Bachs Matthäus-Passion und Johannes-Passion im Fernsehen – 2012


1.4.2012  RBB   23:45 – 2:30 Uhr
5.4.2012  BR     23:50 – 2:35  Uhr
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Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion
Aufzeichnung aus der Philharmonie Köln vom 28.03.2010

Die Matthäus-Passion für Soli, zwei Chöre und Orchester ist neben der h-Moll-Messe das bedeutendste Werk Johann Sebastian Bachs und eines der größten Werke der barocken Musikgeschichte. Sie schildert die Leidensgeschichte Jesu auf der Grundlage von Worten aus dem 26. und 27. Kapitel des Matthäus-Evangeliums. Der Dirigent Philippe Herreweghe, für seine Aufnahmen der Werke Bachs mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, interpretiert das monumentale Werk in einem Konzert in der Kölner Philharmonie.

Unter seiner Leitung musizieren das Collegium Vocale Gent und das Collegium Vocale Orchestra, die Solisten sind Christoph Prégardien (Evangelist), Simon Kirkbride (Christusworte), Dorothée Mields und Hana Blažíková (Sopran), Damien Guillon und Robin Blaze (Altus), Colin Balzer und Hans Jörg Mammel (Tenor) sowie Matthew Brook und Stephan MacLeod (Bass).

Claudia hat uns an Ihrem persönlichen Konzerterlebnis vor 2 Jahren teilhaben lassen.
Hier ist der Bericht zu finden.

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6.4.2012   BR alpha   20:15 – 22:15 Uhr

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Es waere gut dass ein Mensch wuerde umbracht fuer das Volk
Johannes-Passion – Johann Sebastian Bach

Regie:Hugo Niebeling
Redaktion:Gábor Toldy

Johann Sebastian Bachs JOHANNESPASSION beschreibt den Leidensweg Jesu Christi – formal streng, inhaltlich hochdramatisch. Das Textbuch folgt im wesentlichen den Kapiteln 18 und 19 des Johannes-Evangeliums, in die an zwei Stellen Verse aus dem Matthäus-Evangelium eingeschoben sind, und integriert Kirchenliedstrophen und madrigale Dichtungen, wie z.B. die Texte für die Arien, Ariosi.
Der Regisseur Hugo Niebeling hat seinen Film streng nach Bachs Partitur im romanischen Dom zu Speyer inszeniert. Benutzt hat er dafür die legendäre „Archiv“-Produktion der „Deutschen Grammophon“, die 1964 von dem (inzwischen verstorbenen) Bach-Dirigenten und -Interpreten Karl Richter mit dem Münchener Bach-Chor und -Orchester und Hermann Prey, aufgenommen wurde. Solisten dieser Aufnahme, Ernst Haefliger und Kieth Engen, sind im Film nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen.

http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/programmkalender/sendung259420.html

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7.4.2012   MDR   0:00 – 2:55 Uhr

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Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244
Aufzeichnung aus der Thomaskirche zu Leipzig

Die “Matthäus-Passion” von Johann Sebastian Bach gehört zum wertvollsten Besitz des Weltkulturerbes. Als das Werk am 11. April 1727 in der Leipziger Thomaskirche zur Uraufführung kam, war es für Bach zwar ein Höhepunkt, für die Gotteshausbesucher aber nur eine jener Musiken, die der Thomaskantor zu jedem kirchlichen Feiertag neu zu komponieren hatte. Deswegen waren Wiederholungen nur zufälliger Art. Für die wenigen späteren Aufführungen zu Lebzeiten des Komponisten nahm er vereinzelt Änderungen vor. So entstand die überlieferte autographe Partitur 1736. In dieser Fassung ist das Werk heute bekannt und erklingt auch so am Ort seiner Uraufführung. Nach dem Tode Bachs 1750 geriet auch seine Musik in Vergessenheit, nur zu Studienzwecken erinnerte man sich ihrer. Mit der Wiederaufführung der “Matthäus-Passion” am 11. März 1829 durch Felix Mendelssohn Bartholdy rückte nicht nur die Musik Bachs wieder in den Mittelpunkt, sondern die Musik einer ganzen Epoche. Die Interpreten der Aufzeichnung aus der Thomaskirche zu Leipzig sind fast ausnahmslos mit dem Werk des Komponisten eng verbunden. So war Martin Petzold (Tenor) Mitglied des Thomanerchores, ebenso Thomaskantor Georg Christoph Biller. Er ist der 16. Amtsnachfolger Bachs. Die Altistin Bogna Bartosz errang 1992 den ersten Preis im Fach Gesang beim Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig. Das Solistenensemble vervollständigen Olaf Bär (Bass), der Mitglied des Dresdner Kreuzchores war, sowie Monika Frimmer (Sopran) und Andreas Schmidt (Bass). Ebenso sind Thomanerchor und Gewandhausorchester Garanten einer authentischen Bachinterpretation.

Thomanerchor
Gewandhaus Kinder- und Jugendchor
Gewandhausorchester Dirigent:
Thomaskantor Georg Christoph Biller

Monika Frimmer, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
Martin Petzold, Tenor
Andreas Schmidt, Bass Olaf Bär, Bass

(In meiner Radiozeitung ist die Sendung unter Karfreitag zu finden!)

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Dazu gibt es eine erfreuliche Nachricht vom Fernsehsender ARTE:

Auf ARTE ist die Sendung von der Matthäus-Passion mit dem Thomanerchor vom 6. März 2012 aus Leipzig

weitere 89 Tage online zu sehen.

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Hier der Web-Link zu ARTE:

http://liveweb.arte.tv/de/video/Matthaeus_Passion_Bach_Thomanerchor_Gewandhausorchester_Leipzig/

Matthäus-Passion“ von J. S. Bach mit dem Thomanerchor und dem Gewandhausorchester Leipzig – ARTE Liliveweb.arte.tv

Die Aufführung der Matthäus Passion aus der Thomaskirche Leipzig ist ein Höhepunkt der Jubiläumssaison „800 Jahre Thomanerchor“. Mit diesem Werk waren Gewandhausorchester und Thomaner in den zurückliegenden Monaten auch in Japan, Korea und England zu Gast. Als Solisten sind Christina Landshamer (…

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Weltberühmte Knabenchöre waren zum Abschluss der Feiern in der Thomaskirche Leipzig zu hören


Liebe Bachfreunde/innen!

Nach dem fantastischen Hinweis von @Barbara auf die zukünftigen Radiosendungen über die Thomaner, etc. fand ich heute einen bemerkenswerten Artikel zum Abschluss der Feierlichkeiten 800 Jahre Thomaner vom Samstag, 24.3.2012.

Eine Sendung über die Thomaner wird es heute um 22:00 Uhr im MDR-Fernsehen geben.

22:10 Uhr Die Thomaner
800 Jahre Thomanerchor – Singen für Gott und die Welt

Hier zum Artikel:

Weltberühmte Knabenchöre waren bei der Feier zum 800-jährigen Bestehen der Thomaner

Auch die Domspatzen sangen mit

Optisch unterschiedlich, aber im Gesang vereint: In Eaton-Suit, Anzug und Kieler Bluse traten die berühmtesten Knabenchöre der Welt am Samstag zum Abschluss der Feierlichkeiten anlässlich 800 Jahren Thomanerchor in Leipzig auf.

Eine Jungsclique von 18- und 19-Jährigen lehnt lässig am Geländer. Die warme Frühlingssonne scheint auf die müden Gesichter, verstohlen führt einer eine Zigarette zum Mund. Die Hemden stehen offen, die Sackoärmel sind hochgekrempelt, die Haare verstrubbelt. Noch deutet nichts daraufhin, dass sie in wenigen Stunden im sogenannten Eton Suit, einem traditionellen Anzug aus schwarzer Jacke und weißem Hemd, als Choir of King“s College Cambridge geschlossen in die Thomaskirche in Leipzig einmarschieren und vor mehreren hundert Besuchern „Illuminare Jerusalem“ singen werden.

Zum Abschluss der Festwoche zum 800-jähigen Bestehen des Leipziger Thomanerchors gaben sich am Samstag die großen Knabenchöre dieser Welt ein Stelldichein: Neben dem britischen Chor traten auch der Dresdner Kreuzchor, die Regensburger Domspatzen und natürlich der Thomanerchor auf. Krönender Abschluss der Motette war ein gemeinsam gesungenes Werk, die italienische Laude „Alta trinità beata“. Rund 250 Knaben- und Männerstimmen waren dabei zu hören. Es war das erste Mal, dass die Chöre in dieser Formation zusammen sangen.

„Wir freuen uns wirklich sehr, hier zu sein“, sagte stellvertretend einer der englischen Jungs. Am Freitagabend waren sie in Leipzig eingetroffen. Nach einer Nacht im Hostel ging es für sie direkt zur Probe in die Thomaskirche. „Den großen Unterschied zwischen uns und den Thomanern sieht man gleich“, meint ein anderer und ergänzt: „Sie sind deutlich jünger.“ Während die Leipziger Chorknaben bereits in der 4. Klasse anfangen und spätestens mit bestandenem Abitur wieder austreten, ist der englische Chor auch mit Männerstimmen von 18- bis 22-Jährigen besetzt, die ihrem zeitaufwändigen Hobby neben ihrem Alltag als Student nachgehen.

„Ich glaube, es ist gut, die Tradition der anderen Chöre mal richtig mitzubekommen“, sagt Leiter Stephen Cleobury. Wie die Thomaner kann auch der Choir of King“s College Cambridge auf eine jahrhundertelange Geschichte zurückblicken. 1441 von König Heinrich VI., dem Gründer des King“s College, ins Leben gerufen, ist er heute vor allem für seine Auftritte an Heiligabend bekannt, die von dem britischen Sender BBC übertragen werden.

Als vor dem eigentlichen Auftritt die Probe in der Kirche beginnt, steht der Choir of King“s College Cambridge vor dem Altar, die anderen Chöre haben sich auf der Empore formiert. Neben Thomaskantor Georg Christoph Biller hat sich ein Thomaner postiert. Mit einem Mikro in der Hand übersetzt der zweisprachig aufgewachsene Junge Wort für Wort die Anweisungen des Chorleiters ins Englische. Immer wieder wird neu angesetzt. „Das ist schön“, ruft der Leiter der Dresdner Kreuzchores, Roderich Kreile, von unten Richtung Biller, der ein skeptisches Gesicht aufgesetzt hat. „Ich glaube nicht, dass man das besser hinkriegt“, meint Kreile.

Während sich die Domspatzen und der Choir of King“s College Cambridge nur alle paar Jahre mit den Thomanern treffen, verbindet die Dresdner und Leipziger eine lockere Freundschaft, die über das Singen hinaus geht. Einmal im Jahr treffen sich die Chorknaben sogar zum gemeinsamen Fußballturnier. „Das ist ein freundschaftliches Konkurrenzverhältnis“, kommentiert Kreile die Beziehung der Chöre untereinander.

Auch für die Regensburger Domspatzen ist Leipzig trotz der weiten Entfernung bereits ganz nah. „Wir haben alle den Film gesehen“, erzählt einer der Jungs nach der Probe. „Es war super interessant zu sehen, wie die so leben“. Der knapp zweistündige Dokumentar-Film der Regisseure Paul Smaczny und Günter Atteln ist zum 800-jährigen Bestehen des Chors in diesem Jahr entstanden und kam vor knapp einem Monat bundesweit in die Kinos. Zwar wurde über die Regensburger Domspatzen, die mit ihrer Gründung 975 die längste Historie vorzuweisen haben und UNICEF-Botschafter sind, auch eine Reportage gedreht. „Aber die war nicht so spannend“, meint einer der Knaben.

( Stephanie Höppner / epd )

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Das Programm der Abschlussfeier am 24.3.2012 in der Thomaskirche

   Programm Motette 24 März 2012

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Thomaner-Video 

Fehler
Dieses Video existiert nicht

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P.S.

Heute erschien in Leipzig ein weiterer interessanter Zeitungsartikel:

LEIPZIG/Thomaskirche/800 Jahre Thomana: FEST DER CHÖRE
Leipzig, 800 Jahre Thomana: Jubel beim „Fest der Knabenchöre“, 24.03.2012

Die Stimmung rund um die Thomaskirche ist an diesem Nachmittag ebenso fröhlich wie der Anlass: das „Fest der Knabenchöre“ als großartiger Abschluss der ersten Festwoche für 800 Jahre Thomana.

Die Sonne strahlt, und so setzt sich Leipzig ins rechte Licht zum Willkommen der drei Gastchöre, die nun mit dem Thomanerchor sein acht Jahrhunderte währendes Bestehen feiern: der Choir of King’s College, Cambridge, der Dresdner Kreuzchor und die Regensburger Domspatzen……

Zum ganzen Artikel:

Link:
http://www.der-neue-merker.eu/leipzigthomaskirche800-jahre-thomana-fest-der-chore

Grüße
Volker

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Ich wünsche allen einen schönen und sonnigen Sonntag.

Grüße

Volker

Radiotipps 31.3. – 1.4.2012


Links zu den Radiosendern sind auf der Seite WebRadios zu finden:

Die Sendungen zum Thema „800 Jahre Thomanerchor“ gehen weiter.
Jenseits davon gibt es in dieser Woche nicht viel. Das Hörspiel von für alle Großeltern, Eltern, Kinder, Enkelkinder und alle Junggebliebenen einen anderen Einstieg in Bachs Matthäuspassion wird fortgesetzt. Dazu gibt es am 1.4. wieder einen EBU-Radiotag zur Passionswoche, die aber scheinbar leider nur von BBC komplett übertragen wird. Von den deutschen Sendern jedenfalls bringt nur SR2 einen kurzen Ausschnitt.  Aber der niederländische Sender Radio überträgt wieder die Passion zur Mittagszeit, dieses Mal die Matthäuspassion in einer interessanten Besetzung.

31.3.

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NDR
20:05-22:00 – 24:00
Prisma Musik
800 Jahre Thomanerchor

Eine Sendung von Hildburg Heider
Johann Sebastian Bach war zwar mit Abstand der bedeutendste unter den Leipziger Thomaskantoren, aber er war nur einer von vielen und stand selbst schon in einer langen Reihe von Vorgängern, denn den Thomas-Chor und die Thomas-Schule hatte es vor ihm schon mehr als ein halbes Jahrtausend gegeben. 1212 hatte man der Thomaskirche eine Schule angegliedert, die auch Leipziger Bürgerkindern offen stand. Sie gilt damit als eine der ältesten öffentlichen Schulen Deutschlands und ist die älteste Kultureinrichtung der Stadt. Als Gegenleistung für Ausbildung und Unterkunft übernahmen die Thomaner die musikalische Umrahmung der Gottesdienste. Sowohl Rektor als auch Kantor bewohnten gemeinsam mit den Schülern das Thomasschulhaus. Seit der Reformation im Jahre 1543 unterstehen Thomasschule und -chor dem Rat der Stadt, mit dem sich auch Bach auseinanderzusetzen hatte. 1994 wurde Georg Christoph Biller zum 16. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach berufen.

Anschließend:
Variationen zum Thema
Der Thomanerchor singt Bach
Messe h-Moll BWV 232
Ruth Holton, Sopran / Matthias Rexroth, Altus
Christoph Genz, Tenor / Klaus Mertens, Bass
Gewandhausorchester Leipzig
Ltg.: Georg Christoph Biller

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1.4.

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BR-klassik
17:05-18:00 (anschließend als Podcast downloadbar)

Starke Stücke für Kinder Johann Sebastian Bach – „Matthäuspassion“ Von Sylvia Schreiber Hörspiel in zwei Teilen (II)

Leipzig, ungefähr im Jahr 1727. Heimlich schleicht Carl Philipp Emanuel Bach seinem Vater in die Thomaskirche nach, als dieser für sein neues Stück an der Orgel herumprobiert. Eine Gänsehaut bekommt er in seinem dunklen Versteck, weil die Musik zur „Matthäuspassion“, so soll das neue Stück heißen, so schaurig, so schön und so traurig ist. Aber er darf sich bloß nicht erwischen lassen, sonst gibt es ein Donnerwetter. Vater Johann Sebastian Bach, der Thomaskantor von Leipzig, kann nämlich ganz schön zornig werden – vor allem, wenn er bei der Arbeit an der Matthäuspassion gestört wird, die ihm doch so gar nicht von der Hand gehen will …

Hörspiel mit Stefan Wilkening, Stefan Hunstein, Michael Schwarzmaier, Anna Silvia Lilienfeld u.v.a. Regie: Sylvia Schreiber Redaktion: Leonhard Huber

Koproduktion BR-KLASSIK und IGEL-Records

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1.4.   –   EBU Radiotag – Musik für die heilige Woche

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radio4.nl
12-16:30
J.S. Bach – Matthäus-Passion, BWV 244
Koninklijk Concertgebouworkest
Groot Omroepkoor
Nationaal Jongenskoor
Iván Fischer – dirigent

Mark Padmore – tenor (Evangelist)
Peter Harvey – bas (Christus)
María Espada – sopraan
Renate Arends – sopraan
Ingeborg Danz – mezzosopraan
Barbara Kozelj – mezzosopraan; alt
Peter Gijsbertsen – tenor
Henk Neven – bariton; bas

 

SR2
19:30-23:05
EBU Special Day

‚Holy Week‘
Stephen Farr, Orgel
BBC Singers Leitung: Paul Brough Sir F.A. Gore Ouseley
– A Saviour of the world
– Is it nothing to you
John Goss
O Saviour of the world
Sir John Stainer
The Cruxifixion
Direktübertragung aus der St. Paul’s Kirche in London
Kantorei Saarlouis
Leitung: Joachim Fontaine
José de Nebra
Requiem for Queen Barbara
Zeitversetzte Direktübertragung vom 01. April 2012 aus der Evangelischen Kirche in Saarlouis
Helsinki Chamber Chorus
Einojuhani Rautavaara
All Night Vigli
Aufnahme von August 2011in der Uspenski Orhodox Cathedral in Helsinki

 

Übertragung des vollständigen Programmes: BBC Radio3 http://www.bbc.co.uk/programmes/b01f5hd4

Achtung: Sendungszeiten sind englischen Zeiten!

Radio 3 celebrates Palm Sunday with its annual day of live and specially recorded concerts from around Europe in conjunction with the European Broadcasting Union. The day begins with Bach’s mighty St Matthew Passion live from the Concertgebouw in Amsterdam, with soloists including Maria Espada and Mark Padmore. Following this, a short concert of Psalms by Meyerbeer and Spohr from the BBC Singers. At 3 o’clock there’s a concert form the Prinzregententheater in Munich, where the Bavarian Radio Chorus perform a programme including Arvo Part’s Berlin Mass. Antwerp’s contribution to the day is a little-known setting by Reinhard Keiser of the Brockes Passion, the influential text of which was written by Barthold Heinrich Brockes exactly 200 years ago. The final concert features the BBC Singers, live from St Paul’s Knightsbridge in a programme including Stainer’s Crucifixion.

