Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Feiertag: “Himmelfahrt”


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Nikolaikirche Leipzig zu Himmelfahrt erklingt das BWV 11 Himmelfahrts-Oratorium

Nikolaikirche Leipzig zu Himmelfahrt erklingt das BWV 11 „Himmelfahrts-Oratorium“

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Feiertag und Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag/Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 17.05.2012 begehen wir den Feiertag: „Himmelfahrt“

Das Fest Christi Himmelfahrt ist als selbständiges Fest erst im 4. Jahrhundert bezeugt, wurde aber schnell zu einem Fest von großem Ansehen, an dem Prozessionen begangen wurden und die Himmelfahrt durch Hochziehen einer Christusfigur veranschaulicht wurde. Später trat noch eine Vigil hinzu und endlich auch eine Oktav.

Die protestantische Kirche übernahm dieses Fest und behielt teilweise die bildliche Darstellung der Himmelfahrt bei. Erst in der Aufklärung wurde das Fest regelrecht gefährdet, aber es kam höchstens zu Verlegungen auf den Sonntag Exaudi, nicht aber zur Abschaffung des Festtages. Das Wort Jesu: “Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott” (Joh 20, 17) ist nun verwirklicht. Er, der Auferstandene, erfüllt mit seiner Herrschaft Himmel und Erde, er umspannt alles Sichtbare und Unsichtbare.

Christi Himmelfahrt ist das Fest der Thronbesteigung Christi. Er tritt seine Herrschaft an zur rechten Hand Gottes, ist einerseits mitten in seiner Kirche, der er sich in Brot und Wein gibt, und andererseits kann er nicht mit der Größe des Weltalls erfaßt werden. Der Tag wird aber erst vollständig mit der Verheißung in Apg 1, 11: “Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.” – Wir sehen nicht hinter dem fortgehenden Jesus her, sondern können und sollen dem kommenden Jesus entgegensehen!

Im Gottesdienst wird die Osterkerze, die Zeichen für die Gegenwart des Auferstandenen unter den Menschen ist, nach der Verlesung der Himmelfahrtsgeschichte gelöscht. Die Jünger verharren ängstlich und unwissend über das Kommende in ihren Behausungen. Sie warten auf den ihnen verheißenen Geist; diese Erwartung wird auch in den Gebeten dieses Tages und des kommenden Sonntags Exaudi ausgesprochen. Noch 10 Tage dauert es, bis diese Erwartung erfüllt wird. Der Feiertag Christi Himmelfahrt ist die Thronbesteigung Jesu und damit ein äußerst großartiges Fest.

Wochenspruch:  Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, will ich alle zu mir ziehen. (Joh 12, 32)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Feiertag / Sonntag: „Himmelfahrt“

BWV    11 – “Lobet Gott in seinen Reichen” (Himmelfahrts-Oratorium)

BWV   37 – “Wer da gläubet und getauft wird” /

BWV   43 – “Gott fähret auf mit Jauchzen”

BWV 128 – “Auf Christi Himmelfahrt allein”

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.Radio-Sendungen „Bach-Kantate“

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Im Radio Live: „Bach-Kantate“

WDR3 – Geistliche Musik

Himmelfahrt – Donnerstag, 17.05.2012

von 09:05  – 10:00 Uhr

Livestream-Link: http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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Programm-Auszüget WDR3 für  09:05  – 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Gott fähret auf mit Jauchzen, BWV 43,

Kantate zu Christi Himmelfahrt

für Soli, Chor und Orchester;

Johannette Zomer, Sopran; Bogna Bartosz, Alt; Christoph Prégardien, Tenor;

Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir;

Amsterdam Baroque Orchestra,

Leitung: Ton Koopman

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Gott fähret auf mit Jauchzen, Kantate BWV 43
Barbara Schlick, Sopran / Catherine Patriasz, Alt
Christoph Prégardien, Tenor / Peter Kooy, Bass
Collegium Vocale Gent /

Ltg.: Philippe Herreweghe


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

„Gott fähret auf mit Jauchzen“ BWV 43
Barbara Schlick (Sopran)
Catherine Patriasz (Alt)
Christoph Prégardien (Tenor)
Peter Kooy (Bass)
Chor und Orchester des Collegium Vocale
Leitung: Philippe Herreweghe

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 11 am Feste der

Himmelfahrt (Himmelfahrtsoratorium)
Nancy Argenta, Sopran
Michael Chance, Countertenor
Anthony Rolfe Johnson, Tenor
Stephen Varcoe, Bass

Monteverdi Choir, London
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner 

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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

6:25 Uhr – Einführung zur Kantate

800 Jahre Thomana

06:30 Uhr Kantate

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Johann Sebastian Bach:

„Auf Christi Himmelfahrt allein“ BWV 128

Thomanerchor Leipzig,

Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Georg Christoph Biller 

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 43 

Arleen Augér, Sopran; Julia Hamari, Alt,

Lutz-Michael Harder, Tenor;

Philippe Huttenlocher, Bass;

Gächinger Kantorei;

Bach-Collegium Stuttgart:

Leitung: Helmuth Rilling

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Videos mit Bach-Kantaten zum Feiertag – ”Himmelfahrt”

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/ YouTube: BWV 11 – „Lobet Gott in seinen Reichen“ 

Himmelfahrts-Oratorium  – (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV 37 – „Wer da gläubet und getauft wird“ (Interpret: Harnoncourt)

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/ YouTube: BWV 43 – „Gott fähret auf mit Jauchzen” / (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV 128 – „Auf Christ Himmelfahrt allein” / (Interpret: Leonhardt)

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Kantaten-Beschreibung von Sir Gardiner

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen:   – entfällt für Himmelfahrt !

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  Künstler-Beitrag: – entfällt für Himmelfahrt !

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CD – Link: Bach-Kantaten:

Cover DG-Archiv 463 583-2 (1993:99)

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Fantastische Einspielungen auf dieser CD von Sir J.E. Gardiner zu “Himmelfahrt !“
CD’s – DG – Archiv 463 583-2 (von 1993/99)
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BWV 11 – BWV  37  –  BWV 43 – BWV 123

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Fernsehtipp für Himmelfahrt:

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WDR-Fernsehen

Donnerstag, den 17. Mai 2012, 10:00 – 10:29 Uhr

Johann Sebastian Bach:

„Himmelfahrtsoratorium BWV 11″

Aufzeichnung aus dem Altenberger Dom

WDR-Fernsehen (Internet-Fernsehen kostenlos mit Zattoo: )

Link: http://zattoo.com/ 

Programm WDR-Fernsehen:

http://www.wdr.de/programmvorschau/object4Broadcast.jsp?broadcastId=3963420

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Himmelfahrtstag !

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Grüße

Volker

Himmelfahrtskantaten in London, St. Giles, am Donnerstag, 10.05.2012 mit dem Monteverdi Choir, den English Baroque Solists Leitung: Sir J. E. Gardiner


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Aufführungsstätte: St. Giles Cripplegate, London

Aufführungsstätte: St. Giles Cripplegate, London

Eine Himmelfahrt mit Wiederkehr !

Himmelfahrtskantaten in London, St. Giles, am Donnerstag, 10.05.2012

mit dem

Monteverdi Choir,

den English Baroque Solists

Leitung: Sir J. E. Gardiner

St. Giles Cripplegate, London

Solisten:
Lenneke Ruiten Sopran
Meg Bragle Mezzosopran
Andrew Tortise Tenor
Dietrich Henschel Baß

Im ersten Konzert um 18.30 h kamen zur Aufführung:

Auf Christi Himmelfahrt allein BWV 128 uraufgeführt: 10. Mai 1725
Wer da gläubet und getauft wird BWV 37 18. Mai 1724
Lobet Gott in seinen Reichen BWV 11 19. Mai 1735

Innerhalb von 11 Jahren, von Mai 1724 bis Mai 1735,  hat J. S. Bach die Himmelfahrtskantaten und das Himmelfahrtoratorium geschrieben und aufgeführt. Es sind großartige Werke, die einen alles Irdische vergessen lassen und mitnehmen in schwindelerregende Höhen.

Dazu diese erstklassige Besetzung: Die English Baroque Soloists sind einfach nicht zu toppen. Es war ein einziges Swingen und Jazzen, teilweise auch Rocken. Allen voran Prof. Niesemann an seiner Oboe. Zauberei, Magie! Für mich war er das absolute Highlight. Ich habe mich nach den beiden Konzerten bei ihm bedankt. Er schien ganz überrascht, hatte wohl selbst gar nicht gemerkt, wie großartig er gespielt hat.

Der Chor war in ausgezeichneter Form, die Solisten brillant und der Sir einfach genial. Er hat uns alle mitgerissen. In einer kleinen, launigen Rede während einer kurzen Umbauphase hat er sich in beiden Konzerten bei allen für die geleistete Unterstützung bedankt. Selbst aus Afrika, China oder Australien waren Spenden gekommen, um die Lücke in der Reihe der CDs der BachCantataPilgrimage zu schließen. Die Finanzierung für diese Aufnahme wurde erst durch eine gewaltige Spendenaktion möglich. Während der Pilgrimage im Jahr 2000 konnten nur die Himmelfahrtskantaten wegen eines technischen Defektes nicht live aufgenommen werden. Das wurde jetzt in London nachgeholt.

Sir Gardiner - First Tutti for our Ascension Cantata concerts

Sir Gardiner – First Tutti for our Ascension Cantata concerts… (Fotorechte: Soli Deo Gloria, England)

Im zweiten Konzert um 20.30 h waren die Musiker/innen, Sänger/innen und Solisten außer Rand und Band, schmetterten, posaunten und jubelten.

Auf Christi Himmelfahrt allein BWV 128 (Wiederholung) s. o.
Gott fähret auf mit Jauchzen BWV 43 30. Mai 1726
Lobet Gott in seinen Reichen BWV 11 (Whlg. und Krönung) s. o.

Die absolute Krönung für mich war das BWV 11 Himmelfahrtsoratorium „Lobet Gott in seinen Reichen“.

Alle Erdenschwere schien aufgehoben. Das Frohlocken der Instrumente und der Jubel des Chores haben mir ganz persönlich ein Stückchen Himmel auf Erden gezeigt.

Der Applaus am Ende dieses Konzertes wollte kein Ende nehmen. Auch nach der obligatorischen Zugabe konnte ich mich nur schwer vom Ort des Geschehens lösen.

Ich möchte die einzelnen Kantaten und das Oratorium nicht kommentieren. Das können andere besser. Ich möchte Euch einfach nur an meiner Freude teilhaben lassen; Freude darüber, dass ich diese beiden außerordentlichen Konzerte live erleben konnte, dass meine Gesundheit mitgespielt hat und ich um mich herum immer nette Menschen hatte, die mir meine Fragen beantwortet und weitergeholfen haben.

Einen Wehrmutstropfen habe ich allerdings zu verzeichnen: Meine Kamera hat in London kurzerhand ihren Geist aufgegeben, so dass ich trotz aller Bemühungen vom Konzert und den Örtlichkeiten kein einziges Bild machen konnte. Für mich habe ich mit den Augen fotografiert, seht`s mir nach.

Herzlichen Gruss

Iris

Radiotipps 14.5. – 17.5.2012




14.5.

NDR kultur
20:05 Uhr – 22:00 Uhr

NDR Sinfonieorchester
Oratorien

Solisten:
Barbara Bonney und Dorothea Röschmann, Sopran
Eirian James, Mezzosopran / Petra Lang, Alt
Christoph Prégardien und Michael Schade, Tenor
Olaf Bär, Bariton / Cornelius Hauptmann, Bass
Wolfgang Knauer, Erzähler
NDR Chor
Dirigent: John Eliot Gardiner

Robert Schumann: Das Paradies und die Peri, weltliches Oratorium für Soli, Chor und Orchester op. 50
Aufzeichnung vom 26.2.1993 in der Laeiszhalle Hamburg

Was Robert Schumann an Thomas Moores Dichtung „Das Paradies und die Peri“ fesselte, ist der Reichtum an Stimmungen und an Gefühlsüberschwang, der die Handlung um die sündige, um Erlösung ringende Peri einhüllt. Sündig geworden und aus dem Paradies gewiesen, steht Peri vor Edens Tor, voll Sehnsucht um Rückkehr bittend. Liebe, Reue, Erlösung – drei zentrale Themenkreise der Romantik sind hier angesprochen. Dreimal schweift Peri durch die Welt – nach Indien, Ägypten und Syrien, und bietet dar, was sie findet, zweimal vergebens: den letzten Blutstropfen eines sterbenden Freiheitshelden und den letzten Seufzer eines Mädchens, das freiwillig dem von der Pest dahingerafften Geliebten folgt. Erst die Reuetränen eines lasterhaften Menschen, der in einem betenden Knaben sein einstiges Ebenbild entdeckt, verschaffen der Peri erneut Zugang zum Paradies.

Robert Schumann war sich der Originalität und des Wertes seiner an Einfällen schier überquellenden Komposition sicher. Der jahrzehntelang andauernde Erfolg seiner Peri-Vertonung hat ihm recht gegeben.

John Eliot Gardiner hat das weltliche Oratorium im Februar 1993 mit exzellenten Solisten in Hamburgs Laeiszhalle zur Aufführung gebracht.


17.5.

HR2
20:05 Uhr – 21:30 Uhr

Das Ensemble „Europa Galante“ spielt Bach
Leitung: Fabio Biondi

1. Orchestersuite C-Dur BWV 1066
3. Orchestersuite D-Dur BWV 1068
2. Orchestersuite h-Moll BWV 1067
4. Orchestersuite D-Dur BWV 1069
(Aufnahme vom 4. April 2011 im Palau de la Música Catalana in Barcelona)

Die vier Orchestersuiten von Johann Sebastian Bach sind, anders als die sechs Brandenburgischen Konzerte, kein zusammenhängender Zyklus. Auch über die Entstehungszeit und die Entstehungsbedingungen, die Auftraggeber und die Anlässe für die einzelnen Werke besteht bis heute keine Klarheit. Als musikalisches Vorbild gelten die Ouvertüren Jean-Baptiste Lullys. Der französische Hofkomponist von Ludwig XIV. hatte sie seinen Balletten vorangestellt. So sind es auch Tanzformen wie Courante, Sarabande oder Gigue, auch Bourée, Gavotte und Menuett, aus denen Bachs Orchestersuiten bestehen. Ob er drei von ihnen für den Hof von Weimar oder von Köthen schrieb, wo er von 1708 bis 1717 bzw. 1717 bis 1723 Hofkomponist war, wissen wir nicht. Bekannt hingegen ist, dass er alle vier Suiten gern mit dem Leipziger Collegium Musicum im Zimmermannschen Kaffeehaus aufführte. Auch heute noch gehören die vier Orchestersuiten, auch Ouvertüren genannt, mit ihrer Virtuosität, konzertanten Eleganz und ihrem zum Teil festlichen Glanz zu den beliebtesten weltlichen Orchesterwerken Bachs.

„Europa Galante“, das von Fabio Biondi gegründete und nach wie vor geleitete Ensemble, gilt als eines der führenden italienischen Barockorchester.

hr2-kultur sendet die Aufnahme des Konzerts vom 4. April 2011 im Palau de la Música Catalana in Barcelona.



 

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag “Rogate”


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Bild - Link: Festschrift 800 Jahre Thomaner

Bild – Link: Magazin 800 Jahre Thomaner  / oder  Link: http://www.leipziger-freiheit.de/publikationen/thomana/

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

 Link: BWV als PDF-Download

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  13.05.2012 

begehen wir den Sonntag   ”Rogate

Der Name dieses Sonntags rührt von den Bittumgängen her, die in vergangener Zeit (und manchenorts noch heute) auf den Feldern für eine gute Ernte vollzogen wurden. Diese Bittumgänge begannen am Sonntag Rogate (= Betet!) und wurden in der damit beginnenden Woche fortgeführt.
Der Sonntag Rogate wird in der evangelischen Kirche als Missionssonntag begangen. Mit ihm beginnt die „Missionsopferwoche“.
Der Sonntag Rogate ist der Betsonntag. Dieses Thema wird in den Perikopen vielfach beleuchtet. Auch dieses Thema ist eine Antwort auf das Ostergeschehen: Die Gemeinde ist nun frei durch Jesus Christus, Gott direkt zu bitten, ohne jeglichen Mittler, wie es zuvor notwendig gewesen war. Die Perikopen beleuchten das Thema Gebet nur von dem Aspekt des „Bittens“ her, was wohl angemessen ist. Wir sollten aber nicht vergessen, dass zum Gebet auch Dank gehört!

Am Sonntag Rogate erfahren wir, dass das Gebet eine große Verheißung hat. Dabei sollen wir nicht viele Worte machen, sondern inständig bitten nicht nur für uns, sondern auch für alle Menschen. Das Gebet der Gemeinde hat dabei eine besondere Verheißung, aber auch das Gebet des Einzelnen ist für die Gemeinde Gottes wichtig.

Wochenspruch: 

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. (Ps 66, 20)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag  ”Rogate

BWV   86 – Wahrlich, wahrlich, ich sage euch

BWV  87 – Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 87 – Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen,
Kantate zum Sonntag Rogate
für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo

Robin Blaze, Altus
Makoto Sakurada, Tenor
Peter Kooij, Bass

Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 86 „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch“

Sybilla Rubens, Sopran / Bernhard Landauer, Altus Christoph Prégardien, Tenor /

Klaus Mertens, Bass

Amsterdamer Barockorchester und Chor
Ltg.: Ton Koopman 


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 87 – „Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen“

Julia Hamari (Alt)
Aldo Baldin (Tenor)
Walter Heldwein (Bass)
Gächinger Kantorei Stuttgart
Bach-Collegium Stuttgart

Leitung: Helmuth Rilling

Johann Ludwig Krebs:
„Jesu, meine Freude“

Gerhard Weinberger (Orgel)

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 86 „Wo gehest du hin?“

am Sonntag Rogate
Siri Thornhill, Sopran
Petra Noskaiová, Alt
Christoph Genz, Tenor
Jan van der Crabben, Bass

La Petite Bande
Leitung: Sigiswald Kuijken

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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

6:25 Uhr – Einführung zur Kantate

800 Jahre Thomana

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch“ BWV 86

Gerda Schriever, Alt; Hans-Joachim Rotzsch, Tenor; Wolfgang Hellmich, Bass

Thomanerchor Leipzig,

Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Erhard Mauersberger 

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 87 – „Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen“,

Kantate zum Sonntag Rogate,

Robin Blaze, Countertenor; Makoto Sakurada, Tenor; Peter Kooij, Bass;

Bach Collegium Japan:

Leitung: Masaaki Suzuki

 
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Videos mit Bach-Kantaten zum Sonntag – „Rogate“
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/ YouTube: BWV 86 –  Wahrlich, wahrlich, ich sage euch”   –  (Interpret: Suzuki)

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/ YouTube: BWV 87 –  Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen ”   –  (Interpret: Harnoncourt)
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/ YouTube: BWV 97 –  In allen meinen Taten”   –  (Interpret: Harnoncourt)
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CDs – Bach-Kantaten: für den Sonntag  Rogate und  Exaudi

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Cover:  SDG 144 Vol. 25

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 144, Vol. 25

Aufführungsorte:

Kantaten für den Sonntag: Rogate und Exaudi

Annenkirche, Dresden  am 27. und 28. Mai 2000

Sherborne Abbey, am 4. Juni 2000

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CD-Inhalte:

BWV 86 – Wahrlich, wahrlich, ich sage euch /

Gardiner Pilgrimage CD 144 Vol.  25 – CD 1

BWV 87 – Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen /

Gardiner Pilgrimage CD 144 Vol. 25 – CD 1 

BWV 97 – In allen meinen Taten /

Gardiner Pilgrimage CD 144 Vol. 25 – CD 1 

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BWV  44 – Sie werden euch in den Bann tun /

Gardiner Pilgrimage CD 144 Vol. 25 – CD  2

BWV 150 – Nach dir, Herr, verlanget mich /

Gardiner Pilgrimage CD 144 Vol.  25 – CD  2

BWV 183 – Sie werden euch in den Bann tun /

Gardiner Pilgrimage CD 144 Vol.  25 – CD  2

Johann Christoph Bach (1642-1703) Motette – Fürchte dich nicht /

Gardiner Pilgrimage CD 144 Vol.  25 – CD  2

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Kantaten für den Sonntag: Rogate und Exaudi

Annenkirche, Dresden  am 27. und 28. Mai 2000

Sherborne Abbey, am 4. Juni 2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 87 Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen“ 

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BWV 87 Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen“ 

Ob Bachs Gemeinde zu erkennen vermochte, dass Formelemente im Kopfsatz der Kantate BWV 87 Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen bereits im Vorgängerwerk aus dem Jahr zuvor vorhanden waren – das einleitende Zitat der Worte Jesu aus dem Evangelium, vom Bass in einem vierstimmigen, von Oboen verdoppelten Streichersatz vorgetragen, die Art und Weise, wie der Sänger das fugiert angelegte polyphone Wechselspiel der Themen aufgreift –, werden wir nie erfahren. Aber es besteht kein Zweifel, dass Bach die Kantate des vergangenen Jahres als Gedächtnisstütze und zur Orientierung vor Augen hatte. Diesmal scheint er die Absicht zu haben, eine komplexere, differenziertere theologische Botschaft zu vermitteln, auch wenn das bedeuten sollte, dass er den Erwartungen seiner Hörer zuwiderläuft. Die unnachgiebige deklamatorische Kraft der Musik entspricht der sträflichen Vernachlässigung, die der Mensch den verheißungsvollen Worten Jesu entgegenbringt: ‚Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen’ (Johannes 16, 24). Auch ist nicht gleich die Erlösung in Sicht, stattdessen zieht Bach seine Hörer in den ersten fünf der insgesamt sieben Sätze drei Molltonarten abwärts (d, g, c), all dies in der Absicht, die Welt als ein Jammertal zu brandmarken, oder, wie das zweite Motto aus dem Johannes-Evangelium lautet: ‚In der Welt habt ihr Angst’. Die zweite Hälfte dieses Jesusworts ist es, ‚aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden’ (Johannes 16, 33), mit der die tonale Aufwärtsbewegung zurück zu d-moll beginnt. Dieses Werk ist die dritte von drei aufeinanderfolgenden Kantaten, die Bach 1725 auf Texte von Christiane Mariane von Ziegler für die Sonntage nach Ostern komponiert hat, und alle, wie Eric Chafe bemerkt, befassen sich mit dem ‚Verständnis für das Leiden Jesu in einer Atmosphäre des Triumphes und der Liebe, die als Vorbereitung auf die Himmelfahrt immer wieder deutlich zum Ausdruck bringt, wie die Angst der Welt überwunden wird’.

Im krassen Gegensatz zu der drängenden Dramatik des vorherigen Rezitativs bestimmt eine Atmosphäre der Ehrfurcht und Bußfertigkeit die Arie in d-moll, ‚Vergib, o Vater, unsre Schuld und habe noch mit uns Geduld’. Der wehmütige Klang der paarigen Oboen da caccia verwebt sich mit der Altstimme. Die bei dem Wort ‚vergib’ wiederholten und verschleiften Duolen kontrastieren und wechseln mit den aufsteigenden Arpeggien des Continuos (Fagott), so dass Äußerungen des Grams und flehentlichen Bittens gleichzeitig vernehmbar werden. Das Flehen wird noch eindringlicher im Mittelteil, wo Bach seine Continuoinstrumente über sieben chromatische Stufen (d, e, f, f#, g, g#, a) und anschließend fünf diatonische Intervalle (d, e, f, g, a) nach oben treibt. Hier spiegelt sich der Glaube des reuigen Sünders an eine klare und deutliche Sprache (‚rede nicht mehr sprichwortsweis’), ein Bezug auf Jesu Versprechen: ‚Es kommt aber die Zeit, dass ich nicht mehr durch Sprichwörter mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen werde von meinem Vater’ (Johannes 16, 25). Ziegler und Bach legen hier Nachdruck auf das lutherische Thema, das der Drangsal des Menschen entsprechend inständige Gebet sei das beste Mittel, in einer feindlich gesinnten Welt den Kontakt zu Gott herzustellen und aufrechtzuerhalten.

Dürr äußert die Vermutung, das zweite Rezitativ (Nr. 4), das in Zieglers Druckausgabe (1729) nicht enthalten ist, stamme von Bach selbst. Es mildert den abrupten Übergang zu den ‚tröstenden’ Worten Jesu in Nr. 5, die in einem musikalischen Konzept, das Bach bereits in seiner Mühlhausener Zeit (in BWV 71 und 106) zu entwickeln begonnen hatte, den Wendepunkt darstellen. Durch die begleitenden Streicher gewährleistet Bach, dass das eingeschobene Rezitativ genügend Gewicht erhält, und indem er zur ersten Person wechselt, verlagert er das Schwergewicht auf das Schuldanerkenntnis des einzelnen Gläubigen und weist über den tonalen Aufstieg zurück zu d-moll den Weg, wie diese Schuld und die mit ihr verbundenen Sorgen überwunden werden können.

