MDR-Fernsehfilm am Sonntag, 31. Oktober 2010 – Luther und Bach in Mitteldeutschland


mdr-Fernsehfilm Luther und Bach in Mitteldeutschland

Das mdr-Fernsehen sendet am Reformationstag Sonntag, 31.10.2010 um 14:30 Uhr einen Fernsehfilm über Martin Luther und Johann Sebastian Bach – mit dem Titel:

„Im Irdischen das Himmlische – Luther und Bach in Mitteldeutschland“

mdr-Fernsehen 31.10,2010 14:30 bis 15:30 Uhr

+) …..Der Kirchenreformator Martin Luther machte das ähnlich, nahm bekannte Melodien und kombinierte sie mit Psalmen und Texten aus der Bibel. Eine himmlische Kunst nannte er die Musik und bis heute ist ein Gottesdienst ohne Musik unvorstellbar. Musik ist Gemeinschaft und Gefühl. Für Luther verband sie dazu noch auf wunderbare Weise das Irdische mit dem Himmlischen. Luther war so voller Überschwang, dass er meinte, wenn er kein „Theologus wäre, so möchte er am liebsten ein Musicus sein“.

J.S. Bach (1685-1750)

 

J.S. Bach führt diese Freude am Singen und der Musik weiter. Mit dem Unterschied, dass er die Melodien für die Texte neu komponierte. So, wie zum Beispiel die Johannespassion, die h-Moll-Messe, das Weihnachtsoratorium, die vielen Kantaten für die sonntäglichen Gottesdienste. In ihnen bringt er die verborgenen Bedeutungen der Bibeltexte, deren Herz, zum Klingen. Bach verfügte über eine noch heute beeindruckende Bibliothek religiöser Literatur, mit mehreren wertvollen Lutherbibeln.

mdr-Filmbiografie Martin Luther BRD-USA 2003

 

Eine Filmbiographie gibt es am Abend beim mdr über Martin Luther am Sonntag, 31.10.2010 um 21:00 Uhr.

Der junge Theologe Luther (Joseph Fiennes) brachte mit seinen Theorien die katholische Kirche ins Wanken. Seine kritische Haltung gegenüber der Auslegung der Bibel und dem Ablasshandel führten zu seiner Exkommunikation. Doch mit der Taktik, Luther als Ketzer zu ächten, hat sich die Katholische Kirche keinen Gefallen getan. Aus dem Kirchenaufstand wird ein landesweiter Aufstand der Bauern, der in einem blutigen Klassenkampf mündet.

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Wünsche allen ein schönes Wochenende

Gruß Volker

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+) Textpassagen vom mdr





Aktualisiert – SDG-Index für veröffentlichte CD’s der Cantata Pilgrimage 2000


Hallo,

die Kantaten-Serie zum Bach-Jahr 2000 mit John Eliot Gardiner auf 27-SDG-Alben sowie 4 DG-CDs ist abgeschlossen und in Kürze endet ebenso das Kirchenjahr, an dem sich das Kantatenwerk J. S. Bachs ja „entlang hangelt“. Der passende Zeitpunkt also, mein Verzeichnis als Index über die Kantaten-CDs zu komplettieren und den Kirchenjahr-Kalender zu aktualisieren.

Ich würde mir wünschen, wenn die noch fehlenden Kantaten, die sich nicht auf einen bestimmten Sonn- oder Feiertag beziehen, diese wunderbare (auch optisch) SDG-Serie ergänzen würden – auch wenn die Einspielungen zwangsläufig nicht mehr aus dem Aufnahmejahr aller anderen Kantaten stammen können.

Vielleicht kann das mal jemand Herrn Gardiner sagen!!  In dem Fall würde ich liebend gerne mein Verzeichnis erneut ändern.

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Ein aktualisierter PDF-Index von den Gardiner-SDG-CD’s (Bachjahr 2000) entsprechend dem Sonntag im Kirchenjahr – ist nachstehend abrufbar zum Download und Drucken:

SDG-Index Gardiner-CDs im Kirchenjahr

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Der PDF-Kirchen-Kalender für die Sonn- und Feiertage für das Kirchenjahr 2010 / 2011 als PDF zum Download und Drucken:

Kirchenjahr-Kalender Sonn- und Feiertage 2010-11

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Mit besten Grüßen,

Werner

CANTart Musikfest Kreis Herford – Kantaten zum Mitsingen Münsterkirche Herford


CANTart - Musikfestival im Kreis Herford / OWL

Ein musikalisches Grossereingnis gibt es zur Zeit im Kreis Herford zu bewundern. Mit dem Musikfest CANTartvom 3.9. bis 11.12.2010 – finden im Kreis Herford-OWL zahlreiche Konzertveranstaltungen statt.

Im Festival CANTart treffen musikalische Impulse und Strukturen vielfältigster Herkunft und Relationen aufeinander und bilden doch ein
faszinierendes Ganzes. Die Region Herford gewinnt dabei ein ganz eigenes kulturelles Profil mit Tiefenwirkung.

Der Projektname CANTart erinnert an die ursprünglichste Form des Musizierens im Singen (lat. cantare) und verweist zugleich mit dem eigenständigen Partikel art auf Querverbindungen zu anderen Bereichen der Kunst. In CANTart wirken Tradition und innovative Offenheit in zukunftsgerichteter Intonation zusammen.

Die menschliche Stimme erweist sich gemäß dem Festivalthema als Ausdrucksorgan und fordert ebenso zu zeitgerechter Positionierung
heraus. Überzeitlichkeit und Aktualität bestimmen ihr Klang- und Wirkungsspektrum.

PDF-Programm zum Download: 10-cantart

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Kantaten zum Mitsingen Münsterkirche Herford

Aus diesem Anlass wird am 31. Oktober 2010 (Reformationstag) um 10:00 Uhr die Kantate BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“ zum Mitsingen in der Münsterkirche Herford im Kantatengottesdienst aufgeführt.

Eine weitere Kantate wird am 28. November 2010 (1. Advent) um 10:00 Uhr im Kantatengottesdienst in der Münsterkirche Herford zum Mitsingen erklingen: Kantate BWV 147a „Herz und Mund und Tat und Leben.“

Die Kantaten werden mit namhaften Solisten und hervorragenden Instrumentalisten aus der NWD Philharmonie in den Festgottesdiensten musizieren.

Stefan Kagl

Die Leitung liegt in den Händen von Münsterkantor Stefan Kagl.

Interessierte Mitsänger/innen werden gebeten, ab dem 2.11.2010 die Proben des Münsterchores und die Hauptprobe am 27.11.2010 um 18 Uhr zu besuchen.

Informationen und Anmeldung zum Mitsingen vom BWV 147a unter: 05221 / 27 69 77 oder 158 19.

Zwei Mitsänger aus dem Blog werden diese Kantaten stimmlich unterstützen und wünschen sich Besucher aus OWL und Umgebung um sich diese schönen Bach-Kantaten anzuhören.

Zur Einstimmung von YouTube das BWV 80 „Ein feste Burg“ – Eingangs-Satz –

und das BWV 147 „Herz und Mund und Tat und Leben“ – Eingangs-Satz –

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Weitere Termine-Konzerte aus dem CANTart-Pdf-Programm:

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Grüße Volker

Biodiversität audio-visuell – 23.10.2010 Missa Gaia in Velbert-Langenberg


Es ist kalt und ungemütlich, regnerisch, richtiges Herbstwetter. Ich will mir heute die Missa Gaia (Gaia griechisch: Erde) in der „alten Kirche“ in Langenberg anhören – oder sollte ich besser sagen, auch ansehen?

Inneres der alten Kirche

Der Komponist Paul Winter (*1939) wurde zu diesem Werk durch eine Trauerfeier für Duke Ellington inspiriert. Er liess sich von liturgischen Werken von Palestrina, Bach, Stravinsky und Britten leiten. Einige Melodien, die die Natur anbietet, werden direkt aus ihr entnommen und in das Geschehen mit eingewoben, so das Kyrie, das dem Ruf einer Polarwölfin entlehnt ist oder das Sanctus, wo ein Buckelwal solistisch-musikalisch in Aktion zu erleben ist. Mehrfach finden sich auch Aspekte aus Franz von Assisis „Sonnengesang“. Nach Wunsch des Komponisten soll sie kein unveränderliches Werk sein, sondern sie bietet auch Freiraum für thematisch verwandte Stücke. Sie ist das ökologische Glaubensbekenntnis einer Erkenntnis, die so komplex und doch so einfach ist:
Alles ist eins.
Christine Heßeler: Sopran; Rüdiger Scheipner: Saxophon; Klaus Georg Hanf: Oboe und Orgel; Tobias Sykora: Violoncello; Yasmin Aevermann: Gitarre
Gospelchor „Colours of Joy“ Velbert, Seniorensingkreis und Kirchenchor der ev. Gemeinde Langenberg
Technik: Margrit Finner, Maik Balnak
Bildpräsentation: Yasmin Aevermann
Leitung, Keyboard, Orgel: Peter Nowitzki
Dirigat: Sigrid Wagner-Schluckebier
Der Eingangschor „Canticle of Brother Sun“ ist fetzig, melodisch eingängig und erinnert an einige Sacro-Pop Songs, der Chor ist noch etwas unsicher, wer darüber hinweg hören möchte, schaut sich einfach die wunderschönen Bilder, die passend zum Text auf die Videoleinwand projeziert werden an und unsere Schöpfung in vielfältiger Weise präsentiert.
Das Kyrie scheint doch einige rythmische Stolperfallen zu beinhalten, dem Ruf des Polarwolfes intervallisch zu folgen bringt die Ausführenden in Zugzwang und so bekommt „Herr, Erbarme Dich“   einen neuen Zugang. Insgesamt wirkte der Chor etwas gehetzt, um „mit den Wölfen zu heulen“
Die Bergpredigt wird nun vertont von der Sopranistin Christine Heßeler gesungen, die ein echtes, junges Talent ist. Stimmtechnisch von der Natur mit solider Begabung für den Musicalbereich ausgestattet, bringt sie diesen Part sicher und ergreifend, dass das Publikum spontan applaudiert.
Interessant auch das nächste Stück, eine Zwiesprache der Vögel und des Cellos vor Sonnenaufgang. Es vermittelt zwischen den Instrumenten und der Natur, die in ihrer Intention und Klang nicht sehr weit entfernt voneinander sind.
Bei dem Stück, „die Erde ist schön“ tritt der Seniorenchor Langenberg unisono auf (der Text stammt übrigens von einem Langenberger). Ok, ich darf das jetzt nicht mit Gardiners Chor vergleichen, aber die betagten Damen und Herren animieren viele der Zuhörer spontan zum Mitsingen und so entwickelt dieses Konzert eine Dynamik, die das Publikum nicht als außenstehende Betrachter passiv beläßt, sondern sie aktiv in das Geschehen verquickt. Als weitere Einlage folgt das „Laudato si“.
Beeindruckend auch das Improvisationsstück für Orgel, Saxophon und Haubentaucher „Return to Gaia“-Rückkehr des Raumschiffes zur Erde. Peter Nowitzky und die Orgel versetzen uns in den Weltraum mit Harmonien, die wirklich außerspärisch klingen, untermalt von phantastischen Bildern ferner Galaxien. Von dem atonalen, scheinbar lebensfeindlichen Weltraum, tauchen wir audio-visuell in die vertraute, harmonische Atmosphäre der Erde ein, bis das Saxophon und die Orgel in Sam Cooks „Wonderful World“ einstimmen. Irre!
Ein weiterer Höhepunkt der Missa ist das Agnus Dei; um den Eskimos das Sinnbild des „Lamm Gottes“ näher zubringen, wurde das Lamm zur Kegelrobbe mit ihrem weissen Fell und ihrer sanften und hilflosen Natur umfunktioniert. Die Musik hierzu und die wundervollen Bilder (man hatte auf echte Grausamkeiten verzichtet) mit kleinen Robben und Kindern trieb mir die Tränen in die Augen.
Ein nachhaltiges Erlebnis, ein Plädoyer für die Schöpfung, ein außergewöhnliches Konzert.
“ Wie Samen, die unter der Schneedecke träumen, träumen eure Herzen vom Frühling. Vertraut diesen Träumen, denn in ihnen verbirgt sich das Tor zur Unendlichkeit“    Khalil Gibran

Geld verdienen mit klassischen Konzerten: in Hannover, Stuttgart und München. oder, noch besser, in Bielefeld und Münster


Berliner Philharmonie (Bildrechte: Berlin.de)

Ein interessantes Thema veröffentlicht die Zeitung:

BERLINER TAGESSPIEGEL

unter dem Titel:

Klassikmarkt Dabeisein ist alles

Wer mit klassischer Musik Geld verdienen will, veranstaltet seine Konzerte nicht in Berlin. Sondern in Hannover, Stuttgart und München. Oder, noch besser, in Bielefeld und Münster. Also dort, wo viele Menschen wohnen, die überdurchschnittlich verdienen, aber relativ wenige Möglichkeiten haben, ihr Geld für Kultur auszugeben.

