten Chören in Hannover gehört. Die Hannoversche Hofkapelle , begleitet den Chor auf historischen Instrumenten. Jan Kobow (Tenor), Mareike Braun (Alt), Anke Briegel (Sopran), Thorsten Meier (Bass/Christus) und Dietmar Sander (Bass) übernehmen die Soloparts.

Das Konzert beginnt um 18:00 Uhr, Einlass ist ab 17:15 Uhr. Karten zum Preis von € 8,- bis € 20,- gibt es im Vorverkauf: Kirche im Blick, Buchhandlung an der Marktkirche, Tel. 0511 – 35 36 836 und bei der Buchhandlung Beek (Lister Meile;  sowie an der Abendkasse.


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Hidesheim – St. Michaeliskirche

St.Michaelis-Kirche in Hildesheim

Foto: 1000 Jahre St.Michaelis-Kirche in Hildesheim

Johann Sebastian Bach: Matthäuspassion BWV 244

am 02.04.2010 – 15.00 Uhr

Ausführende:

Gabriele Hierdeis, Sopran- Ulrike Mayer, Alt- Johann Christensson, Tenor (Evangelist und Arien)

Tijl Faveyts, Bass (Christus)- Marek Rzepka, Bass (Arien)

St. Andreas-Kantorei Hildesheim

Barockorchester L’Arco – Leitung Bernhard Römer

Preise:

25€(20)/20€(16)/15€(12)/5€

anerkannte Vorverkaufsstellen

Karten für dieses Konzert – hier

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Hamburg – St. Michaelis

Sonntag, 28.03.2010  – 18:00 Uhr

Kirche St. Michaelis Hamburg

Johann Sebastian Bach:

Matthäus Passion BWV 244

Markus Brutscher, Evangelist
Henryk Böhm, Christus
Ruth Ziesak, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
Virgil Hartinger, Tenor
Andreas Schmidt, Bass

Chor St. Michaelis
Orchester St. Michaelis
Mitglieder der Philharmoniker Hamburg
und des NDR Sinfonieorchesters u.a.

Leitung: Christoph Schoener

Vorverkauf ab 06.02.2010

Preiskategorien: EUR  50,-  45,-  35,- 27,-  20,-  15,-  8,- bestellen

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Hamburg – St. Jacobi

Kirche St. Jacobi Hamburg

Am Karfreitag, 2.4.2010, erklingt um 18:00 h

in der Hauptkirche St. Jacobi zu Hamburg die „Johannespassion“ von J.S.Bach in der Fassung von Robert Schumann

Mitwirkende:

Eintrittskarten: 10,- bis 30,- EUR (ermäßigt: 7,- bis 20,- EUR) bei der

Online – Konzertkasse GERDES,

Rothenbaumchaussee 77, Telefon: 040 – 45 33 26, und an der Abendkasse

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Interpretationsvergleiche:

Die Tenor-Arie „Ach mein Sinn“ unter der Leitung des Bach-Kenners Karl Richter (dessen Interpretation des 2. Brandenburgischen Konzertes als Botschaft der Menschheit an Bord der Voyager-Sonden unser Sonnensystem verlassen hat) ist auf folgendem Video zu hören:
http://www.youtube.com/watch?v=drl90jD47m4

Zum Vergleich mit der Schumann-Fassung empfiehlt sich der Track 13 auf der CD, hier als Sopran-Arie:
http://www.jpc.de/jpcng/cpo/detail/-/art/Johann-Sebastian-Bach-Johannes-Passion-Bearbeitung-von-Robert-Schumann/hnum/6391959

Die Arie „Es ist vollbracht“, hier (http://www.youtube.com/watch?v=K_QAoanXntw) in historischer Aufführungspraxis unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt mit Knabenalt und Viola Da Gamba, kann man in der interessanten Schumann-Fassung zum Vergleich leider nur direkt von der CD – oder eben am Karfreitag in St. Jacobi hören. Kann man sich den Mittelteil nicht gut mit Trompeten vorstellen?

Karl Richter und Nikolaus Harnoncourt zählen übrigens zu den Lehrern Rudolf Kelbers. Man darf sicherlich auch vor diesem Hintergrund sehr gespannt darauf sein, wie er am 2.4.2010 die Johannespassion in der Romantik-Fassung von Schumann interpretieren wird.