Genau dort, wo sich ein üppig orchestriertes Versatzstück für die letzten Worte Jesu aus eben diesem Kapitel des Johannes- Evangeliums erwarten ließe, beschloss Bach (und vermutlich auch Ziegler), auf den beschwichtigenden Satz ‚Solches habe ich mit euch geredet, dass ihr in mir Frieden habet’ zu verzichten. Stattdessen reduziert er seine tonale Palette und beschränkt seinen Spruch auf eine Continuobegleitung (Nr. 5): hager, streng und angsterfüllt, in Mustern, die auf einen absteigenden chromatischen Tetrachord hindeuten. Selbst der Schlüsselsatz ‚ich habe die Welt überwunden’ wird fast erdrückt, verschluckt in einer Aufwärtsbewegung nach es-moll, die gerade einmal neun Takte anhält, bevor sie wieder nach c-moll abfällt. Erst im sechsten Satz, einem ausgedehnten Siciliano in B-dur von unbeschreiblicher Schönheit für Tenor, Streicher und Continuo, wird Bachs Gesamtkonzept deutlich: Er will Sorge und Freude, Moll und Dur so gewichten, dass die Verheißung, der gequälten Seele werde Trost zuteil, nur um den Preis der Passion und Kreuzigung Christi erfüllt werden kann. Die sanfte, lyrische, fast pastorale Stimmung, in der Reue und Akzeptanz geäußert werden, ist daher mit Dornen gespickt, gewürzt mit vereinzelten Dissonanzen bei den Wörtern ‚leiden’, ‚Schmerz’ und ‚verzagen’. Das bestätigt auch der abschließende Choral, der auf dem pietistischen Lied ‚Jesu meine Freude’ basiert und die üblichen ‚Zuckermetaphern’ für den Schmerz enthält – ‚über Honig süße, tausend Zuckerküsse’. Die Rückkehr zu d-moll, so bemerkt Chafe, sei eine Erinnerung daran, dass ‚in der Welt des Leidens notwendigerweise auch die göttliche Liebe vorhanden ist und sie bezwingt’. 

© John Eliot Gardiner 2008

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zu den Sonntagen:

                   Rogate und Exaudi

                   Gardiner Reisetagebuch SDG 144 zum Download als PDF

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  Künstler-Beitrag:  David Watkin, Violoncello    als PDF /

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Kirche St. Jakob in Köthen – J.S, Bach Kantate für den Sonntag: Cantate – BWV 172 „Erschallet ihr Lieder“ – Eingangs-Satz.

„Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten!“ (BWV 172) ist eine geistliche Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1714 in Weimar für Pfingsten und führte sie dort in der Schlosskapelle am 20. Mai 1714 zum ersten Mal auf.

Die Kantate ist gesetzt für vier Solisten, Chor und ein festliches Orchester: drei Trompeten, Pauken, Oboe (in späteren Fassungen Oboe d’amore oder Orgel), Streicher, Violoncello, Fagott und Basso continuo. Der Text für die Sätze 1 und 3 bis 5 wird Salomon Franck zugeschrieben.

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800 Jahre Thomaner, ein köstlicher Film zum Jubiläum..!!

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Ich wünsche allen einen schönen musikalischen Sonntag  „Rogate !“
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Herzliche Grüße
Volker
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Eine Juwel einer Bach-Kantate erklang am Sonntag „Cantate“ in der Nicolaikirche


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Liebe Bachfreunde !

Selten wird in einem Forum über einen Gottesdienst etwas ausgesagt. Am Sonntag „Cantate“ besuchten wir den Kantaten-Gottesdienst in der Bielefelder Altstädter Nicolaikirche und wurden dort mit einem wunderbaren musikalischen Gottesdienst mehr als reich beschenkt.

Die Bedeutung des Sonntags „Cantate“ in der Evangelischen Kirche:

Zentraler Inhalt des Gottesdienstes an Sonntag Cantate ist der Gesang zum Gotteslob und die Wertschätzung des Gesangs und der Kirchenmusik. Vielerorts wird der Sonntag Cantate als musikalisch besonders gestalteter Gottesdienst begangen.

Zur Einleitung erklang von J.S. Bach das Orgel-Werk BWV 552 Praeludium Es-Dur. Zu unserer Überraschung spielte der uns allen bekannte Pianist vom OWL-Blogtreffen 2011 „Dmitri Grigoriev“ dieses wunderschöne Orgelwerk an der großen Beckerath-Orgel und gestaltete den weiteren liturgischen Gottesdienst.

In seiner Predigt outete sich Pfarrer Armin Piepenbrink-Rademacher als ein profunder Bach-Kenner und Liebhaber seiner Musik und sprach über das BWV 172 „Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten“, welches einleitend mit einem 1. Teil der Kantate vor der Predigt erklungen war. Vortrefflicher kann über eine Bach-Kantate nicht referiert werden und wir erlebten eine Lehrstunde über diese großartige Pfingst-Kantate mit ihren berührenden Rezitativen, Arien und Chorälen.

Leitung: Carsten Briest

Leitung: Carsten Briest

Der nachfolgende zweite Teil der Kantate „Erschallet, ihr Lieder“ ging einem dann doch unter die Haut. Vorab gab es die profunde wörtliche Einleitung zum BWV 172 und nun wurde das praktisch musikalisch zum Klingen gebracht. Das war nur schwer zu verdauen und wir kämpften mit unserer Verfassung. Ein glänzend besetztes Orchester mit hervorragenden Gesangs-Solisten und seinem umsichtigen Leiter: Carsten Briest konnten das so überzeugend umsetzen und vermitteln. Der Altstädter Kammerchor war in den Frauenstimmen eine innere Genugtuung, leider waren die Männerstimmen unterbesetzt und machten trotz dieses Mankos die Kantaten-Wiedergabe zu einem berührenden Ereignis.

Den Schlussteil des Gottesdienstes gestaltete Dmitri Grigoriev mit dem 2. Teil des Orgelwerkes BWV 552 von J.S. Bach. Hier entwickelt sich ein wahrer Jung-Organist von außergewöhnlicher Qualität, dem ich an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen kann. Schöner und inniger kann ein Bach-Werk an der wunderbaren Beckerath-Orgel nicht erklingen.

Das Fazit zum Bach-Gottesdienst am Sonntag Cantate:

Bach mit seiner grandiosen Musik und das sonntägliche Wort haben uns alle erreicht und sehr bewegt. Es war ein musikalischer Cantate-Sonntag, der seine Wirkung bei uns bis ins tiefste Seelen-Leben sehr getroffen hat.

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Diese fantastische Pfingst-Kantate BWV 172 ist auf YouTube zu finden und ich möchte sie zur Abrundung dem Leser zur Verfügung stellen.

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P.S. Eine Aktualisierung am Dienstag, 8. Mai 2012 für die Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld.

Am Sonntag „Cantate“ fand an gleicher Stätte abends ein Vokal-Konzert der „Westfälischen Kantorei Herford“ statt, welches wohl von Bog-Lesern besucht wurde. Eine ausgezeichnete Rezension gibt es dazu in der heutigen NW vom 8. Mai 2012 die wie folgt lautet:

Professionelles Niveau

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Westfälische Kantorei Herford in der Nicolaikirche

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Bielefeld (beu). Chor-Besuch aus den Nachbarstädten Gütersloh, Halle oder Detmold ist stets willkommen; besonders wenn er die gewiss reiche Bielefelder Chormusikszene um Gesang in Profi-Qualität bereichert. Auch beim Auftritt der Westfälischen Kantorei Herford war an diesem Sonntag Cantate in der Altstädter Nicolaikirche A-cappella-Chormusik auf Spitzenniveau zu erleben.

Der Schwerpunkt der von Hildebrand Haake ebenso fachmännisch geleiteten wie erläuterten Programmfolge lag auf geistlichen Gesängen der deutschen Romantik. Gleich mit vier von Max Regers asketisch entschlackten Spätwerk-Gesängen op. 138 machte der Chor auf bewundernswerte Weise alles klar: Sein Singen ist von durchweg lupenreiner Tonperfektion und mustergültiger Artikulation, dabei so dynamisch beweglich wie hellhörig ausgefeilt und kontrolliert im Ausdruck.

Was Hugo Wolfs geistliche Lieder auf Eichendorff-Gedichte nicht zuletzt ausweislich seiner eigenen Liedtitel (Aufblick, Einkehr, Resignation, Erhebung) an seelischen Befindlichkeiten spiegeln, erfuhr subtile Auslotung in reicher, geschmeidig-dichter Klangschattierung. Und in Mendelssohns „Deutscher Liturgie“ tat sich nach deklamatorischer Gloria-Eleganz (hier mit Soli) in der in Terzschritten raumgreifenden Achtstimmigkeit des „Heilig, Heilig“ wahrlich das Klangbild herabsteigender Engelschöre auf.

In der denkbar konträren kunstvollen Doppelchörigkeit von J.S Bachs Pfingst-Motette „Der Geist hilft unserer Schwachheit auf“ BWV 226 glänzte Hildebrand Haakes Kantorei nicht minder: Was die knapp drei Dutzend Stimmen darin an ausgewogener Satzbalance und Feinzeichnung, an schier immaterieller Leichtigkeit und Transparenz im ersten Teil und polyphoner Klarheit im fließenden Melos einer Doppelfuge demonstrierten, war faszinierend hochkarätig.

Zum vielgestaltigen Ausklang der Konzertstunde boten die Herforder Gäste noch eine Folge von Spirituals und Madrigalen, der sie stilistisch zwischen frühbarockem Lamento (Monteverdis Klage der Ariadne), der launigen Moderne eines Matyas Seiber und Verliebtem der englischen Spätrenaissance – nebst einer beständig zwischen Balletto-Fröhlichkeit und Wehklage wechselnden Zugabe von Thomas Weelkes – nichts schuldig blieben.

© 2012 Neue Westfälische
01 – Bielefeld West, Dienstag 08. Mai 2012

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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag “Kantate”


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Bild-Link: Cover "800 Jahre Thomanerchor Leipzig"

Bild-Link: Cover „800 Jahre Thomanerchor Leipzig“

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

 Link: BWV als PDF-Download

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  06.05.2012 

begehen wir den Sonntag   ”Kantate

Der Name des Sonntags Kantate leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: Cantate Domino canticum novum, quia mirabilia fecit!. (Ps 98, 1a;).

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Der Sonntag Kantate ist der Singesonntag, was allerdings nicht durch das Evangelium deutlich wird. Andere Perikopen gehen schon eher auf die singende Antwort der Gemeinde auf Gottes Taten ein, d.h. sie berichten vom Lobpreis der Gemeinde. Der Sonntag Kantate befasst sich, so wie schon der Sonntag Jubilate, mit einer Form der Antwort der Gemeinde, was im Gottesdienst dann auch zum Tragen kommen soll.

Am Sonntag Kantate erfahren wir, dass das Lied wesentlicher Bestandteil des gemeindlichen Lebens ist. Das lobpreisende Lied kann nicht nur die Herzen fröhlich machen sondern auch Türen aufschließen; das Klagelied hilft nicht nur, Not und Sorgen abzulegen, sondern vermag auch neue Hoffnung zu geben. Der Liederschatz der Kirche ist unermüdlich groß, und es ist gut, dass das „Gesangbuch“ des jüdischen Volkes, der Psalter, darin eine wichtige Rolle spielt, denn die Psalmen sprechen wie nur wenige andere Lieder tief aus dem Herzen des Beters.

Wochenspruch: 

Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder! (Ps 98, 1a)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag  Kantate

BWV   108 – Es ist euch gut, dass ich hingehe

BWV  166 – Wo gehest du hin

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Wo gehest du hin?, BWV 166

Cantate für Soli, Chor, Oboen, Streicher und Basso continuo

Robin Tyson, Countertenor
James Gilchrist, Tenor
Stephen Varcoe, Bass

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Singet dem Herrn ein neues Lied, Motette BWV 225
Norddeutscher Figuralchor
Bach-Orchester Hannover / Ltg.: Jörg Straube

Schmücke dich, o liebe Seele, Choralbearbeitung
BWV 654
Christoph Schoener, Orgel

Bach-Kantate:

„Es ist euch gut, dass ich hingehe“ BWV 108

Robin Tyson, Altus / James Gilchrist, Tenor
Stephen Varcoe, Bass / Monteverdi Choir London
English Baroque Soloists / Ltg.: John Eliot Gardiner


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

„Es ist euch gut, dass ich hingehe“ BWV 108 
Robin Blaze (Countertenor)
James Gilchrist (Tenor)
Dominik Wörner (Bass)

Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

„Wo gehest du hin?“

Kantate BWV 166 am Sonntag Cantate

Robin Blaze, Countertenor
Makoto Sakurada, Tenor
Stephan MacLeod, Bass

Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

Sonate für Orgel Nr. 2 c-Moll BWV 526
Ton Koopman


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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

6:25 Uhr – Einführung zur Kantate

800 Jahre Thomana

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch“ BWV 86

Gerda Schriever, Alt; Hans-Joachim Rotzsch, Tenor; Wolfgang Hellmich, Bass

Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Erhard Mauersberger 

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MDR-Fernsehen:

Aus aktuellen Anlass gibt es einen Fernseh-Gottesdienst

am Sonntag, 6.5.2012  um 10:00 Uhr aus Köthen…!!!!

Kirche St. Jakob in Köthen

Kirche St. Jakob in Köthen

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Aus der St. Jakobskirche in Köthen

überträgt das MDR FERNSEHEN

am Sonntag, 6. Mai, 10 Uhr, den evangelischen Festgottesdienst

zum Jubiläum 800 Jahre Anhalt. Auch MDR FIGARO ist live dabei.

Als im Jahr 1212 der Askanierfürst Heinrich I. die Regentschaft übernahm, begann die eigenständige Geschichte der Region Anhalt. Von der Reformation bis zur Moderne – man denke an das Bauhaus in Dessau – gingen von hier kulturelle und theologische Impulse für ganz Deutschland aus.

Das Jubiläum begeht die Evangelische Kirche Anhalts mit einem festlichen Gottesdienst aus St. Jakob in Köthen, musikalisch gestaltet

vom Köthener Bachchor.

Es predigen Joachim Liebig, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, und Pfarrer Wolfram Hädicke.

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Ausführliche Informationen zum Festgottesdienst bzw. zum Jubiläum 800 Jahre Anhalt

finden Sie unter:

www.mdr.de/religion/ und unter 800-jahre-anhalt/.

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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„Es ist euch gut, dass ich hingehe“, BWV 108

Carolyn Watkinson, Alt; Peter Schreier, Tenor; Philippe Huttenlocher, Bass;

Gächinger Kantorei; Bach-Collegium Stuttgart:

Helmuth Rilling

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Fantasia sopra „Jesu, meine Freude“, BWV 713

Eva-Marie Sachs, Orgel

 
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Videos mit Bach-Kantaten zum Sonntag – Kantate
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/ YouTube: BWV 86 –  “Wahrlich, wahrlich, ich sage euch”   –  (Interpret: Masaaki Suzuki)

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/ YouTube: BWV 108 –  Es ist euch gut, dass ich hingehe ”   –  (Interpret: Harnoncourt)
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/ YouTube: BWV 166 –  Wo gehest du hin”   –  Part 1  (Interpret: Leonhardt)
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/ YouTube: BWV 166 –  Wo gehest du hin”   –  Part 2  (Interpret: Leonhardt)
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Bach-Kantaten: für den Sonntag  Jubilate und  Kantate

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.Cover:  SDG 107 Vol. 24

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 107, Vol. 24

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CD-Inhalte:

BWV 12 – Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol.  24 – CD 1

BWV 103 – Ihr werdet weinen und heulen /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol. 24 – CD 1 

BWV 146 – Wir müssen durch viel Trübsal /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol.  24 – CD  1

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BWV  108- Es ist euch gut, dass ich hingehe /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol. 24 – CD  2

BWV 117 – Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol.  24 – CD  2

BWV 166 – Wo gehest du hin? /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol.  24 – CD  2

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Kantaten für den Sonntag: Jubilate und Kantate

Schlosskirche, Altenburg  am 14. Mai 2000

St. Mary’s, EWarwick am 21.05.2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 108 Es ist euch gut, dass ich hingehe“ 

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BWV 108 „Es ist euch gut, dass ich hingehe“

Wenn wir uns aus Bachs erstem Kantatenzyklus in seinen zweiten Leipziger Jahrgang begeben, die sich beide dem gleichen theologischen Grundgedanken widmen, sind wir inzwischen nur zu sehr daran gewöhnt, in der Art und Weise, wie er sich seinem Thema nähert und die Metaphorik einsetzt, erstaunlichen Gegensätzen zu begegnen.

Darum trifft es uns wie ein Schock, wenn wir nun feststellen müssen, dass er zweimal hintereinander das gleiche formale Gerüst verwendet. Ich möchte wetten, dass aufgeschlagen auf seinem Notenpult, als er sich im April 1725 hinsetzte, um BWV 108 „Es ist euch gut, dass ich hingehe“ zu komponieren, Wo gehest du hin? aus dem Vorjahr lag: Die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Kantaten sind einfach zu groß, um zufällig sein zu können. Beide beginnen nicht mit dem üblichen Chor, sondern mit einem Bass-Solo (vox Christi) und sparen den Chor für das Ende (BWV 166) oder die Mitte und das Ende (BWV 108) auf. Keines der beiden Werke enthält ein Sopran-Solo (kann es sein, dass die Knaben in zwei aufeinander folgenden Jahren an Windpocken erkrankt waren, oder hatte es irgendeinen unerfindlichen theologischen Grund?). Beide Kantaten haben als zweiten Satz eine gewichtige Tenorarie, jede mit einer ausgehaltenen Note, die besonders betont wird: ‚stehe’ in BWV 166, ‚glaube’ in BWV 108. Beide Werke sind auf einer Art arpeggierten Tonleitertreppe errichtet, deren Stufen darauf hindeuten, dass der Heilige Geist zu Pfingsten herabsteigen wird (in BWV 166 abwärts führend von B nach g, c, D, B und g, in BWV 108 von A nach fis, D nach h). Es ist bezeichnend, dass sich BWV 108 der zentralen Frage, die in BWV 166 knapp abgehandelt wurde, ausführlicher widmet. ‚Wo gehest du hin?’ bringt im folgenden Jahr eine Erklärung: ‚Es ist euch gut, dass ich hingehe…’.

Zu den Sätzen, die auf mich den tiefsten Eindruck gemacht haben, gehört zunächst einmal die Tenor-Arie mit obligater Violine, ‚Mich kann kein Zweifel stören’ (Nr. 2) – eine mächtige Nummer, die recht verschachtelt angelegt, aber wunderbar ausgearbeitet ist und ein bisschen an Brahms’ ungarische Zigeunerweisen erinnert; dann die strenge Chorpolyphonie von Nr. 4, ‚Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird’ – drei dicht gedrängte Fugen im Motettenstil. Sie wirken widerspenstig auf dem Papier, bringen jedoch in der Aufführung ihren Geist überzeugend zur Geltung. Und schließlich die herrliche 6/8-Arie für Alt und Streicher, ‚Was mein Herz von dir begehrt’ (Nr. 5), die mit ihrer gebrochenen Melodielinie und ihrem durchscheinenden Satz für die erste Violine eine tiefe Sehnsucht erkennen lässt, wie sie der Psalmist in Psalm 42 besingt: ‚Wie der Hirsch dürstet nach frischem Wasser…’. 

© John Eliot Gardiner 2005

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zu den Sonntagen:

                   Jubilate und Kantate 

                   h i e r  zum Download als PDF 

  Künstler-Beitrag:  Silas John Standage, Orgel  /

                 Künstler-Beitrag: Silas John Standage  – Orgel  als PDF  

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 800 Jahre Thomaner, ein köstlicher Film zum Jubiläum..!!

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Ich wünsche allen einen schönen musikalischen Sonntag  „Cantate !“
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Herzliche Grüße
Volker
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Die Westfälische Kantorei Herford gibt am Sonntag, 6.5.2012 ein Vokal-Konzert in der Altstädter Nicolaikirche Bielefeld


Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Die Westfälische Kantorei Herford unter der Leitung von Prof. Hildebrand Haake bringt am

Sonntag, 6.5. um 20 Uhr in der Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld

ihr aktuelles Programm zu Gehör, das im März auf einer Reise nach Moskau erklang.

Der Chor war dort zum hervorragend besetzten Chorfestival „Ippolitischer Frühling“ eingeladen, benannt nach der gleichnamigen Hochschule und ihrem Gründer.

Die Westfälische Kantorei singt Madrigale in verschiedenen Sprachen aus  Renaissance und Moderne sowie Spirituals in Sätzen führender amerikanischer Arrangeure. Im Mittelpunkt stehen Kompositionen der deutschen Chormusiktradition: Teile aus den „8 geistliche Gesängen“ von Max Reger sowie den 6 Geistlichen Liedern“ von Hugo Wolf. Ausserdem erklingt eines der zentralen Chorwerke Johann Sebastian Bachs: Seine doppelchörige Motette  – BWV 226 „Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf“

Das Konzert wird vom Leiter des Chores, Prof. Hildebrand Haake, moderiert.

Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte zur Deckung der Unkosten wird gebeten.

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YouTube: J.S. Bach Motette BWV 226

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P.S. Es gibt eine weitere Veranstaltung für die Nicolaikirche Bielefeld für den 6. Mai 2012 zu melden:

Bach-Kantate in der Nicolaikirche Bielefeld.

Zum „Sonntag Kantate“ am 6. Mai 2012 wird eine Bach-Kantate in der Altstädter Nicolaikirche erklingen.

Der Gottesdienst beginnt um 10.30 Uhr

und bildet einen der Höhepunkte des kirchenmusikalischen Angebots der Gemeinde in dem von der Landeskirche ausgerufenen „Jahr der Kirchenmusik“.

Zur Aufführung kommt die Kantate „Erschallet, ihr Lieder“ BWV 172.

An der Aufführung wirken Jessica Walden (Sopran), Bettina (Pieck), Markus Gruber (Tenor) und Kevin Dickmann (Bass) mit. Solisten und Chor werden von einem Kammerorchester und einem Detmolder Trompetenensemble begleitet. Die Leitung hat Carsten Briest.

Grüße Volker

Bundesweite Konzertreihe „366+1 – Kirche klingt – machte Station in der Pauluskirche in Bünde


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Das Kalenderjahr 2012 ist das Jahr der Kirchenmusik. 

Pauluskirche Bünde

Pauluskirche Bünde

Das vom Kulturbüro der EKD und den Musikern der Landeskirchen organisierte Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatsminister Bernd Neumann und findet im Rahmen der Lutherdekade statt, die das 500. Reformationsjubiläum 2017 vorbereitet.

Die bundesweite Konzertreihe „366+1Kirche klingt“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist in Ostwestfalen-Lippe angekommen. Am Freitagabend, 27.04.2012 hatte die kirchenmusikalische Stafette in Bünde mit dem 118. Konzert in der Pauluskirche ihre vorletzte Station in Westfalen.

Bundesweit sind im Themenjahr der EKD unter dem Motto „366+1“ Konzerte und Musikgottesdienste an jedem Tag des Jahres an einem anderen Ort geplant.

366+1 Kirche klingt 2012

Im Miteinander Tausender bringen die verschiedensten Musici bundesweit einen künstlerischen Schatz der Reformation in vielfältiger Tradition zum Klingen: ihre Musik. An jedem Tag ein Konzert – beginnend am 01. Januar 2012 in Augsburg, endend am 31. Dezember 2012 in Zittau. Unzählige Komponisten und Kantoreien stehen in einer Traditionslinie musikalischer Boten der Reformation.

Sie alle lassen sich hören !  Sie alle kommen zum Klingen !

Am Freitagabend, 27.04.2012  erklang das 118. Konzert in der Pauluskirche in Bünde. Die Bünder Kantorei und das Telemann-Collegium spielten unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Hans-Martin Kiefer ihr Programm mit dem Titel „Auferstehung“.

Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) „Missa brevis in G“ KV 140

Hans-Martin Kiefer, Bünde (Eigen-Komposition) „Christ ist erstanden“

J.S. Bach (1685-1750) BWV 249 „Osteroratorium“

Mitwirkende:

Eike Tiedemann (Alt), –  Jörg Erler (Tenor), – Andreas Jören (Bass), – Jutta Potthoff (Sopran), die Bünder Kantorei und das Telemann-Collegium Herford, das sich unter anderem aus Mitgliedern der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford zusammensetzt.
Die Gesamtleitung liegt in Händen von Hans-Martin Kiefer.

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Begonnen wurde mit der kurzen Messe (Missa brevis) in G-Dur (KV 140) von Wolfgang Amadeus Mozart, die zu den frühen Werken des berühmten Musikers gehört.  Hans-Martin Kiefer interpretierte sie fein akzentuiert.Hier traten zum ersten Mal die außerordentlichen Solisten hervor: Jutta Potthoff im Sopran, Eike Tiedemann im Alt, Jörd Erler im Tenor und Andreas Jören im Bass. Sie alle sangen sehr expressiv, aber niemals aufdringlich. Sie litten an den Stellen, an denen sie seufzen sollten, erzählten dann, als sie berichten sollten und frohlockten, wenn sie jauchzen sollten. Ein exzellenter Gesangs-Genuss, der vollends überzeugte. Eine ebenso großartige Leistung des Chors der Bünder Kantorei, bestehend aus etwa 20 Männern und 60 Frauen, der dynamisch in den überlagernden Stimmen ganz zart und gefühlvoll eingestellt worden war.

