ALL OF Bach veröffentlicht das BWV 917 „Fantasie in g-Moll“ – Werk für Tasteninstrumente!


ALL OF Bach veröffentlicht das BWV 917 „Fantasie in g-Moll“ – Werk für Tasteninstrumente!

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Durchdachte Polyphonie

„Bach bleibt bei der alten, kontrapunktisch ausgearbeiteten Variante.“

Im 17. Jahrhundert bezog sich der Begriff „Fantasie“ hauptsächlich auf die freie Natur eines Textes oder einer Satzmelodie. Aber die Kompositionen hielten sich oft an die strengen Regeln des Kontrapunkts. Erst später wurde der Begriff auch für Kompositionen eher halbimprovisierter Art verwendet. In dieser Fantasie bleibt J.S. Bach der alten, kontrapunktisch ausgearbeiteten Variante treu. Dies wird auch durch den gelehrten lateinischen Titel angedeutet, der in einigen Manuskripten zu finden ist: Fantasia duobus subiectis“.

Bach schrieb diese Fantasie in seinen jungen Jahren, als er immer noch sehr unter dem Einfluss der Orgeltradition des siebzehnten Jahrhunderts stand. Übrigens bezieht sich der lateinische Titel auf zwei Themen, obwohl die Komposition drei hat. Bach mag sich auf zwei Gegenthemen bezogen haben, die so zum Hauptthema hinzugefügt werden, auf das im Titel nicht Bezug genommen wird.

                                                                    Harpsichordist: Bertrand Cuiller

Die kurze, leidenschaftliche Einleitung erinnert ein wenig an eine Toccata, gefolgt von der gut durchdachten Polyphonie. Die drei Themen sind sehr unterschiedlich und werden alle von Anfang an gehört. Es ist auch ein Modell des reversiblen Kontrapunkts, was bedeutet, dass die Themen auf verschiedene Arten „gestapelt“ werden können. Das Thema, das zuerst im oberen Teil erklingt, kann zum Beispiel auch der Bass oder ein Mittelteil werden. Es ist wahrscheinlich eine Übung in der Zusammensetzung, sagt Bertrand Cuiller. Oder es könnte auch ein Vorspiel zu einer verlorenen Arbeit sein. Es ist schwierig, es als eine freistehende Arbeit zu erklären.

                                                          Das  Bartolotti Haus

Wir haben diese Aufnahme im Bartolotti-Haus, in der Herengracht 170 und 172 gemacht. Das Haus auf der Rückseite von Nr. 170 wurde von Cembalist, Organist und Dirigent Gustav Leonhardt von 1974 bis zu seinem Tod im Jahr 2012 besetzt.

Leonhardt war einer der Pioniere der Alten Musik in den Niederlanden. Als Lehrer und Interpret war er eine Quelle der Inspiration für viele Cembalisten auf der ganzen Welt.

Es ist eines der beeindruckendsten Gebäude in der Altstadt von Amsterdam. Es wurde um 1620 als Residenz im Auftrag des wohlhabenden Geschäftsmannes Willem van den Heuvel erbaut, der von einem kinderlosen Onkel, Giovanni Battista Bartolotti, der aus Bologna stammte, viel Geld geerbt hatte. Das Design im holländischen Renaissancestil stammt wahrscheinlich von dem Amsterdamer Stadtarchitekten Hendrick de Keyser. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Haus aufgeteilt und mehrmals modernisiert. Von den verschiedenen Renovierungen können Sie noch viele schöne historische dekorative Merkmale sehen. Die beiden Teile des Bartolotti-Hauses kamen in den Besitz von Vereniging Hendrick de Keyser, die dort ihren Sitz hat.

BWV 917

Titel
Fantasie in g-Moll

Beiname
Fantasia duobus subiectis

Genre
Tastaturarbeit

Jahr
vor 1708

Bach-Stadt
Arnstadt

Veröffentlichungsdatum
2. März 2018

Aufnahmedatum
27. Mai 2017

Ort
 Bartolotti Haus Amsterdam

Cembalist
Bertrand Cuiller

Cembalo
Bruce Kennedy nach Michael Mietke, 1989


Language: English

ALL OF Bach releases the BWV 917 „Fantasy in G minor“ – for keyboard instruments!

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„Well-thought-out polyphony“

Bach sticks to the old, contrapuntally elaborate variant.

In the seventeenth century, the term fantasia referred mainly to the free nature of a text or a set melody. But the compositions often kept to the strict rules of counterpoint. It was only later that the term was also used for compositions of a more semi-improvised character. In this fantasia, Bach sticks to the old, contrapuntally elaborate variant. This is also suggested by the scholarly Latin title that is found in some manuscripts: Fantasia duobus subiectis.

Bach wrote this Fantasia in his younger years, when he was still very much under the influence of the seventeenth-century keyboard tradition. Incidentally, the Latin title refers to two themes, although the composition has three. Bach may have been referring to two counter-themes, which are thus added to the main theme, which is not referred to in the title.

The short, passionate introduction is slightly reminiscent of a toccata, and is followed by the well-thought-out polyphony. The three themes are very different and are all heard right from the beginning. It is also a model of reversible counterpoint, meaning that the themes can be ‘stacked’ in various ways. The theme that is first heard in the top part can also become the bass, for example, or a middle part. It is probably an exercise in composition, says Bertrand Cuiller. Or it could also be a prelude to a work that has been lost. It is difficult to explain it as a free-standing work.

The Bartolotti Haus

We made this recording at The Bartolotti House, at Herengracht 170 and 172. The house at the back of no. 170 was occupied by harpsichordist, organist and conductor Gustav Leonhardt from 1974 to his death in 2012.

Leonhardt was one of the pioneers of early music in the Netherlands. As a teacher and performer, he was a source of inspiration to many harpsichord players around the world.

It is one of the most impressive buildings in the old centre of Amsterdam. It was built around 1620 as a residence, on commission from the wealthy businessman Willem van den Heuvel, who had inherited a lot of money from a childless uncle by marriage, called Giovanni Battista Bartolotti, who came from Bologna. The Dutch Renaissance-style design was probably done by the Amsterdam city architect Hendrick de Keyser. Over the centuries, the house has been split up and has undergone several modernisations. You can still see many wonderful historical decorative features from the various renovations. The two parts of the Bartolotti House came into the possession of Vereniging Hendrick de Keyser, which now has its office there.

Titel
Fantasie in g-Moll

Beiname
Fantasia duobus subiectis

Genre
Tastaturarbeit

Jahr
vor 1708

Bach-Stadt
Arnstadt

Veröffentlichungsdatum
2. März 2018

Aufnahmedatum
27. Mai 2017

Ort
 Bartolotti Haus Amsterdam

Cembalist
Bertrand Cuiller

Cembalo
Bruce Kennedy nach Michael Mietke, 1989


Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 917

Herzliche Grüße

Karin

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Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) Bückeburger Bach – „MISERE MEI DEUS“ – Psalm 50 (51) Für Soli Chor und Streicher!


Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) Bückeburger Bach – „MISERE MEI DEUS“ – Psalm 50 (51) Für Soli Chor und Streicher!


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Johann Christoph Friedrich Bach (* 21. Juni 1732 in Leipzig; † 26. Januar 1795 in Bückeburg) war ein deutscher Musiker und Komponist aus der Familie Bach und dritter der vier komponierenden Bachsöhne. Zur Kennzeichnung wird er häufig „der Bückeburger Bach“ genannt.

Johann Christoph Friedrich Bachs Lebenslauf begann wie der seiner Brüder: Er erhielt eine Ausbildung an der Leipziger Thomasschule sowie musikalischen Unterricht durch seinen Vater. Wilhelm Friedemann Bach, (1710-1784) der älteste Sohn von Johann Sebastian Bach, (1685-1750) hielt (nach der Aussage von Nikolaus Forkel (1749-1819) den Halbbruder für den „stärksten Spieler“ unter den vier Brüdern, der „seines Vaters Claviercompositionen am fertigsten vorgetragen“ habe.

Mit siebzehn Jahren begann Friedrich ein Jurastudium an der Leipziger Universität, brach dieses aber bald darauf, noch vor dem Tod des Vaters, wieder ab und folgte um die Jahreswende 1749/50 als gerade Achtzehnjähriger dem Ruf, als „Hochgräflich Schaumburg-Lippischer Cammer-Musicus“ am Hof in Bückeburg in Dienste zu treten. Wilhelm Graf zu Schaumburg-Lippe, der 1748 seinem Vater als Regent des kleinen Territoriums gefolgt war, hatte sich von der königlichen Hofmusik am Hofe Friedrichs II. in Potsdam stark beeindruckt gezeigt und feste Pläne gefasst, in seiner Residenz diesem Vorbild nachzueifern.

Am Bückeburger Hof waren derzeit die beiden Italiener Giovanni Battista Serini als Leiter der Hofkapelle und Angelo Colonna als Hofkomponist tätig.Bach lernte durch sie den Stil der italienischen Oper und Kantate kennen, da in den mindestens zweimal wöchentlich stattfindenden „Concerten“, die in der Regel spätnachmittags gegeben wurden, vor allem Vokalmusik aufgeführt wurde. Dazu unterhielt die Hofkapelle eine Sängerin, Lucia Elisabeth Münchhausen, Tochter des Hofmusikers Ludolf Andreas Münchhausen, die durch den Unterricht des Konzertmeisters Serini in die italienische Gesangskultur eingeführt wurde.

Bach erhielt zu Beginn des Jahres 1750 die Stelle eines Hofmusikers in Bückeburg, wo er sich wohl den Stil der am Hof gespielten Musik aneignen konnte. Datierte Kompositionen dieser Zeit aus seiner Hand sind bisher nicht überliefert.

Am 8. Januar 1755 heiratete Bach die Hofsängerin Münchhausen, die beiden Italiener verließen 1756 mit Beginn des Siebenjährigen Krieges den Hof, und Bach übernahm nun deren Aufgaben. Neben der Leitung der Konzerte hatte er für die Anschaffung und Komposition neuer Musik zu sorgen. Auf Betreiben des Grafen nahm er dazu auch Kontakt mit Musikern anderer Adelshöfe auf, um Notenmaterial zu erbitten – Graf Wilhelm hatte den Ehrgeiz, in seiner Musikbibliothek den neuesten Entwicklungen des Musikgeschmacks zu folgen.

1759 wurde Wilhelm Friedrich Ernst Bach, (1759-1845) der älteste Sohn von insgesamt acht Kindern des Paares, geboren, dessen Patenschaft der Graf auf Bachs Bitte hin übernahm. Wilhelm Friedrich Ernst Bach, (1759-1845) war der letzte Musiker in der direkten Nachkommenschaft von  Johann Sebastian Bach. Als 1767 Georg Philipp Telemann (1681-1767) in Hamburg starb, unternahm Johann Christoph Friedrich Bach seinen einzigen belegten Versuch, seine Stellung in Bückeburg gegen eine bessere zu tauschen, und bewarb sich als Musikdirektor in Hamburg; bei der Vergabe der Stelle wurde ihm jedoch sein älterer und bekannterer Halbbruder Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) vorgezogen.

Dies führte aber nicht zu einer Trübung der brüderlichen Beziehungen, sondern es entwickelte sich ein eher verstärkter Kontakt und Austausch von Anregungen und Kompositionen.Von Oktober 1757 bis April 1758, in der Zeit des Siebenjährigen Kriegs, hatte sich der Graf mit einigen Mitgliedern des Hofes, darunter Bach, auf seinen Sitz in Nienstedten an der Elbe zurückgezogen. In dieser Zeit bewarb sich Bach erfolgreich als Organist an der evangelischen Hauptkirche in Altona. Graf Wilhelm erlaubte ihm jedoch nicht, diese Stelle anzutreten, ernannte ihn aber am 18. Februar 1759 offiziell zum Konzertmeister.

Für Johann Christoph Friedrich Bach begann nun eine intensive Schaffensphase. Neben vielen Kammermusikwerken und Klaviermusik komponierte er um 1769 seine ersten Oratorien Die Pilgrime auf Golgatha (Text: Justus Friedrich Wilhelm Zachariae) und Der Tod Jesu in der zweiten Textfassung von Karl Wilhelm Ramler (1760), dessen Erstfassung schon Carl Heinrich Graun (1704-1759) ( im Jahr 1755) und Telemann (1756) erfolgreich vertont hatten. Ebenfalls aus der Zeit vor 1770 stammen die ersten zehn seiner insgesamt zwanzig Sinfonien; zehn weitere entstanden in einer späteren Phase zwischen 1792 und 1794.

Am 26. Januar 1795 starb Johann Christoph Friedrich Bach „an einem hefftigen Brust-Fieber“ in Bückeburg, wo er am 31. Januar auf dem Jetenburger Friedhof in Bückeburg begraben wurde. Dort wurde 1803 auch Bachs Witwe beigesetzt. Sein Sohn Wilhelm Friedrich Ernst Bach führte die Komponistentradition in der Familie fort.

Johann Christoph Friedrich Bach schrieb Oratorien und Opern, insgesamt zwanzig Sinfonien (davon 12 verschollen), acht Klavierkonzerte, daneben Kammermusik und geistliche Lieder.

Die Rezeption seines musikalischen Werks erreichte bisher nicht die Bedeutung der seiner Brüder. Dieser Eindruck mag mit der unvollkommenen Überlieferung und unklaren Quellenlage seiner Kompositionen zusammenhängen.

Ausführende:

Sopran: Ibolya Verebics
Alt: Christel Borchers
Tenor: Uwe Hellmann
Bass: Daniel Lichtli

Gächinger Kantorei Stuttgart
Bach-Collegium Stuttgart

Leitung: Helmuth Rilling
Aufnahme von 1988
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Language: English

Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) Bückeburg Bach – „MISERE MEI DEUS“ Psalm 50 (51) For soli choir and strings!

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Johann Christoph Friedrich Bach (born June 21, 1732 in Leipzig, † January 26, 1795 in Bückeburg) was a German musician and composer from the Bach family and third of the four composing Bach sons. For labeling it is often called „the Bückeburger brook“.

Johann Christoph Friedrich Bach’s CV began like that of his brothers: He received training at the Leipzig Thomas School and musical instruction by his father. Wilhelm Friedemann Bach, (1710-1784), the eldest son of Johann Sebastian Bach, (1685-1750) – (according to the statement of Nikolaus Forkel 1749-1819) half brother for the „strongest player“ among the four brothers, who had „finished his father’s pianoforte compositions the most finished“.

At the age of seventeen, Frederick began studying law at the University of Leipzig, but broke it soon afterwards, even before the death of his father, and at the turn of the year 1749/50, at the age of eighteen, he was called „Hochgräflich Schaumburg-Lippischer Cammer-Musicus „To enter the court in Bückeburg. Wilhelm Graf zu Schaumburg-Lippe, who had succeeded his father as regent of the small territory in 1748, had been greatly impressed by the royal court music at the court of Frederick II in Potsdam and had made firm plans to emulate his model in his residence.

At the Bückeburger Hof, the two Italians Giovanni Battista Serini were currently the court composers and Angelo Colonna was the court composer. Through her, she became acquainted with the style of Italian opera and cantata, as a rule in the „Concerts“ held at least twice a week especially in the late afternoon, especially vocal music was performed. For this purpose, the court band entertained a singer, Lucia Elisabeth Münchhausen, daughter of the court musician Ludolf Andreas Münchhausen, which was introduced to the Italian vocal culture by the lessons of the concertmaster Serini.

At the beginning of the year 1750 Bach received the post of court musician in Bückeburg, where he was able to acquire the style of music played at the court. Dated compositions of this time from his hand are not yet known.

On January 8, 1755 Bach married the court singer Münchhausen, the two Italians left the court in 1756 with the beginning of the Seven Years‘ War, and Bach now took over their duties. In addition to directing the concerts, he had to provide for the acquisition and composition of new music. At the behest of the count, he also made contact with musicians from other aristocratic courtyards to solicit music – Graf Wilhelm had the ambition to follow in his music library the latest developments in musical taste.

Wilhelm Friedrich Ernst Bach, (1759-1845), the eldest son of a total of eight children of the couple, was born in 1759, whose sponsorship the count took over at Bach’s request. Wilhelm Friedrich Ernst Bach, (1759-1845), was the last musician in the direct descendants of Johann Sebastian Bach. When Georg Philipp Telemann (1681-1767)  died in Hamburg in 1767, Johann Christoph Friedrich Bach undertook his only proven attempt to change his position in Bückeburg for a better one, and applied as Music Director in Hamburg; in the award of the job, however, his older and better-known half-brother Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) was preferred to him.

However, this did not lead to a clouding of fraternal relations, but instead a more intensive contact and exchange of ideas and compositions developed. From October 1757 to April 1758, during the Seven Years‘ War, the count had with some members of the court, including Bach, retired to his seat in Nienstedten on the Elbe. During this time, Bach successfully applied as an organist at the Protestant church in Altona. Count Wilhelm did not allow him to take this position, but appointed him on 18 February 1759 officially concertmaster.

For Johann Christoph Friedrich Bach now began an intensive creative phase. In addition to many chamber music works and piano music he composed around 1769 his first oratorios The Pilgrim on Golgotha ​​(text: Justus Friedrich Wilhelm Zachariae) and The Death of Jesus in the second text version of Karl Wilhelm Ramler (1760), whose first version was already Carl Heinrich Graun (1704-1759) ( in the year 1755)  and Telemann (1756) had successfully set to music. Also from the time before 1770 are the first ten of his twenty symphonies; ten others were created in a later phase between 1792 and 1794.

On January 26, 1795, Johann Christoph Friedrich Bach died of „a sickening chest fever“ in Bückeburg, where he was buried on January 31 at the Jetenburger cemetery in Bückeburg. There Bach’s widow was buried in 1803. His son Wilhelm Friedrich Ernst Bach continued the composer tradition in the family.

Johann Christoph Friedrich Bach wrote oratorios and operas, a total of twenty symphonies (12 of them lost), eight piano concertos, chamber music and sacred songs.

The reception of his musical work has not yet reached the significance of his brothers. This impression may be connected with the imperfect tradition and unclear sources of his compositions.

Performed by:

Soprano: Ibolya Verebics
Old: Christel Borchers
Tenor: Uwe Hellmann
Bass: Daniel Lichtli

Gächinger Kantorei Stuttgart
Bach Collegium Stuttgart

Conductor: Helmuth Rilling
Recording from 1988
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Termine in 2018 von Sir John Eliot Gardiner – Monteverdie Choir und English Baroque Solists mit Bach-Kantaten in Europa!


Termine in 2018 von Sir John Eliot Gardiner – Monteverdie Choir und English Baroque Solists mit Bach-Kantaten in Europa!

Die Musik, die Sir John Eliot Gardiner in diesem Jahr nach Europa bringen wird, spiegelt die bahnbrechende Bach Cantata Tournee des Jahres 2000 wieder.

Link zur Webseite von Monteverdi.uk mit den Konzert-Terminen in Europa:

http://monteverdi.co.uk/whats-on

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Die deutschen Konzert-Daten sind wie folgt:

Mi 9. Mai 2018
Audimax, Regensburg
Fr 11. Mai 2018
Frauenkirche, Dresden
Sa 12. Mai 2018
Philharmonie, Köln
Fr 8.-So 10. Juni 2018
Nikolaikirche, Leipzig (ausverkauft!)
Di 12. Juni 2018
Königslutter Kaiserdom, Braunschweig

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In diesem Jahr wird es fast 20 Jahre her sein, seit John Eliot Gardiner die bahnbrechende Bach Cantata Pilgrimage im Jahr 2000 leitete, als er die bahnbrechende Tournee des Monteverdi Chors und der English Baroque Soloists in 198 Kirchen in ganz Europa und den USA leitete.