St. Jacobi-Blog-Lektüre zur Johannes-Passion

Zum großen Chor- und Orchesterkonzert am Karfreitag, dem 2. April 2010 um 18 Uhr, führen wir das Experiment „Blog“ fort: Auch zur Johannes-Passion von J.S. Bach entsteht ein Blog mit vielen Hintergrundinformationen, der ständig aktualisiert und ergänzt wird. Schauen Sie doch mal rein:

Link: http://Johannespassion-Bach-Schumann.blogspot.com

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Essen – Philharmonie – Herreweghe, Matthäus Passion BWV 244

Philharmonie Essen-Ruhr

Freitag, 26. März 2010 um 19:00 Uhr

J.S. Bach MATTHÄUSPASSION BWV 244
Philippe Herreweghe, Dirigent


Link: Ticket-Online Preise: 34,50 € bis 74,75 €

Rezension: Matthäus Passion Herreweghe Essen-Philharmonie

Link: https://meinhardo.wordpress.com/2010/04/01/herreweghe-mit-bachs-matthaus-passion-in-der-philharmonie-essen/

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Dortmund – Konzerthaus, Franz Brüggen – Capella Amsterdam

Konzerthaus Dortmund

J.S. Bach Johannespassion BWV 245

So, 28.03.2010, 18:00 Uhr
Konzerthaus Dortmund
Brueckstr. 21

Mitwirkende: Marcus Schäfer (Evangelist), Thomas Oliemans (Jesus), Carolyn Sampson (Sopran), Michael Chance (Alt), Marcel Beekman (Tenor), Peter Kooij (Bass), Capella Amsterdam, Orchester des 18. Jahrhunderts, Frans Brüggen (Dirigent)

Link: eventim-Ticket ab 14,60 €

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Leipzig-Thomaskirche

Ostersonntag, 4. April 2010, 19:30 Uhr, Thomaskirche Leipzig

Osteroratorium BWV 249

Thomaskirche Leipzig

Wer Ostern eine Reise nach Leipzig plant, sollte auf jeden Fall ein Chorkonzert in der Thomaskirche auf die Agenda setzen. Am Ostersonntag, 4. April 2010, werden der exzellente Kammerchor Josquin des Préz und das Leipziger Barockorchester unter der Leitung von Ludwig Böhme Johann Sebastian Bachs „Osteroratorium“ und die Motette „Jesu meine Freude“ sowie von Josquin des Préz die „Missa Pange lingua“ zu Gehör bringen.

Bereits als Knabensänger in seiner Geburtsstadt Eisenach lernte Johann Sebastian Bach Kompositionen von Josquin des Préz kennen, die dort Ende des 17. Jahrhunderts noch zum gängigen kirchenmusikalischen Repertoire gehörten. Das große Interesse an der Renaissance-Musik – und besonders an den Werken Josquins – blieb bei ihm trotz konfessioneller Unterschiede lebenslang erhalten. Unter den Josquin-Kompositionen, die Bach vermutlich kannte, befand sich auch die „Missa pange lingua“. In dieser letzten Messkomposition Josquins wendet der Altmeister die so genannte „Imitationstechnik“ an: Ein Motiv wird in allen vier Stimmen gleichberechtigt zitiert und kontrapunktisch bearbeitet. Das thematische Material schöpft der Komponist aus dem gregorianischen Hymnus „Pange lingua“, dessen Gesang für die Liturgien des Gründonnerstags sowie des Fronleichnam-Festes vorgesehen ist.