In Berlin wird mit klassischer Musik nur Geld verdient, wenn es sich um große Events handelt, die Preise sind eingefroren und alle großen Künstler und Ensemble wollen unbedingt in Berlin auftreten.

Der BERLINER TAGESSPIEGEL schreibt dazu:

„Die Künstler sind so scharf darauf, ihre Biografie mit einem Auftritt in der Berliner Philharmonie schmücken zu können, dass sie sich fast gegenseitig das Messer in den Rücken rammen, um als erster dranzukommen“, erzählt Till Schoneberg. Mit der Konzertdirektion, die seinen Nachnamen trägt, bespielt er normalerweise zwei Inseln der Seligen: Münster und Bielefeld. Dort ist er etabliert, verdient gutes Geld. Im kommenden Jahr wird er 50 – und hat beschlossen, gerade jetzt ein Abenteuer anzufangen: „Wenn ich noch mal meinen Hut in den Ring werfe, dann in Berlin.“ Sein Credo, nur solche Orchester und Solisten zu präsentieren, die das in der jeweiligen Stadt übliche Niveau toppen, lässt sich in Berlin natürlich nicht realisieren. Denn auch für Schoneberg sind Rattles Philharmoniker die beste Klassiktruppe der Welt. Darum nähert er sich der Hauptstadt respektvoll, mit einer Kammermusik-Reihe.

– Zitat-Ende –

Der ganze Artikel kann unter dem nachstehenden Link nachgelesen werden:

Link: http://www.tagesspiegel.de/kultur/dabeisein-ist-alles/1965128.html

Rudolf-Oetkerhalle-Bielefeld

 

Die Konzert-Agentur Schoneberg aus Münster setzt sehr erfolgreich das Konzept: „Neue Namen“ als Projekt um 18:30 Uhr in Bielefeld und Münster ein.

Gedacht ist die Sache für Büromenschen, die das Kurzkonzert als Einstieg für einen Ausgeh-Abend nutzen möchten.

Im kleinen Saal der Oetkerhalle lässt er sehr junge Nachwuchs-Künstler auftreten um ihnen die Gelegenheit zu geben, sich profilieren zu können für ihre zukünftige Künstler-Laufbahn.

Für Interessenten gebe ich den Link zur Agentur Schoneberg aus Münster mit seinen Konzert-Veranstaltungen in der Bielefelder Oetkerhalle nachstehend an:

Link zum PDF: http://www.schoneberg.de/files/Information-Klassikabos-Bielefeld.pdf

Grüße

Volker

Kölner Fest für Alte Musik am 21.10.2010 eröffnet


Flyer: kölner fest für aLTe musik

Für alle Liebhaber der „Alten Musik“ ist eine Pilgerreise nach Köln angesagt. Ein „neues Schaufenster für die Alte-Musik-Szene“, so der Veranstalter, die „Freunde von Concerto Köln“, habe sich damit geöffnet.

Für den Zeitraum vom 21.10.2010

bis zum Sonntag, 24.10.2010

findet in Köln die Veranstaltung:

„kölner fest für aLTe musik“

statt.

Der Veranstalter berichtet:

Dass man jetzt „in Konzerten und Platzmusiken, auf einer Bootsfahrt und mit einem großen Fest zahlreiche Ensembles der historischen Aufführungspraxis“ präsentiert, soll nur ein Anfang sein. Aber dieser Anfang musste jetzt, soviel wird deutlich bei der Vorstellung des Programms in den Proberäumen von Concerto Köln, endlich gemacht werden.

Froh ist man von Veranstalterseite über die Kooperationen mit dem WDR. Für den Zusammenschluss der Szene-Interessen in einem „Zentrum für Alte Musik“ sucht man im Gespräch mit den Kulturpartnern noch nach einer passenden Rechtsform. Eine Vereinsgründung ist im Gespräch.

Sicherlich ein Highlight im Programm für

Sonntag, 24.10.2010 um 12:00 Uhr

Trinitatiskirche in Köln, Filzengraben 6

Kantatengottesdienst
Johann Sebastian Bach, Missa g-Moll BWV 235

Ein geistliches Werk Bachs, wie er es musizierte: als Bestandteil
der Liturgie in einem feierlichen Gottesdienst

Chorus Musicus Köln, Das Neue Orchester
Leitung: Christoph Spering
Predigt: Stadtsuperintendent Rolf Domning

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Anmerkung zum BWV 235:

Lutherische Messe
Vermutliche Entstehungszeit: vermutlich nach 1735
Text: Kyrie und Gloria der Meßordnung der römisch-katholischen Kirche (Ordinarius Missae)

1. Choral Kyrie eleison
Besetzung: SATB, Ob I-II, Str, Bc
Parodie von BWV 102/1
2. Choral Gloria in excelsis Deo
Besetzung: SATB, Ob I-II, Str, Bc
Parodie von BWV 72/1
3. Arie Gratias agimus tibi
Besetzung: B, Vl I-II in unis, Bc
Parodie von BWV 187/4
4. Arie Domine Fili
Besetzung: A, Ob, Str, Bc
Parodie von BWV 187/3
5. Arie Qui tollis peccata mundi
Besetzung: T, Ob, Bc
Parodie von BWV 187/5
6. Choral Cum Santo Spiritu
Besetzung: SATB, Ob I-II, Str, Bc
Parodie von BWV 187/1 

 

Sopran: S
Alt: A
Tenor: T
vierstimmiger Chor: SATB
Oboe: Ob I-II
Streicher: Str
Generalbaß: Bc

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Link zum Programm: http://www.koelnerfest-altemusik.de/programmuebersicht.html

Schönes Wochenende wünscht

Volker

St. Michaelis Hamburg mit Monteverdis Marienvesper am 30.10.2010 – und seine sanierten Orgeln


St. Michaelis-Kirche Hamburg

Hamburg mit seiner Hauptkirche St. Michaelis rundet den Monat Oktober 2010 mit einem Highlight ab. Am 30. Oktober 2010 führt der Chor von St. Michaelis, Hamburg – von Claudio Monteverdi die „Vespro della beata Vergine (Marienvesper) auf. Namhafte Gesangs-Solisten konnten für dieses Konzert verpflichtet werden:

Wie u.a.

Emma Kirkby, Sopran, Susanne Rydén, Sopran,

Andreas Post, Tenor, – James Gilchrist, Tenor

Zur Ankündigung:

Chor St. Michaelis

Leitung: Christoph Schoener

Sonnabend, 30. Oktober 2010, 18.00 Uhr

Claudio Monteverdi: Vespro della beata Vergine (Marienvesper)

Emma Kirkby, Sopran Susanne Rydén, Sopran Elisabeth Graf, Alt Gabriele Betty Klein, Alt James Gilchrist, Tenor Andreas Post, Tenor Raimund Nolte, Bass Jens Hamann, Bass

Chor St. Michaelis Concerto con Anima Leitung: Christoph Schoener

PDF zum Konzert St. Michaelis Hamburg Monteverdi Marienvesper

PDF Einführung in die Marienvesper:  H i e r – klicken..!!

14 Gardiner-Videos YouTube Marienvesper

Link:  http://www.youtube.com/view_play_list?p=548494ED4517F7D6

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Kontakt: Michel-Musik-Büro Susanne Lindemann Englische Planke 1 D-20459 Hamburg

Telefon: 040/37 678 143 Fax: 040/37 678 243 info@michel-musik.de http://www.michel-musik.de

Ticket-Online-Link: http://www.ticketonline.com/de/de/production/161610-Claudio+Monteverdi%3A+Marienvesper/

Sitzplan: Link: http://www.michel-musik.de/?id=0cb7909a456224ba18ddf1480c1a14d2

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Zu diesem Beitrag passt die Information über die Sanierung in 2009 von St. Michaelis mit ihren Orgeln, aus diesem Anlass fanden im Jahr 2009 zahlreiche Fest-Konzerte statt. Berühmte Organisten und Komponisten waren in St. Michaelis:

Georg Philipp Telemann, Carl Philipp Emanuel Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Brahms, Gustav Mahler.

+) Die Sanierung der Hauptkirche St. Michaelis ist abgeschlossen, die Orgeln und das Fernwerk sind wieder einsatzbereit. Fast ein Jahr lang hatte die Kirchenmusik in der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis Generalpause, denn der Innenraum des „Michels“ wurde umfangreich saniert und restauriert. Nun ist es vollbracht und die alte Pracht des Kirchenraums erstrahlt in neuem Glanz. Die Sanierung des Michels, der mit der Dresdner Frauenkirche zu den bedeutendsten Barockkirchen des Protestantismus zählt, hatte 26 Jahre gedauert und rund 33 Millionen Euro gekostet, davon entfielen mehr als 2 Millionen Euro auf die Orgel-Instandsetzung.

Die Festmusik zur Einweihung des Turmes von St. Michaelis im Jahre 1786 schrieb Carl Philipp Emanuel Bach, Telemanns Nachfolger als Musikdirektor an allen fünf Hauptkirchen und der Gelehrtenschule.

Steinmeyer-Orgel St. Michaelis Hamburg

Die große Steinmeyer-Orgel mit 6674 Pfeifen in 85 Registern, die kleinere Marcussen-Konzertorgel auf der Nordempore, beide gründlich restauriert und von einem zentralen Spieltisch ansteuerbar, das „wiederbelebte“ Fernwerk und demnächst auch noch eine neue Orgel mit barockem Klangbild, die 2010 auf der Südempore errichtet werden soll.

Sie wird Carl Philipp Emanuel Bach gewidmet sein, dessen Grab sich in der Michel-Krypta befindet. Dort steht auch eine kleine „Felix-Mendelssohn-Orgel, die mit ihrem Namen daran erinnert, dass dieser berühmte Hamburger Komponist in unmittelbarer Nachbarschaft des Gotteshauses geboren wurde.

Krypta in St. Michaelis Hamburg Grabstätte von "Carl Philipp Emanuel Bach"(1714 – 1788)

Hauptpastor Alexander Röder ist begeistert: „Wenn in Zukunft Orgelklänge aus dem Schallloch in der Decke erklingen, werden die Besucher das Gefühl haben, die Musik käme direkt aus dem Himmel.“

Dazu gibt es aus Hamburg ein Video von 2009 wo über die Sanierung der Orgeln in St.Michaelis und speziell über „Carl Philipp Emanuel Bach“ (1714 – 1788) – berichtet wird, der in der Krypta von St. Michaelis begraben worden ist.

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Zum Start in das Video unten  k l i c k e n !!

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Inhaltsreiche Angaben zu den Orgeln in St. Michaelis-Hamburg, mit Dispositions-Angaben, Fotos und Geschichte als PDF herunterzuladen:

Link:  St. Michaelis Hamburg Orgeln Disposition Geschichte Bilder

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Grüße
Volker
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+) Textauszüge/Video von: www.marketing.hamburg.de

Echo Klassik Preis 2010 – Philharmonie Essen- Wie Klassik in Deutschland gefeiert wird, sollte ein Vorbild für die ganze Welt sein?


ZDF Echo der Stars 2010: Philharmonie Essen 17. Oktober 2010

Hm, wurde diese Galaveranstaltung „Echo-Klassik-Preis 2010“, übertragen gestern vom ZDF aus der Philharmonie Essen – wirklich diesem getätigten Ausspruch von der amerikanischen Sopranistin Joyce DiDonato:

„Wie Klassik in Deutschland gefeiert wird, sollte ein Vorbild für die ganze Welt sein“

entsprechend umgesetzt und präsentiert? Mir kommen Zweifel dabei auf, ob diese vollmundig  angekündigte Gala-Veranstaltung der „Klassik“  wirklich ein Highlight wurde. Nur sehr selten verspürte ich Emotionen die sich sonst  automatisch in den vorangegangenen Jahren sich bei mir einstellten.

Echo der Stars 2010: Moderation Thomas Gottschalk

Bei der Gala wurde der Preis in 59 Kategorien verliehen. Die Auszeichnung der Deutschen Phono-Akademie und des Bundesverbands der Musikindustrie gilt als bedeutendster Klassikpreis der Welt. 1994 wurde er erstmals verliehen.

Die launige Moderation von Thomas Gottschalk gefiel mir wesentlich besser als die steife Ansage seines Vorgängers Götz Alsmann.

Gottschalks Aussage: „Ich will die Klassik raus aus dem Elfenbeinturm holen. Ich finde Bon Jovi gut ­ und Bayreuth“, sagt entsprechendes zu der Gala-Veranstaltung in der Essener Philharmonie am Sonntag aus.

Flippig fand ich die Stabforderung von Gottschalk vom Dirigenten Andrey Boreyko ihm das Führen der  „Essener Philharmoniker“  zu überlassen und lässt die Musiker „Figaros Hochzeit“ spielen.