Ab Mai 2018 werden sich John Eliot Gardiner und die beiden berühmten Ensembles von dieser phänomenalen Leistung inspirieren lassen und ein neues Bach Cantata Projekt beginnen. Diese zweimonatige Tour wird ein sorgfältig ausgewähltes Programm von Kantaten aus dem gesamten liturgischen Kalender für das Publikum in bedeutenden Konzertsälen und Kirchen in ganz Europa bringen.

Mai 2018
Der erste Teil der Bach-Kantatenrundreise beginnt mit elf europäischen Dates, darunter Besuche im Concertgebouw, Amsterdam, der Frauenkirche bei den Dresdner Musikfestspielen und im Musikverein in Wien. Es folgen Auftritte an der Liszt Akademie in Budapest und ein Besuch des prestigeträchtigen Prager Frühlingsfestivals bevor die Tournee in Italien mit Konzerten in Perugia, Pavia und Bologna beendet wird.

Das Programm während dieses Teils der Tour wird ein gemischtes Programm von Höhepunkten von Ostern, Dreieinigkeit und Adventskantaten umfassen, die das Publikum auf eine Reise durch den heiligen Kalender führen und einige von Bachs schönsten und einprägsamsten Chorwerken präsentieren werden.

JUNI 2018
Dann, im Juni, widmen wir uns einer vielversprechenden Reihe von Kantatenaufführungen in Leipzig, wo John Eliot Gardiner als Präsident des Bach-Archivs eine beeindruckende Liste der weltbesten Bach-Künstler zusammengestellt hat. Dazu gehören Ton Koopman mit seinem Amsterdam Baroque Orchestra & Choir, Masaaki Suzuki mit dem Bach Collegium Japan und das Gaechinger Cantorey mit ihrem neuen Regisseur Hans-Christoph Rademan sowie Bachs eigener Chor, der Thomanerchor Leipzig mit dem Gewandhausorchester unter Thomaskantor Gotthold Schwarz.

Gemeinsam mit John Eliot Gardiner und dem Monteverdi – Chor nimmt sie am Leipziger Kantatenring teil: 30 geistliche Kantaten, die an einem einzigen Wochenende zyklisch aufgeführt werden, wechselnd zwischen den Kirchen St. Thomas und St. Nikolaus und arrangiert von der Ort jeder Kantate im liturgischen Jahr – vom ersten Adventssonntag bis zum 27. Sonntag nach dem Dreifaltigkeitssonntag. Dieser „Ring“ der Kantaten wird dann vom 15. bis 17. Juni 2018 sein und am Bachwochenende zum London’s Barbican reisen, bevor die Tour endet in Paris mit einer letzten Reihe von Kantatenaufführungen in der Chapelle Royale, Versailles und der Basilique de St Denis.

Link zur Webseite von Monteverdi.uk mit den Konzert-Terminen in Europa:

http://monteverdi.co.uk/whats-on

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Language English

This year it will be close to twenty years since the momentous Bach Cantata Pilgrimage in 2000 when John Eliot Gardiner led the Monteverdi Choir and English Baroque Soloists trailblazing tour, performing all 198 of Bach’s sacred Cantatas in more than 60 churches throughout Europe and the US.

Link to the website of Monteverdi.uk with the concert dates in Europe:

http://monteverdi.co.uk/whats-on

The german concert dates are as follows:

Wed 9th May 2018
Audimax, Regensburg
Fri 11 May 2018
Frauenkirche, Dresden
Sat 12 May 2018
Philharmonie, Köln
Fri 8.-Sun 10. June 2018
Nikolaikirche, Leipzig (sold out!)
Tue June 12, 2018
Königslutter Kaiserdom Brunswick

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Starting in May John Eliot Gardiner and the same two celebrated ensembles will draw inspiration from that phenomenal achievement and embark on a major new Bach Cantata project. This two-month tour will bring a carefully selected programme of Cantatas from across the liturgical calendar to audiences in prominent concert halls and churches throughout Europe.

MAY 2018
The first part of the Bach Cantata Ring tour will commence with eleven European dates including visits to the Concertgebouw, Amsterdam, the Frauenkirche at the Dresden Music Festival and the Musikverein in Vienna. These are closely followed by performances at the Liszt Academy, Budapest along with a visit to the prestigious Prague Spring Festival before finishing the May leg of the tour in Italy with dates in Perugia, Pavia and Bologna.

The programme during this part of the tour will feature a mixed programme of highlights from Easter, Trinity and Advent Cantatas that will take audiences on a journey across the sacred calendar and showcase some of Bach’s finest and most memorable choral works.

JUNE 2018

Then in June, our attentions turn to what promises to be a landmark series of cantata performances in Leipzig, where  John Eliot Gardiner, in his role as President of the Bach Archiv, to Leipzig has assembled an impressive roster of the world’s best Bach performers. These include Ton Koopman with his Amsterdam Baroque Orchestra & Choir, Masaaki Suzuki with the Bach Collegium Japan, and the Gaechinger Cantorey with their new director Hans-Christoph Rademan along with Bach’s own choir, the Thomaner with the Gewandhaus Orchestra Leipzig under Thomaskantor Gotthold Schwarz.

They will be joined by John Eliot Gardiner and the Monteverdi Choir to take part in the Leipzig Cantata Ring: 30 sacred cantatas, performed cyclically over the course of a single weekend, alternating between the churches of St. Thomas and St. Nicholas and arranged by the place of each cantata in the liturgical year – from the first Sunday of Advent to the 27th Sunday after Trinity Sunday.This same ‘Ring’ of cantatas will then travel to London’s Barbican between 15-17 June 2018 for their Bach Weekend before ending the tour in Paris with one final series of cantata performances at the Chapelle Royale, Versailles and the Basilique de St Denis.

Link to the website of Monteverdi.uk with the concert dates in Europe:

http://monteverdi.co.uk/whats-on

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J.S. Bach – Kantate BWV 150 „Nach dir, Herr, verlanget mich „


J.S. Bach – Kantate BWV 150 „Nach dir, Herr, verlanget mich „

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„Nach dir, Herr, verlanget mich“ (BWV 150) ist eine der frühesten Kirchenkantaten von Johann Sebastian Bach.

Bei dieser Kantate handelt es sich um eine der ältesten erhaltenen Kantaten Bachs (gemeinsam mit den Kantaten BWV 131, 196, 106 und 4); sie ist wahrscheinlich um 1706 entstanden. Christoph Wolff spricht in seiner Bach-Biographie von der „vermutlich frühesten erhaltenen Kantate“. Es liegt kein Autograph, sondern nur eine Abschrift aus dem Jahre 1753 vor, die Bachs Schüler Christian Friedrich Penzel angefertigt hat. Als Entstehungsort wird Arnstadt vermutet.

Der Text wurde von einem unbekannten Dichter auf der Grundlage von Psalm 25 verfasst.

Der Text besteht in den Chorsätzen Nach dir, Herr, verlanget mich; Leite mich in deiner Wahrheit und Meine Augen sehen stets zu dem Herrn aus den Worten des Psalms 25 (Verse 1–2 LUT; Vers 5 LUT und Vers 15 LUT). Für die Arien und den Schlusschor verwendete Bach eine Psalmparaphrase des unbekannten Librettisten.

Da jede textliche Beziehung auf das Kirchenjahr fehlt, wurden verschiedene liturgische Einordnungen vorgeschlagen. So könnte die Kantate für einen Beichtgottesdienst, für den 3. Sonntag nach Trinitatis oder für eine Bestattungsfeier komponiert worden sein.

Gesangsolisten: Sopran, Alt, Tenor, Bass (Alt, Tenor und Bass im Terzetto Nr. 5 können auch durch die Chorstimmen gesungen werden)
Chor: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Orchester: Fagott, Violine I/II, Basso continuo.

Die Kantate besteht aus sieben Sätzen:

  1. Sinfonia: Instrumentalstück (Fagott, Violine I, Violine II, Basso continuo), Tonart h-moll, das Fagott ist als obligate Solostimme notiert, spielt jedoch den Basso continuo mit.
  2. Chor (Sopran, Alt, Tenor, Bass): Nach dir, Herr, verlanget mich, Beginn in h-moll, Schluss in H-Dur; Fagott, Violine I, Violine II, Basso continuo, das Fagott tritt solistisch gegenüber dem Basso continuo hervor.

  3. Arie (Sopran): Doch bin und bleibe ich vergnügt, h-moll, Violinen unisono und Basso continuo.

  4. Chor: Leite mich in deiner Wahrheit, h-moll; Fagott, Violine I, Violine II, Basso continuo, das Fagott folgt zwar melodisch dem Basso continuo, phrasiert und pausiert jedoch eigenständig.

  5. Terzetto (Alt, Tenor, Bass): Zedern müssen von den Winden, D-Dur, Fagott (solistisch) und Basso continuo. Der Vokalsatz ist einfach gehalten und kann auch von Chorsängern ausgeführt werden.

  6. Chor: Meine Augen sehen stets zu dem Herrn, Beginn D-Dur, Schluss H-Dur; Fagott (solistisch), Violine I, Violine II, Basso continuo. Madrigalartiger Chorsatz im 6/8-Takt

  7. Chor: Meine Tage in dem Leide, Beginn h-moll mit Schluss in H-Dur; Chaconne im 3/2-Takt.

Die frühe Kantate zeigt im Gesamtaufbau und in der Binnenstruktur der einzelnen Sätze bereits charakteristische Kompositionseigenheiten Bachs.

Die einleitende Sinfonia ist mit 19 Takten sehr kurz gehalten, am längsten sind die Chorstücke an zweiter und an letzter Stelle. Schon im ersten Satz wird als Vorgriff auf den darauffolgenden Chorsatz die musikrhetorische Klagefigur verwendet, ein chromatischer Quartgang abwärts, der in späteren Kantaten und Oratorien Bachs häufig auftritt.

In den folgenden Chorstücken dieser Kantate wechselt immer wieder die Geschwindigkeit. Im zweiten Teil steht der fugierte Anfang „Nach dir, Herr, verlanget mich“ in Allegro, darauf folgt „Mein Gott, ich hoffe auf dich“, homophon in Andante. Je nach der Textaussage in den Versen des vertonten Psalms 25 zieht sich diese Abfolge durch den gesamten Chorsatz. „Laß mich nicht zu Schanden werden“ wird „Un poco allegro“ fugiert und wechselt dann homophon zu Adagio. Die folgende Bitte „daß sich meine Feinde nicht freuen über mich“ ist wiederum mit „Allegro“ bezeichnet und fugiert. Den Schluss bildet eine homophone Kadenz auf die Durparallele, nun wieder im Adagio.

Die darauffolgenden Arie des Soprans Doch bin und bleibe ich vergnügt folgt nicht der seinerzeit üblichen Form der da-capo-Arie. Sie enthält keine Wiederholung, sondern ist liedartig durchkomponiert. Die melodische Struktur wird geprägt von der Corta-Figur, einer Abfolge dreier Noten, bei denen eine doppelt so lang wie die beiden anderen ist. Diese Figur wurde von Albert Schweitzer als „Freudenmotiv“ bezeichnet.

Im vierten Teil, einem Chorstück, wird die Eingangsbitte „Leite mich“ durch das Motiv einer zwei Oktaven umfassenden Tonleiter dargestellt. Auch hier finden sich wieder, je nach Textaussage, Wechsel zwischen den Tempobezeichnungen: Andante – Allegro – Andante.

Der fünfte Satz Cedern müssen von den Winden, ein Terzett von Alt, Tenor und Bass, reflektiert textlich die vorangehenden Psalmverse und veranschaulicht musikrhetorisch sowohl das Rauschen des Windes in den Zederbäumen als auch das „Widerbellen“ der Feinde, das der Psalmsänger zu gewärtigen hat. Der Basso continuo läuft hierbei weitgehend in Sechzehntelfiguren, die nur an Übergangsstellen durch Achtel und zweimal durch punktierte Achtel unterbrochen werden. Die Instrumente bilden so das Rauschen des Windes ab, während das „Widerbellen“ der Feinde in den Gesangsstimmen durch aufgeregte Überbindungen von Vierteln an kürzere Noten und Chromatik symbolisiert wird.

Bemerkenswert ist am sechsten Satz Meine Augen sehen stets zu dem Herrn zunächst die Form, denn er folgt dem Schema Präludium und Fuge. Nachdem alle vorherigen Teile einen 4/4-Takt-Takt aufweisen, steht dieser Satz im 6/8-Takt. Der erste Teil, der dem Präludium entsprechen würde, zeigt eine madrigalartige Struktur, wie dies auch bei manchen von Bachs Präludien für Orgel der Fall ist. Der Beginn der Fuge ist wiederum durch einen Tempowechsel zu Allegro gekennzeichnet.

Der Schlusschor Meine Tage in dem Leide ist in Form einer Chaconne geschrieben, das viertaktige Basso-continuo-Thema, das sich stets wiederholt, griff Johannes Brahms in seiner Vierten Symphonie auf.

Ausführende:

Condictor: Philippe Pierlot
Orchester: Ricercar Consort
Sopran: Katharine Fuge; Counter-Tenor: Carlos Mena; Tenor: Jan Kobow; Bass: Stephan MacLeod

Aufnahme von September 2004

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J.S. Bach – Cantata BWV 150 „Nach dir, Herr, verlanget mich“ („After you, Lord, call me“)

„Nach dir, Herr, verlanget mich“ („After you, Lord, call me“) (BWV 150) is one of the earliest church cantatas by Johann Sebastian Bach.

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This cantata is one of Bach’s oldest cantatas (together with the cantatas BWV 131, 196, 106 and 4); it probably originated around 1706. Christoph Wolff speaks in his Bach biography of the „presumably earliest surviving cantata“. There is no autograph, but only a copy from the year 1753 made by Bach’s pupil Christian Friedrich Penzel. As a place of origin Arnstadt is suspected.

The text was written by an unknown poet based on Psalm 25.

The text consists in the choral movements. After you, Lord, demand me; Lead me in your truth and My eyes always look to the Lord from the words of Psalm 25 (verses 1-2 LUT, verse 5 LUT and verse 15 LUT). Bach used a psalm paraphrase by the unknown librettist for the arias and the final chorus.

Since there is no textual relationship to the church year, various liturgical classifications have been proposed. Thus, the cantata could have been composed for a confessional service, for the third Sunday after Trinitatis or for a funeral.

Vocal soloists: soprano, alto, tenor, bass (alto, tenor and bass in Terzetto No. 5 can also be sung through the choir voices)
Choir: soprano, alto, tenor, bass
Orchestra: Bassoon, Violin I / II, Basso continuo.

The cantata consists of seven movements:

  1. Sinfonia: instrumental piece (bassoon, violin I, violin II, basso continuo), key in B minor, the bassoon is recorded as an obligatory solo part, but plays along with the basso continuo.

2nd Choir (soprano, alto, tenor, bass): After you, Lord, call me, beginning in B minor, ending in B major; Bassoon, Violin I, Violin II, Basso continuo, the bassoon solos as opposed to the basso continuo.

  1. Aria (soprano): But I am and remain cheerful, B minor, violins in unison and basso continuo.
  2. Chorus: Guide me in your Truth, b-minor; Bassoon, violin I, violin II, basso continuo, the bassoon melodically follows the basso continuo, but phrases and pauses independently.

  3. Terzetto (alto, tenor, bass): Cedars must by the winds, D major, bassoon (solo) and basso continuo. The vocal movement is simple and can also be performed by choir singers.

  4. Chorus: My eyes always look to the Lord, beginning in D major, ending in B major; Bassoon (Soloist), Violin I, Violin II, Basso continuo. Madrigal-like choral movement in 6/8 time

  5. Chorus: My Days in Suffering, beginning in B minor, ending in B major; Chaconne in 3/2-time.

The early cantata already shows characteristic compositional characteristics of Bach in the overall structure and in the internal structure of the individual movements.

The introductory sinfonia is very short with 19 bars, the longest are the choral pieces in second and last place. Already in the first movement, the musical rhetorical action figure is used in anticipation of the ensuing choral movement, a chromatic fourth movement downwards, which frequently occurs in Bach’s later cantatas and oratorios.

In the following choral pieces of this cantata the speed changes again and again. In the second part is the fugal beginning „After you, Lord, demands me“ in Allegro, followed by „My God, I hope for you“, homophonic in Andante. According to the textual statement in the verses of the psalm 25, this sequence runs through the entire choral movement. „Let me not be ashamed“ is „Un poco allegro“ fugiert and then changes homophone to Adagio. The following request „that my enemies do not rejoice over me“ is again called „Allegro“ and fugiert. The conclusion is a homophonic cadence on the Durparallele, now again in the Adagio.

The following aria of the soprano But I am and remain amused does not follow the then usual form of the da capo aria. It contains no repetition, but is composed by song. The melodic structure is dominated by the Corta figure, a sequence of three notes, one of which is twice as long as the other two. This figure was described by Albert Schweitzer as a „joy motif“.

In the fourth part, a choral piece, the introductory part „Guide me“ is represented by the motif of a two-octave scale. Again, there are, depending on the text statement, change between the tempo markings: Andante – Allegro – Andante.

The fifth movement, Cedar, by the Winds, a trio of alto, tenor, and bass, lyrically reflects the preceding psalmic verse, and illustrates, in the rhetoric of music, both the rustling of the wind in the cedar trees and the „barking“ of the enemies the psalmist has to face. The basso continuo runs here largely in sixteenth-notes, which are interrupted only at crossing points by eighths and two times by dotted eighths. The instruments thus mimic the sound of the wind, while the „barking“ of the enemies in the vocals is symbolized by excited transitions of neighborhoods to shorter notes and chromaticism.

Noteworthy is the sixth sentence My eyes always see the form of the Lord, for he follows the pattern of prelude and fugue. After all previous parts have a 4/4 time clock, this rate is in 6/8 time. The first part, which would correspond to the prelude, shows a madrigal-like structure, as is also the case with many of Bach’s preludes for organ. The beginning of the fugue is again marked by a tempo change to Allegro.

The closing chorus My Days in Sorrow is written in the form of a chaconne; the four-bar basso continuo theme, which is always repeated, was attacked by Johannes Brahms in his Fourth Symphony.

Performed by:

Conductor: Philippe Pierlot
Orchestra: Ricercar Consort
Soprano: Katharine Fuge; Counter Tenor: Carlos Mena; Tenor: Jan Kobow; Bass: Stephan MacLeod

Recording from September 2004

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Francesco Tristano spielt Johann Sebastian Bach BWV 988 – „Goldberg-City-Variations“


Francesco Tristano spielt Johann Sebastian Bach BWV 988 – „Goldberg-City-Variations“

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Francesco Tristano Schlimé (* 16. September 1981) ist ein luxemburgischer Pianist, Komponist und Produzent. Er tritt unter dem Namen Francesco Tristano auf.