                                    Kirchenmusikdirektor Hans-Martin Kiefer

Anschließend erfolgte die Uraufführung eine Eigenkomposition von Hans-Martin Kiefer. Er hat fünf Sätze über den Osterchoral „Christ ist erstanden“ von Wigbert von Burgund gesetzt. Paradigmatisch führte der Komponist vor, wie zeitgemäß ein Orchester in barocker Instrumentierung klingen kann, ohne mit übertrieben vielen Dissonanzen musikalischen Intellekt vorzutäuschen. Dennoch waren die dem modern sozialisierten Gehör eingängigen Sätze niemals harmonisch belanglos und sehr emotional.
Eindringlich waren die dunkler und offener klingenden Blockflöten, die mit den hellen und gepressten Oboen einen sanften Dialog führten. In der Klangfarbe bediente die Komposition trotz fast minimalistischer orchestraler Besetzung das ganze Spektrum. Rhythmisch kam sie im Arrangement manchmal wie ein leichter Wellenschlag daher, um im nächsten Augenblick mit Blechbläsern und Pauken wieder druckvolle Dominanz zu präsentieren.

                von links im Bild: Jörg Erler (Tenor) – Andreas Jören (Bass)

Den Abschluss des Abends bildete das Oster-Oratorium von Johann Sebastian Bach (BWV 249). Obwohl es zu den bekanntesten Werken des damals (1725) bereits Leipziger Kantors gehört, wird es nur selten aufgeführt. Möglicherweise liegt es daran, dass es inhaltlich etwas schwerer kategorisierbar ist. Kiefer intonierte es von Anfang als herrlich verspielte und leichte Barock-Musik.

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Ein Video von Herreweghe mit dem BWV 249 Gesamt-Aufnahme:

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Es klang, als ob er die Schwere, die man an manche Stellen des Werkes hineininterpretieren könnte, nur an den absolut notwendigen Stellen zugelassen hätte, ohne dabei jemals brachial ins Pathos zu kippen. Die warme Klangfarbe und die tiefen Töne bei den Streichern und den Blockflöten klangen zu keiner Zeit übertrieben schwermütig. Das Trompeten-Ensemble war hervorragend und brachten die „Königliche Musik“ hervorragend zur Geltung und fügten sich nahtlos in ein harmonisches Orchester mit ein.

Ein hervorragendes Trompeten-Ensemble

                                                 Ein hervorragendes Trompeten-Ensemble

Stürmischer Applaus  der ca. 350 Besucher bezeugte den Protagonisten, dass sie ein wunderbares und ausgewogenes Konzert-Programm zu Gehör bekommen haben und vollauf begeistert den Aufführenden ihren Dank zum Ausdruck geben wollten. Kirchenmusikdirektor Hans-Martin Kiefer, das Orchester , Gesangs-Solisten und der Bündner Kirchenchor nahmen es freudestrahlend zur Kenntnis und beglückten den Besucher mit einer Zugabe von J.S. Bach aus dem Oster-Oratorium mit dem Choral-Satz: „Kommt, eilet und laufet, ihr flüchtigen Füße..!“

                            von links im Bild: Eike Tiedemann (Alt ) – Jutta Potthoff (Sopran)

Nach der Zugabe stand die Kirche Kopf und wir „Beglückten“ labten uns anschließend mit einem Glas Wein und Gebäck im Hinterraum der Pauluskirche. Ein großartiger Konzert-Abend im Rahmen der Reihe: „366+1 Kirche klingt  2012″ hatte somit viel zu schnell ein Ende gefunden.

Herrlich, dass sich wieder die Blog-Riege aus OWL zu diesem Konzert ein Wiedersehen ermöglichte…!!!

Informationen zur Veranstaltungsreihe im Jahr der Kirchenmusik finden sich im Internet unter www.ekd-366plus1.de 

Grüße

Volker

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(Textauszüge aus der NW Bünde vom 30.4.2012)

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag “Jubilate”


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800 Jahre Thomana

Bild-Link: Buchveröffentlichung "800 Jahre Thomana"

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

 Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  29.04.2012 

begehen wir den Sonntag   ”Jubilate

Der Name des Sonntags Jubilate leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: Jubilate Deo, omnis terra!. (Ps 66, 1;).
Am Sonntag Jubilate wird das Evangelium von Jesus als dem Weinstock gelesen. Das Thema „Die neue Schöpfung“ wird jedoch nicht ohne weiteres in diesem Evangelium deutlich, sondern in den anderen Lesungen, worin auf die Veränderungen hingewiesen wird, die durch Jesu Auferstehung bewirkt wurden und werden. Interessant ist die Wahl der priesterlichen Schöpfungsgeschichte als alttestamentlicher Lesung: hier wird das, was das Volk Israel schon lange erkannt hat, aufgegriffen: Gott hat die Schöpfung gut geschaffen, ohne Fehl und Tadel.

Das zahreiche Elend ist auf das Versagen des Menschen zurückzuführen, den Willen Gottes auszuführen. Durch Christus sind wir nun dazu befähigt. Am Sonntag Jubilate werden wir ermahnt, am rechten Weinstock zu bleiben, der Christus ist. Nur dann werden wir auch den Tod überwinden, weil Christus ihn überwunden hat. Dankbar hören wir die Verheißung von Jesu Wiederkunft. Durch seine Auferstehung haben auch wir teil an der neuen Schöpfung, die schon jetzt anbricht und bei seinem Kommen vollends heraufgeführt wird.

Wochenspruch: 

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Kor 5, 17)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag  Jubilate

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 BWV    12 –  Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen

BWV  103 – Ihr werdet weinen und heulen

BWV  146 – Wir müssen durch viel Trübsal

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Ihr werdet weinen und heulen, BWV 103
Kantate am Sonntag Jubilate
für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo

Brigitte Geller, Sopran
William Towers, Altus
Mark Padmore, Tenor
Julian Clarkson, Bass

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Ihr werdet weinen und heulen, Kantate BWV 103
Bogna Bartosz, Alt / Jörg Dürmüller, Tenor
Klaus Mertens, Bariton

Amsterdamer Barockorchester und Chor
Ltg.: Ton Koopman


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

„Ihr werdet weinen und heulen“ BWV 103 
Bogna Bartosz (Alt)
Jörg Dürmüller (Tenor)

Amsterdamer Barockchor und Orchester
Leitung: Ton Koopman

Johann Sebastian Bach:

„Wie will ich mich freuen“, Duett aus der Kantate
„Wir müssen durch viel Trübsal in das Reich Gottes eingehen“ BWV 146
Ensemble Akzente

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 12 am Sonntag Jubilate

Angelika Kirchschlager, Alt
Andreas Weller, Tenor
Alfred Reiter, Bass

Rundfunkchor Berlin
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Ingo Metzmacher

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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

800 Jahre Thomana

Wo gehest du hin“, BWV 166

Susanne Krumbiegel, Alt; Peter Diebschlag, Tenor; Gotthold Schwarz, Bass

Thomanerchor Leipzig,

Gewandhausorchester Leipzig,

Leitung: Georg Christoph Biller 

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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Kantate zum Sonntag Jubilate, BWV 146

„Wir müssen durch viel Trübsal in das Reich Gottes eingehen“

Brigitte Geller, Sopran; William Towers, Countertenor; Mark Padmore, Tenor;

Julian Clarkson, Bass;

Montverdi Choir; English Baroque Soloists:

John Eliot Gardiner

 
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Videos mit Bach-Kantaten zum Sonntag – Jubilate
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/ YouTube: BWV 12 –  Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen”   –  (Interpret: Leonhardt)

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/ YouTube: BWV 103 –  Ihr werdet weinen und heulen ”   –  (Interpret: Leonhardt )
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/ YouTube: BWV 146 –  Wir müssen durch viel Trübsal”   –  (Interpret: SDG)
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Bach-Kantaten: für den Sonntag  Jubilate und  Kantate

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.Cover:  SDG 107 Vol. 24

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 107, Vol. 24

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CD-Inhalte:

BWV 12 – Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol.  24 – CD 1

BWV 103 – Ihr werdet weinen und heulen /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol. 24 – CD 1 

BWV 146 – Wir müssen durch viel Trübsal /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol.  24 – CD  1

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BWV  108- Es ist euch gut, dass ich hingehe /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol. 24 – CD  2

BWV 117 – Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol.  24 – CD  2

BWV 166 – Wo gehest du hin? /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol.  24 – CD  2

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Kantaten für den Sonntag: Jubilate und Kantate

Schlosskirche, Altenburg  am 14. Mai 2000

St. Mary’s, EWarwick am 21.05.2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 12 Weinen, Klagen, Sorgen, Zagent“ 

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BWV 12 „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“

entstand in Weimar, kurz nachdem Bach 1714 zum Konzertmeister ernannt worden war, und er nahm die Kantate zehn Jahre später in seinem ersten Amtsjahr in Leipzig wieder auf. Diese zweite Version vom 30. April 1724 war es, die wir in Altenburg aufführten. Sie beginnt mit einer hinreißenden Sinfonia, in der, wie wir uns vorstellen können, die tränenreiche Aussaat des Wintergetreides geschildert wird. Die klagende cantilena der Oboe, die an Marcello oder Albinoni denken lässt, bestimmt die Atmosphäre des einleitenden tombeau, eines der eindrucksvollsten und eindringlichsten Kantatensätze, die Bach bis zu diesem Zeitpunkt komponiert haben mag. Wenn man sich diesem Stück von rückwärts nähert, aus der langen Vertrautheit mit dem Crucifixus der Messe in h-moll (zu dem dieser Satz später geworden ist), überrascht der gröbere Zuschnitt und das brennende Pathos. Statt der vier Silben Cru-ci-fi-xus – vier Hammerschläge, die Christi Fleisch auf das Holz des Kreuzes nageln – widmet Bach dem Titel seiner Kantate vier verschiedene Gesangslinien (‚Weinen… Klagen… Sorgen… Zagen’). Jedes Wort, ein herzzerreißender Schluchzer, dehnt sich über den Taktstrich und den viertaktigen passacaglia-Bass hinaus. Diese Worte, so erfahren wir in der motettenartigen Folge, ‚sind der Christen Tränenbrot, die das Zeichen Jesu tragen’. Auch wenn ich die Crucifixus-Fassung dirigiere, geht mir das dreimal nachdrücklich artikulierte ‚Angst… und… Not’ (das später zu ‚passus est’ geworden ist) nicht aus dem Sinn.

Wenn das der Nadir, der tiefste Punkt ist, wie der Gelehrte Eric Chafe sagt, ‚wohin der Mensch zu äußerster Qual gebracht wurde, weil ihm die Sünde bewusst ist’, dann sind diese Empfindungen selten, wenn überhaupt jemals, auf so erschütternde Weise in der Musik ausgedrückt worden. Unsere Zeit in Weimar zu Beginn unserer Pilgerreise machte mir auch deutlich, dass diese Musik weniger als drei Kilometer von den Buchenwäldern entfernt, wo Goethe und Liszt umherzustreifen pflegten, komponiert – und uraufgeführt – worden war, jenem Ort, der später eine der düstersten Stätten der Erde werden sollte: Buchenwald.

In diesen unendlich tiefen Abgrund lässt Bach eine Rettungsleiter hinab. Ihre einzelnen Sprossen werden, Satz für Satz, in die Musik gebrannt, die in Terzintervallen aufsteigt, wobei die Molltonart mit ihrer verwandten Durtonart wechselt: f, As, C, Es, g, H. Die ‚Leiter’ ist als Mikrokosmos auch im accompagnato (Nr. 3) vorhanden, das die Worte des heiligen Paulus vertont: ‚Wir müssen durch viel Trübsal in das Reich Gottes eingehen’. Während sich der Continuobass umherschweifend die Oktave hinab bewegt (von c nach C), steigt die erste Violine eine diatonische C-Dur-Skala hinauf – eine Gegenbewegung, welche die (irdische) Welt der Drangsal mit dem (himmlischen) Reich Gottes verknüpft. Der theologische Dualismus, der hier der Komposition zugrunde liegt, kann auf die Formel gebracht werden: Wir müssen uns in dieser Welt mit einem gehörigen Maß an Trübsal abfinden, während wir an der Hoffnung festhalten, in der nächsten Welt glücklich zu sein.

Dieser Dualismus wird in der Alt-Arie (Nr. 4) weiter vertieft. So wie offenbar die unergründliche Natur Gottes in der jüdisch-christlichen Tradition ausgedrückt wurde, indem man ihm kontrastierende Attribute zuschrieb, zum Beispiel Hirte und Lamm, Eckstein und Stolperstein, postuliert Bach hier eine Verschmelzung alliterierender Gegensätze – ‚Kreuz und Krone’, ‚Kampf und Kleinod’ – als Symbol für die Art und Weise, in der das gegenwärtige und zukünftige Leben miteinander verknüpft sind. Linderung verschafft die aufmunternde Bass-Arie ‚Ich folge Christo nach’, ein Triosonatensatz nach italienischer Art, der wie ein englisches Osterlied beginnt: ‚This joyful Eastertide’. Weitere Pein wird jedoch mit der Tenor-Arie folgen: ‚Sei getreu’. Selbst in diesem frühen Stadium der Entwicklung seiner Form der Kantate geht Bach auf der Suche nach hermeneutischer Wahrheit keine Kompromisse ein; er ist gewillt, eine reizvolle Oberfläche der sich windenden Melodielinie zu opfern, um die unendliche Schwierigkeit auszudrücken, die es bedeutet, unter Anfechtung ‚getreu’ zu bleiben. Ein mühseliger Weg ist nur zu ertragen durch die Gegenwart der Choralmelodie Jesu, meine Freude, die von einer Trompete angestimmt wird – gleich einer Hand, die auf der letzten Sprosse der Leiter dem Gläubigen in seinem Kampf, zum Glauben zu finden, gereicht wird. Ein abschließender Choral, ‚Was Gott tut das ist wohlgetan’, mit Trompete im Diskant bestätigt Luthers Ziel für den Christenmenschen: ‚Nur im Glauben an den gekreuzigten Christus findet ein Mensch Gnade’.

Am Sonntag Jubilate begann in Leipzig nach alter Tradition die Ostermesse, zu der drei Wochen lang so viele Besucher – Handwerker, Kaufleute aus dem In- und Ausland, Buchhändler, Höker, Straßenkünstler – herbeiströmten, dass sich während dieser Zeit rund 30.000 Menschen in der Stadt aufhielten. Bach, der die Veröffentlichung der drei Teile seiner Clavier-Übung zeitlich so terminierte, dass sie zu den Messen erschienen, wird sich der Notwendigkeit bewusst gewesen sein, dass bei dieser Gelegenheit eine besondere Musik dargeboten werden musste, da sonntags keine Geschäfte abgewickelt werden durften und Besucher und adlige Herrschaften, wie sein Vorgänger Kuhnau dargelegt hatte, in den Hauptkirchen gewiss ‚etwas Schönes’ hören wollten. 

© John Eliot Gardiner 2005

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zu den Sonntagen:

                   Jubilate und Kantate 

                   h i e r  zum Download als PDF 

  Künstler-Beitrag:  Silas John Standage, Orgel  /

                 Künstler-Beitrag: Silas John Standage  – Orgel  als PDF  

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Ich wünsche allen einen schönen Sonntag  !

800 Jahre Thomaner, der Film ist köstlich..!!

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Herzliche Grüße
Volker
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Prof. Dr. Martin Sander überzeugte mit einer virtuosen Orgelstunde an der Klais-Orgel im Musiksaal der HfM Detmold


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Das Antrittskonzert von Prof. Dr. Martin Sander fand am Sonntag, 22. April, um 18 Uhr im Konzerthaus der Hochschule für Musik in Detmold statt. Prof. Dr. Martin Sander ist der Nachfolger von Prof. Gerhard Weinberger, der, wie von mir bereits berichtet, in den Ruhestand gegangen ist.

Konzerthaus HfM Detmold

Konzerthaus HfM Detmold

Biographie von Prof. Dr. Martin Sander:

Organist Prof. Dr. Martin Sander HfM Detmold

Organist Prof. Dr. Martin Sander an der Klais-Orgel HfM Detmold

Martin Sander ist als internationaler Konzertsolist tätig und lehrt Künstlerisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik in Detmold, an der Hochschule für Musik in Basel und noch bis Juli 2012 an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg.

Er wurde 1963 in Berlin geboren, wohnte lange Zeit in Göttingen, wo er bei Hermann Amlung mit dem Orgelspiel begann, und studierte Orgel und Klavier an der Hochschule für Musik und Theater Hannover (Ulrich Bremsteller, Orgel und Gerrit Zitterbart, Klavier). 1994 legte er das Konzertexamen ab. Meisterkurse und weitere Studien bei Harald Vogel, Luigi Ferdinando Tagliavini, Flor Peeters, Daniel Roth, Edgar Krapp, Uwe Droszella, Winfried Berger u.a. rundeten die musikalische Ausbildung ab.

Nachdem er mit dem Gewinn des Bundeswettbewerbs Jugend Musiziert 1983 bereits vor dem Studium auf sich aufmerksam gemacht und 1986 mit dem Mendelssohn-Preis Berlin eine der höchsten nationalen Auszeichnungen errungen hatte, begründete er seinen internationalen Ruf in den folgenden Jahren durch den Gewinn mehrerer der großen internationalen Orgelwettbewerbe:

ARD-Wettbewerb München 1987 (2. Preis; kein 1. Preis vergeben)

Internationaler J.S. Bach-Wettbewerb Leipzig 1988 (1. Preis und Sonderpreis)

Internationaler Wettbewerb des Prager Frühlings 1989

Weitere Erfolge markierten 2. Preise beim Internationalen Orgelwettbewerb „Anton Bruckner“ 1986 in Linz und bei der „First International Organ Competition“ in Tokyo (1988).

Martin Sander konzertiert weltweit in vielen bedeutenden Kirchen und Sälen (u.a. Dome zu Passau, München, Wien, Helsinki und Trondheim, Schauspielhaus und Philharmonie Berlin, Herkulessaal München, Meistersingerhalle Nürnberg, Gewandhaus Leipzig, Brucknerhaus Linz, Dvorák-Saal Prag, Tschaikowski-Saal Moskau, Kapella und Philharmonie St. Petersburg, Suntory-Hall Tokyo, Izumi-Hall Osaka, Aichi Arts Center Nagoya, Teatro Municipal de São Paulo) und auf namhaften Festivals (u.a. Bach-Fest Stuttgart, Internationale Orgelwoche Nürnberg, Göttinger Händelfestspiele, Niedersächsische Musiktage, Musikfestspiele Saar, Prager Frühling, Wiener Musiksommer, Bach-Tage Odense, Festival Toulouse-les-Orgues, Philadelphia Bach Festival).

Als Solist trat Martin Sander mit etlichen renommierten Orchestern auf, darunter die Berliner Symphoniker, das Bach-Collegium Stuttgart, die Radiophilharmonie Hannover, das Händelfestspiel-Orchester Halle/Saale, die Bochumer Symphoniker, das Symphonieorchester Szolnók, Basel Sinfonietta, Pommersche Philharmonie Bydgoscz (Bromberg), Fukuoka Symphonietta, Orchester des Teatro Municipal de São Paulo.

Er spielte zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen für verschiedene in- und ausländische Sender und Schallplatten-Firmen. Die Fernseh- und CD-Einspielung der Orgelsonate von Julius Reubke wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Er hat seit 1999 eine Professur an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg sowie ab dem Wintersemester 2008 zusätzlich an der Hochschule für Musik in Basel (als Nachfolger von Guy Bovet) inne. Im Wintersemester 2011 trat er die Nachfolge von Gerhard Weinberger an der Hochschule für Musik in Detmold an. Von 2001 bis 2008 war er außerdem Dozent an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt/Main.

Er ist Leiter zahlreicher Meisterkurse, bislang u.a. in Prag (Akademie der Musischen Künste AMU), Warschau (Musikakademie „F. Chopin“), Seoul (Yonsei University), St. Petersburg, Kazan, São Paulo sowie an historischen Orgeln verschiedener Epochen in Salzgitter-Ringelheim (Schweimb und John 1696/1707), Grauhof bei Goslar (Chr. Treutmann d.Ä. 1734-1737), Verden/Aller (Furtwängler&Hammer 1916) und Heidelberg (Voit&Söhne 1903). Er ist Mitglied des Kuratoriums des Instituts für Begabungs-Forschung und -Förderung IBFF.

Martin Sander ist regelmäßig Juror auf internationalen Orgelwettbewerben, bislang u.a. beim Prager Frühling, Helmut-Bornefeld-Wettbewerb Heidenheim/Brenz,  Bach-Wettbewerb Wiesbaden, in Kazan, Rom und beim Philipp-Wolfrum-Wettbewerb Heidelberg.

Repertoire-Schwerpunkte: 

    • Musik des norddeutschen Barock
    • italienische Renaissance und Frühbarock mit ihrer Ausstrahlung nach Süddeutschland
    • das Werk Johann Sebastian Bachs
    • Wolfgang Amadeus Mozart
    • deutsche Romantik – insbesondere Max Reger
    • von den französischen Romantikern vor allem César Franck
  • von der Musik des 20. Jahrhunderts vor allem Petr Eben, Olivier Messiaen, Jehan Alain und als „Spezialität“ deutsche Orgelmusik der zwanziger bis vierziger Jahre
(Textquelle: Homepage Martin Sander)

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Konzert-Rezension:

Die Klais-Orgel im Konzerthaus der HfM in Detmold

Die Klais-Orgel im Konzerthaus der HfM in Detmold

.Martin Sander gestaltete auf der imposanten Klais-Orgel ein Konzert-Programm mit barocken und romantischen Werken.

Auf dem Programm standen Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552 sowie die Choralbearbeitung „Schmücke dich, o liebe Seele“ aus den „Leipziger Chorälen“ BWV 654, dann die Orgelsonate Nr. 1 b-Moll op. 1 von Philipp Wolfrum (1854-1919) sowie die dritte aus Robert Schumanns „Sechs Fugen über den Namen BACH“ und die berühmte Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46 von Max Reger.

Ein großartig gefüllter Musiksaal erwartete gespannt auf den Nachfolger von Prof. Gerhard Weinberger als Dozent: Prof. Dr. Martin Sander an der Klais-Orgel mit em o.a. Programm.

In der Akustik zu erwartender trockener Konzertsaal wurde zu einem  Higlight aufgrund der eingestzten Wellenfeldsynthese..!!

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*) Anmerkung zur Wellenfeldsynthese im Konzerthaus der HfM Detmold:

Das System umfasst 360 unabhängige Lautsprecherkanäle verteilt auf ein durchgehendes Lautsprecherarray rund um das Publikum (500 Plätze) sowie Deckenlautsprecher. Da der Saal für ein breites Repertoire genutzt wird (Kammermusik, Orchesterbesetzungen, zeitgenössische Musik, Big Band etc.) kann das System auch eine variable Raumakustik zur Verfügung stellen.

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Der Raumklang ist überwältigend. Am Ende eines Orgelwerkes setzte ein spektakulärer Nachklang ein. Orgel- und Raumklang entwickelten eine vorzügliche Einheit und verliehen dem Orgelkonzert die entsprechenden akustischen Voraussetzungen. Dieser Musiksaal ist mit der eingebauten Wellenfeldsynthese einzigartig in Europa und wurde vor ca. zwei Jahren während des großen Umbaus mit eingeplant und verwirklicht.

Bei den vorangestellten zwei Bach-Werken fühlten wir uns sofort zu Hause. Einfühlsam offenbarte uns der Weinberger-Nachfolger, dass er ein genialer Bach-Interpet ist und alle Voraussetzungen besitzt, diese dem Besucher zu offerieren.

Gefallen hat uns das Orgelwerk Orgelsonate Nr. 1 b-Moll op. 1 von Philipp Wolfrum (1854-1919) ein bis dahin mir unbekannter Orgel-Komponist.

Wolfrum legt seiner Sonate den bekannten Choraltext „Wenn mein Stündlein vorhanden ist“ von Nikolaus Herman (1560) zugrunde – unter Verzicht auf die anonym 1575 hinzugekommene 5. Strophe. Interessanterweise verwendet er aber weder die gebräuchliche Melodie (Frankfurt a.M. 1569) noch die von Herman ursprünglich vorgeschlagene Weise „Es ist das Heil uns kommen her“: Am Schluss des 1.  Satzes wird eine etwas an „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ erinnernde Melodie mit der ersten Verszeile unterlegt; am Beginn des 2. Satzes erfindet er eine Melodie, auf die die ersten drei Zeilen der 2. Strophe gesungen werden könnten, und der 3. Satz beginnt mit einem fünfstimmig gesetzten vollständigen Choral, dessen Melodie offensichtlich von Wolfrum stammt – passend zur 3. und 4. Strophe.

