Archiv der Kategorie: Bach-Interpreten

Himmelfahrtskantaten in London, St. Giles, am Donnerstag, 10.05.2012 mit dem Monteverdi Choir, den English Baroque Solists Leitung: Sir J. E. Gardiner


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Aufführungsstätte: St. Giles Cripplegate, London

Aufführungsstätte: St. Giles Cripplegate, London

Eine Himmelfahrt mit Wiederkehr !

Himmelfahrtskantaten in London, St. Giles, am Donnerstag, 10.05.2012

mit dem

Monteverdi Choir,

den English Baroque Solists

Leitung: Sir J. E. Gardiner

St. Giles Cripplegate, London

Solisten:
Lenneke Ruiten Sopran
Meg Bragle Mezzosopran
Andrew Tortise Tenor
Dietrich Henschel Baß

Im ersten Konzert um 18.30 h kamen zur Aufführung:

Auf Christi Himmelfahrt allein BWV 128 uraufgeführt: 10. Mai 1725
Wer da gläubet und getauft wird BWV 37 18. Mai 1724
Lobet Gott in seinen Reichen BWV 11 19. Mai 1735

Innerhalb von 11 Jahren, von Mai 1724 bis Mai 1735,  hat J. S. Bach die Himmelfahrtskantaten und das Himmelfahrtoratorium geschrieben und aufgeführt. Es sind großartige Werke, die einen alles Irdische vergessen lassen und mitnehmen in schwindelerregende Höhen.

Dazu diese erstklassige Besetzung: Die English Baroque Soloists sind einfach nicht zu toppen. Es war ein einziges Swingen und Jazzen, teilweise auch Rocken. Allen voran Prof. Niesemann an seiner Oboe. Zauberei, Magie! Für mich war er das absolute Highlight. Ich habe mich nach den beiden Konzerten bei ihm bedankt. Er schien ganz überrascht, hatte wohl selbst gar nicht gemerkt, wie großartig er gespielt hat.

Der Chor war in ausgezeichneter Form, die Solisten brillant und der Sir einfach genial. Er hat uns alle mitgerissen. In einer kleinen, launigen Rede während einer kurzen Umbauphase hat er sich in beiden Konzerten bei allen für die geleistete Unterstützung bedankt. Selbst aus Afrika, China oder Australien waren Spenden gekommen, um die Lücke in der Reihe der CDs der BachCantataPilgrimage zu schließen. Die Finanzierung für diese Aufnahme wurde erst durch eine gewaltige Spendenaktion möglich. Während der Pilgrimage im Jahr 2000 konnten nur die Himmelfahrtskantaten wegen eines technischen Defektes nicht live aufgenommen werden. Das wurde jetzt in London nachgeholt.

Sir Gardiner - First Tutti for our Ascension Cantata concerts

Sir Gardiner – First Tutti for our Ascension Cantata concerts… (Fotorechte: Soli Deo Gloria, England)

Im zweiten Konzert um 20.30 h waren die Musiker/innen, Sänger/innen und Solisten außer Rand und Band, schmetterten, posaunten und jubelten.

Auf Christi Himmelfahrt allein BWV 128 (Wiederholung) s. o.
Gott fähret auf mit Jauchzen BWV 43 30. Mai 1726
Lobet Gott in seinen Reichen BWV 11 (Whlg. und Krönung) s. o.

Die absolute Krönung für mich war das BWV 11 Himmelfahrtsoratorium „Lobet Gott in seinen Reichen“.

Alle Erdenschwere schien aufgehoben. Das Frohlocken der Instrumente und der Jubel des Chores haben mir ganz persönlich ein Stückchen Himmel auf Erden gezeigt.

Der Applaus am Ende dieses Konzertes wollte kein Ende nehmen. Auch nach der obligatorischen Zugabe konnte ich mich nur schwer vom Ort des Geschehens lösen.

Ich möchte die einzelnen Kantaten und das Oratorium nicht kommentieren. Das können andere besser. Ich möchte Euch einfach nur an meiner Freude teilhaben lassen; Freude darüber, dass ich diese beiden außerordentlichen Konzerte live erleben konnte, dass meine Gesundheit mitgespielt hat und ich um mich herum immer nette Menschen hatte, die mir meine Fragen beantwortet und weitergeholfen haben.

Einen Wehrmutstropfen habe ich allerdings zu verzeichnen: Meine Kamera hat in London kurzerhand ihren Geist aufgegeben, so dass ich trotz aller Bemühungen vom Konzert und den Örtlichkeiten kein einziges Bild machen konnte. Für mich habe ich mit den Augen fotografiert, seht`s mir nach.

Herzlichen Gruss

Iris

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag “Rogate”


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Bild - Link: Festschrift 800 Jahre Thomaner

Bild – Link: Magazin 800 Jahre Thomaner  / oder  Link: http://www.leipziger-freiheit.de/publikationen/thomana/

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

 Link: BWV als PDF-Download

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  13.05.2012 

begehen wir den Sonntag   ”Rogate

Der Name dieses Sonntags rührt von den Bittumgängen her, die in vergangener Zeit (und manchenorts noch heute) auf den Feldern für eine gute Ernte vollzogen wurden. Diese Bittumgänge begannen am Sonntag Rogate (= Betet!) und wurden in der damit beginnenden Woche fortgeführt.
Der Sonntag Rogate wird in der evangelischen Kirche als Missionssonntag begangen. Mit ihm beginnt die „Missionsopferwoche“.
Der Sonntag Rogate ist der Betsonntag. Dieses Thema wird in den Perikopen vielfach beleuchtet. Auch dieses Thema ist eine Antwort auf das Ostergeschehen: Die Gemeinde ist nun frei durch Jesus Christus, Gott direkt zu bitten, ohne jeglichen Mittler, wie es zuvor notwendig gewesen war. Die Perikopen beleuchten das Thema Gebet nur von dem Aspekt des „Bittens“ her, was wohl angemessen ist. Wir sollten aber nicht vergessen, dass zum Gebet auch Dank gehört!

Am Sonntag Rogate erfahren wir, dass das Gebet eine große Verheißung hat. Dabei sollen wir nicht viele Worte machen, sondern inständig bitten nicht nur für uns, sondern auch für alle Menschen. Das Gebet der Gemeinde hat dabei eine besondere Verheißung, aber auch das Gebet des Einzelnen ist für die Gemeinde Gottes wichtig.

Wochenspruch: 

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. (Ps 66, 20)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag  ”Rogate

BWV   86 – Wahrlich, wahrlich, ich sage euch

BWV  87 – Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 87 – Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen,
Kantate zum Sonntag Rogate
für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo

Robin Blaze, Altus
Makoto Sakurada, Tenor
Peter Kooij, Bass

Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 86 „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch“

Sybilla Rubens, Sopran / Bernhard Landauer, Altus Christoph Prégardien, Tenor /

Klaus Mertens, Bass

Amsterdamer Barockorchester und Chor
Ltg.: Ton Koopman 


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 87 – „Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen“

Julia Hamari (Alt)
Aldo Baldin (Tenor)
Walter Heldwein (Bass)
Gächinger Kantorei Stuttgart
Bach-Collegium Stuttgart

Leitung: Helmuth Rilling

Johann Ludwig Krebs:
„Jesu, meine Freude“

Gerhard Weinberger (Orgel)

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 86 „Wo gehest du hin?“

am Sonntag Rogate
Siri Thornhill, Sopran
Petra Noskaiová, Alt
Christoph Genz, Tenor
Jan van der Crabben, Bass

La Petite Bande
Leitung: Sigiswald Kuijken

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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

6:25 Uhr – Einführung zur Kantate

800 Jahre Thomana

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch“ BWV 86

Gerda Schriever, Alt; Hans-Joachim Rotzsch, Tenor; Wolfgang Hellmich, Bass

Thomanerchor Leipzig,

Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Erhard Mauersberger 

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 87 – „Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen“,

Kantate zum Sonntag Rogate,

Robin Blaze, Countertenor; Makoto Sakurada, Tenor; Peter Kooij, Bass;

Bach Collegium Japan:

Leitung: Masaaki Suzuki

 
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Videos mit Bach-Kantaten zum Sonntag – „Rogate“
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/ YouTube: BWV 86 –  Wahrlich, wahrlich, ich sage euch”   –  (Interpret: Suzuki)

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/ YouTube: BWV 87 –  Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen ”   –  (Interpret: Harnoncourt)
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/ YouTube: BWV 97 –  In allen meinen Taten”   –  (Interpret: Harnoncourt)
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CDs – Bach-Kantaten: für den Sonntag  Rogate und  Exaudi

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Cover:  SDG 144 Vol. 25

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 144, Vol. 25

Aufführungsorte:

Kantaten für den Sonntag: Rogate und Exaudi

Annenkirche, Dresden  am 27. und 28. Mai 2000

Sherborne Abbey, am 4. Juni 2000

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CD-Inhalte:

BWV 86 – Wahrlich, wahrlich, ich sage euch /

Gardiner Pilgrimage CD 144 Vol.  25 – CD 1

BWV 87 – Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen /

Gardiner Pilgrimage CD 144 Vol. 25 – CD 1 

BWV 97 – In allen meinen Taten /

Gardiner Pilgrimage CD 144 Vol. 25 – CD 1 

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BWV  44 – Sie werden euch in den Bann tun /

Gardiner Pilgrimage CD 144 Vol. 25 – CD  2

BWV 150 – Nach dir, Herr, verlanget mich /

Gardiner Pilgrimage CD 144 Vol.  25 – CD  2

BWV 183 – Sie werden euch in den Bann tun /

Gardiner Pilgrimage CD 144 Vol.  25 – CD  2

Johann Christoph Bach (1642-1703) Motette – Fürchte dich nicht /

Gardiner Pilgrimage CD 144 Vol.  25 – CD  2

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Kantaten für den Sonntag: Rogate und Exaudi

Annenkirche, Dresden  am 27. und 28. Mai 2000

Sherborne Abbey, am 4. Juni 2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 87 Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen“ 

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BWV 87 Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen“ 

Ob Bachs Gemeinde zu erkennen vermochte, dass Formelemente im Kopfsatz der Kantate BWV 87 Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen bereits im Vorgängerwerk aus dem Jahr zuvor vorhanden waren – das einleitende Zitat der Worte Jesu aus dem Evangelium, vom Bass in einem vierstimmigen, von Oboen verdoppelten Streichersatz vorgetragen, die Art und Weise, wie der Sänger das fugiert angelegte polyphone Wechselspiel der Themen aufgreift –, werden wir nie erfahren. Aber es besteht kein Zweifel, dass Bach die Kantate des vergangenen Jahres als Gedächtnisstütze und zur Orientierung vor Augen hatte. Diesmal scheint er die Absicht zu haben, eine komplexere, differenziertere theologische Botschaft zu vermitteln, auch wenn das bedeuten sollte, dass er den Erwartungen seiner Hörer zuwiderläuft. Die unnachgiebige deklamatorische Kraft der Musik entspricht der sträflichen Vernachlässigung, die der Mensch den verheißungsvollen Worten Jesu entgegenbringt: ‚Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen’ (Johannes 16, 24). Auch ist nicht gleich die Erlösung in Sicht, stattdessen zieht Bach seine Hörer in den ersten fünf der insgesamt sieben Sätze drei Molltonarten abwärts (d, g, c), all dies in der Absicht, die Welt als ein Jammertal zu brandmarken, oder, wie das zweite Motto aus dem Johannes-Evangelium lautet: ‚In der Welt habt ihr Angst’. Die zweite Hälfte dieses Jesusworts ist es, ‚aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden’ (Johannes 16, 33), mit der die tonale Aufwärtsbewegung zurück zu d-moll beginnt. Dieses Werk ist die dritte von drei aufeinanderfolgenden Kantaten, die Bach 1725 auf Texte von Christiane Mariane von Ziegler für die Sonntage nach Ostern komponiert hat, und alle, wie Eric Chafe bemerkt, befassen sich mit dem ‚Verständnis für das Leiden Jesu in einer Atmosphäre des Triumphes und der Liebe, die als Vorbereitung auf die Himmelfahrt immer wieder deutlich zum Ausdruck bringt, wie die Angst der Welt überwunden wird’.

Im krassen Gegensatz zu der drängenden Dramatik des vorherigen Rezitativs bestimmt eine Atmosphäre der Ehrfurcht und Bußfertigkeit die Arie in d-moll, ‚Vergib, o Vater, unsre Schuld und habe noch mit uns Geduld’. Der wehmütige Klang der paarigen Oboen da caccia verwebt sich mit der Altstimme. Die bei dem Wort ‚vergib’ wiederholten und verschleiften Duolen kontrastieren und wechseln mit den aufsteigenden Arpeggien des Continuos (Fagott), so dass Äußerungen des Grams und flehentlichen Bittens gleichzeitig vernehmbar werden. Das Flehen wird noch eindringlicher im Mittelteil, wo Bach seine Continuoinstrumente über sieben chromatische Stufen (d, e, f, f#, g, g#, a) und anschließend fünf diatonische Intervalle (d, e, f, g, a) nach oben treibt. Hier spiegelt sich der Glaube des reuigen Sünders an eine klare und deutliche Sprache (‚rede nicht mehr sprichwortsweis’), ein Bezug auf Jesu Versprechen: ‚Es kommt aber die Zeit, dass ich nicht mehr durch Sprichwörter mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen werde von meinem Vater’ (Johannes 16, 25). Ziegler und Bach legen hier Nachdruck auf das lutherische Thema, das der Drangsal des Menschen entsprechend inständige Gebet sei das beste Mittel, in einer feindlich gesinnten Welt den Kontakt zu Gott herzustellen und aufrechtzuerhalten.

Dürr äußert die Vermutung, das zweite Rezitativ (Nr. 4), das in Zieglers Druckausgabe (1729) nicht enthalten ist, stamme von Bach selbst. Es mildert den abrupten Übergang zu den ‚tröstenden’ Worten Jesu in Nr. 5, die in einem musikalischen Konzept, das Bach bereits in seiner Mühlhausener Zeit (in BWV 71 und 106) zu entwickeln begonnen hatte, den Wendepunkt darstellen. Durch die begleitenden Streicher gewährleistet Bach, dass das eingeschobene Rezitativ genügend Gewicht erhält, und indem er zur ersten Person wechselt, verlagert er das Schwergewicht auf das Schuldanerkenntnis des einzelnen Gläubigen und weist über den tonalen Aufstieg zurück zu d-moll den Weg, wie diese Schuld und die mit ihr verbundenen Sorgen überwunden werden können.

Genau dort, wo sich ein üppig orchestriertes Versatzstück für die letzten Worte Jesu aus eben diesem Kapitel des Johannes- Evangeliums erwarten ließe, beschloss Bach (und vermutlich auch Ziegler), auf den beschwichtigenden Satz ‚Solches habe ich mit euch geredet, dass ihr in mir Frieden habet’ zu verzichten. Stattdessen reduziert er seine tonale Palette und beschränkt seinen Spruch auf eine Continuobegleitung (Nr. 5): hager, streng und angsterfüllt, in Mustern, die auf einen absteigenden chromatischen Tetrachord hindeuten. Selbst der Schlüsselsatz ‚ich habe die Welt überwunden’ wird fast erdrückt, verschluckt in einer Aufwärtsbewegung nach es-moll, die gerade einmal neun Takte anhält, bevor sie wieder nach c-moll abfällt. Erst im sechsten Satz, einem ausgedehnten Siciliano in B-dur von unbeschreiblicher Schönheit für Tenor, Streicher und Continuo, wird Bachs Gesamtkonzept deutlich: Er will Sorge und Freude, Moll und Dur so gewichten, dass die Verheißung, der gequälten Seele werde Trost zuteil, nur um den Preis der Passion und Kreuzigung Christi erfüllt werden kann. Die sanfte, lyrische, fast pastorale Stimmung, in der Reue und Akzeptanz geäußert werden, ist daher mit Dornen gespickt, gewürzt mit vereinzelten Dissonanzen bei den Wörtern ‚leiden’, ‚Schmerz’ und ‚verzagen’. Das bestätigt auch der abschließende Choral, der auf dem pietistischen Lied ‚Jesu meine Freude’ basiert und die üblichen ‚Zuckermetaphern’ für den Schmerz enthält – ‚über Honig süße, tausend Zuckerküsse’. Die Rückkehr zu d-moll, so bemerkt Chafe, sei eine Erinnerung daran, dass ‚in der Welt des Leidens notwendigerweise auch die göttliche Liebe vorhanden ist und sie bezwingt’. 

© John Eliot Gardiner 2008

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zu den Sonntagen:

                   Rogate und Exaudi

                   Gardiner Reisetagebuch SDG 144 zum Download als PDF

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  Künstler-Beitrag:  David Watkin, Violoncello    als PDF /

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Kirche St. Jakob in Köthen – J.S, Bach Kantate für den Sonntag: Cantate – BWV 172 „Erschallet ihr Lieder“ – Eingangs-Satz.

„Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten!“ (BWV 172) ist eine geistliche Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1714 in Weimar für Pfingsten und führte sie dort in der Schlosskapelle am 20. Mai 1714 zum ersten Mal auf.

Die Kantate ist gesetzt für vier Solisten, Chor und ein festliches Orchester: drei Trompeten, Pauken, Oboe (in späteren Fassungen Oboe d’amore oder Orgel), Streicher, Violoncello, Fagott und Basso continuo. Der Text für die Sätze 1 und 3 bis 5 wird Salomon Franck zugeschrieben.

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800 Jahre Thomaner, ein köstlicher Film zum Jubiläum..!!

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Ich wünsche allen einen schönen musikalischen Sonntag  „Rogate !“
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Herzliche Grüße
Volker
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Eine Juwel einer Bach-Kantate erklang am Sonntag „Cantate“ in der Nicolaikirche


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Liebe Bachfreunde !

Selten wird in einem Forum über einen Gottesdienst etwas ausgesagt. Am Sonntag „Cantate“ besuchten wir den Kantaten-Gottesdienst in der Bielefelder Altstädter Nicolaikirche und wurden dort mit einem wunderbaren musikalischen Gottesdienst mehr als reich beschenkt.

Die Bedeutung des Sonntags „Cantate“ in der Evangelischen Kirche:

Zentraler Inhalt des Gottesdienstes an Sonntag Cantate ist der Gesang zum Gotteslob und die Wertschätzung des Gesangs und der Kirchenmusik. Vielerorts wird der Sonntag Cantate als musikalisch besonders gestalteter Gottesdienst begangen.

Zur Einleitung erklang von J.S. Bach das Orgel-Werk BWV 552 Praeludium Es-Dur. Zu unserer Überraschung spielte der uns allen bekannte Pianist vom OWL-Blogtreffen 2011 „Dmitri Grigoriev“ dieses wunderschöne Orgelwerk an der großen Beckerath-Orgel und gestaltete den weiteren liturgischen Gottesdienst.

In seiner Predigt outete sich Pfarrer Armin Piepenbrink-Rademacher als ein profunder Bach-Kenner und Liebhaber seiner Musik und sprach über das BWV 172 „Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten“, welches einleitend mit einem 1. Teil der Kantate vor der Predigt erklungen war. Vortrefflicher kann über eine Bach-Kantate nicht referiert werden und wir erlebten eine Lehrstunde über diese großartige Pfingst-Kantate mit ihren berührenden Rezitativen, Arien und Chorälen.

Leitung: Carsten Briest

Leitung: Carsten Briest

Der nachfolgende zweite Teil der Kantate „Erschallet, ihr Lieder“ ging einem dann doch unter die Haut. Vorab gab es die profunde wörtliche Einleitung zum BWV 172 und nun wurde das praktisch musikalisch zum Klingen gebracht. Das war nur schwer zu verdauen und wir kämpften mit unserer Verfassung. Ein glänzend besetztes Orchester mit hervorragenden Gesangs-Solisten und seinem umsichtigen Leiter: Carsten Briest konnten das so überzeugend umsetzen und vermitteln. Der Altstädter Kammerchor war in den Frauenstimmen eine innere Genugtuung, leider waren die Männerstimmen unterbesetzt und machten trotz dieses Mankos die Kantaten-Wiedergabe zu einem berührenden Ereignis.

Den Schlussteil des Gottesdienstes gestaltete Dmitri Grigoriev mit dem 2. Teil des Orgelwerkes BWV 552 von J.S. Bach. Hier entwickelt sich ein wahrer Jung-Organist von außergewöhnlicher Qualität, dem ich an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen kann. Schöner und inniger kann ein Bach-Werk an der wunderbaren Beckerath-Orgel nicht erklingen.

Das Fazit zum Bach-Gottesdienst am Sonntag Cantate:

Bach mit seiner grandiosen Musik und das sonntägliche Wort haben uns alle erreicht und sehr bewegt. Es war ein musikalischer Cantate-Sonntag, der seine Wirkung bei uns bis ins tiefste Seelen-Leben sehr getroffen hat.

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Diese fantastische Pfingst-Kantate BWV 172 ist auf YouTube zu finden und ich möchte sie zur Abrundung dem Leser zur Verfügung stellen.

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P.S. Eine Aktualisierung am Dienstag, 8. Mai 2012 für die Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld.