J.S. Bach´s Goldbergvariationen bilden nicht nur einen Höhepunkt im instrumentalen Werk des Komponisten, sondern gehören zu den herausragenden Werken barocker Variationskunst überhaupt. In diesem Zyklus, bestehend aus einer Aria mit 30 „Veränderungen“, entwickelt Bach eine musikalische Architektur, die sowohl die Einzelsätze zueinander in ein sinnvolles Verhältnis bringt, als auch alle Spielarten kontrapunktischer Satzkunst in kunstvoller Vollendung aufblühen lässt.
Seitdem hat sich fast jeder große Pianist an diesem Werk versucht, von Glen Gould bis Alexandre Tharaud oder Igor Levit.

Die Einspielung des jungen Luxemburgers Francesco Tristano ist besonders ambitioniert. Er entwickelt zu dem klingenden Variationswerk eine Visualisierung, er begreift Bachs Musik als architektonische Utopie.
Die Idee zu diesem Projekt geht zurück auf den Komponisten und Architekten lannis Xenakis und seine Idee einer „Kosmischen Stadt“.

Francesco Tristano hat darauf aufbauend ein visuelles Design-Konzept entwickelt, das in Echtzeit direkt durch sein eigenes Spiel generiert wird. Hier wird die musikalische Struktur der Goldbergvariationen als Analogie zur Entwicklung von Stadt-Räumen gelesen. Der Flügel steht vor einer großen Projektionsfläche, auf der sich ein mehrdimensionales Spiel mit Räumen und Formen entwickelt – alles live gesteuert durch die Musik.

Aufnahme von den Bach Festtage am 3. September 2016 in Köthen (Sachsen-Anhalt, Germany)

Zusätzliche Informationen zum Bachfest am 3. September 2016 in Köthen:

Link: https://meinhardo.wordpress.com/tag/mdr-video-bachfest-2016-koethen/

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Francesco Tristano plays Johann Sebastian Bach (BWV 988) „Goldberg City Variations“

https://videopress.com/v/DveTNB2x

Francesco Tristano Schlimé (born September 16, 1981) is a Luxembourgian pianist, composer and producer. He performs under the name of Francesco Tristano.

J.S. Bach’s Goldberg Variations are not only a highlight of the composer’s instrumental oeuvre, they are also among the outstanding works of Baroque art of variation. In this cycle, consisting of an aria with 30 „changes“, Bach develops a musical architecture that brings together the individual sentences to each other in a meaningful relationship, as well as all varieties of contrapuntal sentence art flourish in artistic perfection.
Since then, almost every great pianist has tried this work, from Glen Gould to Alexandre Tharaud or Igor Levit.

The recording of the young Luxembourger Francesco Tristano is particularly ambitious. He develops a visualization for the sounding variation work, he understands Bach’s music as an architectural utopia.
The idea for this project goes back to the composer and architect lannis Xenakis and his idea of ​​a „Cosmic City“.

Based on this, Francesco Tristano has developed a visual design concept that is generated in real time directly through his own game. Here the musical structure of Goldberg Variations is read as an analogy to the development of urban spaces. The grand piano stands in front of a large projection screen on which a multi-dimensional play with spaces and forms evolves – all controlled live by the music.

Recording of the Bach Festival on September 3, 2016 in Köthen (Saxony-Anhalt, Germany)

Additional information about Bachfest 2016 in Köthen:

Link: https://meinhardo.wordpress.com/tag/mdr-video-bachfest-2016-koethen/

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J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen für den Sonntag „Reminiszere“ entfallen Kantaten!


J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen für den Sonntag „Reminiszere“ entfallen Kantaten!

                                                                          J.S. Bach-Büste im Fenster

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 25.02.2018 begehen wir den Sonntag Reminiszere

Der Name des Sonntags Reminiszere leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: „Reminiscere miserationum tuarum, Domine, et misericordiarum tuarum quae e saeculo sunt.“ (Ps 25, 6;)

Der Sonntag Reminiszere hat das Gleichnis von den bösen Weingärtnern zum Thema. Es geht dabei um das Verhältnis zwischen Gott und Mensch. Wohl wissend, was sie tun, bringen die Weingärtner den Sohn des Besitzers um, hoffend, dass sie dann den ganzen Besitz für sich einstreichen können. Ganz offensichtlich soll das Gleichnis darauf hindeuten, dass die Menschen, die eine Verantwortung von Gott übertragen bekommen haben (jeder), das ihnen Anvertraute lieber als ihr Eigentum ansehen wollen und dabei die Rechte Gottes zu mißachten (und damit auch seine Macht).

Die Frage dieses Sonntags und dieser Woche ist daher die nach unserem Verhältnis zu Gott. Sie wird allerdings schwierig zu beantworten sein, denn wie mißt man ein solches Verhältnis? Sobald man zu messen beginnt, ist man ja nicht mehr Betroffener, sondern „Richter“, und stellt sich damit jenseits dessen, was einen zutiefst persönlich angeht. Und das kann nicht gut gehen. Soll man andere den Maßstab anlegen lassen? Auch das ist nicht im Sinne des Evangeliums. Bleibt nur das „Innewerden“, das „Auf-Sich-Besinnen“, als Möglichkeit, über das eigene Verhältnis zu Gott nachzudenken und, falls nötig, Konsequenzen zu ziehen.

Wochenspruch: 

Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Röm 5, 8)

Wochenlied: 

“Wenn wir in höchsten Nöten sein“ (EG 366)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag Reminiszere“ entfallen

 Musik in Leipzig schweigt in der Fastenzeit.!!

Kantaten für sonstige Anlässe!

BWV 21 Ich hatte viel Bekümmernis

 BWV 120 – Gott, man lobet dich in der Stille

BWV 125 – „Mit Fried und Freud ich fahr dahin

 BWV 150  Nach dir, Herr, verlanget mich

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:04 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link:

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link:

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link:

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik – Sonntag: 07:04 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 97 „In allen meinen Taten“

Der Anlass für die Komposition ist unbekannt!

Hana Blaziková, Sopran;  Robin Blaze, Countertenor;

Gerd Türk, Tenor;  Peter Kooij, Bass;

Chor und Orchester Bach Collegium Japan

Leitung:  Masaaki Suzuki

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Henry Purcell (1659-1695)

„Remember not, Lord, our offences“

Balthasar-Neumann-Ensemble

Leitung:  Thomas Hengelbrock

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm!

Kantate etwa ab  07:05 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 157 “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn” 

Das Werk scheint als Bestattungskantate für Johann Christian von Ponickau (1652-1726), einen sächsischen Kammerherrn, in Auftrag gegeben worden zu sein.

Kurt Equiluz, Tenor /  Max van Egmond, Bass

Tölzer Knabenchor / Collegium Vocale / Leonhardt-Consort

Leitung:  Gustav Leonhardt

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszug aus dem Programm!

Sonntag 06:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate ab 07:04 Uhr

Kantate BWV 157 Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“

Das Werk scheint als Bestattungskantate für Johann Christian von Ponickau (1652-1726), einen sächsischen Kammerherrn, in Auftrag gegeben worden zu sein.

James Gilchrist, Tenor / Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir & Orchestra 

Leitung: Ton Koopman

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Kantate – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Michael Bach  (1648-1694)

„Liebster Jesu, hör mein Flehen“

Maria Zedelius (Sopran)  David Cordier (Altus)

Paul Elliott,   Hein Meens (Tenor)  Michael Schopper (Bass)

Musica antiqua Köln

Leitung: Reinhard Goebel

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate: BWV 100 „Was Gott tut, das ist wohl getan

Choral-Kantate für eine unbestimmte Gelegenheit!

Susanne Winter, Sopran; Rebecca Martin, Alt;

Markus Schäfer, Tenor; Sebastian Bluth, Bass

Windsbacher Knabenchor, Deutsche Kammer-Virtuosen Berlin

Leitung:  Karl-Friedrich Beringer

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-kultur-radio-100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszug aus dem Programm!

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

06:30 Uhr Kantate

Christoph Graupner (1683 – 1760)

„Wir wissen, dass Trübsal Geduld bringet“ GWV 1121/44

Sonja Bühler, Sopran; Michael Feyfar, Tenor;

Markus Flaig, Bass

Anton-Webern-Chor Freiburg,

Ensemble Concerto Grosso

Leitung: Hans Michael Beuerle

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 09:00 Uhr

Programm:  

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszug aus dem Programm!

Sendung: Sonntag um  08:05 Uhr bis 09:00 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Kantate: BWV 21 „Ich hatte viel Bekümmernis“

Die Entstehung dieser Kantate ist ungeklärt.

Monika Frimmer, Sopran; Gerd Türk, Tenor;

Peter Kooij, Bass;

Chor und Orchester Bach Collegium Japan

Leitung:  Masaaki Suzuki

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Deutschlandfunk

Deutschlandfunk

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Georg Philipp Telemann

„Ich hatte viel Bekümmernis‘

Kantate zum Sonntag Reminiscere, TWV 1:843

Veronika Winter, Sopran  Lena Susanne Norin, Alt

Jan Kobow, Tenor  Ekkehard Abele, Bass

Rheinische Kantorei  Das Kleine Konzert

Leitung: Hermann Max

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Domradio Köln

Neue – Sendung: „Musica

Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

Link zur Sendung Musica:

https://www.domradio.de/radio/sendungen/domradio-musica

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Domradio Köln

Neue Sendung: „Musica“ 

Neue Sendezeit und Titel:  Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Zum Ausklang der Sonn- und Feiertage der besondere Klang. Platz für klassische und geistliche Musik im DOMRADIO.

Sinfonien von Beethoven, Brahms und Bruckner oder Messvertonungen von Mozart, Palestrina und Schubert und vieles mehr.
Die ganze Bandbreite abendländischer Komponisten, dazu ausgewählte CD-Neuerscheinungen.

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate – Auszug aus dem Programm!

Bach-Musik – Musik in der Passionszeit

Es wurden keine weiteren Programm-Angaben veröffentlicht !

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Videos mit Bach-Kantaten

Musik in Leipzig schweigt in der Fastenzeit..!!

Kantaten für einen besonderen Anlass!

BWV 21 Ich hatte viel Bekümmernis

BWV 120Gott, man lobet dich in der Stille

BWV 125 – „Mit Fried und Freud ich fahr dahin

BWV 150  Nach dir, Herr, verlanget mich

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/ YouTube: BWV 21 Ich hatte viel Bekümmernis  (Interpret: Herreweghe )

Die Entstehung dieser Kantate ist ungeklärt.

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/ YouTube: BWV 120 Gott, man lobet dich in der Stille  (Interpret: Herreweghe )

Kantate zur Ratswahl zu Leipzig!

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/ YouTube: BWV 125 –  Mit Fried und Freud ich fahr dahin (InterpretHerreweghe )

Kantate am Fest Mariae Reinigung !

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/ YouTube: BWV 150  Nach dir, Herr, verlanget mich (Interpret: Philippe Pierlot )

Als Entstehungsort wird Arnstadt vermutet eine liturgische Zuordnung ist unbekannt!

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für Sonntag Septuagesimae               

Link:    h i e r  zum Download  als PDF   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:  Künstler-Meinungen:  Wilke te Brummelstroete, Alt

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J.E. Gardiner – SDG – CD’s bei Amazon:

SDG 153 Vol. 20

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2018 – vom 08.06. bis 17.06.2018

Bachs Vorliebe für Zyklen ist für uns Grund genug, das Bachfest 2018 unter das

Motto »Zyklen«

zu stellen in – selbst- verständlich – sechs Reihen erklingen Bachs zyklische Werke bzw. werden seine

Werke zyklisch aufgeführt.

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Link:  Informationen zu den Kantaten-Zyklen:

Für weitere Informationen und Reservierungen wenden sie sich bitte an:

Bachfest Leipzig, Ticketbüro / Groß-Kundenbetreuung: Frau Peggy Reinboth,

Herr Wolfhard Henze, 04013 Leipzig, Postfach 10 13 49

Telefon: +49 341 9137 333

E-Mail: ticket@bach-leipzig.de

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Der allgemeine Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2018 

hat am: 20. November 2017 begonnen!

Bachfest-Programm als PDF  zum Download 

Flyer „Der Leipziger-Kantaten-Ring als PDF“ zum Download 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen und Gewandhaus als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als  PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als  PDF zum Download  

Sitzplan Großer Saal im Gewandhaus Leipzig  PDF zum Download

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video vom Thomanerchor!

J.S. Bach – Kantate BWV 126 „Erhalt uns Herr bei deinem Wort“
Kantate für den Sonntag Sexagesimae

Ausführende:

Thomaner (Knaben-Alt), Martin Petzold, Tenor;
Jörg Hempel, Bass
Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig

Dirigent: Thomaskantor Georg-Christoph Biller

Live-Aufnahme von 2006

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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J. S. Bach Kantate BWV 125Mit Fried und Freud ich fahr dahin

Choralkantate für das Fest Mariä Reinigung!

Ausführende:

Alex Potter, Countertenor; Andreas Post, Tenor;

Markus Volpert, Bass;

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen,

Leitung: Rudolf Lutz

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mp3 – Download 

J.S. Bach-Stiftung – bei

Amazon – mit Hörproben!

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

Bezugsquelle bei jpc

Link:   bei   j p c

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag!

Herzliche Grüße

Volker

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All of Bach veröffentlicht das BWV 1011 – Cello Suite Nr. 5 in c-Moll


All of Bach veröffentlicht das BWV 1011 – Cello Suite Nr. 5 in c-Moll

Video:   Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

Video: To start in the photo or click this text!

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KONVERSATION

„Nirgendwo in den sechs Suiten klingt das Cello einsamer als in der Sarabande von No. 5.“

J.S. Bach könnte ein Cello wie eine Orgel pochen lassen, wie in der Cellosuite Nr. 5 in c-Moll, das dunkelste der Six Cello Suites. Das Präludium entsteht aus der Tiefe wie ein Orgel-Präludium und gipfelt in einer scheinbar Fuge, wie schwierig es auch sein mag, in der Praxis eine Fuge auf einem Cello zu spielen. Dennoch schlägt Bach hier vor, dass ein neuer Teil immer wieder hereinkommt und dass Teile, die früher eintraten, sich mit ihm bewegen, wenn auch unhörbar. Es ist genau diese Vielfalt von Teilen und die darauf folgende Konversation, die den Cellisten Hidemi Suzuki inspiriert, wenn er dieses Stück spielt.

       KIT Königliches Tropeninstitut, Amsterdam – Sitz des Königlichen Tropeninstituts in Amsterdam

Neben der Tonart c-Moll gibt es eine weitere Erklärung für den dunklen Charakter dieser Suite. Das ist die Tatsache, dass die höchste A-Saite einen Ton tiefer gestimmt ist: Scordatura. Es gibt der A-Saite (jetzt der G-Saite) einen etwas düstereren Klang und erleichtert das Spielen von Akkorden. Außerdem wird die Schwere des Schlüssels bestätigt. Die Dominante von c-Moll ist G, ein Ton, der jetzt in zwei getrennten Streichern erklingt – das Cello hat ebenfalls eine tiefe G-Saite.

Die Cellosuite Nr. 5 folgt der üblichen Struktur eines Präludiums, gefolgt von sechs Tänzen (aufgeteilt auf fünf Abschnitte). Auf die aufwendige Allemande und die lustvolle Courante folgt eine trostlose Sarabande. Plötzlich gibt es keine Akkorde oder Doppelstopps mehr, und die traurige Melodie muss ihren eigenen Grundton liefern. Nirgendwo in den sechs Suiten klingt das Cello einsamer als hier.

Der französische Charakter der Suite, der in punktierten Rhythmen betont wird, wird im vierten Abschnitt weiter bestätigt; eine zweiteilige Gavotte. Dieser in Frankreich entstandene Tanz in Zweierzeit ist sehr robust, dank seiner zahlreichen Akkorde an starken Stellen der Bar. Und der gepunktete Rhythmus der Gigue ist auch französisch.

                                                                        CELLIST Hidemi Suzuki

Sechs Cello-Suiten

Die Sechs Cellosuiten von Johann Sebastian Bach sind Teil des Alten Testaments der Cello-Literatur. Jeder Cellist, der die Musik ansieht, erkennt sofort, wie natürlich die Noten um die Saiten des Instruments angeordnet sind. Dennoch gibt es viele Fragen und Diskussionen über diese ‚Suiten a Violoncello Solo senza Basso‘. Hat Bach wirklich die Musik für Cello geschrieben oder für Cello allein?

                                        Sitz des Königlichen Tropeninstituts in Amsterdam

Wann hat er diese Musik geschrieben – am Hof ​​von Köthen oder früher? Auch die Autorschaft wird manchmal in Frage gestellt, obwohl behauptet wird, dass Anna Magdalena Bach (die das einzige erhaltene Manuskript notierte) die Autorin selbst sein könnte, nicht sehr ernst genommen werden kann. Die Suiten nehmen einen Weg von der Einfachheit zur zunehmenden Virtuosität: von den meist offenen Streichern der ersten drei Suiten über den komplexeren Schlüssel Es-Dur der rätselhaften Suite No. 4 zur dunklen Suite Nr. 5, das erfordert, dass der Cellist die höchste Saite einen Ton tiefer abstimmt. Suite Nr. 6 ist das ungewöhnlichste, da es ein fünfsaitiges Instrument benötigt – wahrscheinlich die Viola Pomposa oder sonst das Cello Piccolo.

BWV 1011

TITEL
Cello Suite Nr. 5 in c-Moll

GENRE
Kammermusik (Soloarbeit)

SERIE
Sechs Cello-Suiten

JAHR
zwischen 1717 und 1723

STADT
Köthen

Besondere Hinweise
In dieser Suite muss die Stimmung der höchsten Saite des Cellos von A nach G geändert werden.

                                                                            CELLIST Hidemi Suzuki

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
23. Februar 2018

AUFNAHMEDATUM
25. August 2017

LAGE
KIT Königliches Tropeninstitut, Amsterdam

CELLO
Andrea Amati, Cremona, ca. 1570?

CELLIST
Hidemi Suzuki


CONVERSATION

Nowhere in the six suites does the cello sound lonelier than in the Sarabande of no. 5.

Bach could make a cello throb like an organ, as shown in the Cello Suite no. 5 in C minor, the darkest of the set of Six Cello Suites. The Prelude arises from the depths like an organ prelude, culminating in what appears to be a fugue, however difficult it may be in practice to play a fugue on one cello. Yet Bach manages to suggest here that a new part keeps entering, and that parts that entered earlier move along with it, albeit inaudibly. It is precisely this multiplicity of parts and the ensuing conversation that inspires cellist Hidemi Suzuki when he plays this piece.

Besides the key of C minor, there is another explanation of the dark character of this suite. That is the fact that the highest A string is tuned a tone lower: scordatura. It gives the A string (now the G string) a slightly murkier sound and makes it a bit easier to play chords. Moreover, the weightiness of the key is confirmed. The dominant of C minor is G, a tone that is now heard in two separate strings – as the cello also has a low G string.

The Cello Suite no. 5 follows the usual structure of a Prelude followed by six dances (divided over five sections). The elaborate Allemande and the lusty Courante are followed by a desolate Sarabande. Suddenly, there are no chords or double stops at all, and the mournful melody has to provide its own root note. Nowhere in the six suites does the cello sound lonelier than here.