Link:
TICKET/Online –  Preise: 16,20 €

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Thomaskirche Leipzig, 3. März 2010 um 20:00 Uhr

Johannes-Passion BWV 245

Johann Sebastian Bach
Capella Fidicinia

Ticket-Online Preise:

weitere Termine BWV 245 in Leipzigmit Capella Fidicina

7. März 2010 16 Uhr
Kirche Polditz

14. März 2010 16 Uhr
Stadtkirche Colditz

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Thomaskirche Leipzig,

J.S. Bach Matthäus Passion BWV 244

am 1. und 2. April 2010 jeweils um 19:00 Uhr

Ausführende:

Ute Selbig (Sopran) Britta Schwarz (Alt) Martin Petzold (Tenor – Evangelist)

Martin Lattke (Tenor – Arien) Klaus Mertens (Bass – Christus) Thomas Laske (Bass – Arien) Thomanerchor Leipzig Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

Veranstalter:Gewandhaus zu Leipzig

Preise:  43/34/26/16/9 EUR zzgl. VVK-Gebühr

Ticket-Hotline: +49 341 12 70-280
Ticket-Online
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St. Nikolaikirche – Leipzig

St. Nikolaikirche Leipzig

J.S.Bach Johannespassion BWV 245

Samstag, 27. März 2010 um 17:00 Uhr

Bachchor Leipzig / Festival-Orchester Leipzig

Link:
TICKET/Online Preise: 15,53 €

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Bielefeld, Oetkerhalle

Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld

Oratorienchor Bielefeld BWV 232 h-Moll-Messe / Plakatmotiv von Peter Flachmann

Oratorienchor-Bielefeld

am 26. März 2010 um 20:00 Uhr

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Messe h-Moll BWV 232

Ausführende:
Traudl Schmaderer, Sopran
Yvi Jänicke, Alt
Eric Laporte, Tenor
Franz Gerihsen, Bass

Oratorienchor der Stadt Bielefeld
Bielefelder Philharmoniker, Leitung: Hartmut Sturm

Eintrittspreise:
Euro 10,- / 14,- / 18,- / 22,- (Euro 3,- Ermäßigung für Erwerbslose, Schüler und Studenten
in den Preiskategorien Euro 10,- / 14,-)

Kartenverkauf:

Hallenplan Oetkerhalle

Sie bestellen online.

oder über Tourist-Information im Neuen Rathaus, Niederwall 23, Telefon (0521) 51 69 99, Neue Westfälische, Niedernstraße 21-27, Telefon (0521) 555 444, KONTicket, Jahnplatz 11, Telefon (0521) 6 61 00 im Internet: www.oratorienchor-bielefeld.de, durch Chormitglieder und an der Abendkasse

Ort: Rudolf-Oetker-Halle, Lampingstraße 16, 33615 Bielefeld

Stadtplanausschnitt

Zur Rezension der  h-moll-Messe vom Oratorienchor Bielefeld:

Zur Vergrößerung in das Bild klicken..!!

Rezension h-moll-Messe Oratorienchor Bielefeld.

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Espelkamp – Thomaskirche

Thomaskirche Espelkamp Foto © by Stadt Espelkamp

Sonntag, 28. März 2010, um 17 Uhr

J.S. Bach – Matthäus-Passion BWV 244

Solisten:

Sabine Szameit, Sopran ● Eike Tiedemann, Alt Andreas Post, Tenor und Evangelist Hinrich Horn, Bass ● Albrecht Pöhl, Christus   Orchester „Opus7“  Kantoreien Lübbecke und Espelkamp

Leitung: Roger Bretthauer

Vorverkauf:

Buchhandlung Lienstädt & Schürmann,

Espelkamp, Breslauer Str.34, Tel. (05772) 6460

Veranstalterin Kirchengemeinde Espelkamp

Ansprechpartner: Roger Bretthauer

E-Mail: kantor@Martins-Kirchengemeinde.de

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Zur Rezension der Matthäus Passion in Espelkamp:

Zur Vergrößerung in das Bild klicken..!!

Rezension Espelkamp Matthäus Passion

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Weitere Konzert-Angaben in Deutschland

J.S. Bach und seine Passion-Oratorien über Online-Ticket abrufen.

Link:  Online-Ticket – weitere Bach-Konzerte

oder über die Englische Bach-Webseite:

Link: h i e r – klicken…!!