Martin Sander war für dieses herrliche Orgel-Werk ein genialer Interpret und musizierte in fantastischen Klangfarben und gekonnter Registrierung das zu Herzen ging. Durch ihn wurden wir auf einen uns vorher unbekannten Orgel-Komponisten aufmerksam gemacht und wissen so etwas zu schätzen..!!

Max Regers Werke sind schwer zu spielen – auch schwer zu hören. Extreme Chromatik, Polyphonie und große Formen stellen hohe Ansprüche an die Hörer; spätromantisches Drängen und grandiose Schlussapotheosen verleihen den Werken hingegen etwas Mitreißendes und Rauschhaftes. Bachs Musik lieben wir – wir hören sie seit unserer Kindheit und „verstehen“ sie. In Bezug auf die Orgelmusik Reger’s fehlt uns diese Vertrautheit. Jetzt sind an keine Formen, an keine Schranken der Phantasie mehr zu denken. Alles geht obenaus und nirgend an; je toller, je besser! je wilder, je bizarrer, desto neumodischer und effektvoller, das ist ein unaufhörliches Haschen nach fremden Tonarten und Modulationen, nach unharmonischen Ausweichungen, nach ohrenzerreißenden Dissonanzen und nach chromatischen Gängen, ohne Erholung und Aufhören für den Zuhörer.“

Aber irgendwie wird der Besucher von dem Reger-Werk trotz aller o.a. genannten Bedenken angesprochen. Ist es das großartige Spiel des Martin Sander, der ein hoch entwickeltes künstlerisches Orgelspiel vorträgt, ich weiss es nicht so ganz genau einzuordnen und staune nur, was auf der „Königin der Instrumente“ alles möglich erscheint uns fremde Klänge zu zelebrieren und fassungslos staunend danach tief durchzuatmen. Das ist Reger und ein großartiger Virtuose an der Orgel mit Namen: „Martin Sander“ der als ein würdiger Nachfolger an der HfM in Detmold als Dozent seine Arbeit aufgenommen hat. OWL kann sich glücklich schätzen, diesen erfahrenen und virtuosen Konzert-Organisten verpflichtet zu haben.

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Video: Zugabe ein Orgelwerk von Schumann in Bearbeitung von Prof. Gerhard Weinberger

Fehler
Dieses Video existiert nicht

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Stürmischer Schluss-Applaus veranlasste Martin Sander, uns ein Schumann Orgelwerk als Zugabe zu kredenzen, das in einer Bearbeitung von Prof. Gerhard Weinberger von ihm anrührend vorgetragen wurde. Es wurde zu einem Referenzbeweis an seinen genialen Vorgänger und berührte uns und alle Besucher mächtig..!!

Grüße

Volker

Radiotipps 26.4. – 29.4.2012




26.4.


BBC
19:30-22:00 (20:30-23:00)
Musical Revolutuions – Down of the Cantata
Live from Wigmore Hall, London

Anna Prohaska, soprano
James Gilchrist, tenor
Benjamin Hulett, tenor
Academy of Ancient Music
Jonathan Cohen, director, keyboards.

Falconieri: Ciaccona in G major
Monteverdi: ‚Zefiro Torna‘ from Madrigali e canzonette a due e tre voci
Monteverdi: ‚Se vittore si belle‘ from Madrigali guerrieri et amorosi
Strozzi: ‚Udite, amanti‘
Monteverdi: ‚Ardo e scoprir‘ from Madrigali guerrieri et amorosi
Interval
B Marini: Passacaglia in G minor from Sonate da Chiesa e da Camera
Castello: Sonata No.15 à 4 from Sonate Concertate in Stile Moderno Libro Secondo
Monteverdi: Act 1 Scene 2 of Il ritorno di Ulisse in patria
Zanetti: Saltarello della Battaglia
Monteverdi: Il combattimento di Tancredi e Clorinda
 

The Academy of Ancient Music at the Wigmore Hall in a programme of cantatas  and instrumental music by Monteverdi and his contemporaries.
At the heart of the first Italian cantatas was a new and astonishing  emphasis on the voice. Deeply-felt emotions are laid bare in such works as  Monteverdi’s joyous celebration of spring in ‚Zefiro Torna‘ and Strozzi’s  lovelorn lament ‚Udite, amanti‘
Instrumental music of thrilling inventiveness intersperses the programme,  which culminates in Monteverdi’s Il combattimento di Tancredi e Clorinda. Here,  love and war collide to startling dramatic and musical effect, and an age-old  tale is brought vividly to life through this freshly-minted form.

http://www.aam.co.uk/media/Files/Resources/Programme-notes/Dawn-of-the-cantata.pdf
http://www.bbc.co.uk/programmes/b01ghgm0

 

28.04.

NDR kultur
20:05 – 22:00 – 24:00
Prisma Musik
Thema: Bach in Weimar

Eine Sendung von Peter Wollny


Als Bach 1808 die Anstellung als Organist in Mühlhausen hinter sich ließ, ging  er mit der Aussicht nach Weimar, Musiker in der herzöglichen „Capelle und  Kammermusik“ zu werden, wie es in seinem Mühlhäuser Kündigungsschreiben heißt.  Der musikliebende Herzog muss jedoch schon früher auf das überragende Talent des  jungen Bach aufmerksam geworden sein, dessen Orgelwerke, die in damaligen Ohren  erschreckend ungezügelt geklungen haben müssen, ihr musikalisches Umfeld  haushoch überragten. Es folgte ein ertragreiches musikalisches Jahrzehnt, das  Weimar noch immer zu einer der wichtigsten Wirkungsstätten des späteren  Thomaskantors macht, auch wenn die Weimarer Zeit in einer schrillen Dissonanz  endete, einer Art Beugehaft, mit der man den jungen Musiker zum Bleiben zwingen
wollte, den es nach Köthen zog. Heute ist Weimar nicht nur die Stadt der  klassischen deutschen Literatur, sondern noch immer ein bedeutendes Zentrum der  Bachforschung, haben sich in den 2004 leider durch einen Brand stark dezimierten  Beständen der herzöglichen Bibliothek doch wichtige Handschriften und Quellen  erhalten. So machte zum Beispiel vor wenigen Jahren ein spektakulärer Fund von sich Reden, den Leipziger Bachforscher machten: eine Orgeltabulatur von der Hand  des jungen Johann Sebastian Bach. Zu diesen Forschern gehörte Peter Wollny, der  uns die Bach-Stadt Weimar vorstellt.

22:05 Variationen zum Thema

Johann Ernst von Sachsen Weimar: Sonata D-dur für Trompete, 2 Violinen und Basso
continuo
Virtuosi Saxoniae

Johann Adam Reincken: Choralfantasie „An Wasserflüssen Babylon“
Jean-Claude Zehnder, Orgel

Alessandro Marcello: Concerto d-moll für Oboe, Streichorchester und Basso
continuo
Albrecht Mayer / Cappella Istropolitana

Johann Sebastian Bach: Concerto C-dur nach Johann Ernst von Sachsen-Weimar
BWV 594
Ton Koopman, Orgel

Toccata d-moll BWV 913
Gustav Leonhardt, Cembalo

Concerto in d-moll nach Alessandro Marcello BWV 974
Glenn Gould, Klavier

Ich hatte viel Bekümmernis, Kantate BWV 21
Paul Esswood, Alt / Kurt Equiluz, Tenor
Walker Wyatt, Bass / Wiener Sängerknaben
Chorus Viennensis / Concentus musicus Wien
Ltg.: Nikolaus Harnoncourt

 

29.4.

 

rbb kulturradio
15:04-17:00 


FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY

Eine Sendereihe von Christine Lemke-Matwey
17. Folge

Bach und Händel: Mendelssohn als  Bearbeiter

Heute ein Sakrileg, einst ganz selbstverständlich: Auch Felix Mendelssohn  pflegt einen denkbar freien Umgang mit den von ihm ausgegrabenen und  aufgeführten Partituren aus vergangener Zeit. Als würde er die Werke  schöpferisch weiterdenken, unterwirft er sie einer Revision nach seinen eigenen  ästhetischen Maßstäben.


 

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag “Misericordias Domini”


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 Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  22.04.2012 

begehen wir den Sonntag   ”Misericordias Domini

Der Name des Sonntags Miserikordias Domini leitet sich vom Beginn der früheren lateinischen Antiphon ab: Misericordias Domini plena est terra. (Ps 33, 5;).

Der Sonntag Miserikordias Domini wird durch das Evangelium vom Guten Hirten bestimmt. Der Hirte sorgt für seine Schafe, die ihm treu folgen. Gleichzeitig wird aber auch der Hinweis laut auf die „falschen Hirten“, die nur an ihren eigenen Vorteil denken. Entscheidend ist jedoch die Zusage Jesu, dass er als der gute Hirte sein Leben hingibt für die Schafe. Das bedeutet, dass wir umfassenden Schutz genießen und uns vor nichts zu fürchten brauchen, auch wenn es dunkel um uns wird.

Am Sonntag Miserikordias Domini hören wir das Evangelium vom Guten Hirten und freuen uns, dass Gott das Verirrte sucht und der Herde wieder zuführt. Froh sind wir auch darüber, dass er uns stets zu einer frischen Quelle führt, so dass wir keinen Note leiden müssen.

Wochenspruch: 

Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. (Joh 10, 11a. 27-28a)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag  Misericordias Domini

 BWV    85 –  Ich bin ein guter Hirt

BWV  104 – Du Hirte Israel, höre

BWV  112 – Der Her ist mein getreuer Hirt

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 104 „Du Hirte Israel, höre“
Kantate am Sonntag Misericordias Domini
für Tenor, Bass, Chor, Oboen, Streicher und Basso continuo

Makoto Sakurada, Tenor
Stephan MacLeod, Bass
Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki 

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 85 „Ich bin ein guter Hirt“

Barbara Schlick, Sopran / Andreas Scholl, Altus Christoph Prégardien, Tenor /

Gotthold Schwarz, Bass Concerto

Vocale Leipzig
Ensemble Baroque de Limoges
Ltg.: Christophe Coin 

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Rosenmüller:
„Misericordias Domini“
Raquel Andueza (Sopran)
Gli Incogniti
Leitung: Amandine Beyer

Johann Sebastian Bach:

BWV 85 „Ich bin ein guter Hirt“
Carolyn Sampson (Sopran)
Robin Blaze (Countertenor)
Gerd Türk (Tenor)
Peter Kooij (Bass)

Bach-Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

„Der Herr ist mein getreuer Hirt“

Kantate BWV 112 am Sonntag Misericordias Domini

Katharine Fuge, Sopran
William Towers, Alt
Norbert Meyn, Tenor
Stephan Varcoe, Bass

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner

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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

800 Jahre Thomana

BWV 112 „Der Herr ist mein getreuer Hirt“

Regina Werner, Sopran
Gerda Schriever, Alt
Peter Menzel, Tenor
Hermann Christian Polster, Bass

Thomanerchor Leipzig

Gewandhausorchester Leipzig  

Leitung: Hans-Joachim Rotzsch

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 85 „Ich bin ein guter Hirt“, Kantate zum Sonntag Misericordias Domini,

Arleen Augér, Sopran; Gabriele Schreckenbach, Alt; Adalbert Kraus, Tenor; Walter Heldwein, Bass;

Gächinger Kantorei Stuttgart;

Bach-Collegium Stuttgart: Helmuth Rilling


 
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Videos mit Bach-Kantaten zum Sonntag – Misericordias Domini
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/ YouTube: BWV 85 –  Ich bin ein guter Hirt”   –  (Interpret: SDG)

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/ YouTube: BWV 104 –  Du Hirte Israel, höre ”   –  (Interpret: Koopman)
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/ YouTube: BWV 112 –  Der Her ist mein getreuer Hirt”   –  (Interpret: Harnoncourt)
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Bach-Kantaten: für den Sonntag  „Quasimodogeneti und  Misericordias Domini

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Cover:  SDG 131 Vol. 23

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 131, Vol. 23

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CD-Inhalte:

BWV 42 – Am Abend aber desselbigen Sabbats /

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol.  21 – CD  1

BWV 67 – Halt im Gedächtnis Jesum Christ /

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol. 21 – CD 1 

BWV 150 – Nach dir, Herr verlanget mich /

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol.  21 – CD  1

BWV 158 – Der Friede sei mit dir /

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol. 21 – CD 1 

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BWV 85 – Ich bin ein guter Hirt

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol.  21 – CD  2

BWV 104 – Du Hirte Israel, höre

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol.  21 – CD  2

BWV 112 – Der Her ist mein getreuer Hirt

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol.  21 – CD  2

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Kantaten für den Sonntag: Quasidomogeniti und Misericordias Domini

Bachkirche, Arnstadt  am 29. bis 30. April 2000

Basilique St. Willibrord, Echternach am 07.05.2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 112 Der Her ist mein getreuer Hirt“ 

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Bach hatte etwas ganz anderes im Sinn, als er 1731 die dritte Kantate für diesen Sonntag komponierte, BWV 112 „Der Herr ist mein getreuer Hirt.“ Als späte Erweiterung seines Choralkantaten-Jahrgangs 1724/25 enthält sie alle fünf Strophen einer metrischen Paraphrase von Psalm 23, diesmal von Wolfgang Meuslin, verwendet jedoch die gleiche Choralmelodie von Nikolaus Decius (‚Allein Gott in der Höh sei Ehr’) wie in den beiden früheren Werken. Sie gibt dem Repertoire der deutschen Pastoralmusik, das für kirchliche Zwecke adaptiert wurde, eine neue Richtung: Auf typische Weise sanft und friedlich in der Stimmung, wie es die zwei früheren Kantaten waren, enthält sie trostreiche Worte und Gesten, die den Tod als Erlösung von der Pein und Mühsal des Lebens willkommen heißen. Die einleitende Choralfantasie ist in ihrer Verdichtung ein Meisterwerk. Die Verwendung von zwei Hörnern, beide in G mit Aufsatzbogen, das eine stratosphärische Höhen erklimmend (und ohne Atempause), das andere mit fesselnden, aus jeweils drei Noten bestehenden Rufen, offenbart ein sehr viel majestätischeres Portrait des guten Hirten, als uns vorher begegnet ist.

Bach hat hier verschiedene, so gut wie unabhängige Elemente zu einem einzigen erstaunlichen polychromatischen Ganzen zusammengefügt. Die ruhige, in der Sopranstimme aufsteigende Choralmelodie hat er zu schimmerndem Glanz poliert (erstes Horn), Beschaulichkeit gewissermaßen mit Majestät vereint. Das Gegenthema (erste Violinen und erste Oboen d’amore) ist energisch und bewegt, es schildert die zur Weide tollenden Lämmer – oder eine vorwärts strebende Menschenmenge oder beides. Abgesehen von diesem fesselnden Kontrast (und es gibt noch weitere Gegensätze, zum Beispiel zwischen der Abfolge imitativer Stimmeinsätze zur Unterstützung der Sopran-/Hornmelodie) formieren sich Präludium, Strophen, Intermezzo usw. zu einem unregelmäßigen Mosaik, das folgendes Taktmuster zeigt:

11 : 5 : 1 : 5 : 9 : 5 : 1 : 5 : 1 : 5 : 2 : 5 : 3 : 5 : 10 = 73

Hat Bach hier eine geheimnisvolle numerologische Schablone verwendet – und wenn er es tat, was hat es zu bedeuten?

Die zweite Vers ist eine erlesene, dem äußeren Anschein nach pastorale Arie für Alt mit obligater Oboe d’amore, reich ausgestattet mit vertrackten Gegenrhythmen, gegen die sich die Stimme ‚auf rechter Straß’ zu behaupten versucht. Der dritte Vers beginnt mit einem Arioso, der imposante Continuobass schreitet in tiefer Lage der Bass-Stimme voran, die sich tapfer ‚im finstern Tal’ zu wandeln anschickt. Die hohen Streicher erscheinen spät und geben den Worten, die in den Psalmtext eingefügt sind, chromatischen Nachdruck, lediglich acht Takte, die mit einem modulatorischen Abstieg von As über g nach f auf die Leiden und Schrecken der Lebensreise verweisen, in der Heiterkeit von E-dur verweilen, denn ‚dein Stecken und Stab trösten mich’, und schließlich in G- dur zur Ruhe kommen. Die vierte Strophe ist ein Duett für Sopran und Tenor in der Form einer unbändigen Bourrée für Streicher – und für die beiden Sänger erheblich leichter zu tanzen als zu singen!

Alle fünf Strophen dieser herrlichen Kantate sind auf den Sinngehalt des Textes zugeschnitten, die Musik ist voller glänzender, kluger Einfälle, ein Beispiel dafür, wie Bach auf seine Erfahrung und seine Kunstfertigkeit zurückgriff, um seine religiösen Überzeugungen zu artikulieren, seine Zuhörer zu ermahnen, anzuspornen und zu entzücken. Doch ist es ihm gelungen?

‚Wenn wir gerade beginnen, Form und Inhalt der Musik zu begreifen’, wie es unser erster Oboist Marcel Ponseele ausdrückte, ,müssen wir aufhören’ – und uns dem Programm der nächsten Woche zuwenden. 

© John Eliot Gardiner 2007

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zu den Sonntagen:

                   Quasidomogeniti und Misericordias Domini

                   h i e r  zum Download als PDF     sdg131_ger

  Künstler-Beitrag:  Alison Bury, Konzertmeisterin      /

                 Künstler-Beitrag:Alison Bury; Konzertmeisterin  als PDF  

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Ich wünsche allen einen schönen Sonntag  !

800 Jahre Thomaner, der Film ist köstlich..!!

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Herzliche Grüße
Volker
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Schloss-Corvey – Corveyer Musikwochen starten am 6. Mai 2012 mit der Nordwestdeutschen Philharmonie


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Die 58. Corveyer Musikwochen beginnen am 6. Mai 2012. Weitere Informationen zu Eintrittskarten und anderen Veranstaltungen im Schloss Corvey erhält der Besucher unter folgender Link-Adresse:

http://www.schloss-corvey.de/veranstaltungen.html

Schloss Corvey Höxter (Fotorechte: Schloss Corvey, Peter Knaup, Paris)

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Kontakt zu Corvey aufnehmen:

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Kontakt-Online:

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http://www.schloss-corvey.de/kontakt.html

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Kulturkreis Höxter-Corvey gGmbH
Museum Höxter-Corvey

Schloss Corvey
37671 Höxter

Telefon: +49 (0) 5271 69 40 10
Telefax: +49 (0) 5271 69 44 00

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Programmauszüge für 2012:

Veranstaltungen 2012

Ticketservice Alle Konzerte sind über Hellweg Ticket online im Saalplan buchbar. Folgen Sie dem Link und wählen Sie Datum und Veranstaltung aus...           ———————————————————-Bei Ticketwünschen für verschiedene Konzerte aus dem Jahresprogramm wenden Sie sich bitte an Tel. 05271 694010.

6. Mai 2012     
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Cembalo und Leitung: Fabio Bidini
Violine: Sabrina-Vivian Höpcker
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Antonio Vivaldi
Die vier Jahreszeiten
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Max Reger
Lyrisches Andante

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Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonie für Streicher Nr. 9 C-Dur

 

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In eigener Sache:
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(NWD) Nordwestdeutsche Philharmonie Herford

(NWD) Nordwestdeutsche Philharmonie Herford

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Wir sehen mit großer Sorge die Existenz unserer Nordwestdeutschen Philharmonie gefährdet.

Das Orchester gehört zu den herausragenden Kulturgütern in OWL. Es erfüllt hier in hervorragender Weise seinen Kultur- und Bildungsauftrag und ist Botschafter der Region, zu deren Attraktivität es als wichtiges kulturelles Markenzeichen wesentlich beiträgt.

Es ist Aufgabe der Kreise und Kommunen der Region, unser Orchester zu erhalten. Wir fordern daher die politisch Verantwortlichen auf, in einer gemeinsamen Anstrengung die Finanzierung dieses Klangkörpers aktuell und für die Zukunft zu sichern.

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Bitte unterstützen Sie uns..!!

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Online-Petition zum Erhalt der Nordwestdeutschen Philharmonie.

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Link:  http://www.nwd-petition.de/

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P.S.

Ich bitte um zahlreiche Unterstützung zum Erhalt der NWD ..!!

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17. Mai 2012 

Hamburger Ratsmusik

Sopran: Monika Mauch
Viola und Leitung: Simone Eckert
 

Karten online direkt im Saalplan buchen

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10. Juni 2012

Minguet Quartett

Karten online direkt im Saalplan buchen

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17. Juni 2012

Finsterbusch Trio

Karten online direkt im Saalplan buchen

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1. September 2012

Justus Frantz

Karten online direkt im Saalplan buchen

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2. September 2012

Justus Frantz

Karten online direkt im Saalplan buchen

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7. Oktober 2012

Sonderkonzert Prof. Gerhard Weinberger

17.00 Uhr, Abteikirche

Johann Sebastian Bach (1685–1750):
Kantate „Wer weiß, wie nah mir mein Ende“ BWV 27 (für den 16. Sonntag nach Trinitatis) für Soli, Chor und Orchester

Johann Sebastian Bach (1685–1750):
Kantate „Ich habe genung“ BWV 82
(am Fest Mariä Reinigung)
für Bass, Oboe, Streicher und Continuo

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791):
Requiem d-Moll KV 626 für Soli, Chor und Orchester

Solisten: Klaus Mertens, Bass-Bariton u.a.
Instrumentalsolisten-Ensemble
Leitung: Ulrike-Anima Mathé
Barockakademie der Hochschule für Musik Detmold

Leitung: Gerhard Weinberger

Kat.1 / € 28,- I Kat.2 / € 25,-

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16. Dezember 2012

16:00 Uhr Weihnachtskonzert in der Abteikirche

Diese Veranstaltung ist erst ab 01.09.2012 buchbar!

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16. Dezember 2012

19:00 Uhr Weihnachtskonzert in der Abteikirche

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Weihnachtskonzert 2012
Paderborner Domchor
Solisten: NDR-Radiophilharmonie Hannover
Leitung: Thomas Berning
 

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Karten online direkt im Saalplan buchen

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News aus der Klassikszene: April 2012


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Klassik-News Stand:  16.04.2012

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Organist Prof. Dr. Martin Sander

Organist Prof. Dr. Martin Sander

HfM Detmold meldet:

Organist stellt sich vor

Am kommenden Sonntag, 22.04.2012, findet um 18:00 Uhr im Konzerthaus Detmold das Antrittskonzert von Prof. Dr. Martin Sander statt. Sander tritt an der Hochschule für Musik Detmold die Nachfolge von Prof. Gerhard Weinberger an, der in den Ruhestand gegangen ist.

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Martin Sander wird auf der imposanten Klais-Orgel ein Konzert mit barocken und romantischen Werken geben. Auf dem Programm stehen Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552 sowie die Choralbearbeitung „Schmücke dich, o liebe Seele“ aus den „Leipziger Chorälen“ BWV 654, dann die Orgelsonate Nr. 1 b-Moll op. 1 von Philipp Wolfrum (1854-1919) sowie die dritte aus Robert Schumanns „Sechs Fugen über den Namen BACH“ und die berühmte Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46 von Max Reger.

Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.

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Musiker: Masaaki Suzuki  Foto: Marco Borggreve

Musiker: Masaaki Suzuki Foto: Marco Borggreve

Leipzig, 16.04.12 

Die Bach-Medaille der Stadt Leipzig wird am 8. Juni 2012 im Rahmen des Bachfestes Leipzig an Masaaki Suzuki verliehen. Der Spezialist für historisch informierte Aufführungspraxis hat sich laut Juryentscheidung in seiner Heimat Japan als Organist, Cembalist und Dirigent insbesondere um die Verbreitung des Werkes von Johann Sebastian Bach verdient gemacht, wie das Bach-Archiv Leipzig mitteilt.

Die Bach-Medaille wird seit 2003 jährlich an Musiker verliehen, deren künstlerischer Fokus maßgeblich auf die Bachrezeption zielt. Die aus Meißner Porzellan gefertigte Bach-Medaille wurde bisher an Herbert Blomstedt (2011),  Philippe Herreweghe (2010), Frieder Bernius (2009), Hermann Max (2008), Nikolaus Harnoncourt (2007), Ton Koopman (2006), Sir John Eliot Gardiner (2005), Helmuth Rilling (2004) und Gustav Leonhardt (2003) verliehen.

Die Bach-Medaille wird im Rahmen eines öffentlichen Festaktes am Freitag, dem 8. Juni 2012, um 15 Uhr im Alten Rathaus in Leipzig verliehen. Im Anschluss ist der Künstler ab 20 Uhr in der Leipziger Thomaskirche gemeinsam mit dem Bach Collegium Japan zu erleben. Es erklingt unter seiner Leitung die »Matthäus-Passion« BWV 244b in der Fassung von 1729.