„Ich wollte einmal im Leben ein Symphonie-Orchester in meine Gewalt bekommen“, witzelt Gottschalk und gelang ihm recht ordentlich, bis es zum Bruch mit dem Amateur-Dirigenten und den Essener Philharmonikern kam, aber es war eine spaßige und gelungene Einleitung..!!

Echo der Stars 2010 - Violine - David Garett

Der anschließende Auftritt des deutsch-amerikanischen Violionisten: David Garett entsprach wohl dem Konzept der Veranstaltung „Klassik und Pop“ zu vereinen. Hiermit sollten neue Besuchergruppen angelockt werden, die sich sonst mit der klassischen Musik nicht angesprochen fühlen.

Ich frage mich, geht das Konzept auf, Klassik und Pop in einer Veranstaltung zu vereinen, ich meine nur bedingt und rufe aus: „Schuster bleib bei deinen Leisten.“

Schmelzig romantisch spielte er Franz Schuberts „Serenade“  um dann in die Popmusik überzuwechseln und von Paul MCCartney das „Live And Let Die“ mit Grossem Orchester und Band zu spielen und die Flammen auf LED-Wänden tanzten zu seiner Musik.

Alles eine Geschmacksfrage, wer sich mit Pop-Musik angesprochen fühlt, ist damit auf seine Kosten gekommen. Den „EchoKlassik“ als „Bestseller des Jahres“ erhielt David Garrett für sein Album „Classic Romance“.

Link: Hier eine Hör- und Sehprobe YuTube. David Garett-Violine

Echo der Stars 2010: US-amerikanische Mezzosopranistin: "Joyce DiDonato"

Die US-amerikanische Mezzosopranistin:

„Joyce DiDonato“

erhebt anschließend ihre glasklare Stimme zu  – Gioachino Rossini’s „Fra il padre“ – aus „La donna del lago.“ Eine klanglich berauschende Vorstellung einer großartigen Sängerin die mich voll begeisterte.

Das Stimmvolumen, die fantastischen Koloraturen und ihre technischen Voraussetzungen waren für mich vorweggenommen der absolute Höhepunkt des Abends.

Schmeichelnd ihre Aussage

„Wie Klassik in Deutschland gefeiert wird, sollte ein Vorbild für die ganze Welt sein“

das ging runter wie warme Butter. Nach den Lobeshymnen bittet Gottschalk zum Walzer und bestand auch diese Feuerprobe mit Bravour.

Den „EchoKlassik“ als „Bestseller des Jahres“ erhielt Joyce DiDonato als beste Sängerin des Jahres.

Link: Hier eine Seh- und Hörprobe von YouTube mit der Mezzosopranistin: Joyce DiDonato

Echo der Stars 2010: Pianist "Lang Lang" spielt Frederic Chopin Polonaise Nr 6

Der 28-jährige chinesische Pianist „Lang Lang“ spielte von  Frederic Chopin die „Polonaise Nr: 6“  und später als  Zugabe – ein Wunsch von Thomas Gottschalk – die deutsche Nationalhymne, die instrumental für ein Kammerorchester von Joseph Haydn komponiert worden war.

In China, der Heimat des Klaviervirtuosen gehen Millionen Kinder zum Klavierunterricht, weil sie alle so sein wollten wie „Lang Lang“ entgegnete Thomas Gottschalk zu Lang Lang.

Lang Lang erhielt den „EchoKlassik“ als „Instrumentalist des Jahres.“

Link: Hier eine Hör- und Sehprobe von YouTube mit dem Pianisten Lang Lang, er spielt von Chopin die Polonaise Nr: 6

Im Bereich Vokal-Musik geht der Klassik-Echo an den 40-köpfigen Norddeutschen Figuralchor. Der 1981 gegründete Chor aus Hannover erhält damit schon seine vierte Echo-Trophäe.

Die jungen Pianistinnen Olga Scheps (24) und Alice Sara Ott (22) wurden von der Phono-Akademie als „Nachwuchskünstlerinnen des Jahres“ ausgezeichnet.

Der „Mädchenchor-Kammerchor-Knabenchor-Hannover“ erhielt den „Echo-Klassik“ als „Bestseller für die Choreinspielung des Jahres.“ Neun Bach-Kantaten und für die CD-Veröffentlichung „Glaubenslieder.“ Für die Phono-Akademie ein Grund, diese Einspielungen mit dem Echo-Klassik-Preis entsprechend zu würdigen.

Den Echo für sein Lebenswerk zu erhalten, empfand „Dirigent Kurt Masur“ zunächst als „Schreck“, doch dann überwog doch die Freude.

Das Fauré-Quartett erhielt einen Preis in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“.

Jonas Kaufmann (Tenor) erhielt die Auszeichnung für die Einspielung „Sehnsucht“ mit Werken von Mozart, Beethoven, Schubert und Wagner. Die Laudatio auf ihn hielt der britische Popmusiker Sting, der dann später, begleitet von den Esser Philharmonikern, den Police-Hit „Every Little Thing She Does Is Magic“ sang.

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Fazit:

In meinen Augen war in der „Klassik-Pop-Gala-Sendung“ diesmal der ganz große Wurf  nicht dabei, es waren teilweise nett anzuhörende Musikstücke aber so richtig vom Hocker gehauen hat mich nur die überragende Mezzosopranistin: „Joyce DiDonato“ – sie war für mich der Stern des Abends.

Wer die Sendung verpasst hat, kann voraussichtlich für eine Woche in der ZDF-Mediathek die Sendung noch einmal aufrufen.

Link: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/interaktiv/1163538/Echo-der-Stars—Der-Echo-Klassik-2010

Grüße

Volker

Sir Gardiner sein Label – Soli Deo Gloria – hat fehlende Bach-Kantaten-Einspielungen innerhalb der – Bach Cantata Series – wie kann ich sie vervollständigen


Nach dem erfolgreichen Ende und Veröffentlichung der letzten CD-Alben der  „Bach Cantata Series“ konnte mein Abgleich mit dem beigefügten Flyer vom Label: Soli Deo Gloria – welches in der letzten CD-Sendung mit enthalten war, meine Recherche auf eine  Vollständigkeit der „Bach-Kantaten –  für das Kirchenjahr“ mit den veröffentlichten CD’s von der „Bach-Cantata-Pilgrimage 2000-Tour“ – vorgenommen werden.

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Bach Cantata Series

THE BACH CANTATA PILGRIMAGE RECORDINGS

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SDG101 SDG104 SDG107 SDG110 SDG113 SDG115 SDG118
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SDG121 SDG124 SDG127 SDG128 SDG131 SDG134 SDG137
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SDG138 SDG141 SDG144 SDG147 SDG150 SDG153 SDG156
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SDG159 SDG162 SDG165 SDG168 SDG171 SDG174

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Die „Bach Cantata Series“ beinhalten 165 Bach-Kantaten für das Kirchenjahr – die innerhalb der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000-Tour im Bachjahr 2000 vom Label: Soli Deo Gloria mit 27 CD-Alben veröffentlicht wurden.

Dazu wurden im Kalenderjahr 2000 (Bachjahr 2000) von der DG (Deutsche Grammophon) – vier CD’s mit 14 Bach-Kantaten für das Kirchenjahr in ihrer Eigenregie veröffentlicht und verkauft. Es handelt sich um die fehlenden BWV 72, 73, 82, 83, 94, 105, 111, 113, 125, 156, 168, 179, 199 und BWV 200, die aus rechtlichen Gründen vom Label: Soli Deo Gloria – nicht verkauft werden durften. Diese vier CD’s der DG führe ich nachstehend zur Ansicht auf.

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Diese fehlenden „Bach-Kantaten“ – für das Kirchenjahr – können zur Vervollständigung als Einspielung mit – Sir Gardiner – EBS und dem Monteverdi Choir von der DG – (Deutsche Grammophon) – nachstehend erworben werden:

Link:  – h i e r  klicken..!!

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Cover: CD der DG vom Bachjahr 2000 - mit dem BWV 72 - 73 - 111 - 156

 

 

Cover: CD der DG vom Bachjahr 2000 -mit dem BWV 82 - 83 - 125 - 200

 

 

Cover: CD der DG vom Bachjahr 2000 -mit dem BWV 94 - 105 - 168

 

 

Cover: CD der DG vom Bachjahr 2000 mit dem BWV 113- 179 - 199

 

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Von Johann Sebastian Bach sind nach heutigem Kenntnisstand um die 200 Kantaten bekannt. Von diesen „Kantaten zum Kirchenjahr“ werden von den Fachleuten sechs Kantaten J.S. Bach n i c h t zugeordnet. Laut Alfred Dürr in seinen Kantatenbeschreibungen auf Seite 1003, scheiden folgenden BWV für das Kirchenjahr in der Zuordnung zu J.S. Bach aus und wurden dementsprechend vom Label: Soli Deo Gloria und der DG im Bachjahr 2000 nicht veröffentlicht:

BWV 15 „Denn du wirst meine Seele nicht in der Hölle lassen“ (Komponist: Johann Ludwig Bach)

BWV 53 „Schlage doch gewünschte Stunde „(Trauerfeier) (Komponist Georg Melchior Hoffmann)

BWV 141 „Das ist je gewisslich wahr“ (Komponist: Georg Philipp Telemann)

BWV 142 „Uns ist ein Kind geboren“ (Komponist: Johann Kuhnau)

BWV 160 „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt“ (Komponist: Georg Philipp Telemann)

BWV 189 „Meine Seele rühmt und preist“ (Komponist Georg Melchior Hoffmann)

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Die nachstehenden zwölf Kantaten sind keinem Sonn- oder Feiertag im Kirchenjahr zuzuordnen, es handelt sich um weltliche Kantaten – aus Anlass eines Ratswechsels, Trauung, oder Trauerfeier. Diese BWV wurden ebenfalls vom Label: Soli Deo Gloria und der DG im Bachjahr 2000 nicht veröffentlicht:

BWV 29Wir danken dir, Gott, wir danken dir“ (Ratswahl)

BWV 69 „Lobet den Herrn, meine Seele“ (Ratswechsel)

BWV 71 „Gott ist mein König“ (Ratswechsel zu Mühlhausen 1708) *)

BWV 106 „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit (Actus tragicus) (Trauerfeier)

BWV 119 „Preise, Jerusalem, den Herrn“ (Ratswechsel)

BWV 120 „Gott, man lobet dich in der Stille“ (Ratswechsel)

BWV 157Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ (Trauerfeier evtl. zu Mariae Reinigung)

BWV 193 „Ihr Tore zu Zion“  (weltliche Kantate, Ratswechsel)

BWV 195 „Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen“ (Trauung)

BWV 196 „Der Herr denket an uns“ (Trauung)

BWV 197 „Gott ist unsre Zuversicht“ (Trauung)

BWV 198 „Laß, Fürstin, laß noch einen Strahl“ (Trauer-Ode für Kurfürstin Christiane Eberhardine, Gemahlin Augusts des Starken, die am 5.9.1727 verstarb)

*) Das BWV 71 „Gott ist mein König“ zur Ratswahl in Mühlhausen 1708 wurde von Sir J.E. Gardiner im Bachjahr 2000 aus besonderem Anlass seines Besuches dort in der Divi Blasii Kirche mit aufgeführt und auf seiner SDG-CD Vol. 3 mit veröffentlicht..!!

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Somit müsste  nach meinen oben genannten Angaben und meiner Recherche folgende „Bach-Kantate zum Kirchenjahr“ zur Vervollständigung von dem Bach-Freund noch zusätzlich erworben werden:

BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen“ (Himmelfahrtsoratorium)

Diese Kantate wurde im Bachjahr 2000 weder vom Label: Soli Deo Gloria, noch von der DG – (Deutsche Grammophon) –  eingespielt.

Diese CD ist im Oktober 1993 in London –  u.a. mit dem Himmelfahrtsoratorium, BWV 11 – von der DG mit Sir Gardiner – EBS und dem Monteverdi Choir – eingespielt und veröffentlicht worden.

 

Cover: CD von der DG eingespielt im Oktober 1993 in London u.a. mit dem BWV 11 "Himmelfahrtsoratorium" und BWV 37-43-128 Ausführende: Sir Gardiner-EBS-Monteverdi Choir

 

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Diese CD mit dem BWV 11 (Himmelfahrtsoratorium) kann ebenfalls nachstehend erworben werden.

Link: – h i e r – klicken..!!

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Fazit:

Meine Bewunderung gilt allen Beteiligten der Bach-Cantata-Pilgerreise im Kalenderjahr 2000.  Sir John Eliot Gardiner war ein hervorragender Bach-Kenner, genialer Leiter und Bach-Interpret der Extraklasse – die mit einem bewundernswerten barocken Sound auftretenden English Baroque Soloists sind als ein Orchester der Spitzenklasse zu erwähnen – der nicht zu toppende Monteverdi Choir  war die Krönung während dieser unvergleichlichen Pilgerreise. Die zur Pilgertour verpflichteten Gesangs-Solisten konnten zur allgemeinen homogenen Ensemble-Leistung mit ihrem Gesangs-Können überzeugen. Sie alle haben etwas Außergewöhnliches vollbracht, was bisher von keinem Ensemble in dieser Form unternommen worden ist. In einem Kalenderjahr (im Bachjahr 2000) haben sie fast vollständig sämtliche „Bach-Kantaten im Kirchenjahr“ in Europa und Übersee zur Aufführung gebracht und als einen Mittschnitt auf CD veröffentlicht.