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Grüße
Volker

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RUHR2010 Teil III: Sebastian und die Königin im Ruhrpott


BachRuhr2010

Na ja, so wie auf dem Bild kann man den Titel natürlich auch verstehen! Ich habe Euch einfach mal einen kleinen Anachronismus gezeichnet. Ob die Jungs sich vom Dialekt wohl verstehen würden? Isch weeß nisch…

Aus aktuellem Anlaß möchte ich Euch zwei musikalische Veranstaltungen vorstellen, die vielleicht Euer Interesse wecken:

Orgellandschaft RUHR – ein Jahr mit der Königin

Die von beiden Kirchen organisierte Zusammenführung der hervorragenden Orgelstandpunkte, Konzertreihen und Festivals des Ruhrgebietes unter der Dachmarke „Orgellandschaft RUHR“ wird im Jahr 2010 an über 80 Standorten 480 Konzertveranstaltungen umfassen und ist somit das weltweit größte Orgelfestival.

Link:  www.orgellandschaft-ruhr.de

PDF – Orgel-Konzertprogramm  Download

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„Momente der Ewigkeit“ –
Ein Zyklus mit Kantaten von Johann Sebastian Bach
als Atempausen zur Kulturhauptstadt
Die aufstrebende „Metropole RUHR2010“ hat ihren Ursprung in den christlichen Wurzeln der Region. Um sich dieser Herkunft zu vergewissern, werden auf künstlerisch hohem Niveau 36 Kantaten Johann Sebastian Bachs aufgeführt. Die Aufführungen verstehen sich als „Atempausen“. Sie sind den „Geistlichen Abendmusiken“ nachempfunden und werden in einem liturgischen Rahmen aufgeführt. Die inhaltlichen Aussagen von Bachs Kantatenwerk werden für die Gegenwart in einem kurzen Wortbeitrag erschlossen. Dieser Zyklus startet am 07.02.2010 in Essen Steele mit BWV 100 (ich bin dabei!) und wird in verschiedenen Kirchen des Ruhrgebiets, vornehmlich aber Essen, fortgesetzt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten, die Kantaten starten einheitlich um 18.00 Uhr. Über die Ausführenden habe ich leider nichts gefunden, ich hoffe allerdings, dass wir Lokalmatadoren zu hören bekommen.

Link zu den Aufführungsstätten mit Terminangaben nachstehend:

Link: http://www.ekir.de/evangelisch2010/444.0.html

Link: www.momente-der-ewigkeit.de

Flyer für die Ruhrgebiets-Pilgrimage

Schallplattenkritikpreis 2009 an Prof. Gerhard Weinberger in der HfM Detmold am 31.1.2010 überreicht


Hallo,

ein Sonderkonzert der Extra-Klasse erklang in der Konzerthalle der HfM –  „Hochschule für Musik“ in Detmold. Der Anlass war die Verleihung des „Jahrespreises der Deutschen Schallplattenkritik 2009“ an den Dozent für Kirchen- und Orgelmusik an der HfM in Detmold – und Organist „Professor Gerhard Weinberger“.

Konzerthalle der HfM in Detmold

HfM-Detmold_Sonderkonzert Prof Weinberger

Orgelwerke an der Klais-Orgel im Konzerthaus der HfM Detmold

Das Konzerthaus war leider nur bis zur Hälfte gefüllt, aber das Programm hatte es in sich:

HfM Detmold das Sonderprogramm-Weinberger-Preisverleihung

Ein absoluter Höhepunkt waren die zwei Motetten: „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ BWV 226 und „Singet dem Herrn ein neues Lied“ BWV 225 für zwei vierstimmige Chöre und Continuo von J.S. Bach, vorgetragen von dem „Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie der HfM Detmold“. Ein beseelender Vortag gelang den 20 jungen Vokalsolisten/innen, das war eine Freude, ihre ausgefeilte Gesangs-Kultur erleben zu können zumal die Akustik der Thomaskirche Leipzig im Nachhall nachempfunden wurde. Der Leser reibt sich verwundert die Augen, – Thomaskirche-Nachhall? – Aber das ist in der modernsten Konzerthalle weltweit mit der „Wellenfeldsynthese“ möglich..!! Die zwei Motetten waren ein konzertanter Genuss, überragend sind die Bässe zu benennen, was für ein stimmlich vollendetes Volumen war da zu hören, so manch bekanntes Vokalensemble würde vor Neid erblassen. Dem Leiter dieser jungen Truppe gehört ein Sonderlob, Prof. Gerhard Weinberger hat sie stimmlich fantastisch zu einem homogenen Vokal-Ensemble ausgebildet, es erklang eine Gesangs-Kultur auf hohem Niveau.

Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold. Leitung Prof. Gerhard Weinberger

Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold. Leitung Prof. Gerhard Weinberger.

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Das Konzerthaus der Detmolder HfM verfügt nun über einen weltweit einzigartigen Raumklang: 325 programmierbare Lautsprecher können alle Arten von Raumakustik im Konzerthaus reproduzieren und modifizieren.

Informationen zur Wellenfeldsynthese. Nähere Angaben dazu über PDF nachstehend:

pdf Konzerthaus der HfM Detmold.pdf

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In der Programmfolge wurden drei Orgelwerke von J.S. Bach und Max Reger durch Prof. Gerhard Weinberger an der Klais-Orgel zu Gehör gebracht. Es ist immer ein Genuss, diesem fantastischen Orgel-Professor zuhören zu können, er zelebriert Bach in unnachahmlicher Manier, Das Orgelwerk von Reger: „Phantasie & Fuge über B_A_C_H op.46 – war ebenfalls ein Höhepunkt einer gekonnten Wiedergabe – wieder war die Wellenfeldsynthese ein hilfreicher Partner für die zu hörenden Orgelwerke.

An der Klais-Orgel Prof. Gerhard Weinberger mit dem Orgelwerk von Max Reger "Phantasie und Fuge über BACH op.46" assistiert von seiner Gattin Beatrice-Maria Weinberger

Nun erfolgte die eigentliche Ehrung: Überreichung „Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2009“ durch den Verband der Deutschen Schallplattenkritik – Herrn Ludolf Baucke.

Der Preis wurde aufgrund seiner Gesamt-Einspielungen der Orgelwerke von J.S. Bach verliehen. Diese Einspielungen stehen in nahezu jeder Hinsicht einzigartig da. Sie umfasst zum einen nicht nur den etablierten Werkkanon, sondern stellt auch zahlreiche Kompositionen – „zweifelhafter Echtheit“ erstmals zur Diskussion. Zum zweiten sind nahezu ausschließlich Instrumente aus Bachs Wirkungskreis in „Thüringen und Sachsen zu hören – neben den Silbermann-Orgeln in Freiberg und Dresden auch vergessene Kleinode, wie etwa aus Mechterstädt und Büßleben (ergänzt durch Instrumente aus Trondheim, Groningen und Grauhof). Zum dritten ist es die stilistische und aufnahmetechnische Souveränität, mit der Gerhard Weinberger und das Label cpo in mehr als zwölf Jahren eine Referenz-Einspielung für das 21. Jahrhundert geschaffen hat.

Aufgrund der exzellenten Tonqualität der Orgel-CD-Aufnahmen, wurde der Toningenieur Herr Prof. Dr. Werner Czesla ebenfalls mit dem Schallplattenkritik-Preis geehrt.

Auszeichnungen an Prof. Gerhard Weinberger und an den Toningenieur Prof. Dr. Werner Czesla

Professor Tomasz Adam Nowak ehrte den Preisträger im Rahmen des Sonderkonzertes mit einer ausgelassenen Eigen-Orgelimprovisation über das Thema B-A-C-H . Das Publikum war schier aus dem Häuschen und dankte mit frenetischen Applaus dem Orgel-Professor für eine grandiose Vorführung an der Klais-Orgel.

Organist: Professor Tomasz Adam Nowak

Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold

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Die Gesamt-Einspielungen der Orgelwerke von J.S. Bach sind bei jpc mit Hörproben erhältlich.

22 CD’s für 49,99 EURO

Cover: Gerhard Weinberger Orgel Gesamt-Einspielung J.S.Bach

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jpc -Bestellung mit Hörproben  Link:  H i e r – klicken..!!

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Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold. Leitung Prof. Gerhard Weinberger.

Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold-Leitung G.Weinberger

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Die sechs Motetten von J.S. Bach – CD – Einspielung von Gerhard Weinberger und den Deutschen Bach-Vocalisten.

Cover J.S.Bach Die sechs Motetten G.Weinberger

Die CD ist über meine Partner-Seite für 5,04 € zu beziehen:

Link:   h i e r – klicken..!!

