Archiv der Kategorie: Bach-Kantate

J.E. Gardiner – Label – SDG 705 veröffentlicht CD von Johannes Brahms Symphonie No: 4


Screenshot: Label - SDG 705 Brahms Symphonie 4 (1 CD)

 

 

Vom Label SDG erscheint die CD „SDG 705″ von Johannes Brahms die Symphonie No: 4.

CD-Inhalte, (eine CD) für £ 12.99

Ludwig van Beethoven 1770-1827
Overture, Coriolan Op.62 (1807)

Giovanni Gabrieli c.1554/7-1612
Sanctus & Benedictus a 12

Heinrich Schütz 1585-1672
Saul, Saul, was verfolgst du mich? SWV 415

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Cover: CD - SDG 705 - vom Label: SDG - J.E. Gardiner Brahms Symphonie Nr.4

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Hörproben Brahms 4

DG 705 – Brahms Symphony 4
2.  Gabrieli – Sanctus & Benedictus a 12 Stream Audio
3.  Schütz – Saul, Saul, was verfolgst du mich?
– SWV 415 (1650)
Stream Audio
10.  Brahms – Symphony No.4 in E minor Op.98 (1885)
– I Allegro non troppo
Stream Audio

Play the bit stream tracks with your media player (Real Player). To get a media player click on the icon below.

 

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Johann Sebastian Bach 1685-1750
from Nach dir, Herr, verlanget mich BWV 150 (c.1708-9)
No.6 Meine Augen sehen stets zu dem Herrn
No.7 Ciacona: Meine Tage in den Leiden

Johannes Brahms 1833-1897

Geistliches Lied Op.30 (1865)
arr. Gardiner for mixed chorus and strings

Fest- und Gedenksprüche Op.109 (1889)
1. Unsere Väter hofften auf dich
2. Wenn ein starker Gewappneter
3. Wo ist ein so herrlich Volk

Johannes Brahms Symphony No.4 in E minor Op 98 (1885)

I Allegro non troppo
II Andante moderato
III Allegro giocoso
IV Allegro energico e passionato

(recorded: the Salle Pleyel, Paris
and the Royal Festival Hall, London)

Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Monteverdi Choir | John Eliot Gardiner

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PDF – Das Booklet enthält ein Gespräch zwischen John Eliot Gardiner und Komponist Hugh Wood,
zu erläutern, wie die Stücke sich aufeinander beziehen und gibt einen bewegenden Bericht über Brahms als
Komponist und als Mensch.

Click here for a German Translation of the sleeve notes.

Link zum Partner-Shop zur CD Brahms 4:

Link: –  h i e r – anklicken..!!

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oder bei SDG nachstehend!

http://www.solideogloria.co.uk/shop/index.cfm?CFID=4164424&CFTOKEN=58079122

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Eine Rezension zu Brahms 4 von „Rondo-Musikmagazin“

Es ist vollbracht. Mit der einspielung der vierten sinfonie bestätigt sich, dass John eliot Gardiners Brahms-Zyklus der wichtigste seit mindestens zwanzig Jahren sein dürfte: Gardiners Prinzip, die verwurzelung Brahms’ in der deutschen Musiktradition nicht nur durch seine Interpretation, sondern auch durch die Kombination mit Chor- und Orchesterwerken von Bach bis Mendelssohn zu zeigen, bewährt sich erneut. Bezugspunkt ist diesmal neben Beethovens »Coriolan«-Ouvertüre und Chorschnipseln von schütz und Gabrieli natürlich der Teil der Bach-Kantate »nach Dir herr«, der Brahms zum Finale der vierten inspirierte – klar, dass Gardiner die Basslinie dieser Chaconne besonders herausstreicht. entscheidend ist jedoch, dass diese schau von Musikbeispielen am ende tatsächlich in einer Interpretation der vierten zusammenfließt und die nervöse spannung der »Coriolan«-Ouvertüre in den überraschend schnell genommenen Kopfsatz der vierten überzuschwappen scheint. Bei Gardiner herrschen eine Klarheit und eine eiserner Zugriff, die oft an Toscanini denken lassen – und statt melancholischer Opulenz hört man, wie in Brahms’ sinfonien klassische Form, barocke Kontrapunktik und romantisches sehnen zusammenfließen. Das ist nicht die Musik eines greisen Rauschebarts, sondern eines Komponisten im unruhestand, der seinen schöpferischen und emotionalen Überschwang etwa im Finale durch die Wahl der strengstmöglichen Grundform fast gewaltsam zügeln muss und der noch Ideen genug für die nächsten fünf sinfonien gehabt hätte.

Autor: Jörg Königsdorf

(www.rondomagazon.de)

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Grüße

Volker

J.S. Bach-Stiftung veröffentlicht auf YouTube das BWV 191 – Gloria in excelsis Deo


Screenshot von der J.S. Bach-Stiftung St.Gallen BWV 191 "Gloria in excelsis Deo"

Nun kommt endlich meine angekündigte Vorstellung der DVD – BWV 191 „Gloria in exelesios Deo“ – veröffentlicht von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen Schweiz. Zeitnah wurde diese von mir erworbene DVD vor einigen Tagen auf YouTube von der Bachstiftung veröffentlicht.

Auf der Facebookseite der Bachstiftung:

Link: http://www.facebook.com/bachstiftung

sind bereits zustimmende Kommentare verfasst worden.

Von YouTube stelle ich das Video der Bachstiftung nachstehen als eine Seh- und Hörprobe zur Verfügung. Angeboten wird der 1.Satz (coro) aus der Kantate BWV 191 („Gloria in excelsis deo“), aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen. Weitere Informationen zur Bachstiftung unter: www.bachstiftung.ch dort ist der Online-Shop der Bachstiftung zum Bezug weiterer DVD’s zu erreichen.

Ich möchte zu der Bachstiftung nähere Angaben – entnommen aus ihre Web-Seite – hier angeben:

Die J. S. Bach-Stiftung führt in den nächsten 20 Jahren das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf.

Gründung im Jahr 1999

Das Vorhaben, das gesamte Vokalwerk von J. S. Bach aufzuführen, nahm im Jahr 1999 seinen Ursprung. Damals taten sich der Musiker Rudolf Lutz und der Privatbankier Konrad Hummler zusammen. Aus privaten Mitteln wurde der Grundstock der J. S. Bach-Stiftung St.Gallen geäufnet. Das erste Konzert fand 2006 statt.

Jeden Monat wird im appenzellischen Trogen (CH) eine der über 200 Kantaten von Bach gespielt.

Die Konzerte werden durch musikalisch-theologische Einführungs-Workshops sowie Reflexionen von Persönlichkeiten aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen abgerundet. Sämtliche Aufführungen erscheinen auf DVD. Das Ensemble „Schola Seconda Pratica“ und die Gesangssolisten werden von Rudolf Lutz geleitet.

Ein Projekt gigantischen Ausmasses

  • Aufführung des ganzen Vokalwerks von J. S. Bach
  • Ein Konzert pro Monat ergibt eine Projektdauer von etwa 25 Jahren
  • Alle Konzerte werden auf alten Instrumenten gespielt
  • Der musikalische Leiter Rudolf Lutz bürgt für höchste Qualität
  • Ergänzende Workshops und Reflexionen zu Text und Musik
  • Jede Aufführung erscheint auf DVD, die Texte in einer „Bach-Anthologie“
  • Die Gesamtaufführung ist ausschliesslich von privater Hand finanziert

Weiterführende Angaben können auf der o.a. Webseite der Bach-Stiftung entnommen werden.

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DVD Bachstiftung BWV 191 Weinachtskantate "Gloria in Excelsis Deo"

DVD – BWV 191 „Gloria in Excelsis Deo“

Kantate BWV 191 zum 1. Weihnachtstag für Sopran und Tenor, Vokalensemble, Trompeten I–III, Pauken, Flauto traverso I+II, Oboe I+II, Fagott, Streicher und Continuo

Solisten:
Gerlinde Sämann, Sopran; Johannes Kaleschke, Tenor; Vokalensemble der Schola Seconda Pratica; Trompete: Patrick Henrichs, Peter Hasel, Klaus Pfeiffer, Violine: Renate Steinmann (Konzertmeisterin).

Leitung: Rudolf Lutz.

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Die oben erwähnte DVD wird im Online-Shop für 35 SFR angeboten. Ich habe für die DVD inclusive Versand (4,50 €) – insgesamt 29,50 EURO über eine mitgelieferte Rechnung bezahlt.

Was mir bei der DVD sofort aufgefallen ist, ist die liebevoll gestaltete Albumhülle mit versehenen Notenhinweisen – die durch einen musikalisch-theologischen Einführungs-Workshop auf der DVD nachvollzogen werden kann. Das Vokalensemble der Schola Seconda Pratica  in dem BWV 191 besteht aus 18 Sänger/innen. Dieser schlanke Chor besitzt eine hohe Gesangs-Kultur und ist immer  in der Lage, das wörtliche Geschehen auch stimmlich zu artikulieren und umzusetzen, so dass es ein perfekter Kunstgenuss wird. Die drei Trompeter mit Naturhörnern besetzt – sind ein Traum und passen sich der Gesamtaufführung mit einer bewundernswerten klanglichen Einheit mit ein. Das Orchester spielt auf historischen Instrumenten und gibt diesem Bachwerk die richtige Würze, es ist ein barocker Klang von immenser Schönheit, das Spiel wirkt getragen und von Hetze keine Spur. Dies alles liegt in profunden Händen eines großartigen Interpreten und Bach-Kenners „Rudolf Lutz.“  Was er sich da mit seiner Ensemble-Schar vorgenommen ist schon bewundernswert alle ca. 200 Bach-Kantaten in einem Zeitraum von 25 Jahren aufzuführen, dafür wünsche ich allen Beteiligten das entsprechende Stehvermögen und weiteren Enthusiasmus, das alles als ein Bach-Gesamtwerk zu vollenden.

Der Bach-Freund ist darüber beglückt wieder einmal eine neue Gelegenheit zu besitzen, die Bach-Kantaten von einem Bach-Interpreten aus der Schweiz zu hören und zu besitzen. Ich bin ein beseelter Fan von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen geworden und fiebere schon jeder neuen DVD-Veröffentlichung entgegen. Ich würde mich freuen, wenn durch diese Aktion:  Konzerteinführung-Workshops und Reflexionen zu Text und Musik – neue junge Bach-Besucher angesprochen und mit den Werken von J.S. Bach konfrontiert werden können, das wäre ganz im Sinne der Bach-Stiftung und ihrer Aufgabenstellung. Bemerkenswert, das der Konzertbesucher die Kantate zwei Mal zu Gehör gebracht bekommt.