Presented by Louise Fryer.

11.00am LIVE: From the Concertgebouw, Amsterdam

Bach: St Matthew Passion Maria Espada (soprano) Barbara Kozelj (mezzo-soprano) Renate Arends (mezzo-soprano) Ingeborg Danz (alto) Mark Padmore (tenor) Peter Gijsbertsen (tenor) Henk Neven (bass) Peter Harvey (bass) Netherlands Radio Chorus National Boys‘ Choir Royal Concertgebouw Orchestra Ivan Fischer (conductor)

2.30pm St Paul’s Church, Knightsbridge, London

Giacomo Meyerbeer: Psalm 91 – Qui in manu Dei requiescit Elizabeth Poole (soprano) Rebecca Lodge (mezzo soprano) Christopher Bowen (tenor)
Adrian Peacock (bass) BBC Singers Andrew Carwood (conductor)

Louis Spohr: Psalm 23 – Gott ist mein Hirt op. 85’2 Margaret Feaviour (soprano) Lynette Alcantara (mezzo-soprano) Andrew Murgatroyd (tenor)
Andrew Rupp (baritone) BBC Singers Andrew Carwood (conductor)

Louis Spohr: Psalm 130 – Aus der Tiefen ruf‘ ich op. 85’3 Alison Smart (soprano) Cherith Millburn-Fryer (mezzo-soprano) Edward Goater (tenor)
Edward Price (bass) BBC Singers Andrew Carwood (conductor)

3.00pm From the Prinzregententheater, Munich

Schnittke: Concerto for Chorus a cappella Bavarian Radio Chorus Peter Dijkstra (conductor)

Eriks Esenvalds: O Salutaris hostia Bavarian Radio Chorus Peter Dijkstra (conductor)

Arvo Part: Berlin Mass Bavarian Radio Chorus Munich Radio Orchestra Peter Dijkstra (conductor)

4.30pm From AMUZ, Antwerp, Belgium

Reinhard Keiser: The Brockes-passion Zsuzsi Tóth, soprano, Daughter of Zion / Young Girl 1 / Faithful Soul 1 Jan Van Elsacker, tenor, Evangelist Peter Kooij, bass, Jesus Vox Luminis Les Muffatti Peter Van Heyghen (conductor)

6.30pm Live from St Paul’s Church, Knightsbridge, London

Ouseley: A Saviour of the world BBC Singers Stephen Farr (organ) Paul Brough (director)

Ouseley: Is it nothing to you? BBC Singers Stephen Farr (organ) Paul Brough (director)

John Goss: O Saviour of the world BBC Singers Stephen Farr (organ) Paul Brough (director)

Stainer: The Crucifixion BBC Singers Stephen Farr (organ) Paul Brough (director).

 

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag „Judika“


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Georgenkirche in Eisenach

St. Georgenkirche in Eisenach. dort wurde am 23.3.1685 J.S. Bach getauft

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Die Georgenkirche ist die Hauptkirche im Zentrum von Eisenach. Hier predigte Martin Luther in der Zeit der Reformation, wodurch sie zu einem der ältesten protestantischen Gotteshäuser überhaupt wurde. Johann Sebastian Bach wurde in ihr am 23. März 1685 getauft. Sie war bis zur Fusion der evangelischen Kirchenprovinzen Sachsens und Thüringens zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschlands am 1. Januar 2009 die Bischofskirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche Thüringens..

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(Video) Bach – Impressionen aus Eisenach

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  25.03.2012 

begehen wir den Sonntag   „Judika

Der Name des Sonntags Judika leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: „Judica me, Deus, et discerne causam meam de gente non sancta“ (Ps 43, 1;)
Von diesem Sonntag an bis zum Karsamstag wird auch die Gloria-Patri-Strophe, die üblicherweise an jeden Psalm angefügt wird, nicht mehr gesungen, weil mit diesem Sonntag nach altem Brauch die eigentliche Passionszeit beginnt. Das wird in der neuen Agende (dem EGb) nicht mehr so gesehen. Dort schweigt Gloria Patri erst ab dem Sonntag Palmarum.

Nach dem Sonntag Laetare, an dem die Hingabe Jesu bedacht wurde, betont nun der Sonntag Judika den Gehorsam Christi genauso wie unseren Gehorsam. Es geht also um unsere Antwort auf Gottes Handeln und Gebot, die unaufgebbare Dualistik der Gnade Gottes: wenn sie nicht angenommen wird, kann sie auch nicht wirken. Es ist die Freiheit der Selbstentscheidung, von Gott geschenkt, die uns auch das Verderben bringen kann. Die Texte zeigen uns in teilweise grausamer Härte, wie Gehorsam immer auch zum Segen führt.

Auf dem Weg zum Kreuz erkennen wir den Gehorsam, mit dem Jesus alle Schmach, die ihm zugefügt wurde, geduldig getragen hat. Im Evangelium dieser Woche wird deutlich, dass, wenn wir Anspruch auf einen Platz an Jesu Seite erheben wollen, von uns der gleiche Gehorsam gefordert wird. Aber wir erfahren immer wieder, dass wir zu solchem Gehorsam nicht fähig sind, und sind dankbar, dass Jesus Christus durch seinen Gehorsam unser aller Heil bewirkt hat.

Der Wochenspruch: 

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele. (Mt 20, 28)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für  den  Sonntag   „Judika.

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In der Fastenzeit entfallen das Halleluja und das „Gloria in excelsis“

(Ehre sei Gott in der Höhe/Allein Gott in der Höh sei Ehr)

Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen.

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* BWV 97 „In allen meinen Taten“

* BWV 150 „Nach dir, Herr, verlanget mich“


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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik-Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach

Selig, wer an Jesum denkt, Geistliche Arie für Singstimmen und Basso continuo;

Georg Jelden, Bariton; Heinz Schnauffer, Orgel

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Christoph Graupner 

Aus der Tiefen rufen wir, Kantate für 4 Stimmen, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Caroline Weynants, Sopran; Damien Guillon, Altus; Marcus Ullmann, Tenor; Lieven Termont, Bariton; Il Gardellino,

Leitung: Marcel Ponseele .

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

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Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

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Geistliche Musik am 3. Sonntag in der Passionszeit

Felix Mendelssohn Bartholdy:
Richte mich Gott, Motette op. 78 Nr. 2
NDR Chor / Ltg.: Michael Gläser

Johann Sebastian Bach:

O Mensch, bewein‘ dein
Sünde groß, Choralbearbeitung BWV 622
Edda von Bargen, Orgel

In allen meinen Taten, Kantate BWV 97

Katharine Fugue, Sopran / Robin Tyson, Altus
Steve Davislim, Tenor / Stephan Loges, Bass
Monteverdi Choir London
English Baroque Soloist / Ltg.: John Eliot Gardiner


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

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Kantate: 

Christoph Graupner:

„Jesu edler Hoher Priester“
Klaus Mertens (Bass)
Accademia Daniel


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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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.Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

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Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 1 am Fest Mariae Verkündigung
Siri Thornhill, Sopran
Marcus Ullmann, Tenor
Jan Van der Crabben, Bass
La Petite Bande
Leitung: Sigiswald Kuijken


Trio für Orgel c-Moll BWV 585
Gerhard Weinberger


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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

.Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Kantate um 06 : 30 Uhr bis 07 : 00 Uhr

Kantate

Max Reger:

Acht geistliche Gesänge op. 138

Thomanerchor Leipzig

Leitung: Georg Christoph Biller


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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik  Auszüge aus dem Programm:
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Die Bach-Kantate:
 
„Nach dir, Herr, verlanget mich“, Kantate, BWV 150
Joanne Lunn, Sopran; Daniel Taylor, Countertenor; Paul Agnew, Tenor;
Panajotis Iconomou, Bass;
Monteverdi Choir; English Baroque Soloists:
John Eliot Gardiner
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Orgelmusk von J.S. Bach BWV 565 Toccata & Fuge d-moll
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Impressionen vom Bachmuseum Eisenach und Umgebung.

In Eisenach wird als jüngstes Kind von sechs Jungen und zwei Mädchen am 21. März 1685 Johann Sebastian Bach geboren und zwei Tage später am 23.3.1685 in St. Georg getauft.  Da damals in dieser Stadt noch der julianische Kalender gilt, ist das Geburtsdatum nach dem gregorianischen Kalender der 31. März.

Johann Sebastian Bach entstammt einer weitverzweigten lutherischen mitteldeutschen Musikerfamilie, deren bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgbare väterliche Vorfahren und Verwandte fast alle als Kantoren, Organisten, Stadtpfeifer, Mitglieder von Hofkapellen oder Clavichord/Cembalo- und Lautenbauer im Raum zwischen Werra und Saale tätig waren. Johann Sebastian war das jüngste von acht Kindern Johann Ambrosius Bachs und dessen Frau Elisabeth, geborene Koch. Sein Vater war Stadtpfeifer in Eisenach und Hoftrompeter in der kleinen Kapelle des Herzogs Johann Georg I. und danach Herzogs Johann Georg II. von Sachsen-Eisenach. Zur Geburt Bachs galt an seinem Geburtsort Eisenach noch der Julianische Kalender. So wird sein Geburtsdatum in der Regel mit dem örtlich gültigen Datum, dem 21. März 1685, angegeben, sein Todesdatum hingegen nach dem in Leipzig gültigen Gregorianischen Kalender. Gemäß Gregorianischem Kalender ist sein Geburtsdatum der 31. März. Das Geburtshaus, das in der damaligen Fleischgasse (heute Luthergasse 35) stand, existiert heute nicht mehr. Seine beiden Vornamen erhielt Johann Sebastian von den beiden Taufpaten, Sebastian Nagel, Stadtpfeifer von Gotha, einem befreundeten Berufskollegen von Johann Ambrosius, und dem fürstlich-eisenachischen Forstbeamten Johann Georg Koch.

Die frühe Kindheit verbrachte Bach in Eisenach, wo er durch den Cousin seines Vaters, den Organisten der Eisenacher Georgenkirche, Johann Christoph Bach, auch erstmalig mit Kirchen- und Orgelmusik in Kontakt gelangte. Die Grundlagen des Violinspielsvermittelte ihm wahrscheinlich sein Vater.[5][6] Im Alter von acht Jahren kam Bach auf die Lateinschule des Eisenacher ehemaligen Dominikanerklosters, nachdem er vermutlich während der zwei vorangegangenen Jahre die deutsche Schule besucht hatte. Seine Mutter starb am 3. Mai 1694. Am 27. November 1694 heiratete sein Vater die Witwe Barbara Margaretha Bartholomäi, geborene Keul; er starb aber nur wenige Monate danach am 20. Februar 1695. Im Alter von 9 Jahren war Johann Sebastian somit Vollwaise geworden und zog mit seinem Bruder Johann Jacob zu seinem älteren Bruder Johann Christoph Bach nach Ohrdruf.

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Videos mit Bach-Kantaten:
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/ YouTube: BWV 97 –  „In allen meinen Taten“  Part 1 –  (Interpret: N.N.)

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./ YouTube: BWV 150 –  Nach dir, Herr, verlanget mich  – ( Interpret: SDG)

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/ YouTube: BWV 182 –  Himmelskönig sei willkommen  – ( Interpret: SDG)

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„Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen.“

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Kantaten-Beschreibung BWV 182 –  Himmelskönig, sei willkommen.

Kantatenfür den Sonntag  „Oculi“  

Aufführungsort:  Walpole St. Peter, Norfolk am 26.3.2000

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BWV 182 „Himmelskönig, sei willkommen“  das 1714 komponiert wurde, als Palmsonntag und Mariä Verkündigung zusammenfielen. Die Sonate wirkt wie die Miniaturausgabe einer französischen Ouvertüre, Solovioline und Blockflöte dialogisieren mit einer Pizzicato-Begleitung, die ein wenig an Jesu Eselritt nach Jerusalem erinnert. In dem magischen Augenblick, wenn die Streicher zum ersten Mal wieder coll’arco spielen und der Ton aufschwillt, spürt man noch einmal, was für eine Offenbarung die Begegnung mit der Musik seiner Zeitgenossen – Corelli, Vivaldi u.a. – für Bach gewesen sein muss.

Ein madrigalähnliches Willkommenslied für Chor (Nr. 2) – und, wie ich finde, eine idiomatische Verwendung von concertisten und ripienisten, wenn die Streicher und die Blockflöte einsetzen – deutet auf eine wachsende Menge hin, die sich einstellt, um Christus als Gottes Vertreter auf Erden willkommen zu heißen. Selten ist Bach auf eine so frische Weise unbeschwert. Die kammermusikähnlichen Proportionen des Werkes, seine Fröhlichkeit und Unbekümmertheit schienen für das Gebäude wie geschaffen. Nur ein Rezitativ ist vorhanden (Nr. 3), und es ähnelt eher einem Arioso, dafür gibt es drei aufeinander folgende und im Charakter gegensätzliche Arien, in der die Leidenszeit, die Christus bevorsteht, als Quelle geistlicher Inspiration behandelt wird, vom Bass (Nr. 4) und Tenor (Nr. 6), die Christus direkt ansprechen, vom Alt (Nr. 5), der alle Christen aufruft, den Heiland in der Weise zu begrüßen, wie es im Evangelium berichtet wird: ‚Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg. Die anderen hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg’.

Bach setzt in dieser langsamen und ausgedehnten Dacapo-Arie (mit geringfügig schnellerem B-Teil), deren sich windende, absteigende Phrasen andeuten, wie sich die Zweige neigen und die Menschen vor dem Heiland niederknien, eine einzelne Blockflöte gegen das Alt-Solo. Auf mich wirkte das wie eine musikalische Pietà, die Alt-Marienfigur, die den Heiland in ihren Armen wiegt – und wir fanden in der Nordwestecke der Kirche tatsächlich eine Pietà der englischen Bildhauerkunst. Die Tenor-Arie, von einer regen, zuweilen gequälten Continuolinie unterlegt (cis-moll in dieser transponierten Leipziger Fassung!) verweist auf eine Stimmung zu einem späteren Zeitpunkt während der Passion. Immer wieder abrupter Stillstand und Neubeginn – diese Abfolge deutet an, wie Jesus unter der Last des Kreuzes stolpert, während ihm seine Jünger auf dem langen Weg ‚durch Wohl und Weh’ nicht folgen können.

Die Kantate endet mit zwei Chören, der erste eine motettenähnliche Choralfantasie, die um Vulpius’ schöne Melodie (1609) des für Palmsonntag bestimmten Liedes gebaut ist, der zweite ein munterer Chortanz, der auf direktem Wege einer heiteren Oper dieser Zeit hätte entnommen sein können (und auch im Ersten Akt von Tschaikowskys Eugen Onegin nicht völlig fehl am Platze gewesen wäre). Dieser Tanz verlangt die Ausgeglichenheit eines Trapezkünstlers im Verbund mit der Agilität eines Madrigalgymnasten – und ist einfach faszinierend. In einer Kirche, die bis auf den letzten Platz mit einem so bunt gemischten Publikum besetzt war – der Prince of Wales, seine Stallmeister, sein Leibwächter, die Mimen seiner House-Party, Bach-‚Pilger’ aus London und Oxford, sogar jemand aus Japan –, spürte man noch mehr als sonst das Geheimnis einer Live-Aufführung von Bachs Musik, die offensichtlich Interpret wie Hörer gleichermaßen Nahrung gibt. Die erhebende Stimmung war zu fühlen. 

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier


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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den  Sonntag  Estomihi Okuli             

Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner  

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 .  Künstler-Beitrag –               

Link:   Künstler-Meinungen; Nathalie Stutzmann, Alt   .Nathalie Stutzmann, Alt

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CD –  für   den  Sonntag  Estomihi..SDG 118 –  Vol. 21 CD 2————-.

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Cover:

CD SDG 153
Vol. 20
CD – zwei –
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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 118, Vol. 21

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CD – Inhalt CD zwei – SDG 118 Vol. 21..

..CD –

BWV    1 –  Wie schön leuchtet der Morgenstern
BWV  54 –  Widerstehe doch der Sünde
BWV 182 – Himmelskönig sei willkommen
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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

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Grüße

Volker

Am 20. März 2012 Festakt in Leipzig 800 Jahre Thomanerchor – J.S. Bach feiert Geburtstag Gedanken zum 21. März


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Bundespräsident Joachim Gauck beim Festakt in Leipzig 800 Jahre Thomaner

Liebe Bachfreune/innen !

Große Ereignisse zur Zeit in Leipzig.

Mit einem Festakt wurde am 20 März 2012 durch den neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck das 800jährige Bestehen des Thomanerchores in Leipzig begangen.

Gäste aus Kultur, Politik und Wirtschaft haben heute mit einem Festakt an die Gründung des Thomanerchors vor 800 Jahren erinnert. Der weltweit bekannte Knabenchor wurde 1212 gemeinsam mit Thomaskirche und Thomasschule gegründet. Zum Festakt sang der Thomanerchor vor allem Werke seines bekanntesten Kantors Johann Sebastian Bach.

Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung würdigte in seiner Rede die enge Verbundenheit der Thomaner mit Leipzig: „Wir können alle Stolz sein, dass dieses wunderbare weltweit gefeierte Ensemble hier seine Heimat hat und gleichzeitig Heimat ist. Die Thomaskirche ist eine offene, gelebte Stätte des Glaubens und der weltweit berühmten und geschätzten Musik, die Thomasschule habe als erste öffentliche Schule Deutschlands überhaupt in dieser Vereinigung einen kreativen und befördernden Platz eingenommen.“

Thomaskirchen-Pfarrer Christian Wolff wies auf die heutige Verpflichtung der Thomaner, sich um das moderne Lied zu bemühen und somit Aufmerksamkeit zu erreichen. Es ginge um einen stetigen Erneuerungsprozess, und wer wenn nicht junge Menschen könnten die Musik in die kommenden Jahrhunderte tragen.

Für den frisch gewählten Bundespräsidenten Joachim Gauck war der Festakt „sehr sehr bewegend“ und er sei dankbar, dass das dies sein erster Termin war.

Im Anschluss an den Festakt führte ab 13 Uhr ein Festumzug von der Thomaskirche zum Campus forum thomanum. Teile des Campus wurden an diesem Tag mit einem Festprogramm eingeweiht.

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Dieses Video existiert nicht

Am Festumzug und Festprogramm nahmen Oberbürgermeister Burkhard Jung, Thomaskirchen-Pfarrer Christian Wolff und Kinder der Kita forum thomanum, der Grundschule forum thomanum und der Thomasschule teil.

Der heutige Festakt ist zentraler Teil der Festwoche von 19. bis 25. März 2012 mit zahlreichen Veranstaltungen, darunter einem Bürgerfest am 21. März im Neuen Rathaus.