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Thomaskantor Gerog Christoph Biller

Thomaskantor Georg Christoph Biller komponiert seine „St.-Thomas-Ostermusik: 

„Christus, das Licht“

Möchte man sich die Auferstehung Jesu tatsächlich von drei Blockflöten verkünden lassen? Daran lässt sich zweifeln. Doch der Komponist, Thomaskantor Georg Christoph Biller, geht hier keinem geschmacklosen Klischee auf den Leim, sondern verleiht der naiven Stimme dieses verschrienen Instruments die Kraft des Staunens und führt damit das Wunder vor Augen. Keine reine Orgie der Freude soll sie sein, seine „St.-Thomas-Ostermusik“, sondern soll den Schritt aus der Finsternis ins Licht nachvollziehbar machen.

Möchte man sich die Auferstehung Jesu tatsächlich von drei Blockflöten verkünden lassen? Daran lässt sich zweifeln. Doch der Komponist, Thomaskantor Georg Christoph Biller, geht hier keinem geschmacklosen Klischee auf den Leim, sondern verleiht der naiven Stimme dieses verschrienen Instruments die Kraft des Staunens und führt damit das Wunder vor Augen. Keine reine Orgie der Freude soll sie sein, seine „St.-Thomas-Ostermusik“, sondern soll den Schritt aus der Finsternis ins Licht nachvollziehbar machen.

Biller wünscht sich für die Uraufführung: „Dass es gut geht. Für das Stück wünsche ich mir, dass es wieder aufgeführt wird.“ Eine zweite Aufführung erfährt seine Festmusik im Rahmen der traditionellen Motette am 21. April um 15.00 Uhr in der Thomaskirche Leipzig. Im Bachfest Leipzig 2012 wird die Ostermusik am 14. Juni ebenfalls erklingen. Dann werden nach den Aufführungen erneut Podiumsdiskussionen mit dem Thomaskantor erfolgen, um das Verstehen des Werkes und den Diskurs darüber zu ermöglichen. Natürlich wieder im Altarraum der Thomaskirche, „zu Füßen Bachs“, wie es Pfarrer Christian Wolff formulierte.

Weitere Informationen:  >>>  h i e r  <<<<     und  >>> h i e r  <<<

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Thomas Quasthoff

Thomas Quasthoff

Thomas Quasthoff im Interview!

Hamburg – Der Sänger Thomas Quasthoff  lehnt einen Umbau der öffentlichen Kulturförderung ab. “Das finde ich falsch. Man muss auch die Möglichkeit haben, in Diepholz ins Theater zu gehen”, sagte der 52-jährige Bassbariton dem Magazin “Der Spiegel”. Die kleinen Theater hätten eine Bildungsauftrag. Er widersprach damit der These des umstrittenen Buches „Der Kulturinfarkt“, wonach die Hälfte der deutschen Theater und Museen entbehrlich sei.

Dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen warf Quasthoff vor, diese Aufgabe zu vernachlässigen: „Was machen die denn? Wo sind denn die ganzen Klassiksendungen geblieben? Da gibt es das grauenhaft moderierte Klassik-Echo-Preisträgerkonzert mit Herrn Gottschalk. Der hat dasselbe Interesse an klassischer Musik wie ich am Häkeln…“

Zum Interview der nmz:

 http://www.nmz.de/kiz/nachrichten/thomas-quasthoff-lehnt-umbau-der-kulturfoerderung-ab

Autor

Agentur – dapd

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Die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen / Schweiz gibt bekannt:

J.S. Bach

Matthäus-Passion BWV 244

Das Sonderkonzert findet im Rahmen des Internationalen Bachfests in Schaffhausen in der Kirche St. Johann, Schaffhausen, statt. Aufgeführt wird die Matthäus-Passion. Konzertbeginn ist um 17.00 Uhr.

Solisten

Vorverkauf im Stadttheater Schaffhausen oder unter

www.2012.bachfest.ch

Es ist nicht das erste Mal, dass Peter Harvey mit der J.S. Bachstiftung St. Gallen ein Konzert gibt. Bekannt wurde der britische Bariton durch seine Teilnahme an den umfangreichen Konzerten mit John Eliot Gardiner, Monteverdi Choir und English Baroque Soloists im Rahmen der „Bach-Cantata-Pilgrimage 2000.“

Programmheft

Das Programmheft zur Matthäus-Passion können Sie hier kostenlos herunterladen

Eine CD-Veröffentlichung der Matthäus Passion wird voraussichtlich Anfang 2013 bei der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen zu erwerben sein.

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News vom Label Monteverdi, Soli Deo Gloria, England:

CD -  SDG 716 Bach Motets

CD - SDG 716 Bach Motets

 

J.S. Bach Motetten

SDG 716 | 1 CD (19 Tracks)
Aufgenommen live in London,
St. Johns Smith Square, 2011
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CD-SDG 716  ist ab April 2012 bei Amazon erhältlich..!!“

Link: Amazon Partner von Volkers Klassikseiten

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The album is packaged in a hard back book similar to our other releases. It contains 44 pages booklet with original notes by John Eliot Gardiner and texts in German, English and French. Dreißig Jahre nach der großartigen ERATO-Einspielung handelt es sich hier um eine Neuaufnahme der Bach-Motetten aus 2011.

CD-Inhalt:

„Singet dem Herrn Ein Neues Lied“ BWV 225 – „Der Geist hilft Unser Schwachheit auf“ BWV 226 – „Jesu, meine Freude“ BWV 227 – „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“ BWV 228 – „Komm, Jesu, komm“ BWV 229 – „Lobet den Herrn, Alle Heiden“ BWV 230 – „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!“ BWV 159 Anh.III.

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Gardiner-CDs der DGG

Gardiner-CDs der DGG

Ein ganz interessanter Hinweis, den mir Werner einmal zugesandt hatte und von mir in Vergessenheit geraten war..!!

Wem noch Bach-Kantaten der DGG mit Gardiner fehlen, dem sei der beigefügte Newletter zur Lektüre empfohlen. Dort gibt es die CDs für EUR 5,99. Allerdings sind darunter auch einige, die bereits vor dem Pilgrimage-Jahr 2000 aufgenommen und veröffentlicht wurden.

Hier geht alles den Bach runter. Vor allem die Preise! Johann Sebastian Bachs Kantaten. Wir haben elf prallgefüllte CDs mit Einspielungen Bachscher Kantaten, die aus einem ganz besonderen Projekt des britischen Dirigenten Sir John Eliot Gardiner hervorgegangen sind, „das er ‚Bach Cantata Pilgrimage‘ überschrieb. In unterschiedlichen europäischen Gotteshäusern sollten Bachs Kantaten aufgeführt werden. Sonntag für Sonntag, Feiertag für Feiertag. Jeweils jene Kantaten, die Johann Sebastian Bach für diese Tage geschrieben hatte.198 Kantaten Bachs sind überliefert. Die Konzerte der Gardinerschen Pilgerschaft fanden in zwölf Ländern und 50 Städten statt, 282 Musiker wurden beschäftigt&ld quo; (welt.online).Diese entstammen dem bestechenden Orchester der English Baroque Soloists und dem von Gardiner gegründeten und vom Gramophone Magazin als bestes Vokalensemble der Welt ausgezeichneten Monteverdi Choir. Ohrenschmaus voraus!

Hier klicken

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Werk aus eigenem Hause: Thomaskantor schreibt Ostermusik selbst

„Sankt Thomas“ – so heißt die Komposition aus der Feder des amtierenden Thomaskantors Georg Christoph Biller. Am Ostersonntag wird sie in der Leipziger Thomaskirche uraufgeführt.

Biller gestaltet den Einstieg in seine Festmusik aus dem Schlussakkord der Bachschen Matthäuspassion. So thematisiert er vor allem die Art und Weise, wie sich die Dunkelheit der ausklingenden Passionszeit zum Licht des Osterfestes wendet.
Zudem stellt die Sankt Thomas Ostermusik einen inhaltlich aktuellen Bezug zum Unglauben des Jüngers Thomas her.

Mit der Uraufführung der Ostermusik beginnt ein Reigen von fünf Festmusiken zum Jubiläum 800 Jahre Thomana. Zu den Kirchenfesten bis Epiphanias 2013 erklingen Werke von Hans Werner Henze, Heinz Holliger, Brett Dean und Krzysztof Penderecki.

Zum Video-Beitrag :   >>  h i e r  klicken..!!  <<

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Radiotipps 18.4. – 22.4.2012


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Links zu den Radiosendern sind auf der Seite WebRadios zu finden:

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18.4.

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HR2
20:05-21:30
Kaisers Klänge
Barockmusik frisch angestrichen – Strawinsky, Respighi & Co

Musikalische Entdeckungsreisen mit Niels Kaiser
Mit alter Musik kann man auf zweierlei Weise verfahren: Man kann versuchen, sie originalgetreu aufzuführen – dafür steht die Originalklangbewegung der letzten Jahrzehnte – oder man poliert sie mit neuen klanglichen und kompositorischen Mitteln frisch auf – ein im Neoklassizismus der 1920er Jahre angewendetes Verfahren. Strawinsky hat das in seiner „Pulcinella-Suite“ mit der Musik Pergolesis und anderer Barockmeister so gemacht, Respighi in seinen „Antiken Arien und Tänzen“ mit alter Lautenmusik. Ihre Bearbeitungen sind heutzutage vertrauter als die Originale. Kaum anders ist das mit den Händel-Variationen von Brahms. Was haben die Bearbeiter verändert, was hinzugefügt, was so gelassen, wie es war? Ihre Arbeit kann man am besten beurteilen, wenn man Original und „Fälschung“ direkt miteinander vergleicht.

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22.4.

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BBC Radio3
13-14 Uhr (14-15 Uhr MESZ)
The Early Music Show
JSBach: Who Do You Think You Are?

Lucie Skeaping presents a programme exploring JS Bach’s musical ancestors. Music by some of JS Bach’s sons is often heard these days, but today, Lucie traces the Bach family tree back to his great-great grandfather, Veit Bach, who was a baker in Wechmar and whose son Johann in turn produced 3 musical sons. The programme includes motets and instrumental music by some of the composers in this great musical dynasty.

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Dazu gibt es eine Reihe von Sendungen zu dem 100. Geburtstag von Kathleen Ferrier, von denen ich einige heraus gepickt habe. Bei einigen Aufnahmen mit Arien von Bach mit ihr, bekomme ich Gänsehaut.

16.4.
rbb kulturradio
20:04-21:00
SCHÖNE STIMMEN

Kathleen Ferrier zum 100. Geburtstag

Der Dirigent Bruno Walter schrieb über Kathleen Ferrier (1912 – 1953), mit der ihn eine lange künstlerische und persönliche Freundschaft verband: „Zu den tiefsten und beglückendsten Erlebnissen meiner Musikerexistenz zählte für mich die Begegnung mit Kathleen Ferrier … Es war ein Geheimnis um dieses im Leben anscheinend so heitere, klare einfache Wesen. Dieses Geheimnis tönte aus ihrem Gesang, der alle Gefühlstiefen und musikalischen Reichtümer der Werke erschloss … In ihrer Beziehung zur Kunst hatte sie die Demut und Inspiration einer Eingeweihten – und ihre ureigenste Domäne schien Musik mit spirituellem Gehalt zu sein.“

19.4.
Ö1
19:30-21:00
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel
„… in die Tiefe des Herzens“: Kathleen Ferrier (zur 100. Wiederkehr ihres Geburtstags)

Kathleen Ferriers Mahler-Lied-Aufnahmen gemeinsam mit Bruno Walter stehen auf den Ewig-Bestenlisten der Plattengeschichte; ihr Gluck-Orpheus, ihre Gestaltung der Bach’schen „Matthäuspassion“ berühren wie am ersten Tag.

Wie machte es die vor bald 60 Jahren verstorbene Altistin, mit ihrer Stimme derart „in die Tiefe des Herzens“ zu dringen? „Spätberufen“ als Sängerin, dann frühvollendet, von magischer Ausstrahlungskraft, und auch in ihrer Erscheinung, die Konzentration und Hingabe an die Kunst vermittelte, das Besondere vom Besonderen … Kathleen Ferrier, die am Höhepunkt ihrer kurzen Karriere als die prominenteste Britin neben der jungen Queen Elizabeth galt, war ein Fall von „wen die Götter lieben“: Mit nur 41 wurde sie von einer Krebserkrankung aus dem Leben gerissen.

21.04.
BR klassik
19:05-20:00
Zum 100. Geburtstag der Altistin Kathleen Ferrier (I)

„Eine herrliche Stimme, reich an Farben“
Porträt von Susanne Schmerda
Teil II: Sonntag, 22. April 2012, 10.05 Uhr

„Hier ist eine herrliche Stimme, reich an Farben und mit einem bezaubernd warmen, samtenen Klang“, schwärmte ein Preisrichter 1938, dem die junge Kathleen Ferrier vorgesungen hatte. Bis zu ihrem Durchbruch als professionelle Sängerin mit fast dreißig Jahren indes hatte die am 22. April 1912 im englischen Lancashire geborene Altistin viele Jahre als Telefonistin gearbeitet, dann aber entwickelte sich ihre Gesangskarriere sehr schnell. In Glyndebourne glänzte sie in Brittens „Rape of Lucretia“ und erschütterte in der Titelrolle von Glucks „Orpheus“, jener Partie, mit der sie sich im Februar 1953, schon von ihrer Krebserkrankung gezeichnet, von ihrem Publikum verabschiedete.
Legendär sind ihre suggestiven Interpretationen in englischen Oratorien und Werken von Bach, Gustav Mahler und Brahms, bewegend ihre intensive Deutung der „Kindertotenlieder“ mit Bruno Walter und der „Alt-Rhapsodie“ mit Clemens Krauss (beide Werke erklingen am Sonntag in der „Symphonischen Matinée“ um 10.05 Uhr).
22.4.
BR klassik
10:05-11:55
Symphonische MatinéeZum 100. Geburtstag der Altistin Kathleen Ferrier (II)

Johannes Brahms: „Alt-Rhapsodie“, op. 53 (Männer des London Philharmonic Chorus; London Philharmonic Orchestra: Clemens Krauss); Richard Strauss: „Metamorphosen“ (Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie: Clemens Krauss); Gustav Mahler: „Kindertotenlieder“ (Wiener Philharmoniker: Bruno Walter); Johannes Brahms: Symphonie Nr. 3 F-Dur (New York Philharmonic Orchestra: Bruno Walter)
Aufnahmen von 1947 – 1953
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Dkultur
15:05-17:00
Interpretationen

Fülle des Wohllauts
Die Jahrhundertsängerin Kathleen Ferrier
Gast: Jens Malte Fischer
Moderation: Olaf Wilhelmer

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag“Quasimodogeneti”


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Thomaskirche Konzert Matthäus-Passion Fernsehübertragung

Thomaskirche zu Leipzig Konzert "Matthäus-Passion" Fernsehübertragung am: 6.4.2012

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  15.04.2012 

begehen wir den Sonntag   ”Quasimodogeneti

Der Name des Sonntags Quasimodogeniti leitet sich vom Beginn der früheren lateinischen Antiphon ab: Quasi modo geniti infantes, Halleluja, rationabile, sine dolo lac concupiscite. (1. Petr 2, 2; deutsch: Wie die neugeborenen Kindlein seid begierig nach der vernünftigen, lauteren Milch).
Der Sonntag Quasimodogeniti erinnert uns an die neue Geburt, die wir „durch Wasser und Geist“ erfahren, d.h. den Anfang eines neuen Lebens in Christus, nach unserer physischen Geburt. Die Perikopen haben aber, mit Ausnahme der Epistellesungen, nur wenig damit zu tun. Die Evangelien erzählen weiter von dem Geschehen nach Ostern.

Auch der Sonntag Quasimodogeniti steht ganz unter dem Zeichen des Osterfestes. Die Geschichte von Thomas führt uns unseren eigenen Wunsch vor Augen, Jesus zu sehen. Aber: selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Die große Gnade ist, dass wir durch Jesus Christus völlig neu geboren sind und die Verantwortung, die Gott uns Menschen übertragen hat, selbst wahrnehmen können, ohne von unserer Schuld erneut gefangengenommen zu werden.

Wochenspruch: 

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. (1. Petr 1, 3)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag  ”Quasimodogeneti

BWV    44 –  Am Abend aber desselbigen Sabbats

BWV   67 – Halt im Gedächtnis Jesum Christ


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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach

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BWV 42 „Am Abend desselbigen Sabbats“

Kantate für den Sonntag Quasimodogeniti für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Gillian Keith, Sopran; Daniel Taylor, Countertenor; Charles Daniels, Tenor; Stephen Varcoe, Bass;

Monteverdi Choir; English Baroque Soloists,

Leitung: John Eliot Gardiner

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NDRkultur – (Kantate)

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Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

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Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

BWV 42 Am Abend aber desselbigen Sabbats“

Kantate  für den 1. Sonntag nach Ostern

Barbara Schlick, Sopran / Gérard Lesne, Altus Howard Crook, Tenor / Peter Kooy, Bass
La Chapelle Royale / Collegium Vocale Gent
Ltg.: Philippe Herreweghe 


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 42 „Am Abend aber desselbigen Sabbats“

Gillian Keith (Sopran)
Daniel Taylor (Countertenor)
Charles Daniels (Tenor)
Stephen Varcoe (Bass)

Monteverdi Chor London
Englische Barocksolisten
Leitung: John Eliot Gardiner

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 42 zum Sonntag Quasimodogeniti

„Am Abend aber desselbigen Sabbats“

Yukari Nonoshita, Sopran
Robin Blaze, Countertenor
James Gilchrist, Tenor
Dominik Wörner, Bass

Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki


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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

800 Jahre Thomana

BWV 67 „Halt im Gedächtnis Jesum Christ“

Gertrud Wagner, Alt; Gert Lutze, Tenor; Johannes Oettel, Bass

Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Günther Ramin 

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:35 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 42 „Am Abend aber desselbigen Sabbats“,

Kantate zum Sonntag Quasimodogeniti,

Gerlinde Sämann, Sopran; Melinda Paulsen, Alt;

Kobie van Rensburg, Tenor; Gotthold Schwarz, Bass;

Heinrich Schütz Ensemble;

Monteverdi Orchester:

Leitung: Wolfgang Kelber


 
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Videos mit Bach-Kantaten zum Sonntag – Quasimodogeneti
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/ YouTube: BWV 42 –  Am Abend aber desselbigen Sabbats”   –  (Interpret: J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

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Dritter Satz (aria alto) aus der Kantate BWV 42

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/ YouTube: BWV 42 –  Am Abend aber desselbigen Sabbats ”   –  (Interpret:  Herreweghe)
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Gesamt-Aufnahme..!!
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/ YouTube: BWV 67 –  „Halt im Gedächtnis Jesum Christ”   –  (Interpret: Masaaki Suzuki)
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Bach-Kantaten: für den Sonntag  „Quasimodogeneti“

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Cover:  SDG 131 Vol. 23

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 131, Vol. 23

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CD-Inhalte:

BWV 42 – Am Abend aber desselbigen Sabbats /

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol.  21 – CD  1

BWV 67 – Halt im Gedächtnis Jesum Christ /

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol. 21 – CD 1 

BWV 150 – Nach dir, Herr verlanget mich /

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol.  21 – CD  1

BWV 158 – Der Friede sei mit dir /

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol. 21 – CD 1 

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Kantaten für den Sonntag: Quasidomogeniti

Bachkirche, Arnstadt  am 29. bis 30. April 2000

Kantaten-Beschreibung: BWV 42 Am Abend aber desselbigen Sabbats“ 

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Im folgenden Jahr, 1725, fand Bach in der Kantate BWV 42 „Am Abend aber desselbigen Sabbats“ zu einer völlig anderen Lösung. Er gab den Anfang des Textes aus dem Johannesevangelium nicht dem erschöpften Chor, sondern einem Tenor – als Evangelisten. Seiner Lesung geht eine ausgedehnte Sinfonia voraus, die einem concerto a due cori ähnelt – Streicher sind gegen Holzbläser gesetzt (zwei Oboen und Fagott). Es mag zwar verlockend sein, hinter Bachs Entscheidung für eine instrumentale Ouvertüre eine ausdeutende theologische Absicht zu sehen – Eric Chafe ist zum Beispiel der Meinung, sie lege die Interpretation nahe, der auferstandene Christus erscheine inmitten seiner besorgten Jünger –, sie stammt jedoch in Wahrheit aus einer verschollenen Serenata zum Geburtstag des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen (BWV 66a). Sie ist ein weiteres Beispiel für jene Stücke, in denen Bach vorhandenes weltliches Material parodiert, und man stellt sich die Frage, ob er die doppelte Zweckbestimmung von Anfang berücksichtigt hatte oder ob er sie, da er genau erkannte, auf welch vielfältige, doch durchaus geeignete Weise sich vorrätiges Material verwerten ließ, aus der untersten Schublade hervorholte, als ihm der Gedanke kam, dass sie für die geplante Kantate zu gebrauchen sein könnte.

Freie Instrumentalmusik ist jedoch die eine Sache: Ob sie einen subjektiven Stempel trägt, der eine bestimmte Interpretation nahe legt, lässt sich weder beweisen noch widerlegen. Eine andere Sache ist Musik, der ein Text unterlegt ist. Ich konnte keinerlei Anzeichen dafür entdecken, dass sich in der Alt-Arie Nr. 3 ‚Jesus ́inmitten’ einer aufgewühlten Welt’ befindet (wieder Chafe), und hätte es auch nicht in einer Musik erwartet, deren Originaltext (ebenfalls aus der Köthener Serenata) mit den Worten beginnt: ‚Beglücktes Land von süsser Ruh und Stille! / In deiner Brust wallt nur ein Freuden-Meer’. Doch fand ich sie, manchen pastoralen Stücke Rameaus vergleichbar, bei unserer ersten Aufführung unerträglich qualvoll und traurig, sehr viel heiterer und trostreicher bei der zweiten. Vielleicht sind diese beiden subjektiven Eindrücke weniger widersprüchlich, als es zunächst den Anschein haben mag. Könnte es sein, dass Bachs eigene schmerzvollen Erfahrungen und enttäuschenden Erlebnisse dieser Gelassenheit zugrunde liegen, mit der er die Macht des Gebetes und der Vergebung akzeptiert: ‚Wo zwei und drei versammlet sind’ und (im B-Teil) ‚Denn was aus Lieb und Not geschicht, / das bricht des Höchsten Ordnung nicht’?

Bach setzt in die Mitte dieser Kantate einen Choral, um die Verletzlichkeit des ‚Häuflein klein’ in einer feindlich gesinnten Welt zu betonen, verbirgt ihn jedoch fast vollständig in den instrumentalen (und gelegentlich vokalen) Linien. C. H. Terry hat einmal die Vermutung geäußert, das merkwürdig bukolisch klingende Fagottobligato sei dazu bestimmt, eine Choralmelodie zu begleiten, ‚die eigentlich überhaupt nicht erklingt’, was zu der Vermutung führen könnte, dieser Kunstgriff drücke das ‚Verborgensein’ der Kirche in der Welt aus. Ein solcher Eindruck scheint sich im Bass-Rezitativ (Nr. 5) zu bestätigen, wo mitgeteilt wird, Jesus sei seinen Jüngern ‚zum Zeugnis, dass er seiner Kirche sein will’, plötzlich erschienen. Bach leitet in den letzten wenigen Takten zu einem animoso über, wo die gesamte Continuogruppe (Cello, Violone, Fagott, Cembalo und Orgel) die Absicht zu haben scheint, den wütenden Feind in den unergründlichen Schlund zu stoßen –, und dies ebenso über eine weite Strecke der abschließenden Arie in A-dur (Nr. 6).

Der Bass-Solist feiert unterdessen die Macht des Lichts, das die Finsternis überwindet: Jesus als ‚ein Schild der Seinen, wenn sie die Verfolgung trifft’, ist der Garant dafür, dass ihnen ‚die Sonne scheinen’ wird. Whittaker verwies auf die ‚in Terzen leuchtenden’ Violinen, die uns diese Sonne ‚mit der güldnen Überschrift’ schildern, und sie lenkten meinen Blick auf das mit Gold verzierte ‚SDG’ auf der Kanzel. Bach hat diesen Abschnitt für zwei Violinstimmen vorgesehen, in die sich die vier ersten Violinen teilen, zwei pro Part. Nach außen hin schien er so wenig überzeugend, dass wir ihn als ganz normale Triosonate aufzuführen versuchten (zwei Violinen pro Part lassen sich viel schwieriger harmonisch verbinden als eine oder drei). Es klang gut, aber nicht mehr; daher experimentierten wir mit drei Instrumenten pro Part, die wir antiphonal gegeneinander setzten. Schließlich kehrten wir wieder zu der ursprünglichen Aufteilung zwei Stimmen pro Part zurück – und diese beweist natürlich, dass Bach genau wusste, was er wollte. Der abschließende Choral enthält Luthers Version von Da Pacem, Domine, die dieser Johann Walthers Gebet um ‚Fried und gut Regiment’ geschickt aufgepfropft hat. 