Auf der DVD ist jeweils ein Workshop mit Reflexion zu Text und Musik von Kennern der Bach-Materie – von ca. 60 Min. Gesamtdauer – vorhanden. Schon aus diesem Grund möchte ich jedem Bach-Freund nur wärmstens empfehlen, sich die DVD im Shop der BachStiftung zu erwerben.

Mit herzlichen Bach-Grüßen

Volker

SDG-Index für veröffentlichte CDs der Cantata Pilgrimage 2000


Volkers Klassikseiten J.S. Bach / Bach Cantata Pilgrimage 2000

Beitrag zu Volkers Klassikforum J.S. Bach:

Wie schön, dass mit der Gardiner-Pilgrimage-Reihe der geistlichen Kantaten des J. S. Bach, die – soweit mir bekannt – erste CD-Serie eines namhaften Dirigenten vorliegt, bei der alle Kantaten eines Sonn- oder Feiertags auf einem Tonträger zusammengefasst sind. Warum vor dem „Sir“ noch niemand auf diese ebenso lobenswerte wie sehr naheliegende Idee gekommen ist, ist mir ein Rätsel. Umso besser, wenn diese Edition auch noch künstlerisch optimale und technisch perfekte Aufnahmen mit einem der besten Dirigenten unserer Zeit liefert.

Um mir das Auffinden der „richtigen“ CD mit den Kantaten zum „entsprechenden“ Sonntag zu erleichtern, habe ich die Kantaten dem chronologischen Ablauf eines Kirchenjahres zugeordnet. Wem dies bei der CD-Suche ebenfalls eine Hilfe wäre, kann sich die beiliegende Aufstellung (pdf-Format) ausdrucken. Zudem kann die Tabelle in der letzten Spalte um weitere vorhandene Aufnahmen ergänzt werden. Außerdem füge ich für Nicht-Kirchgänger, denen – wie mir – beispielsweise bei den vielen Sonntagen nach Trinitatis die in der Tat leicht zu verlierende Übersicht abhanden kommt, eine Zusammenstellung bei, die die Festtage des Kirchenjahres mit aktuellem Tagesdatum versieht. Diese Daten habe ich der Seite www.das kirchenjahr.de entnommen und die Tabelle auf die mich interessierenden Informationen verkürzt.

Ein PDF-Index der SDG-CD’s  entsprechend dem Sonntag im Kirchenjahr ist nachstehend abrufbar zum Download und Drucken:

Volkers Klassikseiten Gardiner_Pilgrimage_SDG_CDs_Index

Kirchenkalender die Sonn- und Feiertage im Kirchenjahr 2009-2010

Beide Übersichts-Seiten werde ich bei Bedarf aktualisieren und auf dieser Seite veröffentlichen.

Mit besten Grüßen,

Werner K.

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P.S. Als eine sinnvolle Ergänzung zu Werner’s fantastischen Angaben stelle ich allen die PDF-Vorlage als Index mit den CD-Angaben und BWV vom Label „Soli-Deo-Gloria“ aus England zum Download und Ausdrucken bereit.

Index von SDG: Seite eins BWV und CDs Index SDG Cantata Pilgrimage

Index von SDG: Seite zwei BWV und CDs Index Cantata Pilgrimage

Eine Terminübersicht der Cantata Pilgrimage 2000-Tour gibt es nachstehend:

Link: https://meinhardo.wordpress.com/2008/01/19/termin-tourenplan-der-konzerte-im-bachjahr-2000-von-je-gardiner-und-monteverdi-choir/

Grüße Volker

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J.S.Bach-Stiftung St. Gallen veröffentlicht auf YouTube BWV 166 – Arie 2. Satz


Shop: J.S. Bach-Stiftung St. Gallen Eine Neuveröffentlichung der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen /    Schweiz liegt vor. Kantate BWV 166 „Wo gehest du hin?“

Auf  YouTube ist der zweite Satz (Tenor-Arie) aus der Kantate BWV 166 „Wo gehest du hin?“, aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen zu sehen. Als Solist wirkt mit als Tenor: „Gerd Türk.“

Weitere Informationen zur Bachstiftung unter:

Link:  www.bachstiftung.ch

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Zum Shop der Bachstiftung:

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/

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YouTube-Video

Kantate BWV 166; 2. Satz Arie für Tenor:

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News:

Die J. S. Bach-Stiftung hat eine neue Solistin verpflichtet: Die Sopranistin Julia Sophie Wagner wurde in München geboren und lebt in Leipzig. Ihr Tätigkeitsschwerpunkt liegt im Konzertfach. Zum ersten Mal tritt Julia Sophie Wagner am 10. September 2010 am Kantatenabend in Trogen auf. Die gesamte Biografie der Sängerin finden Sie hier:

http://www.bachstiftung.ch/mitwirkende/solisten/2010/julia_wagner_sopran/

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Über meine bereits erworbene DVD werde ich noch gesondert darüber berichten. Schaut Euch einmal den Bach-Shop der Bach-Stiftung an, DVD-Liebhaber werden herrliche Bach-Kantaten vorfinden.

Grüße Volker



MDR-Figaro Abschlusskonzert – Bach und seine Städte am 28. Juli 2010


28.7.2010 LIVE !

MDR Figaro

20-22:30 Uhr
ARD Radiofestival 2010

Thomaskirche Leipzig

Traditionell an Bachs Todestag, am 28. Juli, endet die Reihe „Johann Sebastian Bach und seine Städte“ mit einem Konzert in der Leipziger Thomaskirche.

Johann Sebastian Bach: Drei Contrapuncti aus „Die Kunst der Fuge“ BWV 1080
Johann Sebastian Bach: „O Ewigkeit, du Donnerwort“,

Kantate BWV 60

Robert Schumann: Requiem Des-Dur op. 148

Johann Sebastian Bach: „Du Friedefürst, Herr Jesu Christ“, Kantate BWV 116
Johann Sebastian Bach: „Vor deinen Thron tret’ ich hiermit“ BWV 668 (Bearb. von H. Breuer)

Ausführende:
Monika Eder, Sopran; Susanne Langner, Mezzosopran; Martin Lattke, Tenor; Daniel Ochoa, Bass
Leipziger Vocalensemble, Thüringisches Kammerorchester Weimar, Leitung: Georg Christoph Biller
(Live aus der Thomaskirche Leipzig, MDR MUSIKSOMMER)

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In der Sendung enthalten: Eine Aufzeichnung vom 27. Juli 2010, Bachsaal, Köthen, Teilwiedergabe MDR MUSIKSOMMER 2010

Bachsaal Schloss Köthen

Werke von Johann Sebastian Bach und Robert Schumann
Alina Ibragimova, Violine; Cédric Tiberghien, Klavier

Seit vielen Jahren gehört die Reihe „Johann Sebastian Bach und seine Städte“ zu den beliebtesten Konzertreihen des MDR MUSIKSOMMER. Jeweils für eine Woche im Juli finden Konzerte entlang der Wirkungsstätten Bachs statt, in diesem Jahr beginnend in Eisenach, Arnstadt und Dornheim über Mühlhausen, Erfurt, Weimar, Meiningen und Köthen. Zur Aufführung kommt in diesem Jahr, am 260. Todestag von Bachs, neben den Werken des großen Thomaskantors auch das Requiem von Robert Schumann, dessen 200. Geburtstages die Musikwelt in diesem Jahr gedachte.

Fernsehfilm über J.S. Bach im Bayerischen Fernsehen am 30.7.2010


Nicht BACH – Meer sollt er heißen!
Fernsehsendung auf BR am 30. Juli 2010 um 00:10 Uhr bis 01:10 Uhr

Wer diesen wunderbaren Film über J.S. Bach verpasst hat sollte am 30.7.2010 um 00:10 Uhr das Bayerische Fernsehen einschalten.

Bach, dieser Ozean, ist unendlich und unausschöpfbar in seinem Reichtum an Einfällen und Harmonien! Mehr als 250 Jahre nach Bachs Tod stimmt der Vergleich mit dem Ozean noch immer. Wie die Musikwelt das Bach-Jahr 2000 beging, davon zeigt der Film von Friedrich Müller stattliche Portionen: mit den Großmeistern Rilling, Koopman, Herreweghe, Krapp, Schneidt, Perahia und Maisky, den Thomanern und Jacques Loussir.

FilmTrailer Ausschnitt:

Bach hält alles aus – die Swingle Singers, Chöre mit hundert Gurgeln oder mit zehn, Cembalo, Steinway und Akkordeon, Schlagzeug und Synhtesizer. Der Ozean Johann Sebastian Bach – unausschöpfbar noch heute. Der Film verschweigt nicht, dass vom Leben des Riesen fast nichts sicher überliefert ist außer ein paar ärgerlichen Episoden: eine Schlägerei, eine deprimierend kleinkarierte Affäre, ein einziges authentisches Bild. Verschollen aber sind hundert Kantaten und zwei Passionen.

Viel Freude am Bach-Film

Gruß Volker

Bachfest 2010 in Leipzig endete mit der h-moll Messe in der Thomaskirche, Kritik-Rezension


Abschlußkonzert mit dem Monteverdi Choir in der Thomaskirche unter Leitung von Sir J.E. Gardiner_Fotorechte: Wolfgang Zeyen

Das Bach-Fest 2010 in Leipzig endete am Sonntag, 20.6.2010 um 18:00 Uhr mit der h-moll Messe  – BWV 232  – von Johann Sebastian Bach in der ausverkauften Thomaskirche in Leipzig. Der Besucherzuspruch war mit ca. 65.000 Besuchern wieder hervorragend und entsprach den Erwartungen. „Obwohl das Bachfest einen Tag kürzer war als im vergangenen Jahr, konnten wir die Besucherzahlen stabil halten. Das ist ein hervorragendes Ergebnis, das auch durch die tiefe Akzeptanz des Festivals in der Leipziger Bevölkerung erreicht wird“, resümiert Dettloff Schwerdtfeger, Geschäftsführer des Bach-Archivs Leipzig. Der Anteil der Gäste, die aus Leipzig und Umgebung kommen, liegt bei etwa einem Viertel. Rund 9000 Besucher wurden trotz schlechten Wetters bei den kostenlosen Open-Air-Konzerten auf dem Augustusplatz gezählt. Zu „Bach im Bahnhof“ kamen rund 8000 Besucher, die sich die Aufführungen angehört, die Ausstellungen des Bach-Museums und des Schumann Vereins Leipzig angesehen haben.