Auszüge aus dem Programm der Festwoche

20. März

  • 11 Uhr – Thomaskirche: Festakt „800 Jahre Thomana“ (nicht öffentlich)
  • 12:30 Uhr – Festumzug zum Campus Forum Thomanum und feierliche Einweihung
  • 18 Uhr – Lutherkirche: Konzert „Bach in Jazz“ (Eintritt frei)

21. März

  • 10 Uhr – Tourist-Information, Katharinenstraße 8: Stadtrundgang „Via Thomana – 800 Jahre Chor, Kirche und Schule“ (Voranmeldung unter Tel. 710 42 80, Ticket 8 Euro)
  • 12 Uhr – Thomaskirchhof: Festveranstaltung „Singt Euch ein“ zum 327. Geburtstag von Johann Sebas-tian Bach
  • 19 Uhr – Neues Rathaus: Bürgerfest ‚Leipzig feiert 800 Jahre Thomanerchor‘ Mitwirkende: u. a. Thomanerchor, Gewandhausorchester, Amarcord, Die Prinzen, David Timm (Eintritt frei)

23. März

  • 18 Uhr – Thomaskirche: Motette mit dem Choir of King‘s College

24. März

  • 11 Uhr – Tourist-Information, Katharinenstraße 8: Stadtrundfahrt „Überall ist Klang – zu Fuß und mit dem Bus auf der Leipziger Notenspur“ (Voranmeldung unter Tel. 710 42 80, Ticket 19,50 Euro)
  • 15 Uhr – Thomaskirche Motette „Fest der Knabenchöre“ mit Dresdner Kreuzchor, Regensburger Domspatzen, Choir of King‘s College, Thomanerchor (Restkarten)

25. März

  • 9:30 Uhr – Thomaskirche Gottesdienst mit Dresdner Kreuzchor, Regensburger Domspatzen, Choir of King‘s College, Thomanerchor

Im Rahmen der Thomana 2012 wird zu drei Festwochen von Chor, Schule und Kirche eingeladen. Der Thomanerchor organisiert Festtage vom 19. bis 25. März, 2012 die Thomasschule vom 17. bis 23. September 2012 und die Thomaskirche vom 31. Oktober bis 4. November 2012.

Weitere Informationen:

(Textquelle: Stadt Leipzig)

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Bachdenkmal Leipzig

Bachdenkmal Leipzig

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Liebe BachfreundINNEN!

Zum Geburtstag!

Gestern der Festakt mit dem neuen Bundespräsidenten-, heute am 21.3. feiert die Bach-Welt Geburtstag. Gerne denke ich dran und laß mich mitnehmen in ein neues Lebensjahr von Johann Sebastian

Wie jung und anspornend Bach geblieben ist, zeigt ‚humorvoll‘ eine Szene im Kino-Film ‚Die Thomaner‘.

Da spielen die Thomaner (Leipzig) gegen die ‚Crucianer‘ (Dresden) Fußball. Und welche Hintergrundmusik motiviert die Filmbesucher, sich mitten im ‚Gewühl und Siegestaumel‘ zu fühlen?

BWV 78 Duett Alt – Sopran ‚Wir eilen mit schwachen, doch emsigen Schritten ….‘ dem Tor entgegen. Die Sängerknaben und älteren Mitspieler kamen in’s Schwitzen Die Szene war köstlich.

Gruß

Adamo

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Englischer Dirigent J.E. Gardiner

Englischer Dirigent J.E. Gardiner

Liebe Bach-Gardiner-Freunde(innen) !

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Nach den großartigen Ereignissen in Leipzig ereilt uns heute ein Hilferuf aus London..!!

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Finanzielle Schwierigkeiten gefährden das Bach-Cantata.Projekt – Himmelfahrts-Kantaten vom Label “Monteverdi-SDG” durchgeführt von John Eliot Gardiner, dem Monteverdi Choir und English Baroque Soloists.

Nähere Angaben unter:

http://www.monteverdi.co.uk/ascension

Wir sollten uns darum bemühen, diesem großartigen Label zu helfen.

Liebe Grüße
Volker

Unser Besuch des Bachfestes 2012 in Arnstadt mit dem Konzert Lautten Compagney und Calmus Ensemble


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Liebe Bachfreunde/innen!

Ein Bericht von unserem Konzert-Besuch des Eröffnungskonzertes beim Bach-Festivals-Arnstadt 2012

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Bachfestival Arnstadt

Veranstaltung

Titel: Bacharcades Lautten Compagney & Calmus Ensemble

am Freitag, 16.03.2012  Beginn: 19.30 Uhr  in der Johann Sebastian Kirche.

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Bachkirche in Arnstadt

Bachkirche in Arnstadt

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Eröffnungskonzert des Bach-Festivals-Arnstadt 2012

Bach-Arkaden bestehend aus sechs Chorälen und einer Motette

Künstler:

Lautten Compagney (Echo Klassik-Preisträger)
Calmus Ensemble (Echo Klassik-Preisträger)

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Zwei Ensembles treffen sich in musikalischen Arkaden bestehend aus Bach’s Chorälen und kommunizieren dort mit den Werken eines zeitlosen Giganten.

Diese Programmidee bezieht sich auf einen zentralen und ganz kontinuierlich entstandenen Teil im Werk des Johann Sebastian Bach. Dabei handelt es sich um seine Choralsätze, denen wir im Bachschen Werk – aber im übertragenen Sinne auch für unser Verständnis als Musiker heut – die Bedeutung von Arkaden beimessen. Bach selbst hat sich für seine Choräle der Tradition bedient, indem er zum großen Teil aus der Zeit der Reformation stammende und auf Martin Luther zurückgehende Choräle als Vorlagen verwendete. Bach-Arkaden bedeuten für uns Halt und Festigkeit sowie Bodenständigkeit, die ein ganzes Gewölbe tragen können. Arkaden bieten aber auch Zwischenraum und Freiheit zur eigenen Gestaltung.

In diesem Zwischenraum entwickeln wir unseren kreativen Beitrag, der aus verschiedenen Werken von Bach, seinen Vorfahren und seinen Zeitgenossen bestehen wird.

 Die Lautten Compagney feierte 2009 ihr 25-jähriges Bestehen. Sie zählt heute zu den renommiertesten deutschen Barockensembles und musiziert in diversen kammermusikalischen Besetzungen bis hin zum barocken Opernorchester. Ihr Repertoire umfasst ein breites Spektrum an Werken des 16. – 18. Jahrhunderts.

Mit Konzerten und Opernaufführungen gastiert das Ensemble bei namhaften Festivals und Veranstaltern in ganz Deutschland und im Ausland und überrascht dabei immer wieder durch originelle Programmgestaltung und Neu-Entdeckungen unbekannter Werke.

Beachtung fand die CD „Timeless“ mit Kompositionen von Merula und Glass für die LAUTTEN COMPAGNEY mit dem ECHO Klassik 2010 in der Kategorie „Bestes Ensemble – Alte Musik“ ausgezeichnet wurde.

 Calmus Ensemble eine Vokalgruppe aus der Bachstadt Leipzig, diesem Hort musikalischer Talente und Ideen, hat sich in den letzten Jahren ganz nach oben gearbeitet. 1999 waren die Sänger mit ihrem neugegründeten Ensemble zum ersten Mal an die Öffentlichkeit gegangen, und sie hatten Erfolg: Fonoforum begrüßte sie gar als neuen Stern am a-cappella-Himmel.

Nach einiger Zeit als reine Boy Group trat ein Sopran an die Spitze, einige Zeit danach wurde die Sechser-Besetzung auf fünf reduziert. 2009 feierten sie ihr zehnjähriges Jubiläum mit einem großen Festkonzert im Gewandhaus zu Leipzig!

Zu diesem Anlaß paßt es natürlich ganz besonders gut, daß die Sänger vor kurzem mit einem „ECHO“ in der Sparte „Klassik ohne Grenzen“ für eine CD mit Deutschen Volksliedern ausgezeichnet wurden. Das ist aber beileibe nicht ihr erster Preis, denn im Laufe der Jahre haben sie eine ganze Anzahl internationaler Wettbewerbe gewonnen. 2010 gaben sie ihr Debüt in der Carnegie Hall in New York.

Programm

Choral

Nun lob mein Seel den Herren
Guillaume Dufay Ecclesiae militantis
Choral Ach wie flüchtig, ach wie nichtig
Emmanuel Sejourne Sun
Arvo Pärt Fratres
Choral Komm süßer Tod
Johann Sebastian Bach Weinen, Klagen Sorgen, Zagen; BWV 12
Henry Purcell When I`m laid
Choral Komm, o Tod du Schlafes Bruder
Choral Wachet auf
Bernd Franke And why
Choral Jesu meine Freude
Tarquino Merula Chiaconna – Su la cetra
Choral In dir ist Freude

Die Arnstädter haben Mut bewiesen, mit zwei so jungen Ensembles das „ehrwürdige“ Festival zu eröffnen. Die Bachchoräle erfuhren eine Wandlung, die Heiterkeit und Fröhlichkeit ausstrahlte. Es war beeindruckend heiter, wenn die Sänger/in summten, schnalzten, wippten, klopften –und abwechselnd Antje Lipferts strahlender Sopran oder einer der Sänger als Leitfaden durch den Irrgarten führten.

Die Künstler haben so hervorragend hier eine kleine Fuge, dort ein kleines Präludium eingebaut und frei improvisiert. Mit ihren Einfällen haben sie das Publikum angesteckt, mitgenommen und nicht mehr losgelassen. Beeindruckt hat uns das „Wachet auf, ruft uns die Stimme (BWV 645). Die Sängerin und Sänger hatten sich an verschiedenen Stellen der Kirche postiert, der Choral wurde im Wechsel von den Stimmen gesungen, und wie bei einer Prozession durch die Kirche bis zum Altar getragen: „Gloria sei Dir gesungen (SDG).“

Bei der Strophe „Weicht ihr Trauergeister“ aus dem Choral „Jesu meine Freude“ hat die Freude durch das volksliedhafte „fallalalala“ aus dem Lied „An hellen Tagen“ die Trauergeister wirklich und wahrhaftig vertrieben.

Die Lautten-Compayney war die geborene Begleitung. Alles Vollblutmusiker, großartige Künstler. Der Flötist (er hatte ca. 20 verschieden Flöten) war der reinste Schlangenbeschschwörer und der Tamburinspieler (spielte auch Xylophon und andere Schlaginstrumente) tänzelte mit seinem Instrument um die Gruppe herum, als ob er alle in Trance versetzen wollte. Der Leiter der Lautten-Companey spielte hervorragend Theorbe und die beiden Damen des Orchesters (Viola da Gamba und Saxophon, Klarinette, Querflöte u.a.) haben sich auch nicht die Butter vom Brot nehmen lassen

Während der Pause hatte ich Gelegenheit mit Böhme (Bariton) zu reden. Sein Fazit: „Wir haben gar nicht viel verändert, wir haben nur unserer Fantasie und der Musik freien Lauf gelassen.“

Mit stehenden Ovationen haben wir uns bedankt und bekamen auch noch eine Zugabe mit folgender Erklärung: irgendwie werden Sie in diesem Stück auch Bach erkennen. Zumindest die Klavierspieler unter ihnen haben es alle üben müssen (Menuett G-Dur, BWV Anhang 114). Ich hab`s erkannt – aber erst ziemlich spät.

In diesem Sinne – bis zum nächsten Bachfest in Leipzig –

Herzl. Gruss

Iris und Kalla, Elli und Irmgard

Radiotipps 19.3. – 25.3.2012


Links zu den Radiosendern sind auf der Seite WebRadios zu finden:

Ausnahmsweise werden die Radiotipps diesmal nicht nach Datum sortiert. Ich ziehe eine ganzen Block von Sendungen zum Thema „800 Jahre Thomanerchor“ vor.
Jenseits der Thomaner gibt es natürlich auch interessante Sendungen. Zuerst der letzte Teil einer interessanten Serie über die historische Aufführungspraxis, dann eine kurze Sendereihe über das Abenteuer Gambenspiel und zuletzt für alle Großeltern, Eltern, Kinder, Enkelkinder und alle Junggebliebenen einen anderen Einstieg in Bachs Matthäuspassion.

19.3..

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NDR
13-14
Klassik à la Carte
800 Jahre Thomanerchor

Eva Maria Lemke im Gespräch mit Christoph Biller und Tobias Künzel

Georg Christoph Biller ist der 16. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach.So ein Jubiläum ist selten: Ein Knabenchor wird 800 Jahre alt.

Der Thomanerchor Leipzig steht in Gänze für das große Wort „Tradition“. Über Jahrhunderte hinweg wurde die Trinität von „Singen, Lernen, Glauben“ aufrechterhalten. Auch der heutige Thomaskantor Georg Christoph Biller sieht sich und sein Wirken als Chorleiter in dieser Tradition.

Doch der Chor hat auch ganz ungewöhnliche Laufbahnen, abseits der rein klassischen Wege, hervorgebracht. Die Mitglieder der „Prinzen“ – einer der beliebtesten deutschen Popgruppen – haben sich einst im Thomanerchor kennengelernt. Tobias Künzel sang hier ab 1973.

„Wir sind nichts Besonderes, aber wir tun etwas Bedeutendes“
Auch der Musiker Tobias Künzel, einer der „Prinzen“, war bei den Thomanern.Als der 1964 geborene Tobias Künzel zu den Thomanern kam, war Georg Christoph Biller bereits in der 12. Klasse. Als Neuling von Heimweh geplagt, erinnert sich Tobias Künzel noch gut an das Verständnis und die Fürsorge der älteren Schüler: „Die Älteren habe immer Verantwortung für die Jüngeren übernommen“, sagt Künzel. Die Musik erwies sich wieder einmal als prägend fürs ganze Leben: Tobias Künzel studierte nach seinem Abitur Musik (Schlagzeug und Gesang an der Musikhochschule Leipzig), heute ist er neben seinen musikalischen Aktivitäten noch Gastdozent für Popmusik an mehreren Hochschulen.

Georg Christoph Biller, geboren 1955, ist nunmehr der 16. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach. Er studierte im Hauptfach Dirigieren an der Leipziger Hochschule für Musik und leitete von 1980 bis 1991 den Chor des Leipziger Gewandhauses.

Über seinen Job als Thomaskontor hat Georg Christoph Biller einmal gesagt: „Wir sind nichts Besonderes, aber wir tun etwas Bedeutendes“. Das Arbeitspensum ist „riesengroß“. Neben den schier endlosen Proben singt der Chor dreimal wöchentlich in blau-weißen „Kieler Blusen“ in der Thomaskirche, macht Fernsehproduktionen und geht auf weltweite Konzerttourneen.

Über ihre Kindheit im Internat, die Identität eines Thomaners und darüber, wie man die Institution „Thomanerchor“ zukunftssicher und modern gestalten kann, spricht Eva-Maria Lemke mit Georg Christoph Biller und Tobias Künzel ausführlich in „Klassik à la carte“.

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20.3.

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mdr figaro
20:05-22:00
800 Jahre THOMANA – glauben, singen, lernen

Im Jahr 2012 werden Thomaskirche, Thomanerchor und Thomasschule auf ihr 800jähriges Bestehen zurückblicken – drei Institutionen Leipzigs, drei Säulen kulturellen Lebens, die sich auch heute ihrem Auftrag stellen: Glauben zu leben, Musik und Kultur zu gestalten, Menschen zu bilden.
In der Sendung blicken wir auf die lange Tradition des Thomanerchores zurück, berichten vom Festakt „800 Jahre THOMANA“ vom Vormittag in der Leipziger Thomaskirche, sind im Gespräch mit jetzigen und ehemaligen Mitgliedern des Thomanerchores und werden die Thomaner auch hören – nicht nur mit Musik des großen Thomaskantors Johann Sebastian Bach.
Moderation: Grit Schulze

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Deutschlandradio Kultur
22:00-22:30

Soli Deo Gloria –
Die Leipziger Thomasschule (1/4)
Frühgeschichte: Von der Klosterschule zum musikalischen Eliteinternat
Von Michael Maul
(Teil 2 am 22.5.12012)

Die Thomaskantoren des 17. und 18. Jahrhunderts gehörten zu den bedeutendsten Komponisten ihrer Zeit. Aber was zog diese herausragenden Künstler – allen voran den Köthener Kapellmeister Johann Sebastian Bach – in eine städtische Knabenschule und spornte sie an, hier auf höchstem Niveau kontinuierlich neue Werke zu schaffen?

Ein Repertoire, das insgesamt für die protestantische Kirchenmusik stehen sollte? Was machte die Strahlkraft der Schule aus, deren berühmter Chor schon 1648 von Heinrich Schütz als einzigartig gerühmt wurde? Und: Wie prägten die Thomaskantoren von Sethus Calvisius bis Johann Adam Hiller Schule und Chor?

In der ersten von insgesamt vier Sendungen ergründet Michael Maul auf Basis umfangreicher Quellenstudien und zahlreicher neuer Dokumentenfunde, wie es zur Etablierung des für lange Zeit einzigartigen musikalischen Profils der Schule kam. Ein Profil, dessen Ursprünge bislang im Dunkeln lagen, an dessen Etablierung aber, wie sich nun herausstellt, die Leipziger Bürgerschaft den entscheidenden Anteil hatte. Sie legte bald nach der Reformation, zu Zeiten von Kantor Calvisius, den Grundstein für die beispiellose Erfolgsgeschichte des Thomanerchors.

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22.3.

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SWR 2

20:03-21:00
Alte Musik
„Aus der Seele muss man spielen, und nicht wie ein abgerichteter Vogel“
Die wichtigsten Quellen der historischen Aufführungspraxis (7/7)
Ursprünge, Wege und Entwicklungen (7/7)
Doris Blaich im Gespräch mit Peter Reidemeister, dem langjährigen Leiter der Schola Cantorum Basiliensis

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19.3. – 22.3.

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Ö1
9:45-10:00
Radiokolleg
Die Gambe im Gepäck

Vier Musikerinnen reisen durch die Zeit . Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek

Detektivarbeit nennt die Gambistin Johanna Valencia ihr Musizieren. Denn die Musik, die sie zum Erklingen bringt, hat in den vergangenen 300 Jahren nur ein kleiner Kreis von Musikliebhabern gehört. Sie erarbeitet eine Sarabande aus Handschriftensammlung Goes, die erst vor wenigen Jahren entdeckt wurde. Jede der 143 Kompositionen will enträtselt werden. Die Notationen sind die Fragmente einer musikalischen Tradition. Sie sind Bruchstücke der Erinnerung, die wieder zum Leben erweckt werden. Doch: Lässt sich die Musik der Renaissance rekonstruieren? Gibt es einen authentischen Klang? Beim Interpretieren alter Musik wird jeder Musiker zum Komponisten.
Die Gambistin Hille Perl erkennt in den Noten und Traktaten ein musikalisches Grundgerüst. Über dieses improvisieren die Musiker.
Die Komponistin Eva Reiter wiederum kombiniert den Klang dieses höfischen Instrumentes mit elektronischen Soundfiles und schlägt damit eine musikalische Brücke zwischen den Zeiten.