© John Eliot Gardiner 2007

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zu Ostern:

                   h i e r  zum Download als PDF     sdg131_ger

  Künstler-Beitrag:  Alison Bury, Konzertmeisterin      /

                 Künstler-Beitrag:Alison Bury; Konzertmeisterin  als PDF  

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Ich wünsche allen einen schönen Sonntag  !

Ein kleines Sonntags-Bon-Bon..!!

800 Jahre Thomaner, der Film ist köstlich..!!

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Herzliche Grüße
Volker
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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für die Feiertage zu “Ostern”


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Isenheimer Altar in Colmar von Matthias Grünewald (1475-1528)

Isenheimer Altar in Colmar von Matthias Grünewald (1475-1528)

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  08.04. und 09.04.2012 

begehen wir die Feiertage   ”Ostern

Die Osterzeit beginnt mit dem Ostermorgen und endet 50 Tage später mit Pfingsten. Diese Zeitspanne wurde schon von den Juden beobachtet, das Fest Pentekost (griechisch = der „Fünfzigste“) wird auch vom Volk Israel gefeiert. Die Christen übernahmen diese Zeitspanne als besondere Festzeit bereits im 2. Jahrhundert, vielleicht sogar früher (dass das Osterfest selbst schon in der frühesten Christenheit gefeiert wurde, belegt 1. Kor 5, 7-8). In dieser Zeit der 50 Tage wurde zunächst besonders die Überwindung des Todes, den Christus am Kreuz erlitt, zum Gegenstand der Betrachtung gemacht. Später verlor die Betrachtung des Todes immer mehr an Bedeutung, und die Zeit wurde mehr und mehr zum Fest der Erhöhung Christi, also eigentlich seiner Himmelfahrt, umgewandelt.

Diese Zeit ist in zwei Abschnitte gegliedert. Zunächst befaßt sie sich mit dem Wirken Gottes an uns durch Jesus Christus (bis Jubilate), und dann erfolgt die Antwort der Gemeinde auf dieses Wirken (Kantate und Rogate). Nach 40 Tagen (zur Symbolik der Nummer 40 siehe die Fastenzeit) ereignet sich Christi Himmelfahrt, wonach die Gemeinde in baldiger Erwartung seiner Wiederkunft verharrt.

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Am Ostersonntag freuen wir uns über die Auferstehung Jesu von den Toten. Er ist der Erstling der Auferstehung, dem wir nachfolgen werden, wenn er kommen wird. Aber die Auferweckung gibt uns nicht nur Hoffnung für die Zukunft – auch heute, in unserer Welt, können wir nicht schweigen von unserer Freude und beten, dass das Evangelium unter uns wirksam werde und diese Welt verändere.

Wochenspruch:

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offb 1, 18)

Der Ostermontag nimmt Bezug auf die Ereignisse unmittelbar nach der Auferstehung. Die Reaktion der Jünger und die ersten Erscheinungen Jesu stehen nun im Mittellpunkt, wobei auch die Konsequenzen der Auferstehung schon deutlich werden.

Am Ostermontag hören wir die Geschichte von den Emmausjüngern und erfahren, dass Jesus auch unerkannt unter uns ist und wirkt. So können wir getrost alle Zweifel in Gottes Hand legen, brauchen sie aber auch nicht zu verschweigen, weil wir wissen, dass Gott uns zur rechten Zeit das Verstehen schenkt.

Wochenspruch: 

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offb 1, 18)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Vorab ein Video-Ausschnitt 

von der Probe zur Matthäus-Passion BWV 244

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen..!!

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen Probe Matthäus-Passion

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen Probe Matthäus-Passion

.Link zum Video:  

video?id=ffde8113-5002-430f-bc3d-aa0a2b36ce33

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Ein Zeitungs-Artikel aus St. Gallen als PDF

Link: St_Galler_Tagblatt_-_Bachs_Mt._Everest

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Bach-Kantaten für den 1. Oster-Tag

BWV     4 –  Christ lag in Todesbanden

BWV   31 – Der Himmel lacht! die Erde jubilieret 

BWV 249 – (Oster-Oratorium) Kommt, eilet und laufet

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Bach-Kantaten für den den 2. Oster-Tag

BWV    6 – Bleib bei uns, denn es will Abend werden

BWV   66 – Erfreut euch, ihr Herzen

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Bach-Kantaten für den 3. Oster-Tag

BWV 134 – Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiß

BWV 145 – Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen

BWV 158 – Der Friede sei mit dir

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik Oster-Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kommt, eilet und laufet, ihr flüchtigen Füße, BWV 249, Osteroratorium

 für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Emily van Evera, Sopran; Caroline Trevor, Alt; Charles Daniels, Tenor; Peter Kooij, Bass;

Taverner Consort and Players, Leitung: Andrew Parrott

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik Oster-Montag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach
Erfreut euch, ihr Herzen, BWV 66, Kantate zum Ostertag f

ür Soli, Chor und Orchester; Kai Wessel, Altus; James Taylor, Tenor; Peter Kooij, Bass;

Collegium Vocale Gent, Leitung: Philippe Herreweghe

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NDRkultur – (Kantate)

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Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

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Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Oster-Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:
Der Himmel lacht, die Erde jubilieret, Kantate BWV 31
Barbara Schlick, Sopran / Guy de Mey, Tenor
Klaus Mertens, Bass /

Amsterdamer Barockorchester
Ltg.: Ton Koopman

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Oster-Montag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Beib bei uns, denn es will Abend werden,
Kantate BWV 6

Barbara Schlick, Sopran / Andreas Scholl, Altus
Christoph Prégardien, Tenor
Gotthold Schwarz, Bass / Kammerchor Accentus

Ensemble Baroque de Limoges / Ltg.: Christophe Coin

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Oster-Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

„Christ lag in Todes Banden“ BWV 4 
Katharina Fuge (Sopran)
Carlos Mena (Alt)
Hans Jörg Mammel (Tenor)
Stephan MacLeod (Bass)
Ricercar Consort
Leitung: Philippe Pierlot

Johann Sebastian Bach:

„Christ lag in Todesbanden“ BWV 695
Gerhard Weinberger (Orgel)

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Geistliche Musik am Oster-Montag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Thomas Selle:

„Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“

Weser-Renaissance Bremen
Leitung: Manfred Cordes
Friedrich Wilhelm Zachow:

„Ich bin die Auferstehung und das Leben“
Gudrun Sidonie Otto (Sopran)
Christoph Dittmar (Alto)
Mirko Ludwig (Tenor)
Guillaume Olry (Bass)

Chor und Orchester Cantus Thuringia
Leitung: Bernhard Klapprott

Heinrich Schütz:

„Feget den alten Sauerteig aus“ SWV 404

Weser-Renaissance Bremen
Leitung: Manfred Cordes

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Oster-Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Der Himmel lacht, die Erde jubilieret

Kantate BWV 31 am 1. Osterfesttag

Monika Frimmer, Sopran
Gerd Türk, Tenor
Peter Kooij, Bass

Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

Fantasie für Orgel G-Dur BWV 572
Marie-Claire Alain

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Oster-Montag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach 

Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiß

Osterkantate BWV 134

Daniel Taylor, Alt
James Gilchrist, Tenor

Monteverdi Choir, London
English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

Allabreve für Orgel D-Dur BWV 589
Gunter Kennel

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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Oster-Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

800 Jahre Thomana

„Der Himmel lacht, die Erde jubilieret“ BWV 31
Helga Termer, Sopran; Eberhard Büchner, Tenor; Hermann Christian Polster, Bass

Thomanerchor Leipzig, Mitglieder des Gewandhausorchesters Leipzig,

Leitung: Hans-Joachim Rotzsch

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Oster-Montag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

800 Jahre Thomana

Johann Sebastian Bach:

„Erfreut euch, ihr Herzen“ BWV 66

Heidi Rieß, Sopran; Eberhard Büchner, Tenor; Siegfried Lorenz, Bass

Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig,
Leitung: Hans-Joachim Rotzsch 

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Oster-Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:45 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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Kommt, eilet und laufet“, Kantate zum Osterfest, BWV 249
(Joanne Lunn, Sopran; Elisabeth Jansson, Alt; Jan Kobow, Tenor; Gotthold Schwarz, Bass;
Kammerchor Stuttgart; Barockorchester Stuttgart:
Frieder Bernius)
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BR-Klassik
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Sendung: Oster-Montag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
 .
Johann Sebastian Bach:
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„Bleib bei uns, denn es will Abend werden“, Kantate zum 2. Osterfesttag, BWV 6
(Toshia Nonoshita, Sopran; Robin Blaze, Countertenor; James Gilchrist ,Tenor;
Dominik Wörner, Bass;
Chor und Orchester des Bach Collegiums Japan:
Masaaki Suzuki
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„Christ lag in Todesbanden“, BWV 718 
Ullrich Böhm, Orgel
 
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Videos mit Bach-Kantaten zum 1. Ostertag
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/ YouTube: BWV 4 –  Christ lag in Todesbanden”   –  (Interpret: Pieter Jan Leusink)

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/ YouTube: BWV 31 –  Der Himmel lacht! die Erde jubilieret ”   –  (Interpret:  Pieter Jan Leusink)
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/ YouTube: BWV 249 –  (Oster-Oratorium )“Kommt, eilet und laufet”   –  (Interpret: Ton Koopman)
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Bach-Kantaten für den 2. Oster-Tag 
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/YouTube: BWV 6 –  Bleib bei uns, denn es will Abend werden”   –  (Interpret: Harnoncourt)
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/ YouTube: BWV 66 –  Erfreut euch, ihr Herzen”   –  (Interpret: Herreweghe)
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Bach-Kantaten für den 3. Oster-Tag 
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/ YouTube: BWV 134 –  Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiß”   –  (Interpret: Harnoncourt-Leonhardt )
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/ YouTube: BWV 145 –  Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen”   –  (Interpret: Harnoncourt)
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/ YouTube: BWV 158  Der Friede sei mit dir”   –  (Interpret: Herreweghe)
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Für  das Osterfest:

Bach-Kantaten:

SDG 128 Vol. 22

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 128, Vol. 22

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CD-Inhalte:

BWV 4 – Christ lag in Todesbanden /

Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol.  22CD  1

BWV 6 – Bleib bei uns, denn es will Abend werden /

Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol. 22CD 2

BWV 31 – Der Himmel lacht! die Erde jubilieret /

Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol. 22CD 1 

BWV 66 – Erfreut euch, ihr Herzen /

Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol. 22CD 2

BWV 134 – Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiß /

Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol. 22CD 2

BWV 145 – Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen /

Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol. 22CD 2

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Kantaten für Ostersonntag, Ostermontag und Osterdienstag

Georgenkirche, Eisenach am 23. bis 25. April 2000

Kantaten-Beschreibung: BWV 4

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Superintendent Robscheit, Pfarrer an der Georgenkirche, begrüßte uns herzlich. Wir hätten zehn Jahre früher kommen sollen, meinte er; denn damals, zu DDR-Zeiten, habe es so wenig Kontakte nach draußen und in die weite Welt der Bach-Aufführungen gegeben, dass die Menschen in Eisenach Hinweise auf eine weltoffenere Annäherung an den Komponisten nur über das Radio oder aus dem Westen hereingeschmuggelte CDs erhaschen konnten, die Rentner von ihren Stippvisiten mitgebrachten. Aber es sei gut, dass wir beschlossen hatten, auf unserer Pilgerreise hier Station zu machen, denn Eisenach sei der Ort der Begegnung von Bach und Luther: Bach habe seine ersten zehn Lebensjahre hier verbracht und als Chorknabe in dieser Kirche gesungen; auch Luther habe hier gesungen und oben auf der Wartburg, wo er gefangen saß, seine deutsche Übersetzung des Neuen Testaments verfasst.

St. Georgen in Eisenach mit Taufbecken im Vordergrund dort wurde am 23.3.1685 J.S. Bach getauft

St. Georgen in Eisenach mit Taufbecken im Vordergrund dort wurde am 23.3.1685 J.S. Bach getauft

Der Pfarrer zeigte auf das Taufbecken, wo Bach getauft worden war. Wie ein steinernes Symbol steht es unübersehbar im Zentrum der Kirche vor den Stufen zum Altarraum, ging jedoch in der Flut der Podeste nahezu unter, als wir uns dort im Kreis aufstellten, Orchester und Chor in der Mitte, um an den drei Ostertagen, Sonntag, Montag und Dienstag, unsere Konzerte zu geben. Am Morgen des Ostersonntags und Namenstags des Heiligen Georg waren wir im hinteren Teil der Kirche auf der Orgelempore postiert, wo wir im lutherischen Hauptgottesdienst den Gemeindegesang leiten sollten. Gemeindemitglieder aus der Stadt und dem Thüringer Umland, dazu Bach-Pilger (einige waren aus England oder anderswoher mit dem Flugzeug gekommen, manche hatten den ganzen Weg von Holland aus mit dem Fahrrad zurückgelegt) füllten die Kirche bis auf den letzten Platz. Wie viele Thüringer Kirchen ist auch die Georgenkirche wie ein

Barocktheater angelegt, die mehrstöckigen Emporen und Fürstenlogen bieten den Gottesdienstbesuchern einen ungehinderten Blick auf den Pfarrer und eine gute Akustik. Von unserer Position auf der Empore aus, mit der laut dröhnenden Orgel hinter uns, konnten wir Bachs Taufbecken sehen und dicht daneben die Kanzel, von der aus Luther 1521 gepredigt hatte. Sehr wahrscheinlich standen beide Männer – als Chorknaben – einst an dieser Stelle, wo wir jetzt standen. Die Choräle, die wir singen sollten, Christ ist erstanden und Christ lag in Todesbanden, waren so alt wie die Kirche selbst, Luther hatte sie in sein wortgewaltiges Deutsch gefasst, und Bach hatte mit seiner überwältigenden vierstimmigen Harmonisierung für eine weitere Überraschung gesorgt: Ihre Melodien waren so verändert worden, dass wir ahnen können, welche Bedeutung der Text für ihn selbst hatte, und das machte sie für uns, als Hörer oder Gläubige, auf eine besondere Weise reizvoll.

Die Stimmung lässt hier unmissverständlich deutlich werden, dass der Höhepunkt des lutherischen Kirchenjahrs das Osterfest ist – mit seinen übereinander gelagerten Schichten heidnischen und jüdischen Ursprungs: Frühlingsopfer, Passah und Fest des ungesäuerten Brotes, jenes alte kanaanitische Bauernfest, das die Hebräer übernahmen, als sie sich im gelobten Land niederließen, und das die Lutheraner später in dieser kaum veränderten Waldlandschaft wieder heimisch machten. In der ehrfürchtigen Andacht der Abendmahlsfeier konnte man einen Eindruck gewinnen, welche Bedeutung dieser Teil des Gottesdienstes für Luther hatte. Er war für ihn ein Ritual, das die Gläubigen aufruft, sich am Spiel der Erlösung aktiv zu beteiligen, die Zweifel abzulegen und dem ephemerischen Christus in einer greifbaren Form zu begegnen. Hier also gab es den Beweis für eine deutlich zu erkennende Synergie zwischen Luther und Bach. Unsere Vorstellung von beiden ist durch Musikwissenschaftler und Historiker geprägt, die über sie schreiben, als ließen sie sich auf ihre allein vom Verstand bestimmten Leistungen reduzieren – in Luthers Fall seine knochentrockenen theologischen Schriften ohne Witz und Metaphorik, bei Bach seine unfügsamen Klavierwerke. Damit wenden wir einer wesentlichen Charaktereigenschaft beider Männer den Rücken zu – ihrem Temperament: das Feuer im Herzen, das Luther den Mut gab, mit Rom zu brechen, und Bach die Zähigkeit, vier Jahre seines Lebens (1723–1727) der Komposition seiner jeweils einen Jahrgang umfassender Kantatenzyklen zu widmen, die auf der Pilgerreise des Lebens die Phasen von Zweifel und Furcht, Glauben und Unglauben mit beispielloser Erfindungsgabe schildern.

Es war nicht schwer, sich den jungen Bach an diesem Ort vorzustellen, der zu den Wiegen des Luthertums gehört und sich äußerlich so wenig verändert hat. Als Schüler der Eisenacher Lateinschule, in die Bach, ebenso wie Luther, mit sieben Jahren kam, sang er in der Georgenkirche in den regelmäßigen Gottesdiensten unter der Leitung des Kantors Andreas Christian Dedekind, der auch sein Klassenlehrer war. Im Alter von sieben bis zehn Jahren erhielt er Unterricht in den Anfangsgründen der Musik bei seinem Vater Johann Ambrosius, der Hoftrompeter war und als Stadtpfeifer die verschiedensten Instrumente beherrschte, bei Kantor Dedekind sowie Johann Christoph, dem ältesten Vetter seines Vaters, der Organist an der Georgenkirche war und auf Bachs musikalische Erziehung den größten Einfluss hatte.

Die größte Bedeutung in Bachs früher Begegnung mit Musik und Theologie hatten die Choräle, die in seinen Kirchenkantaten eine wesentliche Rolle spielen würden – jene, von Luther neu gestalteten Lieder, die wir am Ostermorgen sangen. In seiner Vorrede zum Babstschen Gesangbuch (1545) erklärte Luther: ‚Gott hat unser Herz und Gemüt froh gestimmt, als er seinen geliebten Sohn schickte, uns von Sünde, Tod und Teufel zu erlösen. Wer unter uns ehrlichen Glaubens ist, wird vergnügt und frohgemut singen, auf dass es jeder

höre und Acht habe.’ Das war der Kern von Luthers Glaubensbotschaft und eine frühe Lektion für Bach, für den das tägliche Singen offenbar seit der Zeit, als er vier Tage die Woche zur Chorprobe anzutreten hatte, eine völlig normale Betätigung war.

Doch diese frohgemute Stimmung hat ihren Preis: Um aus der emotionalen Spannung zwischen Furcht und Hoffnung, Verzweiflung und Vertrauen befreit zu werden, müssen wir in unserem Kampf gegen den Tod unsere Taufe erfüllen, wenn wir ihn besiegen wollen. Nirgendwo kommt das deutlicher zum Ausdruck als in Luthers imposanten Choral Christ lag in Todesbanden, der in seinem Kern ein Kampf zwischen den Mächten des Lebens und des Todes ist, aus dem Christus als Sieger hervorgeht. Hat Bach zum ersten Mal in dieser Kirche und um diese Jahreszeit diesen Choral gehört? Dann hätte er nicht deutlicher formuliert finden können, wie tief im Urchristentum Luthers Glaube verwurzelt ist – der alttestamentarische Verweis auf Christus als Osterlamm, der die Vorstellung bekräftigt, dass Christus der Inbegriff des Lebens ist und das Leben durch Licht (die Sonne) und Nahrung (Brot oder das Wort) bewahrt wird. 

Bachs Vertonung von Luthers Choral (BWV 4) gehört zu seinen frühesten Kantaten, für sein Vorspiel 1707 in Mühlhausen komponiert und ein kühnes, innovatives und dramatisches Werk, das alle sieben Strophen Luthers verarbeitet und in der Tonart e-Moll beginnen und enden lässt. Ich vermute, es ist mir deshalb so vertraut, weil ich es öfter als jede andere Kantate aufgeführt habe – und es wird nie langweilig. Aber das Gefühl, dass Bach auf musikalische Wurzeln aus dem Mittelalter zurückgreift (die Melodie ist dem gregorianischen Choral Victimae paschali laudes aus dem 11. Jahrhundert entlehnt) und sich mit Geist und Wortlaut der glühenden, dramatischen Hymne Luthers völlig identifiziert, war niemals so stark oder so bewegend wie hier bei unserer Aufführung in Eisenach.

Luthers Choral, 1524 zum ersten Mal veröffentlicht, schildert sehr anschaulich die Ereignisse von Christi Passion und Auferstehung, die körperlichen und geistlichen Prüfungen, denen er sich zu unterziehen hatte, um die Menschen von der Last ihrer Sünden zu erlösen. Der Bericht beginnt mit einem Rückblick auf Christus ‚in Todesbanden’ und endet mit seinem jubelnden Sieg und dem Fest des Osterlamms, und so wie Luther seine packende Geschichte vorträgt, voller farbenreicher Details, sind die Parallelen zur Volks- oder Stammessaga unverkennbar. In diesem, seinem ersten bekannten Versuch, einen erzählenden Text musikalisch zu gestalten, erweist sich Bach der Aufgabe gewachsen, den Worten eine Musik zu unterlegen, die jede Nuance, jede Anspielung auf die Heilige Schrift, jedes Symbol und jede Stimmung erfasst. Er begnügt sich nicht damit, den Text widerzuspiegeln, wir spüren auch, wie er sich bemüht, ihm eine neue Dimension zu geben, indem er Luthers Ideal folgt, den Text durch die Musik zum Leben zu erwecken, und dafür nutzt er das gesamte ihm verfügbare Wissen seiner Zeit: die Musik, die er als Knabe auswendig gelernt hat, das familieneigene Repertoire an Motetten und Stücken, Musik, mit der er als Chorknabe in Lüneburg in Berührung kam, und schließlich Werke, die er unter der Ägide seiner verschiedenen Mentoren, seines älteren Bruders Johann Christian, Boehm, Reincken und Buxtehude studiert oder kopiert hatte.

Gleich zu Beginn entwurzelt Bach die allerersten Noten der Choralmelodie aus ihrem dorischen Modus, indem er das Quartintervall erhöht und einen fallenden Halbtonschritt schafft, ein musikalisches Motiv, das leicht als Ausdruck von Kummer und Sorge zu verstehen ist. Dieses Intervall wird zur melodischen Kernzelle seiner gesamten Komposition. Dass ein junger Komponist wagte, die melodischen Konturen dieser uralten, ehrwürdigen Choralmelodie zu verändern, die noch dazu durch Luthers berühmte Bearbeitung die Weihe erhalten hatte, war ein radikaler, fast provokativer Schritt. Bach geht taktisch klug vor, indem er diese Choralmelodie in das Klanggewebe seiner Komposition einbettet und ihren ersten beiden (veränderten) Noten, dem fallenden Halbton, der auf quälende Weise wiederkehrt, besonderen Nachdruck gibt. Bereits im dritten Takt der düsteren, das Werk einleitenden Sinfonia trennt er diese beiden Noten voneinander – ‚Christ lag… Christ lag…’ ohne Worte –, und erst bei der dritten Wiederholung nehmen wir sie als die erste vollständige Zeile des Chorals wahr, wo sie der erneuten Inszenierung von Christi Tod und Grablegung Gewicht gibt.

Mit dem Einsatz des Chores in der ersten Strophe wird die Choralmelodie aus dem dichten kontrapunktischen Kernholz dieser imposanten Choralfantasie herausgeschnitzt. Die Violinen tauschen eine atemlose Suspiratiofigur aus – Seufzermotive, die hier an passender Stelle eingefügt sind und Christi Leiden im Angesicht des Todes schildern. Ketten aus Daktylen und Anapästen treten bald an ihre Stelle und schaffen eine rhythmische Vitalität, die erkennen lässt, auf welche Weise Christi Auferstehung ‚uns bracht das Leben’. Die Fantasie zerbirst in einen alla breve-Schluss, einen flinken Kanon, der auf einer denkbar schlichten Melodie basiert: fünf absteigenden, synkopierten Noten, die unablässig wiederholt werden, in einer Weise, so Gillies Whittaker, dass ‚ihre atemlos wirbelnde Jubelstimmung die Grenzen kirchlicher Ziemlichkeit bezwingt’.

Die Stimmung ungezügelter Freude ist von kurzer Dauer. Unvermittelt erinnert uns Luther an die Zeit, als der Tod ‚über die Menschenkinder Gewalt nahm’ und sie ‚in seinem Reich gefangen hielt’, ein grausiges Bild, bis ins Detail so anschaulich wie jene spätmittelalterlichen Totentanzfriese, die auf die Kirchenwände vieler von der Pest heimgesuchter deutscher Städte gemalt sind. Zwei Zeitrahmen überdecken sich hier, in dem einen der Mensch vor seiner Wiedergeburt, in dem anderen Bewohner Thüringens aus Luthers und Bachs Zeit, von ihren regelmäßigen Begegnungen mit dem Pesttod gezeichnet. Bach verwendet seinen fallenden Halbton in Fragmenten aus zwei Tönen – zerteilt und trostlos, ausgetauscht zwischen Sopran und Alt in einer gramvollen wiegenden Bewegung über einem Continuobass (der das gleiche zweinotige Intervall zwanghaft wiederholt, doch mit Oktavsprüngen und diminuiert). Bach bringt mit einer faszinierenden Musik zum Ausdruck, wie der Mensch, gelähmt und hilflos, Gottes Urteil wider die Sünde erwartet – laut Luther ‚die schwerste und gewaltigste’ Todesstrafe.