 

Leiter: Sir John Eliot Gardiner - EBS und Monteverdi Choir

 

Wie wurde das alles mit Bravour gemeistert: Instrumentalisten-Gesangs-Solisten terminlich zu verpflichten, die Terminhetze, lange Anreisen, kaum Zeit zum Proben, die örtlichen Akustischen Probleme in den Griff zu bekommen, und und…!!

Umso erstaunlicher, was von dieser Bach-Pilger-Tour an hervorragenden Bach-Kantaten als Ergebnis veröffentlicht wurde. Ich verneige mich ehrfurchtsvoll vor diesem Spitzen-Ensemble und ihrem genialen Leiter: „Sir John Eliot Gardiner“, der diese Idee für das Bachjahr 2000 in sich trug und trotz aller Schwierigkeiten so souverän meisterte. Mir wird ganz schwermütig ums Herz, dass nun alles Vollbracht worden ist und die Bach-Pilgerreise mit der letzten CD-Veröffentlichung ein Ende gefunden hat. Es waren für mich immer spannende Momente, wenn die neue SDG-Bach-CD von der „Bach-Pilgertour 2000“ per Post auf meinem Tisch lag und ich mich mit dieser wunderbaren Bach-Musik vom Alltag entrücken lassen konnte.

Für jeden Kantaten-Liebhaber sind die Ausführungen von Sir John Eliot Gardiner – veröffentlicht in seinem Reisetagebuch zur Bach-Cantata Pilgerreise – von so hoher und gehaltvoller Qualität, so dass sie ein hilfreiches Instrumentarium bedeuten, sich mit den textlichen Ausführungen zu befassen. Zu jeder Bach-Kantate, die im Bachjahr 2000 aufgeführt wurde, sind die gemachten Aussagen als Anschauungsunterricht von unschätzbarem Wert. Hier wird aus erster und genialer Quelle etwas zu dem Werk ausgesagt, das sehr in die Tiefe geht und nicht nur die musikalische Sichtweise darlegt, sondern auch die textlichen und historischen Gründe wunderbar ausdeutet. Ebenso sind die Meinungsaussagen der Künstler und Solisten zur Bach-Cantata-Pilgrimage zu nennen. Hier kommen die Beteiligten zu Wort und sehen die Werke aus ihrer Sicht und beschreiben sehr anschaulich die Bach-Pilgertour 2000.

Nachstehend der Link zum Cantatafinder, wo das Reisetagebuch und die Künstlerbeiträge pro Album  einsehbar sind.

Link zum Cantatafinder

Soli Deo Gloria, vielen Dank für eure Bemühung und der wunderbaren J.S. Bach-Musik und den wörtlichen Ausführungen in dem Reisetagebuch und in den Künstlerbeiträgen, die ihr so meisterlich uns zu kredenzen wusstet. Ich werde es vermissen, wenn keine neue Bach-CD von Euch mehr ankommen wird, aber –  ich habe ja das „SDG-CD-Bach-Archiv“, damit werde ich mich immer wieder an den schönen Bach-Kantaten erfreuen können und das ist ein Glücksfall, der meine Wehmütigkeit in Grenzen halten wird..!!

Herzliche Bach-Grüße

Volker


Neuveröffentlichung Symphonien von Johann Christoph Friedrich Bach (Bückeburger-Bach)


 

Cover: Johann Christoph Friedrich Bach "Sinfonien"

 

Seit Juli 2010 gibt es eine bemerkenswerte CD-Neuveröffentlichung mit Symphonien 6 -10 & 20 vom Bückeburger Bach: Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795).

Sinfonien: HW 1/6, 10 & 20 / Einspielung vom Leipziger Kammerorchester unter der Leitung von Morten Schuldt-Jensen  in 2009.

CD kann – h i e r  – bestellt werden.

Anders als seine prominenten Brüder Carl Philipp oder Johann Christian ist der „Bückeburger Bach“ nie aus der Provinz herausgekommen und diente als Hofmusiker vierzig Jahre lang an der Residenz der Grafen von Schaumburg-Lippe. Seine Musik ist aber alles andere als provinziell. Souverän bewegt sie sich zwischen den Stilen der beiden Brüder, verbindet sie den kunstvollen Anspruch Carl Philipps mit dem leichten italienischen Tonfall des jüngeren Bruders Johann Christian – und passt so in keine musikalische Schublade.

Eine ausführliche Beschreibung zum Aufenthalt von Johann Christoph Friedrich Bach am Schaumburger Hof in Bückeburg kann der Leser hier nachvollziehen.

Link: h i e r – klicken..!!

 

 

"Bückeburger Bach" - Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795)

 

Komponist:  Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) lebte in Bückeburg von 1749-1795
Orchester: Leipziger Kammerorchester, Morten Schuldt-Jensen
Werke:
  1. Johann Christoph Friedrich Bach: Sinfonie C – Dur HW 1/6
    „Allegro di molto“ (3:55)
  2. Johann Christoph Friedrich Bach: Sinfonie C – Dur HW 1/6
    „Andante“ (7:36)
  3. Johann Christoph Friedrich Bach: Sinfonie C – Dur HW 1/6
    „Allegro assai“ (5:23)
  4. Johann Christoph Friedrich Bach: Sinfonie Es – Dur HW 1/10
    „Allegro“ (2:51)
  5. Johann Christoph Friedrich Bach: Sinfonie Es – Dur HW 1/10
    „Andante assai“ (5:07)
  6. Johann Christoph Friedrich Bach: Sinfonie Es – Dur HW 1/10
    „Allegro assai“ (3:38)
  7. Johann Christoph Friedrich Bach: Sinfonie B – Dur HW 1/20
    „Largo – Allegro“ (8:41)
  8. Johann Christoph Friedrich Bach: Sinfonie B – Dur HW 1/20
    „Andante con moto“ (5:32)
  9. Johann Christoph Friedrich Bach: Sinfonie B – Dur HW 1/20
    „Minuetto“ (4:38)
  10. Johann Christoph Friedrich Bach: Sinfonie B – Dur HW 1/20
    „Rondo allegretto scherzando“ (3:44)
Label/Verlag: Naxos
Medium: CD
Aufnahmedatum: 25.8.2008
Klangqualität: DDD
Veröffentlichung: 05.07.2010

 

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Drei Hörproben aus der CD nachstehend:

Hörprobe 1 J.Chr.Friedrich Bach Sinfonie

Hörprobe 2 Johann Christoph Friedrich Bach Sinfonien
Hörprobe 3 Johann Christoph Friedrich Bach Sinfonien

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*) Angaben zum Leipziger Kammerorchester:

Das Leipziger Kammerorchester wurde 1971 von Musikern des Gewandhausorchesters gegründet, die neben ihrer Tätigkeit in Oper und Konzert die neuesten Erkenntnisse der Aufführungspraxis erlebbar machen wollten.
Seit dem Jahr 2000 hat Morten Schuldt-Jensen die künstlerische Leitung übernommen und durch seinen persönlichen Stil ein flexibles und zeitgemäßes Ensemble geformt. Konzertreisen nach Dänemark, Spanien, Korea und Japan sowie Konzerte zu den Rheingau-, Schleswig-Holstein- und Mecklenburg-Vorpommern Musikfestivals als auch zahlreiche CD-Produktionen belegen dies eindrucksvoll.
Orchester und Dirigent suchen stilgerecht die Linien der Kompositionen auf modernen Instrumenten nachzuzeichnen, durch Artikulation, Phrasierung und entsprechende Klangfarben. So können die technischen Möglichkeiten des heutigen Instrumentariums mit aufführungspraktischen Erkenntnissen vom Barock bis zur Moderne verbunden werden. Als Ergebnis wird jede Stilepoche und jedes Werk in seiner kompositorischen Struktur erlebbar.

 

Dänischer Dirigent "Morten Schuldt-Jensen"

 

Morten Schuldt-Jensen ist Gastdirigent bei Chören wie z.B. RIAS-Kammerchor (Berlin), MDR Rundfunkchor (Leipzig), NDR-Chor (Hamburg), DR Radiokammerkoret (Kopenhagen) und Gächinger Kantorei (Stuttgart). Er hat als Choir Master mit international angesehenen Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Sir Colin Davis, Sir John Elliot Gardiner, Herbert Blomstedt, Philippe Herreweghe, René Jacobs, Lothar Zagrosek, Helmuth Rilling und vielen anderen zusammengearbeitet. Als Orchesterdirigent gastiert er seit vielen Jahren bei namhaften deutschen und skandinavischen Ensembles, darunter GewandhausorchesterAkademie für Alte Musik (Berlin),Helsingborgs Symfoniorkester.

*) Angaben: http://www.leipzigerkammerorchester.de/orchester.html

Es ist erfreulich, dass diese unbekannten und selten gespielten Orchesterwerke von „Johann Christoph Friedrich Bach“ der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. Nach dem Freiburger Barockorchester erscheint nun von dem „Leipziger Kammerorchester“ eine Neuerscheinung der Sinfonien 1/6, 10 & 20. Diese CD ist für EUR 6,99 bei Amazon zu erhalten.


Weihe der Schuke-Orgel in der Heilig Kreuz Kirche Detmold


 

Kath.Heilig Kreuz-Kirche in Detmold

 

Die neue Orgel der Hochschule für Musik Detmold ist am Dienstag, 5. Oktober 2010,  in der Heilig Kreuz-Kirche in Detmold vorgestellt worden. Mit dem von der Berliner Orgelbauwerkstatt Karl Schuke gebauten Instrument besitzt die Hochschule nun eine der eindrucksvollsten Orgeln der Region. Nach der Einweihung der Sandtner-Orgel in der Kapelle des Palais im Jahr 2006 und der runderneuerten Klais-Orgel im Konzerthaus im Jahr 2009 erhält die Hochschule nun ihre dritte bedeutende Orgel.

Die Orgel ist mit ihren 62 Registern und mehr als 4.000 Pfeifen auf das Klangideal der deutschen und französischen Romantik gerichtet. Dazu gehört vor allem eine reiche Palette von charakteristischen 8’-Labialregistern, insbesondere im Schwellwerk, von zarten Farben und auch sehr leisen Registern. Ihre Disposition macht jedoch auch die Darstellung barocker Literatur möglich, die einen gravitätischen Klang benötigt, ebenso wie die Interpretation vorbarocker Kompositionen. Die stark ausgebauten Schwellwerke im II. und III. Manual besitzen für die Literatur der symphonischen französischen Orgelmusik des 19. und 20. Jahrhunderts alle notwendigen Zungenstimmen.

Sowohl für die Interpretation zeitgenössischer Orgelmusik als auch für Orgelimprovisation verfügt das neue Instrument über eine ganze Reihe von bautechnischen Besonderheiten, die in dieser Fülle kaum in einer anderen Orgel zu finden sind, darunter Mixtursetzer für alle Werke, eine Pizzicato-Koppel Hauptwerk / Pedal, eine additive und auslösende Tastenfessel, eine Pedalteilung für das gesamte Pedal (H-c) sowie eine zusätzliche Windabschwächung. Außerdem ist ein Midi-System (mit Replay) vorhanden sowie ein hochmodernes Setzersystem mit einer Ablagemöglichkeit nach Titeln. +)

Link: Disposition der Schuke-Orgel in Heilig Kreuz Detmold

Der Vorverkauf

für den Abschluss und den Höhepunkt der Orgelweihewoche ist eröffnet. Wenn Sie sich für diese außergewöhnliche Veranstaltung mit ca. 150 Ausführenden einen Sitzplatz reservieren wollen (nummerierte Plätze), sollten sollten Sie sich bald um eine Karte kümmern.
Karten für 20,- und 15,- Euro sind im Haus der Musik www.musikalienhandel.de

und auch im Pfarrbüro zu den normalen Öffnungszeiten erhältlich.