Auf das Abschluss-Konzert mit der h-moll Messe von Johann Sebastian Bach in der Thomas Kirche Leipzig wird hier im Blog noch eine gesonderte Rezension in den nächsten Tagen erfolgen. Es war ein erhebendes Konzert und endete mit einem „Standing Ovation“ für Sir Gardiner, seinem Monteverdi Choir und English Baroque Soloists.

Zum Artikel der LVZ nachstehend:

Link: http://nachrichten.lvz-online.de/kultur/topthema_kultur/bachfest/65000-besucher-lauschen-bachfest-konzerten-in-leipzig/r-bachfest-a-36246.html

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Rezension-Kritik von NEUES DEUTSCHLAND

zum J.E. Gardiner-Abschluss-Konzert Thomaskirche Leipzig Messe h-moll BWV 232:

Von Werner Wolf 22.06.2010 / Feuilleton

Kraftvoller Ruf nach Gehör

Wenn man unmittelbar nach dem Erleben dieses alles überragenden Gipfelwerkes der Musik, Johann Sebastian Bachs Messe h-Moll, zumal in so kongenialer Interpretation wie mit The Monteverdi Choir und The English Baroque Soloists unter Sir John Eliot Gardiner zu schreiben beginnt, kann man nur schwärmen. Gardiner, einer der einst umstrittenen wagemutigen, experimentierfreudigen Protagonisten der historischen Aufführungspraxis, kann längst die Früchte jener Pionierarbeit ernten. In den von ihm gegründeten Ensembles wirken heute Künstler der zweiten Generation, für die das anfangs Ungewohnte, ja Umstürzlerische lebendige Musizierpraxis ist. Sie folgen Gardiner auf den kleinsten Wink. Und so kann er mit ihnen den Bachschen Kosmos vom einleitenden kraftvollen Ruf nach Gehör bis zur machtvoll gesteigerten Bitte um Frieden in all seinen Wendungen vom Zärtlichen bis zum Erhabenen in den feinsten Nuancen wie in großen Steigerungen erfüllen.

Link: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1274172873691&openMenu=1013083806110&calledPageId=1013083806110&listid=1018881578428

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Mitteldeutsche Zeitung schreibt:

Sir John bietet himmlisches Vergnügen

VON UTE VAN DER SANDEN, 21.06.10

LEIPZIG/MZ. Die jüngste, noch immer im Handel erhältliche Aufnahme der h-Moll-Messe mit John Eliot Gardiner stammt von 1985. Längst wäre eine Neueinspielung fällig, doch dafür dürften er, sein Monteverdi Choir und die English Baroque Soloists schlichtweg keine Zeit haben. Quer durch Europa sind sie mit Bachs großer katholischer Messe unterwegs.

Nicht wenige Kunstkenner halten die Interpretation der britischen Originalklangpraktiker für die noch immer mit Abstand beste. Und sie teilen diese Ansicht, die von Gardiner und seine Hausensembles beim Abschlusskonzert des Leipziger Bachfests imposant manifestiert wurde, mit einer riesigen Fangemeinde. Seit Monaten war das Ereignis ausverkauft, Zuhörer saßen in fast jedem Winkel. Sie bekamen das Erhoffte: Spiritualität und Kontemplation, Kraft und Klangpracht, musikantischen Schwung und technische Perfektion – ein himmlisches Vergnügen. Vom ersten h-Moll-Akkord im „Kyrie“ an wuchs der traditionelle Abgesang des Festivals als Tonkathedrale in die Thomaskirche hinein.

Eine durchweg überzeugende, in Teilen mitreißende, bisweilen radikale Darbietung haben die Briten den Leipzigern am Sonntag hingezaubert. Sie zelebrierten einen sakralen Festakt, der mitten im Leben stand: sinnlich, schmissig, transzendent, mit atemberaubenden harmonischen Reibungen und von barocker Bodenständigkeit.

Alle Vokalsoli waren aus dem Chor besetzt, was der Homogenität des Musizierens sehr förderlich war. Wo es ging, ließ der auswendig dirigierende Maestro die Nummern attacca aufeinander folgen und unterbot damit locker die Zwei-Stunde-Marke. Die drei Trompeter leisteten sich nicht einen Kiekser, der „Cum Sancto Spiritu“-Chor fiel erst der Bass-Arie ins Wort, dann in unbeschreiblichen Jubel. Die Chöre in der Mitte des zweiten Teils fassten die Passionsgeschichte von Mariä Empfängnis bis zur Auferstehung, bevor sich das „Dona nobis pacem“ wie aus dem Nichts erhob und zur Innerlichkeit des Anfangs aufschloss.

Gewöhnungsbedürftig wirkte nur die Aussprache des lateinischen Textes mit ihrer merkwürdigen Vokalfärbung. Und Sir John? Als ihm der Jubel lang genug erschien, warf er das Handtuch lässig über die Schulter und ging. Er hinterließ nicht zuletzt die Gewissheit, dass die Interpreten der nächsten h-Moll-Messe kein leichtes Spiel haben werden.

Link: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1274172873691&openMenu=1013083806110&calledPageId=1013083806110&listid=1018881578428

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Grüsse

Volker



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Bach-Stiftung St. Gallen veröffentlicht neues Video auf YouTube


Ein neues Bach-Kantaten-Video wurde von der Bach-Stiftung St. Gallen bei YouTube veröffentlicht…!!

Dritter Satz (aria alto) aus der Kantate BWV 34 „O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“, aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen. Solistin: Margot Oitzinger.

Schönes Wochenende und Grüsse

Volker



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Radio-Tipps für die 24. KW – u.a. Bachfest-Leipzig 2010


18.6.2010
MDR-Figaro
20-22 Uhr
Bachfest Leipzig 2010:

– Johann Sebastian Bach: „Gott ist unsre Zuversicht“, Kantate BWV197
– Johann Sebastian Bach: „Nun danket alle Gott“, Kantate BWV192
– Johann Sebastian Bach: „Gott, man lobet dich in der Stille“, Kantate BWV 120
– Johann Sebastian Bach: „Preise, Jerusalem, den Herrn“, Kantate BWV 119
Dorothee Mields, Sopran
Damien Guillon, Altus
Colin Balzer, Tenor,
Peter Kooij, Bass
Collegium Vocale Gent, Leitung: Philippe Herreweghe
(Aufzeichnung vom 12. Juni 2010, Nikolaikirche Leipzig)

„Auf, du geliebte Lindenstadt!“ – Zu den Funktionen, die Bachs Amt als Musikdirektor der Stadt Leipzig mit sich brachten, gehörten neben der Leitung der regulären Sonntagsmusiken auch die Komposition und Darbietung von repräsentativen Huldigungsmusiken für den Rat und andere Auftraggeber. Ein Höhepunkt städtischer Repräsentation war der alljährlich mit einem feierlichen Gottesdienst in der Nikolaikirche begangene Ratswechsel. Von Bach sind zu diesem Anlass mehrere große Kantaten erhalten. Diese – heute selten gespielten – Werke zeigen die souveräne Meisterschaft des reifen Komponisten.

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19.6.2010

NDR

19-20 Uhr
Geistliche Musik

Claudio Monteverdi:

Vespro della Beata Vergine für Soli, Chor und Orchester – Marienvesper – (Auszüge)

Himlische Cantorey / Vox Werdensis

Knabenchor Hannover / Concerto Palatino

Musica Alta Ripa / Ltg.: Jörg Breiding

Aufzeichnung vom 24.5.2010 in der St. Michaeliskirche Hildesheim

(Hatte @Claudia –  in Essen gehört, ich am Tag vorher in Hannover, war ein ganz tolles Konzert!)

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MDR-Figaro
22-22:30 Uhr

Wie Bachs Putzkiste entdeckt wurde Oder: Was Funde in der Musikgeschichte bewegen können
Sendung von Doris Kothe

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Grüsse Barbara

Verschiedenartige Ergebnisse Bach-Trompeten Kontra Vuvuzela



Programm Bach-Kantaten in der Liebfrauenkirche Bad Salzuflen

Prachtvolle Bach-Kantaten erklangen in der Liebfrauenkirche Bad Salzuflen am Sonntag, 13.6.2010 um 19:30 Uhr. Gab es je Zweifel, was ich mit @Wolfgang besuchen werde, Fussball-WM oder J.S. Bach, wir waren jeden Zweifel erhaben und haben uns klar für den Bach-Abend entschieden und das war die richtige Entscheidung, denn das Fussballspiel von Deutschland wurde zu einem weiteren Höhepunkt am Abend, darüber aber später mehr wie aus der Überschrift entsprechendes zu entnehmen ist.

Kath. Liebfrauenkirche Bad Salzuflen

Der Besucher-Zuspruch ließ leider einige Wünsche offen, mir kommen Zweifel auf, ob der Veranstalter einmal die Termin-Planung der Fußball-WM sich zu Gemüte geführt hat, die Terminierung auf 19:30 Uhr war sehr unglücklich gewählt und dementsprechend war die große Kirche nur halb gefüllt, das war unverdient – gab es doch so großartige Bach-Kantaten mit Pauken und Trompeten zu hören. Diese Kantaten werden leider viel zu wenig aufgeführt, scheuen sich die Veranstalter, namhafte Trompeter zu verpflichten? Wir wurden nicht enttäuscht, die drei Trompeter waren einfach Spitze und wahre Könner, das Ensemblespiel war beeindruckend schön gelungen und begeisterte uns vollkommen.

Diese riesige Beton-Kirche, erbaut in den 50-er Jahren, hat entsprechende Tücken sie ist sehr Hallig womit der Chor nur sehr schwer mit zurecht kam, vieles ging Orchestral unter, sie waren kaum hörbar und hatten es sehr schwer, sich dagegen zu behaupten.

Das BWV 137 und BWV 129 gehört jeweils zu den Trinitatis-Sonntagen, während das BWV 29 von Bach zu einem Ratswechsel komponiert wurde. Trotz einiger spitzer Einsätze – (zu früher Beginn) – konnte das kleine Orchester überzeugen da sie mit Spitzenleuten aus dem Philharmonischen Orchester aus Bielefeld ergänzt wurden, ich nehme an, dass die 3 Solo-Trompeter ebenfalls aus Bielefeld verpflichtet wurden.