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Hörprobe:

BWV 225 Bach-Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“

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Es war ein Konzert als Sonntags-Matinee der Extra-Klasse, besetzt mit hervorragenden Organisten und ein profundes Vokal-Ensemble – alles klingt in mir noch prächtig nach, trotz der Schneemassen hat sich der kurze Anfahrtsweg vollends gelohnt und wird nicht der letzte Besuch dieser prächtigen Konzerthalle gewesen sein.

Weitere Fotos sind in meinem Web-Album hinterlegt..!!

Link: h i e r – klicken…!!

Hier eine weitere PDF-Rezension:  h i e r –   klicken..!!

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Gruß

Volker

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Aber eins ist sicher: Wenn ein Bach-Choral eine Antwort geben kann, ist das ein Geschenk!


Hallo Bachfreunde,

heute bekam ich ein Interview mit dem Dirigenten „Enoch zu Guttenberg“ zu lesen, das ungemein spannend und inhaltsreiche Aussagen zum Weihnachtsoratorium und J.S. Bach’s sonstige Werke – beinhaltet. Die Überschrift dieses Beitrages ist ein Zitat aus dem Interview. Weiterhin gibt es weitere Hinweise allgemeiner Art zu der Aufführungsform von Sakralen Werken in – Konzerthalle – Kirche – und der Zugang der Vermittlung zu dem gehörten Werk. Er äußert sich über Verdi – Haydn – Strauß – Harnoncourt u.s.w. Es ist ein Spitzen-Interview, das mich voll angesprochen hat, dafür danke an „kultiversum“ zur Veröffentlichung…!!

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Dirigent: Enoch zu Guttenberg

Dirigent Enoch zu Guttenberg

Oberster Festspieler auf Herrenchiemsee

Er ist verantwortlich für eine der schönsten Festspielorte in Bayern. Mit enthusiastischer Leidenschaft gestaltet er die Musikfestspiele auf Herrrenchiemsee und macht diese zu einem besonderen Erlebnis. Er ist aber nicht nur Festspielleiter, sondern auch Dirigent vom Orchester der Klangverwaltung-Neubeuern (Bayern), mit dem er zusammen im Oktober diesen Jahres einen ECHO Klassik verliehen bekommen hat. (1+)

Enoch zu Guttenberg ist eine Ausnahmeerscheinung unter den Dirigenten: Als Mitbegründer des BUND, Umweltschützer und Politiker ist er ebenso bekannt wie als Musiker, sein Sohn bekleidet zur Zeit den Ministerposten im Verteidigungsministerium. Dabei machte er durchaus eine „klassische“ Karriere: Nach seinem Kompositions- und Dirigierstudium in München und Salzburg übernahm er 1967 die Leitung der Chorgemeinschaft Neubeuern, die er zu einem weltweit anerkannten Ensemble formte. Auch seine 1997 gegründete KlangVerwaltung zählt inzwischen, mit regelmäßigen Auftritten im Wiener Musikvereinssaal, der Berliner Philharmonie oder dem Festspielhaus Baden-Baden zu den besten deutschen Orchestern. 1999 gründete Guttenberg die Herrenchiemsee Festspiele, wo er für seine Auffassung von Musik ebenso streitet wie in seinen zahlreichen Vorträgen. (+2)

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Link zum Interview mit – Enoch zu Guttenberg – nachstehend:

http://www.kultiversum.de/Musik-Partituren/Interview-Enoch-zu-Guttenberg.html

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YouTube: Video Matthäuspassion

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(+1) Text: BR / (+2) Text: kultiversum

Gruß
Volker

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Prof. Gerhard Weinberger – Sonderkonzert in der HfM in Detmold – Verleihung des Preises der „Deutschen Schallplattenkritik“ für 2009


Hallo Prof. Weinberger-Fans in OWL – hier ist ein Highlight…!!

Ein Sonder-Konzert  mit Prof. Gerhard Weinberger in der HfM in Detmold – Konzerthaus – am Sonntag, 31. Januar 2010 um 11:30 Uhr.