25.3.

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BR-klassik
17:05-18:00 (anschließend als Podcast downloadbar)

Starke Stücke für Kinder
Johann Sebastian Bach – „Matthäuspassion“
Von Sylvia Schreiber
Hörspiel in zwei Teilen (I)
Teil II: Sonntag, 1. April 2012

Leipzig, ungefähr im Jahr 1727. Heimlich schleicht Carl Philipp Emanuel Bach seinem Vater in die Thomaskirche nach, als dieser für sein neues Stück an der Orgel herumprobiert. Eine Gänsehaut bekommt er in seinem dunklen Versteck, weil die Musik zur „Matthäuspassion“, so soll das neue Stück heißen, so schaurig, so schön und so traurig ist. Aber er darf sich bloß nicht erwischen lassen, sonst gibt es ein Donnerwetter. Vater Johann Sebastian Bach, der Thomaskantor von Leipzig, kann nämlich ganz schön zornig werden – vor allem, wenn er bei der Arbeit an der Matthäuspassion gestört wird, die ihm doch so gar nicht von der Hand gehen will …

Hörspiel mit Stefan Wilkening, Stefan Hunstein, Michael Schwarzmaier, Anna Silvia Lilienfeld u.v.a.
Regie: Sylvia Schreiber
Redaktion: Leonhard Huber

Koproduktion BR-KLASSIK und IGEL-Records

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag „Laetare“


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Bach-Kirche St.Bartholomäi Kirche in Dornheim-Thüringen

J.S. Bach-'s Trauungs-Kirche St.Bartholomäi in Dornheim-Thüringen. - Am 17. Oktober 1707 heiratete Johann Sebastian Bach in der Dornheimer Kirche seine Cousine 2.Grades Maria Barbara Bach.

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Link: Bach in Dornheim

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Video von der Kirche St. St.Bartholomäi in Dornheim-Thüringen

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  18.03.2012 

begehen wir den Sonntag   „Laetare

Der Name des Sonntags Laetare leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: „Laetare cum Jerusalem, et exsultate in ea, omnes qui diligitis eam“ (Jes 66, 10; deutsch s. Antiphon, wörtliche Übersetzung von „Laetare“ hervorgehoben)
Der Sonntag Laetare steht in der Mitte der Fastenzeit und wird deshalb auch „Mittfasten“ genannt. Ein anderer Name für diesen Sonntag aufgrund des Evangeliums von der Brotvermehrung ist „Brotsonntag“. In der römischen Kirche wird der Sonntag auch als „Rosensonntag“ bezeichnet, weil an ihm der Papst eine goldene Rose weihte, die angesehenen Persönlichkeiten oder Instituten, die sich um die römische Kirche verdient gemacht hatten, verliehen wurde. Dieser Brauch wird heute nicht mehr wahrgenommen.

Nachdem bisher der Aspekt unserer Schuld gegenüber Gott stärker in den Vordergrund getreten ist, tritt nun am Sonntag Laetare Gottes Handeln an uns in den Vordergrund als Antwort auf unsere Verfehlungen. Dadurch wird der wichtige Aspekt des Evangeliums deutlich, dass wir eben in erster Linie durch Gottes Hilfe frei werden von unseren Verfehlungen, und nicht durch unsere eigenen Werke. Damit gewinnt die Fastenzeit nun einen gewissen fröhlichen Charakter, obgleich wir natürlich weiterhin betrübt sind darüber, dass ein solches Opfer um unseretwillen nötig ist. Dass Gott es aber aus freien Stücken gibt, um uns zu erlösen, ist die große Freude des Evangeliums, das auch in der Fastenzeit uns durchträgt!

Der Wochenspruch: 

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. (Joh 12, 24)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für  den  Sonntag   „Laetare.

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In der Fastenzeit entfallen das Halleluja und das „Gloria in excelsis“

(Ehre sei Gott in der Höhe/Allein Gott in der Höh sei Ehr)

Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen.

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* BWV 157 Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn


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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik-Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik

César Franck 

Domine non secundum peccata nostra für Chor, Orgel und Kontrabass;

Diego Innocenzi, Orgel; Rodrigo Favaro, Kontrabass;

Maîtrise du Conservatoire Populaire de Musique de Genève,

Leitung: Bernard Tétu

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Francis Poulenc

Timor et tremor / Vinea mea electa / Tristis est anima mea,

Passionsmotetten, aus „Quatre motets pour un temps de pénitence“

für vierstimmigen Chor a cappella; Stephanie Möller, Sopran;

RIAS-Kammerchor, Leitung: Marcus Creed

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

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Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

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Geistliche Musik am 3. Sonntag in der Passionszeit

Johann Sebastian Bach:

Jesu meine Freude, Motette BWV 227
Bach Collegium Japan / Ltg.: Masaaki Suzuki


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

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Kantate: 

Georg Philipp Telemann

„Wer nur den lieben Gott lässt walten“
Dorothee Fries (Sopran)
Mechthild Georg (Alt)
Andreas Post (Tenor)
Albrecht Pöhl (Bass)

Collegium vocale des Bach-Chores Siegen
Trompeten-Consort Friedemann Immer 
Barock-Orchester Hannoversche Hofkapelle
Leitung: Ulrich Stötzel


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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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.Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

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Johann Sebastian Bach

„Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“

Kantate BWV 157
Adalbert Kraus, Tenor
Philippe Huttenlocher, Bass
Joachim Erhard, Orgel
Gächinger Kantorei Stuttgart
Bach-Collegium Stuttgart
Leitung: Helmuth Rilling

Präludium und Fuge f-Moll BWV 534
Rose Kirn, Orgel



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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

.Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Kantate um 06 : 30 Uhr bis 07 : 00 Uhr

Kantate

Felix Mendelssohn Bartholdy

Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser“ op. 42
Christine Wolff, Sopran; Martin Petzold, Tenor
Thomanerchor Leipzig, amarcord, Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Georg Christoph Biller


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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik  Auszüge aus dem Programm:
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Die Bach-Kantate:
.„Aus der Tiefen ruf ich, Herr, zu dir“, BWV 131
(Guy de Mey, Tenor; Klaus Mertens, Bass;
Amsterdam Choir und Orchestra: Ton Koopman
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Dornheim Orgel in der Kirche St. Bartholomäi
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1966 bis 1985 Sicherung und teilweise Sanierung des Gebäudes und Neubau einer Orgel mit 18 Registern und 998 Pfeifen durch den Orgelbaumeister Schönefeld aus Stadtilm unter Verwendung des Werkes und des Prospektes aus Schöngleina.
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Videos mit Bach-Kantaten:
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/ YouTube: BWV 157 –  Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn  Part 1 –  (Interpret: Gustav Leonhardt)

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./ YouTube: BWV 157  –  Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn Part 2 – ( Gustav Leonhardt)

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/ YouTube: BWV 131 –  „Aus der Tiefen ruf ich, Herr, zu dir“  –  (Interpret: Ton Koopman)

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/ YouTube: BWV 127 –  Herr Jesu Christ, wahr’ Mensch und Gott“  –  (Interpret: Karl Richter von 1957)

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Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen.

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Kantaten-Beschreibung BWV 127 –  Herr Jesu Christ, wahr’ Mensch und Gott“.

Kantatenfür den Sonntag  „Oculi“  

Aufführungsort:  Walpole St. Peter, Norfolk am 26.3.2000

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BWV 127 Herr Jesu Christ, wahr’ Mensch und Gott““ 

Der Anfangssatz von BWV 127 Herr Jesu Christ, wahr’ Mensch und Gott“ ist dafür ein typisches Beispiel, eine elegische Choralfantasie, in der Bach Paul Ebers Lied von 1562 mit einer textlosen Darbietung des lutherischen Agnus Dei und, falls das nicht reichen sollte, einigen Hinweisen im Basso continuo auf den Passionschoral ‚Herzlich tut mich verlangen’ kombiniert. In Bachs Komposition dieses Satzes gibt es nichts, was auch nur entfernt ‚schwülstig oder verworren‘ wäre, auch nicht akademisch, besserwisserisch oder tendenziös. Sie ist fesselnd in ihrer musikalischen Darstellung des Dualismus zwischen Gott und den Menschen und der Beziehung des einzelnen Gläubigen zum Kreuz und Leiden Christi. Ich entschied mich für die radikale Lösung und bat die Clare und Trinity Choirs, bei den Strophen des Agnus Dei den entsprechenden deutschen Text beizusteuern, denn dieser Bezug wäre für ein modernes, nicht-lutherisches Publikum unverständlich. Mit Studenten aus dem Collegechor, Sopran- und Tenorsängern, die einander gegenüber zu beiden Seiten des in der Mitte befindlichen Monteverdi Choir aufgestellt waren, erhielt der ganze Chorsatz die Proportionen eines Triptychons (oder der Miniaturausgabe eines Three Choirs Festival); es klang lebendig und mitreißend und ließ ahnen, wie die Matthäus-Passion in den 1730er Jahren geklungen haben mochte, als der Doppelchor durch einen dritten Chor ergänzt wurde, die vom ‚Schwalbennest’ aus, der Empore in der Thomaskirche sangen. (Für Hörer, die ihren Bach ohne fremde Manipulationen bevorzugen, haben wir die ursprüngliche Fassung, die bei unserer letzten Probe aufgenommen wurde, als Zugabe beigefügt.)

Das sich anschließende Rezitativ für Tenor verknüpft die Gedanken des einzelnen Menschen über den Tod mit dem Weg, den Jesus ‚mit Geduld zu seinem Leiden’ nach Golgatha gehen wird, und dient als Überleitung aus dem F-dur-Chor in eine ausgedehnte ‚Schlaf-Arie’ in c- moll (Nr. 3). Diese ist für Sopran mit obligater Oboe vorgesehen, dazu staccato wiederholte Achtel auf zwei Blockflöten und das Pizzicato einer Basslinie – das zweite Mal in diesem Jahr, dass wir bei Bach Streichern begegnen, deren Pizzicato ‚Sterbeglocken’ schildert. Sollte es denn geschehen sein, dass jemand in dieser mesmerischen, hinreißend schönen Arie eingenickt ist, so ruft Bach die Trompete auf den Plan, die zusammen mit der Streichergruppe eine grandiose, tableauartige Vorausschau auf das Jüngste Gericht gibt (Nr. 4). Diese besteht aus drei einander abwechselndem Abschnitten: einem einleitenden ruhelosen Accompagnato ohne eindeutig auszumachendes tonales Zentrum, einem Arioso in g-moll (‚Fürwahr, fürwahr’), das die Choralmelodie zitiert, auf der die Kantate basiert, und schließlich einem schnellen 6/8-Teil, dessen huschende Streicher und Trompetenfanfaren die Errettung des Menschen aus den gewaltigen Fesseln des Todes schildern. In theologischer und musikalischer Hinsicht ist das eine höchst komplexe, subtile und neuartige Ausdeutung.

Im dritten dieser drei Abschnitte zitiert Bach aus dem spektakulären Doppelchor ‚Sind Blitze, sind Donner’ aus der Matthäus-Passion – oder lässt ihn anklingen. Wenn der Chor tatsächlich früher entstanden sein sollte als die Bass-Arie, so hat das interessante Konsequenzen für die Neudatierung der Matthäus-Passion, von der man bis 1975 annahm, sie sei für Karfreitag 1729 komponiert worden, die seitdem aber zwei Jahre zurückdatiert wird. Hat Bach die Matthäus-Passion schon 1724/25 komponiert, in der Zeit als er mit dem zweiten Jahrgang seiner Choralkantaten befasst war? Wenn das zutrifft, dann besteht die Möglichkeit, dass er die Matthäus-Passion als eine Art ‚Choralpassion’ geplant hatte. Auf jeden Fall verwendet er in der Matthäus-Passion vierstimmige Choräle sehr viel häufiger als in der Johannes-Passion, und auch seine Chorsätze, die den ersten Teil eröffnen und beschließen, sind sehr viel umfangreicher. Doch abgesehen davon, zu welchem Zeitpunkt er genau seine Matthäus-Passion begonnen hat, scheinen Bachs ursprüngliche Absichten in Leipzig noch viel ehrgeiziger gewesen zu sein, als viele Wissenschaftler bislang vermutet haben, und bei seiner Ernennung stellte er sich wohl die Aufgabe, seine eigene Musik darzubieten, meist neu komponierte, ein Teil davon überarbeitet aus seinen Weimarer Jahren, zumindest in den ersten beiden Jahrgängen, von denen jeder als Höhepunkt eine Passion enthielt: sehr kontrovers 1724 im Fall der Johannes-Passion und im Fall der Matthäus-Passion wegweisend und viel zeitaufwendiger, als er erwartet hatte, weshalb sie zwei weitere Jahre aufgeschoben werden musste. 

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier


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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den  Sonntag  Estomihi Okuli             

Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner  

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 .  Künstler-Beitrag –               

Link:   Künstler-Meinungen; Nathalie Stutzmann, Alt   .Nathalie Stutzmann, Alt

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CD –  für   den  Sonntag  Estomihi..SDG 118 –  Vol. 21 CD 2————-.

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Cover:

CD SDG 153
Vol. 20
CD – zwei –
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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 118, Vol. 21

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CD – Inhalt CD zwei – SDG 118 Vol. 21..

..CD –

BWV    1 –  Wie schön leuchtet der Morgenstern
BWV  54 –  Widerstehe doch der Sünde
BWV 182 – Himmelskönig sei willkommen
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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

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Grüße

Volker

In der Basilika St. Michelis Hildesheim erklang die Matthäuspassion – BWV 244


Basilika St. Michael Hildesheim Liebe Bach-FreundINNEN!

.Sonntag, 11. März 2012, 17 Uhr

.St.-Michaelis-Kirche Hildesheim

.JOHANN SEBASTIAN BACH

.MATTHÄUS-PASSION BWV 244

………………..Solisten:

Karin Gyllenhammar · Stefan Görgner
Hugo Oliveira · Georg Gädker
Kantorei St. Michael · Bach-Orchester Hannover mit historischen Instrumenten
Leitung: Hans-Joachim Rolf

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Da saß ich endlich in der mächtigen Basilika St.Michael und es war wie ein Brausen des Meeres, was da auf mich zurollte. Diesmal wollte ich das Hören der Matthäus-Passion mit dem Raumerlebnis der Basilika und der berühmten Holzdecke über mir verbinden. Da ich vieles nur schemenhaft erkennen konnte, bleibe ich in meinen Konzerteindrücken auch dabei, dass Nebensächlichkeiten weniger interessieren (Namen, Akzente, Visuelles etc) und mir wichtig war, was hinten für mich ankam.

Basilika St. Michaelis in Hildesheim

Zuerst die Chorkleidung: die SängerINNEN trugen violette Chormäntel! Dann die Kinder: Ein Kinderchor (auch violett gekleidet) vertrat das Jungsein. Junge Menschen sangen den Cantus firmus und setzten so ‘eine feste Lied-Mauer’ vor das traurige Klagemeer des     Eingangschores. Damit war von Anfang an klar:

Chor der Kantorei St. Michaelis Hildesheim

Bei Bach versinkst DU nicht in Melancholie und Dösen.

Ich will es nochmal verdeutlichen: Cantus firmus! Anfang bei Bach heißt Aufzeigen der ‘ERLÖSENDEN RETTUNG’ …. Du brauchst nicht verzagen. So die lang gehaltenen Noten und der stimmige Text. Drei Stunden zieht sich das Drama, doch immer wieder zwischen den Zeilen gibt es Rettungs-Choräle und sogar muntere Tanzweisen (vgl. im Besonderen die Alt-Arie: ‘… Jesus hat die Hand, uns zu fassen ausgespannt …. ihr verlassnen Küchlein, ihr’ !!).

So war ich bei Bach mitten in einem Gemälde über das WELTGETÜMMEL, dem Menschen ausgesetzt sind. Als Mann und Frau, in ihrem Jungsein und Altsein. Das war dann eine großartigen Trauerabeit-, in der Schmerz, Grausamkeit, Liebe, Unruhe, Verrat, Sterblichkeit, Sünde, Gehässigkeit und Hoffnung und endlich auch melancholische Zufriedenheit ausgebreitet werden.

Wenn man so die Matthäus-Passion als ein ‘auf mich zurollendes menschliches Drama’ versteht, kommt man sich und seine oft kleinliche Konzertkritik ziemlich mickrig vor.

 Geradezu lachhaft kamen mir dann auch so gewisse Verschiebungen vor, die sich Kantoren heute im Gefecht mit modernistischen Konzerterfordernissen leisten. So z.B. das Ersetzten der ‘bedächtigen und nachdenklichen Stimme Alt’ durch einen schrillen und nervenden Altus. Damit wird durchkreuzt, dass Bach das ganze menschliche Leben in seiner kreatürlichen Dualität ansprechen will. Einem Altus fehlt auch in der 24.Reihe gehört die Wärme und Überzeugungskraft der ‘nachdenklichen Seele’, die immer wieder in das Geschehen eingreift.

Das Geschehen selbst wurde von dem deutlichen und souveränen Evangelisten angeleitet, die volltönende und hoheitsvolle Christus-Stimme überzeugte mich auch, und der Pontius, Petrus, der reuige Judas und die beiden Mägde ordneten sich wunderbar ein.

All dieses aufgeregte WELTGETÜMMEL kommt ja dann spätestens ab dem Chor ‘Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen’ zur abgeklärten Ruhe. Nur zwei Takte dauert dieser Chor-, doch da bricht ein Sonnenstrahl in das Dunkel und die zwei Chöre vereinigen sich. . Der Kantor schaffte es auch, die gewaltigen Klangmasse dieser zwei Takte als Hoffnungsstrahl zu gestalten.

Was dann in der Passion noch folgt, war voller Ruhe, Naturstimmung. Ein kühler Abend für Adam’s Fallen und das Wiederkommen der Taube und Dankbarkeit.

Atemlose Stille breitete sich am Schluß aus. Und ich holte meinen Rucksack unterm Stuhl hervor und musste leider als erster die Michaels-Basilika verlassen, da ich meinen Zug kriegen musste.

Doch in den 3 Stunden Drama hatte sich auch bei mir genug Energie angestaut, so dass ich mit frischer Kraft rechtzeitig zum Bahnhof gelangte.