Kath. Heilig Kreuz-Kirche, Schubertplatz 10 – 32756 Detmold – Tel. 05231 / 9279-0

Auf dem Programm stehen mit der Orgelsinfonie von Camille Saint-Saens und der Toccata festiva von Samuel Barber zumindest 2 Werke, die in Detmold noch nie zu hören waren. Weitere Infos rund um die Orgel, die Festwoche und das 1. Detmolder OrgelTriduum finden Sie auch unter

www.schukeorgel-detmold.de

Neubau Schuke-Orgel in Heilig Kreuz Detmold / Fotorechte: Heilig Kreuzgemeinde

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Orgelweihewoche 10. bis 17. Oktober 2010 in Heilig Kreuz Detmold

 

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Ein Favorit in der Orgelwoche:

Dienstag, 12.10.2010

Kath. Pfarrkirche Heilig Kreuz, 19:30 Uhr

Orgelkonzert

Sonderveranstaltung anlässlich der Festwoche zur Einweihung der Schuke-Orgel in Heilig Kreuz

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Toccata und Fuge F-Dur BWV 540 – Gerhard Weinberger (Orgel) / Kleines Lob der Orgel I – Landessuperintendent i.R. Dr. h.c. Gerrit Noltensmeier / Franz Liszt (1811-1886): Fantasie und Fuge über den Choral „Ad nos, ad salutarem undam“ aus der Oper „Der Prophet“ von Giacomo Meyerbeer – Tomasz Adam Nowak (Orgel) / Kleines Lob der Orgel II – Landessuperintendent i.R. Dr. h.c. Gerrit Noltensmeier / Max Reger (1873-1916): Phantasie über den Choral
„Wie schön leucht‘ uns der Morgenstern“ op. 40/1 – Gerhard Weinberger (Orgel)

Eintritt frei

Artikel der LLZ-Detmold über die Weihe der Schuke-Orgel am 10.10.2010

Link:

http://www.lz-online.de/kultur/kultur_in_lippe/3836276_Heilig-Kreuz-Kirchengemeinde_feiert_neue_Orgel.html

Nach der Weihe der Paschen-Orgel in der Luther Kirche Detmold wird wieder die Orgellandschaft in OWL mit einem vorzüglichen Neubau der Schuke-Orgel  in Heilig Kreuz eine Bereicherung finden..!!

Schöne Orgel-Grüße Volker

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+) Nach Angaben der HfM Detmold

Philharmoniker aus Duisburg betreiben Eigenwerbung auf der Straße


Klassische Musik in einer Duisburger Straße erklingt im und an dem Fenster eines Hauses

Das ist eine ganz neue Seite in der Klassik-Szene um auf sich Aufmerksam zu machen und neues Klientel hinzugewinnen zu können. In der beruhigten St.- Johann Straße in Duisburg-Hochfeld musizierten am Samstag, 2.Oktober 2010 – 19 Streicher jeweils aus einem Fenster und spielten „Klassische Musik“ Laut Presseberichten sollen bis zu 500 Besucher das Klassik-Spektakel besucht haben.

15 Geiger und Bratscher in Konzertkleidung stehen in den Fenstern eines Wohnhauses und spielen klassische Musik, während die Cellistinnen und der Kontrabass vor dem Haus postiert sind und der Dirigent Norbert Killisch mitten auf der Straße den Takt schlägt.

Die Idee stammt von dem Intendanten Dr. Alfred Wendel von den Duisburger Philharmonikern. In der St.-Johann-Strasse und in der Saarbrücker Strasse in Duisburg-Hochfeld leben seit Beginn des Kulturhauptstadt-Jahres 26 neue Bewohner aus Deutschland, Österreich, Italien, Russland und Japan. Als Teil der Ausstellung „2-3 Straßen“ schreiben alle an einem gemeinsamen Text. Dieser wird, zusammen mit anderen während des Projekts entstandenen Texten, Anfang 2011 in einem Buch veröffentlicht. Zudem stoßen die neuen Bewohner kreative Projekte in ihrem Viertel an.

Zum Start in das Video klicken!

Natürlich sind viele Klassik-Fans erschienen die Konzerte in der Mercatorhalle Duisburg besuchen und aus den Nachbarstädten sind Musikfreunde angereist. Einige der Anwohner haben ihre erste Begegnung mit der Klassik.

Link zum Projekt 2-3 Strassen: http://www.2-3strassen.eu/

Die „Europäische Kulturhauptstadt Ruhr 2010“ wartet wieder mit einer gelungenen Überraschung in der Klassik auf und beweisen zu Recht, dass im Ruhrgebiet helle Köpfe zu Hause sind und das Festival zu bereichern wissen.

Drei Bach-Kantaten auf ARTE mit Ton Koopman und Kurt Masur zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung


Video ARTE-TV Ton Koopman dirigiert drei Bach-Kantaten

Zwei Highlights möchte ich von ARTE-TV vorstellen, die bis zu 170 Tage im Netz bleiben werden. Das am 21.9.2010 gefilmte Konzert als Video von Ton Koopman mit 3 Bach-Kantaten.

Während des Ambronay-Festivals 2010 spielte das von Ton Koopman gegründete Ensemble „Amsterdam Baroque Orchestra & Choir“ die drei Bach-Kantaten BWV 127, BWV 140 und BWV 147. Die Bild und Tonqualität ist wie immer von ARTE gewohnt, gut.

Künstler: Johannette Zomer (Sopran), Jörg Dürmüller (Tenor), Thomas Laske (Bass).

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Nachstehend anklicken zum Video von ARTE – Koopman mit 3 Bach-Kantaten

http://liveweb.arte.tv/flash/player.swf?eventId=1563&admin=false&mode=prod&priority=one&embed=true

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Video-Festkonzert ARTE-TV- mit Kurt Masur von Oktober 2009

 

Ein weiteres Video Kurt Masur „Festkonzert zum 20. Jahrestag der Friedlichen Revolution“

Für das Konzert haben das Gewandhausorchester Leipzig und ihr ehemaliger Kappellmeister Kurt Masur ein Programm zusammengestellt, das inhaltlich Bezug auf jene Ereignisse nimmt und das am Tag des Konzerts genau 20 Jahre zurückliegt. Den Solopart für die Violinenromanzen übernimmt der französische Geiger Renaud Capuçon. Ebenfalls im Konzert zu hören sein wird der berühmte Thomanerchor Leipzig unter der Leitung ihres Kantors Georg-Christoph Biller.

Programm:

Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zu „Egmont“ op. 84

Ludwig van Beethoven: Romanze für Violine und Orchester Nr. 1 G-Dur op. 40

Ludwig van Beethoven: Romanze für Violine und Orchester Nr. 2 F-Dur op. 50

Johann Sebastian Bach: Motette „Fürchte dich nicht“ BWV 228

Felix Mendelssohn Bartholdy: „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ für achtstimmigen Chor

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op.73

Aufnahmen vom 9.10.2009.

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Schönes Wochende wünscht allen

Volker


Termine im Kalenderjahr 2010 J.S. Bach Weihnachtsoratorium BWV 248


Hallo Bachfreunde,

wie bereits im vergangenen Jahr veröffentliche ich hier eine kleine Auswahl mit Aufführungsterminen vom BWV 248

„Weihnachtsoratorium“ von J.S. Bach für Dezember 2010

in Deutschland.

Das Weihnachtsoratorium, BWV 248, ist eines der prominentesten und beliebtesten Werke von

Johann Sebastian Bach.

Die Uraufführung fand an den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtstag (25. Dezember 1734) und Epiphanias (6. Januar 1735) statt. Die Teile I, II, IV und VI wurden zweimal an einem Tag aufgeführt, abwechselnd morgens und nachmittags in den Hauptkirchen von Leipzig: St. Thomas und St. Nikolai, die Teile III und V nur in St. Nikolai.

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Konzerte in Deutschland-Österreich

mit Termin- und Ortsangaben zur Aufführung des WO in 2010

über Ticket-Online:

Link zu Ticket-Online

oder

Link: http://www.europa-tickets.de/events/weihnachtsoratorium/

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weitere Termine- und Ortsangaben zur Aufführung des WO in 2010:

Saarbrücken am 12.12.2010 Link: Ludwigskirche und

Berlin am 11. und 12.12.2010 Link: Gethsemane-Kirche

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Frankfurt, Alte Oper

Alte Oper Frankfurt

 

Montag, 06. Dezember 2010
Großer Saal, 19:00 Uhr
J. S. Bach, Weihnachtsoratorium BWV 248
Kantaten I bis VI

Cappella Amsterdam
Le Concert Lorrain
Daniel Reuss Leitung
Hana Blažíková Sopran
Gerhild Romberger Alt
James Gilchrist Tenor
Peter Harvey Bass


Johann Sebastian Bach

Abonnement Bachreihe
Veranstalter: Frankfurter BachKonzerte e.V. in Kooperation mit Alte Oper Frankfurt

Preise: € 23,- 35,- 45,- 58,- (Endpreise) VA
€ 18,40 28,- 36,- 46,40 (Wahlabo-Preise)
Einzelkartenverkauf ab 10. Mai 2010
Verbilligte Abendkasse

Telefonischer Kartenvorverkauf:
Frankfurt Ticket RheinMain, Tel. 0 69 / 13 40 – 4 00.

Weitere Vorverkaufsstellen finden Sie – hier.

Zur Online-Ticketbestellung

 

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Rudolf Oetkerhalle Bielefeld

 

Bielefeld-Oetkerhalle

Musikverein der Stadt Bielefeld

Donnerstag, 23. Dezember 2010 – 20 Uhr – Rudolf-Oetker-Halle

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Weihnachts-Oratorium, BWV 248

Bielefelder Philharmoniker

Musikalische Leitung: Wolfgang Helbich

Eintrittspreise: 10,00 € bis 24,00 €, Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt

Kartenvorverkauf:

Für Besucher aus dem Umland:
Besucherring Bielefeld
Brunnenstraße 8
33602 Bielefeld
Telefon 05 21 / 329 83 89

KONticket
Jahnplatz-Passage 11
33602 Bielefeld
Telefon 05 21 / 66 100
Fax: 05 21 / 17 27 01

Touristinformation im

Neuen Rathaus
Niederwall 23
Telefon 05 21 / 51 69 99

Rezension der NW vom 27.12.2010 über das WO in der Oetkerhalle nachstehend:

zur Vergrößerung in die Bilder klicken..!!

J.S. Bach WO Musikverein Bielefeld 23_12_2010 Oetkerhalle (Foto: NW Heike Sommerkamp)

 

NW Lokale Kultur vom 27.12.2010

 

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Abtei Königsmünster

Arnsberg, Abtei-Königsmünster Meschede

Sonntag, 12.12.2010 / 19:00 Uhr Abtei Königsmünster Meschede

J.S. Bach Weihnachtsoratorium Kantaten: 1 + 4-6

Marietta Zumbült, Sopran
Anne-Kristin Zschunke, Alt
Rüdiger Linn, Tenor
Ulf Bunde, Bass

Projektchor des Kirchenkreises Arnsberg
Oratorienchor Arnsberg
Ev. Kinder- u. Jugendchor VokalTotal Arnsberg
Camerata Instrumentale Siegen
Ltg.: KMD Gerd Weimar

Info:

Tel. 02931 / 530452

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Erlöserkirche Essen

„Essener Bachchor“ am Sonntag, 19.12.2010 um 18:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Weihnachtsoratorium, Kantaten 1-6

Solisten:
Marietta Zumbült, Sopran
Saskia Klumpp, Alt
Andreas Post, Tenor
Thomas Peter, Bass

Folkwang Kammerorchester Essen
Essener Bachchor
Leitung: Stephan Peller

Karten im Vorverkauf: Info – h i e r

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Philharmonie Essen

 

Essen Philharmonie am 7.12.2010 um 20 Uhr

WO Kantaten 1-3 und 6

Bachs „Weihnachtsoratorium“ bei Kerzenschein in der Philharmonie Essen

Eine Aufführung von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratoriumohne Dirigenten? Das ist nur schwer vorstellbar, ist dieses Werk doch durch große Virtuosität und Komplexität gekennzeichnet. Aber dieHimlische Cantorey und die Cappella Coloniensis, die beide als Spezialisten-Ensembles für Alte Musik große Erfolge feiern, wagen dieses „Experiment“ am

Dienstag, 7. Dezember 2010 um 20 Uhr

im nur mit Kerzenlicht beleuchteten Alfried Krupp Saal der Philharmonie Essen und stehen damit in der Tradition der Aufführungspraxis von Carl Philipp Emanuel Bach im 18. Jahrhundert. Eine weitere bemerkenswerte Besonderheit ist die Besetzung des Chores, der aus den acht Sängerinnen und Sängern Veronika Winter und Heike Heilmann (Sopran), Olivia Vermeulen (Alt), Franz Vitzthum(Altus), Jan Kobow (Tenor, Evangelist), Valerio Contaldo (Tenor),Ralf Grobe und Stephan MacLeod (Bass) besteht, die zugleich alle Arien und Rezitative übernehmen. Auch die Cappella Coloniensis ist diesmal in kleinerer Formation zu erleben, die Leitung hat der Konzertmeister des Ensembles Hiro Kurosaki.

Das Publikum darf also gespannt sein: Das „Weihnachtsoratorium“ – hier die Kantaten I, II, III und VI – wird sicher in einem ganz anderen Licht erscheinen, Hörgewohnheiten werden hinterfragt – und spannende Neuentdeckungen sind garantiert!