Gefallen hat uns von den Gesangs-Solisten die Sopranistin: Felicitas Jacobsen, die Altistin Christiane Schmidt und sehr beeindruckend der Bassist: Michael Humann, was für ein raumfüllendes Gesangs-Volumen er besitzt war schon sehr bemerkenswert. Im Rezitativ: „Gott Lob, es geht uns wohl“ aus der Kantate 29 und in der Arie: Gelobet sei der Herr, mein Gott“ BWV 129 – war er der entsprechende Höhepunkt mit seiner Sanges-Kunst zu nennen.

Gesangs-Solisten Liebfrauenkirche

Das Kommen zu diesem Bach-Abend war ein lohnender Aspekt schon allein wegen den hervorragenden Trompetern, Hautnah saßen wir vor ihnen und genossen das überwältigende und harmonische Zusammenspiel, präzise Einsätze und sich zurücknehmend wenn es gefordert wurde war für uns ein Traum, sie so gekonnt in den Bach-Kantaten erleben zu können, es war überwältigend schön und genossen es in vollen Zügen…!!

Eine Hörprobe vom BWV 137 „Bach-Trompeten“ im 1. Satz „Lobe den Herren“

hier ist sie:

Glanzvolles Trompeten-Ensemble

Bach-Kantaten in der Kath. Liebfrauenkirche Bad Salzuflen, sichtbar mein ------------- Begleiter des Abends "Wolfgang" auf der Suche zum Sitzen vorne

Eine meiner Lieblingskantaten ist das BWV 29 „Wir danken dir, Gott“ von J.S. Bach zum Ratswechsel von 1731 allein wegen dem virtuosen Eingangs-Satz als „Sinfonia.“ Es ist eine Umarbeitung des Preludio aus der Partita E-Dur für Violine Solo BWV 1006. Den Violinpart übernimmt dabei die Orgel, der Orchesterpart wurde hinzu komponiert. Das ist überwältigend schön gelungen und begeistert mich als Orgel-Fraek immer wieder aufs Neue, so auch an diesem Abend da hatte die Halligkeit der Kirche entsprechend einen unschätzbaren Vorteil.

Eine Hörprobe BWV 29 Eingangs-Satz „Sinfonia“ gefällig?

Hier ist sie:

Ehepaar Schmdt in Aktion: Dirigent Burkhard Schmidt und Ehefrau, Altistin: Christiane Schmidt

Verdienter Schlussapplaus für alle Beteiligte in der Liebfrauenkirche Bad Salzuflen

Als Fazit möchte ich ziehen, dass es in sich eine runde Aufführungsform war, die zu beeindrucken wusste, gute Gesangs-Solisten, ein mit Freude am Singen anzuhörender Chor, der sein Bestes gab, ein kleines aber tolles Orchester mit Stärken in der solistischen Begleitung und und….. die „Bach-Trompeten“ ein Genuss sie gehört zu haben, sie waren der Volltreffer des Abends und waren die entsprechende Würze des Konzertes. Nicht unerwähnt muss das Können des Organisten Harald Gokus am Orgelspotiv genannt werden, er überzeugte im BWV 29 in der Sinfonia – an dem hervorragenden Orgel-Positiv – mit einer exzellenten Leistung, Danke an alle Aufführenden für einen unvergesslichen Bach-Abend.

Nach dem Bach-Konzert rückte die Uhr unbarmherzig auf 21:00 Uhr, die Frage war, was unternehmen wir anschließend an diesem Bach-WM-Abend, die Abstimmung zwischen Wolfgang und mir war schnell gezogen, draussen nach dem Verlassen der Kirche ertönte die Vuvuzela und war als Herausforderung anzusehen, noch in Bad Salzuflen nach einer Örtlichkeit mit Public Viewing zu suchen. Die afrikanischen Tröten wiesen uns den Weg und wurden schnell fündig.

Grosse Begeisterung schon beim Betreten am Alten Rathaus, die Vuvuzelas bliesen zur Attacke und es stand 1:0 für Old Germany, da kam ein gepflegtes Bierchen zur rechten Zeit. Nach der Halbzeit wechselten wir die Örtlichkeit, uns wurde es draußen sitzend zu kalt und begaben uns in das „Alte Amtsgericht“ und bekamen „Lebenslänglich“ – so heisst es auf dem historischen Schild…!! Innen empfing uns eine wohltuhende Atmosphäre, viel Jungvolk und eine ausgelassenen Stimmung vom Feinsten, das war es, was wir nach dem genialen Auftakt mit dem Bach-Konzert gesucht hatten und wurden mit dem Endergebnis von 4 : 0 voll entschädigt und begaben uns mit ausgelassener Tröten- und Autohup-Musik auf  den Heimweg…!!

Ausgelassene Stimmung nach dem großartigen Spiel in Herfords Straßen!

Ich musste noch 16 km weiter Westwärts um nach Hause zu kommen, es war Chaotisch, voll gestopfte Strassen, ausgelassene Stimmung und überall Begeisterung pur, Herz was willst Du mehr, rechts ran, Foto davon schießen und zusehen wie im Film – „Einer kam durch“ – und es hat nach einer ewigen Warterei dann geklappt…!!

Am heutigen Montag traute ich meinen Augen nicht, – @Wolfgang berichtete mir schon davon am Vorabend, dass mit der Vuvuzela ein Ton, ich nehme an: „das tiefe h“ zum erklingen gebracht werden kann – erschien in der NW ein Artikel über die Deutschland Hymne mit 3 Vuvuzelas, 2 Posaunen und 2  T r o m p e t e n , eingespielt am Sonntag vor dem Deutschland-Spiel von einer Kirchengemeinde in Bad Salzuflen, wau.., das war für mich der Aufhänger für diesen Beitrag, der Vergleich: „Bach-Trompeten und die Vuvuzela.

Artikel in der NW:

NW Kultur / Medien vom 14.6.2010

So schön kann die Vuvuzela klingen

Bad Salzuflen (epd). Neue Töne aus der Vuvuzela-Tröte: Zum ersten WM-Deutschlandspiel startete der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde in Bad Salzuflen das Projekt „Vuvuzela-Blasen für Anfänger und Fortgeschrittene“. Nach der Kritik an den Plastiktrompeten solle die Aktion zeigen, dass eine Vuvuzela auch schöne Musiktöne erzeugen kann, sagte Uwe Rottkamp, Vorsitzender des Musikausschusses der lippischen Gemeinde. Der Hildesheimer Landesposaunenwart Rainer Gramm hatte eigens für die Musik-Aktion in Bad Salzuflen die Fußballfanfare komponiert. Eine Aufnahme der Fan-Fanfare und die Noten können im Internet unter www.stadtkirche.info heruntergeladen werden.

Eine Hörprobe dieser Hymne gibt es als Service hier im Blog..!!

Diese trötenden Vuvuzelas sind ein Genuss:

Mein Statement und Schlussresümee zu – Bach-Trompeten und Vuvuzela-Musik:

In einer Bach-Kantate muss die Bach-Trompete als unschlagbares Instrument herhalten, in der Sportwelt ziehe ich diese Einspielung als „Deutschland-Hymne“ durchaus in Betracht und finde es einfach prächtig, dass in den deutschen Kantoreien sich überlegt wurde, was kann man mit so einer dumm klingenden WM-Tröte anstellen, um erträgliche Musik daraus entstehen zu lassen und das Ergebnis, genial, ein Hoch auf unsere Kantoren, dass ist ein wunderbares Ergebnis geworden und weltweit ist das Interesse an dieser Einspielung ins Riesige gestiegen, die Gemeinde kann sich an Anfragen kaum noch retten…!!

Video: Vuvuzelas - Klassisch Brahms-Ravel

Die Vuvuzela „Klassisch“ mit Brahms-Ravel als Video:

Link: http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2010/06/video-konzert-mit-der-vuvuzela-auf-zeit.html

Vuvuzela auf NDR-Mediathek Beitrag aus Stade:

Link:  http://www1.ndr.de/flash/mediathek/mediathek.html?broadcastid=1023

Vuvuzela auf YouTube:

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Grüsse mit Bach-Trompeten und Vuvuzela-Spass

Volker

Bach-Fest Leipzig 2010 Eröffnungskonzert im MDR-Figaro am 11.6.2010


Bachfest Leipzig 11.6. bis 20.06.2010

Thomaskirche Leipzig Eröffnungskozert Bachfest 2010

Die Zeichen für das Bachfest Leipzig 2010 sind gesetzt, am 11. Juni 2010 überträgt MDR-Figaro um 20:05 Uhr, zeitversetzt, das Eröffnungskonzert aus der Thomaskirche in Leipzig.

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Ein weiterer Termin vom Eröffnungskonzert aus der Thomaskirche Leipzig:
30.7.2010
ARD Radiofestival
20-22:30 Uhr
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Das Programm:

Johann Sebastian Bach:
Präludium und Fuge a-Moll BWV 543

Johann Sebastian Bach

Johannes Brahms:
Fest- und Gedenksprüche op. 109

Robert Schumann:
Messe c-Moll op. 147

Johann Sebastian Bach:
Magnificat D-Dur, BWV 243

Die neue Woehl-Bach-Orgel in der Thomaskirche Leipzig

Mitwirkende:
Ullrich Böhme, Orgel
Sibylla Rubens, Sopran Elisabeth von Magnus, Alt
Martin Petzold, Tenor
Hanno Müller-Brachmann, Bass
Daniel Beilschmidt, Continuo-Orgel

Thomaner Chor Leipzig

Thomanerchor Leipzig  Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

MDR-Figaro ist im Internet unter folgendem Link zu empfangen:


Link: http://www.mdr.de/mediathek/radio-live/524774.html

Verleihung der Bach-Medaille an Philippe Herreweghe :

Zum Bachfest wird auch wieder die aus Meißner Porzellan gefertigte Bach-Medaille verliehen. Sie geht diesmal an den Leiter des „Collegium Vocale Gent“ und weltweit gefeierten Bach-Interpreten Philippe Herreweghe.