The French character of the suite, emphasised in dotted rhythms, is further confirmed in the fourth section; a two-part Gavotte. This dance in duple time, which originated in France, is very robust in character, thanks to its numerous chords on strong parts of the bar. And the dotted rhythm of the Gigue is also French in style.

                                                               CELLIST Hidemi Suzuki

Six Cello Suites

The Six Cello Suites by Johann Sebastian Bach are part of the Old Testament of cello literature. Every cellist who looks at the music senses immediately how naturally the notes are arranged around the strings of the instrument. Yet there are many questions and discussions about these ‘Suites a Violoncello Solo senza Basso’. Did Bach really write the music for cello, or for cello alone?

When did he write this music – at the court of Cöthen or earlier? Even the authorship is called into question sometimes, although claims that Anna Magdalena Bach (who notated the only surviving manuscript) could be the author herself cannot be taken very seriously. The suites take a route from simplicity to increasing virtuosity: from the usually open strings of the first three suites, via the more complex key of E-flat major of the enigmatic Suite no. 4 to the dark Suite no. 5, which requires the cellist to tune the highest string one tone lower. Suite no. 6 is the most unusual, as it requires a five-stringed instrument – probably the viola pomposa, or otherwise the cello piccolo.

BWV 1011

TITLE
Cello Suite no. 5 in C minor

GENRE
chamber music (solo work)

SERIES
Six Cello Suites

YEAR
between 1717 and 1723

CITY
Cöthen

SPECIAL NOTES
In this suite, the tuning of the highest string of the cello must be changed from A to G.

RELEASE DATE
23 February 2018

RECORDING DATE
25 August 2017

LOCATION
KIT Royal Tropical Institute, Amsterdam

CELLO
Andrea Amati, Cremona, ca. 1570?

CELLIST
Hidemi Suzuki

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Ich wünsche allen viel Freude mit der Cello-Suite!

Herzliche Grüße

Karin

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Ein Tag im Leben des Pianisten: „Francesco Tristano Schlimé“


Ein Tag im Leben des Pianisten: „Francesco Tristano Schlimé“

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Francesco Tristano Schlimé (* 16. September 1981) ist ein luxemburgischer Pianist, Komponist und Produzent. Er tritt unter dem Namen Francesco Tristano auf.

Francesco Tristano begann im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen und gab mit dreizehn Jahren sein erstes Konzert mit eigenen Kompositionen. Er besuchte die Juilliard School in New York, wo er bei Bruce Brubaker und Jacob Lateiner Unterricht nahm und die Meisterklasse bei Rosalyn Tureck absolvierte. Spätere Studien führten ihn an die Konservatorien in Brüssel, Riga, Paris und Luxemburg sowie 2003 an der Musikhochschule Kataloniens in Barcelona.

Er debütierte im Jahr 2000 mit dem Russischen Nationalorchester unter Mikhail Pletnev, mit dem er Sergei Prokofjews Klavierkonzert Nr. 5 und Maurice Ravels Klavierkonzert in G-Dur einspielte. Später tourte er mit dem Französischen Nationalorchester Lille, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg und anderen.

2001 gründete er das Kammerensemble „The New Bach Players“, für das er Antonio Vivaldis Die vier Jahreszeiten für Klavier und Orchester transkribierte und selbst dirigierte. 2004 gewann er den Internationalen Pianistenpreis für zeitgenössische Musik im französischen Orléans. 2006 gründete er die Band „Aufgang“, deren erstes Album 2009 veröffentlicht wurde. 2014 schied Tristano bei „Aufgang“ aus. Seitdem konzentriert er sich bei Kollaborationen auf die Zusammenarbeit mit Bachar Khalifé (percussion & electronics) und Pascal Schumacher (vibes, marimba, Glock), mit denen er im Trio auftritt. Tristano war „Artist in Residence“ der Hamburger Symphoniker in der Saison 2010/2011.

Der Musiker hat zahlreiche Alben veröffentlicht, darunter Einspielungen von J.S. Bach – Goldberg-Variationen sowie des pianistischen Gesamtwerks von Luciano Berio. Auf seinem 2007 erschienenen Album Not for Piano präsentiert er mittels stilistischer Anleihen bei Klassik und Minimal Music eigene Versionen von Techno-Klassikern für Piano solo. Für sein Album Idiosynkrasia arbeitete er unter anderem mit Carl Craig.

Im Mai 2017 unterzeichnete er einen Vertrag mit der renommierten Firma Sony Music, für die er als erstes Projekt ein Album mit Chilly Gonzales realisieren wird.

Francesco Tristano ist verheiratet, Vater von drei Söhnen und lebt in Barcelona.

Aufnahme des WDR-Fernsehen (Deutschland) von 2012

A day in the life of the pianist: „Francesco Tristano Schlimé“

Francesco Tristano Schlimé (born September 16, 1981) is a Luxembourgian pianist, composer and producer. He performs under the name of Francesco Tristano.

Francesco Tristano began playing the piano at the age of five and, at the age of thirteen, gave his first concert with his own compositions. He attended the Juilliard School in New York, where he took classes with Bruce Brubaker and Jacob Lateiner and completed the master class with Rosalyn Tureck. Later studies took him to the conservatories in Brussels, Riga, Paris and Luxembourg and in 2003 at the Music Academy of Catalonia in Barcelona.

He made his debut in 2000 with the Russian National Orchestra under Mikhail Pletnev, with whom he recorded Sergei Prokofiev’s Piano Concerto No. 5 and Maurice Ravel’s Piano Concerto in G major. Later he toured with the French National Orchestra Lille, the Orchester Philharmonique du Luxembourg and others.

In 2001 he founded the chamber ensemble „The New Bach Players“, for which he transcribed and conducted Antonio Vivaldi’s The Four Seasons for Piano and Orchestra. In 2004 he won the International Pianist Prize for Contemporary Music in Orléans, France. In 2006 he founded the band „Aufgang“, whose first album was released in 2009. In 2014, Tristano retired at „rising“. Since then he concentrates on collaborations with Bachar Khalifé (percussion & electronics) and Pascal Schumacher (vibes, marimba, Glock), with whom he appears in the trio. Tristano was „Artist in Residence“ of the Hamburg Symphony Orchestra in the 2010/2011 season.

The musician has released numerous albums, including recordings of Bach’s Goldberg Variations and the pianistic complete works of Luciano Berio. On his 2007 album Not for Piano, he presents his own versions of techno classics for solo piano by means of stylistic borrowings in classical and minimal music. For his album Idiosynkrasia he worked among others with Carl Craig.

In May 2017, he signed a contract with the renowned company Sony Music, for which he will realize the first project an album with Chilly Gonzales.

Francesco Tristano is married, father of three sons and lives in Barcelona.

Recording of the WDR television (Germany) of 2012

Antonio Vivaldi (1678-1741) Cello-Konzerte!


Antonio Vivaldi (1678-1741) Cello-Konzerte!

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Antonio Lucio Vivaldi (* 4. März 1678 in Venedig; † 28. Juli 1741 in Wien) war ein venezianischer Komponist und Violinist des Barocks.

Um 1730 setzte ein Wandel des Musikgeschmacks ein. Vivaldis Kompositionen sprachen das venezianische Publikum immer weniger an. Wahrscheinlich deshalb zog er 1740 nach Wien, um Unterstützung bei Kaiser Karl VI. zu suchen, der jedoch schon im Oktober 1740 starb. Der einstmals bekannteste Musiker Europas blieb in Wien unbeachtet von der Musikwelt.

Vivaldi starb zehn Monate nach seiner Ankunft in Wien und wurde am 28. Juli 1741 in einem einfachen Grab auf dem Spitaller Gottsacker vor dem Kärntnertor beigesetzt, an dessen Stelle sich heute das Hauptgebäude der Technischen Universität Wien (Karlsplatz) befindet. Dort ist eine Gedenktafel für ihn angebracht. 1972 wurde die Vivaldigasse in Wien-Favoriten nach ihm benannt.

Vivaldi war nicht nur in Norditalien sehr einflussreich, sondern auch im deutschen Raum. Johann Georg Pisendel verbreitete nach seiner Italienreise Vivaldis Techniken am Dresdner Hof. Johann Sebastian Bachs Stil machte unter dem Einfluss Vivaldis eine tiefgreifende Weiterentwicklung durch; unter anderem transkribierte Bach mehrere Konzerte für Cembalo und für Orgel.

Erst in jüngsten Jahren findet auch Vivaldis umfangreiches geistliches Werk wieder Beachtung. Häufig findet sich hier der gleiche schwungvolle, virtuose Stil und eine ähnliche Experimentierfreudigkeit wie in seinen Solokonzerten.
Vivaldis Musik geriet bald in Vergessenheit. Erst ab Beginn des 20. Jahrhunderts begann man sich vermehrt für Vivaldi zu interessieren.

Bereits Johann Gottfried Walther (1684-1748) oder Ernst Ludwig Gerber (1746-1819) unternahmen im 18. Jahrhundert den Versuch, Vivaldis Werke aufzulisten. Die erste einigermaßen systematische Werkaufzählung unternahm Mario Rinaldi (RN bzw. op.) 1943 bzw. 1945. 1948 publizierte Marc Pincherle (P, PS oder PV für Pincherle-Verzeichnis) ein Verzeichnis der Instrumentalwerke Vivaldis, welches sich aber durch die fortschreitende Forschung und das Auftauchen weiterer Werke bald als lückenhaft erwies. 1968 verfasste Antonio Fanna (F) ebenfalls eine Liste von Instrumentalwerken, wobei es sich hauptsächlich um 530 beim Verlag Ricordi erschienene Werke handelte. Der dänische Musikwissenschaftler Peter Ryom (* 1937) veröffentlichte 1973 (deutsch 1974) schließlich ein aktualisiertes Werkverzeichnis, das sogenannte Ryom-Verzeichnis (RV). Dieses hat sich gegenüber den anderen heute durchgesetzt. 2007 erschien eine erweiterte Fassung.

Bis in die Gegenwart tauchen jedoch immer wieder neue Werke auf, etwa 1973 eine Sammlung von zwölf teilweise autographen Sonaten in Manchester. Erwähnenswert sind auch mehrere Psalmenfunde in Dresden in den Jahren 1991, 2003 und 2005 durch Peter Ryom und Janice Stockigt.

Antonio Vivaldi – Cello-Werke:

1. in B minor RV 424 0:05 Min.
2. in G minor Rv 416 10:26 Min.
3. in A minor Rv 418 19:59 Min.
4. in F major Rv 412 30:35 Min.
5. in C minor Rv 401 37:57 Min.
6. in G major Rv 413 48:19 Min.

Christopher Hogwood, Conductor
Aufnahme von 1988
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Antonio Vivaldi (1678-1741) Cello Concerts!

Antonio Lucio Vivaldi (born March 4, 1678 in Venice, † July 28, 1741 in Vienna) was a Venetian composer and violinist of the Baroque.

Around 1730 began a change in the taste of music. Vivaldi’s compositions appealed to the Venetian audience less and less. That’s probably why he moved to Vienna in 1740 for support with Emperor Karl VI. but he died in October 1740. The once most famous musician in Europe remained unnoticed in Vienna by the music world.

Vivaldi died ten months after his arrival in Vienna and was buried on July 28, 1741 in a simple grave on the Spitaller Gottsacker in front of the Kärntnertor, in its place today the main building of the Vienna University of Technology (Karlsplatz). There is a plaque attached to him. In 1972 Vivaldigasse was named after him in Vienna’s Favoriten.

Vivaldi was not only very influential in northern Italy, but also in the German area. Johann Georg Pisendel spread Vivaldi’s techniques at the Dresdner Hof after his trip to Italy. Johann Sebastian Bach’s style underwent a profound development under the influence of Vivaldi; Among other transcribed Bach several concerts for harpsichord and organ.

Only in recent years, Vivaldi’s extensive spiritual work again attracted attention. Often there is the same sweeping, virtuoso style and a similar experimentation as in his solo concerts.
Vivaldi’s music soon fell into oblivion. It was not until the beginning of the twentieth century that people became increasingly interested in Vivaldi.

Already Johann Gottfried Walther or Ernst Ludwig Gerber attempted to list Vivaldi’s works in the 18th century. The first reasonably systematic list of works was undertaken by Mario Rinaldi (RN and op.) In 1943 and 1945, respectively. In 1948, Marc Pincherle (P, PS or PV for Pincherle-Verzeichnis) published a list of Vivaldi’s instrumental works Emergence of other works soon proved to be incomplete. In 1968, Antonio Fanna (F) also wrote a list of instrumental works, which mainly concerned 530 works published by Ricordi. The Danish musicologist Peter Ryom (* 1937) published 1973 (German 1974) finally an updated catalog raisonné, the so-called Ryom directory (RV). This has prevailed over the others today. 2007 saw an expanded version.

Until the present, however, new works are appearing, about 1973 a collection of twelve partially autograph sonatas in Manchester. Noteworthy are also several psalm finds in Dresden in the years 1991, 2003 and 2005 by Peter Ryom and Janice Stockigt.

Antonio Vivaldi (1678-1741) – Cello works:

1st in B minor RV 424 0:05 min.
2nd in G minor Rv 416 10:26 min.
3rd in A minor Rv 418 19:59 min.
4. in F major Rv 412 30:35 min.
5th in C minor Rv 401 37:57 min.
6. in G major Rv 413 48:19 min.

Christopher Hogwood, Conductor
Recording from 1988
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J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen – für den Sonntag „Invokavit“ entfallen Kantaten!


J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen – für den Sonntag „Invokavit“ entfallen Kantaten!

                   Organist – Leo van Doeselaar – Mitwirkender im Bach-Projekt: „All of Bach

Liebe Bachfreunde (innen)

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 18.02.2018 begehen wir den Sonntag Invokavit

Der Name des Sonntags Invokavit leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: „Invocavit me, et ergo exaudiam eum“ (Ps 91, 15;).

Der Sonntag Invokavit hat die Geschichte der Versuchung Jesu zum Thema. Versuchung ist inzwischen zu einem altertümlichen Begriff geworden, vor allem deshalb, weil die Frage nach dem Versuchenden immer deutlicher gestellt wurde und wird. Gibt es ihn überhaupt? Entspringt die Versuchung nicht ausschließlich in einem selbst? Diese Entwicklung muss auf jeden Fall berücksichtigt werden, wenn wir von Versuchung sprechen. Die Vorstellung eines leibhaftigen Versuchers als des Teufels ruft höchstens noch ein müdes Lächeln hervor; das Arbeiten mit solchen Bildern in der Predigt ist heutzutage ausgesprochen schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Die Frage nach dem Versuchenden bleibt, sei es nun die Person selbst oder eine von außen wirkende Kraft. Und immerhin finden wir den Begriff noch in der deutschen Sprache, wenn z.B. gesagt wird: „Ich bin versucht, das und das zu kaufen.“ Aber hier hat es gewiss nicht mehr den Sinn, den es in der Bibel hat.

Am Sonntag Invokavit hören wir die Erzählung von der Versuchung Jesu und danken Gott, dass wir in ihm einen Hohenpriester haben, der – ohne Sünde – durch sein Opfer für uns die Erlösung gewirkt hat. Nur im Blick auf diesen Hohenpriester können wir, die wir immer die Macht der Versuchung erfahren und ihr unterliegen, getrost leben.

Wochenspruch: 

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. (1. Joh 3, 8b)

Wochenlied: 

“Ach bleib mit deiner Gnade“ (EG 347)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag „Invokavit“

Musik in Leipzig – entfällt für diesen Sonntag!

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Kantaten ohne Bezug zum Kirchen-Kalender!

BWV 97In allen meinen Taten

BWV 100Was Gott tut, das ist wohlgetan

BWV 131Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir

BWV 192Nun danket alle Gott

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:04 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link:

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link:

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link:

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik – Sonntag: 07:04 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 150 – Nach dir, Herr, verlanget mich

Als Entstehungsort wird Arnstadt vermutet!

Kantate für Soli, Chor, Streicher und Basso continuo

Vox Luminis

Leitung: Lionel Meunier

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Auszug aus dem Programm!

Heinrich von Herzogenberg (1843-1900)

„Der Herr ist mein Licht und mein Heil“

aus Die Passion op. 93

Ex Tempore Chor und Orchester

Leitung: Florian Heyerick

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:04 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm!

Kantate etwa ab  ca. 07:05 Uhr:

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 156 “Ich steh mit einem Fuß im Grabe” 

Kantate für den 3. Sonntag nach Epiphanias!

Steven Rickards, Altus / Jeffrey Thomas, Tenor

James Weaver, Bass

American Bach Soloists

Leitung: Jeffrey Thomas

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszug aus dem Programm!

Sonntag 06:04 – 09:00 Uhr 

Bach-Kantate ab 07:04 Uhr

BWV 125 Mit Fried und Freud ich fahr dahin

Kantate für das Fest Mariä Reinigung!

Sonja Bühler, Sopran  Lena Sutor-Wernich, Alt

Christoph Pfaller, Tenor  Konstantin Krimmel, Bass

Chapelle de la Vigne

Leitung: Bernhard Schmidt

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik am Sonntag um 08:31 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Georg Philipp Telemann

„Seid so stark in den Herzen“

Klaus Mertens (Bassbariton)

Michael Schönheit (Orgel)

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 99 Was Gott tut, das ist wohlgetan“

für den 15. Sonntag nach Trinitatis

Keine weiteren Programmangaben vorhanden!

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-kultur-radio-100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszug aus dem Programm!

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

06:30 Uhr Kantate

Willy Burkhard  (1900-1955)

Kantate: „Die Versuchung Jesu“, op. 44

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Bayern-Klassik

Programm:

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Player, den man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszug aus dem Programm!

Sendung: Sonntag um  08:05 Uhr bis 09:00 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 100 „Was Gott tut, das ist wohlgetan

Kirchenkantate für einen unbestimmten Anlass (Hochzeit?)

Malin Hartelius, Sopran; William Towers, Countertenor

James Gilchrist, Tenor; Peter Harvey, Bass;

Monteverdi Choir; The English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Georg Friedrich Händel

‚My song shall be alway‘.

Anthem für Soli, Chor und Orchester, HWV 252

Emma Kirkby, Sopran  Iestyn Davies, Countertenor

James Gilchrist, Tenor  Neal Davies, Bass

Choir of Trinity College – Academy of Ancient Music

Leitung: Stephen Layton

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Domradio Köln

Neue – Sendung: „Musica

Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

Link zur Sendung Musica:

https://www.domradio.de/radio/sendungen/musica/busse-und-reue-musik-zur-fastenzeit

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Domradio Köln

Neue Sendung: „Musica“ 

Neue Sendezeit und Titel:  Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr 

Musik zur Fastenzeit

„Buße und Reue“

Am Aschermittwoch hat die Vorbereitungszeit auf Ostern begonnen. In Musica erklingen Werke zur Fastenzeit von Orlando di Lasso, Jan Sweelinck und Johann Sebastian Bach.

Außerdem:

Die Sinfonie Nr. 2 von Jean Sibelius (1865-1957) erklingt im weiteren Verlauf der Sendung.

Interessant an dem finnischen Komponisten aus deutscher Sicht ist, dass er bis vor etwa 50 Jahren in Deutschland kaum ein Begriff war. Er wirkte an der Grenze der Spätromantik zur Modernen. Stilistisch schwankt die Musik von Sibelius zwischen nüchternem Klassizismus und fast schon rhapsodischer Spätromantik.