Karten zum Preis von 15,- / 30,- / 35,- / 45,- / 50,- / 55,-Euro (zzgl. VVK-Gebühr) und Infos unter Tel.: 02 01 81 22-200, Tel.: 01 80 59 59 598 (0,14 ¤/Min.) und www.philharmonie-essen.de

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Fotografische Reproduktion WO BWV 248

St. Lamberti Oldenburg

Sonnabend,
11. Dezember 2010,
18.00 Uhr

Joh. Seb. Bach
WEIHNACHTSORATORIUM I-III

Britta Stallmeister, Sopran
Wiebke Lehmkuhl, Alt
Jan Kobow, Tenor
Sebastian Noack, Bass
Lambertichor Oldenburg
La Dolcezza
Tobias Götting, Leitung
Karten ab dem 1.11. im Hörbuchladen Thye

Sonntag,
12. Dezember 2010,
18.00 Uhr

Joh. Seb. Bach
WEIHNACHTSORATORIUM IV-VI

Solisten wie am Vortag
Lambertichor Oldenburg La Dolezza, Leitung: T. Götting

St. Lamberti Oldenburg

Link: http://www.lamberti-kirchenmusik.de/veran/veranstaltungen.php#aktuell

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Thomaskirche in Leipzig

Thomaskirche Leipzig

Konzert 10.12.2010 19:00 Uhr

weitere Konzerte: 11.12.2010 17:00 Uhr und 12.12.2010 17:00 Uhr

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium
BWV 248 (Kantaten 1-6)
Johannette Zomer (Sopran)
Bogna Bartosz (Alt)
Werner Güra (Tenor-Evangelist)
Martin Petzold (Tenor-Arien)
Klaus Häger (Bass)
Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

Ticketbestellung:
Ticket-Hotline: +49 341 12 70-280
E-Mail
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Leipzig, Nikolaikirche
 

Nikolaikirche Leipzig

Samstag, 18. Dezember 2010 um 17:00 Uhr

J.S. Bach: Weihnachtsoratorium Kantaten: 1 – 3
Sonntag, 19. Dezember 2010 um 17:00 Uhr
J.S. Bach: Weihnachtsoratorium Kantaten: 1 und 4 – 6
Ausführende:
Bachchor Leipzig
Solisten:
Julia Kirchner – Sopran, Edith Maria Breuer – Alt, Tobias Hunger – Tenor,
 

Nils Giesecke – Tenor, Daniel Ochoa – Bass

FESTIVALORCHESTER LEIPZIG –

Leitung:

JÜRGEN WOLF

Nikolaikirche

Karten für 15 € (ermäßigt 18 €) am Büchertisch der Nikolaikirche
bei der Muaikalienhandlung Oelsner,
allen Vorverkaufsstellen, Abendkasse ab 16:30 Uhr


www.bachchor-leipzig.de





 

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Frauenkirche Dresden

Frauenkirche Dresden

10. / 11. / 13. Dezember 2010 jeweils um 19:30 Uhr und weitere Termine –

Link: h i e r mit Ticketverkauf

J.S. Bach Weihnachtsoratorium
Kantaten I-VI BWV 248

Sopran Miriam Meyer – Alt Britta Schwarz
Tenor Markus Schäfer – Bass Gotthold Schwarz

Kammerchor der Frauenkirche
ensemble frauenkirche
Leitung Frauenkirchenkantor Matthias Grünert

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Kreuzkirche Dresden

Konzert: Kreuzkirche Dresden:

Weihnachtsoratorium Kantaten I-III

mit dem Dresdner Kreuzchor

Termine: 10.12.2010 – 19 Uhr / 11.12.2010 – 17 Uhr / 12.12.2010 –

17 Uhr

Solisten:  Jutta Böhnert (Sopran), Antigone Papoulkas (Alt), Andreas Weller (Tenor), Klaus Mertens (Bass), Dresdner Kreuzchor, Dresdner Philharmonie, Kreuzkantor Roderich Kreile

Weihnachtsoratoirum Kantaten IV-VI
08.01.2011 – 17 Uhr

Christina Elbe (Sopran), Marlen Herzog (Alt), Johannes Chum (Tenor), Matthias Weichert (Bass), Dresdner Kreuzchor, Dresdner Philharmonie, Kreuzkantor Roderich Kreile

Konzertkarten Online:H i e r  klicken..!!

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Philharmonie im Gasteig München

München, Philharmonie im Gasteig:

Donnerstag, 23. Dezember 2010, 19:30 Uhr

Bach: Weihnachtsoratorium
Kantaten I-VI
Enoch zu Guttenberg, Sibylla Rubens, Sopran
Gerhild Romberger, Alt
Werner Güra, Tenor
Klaus Mertens, Bariton

Chorgemeinschaft Neubeuern
Orchester der KlangVerwaltung
Enoch zu Guttenberg, Leitung

Link: Online – Karten

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Münchener Bachchor:

Innsbruck und München-Philharmonie-Gasteig

Freitag, 17.12.2010 20:00 Uhr
Innsbruck, Kongresszentrum
Link: Bach: Weihnachtsoratorium
Kantaten I bis VI
Sonntag, 19.12.2010 18:30 Uhr
München, Philharmonie im Gasteig
Link: Bach: Weihnachtsoratorium
Kantaten I bis VI

Kartenbestellung
Karten gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen
sowie beim Veranstalter:

Tonicale Musik & Event GmbH
Brienner Str. 55
80333 München

Tel: 0800 – 545 44 55 (gebührenfrei)
Fax: 0800 – 545 44 44 (gebührenfrei)
E-Mail: info@musikerlebnis.de
Internet: www.musikerlebnis.de

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München BR-Rundfunkchor


Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Chor des BR im Herkulesaal

Christbaum © dpa
Liebe Klassik-Freunde,  bald ist Weihnachten, und beim Chor des Bayerischen Rundfunks wird es schon am 11. und 12. Dezember 2010  stimmungsvoll: Unter Peter Dijkstras Leitung wird zusammen mit der Akademie für Alte Musik Berlin  Bachs Weihnachtsoratorium musiziert. Die Konzerte werden vom Bayerischen Fernsehen mitgeschnitten  und an Weihnachten ausgestrahlt. 
Das Konzert ist derzeit ausverkauft. 
Vielleicht gibt es noch Karten über den BRticket Service,
Foyer Funkhaus, Tel. 089 / 59004545, oder an der Abendkasse.
Peter Dijkstra Leitung Rachel Harnisch Sopran Anke Vondung Mezzosopran Maximilian Schmitt Tenor Christian Immler Bass Akademie für Alte Musik Berlin Chor des Bayerischen Rundfunks Johann Sebastian Bach »Weihnachtsoratorium«, BWV 248 Kantaten Nr. 1/4/5/6
Karten auch über den BRticket Service,
Foyer Funkhaus, Tel. 089 / 59004545, oder an der Abendkasse
Link:

Online-Ticket - h i e r - klicken..!!

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Hauptkirche St. Jakobi Hamburg

St. Jakobi Hamburg, Samstag, 18.12.10 19:00 Uhr

Johann Sebastian Bach Weihnachtsoratorium 1-3

Wilhelm Friedemann Bach Kantate „Ehre sei Gott in der Höhe“

Solisten: Juliane Harder Alt, Knut Schoch Tenor, Konstantin Heintel Bass,

Chor: Kantorei St. Jacobi, Orchester: Concertone Hamburg,

Leitung: Rudolf Kelber.

Vorverkauf für die Konzerte in der Regel durch

Link: Konzertkasse Gerdes (Tel.: 040 / 45 33 26 oder 44 02 98).

Restkarten an der Abendkasse.

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St. Sebald Nürnberg

St. Sebald Kirche, Nürnberg

Sonntag, 19. Dezember, 17 Uhr [A]

JOHANN SEBASTIAN BACH

WEIHNACHTSORATORIUM I-III BWV 248

Sebalder Kantorei,

Nürnberger Bach-Orchester, Solisten

Bernhard Buttmann

Karten und Online-Informationen:

Link: http://www.sebalduskirche.de/index.php?id=190

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Kreuzkirche Bonn

Kreuzkirche Bonn

J.S. Bach Weihnachtsoratorium  Teile 1-3

14. und 15. Dezember 2010

jeweils um 20:oo Uhr

Teile 1-3 Kantorei und Orchester

Solisten:

Monika Reinhardt, Sopran – Elvira Bill, Alt – Georg Poplutz,

Tenor – Klaus Mertens, Bass

Kantorei und Orchester

der Kreuzkirche

Leitung: Sebastian Breuing

Link für Online-Ticket

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Marktkirche in Hannover

Marktkirche Hannover

Donnerstag, 16. / 17.  und 18.12.2010, jeweils um 20:00 Uhr

J.S. Bach Weihnachtsoratorium

J.S. Bach Weihnachtsoratorium, BWV 248 – Kantate Nr. 1

Weihnachts-Kantate „Unser Mund sei voll Lachens“ (BWV 110)

Kantate „Gloria in exselsis Deo“ (BWV 191)

Sanctus (aus der Messe h-Moll), BWV 232

Bach-Chor, Bach-Orchester, Solisten
Leitung: Jörg Straube
Eintritt: 6,- bis 34,- €

Nähere Informationen Online:

Link: Marktkirche Hannover

Tickets-Online mit Saalplan h i e r  !!

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Herrenhäuser-Kirche

 

Hannover-Herrenhausen, Herrenhäuser Kirche

Samstag, 18. Dezember, 19 Uhr

Sonntag, 19. Dezember, 18 Uhr

J.S. Bach Weihnachtsoratorium 1. Kantate

J.S. Bach Gloria aus der h-Moll-Messe

Johann Mattheson – Das größte Kind

Ausführende:

Friederike Weritz, Sopran
Hannah Weiß, Alt
Steffen Wolf, Tenor
Michael Humann, Bass

Kantorei Herrenhausen

Orchester der Herrenhäuser Kirche

Leitung: Martin Ehlbeck

+) Johann Mattheson (1681-1764) gilt als bedeutender Musiktheoretiker der Barockzeit. Wenig bekannt ist sein kompositorisches Schaffen, da der Großteil seiner Werke, darunter 4 Opern und ungefähr 20 Oratorien, nach dem zweiten Weltkrieg verschollen war und erst vor 10 Jahren wieder auftauchte. Matthesons Kirchenmusik entstand während seiner Amtszeit als Musikdirektor des Hamburger Doms.

Das größte Kind ist ein Oratorium im wirklichen Sinne, das heißt, dass ein vollständig gedichtetes Werk, dessen Text auf verschiedene handelnde Personen verteilt ist, die sowohl in Rezitativen als auch in Arien zu Wort kommen. Die formale Nähe zur Oper ist unüberhörbar.

Das Werk gliedert sich durch die Choräle „Gelobet seist du Jesu Christ“, „Lobt Gott ihr Christen allzu gleich“ und „In dulci jubilo“, deren Melodien mehrfach vorkommen. Durch diese bekannten Lieder, die sehr prächtig instrumentiert sind, bekommt das Stück einen sehr weihnachtlich und volkstümlichen Charakter. Überhaupt wirkt das Oratorium durch die üppige Orchesterbesetzung sehr festlich. Trompeten und Hörner spielen gleichzeitig, was bei Bach so nicht vorkommt. Und dazu ist dieses Stück sehr kurzweilig und abwechslungsreich, nicht zuletzt deshalb, weil die Länge der einzelnen Sätze sehr viel kürzer ist, als wir es von Bach oder Händel gewohnt sind.

Der Text zu „Das größte Kind“ basiert auf dem Libretto „Dialogus von der Geburt Christ“, das 1707 mit Musik Reinhard Keisers in Hamburg aufgeführt worden ist. Wir haben in der Herrenhäuser Kirche dieses Werk von Keiser 2009 mit großem Erfolg aufgeführt.

+) Textauszüge von der Webseite: Kirchenmusik in Herrenhausen

Der Kartenvorverkauf hat begonnen.

Mehr dazu auf der Website der Kantorei Herrenhausen:

Link: http://www.kirchenmusik-in-herrenhausen.de/konzerte/wo2010.htm

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Christuskirche Mainz

 

Mainz, Christuskirche:

Weihnachtsoratorium I-III
Samstag, 18. Dezember 2010
19.30 Uhr
Christuskirche Mainz

Weihnachtsoratorium IV-VI
Sonntag, 19. Dezember 2010
16.30 Uhr (!)
Christuskirche Mainz

Ruth Ziesak, Sopran
Kai Wessel, Alt
Georg Poplutz, Tenor
Peter Kooij, Bass

Bachchor Mainz
L’arpa festante München

Tickets Online bestellen – h i e r –

oder

Kartenhotline: 0 700 – 22 24 24 67

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Dem neuen Shooting-Star – Alison Balsom – an der Trompete liegt Bielefeld zu Füßen


Der neue Shooting-Star an der Trompete: Alison Balsom - aus England

Ein absoluter  Shooting-Star an der Trompete aus England – Alison Balsom – (32-jährig) -war zu Gast in der Oetkerhalle Bielefeld und  begeisterte das Publikum mit ihrer Extra-Klasse.

Alison Balsom wurde 1978 in Hertfordshire / England geboren .