Künstler und Ensembles beim Bachfest 2010: Thomanerchor Leipzig, Georg Christoph Biller, Gewandhausorchester, Riccardo Chailly, András Schiff,Collegium Vocale Gent, Philippe Herreweghe, Harrison Birtwistle, RIAS Kammerchor, Thomas Zehetmair, Hille Perl, Combattimento Consort Amsterdam, Jan Willem de Vriend, Robert Hill und Sir John Eliot Gardiner

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Ein kleiner Film-Beitrag des MDR-Aktuell vom Eröffnungs-Tag: 11.06.2010 aus Leipzig – nachstehend:

Link:  http://www.mdr.de/mdr-aktuell/7407570.html

Viel Spass und Grüsse

Volker

Bach-Handschriften Digital Online aufrufbar


Bach-Handschrift BWV 44 Kantate "Sie werden euch in den Bann tun"

Johann Sebastian Bach ist im digitalen Zeitalter angekommen, und das in höchster Qualität!

www.bach-digital.de führt die verstreut aufbewahrten musikalischen Autographe Johann Sebastian Bachs, seine Abschriften von Werken anderer Komponisten sowie für Bach hergestellte Aufführungsstimmen zum ersten Mal virtuell zusammen. Die Webseite eröffnet einen neuen und umfassenden Zugang zum reichen musikalischen Erbe Johann Sebastian Bachs. Nach mehr als zwei Jahren intensiver Arbeit ist http://www.bach-digital.de nun online.

Die meisten Werkautographe und Originalstimmen, insgesamt über 90% der gesamten Überlieferung, befinden sich in Berlin, Leipzig, Dresden und Krakau. Im Moment sind etwa 40% des Bestandes von über 20.000 Seiten der 697 Handschriften eingearbeitet. Bis 2011 sollen diese Bestände vollständig über  www.bach-digital.de verfügbar sein.

Das Projekt ist von hoher Bedeutung für die Wissenschaft, aber auch für die kulturelle Überlieferung. Der Schutz der Originale und die wissenschaftliche Verwendung stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit: Sicherheit, Genauigkeit und Sorgfalt haben höchste Priorität, sowohl im Umgang mit den Autographen als auch bei der Aufbereitung der gewonnenen Daten.

Weitere Angaben dazu nachstehend:

http://www.nmz.de/kiz/nachrichten/bach-handschriften-in-hoechster-bildqualitaet-im-netz

Bach Digital ist eine digitale Bibliothek der Autographe Johann Sebastian Bachs, der von ihm verwendeten Aufführungsstimmen und seiner Abschriften fremder Werke. Diese digitale Bibliothek ist eingebettet in den Bach-Quellenkatalog. Wenn Sie also im Bach-Quellenkatalog im Datenmodel ‚Quellen‘ aus dem Pulldown-Menü ‚Projekte‘ ‚Bach-Digital‘ auswählen, dann gelangen Sie über ’suchen‘ zu einer Liste von Handschriften, zu denen bereits Digitalisate verfügbar sind.

Bis 2011 werden die Autographe und Originalquellen aus den Sammlungen aller am Projekt beteiligten Partner – der Staatsbibliothek zu Berlin, dem Bach-Archiv Leipzig und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden – veröffentlicht und damit immerhin 90 % des weltweit erhaltenen Bestandes erfasst. Die Einbindung der Autographen weiterer Sammlungen soll folgen.

Bach Digital ist ein gemeinsames Projekt der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, des Bach-Archivs Leipzig und des Universitätsrechenzentrums Leipzig.

J.S. Bach-Stiftung in St. Gallen spielt sämtliche Bach-Kantaten-Werke ein


Durch einen reinen Zufall bin ich im Internet auf die hervorragende Web-Site der

„J. S. Bach-Stiftung“ in St. Gallen-Schweiz

gekommen und möchte einmal dieses tolle J.S. Bach-Projekt vorstellen.

Orchester «Schola Seconda Pratica» und Chor der Bach-Stiftung St.Gallen Schweiz

Es ist ein Kreis von großen Enthusiasten unter der Musikalische Leitung von Rudolf Lutz. In fünfundzwanzig Jahren – seit 2006 – werden sämtliche Bach-Kantaten aufgeführt und in Anderthalb Stunden vor dem Konzert finden für Interessierte Einführungs – Workshops durch den musikalischen Leiter der Gesamtaufführung, Rudolf Lutz, statt. Pro Abend gelangt lediglich eine Kantate, dafür aber zweimal, zur Aufführung. Zwischen den beiden Aufführungen wird eine Reflexion über den jeweiligen Kantaten-Text vermittelt. Danach wird man die Kantate anders hören als zuvor. Das ist ein genialer Weg, J.S. Bach dem Konzert-Besucher näher zu bringen und sollte auch in Deutschland Schule machen.

Aus der Sammlung der Reflexionen entsteht nach und nach eine «J. S. Bach-Kantaten anthologie des 21. Jahrhunderts»* in Buchform.

Buch-Veröffentlichung "Bach-Anthologie 2008" Bach-Stiftung St. Gallen-Schweiz

Die Bach-Kantaten werden außerdem auf DVD veröffentlicht. Meine Bestellung der ersten DVD mit dem Magnificat ging heute online raus und bin ganz gespannt auf der beiliegenden Broschüre zur Werksbeschreibung.

Link zum Online-Bücher-Shop der Bach-Stiftung in St. Gallen:

http://bach.omc.net/shop/index.php?cat=c1_DVD-s.html

Rudolf Lutz Musikalischer Leiter

Rudolf Lutz ist Dozent für Improvisation an der Schola Cantorum Basiliensis. An dieser Hochschule für Historische Aufführungspraxis unterrichtet er zusammen mit zwei Kollegen und zwei Assistenten rund 35 Studentinnen und Studenten der Abteilung Tasteninstrumente. An der Musikhochschule Basel erteilt er das Fach Generalbass und an der Hochschule für Musik und Theater Oratorienkunde. In Konzerten und Workshops ist er ein gefragter Spezialist für historische Improvisations-Praxis. 2006 wurde Rudolf Lutz zum künstlerischen Leiter der J.S. Bach-Stiftung, St.Gallen, berufen. Im Hinblick auf die geplante Gesamtaufführung von Bachs Vokalwerk hat Rudolf Lutz in Zusammenarbeit mit andern Musikern das Orchester «Schola Seconda Pratica» sowie ein ständiges Ensemble von Solisten und Chorsängern aufgebaut.

Auf  YouTube sind Konzertausschnitte von dem Orchester «Schola Seconda Pratica» mit den bereits aufgeführten Bach-Kantaten veröffentlicht worden.

Link: http://www.youtube.com/user/Bachstiftung

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Eine Einführung zum Projekt wurde in 2008 vom DRS gesendet und kann nachstehend aufgerufen werden.

DRS2 aktuell (15.12.08) „Bachs gesamtes Vokalwerk in Trogen“

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Diesbezügliche inhaltliche Angaben von der Web-Site der Bachstiftung St.Gallen:

«Seconda Pratica» bedeutet die «zweite Praxis» und meint die «nachfolgende» Schreibart. Dieser musikologische Fachbegriff bezeichnet jene basszentrierte Musik, welche sich um 1600 in Italien zu profilieren wusste. Bekannteste Beispiele dieser «modernen Art» sind die rezitativischen Teile von Monteverdis Opern. Man spricht deshalb bei der barocken Epoche auch vom Generalbasszeitalter.

Im Gegensatz dazu stand die altbewährte Schreibart, die «Prima Pratica». Diese «erste Praxis» meint die Vokalpolyphonie der verschiedenen niederländischen Schulen von Dufay bis Di Lasso. Es ist eine Musik, deren Stimmen gleichberechtigt nebeneinander stehen. Obschon das Bach’sche Oeuvre das Resultat seiner grossen musikalischen Neugierde für alte und neue Stile ist – es ist bekannt, dass Johann Sebastian Bach sich Zeit seines Lebens mit zeitgenössischen Strömungen wie auch historischen Stilen beschäftigte sind wir der Ansicht, dass seine Kantaten hauptsächlich aus dem Kern des Generalbasses zu verstehen und aufzuführen sind. Deshalb haben wir das Ensemble, das für die J. S. Bach-Stiftung konzertiert, «Schola Seconda Pratica» getauft.

Die Besetzungen für die verschiedenen Kantaten sind variabel. So können die oberen Streicherstimmen solistisch oder auch in der Grösse von 3 ersten und 3 zweiten Violinstimmen und 2 Violastimmen ausgeführt werden. Bach hat in seinen Aufführungen beide Varianten benützt. Die Generalbassgruppe ist mit einem Violoncello, Kontrabass, Cembalo und/oder Orgel das Zentrum der Musik. Die Bläserbesetzung ergibt sich aus den Anforderungen der einzelnen Kantaten. Für den Chor wählten wir eine schlanke Variante mit je drei bis vier Sängerinnen oder Sängern pro Stimme. Zwischen Vokal- und Instrumentalensemble soll eine Gleichberechtigung bestehen. Das modulare Personalkonzept erlaubt uns allerdings, den Chor bei Bedarf deutlich zu erweitern. Der Begriff «Schola» weist darauf hin, dass im Hinblick auf die langjährige Dauer unseres Vorhabens eine historisch orien tierte Orchesterschulung vorgesehen ist.

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Adresse: J. S. Bach-Stiftung
Jacqueline Neuburger, Sekretariat
Postfach 164
9004 St.Gallen-Schweiz

Telefon: 071 242 58 58
E-Mail: info@bachstiftung.ch

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Label Soli Deo Gloria – Neuveröffentlichung CD SDG 168 Vol. 11 im Juni 2010


Sir John Eliot Gardiner, Monteverdi Choir, The English Baroque Soloists:
Kantaten zum zwanzigsten Sonntag nach Trinitatis
San Lorenzo, Genua

Cover: SDG 168 Vol. 11

Nachdem wir das nüchterne Wittenberg mit seinen feurigen Feiern zum Reformationsfest hinter uns gelassen hatten, während uns die Abschiedsworte des Pfarrers (‚Führen Sie die gute Tat in Rom fort!’) noch in den Ohren klangen, ging die Reise nach Italien – zuerst nach Genua und dann weiter nach Rom, wo Luthers Antichrist seinen Sitz hatte. Johannes Paul II. hatte unlängst zwei päpstliche Bullen veröffentlicht, eine, die jede Aufführung nicht-geistlicher Musik in den Kirchen verbot, und, als sich herausstellte, dass sich das nicht so genau definieren ließ, gleich eine zweite, die überhaupt alle Konzerte in Kirchen untersagte. Zum Glück gibt es immer noch ein paar ‚regimekritische’ katholische Priester und sogar Kardinäle, die der Musik zugetan und bereit sind, solch eine Vorschrift aufzuweichen – mit dem erfreulichen Ergebnis, dass wir zwei Konzerte geben durften, das eine in der Kathedrale San Lorenzo in Genua und das andere am folgenden Tag in der Basilika Santa Maria sopra Minerva in Rom.