Da im deutschsprachigem Raum zu dieser Zeit Komponisten wie Gustav Mahler, Arnold Schönberg, Max Reger und Richard Strauß dominant waren und etwas früher Werke vor allem von Johannes Brahms, Anton Bruckner, Richard Wagner oder Franz Liszt aufgeführt wurden, erfuhr Sibelius nicht die Aufmerksamkeit, die er heute im Konzertleben auch hierzulande erhält….

weiter zum Text von Dom-Radio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr

Auszug aus dem Programm!

Bach-Kantate

„Bach-Musik – Musik in der Passionszeit“

Keine inhaltlichen Programm-Angaben veröffentlicht !

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Videos mit Bach-Kantaten

Bach-Kantaten für den Sonntag „Invokavit“

Musik in Leipzig – entfällt für diesen Sonntag!

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Kantaten ohne Bezug zum Kirchen-Kalender!

BWV 97In allen meinen Taten

BWV 100Was Gott tut, das ist wohlgetan

BWV 131Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir

BWV 192Nun danket alle Gott

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/YouTube: BWV 97  In allen meinen Taten“  (Interpret: Koopman)

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/YouTube:  BWV 100Was Gott tut, das ist wohlgetan“  (Interpret: Koopman)

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/ YouTube:  BWV 131Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir(Interpret: Jos van Veldhoven )

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/ YouTube:  BWV 192Nun danket alle Gott“ ( S D G )

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                                           Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen!    

                                                      Link:    h i e r  zum Download  als PDF   

  Künstler-Beitrag – Link: Künstler-Meinungen: Wilke te Brummelstroete, Alt

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J.E. Gardiner – SDG – CD’s bei Amazon:

SDG 153 Vol. 20

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2018 – vom 08.06. bis 17.06.2018

Bachs Vorliebe für Zyklen ist für uns Grund genug, das Bachfest 2018 unter das

Motto »Zyklen«

zu stellen in – selbst- verständlich – sechs Reihen erklingen Bachs zyklische Werke bzw. werden seine

Werke zyklisch aufgeführt.

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Link:  Informationen zu den Kantaten-Zyklen:

Für weitere Informationen und Reservierungen wenden sie sich bitte an:

Bachfest Leipzig, Ticketbüro / Groß-Kundenbetreuung: Frau Peggy Reinboth,

Herr Wolfhard Henze, 04013 Leipzig, Postfach 10 13 49

Telefon: +49 341 9137 333

E-Mail: ticket@bach-leipzig.de

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Der allgemeine Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2018 

hat am: 20. November 2017 begonnen!

Bachfest-Programm als PDF  zum Download 

Flyer „Der Leipziger-Kantaten-Ring als PDF“ zum Download 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen und Gewandhaus als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als  PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als  PDF zum Download  

Sitzplan Großer Saal im Gewandhaus Leipzig  PDF zum Download

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video vom Thomanerchor!

Johann Sebastian Bach (1685-1750) ♪ Cantata BWV 22,

für den Sonntag Estomihi

Jesus nahm zu sich die Zwölfe“ (Köthen / Leipzig, 1723)

1. Arioso & Chorus: Jesus nahm zu sich die Zwölfe und sprach

2. Aria (alto): Mein Jesu, ziehe mich nach dir

3i. Recitativo (bass): Mein Jezu, ziehe mich, so werd ich laufen

4. Aria (tenor): Mein alles in allem, mein ewiges Gut

5. Chorale: Ertöt uns durch dein Güte

Ausführende:

(Thomaner) Paul Bernewitz, Sopran (chorus) Thomaner Stefan KahleAlt

Patrick GrahlTenor – Matthias Weichert, Bass

Thomanerchor Leipzig – Gewandhausorchester

Leitung: Georg Christoph Biller

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch


J. S. Bach Kantate BWV 125 „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“

Choralkantate für das Fest Mariä Reinigung!

Ausführende:

Alex Potter, Countertenor; Andreas Post, Tenor;

Markus Volpert  (Bass)

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung, St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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Link:  mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – 

bei 

Amazon – mit Hörproben

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DVD’s  der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

 Bezugsquelle j p c

Link:   bei   j p c

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag!

Herzliche Grüße

Volker

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ALL OF BACH veröffentlicht die Ratswahl-Kantate BWV 69 „Lobe den Herrn, meine Seele“


ALL OF BACH veröffentlicht die Ratswahl-Kantate BWV 69 „Lobe den Herrn, meine Seele“

Video:   Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

Video: To start in the photo or click this text!

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„Theater und triumphierend“

                Dirigent: Dirk Peter Dijkstra

Der jubelnde Charakter dieser Kantate bedeutete, dass sie leicht transformiert werden konnte.

J.S. Bach spielte die erste Version dieser Kantate, als er am zwölften Sonntag nach Trinitatis nur ein halbes Jahr in Leipzig gearbeitet hatte. Viele der gläubigen Stadträte wären während des Eröffnungsteils besorgt gewesen. Rede über Theater! Die triumphalen Worte von Psalm 103 werden begleitet von einer reichen Orchesterfassung, die neben den Streichern drei Trompeten, Pauken, drei Oboen und ein Fagott enthält. Die Stimmung ist ekstatisch, mit aufwendigen Zirkulationen in fast allen Teilen. Eine circulatio ist eine Reihe schneller Noten, die um eine zentrale Tonhöhe „zirkulieren“. Barocke Komponisten verwendeten diese musikalisch-rhetorische Figur, um einen Zustand der Freude und Glückseligkeit auszudrücken. Später gibt es einen ausdrucksstarken Seufzer auf das Wort „vergiss“: Die Gemeinde wird aufgefordert, sich an all das Gute zu erinnern, das Gott für sie getan hat.

                       Ensemble All of Bach

Die Lesung des Evangeliums für diesen Sonntag war Markus 7, Vers 31-37, der berichtet, wie Jesus einen tauben Mann heilte. Die erste Arie lobt dieses Wunder. In der zweiten Arie, für Bass, tritt eine Oboe d’amore auf. Hier bittet der Gläubige in Zeiten von Leid und Tod um Gottes Segen. Die Schlusszeile zitiert den Text des Evangeliums mit Worten, die sich auch mit dem Psalmtext des Eröffnungschors verbinden: „Gott hat alles wohlgemacht“.

Gesangs-Solisten von links: Bass: Peter Kooij, Tenor: Thomas Hobbs, Altus: Alex Potter, Sopran: Miriam Feuersinger

Diese erste Version der Kantate erhielt die Nummer 69a in der Liste von Bachs Werken. Irgendwann in den letzten Jahren seines Lebens sollte Bach die Komposition in eine „Ratswahlkantate“ umwandeln. Diese Kantate – Version, BWV 69, ist die, die wir hier durchführen. Der Ortswechsel wurde traditionell von einem Festgottesdienst begleitet, für den Bach die Musik schreiben musste. „Lobe den Herrn, meine Seele“ war dank seines jubelnden Charakters leicht zu verändern. Bach verließ den Eröffnungschor und die beiden Arien wie sie waren. Ursprünglich, 1723, war die erste Arie für Tenor, aber bei einer zweiten Aufführung von BWV 69a hatte Bach sie bereits 1727 für Alt geschrieben.

                         Christian Müller-Orgel von 1733

Bach änderte jedoch die Rezitative und den letzten Choral. Er hat die Rezitative basierend auf einem neu geschriebenen Text komplett neu zusammengesetzt. Bach hat es gründlich gemacht. Zum Beispiel drückt der Tenor im zweiten Rezitativ die Hoffnung aus, dass Gott dem neuen Stadtrat von Leipzig „den Geist der Weisheit“ verleihen wird. In diesem Moment kommen die Streicher hinzu und verleihen der Botschaft mehr Ernsthaftigkeit.

BWV 69

Titel
„Lobe den Herrn, meine Seele“

Genre
Kantate (Ratswahl-Kantate)

Jahr
1723 (BWV 69a), 1727 wiederbelebt, nach 1740 als Ratswahlkate überarbeitet

Stadt
Leipzig

Texter
unbekannt, Psalm 103: 2 und Choral von Martin Luther

Gelegenheit
Einweihung der Ratswahl

Erster Auftritt
unbekannte

               Instrumental-Gruppe, Bc – von All of Bach

Besondere Hinweise
Es gibt eine frühere, heilige Version dieser Kantate mit dem gleichen Titel, BWV 69a, die Bach 1723 für den zwölften Sonntag nach Trinitatis schrieb.

Veröffentlichungsdatum
19. Januar 2018

Aufnahmedatum
18. Februar 2017

Ort
Waalse Kerk in Amsterdam!

Dirigent
Dirk Peter Dijkstra

Sopran
Miriam Feuersinger

Altus
Alex Potter

Tenor
Thomas Hobbs

Bass
Peter Kooij

Chor:

Sopran:
Lauren Armishaw, Marjon Strijk

Alt:
Marine Fribourg, Barnabás Hegyi

Tenor:
Yves Van Handenhove, João Moreira

Bass:
Michiel Meijer, Pierre-Guy Le Gall Weiß

VIOLINE 1
Sayuri Yamagata, Annelies van der Vegt, Annabelle Ferdinand

Violine 2
Pieter Affourtit, Paulien Kostense, Lucia Giraudo

Viola
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

Cello
Lucia Swarts, Richte van der Meer

Kontrabass
Robert Franenberg

Oboe
Martin Stadler, Peter Frankenberg, Sarah Aßman

Fagott
Benny Aghassi

Trompete
Robert Vanryne, Fruzsina Hara, Mark Geelen, Dave Hendry

Pauke:
Koen Plaetink

Organ
Leo van Doeselaar

Cembalo
Siebe Henstra


„Theatrical and triumphant“

The jubilant character of this cantata meant it could be easily transformed.

Bach performed the first version of this cantata when he had been working for just half a year in Leipzig, on the twelfth Sunday after Trinity. Many of the devout town councillors would have been concerned during the opening section. Talk about theatrical! The triumphant words of Psalm 103 are accompanied by a rich orchestral setting that includes three trumpets, timpani, three oboes and a bassoon, besides the strings. The mood is ecstatic, with elaborate circulatios in nearly all the parts. A circulatio is a series of fast notes that ‘circulate’ around a central pitch. Baroque composers used this musical-rhetorical figure to express a state of joy and bliss. Later on, there is an expressive Seufzer on the word ‘vergiss’: the congregation is urged to remember all the good that God has done for them.

The gospel reading for this Sunday was St Mark 7:31-37, which tells how Jesus healed a deaf man. The first aria praises this miracle. In the second aria, for bass, an oboe d’amore makes its appearance. Here, the believer asks for God’s blessing in times of suffering and death. The closing line cites the gospel text, with words that also link up to the psalm text of the opening chorus: ‘Gott hat alles wohlgemacht’.

This first version of the cantata was given the number 69a in the list of Bach’s works. Sometime in the latter years of his life, Bach was to transform the composition into a ‘Ratswahlkantate’ (a town council inauguration cantata). This version, BWV 69, is the one we are performing here. The change of town council was traditionally accompanied by a festive service for which Bach had to write the music. „Lobe den Herrn, meine Seele“ was easy to transform, thanks to its jubilant character. Bach left the opening chorus and the two arias as they were. Originally, in 1723, the first aria was for tenor, but at a second performance of BWV 69a, in 1727, Bach had already rewritten it for alto.

However, Bach did change the recitatives and the final chorale. He completely recomposed the recitatives, based on a newly written text. Bach made a thorough job of it. For instance, in the second recitative the tenor expresses the hope that God will bestow ‘the spirit of wisdom’ on the new town council of Leipzig. At that moment, the strings join in, lending more solemnity to the message.

BWV 69

title
„Lobe den Herrn, meine Seele“

genre
cantata (Ratswahl-Kantate)

year
1723 (BWV 69a), revived in 1727, reworked as Ratswahlkantate after 1740

city
Leipzig

Lyricist
unknown, psalm 103:2 and chorale by Martin Luther

Occasion
inauguration of the town council (Ratswahl)

First performance
unknown

Special Notes
There is an earlier, sacred version of this cantata with the same title, BWV 69a, which Bach wrote in 1723 for the twelfth Sunday after Trinity.

Release date
19 January 2018

Recording date
18 February 2017

Location
Waalse Kerk, Amsterdam

Conductor
Peter Dijkstra

Soprano
Miriam Feuersinger

alto
Alex Potter

tenor
Thomas Hobbs

bass
Peter Kooij

Chor:

Sopran:
Lauren Armishaw, Marjon Strijk

Alt:
Marine Fribourg, Barnabás Hegyi

Tenor:
Yves Van Handenhove, João Moreira

Bass:
Michiel Meijer, Pierre-Guy Le Gall White

VIOLIN 1
Sayuri Yamagata, Annelies van der Vegt, Annabelle Ferdinand

violin 2
Pieter Affourtit, Paulien Kostense, Lucia Giraudo

viola
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

cello
Lucia Swarts, Richte van der Meer

Double Bass
Robert Franenberg

oboe
Martin Stadler, Peter Frankenberg, Sarah Aßman

bassoon
Benny Aghassi

trumpet
Robert Vanryne, Fruzsina Hara, Mark Geelen, Dave Hendry

timpani
Koen Plaetink

organ
Leo van Doeselaar

harpsichord
Siebe Henstra

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Ich wünsche allen ein wunderbares Erlebnis mit dieser wünderschönen Kantate!

Herzliche Grüße

Karin

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Jan Dismas Zelenka (1679-1745) „Missa Omnium Sanctorum“


Jan Dismas Zelenka (1679-1745) „Missa Omnium Sanctorum“

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Jan Dismas Zelenka – (Taufname Jan Lukáš Zelenka; * getauft 16. Oktober 1679 in Launiowitz, Böhmen; † 23. Dezember 1745 in Dresden) war ein böhmischer Barockkomponist.

 Jan Dismas Zelenka  (1679-1745)  – „Missa Omnium Sanctorum“

 Die „Missa Omnium Sanctorum“ von Zelenka gilt als Meisterwerk!

 Rasante Koloraturen und himmlische Melodien!“ Temperamentvolle Orchesterbehandlung, halsbrecherische Fugen für die Sänger: die Messvertonung „Missa omnium Sanctorum“ unterstreicht die herausragende Stellung des J.S. Bach-Zeitgenossens Jan Dismas Zelenka.

Der böhmische Komponist Jan Dismas Zelenka wird seit einigen Jahren wieder vermehrt aufgeführt – er steht für temperamentvolle Barockmusik, verbunden mit einer kühnen Harmonik und geradezu sprudelnden Melodien. Zelenka war Anfang des 18. Jahrhunderts über Jahrzehnte als Musiker am Dresdner Hof angestellt – obwohl er oft den Hofkapellmeister vertrat, wurde ihm der Posten nicht dauerhaft übertragen.Trotz dieser Enttäuschung schrieb der böhmische Komponist überragende Werke, sowohl für Anlässe des Hofes als auch für die Gottesdienste in der Hofkirche in Dresden.

Außerhalb der sächsischen Hauptstadt Dresden geriet er nach seinem Tod recht schnell in Vergessenheit. Johann Sebastian Bach erkannte allerdings zu Zelenkas Lebzeiten dessen außergewöhnliche Fähigkeiten und führte Werke von ihm auf, auch eine persönliche Begegnung zwischen den beiden gilt als gesichert. Die „Missa Omnium Sanctorum“ gilt als Zelenkas bestes sakrales Werk.

 1.  Kyrie eleison

2.  Christe eleison

3.  Kyrie eleison

4.  Gloria in excelsis Deo

5.  Qui tollis peccata mundi

6.  Quoniam tu solus Sanctus I

7.  Quoniam tu solus Sanctus II

8.   Cum sancto Spiritu I

9.   Cum sancto Spiritu II

10. Credo

11. Sanctus

12. Benedictus

13. Osanna

Ausführende:

Prager Barocksolisten

Ensemble Inégal

Gabriela Eibenová – Sopran

Kai Wessel – Altus

Jan Kobow – Tenor

Tomáš Král – Bass

Marián Krejčík – Bass

Dirigent: Adam Viktora

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Jan Dismas Zelenka (christening Jan Lukáš Zelenka, baptized October 16, 1679 in Launiowitz, Bohemia, † December 23, 1745 in Dresden) was a Bohemian Baroque composer.

Jan Dismas Zelenka (1679-1745) „Missa Omnium Sanctorum“

The „Missa Omnium Sanctorum“ by Zelenka is considered a masterpiece!

Fast-paced coloraturas and heavenly melodies! „Spirited orchestral treatment, breakneck joints for the singers: the Mass setting“ Missa omnium Sanctorum „underlines the outstanding position of the J.S. Bach’s contemporary Zelenka.

The bohemian composer Jan Dismas Zelenka has been performing again for several years – he stands for spirited Baroque music, combined with a bold harmony and downright bubbly melodies. Zelenka was employed for decades as a musician at the Dresden Court – although he often represented the court Kapellmeister, the post was not permanently transferred to him. Despite this disappointment, the Bohemian composer wrote outstanding works, both for the Court and for the Services in the Hofkirche in Dresden.

Outside of the Saxon capital Dresden, he fell into oblivion after his death. Johann Sebastian Bach, however, recognized Zelenka’s lifetime of his extraordinary skills and listed works by him, a personal encounter between the two is considered secure. The „Missa Omnium Sanctorum“ is considered Zelenka’s best sacred work.

1. Kyrie eleison

2. Christe eleison

3. Kyrie eleison

4. Gloria in excelsis deodorant

5. Qui tollis peccata mundi

6. Quoniam tu solus Sanctus I

7. Quoniam tu solus Sanctus II

8. Cum sancto Spiritu I

9. Cum sancto Spiritu II

10. Credo

11. Sanctus

12. Benedictus

13. Osanna

Performed by:

Prague baroque soloists

Ensemble Inégal

Gabriela Eibenová – soprano

Kai Wessel – Altus

Jan Kobow – Tenor

Tomáš Král – Bass

Marián Krejčík – Bass

Conductor: Adam Viktora

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De allermooiste Bachcantates – heisst übersetzt: Die (aller)schönsten Bach-Kantaten!


„De allermooiste Bachcantates“ –  heisst übersetzt: Die (aller)schönsten Bach-Kantaten.

         Video-Link: – Grote Kerk Naarden J.S. Bach- Kantate BWV 151 „Süßer Trost mein Jesus Kommt“

Naarden/NL 9.2.18, Grote Kerk

I. In der Grote Kerk zu Naarden erklangen sie ALLERSCHÖNST !. Aber wer will wohl unter 198 geistlichen Kantaten die Schönsten zur Kür erwählen?

Jedenfalls war es ein herrliches Klangerlebnis, aufgebaut auf manchmal schwierigen und emotional aufrührenden Kantaten-Texten.

                                                                Grote Kerk Naarden „Bach-Kantaten“

Aber-, Bach-Kantaten sind nicht nur zum Loben, Danken, Freuen und Mitsummen da. Sie bringen auch das zum Gehör und zum Überdenken-, das, was wir nicht so gerne hören wollen. In diesen 3 Kantaten gab es dies zuhauf.

II. Da war die eine Sopran Arie: ‚Wir eilen mit schwachen, doch emsigen Schritten …‘ (BWV 78,2) -. Oft so unüberlegt eilen wir durch‘s Leben. Stolpern, bitten um Hilfe und wünschen, dass der ‚Herr mit uns dann (irgendwann !!) nicht ins Gericht geht’ (BWV 105,1).