Viele Grüße

Adamo

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag „Okuli“


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Siegelung der Rahabilitations Urkunde J.S. Bach durch S.K.H. Prinz Michael von Achsen_Weimar_Eisenach in 2008 (Fotorechte: Guido Werner)

Siegelung der Rahabilitations Urkunde J.S. Bach durch S.K.H. Prinz Michael von Achsen_Weimar_Eisenach mit der Besiegelung am Tisch in 2008. Prominenter Zeuge (rechts) unter­zeichnete Bachs Weimarer „Rehabilitations-Urkunde“ Prinz Eduard von Anhalt – in seiner Eigenschaft als direkter Nachfahre von Bachs Köthener Dienstherrn ab 1717, Fürst Leopold. (Fotorechte: Guido Werner)

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Eine überfällige ‚Rehabilitation’ Bachs in Weimar initiierte und realisierte der Verein „Bach in Weimar“ e.V. zu Bachs 300. Jubiläum in Weimar 2008. Sie wurde im Rahmen des Festaktes „Bach und seine Musikfürsten“ zum „emotionalen Herzstück“ der ersten BACH BIENNALE WEIMAR. Hier wurde die Entlassung Bachs in „angezeigter Ungnade“ von Anno 1717 offiziell und urkundlich annulliert, sowie Bach ein symbolischer „Dispens“ von seiner damaligen Kerkerhaft erteilt. Vorgenommen wurde diese „fürst­liche Amtswaltung“ von der einzig historisch hierzu legitimierten Persönlichkeit: Prinz Michael von Sachsen-Weimar-Eisenach, als Nachfahren von Bachs damaligem Weimarer Dienstherrn Herzog Wilhelm Ernst. Eine „Versöhnung“ der damals um Bach konkurrierenden Fürs­ten­häuser Weimar-Eisenach sowie Anhalt-Köthen (letzteres hatte Bach 1717 mit höherem Salär aus Weimar „abgeworben“) wurde bei dieser Gele­gen­heit gleich mit vollzogen: als prominenter Zeuge unter­zeichnete Bachs Weimarer „Rehabilitations-Urkunde“ Prinz Eduard von Anhalt – in seiner Eigenschaft als direkter Nachfahre von Bachs Köthener Dienstherrn ab 1717, Fürst Leopold. 

(Textquelle: http://www.bachhausweimar.de)

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Ein Video von der Rehabilitation J.S. Bach’s

durch S.K.H. Prinz Michael von Achsen_Weimar_Eisenach mit der Besiegelung !

Fehler
Dieses Video existiert nicht

(Videorechte: http://www.bachhausweimar.de)

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Link: Bachfest 2012 in Weimar:

vom 9. Juli 2012 bis 15. Juli 2012

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  11.03.2012 

begehen wir den Sonntag   „Okuli

Der Name des Sonntags Oculi leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: „Okuli mei semper ad Dominum, quoniam ipse evellet de laqueo pedes meos“ (Ps 25, 15;).

Der Sonntag Oculi hat das Thema „Konsequente Nachfolge“. In diesem Thema klingt alles mit, was zum Thema Nachfolge von Bedeutung ist. Nicht unbedeutend ist in manchen Perikopen auch die Bereitschaft zum Verzicht auf weltliche Güter.
Der Sonntag Okuli steht im Mittelpunkt der Fastenzeit (die Heilige Woche ist hier ausgenommen), und als solcher sollte er auch begangen werden: es sollte eine Bekräftigung der Entscheidung zur Nachfolge stattfinden, und im Rahmen der Fastenzeit kann man vielleicht auch generell noch einmal auf verschiedene Möglichkeiten des Verzichtes eingehen. Die Stellung des Sonntags als Mittelpunkt der Fastenzeit vor der Heiligen Woche lädt auch dazu ein, das Leiden und Sterben Jesu, wodurch wir gerecht werden, vorweg zu erahnen. Denn dadurch ist ja auch unser Versuch, an diesem Leiden durch Verzicht auf etwas liebgewonnenes teilzuhaben, ohne Verpflichtung möglich. Der von uns geleistete Verzicht erfolgt aus freien Stücken und bringt uns keinen Gewinn bei Gott, aber für uns selbst.

Am Sonntag Oculi hören wir, dass die Nachfolge Jesu auch Verzicht auf die Reichtümer bedeutet, deren Gebrauch uns so selbstverständlich ist. Nachfolge bedeutet auch Einsamkeit, wenn das Wort, das wir befolgen, uns zwingt, gegen den Strom zu schwimmen. Das Blut Jesu Christi aber macht es uns leicht, auch diese Bürden der Nachfolge zu tragen.

Der Wochenspruch: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Lk 9, 62)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für  den  Sonntag   „Okuli.

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In der Fastenzeit entfallen das Halleluja und das „Gloria in excelsis“

(Ehre sei Gott in der Höhe/Allein Gott in der Höh sei Ehr)

Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen.

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* BWV 54 „Widerstehe doch der Sünde


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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik-Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach 

Widerstehe doch der Sünde, BWV 54, Kantate für Alt, Streicher und Basso continuo;

Andreas Scholl, Altus;

Amsterdam Baroque Orchestra, Leitung: Ton Koopman 

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

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Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

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Geistliche Musik am 3. Sonntag in der Passionszeit

Johann Hermann Schein:
Wende dich, Herr, und sei mir gnädig, Madrigal
Rheinische Kantorei
Christine Kyprianides, Viola da gamba
Hartwig Groth, Violone / Christoph Lehmann, Orgel
Ltg.: Hermann Max

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Dietrich Buxtehude: Toccata F-Dur
Armin Schoof, Orgel

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Vincent Lübeck: Hilf deinem Volk, Kantate
Harry van der Kamp, Bass
Knabenchor des New College Choir Oxford
Fiori Musicali


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

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Kantate: J.S. Bach

„Widerstehe doch der Sünde“ BWV 54
Andreas Scholl (Countertenor)
Orchester des Collegium Vocale 
Leitung: Philippe Herreweghe


Georg Philipp Telemann:

„Weiche, Lust und Fröhlichkeit“
Dorothee Mields (Sopran)
Balthasar-Neumann-Ensemble


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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

.Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

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Johann Sebastian Bach

Widerstehe doch der Sünde

Kantate BWV 54 am Sonntag Okuli

Nathalie Stutzmann, Alt

The English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner


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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

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Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html 

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

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Kantate um 06 : 30 Uhr bis 07 : 00 Uhr

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Kantate

Johann Sebastian Bach:

„Widerstehe doch der Sünde“ BWV 54

Marga Höffgen, Alt  – Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Kurt Thomas 


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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik  Auszüge aus dem Programm:
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Die Bach-Kantate:
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„Widerstehe doch der Sünde“,
Kantate zum Sonntag Oculi, BWV 54
Nathalie Stutzmann, Alt;
English Baroque Soloists:
Leitung: John Eliot Gardiner
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Videos mit Bach-Kantaten:
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/ YouTube: BWV 54 –  „Widerstehe doch der Sünde  Part 1-2 –  ( Andreas Scholl-Altus)

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./ YouTube: BWV 54  –  Widerstehe doch der Sünde Part 3 – ( J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

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/ YouTube: BWV 54 –  Widerstehe doch der Sünde Part: komplett  –  (Interpret: Leonhardt)

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/ YouTube: BWV 182 –  „Himmelskönig sei willkommen“   –  (Interpret: Bach-consort)

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Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen.

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Kantaten-Beschreibung BWV 54 –  Widerstehe doch der Sünde.

Kantatenfür den Sonntag  „Oculi“  

Aufführungsort:  Walpole St. Peter, Norfolk am 26.3.2000

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BWV 54 „Widerstehe doch der Sünde“ 

Ein einzelnes Konzert – am dritten Sonntag in der Fastenzeit (am 26. März in diesem Jahr), bei dem wir uns mit einer einzigen Kantate begnügen müssen, Mariä Verkündigung in unmittelbarer Nähe (25. März) und eine abgelegene Kirche in den Marshlands, vielleicht eine der schönsten Kirchen Englands im frühen Perpendikularstil: Bei diesem Konzert gab es immer eine Überraschung, sogar bei der Planung. Genau zwei Jahre vorher hatten wir, als Gäste des Prince of Wales in Sandringham, eine Führung durch seine Lieblingskirchen in Norfolk erhalten. Die Kirche, die mir besonders in Auge fiel, war Walpole St. Peter, ‚Queen of the Marshlands’, mit ihren eleganten Spitzbögen, schlanken Säulen, geschlossenen Bänken aus heller Eiche, ihrem erhöhten Altarraum und geschnitztem Chorgestühl. Ich hatte sofort das Gefühl, dass dies genau der richtige Ort sein würde für diese besonderen drei Kantaten der Fastenzeit. Doch wie hätte Seine Königliche Hoheit wissen sollen, als sie geruhte, das Projekt BWV 1 zu unterstützen, dass dieses Werk nicht nur für Mariä Verkündigung geschrieben war, sondern dass er an diesem Wochenende in Sandringham zugegen sein und daher um die Einladung nachkommen würde, höchstpersönlich unserem Konzert beizuwohnen?

Wir trafen uns am Sonnabendnachmittag, um die drei Kantaten (BWV 182, 54 und 1) in dieser bildschönen, aber eiskalten Kirche zu proben, während der Regen auf das Dach trommelte und auf das öde Acker- und Weideland, das diese Ecke Ostenglands prägt. Am Sonntag ließ sich die Sonne blicken und lieferte das ‚zauberhaft Spiel des Lichtes auf Stein und Holz’, das der Kirche fünf Sterne in Simon Jenkins’ Buch über England’s Thousand Best Churches eingebracht hatte. Der Prince stellte sich pünktlich ein, und wir begrüßten ihn mit Thomas Arnes Arrangement für das Drury Lane Theatre von God Save the King (1745), das nicht in der üblichen schwerfälligen, trübsinnigen Manier gespielt wurde, sondern als luftiger, leichtfüßiger Passepied. 

Als nächstes folgte BWV 54 „Widerstehe doch der Sünde“, eine Solokantate mit zwei Arien für tiefe Altstimme (der wunderbaren Nathalie Stutzmann geradezu auf den Leib geschrieben), vermutlich wie Himmelskönig im selben Jahr – oder ein Jahr später – für den Dritten Fastensonntag (Oculi) komponiert. Das Werk sieht ein fünfstimmiges Streicherensemble mit geteilten Bratschen vor und legt einen Text von Georg Christian Lehms zugrunde, der auf dem Brief an Jakobus basiert: ‚So seid nun Gott untertänig, widerstehet dem Teufel, so fliehet er vor euch’. Die erste Arie ist überwältigend. Zweimal im Laufe eines Jahres beginnt Bach einen Satz mit einer schroffen Dissonanz, einem Dominantseptakkord über einem Orgelpunkt auf der Tonika (das zweite Mal in der Adventskantate BWV 61 Nun komm, der Heiden Heiland). Es ist ein Schocktaktik, die den Hörer aufhorchen lassen und warnen soll: ‚Widerstehe doch der Sünde, sonst ergreifet dich ihr Gift’.

War das auch, so fragt man sich, seine Art, sich zwei Tage nach seiner Ernennung zum Concertmeister am Weimarer Hof einzuführen? Bach schafft eine Atmosphäre dringlichen, unbeirrbaren Widerstands gegen die verführerischen, beharrlichen Mächte des Bösen. Diese beschwört er in lyrischen Violinlinien herauf, die sich drehen und winden und ineinander verflechten, dann einen ganzen Takt lang in taumelnder Spannung verharren, bevor sie in eine scheinbare Ruhe taumeln, ein deutliches Symbol für die Gnadenfrist, die jenen gewährt wird, die sich der Sünde standhaft widersetzen. Ein tödlicher Fluch (dargestellt durch zwei abrupte Neueinsätze der Bratschen auf der gleichen Dominantseptime) erwartet jene, die den Willen zum Widerstand verlieren. Und für den Fall, dass jemand nicht richtig aufgepasst hat, behält Bach das mächtige, hartnäckige Pulsieren des Akkords unverändert bei. Von den zweiunddreißig Achteln der vier Anfangstakte sind nur vier Konsonanzen, alle übrigen sind Dissonanzen, zwölf davon Akkorde aus fünf Noten!

Das sich anschließende Rezitativ reißt der Sünde die Maske vom Gesicht, sie erweist sich bei näherem Hinsehen als ‚leerer Schatten’. Sie ist auch ‚als wie ein scharfes Schwert, das uns durch Leib und Seele fährt’. Die zweite Arie ist als vierstimmige Fuge angelegt, deren einschmeichelndes chromatisches Thema und ein langes, verzerrtes Gegenthema die listigen Fesseln des Bösen beschreiben. War das wirklich der Schluss des Stückes oder haben wir irgendwo unterwegs einen Choral verloren, wenn nicht ganz am Ende, dann vielleicht als Cantus firmus, als musikalische Überschrift der Fuge? Mir fällt auf, dass Bach genau einen solchen Kunstgriff (Strophen von Paul Gerhardts Choral ‚Warum sollt’ ich mich denn grämen’) in seiner doppelchörigen Motette BWV 228 Fürchte dich nicht einsetzt, die offensichtlich auch um diese Zeit entstanden ist. Beide Fugen überraschen mit einer absteigenden chromatischen Figur zu Beginn. Noch erstaunlicher ist die Ähnlichkeit des Gegenthemas mit dem Thema im letzten Satz von BWV 63 Christen, ätzet diesen Tag, das für Weihnachten 1714 in Weimar geschrieben wurde. Nehmen wir einen Augenblick an (und hier will sich selbst der große Alfred Dürr nicht festlegen), Widerstehe sei im folgenden Jahr entstanden; könnte es sein, dass Bach sein weihnachtliches Flehen um Gnade (‚Höchster, schau in Gnaden an diese Glut gebückter Seelen!’ ) in der Kantate der Fastenzeit wiederholt, um die verführerische Schönheit der Sünde (‚von außen wunderschön’), die eine Erfindung des Teufels ist, für null und nichtig zu erklären? 

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier


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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den  Sonntag  Estomihi Okuli             

Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner  

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 .  Künstler-Beitrag –               

Link:   Künstler-Meinungen; Nathalie Stutzmann, Alt   .Nathalie Stutzmann, Alt

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CD –  für   den  Sonntag  Estomihi..SDG 118 –  Vol. 21 CD 2————-.

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Cover:

CD SDG 153
Vol. 20
CD – zwei –
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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 118, Vol. 21

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CD – Inhalt CD zwei – SDG 118 Vol. 21..

..CD –

BWV    1 –  Wie schön leuchtet der Morgenstern
BWV  54 –  Widerstehe doch der Sünde
BWV 182 – Himmelskönig sei willkommen
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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

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Grüße

Volker

News aus der Klassikszene: März 2012


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Klassik-News Stand:  14.03.2012

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Leipzigs berühmter Knabenchor, die Thomaner, feiern am 20. März 800. Geburtstag! Anlass für ein Aufgefallen-Spezial.

Im Gespräch ist der Thomaskantor, Georg Christoph Biller.

 

Zum mdr „Das Gespräch“ in den obigen Flyer klicken..!!

Oder als Link: http://www.mdr.de/mdr1-radio-sachsen/audio199636.html

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Am 10. März 2012 ist der bedeutende Organist, Kirchenmusiker und Pädagoge

Heinz Wunderlich im Alter von 92 Jahren verstorben. 
Von 1959 bis 1989 lehrte er an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater als Professor für Orgelspiel und Improvisation.

Weitere umfangreiche Informationen über den nachstehenden Link:

http://www.hfmt-hamburg.de/aktuelles/detailansicht/article/zum-tode-von-heinz-wunderlich/

Foto Heinz Wunderlich (1919-2012)

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Mangel an Musikalität in der Gesellschaft bedroht Thomanerchor..!!

Es gebe nur noch wenige, die sich mit Musik beschäftigten, erklärte Biller. „Die Allgemeinheit macht weniger Musik als früher“, fügte der Thomaskantor hinzu. Der Thomanerchor sei aber angesichts des Alters, in dem er die Kinder für eine Ausbildung gewinnen wolle, auf ein allgemeines musisches Interesse in Familien und der Schule angewiesen. „Und darauf wirken wir hin, dass da wieder ein anderes Klima entsteht, aus dem heraus es eine größere Selbstverständlichkeit gibt, sich mit Musik zu befassen und auch die Anlagen schon früher zu wecken“, sagte Biller.

Um dies umzusetzen, wurde das „forum thomanum“ als Informations- und Förderinstitution für Kinder und Jugendliche eingerichtet. „Das Forum meint eine Zukunftsperspektive, die wir vor allem in unserem Jubiläumsjahr deutlich machen wollen“, erläuterte der 16. Thomaskantor seit Johann Sebastian Bach. Es gehe nicht nur darum, die Geschichte des Chores zu feiern, sondern auch darum, auf die Zukunft hinwirken, fügte er hinzu. Biller feiert im November den 20. Jahrestag seiner Amtsübernahme.

Weitere Information dazu << h i e r >>

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 07.03.12 –

Das verloren geglaubte Schülerverzeichnis der Leipziger Thomasschule aus der Bach-Ära wurde von einem Forscher des Bach-Archivs Leipzig wiederentdeckt. Der Band, welcher eigenhändig eingetragene Kurzlebensläufe aller 650 neuaufgenommenen Alumnen der Thomasschule für den Zeitraum 1729 bis 1800 enthält, ist die wichtigste biographische Quelle zu Bachs Thomanern und liefert neue Hinweise zur Datierung seiner Werke.

Eine erste öffentliche Präsentation erfolgt im Rahmen der Ausstellung »Netzwerk Thomanerchor« des Bach-Museums Leipzig, die ab dem 16. März 2012 zu sehen ist.

Der fast 700seitige Band »Album Alumnorum Thomanorum« wurde in den 1960er Jahren zusammen mit anderen Unterlagen von der Thomasschule an das Stadtarchiv Leipzig übergeben und dem Bestand Thomasschule zugeordnet. Bei Recherchen zur Thomana entdeckte ein Forscher des Bach-Archivs Leipzig den bislang unbeachteten Band. Im Zuge des Forschungsprojektes »Johann Sebastian Bachs Thomaner«, das von der Gerda Henkel Stiftung maßgeblich gefördert wird, soll der Fund nun im Bach-Archiv Leipzig wissenschaftlich ausgewertet werden.

»Wir haben hier gewissermaßen das Stammbuch von Bachs Sängern wiedergefunden. Da wir aus Anlass des 800jährigen Thomana-Jubiläums gerade damit begonnen haben, in einem Sonderprojekt systematisch die Lebensläufe der Bach-Thomaner zu erkunden, wird uns die Matrikel vielfältige Dienste leisten und uns gewiss auf ganz neue Spuren bei der Suche nach weiteren Bach-Dokumenten führen«, so Dr. Michael Maul. Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Bach-Archivs Leipzig nimmt seit zwei Jahren eine systematische Sichtung der historischen Schulmaterialien vor, im Rahmen derer ihm auch die Wiederentdeckung der Matrikel gelang.