Am Sonntag „Cantate“ fand an gleicher Stätte abends ein Vokal-Konzert der „Westfälischen Kantorei Herford“ statt, welches wohl von Bog-Lesern besucht wurde. Eine ausgezeichnete Rezension gibt es dazu in der heutigen NW vom 8. Mai 2012 die wie folgt lautet:

Professionelles Niveau

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Westfälische Kantorei Herford in der Nicolaikirche

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Bielefeld (beu). Chor-Besuch aus den Nachbarstädten Gütersloh, Halle oder Detmold ist stets willkommen; besonders wenn er die gewiss reiche Bielefelder Chormusikszene um Gesang in Profi-Qualität bereichert. Auch beim Auftritt der Westfälischen Kantorei Herford war an diesem Sonntag Cantate in der Altstädter Nicolaikirche A-cappella-Chormusik auf Spitzenniveau zu erleben.

Der Schwerpunkt der von Hildebrand Haake ebenso fachmännisch geleiteten wie erläuterten Programmfolge lag auf geistlichen Gesängen der deutschen Romantik. Gleich mit vier von Max Regers asketisch entschlackten Spätwerk-Gesängen op. 138 machte der Chor auf bewundernswerte Weise alles klar: Sein Singen ist von durchweg lupenreiner Tonperfektion und mustergültiger Artikulation, dabei so dynamisch beweglich wie hellhörig ausgefeilt und kontrolliert im Ausdruck.

Was Hugo Wolfs geistliche Lieder auf Eichendorff-Gedichte nicht zuletzt ausweislich seiner eigenen Liedtitel (Aufblick, Einkehr, Resignation, Erhebung) an seelischen Befindlichkeiten spiegeln, erfuhr subtile Auslotung in reicher, geschmeidig-dichter Klangschattierung. Und in Mendelssohns „Deutscher Liturgie“ tat sich nach deklamatorischer Gloria-Eleganz (hier mit Soli) in der in Terzschritten raumgreifenden Achtstimmigkeit des „Heilig, Heilig“ wahrlich das Klangbild herabsteigender Engelschöre auf.

In der denkbar konträren kunstvollen Doppelchörigkeit von J.S Bachs Pfingst-Motette „Der Geist hilft unserer Schwachheit auf“ BWV 226 glänzte Hildebrand Haakes Kantorei nicht minder: Was die knapp drei Dutzend Stimmen darin an ausgewogener Satzbalance und Feinzeichnung, an schier immaterieller Leichtigkeit und Transparenz im ersten Teil und polyphoner Klarheit im fließenden Melos einer Doppelfuge demonstrierten, war faszinierend hochkarätig.

Zum vielgestaltigen Ausklang der Konzertstunde boten die Herforder Gäste noch eine Folge von Spirituals und Madrigalen, der sie stilistisch zwischen frühbarockem Lamento (Monteverdis Klage der Ariadne), der launigen Moderne eines Matyas Seiber und Verliebtem der englischen Spätrenaissance – nebst einer beständig zwischen Balletto-Fröhlichkeit und Wehklage wechselnden Zugabe von Thomas Weelkes – nichts schuldig blieben.

© 2012 Neue Westfälische
01 – Bielefeld West, Dienstag 08. Mai 2012

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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag “Kantate”


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Bild-Link: Cover "800 Jahre Thomanerchor Leipzig"

Bild-Link: Cover „800 Jahre Thomanerchor Leipzig“

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

 Link: BWV als PDF-Download

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  06.05.2012 

begehen wir den Sonntag   ”Kantate

Der Name des Sonntags Kantate leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: Cantate Domino canticum novum, quia mirabilia fecit!. (Ps 98, 1a;).

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Der Sonntag Kantate ist der Singesonntag, was allerdings nicht durch das Evangelium deutlich wird. Andere Perikopen gehen schon eher auf die singende Antwort der Gemeinde auf Gottes Taten ein, d.h. sie berichten vom Lobpreis der Gemeinde. Der Sonntag Kantate befasst sich, so wie schon der Sonntag Jubilate, mit einer Form der Antwort der Gemeinde, was im Gottesdienst dann auch zum Tragen kommen soll.

Am Sonntag Kantate erfahren wir, dass das Lied wesentlicher Bestandteil des gemeindlichen Lebens ist. Das lobpreisende Lied kann nicht nur die Herzen fröhlich machen sondern auch Türen aufschließen; das Klagelied hilft nicht nur, Not und Sorgen abzulegen, sondern vermag auch neue Hoffnung zu geben. Der Liederschatz der Kirche ist unermüdlich groß, und es ist gut, dass das „Gesangbuch“ des jüdischen Volkes, der Psalter, darin eine wichtige Rolle spielt, denn die Psalmen sprechen wie nur wenige andere Lieder tief aus dem Herzen des Beters.

Wochenspruch: 

Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder! (Ps 98, 1a)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag  Kantate

BWV   108 – Es ist euch gut, dass ich hingehe

BWV  166 – Wo gehest du hin

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Wo gehest du hin?, BWV 166

Cantate für Soli, Chor, Oboen, Streicher und Basso continuo

Robin Tyson, Countertenor
James Gilchrist, Tenor
Stephen Varcoe, Bass

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Singet dem Herrn ein neues Lied, Motette BWV 225
Norddeutscher Figuralchor
Bach-Orchester Hannover / Ltg.: Jörg Straube

Schmücke dich, o liebe Seele, Choralbearbeitung
BWV 654
Christoph Schoener, Orgel

Bach-Kantate:

„Es ist euch gut, dass ich hingehe“ BWV 108

Robin Tyson, Altus / James Gilchrist, Tenor
Stephen Varcoe, Bass / Monteverdi Choir London
English Baroque Soloists / Ltg.: John Eliot Gardiner


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

„Es ist euch gut, dass ich hingehe“ BWV 108 
Robin Blaze (Countertenor)
James Gilchrist (Tenor)
Dominik Wörner (Bass)

Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

„Wo gehest du hin?“

Kantate BWV 166 am Sonntag Cantate

Robin Blaze, Countertenor
Makoto Sakurada, Tenor
Stephan MacLeod, Bass

Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

Sonate für Orgel Nr. 2 c-Moll BWV 526
Ton Koopman


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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

6:25 Uhr – Einführung zur Kantate

800 Jahre Thomana

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch“ BWV 86

Gerda Schriever, Alt; Hans-Joachim Rotzsch, Tenor; Wolfgang Hellmich, Bass

Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Erhard Mauersberger 

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MDR-Fernsehen:

Aus aktuellen Anlass gibt es einen Fernseh-Gottesdienst

am Sonntag, 6.5.2012  um 10:00 Uhr aus Köthen…!!!!

Kirche St. Jakob in Köthen

Kirche St. Jakob in Köthen

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Aus der St. Jakobskirche in Köthen

überträgt das MDR FERNSEHEN

am Sonntag, 6. Mai, 10 Uhr, den evangelischen Festgottesdienst

zum Jubiläum 800 Jahre Anhalt. Auch MDR FIGARO ist live dabei.

Als im Jahr 1212 der Askanierfürst Heinrich I. die Regentschaft übernahm, begann die eigenständige Geschichte der Region Anhalt. Von der Reformation bis zur Moderne – man denke an das Bauhaus in Dessau – gingen von hier kulturelle und theologische Impulse für ganz Deutschland aus.

Das Jubiläum begeht die Evangelische Kirche Anhalts mit einem festlichen Gottesdienst aus St. Jakob in Köthen, musikalisch gestaltet

vom Köthener Bachchor.

Es predigen Joachim Liebig, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, und Pfarrer Wolfram Hädicke.

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Ausführliche Informationen zum Festgottesdienst bzw. zum Jubiläum 800 Jahre Anhalt

finden Sie unter:

www.mdr.de/religion/ und unter 800-jahre-anhalt/.

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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„Es ist euch gut, dass ich hingehe“, BWV 108

Carolyn Watkinson, Alt; Peter Schreier, Tenor; Philippe Huttenlocher, Bass;

Gächinger Kantorei; Bach-Collegium Stuttgart:

Helmuth Rilling

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Fantasia sopra „Jesu, meine Freude“, BWV 713

Eva-Marie Sachs, Orgel

 
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Videos mit Bach-Kantaten zum Sonntag – Kantate
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/ YouTube: BWV 86 –  “Wahrlich, wahrlich, ich sage euch”   –  (Interpret: Masaaki Suzuki)

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/ YouTube: BWV 108 –  Es ist euch gut, dass ich hingehe ”   –  (Interpret: Harnoncourt)
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/ YouTube: BWV 166 –  Wo gehest du hin”   –  Part 1  (Interpret: Leonhardt)
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/ YouTube: BWV 166 –  Wo gehest du hin”   –  Part 2  (Interpret: Leonhardt)
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Bach-Kantaten: für den Sonntag  Jubilate und  Kantate

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.Cover:  SDG 107 Vol. 24

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 107, Vol. 24

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CD-Inhalte:

BWV 12 – Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol.  24 – CD 1

BWV 103 – Ihr werdet weinen und heulen /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol. 24 – CD 1 

BWV 146 – Wir müssen durch viel Trübsal /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol.  24 – CD  1

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BWV  108- Es ist euch gut, dass ich hingehe /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol. 24 – CD  2

BWV 117 – Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol.  24 – CD  2

BWV 166 – Wo gehest du hin? /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol.  24 – CD  2

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Kantaten für den Sonntag: Jubilate und Kantate

Schlosskirche, Altenburg  am 14. Mai 2000

St. Mary’s, EWarwick am 21.05.2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 108 Es ist euch gut, dass ich hingehe“ 

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BWV 108 „Es ist euch gut, dass ich hingehe“

Wenn wir uns aus Bachs erstem Kantatenzyklus in seinen zweiten Leipziger Jahrgang begeben, die sich beide dem gleichen theologischen Grundgedanken widmen, sind wir inzwischen nur zu sehr daran gewöhnt, in der Art und Weise, wie er sich seinem Thema nähert und die Metaphorik einsetzt, erstaunlichen Gegensätzen zu begegnen.

Darum trifft es uns wie ein Schock, wenn wir nun feststellen müssen, dass er zweimal hintereinander das gleiche formale Gerüst verwendet. Ich möchte wetten, dass aufgeschlagen auf seinem Notenpult, als er sich im April 1725 hinsetzte, um BWV 108 „Es ist euch gut, dass ich hingehe“ zu komponieren, Wo gehest du hin? aus dem Vorjahr lag: Die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Kantaten sind einfach zu groß, um zufällig sein zu können. Beide beginnen nicht mit dem üblichen Chor, sondern mit einem Bass-Solo (vox Christi) und sparen den Chor für das Ende (BWV 166) oder die Mitte und das Ende (BWV 108) auf. Keines der beiden Werke enthält ein Sopran-Solo (kann es sein, dass die Knaben in zwei aufeinander folgenden Jahren an Windpocken erkrankt waren, oder hatte es irgendeinen unerfindlichen theologischen Grund?). Beide Kantaten haben als zweiten Satz eine gewichtige Tenorarie, jede mit einer ausgehaltenen Note, die besonders betont wird: ‚stehe’ in BWV 166, ‚glaube’ in BWV 108. Beide Werke sind auf einer Art arpeggierten Tonleitertreppe errichtet, deren Stufen darauf hindeuten, dass der Heilige Geist zu Pfingsten herabsteigen wird (in BWV 166 abwärts führend von B nach g, c, D, B und g, in BWV 108 von A nach fis, D nach h). Es ist bezeichnend, dass sich BWV 108 der zentralen Frage, die in BWV 166 knapp abgehandelt wurde, ausführlicher widmet. ‚Wo gehest du hin?’ bringt im folgenden Jahr eine Erklärung: ‚Es ist euch gut, dass ich hingehe…’.

Zu den Sätzen, die auf mich den tiefsten Eindruck gemacht haben, gehört zunächst einmal die Tenor-Arie mit obligater Violine, ‚Mich kann kein Zweifel stören’ (Nr. 2) – eine mächtige Nummer, die recht verschachtelt angelegt, aber wunderbar ausgearbeitet ist und ein bisschen an Brahms’ ungarische Zigeunerweisen erinnert; dann die strenge Chorpolyphonie von Nr. 4, ‚Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird’ – drei dicht gedrängte Fugen im Motettenstil. Sie wirken widerspenstig auf dem Papier, bringen jedoch in der Aufführung ihren Geist überzeugend zur Geltung. Und schließlich die herrliche 6/8-Arie für Alt und Streicher, ‚Was mein Herz von dir begehrt’ (Nr. 5), die mit ihrer gebrochenen Melodielinie und ihrem durchscheinenden Satz für die erste Violine eine tiefe Sehnsucht erkennen lässt, wie sie der Psalmist in Psalm 42 besingt: ‚Wie der Hirsch dürstet nach frischem Wasser…’. 

© John Eliot Gardiner 2005

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zu den Sonntagen:

                   Jubilate und Kantate 

                   h i e r  zum Download als PDF 

  Künstler-Beitrag:  Silas John Standage, Orgel  /

                 Künstler-Beitrag: Silas John Standage  – Orgel  als PDF  

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 800 Jahre Thomaner, ein köstlicher Film zum Jubiläum..!!

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Ich wünsche allen einen schönen musikalischen Sonntag  „Cantate !“
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Herzliche Grüße
Volker
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Die Westfälische Kantorei Herford gibt am Sonntag, 6.5.2012 ein Vokal-Konzert in der Altstädter Nicolaikirche Bielefeld


Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Die Westfälische Kantorei Herford unter der Leitung von Prof. Hildebrand Haake bringt am

Sonntag, 6.5. um 20 Uhr in der Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld

ihr aktuelles Programm zu Gehör, das im März auf einer Reise nach Moskau erklang.

Der Chor war dort zum hervorragend besetzten Chorfestival „Ippolitischer Frühling“ eingeladen, benannt nach der gleichnamigen Hochschule und ihrem Gründer.

Die Westfälische Kantorei singt Madrigale in verschiedenen Sprachen aus  Renaissance und Moderne sowie Spirituals in Sätzen führender amerikanischer Arrangeure. Im Mittelpunkt stehen Kompositionen der deutschen Chormusiktradition: Teile aus den „8 geistliche Gesängen“ von Max Reger sowie den 6 Geistlichen Liedern“ von Hugo Wolf. Ausserdem erklingt eines der zentralen Chorwerke Johann Sebastian Bachs: Seine doppelchörige Motette  – BWV 226 „Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf“

Das Konzert wird vom Leiter des Chores, Prof. Hildebrand Haake, moderiert.

Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte zur Deckung der Unkosten wird gebeten.

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YouTube: J.S. Bach Motette BWV 226

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P.S. Es gibt eine weitere Veranstaltung für die Nicolaikirche Bielefeld für den 6. Mai 2012 zu melden:

Bach-Kantate in der Nicolaikirche Bielefeld.

Zum „Sonntag Kantate“ am 6. Mai 2012 wird eine Bach-Kantate in der Altstädter Nicolaikirche erklingen.

Der Gottesdienst beginnt um 10.30 Uhr

und bildet einen der Höhepunkte des kirchenmusikalischen Angebots der Gemeinde in dem von der Landeskirche ausgerufenen „Jahr der Kirchenmusik“.

Zur Aufführung kommt die Kantate „Erschallet, ihr Lieder“ BWV 172.

An der Aufführung wirken Jessica Walden (Sopran), Bettina (Pieck), Markus Gruber (Tenor) und Kevin Dickmann (Bass) mit. Solisten und Chor werden von einem Kammerorchester und einem Detmolder Trompetenensemble begleitet. Die Leitung hat Carsten Briest.

Grüße Volker

Bundesweite Konzertreihe „366+1 – Kirche klingt – machte Station in der Pauluskirche in Bünde


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Das Kalenderjahr 2012 ist das Jahr der Kirchenmusik. 

Pauluskirche Bünde

Pauluskirche Bünde

Das vom Kulturbüro der EKD und den Musikern der Landeskirchen organisierte Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatsminister Bernd Neumann und findet im Rahmen der Lutherdekade statt, die das 500. Reformationsjubiläum 2017 vorbereitet.

Die bundesweite Konzertreihe „366+1Kirche klingt“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist in Ostwestfalen-Lippe angekommen. Am Freitagabend, 27.04.2012 hatte die kirchenmusikalische Stafette in Bünde mit dem 118. Konzert in der Pauluskirche ihre vorletzte Station in Westfalen.

Bundesweit sind im Themenjahr der EKD unter dem Motto „366+1“ Konzerte und Musikgottesdienste an jedem Tag des Jahres an einem anderen Ort geplant.

366+1 Kirche klingt 2012

Im Miteinander Tausender bringen die verschiedensten Musici bundesweit einen künstlerischen Schatz der Reformation in vielfältiger Tradition zum Klingen: ihre Musik. An jedem Tag ein Konzert – beginnend am 01. Januar 2012 in Augsburg, endend am 31. Dezember 2012 in Zittau. Unzählige Komponisten und Kantoreien stehen in einer Traditionslinie musikalischer Boten der Reformation.

Sie alle lassen sich hören !  Sie alle kommen zum Klingen !

Am Freitagabend, 27.04.2012  erklang das 118. Konzert in der Pauluskirche in Bünde. Die Bünder Kantorei und das Telemann-Collegium spielten unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Hans-Martin Kiefer ihr Programm mit dem Titel „Auferstehung“.

Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) „Missa brevis in G“ KV 140

Hans-Martin Kiefer, Bünde (Eigen-Komposition) „Christ ist erstanden“

J.S. Bach (1685-1750) BWV 249 „Osteroratorium“

Mitwirkende:

Eike Tiedemann (Alt), –  Jörg Erler (Tenor), – Andreas Jören (Bass), – Jutta Potthoff (Sopran), die Bünder Kantorei und das Telemann-Collegium Herford, das sich unter anderem aus Mitgliedern der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford zusammensetzt.
Die Gesamtleitung liegt in Händen von Hans-Martin Kiefer.

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Begonnen wurde mit der kurzen Messe (Missa brevis) in G-Dur (KV 140) von Wolfgang Amadeus Mozart, die zu den frühen Werken des berühmten Musikers gehört.  Hans-Martin Kiefer interpretierte sie fein akzentuiert.Hier traten zum ersten Mal die außerordentlichen Solisten hervor: Jutta Potthoff im Sopran, Eike Tiedemann im Alt, Jörd Erler im Tenor und Andreas Jören im Bass. Sie alle sangen sehr expressiv, aber niemals aufdringlich. Sie litten an den Stellen, an denen sie seufzen sollten, erzählten dann, als sie berichten sollten und frohlockten, wenn sie jauchzen sollten. Ein exzellenter Gesangs-Genuss, der vollends überzeugte. Eine ebenso großartige Leistung des Chors der Bünder Kantorei, bestehend aus etwa 20 Männern und 60 Frauen, der dynamisch in den überlagernden Stimmen ganz zart und gefühlvoll eingestellt worden war.

                                    Kirchenmusikdirektor Hans-Martin Kiefer

Anschließend erfolgte die Uraufführung eine Eigenkomposition von Hans-Martin Kiefer. Er hat fünf Sätze über den Osterchoral „Christ ist erstanden“ von Wigbert von Burgund gesetzt. Paradigmatisch führte der Komponist vor, wie zeitgemäß ein Orchester in barocker Instrumentierung klingen kann, ohne mit übertrieben vielen Dissonanzen musikalischen Intellekt vorzutäuschen. Dennoch waren die dem modern sozialisierten Gehör eingängigen Sätze niemals harmonisch belanglos und sehr emotional.
Eindringlich waren die dunkler und offener klingenden Blockflöten, die mit den hellen und gepressten Oboen einen sanften Dialog führten. In der Klangfarbe bediente die Komposition trotz fast minimalistischer orchestraler Besetzung das ganze Spektrum. Rhythmisch kam sie im Arrangement manchmal wie ein leichter Wellenschlag daher, um im nächsten Augenblick mit Blechbläsern und Pauken wieder druckvolle Dominanz zu präsentieren.

                von links im Bild: Jörg Erler (Tenor) – Andreas Jören (Bass)

Den Abschluss des Abends bildete das Oster-Oratorium von Johann Sebastian Bach (BWV 249). Obwohl es zu den bekanntesten Werken des damals (1725) bereits Leipziger Kantors gehört, wird es nur selten aufgeführt. Möglicherweise liegt es daran, dass es inhaltlich etwas schwerer kategorisierbar ist. Kiefer intonierte es von Anfang als herrlich verspielte und leichte Barock-Musik.

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Ein Video von Herreweghe mit dem BWV 249 Gesamt-Aufnahme:

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Es klang, als ob er die Schwere, die man an manche Stellen des Werkes hineininterpretieren könnte, nur an den absolut notwendigen Stellen zugelassen hätte, ohne dabei jemals brachial ins Pathos zu kippen. Die warme Klangfarbe und die tiefen Töne bei den Streichern und den Blockflöten klangen zu keiner Zeit übertrieben schwermütig. Das Trompeten-Ensemble war hervorragend und brachten die „Königliche Musik“ hervorragend zur Geltung und fügten sich nahtlos in ein harmonisches Orchester mit ein.

Ein hervorragendes Trompeten-Ensemble

                                                 Ein hervorragendes Trompeten-Ensemble

Stürmischer Applaus  der ca. 350 Besucher bezeugte den Protagonisten, dass sie ein wunderbares und ausgewogenes Konzert-Programm zu Gehör bekommen haben und vollauf begeistert den Aufführenden ihren Dank zum Ausdruck geben wollten. Kirchenmusikdirektor Hans-Martin Kiefer, das Orchester , Gesangs-Solisten und der Bündner Kirchenchor nahmen es freudestrahlend zur Kenntnis und beglückten den Besucher mit einer Zugabe von J.S. Bach aus dem Oster-Oratorium mit dem Choral-Satz: „Kommt, eilet und laufet, ihr flüchtigen Füße..!“

                            von links im Bild: Eike Tiedemann (Alt ) – Jutta Potthoff (Sopran)

Nach der Zugabe stand die Kirche Kopf und wir „Beglückten“ labten uns anschließend mit einem Glas Wein und Gebäck im Hinterraum der Pauluskirche. Ein großartiger Konzert-Abend im Rahmen der Reihe: „366+1 Kirche klingt  2012″ hatte somit viel zu schnell ein Ende gefunden.