                                                                   Orchester und Solisten Grote Kerk Naarden

Gerade in dieser Abfolge von ‚bedenklicher, mahnender Musik‘ und darauf folgender ,entlastender, einen Menschen freisprechenden Musik‘ zeigt sich die heilende Wirkung Bachs.

Vgl. auch die Abfolge Sopran Arie ‚Wie zittern und wanken, der Sünder Gedanken‘ (BWV 105,3), dann folgt die entlastende, tanzartige Tenor Arie (5) ‚Lob der Freundschaft mit Jesus gegenüber dem Mammon‘.

Oder: das ‚Herzeleid (BWV 44,4), das durch die Sopran-Arie (6) als ‚Trost‘ aufgehoben wird.

Und dann die ‚zitternden Gedanken, die sich untereinander verklagen, und in ihrer dauernden Folter den Menschen zerreißen‘ (BWV 105,3). Das ist in dieser Sopran-Arie BRUTAL EHRLICHE Psychologie und entlarvt mit hartnäckig klopfenden (Ostinato!) Streicher Tönen den manchmal so ‚aalglatten Angeber‘.

                                    Dirigent: Jos van Veldhoven auf dem Weg zum Podest!

III. Wie ich schon früher mal bei Volkers Klassikseiten beschrieb, benutzt Bach dabei

die a) Rhetorisch-musikalische Figur der HYPOTYPOSIS
Den b) Ausdruck des Textes als PATHOPOEIA
a) meint: musikalische Themen werden eher ‚gesehen und vor Augen gestellt als gelesen oder gehört‘. Nicht nur laut-malerisch wird ein Thema interpretiert, sondern es geht tiefer in den Hörer hinein, es erscheint ihm plastisch vor Augen.
b) meint: ein Text oder eine Redeweise wird so intensiv gestaltet, daß im Hörer ‚eine heftige Gefühlerregung (Entrüstung, Angst, Hoffnung, Freude, Heiterkeit, Lachen u.a. erregt wird.

Will sagen: Hier ist Bach Musik MEHR als Lautmalerei. Musik will intensiv in den Hörer eingreifen. das mit mir etwas ‚passiert‘. (Vgl so Sir E.Gardiner, Musik für die Himmelsburg, S.186f.)

IV. Also wurde an diesem Abend manches WAHRE gesungen. ‚Verpackt’ in eingängigen Melodien, zum Tragen gekommen in einem einmaligen, festlich beleuchteten Kirchenraum, der überfüllt war.

Im Fenster die Büste von J.S. Bach gesehen in Naarden (Holland)

Im Fenster die Büste von J.S. Bach gesehen in Naarden (Holland)

Naarden ist als historisch kultiviertes Festungsstädchen ca.20 km vor Amsterdam gelegen, Jan Amos Comenius, der berühmte Mitbürger dieser Stadt, hatte im 17.Jh. ein überall benutztes Schulbuch geschrieben, das die Aufklärung favorisierte.

In Naarden mit dem Fahrrad (fiets) einfahrend, wurde ich von einer älteren Frau mal wieder überholt, – (die NiederländerINNEN fahren rasend schnell und oft in Rudeln !!!),-

IMG_0405

Cello und Bach-Insignien in der Grote Kerk Naarden

Dabei fragte ich sie nach dem Weg und erzählte, dass ich zur Grote Kerk und dem Bach-Konzert wollte.
‚Ach ja-, da ist doch jedes Jahr die Matthäus-Passion von unserer Bachvereinigung zu hören‘-, rief sie mir zu.

V. Dann standen sie da, all die Künstler, die ich so gut von den Musikvideos kenne: Jos van Veldhoven, Dirigent; Maria Keohanne, Sopran; Tim Mead, Alt; Daniel Johannsen, Tenor; Matthew Brook, bas; der beeindruckende Leo van Doeselaar (Organist) und viele mehr.

                                                          Innenansicht Grote Kerk Naarden

Draußen schneite es, doch der gotische Dom mit der hohen, gewölbten Holzdecke wirkte gemütlich. Drinnen in der Kirche duftet es nach Kaffe, der angeboten wurde, gesetzte Damen und Herren mit Namenschildern weisen Plätze an. Immer hin sitze ich in der 5.Reihe links seitlich, kann gut hören und sehen.

Also-, Bach ist hier in NAARDEN großartig angekommen.

VI. Mein Fazit:

Comenius vor der Grote Kerk, Naarden

Bach sagte an diesem Abend mir und den Menschen sehr viel Wahres, deckte einige menschliche Schwächen auf. Doch Bach bleibt dabei nicht stehen, bietet Lösungen an.

Jedenfalls ich ging befreit aus der hohen, gotischen Kirche. Keine drückenden Gedanken lähmten mehr. Ich trat tief einatmend heraus-, in eine sternklare, weite Schnee-Nacht.

Mit vielen Grüßen Euer Adamo

J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen für den „Sonntag Estomihi“


J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen für den „Sonntag Estomihi“

    Orgel im Essener Dom! Domorgel der Firma Rieger Vorarlberg 69_IV von 2004 mit einer Bach-Partitur.

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J. S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 11.02.2018 begehen wir den Sonntag  „Estomihi

Der Name des Sonntags leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: esto mihi in lapidem fortissimum et in domum munitam ut salves me (Ps 31, 3b).

Der Sonntag Estomihi oder Quinquagesimae (der Fünfzigste) beginnt nun, die Spannung wieder zu steigern, indem er auf das Leiden als einen wichtigen Bestandteil der Erlösung und der Nachfolge betont. Das Evangelium des Sonntags enthält zwei wichtige Aussagen: die Leidensankündigung Jesu und der Aufruf zur Nachfolge unter dem Kreuz: „Wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird’s erhalten.“ (Mk 8, 35b). Wichtig in dieser Woche ist, dass die Fastenzeit am Aschermittwoch beginnt. In manchen Gegenden ist der Karneval jetzt im vollen Schwung, was sicher auch im kirchlichen Geschehen ein Echo finden kann.

In der Woche des Sonntags Estomihi beginnt mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit. Wir denken nun besonders an den Weg Jesu zum Kreuz und erfahren, dass sich Nachfolge auch durch Leid hindurch vollzieht. In den Armen und Unterdrückten dieser Welt wird deutlich, warum Jesus selbst den Weg des Leidens gehen musste.

Wochenspruch: 

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. (Lk 18, 31)

Wochenlied:

Lasset uns mit Jesus ziehen“ (EG 384)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:04 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link:

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link:

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link:

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik – Sonntag: 07:04 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate: BWV 23 “Du wahrer Gott und Davids Sohn“

Kantate zum Sonntag Estomihi

Midori Suzuki, Sopran; Yoshikazu Mera, Countertenor;

Gerd Türk (Tenor)

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur 

Kantate Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Auszug aus dem Programm! 

Johann Sebastian Bach

BWV 127  Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott

Kantate zum Sonntag Estomihi

Yukari Nonoshita, Sopran / Makoto Sakurada, Tenor

Peter Kooy, Bass

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:04 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm!

Kantate ca. ab  07:05 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 127  “Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott”

Dorothee Mields, Sopran  Jan Kobow, Tenor

Peter Kooy, Bass

Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszug aus dem Programm!

Sonntag 06:04 – 09:00 Uhr 

Bach-Kantate ab 07:04 Uhr

BWV 23 Du wahrer Gott und Davids Sohn

Kantate am Sonntag Estomihi

Dorothee Mields, Sopran  Matthew White, Countertenor

Jan Kobow, Tenor

Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik am Sonntag – 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 159  „Sehet! Wir gehn hinauf gen Jerusalem“

Kantate am Sonntag Estomihi

Rachel Nicholls (Sopran)  Robin Blaze (Countertenor)

Gerd Türk (Tenor)  Peter Kooij (Bass)

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 23 Du wahrer Gott und Davids Sohn

Kantate am Sonntag Estomihi

Tobias Hunger, Tenor; Gotthold Schwarz, Bass

Thomanerchor Leipzig / Gewandhausorchester

Leitung: Georg Christoph Biller

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-kultur-radio-100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszug aus dem Programm!

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

06:30 Uhr Kantate

Johann Theodor Roemhildt  (1684-1756)

Kantate „Meine Sonne stehet stille“

Klaus Mertens (Bass)

Accadmia Daniel

Leitung: Shalev Ad-El

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Bayern-KlassikSendung Sonntag: 08:05 bis 09:00 Uhr

Programm:  

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszug aus dem Programm!

Sendung: Sonntag um  08:05 Uhr bis 09:00 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 22  „Jesus nahm zu sich die Zwölfe“

Kantate am Sonntag Estomihi,

Patrick Grahl, Tenor;  Matthias Weichert, Bass;

Thomanerchor Leipzig / Gewandhausorchester

Leitung: Georg Christoph Biller

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr 

Johann Sebastian Bach

BWV 22Jesus nahm zu sich die Zwölfe“

Kantate zum Sonntag Estomihi

Markus Forster, Countertenor  Johannes Kaleschke, Tenor

Ekkehard Abele, Bass

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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Domradio Köln

Neue – Sendung: „Musica

Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

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Domradio Köln

Neue Sendung: „Musica“ 

Neue Sendezeit und Titel:  Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Jan Dismas Zelenka  (1679-1745)

Die Missa „Omnium Sanctorum“ von Zelenka gilt als Meisterwerk

Rasante Koloraturen und himmlische Melodien!“Temperamentvolle Orchesterbehandlung, halsbrecherische Fugen für die Sänger: die Messvertonung „Missa omnium Sanctorum“ unterstreicht die herausragende Stellung des Bach-Zeitgenossens Zelenka.

Der böhmische Komponist Jan Dismas Zelenka wird seit einigen Jahren wieder vermehrt aufgeführt – er steht für temperamentvolle Barockmusik, verbunden mit einer kühnen Harmonik und geradezu sprudelnden Melodien.Zelenka war Anfang des 18. Jahrhunderts über Jahrzehnte als Musiker am Dresdner Hof angestellt – obwohl er oft den Hofkapellmeister vertrat, wurde ihm der Posten nicht dauerhaft übertragen.Trotz dieser Enttäuschung schrieb der böhmische Komponist überragende Werke, sowohl für Anlässe des Hofes als auch für die Gottesdienste in der Hofkirche in Dresden….

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr bis 11.45 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr bis 11.45 Uhr

Auszug aus dem Programm!

Bach-Kantate

BWV 159 „Sehet! Wir gehn hinauf gen Jerusalem“ 

Kantate am Sonntag Estomihi

(weitere Angaben zum Programm fehlen!)

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Videos 

Bach-Kantaten für den Sonntag Estomihi

BWV 22 – Jesus nahm zu sich die Zwölfe

BWV 23 – Du wahrer Gott und Davids Sohn

BWV 127 – Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott

BWV 159 – Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem

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/ YouTube: BWV 22   Jesus nahm zu sich die Zwölfe“  (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV 23   „Du wahrer Gott und Davids Sohn„ –  (Interpret: Helmuth Rilling)

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/ YouTube: BWV 127 Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott“  (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV 159 –  „Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem –  (Interpret: Koopman )

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    Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für Sonntag Estomihi / Quinquagesimae

               Link:    h i e r  zum Download  als PDF   

                 Künstler-Beitrag – Link:   Künstler-Meinungen:  Nathalie Stutzmann, Alt

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J.E. Gardiner – SDG – CD’s bei Amazon:

SDG 153 Vol. 20

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2018 – vom 08.06. bis 17.06.2018

Bachs Vorliebe für Zyklen ist für uns Grund genug, das Bachfest 2018 unter das

Motto »Zyklen«

zu stellen in – selbst- verständlich – sechs Reihen erklingen Bachs zyklische Werke bzw. werden seine

Werke zyklisch aufgeführt.

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Link:  Informationen zu den Kantaten-Zyklen:

Für weitere Informationen und Reservierungen wenden sie sich bitte an:

Bachfest Leipzig, Ticketbüro / Groß-Kundenbetreuung: Frau Peggy Reinboth,

Herr Wolfhard Henze, 04013 Leipzig, Postfach 10 13 49

Telefon: +49 341 9137 333

E-Mail: ticket@bach-leipzig.de

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Der allgemeine Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2018 

hat am: 20. November 2017 begonnen!

Bachfest-Programm als PDF  zum Download 

Flyer „Der Leipziger-Kantaten-Ring als PDF“ zum Download 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen und Gewandhaus als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als  PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als  PDF zum Download  

Sitzplan Großer Saal im Gewandhaus Leipzig  PDF zum Download

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video vom Thomanerchor!

J. S. Bach – Kantate BWV 126 „Erhalt uns Herr bei deinem Wort“ Kantate für den Sonntag Sexagesimae!

„Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“ (BWV 126) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Choralkantate in Leipzig für den Sonntag Sexagesimae und führte sie erstmals am 4. Februar 1725 auf. Bach schrieb die Kantate in seinem zweiten Jahr in Leipzig in seinem Jahrgang von Choralkantaten für den Sonntag Sexagesimae, den zweiten Sonntag vor der Passionszeit, und führte sie am 4. Februar 1725 erstmals auf.

Die vorgeschriebenen Lesungen waren 2 Kor 11,19 LUT – 2 Kor 12,9 LUT und Lk 8,4-15 LUT, das Gleichnis vom Sämann. Grundlage für den Kantatentext ist Martin Luthers Choral „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“ in einer Zusammenstellung mit anderen Versen, wie sie zu Bachs Zeit in Gesangbüchern als Einheit erschienen.

Ausführende: 

Thomaner (Knabenalt), Martin Petzold, Tenor;

Jörg Hempel, Bass

Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Georg-Christoph Biller


Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch


J. S. Bach – Kantate BWV 93 „Wer nur den lieben Gott lässt walten“

für den 5. Sonntag nach Trinitatis!

Ausführende:

Sopran: Miriam Feuersinger Altus: Jan Börner

Tenor: Julius Pfeifer Bass: Markus Volpert

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung, St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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Link:  mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – 

bei 

Amazon – mit Hörproben

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DVD’s  der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

 Bezugsquelle j p c

Link:   bei   j p c

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag!

Herzliche Grüße

Volker

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ALL OF BACH veröffentlicht aus dem 1. Teil Wohltemperierten Klavier – BWV 853 „Präludium in es-Moll und die Fuge in dis-Moll“


ALL OF BACH veröffentlicht aus dem 1. Teil Wohltemperierten Klavier BWV 853 „Präludium in es-Moll und die Fuge in dis-Moll“

Video: Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

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PRAGMATISCH

„Technische Meisterschaft und unglaubliche Ausdruckskraft gehen hier Hand in Hand.“

Der Organist und Cembalist Bart Jacobs lebt in der idyllischen Landschaft südlich von Antwerpen. Aus den übrigen Teilen des ersten Buches vonDas Wohltemperirte Clavier“ wählte er das Präludium und die Fugea in der ungewöhnlichen Es-Moll-Tonart. Dieser Schlüssel ist selten im Barock zu hören, aber angesichts der Struktur von Bachs Projekt musste er natürlich mit einbezogen werden. Es hat übrigens eine der umfangreichsten und ambitioniertesten Ergänzungen der Sammlung hervorgebracht.

Das Prelude ist ein sehr stattliches Stück mit einigen schönen Verzierungen. Bart Jacobs nennt es einen „tombeauartigen Trauermarsch“. Der Puls der Drei-Vier-Zeit ist allgegenwärtig und die Atmosphäre ist in der Tat düster. Das Vorspiel existierte bereits in einer früheren Version, in dem pädagogischen Keyboard, das Bach für seinen ältesten Sohn Wilhelm Friedemann Bach komponierte.

Die Beziehung zur Fuge ist nicht sehr klar. Es wird von einigen vermutet – einschließlich Bart Jacobs -, dass Bach einfach eine existierende Fuge in D für die Fuge in Es-Moll genommen und die notwendigen Sharps hinzugefügt hat (6 von ihnen), wodurch das Stück in Des-Moll gesetzt wurde, das klingt wie Es-Moll. Bach könnte manchmal sehr pragmatisch sein.

Die dreiteilige Fuge ist ansonsten eine der am besten gearbeiteten und streng konstruierten Wolftemperirte Claviers. Bach unterzieht das sehr klassische, fast archaische Thema einer ganzen Reihe kontrapunktischer Techniken. Wir sehen also wieder einmal die Leichtigkeit, mit der technische Meisterschaft und unglaubliche Ausdruckskraft in Bachs Musik Hand in Hand gehen.

Das Wohltemperirte Clavier, BWV 846-893

Das Komponieren von 48 Keyboard-Stücken in allen 24 Tasten war eine Art Herausforderung, die Bach genoss. In jedem der beiden Teile des Wohltemperierten Claviers brachte er das musikalische Paar Präludium und Fuge 24 Mal zusammen; zwölf in Moll und zwölf in Dur. In den Präludien ließ er seiner Phantasie freien Lauf und demonstrierte in den Fugen mathematische Kraftentfaltungen. Im Gegensatz zu der eisernen Disziplin, die Bach auf seine kirchlichen Kompositionen anzuwenden hatte, konnte er sich hier ohne Rücksicht auf Deadlines der intellektuellen Spielerei überlassen.

Der erste Teil von The Well-Tempered Clavier stammt aus dem Jahr 1722, obwohl es einige Musik enthält, die in den vorangegangenen fünf Jahren geschrieben wurde. Es gibt weniger Klarheit über die Geschichte des zweiten Teils. Johann Sebastian Bach hat dieses zweite Manuskript erst um 1740 zusammengestellt, obwohl einige der darin enthaltenen Präludien und Fugen noch viel älter sind. Bach beschrieb die Zielgruppe für diese Sammlung von Stücken wie folgt: (Sowohl für die Erziehung des fleißigen Musical-Jünglings als auch für den Genuss der Musik von denen, die in diesem Material versiert sind „).

BWV 853

TITEL
Präludium in Es-Moll und Fuge in d-Moll

BEINAME
Das Wohltemperirte Clavier

GENRE
Tastaturarbeit

SERIE
Das Wohltemperirte Clavier I

JAHR
1722 von früher

STADT
Cöthen (oder Weimar)

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
9. Februar 2018

AUFNAHMEDATUM
23. März 2017

LAGE
Eikevliet, Belgien

Harpsichordist
Bart Jacobs

CEMBALO
Andreas Kilström (2009) nach I. Couchet, Antwerpen (um 1650)


PRAGMATIC

„Technical mastery and incredible expressiveness go hand in hand here.“

Organist and harpsichordist Bart Jacobs lives in the idyllic countryside to the south of Antwerp. From the remaining parts of the first book of „Das Wohltemperirte Clavier“, he chose to play the Prelude and fugea in the unusual key of E-flat minor. This key is rarely heard in the Baroque, but in view of the structure of Bach’s project, it had to be included, of course. Incidentally, it produced one of the more extensive and ambitious additions to the collection.

The Prelude is a very stately piece with some beautiful ornamentation. Bart Jacobs calls it a “tombeau-like funeral march”. The pulse of the three-four time is ever present and the atmosphere is indeed sombre. The Prelude already existed in an earlier version, in the pedagogical keyboard book that Bach compiled for his eldest son Wilhelm Friedemann Bach.