Weitere Info: nmz

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Sir John Eliot Gardiner – Konzerte im Kalenderjahr 2012 in Deutschland / Europa


Liebe Gardiner-Freunde/innen !

Es ist wieder soweit, Sir J.E. Gardiner gibt in diesem Jahr sein erstes Konzert in Deutschland in Köln am 30. September 2012 mit dem Monteverdi Choir und seinem Orchestre Révolutionnaire et Romantique.  Am 5. Oktober 2012 gastiert er in Baden-Baden.

Alle Terminangaben von Monteverdi.co.uk:
Link: http://www.monteverdi.co.uk/concerts/missa-solemnis

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Beethovens „Missa Solemnis“  – (von September bis November 2012)
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BEETHOVEN – Missa Solemnis

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Tour vom 28 September 2012 bis 20. November 2012 
Europa
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 Von Herzen – möge es wieder zu Herzen gehen!“ schrieb Beethoven über die Partitur seiner Missa Solemnis. Komponiert, um mit Hingabe die Aufführenden und das Publikum gleichermaßen zu begeistern, ist es eines seiner großartigsten, schwierigsten Werke.

Die wundervolle, ausdruckvolle Musik reflektiert den Text der katholischen Messe, von dem bittenden Kyrie zum jubelnden Gloria. Viele gegensätzliche Stil-Einflüsse von der Polyphonie der Renaissance bis zu barocken und klassischen Messen können gehört werden. Das Ergebnis ist ein monumentales, bewegendes Stück...

Die Monteverdi Ensembles führen die Missa Solemnis zum ersten Mal nach 10 Jahren gemeinsam auf.

(Fotorechte:© Monteverdi.co.uk – Engl. Dirigent Sir John Eliot Gardiner)

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Das Konzert am 17. Oktober 2012 in der Barbican-Hall, London ist ein spezielles

Gala-Konzert zur Unterstützung der Monteverdi Ensembles. 

Der gesamte Erlös des Abends wird für die Ensembles und in zukünftige Projekte gehen.

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Programm I

LUDWIG VAN BEETHOVEN Missa Solemnis
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Programm II
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LUDWIG VAN BEETHOVEN 
Meeresstille und Glückliche Fahrt Symphonie Nr. 9 d-Moll, Op. 125
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Performers:
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Lucy Crowe, Rebecca Evans (Sopran)

Daniela Lehner, Jennifer Johnston (Mezzosopran)

James Gilchrist, Michael Spyres (Tenor)

Matthew Rose (Bass)

Monteverdi Choir 

Orchestre Révolutionnaire et Romantique

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Leitung:

John Eliot Gardiner

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Die Konzert-Termine und Veranstaltungsorte nachstehend:

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9. Dezember 2012 Philharmonie Essen 17:00 Uhr

Sir John Eliot Gardiner & Royal Concertgebouw Orchestra

Kristian Bezuidenhout, Klavier
Royal Concertgebouw Orchestra
Sir John Eliot Gardiner, Dirigent

Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 31 D-Dur, KV 297 “Pariser Sinfonie”
Ludwig van Beethoven
Konzert Nr. 2 B-Dur für Klavier und Orchester, op. 19
Pjotr I. Tschaikowski
Sinfonie Nr. 2 c-Moll, op. 17

Einen „samtenen“ Streicherklang, „goldene“ Blechbläser sowie ein besonderes, individuelles Timbre der Holzbläser – diese Qualitäten werden dem 1888 gegründeten Royal Concertgebouw Orchestra zugeschrieben. Das renommierte Fachmagazin „Gramophone“ wählte es 2008 gar auf Platz 1 aller Orchester der Welt. Keine Frage: Das Royal Concertgebouw Orchestra zählt man gern zu seinen Gästen – und so gibt sich der Klangkörper aus Amsterdam unter der Leitung des britischen Pultstars Sir John Eliot Gardiner auch 2012 ein Stelldichein in Essen. Beethovens zweites Klavierkonzert gestaltet der junge Südafrikaner Kristian Bezuidenhout – als Mozart- Spezialist dürfte dieses „mozartisch“ angehauchte frühe Werk Beethovens bei ihm besonders gut aufgehoben sein.

Expedition Klassik:

16:30 Uhr „Die Kunst des Hörens“ – Konzerteinführung durch Sir John Eliot Gardiner mit Orchester

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17:00 Uhr Konzert

Preise (€): 15,- / 20,- / 35,- / 50,- / 65,- / 75,- zzgl. 10% Systemgebühr.

Online:

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Termine: Monteverdi Choir – a cappella

Sonntag 10. Juni 2012

Uhrzeit wird noch bekannt gegeben

Château de Versailles Spectacles

Versailles, Frankreich

ProgrammMusik von John Taverner (ca. 1490 bis 1545),
William Byrd (ca. 1540 bis 1623),
Robert White (ca. 1538 bis 1574)
und ihre Zeitgenossen

Monteverdi Choir
John Eliot Gardiner

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Samstag 20. Juli & 21. Juli 2012

20.30 Uhr

Salzburger Festspiele

Salzburg, Österreich

Die Konzerte sind Ausverkauft..!!

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Veranstaltungsort 

Salzburger Festspielen 

Kollegienkirche

Wiener-Philharmonikergasse 2
Salzburg 5020
Österreich

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Alle Angaben von:
Monteverdi Chor und Orchester Ltd
Level 9, 25 Cabot Square, Canary Wharf, London E14 4QA, UK 
Tel.: +44 (0) 20 7719 0120 
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    Einführung – Link:   PDF_Beethoven Missa Solemnis Text
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Weitere Gardiner-Termine werden nach Kenntnisstand von mir aktualisiert..!!
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Grüße
Volker

Radiotipps 8.3. – 11.3.2012


Links zu den Radiosendern sind auf der Seite WebRadios zu finden:

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8.3.

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SWR2
20:03-21:00

Alte Musik
Die wichtigsten Quellen der historischen Aufführungspraxis (5/7)
„Aus der Seele muss man spielen, und nicht wie ein abgerichteter Vogel“

Barocke Gesangstraktate (5/7)
Marcus Stäbler im Gespräch mit dem Dirigenten Hermann Max

Die Singstimme ist idealer Weise „hell, rein, stark, biegsam, fest, leicht, gleich und von beträchtlichem Umfange“. So zumindest fordert es der Kapellmeister Johann Adam Hiller Ende des 18. Jahrhunderts. Aber was heißt das konkret? Wie haben sich die Gesangstechnik und Klangideale im Lauf der Jahrhunderte gewandelt? Und was können wir darüber überhaupt mit einiger Sicherheit sagen, da es ja keine Aufnahmen aus dieser Zeit gibt? Marcus Stäbler spricht über diese Fragen mit dem Dirigenten Hermann Max, der sich intensiv mit der Gesangspraxis vergangener Jahrhunderte auseinandergesetzt hat. Seit vielen Jahren arbeitet er mit Sängern, und für seine Konzerte und Aufnahmen mit der „Rheinischen Kantorei“ hat er höchste Anerkennung und zahlreiche Preise bekommen.
(Teil 6, Donnerstag, 15. März, 20.03 Uhr)

 

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11.3.

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BBC3
13-14 (14-15)

The Early Music Show
After his time working for Prince Leopold of Anhalt in Cöthen, Johann Sebastian Bach took a substantial drop in salary and public standing to work as Cantor in Leipzig. The role primarily involved teaching at St Thomas School, but also meant that Bach was responsible for the music in the German town’s four churches. Lucie Skeaping takes a closer look at Bach’s time in the German town, where Bach remained from 1723 until his death in 1750.

 

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Deutschlandfunk
21:05 – 23:00
Musikfest Bremen
„Verabschiedung eines Fürsten“
Johann Sebastian Bach:
Köthener Trauermusik BWV 244a
Ein geistliches Pasticcio

Sabine Devieilhe, Sopran Carlos Mena, Countertenor
James Gilchrist, Tenor / Benoît Arnould, Bass
Ensemble Pygmalion / Ltg.: Raphaël Pichon
Aufzeichnung vom 13.9.2011 in der Kirche Unser Lieben Frauen, Bremen

Die Alte Musik ist sein Hauptgeschäft. Als der Intendant des Musikfestes Bremen und gebürtige Bremer Thomas Albert im Jahr 1989 Professor für Barockvioline an der dortigen Hochschule der Künste wurde, entschloss er sich kurzerhand zur Gründung eines Festivals, das heute neben dem Schleswig-Holstein Musik Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern zur Trias der großen Musikfestivals in Norddeutschland gehört. Im Spätsommer 2011 konnte das Musikfest Bremen neben vielen hochkarätigen Aufführungen wie einer Zauberflöten-Inszenierung des Starregisseurs Peter Brook auch eine Sensation der Bach-Forschung präsentieren. Die Bach-Kantate „Klagt, Kinder, klagt aus aller Welt“, die im März 1729 zu den Begräbnisfeierlichkeiten des Fürsten und ehemaligen Dienstherren Bachs, Fürst Leopold in Anhalt-Köthen, uraufgeführt wurde, ist in ihrer Urfassung nämlich verschollen. Erst 2010 gelang eine Rekonstruktion der „Köthener Trauermusik“ auf Grund des erhalten gebliebenen Librettos und vieler Parallelen in der Textstruktur zur „Matthäus-Passion“ BWV 244 und zur „Trauerkantate für die Kurfürstin Christiane Eberhardine“ BWV 198.

Das französische Ensemble Pygmalion und sein Leiter Raphaël Pichon stellten die rekonstruierten Arien und Accompagnato-Rezitative in der Kirche „Unser Lieben Frauen“ in Bremen am 13. September vor. Bereits 2010 war das Ensemble Pygmalion mit Werken Jan Dismas Zelenkas und der Bach-Familie beim Musikfest Bremen zu Gast.

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag „Reminiscere“


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Flötenkonzert Friedrichs II. in Sanssouci Gemälde von Adolph Menzel 1850–52

Flötenkonzert Friedrichs II. in Sanssouci Gemälde von Adolph Menzel 1850–52 – Am Cembalo C.Ph.E. Bach

Mitte: Friedrich der Große; ganz rechts: Johann Joachim Quantz, des Königs Flötenlehrer; links von ihm mit Violine im dunklen Rock: Franz Benda; ganz links im Vordergrund: Gustav Adolf von Gotter; hinter ihm: Jakob Friedrich Freiherr von Bielfeld; hinter ihm, an die Decke schauend: Pierre-Louis Moreau de Maupertuis; in Hintergrund auf dem rosa Sofa sitzend: Wilhelmine von Bayreuth; zu ihrer rechten: Amalie von Preußen mit einer Hofdame; hinter ihnen: Carl Heinrich Graun; alte Dame hinter dem Notenständer: Gräfin Camas; hinter ihr: Egmont von Chasôt; am Cembalo: Carl Philipp Emanuel Bach.

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  04.03.2012 

begehen wir den Sonntag   „Reminiscere

Der Name des Sonntags Reminiszere leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: „Reminiscere miserationum tuarum, Domine, et misericordiarum tuarum quae e saeculo sunt.“ (Ps 25,)

Der Sonntag Reminiszere hat das Gleichnis von den bösen Weingärtnern zum Thema. Es geht dabei um das Verhältnis zwischen Gott und Mensch. Wohl wissend, was sie tun, bringen die Weingärtner den Sohn des Besitzers um, hoffend, dass sie dann den ganzen Besitz für sich einstreichen können. Ganz offensichtlich soll das Gleichnis darauf hindeuten, dass die Menschen, die eine Verantwortung von Gott übertragen bekommen haben (jeder), das ihnen Anvertraute lieber als ihr Eigentum ansehen wollen und dabei die Rechte Gottes zu mißachten (und damit auch seine Macht). Die Frage dieses Sonntags und dieser Woche ist daher die nach unserem Verhältnis zu Gott. Sie wird allerdings schwierig zu beantworten sein, denn wie mißt man ein solches Verhältnis? Sobald man zu messen beginnt, ist man ja nicht mehr Betroffener, sondern „Richter“, und stellt sich damit jenseits dessen, was einen zutiefst persönlich angeht. Und das kann nicht gut gehen. Soll man andere den Maßstab anlegen lassen? Auch das ist nicht im Sinne des Evangeliums. Bleibt nur das „Innewerden“, das „Auf-Sich-Besinnen“, als Möglichkeit, über das eigene Verhältnis zu Gott nachzudenken und, falls nötig, Konsequenzen zu ziehen.

Am Sonntag Reminiszere hören wir das Gleichnis von den bösen Weingärtnern und denken daran, wie wenig die Menschheit die Ansprüche Gottes auf sein Eigentum, seine Schöpfung respektiert. Das Kommen Jesu läßt die Menschen unverständig reagieren und wie Feinde Gottes handeln. Auch wir sind oft nicht bereit, Gott in dieser seiner Welt Raum zu geben. Allein durch den Glauben, der uns die Zuversicht gibt, dass Gott sich uns in bedingungsloser Liebe zuwendet, können wir einen Neuanfang wagen.

Wochenspruch: Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Röm 5, 8)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für  den  Sonntag   „Reminiscere.

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In der Fastenzeit entfallen das Halleluja und das „Gloria in excelsis“

(Ehre sei Gott in der Höhe/Allein Gott in der Höh sei Ehr)

Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen.

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* BWV 100 „Was Gott tut, das ist wohlgetan

BWV 131 „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir“

BWV 150 „Nach dir, Herr, verlanget mich


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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik-Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach 
Fantasie c-moll, BWV 562 für Orgel; Gerhard Weinberger an der Schnitger-Orgel der Martinikerk in Groningen

Johann Christoph Bach
Wie bist du denn, o Gott, in Zorn auf mich entbrannt, Lamento für Bass, Violine und Basso continuo; Peter Kooij, Bass; L’Armonia Sonora, Leitung: Mieneke van der Velden

Georg Philipp Telemann
Ach, Herr, straf mich nicht in deinem Zorn, Trauerkantate; Cantus Cölln, Leitung: Konrad Junghänel

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

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Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

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Geistliche Musik

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Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 131 „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir“
Howard Crook, Tenor / Peter Kooy, Bass
Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent
Ltg.: Philippe Hereweghe


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

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Kantate:

Johann Michael Bach:

„Liebster Jesu, hör mein Flehen“
Maria Zedelius (Sopran)
David Cordier (Countertenor)
Paul Elliott, Hein Meens (Tenor)
Michael Schopper (Bass)

Musica antiqua Köln – Leitung: Reinhard Goebel


Johann Christoph Graupner:

„Wir wissen, dass Trübsal Geduld bringt“
Sonja Bühler (Sopran)
Michael Feyfar (Tenor)
Markus Flaig (Bass)

Anton Webern Chor Freiburg
Ensemble Concerto Grosso
Leitung: Hans Michael Beuerle


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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

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Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 150 „Nach dir, Herr, verlanget mich“

Balthasar-Neumann-Ensemble
Balthasar-Neumann-Chor
Leitung: Thomas Hengelbrock

Präludium und Fuge für Orgel e-Moll BWV 548
Robert Köbler


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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

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Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html 

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

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Kantate um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Felix Mendelssohn Bartholdy:

„Jesu, meine Freude“ (Choralbearbeitung)

Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Georg Christoph Biller 

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik  Auszüge aus dem Programm:
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Die Bach-Kantate:
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Kantate BWV 100 „Was Gott tut, das ist wohlgetan“
Susanne Winter, Sopran; Rebecca Martin, Alt; Markus Schäfer, Tenor;
Sebastian Bluth, Bass; Windsbacher Knabenchor;
Deutsche Kammer-Virtuosen Berlin:
Karl-Friedrich Beringer
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Videos mit Bach-Kantaten:
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/ YouTube: BWV 23 –  Du wahrer Gott und Davids Sohn“  –  ( Herreweghe)

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./ YouTube: BWV 131  –  Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir  – ( Koopman – Klaus Mertens, Bass )

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/ YouTube: BWV 100 –  Was Gott tut, das ist wohlgetan   –  (Interpret:  Leonhardt)

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/ YouTube: BWV 150 –  „Nach dir, Herr, verlanget mich“   –  (Interpret: EBS)

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Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen.

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Kantaten-Beschreibung BWV 23 –  Jesus nahm zu sich die Zwölfe.

Kantatenfür den Sonntag  „Estomihi“  

Aufführungsort:  King’s College Chapel, Cambridge    am 5. März 2000

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BWV 23 „Du wahrer Gott und Davids Sohn“ ist alles in allem sehr viel feierlicher angelegt und sollte nach der Predigt und Austeilung des Abendmahls aufgeführt werden. Es wirkt wie Passionsmusik, und in der Tat scheint Bach den abschließenden Satz, eine Vertonung des deutschen Agnus Dei, einer bereits existierenden Kantate aufgepfropft zu haben, kurz nachdem er zu seiner Aufnahmeprüfung in Leipzig erschienen war (er scheint zu der verloren gegangenen Vertonung seiner Weimarer Passion zu gehören und würde 1725 in der eiligen Überarbeitung seiner Johannes-Passion noch einmal verwertet werden). Die Kantate betont, wie sich Jesus ausdrücklich den Kranken und Behinderten – und daher Außenseitern der Gesellschaft – zuwendet und sie heilt. Bachs Eingangssatz ist ein langsames Duett in c- moll für Sopran und Alt mit zwei obligaten Oboen (Matthäus 20, 30–34 berichtet von zwei Blinden), eine lange Arie, die inmitten von Elend auf ergreifende Weise an das Mitgefühl appelliert und deren kammermusikartiges Geflecht für Bachs Köthener Zeit typisch ist – reich ausgeschmückt und dicht und keine leichte Kost für Bachs kritische Gutachter.

Ihr folgt ein Accompagnato für Tenor und Streicher, worin die Oboe und erste Violine das lutherische Agnus Dei ohne begleitenden Text spielen. Der ursprüngliche Schluss dieser Kantate war der schwungvolle, rondoartige Chor ‚Aller Augen warten, Herr, auf dich’ (Nr. 3), worin das Gebet des Blinden, nun von Tenor und Bass gesungen, siebenmal durch den Text aus Psalm 145 unterbrochen wird, jedes Mal auf einer Basslinie, die, nun in g-moll, die Konturen der einleitenden melodischen Phrase des Agnus Dei nachzeichnet. Bachs Entschluss, seine frühere Passionsvertonung des Agnus Dei als langsamen, vorwiegend homophonen Choral anzufügen, war sicher eine strategisch vernünftige Entscheidung: Sie zeigte seinen zukünftigen Dienstherren auf Anhieb sein breites stilistisches und exegetisches Spektrum.