Das Evangelium für den Zwanzigsten Sonntag nach Trinitatis, das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl (Matthäus 22, 1–14), legt viele symbolische Bezüge nahe: auf die Seele als Braut, eine zurückzulegende Wegstrecke, Kleidung und Speise, zum Beispiel Jesus als ‚Brot des Lebens’. Bach schuf drei Vertonungen, die auf ihre Weise alle von dieser Symbolik geprägt sind und durch ihre Instrumentation, ihren Vokalsatz, ihren besonderen Klang oder eine Mischung aus allen drei Elementen eine jeweils andere Atmosphäre schaffen.

© John Eliot Gardiner
Auszug aus John Eliot Gardiner Notizen auf der Bach Cantata Pilgrimage

Entnommen aus Bach-Kantaten Band 11
Cat-Nummer: SDG168
Erscheinungstermin: 7. Juni 2010

Kantaten zum zwanzigsten Sonntag nach Trinitatis:
Ach! ich sehe, itzt, da ich zur Hochzeit gehe BWV 162
Ich geh und suche mit Verlangen BWV 49
Schmücke dich, o liebe Seele BWV 180

Kantaten für den Twenty-first Sonntag nach Trinitatis:
Ich Glaube, lieber Herr, hilf Meinem Unglauben! BWV 109
Aus tiefer Not schrei ich zu dir BWV 38
War Gott tut, ist wohlgetan Das I BWV 98
ICH HABE meine Zuversicht BWV 188

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SDG-CD Hörproben

SDG-CD  168 disc 1 –

5.  In meinem Gott bin ich erfreut! BWV 162
– no. 5 Aria (Duetto): Alto, Tenor
soloists: Sara Mingardo, Christoph Genz
Stream Audio
13.  Schmücke dich, o liebe Seele BWV 180
– no. 1 Coro (Choral)
Stream Audio
SDG 168 disc 2 –
7.  Aus tiefer Not schrei ich zu dir BWV 38
– no. 1 Coro (Choral)
Stream Audio
13.  Was Gott tut, das ist wohlgetan BWV 98
– no. 1 Coro (Choral)
Stream Audio

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Reisetagebuch von Sir Gardiner in deutsch:

Click here for a German Translation of the sleeve notes.

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Meinungen der Künstler-Solisten:

Link:  http://www.cantatafinder.com/hks/11_kuenstlerbeitrag.pdf

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CD zu beziehen über meine Partnerseite:

Link: http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2008/01/cds-vom-label-sdg-monteverdi.html

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Album-Cover und Album-Informationen sind auf der Website von SDG veröffentlicht worden.

Grüsse
Volker

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RUHR2010 Teil XVII: Das Kantaten-Highlight in der Christuskirche in GE-Buer-Nun danket alle Gott BWV 192


Eines der bisher schönsten und musikalisch hochwertigsten Kantaten-Konzerte im Rahmen der Ruhr-Pilgrimage, konnten Wolfgang und ich am Sonntag, den 16.05.10 in der Christuskirche in Gelsenkirchen-Buer gemeinsam erleben. Das dies ausgerechnet zu unserem Treffen geschehen sollte, war warscheinlich von oben her bestimmt;-).

Auf Zollverein

Stilecht für Gelsenkirchen haben wir uns mit dem tiefer gelegten VW Jetta GT Baujahr ´87 auf breiten Schlappen und mit röhrendem Auspuff von Langenberg in Richtung Norden aufgemacht. Nach einem kleinen Foto-Abstecher auf Zollverein, habe ich mich erst mal verfahren, so dass wir nun von meinem Mann per Handy zur Kantate gelotst wurden. Vorbei an der Veltins Arena, über Autobahnbrücken, durch Baustellen, haben wir trotzdem noch die kleine Zufahrt zur Bergstr. verpasst. Kurz vor Beginn erreichen wir die kleine Kirche, neben mir sitzt – ihr kennt ihn alle – der Klimper-Tünnes aus der Matthäus-Passion in Essen…

Was hier geboten wird ist vom Allerfeinsten, das Programm ist auch schon nicht mehr als „Kantate“ zu bezeichnen, sondern ein ausgewachsenes Barock-Kammerkonzert:

Programm: Christuskirche GE-Buer - zur Vergrößerung in das Programm klicken..!!

Der Chor ist fast solistisch besetzt und besteht durchweg aus jungen Leuten, die ihre Sache wirklich super machen und auch so klingen. Dazu das passende Barockorchester „Le Chardon“ unter der Leitung von Hajo Wienroth, der selbst Traversflöte spielt. Mir wird ganz schwindelig, wenn ich die Biographien lese! Die Kantorin Christina Wienroth bietet ein Barock-Lebensfreudiges Dirigat, das wunderbar zum restlichen Konzert passt, Musik ist Energie, Medizin, Lebensbereicherung und einfach eine Herzensangelegenheit, ein verpasster Einsatz bei Samuel Scheidt wird denn so auch mit einem wohlwollenden Lächeln quittiert. Damit wir wissen, welchem Choral Bachs Kantate BWV 192 zugrunde liegt, singen wir alle zusammen erst mal 3 Strophen und bereiten uns seelisch auf das, was da kommt, vor. Die Worte, die die Pastorin als Impuls zur Dankbarkeit spricht, sind berührend und sehr pragmatisch. Es ist Sitte bei „Momente der Ewigkeit“, dass der Eingangschor noch einmal wiederholt, oder am Schluss erneut gesungen wird.

BWV 192 ist ein kleines, unaufdringliches Werk, dass aus einem Eingangschor, einem Duett zwischen Sopran und Bass, sowie einem Schlusschoral besteht, eine Tenorarie soll verloren gegangen sein.

Die Solisten

Huch, es gibt eine Pause! Im Gemeindehaus direkt nebenan werden Getränke und ein kleiner Imbiss gereicht. Wer möchte, gibt eine Spende, ist ja Ehrensache, dass wir was in den Klingelbeutel geben. Wir spüren, dass man hier aufgehoben ist. Am Stehtisch kommen wir ins Gespräch mit einer Chorsängerin, der Kantorin und einer Besucherin und wir erfahren, dass die Idee der „Ruhrpottkantaten“ begeistert aufgenommen wurde und dass trotz des abgesprungenen Sponsors alle sich für die Realisierung stark gemacht haben. Wolfgang quatscht den „Klimper-Tünnes“ an…uaaah.

Der 2. Teil des Konzertes ist der Interessanteste: Heidrun Blase brilliert als Gesangssolistin  im technisch äußerst anspruchsvollen „Il Pensioroso“ (Die Nachtigall) zusammen mit dem Flötisten Hajo Wienroth, der gibt auch einige kurze Erläuterungen zu diesem wenig bekannten Stück und es macht einfach nur Spass, dem Dialog des Vogels und der Menschin zuzuhören. Anschliessend ein Konzert von Antoine Mahaut, der ähnlich wie Quantz eine Flötenschule verfasst hat.

Applaus für das Orchester

Hajo Wienroth: “ Zu dem 5. Brandenburgischen Konzert brauche ich jetzt, glaube ich, nichts sagen!“

Die Instrumente werden in diesem, sehr modernen Konzert à la Mode francaise ziemlich gleichberetigt eingesetzt, so dass jeder Instrumentalist seinen Part der Profilierung hat, in der letzten Hälfte des 3. Satzes, hat sich der Meister selbst ein Denkmal gesetzt, da die anderen Instrumente etwas in den Hintergrund gedrängt werden und das Cembalo die dominierende Rolle übernimmt. Überragend und unpretentiös: Pieter Dirksen. Handelt sich es doch warscheinlich um das erste Cembalokonzert der Geschichte! Bach soll ja mal gesagt haben, Clavierspielen wäre ganz einfach, man müßte nur zur rechten Zeit die richtigen Tasten treffen, dann würde das Instrument von ganz alleine spielen! Haha! Ohne Zögern steht die ganze Kirche zum Schlussapplaus auf und alle Musiker werden noch einmal mit einem Blumengruß bedacht. Ich bin froh, dass ich in etwas egoistischer Manier Wolfgang vom Ausharren bis zum Schluss überzeugen konnte und dass die Rückfahrt nach OWL trotz der verspäteten Abfahrt so reibungslos geklappt hat.

Biographie der Künstler-Solisten / Zur Vergrößerung in das Foto klicken..!!

Während ich mit offenen Fenstern und dem angenehmen Windzug aufs Gaspedal trete, bin ich dankbar für diesen super Tag, für das Treffen mit Wolfgang, den warmherzigen Umgang der Gemeinde mit ihren Konzertbesuchern, für die Sonne und auch die große Kunst. Danke auch an Volker für die Be- und Verarbeitung meiner E-Mails. Wir haben kräftig Werbung für unseren Blog gemacht.

„Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit“ Friedrich Schiller

TIPP: Im Rahmen der Ruhrpottkantaten tritt das Orchester „Le Chardon“ am 06.06.10 in der Petrikirche in Mülheim (Brich dem Hungrigen Dein Brot) auf.

„Momente der Ewigkeit“ Bach-Kantate BWV 192


Gewinnt der, der rast – oder:  Beachte, dass diese Dank-Kantate ‚per ogni tempo‘ geeignet ist.

Nomen est omen!!! Eine Kantate mit der Bestimmungsangabe ‚zu jeder Zeit geeignet‘ hat es nicht so eilig. So kommt erst jetzt mein Bericht der  Kantaten-Reise an die Ruhr und dem Treffen mit Claudia.

Sonntagmorgen stöberte ich im Bücherdorf :

Langenberg (bei Velbert) info@buecherstadt-langenberg.de

in den Kisten des Büchermarkts. Nachdem ich alle meine Bücher-Such-Rundgänge erledigt hatte, konnte ich mich wieder musikalischen Themen widmen. Wer kommt da mit dem Sportrad zum verabredeten Treff mit Adamo an‘s Bücher-Cafe gesaust:  Claudia-, allen blog-Teilnehmern bestens bekannt durch ihre spritzigen Berichte der Kultur-Events von der Ruhr. Natürlich tauschten wir uns zuerst über einige Themen unseres Gardiner-blogs aus. Doch dann wurde es für uns Zeit.