The relationship to the Fugue is not very clear. It is suspected by some – including Bart Jacobs – that Bach simply took an existing fugue in D for the Fugue in E-flat minor and added the necessary sharps to it (6 of them), thus putting the piece into D-flat minor, which sounds the same as E-flat minor. Bach could be very pragmatic at times.

The three-part Fugue is otherwise one of the most well-wrought and strictly constructed of the whole Wolhtemperirte Clavier. Bach subjects the very classical, almost archaic theme to a whole range of contrapuntal techniques. So once again, we clearly see the ease with which technical mastery and incredible expressiveness go hand in hand in Bach’s music.

Das Wohltemperirte Clavier, BWV 846-893

Composing 48 keyboard pieces in all 24 keys was the sort of challenge Bach enjoyed. In each of the two parts of Das Wohltemperierte Clavier, he brought together the musical couple prelude and fugue 24 times; twelve in minor keys and twelve in major. In the preludes, he gave free rein to his imagination, and demonstrated mathematical tours de force in the fugues. In contrast to the iron discipline Bach had to apply to his church compositions, here he could abandon himself to intellectual Spielerei without worrying about deadlines.

The first part of The Well-Tempered Clavier dates from 1722, although it contains some music that was written in the preceding five years. There is less clarity about the history of part two. Bach compiled this second manuscript only around 1740, although once again some of the preludes and fugues it contains date from a much earlier period. Bach described the target group for this collection of pieces as follows: ‘Zum Nutzen und Gebrauch der Lehr-begierigen Musicalischen Jugend, als auch dere in diesem studio schon habil seyenden besonderem ZeitVertreib’ (For both the education of the industrious musical youngster and the enjoyment of those well-versed in this material’).

BWV
853

TITLE
Prelude in E-flat minor and fugue in d-sharp minor

EPITHET
no. 8 from Das Wohltemperirte Clavier

GENRE
keyboard work

SERIES
Das Wohltemperirte Clavier I

YEAR
1722 of earlier

CITY
Cöthen (or Weimar)

RELEASE DATE
9 February 2018

RECORDING DATE
23 March 2017

LOCATION
Eikevliet, Belgium

HARPSICHORDIST
Bart Jacobs

HARPSICHORD
Andreas Kilström (2009) after I. Couchet, Antwerp (about 1650)


Ich wünsche allen ein wunderbares Erlebnis mit dem BWV 853

Herzliche Grüße

Karin

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Georg-Christoph Biller „Der Weg vom Thomaner bis zum Thomaskantor!“


Georg-Christoph Biller „Der Weg vom Thomaner bis zum Thomaskantor!“

                         Probe des Thomanerchores unter Leitung von Georg Christoph Biller (2012)

Für die Öffentlichkeit kam Anfang 2015 die Nachricht, dass Georg Christoph Biller als  Thomaskantor  zurücktritt, überraschend. Der Musiker und Musikpädagoge, der mehr als zwei Jahrzehnte den berühmten Leipziger Thomanerchor leitete, hatte sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Seit 1999 wegen Depressionen in klinischer Behandlung, musste der 16. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach vor drei Jahren beruflich die Notbremse ziehen.

„Depressionen kommen aus heiterem Himmel, machen unfähig zum klaren Denken und systematischen Arbeiten. In solchen Phasen war die Arbeit mit den mir anvertrauten Knaben und jungen Männern besonders schwierig: Wie soll man jemanden motivieren, wenn einem selbst schwer ums Herz ist?“

Pastorensohn als Thomasser

 Als Sohn eines Pastors 1955 in Nebra (Burgenlandkreis) geboren, stand in dem kleinen Ort „einer unbeschwerten Kindheit nichts im Wege“, erklärt Biller. „Besonders angetan war ich von Chormusik, weshalb ich schon als Fünfjähriger verkündete, dass ich Thomaner werden wollte.“

Nachdem ihm das dafür notwendige musikalische Rüstzeug von dem damaligen Naumburger Domkantor vermittelt worden war, konnte sich der junge Georg freuen, 1965 Aufnahme bei den Thomanern zu finden. Die nächsten Jahre verbrachte Biller im „Kasten“ – wie die Sänger bis heute ihr Leipziger Alumnat nennen.

Die Knaben bezeichnen sich nicht als Thomaner, sondern schmissiger als „Thomasser“, und unter ihnen werden die jüngsten Schüler „Sexer“ gerufen. Als solchem sei es Biller anfangs schwergefallen, sich an das Leben in einem Internat zu gewöhnen. Vergeblich hoffte er mit Ausreden die Erlaubnis zu erhalten, nach Hause fahren zu dürfen: Einmal, so erinnert sich Biller, wollte mit dem dringlichen Hinweis dem Leipziger „Kasten“ entfliehen, er müsse im heimatlichen Nebra sein Reh füttern.

Die Thomaner wurden aber nicht nur die künstlerische Heimat Billers, sondern auch der Startpunkt für seine musikalische Karriere. Mit Erhard Mauersberger und Hans-Joachim Rotzsch erlebte er zwei als Künstler und Charaktere höchst unterschiedliche Kantoren. 1992 wurde Biller Nachfolger von Rotzsch, der über seine Vergangenheit als IM des MfS stolperte.

Doch ehe es so weit war, waren die Mühen der Ebene zu durchmessen: Nach dem Abitur folgten für Biller 18 Monate bei der Nationalen Volksarmee, die auch für ihn, der in Halle und Weißenfels zu dienen hatte, weit mehr ein Straf- als der von der DDR-Propaganda so bezeichnete „Ehrendienst“ waren. Schon 1980, im letzten Jahr des folgenden Musikstudiums, zum Chordirektor des Leipziger Gewandhauses und zugleich zum Dozenten für Chorleitung an der Kirchenmusikschule in Halle ernannt, standen ihm als Dirigent und Sänger nicht nur die Türen in der DDR offen, sondern bald auch die in den Westen. Bereits in den 1980er Jahren konnte Biller jenseits der Mauer auftreten.

Den schönsten Augenblick seines noch jungen Lebens erlebte Biller jedoch weder in West-Berlin noch in Tokio, sondern in Leipzig, als der Musiker am 9. Oktober 1989 Teil der größten Demonstration war, die Honeckers DDR bis dahin erlebt hatte. „Als wir realisiert hatten, dass nicht geschossen würde, begannen wir spontan zu singen, irgendetwas, was uns gerade einfiel … In diesen Momenten erlebte ich die glücklichsten zehn Minuten meines bisherigen Lebens“, so Biller.

Erfahrungen im Westen

Nach der politischen Wende und der deutschen Einheit musste auch er sich neu orientieren. Zu dem Unterricht an der Kirchenmusikschule Halle kamen 1990 Professuren für Chordirigieren in Frankfurt (Main) und Hochschule für Musik Detmold. Im Westen habe er erstmals erlebt, was ihm aus seiner Tätigkeit in der DDR so nicht bekannt war: „handfeste Intrigen“ unter den Kollegen.

Die deutsch-deutsche Pendelei endete mit Billers Berufung zum Thomaskantor. Dass er sein Amt mit zeitlicher Verzögerung antrat, war eine Folge endloser Autofahrten: Im Juli 1992 vom Sekundenschlaf übermannt, fuhr Biller gegen einen Baum und verletzte sich schwer.

Das Amt des Thomaskantors brachte in der neuen Zeit große Herausforderungen mit sich. Nicht nur die Lehrpläne waren neu zu gestalten, sondern auch die Unterrichtsräume und das Alumnat. Neben den Auftritten in der Thomaskirche standen immer öfter Gastspiele im In- und Ausland auf dem Programm. Auch CD-Produktionen und Fernsehaufnahmen bestimmten die Chor-Arbeit. Die habe Biller gern oft mit Leistungssport verglichen – „und bin dafür mitunter arg gescholten worden“.

Alles in allem aber gelte für den Musiker und Musikpädagogen, der sich in den vergangenen Jahren auf das Komponieren verlegt hat: „Wenn ich aus der Distanz der ersten Jahre nach dem Ausscheiden aus dem Amt zurückblicke, bewegt mich ein Gefühl tiefer Dankbarkeit.“

Die Jungs vom hohen C: Erinnerungen eines Thomaskantors

Link zum Taschen-Buch nachstehend:     

Georg Christoph Biller: Die Jungs vom hohen C – Erinnerungen eines Thomaskantors,

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J.S. Bach – Kantate BWV 18 „Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt“ – Kantate am Sonntag Sexagesimae!


J.S. Bach – Kantate BWV 18 „Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt“ – Kantate am Sonntag Sexagesimae.

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„Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt“ (BWV 18) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Weimar für Sexagesimae, wahrscheinlich bereits 1713.

Bach arbeitete ab 1708 für den Weimarer Hof. Am 2. März 1714 wurde er zum Konzertmeister ernannt. In dieser Position hatte er unter anderem die Aufgabe, einmal im Monat eine Kirchenkantate zu komponieren, die in der Schloßkirche aufgeführt wurde. Bach schrieb diese Kantate für den Sonntag Sexagesimae, den vorletzten Sonntag vor der Passionszeit. Die vorgeschriebenen Lesungen waren 2 Kor 11,19 LUT – 2 / Kor 12,9 / LUT und Lk 8,4–15 LUT, das Gleichnis vom Sämann.

Bach vertonte einen Text von Erdmann Neumeister, den dieser für den Hof in Eisenach geschrieben und in Gotha 1711 in der Sammlung Geistliches Singen und Spielen veröffentlicht hatte. Georg Philipp Telemann hatte ihn bereits zuvor vertont. Der Text zitiert zunächst Jesaja (Jes 55,10–11 LUT), der die Wirkung von Gottes Wort durch einen Vergleich mit Regen und Schnee veranschaulicht, mit Bezug zum Evangelium. Im folgenden Satz fügt der Dichter eine Warnung vor den Gefahren, die Gottes Wort bedrohen, abschnittsweise Bitten aus der Litanei Martin Luther´s ein. Der Schlusschoral ist die achte Strophe von Lazarus Spenglers Kirchenlied „Durch Adams Fall ist ganz verderbt“ (1524).

Die Kantate ist ein frühes Werk Bachs. Alfred Dürr datiert sie auf spätestens den 24. Februar 1715, wahrscheinlicher ein oder zwei Jahre früher. Christoph Wolff stellt dagegen fest: „Die originalen Aufführungsstimmen haben sich erhalten und erlauben eine Datierung auf das Jahr 1713“. Bach führte die Kantate erneut in Leipzig 1724 auf, mit erweitertem Instrumentarium und in einer anderen Tonart. Das Werk wurde dann wahrscheinlich zusammen mit der neu komponierten Kantate „Leichtgesinnte Flattergeister“ aufgeführt.

Wie andere Kantaten aus der Weimarer Zeit ist das Werk für ein kleines Ensemble gesetzt, drei Solisten, Sopran, Tenor und Bass, vierstimmigen Chor, vier Violen und Basso continuo mit Violoncello und Fagott. In einer Leipziger Fassung von 1724 oktavieren zwei Blockflöten die beiden höchsten Viola-Stimmen. John Eliot Gardiner vergleicht ihren Einsatz mit dem eines Orgel-Vierfußregisters. Die Kantate beginnt in der Weimarer Fassung in g-Moll, in der Leipziger Fassung in a-Moll.

Die Kantate, die mit einer Sinfonia beginnt, enthält fünf Sätze.

1. Sinfonia
2. Recitativo (Bass): Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt
3. Recitativo e chorale (Litanei) (Tenor, Bass, Chor): Mein Gott, hier wird mein Herze sein – Du wollest deinen Geist und Kraft
4. Aria (Sopran): Mein Seelenschatz ist Gottes Wort
5. Choral: Ich bitt, o Herr, aus Herzensgrund

Die Kantate beginnt mit einer Sinfonia in g-Moll, die fallenden Regen und Schnee durch fallende Phrasen veranschaulicht. Sie ist in Da capo-Form und erinnert sowohl an eine Chaconne als auch ein Concerto. Die vier Bratschen und das Continuo mit Fagott und Cello sorgen für ein ungewöhnliches Klangbild.

Das Zitat von Jesaja wird vom Bass, der Vox Christi (Stimme Christi), gesungen als Secco-Rezitativ. Es ist Bachs erste Verwendung eines Rezitativs in einer Kirchenkantate.

Der zentrale Satz ist in Bachs Kantaten einzigartig: Der Chor-Sopran unterbricht viermal das Rezitativ der männlichen Solisten durch eine Bitte, die vom Chor durch den Ruf „Erhör uns, lieber Herre Gott!“ verstärkt wird. Das Rezitativ ist Adagio bezeichnet und steht in Es-Dur, während die eingeschobene Litanei dramatisch erscheint, Allegro in c-Moll.

Die einzige Arie, in Es-Dur, wird von den vier Bratschen unisono begleitet. Die Kantate schließt mit einem schlichten vierstimmigen Satz von Spenglers Lied, dem ersten von Bachs zahlreichen Choralsätzen als Abschluss von Kirchenkantaten.

Ausführende:

Adele Stolte, Sopran; Peter Schreier, Tenor;
Theo Adam, Bass
Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig

Dirigent: Thomaskantor Erhard Mauersberger

Aufnahme von November 1967
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J.S. Bach Cantata BWV 18 „Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt“ („As rain and snow fall from the sky“) – Cantata on Sunday Sexagesimae.

„Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt“ („Like the rain and snow falling from the sky“) (BWV 18) is a church cantata by Johann Sebastian Bach. He composed them in Weimar for Sexagesimae, probably as early as 1713.

Bach worked from 1708 for the Weimar court. On March 2, 1714, he was appointed concertmaster. In this position he had, among other things, the task of composing a church cantata once a month, which was performed in the castle church. Bach wrote this cantata for Sunday Sexagesimae, the penultimate Sunday before Passion time. The prescribed readings were 2 Cor 11,19 LUT – 2 Cor 12,9 LUT and Lk 8,4-15 LUT, the parable of the sower.

Bach set a text by Erdmann Neumeister, who had written this for the court in Eisenach and published in Gotha in 1711 in the collection of Spiritual Singing and Playing. Georg Philipp Telemann had set it to music before. The text first quotes Isaiah (Isaiah 55: 10-11 LUT), which illustrates the effect of God’s Word through comparison with rain and snow, with reference to the gospel. In the following sentence, the poet inserts a warning of the dangers that threaten the word of God into sections of requests from the litany of Martin Luther. The final chorale is the eighth stanza of Lazarus Spenglers hymn „Through Adam’s Fall is Very Corrupted“ (1524).

The cantata is an early work by Bach. Alfred Dürr dates it no later than February 24, 1715, more likely one or two years earlier. Christoph Wolff, on the other hand, states: „The original performance voices have been preserved and allow dating to the year 1713“. Bach again performed the cantata in Leipzig in 1724, with expanded instruments and in a different key. The work was then probably performed together with the newly composed cantata „Leichtgesinnte Flattergeister“.

Like other cantatas from the Weimar period, the work is set for a small ensemble, three soloists, soprano, tenor and bass, four-part choir, four violas and basso continuo with violoncello and bassoon. In a Leipzig version of 1724 two recorders octave the two highest viola parts. John Eliot Gardiner compares their commitment with that of an organ four-foot register. The cantata begins in the Weimar version in G minor, in the Leipzig version in A minor.

The cantata, which begins with a sinfonia, contains five movements.

1st symphony
2. Recitativo (bass): the same as rain and snow fall from the sky
3. Recitativo e chorale (litany) (tenor, bass, choir): My God, here will be my heart – you want your spirit and strength
4. Aria (soprano): My soul’s treasure is God’s word
5. Chorale: I ask, O Lord, for the sake of the heart

The cantata opens with a Sinfonia in G minor that illustrates falling rain and snow through falling phrases. It is in Da capo form and is reminiscent of both a chaconne and a concerto. The four violas and the continuo with bassoon and cello create an unusual sound.

The quote from Isaiah is sung by the bass, the Vox Christi (voice of Christ), as Secco recitative. It is Bach’s first use of a recitative in a church cantata.

The central movement is unique in Bach’s Cantatas: the choir soprano interrupts four times the recitative of the male soloists by a request, which is reinforced by the chorus by the cry „Listen, dear Lord God!“. The recitative is called Adagio and is in E flat major, while the inserted litany appears dramatic, Allegro in C minor.

The only aria, in E flat major, is accompanied by the four violas in unison. The cantata concludes with a simple four-part movement of Spengler’s Song, the first of Bach’s many choral settings to conclude church cantatas.

Performed by:

Adele Stolte, soprano; Peter Schreier, tenor;
Theo Adam, bass
Thomanerchor Leipzig, Gewandhaus Orchestra Leipzig

Conductor: Thomaskantor Erhard Mauersberger

Recording from November 1967
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Christoph Graupner (1683-1760) – Sopran-Solokantate: „Diese Zeit ist ein Spiel der Eitelkeit“ GW 1165/09


Christoph Graupner (1683-1760) – Sopran-Solokantate: „Diese Zeit ist ein Spiel der Eitelkeit“ GW 1165/09

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Christoph Graupner (* 13. Januarjul./ 23. Januar 1683greg. in Kirchberg; † 10. Mai 1760 in Darmstadt) war ein deutscher Komponist und Cembalist.

Der Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt hörte seine Werke und bot ihm 1709 einen Posten an seinem Hof an. Bereits 1711 stieg er zum Hofkapellmeister auf. In diesem Jahr heiratete er die Pfarrerstochter Elisabeth Eckardt. 1722 bewarb er sich auf Empfehlung G. Ph. Telemanns um die bereits durch diesen abgelehnte Stelle des Thomaskantors in Leipzig.

Auf Geheiß seines Herrn musste er die Berufung als Nachfolger von Johann Kuhnau ablehnen, allerdings unter Aufbesserung seines ohnehin bereits hohen Verdienstes. So konnte Johann Sebastian Bach die Stelle erhalten. Graupner blieb bis zu seinem Tod am Hof des Landgrafen. Im Laufe der Zeit holte er eine Reihe von Musikern nach Darmstadt, die er aus seiner Zeit als Leipziger Thomasschüler kannte: den Vizekapellmeister Gottfried Grünewald, seinen späteren Nachfolger Johann Samuel Endler sowie den Kammermusikus Michael Boehm.

Graupners umfangreiches, fast vollständig erhaltenes Werk befindet sich zum größten Teil in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt. Es ist in großen Teilen noch unveröffentlicht und harrt der Entdeckung durch Musiker und Musikwissenschaftler. Vielfach betrachteten die Landesherren die Werke ihrer Komponisten als ihr persönliches Eigentum und im schnellen Wandel der Modeströmungen wurden die Kompositionen vernichtet. Graupners Familie wehrte sich gegen dieses Vorgehen und strengte einen Prozess an, der erst fast 80 Jahre nach Graupners Tod zu Gunsten der Familie entschieden wurde. Diesem Umstand und der Auslagerung der Bestände während des Zweiten Weltkrieges ist die Erhaltung dieses umfangreichen Werkes zu verdanken.

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Christoph Graupner (1683-1760)

Kantatenkonzert Januar 2018 – Kirchheimer Konzertwinter

Christoph Graupner (1683-1760) galt noch bis vor einigen Jahren als fast vergessener Komponist. Er, dessen Name noch zu Lebzeiten in einem Atemzug mit J.S. Bach und Telemann genannt wurde, ist heute als bedeutender Barockkomponist vermehrt wieder ins Bewusstsein der Musikwelt gerückt. Im vergangenen Jahr beteiligte sich auch das Kirchheimer BachConsort mit der Aufführung von fünf Kantaten erfolgreich an dieser Pionierarbeit unter der Leitung der finnischen Graupner-Spezialistin Sirkka-Liisa Kaakinen-Pilch (Violine).