Herrlich, dass sich wieder die Blog-Riege aus OWL zu diesem Konzert ein Wiedersehen ermöglichte…!!!

Informationen zur Veranstaltungsreihe im Jahr der Kirchenmusik finden sich im Internet unter www.ekd-366plus1.de 

Grüße

Volker

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(Textauszüge aus der NW Bünde vom 30.4.2012)

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag “Jubilate”


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800 Jahre Thomana

Bild-Link: Buchveröffentlichung "800 Jahre Thomana"

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

 Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  29.04.2012 

begehen wir den Sonntag   ”Jubilate

Der Name des Sonntags Jubilate leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: Jubilate Deo, omnis terra!. (Ps 66, 1;).
Am Sonntag Jubilate wird das Evangelium von Jesus als dem Weinstock gelesen. Das Thema „Die neue Schöpfung“ wird jedoch nicht ohne weiteres in diesem Evangelium deutlich, sondern in den anderen Lesungen, worin auf die Veränderungen hingewiesen wird, die durch Jesu Auferstehung bewirkt wurden und werden. Interessant ist die Wahl der priesterlichen Schöpfungsgeschichte als alttestamentlicher Lesung: hier wird das, was das Volk Israel schon lange erkannt hat, aufgegriffen: Gott hat die Schöpfung gut geschaffen, ohne Fehl und Tadel.

Das zahreiche Elend ist auf das Versagen des Menschen zurückzuführen, den Willen Gottes auszuführen. Durch Christus sind wir nun dazu befähigt. Am Sonntag Jubilate werden wir ermahnt, am rechten Weinstock zu bleiben, der Christus ist. Nur dann werden wir auch den Tod überwinden, weil Christus ihn überwunden hat. Dankbar hören wir die Verheißung von Jesu Wiederkunft. Durch seine Auferstehung haben auch wir teil an der neuen Schöpfung, die schon jetzt anbricht und bei seinem Kommen vollends heraufgeführt wird.

Wochenspruch: 

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Kor 5, 17)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag  Jubilate

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 BWV    12 –  Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen

BWV  103 – Ihr werdet weinen und heulen

BWV  146 – Wir müssen durch viel Trübsal

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Ihr werdet weinen und heulen, BWV 103
Kantate am Sonntag Jubilate
für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo

Brigitte Geller, Sopran
William Towers, Altus
Mark Padmore, Tenor
Julian Clarkson, Bass

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Ihr werdet weinen und heulen, Kantate BWV 103
Bogna Bartosz, Alt / Jörg Dürmüller, Tenor
Klaus Mertens, Bariton

Amsterdamer Barockorchester und Chor
Ltg.: Ton Koopman


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

„Ihr werdet weinen und heulen“ BWV 103 
Bogna Bartosz (Alt)
Jörg Dürmüller (Tenor)

Amsterdamer Barockchor und Orchester
Leitung: Ton Koopman

Johann Sebastian Bach:

„Wie will ich mich freuen“, Duett aus der Kantate
„Wir müssen durch viel Trübsal in das Reich Gottes eingehen“ BWV 146
Ensemble Akzente

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 12 am Sonntag Jubilate

Angelika Kirchschlager, Alt
Andreas Weller, Tenor
Alfred Reiter, Bass

Rundfunkchor Berlin
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Ingo Metzmacher

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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

800 Jahre Thomana

Wo gehest du hin“, BWV 166

Susanne Krumbiegel, Alt; Peter Diebschlag, Tenor; Gotthold Schwarz, Bass

Thomanerchor Leipzig,

Gewandhausorchester Leipzig,

Leitung: Georg Christoph Biller 

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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Kantate zum Sonntag Jubilate, BWV 146

„Wir müssen durch viel Trübsal in das Reich Gottes eingehen“

Brigitte Geller, Sopran; William Towers, Countertenor; Mark Padmore, Tenor;

Julian Clarkson, Bass;

Montverdi Choir; English Baroque Soloists:

John Eliot Gardiner

 
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Videos mit Bach-Kantaten zum Sonntag – Jubilate
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/ YouTube: BWV 12 –  Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen”   –  (Interpret: Leonhardt)

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/ YouTube: BWV 103 –  Ihr werdet weinen und heulen ”   –  (Interpret: Leonhardt )
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/ YouTube: BWV 146 –  Wir müssen durch viel Trübsal”   –  (Interpret: SDG)
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Bach-Kantaten: für den Sonntag  Jubilate und  Kantate

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.Cover:  SDG 107 Vol. 24

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 107, Vol. 24

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CD-Inhalte:

BWV 12 – Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol.  24 – CD 1

BWV 103 – Ihr werdet weinen und heulen /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol. 24 – CD 1 

BWV 146 – Wir müssen durch viel Trübsal /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol.  24 – CD  1

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BWV  108- Es ist euch gut, dass ich hingehe /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol. 24 – CD  2

BWV 117 – Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol.  24 – CD  2

BWV 166 – Wo gehest du hin? /

Gardiner Pilgrimage CD 107 Vol.  24 – CD  2

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Kantaten für den Sonntag: Jubilate und Kantate

Schlosskirche, Altenburg  am 14. Mai 2000

St. Mary’s, EWarwick am 21.05.2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 12 Weinen, Klagen, Sorgen, Zagent“ 

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BWV 12 „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“

entstand in Weimar, kurz nachdem Bach 1714 zum Konzertmeister ernannt worden war, und er nahm die Kantate zehn Jahre später in seinem ersten Amtsjahr in Leipzig wieder auf. Diese zweite Version vom 30. April 1724 war es, die wir in Altenburg aufführten. Sie beginnt mit einer hinreißenden Sinfonia, in der, wie wir uns vorstellen können, die tränenreiche Aussaat des Wintergetreides geschildert wird. Die klagende cantilena der Oboe, die an Marcello oder Albinoni denken lässt, bestimmt die Atmosphäre des einleitenden tombeau, eines der eindrucksvollsten und eindringlichsten Kantatensätze, die Bach bis zu diesem Zeitpunkt komponiert haben mag. Wenn man sich diesem Stück von rückwärts nähert, aus der langen Vertrautheit mit dem Crucifixus der Messe in h-moll (zu dem dieser Satz später geworden ist), überrascht der gröbere Zuschnitt und das brennende Pathos. Statt der vier Silben Cru-ci-fi-xus – vier Hammerschläge, die Christi Fleisch auf das Holz des Kreuzes nageln – widmet Bach dem Titel seiner Kantate vier verschiedene Gesangslinien (‚Weinen… Klagen… Sorgen… Zagen’). Jedes Wort, ein herzzerreißender Schluchzer, dehnt sich über den Taktstrich und den viertaktigen passacaglia-Bass hinaus. Diese Worte, so erfahren wir in der motettenartigen Folge, ‚sind der Christen Tränenbrot, die das Zeichen Jesu tragen’. Auch wenn ich die Crucifixus-Fassung dirigiere, geht mir das dreimal nachdrücklich artikulierte ‚Angst… und… Not’ (das später zu ‚passus est’ geworden ist) nicht aus dem Sinn.

Wenn das der Nadir, der tiefste Punkt ist, wie der Gelehrte Eric Chafe sagt, ‚wohin der Mensch zu äußerster Qual gebracht wurde, weil ihm die Sünde bewusst ist’, dann sind diese Empfindungen selten, wenn überhaupt jemals, auf so erschütternde Weise in der Musik ausgedrückt worden. Unsere Zeit in Weimar zu Beginn unserer Pilgerreise machte mir auch deutlich, dass diese Musik weniger als drei Kilometer von den Buchenwäldern entfernt, wo Goethe und Liszt umherzustreifen pflegten, komponiert – und uraufgeführt – worden war, jenem Ort, der später eine der düstersten Stätten der Erde werden sollte: Buchenwald.

In diesen unendlich tiefen Abgrund lässt Bach eine Rettungsleiter hinab. Ihre einzelnen Sprossen werden, Satz für Satz, in die Musik gebrannt, die in Terzintervallen aufsteigt, wobei die Molltonart mit ihrer verwandten Durtonart wechselt: f, As, C, Es, g, H. Die ‚Leiter’ ist als Mikrokosmos auch im accompagnato (Nr. 3) vorhanden, das die Worte des heiligen Paulus vertont: ‚Wir müssen durch viel Trübsal in das Reich Gottes eingehen’. Während sich der Continuobass umherschweifend die Oktave hinab bewegt (von c nach C), steigt die erste Violine eine diatonische C-Dur-Skala hinauf – eine Gegenbewegung, welche die (irdische) Welt der Drangsal mit dem (himmlischen) Reich Gottes verknüpft. Der theologische Dualismus, der hier der Komposition zugrunde liegt, kann auf die Formel gebracht werden: Wir müssen uns in dieser Welt mit einem gehörigen Maß an Trübsal abfinden, während wir an der Hoffnung festhalten, in der nächsten Welt glücklich zu sein.

Dieser Dualismus wird in der Alt-Arie (Nr. 4) weiter vertieft. So wie offenbar die unergründliche Natur Gottes in der jüdisch-christlichen Tradition ausgedrückt wurde, indem man ihm kontrastierende Attribute zuschrieb, zum Beispiel Hirte und Lamm, Eckstein und Stolperstein, postuliert Bach hier eine Verschmelzung alliterierender Gegensätze – ‚Kreuz und Krone’, ‚Kampf und Kleinod’ – als Symbol für die Art und Weise, in der das gegenwärtige und zukünftige Leben miteinander verknüpft sind. Linderung verschafft die aufmunternde Bass-Arie ‚Ich folge Christo nach’, ein Triosonatensatz nach italienischer Art, der wie ein englisches Osterlied beginnt: ‚This joyful Eastertide’. Weitere Pein wird jedoch mit der Tenor-Arie folgen: ‚Sei getreu’. Selbst in diesem frühen Stadium der Entwicklung seiner Form der Kantate geht Bach auf der Suche nach hermeneutischer Wahrheit keine Kompromisse ein; er ist gewillt, eine reizvolle Oberfläche der sich windenden Melodielinie zu opfern, um die unendliche Schwierigkeit auszudrücken, die es bedeutet, unter Anfechtung ‚getreu’ zu bleiben. Ein mühseliger Weg ist nur zu ertragen durch die Gegenwart der Choralmelodie Jesu, meine Freude, die von einer Trompete angestimmt wird – gleich einer Hand, die auf der letzten Sprosse der Leiter dem Gläubigen in seinem Kampf, zum Glauben zu finden, gereicht wird. Ein abschließender Choral, ‚Was Gott tut das ist wohlgetan’, mit Trompete im Diskant bestätigt Luthers Ziel für den Christenmenschen: ‚Nur im Glauben an den gekreuzigten Christus findet ein Mensch Gnade’.

Am Sonntag Jubilate begann in Leipzig nach alter Tradition die Ostermesse, zu der drei Wochen lang so viele Besucher – Handwerker, Kaufleute aus dem In- und Ausland, Buchhändler, Höker, Straßenkünstler – herbeiströmten, dass sich während dieser Zeit rund 30.000 Menschen in der Stadt aufhielten. Bach, der die Veröffentlichung der drei Teile seiner Clavier-Übung zeitlich so terminierte, dass sie zu den Messen erschienen, wird sich der Notwendigkeit bewusst gewesen sein, dass bei dieser Gelegenheit eine besondere Musik dargeboten werden musste, da sonntags keine Geschäfte abgewickelt werden durften und Besucher und adlige Herrschaften, wie sein Vorgänger Kuhnau dargelegt hatte, in den Hauptkirchen gewiss ‚etwas Schönes’ hören wollten. 

© John Eliot Gardiner 2005

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zu den Sonntagen:

                   Jubilate und Kantate 

                   h i e r  zum Download als PDF 

  Künstler-Beitrag:  Silas John Standage, Orgel  /

                 Künstler-Beitrag: Silas John Standage  – Orgel  als PDF  

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Ich wünsche allen einen schönen Sonntag  !

800 Jahre Thomaner, der Film ist köstlich..!!

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Herzliche Grüße
Volker
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Prof. Dr. Martin Sander überzeugte mit einer virtuosen Orgelstunde an der Klais-Orgel im Musiksaal der HfM Detmold


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Das Antrittskonzert von Prof. Dr. Martin Sander fand am Sonntag, 22. April, um 18 Uhr im Konzerthaus der Hochschule für Musik in Detmold statt. Prof. Dr. Martin Sander ist der Nachfolger von Prof. Gerhard Weinberger, der, wie von mir bereits berichtet, in den Ruhestand gegangen ist.

Konzerthaus HfM Detmold

Konzerthaus HfM Detmold

Biographie von Prof. Dr. Martin Sander:

Organist Prof. Dr. Martin Sander HfM Detmold

Organist Prof. Dr. Martin Sander an der Klais-Orgel HfM Detmold

Martin Sander ist als internationaler Konzertsolist tätig und lehrt Künstlerisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik in Detmold, an der Hochschule für Musik in Basel und noch bis Juli 2012 an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg.

Er wurde 1963 in Berlin geboren, wohnte lange Zeit in Göttingen, wo er bei Hermann Amlung mit dem Orgelspiel begann, und studierte Orgel und Klavier an der Hochschule für Musik und Theater Hannover (Ulrich Bremsteller, Orgel und Gerrit Zitterbart, Klavier). 1994 legte er das Konzertexamen ab. Meisterkurse und weitere Studien bei Harald Vogel, Luigi Ferdinando Tagliavini, Flor Peeters, Daniel Roth, Edgar Krapp, Uwe Droszella, Winfried Berger u.a. rundeten die musikalische Ausbildung ab.

Nachdem er mit dem Gewinn des Bundeswettbewerbs Jugend Musiziert 1983 bereits vor dem Studium auf sich aufmerksam gemacht und 1986 mit dem Mendelssohn-Preis Berlin eine der höchsten nationalen Auszeichnungen errungen hatte, begründete er seinen internationalen Ruf in den folgenden Jahren durch den Gewinn mehrerer der großen internationalen Orgelwettbewerbe:

ARD-Wettbewerb München 1987 (2. Preis; kein 1. Preis vergeben)

Internationaler J.S. Bach-Wettbewerb Leipzig 1988 (1. Preis und Sonderpreis)

Internationaler Wettbewerb des Prager Frühlings 1989

Weitere Erfolge markierten 2. Preise beim Internationalen Orgelwettbewerb „Anton Bruckner“ 1986 in Linz und bei der „First International Organ Competition“ in Tokyo (1988).

Martin Sander konzertiert weltweit in vielen bedeutenden Kirchen und Sälen (u.a. Dome zu Passau, München, Wien, Helsinki und Trondheim, Schauspielhaus und Philharmonie Berlin, Herkulessaal München, Meistersingerhalle Nürnberg, Gewandhaus Leipzig, Brucknerhaus Linz, Dvorák-Saal Prag, Tschaikowski-Saal Moskau, Kapella und Philharmonie St. Petersburg, Suntory-Hall Tokyo, Izumi-Hall Osaka, Aichi Arts Center Nagoya, Teatro Municipal de São Paulo) und auf namhaften Festivals (u.a. Bach-Fest Stuttgart, Internationale Orgelwoche Nürnberg, Göttinger Händelfestspiele, Niedersächsische Musiktage, Musikfestspiele Saar, Prager Frühling, Wiener Musiksommer, Bach-Tage Odense, Festival Toulouse-les-Orgues, Philadelphia Bach Festival).

Als Solist trat Martin Sander mit etlichen renommierten Orchestern auf, darunter die Berliner Symphoniker, das Bach-Collegium Stuttgart, die Radiophilharmonie Hannover, das Händelfestspiel-Orchester Halle/Saale, die Bochumer Symphoniker, das Symphonieorchester Szolnók, Basel Sinfonietta, Pommersche Philharmonie Bydgoscz (Bromberg), Fukuoka Symphonietta, Orchester des Teatro Municipal de São Paulo.

Er spielte zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen für verschiedene in- und ausländische Sender und Schallplatten-Firmen. Die Fernseh- und CD-Einspielung der Orgelsonate von Julius Reubke wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Er hat seit 1999 eine Professur an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg sowie ab dem Wintersemester 2008 zusätzlich an der Hochschule für Musik in Basel (als Nachfolger von Guy Bovet) inne. Im Wintersemester 2011 trat er die Nachfolge von Gerhard Weinberger an der Hochschule für Musik in Detmold an. Von 2001 bis 2008 war er außerdem Dozent an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt/Main.

Er ist Leiter zahlreicher Meisterkurse, bislang u.a. in Prag (Akademie der Musischen Künste AMU), Warschau (Musikakademie „F. Chopin“), Seoul (Yonsei University), St. Petersburg, Kazan, São Paulo sowie an historischen Orgeln verschiedener Epochen in Salzgitter-Ringelheim (Schweimb und John 1696/1707), Grauhof bei Goslar (Chr. Treutmann d.Ä. 1734-1737), Verden/Aller (Furtwängler&Hammer 1916) und Heidelberg (Voit&Söhne 1903). Er ist Mitglied des Kuratoriums des Instituts für Begabungs-Forschung und -Förderung IBFF.

Martin Sander ist regelmäßig Juror auf internationalen Orgelwettbewerben, bislang u.a. beim Prager Frühling, Helmut-Bornefeld-Wettbewerb Heidenheim/Brenz,  Bach-Wettbewerb Wiesbaden, in Kazan, Rom und beim Philipp-Wolfrum-Wettbewerb Heidelberg.

Repertoire-Schwerpunkte: 

    • Musik des norddeutschen Barock
    • italienische Renaissance und Frühbarock mit ihrer Ausstrahlung nach Süddeutschland
    • das Werk Johann Sebastian Bachs
    • Wolfgang Amadeus Mozart
    • deutsche Romantik – insbesondere Max Reger
    • von den französischen Romantikern vor allem César Franck
  • von der Musik des 20. Jahrhunderts vor allem Petr Eben, Olivier Messiaen, Jehan Alain und als „Spezialität“ deutsche Orgelmusik der zwanziger bis vierziger Jahre
(Textquelle: Homepage Martin Sander)

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Konzert-Rezension:

Die Klais-Orgel im Konzerthaus der HfM in Detmold

Die Klais-Orgel im Konzerthaus der HfM in Detmold

.Martin Sander gestaltete auf der imposanten Klais-Orgel ein Konzert-Programm mit barocken und romantischen Werken.

Auf dem Programm standen Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552 sowie die Choralbearbeitung „Schmücke dich, o liebe Seele“ aus den „Leipziger Chorälen“ BWV 654, dann die Orgelsonate Nr. 1 b-Moll op. 1 von Philipp Wolfrum (1854-1919) sowie die dritte aus Robert Schumanns „Sechs Fugen über den Namen BACH“ und die berühmte Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46 von Max Reger.

Ein großartig gefüllter Musiksaal erwartete gespannt auf den Nachfolger von Prof. Gerhard Weinberger als Dozent: Prof. Dr. Martin Sander an der Klais-Orgel mit em o.a. Programm.

In der Akustik zu erwartender trockener Konzertsaal wurde zu einem  Higlight aufgrund der eingestzten Wellenfeldsynthese..!!

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*) Anmerkung zur Wellenfeldsynthese im Konzerthaus der HfM Detmold:

Das System umfasst 360 unabhängige Lautsprecherkanäle verteilt auf ein durchgehendes Lautsprecherarray rund um das Publikum (500 Plätze) sowie Deckenlautsprecher. Da der Saal für ein breites Repertoire genutzt wird (Kammermusik, Orchesterbesetzungen, zeitgenössische Musik, Big Band etc.) kann das System auch eine variable Raumakustik zur Verfügung stellen.

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Der Raumklang ist überwältigend. Am Ende eines Orgelwerkes setzte ein spektakulärer Nachklang ein. Orgel- und Raumklang entwickelten eine vorzügliche Einheit und verliehen dem Orgelkonzert die entsprechenden akustischen Voraussetzungen. Dieser Musiksaal ist mit der eingebauten Wellenfeldsynthese einzigartig in Europa und wurde vor ca. zwei Jahren während des großen Umbaus mit eingeplant und verwirklicht.

Bei den vorangestellten zwei Bach-Werken fühlten wir uns sofort zu Hause. Einfühlsam offenbarte uns der Weinberger-Nachfolger, dass er ein genialer Bach-Interpet ist und alle Voraussetzungen besitzt, diese dem Besucher zu offerieren.

Gefallen hat uns das Orgelwerk Orgelsonate Nr. 1 b-Moll op. 1 von Philipp Wolfrum (1854-1919) ein bis dahin mir unbekannter Orgel-Komponist.