Ein Pressebericht, durch einen ‚Sonderkorrespondenten’, erschien im Hamburger Relationscourier: ‚Am verwichenen Sonntage Vormittage machte der Hochfürstl. Capellmeister zu Cöthen, Mr. Bach, allhier in der Kirchen zu St. Thomä wegen der bisher noch immer vacant stehenden Cantor-Stelle seine Probe, und ist desselben damahlige Music von allen, welche dergleichen ästimiren, sehr gelobet worden.’ Wie gern hätte man von jenen Leuten wissen mögen, ‚welche dergleichen ästimiren’, ob sie das recht konventionelle (vielleicht nur auf den Nutzen ausgerichtete) BWV 22, das an Kuhnau erinnerte, geneigter aufnahmen – oder das eher raffinierte und spitzfindige BWV 23, dessen Aufteilung der Anfangsverse im Stile Neumeisters in drei Sätze, wie eine italienische Sonate, nicht so sehr vom Text, sondern von kompositorischen und strukturellen Erfordernissen diktiert war. 

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier


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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den  Sonntag  Estomihi              

Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner  

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 .  Künstler-Beitrag –               

Link:   Künstler-Meinungen; Nathalie Stutzmann, Alt   .Nathalie Stutzmann, Alt

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CD –  für   den  Sonntag  Estomihi..SDG 118 –  Vol. 21 CD 1————-.

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Cover:

CD SDG 153
Vol. 20
CD – eins –
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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 118, Vol. 21

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..CD – Inhalt CD eins – SDG 118 Vol. 21..

.CD –

BWV 22 – Jesus nahm zu sich die Zwölfe
BWV 23 – Du wahrer Gott und Davids Sohn
BWV 127 – Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott
BWV 159 – Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem
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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

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Grüße

Volker

Bemerkenswerte CD-Veröffentlichungen im Februar und März 2012 von Brahms und J.S. Bach


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Das Jahr 2012 bietet bereits für die ersten drei Monate bemerkenswerte CD-Neuveröffentlichungen die ich nachstehend aufführe..!!

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SDG 706 Brahms "Ein deutsches Requiem"

Vom Label monteverdi co.uk wird Anfang März 2012 die CD SDG 706 veröffentlicht..!!

Johannes Brahms „Ein Deutsches Requiem“

J.E. Gardiner, Orchester Revolutionnaire & Romantique,

Monteverdi Choir – Johannes Brahms (Komponist) | Format: Audio CD

Erscheinungsdatum: Anfang März 2012

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Eine Bestellung der CD SDG 706 – >>>  h i e r  <<

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U.a. enthalten: Heinrich Schütz: Wie lieblich sind deine Wohnungen SWV 29;
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Selig sind die Toten SWV 391 Künstler: Katherine Fuge, Matthew Brook, Monteverdi Choir, Orchestre Revolutionnaire et Romantique, Leitung: John Eliot Gardiner
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       PDF-Werkbeschreibung :  J. Brahms “Ein deutsches Requiem”
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RIAS-Archiv Bach Kantaten

Etwas für Nostalgiker..!!

RIAS-Archiv präsentiert eine 9 CD-Box
mit Erstveröffentlichungenden historisch ersten Versuch
einer Gesamteinspielung der Bach-Kantaten 
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Für jeden, der sich für die Geschichte der Bach-Interpretation und für die Linien des kulturellen Wiederaufbaus in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg interessiert, sind die Aufnahmen in dieser CD-Box eine bedeutende Bereicherung. Karl Ristenpart baute ab 1946 die Chor- und Orchesterarbeit des RIAS Berlin auf und leitete den RIAS Kammerchor und das RIAS Kammerorchester. Mit diesen Ensembles und aufstrebenden jungen Sängern wie Dietrich Fischer-Dieskau, Helmut Krebs und Agnes Giebel planten Karl Ristenpart und Elsa Schiller, die damalige Leiterin der RIAS Musikabteilung, ab 1947 eine Gesamteinspielung aller Bach-Kantaten. Das Projekt konnte allerdings nicht vollständig verwirklicht werden.
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Die heute noch im RIAS-Archiv vorhandenen 29 Kantaten dokumentieren ein auch aus heutiger Sicht zukunftsweisendes Bach-Ideal: durch die kleine Besetzung erscheint die Musik transparent und strukturell deutlich, die Sänger kooperieren klar artikulierend mit den Instrumentalisten. Durch diese Interpretation, die sich von aller Monumentalität frei macht, wurde die spätere historische Aufführungspraxis ästhetisch vorbereitet.
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Die CD-Box zu beziehen – >>  h i e r  <<
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Gustav Leonhardt

 Die Musikwelt trauert um Gustav Leonhardt, der am 16. Januar 2012 verstarb.
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Er war einer der renommiertesten Cembalo- und Orgelspieler der Welt und galt als einer der größten Spezialisten für Alte Musik überhaupt.
In seiner über 50jährigen Karriere entstanden zahlreiche hochkarätige Aufnahmen für die Label dhm, seon und Vivarte, von denen eine Auswahl in dieser Gustav Leonhardt-Edition erscheinen. Neben berühmten Solo-Einspielungen wie den legendären Goldberg-Variationen und Bachs Orgel- und Cembalowerken enthält die Edition Aufnahmen mit Sigiswald Kuijken, Frans Brüggen, Anner Bylsma, dem Leonhardt-Consort und Harry van der Kamp. (Der Inhalt der Edition ist identisch mit der vergriffenen Jubiläums-Edition zum 80. Geburtstag Leonhardts.)
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15 CDs Gustav Leonhardt Bach-Werke

 Diese limitierte 15 CD-Edition gibt eine Rückschau auf das vielfältige musikalische Schaffen eines außergewöhnlichen Künstlers, dessen zentraler Focus auf der Interpretation von Alter Musik lag und immer noch liegt. Zeugnis davon geben mehr als 180 Aufnahmen, von denen eine repräsentative Auswahl in dieser Jubiläums-Edition enthalten. Das ausführliche Booklet beinhaltet ein Interview mit Gustav Leonhardt und einen Überblick über sein Schaffen.
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  • Gustav Leonhardt – The Edition
  • 15 CDs Bach-Werke
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  • Die CD zu beziehen – >>  h i e r <<

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Ein Schnäppchen unter den vorgestellten CD-Veröffentlichungen nachstehend als eine Gesamt-Box (153 CDs) mit folgendem Inhalts-Auszug – unvollständig….

153 CDs The Complete Bach-Edition von Teldec

 Das legendäre Teldec-Gesamtwerk

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Bachs komplette Werke, interpretiert von weltbekannten Interpreten auf historischen Instrumenten, stellt eines der ehrgeizigsten Projekte in der Geschichte der Musikaufzeichnung dar. Das Gesamtwerk enthält alle Kompositionen, die die moderne Forschung als gesichert von Johann Sebastian Bach ansieht. Überall dort, wo Bach umfangreiche Änderungen an Werken vornahm, um sie an die Anforderungen späterer Auf­führungen anzupassen, wurden auch die alternativen Versionen beigefügt.

Unvollendete Werke wurden hinzugefügt, wenn ihr musikalischer Gehalt es rechtfertigte, außer sie bestanden nur aus einigen wenigen Zeilen. Ebenfalls enthalten sind einige Rekonstruktionen verlorengegangener Kompositionen und schließlich auch einige Werke, die zwar nicht zweifelsfrei J. S. Bach zugeordnet werden können, die aber so untrennbar mit Bachs Namen verbunden und so vertraut sind, dass ihr Fehlen bedauerlich gewesen wäre. Der Inhalt ist über weite Strecken interpretatorisch erstklassig.

Teldec-Bach-Gesamtwerk

Exklusiv bei – >>  j p c  <<

Kantaten BWV 1-14, 16-52, 54-117, 119-140, 143-159, 161-188,
190-215
+Geistliche Vokalwerke: Johannes-Passion BWV 245;Weihnachtsoratorium BWV 248;Osteroratorium BWV 249;Matthäus-Passion
BWV 244;Magnificats BWV 243 / 243a;Messen BWV 232-236;Psalm 51
BWV 1083;Sancti BWV 237-240;Motetten BWV 118, 225-230;
Choräle BWV 250-438, 500a, 1084, 1089, 1122-1126;Schemellis Gesangbuch (Ausz.);Quodlibet BWV 524;Notenbüchlein für AM
Bach
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+Orgelwerke: Konzerte BWV 592-597;Präludien & Fugen BWV 535,
536, 539, 541, 543-560, 566;Choräle BWV 419, 552, 559-718, 720, 721,
724-731, 735-743, 747, 749, 750, 758, 762, 763, 765, 766, 768, 769a,
770, 802-805, 863, 868, 1090-1120;Duette BWV 802-805;Harmonisches Labyrinth BWV 591;Fantasien BWV 537, 542, 552a, 561-563,
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570-572, 574-579, 1121;Passacaglia BWV 582;Pastorale BWV 590;
Pedal-Exercitium BWV 598;Präludien BWV 552, 568, 569;Sonaten
Sonaten BWV 525-530;Toccaten & Fugen BWV 538, 540, 565;Toccata
Toccata BWV 564;Trio BWV 583;Triosonaten BWV 525-530
+Cembalowerke: Inventionen & Sinfonias BWV 772-801;Englische
Suiten BWV 806-811;Französische Suiten BWV 812-817, 818a,
819, 821;Trio BWV 814a;Menuette BWV 841-843 (für WF Bach)
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Weitere umfangreiche Angaben zum Inhalt auf der jpc-Seite.
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Preis: 299,99 € 
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für 153 CDs
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—————————————————————————————————————————————————–Grüße

Volker

Der weltbekannte klassische Trompeter Maurice André ist im Alter von 78 Jahren gestorben.


Maurice André - Trompeter (1933-2012)

Liebe Bach-Freunde/innen,

ganz überraschend ist am 26. Februar 2012 der weltbekannte und beliebte französische Star-Trompeter Maurice André im Alter von 78 Jahren im südwestfranzösischen Bayonne gestorben. Sehr beliebt und beachtet sind seine glänzenden Auftritte in der Karl Richter Ära in den großen Oratorien von Johann Sebastian Bach unter der Leitung von Karl Richter mit seinem Münchener Bachchor und Münchener Bachorchester.

Maurice André wurde in der südfranzösischen Stadt Alès geboren. Als Vierzehnjähriger begann er eine Lehre als Bergmann im Kohlerevier der Cevennen, erlernte aber gleichzeitig das Spiel auf der Trompete. Sein Vater, selbst Bergmann, ermöglichte ihm erst einmal privaten Unterricht bei Prof. Barthélemy am Conservatoire de Paris, das Maurice André aufgrund seiner außerordentlichen Begabung bald als Student aufnahm. Im ersten Jahr bereits erhielt er den 1. Ehrenpreis für Kornett, ein Jahr später für Trompete.

Maurice André  ist ab den 1950er Jahren mit seinem Trompetenspiel zu Weltruhm aufgestiegen. Seine letzten Konzerte gab er vor 8 Jahren, Maurice André war am 21. Mai 1933 in Südfrankreich geboren und hatte in seiner Jugend als Kohlearbeiter im Bergbau gearbeitet. Andrés Vater – ein passionierter Hörer der Klassischen Musik – hatte ihm das Trompetenspiel beigebracht. 1951 folgte eine Ausbildung am Konservatorium in Paris. Danach avancierte er zum bekanntesten klassischen Trompeter.

Für Aufführungen von Bachs Weihnachtsoratorium oder Händels Oratorien wurde Maurice André bald einer der gefragtesten Solisten.

In memoriam des großartigen und unvergessenen Künstlers Maurice André  nachstehend zwei Videos.

G. P.Telemann Concerto G major TWV 51:G1 1/2

1.Allegro ma non troppo
2. Adagio

Maurice André Trumpet
Muenchener Bach – Orchester
Karl Richter Conductor

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Johann Sebastian Bach
HOHE MESSE IN H-MOLL

sopran: Gundula Janowitz
alt: Hertha Töpper
tenor: Horst R. Laubenthal
baß: Hermann Prey

Münchener Bach-Chor und -Orchester

Karl Richter

Stifts-Kirche, Diessen am Ammersee, 1969.

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Grüße

Volker

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag „Invokavit“


Johann Sebastian Bach

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  26.02.2012 

begehen wir den Sonntag   „Invokavit“

Der Name des Sonntags Invokavit leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: „Invocavit me, et ergo exaudiam eum“ (Ps 91, 15).

Der Sonntag Invokavit hat die Geschichte der Versuchung Jesu zum Thema. Versuchung ist inzwischen zu einem altertümlichen Begriff geworden, vor allem deshalb, weil die Frage nach dem Versuchenden immer deutlicher gestellt wurde und wird. Gibt es ihn überhaupt? Entspringt die Versuchung nicht ausschließlich in einem selbst? Diese Entwicklung muss auf jeden Fall berücksichtigt werden, wenn wir von Versuchung sprechen. Die Vorstellung eines leibhaftigen Versuchers als des Teufels ruft höchstens noch ein müdes Lächeln hervor; das Arbeiten mit solchen Bildern in der Predigt ist heutzutage ausgesprochen schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Die Frage nach dem Versuchenden bleibt, sei es nun die Person selbst oder eine von außen wirkende Kraft. Und immerhin finden wir den Begriff noch in der deutschen Sprache, wenn z.B. gesagt wird: „Ich bin versucht, das und das zu kaufen.“ Aber hier hat es gewiss nicht mehr den Sinn, den es in der Bibel hat.

Am Sonntag Invokavit hören wir die Erzählung von der Versuchung Jesu und danken Gott, dass wir in ihm einen Hohenpriester haben, der – ohne Sünde – durch sein Opfer für uns die Erlösung gewirkt hat. Nur im Blick auf diesen Hohenpriester können wir, die wir immer die Macht der Versuchung erfahren und ihr unterliegen, getrost leben.

Wochenspruch: Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. (1. Joh 3, 8b)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für  den  Sonntag   „Invokavit.

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In der Fastenzeit entfallen das Halleluja und das „Gloria in excelsis“

(Ehre sei Gott in der Höhe/Allein Gott in der Höh sei Ehr)

*Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen.

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*BWV 21 „Ich hatte viel Bekümmernis“

*BWV 54 „Widerstehe doch der Sünde “

*BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“

*BWV 120 „Gott, man lobet dich in der Stille zu Zion“

*BWV 150 „Nach dir, Herr, verlanget mich“


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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik-Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach.

Konzert d-moll, BWV 974 nach einem Oboenkonzert von Alessandro Marcello,

Konzertbearbeitung für Orgel; Loranzo Ghielmi an der Orgel der Basilika San Simpliciano in Mailand

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

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Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

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Geistliche Musik

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Johann Sebastian Bach:

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Kantate BWV 150 „Nach dir, Herr, verlanget mich“

Tanya Aspelmeier, Sopran
Jürgen Banholzer, Countertenor
Mirko Heimerl, Tenor / Hans Wijers, Bass

Bathasar-Neumann-Chor
Balthasar-Neumann-Ensemble
Ltg.: Thomas Hengelbrock


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

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Kantate:


Hieronymus Praetorius:

„Videns Dominus“
The Cardinall’s Musick
Leitung: Andrew Carwood

Max Reger:

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„Meinen Jesum lass ich nicht“
Ingeborg Müller-Ney (Sopran)
Kammerchor Stuttgart
Leitung: Frieder Bernius


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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

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Johann Sebastian Bach

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BWV 120 „Gott, man lobet dich in der Stille zu Zion“

Ratswahlkantate BWV 120

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Hana Blazíková, Sopran
Robin Blaze, Countertenor
Satoshi Mizukoshi, Tenor
Peter Kooij, Bass

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Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki


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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

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Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html 

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

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Kantate um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Georg Philipp Telemann:

„Deus judicum tuum regi da“ TWV 7:7

Thomanerchor Leipzig,

Leitung: Georg Christoph Biller 

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10:00  Uhr – Kantaten-Gottesdienst

Georgenkirche Eisenach 

Der Bachchor Eisenach unter Leitung von Christian Stötzner singt die

Bach-Kantate BWV 80  “Ein feste Burg ist unser Gott”.

Der Gottesdienst wird live auf mdr -figaro sowie im Internet übertragen.


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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik  Auszüge aus dem Programm:
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Die Bach-Kantate:
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„Ich hatte viel Bekümmernis“, Kantate, BWV 21
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Barbara Schlick, Sopran; Kai Wessel, Countertenor;
Guy de Mey, Tenor; Klaus Mertens, Bass;
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Amsterdam Baroque Choir and Orchestra: Ton Koopman
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Videos mit Bach-Kantaten:
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/ YouTube: BWV 21 –  „Ich hatte viel Bekümmernis“  –  (Interpret: Suzuuki)

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./ YouTube: BWV 54  –  “Widerstehe doch der Sünde “  – (Interpret: Leonhardt)

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/ YouTube: BWV 80 –  „Ein feste Burg ist unser Gott“   –  (Interpret: André VANDERNOOT)

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/ YouTube: BWV 120 –  „Gott, man lobet dich in der Stille zu Zion“   –  (Interpret: Harnoncourt)

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/ YouTube: BWV 150 –  „Nach dir, Herr, verlanget mich“   –  (Interpret: EBS)

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Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen.

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Kantaten-Beschreibung BWV 22 – Jesus nahm zu sich die Zwölfe.

Kantatenfür den Sonntag  „Estomihi“  

Aufführungsort:  King’s College Chapel, Cambridge    am 5. März 2000

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Dieses Konzert war in vielerlei Hinsicht bedeutsam. Zum einen enthielt es die beiden ‚Prüfungsstücke’ Bachs für das Amt des Kantors an der Leipziger Thomaskirche, BWV 22 und BWV 23, die gemeinsam in einem Gottesdienst am 7. Februar 1723, jeweils vor und nach der Predigt, aufgeführt werden sollten. Da zum anderen Quinquagesima der letzte Sonntag vor der Fastenzeit war, bot sich den Leipzigern vor der vorgeschriebenen, tempus clausum genannten Karenzzeit, die bis zur Vesper am Karfreitag dauern würde, die letzte Gelegenheit, Musik in der Kirche zu hören, und Bach schien entschlossen, sie mit Musik – vier Kantaten – in die Fastenzeit zu schicken, die sie nicht so leicht vergessen würden. Drittens fiel Quinquagesima 2000 zufällig auf den 5. März, an dem ich sechsunddreißig Jahre zuvor als Student zum ersten Mal Monteverdis Vesper von 1610 in der King’s College Chapel dirigiert hatte. Der Monteverdi Choir wurde an jenem Abend gegründet. Ich freute mich, an diesem Jahrestag zur King’s Chapel zurückzukehren und die Chöre des College, aus denen ich die ersten Monteverdi-Sänger rekrutiert hatte, einzuladen, mit uns gemeinsam die Choräle zu Beginn des Konzerts zu singen. Die King’s Chapel schien auf die Musik mit ihrer einzigartigen gotischen Alchemie zu wirken, wenngleich man sich, wie immer, vor dem heimtückischen ‚Schwanz’ ihres langen Nachhalls zu hüten hatte, der selbst das bodenständigste Musizieren zu verschnulzen drohte. 