Sie studierte unter anderem in London bei John Miller an der Guildhall School of Music Junior Department, in Paris am Conservatoire de Paris, wo sie 2001 mit der höchsten Auszeichnung abschloss, sowie bei Håkan Hardenberger. Sie hat zahlreiche Trompetenwettbewerbe gewonnen. International bekannt wurde sie 2002 mit dem Debütalbum „Music for Trumpet and Organ“. 2006 erhielt ihr Album Caprice den Titel Solo CD of the Year 2006 des Brass Band World Magazins. Im Kalenderjahr 2007 erhielt sie den deutschen Echo-Klassikpreis verliehen.

Alison Balsom hat Geigen- und Oboenkonzerte des 17.- und 18. Jahrhunderts von Albinoni, Cimarosa, Marcello und Vivaldi für ihr Instrument eingerichtet. Aufgefallen ist sie mir in der ZDF-Sendung an Himmelfahrt (21.5.2009) – dort gab sie aus Anlass des 1000-jährigen Bestehens des Mainzer Doms ein Festkonzert .

Ausgezeichnet mit vielen internationalen Preisen weiss sie ihr Publikum einzunehmen.

Rezension zum Konzert in Bielefeld

Eine ausgiebige Dokumentation von Alison Balsom gibt es auf YouTube zu bewundern.

Weitere Videos zu Alison Balsom auf meiner Playlist-Seite auf YouTube

Link: http://www.youtube.com/my_playlists?p=1F71DFF25E955940

Alison Balsom begeistert mich immer wieder mit ihrem ansatzlosen und virtuosen Trompetenspiel, schöner und ausdrucksvoller kann eine Trompete nicht erklingen, sie folgt einem Altstar der Szene  „Maurice Andre“ in bewundernswerter Manier, die Klassik-Szene kann sich darüber freuen.

Schönen Sonntag allen

Volker

Das Bachfest Leipzig findet vom 10.6.2011 bis 19.6.2011 statt


Flyer: Bachfest 2011 Leipzig

Das Bachfest Leipzig in 2011  steht unter dem Motto:

»… nach italienischem Gusto«

J.S. Bach-Denkmal Leipzig

Gekannt, bearbeitet und aufgeführt hat J.S. Bach zahlreiche Werke italienischer Meister. Die Bandbreite des Repertoires reicht von der Musik des 16. und 17. Jahrhunderts (Palestrina, Frescobaldi) bis hin zu den Kompositionen seiner Zeitgenossen (Vivaldi, Porpora und Pergolesi). In vielerlei Hinsicht dienten die Sonaten, Konzerte oder Vokalwerke jener Tonsetzer Bach als Quellen der Inspiration. Sie zu imitieren, lag ihm fern, nachhaltig aber haben sie seinen Kompositionsstil beeinflusst, eine Neuorientierung im instrumentalen wie im vokalen Œuvre bewirkt.

PDF-Programm-Vorschau Bachfest Leipzig_2011

Die Programme der Leipziger Bachfeste haben stets mehrere Facetten.

Im Jahre 2011 gedenken wir der Jubiläen zweier bedeutender Musikerpersönlichkeiten: Franz Liszt, dessen 200. Geburtstag sich am 22. Oktober jährt, und Gustav Mahler, der vor 100 Jahren, am 18. Mai 1911, in Wien verstarb. Für beide Tonsetzer waren die Werke des großen Thomaskantors von wegweisender Bedeutung. Liszt, seit früher Kindheit mit Bachs Kompositionen vertraut, zählte zu den ersten Pianisten, die das »Wohltemperierte Klavier« und die »Chromatische Fantasie und Fuge« in ihr Konzertrepertoire mit einbezogen. Von Bachs Klavierwerken publizierte er kommentierte Notenausgaben; in selbstloser Weise hat er sich als Gründungsmitglied der Bach-Gesellschaft für die erste Bach-Gesamtausgabe engagiert. Aber nicht nur als Herausgeber und Interpret, sondern auch als Komponist hat ihn das Œuvre des Thomaskantors nachhaltig inspiriert.

Der Vorverkauf für das Bachfest Leipzig 2011 startet am 1. Oktober 2010

Kartenbestellungen

Karten sind in allen Ticket-Online-Vorverkaufsstellen erhältlich.

Online:-Tickets:

http://www.ticketonline.com/de/de/production/240019-Festivalpass+Bachfest+Leipzig+2011/

Außerdem können Sie telefonisch Ihre Karten buchen:

Telefonisch:
Aus Deutschland: 01805-56 20 30
(0,14 €/min. aus dem dt. Festnetz, ggf. abweichende Mobilfunktarife)
Aus dem Ausland: +49-3871-2 11 41 91

(Alle Angaben von http://www.bach-leipzig.de)

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RUHR2010 Teil XXIX: Night Prayer 21.09.10-Merkez Moschee DU-Marxloh


Merkez Moschee

Nach Streitgesprächen über Deutschlands derzeit meistdiskutiertestes Buch, haben meine Bekannte Ulrike und ich nach heftigen Diskussionen entschieden, uns mit den Menschen zu beschäftigen, die sich hinter den Zahlen und Statistiken verbergen. Mein Vorschlag zum Night Prayer in die Duisburger Moschee mit abschliessendem Konzert zu fahren, wurde von ihr begeistert angenommen. Gleichzeitig fand an 9 weiteren Orten anderer Glaubensrichtungen eine ähnliche Veranstaltung statt, z.B. im Hindu-Tempel in Hamm-Uentrop, der Serbisch-Ortodoxen Gemeinde in Dortmund, der Alevitischen Gemeinde in Bergkamen oder auch im Essener Dom. Um 20.00 Uhr fand dann in jeder Location ein typisches Konzert statt.

LINK: http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/no_cache/presse-medien/pressemitteilungen/detailseite/article/night-prayer-faszinierende-spirituelle-konzerte-der-weltreligion.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=631

Kuppel I

19.00 Uhr Führung mit Koranlesung: Pünktlich zur Führung treffen wir ein. Wir sind beeindruckt, die Kuppeln, reich verziert mit Kalligraphien und Bildschmuck im osmanischen Stil sind eine Augenweide, dazu der weiche Teppich, der noch neu riecht, lädt zum Verweilen ein. Der Iman intoniert einen Vers und gerät wortwörtlich ins Schwitzen. Das Gebäude wurde 2008 fertiggestellt und ist mit rund 1800 Plätzen eine der größten Moscheen Deutschlands. Die Gemeinde ist ausserdem sehr aktiv, Führungen werden angeboten, verschiedene Bildungsprogramme mit Sprachkursen uvm. rundet das Angebot ab.

20.00 Uhr Konzert: Im Schulungsraum der Gemeinde findet das Konzert mit den Stars der türkischen Klassik statt. WDR 3 überträgt das Konzert. Die Moderation hat die WDR Mitarbeiterin Asli Sevendim, selbst aus DU-Marxloh.
Es spielt das Istanbuler Ensemble „Mizrabin Nefesi“ was so mit der mystischen Übersetzung von „atmendes Plektron“ zu übersetzen ist, in nachfolgender Besetzung:

Kuppel

Langhalslaute „Tanbur: Birol Yayla, Murat Aydemir, Özata Ayan

Längsflöte „Ney“: Aziz Senol Filiz, Salih Bilgin, Bülent Özbek

Rahmentrommeln: Fahrettin und Ferruh Yarkin und Gesang: Mehmet Kemiksiz

Mizrabin Nefesi

Die Komponisten entstammen von ca. 1700-zeitgenössisch, wobei sich einige Musiker des Ensembles auch als Komponisten betätigt haben. Viele Stücke erinnern mich an das Konzert vom Freitag, aber es ist weniger meditativ, sondern im prallen Leben angesiedelt. Neben uns sitzt ein Typ, der wie in Trance zum Rhythmus mit dem Kopf wackelt. Dadurch, dass wir so nah dran sitzen, erleben wir alles natürlich auch sehr intensiv. Zudem ist es rhythmisch sehr ansteckend. So super hatten wir es nicht erwartet.

Die einzigen zwei Kritikpunkte, die ich anzubringen habe ist, dass es keine Pause gab, wo eventuell ein Austausch mit Gemeindemitgliedern oder Musikern hätte stattfinden können. Als zweites, nicht alle Veranstaltungen auf einen Zeitpunkt zu legen, mich hätte auch der Hindu Tempel oder die Synagoge interessiert.  Auf jeden Fall waren wir uns einig, dass der Besuch heute eine gute Idee war und so hat uns Herr Sarrazin indirekt einen interessanten Abend beschert.

Musikfest Bremen 2010 mit historischer Aufführungspraxis erfolgreich beendet


Wieder ein Musikfest 2010 in Norddeutschland – in der Hansestadt Bremen, was mit einem  überragenden Programm aufwarten konnte. Nach dem Musik-Festival 2010 im Erzgebirge, konnte Bremen mit außergewöhnlichen Ensemble aus dem In- Ausland beeindrucken. Das Musikfest Bremen wurde mittlerweile aus finanziellen Gründen auf Ostfriesland und den norddeutschen Raum ausgeweitet.

Eine berühmte Arp-Schnittger-Orgel in St. Jacobi Hamburg

Die weltberühmten Arp Schnittger-Orgeln in diesem Raum wurden in das Festival-Programm mit eingebunden und mit hervorragenden Organisten aus dem In- und Ausland – besetzt.

Es traten dabei auf: Hans-Ola Ericsson, Orgel / Masaaki Suzuki, Orgel / Edoardo Bellotti, Orgel / William Porter, Orgel /  u.a.

Arp Schnitger (Geburtsdatum unbekannt – vermutlich in Schmalenfleth; getauft am 9. Juli 1648 in Golzwarden, heute Brake; begraben 28. Juli 1719 in Hasselwerder, heute Hamburg-Neuenfelde war einer der berühmtesten Orgelbauer seiner Zeit und der Vollender der norddeutschen Barockorgel.

Ein neues junges Ensemble „Pygmalion“ mit ihrem erst 26-jährigen Leiter: Raphaël Pichonaus Frankreich sorgt seit kurzer Zeit im In- und Ausland für Furore. Mit Musik des großartigen böhmischen Komponisten Jan Dismas Zelenka und den ersten beiden Sätzen der Messe in h-Moll von Johann Sebastian Bach blühte auf der Basis der historischen Informiertheit im ostfriesischen Emden eine atemberaubende Klangpracht, die alles kurzgliedrige – und bei älteren Interpreten manchmal rechthaberische – weit hinter sich gelassen hatte. Vielleicht kann diese Enkel- und Urenkelgeneration der Harnoncourts, Leonhardts, Christies, Gardiner und Kuijkens so befreit Musik machen, weil sie nichts mehr beweisen muss.

26-jährige französische Dirigent Raphael Pichon

Mit seinen 26 Jahren zählt Raphaël Pichon zu den jungen Dirigenten der Alten Musikszene. Nicht nur als Chor- und Orchesterleiter, sondern auch als Countertenor und Violinist hat sich der Franzose bei internationalen Festivals einen Namen gemacht. Er studierte und arbeitete unter anderem bei Ton Koopman, Jordi Savall und Jean Tubéry.

Hörprobe mit Raphaël Pichon – J.S. Bach Motette Der Gerechte Kommt Um

Dazu heisst es im Bremer-Programm:  Mit ihrer unlängst erschienenen Debüt-CD beim Label Alpha mit Bach’s Missae breves sorgten sie dank ihrer atemberaubenden Interpretation für so große Furore, dass sie längst auch außerhalb ihrer Heimat zu einem der Tipps der neuen Generation in der europäischen Spitzenklasse zählen. Die ›Missa dei Filii‹ von Jan Dismas Zelenka, einem viele Jahre am Dresdner Hof August des Starken tätigen Komponisten, ist da neben der das ›Kyrie‹ und ›Gloria‹ beinhaltenden Kurzfassung der h-Moll-Messe von 1733 die richtige Herausforderung, um diesen Ruf unter Beweis zu stellen. Erleben Sie, wie die französischen Musiker kühn jugendlichen Elan mit erstaunlicher Reife verbinden und eine elektrisierende Spiritualität erreichen – eine Entdeckung allerersten Ranges!

Weitere Hörproben können auf der Bremen-Musikfest-Webseite genommen werden:

Link: http://www.musikfest-bremen.de/hoerproben.php?nav2=aktiv&nav2_3=aktiv&PHPSESSID=ce4546b9888b455af39d973bc72ed13a

Neben so renommierten Organisten traten namhafte Vokalensembles und Instrumentalgruppen auf wie Weser-Renaissance, das Ensembe von Masaaki Suzuki oder auch Göteborg Baroque, Thomas Quasthoff, Bassbariton, Bernada Fink; Mezzosopran und mit der ›Missa Solemnis‹ das Orchestre des Champs-Elysées unter der Leitung von: Philippe Herreweghe.