Wolfrum legt seiner Sonate den bekannten Choraltext „Wenn mein Stündlein vorhanden ist“ von Nikolaus Herman (1560) zugrunde – unter Verzicht auf die anonym 1575 hinzugekommene 5. Strophe. Interessanterweise verwendet er aber weder die gebräuchliche Melodie (Frankfurt a.M. 1569) noch die von Herman ursprünglich vorgeschlagene Weise „Es ist das Heil uns kommen her“: Am Schluss des 1.  Satzes wird eine etwas an „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ erinnernde Melodie mit der ersten Verszeile unterlegt; am Beginn des 2. Satzes erfindet er eine Melodie, auf die die ersten drei Zeilen der 2. Strophe gesungen werden könnten, und der 3. Satz beginnt mit einem fünfstimmig gesetzten vollständigen Choral, dessen Melodie offensichtlich von Wolfrum stammt – passend zur 3. und 4. Strophe.

Martin Sander war für dieses herrliche Orgel-Werk ein genialer Interpret und musizierte in fantastischen Klangfarben und gekonnter Registrierung das zu Herzen ging. Durch ihn wurden wir auf einen uns vorher unbekannten Orgel-Komponisten aufmerksam gemacht und wissen so etwas zu schätzen..!!

Max Regers Werke sind schwer zu spielen – auch schwer zu hören. Extreme Chromatik, Polyphonie und große Formen stellen hohe Ansprüche an die Hörer; spätromantisches Drängen und grandiose Schlussapotheosen verleihen den Werken hingegen etwas Mitreißendes und Rauschhaftes. Bachs Musik lieben wir – wir hören sie seit unserer Kindheit und „verstehen“ sie. In Bezug auf die Orgelmusik Reger’s fehlt uns diese Vertrautheit. Jetzt sind an keine Formen, an keine Schranken der Phantasie mehr zu denken. Alles geht obenaus und nirgend an; je toller, je besser! je wilder, je bizarrer, desto neumodischer und effektvoller, das ist ein unaufhörliches Haschen nach fremden Tonarten und Modulationen, nach unharmonischen Ausweichungen, nach ohrenzerreißenden Dissonanzen und nach chromatischen Gängen, ohne Erholung und Aufhören für den Zuhörer.“

Aber irgendwie wird der Besucher von dem Reger-Werk trotz aller o.a. genannten Bedenken angesprochen. Ist es das großartige Spiel des Martin Sander, der ein hoch entwickeltes künstlerisches Orgelspiel vorträgt, ich weiss es nicht so ganz genau einzuordnen und staune nur, was auf der „Königin der Instrumente“ alles möglich erscheint uns fremde Klänge zu zelebrieren und fassungslos staunend danach tief durchzuatmen. Das ist Reger und ein großartiger Virtuose an der Orgel mit Namen: „Martin Sander“ der als ein würdiger Nachfolger an der HfM in Detmold als Dozent seine Arbeit aufgenommen hat. OWL kann sich glücklich schätzen, diesen erfahrenen und virtuosen Konzert-Organisten verpflichtet zu haben.

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Video: Zugabe ein Orgelwerk von Schumann in Bearbeitung von Prof. Gerhard Weinberger

Fehler
Dieses Video existiert nicht

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Stürmischer Schluss-Applaus veranlasste Martin Sander, uns ein Schumann Orgelwerk als Zugabe zu kredenzen, das in einer Bearbeitung von Prof. Gerhard Weinberger von ihm anrührend vorgetragen wurde. Es wurde zu einem Referenzbeweis an seinen genialen Vorgänger und berührte uns und alle Besucher mächtig..!!

Grüße

Volker

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag “Misericordias Domini”


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 Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  22.04.2012 

begehen wir den Sonntag   ”Misericordias Domini

Der Name des Sonntags Miserikordias Domini leitet sich vom Beginn der früheren lateinischen Antiphon ab: Misericordias Domini plena est terra. (Ps 33, 5;).

Der Sonntag Miserikordias Domini wird durch das Evangelium vom Guten Hirten bestimmt. Der Hirte sorgt für seine Schafe, die ihm treu folgen. Gleichzeitig wird aber auch der Hinweis laut auf die „falschen Hirten“, die nur an ihren eigenen Vorteil denken. Entscheidend ist jedoch die Zusage Jesu, dass er als der gute Hirte sein Leben hingibt für die Schafe. Das bedeutet, dass wir umfassenden Schutz genießen und uns vor nichts zu fürchten brauchen, auch wenn es dunkel um uns wird.

Am Sonntag Miserikordias Domini hören wir das Evangelium vom Guten Hirten und freuen uns, dass Gott das Verirrte sucht und der Herde wieder zuführt. Froh sind wir auch darüber, dass er uns stets zu einer frischen Quelle führt, so dass wir keinen Note leiden müssen.

Wochenspruch: 

Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. (Joh 10, 11a. 27-28a)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag  Misericordias Domini

 BWV    85 –  Ich bin ein guter Hirt

BWV  104 – Du Hirte Israel, höre

BWV  112 – Der Her ist mein getreuer Hirt

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 104 „Du Hirte Israel, höre“
Kantate am Sonntag Misericordias Domini
für Tenor, Bass, Chor, Oboen, Streicher und Basso continuo

Makoto Sakurada, Tenor
Stephan MacLeod, Bass
Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki 

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 85 „Ich bin ein guter Hirt“

Barbara Schlick, Sopran / Andreas Scholl, Altus Christoph Prégardien, Tenor /

Gotthold Schwarz, Bass Concerto

Vocale Leipzig
Ensemble Baroque de Limoges
Ltg.: Christophe Coin 

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Rosenmüller:
„Misericordias Domini“
Raquel Andueza (Sopran)
Gli Incogniti
Leitung: Amandine Beyer

Johann Sebastian Bach:

BWV 85 „Ich bin ein guter Hirt“
Carolyn Sampson (Sopran)
Robin Blaze (Countertenor)
Gerd Türk (Tenor)
Peter Kooij (Bass)

Bach-Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

„Der Herr ist mein getreuer Hirt“

Kantate BWV 112 am Sonntag Misericordias Domini

Katharine Fuge, Sopran
William Towers, Alt
Norbert Meyn, Tenor
Stephan Varcoe, Bass

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner

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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

800 Jahre Thomana

BWV 112 „Der Herr ist mein getreuer Hirt“

Regina Werner, Sopran
Gerda Schriever, Alt
Peter Menzel, Tenor
Hermann Christian Polster, Bass

Thomanerchor Leipzig

Gewandhausorchester Leipzig  

Leitung: Hans-Joachim Rotzsch

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 85 „Ich bin ein guter Hirt“, Kantate zum Sonntag Misericordias Domini,

Arleen Augér, Sopran; Gabriele Schreckenbach, Alt; Adalbert Kraus, Tenor; Walter Heldwein, Bass;

Gächinger Kantorei Stuttgart;

Bach-Collegium Stuttgart: Helmuth Rilling


 
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Videos mit Bach-Kantaten zum Sonntag – Misericordias Domini
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/ YouTube: BWV 85 –  Ich bin ein guter Hirt”   –  (Interpret: SDG)

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/ YouTube: BWV 104 –  Du Hirte Israel, höre ”   –  (Interpret: Koopman)
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/ YouTube: BWV 112 –  Der Her ist mein getreuer Hirt”   –  (Interpret: Harnoncourt)
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Bach-Kantaten: für den Sonntag  „Quasimodogeneti und  Misericordias Domini

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Cover:  SDG 131 Vol. 23

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 131, Vol. 23

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CD-Inhalte:

BWV 42 – Am Abend aber desselbigen Sabbats /

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol.  21 – CD  1

BWV 67 – Halt im Gedächtnis Jesum Christ /

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol. 21 – CD 1 

BWV 150 – Nach dir, Herr verlanget mich /

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol.  21 – CD  1

BWV 158 – Der Friede sei mit dir /

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol. 21 – CD 1 

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BWV 85 – Ich bin ein guter Hirt

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol.  21 – CD  2

BWV 104 – Du Hirte Israel, höre

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol.  21 – CD  2

BWV 112 – Der Her ist mein getreuer Hirt

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol.  21 – CD  2

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Kantaten für den Sonntag: Quasidomogeniti und Misericordias Domini

Bachkirche, Arnstadt  am 29. bis 30. April 2000

Basilique St. Willibrord, Echternach am 07.05.2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 112 Der Her ist mein getreuer Hirt“ 

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Bach hatte etwas ganz anderes im Sinn, als er 1731 die dritte Kantate für diesen Sonntag komponierte, BWV 112 „Der Herr ist mein getreuer Hirt.“ Als späte Erweiterung seines Choralkantaten-Jahrgangs 1724/25 enthält sie alle fünf Strophen einer metrischen Paraphrase von Psalm 23, diesmal von Wolfgang Meuslin, verwendet jedoch die gleiche Choralmelodie von Nikolaus Decius (‚Allein Gott in der Höh sei Ehr’) wie in den beiden früheren Werken. Sie gibt dem Repertoire der deutschen Pastoralmusik, das für kirchliche Zwecke adaptiert wurde, eine neue Richtung: Auf typische Weise sanft und friedlich in der Stimmung, wie es die zwei früheren Kantaten waren, enthält sie trostreiche Worte und Gesten, die den Tod als Erlösung von der Pein und Mühsal des Lebens willkommen heißen. Die einleitende Choralfantasie ist in ihrer Verdichtung ein Meisterwerk. Die Verwendung von zwei Hörnern, beide in G mit Aufsatzbogen, das eine stratosphärische Höhen erklimmend (und ohne Atempause), das andere mit fesselnden, aus jeweils drei Noten bestehenden Rufen, offenbart ein sehr viel majestätischeres Portrait des guten Hirten, als uns vorher begegnet ist.

Bach hat hier verschiedene, so gut wie unabhängige Elemente zu einem einzigen erstaunlichen polychromatischen Ganzen zusammengefügt. Die ruhige, in der Sopranstimme aufsteigende Choralmelodie hat er zu schimmerndem Glanz poliert (erstes Horn), Beschaulichkeit gewissermaßen mit Majestät vereint. Das Gegenthema (erste Violinen und erste Oboen d’amore) ist energisch und bewegt, es schildert die zur Weide tollenden Lämmer – oder eine vorwärts strebende Menschenmenge oder beides. Abgesehen von diesem fesselnden Kontrast (und es gibt noch weitere Gegensätze, zum Beispiel zwischen der Abfolge imitativer Stimmeinsätze zur Unterstützung der Sopran-/Hornmelodie) formieren sich Präludium, Strophen, Intermezzo usw. zu einem unregelmäßigen Mosaik, das folgendes Taktmuster zeigt:

11 : 5 : 1 : 5 : 9 : 5 : 1 : 5 : 1 : 5 : 2 : 5 : 3 : 5 : 10 = 73

Hat Bach hier eine geheimnisvolle numerologische Schablone verwendet – und wenn er es tat, was hat es zu bedeuten?

Die zweite Vers ist eine erlesene, dem äußeren Anschein nach pastorale Arie für Alt mit obligater Oboe d’amore, reich ausgestattet mit vertrackten Gegenrhythmen, gegen die sich die Stimme ‚auf rechter Straß’ zu behaupten versucht. Der dritte Vers beginnt mit einem Arioso, der imposante Continuobass schreitet in tiefer Lage der Bass-Stimme voran, die sich tapfer ‚im finstern Tal’ zu wandeln anschickt. Die hohen Streicher erscheinen spät und geben den Worten, die in den Psalmtext eingefügt sind, chromatischen Nachdruck, lediglich acht Takte, die mit einem modulatorischen Abstieg von As über g nach f auf die Leiden und Schrecken der Lebensreise verweisen, in der Heiterkeit von E-dur verweilen, denn ‚dein Stecken und Stab trösten mich’, und schließlich in G- dur zur Ruhe kommen. Die vierte Strophe ist ein Duett für Sopran und Tenor in der Form einer unbändigen Bourrée für Streicher – und für die beiden Sänger erheblich leichter zu tanzen als zu singen!

Alle fünf Strophen dieser herrlichen Kantate sind auf den Sinngehalt des Textes zugeschnitten, die Musik ist voller glänzender, kluger Einfälle, ein Beispiel dafür, wie Bach auf seine Erfahrung und seine Kunstfertigkeit zurückgriff, um seine religiösen Überzeugungen zu artikulieren, seine Zuhörer zu ermahnen, anzuspornen und zu entzücken. Doch ist es ihm gelungen?

‚Wenn wir gerade beginnen, Form und Inhalt der Musik zu begreifen’, wie es unser erster Oboist Marcel Ponseele ausdrückte, ,müssen wir aufhören’ – und uns dem Programm der nächsten Woche zuwenden. 

© John Eliot Gardiner 2007

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zu den Sonntagen:

                   Quasidomogeniti und Misericordias Domini

                   h i e r  zum Download als PDF     sdg131_ger

  Künstler-Beitrag:  Alison Bury, Konzertmeisterin      /

                 Künstler-Beitrag:Alison Bury; Konzertmeisterin  als PDF  

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Ich wünsche allen einen schönen Sonntag  !

800 Jahre Thomaner, der Film ist köstlich..!!

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Herzliche Grüße
Volker
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News aus der Klassikszene: April 2012


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Klassik-News Stand:  16.04.2012

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Organist Prof. Dr. Martin Sander

Organist Prof. Dr. Martin Sander

HfM Detmold meldet:

Organist stellt sich vor

Am kommenden Sonntag, 22.04.2012, findet um 18:00 Uhr im Konzerthaus Detmold das Antrittskonzert von Prof. Dr. Martin Sander statt. Sander tritt an der Hochschule für Musik Detmold die Nachfolge von Prof. Gerhard Weinberger an, der in den Ruhestand gegangen ist.

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Martin Sander wird auf der imposanten Klais-Orgel ein Konzert mit barocken und romantischen Werken geben. Auf dem Programm stehen Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552 sowie die Choralbearbeitung „Schmücke dich, o liebe Seele“ aus den „Leipziger Chorälen“ BWV 654, dann die Orgelsonate Nr. 1 b-Moll op. 1 von Philipp Wolfrum (1854-1919) sowie die dritte aus Robert Schumanns „Sechs Fugen über den Namen BACH“ und die berühmte Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46 von Max Reger.

Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.

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Musiker: Masaaki Suzuki  Foto: Marco Borggreve

Musiker: Masaaki Suzuki Foto: Marco Borggreve

Leipzig, 16.04.12 

Die Bach-Medaille der Stadt Leipzig wird am 8. Juni 2012 im Rahmen des Bachfestes Leipzig an Masaaki Suzuki verliehen. Der Spezialist für historisch informierte Aufführungspraxis hat sich laut Juryentscheidung in seiner Heimat Japan als Organist, Cembalist und Dirigent insbesondere um die Verbreitung des Werkes von Johann Sebastian Bach verdient gemacht, wie das Bach-Archiv Leipzig mitteilt.

Die Bach-Medaille wird seit 2003 jährlich an Musiker verliehen, deren künstlerischer Fokus maßgeblich auf die Bachrezeption zielt. Die aus Meißner Porzellan gefertigte Bach-Medaille wurde bisher an Herbert Blomstedt (2011),  Philippe Herreweghe (2010), Frieder Bernius (2009), Hermann Max (2008), Nikolaus Harnoncourt (2007), Ton Koopman (2006), Sir John Eliot Gardiner (2005), Helmuth Rilling (2004) und Gustav Leonhardt (2003) verliehen.

Die Bach-Medaille wird im Rahmen eines öffentlichen Festaktes am Freitag, dem 8. Juni 2012, um 15 Uhr im Alten Rathaus in Leipzig verliehen. Im Anschluss ist der Künstler ab 20 Uhr in der Leipziger Thomaskirche gemeinsam mit dem Bach Collegium Japan zu erleben. Es erklingt unter seiner Leitung die »Matthäus-Passion« BWV 244b in der Fassung von 1729.

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Thomaskantor Gerog Christoph Biller

Thomaskantor Georg Christoph Biller komponiert seine „St.-Thomas-Ostermusik: 

„Christus, das Licht“

Möchte man sich die Auferstehung Jesu tatsächlich von drei Blockflöten verkünden lassen? Daran lässt sich zweifeln. Doch der Komponist, Thomaskantor Georg Christoph Biller, geht hier keinem geschmacklosen Klischee auf den Leim, sondern verleiht der naiven Stimme dieses verschrienen Instruments die Kraft des Staunens und führt damit das Wunder vor Augen. Keine reine Orgie der Freude soll sie sein, seine „St.-Thomas-Ostermusik“, sondern soll den Schritt aus der Finsternis ins Licht nachvollziehbar machen.

Möchte man sich die Auferstehung Jesu tatsächlich von drei Blockflöten verkünden lassen? Daran lässt sich zweifeln. Doch der Komponist, Thomaskantor Georg Christoph Biller, geht hier keinem geschmacklosen Klischee auf den Leim, sondern verleiht der naiven Stimme dieses verschrienen Instruments die Kraft des Staunens und führt damit das Wunder vor Augen. Keine reine Orgie der Freude soll sie sein, seine „St.-Thomas-Ostermusik“, sondern soll den Schritt aus der Finsternis ins Licht nachvollziehbar machen.

Biller wünscht sich für die Uraufführung: „Dass es gut geht. Für das Stück wünsche ich mir, dass es wieder aufgeführt wird.“ Eine zweite Aufführung erfährt seine Festmusik im Rahmen der traditionellen Motette am 21. April um 15.00 Uhr in der Thomaskirche Leipzig. Im Bachfest Leipzig 2012 wird die Ostermusik am 14. Juni ebenfalls erklingen. Dann werden nach den Aufführungen erneut Podiumsdiskussionen mit dem Thomaskantor erfolgen, um das Verstehen des Werkes und den Diskurs darüber zu ermöglichen. Natürlich wieder im Altarraum der Thomaskirche, „zu Füßen Bachs“, wie es Pfarrer Christian Wolff formulierte.

Weitere Informationen:  >>>  h i e r  <<<<     und  >>> h i e r  <<<

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Thomas Quasthoff

Thomas Quasthoff

Thomas Quasthoff im Interview!

Hamburg – Der Sänger Thomas Quasthoff  lehnt einen Umbau der öffentlichen Kulturförderung ab. “Das finde ich falsch. Man muss auch die Möglichkeit haben, in Diepholz ins Theater zu gehen”, sagte der 52-jährige Bassbariton dem Magazin “Der Spiegel”. Die kleinen Theater hätten eine Bildungsauftrag. Er widersprach damit der These des umstrittenen Buches „Der Kulturinfarkt“, wonach die Hälfte der deutschen Theater und Museen entbehrlich sei.

Dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen warf Quasthoff vor, diese Aufgabe zu vernachlässigen: „Was machen die denn? Wo sind denn die ganzen Klassiksendungen geblieben? Da gibt es das grauenhaft moderierte Klassik-Echo-Preisträgerkonzert mit Herrn Gottschalk. Der hat dasselbe Interesse an klassischer Musik wie ich am Häkeln…“

Zum Interview der nmz:

 http://www.nmz.de/kiz/nachrichten/thomas-quasthoff-lehnt-umbau-der-kulturfoerderung-ab

Autor

Agentur – dapd

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Die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen / Schweiz gibt bekannt:

J.S. Bach

Matthäus-Passion BWV 244

Das Sonderkonzert findet im Rahmen des Internationalen Bachfests in Schaffhausen in der Kirche St. Johann, Schaffhausen, statt. Aufgeführt wird die Matthäus-Passion. Konzertbeginn ist um 17.00 Uhr.

Solisten

Vorverkauf im Stadttheater Schaffhausen oder unter

www.2012.bachfest.ch

Es ist nicht das erste Mal, dass Peter Harvey mit der J.S. Bachstiftung St. Gallen ein Konzert gibt. Bekannt wurde der britische Bariton durch seine Teilnahme an den umfangreichen Konzerten mit John Eliot Gardiner, Monteverdi Choir und English Baroque Soloists im Rahmen der „Bach-Cantata-Pilgrimage 2000.“

Programmheft

Das Programmheft zur Matthäus-Passion können Sie hier kostenlos herunterladen

Eine CD-Veröffentlichung der Matthäus Passion wird voraussichtlich Anfang 2013 bei der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen zu erwerben sein.

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News vom Label Monteverdi, Soli Deo Gloria, England:

CD -  SDG 716 Bach Motets

CD - SDG 716 Bach Motets

 

J.S. Bach Motetten

SDG 716 | 1 CD (19 Tracks)
Aufgenommen live in London,
St. Johns Smith Square, 2011
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CD-SDG 716  ist ab April 2012 bei Amazon erhältlich..!!“

Link: Amazon Partner von Volkers Klassikseiten

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The album is packaged in a hard back book similar to our other releases. It contains 44 pages booklet with original notes by John Eliot Gardiner and texts in German, English and French. Dreißig Jahre nach der großartigen ERATO-Einspielung handelt es sich hier um eine Neuaufnahme der Bach-Motetten aus 2011.

CD-Inhalt:

„Singet dem Herrn Ein Neues Lied“ BWV 225 – „Der Geist hilft Unser Schwachheit auf“ BWV 226 – „Jesu, meine Freude“ BWV 227 – „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“ BWV 228 – „Komm, Jesu, komm“ BWV 229 – „Lobet den Herrn, Alle Heiden“ BWV 230 – „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!“ BWV 159 Anh.III.

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Gardiner-CDs der DGG

Gardiner-CDs der DGG

Ein ganz interessanter Hinweis, den mir Werner einmal zugesandt hatte und von mir in Vergessenheit geraten war..!!

Wem noch Bach-Kantaten der DGG mit Gardiner fehlen, dem sei der beigefügte Newletter zur Lektüre empfohlen. Dort gibt es die CDs für EUR 5,99. Allerdings sind darunter auch einige, die bereits vor dem Pilgrimage-Jahr 2000 aufgenommen und veröffentlicht wurden.