Bach-Kantate in der Christus-Kirche Gelsenkirchen-Buer-Beckhausen

In rasender Autofahrt erreichten wir-, dank den über Handy-Kontakt mit Claudias Mann gesteuerten Weg-Weisungen-,  rechtzeitig den Aufführungsort Christus-Kirche Gelsenkirchen – Buer. Zuvor stellte mir Claudia  noch  das futuristische Enseble der Zeche Zollverein vor. Gerne fuhr ich zum Ausblick über das Ruhrgebiet die gigantische Rolltreppe zur Zeche hoch. Wenn schon Ruhr, dann Ruhr kompakt. Ich schnupperte in eine längst vergangene Arbeitswelt.

Weiter ging‘s.  Stimmt es doch? Wer rast, sitzt vorne !!!  Könnte man meinen, denn wir bekamen noch Plätze in der ersten Kirchen-Bank.

Die Bach-Kantate BWV 192 war natürlich unser musikalisches Magnet. Das übrige Programm enthielt aber noch Überraschungen bereit:

Samuel Scheidt-Motette ‚Komm Heiliger Geist‘ zum Einsingen, Bach-Motette BWV 230 ‚Lobet den Herrn‘ als vorgeschaltetes Juwel, dann Bach-Kantate BWV 192, – Pause-  Danach Orchestermusik vom Feinsten: eine Händel Sopran-Solokantate vom ‚Gespräch einer Nachtigall mit einer Verehrerin im Mondschein‘ (genannt: Il Pensioroso); ein Flötenkonzert und als Krönung dann das 5.Brandenburgische Konzert BWV 1050.

Christus Kirche-Buer-Beckhausen Blick vom Eingangsbereich durch den Mittelgang bis in den Altarraum

Es war  nicht unbedingt ein Fauxpas, wenn die Kantorin nach dem furiosen Eingangschor der Kantate zunächst einmal Halt  machte. Dem erstaunten Publikum wurden von der Pfarrerin einige musikalische Aspekte und werkgeschichtliche Hintergründe aufgezeigt. Auch aus dem Orchester und von den Solisten (Sopran und Bass) hörte man verstehend einige Musikbeispiele, bevor es richtig los ging. Die gesamte Bach-Kantaten-Reihe firmiert ja unter dem Oberthema ‚Momente der Ewigkeit‘ So waren auch einige nachdenkenswerte Impulse zum Thema ‚Dankbarkeit‘ nicht fehl am Platze.

Wir bekamen den Eingangschor also zweimal geboten und verstanden einfach mehr:

Zu diesem Mehrwert gehörte:

Deutlicher konnte man  musikalische Themen und Aufbau verfolgen.

Das packte alles ein kleiner,  mit bis höchstens fünf SängerINNEN (nur 2 Tenöre) in jeder Stimme besetzter junger ad-hoc-Chor (Ensemble Lorica Vitae), der diszipliniert und mühelos mit klaren, reinen Stimmen das polyphone Gefüge beherrschte .

Eine handfeste, mitschwingende Kantorin, die ihrem Chor klare  Einsätze gab und einen abgerundeten Leitungs-Stil pflegte.

Ein sich steigerndes Programm, dass dem Chor Gelegenheit bot, viele Facetten seiner Möglichkeiten aufzuzeigen.

Ein Barockorchester Le Chardon, das eigene Akzente setzte.

Eine erfrischende Pause, in der man mit den Ausführenden in’s Gespräch kommen konnte und ein leckeres Büffet bereitstand. Dafür sangen wir in der Gemeinde auch gerne das der Kantate zu Grunde liegende Kirchenlied ‚Nun danket alle Gott‘ (Martin Rinckart um 1630) mit. Einfach köstlich-, Gott und sein Bodenpersonal in der Christuskirche versorgten uns an diesem Abend in  zuerst Seele und dann Leib.

Nach dem Konzert gings zurück ganzheitlich gesättigt zum Essener HBF, an dem mich Claudia absetzte. Und dank eines ICE, den mich  ein großzügiger Schaffner ohne Aufschlag benutzen ließ,  war ich ‚in rechter-guter Zeit‘ zu Hause.

Was hatte ich gelernt? An einer Bach-Kantate mit der Bezeichnung ‚ogni tempo‘ kann man sich gut ausrichten: man mag sich zwar verfahren und zur Kantate hinrasen, doch bekommt Platz noch in der ersten Reihe. Das Konzert dauert länger als eingeschätzt, aber in der Pause gibt’s zur Entschädigung Sekt und Gespräche. Unbezahlt fahr ich im ICE komfortabel, ohne in die Nacht zu kommen, bin ich zu Hause.

Darum heißt für mich ab  vergangenem Sonntag ‚Ogni tempo‘: keine Hetze,  klappt alles, erfülltes Wochenende.  Nomen est Omen

P.S. ‚Momente der Ewigkeit‘. Im Gespräch mit Claudia kam uns die Idee, anläßlich des Konzertes dieser Reihe in Hamm  am  27.6. 18 Uhr ein kleines blog-Treffen auf die Beine zu stellen. ‚Freue Dich, erlöste Schar‘ wäre dann unser Motto !!! (vgl. BWV 30).

Gruß Adamo

RUHR2010 Teil XVI: Babel-ein musikalisches Netzwerkprojekt


Der Turmbau zu Babel von P. Breughel

Bei meinem täglichen Brot, d.h. dem Surfen auf der Ruhr 2010-Seite, fällt mir das Babel Projekt ins Auge: Bis zum 23.05.2010 finden 8 Konzerte in den Ruhr-Hauptkirchen mit hochrangigen Künstlern an jedem Tag statt. Pate für dieses Projekt hat die biblische Geschichte von der Entstehung der Sprachen gestanden.  Da ja die Metropole Ruhr im Zeichen des hans werner henze „neue musik für eine metropole“ steht, findet sich im Programm auch eine bunte Mischung vom gregorianischen Choral über Bach-Kantaten, Händel-Oratorium, Stravinsky, bis zu zeitgenössischen Künstlern und natürlich Henze, die man im Glanze der Aureole der anderen Größen aber gut „ertragen“ kann. Daher bitte nicht abschrecken lassen.

Am 23.05.10 findet dann um 20.00 Uhr ein Simultankonzert in allen Hauptkirchen statt. Um 21.00 Uhr wird dann ein Film (ich habe bisher nur noch nicht entnehmen können welcher) gezeigt. Zum Abschluss „erklingt“ dann gleichzeitig in allen Kirchen gleichzeitig von John Cage „4.33“ *(haha). Der Eintritt für den Abschluss kostet 8,-Euro, je nach Veranstaltungsort sind sogar Speisen und Getränke enthalten.

LINK: www.babel2010.de

Babel-Abend 2: Dorothee Mields-Sopran, Almerija Delic-Mezzosopran, Eike Thiedemann-Alt, Knut Schoch-Tenor

Essener Kantorei+Essener Barockorchester, Institut für Computermusik und Elektronische Medien der Folkwang Universität Essen-Thomas Neuhaus, Dirk Reith, Roman Pfeifer

Na gut, in die Kreuzeskirche in Essen bin ich natürlich heute nur wegen der Kantaten“ Lobet Gott in seinen Reichen“; „Wer mich liebet, wird mein Wort halten“ und „O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“ gegangen-und weil Dorothee Mields die Solo Sopranistin war. Zu den Kantaten sage ich jetzt auch gar nicht so viel, bis auf dass es eine sehr gute Aufführung war, mit tollen Solisten und einem wunderbaren, historischen Orchester, der einzige Negativpunkt war, dass die Kirche total hallig war und man immer das Gefühl hatte, Chor und Orchester sind nicht zusammen. Ein eher grenzwertiges Erlebnis ist dann ja die „neue Musik“. Die Stücke sind Einspielungen, diesmal nicht live. Das erste Stück „Idle Chatter“ von Paul Lansky passt noch super in den Kontext von Bachs polyphonen Gepflechten hinein, präsentiert es doch rhytmisch ein Puzzle aus Gesprächsfetzen, was durchaus Groove hat. Trevor Wishart mit „Vox 5“ hat dann für mich keinen Bezug mehr zum großen Meister, depressive Stimmungen, die apokalyptische Gefühle aufkeimen lassen, Rabengekrächze, Fliegen die um einen „Haufen“ oder totes Fleisch summen, bis alles von einem Gewitter gelöscht wird. Vielleicht kennt ja jemand noch Pink Floyds experimentelle Platten wie „Ummagumma“ (speziell „Sysiphos“) oder auch die 2. Seite der „Meddle“ . Dazu dann am besten was zu Rauchen und eine 2 vor ´m Komma (ich meine natürlich Promille), sonst läßt sich das nicht ergründen. Da gehts dann wie auf einer Stimmungsfahrt von einer absoluten klanglichen Unerträglichkeit zum völligen Spannungsabfall in vollkommene Harmonik.

Von Hr. Bach mit BWV 74 wieder eingenordet, dann Roman Pfeifer „Studie über ein Lautgedicht“. Dieses Stück bewegt sich klanglich zwischen Herz-Lungen-Maschine, Intensivstation und einem vorgetäuschten Orgasmus. Zwischendurch höre ich das Pfeifen der Oberleitungen, bevor endlich meine verspätete S-Bahn einfährt, sowie ein Eckventil, das nach dem Abziehen den Wasserkasten wieder befüllt. Was für ein Schwachsinn!!! Aber warscheinlich fehlt mir der Background. Dann als letztes „neue Musik-Stück“ Dirk Reith „Sound Poem“ für Mezzo-Sopran und Sound Transducer. Ich ziehe den Hut vor der Künstlerin, die in dieser Vertonung als etwas verunglückte Walküre die Tiefen und die Höhen der Atonalität und die Abgründe von Melodik und Musikalität in kunstvollem Glissando auslotet , insgesamt war dieser Beitrag ein echter Höhepunkt. Der Komponist ist anwesend. Der Typ vor mir springt auf und schreit „Bravo“. Etwas übertrieben.

BWV 34 versöhnt mich wieder mit der Welt auch wenn das Auditorium heute auf den leider erkrankten Bass Christian Palm verzichten musste.  Insgesamt war es ein sehr interessantes Konzert, das jeden Cent wert war. Die ganze Rückfahrt kann ich mir von meiner besseren Hälfte das Lamento anhören, dass er deswegen eine neue Folge vom „Checker“ verpasst hat. Mein Musikgott hat allerdings weiterhin -wie der Allmächtige selbst – ganze 4 Buchstaben. Et in saecula saeculorum. Amen.