Konzerthaus der HfM in Detmold

Konzerthaus der HfM in Detmold

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Jahrespreis der Schallplattenkritik an Prof. G. Weinberger / Zur Vergößerung Flyer anklicken!!

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Johann Sebastian Bach: Sämtliche Werke für Orgel

Gerhard Weinberger an 23 historischen Orgeln

CDs bei cpo 777 363-2 (22 CDs; Vertrieb: jpc)

Diese Einspielung der Orgelwerke von Johann Sebastian Bach steht in nahezu jeder Hinsicht einzigartig da. Sie umfasst zum einen nicht nur den etablierten Werkkanon, sondern stellt auch zahlreiche Kompositionen „zweifelhafter Echtheit“ erstmals zur Diskussion. Zum zweiten sind nahezu ausschließlich Instrumente aus Bachs Wirkungskreis in Thüringen und Sachsen zu hören – neben den Silbermann-Orgeln in Freiberg und Dresden auch vergessene Kleinode, wie etwa aus Mechterstädt und Büßleben (ergänzt durch Instrumente aus Trondheim, Groningen und Grauhof). Zum dritten ist es die stilistische und aufnahmetechnische Souveränität, mit der Gerhard Weinberger und das Label cpo in mehr als 12 Jahren eine Referenz-Einspielung für das 21. Jahrhundert geschaffen haben.

Aus diesem Anlass wird Herrn Prof. Gerhard Weinberger der Jahrespreis der „Deutschen Schallplattenkritik 2009“ verliehen.

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Video-YouTube:

Johann Sebastian Bach (1685-1750) Chorale Prelude „Erbarm dich mein, o Herre Gott“ BWV 721 Gerhard Weinberger at the Treutmann organ in Grauhof bei Goslar, Germany

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Sonderkonzert anlässlich der Verleihung des Jahrespreises der „Deutschen Schallplattenkritik 2009“ an Prof. Gerhard Weinberger, Detmold am 31. Januar 2010.

Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Motette „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ BWV 226 für zwei vierstimmige Chöre und Continuo – Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie, Leitung: Gerhard Weinberger

Begrüßung des Rektors – Prof. Martin Christian Vogel

Orgelmusik: Johann Sebastian Bach (1685-1750): Pièce d’Orgue G-Dur BWV 572 / Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Choralbearbeitung „Schmücke dich, o liebe Seele“ à 2 claviers et pédale BWV 654 (aus den „Leipziger Chorälen“) – Gerhard Weinberger (Orgel)

Max Reger (1873-1916): Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46 – Gerhard Weinberger (Orgel

Preis der Deutschen Schallplattenkritik: Überreichung des Jahrespreises 2009 an Prof. Gerhard Weinberger – Ludolf Baucke (Vorsitzender des Jahresausschusses)

Improvisation über das Thema B-A-C-H – Tomasz Adam Nowak (Orgel) / Johann Sebastian Bach (1685-1750)

J.S. Bach – Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“ BWV 225 für zwei vierstimmige Chöre und Continuo – Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie, Leitung: Gerhard Weinberger

Eintritt frei

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Anfahrt zum Konzerthaus der HfM Detmold über Google-Maps

Link:  http://maps.google.de/maps?geocode=CTspdCIXZKAyFWdYGAMd61yHACFYPmlRNC-uuA&q=Konzerthaus&f=l&hl=de&dq=Konzerthaus+loc:+Detmold&sll=51.927143,8.871147&sspn=0.020404,0.037508&ie=UTF8&radius=0.8&rq=1&ev=zo&hq=Konzerthaus&hnear=&z=15

Lageplan der Gebäude und Räume der HfM Detmold unten:

Zur größeren Ansicht in den Lageplan klicken..!!

Zur Vergößerung reinklicken - Lageplan der Gebäude und Räume der HfM Detmold


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Hier geht es zur Biographie von Prof. Gerhard Weinberger:

Link:  https://meinhardo.wordpress.com/2008/01/19/biographien/

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Ich hoffe, dass ich Teilnehmer aus OWL am Sonntag, 31.1.2020 um 11:30 Uhr in Detmold für dieses Highlight antreffen werde und wünsche uns ein schönes Konzert mit Werken von J.S. Bach…!!

Grüße

Volker

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