Hier geht alles den Bach runter. Vor allem die Preise! Johann Sebastian Bachs Kantaten. Wir haben elf prallgefüllte CDs mit Einspielungen Bachscher Kantaten, die aus einem ganz besonderen Projekt des britischen Dirigenten Sir John Eliot Gardiner hervorgegangen sind, „das er ‚Bach Cantata Pilgrimage‘ überschrieb. In unterschiedlichen europäischen Gotteshäusern sollten Bachs Kantaten aufgeführt werden. Sonntag für Sonntag, Feiertag für Feiertag. Jeweils jene Kantaten, die Johann Sebastian Bach für diese Tage geschrieben hatte.198 Kantaten Bachs sind überliefert. Die Konzerte der Gardinerschen Pilgerschaft fanden in zwölf Ländern und 50 Städten statt, 282 Musiker wurden beschäftigt&ld quo; (welt.online).Diese entstammen dem bestechenden Orchester der English Baroque Soloists und dem von Gardiner gegründeten und vom Gramophone Magazin als bestes Vokalensemble der Welt ausgezeichneten Monteverdi Choir. Ohrenschmaus voraus!

Hier klicken

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Werk aus eigenem Hause: Thomaskantor schreibt Ostermusik selbst

„Sankt Thomas“ – so heißt die Komposition aus der Feder des amtierenden Thomaskantors Georg Christoph Biller. Am Ostersonntag wird sie in der Leipziger Thomaskirche uraufgeführt.

Biller gestaltet den Einstieg in seine Festmusik aus dem Schlussakkord der Bachschen Matthäuspassion. So thematisiert er vor allem die Art und Weise, wie sich die Dunkelheit der ausklingenden Passionszeit zum Licht des Osterfestes wendet.
Zudem stellt die Sankt Thomas Ostermusik einen inhaltlich aktuellen Bezug zum Unglauben des Jüngers Thomas her.

Mit der Uraufführung der Ostermusik beginnt ein Reigen von fünf Festmusiken zum Jubiläum 800 Jahre Thomana. Zu den Kirchenfesten bis Epiphanias 2013 erklingen Werke von Hans Werner Henze, Heinz Holliger, Brett Dean und Krzysztof Penderecki.

Zum Video-Beitrag :   >>  h i e r  klicken..!!  <<

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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den Sonntag“Quasimodogeneti”


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Thomaskirche Konzert Matthäus-Passion Fernsehübertragung

Thomaskirche zu Leipzig Konzert "Matthäus-Passion" Fernsehübertragung am: 6.4.2012

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  15.04.2012 

begehen wir den Sonntag   ”Quasimodogeneti

Der Name des Sonntags Quasimodogeniti leitet sich vom Beginn der früheren lateinischen Antiphon ab: Quasi modo geniti infantes, Halleluja, rationabile, sine dolo lac concupiscite. (1. Petr 2, 2; deutsch: Wie die neugeborenen Kindlein seid begierig nach der vernünftigen, lauteren Milch).
Der Sonntag Quasimodogeniti erinnert uns an die neue Geburt, die wir „durch Wasser und Geist“ erfahren, d.h. den Anfang eines neuen Lebens in Christus, nach unserer physischen Geburt. Die Perikopen haben aber, mit Ausnahme der Epistellesungen, nur wenig damit zu tun. Die Evangelien erzählen weiter von dem Geschehen nach Ostern.

Auch der Sonntag Quasimodogeniti steht ganz unter dem Zeichen des Osterfestes. Die Geschichte von Thomas führt uns unseren eigenen Wunsch vor Augen, Jesus zu sehen. Aber: selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Die große Gnade ist, dass wir durch Jesus Christus völlig neu geboren sind und die Verantwortung, die Gott uns Menschen übertragen hat, selbst wahrnehmen können, ohne von unserer Schuld erneut gefangengenommen zu werden.

Wochenspruch: 

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. (1. Petr 1, 3)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag  ”Quasimodogeneti

BWV    44 –  Am Abend aber desselbigen Sabbats

BWV   67 – Halt im Gedächtnis Jesum Christ


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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach

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BWV 42 „Am Abend desselbigen Sabbats“

Kantate für den Sonntag Quasimodogeniti für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Gillian Keith, Sopran; Daniel Taylor, Countertenor; Charles Daniels, Tenor; Stephen Varcoe, Bass;

Monteverdi Choir; English Baroque Soloists,

Leitung: John Eliot Gardiner

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NDRkultur – (Kantate)

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Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

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Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

BWV 42 Am Abend aber desselbigen Sabbats“

Kantate  für den 1. Sonntag nach Ostern

Barbara Schlick, Sopran / Gérard Lesne, Altus Howard Crook, Tenor / Peter Kooy, Bass
La Chapelle Royale / Collegium Vocale Gent
Ltg.: Philippe Herreweghe 


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 42 „Am Abend aber desselbigen Sabbats“

Gillian Keith (Sopran)
Daniel Taylor (Countertenor)
Charles Daniels (Tenor)
Stephen Varcoe (Bass)

Monteverdi Chor London
Englische Barocksolisten
Leitung: John Eliot Gardiner

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 42 zum Sonntag Quasimodogeniti

„Am Abend aber desselbigen Sabbats“

Yukari Nonoshita, Sopran
Robin Blaze, Countertenor
James Gilchrist, Tenor
Dominik Wörner, Bass

Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki


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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

800 Jahre Thomana

BWV 67 „Halt im Gedächtnis Jesum Christ“

Gertrud Wagner, Alt; Gert Lutze, Tenor; Johannes Oettel, Bass

Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Günther Ramin 

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:35 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 42 „Am Abend aber desselbigen Sabbats“,

Kantate zum Sonntag Quasimodogeniti,

Gerlinde Sämann, Sopran; Melinda Paulsen, Alt;

Kobie van Rensburg, Tenor; Gotthold Schwarz, Bass;

Heinrich Schütz Ensemble;

Monteverdi Orchester:

Leitung: Wolfgang Kelber


 
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Videos mit Bach-Kantaten zum Sonntag – Quasimodogeneti
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/ YouTube: BWV 42 –  Am Abend aber desselbigen Sabbats”   –  (Interpret: J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

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Dritter Satz (aria alto) aus der Kantate BWV 42

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/ YouTube: BWV 42 –  Am Abend aber desselbigen Sabbats ”   –  (Interpret:  Herreweghe)
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Gesamt-Aufnahme..!!
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/ YouTube: BWV 67 –  „Halt im Gedächtnis Jesum Christ”   –  (Interpret: Masaaki Suzuki)
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Bach-Kantaten: für den Sonntag  „Quasimodogeneti“

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Cover:  SDG 131 Vol. 23

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 131, Vol. 23

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CD-Inhalte:

BWV 42 – Am Abend aber desselbigen Sabbats /

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol.  21 – CD  1

BWV 67 – Halt im Gedächtnis Jesum Christ /

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol. 21 – CD 1 

BWV 150 – Nach dir, Herr verlanget mich /

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol.  21 – CD  1

BWV 158 – Der Friede sei mit dir /

Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol. 21 – CD 1 

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Kantaten für den Sonntag: Quasidomogeniti

Bachkirche, Arnstadt  am 29. bis 30. April 2000

Kantaten-Beschreibung: BWV 42 Am Abend aber desselbigen Sabbats“ 

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Im folgenden Jahr, 1725, fand Bach in der Kantate BWV 42 „Am Abend aber desselbigen Sabbats“ zu einer völlig anderen Lösung. Er gab den Anfang des Textes aus dem Johannesevangelium nicht dem erschöpften Chor, sondern einem Tenor – als Evangelisten. Seiner Lesung geht eine ausgedehnte Sinfonia voraus, die einem concerto a due cori ähnelt – Streicher sind gegen Holzbläser gesetzt (zwei Oboen und Fagott). Es mag zwar verlockend sein, hinter Bachs Entscheidung für eine instrumentale Ouvertüre eine ausdeutende theologische Absicht zu sehen – Eric Chafe ist zum Beispiel der Meinung, sie lege die Interpretation nahe, der auferstandene Christus erscheine inmitten seiner besorgten Jünger –, sie stammt jedoch in Wahrheit aus einer verschollenen Serenata zum Geburtstag des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen (BWV 66a). Sie ist ein weiteres Beispiel für jene Stücke, in denen Bach vorhandenes weltliches Material parodiert, und man stellt sich die Frage, ob er die doppelte Zweckbestimmung von Anfang berücksichtigt hatte oder ob er sie, da er genau erkannte, auf welch vielfältige, doch durchaus geeignete Weise sich vorrätiges Material verwerten ließ, aus der untersten Schublade hervorholte, als ihm der Gedanke kam, dass sie für die geplante Kantate zu gebrauchen sein könnte.

Freie Instrumentalmusik ist jedoch die eine Sache: Ob sie einen subjektiven Stempel trägt, der eine bestimmte Interpretation nahe legt, lässt sich weder beweisen noch widerlegen. Eine andere Sache ist Musik, der ein Text unterlegt ist. Ich konnte keinerlei Anzeichen dafür entdecken, dass sich in der Alt-Arie Nr. 3 ‚Jesus ́inmitten’ einer aufgewühlten Welt’ befindet (wieder Chafe), und hätte es auch nicht in einer Musik erwartet, deren Originaltext (ebenfalls aus der Köthener Serenata) mit den Worten beginnt: ‚Beglücktes Land von süsser Ruh und Stille! / In deiner Brust wallt nur ein Freuden-Meer’. Doch fand ich sie, manchen pastoralen Stücke Rameaus vergleichbar, bei unserer ersten Aufführung unerträglich qualvoll und traurig, sehr viel heiterer und trostreicher bei der zweiten. Vielleicht sind diese beiden subjektiven Eindrücke weniger widersprüchlich, als es zunächst den Anschein haben mag. Könnte es sein, dass Bachs eigene schmerzvollen Erfahrungen und enttäuschenden Erlebnisse dieser Gelassenheit zugrunde liegen, mit der er die Macht des Gebetes und der Vergebung akzeptiert: ‚Wo zwei und drei versammlet sind’ und (im B-Teil) ‚Denn was aus Lieb und Not geschicht, / das bricht des Höchsten Ordnung nicht’?

Bach setzt in die Mitte dieser Kantate einen Choral, um die Verletzlichkeit des ‚Häuflein klein’ in einer feindlich gesinnten Welt zu betonen, verbirgt ihn jedoch fast vollständig in den instrumentalen (und gelegentlich vokalen) Linien. C. H. Terry hat einmal die Vermutung geäußert, das merkwürdig bukolisch klingende Fagottobligato sei dazu bestimmt, eine Choralmelodie zu begleiten, ‚die eigentlich überhaupt nicht erklingt’, was zu der Vermutung führen könnte, dieser Kunstgriff drücke das ‚Verborgensein’ der Kirche in der Welt aus. Ein solcher Eindruck scheint sich im Bass-Rezitativ (Nr. 5) zu bestätigen, wo mitgeteilt wird, Jesus sei seinen Jüngern ‚zum Zeugnis, dass er seiner Kirche sein will’, plötzlich erschienen. Bach leitet in den letzten wenigen Takten zu einem animoso über, wo die gesamte Continuogruppe (Cello, Violone, Fagott, Cembalo und Orgel) die Absicht zu haben scheint, den wütenden Feind in den unergründlichen Schlund zu stoßen –, und dies ebenso über eine weite Strecke der abschließenden Arie in A-dur (Nr. 6).

Der Bass-Solist feiert unterdessen die Macht des Lichts, das die Finsternis überwindet: Jesus als ‚ein Schild der Seinen, wenn sie die Verfolgung trifft’, ist der Garant dafür, dass ihnen ‚die Sonne scheinen’ wird. Whittaker verwies auf die ‚in Terzen leuchtenden’ Violinen, die uns diese Sonne ‚mit der güldnen Überschrift’ schildern, und sie lenkten meinen Blick auf das mit Gold verzierte ‚SDG’ auf der Kanzel. Bach hat diesen Abschnitt für zwei Violinstimmen vorgesehen, in die sich die vier ersten Violinen teilen, zwei pro Part. Nach außen hin schien er so wenig überzeugend, dass wir ihn als ganz normale Triosonate aufzuführen versuchten (zwei Violinen pro Part lassen sich viel schwieriger harmonisch verbinden als eine oder drei). Es klang gut, aber nicht mehr; daher experimentierten wir mit drei Instrumenten pro Part, die wir antiphonal gegeneinander setzten. Schließlich kehrten wir wieder zu der ursprünglichen Aufteilung zwei Stimmen pro Part zurück – und diese beweist natürlich, dass Bach genau wusste, was er wollte. Der abschließende Choral enthält Luthers Version von Da Pacem, Domine, die dieser Johann Walthers Gebet um ‚Fried und gut Regiment’ geschickt aufgepfropft hat. 

© John Eliot Gardiner 2007

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zu Ostern:

                   h i e r  zum Download als PDF     sdg131_ger

  Künstler-Beitrag:  Alison Bury, Konzertmeisterin      /

                 Künstler-Beitrag:Alison Bury; Konzertmeisterin  als PDF  

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Ich wünsche allen einen schönen Sonntag  !

Ein kleines Sonntags-Bon-Bon..!!

800 Jahre Thomaner, der Film ist köstlich..!!

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Herzliche Grüße
Volker
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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für die Feiertage zu “Ostern”


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Isenheimer Altar in Colmar von Matthias Grünewald (1475-1528)

Isenheimer Altar in Colmar von Matthias Grünewald (1475-1528)

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am  08.04. und 09.04.2012 

begehen wir die Feiertage   ”Ostern

Die Osterzeit beginnt mit dem Ostermorgen und endet 50 Tage später mit Pfingsten. Diese Zeitspanne wurde schon von den Juden beobachtet, das Fest Pentekost (griechisch = der „Fünfzigste“) wird auch vom Volk Israel gefeiert. Die Christen übernahmen diese Zeitspanne als besondere Festzeit bereits im 2. Jahrhundert, vielleicht sogar früher (dass das Osterfest selbst schon in der frühesten Christenheit gefeiert wurde, belegt 1. Kor 5, 7-8). In dieser Zeit der 50 Tage wurde zunächst besonders die Überwindung des Todes, den Christus am Kreuz erlitt, zum Gegenstand der Betrachtung gemacht. Später verlor die Betrachtung des Todes immer mehr an Bedeutung, und die Zeit wurde mehr und mehr zum Fest der Erhöhung Christi, also eigentlich seiner Himmelfahrt, umgewandelt.

Diese Zeit ist in zwei Abschnitte gegliedert. Zunächst befaßt sie sich mit dem Wirken Gottes an uns durch Jesus Christus (bis Jubilate), und dann erfolgt die Antwort der Gemeinde auf dieses Wirken (Kantate und Rogate). Nach 40 Tagen (zur Symbolik der Nummer 40 siehe die Fastenzeit) ereignet sich Christi Himmelfahrt, wonach die Gemeinde in baldiger Erwartung seiner Wiederkunft verharrt.

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Am Ostersonntag freuen wir uns über die Auferstehung Jesu von den Toten. Er ist der Erstling der Auferstehung, dem wir nachfolgen werden, wenn er kommen wird. Aber die Auferweckung gibt uns nicht nur Hoffnung für die Zukunft – auch heute, in unserer Welt, können wir nicht schweigen von unserer Freude und beten, dass das Evangelium unter uns wirksam werde und diese Welt verändere.

Wochenspruch:

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offb 1, 18)

Der Ostermontag nimmt Bezug auf die Ereignisse unmittelbar nach der Auferstehung. Die Reaktion der Jünger und die ersten Erscheinungen Jesu stehen nun im Mittellpunkt, wobei auch die Konsequenzen der Auferstehung schon deutlich werden.

Am Ostermontag hören wir die Geschichte von den Emmausjüngern und erfahren, dass Jesus auch unerkannt unter uns ist und wirkt. So können wir getrost alle Zweifel in Gottes Hand legen, brauchen sie aber auch nicht zu verschweigen, weil wir wissen, dass Gott uns zur rechten Zeit das Verstehen schenkt.

Wochenspruch: 

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offb 1, 18)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Vorab ein Video-Ausschnitt 

von der Probe zur Matthäus-Passion BWV 244

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen..!!

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen Probe Matthäus-Passion

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen Probe Matthäus-Passion

.Link zum Video:  

video?id=ffde8113-5002-430f-bc3d-aa0a2b36ce33

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Ein Zeitungs-Artikel aus St. Gallen als PDF

Link: St_Galler_Tagblatt_-_Bachs_Mt._Everest

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Bach-Kantaten für den 1. Oster-Tag

BWV     4 –  Christ lag in Todesbanden

BWV   31 – Der Himmel lacht! die Erde jubilieret 

BWV 249 – (Oster-Oratorium) Kommt, eilet und laufet

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Bach-Kantaten für den den 2. Oster-Tag

BWV    6 – Bleib bei uns, denn es will Abend werden

BWV   66 – Erfreut euch, ihr Herzen

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Bach-Kantaten für den 3. Oster-Tag

BWV 134 – Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiß

BWV 145 – Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen

BWV 158 – Der Friede sei mit dir

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik Oster-Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kommt, eilet und laufet, ihr flüchtigen Füße, BWV 249, Osteroratorium

 für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Emily van Evera, Sopran; Caroline Trevor, Alt; Charles Daniels, Tenor; Peter Kooij, Bass;

Taverner Consort and Players, Leitung: Andrew Parrott

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik Oster-Montag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach
Erfreut euch, ihr Herzen, BWV 66, Kantate zum Ostertag f

ür Soli, Chor und Orchester; Kai Wessel, Altus; James Taylor, Tenor; Peter Kooij, Bass;

Collegium Vocale Gent, Leitung: Philippe Herreweghe

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NDRkultur – (Kantate)

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Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

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Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Oster-Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:
Der Himmel lacht, die Erde jubilieret, Kantate BWV 31
Barbara Schlick, Sopran / Guy de Mey, Tenor
Klaus Mertens, Bass /

Amsterdamer Barockorchester
Ltg.: Ton Koopman

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Oster-Montag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Beib bei uns, denn es will Abend werden,
Kantate BWV 6

Barbara Schlick, Sopran / Andreas Scholl, Altus
Christoph Prégardien, Tenor
Gotthold Schwarz, Bass / Kammerchor Accentus

Ensemble Baroque de Limoges / Ltg.: Christophe Coin

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Oster-Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

„Christ lag in Todes Banden“ BWV 4 
Katharina Fuge (Sopran)
Carlos Mena (Alt)
Hans Jörg Mammel (Tenor)
Stephan MacLeod (Bass)
Ricercar Consort
Leitung: Philippe Pierlot

Johann Sebastian Bach:

„Christ lag in Todesbanden“ BWV 695
Gerhard Weinberger (Orgel)

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Geistliche Musik am Oster-Montag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Thomas Selle:

„Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“

Weser-Renaissance Bremen
Leitung: Manfred Cordes
Friedrich Wilhelm Zachow:

„Ich bin die Auferstehung und das Leben“
Gudrun Sidonie Otto (Sopran)
Christoph Dittmar (Alto)
Mirko Ludwig (Tenor)
Guillaume Olry (Bass)

Chor und Orchester Cantus Thuringia
Leitung: Bernhard Klapprott

Heinrich Schütz:

„Feget den alten Sauerteig aus“ SWV 404

Weser-Renaissance Bremen
Leitung: Manfred Cordes

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Oster-Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Der Himmel lacht, die Erde jubilieret

Kantate BWV 31 am 1. Osterfesttag

Monika Frimmer, Sopran
Gerd Türk, Tenor
Peter Kooij, Bass

Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

Fantasie für Orgel G-Dur BWV 572
Marie-Claire Alain

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Oster-Montag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach 

Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiß

Osterkantate BWV 134

Daniel Taylor, Alt
James Gilchrist, Tenor

Monteverdi Choir, London
English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

Allabreve für Orgel D-Dur BWV 589
Gunter Kennel

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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Oster-Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

800 Jahre Thomana

„Der Himmel lacht, die Erde jubilieret“ BWV 31
Helga Termer, Sopran; Eberhard Büchner, Tenor; Hermann Christian Polster, Bass

Thomanerchor Leipzig, Mitglieder des Gewandhausorchesters Leipzig,

Leitung: Hans-Joachim Rotzsch

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Oster-Montag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

800 Jahre Thomana

Johann Sebastian Bach:

„Erfreut euch, ihr Herzen“ BWV 66

Heidi Rieß, Sopran; Eberhard Büchner, Tenor; Siegfried Lorenz, Bass

Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig,
Leitung: Hans-Joachim Rotzsch 

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Oster-Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:45 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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Kommt, eilet und laufet“, Kantate zum Osterfest, BWV 249
(Joanne Lunn, Sopran; Elisabeth Jansson, Alt; Jan Kobow, Tenor; Gotthold Schwarz, Bass;
Kammerchor Stuttgart; Barockorchester Stuttgart:
Frieder Bernius)
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BR-Klassik
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Sendung: Oster-Montag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
 .
Johann Sebastian Bach:
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„Bleib bei uns, denn es will Abend werden“, Kantate zum 2. Osterfesttag, BWV 6
(Toshia Nonoshita, Sopran; Robin Blaze, Countertenor; James Gilchrist ,Tenor;
Dominik Wörner, Bass;
Chor und Orchester des Bach Collegiums Japan:
Masaaki Suzuki
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„Christ lag in Todesbanden“, BWV 718 
Ullrich Böhm, Orgel
 
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Videos mit Bach-Kantaten zum 1. Ostertag
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/ YouTube: BWV 4 –  Christ lag in Todesbanden”   –  (Interpret: Pieter Jan Leusink)

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/ YouTube: BWV 31 –  Der Himmel lacht! die Erde jubilieret ”   –  (Interpret:  Pieter Jan Leusink)
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/ YouTube: BWV 249 –  (Oster-Oratorium )“Kommt, eilet und laufet”   –  (Interpret: Ton Koopman)
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Bach-Kantaten für den 2. Oster-Tag 
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/YouTube: BWV 6 –  Bleib bei uns, denn es will Abend werden”   –  (Interpret: Harnoncourt)
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/ YouTube: BWV 66 –  Erfreut euch, ihr Herzen”   –  (Interpret: Herreweghe)
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Bach-Kantaten für den 3. Oster-Tag 
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/ YouTube: BWV 134 –  Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiß”   –  (Interpret: Harnoncourt-Leonhardt )
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/ YouTube: BWV 145 –  Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen”   –  (Interpret: Harnoncourt)
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/ YouTube: BWV 158  Der Friede sei mit dir”   –  (Interpret: Herreweghe)
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Für  das Osterfest:

Bach-Kantaten:

SDG 128 Vol. 22

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 128, Vol. 22

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CD-Inhalte:

BWV 4 – Christ lag in Todesbanden /

Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol.  22CD  1

BWV 6 – Bleib bei uns, denn es will Abend werden /

Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol. 22CD 2

BWV 31 – Der Himmel lacht! die Erde jubilieret /

Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol. 22CD 1 

BWV 66 – Erfreut euch, ihr Herzen /

Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol. 22CD 2

BWV 134 – Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiß /

Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol. 22CD 2

BWV 145 – Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen /

Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol. 22CD 2

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Kantaten für Ostersonntag, Ostermontag und Osterdienstag

Georgenkirche, Eisenach am 23. bis 25. April 2000

Kantaten-Beschreibung: BWV 4

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Superintendent Robscheit, Pfarrer an der Georgenkirche, begrüßte uns herzlich. Wir hätten zehn Jahre früher kommen sollen, meinte er; denn damals, zu DDR-Zeiten, habe es so wenig Kontakte nach draußen und in die weite Welt der Bach-Aufführungen gegeben, dass die Menschen in Eisenach Hinweise auf eine weltoffenere Annäherung an den Komponisten nur über das Radio oder aus dem Westen hereingeschmuggelte CDs erhaschen konnten, die Rentner von ihren Stippvisiten mitgebrachten. Aber es sei gut, dass wir beschlossen hatten, auf unserer Pilgerreise hier Station zu machen, denn Eisenach sei der Ort der Begegnung von Bach und Luther: Bach habe seine ersten zehn Lebensjahre hier verbracht und als Chorknabe in dieser Kirche gesungen; auch Luther habe hier gesungen und oben auf der Wartburg, wo er gefangen saß, seine deutsche Übersetzung des Neuen Testaments verfasst.