Einsicht in das umfangreiche Programm kann unter dem nachstehenden Link eingesehen werden:

Link: http://www.musikfest-bremen.de/uebersicht.php?nav2=aktiv&nav2_1=aktiv&PHPSESSID=2b66f8a322a83ec0966c1e757882c2f1

RUHR2010 Teil XXVIII: Passio – Compassio / J.S. Bach und der Sufismus


Leid und Mitleid, diese beiden großen Kontrapunkte stehen im Mittelpunkt eines Konzertes, mit den Protagonisten J.S. Bach und dem Sufismus in Bochums Jahrhunderthalle am 17. September 2010 im Rahmen der Ruhrtriennale. Die scheinbare Gegensätzlichkeit erweist sich jedoch als inspiriende, bisher nie erlebte Erweiterung des Kosmos Johann Sebastian Bachs.

Jahrhunderthalle Bochum

Ausführende:
musikalische Leitung: Vladimir Ivanoff
Solisten: Fadia el-Hage / Alt (Beirut), Mustafa Dogan Dikmen / Bass (Istanbul), Adnan Schanan / Bass (Bagdad)
Ensemble Sarband – Modern String Quartett / Instrumente: Arabisches Nay (Rohrflöte), türkisches Ney und Kanun (Rohrflöte und Psalterium), Kemence (Schoßfidel), Saxophon, Bassklarinette, arabisches Quanun (?), Cembalo, Orgel, Rahmentrommel, Violine, Viola, Violoncello
Vocamina Köln (Studierende der Gesangsklasse von Christoph Pregardien)
Derwische vom Goldenen Horn

Vorraum der Jahrhunderthalle

Vorab einige Erläuterungen zum Sufismus, die mir das Eintauchen in eine fremde Welt erleichtert haben.

Der Sufismus ist eine Art religiöse Philosophie, geht aber über Religion und Philosophie hinaus; vor allem ist er eine Schulung unserer Sichtweise zu ganzheitlicher Betrachtung. Sie ist etwa die Mystik des Islam. Wer ihm folgt, ist nicht auf bestimmte Dogmen, Rituale oder spirituelle Techniken festgelegt. Sufismus bedeutet auch nicht Rückzug aus der Welt, sondern ein bewußtes Eintauchen ins Leben. Er unterstützt, unsere höchsten Ideale mit dem Alltagsleben zu verbinden.

Die Wurzeln des Sufismus reichen weit in die Vergangenheit zurück. Es gab u. a. Verbindungen zu den ägyptischen Mysterienkulten und Einflüsse der altpersischen Weisheitslehre, der griechischen Philosophie und des Buddhismus.

Ursprünglich bezog sich das Wort „Sufismus“ auf die orientalischen Mystiker, die man Sufis nannte – vielleicht wegen ihrer schlichten Kleidung aus Wolle (arabisch suf) oder ihrem Streben nach innerer Reinheit (arabisch safa). Die mittelalterlichen Sufis hatten sich insbesondere am Koran orientiert, standen aber oft im Gegensatz zur herrschenden islamischen Orthodoxie und mußten dafür nicht selten ihr Leben hingeben. Hazrat Inayat Khan war im Jahre 1910 der erste, der in Europa und Amerika einen überkonfessionellen, universalen Sufismus lehrte. Dadurch hat der Sufismus eine neue Ausprägung erhalten und ist eine einzigartige religionsverbindende „Botschaft von Liebe, Harmonie und Schönheit“ geworden, die sich an alle Menschen richtet. Und damit schliesst sich der Kreis mit Herrn Bach.

Jahrhunderthalle bei Nacht

Wie universell Johann Sebastians Musik ist, hat dieser Abend eindrucksvoll vorgeführt. Dabei klingt es keineswegs aufgesetzt oder gar gekünstelt, wenn die Altistin „Können Tränen meiner Wangen“ aus der Matthäus Passion auf Arabisch singt. Der etwas differente Gesangsstil und die näselnden Laute der orientalischen Instrumente sorgen dafür, dass -wenn man das Stück nicht kennt- es genausogut von einem Sufi-Musik-Mystiker-Meister (der absoluten Extraklasse)  stammen könnte. Bei der Gesangstechnik werden die Töne nicht legato miteinander verbundenen, sondern abgesetzt, auch die Melismen werden bewußt vom Klangbogen getrennt. Damit alles im Takt bleibt, schlägt unaufdringlich die Rahmentrommel, die immer wieder das Gleichgewicht zwischen Gefühlsausbruch und Vorwärtstrend reguliert.

Wunderbar homogen auch der Einsatz des Doppelquartetts bei „Wie soll ich Dich empfangen“, zuerst à cappella, dann von Fadia el-Hage auf Türkisch gesungen. Es folgen syrisch orthodoxe Gesänge auf aramäisch, die an alttestamentarische Texte und Riten erinnern, anders als im Abendland, wo die Melodie von der Gesangsstimme getragen wird, ist das wiederkehrende melodiöse in den Instrumentalstimmen zu finden. Der Gesangsstimme bleibt nun der kunstvolle, anspruchsvolle Teil, der sich nun hingebungsvoll den musikalischen Elementen der Meditation widmen kann. Immer wieder treten auch verschiedene Instrumente solistisch in Erscheinung, nur nicht in obligater Form, wie wir es vielfach von Bach kennen.

Die Stimme von Mustafa Dogan Dikmen bewegt sich über wenige Klangstufen, wobei dies nicht an seinem Stimmumfang liegt, sondern in der Interpretationshistorie der Stücke liegen muss. Es erinnert an die Lieder, die die Kreuzfahrer aus dem Morgenland mitgebracht haben, die sich auch durch eine geringe Stimmmodulation auszeichnen.

Am erstaunlichsten sind die Stücke „Von den Stricken meiner Sünden“ aus der Johannespassion (arabisch) und die instrumentale Metamorphose von „Es ist vollbracht“, von der Melodik und Harmonik schon kühn genug, vertragen Sie sich ebenso mit der orientalischen Harmonik, wie auch ihrer existenziellen Aussage, die das Gefühl aller menschlichen Kulturen reflektiert. Ich vermute, dass die orientalische Harmonielehre auch 1/4 Ton-, vielleicht sogar  1/8 Tonschritte beinhaltet, immer ist es so, als habe Bach sogar dies eingeplant, um Spielraum für eine überirdische Universalität zu lassen.

Interessant fand ich, dass die Musik des Orients in mir immer wieder Bilder des Sonnenaufgangs erzeugte, es war, als kitzelten die Instrumente die Sonne, um sie endlich aus ihrer Nachtruhe zu vertreiben, getragen von den Gesängen und dem Tanz der Derwische, wo einem schon beim Zusehen schwindelig wird. Die Musik der Sufis verfügt nicht über exzessive Gefühlsausbrüche, stets wird der meditative, aber lebenszugewandte Charakter bewahrt, ganz im Sinne des großen Mystikers Mevlana Dschalal Al-Din Rumi (1207-1273): „Wenn ich dir meine Liebe schenke, aus diesem Leben ich auferstehe.“ Auch der Tanz der Derwische stellt einen weiteren Höhepunkt des Konzerts dar, gewährt er doch Einblicke in unbekannte Praktiken, um mit transzendenten Medien in Kontakt zu geraten (Untenstehend eine Erläuterung zum Tanz der Derwische).

Das Konzert endet mit „Erbarme Dich“ auf Arabisch, das mich aber nicht so sehr gefesselt hat, wie die vormals erwähnten Stücke. Insgesamt ist Ivanoff die „imaginäre Brücke“ (Übersetzung des Namens „Sarband“) zwischen den Kulturen, Kontinenten und Herzen gelungen, nicht zuletzt durch Johann Sebastian Bach. Vielleicht wäre die Welt eine bessere, die Unterschiede bereichernder und die Herzen weniger Hass erfüllt, wenn man sich auf der Ebene der Musik treffen würde.

Sarband unter der Leitung von Vladimir Ivanoff

Hier einmal eine Erläuterung zu „Die Derwische vom Goldenen Horn“:

Die Anhänger des Mevlevi-Ordens werden auch die drehenden Derwische genannt, durch kreisende Bewegungen wollen sie in Ekstase zu geraten. Für die Mevlevis handelt es sich aber dabei um eine Form des Gebets, in der man die Möglichkeit hat Gott näher zu kommen. Die Tänzer tragen einen schwarzen Umhang über dem weißen Gewand. Der Umhang symbolisiert das Grab und der Hut den Grabstein.

Drehende Derwische

Nach der Segnung durch den Sheikh und somit der Auferstehung aus dem Grab legen sie das Grabtuch ab und beginnen zum Klang der Ney sich zu drehen. Die rechte Handfläche zeigt nach oben, um den Segen Gottes zu empfangen, die linke Handfläche zeigt nach unten, um den Segen in dieser Welt zu verteilen. Das Ritual wurde im Jahr 2005 in die UNESCO-Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.

Standing Ovations

Wie ich gesehen habe, tritt das Ensemble auf dem Arnstädter Bachfest 2011 beim Abschlusskonzert mit der „Arabischen Passion“ auf. Wer die Chance hat, das Konzert zu besuchen, wird bestimmt nicht enttäuscht werden…

Schönen Wochenanfang, Claudia

RUHR2010 Teil XXVII: Kloster Saarn in Mülheim und die „Krötenpfütze“


Heute sind wir in Kloster Saarn in Mülheim a.d. Ruhr:  Um das Jahr 1214 wurde Saarn als Zisterzienserkloster für ein Frauenkonvent gegründet und dem Kloster Kamp in Kamp-Lintfort angegliedert. Aus der gotischen Bauphase ist noch der ursprüngliche Kirchenbau, sowie ein gotisches Grabkreuz erhalten.

Innenhof des Kreuzgangs

Im 18. Jahrhundert wurde Saarn um einige Wirtschaftgebäude erweitert und die Kirche barock umgestaltet.

Säkularisiert wurde das Kloster 1808. Der im selben Jahr von den Franzosen für Mülheim eingesetzte Bürgermeister hat in einem Brief an seinen Vorgesetzten die Auflösung der alten Institution bedauert mit dem Hinweis auf die vorbildliche Sittlichkeit und Wohltätigkeit, die vom Kloster ausgingen. Von 1214 bis 1808 haben nachweislich 36 Äbtissinnen den Konvent geführt, die erste war Wolberna, die letzte Agathe von Heinsberg. Letztere hat ihr Grab unter einem Steinkreuz an der Südseite der Kirche, wo sich einst der Friedhof befand.

Kloster Saarn - Eingang zum Museum / Café

Seit 1960 ist der Orden des hl. Franz von Sales hier beheimatet, so dass auch wieder aktives Klosterleben stattfindet. Besonders hervorzuheben ist das Klostermuseum, das im historischen Keller Einblicke in den Alltag des Klosterlebens informiert, sowie die aktuelle Sonderausstellung „Mit Brief und Siegel“ Urkunden des Klosters im Mariensaal Saarn. Klein, aber fein! Allerdings ist es nur am Wochenende geöffnet.

Link: http://www.museum-kloster-saarn.de/index.phtml

alter Klosterbrunnen im Museum

Dazu bietet das Kloster ein reichhaltiges musikalisches Angebot, wir konnten bei der Probe von Psalm 42 von Mendelssohn für das morgige Orchesterkonzert zuhören.

Link: http://www.musik-im-kloster-saarn.de/start.html

Dem Umstand, dass die Gebäude nach der Säkularisation als Gewehrfabrik (preußische Besatzung), als Bauernhof, Wohnung und als Tapetenfabrik genutzt wurden, ist es zu verdanken, dass Saarn einer der wenigen komplett erhaltenen Klosterkomplexe nördlich des Mains ist.

Chor und Apsis der Klosterkirche

An der Straße von E-Kettwig nach Mülheim-Saarn entlang der Ruhr ist uns das Schloss Hugenpoet (sprich: Hugenpoht) einen Besuch wert, das soviel wie „Krötenpfütze“ bedeutet, was auf sumpfige Ruhrauen in vorindustrieller Zeit schliessen läßt. Als Königsgut Karls des Großen (!) findet es 778 erstmals urkundliche Erwähnung. Während des 30-jährigen Krieges wurde die Burg von hessischen Truppen zerstört.

Schloss Hugenpoet I

Johann Wilhelm von Nesselrode zu Hugenpoet ließ gemeinsam mit seiner Frau Anna von Winkelhausen sämtliche Ruinen im Jahre 1647 abreißen und an deren Stelle Schloss Hugenpoet im Wesentlichen in seiner heutigen Form neu aufbauen.

Dessen Nachkommen hatten nicht die finanziellen Mittel, die Anlage zu halten, und so wurde das mittlerweile verfallene Schlossgut im Jahr 1831 vom Freiherrn Leopold von Fürstenberg ersteigert, dessen Nachfahren noch heute im Besitz des Schlosses sind.

Schloss Hugenpoet II - Innenhof

Heute befindet sich in dem historischen Gemäuer ein 5-Sterne Hotel sowie ein Restaurant mit einem Michelin-Stern. Liebe Grüße, Claudia