Gute Nacht und Friede über Israel,

Claudia

Albert Lortzing’s Oratorium „Himmelfahrt Jesu Christi“ in der Oekerhalle Bielefeld


Albert Lortzing (1801-1851), ein Verkannter? Aufführung von Lortzings – Oratorium „Himmelfahrt Jesu Christi“ durch den Musikverein Bielefeld im 3. Saisonkonzert am

Freitag, 7. Mai 2010, 20 Uhr in der Oetkerhalle-Bielefeld.

Weiteres Werk des Abends ist J.S. Bach’s Himmelfahrts-Oratorium BWV 11.

Bernd Wilden, der den Chor des Musikvereins mit Wolfgang Helbich einstudiert, ist von Lortzings Frühwerk sehr angetan. „Aus jugendlichem Ungestüm heraus charmant“, beschreibt er seinen Eindruck. Ein lohnenswertes „Kuriosum“ nennt Jón Philipp von Linden, Musiktheater-Dramaturg am Stadttheater, das Frühwerk des 27-Jährigen. Es wird erstmals in Bielefeld zu hören sein. Entstanden ist es 1828, kurz nachdem Lortzing mit „Ali Pascha von Janina“ das erste seiner heiteren Singspiele vorgelegt hatte.

Der Komponist, Spross einer Schauspielerfamilie, wirkte zunächst als Schauspieler und Sänger. 1826 nahm er mit seiner ebenfalls schauspielernden Frau ein Engagement in Detmold an.

Albert Lortzing (1801-1851)

Dort schuf er, zwei Jahrzehnte vor seinen bekannten Opern, eine Reihe von Schauspielmusiken für das Detmolder Hoftheater, zwei Orchesterwerke und das Oratorium „Himmelfahrt Christi“. Es wurde 1828 in Münster uraufgeführt.

Oetkerhalle in Bielefeld

„Das Oratorium weist ihn als versierten Komponisten aus“, sagt Wilden. Der erste Teil des zweiteiligen Werks ende mit einer ausladenden Chorfuge, in der Lortzing auf beeindruckende Weise alle Register seines Könnens ziehe. In den Chorsätzen gebe es barocke Reminiszenzen, aber auch Anklänge an Haydn, Beethoven und Mendelssohn. +)

J.S. Bachs Himmelfahrtsoratorium BWV 11, wird den Abend eröffnen. Das Himmelfahrtsoratorium wurde wahrscheinlich im Jahre 1735 komponiert. In der alten Bach-Gesamtausgabe (BGA) war es bei den Kantaten unter dem Namen „Lobet Gott in seinen Reichen“ eingeordnet. Aufgrund seiner biblischen Handlung, eines Evangelisten , Rezitativen und anderen Personen wird es später folgerichtig den Oratorien zugeordnet. Bach selbst bezeichnete es als „Oratorium in Festo Ascensionis“.

Johann Sebastian Bach

Die Texte entnahm Bach den Evangelien von Lukas und Markus sowie der Apostelgeschichte. Die Musik stammt in großen Teilen aus früheren Werken: Die herrliche Altarie z.B. stammt aus der h-Moll-Messe, wo sie im „Agnus Dei“ als „Qui tollis“ zu hören ist; der festliche Eingangschor entstand ursprünglich 1732 zur Einweihung der Thomasschule als „Froher Tag verlangte Stunde“ und ließ sich bestens zur Vertonung der triumphalen Freude über die Himmelfahrt des auferstandenen Christus wieder verwenden.

Susanne Winter (Sopran)

Als Vokalsolisten verpflichtete der Musikverein Susanne Winter (Sopran), Kaja Plessing (Alt), Niklas Vepsä (Tenor), Michael Dahmen (Bariton) und Sebastian Pilgrim (Bass). Es spielen die Bielefelder Philharmoniker. Die Leitung hat Wolfgang Helbich.

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Dirigent Wolfgang Helbich

Wolfgang Helbich, in Berlin geboren, studierte Schul- und Kirchenmusik sowie Dirigieren in Detmold und Berlin. 1971 gründete er das Alsfelder Vokalensemble, dessen ständiger Künstlerischer Leiter er noch heute ist. Seine beruflichen Stationen führten ihn über Alsfeld und Berlin nach Bremen, wo er von 1976 bis 2008 als Leitender Kirchenmusiker am St. Petri Dom tätig war. Zwischenzeitlich betreute Helbich zudem Professuren für Chorleitung an den Hochschulen Bremen und Saarbrücken. Unter Helbichs Leitung entstanden zahlreiche, teilweise preisgekrönte CD-Einspielungen mit dem Alsfelder Vokalensemble Bremen sowie dem Bremer Domchor. Gastdirigate führten zur Zusammenarbeit mit dem NDR-Chor, dem WDR-Chor, dem RIAS-Kammerchor und dem Münchener Bach-Chor. Wolfgang Helbich ist Herausgeber von Chor- und Orgelliteratur und war Professor für Chorleitung an Musikhochschulen in Saarbrücken und Bremen.

Seit 1999 ist Wolfgang Helbich künstlerischer Leiter des „Musikvereins Bielefeld.“

Dirigenten wie Wilhelm Lamping, Michael Schneider von 1951 – 1958 und Martin Stephani von 1959 – 1983 – haben diesen Chor maßgeblich geprägt.

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Jón Philipp von Linden gibt vor dem Konzert am 7. Mai um 19.15 im Kleinen Saal der Oetkerhalle eine Einführung.

Karten für das Konzert sind im Vorverkauf in der Touristinformation im „Neuen Rathaus in Bielefeld“ sowie bei Chormitgliedern erhältlich. Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Eintrittspreise:
10,00 bis 24 Euro

Kartenvorverkauf:

TOURIST-INFORMATION Bielefeld im Neuen RATHAUS

Niederwall 23
33602 Bielefeld

Telefon 0521 / 51-6999
Telefax 0521 / 178811

touristinfo.rathaus@bielefeld.de
www.bielefeld.de

www.musikverein-bielefeld.de

RUDOLF-OETKER-HALLE BIELEFELD

– Bestuhlungsplan

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Eine interessante Gegenüberstellung mit dem Himmelfahrts-Oratorium von: Albert Lortzing zu J.S. Bach, darauf bin ich sehr gespannt. Nach dem Highlight von gestern in Detmold: Vivaldi-Bach, wieder eine interessantes Konzertprogramm in OWL.

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Rezension-Kritik Musikverein Bielefeld, Himmelfahrtsoratorium nachstehend.

Rezension NW Himmelfahrts-Oratorium- Zur Vergrößerung in das Foto klicken..!!

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Schönes Wochenende und Grüße

Volker
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+) Textauszüge-Rezension: © 2010 NW vom 30.4. und 10.5.2010

News vom Label: Soli Deo Gloria


News

SDG’s latest release enters specialist classical chart (6 Mar 2010)

SDG’s latest release – Bach Cantatas Volume 2 (SDG 165) – enters the specialist classical chart at number two!

News vom Label SDG vom 9.3.2010

To see the full classical chart, please click here:

Link: http://www.gramophone.co.uk/chart

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Gruß

Volker

Sir Gardiner-News: Einmaliges Sonderkonzert J.E. Gardiner mit Advents-Kantaten in der Philharmonie Berlin


Hallo Gardiner-Freunde,

Sir John Eliot Gardiner ist mit den English Baroque Soloists und Monteverdi Choir zu einem Sonder-Konzert in Deutschland nach Berlin  in die dortige Philharmonie mit Advents-Kantaten von J.S. Bach – eingeladen worden.

Das Konzert in der Berliner-Philharmonie findet am:

Montag, 6. Dezember 2010 um 20:00 Uhr statt.

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Zur Aufführung gelangen folgende Kantaten von J.S. Bach:

BWV 61 Nun komm der Heiden Heiland, BWV 151 Süßer Trost, mein Jesus kömmt, BWV 70 Wachet! Betet!

und Instrumental:

BWV 1060 Konzert für Violine und Oboe.

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Karten und Infos:

Direkt – Online-Bestellung von Karten für Berlin

Link: http://www.berliner-konzerte.de/adventskantaten_sir_john_eliot_gardiner.1454.301888.html

Telefon: 0180 55 44 888

Saalplan Philharmonie:  Saalplan Philharmonie Berlin

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BACH-MAGAZIN Heft 15

In dem BACH-MAGAZIN Heft 15 ist ein großartiger Artikel über Sir John Eliot Gardiner verfasst worden. Es geht um das Projekt: „Soli Deo Gloria“ Feste Alter Musik im Braunschweiger Land.

Wie bekannt, ist der Mitbegründer dieses Festivals in Braunschweig an erster Stelle Sir J.E. Gardiner zu benennen zusammen mit Günter Graf von der Schulenburg. Ihm ist es mit zu verdanken, dass diese Fest-Konzerte im Braunschweiger Land Überregional eine großartige Resonanz in Deutschland und dem Ausland gefunden hat.

Wie bekannt, gastiert er mit seinem Ensemble und dem Monteverdi Choir am 7. Mai 2010 mit der h-moll-Messe von J.S. Bach im Kaiserdom von Königslutter.

Weitere Konzert-Termine von Sir Gardiner in Deutschland 2010 können unter dem nachstehenden Link nachgelesen werden.

Link:h i e r  –  k l i c k e n..!!

In dem Bach Magazin-Artikel kommt des weiteren zur Sprache, dass Sir Gardiner im Kalenderjahr 2011 sein ersehntes „Sabbatical“ nehmen wird.

Ein Vergleich der CD-Veröffentlichungen mit den Brandenburgischen Konzerten von Riccardo Chailly und dem Gewandhaus-Orchester und Sir Gardiner, English Baroque Soloists, Kati Debretzeni, ist in dem Heft 15 hinterlegt. Hierzu der Schlusssatz der Rezension:

Fazit:

Chailly reüssiert erstaunlich gut, großes Lob ist ihm und seinen Musikern für ihren Bach zu spenden.

Gardiner allerdings agiert oft expliziter, plastischer, in musikalisch-rhetorischer Hinsicht souveräner – der Erfahrungsvorsprung seines Teams bleibt unüberhörbar….!!

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Eine Fotogalerie über den Artikel: SDG für Alte Musik im Braunschweiger Land – nachstehend,

zum Lesen und zur Vergrößerung in das jeweilige Bild klicken.

Bild 1

Artikel Bild 1

Bild 2

Artikel Bild 2

Bild 3

Artikel Bild 3

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Grüsse

Volker

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