Das Lukas-Evangelium für Quinquagesima erzählt zwei verschiedene Episoden, zum einen wie Jesus den Jüngern die ihm bevorstehende Passion ankündigt, zum anderen wie ein blinder Bettler in der Nähe von Jericho wieder sehend gemacht wird. Bach verarbeitet die erste Episode in BWV 22 Jesus nahm zu sich die Zwölfe, dessen autographe Partitur darauf hindeutet, dass das Werk in aller Eile in Leipzig komponiert wurde; und die zweite in BWV 23 Du wahrer Gott und Davids Sohn, das vermuten lässt, es sei schon in Köthen entstanden. BWV 22 verwendet Tanzrhythmen und zollt in seinem abschließenden Chorsatz – einem elegant fließenden moto perpetuo – Johann Kuhnau, seinem Vorgänger an der Thomaskirche, stilistischen Tribut.

Das Werk beginnt mit einem flüssigen Arioso für Tenor (Evangelist) und Bass (vox Christi) mit Oboe und Streichern und bricht in einen nervösen fugierten Chor aus, der das Unverständnis der Jünger in dem denkwürdigen Kommentar zusammenfasst: ‚Sie aber vernahmen der [Worte] keines und wussten nicht, was da gesaget war’. Man könnte in diesen Satz eine ironische Prophezeiung hineinlesen, wie Bachs neues Leipziger Publikum im Laufe der folgenden sechsundzwanzig Jahre auf seine schöpferischen Verlautbarungen reagieren würde – da immerhin greifbare Indizien oder Beweise für eine ihm entgegengebrachte Würdigung fehlen: weder rasende Begeisterung noch tiefes Verständnis oder offene Missbilligung. Zwei auf Tänzen basierende Arien folgen: Eine grambeladene Gigue im 9/8-Takt für Alt mit obligater Oboe (Nr. 2), eine behutsam vorgetragene Bitte, den Heiland auf seiner spirituellen Reise nach Jerusalem begleiten zu dürfen, und ein Passepied für Tenor und Streicher (Nr. 4), ein Gebet um Mut und Hilfe im Bestreben, dem Fleisch zu entsagen. Die Kantate schließt mit einem piacevole Choralsatz über einem Laufbass, der ein Symbol für den Weg der Jünger zur Erfüllung ist – nichts, was hier Argwohn wecken oder die Gemeinde aus der Fassung hätte bringen können. Im Vergleich zu manchen blumenreichen Texten und unerfreulichen Bildern, die Bach im weiteren Verlauf seines ersten Amtsjahres vertonte, ist dieses Libretto erfrischend direkt und handwerklich solide – vielleicht ein ‚vorgegebener Text’, den ihm seine klerikalen Prüfer zugeteilt hatten? 


© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier


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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den  Sonntag  Estomihi              

Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner  

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 .  Künstler-Beitrag –               

Link:   Künstler-Meinungen; Nathalie Stutzmann, Alt   .Nathalie Stutzmann, Alt

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CD –  für   den  Sonntag  Estomihi..SDG 118 –  Vol. 21 CD 1————-.

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Cover:

CD SDG 153
Vol. 20
CD – eins –
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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 118, Vol. 21

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..CD – Inhalt CD eins – SDG 118 Vol. 21..

.CD –

BWV 22 – Jesus nahm zu sich die Zwölfe
BWV 23 – Du wahrer Gott und Davids Sohn
BWV 127 – Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott
BWV 159 – Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem
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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

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Grüße

Volker

News aus der Klassikszene: Februar 2012


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Klassik-News Stand 23.02.2012

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Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795)

 Unbekanntes Bach-Werk in Marburg entdeckt…!!

Im Hessischen Musikarchiv in Marburg ist ein bislang unbekanntes Werk von
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– (Bückeburger-Bach 1732-1795) – aufgetaucht,
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dem zweitjüngsten Sohn des großen Komponisten Johann Sebastian Bach.
Weitere umfangreiche Angaben dazu können in der FAZ nachgelesen werden.
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Link zur FAZ:
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Symposium “Bach als Lutheraner” vom 24.-28. Februar 2012 in Eisenach

Eisenach. Bei einer Tagung sind die Teilnehmer meist unter sich. Anders bei dem Symposium unter dem Motto “Bach als

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Lutheraner”, das vom 24. bis 28. Februar in Eisenach stattfindet.

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Hier wird zu Ausstellungs-Eröffnungen, Konzerten, einem Kantaten-Gottesdienst und Theater-Aufführungen im Rahmen des Symposiums öffentlich eingeladen. Karten gibt es jeweils an der Abendkasse, für die Kirchen-Konzerte sind sie auch im Stadtkirchenamt und im Tagungsbüro des Symposiums im Diakonissenmutterhaus am Karlsplatz erhältlich.

Mit einem Kantatengottesdienst beginnt das Programm am Sonntag (26. Februar, Georgenkirche, 10.00 Uhr). Der Bachchor Eisenach unter Leitung von Christian Stötzner singt die Bach-Kantate “Ein feste Burg ist unser Gott”. Interessierte können sich bis Samstag zum Mitsingen anmelden. Die Predigt hält Propst Reinhard Werneburg. Der Gottesdienst wird live auf MDR Figaro sowie im Internet übertragen. Um 20 Uhr wird ebenfalls in der Georgenkirche zu einem Festkonzert mit dem Motto “Durch Finsternis zum Licht” eingeladen. Die Gruppe “amarcord”, im Jahr 1992 von ehemaligen Mitgliedern des Leipziger Thomanerchores gegründet, zählt heute zu den weltweit führenden Vokalensembles. Unverwechselbarer Klang, atemberaubende Homogenität, musikalische Stilsicherheit und eine gehörige Portion Charme und Witz sind die besonderen Markenzeichen dieses Ensembles.

Weitere Informationen: 

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http://www.jenapolis.de/2012/02/symposium-bach-als-lutheraner-24-28-februar-mit-offentlichen-veranstaltungen-in-eisenach/

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Schubert Schwanengesang

 YouTube-Video, Franz Schubert, Schwanengesang

(mit James Gilchrist und Anna Tilbrook) dazu gibt es einen ausführlichen Artikel im Blog..!!

Link:

https://meinhardo.wordpress.com/2011/10/31/cd-vorstellung-schubert-die-winterreise-mit-james-gilchrist-und-anna-tilbrook/

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Franz Schubert (1797–1828)

Der Schwanengesang ist eine Sammlung von Liedern des Komponisten Franz Schubert (1797–1828). Die Lieder entstanden August bis Oktober 1828. Die Werkzusammenstellung beinhaltet vertonte Gedichte von Ludwig Rellstab, Heinrich Heine und eins von Johann Gabriel Seidl. Da es sich um Schuberts letzte größere Komposition handelt, erhielt die postum veröffentlichte Sammlung nachträglich den Namen Schwanengesang, traditionell die Bezeichnung für das letzte Werk eines Künstlers…..

Zum YouTube-Video:

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Film "DIE THOMANER"

 Für Kino-Freunde in OWL

der Film „DIE THOMANER“ geht in Bielefeld in die Verlängerungswoche und wird voraussichtlich bis Mittwoch, 29. Februar 2012 im

Kino Lichtwerk, Ravensberger Park, gezeigt.

Online-Buchung: 

http://www.lichtwerkkino.de/programm-reservierung/termine-reservieren.html

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In der ZDF-Mediathek sind über die Thomaner weitere Film-Beiträge aufrufbar:

Link: 

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst/#/suche/Filme%20Thomaner

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Grüße

Volker

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag „Estomihi“


Bach-Kirche in Arnstadt / Thüringen

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  19.02.2012 

begehen wir den Sonntag   „Estomihi“

Der Name des Sonntags leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: esto mihi in lapidem fortissimum et in domum munitam ut salves me (Ps 31, 3b).

Der Sonntag Estomihi oder Quinquagesimae (der Fünfzigste) beginnt nun, die Spannung wieder zu steigern, indem er auf das Leiden als einen wichtigen Bestandteil der Erlösung und der Nachfolge betont. Das Evangelium des Sonntags enthält zwei wichtige Aussagen: die Leidensankündigung Jesu und der Aufruf zur Nachfolge unter dem Kreuz: „Wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird’s erhalten.“ (Mk 8, 35b). Wichtig in dieser Woche ist, dass die Fastenzeit am Aschermittwoch beginnt. In manchen Gegenden ist der Karneval jetzt im vollen Schwung, was sicher auch im kirchlichen Geschehen ein Echo finden kann.

In der Woche des Sonntags Estomihi beginnt mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit. Wir denken nun besonders an den Weg Jesu zum Kreuz und erfahren, dass sich Nachfolge auch durch Leid hindurch vollzieht. In den Armen und Unterdrückten dieser Welt wird deutlich, warum Jesus selbst den Weg des Leidens gehen musste.

Wochenspruch: Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. (Lk 18, 31)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für  den  Sonntag   „Estomihi“.

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BWV 22 – Jesus nahm zu sich die Zwölfe
BWV 23 – Du wahrer Gott und Davids Sohn
BWV 127 – Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott
BWV 159 – Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik-Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach.

BWV 22  „Jesus nahm zu sich die Zwölfe“ Kantate zum Sonntag Estomihi

für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Chor und Orchester der

Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

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Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

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Geistliche Musik

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Johann Sebastian Bach:

.Kantate BWV 127  „Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott“

Martina Lins, Sopran / Markus Brutscher, Tenor
Hans-Georg Wimmer, Bass
Rheinische Kantorei / Das Kleine Konzert
Ltg.: Hermann Max


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

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Kantate:

Johann Sebastian Bach:

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BWV 22  „Jesus nahme zu sich die Zwölfe“

Markus Forster (Altus)
Johannes Kaleschke (Tenor)
Ekkehard Abele (Bass)

Chor und Orchester der Johann Sebastian Bach Stiftung St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz


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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

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Johann Sebastian Bach

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BWV 22 „Jesus nahm zu sich die Zwölfe“

Kantate am Sonntag Estomihi

Claudia Schubert, Alt
James Oxley, Tenor
Peter Harvey, Bass

Monteverdi Choir
Cambridge Choir of Clare Colleges
Cambridge Choir of Trinity Colleges

English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

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Passacaglia für Orgel c-Moll BWV 582
Matthias Eisenberg


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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

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Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html 

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

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Kantate

Johann Sebastian Bach:

BWV 23 „Du wahrer Gott und Davids Sohn“ 

Knabensopran und -alt des Thomanerchores,

Martin Petzold, Tenor; Wolf Matthias Friedrich, Bass
Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig,

Leitung: Georg Christoph Biller


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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik  Auszüge aus dem Programm:
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Die Bach-Kantate:

BWV 23  „Du wahrer Gott und Davids Sohn“
Kantate zum Sonntag Estomihi
Gerlinde Sämann, Sopran; Melinda Paulsen, Alt; Kobie van Rensburg, Tenor;
Christian Hilz, Bass; Heinrich Schütz Ensemble;
Monteverdi-Orchester
Leitung: Wolfgang Kelber
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Videos mit Bach-Kantaten:
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/ YouTube: BWV 22 –  „Jesus nahm zu sich die Zwölfe“   –  (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV 23  –  “ Du wahrer Gott und Davids Sohn“   – (Interpret: Herreweghe)

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./ YouTube: BWV 127  –  „Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott“   – (Interpret: Karl Richter).

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/ YouTube: BWV 159 –  „Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem“   –  (Interpret: Leonhardt)

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/ YouTube: BWV 159 –  „Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem“   –  (Interpret: Herreweghe)

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Kantaten-Beschreibung BWV 159 – „Sehet! Wir gehn hinauf  gen Jerusalem.

Kantatenfür den Sonntag  „Estomihi“  

Aufführungsort:  King’s College Chapel, Cambridge    am 5. März 2000

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Dieses Konzert war in vielerlei Hinsicht bedeutsam. Zum einen enthielt es die beiden ‚Prüfungsstücke’ Bachs für das Amt des Kantors an der Leipziger Thomaskirche, BWV 22 und BWV 23, die gemeinsam in einem Gottesdienst am 7. Februar 1723, jeweils vor und nach der Predigt, aufgeführt werden sollten. Da zum anderen Quinquagesima der letzte Sonntag vor der Fastenzeit war, bot sich den Leipzigern vor der vorgeschriebenen, tempus clausum genannten Karenzzeit, die bis zur Vesper am Karfreitag dauern würde, die letzte Gelegenheit, Musik in der Kirche zu hören, und Bach schien entschlossen, sie mit Musik – vier Kantaten – in die Fastenzeit zu schicken, die sie nicht so leicht vergessen würden. Drittens fiel Quinquagesima 2000 zufällig auf den 5. März, an dem ich sechsunddreißig Jahre zuvor als Student zum ersten Mal Monteverdis Vesper von 1610 in der King’s College Chapel dirigiert hatte. Der Monteverdi Choir wurde an jenem Abend gegründet. Ich freute mich, an diesem Jahrestag zur King’s Chapel zurückzukehren und die Chöre des College, aus denen ich die ersten Monteverdi-Sänger rekrutiert hatte, einzuladen, mit uns gemeinsam die Choräle zu Beginn des Konzerts zu singen. Die King’s Chapel schien auf die Musik mit ihrer einzigartigen gotischen Alchemie zu wirken, wenngleich man sich, wie immer, vor dem heimtückischen ‚Schwanz’ ihres langen Nachhalls zu hüten hatte, der selbst das bodenständigste Musizieren zu verschnulzen drohte. 

Als Abschluss sah dieses Quinquagesima-Programm BWV 159 „Sehet! Wir gehn hinauf gen Jerusalem“ vor, ein fünfsätziges Stück auf einen Text von Picander, das am 27. Februar 1729 uraufgeführt worden war. Es beginnt gewissermaßen in medias res mit einem Dialog zwischen Jesus (den Bass-Solisten), der die Worte aus dem Lukas-Evangelium (18, 31) spricht: ‚Sehet! Wir gehn hinauf gen Jerusalem’, und der Seele des Christen (Alt), die den Heiland anfleht, diesen Weg nicht zu gehen: ‚Dein Kreuz ist dir schon zugericht’… die Bande warten dein’. Der Alt wird von allen Streichern begleitet, während die Worte des Basses mit einem bruchstückhaften Laufbass unterlegt sind, der nach einem Septimensprung abwärts plötzlich einhält, als bliebe Jesus stehen, wende sich zu seinen Jüngern um und versuche, sie auf die ihm bevorstehende Prüfung und seinen Tod vorzubereiten. Wieder ist sofort die Nähe zur Mattäus-Passion zu spüren – das gleiche, an Magdalena erinnernde Ergießen von Gram und Empörung (‚Ach Golgotha, unsel’ges Golgotha!’), derselbe Librettist, der gleiche ehrhabene Ton, die gleiche Intensität des Ausdrucks.

Die Ähnlichkeiten setzen sich im zweiten Satz fort: Eine fließende 6/8-Arie für Alt und Continuo gleicht dem sechsten Vers des berühmen Passionschorals ‚O Haupt voll Blut und Wunden’ von Paul Gerhardt (1656), der von den darüber liegenden Sopranstimmen gesungen wird. Der vierte Satz beginnt mit den Worten ‚Es ist vollbracht’ – dass Bach diese Worte zweimal vertont hat, einmal in der Johannes-Passion und dann in dieser Kantate, beide Male auf so denkwürdige Weise und mit einem überwältigenden, doch unverwechselbaren Pathos, ist erstaunlich.

In dieser Version der Kantate in B, für Oboe, Streicher und Bass solo, scheint die Zeit fast still zu stehen, ein feierlicher Friede durchstrahlt das Werk, wenn Christus sich in sein Schicksal ergibt. Das mag zum Teil auf den ungewöhnlichen Reichtum von Bachs harmonischer Sprache zurückzuführen sein – eine häufige Betonung der Tonart der Subdominante, sogar der Subdominante der Subdominante! Der abschließende Choral ist die Vertonung einer Strophe von Paul Stockmanns Passionsgedicht ‚Jesu Leiden, Pein und Tod’ (1633) zu der zarten Melodie von Vulpius mit wunderbar beglückenden chromatischen Harmonien über einer lyrischen Basslinie. 

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier


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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den  Sonntag  Estomihi              

Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner  

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 .  Künstler-Beitrag –               

Link:   Künstler-Meinungen; Nathalie Stutzmann, Alt   .Nathalie Stutzmann, Alt

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CD –  für   den  Sonntag  Estomihi..SDG 118 –  Vol. 21 CD 1————-.

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Cover:

CD SDG 153
Vol. 20
CD – eins –
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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 118, Vol. 21

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..CD – Inhalt CD eins – SDG 118 Vol. 21..

.CD –

BWV 22 – Jesus nahm zu sich die Zwölfe
BWV 23 – Du wahrer Gott und Davids Sohn
BWV 127 – Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott
BWV 159 – Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem
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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

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Grüße

Volker

Hintergründe, Aktuelles und Religiöses zum „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner – Vortrag im NF Haus in Wuppertal


Ein 2-teiliger Vortrag im Naturfreundehaus Wuppertal-Ronsdorf
Luhnsfelder Höhe 7 / 42369 Wuppertal
am 07+14. März 2012 / 19.00 Uhr
von
Claudia von Felbert
RW

Richard Wagner 1813-1883

Diese Idee entstammte ausgerechnet einer Diskussion über ein religiöses Buch und ich freue mich, dass sich einige Interessierte gefunden haben, tiefer in das größte Bühnenwerk der Geschichte einzutauchen. Wir werden uns nicht nur auf die Reise in den Sagenwelt-Mix des Mittelalters begeben, sondern auch die ewigen Schwächen der Menschheit musikalisch neu entdecken,  Wagners religiöse Verpackung öffnen und seine Gedanken zur Umweltzerstörung erahnen.

Die Musik kommt garantiert auch nicht zu kurz und Wagners Leitmotivik wird uns bestimmt oftmals in Staunen versetzen. Wer dann total angefixt ist und vor 15h Musik und plattgesessenem Hintern keine Angst hat, kann sich Ende Juni 2012 den kompletten Ring im Aalto-Theater in Essen ansehen.

Musikalische oder musiktheoretische Kenntnisse sind nicht erforderlich. Eintritt frei!!!

http://www.naturfreunde-wuppertal.de/

http://www.aalto-musiktheater.de/abo-reihen/das-ring-abo-beinhaltet-alle-vier-vorstellungen-des-buehnenfestspiels-der-ring-des-nibelungen.htm

Wahnfried

"Wo mein Wähnen Frieden fand, Wahnfried sei dieses Haus von mir benannt" 🙂