St. Georgen in Eisenach mit Taufbecken im Vordergrund dort wurde am 23.3.1685 J.S. Bach getauft

St. Georgen in Eisenach mit Taufbecken im Vordergrund dort wurde am 23.3.1685 J.S. Bach getauft

Der Pfarrer zeigte auf das Taufbecken, wo Bach getauft worden war. Wie ein steinernes Symbol steht es unübersehbar im Zentrum der Kirche vor den Stufen zum Altarraum, ging jedoch in der Flut der Podeste nahezu unter, als wir uns dort im Kreis aufstellten, Orchester und Chor in der Mitte, um an den drei Ostertagen, Sonntag, Montag und Dienstag, unsere Konzerte zu geben. Am Morgen des Ostersonntags und Namenstags des Heiligen Georg waren wir im hinteren Teil der Kirche auf der Orgelempore postiert, wo wir im lutherischen Hauptgottesdienst den Gemeindegesang leiten sollten. Gemeindemitglieder aus der Stadt und dem Thüringer Umland, dazu Bach-Pilger (einige waren aus England oder anderswoher mit dem Flugzeug gekommen, manche hatten den ganzen Weg von Holland aus mit dem Fahrrad zurückgelegt) füllten die Kirche bis auf den letzten Platz. Wie viele Thüringer Kirchen ist auch die Georgenkirche wie ein

Barocktheater angelegt, die mehrstöckigen Emporen und Fürstenlogen bieten den Gottesdienstbesuchern einen ungehinderten Blick auf den Pfarrer und eine gute Akustik. Von unserer Position auf der Empore aus, mit der laut dröhnenden Orgel hinter uns, konnten wir Bachs Taufbecken sehen und dicht daneben die Kanzel, von der aus Luther 1521 gepredigt hatte. Sehr wahrscheinlich standen beide Männer – als Chorknaben – einst an dieser Stelle, wo wir jetzt standen. Die Choräle, die wir singen sollten, Christ ist erstanden und Christ lag in Todesbanden, waren so alt wie die Kirche selbst, Luther hatte sie in sein wortgewaltiges Deutsch gefasst, und Bach hatte mit seiner überwältigenden vierstimmigen Harmonisierung für eine weitere Überraschung gesorgt: Ihre Melodien waren so verändert worden, dass wir ahnen können, welche Bedeutung der Text für ihn selbst hatte, und das machte sie für uns, als Hörer oder Gläubige, auf eine besondere Weise reizvoll.

Die Stimmung lässt hier unmissverständlich deutlich werden, dass der Höhepunkt des lutherischen Kirchenjahrs das Osterfest ist – mit seinen übereinander gelagerten Schichten heidnischen und jüdischen Ursprungs: Frühlingsopfer, Passah und Fest des ungesäuerten Brotes, jenes alte kanaanitische Bauernfest, das die Hebräer übernahmen, als sie sich im gelobten Land niederließen, und das die Lutheraner später in dieser kaum veränderten Waldlandschaft wieder heimisch machten. In der ehrfürchtigen Andacht der Abendmahlsfeier konnte man einen Eindruck gewinnen, welche Bedeutung dieser Teil des Gottesdienstes für Luther hatte. Er war für ihn ein Ritual, das die Gläubigen aufruft, sich am Spiel der Erlösung aktiv zu beteiligen, die Zweifel abzulegen und dem ephemerischen Christus in einer greifbaren Form zu begegnen. Hier also gab es den Beweis für eine deutlich zu erkennende Synergie zwischen Luther und Bach. Unsere Vorstellung von beiden ist durch Musikwissenschaftler und Historiker geprägt, die über sie schreiben, als ließen sie sich auf ihre allein vom Verstand bestimmten Leistungen reduzieren – in Luthers Fall seine knochentrockenen theologischen Schriften ohne Witz und Metaphorik, bei Bach seine unfügsamen Klavierwerke. Damit wenden wir einer wesentlichen Charaktereigenschaft beider Männer den Rücken zu – ihrem Temperament: das Feuer im Herzen, das Luther den Mut gab, mit Rom zu brechen, und Bach die Zähigkeit, vier Jahre seines Lebens (1723–1727) der Komposition seiner jeweils einen Jahrgang umfassender Kantatenzyklen zu widmen, die auf der Pilgerreise des Lebens die Phasen von Zweifel und Furcht, Glauben und Unglauben mit beispielloser Erfindungsgabe schildern.

Es war nicht schwer, sich den jungen Bach an diesem Ort vorzustellen, der zu den Wiegen des Luthertums gehört und sich äußerlich so wenig verändert hat. Als Schüler der Eisenacher Lateinschule, in die Bach, ebenso wie Luther, mit sieben Jahren kam, sang er in der Georgenkirche in den regelmäßigen Gottesdiensten unter der Leitung des Kantors Andreas Christian Dedekind, der auch sein Klassenlehrer war. Im Alter von sieben bis zehn Jahren erhielt er Unterricht in den Anfangsgründen der Musik bei seinem Vater Johann Ambrosius, der Hoftrompeter war und als Stadtpfeifer die verschiedensten Instrumente beherrschte, bei Kantor Dedekind sowie Johann Christoph, dem ältesten Vetter seines Vaters, der Organist an der Georgenkirche war und auf Bachs musikalische Erziehung den größten Einfluss hatte.

Die größte Bedeutung in Bachs früher Begegnung mit Musik und Theologie hatten die Choräle, die in seinen Kirchenkantaten eine wesentliche Rolle spielen würden – jene, von Luther neu gestalteten Lieder, die wir am Ostermorgen sangen. In seiner Vorrede zum Babstschen Gesangbuch (1545) erklärte Luther: ‚Gott hat unser Herz und Gemüt froh gestimmt, als er seinen geliebten Sohn schickte, uns von Sünde, Tod und Teufel zu erlösen. Wer unter uns ehrlichen Glaubens ist, wird vergnügt und frohgemut singen, auf dass es jeder

höre und Acht habe.’ Das war der Kern von Luthers Glaubensbotschaft und eine frühe Lektion für Bach, für den das tägliche Singen offenbar seit der Zeit, als er vier Tage die Woche zur Chorprobe anzutreten hatte, eine völlig normale Betätigung war.

Doch diese frohgemute Stimmung hat ihren Preis: Um aus der emotionalen Spannung zwischen Furcht und Hoffnung, Verzweiflung und Vertrauen befreit zu werden, müssen wir in unserem Kampf gegen den Tod unsere Taufe erfüllen, wenn wir ihn besiegen wollen. Nirgendwo kommt das deutlicher zum Ausdruck als in Luthers imposanten Choral Christ lag in Todesbanden, der in seinem Kern ein Kampf zwischen den Mächten des Lebens und des Todes ist, aus dem Christus als Sieger hervorgeht. Hat Bach zum ersten Mal in dieser Kirche und um diese Jahreszeit diesen Choral gehört? Dann hätte er nicht deutlicher formuliert finden können, wie tief im Urchristentum Luthers Glaube verwurzelt ist – der alttestamentarische Verweis auf Christus als Osterlamm, der die Vorstellung bekräftigt, dass Christus der Inbegriff des Lebens ist und das Leben durch Licht (die Sonne) und Nahrung (Brot oder das Wort) bewahrt wird. 

Bachs Vertonung von Luthers Choral (BWV 4) gehört zu seinen frühesten Kantaten, für sein Vorspiel 1707 in Mühlhausen komponiert und ein kühnes, innovatives und dramatisches Werk, das alle sieben Strophen Luthers verarbeitet und in der Tonart e-Moll beginnen und enden lässt. Ich vermute, es ist mir deshalb so vertraut, weil ich es öfter als jede andere Kantate aufgeführt habe – und es wird nie langweilig. Aber das Gefühl, dass Bach auf musikalische Wurzeln aus dem Mittelalter zurückgreift (die Melodie ist dem gregorianischen Choral Victimae paschali laudes aus dem 11. Jahrhundert entlehnt) und sich mit Geist und Wortlaut der glühenden, dramatischen Hymne Luthers völlig identifiziert, war niemals so stark oder so bewegend wie hier bei unserer Aufführung in Eisenach.

Luthers Choral, 1524 zum ersten Mal veröffentlicht, schildert sehr anschaulich die Ereignisse von Christi Passion und Auferstehung, die körperlichen und geistlichen Prüfungen, denen er sich zu unterziehen hatte, um die Menschen von der Last ihrer Sünden zu erlösen. Der Bericht beginnt mit einem Rückblick auf Christus ‚in Todesbanden’ und endet mit seinem jubelnden Sieg und dem Fest des Osterlamms, und so wie Luther seine packende Geschichte vorträgt, voller farbenreicher Details, sind die Parallelen zur Volks- oder Stammessaga unverkennbar. In diesem, seinem ersten bekannten Versuch, einen erzählenden Text musikalisch zu gestalten, erweist sich Bach der Aufgabe gewachsen, den Worten eine Musik zu unterlegen, die jede Nuance, jede Anspielung auf die Heilige Schrift, jedes Symbol und jede Stimmung erfasst. Er begnügt sich nicht damit, den Text widerzuspiegeln, wir spüren auch, wie er sich bemüht, ihm eine neue Dimension zu geben, indem er Luthers Ideal folgt, den Text durch die Musik zum Leben zu erwecken, und dafür nutzt er das gesamte ihm verfügbare Wissen seiner Zeit: die Musik, die er als Knabe auswendig gelernt hat, das familieneigene Repertoire an Motetten und Stücken, Musik, mit der er als Chorknabe in Lüneburg in Berührung kam, und schließlich Werke, die er unter der Ägide seiner verschiedenen Mentoren, seines älteren Bruders Johann Christian, Boehm, Reincken und Buxtehude studiert oder kopiert hatte.

Gleich zu Beginn entwurzelt Bach die allerersten Noten der Choralmelodie aus ihrem dorischen Modus, indem er das Quartintervall erhöht und einen fallenden Halbtonschritt schafft, ein musikalisches Motiv, das leicht als Ausdruck von Kummer und Sorge zu verstehen ist. Dieses Intervall wird zur melodischen Kernzelle seiner gesamten Komposition. Dass ein junger Komponist wagte, die melodischen Konturen dieser uralten, ehrwürdigen Choralmelodie zu verändern, die noch dazu durch Luthers berühmte Bearbeitung die Weihe erhalten hatte, war ein radikaler, fast provokativer Schritt. Bach geht taktisch klug vor, indem er diese Choralmelodie in das Klanggewebe seiner Komposition einbettet und ihren ersten beiden (veränderten) Noten, dem fallenden Halbton, der auf quälende Weise wiederkehrt, besonderen Nachdruck gibt. Bereits im dritten Takt der düsteren, das Werk einleitenden Sinfonia trennt er diese beiden Noten voneinander – ‚Christ lag… Christ lag…’ ohne Worte –, und erst bei der dritten Wiederholung nehmen wir sie als die erste vollständige Zeile des Chorals wahr, wo sie der erneuten Inszenierung von Christi Tod und Grablegung Gewicht gibt.

Mit dem Einsatz des Chores in der ersten Strophe wird die Choralmelodie aus dem dichten kontrapunktischen Kernholz dieser imposanten Choralfantasie herausgeschnitzt. Die Violinen tauschen eine atemlose Suspiratiofigur aus – Seufzermotive, die hier an passender Stelle eingefügt sind und Christi Leiden im Angesicht des Todes schildern. Ketten aus Daktylen und Anapästen treten bald an ihre Stelle und schaffen eine rhythmische Vitalität, die erkennen lässt, auf welche Weise Christi Auferstehung ‚uns bracht das Leben’. Die Fantasie zerbirst in einen alla breve-Schluss, einen flinken Kanon, der auf einer denkbar schlichten Melodie basiert: fünf absteigenden, synkopierten Noten, die unablässig wiederholt werden, in einer Weise, so Gillies Whittaker, dass ‚ihre atemlos wirbelnde Jubelstimmung die Grenzen kirchlicher Ziemlichkeit bezwingt’.

Die Stimmung ungezügelter Freude ist von kurzer Dauer. Unvermittelt erinnert uns Luther an die Zeit, als der Tod ‚über die Menschenkinder Gewalt nahm’ und sie ‚in seinem Reich gefangen hielt’, ein grausiges Bild, bis ins Detail so anschaulich wie jene spätmittelalterlichen Totentanzfriese, die auf die Kirchenwände vieler von der Pest heimgesuchter deutscher Städte gemalt sind. Zwei Zeitrahmen überdecken sich hier, in dem einen der Mensch vor seiner Wiedergeburt, in dem anderen Bewohner Thüringens aus Luthers und Bachs Zeit, von ihren regelmäßigen Begegnungen mit dem Pesttod gezeichnet. Bach verwendet seinen fallenden Halbton in Fragmenten aus zwei Tönen – zerteilt und trostlos, ausgetauscht zwischen Sopran und Alt in einer gramvollen wiegenden Bewegung über einem Continuobass (der das gleiche zweinotige Intervall zwanghaft wiederholt, doch mit Oktavsprüngen und diminuiert). Bach bringt mit einer faszinierenden Musik zum Ausdruck, wie der Mensch, gelähmt und hilflos, Gottes Urteil wider die Sünde erwartet – laut Luther ‚die schwerste und gewaltigste’ Todesstrafe.

Dieser trostlosen Bühne nähert sich nun verstohlen der zum Gerippe personifizierte Tod und packt die Sterblichen mit seinen knochigen Händen. Zweimal lässt Bach den Rahmen erstarren: Zuerst bleibt die Musik auf den Worten ‚den Tod / der Tod’ haften, wird viermal hin und her geschleudert, dann hält sie bei dem Wort ‚gefangen’ inne, wo Sopran und Alt in einer E/Fis-Dissonanz verkettet werden. Das überraschende Wort ‚Halleluja’ folgt, wie überhaupt am Ende jeder Strophe. Doch die Stimmung bleibt hier unverändert traurig, abgesehen von einem kurz aufflackernden Versprechen gegen Ende, bevor die Musik in resignierter Unterwerfung zusammensinkt.

Ein heftiger Stimmungswechsel, und die dritte Strophe beginnt unisono in den Violinen, die eine Variante des Chorals in der Manier eines italienischen Concertos erklingen lassen. Die Tenöre verkünden die Ankunft Christi: Die Sünde wird besiegt, dem Tod der Stachel genommen, Bach setzt die Violinen wie einen Dreschflegel ein, um zu schildern, wie Christus den Feind niederstreckt. Die Continuolinie wird losgeschickt, in kreiselnder Abwärtsbewegung bis hinunter zum tiefen E auf angemessene und ‚Miltonsche Weise den rebellischen Engel in die Tiefe zu stürzen’ (noch einmal Whittaker). Die Macht des Todes zerbirst. Die Musik kommt bei ‚nichts’ völlig zum Stillstand: ‚da bleibet nichts…’ – die Tenorstimmen nehmen sie langsam wieder auf – ‚denn Tods Gestalt’, nun lediglich ein fahler Schatten. Hier lässt Bach mit Bedacht die Violinen die viernotige Kontur des Kreuzes herausarbeiten, und wenn sie ihr Konzert fortsetzen, so ist dieses nun eine prächtige Demonstration ihrer Tüchtigkeit, eine Siegesparade, von den Tenorstimmen mit dem frohlockenden Glucksen ihrer ‚Hallelujas’ begleitet.

Die mittlere Strophe setzt noch einmal den entscheidenden Kampf zwischen Leben und Tod in Szene: ‚Es war ein wunderlicher Krieg, / da Tod und Leben rungen’. Bach konzentriert sich auf den körperlichen Aspekt der Auseinandersetzung: Nur das Continuo bietet instrumentale Unterstützung, während Zuschauer gruppenweise ihre Reaktion auf die folgenreiche Kraftprobe beschreiben, die ihr Schicksal entscheiden wird. Doch sie kennen bereits das Ergebnis – denn ‚die Schrift hat verkündet das, / wie ein Tod den andern fraß’. In dieser an Hieronymus Bosch erinnernden Szene lässt Bach drei seiner vier Vokalstimmen in wilder Jagd einander verfolgen, eine fugierte Stretta, in der die Einsätze nicht länger als einen Taktschlag voneinander entfernt sind, während die vierte Stimme die vertraute Melodie in bedachtsamen Klängen ertönen lässt. Nacheinander verlieren sich die Stimmen, aufgefressen, zum Schweigen gebracht: ‚Ein Spott aus dem Tod ist worden.’ Der fallende Halbton kehrt wieder, noch immer das Symbol des Todes, doch er wird voller Hohn von der Menge ausgespuckt. Alle vier Stimmen runden die Szene mit ihrem Halleluja-Refrain, die Bässe steigen fast zwei Oktaven in die Tiefe, bevor sie endlich zur Ruhe kommen, während die Exegeten nacheinander die Bühne verlassen.

Die Bässe kehren als Hohepriester des feierlichen Osterritus zurück und intonieren die fünfte Strophe über einer absteigenden chromatischen Basslinie, die an Purcell (‚Dido’s Lament’) erinnert – für Bach ein häufig wiederkehrendes Symbol für die Kreuzigung. Zwischen dem Osterlamm, das die Propheten verkündet haben, und Christi Opfertod ist eine mystische Beziehung geschaffen worden. Symbole sind reichlich vorhanden, besonders bedeutsam das Kreuz, das Bach isoliert, Gestalt annehmen lässt, indem er die harmonische Bewegung einen Takt lang zum Stillstand bringt, jede der Instrumentalstimmen auf einer erhöhten Note, einem Kreuz, pausieren lässt und auf diese Weise alle vier Punkte symbolisch verankert. Damit wir unsere Aufmerksamkeit dem Geheimnis zuwenden, wie ‚das Blut zeichnet unsre Tür’ [um uns zu erlösen], unternimmt Bach bei dieser Zeile drei Anläufe (Continuo, Stimme, Violine), bevor schließlich die Bässe und nach ihnen die Violinen offenbar immer und immer wieder das Kreuzzeichen malen, eben das Symbol, an dem der Glaube haftet bis zum Zeitpunkt des Todes. In diesem Augenblick tiefer Angst zwingt Bach die Bässe, eine verminderte Duodezime hinab in die Tiefe zu stürzen, bis zum tiefen Es. Völlig unvermittelt und beispiellos ertönt ein Kampfesruf auf einem hohen D, das sie fast zehn Takte lang halten, um kundzutun, dass der ‚Würger uns nicht mehr schaden kann’. Es ist wunderbar, ein Fehdehandschuh wird hinunter zu den Sängern geworfen (ja, Plural, denn Bach hat solches nie für Solostimme geschrieben), mit der Weisung, dieses D nach Leibeskräften zu unterstützen, bis sich der Luftvorrat in den Lungen erschöpft. Nun endlich nimmt der Streicherchor in heiterer Stimmung den Choral wieder auf und setzt das feierliche Ritual fort. Doch statt den Streichern zu folgen, ergehen sich die Bässe in frohlockenden ‚Halleluja’-Rufen, die in einem gewaltigen Siegesschrei gipfeln, der zwei Oktaven umfasst.