Doch gibt es noch viel zu tun, denn Graupner hat der Nachwelt mehr als 1400 Kantaten hinterlassen, über 95 % sind noch nicht einmal in Editionen erschlossen. Darum widmet sich der Kirchheimer Konzertwinter nach den begeistert aufgenommenen Konzerten der letzten Saison erneut dem überreichen Kantatenschatz Christoph Graupners, diesmal unter der kompetenten Leitung des Bach-Kenners Rudolf Lutz aus St.Gallen, der weitere aus der Darmstädter Bibliothek ausgesuchte und frisch edierte Kantaten einstudieren und aufführen wird.

Ihm zur Seite stehen das mit Alte-Musik-Spezialisten aus ganz Europa besetzte Kirchheimer BachConsort und hervorragende Solisten.

Das Motto der Konzerte lautet: Solo & Dialog. Zu Gehör kommt die nachstehende Kantate in farbiger instrumentaler Besetzung (Traversflöte, Oboen, Naturhörner, Fagott, Streicher, Cembalo und Orgel):

Christoph Graupner (1683-1760) – Sopran-Solokantate:
„Diese Zeit ist ein Spiel der Eitelkeit“ GW 1165/09

Ausführende:

Marie Luise Werneburg (Sopran)

Kirchheimer BachConsort

Leitung: Rudolf Lutz

Aufnahme aus der Protestantischen Kirche in Kirchheim an der Weinstraße – am 06. und 07. Januar 2018.

Christoph Graupner (1683-1760) – soprano solo cantatas:
„Diese Zeit ist ein Spiel der Eitelkeit“ („This time is a game of vanity“) GW 1165/09

Christoph Graupner (born January 13 / January 23, 1683greg in Kirchberg, † May 10, 1760 in Darmstadt) was a German composer and harpsichordist.

The landgrave Ernst Ludwig of Hesse-Darmstadt heard his works and offered him 1709 a post at his court. Already in 1711 he rose to the court Kapellmeister. This year he married the pastor’s daughter Elisabeth Eckardt. In 1722 he applied on the recommendation of Telemann for the already rejected by this position of the Thomaskantors in Leipzig.

At the behest of his master, he had to reject the appointment as successor to Johann Kuhnau, but with amelioration of his already high earnings. So Johann Sebastian Bach was able to get the job. Graupner remained at the court of the Landgrave until his death. Over time, he brought a number of musicians to Darmstadt, whom he knew from his time as a student in Leipzig: the vice-Kapellmeister Gottfried Grünewald, his future successor Johann Samuel Endler and the chamber musician Michael Boehm.

Graupner’s extensive, almost completely preserved work is for the most part in the University and Regional Library Darmstadt. It is largely unpublished and awaits discovery by musicians and musicologists. In many cases, the sovereigns considered the works of their composers as their personal property, and in the rapid change of fashion movements, the compositions were destroyed. Graupner’s family resisted this practice and initiated a trial that was decided on behalf of the family almost 80 years after Graupner’s death. This circumstance and the outsourcing of stocks during the Second World War is due to the preservation of this extensive work.

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Christoph Graupner (1683-1760)

Christoph Graupner (1683-1760) – soprano solo cantatas:
„Diese Zeit ist ein Spiel der Eitelkeit“ („This time is a game of vanity“) GW 1165/09

Cantata Concert January 2018 – Kirchheimer Konzertwinter

Until a few years ago, Christoph Graupner (1683-1760) was considered an almost forgotten composer. He, whose name was mentioned during his lifetime in the same breath as Bach and Telemann, has now increasingly returned to the consciousness of the music world as a significant Baroque composer. In the past year, the Kirchheim BachConsort also successfully participated in this pioneering work with the performance of five cantatas under the direction of the Finnish Graupner specialist Sirkka-Liisa Kaakinen-Pilch (violin).

But there is still much to do, because Graupner has left more than 1400 cantatas to posterity, over 95% are not even accessible in editions. For this reason, the Kirchheim Concert Winter after the enthusiastically recorded concerts of the last season again dedicated to the abundant cantatas of Christoph Graupner, this time under the competent leadership of Bach expert Rudolf Lutz from St.Gallen, who rehearsed more and selected from the Darmstadt library and edited cantatas will perform.

At his side are the Kirchheimer BachConsort, which is staffed by old music specialists from all over Europe, and outstanding soloists.

The motto of the concerts is: Solo & Dialog. The following cantata in color instrumental composition (flute, oboe, natural horns, bassoon, strings, harpsichord and organ) will be heard:

Christoph Graupner (1683-1760) – soprano solo cantatas:
„Diese Zeit ist ein Spiel der Eitelkeit“ („This time is a game of vanity“) GW 1165/09

Performed by:

Marie Luise Werneburg (soprano)
Kirchheim Bach Consort

Conductor: Rudolf Lutz

Admission from the Protestant Church in Kirchheim an der Weinstraße – on the 6th and 7th of January 2018
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Helmuth Rilling „Ein Leben mit J.S. Bach“


Helmuth Rilling „Ein Leben mit J.S. Bach“

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Helmuth Rilling (* 29. Mai 1933 in Stuttgart) ist ein deutscher Kirchenmusiker, Dirigent und Musikpädagoge.

Rilling studierte zunächst an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart unter anderem bei Karl Ludwig Gerok, Hermann Keller und Hans Grischkat, dann ab 1955 Orgel bei Fernando Germani in Rom. Am 1. Dezember 1957 wurde er Kantor an der wiederaufgebauten Gedächtniskirche in Stuttgart-Nord und übernahm kurz darauf zusätzlich einen Lehrauftrag an der Kirchenmusikhochschule in Berlin. Seit 1963 Kirchenmusikdirektor in Stuttgart, wurde er 1969 Professor für Chorleitung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Diese Professur hatte er bis 1985 inne.

Ursprünglich Interpret vorbachscher Musik und romantischer und zeitgenössischer Chormusik, ist seit den 70er Jahren das geistliche und weltliche Werk von Johann Sebastian Bach Rillings Arbeitsschwerpunkt. So spielte er zwischen 1970 und 1985 als erster Dirigent alle geistlichen Kantaten Johann Sebastian Bachs auf Schallplatte ein. Friedrich Hänssler, der den Mut hatte, diese Produktion in seinem Verlag herauszugeben, erhielt dafür 1985 den Grand Prix du Disque.
Rilling gründete im Januar 1954 die Gächinger Kantorei und 1965 das Bach-Collegium Stuttgart, ferner 1970 das Oregon Bach Festival und 1981 die Internationale Bachakademie Stuttgart, deren künstlerischer Leiter er bis zu seinem Rücktritt im Februar 2012 war. Er war von 1985 bis 1996 Künstlerischer Leiter des Landesjugendchores Baden-Württemberg. Von 1969 bis 1982 leitete er zudem die Frankfurter Kantorei.

1985 konnte er die erste Gesamtaufnahme aller Bachkantaten abschließen, 2000 folgte dann die erste Gesamtaufnahme aller Werke von Johann Sebastian Bach unter Rillings künstlerischer Gesamtleitung auf 172 CDs.

Wikipedia:  https://en.wikipedia.org/wiki/Helmuth_Rilling        


Helmuth Rilling „A Life with J.S. Bach“

Helmuth Rilling (born May 29, 1933 in Stuttgart) is a German church musician, conductor and music educator.

Rilling initially studied at the University of Music and Performing Arts in Stuttgart, among others, Karl Ludwig Gerok, Hermann Keller and Hans Grischkat, then from 1955 organ with Fernando Germani in Rome. On December 1, 1957, he became cantor at the rebuilt Memorial Church in Stuttgart-North and took over shortly thereafter additionally a teaching assignment at the church music college in Berlin.

Since 1963 church music director in Stuttgart, he became professor of choral conducting at the Academy of Music and Performing Arts Frankfurt am Main in 1969. He held this professorship until 1985.

Originally an interpreter of Vorbachian music and romantic and contemporary choral music, since the 70s the spiritual and secular work of Johann Sebastian Bach Rilling has been the focus of his work. Between 1970 and 1985 he was the first conductor to record all sacred cantatas by Johann Sebastian Bach on vinyl. Friedrich Hänssler, who had the courage to publish this production in his publishing house, received in 1985 the Grand Prix du Disque.

Rilling founded the Gächinger Kantorei in January 1954 and the Bach Collegium Stuttgart in 1965, as well as the Oregon Bach Festival in 1970 and the Stuttgart International Bachakademie in 1981, whose artistic director he was until his resignation in February 2012. He was from 1985 to 1996 artistic director of the Landesjugendchores Baden-Württemberg. From 1969 to 1982 he also headed the Frankfurt Kantorei.

In 1985 he was able to complete the first complete recording of all Bach cantatas, followed in 2000 by the first complete recording of all works by Johann Sebastian Bach under Rilling’s artistic direction on 172 CDs.

Wikipedia:  https://en.wikipedia.org/wiki/Helmuth_Rilling        


Ein Zusatz-Video:

J.S.Bach. Cantata BWV 51, „Jauchzet Gott in allen Landen“
ist eine Solokantate für Sopran.

Weder der Textdichter noch das genaue Entstehungsjahr der Kantate sind bekannt. Komponiert wurde sie in Leipzig für den 15. Sonntag nach Trinitatis. Als wahrscheinliches Entstehungsjahr wird 1730 angenommen.

„Jauchzet Gott in allen Landen ist eine der bekanntesten Kantaten Bachs. Die Besetzung ist in seinem geistlichen Werk einmalig und verlangt sowohl der Solostimme als auch der Trompete sehr große Leistungen bezüglich Tonhöhe und Virtuosität ab. Man darf vermuten, dass der Trompetenpart der Uraufführung von dem für sein brillantes Spiel bekannten Leipziger Ratsmusiker Gottfried Reiche übernommen wurde. Die Sopranstimme gab der Bachforschung lange Zeit Rätsel auf, weil damals einerseits in Leipzig Frauen als Sängerinnen in Kirchen nicht zugelassen waren, andererseits die Solopartie solch hohe Anforderungen stellt, dass sie wohl kaum von einem Knabensopran heutigen Formats hätte ausgeführt werden können. Die Erklärung hierfür ist, dass zu Bachs Zeit der Stimmbruch bei Knaben üblicherweise erst mit 16 oder 17 Jahren einsetzte.

Von der Kantate existiert ebenfalls eine Fassung des Sohnes Wilhelm Friedemann Bach, der eine zweite Trompete und Pauken hinzufügte.

Ausführende:

Lenneke Ruiten, Soprano
Javier Simó, Trumpet
Anka Smeu, Violin,
Grigori Nedobora, Violin

Real Filharmonia de Galicia, Dirigent: Helmuth Rilling
Auditoruo de Galicia, Santiago de Compostela, Spain. 24.02.20211

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Additional video:

Video: J.S Bach. Cantata BWV 51, „Jauchzet Gott in allen Landen“ („Rejoice in all lands“)

is a solo cantata for soprano.
Neither the librettist nor the exact year of the cantata are known. She was composed in Leipzig for the 15th Sunday after Trinitatis. Probably the year of origin is assumed in 1730.

Even God in all lands is one of Bach’s most famous cantatas. The cast is unique in his sacred work and requires both the solo part and the trumpet to perform very well in terms of pitch and virtuosity. One may assume that the trumpet part of the premiere was taken over by the well-known Leipzig-based musician Gottfried Reiche. For a long time the soprano voice was a mystery to Bach research, because on the one hand in Leipzig women were not admitted as singers in churches, on the other hand the solo part placed such high demands that it could hardly have been performed by a boy soprano of today’s format. The explanation for this is that at Bach’s time the boy’s voice broke usually at the age of 16 or 17 years.

From the cantata there is also a version of the son Wilhelm Friedemann Bach, who added a second trumpet and timpani.

Performed by:

Lenneke Ruiten, Soprano
Javier Simó, Trumpet
Anka Smeu, violin,
Grigori Nedobora, Violin

Real Filharmonia de Galicia, Conductor: Helmuth Rilling
Auditorio de Galicia, Santiago de Compostela, Spain. 24.02.20211
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J.S. Bach – Kantate BWV 82 „Ich habe genug“ – zum Fest Mariä Reinigung!


J.S. Bach – Kantate BWV 82 „Ich habe genug“ – zum Fest Mariä Reinigung!

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Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Kantate BWV 82 „Ich habe genug“ (2. Februar 1727)

Fest Mariä Reinigung 

1. Ich habe genug (Arie: B)
2. Ich habe genug (Rezitativ: B) 07:25
3. Schlummert ein, ihr matte Augen (Arie: B) 08:26
4. Mein Gott! wann kömmt das schöne: Nun! (Rezitativ: B) 18:04
5. Ich freue mich auf meinen Tod (Arie: B) 18:47

Bass Solist: Peter Kooy

Aufgeführt von Philippe Herreweghe und dem Chor & Orchester von La Chapelle Royale.
Aufnahme von 1991.

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„Ich habe genug“ wurde für das Fest der Reinigung der Jungfrau Maria geschrieben (2. Februar – Mariä Lichtmess), das 1727 (das Jahr seiner Zusammensetzung) am vierten Sonntag nach dem Dreikönigsfest fiel.  Zu dieser Gelegenheit entstand die Kantate BWV 83 („Erfreute Zeit im neuen Bunde“) aus dem Jahr 1724, die zum ersten der fünf jährlichen Kantatenzyklen von Bach gehört und deren Libretto (anonym) fehlt zu einem biblischen Text.

Die frühe Version in c-Moll wurde später einigen Veränderungen unterworfen, ohne jedoch ihren Charakter als Solokantate zu verlieren. 1731 wurde es für Sopran in e-Moll transponiert, 1735 dann erneut für Mezzosopran mit Querflöte anstelle von Oboe revidiert und schließlich zwischen 1745 und 1748 wieder in seine ursprüngliche Form zurückversetzt mit einer Rückkehr zum Basssolisten Die Oboe wurde durch eine Oboe da Caccia ersetzt.

Das Rezitativ „Ich habe genug“ (Nr. 2) und die Arie „Schlummert ein“ (Nr. 3) im Notenbüchlein ab 1725 für Anna Magdalena Bach, aber diese Stücke wurden erst vor 1730 eingefügt, was beweist, dass die Version im Kantaten-Score wurde vor diesem Datum geschrieben. Die Kantate hat keinen Chor und besteht aus nicht mehr als drei Arien und zwei Rezitativen. Alle Arien verwenden identische instrumentale Kräfte (konzertierende Oboe, Streicher und Continuo), die in Bach einzigartig sind; die Rezitative sind „einfach“, aber mit Passagen im Arioso-Stil.

Die gesamte Partitur ist von einem persönlichen und intimen Ton (wieder in der ersten Person) durchdrungen, der eng mit dem Lied von Simeon verwandt ist und sich an Gott wendet, nachdem er das Jesuskind in seine Arme genommen hat: „Denn meine Augen haben dein Heil gesehen“ 2, 30) – uns wurde gesagt, dass Simeon durch den Heiligen Geist offenbart wurde, „dass er den Tod nicht sehen sollte, bevor er den Christus des Herrn gesehen hatte“ (Lk 2, 36). Von der ganzen Evangelienerzählung der Darstellung Christi im Tempel (Lukas 2, 22-32) hat der Dichter nur diesen Aspekt beibehalten, mit dem Ergebnis, dass die Kantate zu einer Betrachtung des Todes wird, die als die Befreiung von den Bedrängnissen dieser Welt und der Vereinigung der Seele mit ihrem Erretter.

Jede der drei Arien folgt einem bestimmten formalen Muster. Die erste (A B B ‚) ist eine Seite voller Traurigkeit, die oft mit der Arie „Erbarme dich, mein Gott“ aus der Matthäus-Passion verglichen wurde. Das zweite, ein Wiegenlied, das die Kantate berühmt gemacht hat, ist auch in der Stimmung mit dem großen Meisterwerk vergleichbar, das zur gleichen Zeit geschrieben ist; es hat die Form einer erweiterten Da Capo Arie (A-BAC-A). Die dritte Arie, tänzerisch im Charakter, ist eine freie Da-Capo-Form. “
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Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Cantata BWV 82 „Ich habe genug“ (2 February 1727) or the Feast of the Purification of the Virgin Mary!

1. Ich habe genug (Aria: B)
2. Ich habe genug (Recitative: B) 07:25
3. Schlummert ein, ihr matten Augen (Aria: B) 08:26
4. Mein Gott! wann kömmt das schöne: Nun! (Recitative: B) 18:04
5. Ich freue mich auf meinen Tod (Aria: B) 18:47

Bass Soloist: Peter Kooy

Performed by Philippe Herreweghe and the Choir & Orchestra of La Chapelle Royale.
Recording: 1991.

„‚Ich habe genug‘ was written for the Feast of the Purification of the Virgin (2 February — Candlemas Day), which in 1727 (the year of its composition) fell upon the fourth Sunday after Epiphany. It has been established that another cantata was performed on this occasion, BWV 83 (Erfreute Zeit im neuen Bunde) written in 1724 and therefore belonging to the first of the five annual cycles of cantatas composed by Bach. The libretto of this new cantata (anonymous) is lacking in any reference to a biblical text.

The early version in C minor was later subjected to a number of changes without, however, losing its character as a solo cantata. It was transposed into E minor for soprano in 1731, then, in 1735, revised again for mezzo-soprano with a transverse flute instead of an oboe, and finally it regained its original shape between 1745 and 1748 with a return to the bass soloist while the oboe was replaced by an oboe da caccia.

The recitative ‚Ich habe genug‘ (No. 2) and the aria, ‚Schlummert ein‘ (No. 3) figure in the Notenbüchlein compiled for Anna Magdalena Bach from 1725 on, but these pieces were not inserted before 1730, which proves that the version in the cantata score was written before that date. The cantata has no chorus and consists of no more than three arias and two recitatives. All the arias employ identical instrumental forces (concertante oboe, strings and continuo), which is unique in Bach; the recitatives are ’simple‘, but with passages in arioso style.

The entire score is suffused with a personal and intimate tone (again in the first person), closely related to the Song of Simeon, addressing God after having taken the infant Jesus in his arms, ‚For mine eyes have seen thy salvation‘ (Luke 2, 30) — we are told that it had been revealed to Simeon by the Holy Ghost ‚that he should not see death, before he had seen the Lord’s Christ‘ (Luke 2, 36). Of the whole Gospel narrative of Christ’s presentation in the Temple (Luke 2, 22-32) the poet has retained only this aspect, with the result that the cantata becomes a contemplation of death considered as the liberation from the afflictions of this world and the uniting of the soul with its Savior.

Each of the three arias follows a particular formal pattern. The first (A B B‘) is a page filled with sadness which has often been compared with the aria, ‚Erbarme dich, mein Gott‘ from the St. Matthew Passion. The second, a lullaby which has made the cantata famous, is also comparable in mood to the great masterpiece written at the same period; it has the form of an expanded da capo aria (A- BAC-A). The third aria, dance-like in character, is in a free da capo form.“