Dieser trostlosen Bühne nähert sich nun verstohlen der zum Gerippe personifizierte Tod und packt die Sterblichen mit seinen knochigen Händen. Zweimal lässt Bach den Rahmen erstarren: Zuerst bleibt die Musik auf den Worten ‚den Tod / der Tod’ haften, wird viermal hin und her geschleudert, dann hält sie bei dem Wort ‚gefangen’ inne, wo Sopran und Alt in einer E/Fis-Dissonanz verkettet werden. Das überraschende Wort ‚Halleluja’ folgt, wie überhaupt am Ende jeder Strophe. Doch die Stimmung bleibt hier unverändert traurig, abgesehen von einem kurz aufflackernden Versprechen gegen Ende, bevor die Musik in resignierter Unterwerfung zusammensinkt.

Ein heftiger Stimmungswechsel, und die dritte Strophe beginnt unisono in den Violinen, die eine Variante des Chorals in der Manier eines italienischen Concertos erklingen lassen. Die Tenöre verkünden die Ankunft Christi: Die Sünde wird besiegt, dem Tod der Stachel genommen, Bach setzt die Violinen wie einen Dreschflegel ein, um zu schildern, wie Christus den Feind niederstreckt. Die Continuolinie wird losgeschickt, in kreiselnder Abwärtsbewegung bis hinunter zum tiefen E auf angemessene und ‚Miltonsche Weise den rebellischen Engel in die Tiefe zu stürzen’ (noch einmal Whittaker). Die Macht des Todes zerbirst. Die Musik kommt bei ‚nichts’ völlig zum Stillstand: ‚da bleibet nichts…’ – die Tenorstimmen nehmen sie langsam wieder auf – ‚denn Tods Gestalt’, nun lediglich ein fahler Schatten. Hier lässt Bach mit Bedacht die Violinen die viernotige Kontur des Kreuzes herausarbeiten, und wenn sie ihr Konzert fortsetzen, so ist dieses nun eine prächtige Demonstration ihrer Tüchtigkeit, eine Siegesparade, von den Tenorstimmen mit dem frohlockenden Glucksen ihrer ‚Hallelujas’ begleitet.

Die mittlere Strophe setzt noch einmal den entscheidenden Kampf zwischen Leben und Tod in Szene: ‚Es war ein wunderlicher Krieg, / da Tod und Leben rungen’. Bach konzentriert sich auf den körperlichen Aspekt der Auseinandersetzung: Nur das Continuo bietet instrumentale Unterstützung, während Zuschauer gruppenweise ihre Reaktion auf die folgenreiche Kraftprobe beschreiben, die ihr Schicksal entscheiden wird. Doch sie kennen bereits das Ergebnis – denn ‚die Schrift hat verkündet das, / wie ein Tod den andern fraß’. In dieser an Hieronymus Bosch erinnernden Szene lässt Bach drei seiner vier Vokalstimmen in wilder Jagd einander verfolgen, eine fugierte Stretta, in der die Einsätze nicht länger als einen Taktschlag voneinander entfernt sind, während die vierte Stimme die vertraute Melodie in bedachtsamen Klängen ertönen lässt. Nacheinander verlieren sich die Stimmen, aufgefressen, zum Schweigen gebracht: ‚Ein Spott aus dem Tod ist worden.’ Der fallende Halbton kehrt wieder, noch immer das Symbol des Todes, doch er wird voller Hohn von der Menge ausgespuckt. Alle vier Stimmen runden die Szene mit ihrem Halleluja-Refrain, die Bässe steigen fast zwei Oktaven in die Tiefe, bevor sie endlich zur Ruhe kommen, während die Exegeten nacheinander die Bühne verlassen.

Die Bässe kehren als Hohepriester des feierlichen Osterritus zurück und intonieren die fünfte Strophe über einer absteigenden chromatischen Basslinie, die an Purcell (‚Dido’s Lament’) erinnert – für Bach ein häufig wiederkehrendes Symbol für die Kreuzigung. Zwischen dem Osterlamm, das die Propheten verkündet haben, und Christi Opfertod ist eine mystische Beziehung geschaffen worden. Symbole sind reichlich vorhanden, besonders bedeutsam das Kreuz, das Bach isoliert, Gestalt annehmen lässt, indem er die harmonische Bewegung einen Takt lang zum Stillstand bringt, jede der Instrumentalstimmen auf einer erhöhten Note, einem Kreuz, pausieren lässt und auf diese Weise alle vier Punkte symbolisch verankert. Damit wir unsere Aufmerksamkeit dem Geheimnis zuwenden, wie ‚das Blut zeichnet unsre Tür’ [um uns zu erlösen], unternimmt Bach bei dieser Zeile drei Anläufe (Continuo, Stimme, Violine), bevor schließlich die Bässe und nach ihnen die Violinen offenbar immer und immer wieder das Kreuzzeichen malen, eben das Symbol, an dem der Glaube haftet bis zum Zeitpunkt des Todes. In diesem Augenblick tiefer Angst zwingt Bach die Bässe, eine verminderte Duodezime hinab in die Tiefe zu stürzen, bis zum tiefen Es. Völlig unvermittelt und beispiellos ertönt ein Kampfesruf auf einem hohen D, das sie fast zehn Takte lang halten, um kundzutun, dass der ‚Würger uns nicht mehr schaden kann’. Es ist wunderbar, ein Fehdehandschuh wird hinunter zu den Sängern geworfen (ja, Plural, denn Bach hat solches nie für Solostimme geschrieben), mit der Weisung, dieses D nach Leibeskräften zu unterstützen, bis sich der Luftvorrat in den Lungen erschöpft. Nun endlich nimmt der Streicherchor in heiterer Stimmung den Choral wieder auf und setzt das feierliche Ritual fort. Doch statt den Streichern zu folgen, ergehen sich die Bässe in frohlockenden ‚Halleluja’-Rufen, die in einem gewaltigen Siegesschrei gipfeln, der zwei Oktaven umfasst.

Damit endet im Grunde das Drama, doch nicht die ‚Herzensfreud’, die diese Musik für uns bereithält. Denn in der vorletzten Strophe, einem Duett für Sopran und Tenor mit Continuobegleitung, liefert uns Bach einen munteren Tanz ungetrübten Glücks. Das Wort ‚Wonne’ erscheint in Rouladen à la Purcell, das abschließende ‚Halleluja’ in Triolen und Duolen, die zwischen den Stimmen wechseln. Die ursprüngliche vierstimmige Harmonisierung für die Schlussstrophe ist nicht erhalten, doch die achtzehn Jahre später in Leipzig entstandene Fassung, durch die Bach sie ersetzte, macht den Verlust durchaus wett: von mitreißendem Schwung und bezeichnenderweise zum siebten Mal mit der Erläuterung, wie ‚Halleluja’ zu singen sei – stets mit einer unerwartet neuen, sehr feinen Nuance im Ausdruck.

© John Eliot Gardiner 2007

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zu Ostern:

                   h i e r  zum Download als PDF 

  Künstler-Beitrag: Katharina Arfken, Oboe  /

                 Künstler-Beitrag Katharina Arfken  als PDF

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Frauenkirche im Frühling

Frauenkirche im Frühling

Ich wünsche allen Blog-Mitgliedern und Besuchern ein frohes und besinnliches Osterfest !

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Herzliche Grüße
Volker
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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Feiertag „Karfreitag“


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Altar in der Thomaskirche Leipzig

Altar in der Thomaskirche Leipzig

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  06.04.2012 

begehen wir den Feiertag   „Karfreitag

Der Karfreitag (früher Parasceve genannt) wurde vermutlich schon von den ersten Christen begangen als ein Tag des Fastens und der Trauer. Er behielt diesen Charakter über die Jahrhunderte bei. Schon Tertullian (Ende des 2. Jahrhunderts) bezeugte die Einhaltung dieses Tages als großen Fastentag.
Die protestantische Kirchen aber haben zunächst nur teilweise den Karfreitag als Feiertag übernommen. Im 17. Jahrhundert erlebte er als Bußtag eine Renaissance, wobei er freilich seinen ursprünglichen Character verlor. Entgegen der früheren Praxis, an diesem Tag (als dem einzigen des Jahres) kein Abendmahl zu feiern, stand nun das Abendmahl im Vordergrund. Heute entwickelt sich die Feier des Tages wieder zu einer dem ursprünglichen Sinn angemessenen Praxis.

Am Karfreitag hören wir, wie der Sohn Gottes gekreuzigt und zu Tode gebracht wurde. Die christliche Gemeinde verstummt, läßt nur noch das Wort Gottes reden. Dies findet seinen Ausdruck darin, dass die Vesper nach der Todesstunde Jesu einzig aus der Lesung besteht, zu der das Psalmgebet tritt.

Am Karfreitag verlöschen die Kerzen, die bis dahin Zeichen für das lebendige Licht, das Jesus Christus selbst ist, gewesen sind, um erst in der Osternacht wieder am Osterlicht entzündet zu werden. Die liturgische Farbe des Karfreitags und Karsamstags ist schwarz, wobei aber vollkommene Schmucklosigkeit des Altars ausreichend ist. Schwarz ist die „Farbe“ des Todes, der Finsternis, der Verneinung allen Lebens.
Am Karfreitag verstummt das Lob der Gemeinde – das Geschehen am Kreuz macht sie still, vielleicht sogar beschämt, angesichts des Leides und Sterbens unseres Herrn Jesus Christus um unseretwillen.

Am Karfreitag verstummen wir angesichts des Leidens unseres Herrn, das er auf sich nahm, damit wir Frieden hätten mit Gott. Wir denken auch an die Menschen, die in unserer Zeit gefoltert und getötet werden, weil sie den Namen Jesu furchtlos bekennen, und wir müssen erkennen, dass die Ungerechtigkeit unter uns kein Ende genommen hat. Durch das Kreuz Jesu werden wir ermutigt, in dieser unserer Welt für Gerechtigkeit und Versöhnung einzutreten.

Der Wochenspruch: 

Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Joh 3, 16)

In der Karwoche entfallen das „Halleluja“, das „Gloria Patri“ (Ehre sei dem Vater) und das „Gloria in excelsis“ (Ehre sei Gott in der Höhe/Allein Gott in der Höh sei Ehr)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für  den  Feiertag   „Karfreitag.

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In der Fastenzeit entfallen das Halleluja und das „Gloria in excelsis“

(Ehre sei Gott in der Höhe/Allein Gott in der Höh sei Ehr)

Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen.

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* BWV   68   „Also hat Gott die Welt geliebt“

* BWV 244 „Mathäus-Passion“

*  BWV 245 „Johannes-Passion

*  BWV 247 „Markus-Passion(Fassung: Ton Koopman)


Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen.

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik-Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach

.Toccata und Fuge F-dur, BWV 540; Zsolt Gárdonyi an der Orgel der Kirche St. Nicolai in Lippstadt 

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Johann Sebastian Bach

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Entfliehet, entschwindet, entweichet, ihr Sorgen, BWV 249a, Festkantate;

Edith Mathis, Hetty Plümacher, Theo Altmeyer und Jakob Stämpfli, Gesang; Figuralchor der Gedächtniskirche Stuttgart; Bach-Collegium Stuttgart, Leitung: Helmuth Rilling 

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Der Karfreitag auf WDR 3, traditionell mit einer Bach-Passion:

In diesem Jahr sendet WDR 3 Vesper Spezial die Johannes-Passion in einer Fassung von 1749.

Mit seinem Amt als Thomaskantor übernahm Johann Sebastian Bach auch die Aufgabe, jährlich an Karfreitag eine große Passion aufzuführen. Für viele Leipziger war dies ein besonderes Ereignis: Immerhin hatte die Kirchenmusik zuvor in der Fastenzeit sechs Wochen lang geschwiegen.

WDR 3 Vesper Spezial (Karfreitag, 6. April, 15.05 Uhr)

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http://www.wdr3.de/vesper/details/artikel/vesper-spezial-3.html

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

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Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

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Geistliche Musik am Karfreitag

Johann Sebastian Bach:

Christus, der uns selig macht BWV 620
Christe, du Lamm Gottes BWV 619
O Mensch, bewein‘ deine Sünde groß BWV 622,
Choralbearbeitungen
Gerhard Dickel, Orgel

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Felix Mendelssohn Bartholdy:

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O Haupt voll Blut und Wunden, Kantate
Michael Volle, Bass / Kammerchor Stuttgart
Stuttgarter Kammerorchester / Ltg.: Frieder Bernius

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NDR Kultur Freitag, 06.04.2012 um 19:05  Uhr

Matthäuspassion

von Johann Sebastian Bach BWV 244


Christina Landshamer, Sopran
Stefan Kahle, Altus
Wolfram Lattke, Tenor (Evangelist)
Klaus Mertens, Bass (Jesus)
Martin Lattke, Tenor (Arien)
Gotthold Schwarz, Bass (Arien, Pilatus)
Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Ltg.: Georg Christoph Biller

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Live aus der Thomaskirche Leipzig
Übernahme vom MDR


Das Jahr 2012 steht ganz im Zeichen „800 Jahre
Thomana“. Mit einem kirchenmusikalisch reich
ausgestalteten Gottesdienst am 31. Oktober 2011
wurde das Festjahr offiziell eröffnet, Festmusiken und
Tourneen mit Uraufführungen stehen 2012 auf dem
Programm. Die Musik von Johann Sebastian Bach
steht dabei im Zentrum. Georg Christoph Biller leitet
den Chor seit 1992 als 16. Thomaskantor in der
Nachfolge von Johann Sebastian Bach.


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

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Christoph Graupner:

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„Mein Gott! Mein Gott! Warum hast Du mich verlassen?“
Anton-Webern-Chor Freiburg
Ensemble Concerto Grosso
Leitung: Hans Michael Beuerle

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Anton Bruckner:
„Vexilla regis“
NDR Chor
Leitung: Hans-Christoph Rademann

Johann Sebastian Bach:

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„Da Jesus an dem Kreuze stund“ BWV 621
Lionel Rogg (Orgel)

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SWR2 Konzert am Karfreitag um 17:05 Uhr

SWR2 Musik zum Karfreitag – LIVE

Johann Sebastian Bach:

Matthäuspassion BWV 244

Mark Padmore (Evangelist)
Michael Nagy (Christus)
Julia Doyle, Grace Davidson (Sopran)
Damien Guillon, Robin Blaze (Altus)
Thomas Hobbs, Hans Jörg Mammel (Tenor)
Peter Kooij, Stephan MacLeod (Bass)

Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent 
Leitung: Philippe Herreweghe

(Direktübertragung aus dem Festspielhaus in Baden-Baden)

Surround Sound

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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.Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

von 07:00 Uhr bis 08:00 Uhr

.Musik am Karfreitag „Musica Sacra“

Heinrich Ignaz Franz Biber
Sonate für Violine und Basso continuo Nr. 7 F-Dur aus den Rosenkranzsonaten ‚Geißelung Jesu‘
Patrick Bismuth, Barock-Violine
Ensemble La Tempesta

Gregorio Allegri
Miserere mei, Deus, Karfreitagsliturgie der Päpste
Thomas Herford, William Petter, Knabensopran
Matthew Beale, Tenor
Eamon Dougan, Bass
Oxford Choir of New College
Edward Higginbottom

Jan Zach
Präludium und Fuge c-Moll für Orgel
Frantisek Vanícek

Johann Christian Kittel
O Haupt voll Blut und Wunden (Choral und sechs Veränderungen)
Philip Swanton, Orgel

Felix Mendelssohn Bartholdy
„Christus“, Oratorium op. 97 (Fragment): 2. Teil Leiden Christi
Dorothea Rieger, Sopran
Christoph Prégardien, Tenor
Johannes-Christoph Happel, Bariton
Cornelius Hauptmann, Bass
Mitglieder der Bamberger Symphoniker
Kammerchor Stuttgart
Frieder Bernius

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rbb-kulturradio am 06.04.2012

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um 19:05 – 22:30 Uhr

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JOHANN SEBASTIAN BACH:

MATTHÄUS-PASSION BWV 244

l i v e aus der Thomaskirche Leipzig

Im Jahr 2012 feiern wir mit der Stadt Leipzig das 800-jährige Bestehen der Thomana, bestehend aus Thomaskirche, Thomanerchor und Thomasschule, wobei der Thomanerchor am stärksten über die Grenzen der Stadt und Deutschlands hinausstrahlt. Der Thomanerchor ist nicht nur eine Institution in Leipzig, er feiert auch weltweit Erfolge.

Im Festjahr werden zahlreiche musikalische Höhepunkte zu erleben sein. Einer ist die Aufführung der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach in der Thomaskirche, die zwar traditionell alle zwei Jahre im Wechsel mit der Johannes- Passion auf dem Programm steht, in diesem Jahr aber besondere Beachtung findet. So wird auchkulturradio vom rbb diese Aufführung live übertragen.

Die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach gehört zum Karfreitag, wie das Weihnachtsoratorium zu Weihnachten. Es ist Musik, die heute noch die Menschen anspricht – auch diejenigen, die nicht tiefgläubig sind.


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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

.Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Kantate um 06 : 30 Uhr bis 07 : 00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

06:30 Kantate

800 Jahre Thomana

MDR FIGARO

Johann Gottfried Schicht

(Thomaskantor von 1810-1823): „Veni sancte spiritus“, Motette
Thomanerchor Leipzig
Leitung: Hans-Joachim Rotzsch

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Karfreitag, 06.04.2012 um 19:05 Uhr

Figaro im Konzertlive

800 Jahre Thomana

Johann Sebastian Bach:

Matthäus-Passion BWV 244

MDR FIGARO

Christina Landshamer, Sopran; Matthias Rexroth, Altus; Wolfram Lattke, Tenor (Evangelist);
Martin Lattke, Tenor (Arien); Klaus Mertens, Bass (Christus); Gotthold Schwarz, Bass (Arien)

Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig,  

Leitung: Georg Christoph Biller

(Live-Übertragung aus der Thomaskirche Leipzig


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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik  Auszüge aus dem Programm:
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
„Musikalisches Opfer,“ BWV 1079
(Linde-Consort: Hans-Martin Linde);
„O Lamm Gottes, unschuldig“, BWV 618
(Ullrich Böhme, Orgel)
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Freitag, 06.04.2012

um 19:05 bis 22:00 Uhr

BR-KLASSIK

Live aus der Thomaskirche Leipzig:

Johann Sebastian Bach: „Matthäus-Passion“

Thomaner-Chor | Bild: picture-alliance/dpa

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Solisten: Christina Landshamer, Sopran; Stefan Kahle, Countertenor; Wolfram Lattke, Tenor; Klaus Mertens,

Gotthold Schwarz, Bass
Thomanerchor Leipzig
Gewandhaus Orchester Leipzig
Leitung: Georg Christoph Biller

„Thomana“: 800 Jahre glauben, singen, lernen

Auf eine reiche Tradition konnte die „Schola Thomana“ zu Leipzig schon während Johann Sebastian Bachs Kantorenzeit zurückblicken: Schließlich wurde die Singschule an der Leipziger Thomaskirche bereits im Jahr 1212 gegründet.
Die „Thomana“, bestehend aus Thomaskirche, Thomanerchor und Thomasschule kann also dieses Jahr ihr 800-jähriges Bestehen feiern. Und die Musik Bachs spielt dabei nach wie vor eine zentrale Rolle.
BR Klassik überträgt am Karfreitag die Matthäus-Passion BWV 244 live aus der Thomaskirche, wo sie vor 285 Jahren zum ersten Mal aufgeführt wurde – als ein Werk, das in seiner doppelchörigen, mit Solisten und zwei Orchestern ausgestatteten Konzeption bis heute Seinesgleichen sucht. Der Thomanerchor und das Gewandhausorchester Leipzig musizieren unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller.

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Videos mit Bach-Kantaten zum Karfreitag
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/ YouTube: BWV 68 –  Also hat Gott die Welt geliebt“    (Interpret: Gustav Leonhardt)

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./ YouTube: BWV 244 –  “Matthäus-Passion Gesamt – ( Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV 245 –  Johannes-Passion  Gesamt – ( Interpret: SDG)

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/ YouTube: BWV 247 –  Markus-Passion  Gesamt – ( Interpret: Ton Koopman Eigenkomposition)

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„Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen.“

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Kantaten-Beschreibung BWV 182 –  Himmelskönig, sei willkommen

Kantatenfür den Sonntag  „Palmarum / Palmsonntag“  

Aufführungsort:  Walpole St. Peter, Norfolk am 26.3.2000

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BWV 182 „Himmelskönig, sei willkommen“  das 1714 komponiert wurde, als Palmsonntag und Mariä Verkündigung zusammenfielen. Die Sonate wirkt wie die Miniaturausgabe einer französischen Ouvertüre, Solovioline und Blockflöte dialogisieren mit einer Pizzicato-Begleitung, die ein wenig an Jesu Eselritt nach Jerusalem erinnert. In dem magischen Augenblick, wenn die Streicher zum ersten Mal wieder coll’arco spielen und der Ton aufschwillt, spürt man noch einmal, was für eine Offenbarung die Begegnung mit der Musik seiner Zeitgenossen – Corelli, Vivaldi u.a. – für Bach gewesen sein muss.

Ein madrigalähnliches Willkommenslied für Chor (Nr. 2) – und, wie ich finde, eine idiomatische Verwendung von concertisten und ripienisten, wenn die Streicher und die Blockflöte einsetzen – deutet auf eine wachsende Menge hin, die sich einstellt, um Christus als Gottes Vertreter auf Erden willkommen zu heißen. Selten ist Bach auf eine so frische Weise unbeschwert. Die kammermusikähnlichen Proportionen des Werkes, seine Fröhlichkeit und Unbekümmertheit schienen für das Gebäude wie geschaffen. Nur ein Rezitativ ist vorhanden (Nr. 3), und es ähnelt eher einem Arioso, dafür gibt es drei aufeinander folgende und im Charakter gegensätzliche Arien, in der die Leidenszeit, die Christus bevorsteht, als Quelle geistlicher Inspiration behandelt wird, vom Bass (Nr. 4) und Tenor (Nr. 6), die Christus direkt ansprechen, vom Alt (Nr. 5), der alle Christen aufruft, den Heiland in der Weise zu begrüßen, wie es im Evangelium berichtet wird: ‚Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg. Die anderen hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg’.

Bach setzt in dieser langsamen und ausgedehnten Dacapo-Arie (mit geringfügig schnellerem B-Teil), deren sich windende, absteigende Phrasen andeuten, wie sich die Zweige neigen und die Menschen vor dem Heiland niederknien, eine einzelne Blockflöte gegen das Alt-Solo. Auf mich wirkte das wie eine musikalische Pietà, die Alt-Marienfigur, die den Heiland in ihren Armen wiegt – und wir fanden in der Nordwestecke der Kirche tatsächlich eine Pietà der englischen Bildhauerkunst. Die Tenor-Arie, von einer regen, zuweilen gequälten Continuolinie unterlegt (cis-moll in dieser transponierten Leipziger Fassung!) verweist auf eine Stimmung zu einem späteren Zeitpunkt während der Passion. Immer wieder abrupter Stillstand und Neubeginn – diese Abfolge deutet an, wie Jesus unter der Last des Kreuzes stolpert, während ihm seine Jünger auf dem langen Weg ‚durch Wohl und Weh’ nicht folgen können.

Die Kantate endet mit zwei Chören, der erste eine motettenähnliche Choralfantasie, die um Vulpius’ schöne Melodie (1609) des für Palmsonntag bestimmten Liedes gebaut ist, der zweite ein munterer Chortanz, der auf direktem Wege einer heiteren Oper dieser Zeit hätte entnommen sein können (und auch im Ersten Akt von Tschaikowskys Eugen Onegin nicht völlig fehl am Platze gewesen wäre). Dieser Tanz verlangt die Ausgeglichenheit eines Trapezkünstlers im Verbund mit der Agilität eines Madrigalgymnasten – und ist einfach faszinierend. In einer Kirche, die bis auf den letzten Platz mit einem so bunt gemischten Publikum besetzt war – der Prince of Wales, seine Stallmeister, sein Leibwächter, die Mimen seiner House-Party, Bach-‚Pilger’ aus London und Oxford, sogar jemand aus Japan –, spürte man noch mehr als sonst das Geheimnis einer Live-Aufführung von Bachs Musik, die offensichtlich Interpret wie Hörer gleichermaßen Nahrung gibt. Die erhebende Stimmung war zu fühlen. 

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier


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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den  Sonntag  Estomihi Okuli – Palmarum            

Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner  

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 .  Künstler-Beitrag –               

Link:   Künstler-Meinungen; Nathalie Stutzmann, Alt   .Nathalie Stutzmann, Alt

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CD –  für   den  Sonntag  Okuli – Palmarum..SDG 118 –  Vol. 21 CD 2————-.

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Cover:

CD SDG 153
Vol. 20
CD – zwei –
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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 118, Vol. 21

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CD – Inhalt CD zwei – SDG 118 Vol. 21..

..CD –

BWV    1 –  Wie schön leuchtet der Morgenstern
BWV  54 –  Widerstehe doch der Sünde
BWV 182 – Himmelskönig sei willkommen
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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Karfreitag!

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Grüße

Volker

Radiotipps zur Karwoche 2012 mit Bachs Matthäus-Passion und Johannes-Passion und anderer Passionsmusik


Links zu den Radiosendern sind auf der Seite WebRadios zu finden.