Damit endet im Grunde das Drama, doch nicht die ‚Herzensfreud’, die diese Musik für uns bereithält. Denn in der vorletzten Strophe, einem Duett für Sopran und Tenor mit Continuobegleitung, liefert uns Bach einen munteren Tanz ungetrübten Glücks. Das Wort ‚Wonne’ erscheint in Rouladen à la Purcell, das abschließende ‚Halleluja’ in Triolen und Duolen, die zwischen den Stimmen wechseln. Die ursprüngliche vierstimmige Harmonisierung für die Schlussstrophe ist nicht erhalten, doch die achtzehn Jahre später in Leipzig entstandene Fassung, durch die Bach sie ersetzte, macht den Verlust durchaus wett: von mitreißendem Schwung und bezeichnenderweise zum siebten Mal mit der Erläuterung, wie ‚Halleluja’ zu singen sei – stets mit einer unerwartet neuen, sehr feinen Nuance im Ausdruck.

© John Eliot Gardiner 2007

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zu Ostern:

                   h i e r  zum Download als PDF 

  Künstler-Beitrag: Katharina Arfken, Oboe  /

                 Künstler-Beitrag Katharina Arfken  als PDF

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Frauenkirche im Frühling

Frauenkirche im Frühling

Ich wünsche allen Blog-Mitgliedern und Besuchern ein frohes und besinnliches Osterfest !

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Herzliche Grüße
Volker
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Weltberühmte Knabenchöre waren zum Abschluss der Feiern in der Thomaskirche Leipzig zu hören


Liebe Bachfreunde/innen!

Nach dem fantastischen Hinweis von @Barbara auf die zukünftigen Radiosendungen über die Thomaner, etc. fand ich heute einen bemerkenswerten Artikel zum Abschluss der Feierlichkeiten 800 Jahre Thomaner vom Samstag, 24.3.2012.

Eine Sendung über die Thomaner wird es heute um 22:00 Uhr im MDR-Fernsehen geben.

22:10 Uhr Die Thomaner
800 Jahre Thomanerchor – Singen für Gott und die Welt

Hier zum Artikel:

Weltberühmte Knabenchöre waren bei der Feier zum 800-jährigen Bestehen der Thomaner

Auch die Domspatzen sangen mit

Optisch unterschiedlich, aber im Gesang vereint: In Eaton-Suit, Anzug und Kieler Bluse traten die berühmtesten Knabenchöre der Welt am Samstag zum Abschluss der Feierlichkeiten anlässlich 800 Jahren Thomanerchor in Leipzig auf.

Eine Jungsclique von 18- und 19-Jährigen lehnt lässig am Geländer. Die warme Frühlingssonne scheint auf die müden Gesichter, verstohlen führt einer eine Zigarette zum Mund. Die Hemden stehen offen, die Sackoärmel sind hochgekrempelt, die Haare verstrubbelt. Noch deutet nichts daraufhin, dass sie in wenigen Stunden im sogenannten Eton Suit, einem traditionellen Anzug aus schwarzer Jacke und weißem Hemd, als Choir of King“s College Cambridge geschlossen in die Thomaskirche in Leipzig einmarschieren und vor mehreren hundert Besuchern „Illuminare Jerusalem“ singen werden.

Zum Abschluss der Festwoche zum 800-jähigen Bestehen des Leipziger Thomanerchors gaben sich am Samstag die großen Knabenchöre dieser Welt ein Stelldichein: Neben dem britischen Chor traten auch der Dresdner Kreuzchor, die Regensburger Domspatzen und natürlich der Thomanerchor auf. Krönender Abschluss der Motette war ein gemeinsam gesungenes Werk, die italienische Laude „Alta trinità beata“. Rund 250 Knaben- und Männerstimmen waren dabei zu hören. Es war das erste Mal, dass die Chöre in dieser Formation zusammen sangen.

„Wir freuen uns wirklich sehr, hier zu sein“, sagte stellvertretend einer der englischen Jungs. Am Freitagabend waren sie in Leipzig eingetroffen. Nach einer Nacht im Hostel ging es für sie direkt zur Probe in die Thomaskirche. „Den großen Unterschied zwischen uns und den Thomanern sieht man gleich“, meint ein anderer und ergänzt: „Sie sind deutlich jünger.“ Während die Leipziger Chorknaben bereits in der 4. Klasse anfangen und spätestens mit bestandenem Abitur wieder austreten, ist der englische Chor auch mit Männerstimmen von 18- bis 22-Jährigen besetzt, die ihrem zeitaufwändigen Hobby neben ihrem Alltag als Student nachgehen.

„Ich glaube, es ist gut, die Tradition der anderen Chöre mal richtig mitzubekommen“, sagt Leiter Stephen Cleobury. Wie die Thomaner kann auch der Choir of King“s College Cambridge auf eine jahrhundertelange Geschichte zurückblicken. 1441 von König Heinrich VI., dem Gründer des King“s College, ins Leben gerufen, ist er heute vor allem für seine Auftritte an Heiligabend bekannt, die von dem britischen Sender BBC übertragen werden.

Als vor dem eigentlichen Auftritt die Probe in der Kirche beginnt, steht der Choir of King“s College Cambridge vor dem Altar, die anderen Chöre haben sich auf der Empore formiert. Neben Thomaskantor Georg Christoph Biller hat sich ein Thomaner postiert. Mit einem Mikro in der Hand übersetzt der zweisprachig aufgewachsene Junge Wort für Wort die Anweisungen des Chorleiters ins Englische. Immer wieder wird neu angesetzt. „Das ist schön“, ruft der Leiter der Dresdner Kreuzchores, Roderich Kreile, von unten Richtung Biller, der ein skeptisches Gesicht aufgesetzt hat. „Ich glaube nicht, dass man das besser hinkriegt“, meint Kreile.

Während sich die Domspatzen und der Choir of King“s College Cambridge nur alle paar Jahre mit den Thomanern treffen, verbindet die Dresdner und Leipziger eine lockere Freundschaft, die über das Singen hinaus geht. Einmal im Jahr treffen sich die Chorknaben sogar zum gemeinsamen Fußballturnier. „Das ist ein freundschaftliches Konkurrenzverhältnis“, kommentiert Kreile die Beziehung der Chöre untereinander.

Auch für die Regensburger Domspatzen ist Leipzig trotz der weiten Entfernung bereits ganz nah. „Wir haben alle den Film gesehen“, erzählt einer der Jungs nach der Probe. „Es war super interessant zu sehen, wie die so leben“. Der knapp zweistündige Dokumentar-Film der Regisseure Paul Smaczny und Günter Atteln ist zum 800-jährigen Bestehen des Chors in diesem Jahr entstanden und kam vor knapp einem Monat bundesweit in die Kinos. Zwar wurde über die Regensburger Domspatzen, die mit ihrer Gründung 975 die längste Historie vorzuweisen haben und UNICEF-Botschafter sind, auch eine Reportage gedreht. „Aber die war nicht so spannend“, meint einer der Knaben.

( Stephanie Höppner / epd )

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Das Programm der Abschlussfeier am 24.3.2012 in der Thomaskirche

   Programm Motette 24 März 2012

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Thomaner-Video 

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Dieses Video existiert nicht

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P.S.

Heute erschien in Leipzig ein weiterer interessanter Zeitungsartikel:

LEIPZIG/Thomaskirche/800 Jahre Thomana: FEST DER CHÖRE
Leipzig, 800 Jahre Thomana: Jubel beim „Fest der Knabenchöre“, 24.03.2012

Die Stimmung rund um die Thomaskirche ist an diesem Nachmittag ebenso fröhlich wie der Anlass: das „Fest der Knabenchöre“ als großartiger Abschluss der ersten Festwoche für 800 Jahre Thomana.

Die Sonne strahlt, und so setzt sich Leipzig ins rechte Licht zum Willkommen der drei Gastchöre, die nun mit dem Thomanerchor sein acht Jahrhunderte währendes Bestehen feiern: der Choir of King’s College, Cambridge, der Dresdner Kreuzchor und die Regensburger Domspatzen……

Zum ganzen Artikel:

Link:
http://www.der-neue-merker.eu/leipzigthomaskirche800-jahre-thomana-fest-der-chore

Grüße
Volker

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Ich wünsche allen einen schönen und sonnigen Sonntag.

Grüße

Volker

Am 20. März 2012 Festakt in Leipzig 800 Jahre Thomanerchor – J.S. Bach feiert Geburtstag Gedanken zum 21. März


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Bundespräsident Joachim Gauck beim Festakt in Leipzig 800 Jahre Thomaner

Liebe Bachfreune/innen !

Große Ereignisse zur Zeit in Leipzig.

Mit einem Festakt wurde am 20 März 2012 durch den neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck das 800jährige Bestehen des Thomanerchores in Leipzig begangen.

Gäste aus Kultur, Politik und Wirtschaft haben heute mit einem Festakt an die Gründung des Thomanerchors vor 800 Jahren erinnert. Der weltweit bekannte Knabenchor wurde 1212 gemeinsam mit Thomaskirche und Thomasschule gegründet. Zum Festakt sang der Thomanerchor vor allem Werke seines bekanntesten Kantors Johann Sebastian Bach.

Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung würdigte in seiner Rede die enge Verbundenheit der Thomaner mit Leipzig: „Wir können alle Stolz sein, dass dieses wunderbare weltweit gefeierte Ensemble hier seine Heimat hat und gleichzeitig Heimat ist. Die Thomaskirche ist eine offene, gelebte Stätte des Glaubens und der weltweit berühmten und geschätzten Musik, die Thomasschule habe als erste öffentliche Schule Deutschlands überhaupt in dieser Vereinigung einen kreativen und befördernden Platz eingenommen.“

Thomaskirchen-Pfarrer Christian Wolff wies auf die heutige Verpflichtung der Thomaner, sich um das moderne Lied zu bemühen und somit Aufmerksamkeit zu erreichen. Es ginge um einen stetigen Erneuerungsprozess, und wer wenn nicht junge Menschen könnten die Musik in die kommenden Jahrhunderte tragen.

Für den frisch gewählten Bundespräsidenten Joachim Gauck war der Festakt „sehr sehr bewegend“ und er sei dankbar, dass das dies sein erster Termin war.

Im Anschluss an den Festakt führte ab 13 Uhr ein Festumzug von der Thomaskirche zum Campus forum thomanum. Teile des Campus wurden an diesem Tag mit einem Festprogramm eingeweiht.

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Dieses Video existiert nicht

Am Festumzug und Festprogramm nahmen Oberbürgermeister Burkhard Jung, Thomaskirchen-Pfarrer Christian Wolff und Kinder der Kita forum thomanum, der Grundschule forum thomanum und der Thomasschule teil.

Der heutige Festakt ist zentraler Teil der Festwoche von 19. bis 25. März 2012 mit zahlreichen Veranstaltungen, darunter einem Bürgerfest am 21. März im Neuen Rathaus.

Auszüge aus dem Programm der Festwoche

20. März

  • 11 Uhr – Thomaskirche: Festakt „800 Jahre Thomana“ (nicht öffentlich)
  • 12:30 Uhr – Festumzug zum Campus Forum Thomanum und feierliche Einweihung
  • 18 Uhr – Lutherkirche: Konzert „Bach in Jazz“ (Eintritt frei)

21. März

  • 10 Uhr – Tourist-Information, Katharinenstraße 8: Stadtrundgang „Via Thomana – 800 Jahre Chor, Kirche und Schule“ (Voranmeldung unter Tel. 710 42 80, Ticket 8 Euro)
  • 12 Uhr – Thomaskirchhof: Festveranstaltung „Singt Euch ein“ zum 327. Geburtstag von Johann Sebas-tian Bach
  • 19 Uhr – Neues Rathaus: Bürgerfest ‚Leipzig feiert 800 Jahre Thomanerchor‘ Mitwirkende: u. a. Thomanerchor, Gewandhausorchester, Amarcord, Die Prinzen, David Timm (Eintritt frei)

23. März

  • 18 Uhr – Thomaskirche: Motette mit dem Choir of King‘s College

24. März

  • 11 Uhr – Tourist-Information, Katharinenstraße 8: Stadtrundfahrt „Überall ist Klang – zu Fuß und mit dem Bus auf der Leipziger Notenspur“ (Voranmeldung unter Tel. 710 42 80, Ticket 19,50 Euro)
  • 15 Uhr – Thomaskirche Motette „Fest der Knabenchöre“ mit Dresdner Kreuzchor, Regensburger Domspatzen, Choir of King‘s College, Thomanerchor (Restkarten)

25. März

  • 9:30 Uhr – Thomaskirche Gottesdienst mit Dresdner Kreuzchor, Regensburger Domspatzen, Choir of King‘s College, Thomanerchor

Im Rahmen der Thomana 2012 wird zu drei Festwochen von Chor, Schule und Kirche eingeladen. Der Thomanerchor organisiert Festtage vom 19. bis 25. März, 2012 die Thomasschule vom 17. bis 23. September 2012 und die Thomaskirche vom 31. Oktober bis 4. November 2012.

Weitere Informationen:

(Textquelle: Stadt Leipzig)

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Bachdenkmal Leipzig

Bachdenkmal Leipzig

 .

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Liebe BachfreundINNEN!

Zum Geburtstag!

Gestern der Festakt mit dem neuen Bundespräsidenten-, heute am 21.3. feiert die Bach-Welt Geburtstag. Gerne denke ich dran und laß mich mitnehmen in ein neues Lebensjahr von Johann Sebastian

Wie jung und anspornend Bach geblieben ist, zeigt ‚humorvoll‘ eine Szene im Kino-Film ‚Die Thomaner‘.

Da spielen die Thomaner (Leipzig) gegen die ‚Crucianer‘ (Dresden) Fußball. Und welche Hintergrundmusik motiviert die Filmbesucher, sich mitten im ‚Gewühl und Siegestaumel‘ zu fühlen?

BWV 78 Duett Alt – Sopran ‚Wir eilen mit schwachen, doch emsigen Schritten ….‘ dem Tor entgegen. Die Sängerknaben und älteren Mitspieler kamen in’s Schwitzen Die Szene war köstlich.

Gruß

Adamo

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Englischer Dirigent J.E. Gardiner

Englischer Dirigent J.E. Gardiner

Liebe Bach-Gardiner-Freunde(innen) !

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Nach den großartigen Ereignissen in Leipzig ereilt uns heute ein Hilferuf aus London..!!

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Finanzielle Schwierigkeiten gefährden das Bach-Cantata.Projekt – Himmelfahrts-Kantaten vom Label “Monteverdi-SDG” durchgeführt von John Eliot Gardiner, dem Monteverdi Choir und English Baroque Soloists.

Nähere Angaben unter:

http://www.monteverdi.co.uk/ascension

Wir sollten uns darum bemühen, diesem großartigen Label zu helfen.

Liebe Grüße
Volker

In der Basilika St. Michelis Hildesheim erklang die Matthäuspassion – BWV 244


Basilika St. Michael Hildesheim Liebe Bach-FreundINNEN!

.Sonntag, 11. März 2012, 17 Uhr

.St.-Michaelis-Kirche Hildesheim

.JOHANN SEBASTIAN BACH

.MATTHÄUS-PASSION BWV 244

………………..Solisten:

Karin Gyllenhammar · Stefan Görgner
Hugo Oliveira · Georg Gädker
Kantorei St. Michael · Bach-Orchester Hannover mit historischen Instrumenten
Leitung: Hans-Joachim Rolf

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Da saß ich endlich in der mächtigen Basilika St.Michael und es war wie ein Brausen des Meeres, was da auf mich zurollte. Diesmal wollte ich das Hören der Matthäus-Passion mit dem Raumerlebnis der Basilika und der berühmten Holzdecke über mir verbinden. Da ich vieles nur schemenhaft erkennen konnte, bleibe ich in meinen Konzerteindrücken auch dabei, dass Nebensächlichkeiten weniger interessieren (Namen, Akzente, Visuelles etc) und mir wichtig war, was hinten für mich ankam.

Basilika St. Michaelis in Hildesheim

Zuerst die Chorkleidung: die SängerINNEN trugen violette Chormäntel! Dann die Kinder: Ein Kinderchor (auch violett gekleidet) vertrat das Jungsein. Junge Menschen sangen den Cantus firmus und setzten so ‘eine feste Lied-Mauer’ vor das traurige Klagemeer des     Eingangschores. Damit war von Anfang an klar:

Chor der Kantorei St. Michaelis Hildesheim

Bei Bach versinkst DU nicht in Melancholie und Dösen.

Ich will es nochmal verdeutlichen: Cantus firmus! Anfang bei Bach heißt Aufzeigen der ‘ERLÖSENDEN RETTUNG’ …. Du brauchst nicht verzagen. So die lang gehaltenen Noten und der stimmige Text. Drei Stunden zieht sich das Drama, doch immer wieder zwischen den Zeilen gibt es Rettungs-Choräle und sogar muntere Tanzweisen (vgl. im Besonderen die Alt-Arie: ‘… Jesus hat die Hand, uns zu fassen ausgespannt …. ihr verlassnen Küchlein, ihr’ !!).

So war ich bei Bach mitten in einem Gemälde über das WELTGETÜMMEL, dem Menschen ausgesetzt sind. Als Mann und Frau, in ihrem Jungsein und Altsein. Das war dann eine großartigen Trauerabeit-, in der Schmerz, Grausamkeit, Liebe, Unruhe, Verrat, Sterblichkeit, Sünde, Gehässigkeit und Hoffnung und endlich auch melancholische Zufriedenheit ausgebreitet werden.

Wenn man so die Matthäus-Passion als ein ‘auf mich zurollendes menschliches Drama’ versteht, kommt man sich und seine oft kleinliche Konzertkritik ziemlich mickrig vor.

 Geradezu lachhaft kamen mir dann auch so gewisse Verschiebungen vor, die sich Kantoren heute im Gefecht mit modernistischen Konzerterfordernissen leisten. So z.B. das Ersetzten der ‘bedächtigen und nachdenklichen Stimme Alt’ durch einen schrillen und nervenden Altus. Damit wird durchkreuzt, dass Bach das ganze menschliche Leben in seiner kreatürlichen Dualität ansprechen will. Einem Altus fehlt auch in der 24.Reihe gehört die Wärme und Überzeugungskraft der ‘nachdenklichen Seele’, die immer wieder in das Geschehen eingreift.

Das Geschehen selbst wurde von dem deutlichen und souveränen Evangelisten angeleitet, die volltönende und hoheitsvolle Christus-Stimme überzeugte mich auch, und der Pontius, Petrus, der reuige Judas und die beiden Mägde ordneten sich wunderbar ein.

All dieses aufgeregte WELTGETÜMMEL kommt ja dann spätestens ab dem Chor ‘Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen’ zur abgeklärten Ruhe. Nur zwei Takte dauert dieser Chor-, doch da bricht ein Sonnenstrahl in das Dunkel und die zwei Chöre vereinigen sich. . Der Kantor schaffte es auch, die gewaltigen Klangmasse dieser zwei Takte als Hoffnungsstrahl zu gestalten.

Was dann in der Passion noch folgt, war voller Ruhe, Naturstimmung. Ein kühler Abend für Adam’s Fallen und das Wiederkommen der Taube und Dankbarkeit.

Atemlose Stille breitete sich am Schluß aus. Und ich holte meinen Rucksack unterm Stuhl hervor und musste leider als erster die Michaels-Basilika verlassen, da ich meinen Zug kriegen musste.

Doch in den 3 Stunden Drama hatte sich auch bei mir genug Energie angestaut, so dass ich mit frischer Kraft rechtzeitig zum Bahnhof gelangte.

Viele Grüße

Adamo

Bemerkenswerte CD-Veröffentlichungen im Februar und März 2012 von Brahms und J.S. Bach


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Das Jahr 2012 bietet bereits für die ersten drei Monate bemerkenswerte CD-Neuveröffentlichungen die ich nachstehend aufführe..!!

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SDG 706 Brahms "Ein deutsches Requiem"

Vom Label monteverdi co.uk wird Anfang März 2012 die CD SDG 706 veröffentlicht..!!

Johannes Brahms „Ein Deutsches Requiem“

J.E. Gardiner, Orchester Revolutionnaire & Romantique,

Monteverdi Choir – Johannes Brahms (Komponist) | Format: Audio CD

Erscheinungsdatum: Anfang März 2012

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Eine Bestellung der CD SDG 706 – >>>  h i e r  <<

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U.a. enthalten: Heinrich Schütz: Wie lieblich sind deine Wohnungen SWV 29;
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Selig sind die Toten SWV 391 Künstler: Katherine Fuge, Matthew Brook, Monteverdi Choir, Orchestre Revolutionnaire et Romantique, Leitung: John Eliot Gardiner
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       PDF-Werkbeschreibung :  J. Brahms “Ein deutsches Requiem”
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RIAS-Archiv Bach Kantaten

Etwas für Nostalgiker..!!

RIAS-Archiv präsentiert eine 9 CD-Box
mit Erstveröffentlichungenden historisch ersten Versuch
einer Gesamteinspielung der Bach-Kantaten 
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Für jeden, der sich für die Geschichte der Bach-Interpretation und für die Linien des kulturellen Wiederaufbaus in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg interessiert, sind die Aufnahmen in dieser CD-Box eine bedeutende Bereicherung. Karl Ristenpart baute ab 1946 die Chor- und Orchesterarbeit des RIAS Berlin auf und leitete den RIAS Kammerchor und das RIAS Kammerorchester. Mit diesen Ensembles und aufstrebenden jungen Sängern wie Dietrich Fischer-Dieskau, Helmut Krebs und Agnes Giebel planten Karl Ristenpart und Elsa Schiller, die damalige Leiterin der RIAS Musikabteilung, ab 1947 eine Gesamteinspielung aller Bach-Kantaten. Das Projekt konnte allerdings nicht vollständig verwirklicht werden.
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Die heute noch im RIAS-Archiv vorhandenen 29 Kantaten dokumentieren ein auch aus heutiger Sicht zukunftsweisendes Bach-Ideal: durch die kleine Besetzung erscheint die Musik transparent und strukturell deutlich, die Sänger kooperieren klar artikulierend mit den Instrumentalisten. Durch diese Interpretation, die sich von aller Monumentalität frei macht, wurde die spätere historische Aufführungspraxis ästhetisch vorbereitet.
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Die CD-Box zu beziehen – >>  h i e r  <<
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Gustav Leonhardt

 Die Musikwelt trauert um Gustav Leonhardt, der am 16. Januar 2012 verstarb.
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Er war einer der renommiertesten Cembalo- und Orgelspieler der Welt und galt als einer der größten Spezialisten für Alte Musik überhaupt.
In seiner über 50jährigen Karriere entstanden zahlreiche hochkarätige Aufnahmen für die Label dhm, seon und Vivarte, von denen eine Auswahl in dieser Gustav Leonhardt-Edition erscheinen. Neben berühmten Solo-Einspielungen wie den legendären Goldberg-Variationen und Bachs Orgel- und Cembalowerken enthält die Edition Aufnahmen mit Sigiswald Kuijken, Frans Brüggen, Anner Bylsma, dem Leonhardt-Consort und Harry van der Kamp. (Der Inhalt der Edition ist identisch mit der vergriffenen Jubiläums-Edition zum 80. Geburtstag Leonhardts.)
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15 CDs Gustav Leonhardt Bach-Werke

 Diese limitierte 15 CD-Edition gibt eine Rückschau auf das vielfältige musikalische Schaffen eines außergewöhnlichen Künstlers, dessen zentraler Focus auf der Interpretation von Alter Musik lag und immer noch liegt. Zeugnis davon geben mehr als 180 Aufnahmen, von denen eine repräsentative Auswahl in dieser Jubiläums-Edition enthalten. Das ausführliche Booklet beinhaltet ein Interview mit Gustav Leonhardt und einen Überblick über sein Schaffen.
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  • Gustav Leonhardt – The Edition
  • 15 CDs Bach-Werke
  • .
  • Die CD zu beziehen – >>  h i e r <<

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Ein Schnäppchen unter den vorgestellten CD-Veröffentlichungen nachstehend als eine Gesamt-Box (153 CDs) mit folgendem Inhalts-Auszug – unvollständig….

153 CDs The Complete Bach-Edition von Teldec

 Das legendäre Teldec-Gesamtwerk

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Bachs komplette Werke, interpretiert von weltbekannten Interpreten auf historischen Instrumenten, stellt eines der ehrgeizigsten Projekte in der Geschichte der Musikaufzeichnung dar. Das Gesamtwerk enthält alle Kompositionen, die die moderne Forschung als gesichert von Johann Sebastian Bach ansieht. Überall dort, wo Bach umfangreiche Änderungen an Werken vornahm, um sie an die Anforderungen späterer Auf­führungen anzupassen, wurden auch die alternativen Versionen beigefügt.

Unvollendete Werke wurden hinzugefügt, wenn ihr musikalischer Gehalt es rechtfertigte, außer sie bestanden nur aus einigen wenigen Zeilen. Ebenfalls enthalten sind einige Rekonstruktionen verlorengegangener Kompositionen und schließlich auch einige Werke, die zwar nicht zweifelsfrei J. S. Bach zugeordnet werden können, die aber so untrennbar mit Bachs Namen verbunden und so vertraut sind, dass ihr Fehlen bedauerlich gewesen wäre. Der Inhalt ist über weite Strecken interpretatorisch erstklassig.

Teldec-Bach-Gesamtwerk

Exklusiv bei – >>  j p c  <<

Kantaten BWV 1-14, 16-52, 54-117, 119-140, 143-159, 161-188,
190-215
+Geistliche Vokalwerke: Johannes-Passion BWV 245;Weihnachtsoratorium BWV 248;Osteroratorium BWV 249;Matthäus-Passion
BWV 244;Magnificats BWV 243 / 243a;Messen BWV 232-236;Psalm 51
BWV 1083;Sancti BWV 237-240;Motetten BWV 118, 225-230;
Choräle BWV 250-438, 500a, 1084, 1089, 1122-1126;Schemellis Gesangbuch (Ausz.);Quodlibet BWV 524;Notenbüchlein für AM
Bach
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+Orgelwerke: Konzerte BWV 592-597;Präludien & Fugen BWV 535,
536, 539, 541, 543-560, 566;Choräle BWV 419, 552, 559-718, 720, 721,
724-731, 735-743, 747, 749, 750, 758, 762, 763, 765, 766, 768, 769a,
770, 802-805, 863, 868, 1090-1120;Duette BWV 802-805;Harmonisches Labyrinth BWV 591;Fantasien BWV 537, 542, 552a, 561-563,
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570-572, 574-579, 1121;Passacaglia BWV 582;Pastorale BWV 590;
Pedal-Exercitium BWV 598;Präludien BWV 552, 568, 569;Sonaten
Sonaten BWV 525-530;Toccaten & Fugen BWV 538, 540, 565;Toccata
Toccata BWV 564;Trio BWV 583;Triosonaten BWV 525-530
+Cembalowerke: Inventionen & Sinfonias BWV 772-801;Englische
Suiten BWV 806-811;Französische Suiten BWV 812-817, 818a,
819, 821;Trio BWV 814a;Menuette BWV 841-843 (für WF Bach)
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Weitere umfangreiche Angaben zum Inhalt auf der jpc-Seite.
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Preis: 299,99 € 
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für 153 CDs
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—————————————————————————————————————————————————–Grüße

Volker

Der weltbekannte klassische Trompeter Maurice André ist im Alter von 78 Jahren gestorben.


Maurice André - Trompeter (1933-2012)

Liebe Bach-Freunde/innen,

ganz überraschend ist am 26. Februar 2012 der weltbekannte und beliebte französische Star-Trompeter Maurice André im Alter von 78 Jahren im südwestfranzösischen Bayonne gestorben. Sehr beliebt und beachtet sind seine glänzenden Auftritte in der Karl Richter Ära in den großen Oratorien von Johann Sebastian Bach unter der Leitung von Karl Richter mit seinem Münchener Bachchor und Münchener Bachorchester.

Maurice André wurde in der südfranzösischen Stadt Alès geboren. Als Vierzehnjähriger begann er eine Lehre als Bergmann im Kohlerevier der Cevennen, erlernte aber gleichzeitig das Spiel auf der Trompete. Sein Vater, selbst Bergmann, ermöglichte ihm erst einmal privaten Unterricht bei Prof. Barthélemy am Conservatoire de Paris, das Maurice André aufgrund seiner außerordentlichen Begabung bald als Student aufnahm. Im ersten Jahr bereits erhielt er den 1. Ehrenpreis für Kornett, ein Jahr später für Trompete.

Maurice André  ist ab den 1950er Jahren mit seinem Trompetenspiel zu Weltruhm aufgestiegen. Seine letzten Konzerte gab er vor 8 Jahren, Maurice André war am 21. Mai 1933 in Südfrankreich geboren und hatte in seiner Jugend als Kohlearbeiter im Bergbau gearbeitet. Andrés Vater – ein passionierter Hörer der Klassischen Musik – hatte ihm das Trompetenspiel beigebracht. 1951 folgte eine Ausbildung am Konservatorium in Paris. Danach avancierte er zum bekanntesten klassischen Trompeter.

Für Aufführungen von Bachs Weihnachtsoratorium oder Händels Oratorien wurde Maurice André bald einer der gefragtesten Solisten.

In memoriam des großartigen und unvergessenen Künstlers Maurice André  nachstehend zwei Videos.

G. P.Telemann Concerto G major TWV 51:G1 1/2

1.Allegro ma non troppo
2. Adagio

Maurice André Trumpet
Muenchener Bach – Orchester
Karl Richter Conductor

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Johann Sebastian Bach
HOHE MESSE IN H-MOLL

sopran: Gundula Janowitz
alt: Hertha Töpper
tenor: Horst R. Laubenthal
baß: Hermann Prey

Münchener Bach-Chor und -Orchester

Karl Richter

Stifts-Kirche, Diessen am Ammersee, 1969.

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Grüße

Volker

Label: Soli Deo Gloria – monteverdi.co.uk – hat einen neuen Webauftritt mit neuen Link-Vorgaben


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 .News:

.zum überarbeiteten Webauftritt von Sir John Eliot Gardiner

.und seinem Label: Soli Deo Gloriawww.monteverdi.co.uk

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Neu im Internet Monteverdi.co.uk

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@Iris, hat es seit einigen Tagen bemerkt, dass ein Webaufruf zu Monteverdi  in England gestört war. Nach meinen gestrigen Recherchen ist der Internetauftritt vollständig überarbeitet und mit neuen Link versehen worden. Die wichtigsten Link-Angaben habe ich im Blog rechts am Rand unter:

Sir J.E. Gardiner-SDG Specials

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überarbeitet und neu hinterlegt.

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Linkangabe zum Cantatafinder

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Auf der Monteverdi-Seite:

Link: http://www.monteverdi.co.uk/shop

ist eine Angabe zum  Cantatafinder  – (von @Alex aus Leipzig)  – hinterlegt worden. In dem Cantatafinder müssten von @Alex die Link-Angaben zu SDG überarbeitet werden sie stimmen mit den aktuellen Link nicht mehr überein..!!

Die Übersicht ist meiner Meinung nach besser geworden da nun alles unter einem Webauftritt zusammengefasst worden ist. Probiert es selbst einmal aus, um sich mit dem neuen Web-Auftritt vertraut machen zu können.

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Neu: Shop Monteverdi.co.uk

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Sehr gefällig ist die Shop-Seite geworden. Sehr übersichtlich angeordnet sind die CD’s auf der vergrößerten Seite zu erkennen..!!

Link zum Shop von Monteverdi co.uk  

http://www.monteverdi.co.uk/shop/albums

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In ein Album geklickt erscheint die Seite zum Download als mp3. Hörproben sind mit dem Dreieck (siehe roter Pfeil im Bild unten) zu bekommen.

SDG-CDs Hörproben anklicken - siehe roter Pfeil

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Booklet CD SDG 101

Ein Beispiel:

ich möchte die CD im Shop  CANTATAS VOL 1 beziehen dann klicke ich in das Booklet der CD und es erscheint danach die obige von mir abgebildete Seite mit dem roten Pfeil. Hier kann dann ein mp3-Download und eine Hörprobe genommen werden.

 

BACH CANTATAS VOL 1
SDG 101  |  2 CD (56 tracks)

For the Feast of St. John the Baptist

BWV 167 / 7 / 30

For the First Sunday after Trinity
BWV 75 / 39 / 20

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Link von der Download-Beispiel-Seite :
Auf dieser Seite kann das Booklet komplett mit allen Angaben und dem Reisetagebuch von Gardiner heruntergeladen werden.

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News von Monteverdi über den nachstehenden Link:

http://www.monteverdi.co.uk/news-reviews/news

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Konzert-Termine nachstehend:

http://www.monteverdi.co.uk/concerts

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Alle Angaben von:

Monteverdi Choir and Orchestra Ltd
Level 9, 25 Cabot Square, Canary Wharf, London E14 4QA, UK
Tel: +44 (0)20 7719 0120 |

Email: info@monteverdi.org.uk

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Grüße

Volker

Radiotipps 16.2. – 19.2.2012


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Links zu den Radiosendern sind auf der Seite WebRadios zu finden:

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16.2.2012

SWR2
20:03-21:00

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Die wichtigsten Quellen der historischen Aufführungspraxis (2/7)
Johann Joachim Quantz: „Versuch einer Anweisung, die Flöte traversiere zu spielen“
Doris Blaich im Gespräch mit dem Flötisten Michael Schmitt-Casdorff

Der Titel dieses Buches ist ein Understatement: Johann Joachim Quantz, der Flötenlehrer von Friedrich dem Großen, hat hier nämlich nicht nur eine – sehr detaillierte – Flötenschule geschrieben, sondern auch wichtige Hinweise für Instrumentalisten jeglicher Couleur festgehalten: Der Konzertmeister findet Tipps, wie er ein Orchester gut anführen soll, Tutti-Streicher erfahren, worauf es im Orchester ankommt, Cembalisten können ihre „Pflichten“ nachlesen. Außerdem findet man wichtige Anmerkungen zur Musikästhetik des 18. Jahrhunderts. 1752 erschien in Berlin die erste gedruckte Ausgabe von Quantz‘ „Allrounder“. Für jeden, der sich für Barockmusik interessiert, ist dieses Buch eine Fundgrube – überdies ist es gut geschrieben, und der Humor kommt auch nicht zu kurz. Der Flötist Michael Schmidt-Casdorff erzählt im Gespräch mit Doris Blaich, was ihm Quantz‘ „Versuch“ bedeutet – für sein eigenes Musikmachen und für seine Unterrichtstätigkeit. Übrigens hat Schmidt-Casdorff, der ursprünglich von der Querflöte kam, das Spielen auf der historischen Traversflöte autodidaktisch mit diesem Buch gelernt. Heute unterrichtet er Traversflöte und Kammermusik an der Münchner Musikhochschule und spielt in einigen renommierten Alte-Musik-Ensembles. (Teil 3, Donnerstag, 23. Februar, 20.03 Uhr)

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18.02.2012
WDR3
13:04-15:00

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Musikpassagen
Einfach.Kompliziert.
Bach schreibt fünfstimmige Fugen: hätten es nicht auch vier Stimmen getan? Schon früh ist Musik, vor allem wenn sie sich als Kunst versteht, ein Spiel mit Komplexität. Was treibt den englischen Renaissance-Tüftler Thomas Tallis dazu, sein „Spem in alium“ als vierzigstimmige Raummusik zu notieren? Sein Landsmann Brian Ferneyhough schreibt, vierhundert Jahre später, kaum noch entzifferbare Partituren: wer kann noch folgen? Eine Musikpassage über das Hören von vertrackter Musik als Übung in „Komplexitätstoleranz“: Wer zulässt, nicht alles zu „verstehen“, findet neue Schätze, auch bei Beethoven.

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WDR3
19:00-20:00
Vesper

Altbachisches Archiv

Johann Bach
Unser Leben ist ein Schatten; Cantus Cölln, Leitung: Konrad Junghänel

Johann Michael Bach
Auf, lasst uns den Herren loben; Gérard Lesne, Countertenor; Il Seminario Musicale

Johann Christoph Bach
Es erhub sich ein Streit; Maria Zedelius, Sopran; Ulla Groenewold, Alt; Paul Elliott, Tenor; Stephen Varcoe und Michael Schopper, Bass; Rheinische Kantorei; Musica Antiqua Köln, Leitung: Hermann Max

Johann Sebastian Bach
Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn, BWV Anhang 159; Hilliard Ensemble

Johann Sebastian Bach
Capriccio E-dur, BWV 993 „In honorem Johann Christoph Bachii“; Masaaki Suzuki, Cembalo

Anonymus
Weinet nicht um meinen Tod; Cantus Cölln, Leitung: Konrad Junghänel

Adam Dreese
Nun ist alles überwunden; Cantus Cölln, Leitung: Konrad Junghänel

Johann Christoph Bach
Mein Freund ist mein und ich bin sein, aus „Meine Freundin, du bist schön“; Nele Gramß, Sopran; Ensemble Movimento

Johann Michael Bach
Nun hab ich überwunden; Choir of Trinity College, Leitung: Richard Marlow

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19.2.2012

rbb kulturradio
18:04-19:00
Musikland Brandenburg

Alte Musik wird in Brandenburg groß geschrieben. Viele Ensembles, die sich auf Alte Musik und Barockmusik spezialisiert haben, waren in den vergangenen Jahren in den Kirchen und den Konzertsälen der Region zu Gast – vom King’s Consort bis zu den English Baroque Soloists.

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Liebe Grüße

Barbara

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800 Jahre Thomaner – Der Thomaner Film ab 16. Februar im Kino – ZDF-Mediathek Bericht über die Thomaner


In 2012 feiern die Thomaner ihr 800-jähriges Bestehen mit verschiedenen Festivals. Siebenundzwanzig Jahre hat Johann Sebastian Bach den Thomanerchor geleitet. Eine Tradition, in der Jungen zwischen neun und 19 Jahren in einem Internat zu musikalischen Höchstleistungen finden. Die Filmemacher Paul Smaczny und Günter Atteln durften ein Jahr lang teilhaben am Chor-Leben.

ZDF-Mediathek Die Thomaner

Der Thomaskantor Georg Christoph Biller über seinen Vorgänger Bach, sein pädagogisches Konzept, seine Erwartungen an die Thomaner – und über das „kollektive Abhängen“. Sollte ein Kind heute seine gesamte Kindheit und Jugend einer solch großen Sache widmen? Wir sprechen mit dem Thomaskantor Georg Christoph Biller, mit Thomanern, einem Kinderpsychiater und mit Sebastian Krumbiegel und Tobias Künzel, zwei ehemaligen Thomanern aus der Band „Die Prinzen“.

Link: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1552642/Thomaskantor-Georg-C.-Biller-im-Gespraech

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In Bezug dazu gab es am 27. Januar 2012 im ZDF einen Film über die Thomaner, dieser Filmbeitrag aus der Sendung aspekte kann in der ZDF-Mediathek weiterhin angesehen werden.

Link:  http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1553518/800-Jahre-Thomaner-Chor

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Filmankündigung "Die Thomaner" Fotorechte: NFP

 Am 16. Februar 2012 ist der offizielle Kinostart  „Die Thomaner“ in Deutschland

Offizieller deutscher Kino-Trailer zu dem Film „Die Thomaner“ -HERZ UND MUND UND TAT UND LEBEN

.Filmverleih: NFP Filmverleih

.Kinostart (DE): 16.2.2012

.Regisseur: Paul Smaczny, Günter Atteln

Der Film beleuchtet das außergewöhnliche Leben und den Alltag der Thomaner und gewährt exklusive Einblicke hinter die Kulissen eines traditionsreichen und bewunderten Ensembles. Die Thomaner, darunter ausgewählte Protagonisten und Ihr Thomaskantor Georg Christoph Biller, wurden über einen Zeitraum von über einem Jahr begleitet. Durch Ihre persönlichen Geschichten entstand ein sensibles Portrait der Thomaner, das der Frage nach der Faszination des Traditionsensembles nachgeht. Der Zuschauer darf eintauchen in eine einzigartige Welt zwischen Motette, Internat und Fußballplatz, in ein Leben, das geprägt ist von Erfolg und Leistungsdruck, Zweifeln und Stolz, Heimweh und echter Freundschaft.

DIE THOMANER ist ein unterhaltsamer Film, der durch erstklassige Musik und stimmliche Erlebnisse beeindruckt und die wunderbare Möglichkeit bietet den weltweit erfolgreichen Chor ganz aus der Nähe zu erleben und hinter die Kulissen zu blicken. Im Rahmen des Bachfestes Leipzig wird der Film am 17. Juni 2012, um 11.30 Uhr in den Passage Kinos Leipzig gezeigt.

Quelle: NFP marketing & distribution GmbH Kantstraße 54, D – 10627 Berlin

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Premiere des Films „Die Thomaner“ in Leipzig dabe die LVZ

Link: http://www.lvz-online.de/nachrichten/aktuell_themen/800-jahre-thomana-leipzig/filmpremiere-800-jahre-thomaner-chor/r-800-jahre-thomana-leipzig-a-125585.html

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Ein ausführliches Interview gibt es in  DIE ZEIT

„Will man das für seinen Sohn?“

Die Filmemacher Paul Smaczny und Günter Atteln über ihr Jahr im Thomanerchor, wo wenig Zeit für Kindheit bleibt

Link:  http://www.zeit.de/2012/06/S-Film-Thomaner

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Zeitungsrezension zum Film

„Die Thomaner“

von der FAZ (vom 15.2.2012)

800 Jahre Thomanerchor Johann Sebastian Bachs Kadetten…

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Link:  http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/800-jahre-thomanerchor-johann-sebastian-bachs-kadetten-11650661.html

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Weitere umfangreiche Informationen zu den Thomaner Chor gibt es auf der Internet-Seite von glaube aktuell.

Link:  http://www.glaubeaktuell.net/portal/journal/journal.php?IDD=1326118201&IDT=40&tx=1326119336&Preview=1&IDDParent=1028562155&useSpr=&IDB=1

sowie auf der offiziellen Thomaner Chor Seite:

Link: 

http://www.leipzig-online.de/thomanerchor/

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Grüße

Volker