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2.4.

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SR 2
20:04-22:30
Reinhard Keiser
Die Brockes-Passion
Zsuzsi Tóth, Sopran (Tochter Zion – Magd 1 – Gläubige Seele 1);
Jan Van Elsacker, Tenor (Evangelist);
Peter Kooij, Bass (Jesus);
Vox Luminis
Les Muffatini
Dirigent: Peter van Heyghen
Konzert vom 1. April 2012 aus dem AMUZ, Antwerpen

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3.4.

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Deutschlandradio
22:00-22:30
Alte Musik
Nicht des Predigers wegen …“
Leipziger Passionsaufführungen im 18. Jahrhundert
Von Andreas Glöckner

„Des Predigers wegen wären die Leute gewißlich nicht so zeitig und mit so grossem Gedräng in die Kirche gekommen, sondern – wie vermutlich – der Music wegen“, bemerkte ein Leipziger Theologiestudent über eine Passionsaufführung im Jahre 1721. Schon zu jener Zeit galt die alljährliche Passionsdarbietung als das zentrale Musikereignis im Kirchenjahr – nicht nur in der städtischen Musikpflege, sondern auch an den mitteldeutschen Höfen.
Johann Sebastian Bach hat mit seinen Passionsmusiken alles bisher Dagewesene weit in den Schatten gestellt. Leider sind von den fünf Werken, die er nach Aussage eines Ende 1750 verfassten Nachrufes komponiert haben soll, nur zwei vollständig überliefert. Sei über 100 Jahren versucht die Bach-Forschung, das Rätsel der verschollenen Passionen aufzuklären und ist dabei nur teilweise erfolgreich gewesen. Bachs Nachfolger im Thomaskantorat haben die Tradition der Passionsaufführung fortgeführt, jedoch hatte diese in späteren Jahren (seit 1766) nicht mehr denselben Stellenwert wie in seiner Amtszeit.

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5.4. – Gründonnerstag

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DRS II
15:30 – 17:00
Fiori Musicali
Stabat Mater
Vertonungen von Domenico Scarlatti, Antonio Vivaldi, Emanuele Astorga.

Klara (Belgien)
19:00-22:00
J.S.Bach: Johannespassion
Ruth Ziesak, Sopran
Andreas Scholl, Altus .
James Gilchrist, Tenor Evangelist,
Erik Stoklossa, Tenor Arien
Dietrich Henschel Bass Arien
York-Felix Speer, Bass Christus
Nederlands Kamerkoor
Le Concert Lorrain
Christoph Prégardien, Dirigent
VRT-opname – [1:50:00]

http://radio.klara.be/radio/10_programmas.php?datum=120405&xml_program=KL14120405OLOG.xml
oder
http://www.worldconcerthall.com/en/schedule/bachs_st_john_passion_from_antwerp/2938/

Download des Programmheftes als PDF (in Niederländisch)

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6.4. – Karfreitag

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Nordwestradio
13:05-15:00
u.a.:
Gottfried Heinrich Stölzel
Teil I und II aus Brockes Passion „Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus“
Constanze Backes und Dorothee Mields, Sopran
Henning Voss, Altus
Knut Schoch und Andreas Post, Tenor
Florian Mehltretter und Klaus Mertens, Bass
Kammerchor Michaelstein
Telemann-Kammerorchester Michaelstein
Leitung: Ludger Rémy

MDR figaro
13:05-15:45
Georg Philipp Telemann: „Der Tod Jesu“, Passionsoratorium TWV 5:6
Caroline Weynants, Sopran
Ria Struyven, Sopran
Clint Van der Linde, Alt
Marion Kreike, Alt
Gerd Türk, Tenor
Roel Willems, Tenor
Hugo Oliveira, Bass
Jan Matthé, Bass
Il Fondamento
Leitung: Paul Dombrecht
(Aufnahme vom 10. März 2012 aus der Konzerthalle „Georg Philipp Telemann“)

HR 2
15:05-17:00
Carl Heinrich Grauns Oratorium
„Der Tod Jesu“
Dorothe Mields und Joanne Lunn, Sopran / Thomas Hobbs, Tenor / Sebastian Noack, Bariton
Collegium Vocale Gent
Akademie für Alte Musik Berlin
Leitung: Daniel Reuss

(Aufnahme vom 8. April 2011 im „De Bijloke“, Ghent)
Seit seiner Uraufführung im Jahre 1755 war „Der Tod Jesu“ des königlich-preußischen Hofkapellmeisters Carl Heinrich Graun (1704-1759) für mehr als hundert Jahre das erfolgreichste deutsche Passionsoratorium. So wurde es im 19. Jahrhundert alljährlich für den königlichen Hof in Berlin aufgeführt, bis man 1858 zu Bachs Matthäus-Passion wechselte. Der Musikjournalist Detmar Huchting schreibt über Grauns Oratorium: „Im Gegensatz zur oratorischen Passion, die das Geschehen um den Kreuzestod Jesu jeweils auf der Grundlage eines der vier Evangelientexte dramatisch gestaltet, stellt Grauns ’Der Tod Jesu‘ ein meditatives Passionsoratorium dar, in dem die menschliche Nachempfindung der Leidensgeschichte das Übergewicht gegenüber der theatralischen Nacherzählung des Opfertodes des Erlösers Jesu Christi als heilsgeschichtliches Zentralgeschehen erhält.“ hr2-kultur sendet heute die Aufnahme von Grauns Oratorium „Der Tod Jesu“ aus dem Konzertsaal De Bijloke in Gent unter der musikalischen Leitung von Daniel Reuss.

SWR 2
17:05-21:00
Musik zum Karfreitag – LIVE
J
ohann Sebastian Bach:
Matthäuspassion

Mark Padmore (Evangelist)
Michael Nagy (Christus)
Julia Doyle, Grace Davidson (Sopran)
Damien Guillon, Robin Blaze (Altus)
Thomas Hobbs, Hans Jörg Mammel (Tenor)
Peter Kooij, Stephan MacLeod (Bass)
Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent
Leitung: Philippe Herreweghe
(Direktübertragung aus dem Festspielhaus in Baden-Baden)

„Andere verteidigen ihre interpretatorische Freiheit, aber das ist nur falsche Routine. Ich verteidige die Partitur.“ Wie hier in einem „Zeit“-Interview scheut der belgische Dirigent Philippe Herreweghe auch sonst klare Worte nicht. Er ist einer der wenigen echten Stars der Alte-Musik-Szene – mit einem für diese Szene typischen verwinkelten Lebensweg. Herreweghe begann als Psychiater. Er weiß, wovon er redet, wenn er Komponisten auf die Couch legt: „Bachs Konzeptionen sind unglaublich gesund und tief, er hat überhaupt nichts Autistisches. Er ist eine Quelle reinen Wassers.“

NDR, Nordwestradio,kulturradio rbb, MDR figaro, HR 2, SR 2, BR klassik
19:00 – 22:30(23:00)
Johann Sebastian Bach
Matthäus-Passion BWV 244
Christina Landshamer, Sopran
Matthias Rexroth, Altus
Wolfram Lattke, Tenor
Klaus Mertens und Gotthold Schwarz, Bass
Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Georg Christoph Biller
Live-Übertragung aus der Thomas-Kirche in Leipzig

Ö1
19:30-22:15
Johann Sebastian Bach: „Matthäus-Passion“, BWV 244
Maximilian Schmitt (Evangelist);
Tobias Berndt (Christus),
Christina Landshamer,
Franziska Gottwald,
Lothar Odinius,
Markus Eiche
RIAS Kammerchor;
Concerto Köln,
Dirigent: Hans-Christoph Rademann;
(aufgenommen am 22. April 2011 in der Berliner Philharmonie).
Präsentation: Bernhard Trebuch

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7.4. – Karsamstag

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nordwestradio
17:05-19:00
Wolfgang Amadeus Mozart
Passionskantate „Grabmusik“ KV 42
Ann Murray, Sopran
Stephen Varcoe, Bass
Südfunk-Chor
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart
Leitung: Neville Marriner
Tomaso Giovanni Albinoni
Adagio
Il Giardino Armonico
Johann Kuhnau
Passionsmotette „Tristis est anima mea
Wilhelmshavener Vokalensemble
Leitung: Ralf Popken
Gottfried Heinrich Stölzel
Teil III und IV aus Brockes Passion „Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus“
Constanze Backes und Dorothee Mields, Sopran
Henning Voss, Altus
Knut Schoch und Andreas Post, Tenor
Florian Mehltretter und Klaus Mertens, Bass
Kammerchor Michaelstein
Telemann-Kammerorchester Michaelstein
Leitung: Ludger Rémy
Am Mikrofon: Wolfgang Stapelfeldt

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8.4. – Ostersonntag

NDR
22:05 – 24:00
Musikfest Bremen

Buxtehude, Bach
Bach Collegium Japan
Arp-Schnitger-Festival II

Dietrich Buxtehude:
Präludium in g
Vater unser im Himmelreich, Choralbearbeitung
Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ, Choralfantasie

Johann Sebastian Bach:
Gott, man lobet dich in der Stille, Kantate BWV 120
Dietrich Buxtehude:
Te Deum laudamus, Choralfantasie
Johann Sebastian Bach:
Der Friede sei mit dir, Kantate BWV 158
Wir danken dir, Gott, wir danken dir, Kantate BWV 29
Bach Collegium Japan:
Rachel Nicholls, Sopran
Robin Blaze, Countertenor   
Gerd Türk, Tenor    . 
Peter Kooy, Bass
Masato Suzuki, Orgel
Ltg.: Masaaki Suzuki
Aufzeichnung vom 30. August in der St. Cyprian- und Corneliuskirche, Ganderkesee

Der japanische Dirigent, Organist und Cembalist Masaaki Suzuki hat 2011 den Musikfest-Preis Bremen erhalten. Mit dieser Auszeichnung werden seit 1998 Solisten, Dirigenten und Ensembles geehrt, die in der internationalen Musikwelt Akzente setzen und das Musikfest Bremen maßgeblich bereichern. Bereichert hat der Spezialist für Alte Musik Suzuki das Musikfest Bremen in jüngster Zeit auch durch seine künstlerische Leitung des Arp-Schnitger-Festivals, einer Konzertreihe innerhalb des Festivalprogramms, die in ausgewählten Kirchen der Region mit originalen Instrumenten des berühmten Orgelbauers veranstaltet wird.

„Buxtehude & Bach & Schnitger“ war das Konzert des Bach Collegiums Japan unter Masaaki Suzukis Leitung in der St. Cyprian und Cornelius Kirche Ganderkesee betitelt. An der Schnitger-Orgel spielte Masaaki Suzukis 1981 in Den Haag geborener Sohn Masato Suzuki, Gesangssolisten des Abends waren Rachel Nicholls, Sopran, Robin Blaze, Countertenor, Gerd Türk, Tenor und der Bassist Peter Kooy. Jeweils drei Werke von Johann Sebastian Bach und dem von ihm viel bewunderten Dietrich Buxtehude wurden unter Beteiligung der Schnitger-Orgel in Ganderkesee einander gegenübergestellt.

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag „Palmarum / Palmsonntag“


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St. Georgen in Eisenach mit Taufbecken im Vordergrund dort wurde am 23.3.1685 J.S. Bach getauft

St. Georgen in Eisenach mit Taufbecken im Vordergrund dort wurde am 23.3.1685 J.S. Bach getauft

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Die Georgenkirche ist die Hauptkirche im Zentrum von Eisenach. Hier predigte Martin Luther in der Zeit der Reformation, wodurch sie zu einem der ältesten protestantischen Gotteshäuser überhaupt wurde. Johann Sebastian Bach wurde in ihr am 23. März 1685 getauft. Sie war bis zur Fusion der evangelischen Kirchenprovinzen Sachsens und Thüringens zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschlands am 1. Januar 2009 die Bischofskirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche Thüringens..

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  01.04.2012 

begehen wir den Sonntag   „Palmarum / Palmsonntag

Der Der Name des Sonntags Palmarum leitet sich ab von dem Brauch, den König oder Feldherrn bei seinem Einzug in die Stadt Palmzweige schwingend und jubelnd zu begrüßen. Dieser Brauch wurde auch geübt, als Jesus in Jerusalem einzog. Allerdings erwartete man in ihm einen anderen König, nicht den, der sich am Kreuz offenbaren würde.

Der Sonntag Palmarum bedenkt den Einzug Jesu in Jerusalem. Zu diesem Zeitpunkt wird er noch als König gefeiert, wenig später wenden sich alle von ihm, selbst seine Jünger. Das Thema stellt uns als Gemeinde vor die Frage, wie wir diesen König heute empfangen. Wenden wir uns auch wieder von ihm ab, sobald die Stimmung der Menge umschlägt? Ist unsere Begeisterung nur eine Eintagsfliege? Sind wir treu? Können wir treuer sein als die Jünger? Ist nicht unser Christsein oft auch schon sehr ähnlich dem der Pharisäer und Schriftgelehrten, die letztlich Jesus verdammten? Diese Fragen gilt es zu bedenken.

Am Sonntag Palmarum hören wir die Geschichte vom Einzug Jesu in Jerusalem. Er wurde von der Menge jubelnd begrüßt, sie schwangen Palmzweige und sangen ihm Psalmen. Aber wir wissen auch, dass Jesus erst durch das Kreuz zum König wurde, aber nun zum König über alle Gewalten und Mächte. Da er gehorsam ward bis zum Tod, empfangen wir durch ihn das Leben und freuen uns, einem solchen Herrn und König zu dienen, der sein Leben für die Seinen hingibt.

Der Wochenspruch: 

Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. (Joh 3, 14b-15)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für  den  Sonntag   „Palmarum / Palmsonntag.

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In der Fastenzeit entfallen das Halleluja und das „Gloria in excelsis“

(Ehre sei Gott in der Höhe/Allein Gott in der Höh sei Ehr)

Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen.

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* BWV   54   „Widerstehe doch der Sünde“

* BWV 80a „Alles was von Gott geboren“

*  BWV 182 „Himmelskönig, sei willkommen



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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik-Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach

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„Himmelskönig, sei willkommen“ BWV 182

Kantate zum Palmsonntag für Soli, Chor, Blockflöte, Streicher und Basso continuo;

Yoshikazu Mera, Altus; Makoto Sakurada, Tenor; Peter Kooij, Bass;

Bach Collegium Japan, Leitung: Masaaki Suzuki

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

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Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

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Geistliche Musik am Sonntag Palmarum

Johann Sebastian Bach:

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Himmelskönig, sei willkommen, Kantate BWV 182
Yumiko Kurisu, Sopran / Yoshikazu Mera, Alt
Makoto Sakurada, Tenor / Peter Kooy, Bass

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Bach Collegium Japan / Ltg.: Masaaki Suzuki


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

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Johann Sebastian Bach:

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„Himmelskönig, sei willkommen“ BWV 182

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Malin Hartelius (Sopran)
Nathalie Stutzmann (Alt)
James Gilchrist (Tenor)
Peter Harvey (Bass)

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Monteverdi Chor London
Englische Barocksolisten

Leitung: John Eliot Gardiner


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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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.Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

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Johann Sebastian Bach

Himmelskönig, sei willkommenen

Kantate BWV 182 am Palmsonntag

Katharine Fuge, Sopran
Carlos Mena, Countertenor
Hans Jörg Mammel, Tenor
Stephan MacLeod, Bass
Ensemble Ricercar Consort

Leitung: Philippe Pierlot



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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

.Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Kantate um 06 : 30 Uhr bis 07 : 00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

„Himmelskönig, sei willkommen“ BWV 182

Knabenalt des Thomanerchores, Rolf Apreck, Tenor; Johannes Oettel, Bass

Thomanerchor Leipzig,

Stadt- und Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Günther Ramin



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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik  Auszüge aus dem Programm:
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Die Bach-Kantate:
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„Himmelskönig, sei willkommen“
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Kantate zum Palmsonntag, BWV 182
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Regine Jurda, Alt; Maximilian Kiener, Tenor; Franz Schlecht, Bass;
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Arcis-Vocalisten München;
Arpa festante: Thomas Gropper
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Johann Sebastian Bach in Eisenach:
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In Eisenach wird als jüngstes Kind von sechs Jungen und zwei Mädchen am 21. März 1685 Johann Sebastian Bach geboren und zwei Tage später am 23.3.1685 in St. Georg getauft.  Da damals in dieser Stadt noch der julianische Kalender gilt, ist das Geburtsdatum nach dem gregorianischen Kalender der 31. März.

Johann Sebastian Bach entstammt einer weitverzweigten lutherischen mitteldeutschen Musikerfamilie, deren bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgbare väterliche Vorfahren und Verwandte fast alle als Kantoren, Organisten, Stadtpfeifer, Mitglieder von Hofkapellen oder Clavichord/Cembalo- und Lautenbauer im Raum zwischen Werra und Saale tätig waren. Johann Sebastian war das jüngste von acht Kindern Johann Ambrosius Bachs und dessen Frau Elisabeth, geborene Koch. Sein Vater war Stadtpfeifer in Eisenach und Hoftrompeter in der kleinen Kapelle des Herzogs Johann Georg I. und danach Herzogs Johann Georg II. von Sachsen-Eisenach. Zur Geburt Bachs galt an seinem Geburtsort Eisenach noch der Julianische Kalender. So wird sein Geburtsdatum in der Regel mit dem örtlich gültigen Datum, dem 21. März 1685, angegeben, sein Todesdatum hingegen nach dem in Leipzig gültigen Gregorianischen Kalender. Gemäß Gregorianischem Kalender ist sein Geburtsdatum der 31. März. Das Geburtshaus, das in der damaligen Fleischgasse (heute Luthergasse 35) stand, existiert heute nicht mehr. Seine beiden Vornamen erhielt Johann Sebastian von den beiden Taufpaten, Sebastian Nagel, Stadtpfeifer von Gotha, einem befreundeten Berufskollegen von Johann Ambrosius, und dem fürstlich-eisenachischen Forstbeamten Johann Georg Koch.

Die frühe Kindheit verbrachte Bach in Eisenach, wo er durch den Cousin seines Vaters, den Organisten der Eisenacher Georgenkirche, Johann Christoph Bach, auch erstmalig mit Kirchen- und Orgelmusik in Kontakt gelangte. Die Grundlagen des Violinspielsvermittelte ihm wahrscheinlich sein Vater.[5][6] Im Alter von acht Jahren kam Bach auf die Lateinschule des Eisenacher ehemaligen Dominikanerklosters, nachdem er vermutlich während der zwei vorangegangenen Jahre die deutsche Schule besucht hatte. Seine Mutter starb am 3. Mai 1694. Am 27. November 1694 heiratete sein Vater die Witwe Barbara Margaretha Bartholomäi, geborene Keul; er starb aber nur wenige Monate danach am 20. Februar 1695. Im Alter von 9 Jahren war Johann Sebastian somit Vollwaise geworden und zog mit seinem Bruder Johann Jacob zu seinem älteren Bruder Johann Christoph Bach nach Ohrdruf.

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Johann Christoph Bach (1642-1703)

Johann Christoph Bach (* 8. Dezember 1642 in Arnstadt; † 31. März 1703 in Eisenach) der Sohn von Heinrich Bach, war ein deutscher Komponist. Er gilt als bedeutendster Komponist seiner Generation innerhalb der Familie Bach.

Bach war seit 1663 Organist der Schlosskapelle Arnstadt und seit 1665 an der Georgenkirche in Eisenach, wo er daneben als Cembalist der Hofkapelle wirkte.

Von Johann Christoph Bach sind nur wenige Werke überliefert, die meisten im altbachischen Archiv:

Johann Christoph Bach (1642-1703)

Geistliches Werk: „Herr, wende dich und sei mir gnädig“

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Videos mit Bach-Kantaten:
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/ YouTube: BWV 54 –  Widerstehe doch der Sünde“    (Interpret: Gustav Leonhardt)

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./ YouTube: BWV 131 –  Aus der Tiefen rufe, ich ,Herr ,zu dir  – ( Interpret: Ton Koopman)

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/ YouTube: BWV 182 –  Himmelskönig sei willkommen  – ( Interpret: SDG)

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„Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen.“

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Kantaten-Beschreibung BWV 182 –  Himmelskönig, sei willkommen

Kantatenfür den Sonntag  „Palmarum / Palmsonntag“  

Aufführungsort:  Walpole St. Peter, Norfolk am 26.3.2000

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BWV 182 „Himmelskönig, sei willkommen“  das 1714 komponiert wurde, als Palmsonntag und Mariä Verkündigung zusammenfielen. Die Sonate wirkt wie die Miniaturausgabe einer französischen Ouvertüre, Solovioline und Blockflöte dialogisieren mit einer Pizzicato-Begleitung, die ein wenig an Jesu Eselritt nach Jerusalem erinnert. In dem magischen Augenblick, wenn die Streicher zum ersten Mal wieder coll’arco spielen und der Ton aufschwillt, spürt man noch einmal, was für eine Offenbarung die Begegnung mit der Musik seiner Zeitgenossen – Corelli, Vivaldi u.a. – für Bach gewesen sein muss.

Ein madrigalähnliches Willkommenslied für Chor (Nr. 2) – und, wie ich finde, eine idiomatische Verwendung von concertisten und ripienisten, wenn die Streicher und die Blockflöte einsetzen – deutet auf eine wachsende Menge hin, die sich einstellt, um Christus als Gottes Vertreter auf Erden willkommen zu heißen. Selten ist Bach auf eine so frische Weise unbeschwert. Die kammermusikähnlichen Proportionen des Werkes, seine Fröhlichkeit und Unbekümmertheit schienen für das Gebäude wie geschaffen. Nur ein Rezitativ ist vorhanden (Nr. 3), und es ähnelt eher einem Arioso, dafür gibt es drei aufeinander folgende und im Charakter gegensätzliche Arien, in der die Leidenszeit, die Christus bevorsteht, als Quelle geistlicher Inspiration behandelt wird, vom Bass (Nr. 4) und Tenor (Nr. 6), die Christus direkt ansprechen, vom Alt (Nr. 5), der alle Christen aufruft, den Heiland in der Weise zu begrüßen, wie es im Evangelium berichtet wird: ‚Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg. Die anderen hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg’.

Bach setzt in dieser langsamen und ausgedehnten Dacapo-Arie (mit geringfügig schnellerem B-Teil), deren sich windende, absteigende Phrasen andeuten, wie sich die Zweige neigen und die Menschen vor dem Heiland niederknien, eine einzelne Blockflöte gegen das Alt-Solo. Auf mich wirkte das wie eine musikalische Pietà, die Alt-Marienfigur, die den Heiland in ihren Armen wiegt – und wir fanden in der Nordwestecke der Kirche tatsächlich eine Pietà der englischen Bildhauerkunst. Die Tenor-Arie, von einer regen, zuweilen gequälten Continuolinie unterlegt (cis-moll in dieser transponierten Leipziger Fassung!) verweist auf eine Stimmung zu einem späteren Zeitpunkt während der Passion. Immer wieder abrupter Stillstand und Neubeginn – diese Abfolge deutet an, wie Jesus unter der Last des Kreuzes stolpert, während ihm seine Jünger auf dem langen Weg ‚durch Wohl und Weh’ nicht folgen können.

Die Kantate endet mit zwei Chören, der erste eine motettenähnliche Choralfantasie, die um Vulpius’ schöne Melodie (1609) des für Palmsonntag bestimmten Liedes gebaut ist, der zweite ein munterer Chortanz, der auf direktem Wege einer heiteren Oper dieser Zeit hätte entnommen sein können (und auch im Ersten Akt von Tschaikowskys Eugen Onegin nicht völlig fehl am Platze gewesen wäre). Dieser Tanz verlangt die Ausgeglichenheit eines Trapezkünstlers im Verbund mit der Agilität eines Madrigalgymnasten – und ist einfach faszinierend. In einer Kirche, die bis auf den letzten Platz mit einem so bunt gemischten Publikum besetzt war – der Prince of Wales, seine Stallmeister, sein Leibwächter, die Mimen seiner House-Party, Bach-‚Pilger’ aus London und Oxford, sogar jemand aus Japan –, spürte man noch mehr als sonst das Geheimnis einer Live-Aufführung von Bachs Musik, die offensichtlich Interpret wie Hörer gleichermaßen Nahrung gibt. Die erhebende Stimmung war zu fühlen. 

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier


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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den  Sonntag  Estomihi Okuli – Palmarum            

Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner  

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 .  Künstler-Beitrag –               

Link:   Künstler-Meinungen; Nathalie Stutzmann, Alt   .Nathalie Stutzmann, Alt

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CD –  für   den  Sonntag  Okuli – Palmarum..SDG 118 –  Vol. 21 CD 2————-.

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Cover:

CD SDG 153
Vol. 20
CD – zwei –
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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 118, Vol. 21

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CD – Inhalt CD zwei – SDG 118 Vol. 21..

..CD –

BWV    1 –  Wie schön leuchtet der Morgenstern
BWV  54 –  Widerstehe doch der Sünde
BWV 182 – Himmelskönig sei willkommen
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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

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Grüße

Volker